Wahl-O-Mat NRW

Beim „Wahl-O-Mat Nordrhein-Westfalen 2017“ habe ich folgende Übereinstimmung mit den Parteien erzielt:

AfD 68,4 %
Freie Wähler 65,8 %
ZENTRUM 65,8 %
FDP 59,2 %
Bündnis Grundeinkommen (BGE) 57,9 %
Freie Bürger-Initiative/Freie Wähler (FBI/FWG) 57,9 %
Allianz Deutscher Demokraten (AD-Demokraten NRW) 56,6 %
Demokratische Bürger Deutschland (DBD) 56,6 %
NPD 56,6 %
Partei für Gesundheitsforschung 56,6 %
CDU 55,3 %
Aufbruch C 52,6 %
REP 52,6 %
Die Rechte 51,3 %
TIERSCHUTZliste 48,7 %
Jugend- und Entwicklungspartei Deutschlands (JED) 46,1 %
Volksabstimmung 46,1 %
Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG) 44,7 %
ÖDP 44,7 %
Schöner Leben 44,7 %
V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer 44,7 %
Piraten 43,4 %
SPD 43,4 %
Die PARTEI 40,8 %
Die Violetten 38,2 %
MLPD 32,9 %
Grüne 31,6 %
DKP 30,3 %
Die Linke 26,3 %

Es fällt auf, dass meine Übereinstimmung mit allen Parteien relativ gering ist, obwohl es so viele sind (PAN – die Parteilosen und Parteilose Wählergemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland haben sich gar nicht am Wahl-O-Mat beteiligt). Vielleicht liegt es daran, dass die Parteien in NRW besonders sozial erscheinen wollen und wenig liberal sind.

Die AfD steht bei mir zwar an erster Stelle, doch wegen Herrn Pretzell kann sie in NRW definitiv kein anständiger Bürger wählen. Es folgen die Freien Wähler und das Zentrum, die jedoch beide chancenlos sind. Folglich empfehle ich schon wieder trotz Herrn Lindner die FDP zur Wahl, zumal er selbst nach Berlin gehen will und hinter ihm recht vernünftige Kandidaten stehen (siehe „Unser Team für NRW“).

Falls die Grünen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern (deshalb bitte gültig wählen, selbst wenn es sich um eine chancenlose Partei handelt), könnte es sogar für eine schwarz-gelbe Regierung reichen. Herr Laschet hat zwar keine Regierungsverantwortung verdient, Frau Kraft aber auch nicht mehr. Außerdem beschädigt sich Herr Lindner selbst für die Bundestagswahl, wenn er es mit seinem Opportunismus übertreibt. Eine Ampel hat er z. B. ausgeschlossen, was in Rheinland-Pfalz aber nicht einmal den Wahlabend überlebte.

63 Gedanken zu „Wahl-O-Mat NRW

  1. Meine Ergebnisse sind recht ähnlich zu den Ihrigen, ich komme sogar auf 73,8% für die AfD.

    Ich würde ihrer Wahlempfehlung jedoch widersprechen. Im Prinzip sind alle Parteien unwählbar. Die Regierung hat katastrophale Arbeit geleistet. Armin Lusche hat nicht nur Klausuren, sondern auch seinen Verstand verloren. Die FDP wird von Opportunist Lindner angeführt und die AfD vom Pleitier, Intrigant und Spalter Pretzell.

    Deshalb zählt für mich vor allem die Signalwirkung für den Bund. Die FDP könnte plötzlich wieder sexy werden und das völlig unverdient und danach den jetzigen Irrkurs fortsetzen. Die AfD braucht nach dem Parteitag wieder Erfolge für Schwung und Elan. Pretzell ist irgendwann eh fällig, ob er nun 6 oder 12 Prozent holt. Mit der Abwahl von Petry im Herbst wird er seinen Fraktionsvorsitz eh verlieren. Es braucht jetzt keine Stimme gegen Pretzell, denn das wäre vielmehr eine Stimme gegen die neue AfD.

    • Die Landesliste in NRW steht aber nicht für „die neue AfD“, sondern für Herrn Pretzell. Ich halte es durchaus für möglich, dass er sie größtenteils in eine neue PPP (Pretzell-Petry-Partei) mitnimmt. Welche Signalwirkung hätte das wohl?

    • Herrn Lindner kann man tatsächlich nicht wählen, er wird aber in den Bundestag wechseln (außer wenn es die FDP wieder nicht in diesen schafft; dann würden die Karten jedoch ganz neu gemischt). Die FDP in NRW scheint mir deshalb das kleinste Übel zu sein.

      • Nicht ganz richtig.

        Sowohl die FDP wie auch die Grünen müssen endlich aus dem Landtag und dem Bundestag verschwinden.

        Die FDP steht für nichts außer sich selber und die Grünen für gefährlichen Unsinn.

        Und die AFD braucht jede Stimme die sie kriegen kann.
        P&P sind kein Argument hier eine Stimme zu verschenken,die Niederlage von Petry hat sichtbar bei ihr gewirkt,mal sehen was sie macht.
        Ich schätze sie nicht als teamfähig ein,sondern als trotzig.

        Wäre schön wenn Höcke,Petry und Pretzel verschwinden !

  2. Die größte Gefahr, die von Pretzell ausgeht, ist, wenn man die aktuellen Umfragen als Referenz nimmt, dass er Armin Lusche zum neuen Ministerpräsidenten macht.

    Ich halte Lindner für schlau und opportunistisch genug, dass er mit Blick auf die kommende Bundestagswahl auf eine Ampel verzichtet. Kommt auch keine Ampel zustande und die CDU landet knapp hinter der SPD, könnte ich mir vorstellen, dass die AfD gleich mal ihre „realpolitischen“ Fähigkeiten unter Beweis stellen darf und Armin Lusche zum Ministerpräsident einer Minderheitsregierung wählt.

    Das würde sich freilich sehr negativ auf das Wahlergebnis im Herbst auswirken, da das ein Verrat an den eigenen Leuten wäre, wenn man Merkel-Anhänger Lusche ins Amt wählen würde.

    • Leider wäre das Herrn Pretzell durchaus zuzutrauen (Herrn Laschet trotz all seiner Schwächen eher weniger), vielleicht sogar mittels einer neuen Partei und Fraktion. Im Bund sehe ich es übrigens so, dass die AfD idealerweise die Tolerierung einer CDU-geführten Regierung nicht definitiv ausschließen sollte, um eine Kanzlerin Merkel zu verhindern. Wenn sie umgekehrt jemals Frau Merkel unterstützen sollte, ist sie völlig unnütz und politisch tot.

    • Leider wäre das Herrn Pretzell durchaus zuzutrauen (Herrn Laschet trotz all seiner Schwächen eher weniger), vielleicht sogar mittels einer neuen Partei und Fraktion. Im Bund sehe ich es übrigens so, dass die AfD idealerweise die Tolerierung einer CDU-geführten Regierung nicht definitiv ausschließen sollte, um eine Kanzlerin Merkel zu verhindern. Wenn sie umgekehrt jemals Frau Merkel unterstützen sollte, ist sie völlig unnütz und politisch tot.

      • Das wäre okay, da oberstes Wahlversprechen ja ist, Kanzlerin Merkel abzuwählen.

        Für mich ist die CDU als stärkste Partei in NRW ein durchaus realistisches Szenario. Die Kriminalität im Land wird alleine der NRW-SPD angekreidet, obwohl Kanzlerin Merkel hier auch eine große Mitschuld trägt. Der Schulz-Effekt verpufft so langsam, wenn er denn nicht ohnehin eine Fata Morgana war.

        Und die Finte mit Bosbach in den Wahlkampf zu ziehen, obwohl Laschet in Wahrheit für einen ganz anderen Kurs steht, zahlt sich den jüngsten Umfragen zufolge aus.

        Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass sich die Frage nach Pretzells realpolitischen Kurs recht früh stellen wird.

        Ich glaube auch nicht, dass Pretzell vor der Wahl eine neue Partei gründen würde, weil a) Petry dann nicht in den Bundestag könnte und b) sie dann auch dort keine Abgeordneten mehr mitnehmen könnten. Nach der Bundestagswahl werden sie dann aber bereits so schwach sein, dass ihnen niemand mehr folgen wird. Auch die Opportunisten in NRW werden dann die Seite wechseln.

      • Eine neue Partei würde natürlich erst nach der Bundestagswahl gegründet. PP würden dann versuchen, die Landtagsfraktion in NRW größtenteils und auch viele Bundestagsmandate mitzunehmen. Vielleicht wird auch das Beispiel von Baden-Württemberg wiederholt und die Fraktion ohne Parteiaustritt gespalten.

    • Natürlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen unsinnig für die AfD über Koalitionen nachzudenken. Das kann mittelfristig nur von unten nach oben wachsen (Kommunen, Länder, Bund).

      ABER was würde denn gegen eine temporale Tolerierung einer CDU/FDP-Minderheitsregierung in NRW sprechen, wenn die AfD im Gegenzug knallhart inhaltliche Forderungen erfolgreich durchsetzen könnte (z. Bsp. zügige Abschiebepraxis, mehr Polizei zur Verbesserung der Sicherheit, Entideologisierung der Schulen, verfassungskonformer Landeshaushalt, …)? Natürlich wäre diese Strategie gewagt. In Deutschland haben wir auch keine Erfahrungen mit Tolerierungen wie z. Bsp. in Skandinavien. Es könnte aber der Anfang davon sein, verkrustete Strukturen aufzubrechen und zu zeigen, dass die AfD etwas bewirkt.

  3. Lieber Herr Dilger, ich dachte ja lange, dass Ihre Kommentare über Herrn Pretzell hauptsächlich persönliche Gründe haben. Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich ihn nicht persönlich. Die Sache mit seiner Insolvenz fand ich zwar peinlich, die Wohnsitzfrage mag Juristen interessieren, mich aber nicht, denn ich verzeihe Fehler. Niemand von uns perfekt ist!

    Ich halte Herrn Klonovsky für eine sehr seriöse Persönlichkeit und habe detailliert seine Erlebnisse mit Herrn Pretzell gelesen. Das schlägt dem Fass den Boden durch! Daher teile ich inzwischen Ihre Meinung, dass Herr Pretzell für die AfD schädlicher ist, als Herr Höcke.

    Sie sind zum Glück in der Lage, taktisch und wenn es sein muss, auch „um die Ecke zu denken“, was leider vielen Menschen fehlt. Der Einzug der AfD in die Landesparlamente darf aber jetzt nicht abreißen, Pretzell hin oder her, sonst wird es in der linkslastigen Presse heißen, dass „die AfD nun gestoppt“ sei und „es für die AfD ab jetzt bergab“ gehe. Merkel und Schulz würden jubeln. Natürlich ist bei der AfD vieles nicht wie es sein sollte, aber wir haben im Moment nichts Besseres!

    Sorgen wir doch dafür, dass die AfD in SHS und NRW in die Landtage kommt. In SHS wird es leider besonders knapp. In NRW ist Herr Pretzell angezählt und mit dem Machtverlust seiner Ehefrau weiter geschwächt, auch wenn er jetzt vollmundig den „realpolitischen“ statt dem „fundamentaloppositionellen“ Weg verkündet, womit sich der Bundesparteitag noch nicht einmal beschäftigen wollte. Kommt die AfD mit Spitzenkandidat Pretzell nur auf 6 oder 7% in den Landtag, bleibt das weit hinter den Ergebnissen in West-Flächenländern wie Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg zurück. Pretzells Tage sind dann gezählt, zumal er seinen Günstlingen nichts mehr bieten kann. Solche Parteifreundschaften haben immer ein Verfallsdatum!

    Zurück zur Taktik: P&P müssen wir so geräuschlos wie möglich entsorgen, sonst schadet es der AfD! Köln war der Auftakt dazu! Um Frau Petry tut es mir fast ein bisschen leid, denn ich habe sie trotz mancher Fehler gemocht. Aber sie hat ihr politisches Schicksal leider auf Gedeih und Verderb an ihren Ehemann gebunden. Familie und Politik sollte man jedoch sauber trennen!

    Geben Sie sich einen Ruck, lieber Herr Dilger! Sie müssen das öffentlich ja auch nicht zugeben. Wählen Sie zur Landtagswahl in NRW die AfD, auch wenn es weh tut. Die FDP wird nach der Wahl, wie in Rheinland-Pfalz, alle Versprechungen über Bord werfen. Der Opportunist Linder sowieso! Stehen Sie bereit, zurück zu kommen, wenn Pretzell geht. 2018 wird das EU-Parlament neu gewählt. Wirtschaftspolitischer Sachverstand wird dort dringend gebraucht. Ich könnte Sie mir sehr gut als MdEP vorstellen!!!

    • Vielleicht sollte ich meine Empfehlung überdenken, in Schleswig-Holstein Herrn Kubicki zu wählen, da die FDP dort ohnehin stark in den Landtag einziehen dürfte, während die AfD zittern muss. In NRW stellt sich die Situation ganz anders da. Die AfD ist trotz Herrn Pretzell fast sicher drin, doch er könnte dann nicht nur einzelne Mandate, sondern fast alle mitnehmen zu einer neuen Partei. Wenn das Ergebnis knapp ist, reicht es aber nicht für eine eigenständige Fraktion. Außerdem ist er dann stärker angeschlagen und hat weniger Gefolgsleute im Landtag, die die nächsten fünf Jahre Diäten kassieren und Mitarbeiter beschäftigen, um den Landesverband weiter zu dominieren. Idealerweise gibt es wieder eine instabile Regierung und bald Neuwahlen.

      • Trotz der mangelnden Seriosität von Herrn Pretzell glaube ich noch nicht daran, dass er mit seiner Frau nach der Bundestagswahl eine neue Partei gründen wird. Das Beispiel von Bernd Luckes Alfa/LKR hat er doch vor Augen.

        Auch ich bin kurzfristig für instabile Regierungen in den Ländern und dem Bund. Dann offenbart sich noch schneller die Unfähigkeit der angeblichen Eliten und es kommt schneller zu bereinigenden Neuwahlen.

  4. Nach dem Parteitag in Köln sollte Jedem klar sein, auf welchen rechten Abwegen diese AfD als Gesamtpartei ist, das kommt im Wahlomat doch gar nicht zum Vorschein. Deswegen sollte Interessenten des AfD-Kreuzchens nicht nur die Personalie Pretzell ein Grund zum Innehalten sein.
    Die Grünen per gültiger Teilnahme herauszuwählen, halte ich für eine gute Idee. Für alle anderen Überlegungen fehlen mir allerdings die positiven Argumente. Es ist schon eine sehr ungewohnte Situation, in die einen die Wahlfreiheit in NRW so führt.

    • Personen sind tatsächlich wichtiger als Programme, die nicht eingehalten werden müssen, wie Frau Merkel ständig vorführt. Doch was haben Sie gegen Frau Weidel? Für mich ist die AfD am Wochenende wieder attraktiver geworden.

      • Wenn man schon einzelne Personen hochlobt, so finde ich, Weidel ist die am meisten Überschätzte. Sie hat noch gar keine Meriten für die Partei erworben. Die Annahme einer Wirtschaftskompetenz speist sich aus ihrer Doktorarbeit über das chinesische Rentenversicherungssystem, das sich nicht bahnbrechend für Deutschland sein dürfte. Sonst hat sie nichts veröffentlicht. Am Tag nach der Abwahl Luckes stellte sie sich zum ersten Mal in Essen vor. Wir nannten sie unter uns die Rittmeistern des Ponyhofs. Sie hatte wohl einen Reitstall, etwas forsch ihr Auftreten, ihre Art zu sprechen, die Gestik. Jedenfalls scheinen ihre Kreiskollegen in Baden Württemberg sie nun besser zu kennen und haben sie bei der Listenaufstellung erst mal abblitzen lassen.
        Der Islamkurs der Partei ist einfach unterirdisch – auch mit dem Schutzwort „politisch“.

      • Was haben Sie gegen Frau Weidel? Sie ist keine Wissenschaftlerin und wie sie genau argumentiert, weiß ich nicht. Sie vertritt aber klarere und vernünftigere Positionen zum Euro als selbst Professoren wie Lucke und Meuthen. In Baden-Württemberg steht sie auf Platz 1 der Landesliste zur Bundestagswahl, wurde dann aber auf Betreiben von Herrn Meuthen nicht zur Landessprecherin gewählt.

      • Wer die Augen vor der Realität verschließt, der kann es unterirdisch nennen. Wer davon ausgeht, dass es mit einer muslimischen Mehrheit im Land wirtschaftlich erfolgreich und demokratisch zugehen könnte, ist naiv und er verschließt sich dem Blick auf die Realität. In dieser gibt es nämlich keine einzige muslimische Demokratie mit Wohlstand. Echte Demokratie gibt es eigentlich gar nicht und Wohlstand nur durch Öl oder andere Besonderheiten. Das ist die Realität. Alles andere sind Wunschvorstellungen.

        Ich empfehle Ihnen die Texte eines Bassam Tibi, Hamed Abdel-Samad oder Imad Karim. Vielleicht sehen sie es dann auch anders.

        Hier mal eine Kostprobe:
        http://cicero.de/berliner-republik/massenmigration-islamische-werte-frei-haus

    • Welche rechte Abwege sehen Sie denn? Die meisten radikalen Anträge wurden abgelehnt, die Spitzenkandidaten stehen links von Petry (auch wenn die was anderes behauptet) und die neuen Schiedsrichter sollen alle Höcke-kritisch sein. Ich frage mich deshalby welchen Parteitag Sie gesehen haben. Fallen Sie doch nicht auf die Presse rein, die sowieso alles in den Dreck ziehen würde. Sogar die Spiegel-Journalistin Ammann hat die AfD in einem Video-Beitrag als unglaublich diszipliniert gelobt.

      Fallen Sie doch nicht auf den Schwachsinn und die Finde von Petry rein, die doch für alles, nur nicht für einen bürgerlichen Kurs steht.

      • Sehe ich auch so.

        Der Parteitag war professionell,die Delegierten vernünftig auf Sachfragen konzentriert,die Anträge egal von welcher Position ( ja-nein) gründlich durchdacht und argumentiert.

        Darüber wurde dann sachlich abgestimmt.

        Aber,andere Parteien andere Sitten

  5. Bei mir dieselben beiden Parteien vorne, ich versuche aber, meinen kleinen Beitrag zu positiven Veränderungen in der AfD zu leisten und wähle sie auch. Bei der FDP waren von Herrn Papke sehr gute, AfD-nahe Äußerungen zu vernehmen, allerdings zu einer Zeit, als er ankündigte, nicht mehr zu kandidieren. Welche Personen auf der FDP-Liste finden Sie gut, wer steht gegen Opportunismus und linken Zeitgeist?

    • Persönlich kenne ich Herrn Stamp auf Platz 2, der vermutlich Herrn Lindner beerben wird, wenn dieser nach Berlin geht. Er ist ein echter Liberaler, allerdings auch ein loyaler Parteisoldat. Wie er sich an der Spitze macht, wird sich deshalb erst noch zeigen müssen. Angela Freimuth auf Platz 3 und vor allem Marcel Hafke auf Platz 5 kenne ich ebenfalls persönlich und kann sie guten Gewissens wählen. Sie werden natürlich keinen AfD-Kurs fahren, aber sie stehen für eine vernünftige FDP, was auch etwas wert ist, insbesondere da die AfD längst das Ziel aufgegeben hat, nicht nur, aber auch die FDP beerben zu wollen.

  6. „Die AfD steht bei mir zwar an erster Stelle, doch wegen Herrn Pretzell kann sie in NRW definitiv kein anständiger Bürger wählen.“
    Ein etwas merkwürdiges Argument. In der Personalie stimme ich mit Ihnen überein. Nur: Welche der Parteien im Landtag ist noch wählbar? Sind Frau Kraft wählbar, Herr Jäger, Frau Löhrmann etc.? Die kann doch auch kein anständiger Bürger wählen. Und wie viele Wähler werden CDU ankreuzen – obwohl Frau Merkel, um es mal milde auszudrücken, auch kein anständiger Bürger wählen kann.
    Pretzell wird sich auf Dauer nicht behaupten können. Leider hat er (immer noch) das Potential, erheblichen Schaden für die AfD anzurichten.

    • Es handelt sich nicht um die Bundestagswahl, Frau Merkel steht nicht direkt zur Wahl. Am Ende wird ohnehin Frau Kraft weiter regieren, Herr Laschet hat höchstens Außenseiterchancen und ist eher noch schlechter. Herr Pretzell und seine Gefolgsleute sind prinzipiell unwählbar, sie schaden sowohl dem Land als auch der Partei. Die hiesige FDP halte ich hingegen für wählbar, insbesondere da Herr Lindner nach Berlin gehen wird. Wenn sich eine sozialliberale Koalition ergibt und diese auch nur Herrn Jäger als Innenminister verhindert, wäre doch schon etwas gewonnen.

      • Angenommen, die CDU würde stärkste Partei, aber mit der FDP reicht es nicht ganz für eine Regierungsbildung. Dann würde sich Laschet wohl nicht in eine Minderheitsregierung begeben, aus Sorge vor partieller Tolerierung durch die AfD. Also deutet sehr viel auf Groko hin … oder traut sich der/die Wahlsieger(in) in eine Dreierkoalition?

      • Eine Tolerierung durch die AfD wird es jetzt nicht geben, aber vielleicht eine Tolerierung durch eine AfD-Abspaltung. Herr Pretzell könnte doch auch ganz in die CDU wechseln, wenn er dafür einen Regierungsposten bekommt. Dreierkoalitionen sind auch möglich. Ob die SPD in NRW als Junionpartner in eine Große Koalition ginge, halte ich jedoch insbesondere vor der Bundestagswahl für fraglich.

    • Es handelt sich nicht um die Bundestagswahl, Frau Merkel steht nicht direkt zur Wahl. Am Ende wird ohnehin Frau Kraft weiter regieren, Herr Laschet hat höchstens Außenseiterchancen und ist eher noch schlechter. Herr Pretzell und seine Gefolgsleute sind prinzipiell unwählbar, sie schaden sowohl dem Land als auch der Partei. Die hiesige FDP halte ich hingegen für wählbar, insbesondere da Herr Lindner nach Berlin gehen wird. Wenn sich eine sozialliberale Koalition ergibt und diese auch nur Herrn Jäger als Innenminister verhindert, wäre doch schon etwas gewonnen.

  7. Für mich gibt der Wahl-O-Mat 72 % Übereinstimmung mit der CDU und jeweils etwa 68 % für AfD und FDP aus. Ich werde mich – wenn auch mit teilweise abweichenden Überlegungen – bei der Landtagswahl NRW wie Prof. Dilger verhalten. Mein Eindruck vom Bundespartei der AfD gleicht dem von Frau Konorza und die wichtigsten Reden sind über den Youtube-Kanal der AfD und aus anderen Quellen des Internet abrufbar.
    Ich werde dieser Partei und der „Spitzenmannschaft“ nicht die Zukunft meines Vermögens anvertrauen, denn unabhängig vom Programm-Inhalt bestreite ich dessen Umsetzungsfähigkeit durch die handelnden Personen. Im Übrigen schlage ich vor, im Zusammenhang mit dem Wahlverhalten das Wort „anständig“ durch „vernünftig“ o.ä. zu ersetzen.

    • Manchmal kann es vernünftig sein, einen unanständigen Kandidaten zu unterstützen, um z. B. einen noch schlimmeren Kandidaten zu verhindern oder einen anständigen Kandidaten zur Vernunft zu bringen.

    • Was gefällt Ihnen an den genannten Reden denn konkret nicht? Ich höre hier im Blog viel Kritik, aber ohne jegliche Konkretisierung. Mich beschleicht daher das Gefühl, dass wie in den Medien alles als schlecht bezeichnet würde, ganz unabhängig vom Inhalt, und das Urteil schon vorher gefällt wurde.

      Warum würden sie Angela Merkel eher ihr Vermögen anvertrauen, wo es doch sie ist, die all unsere Probleme (immerhin ist sie schon 12 Jahre Kanzlerin) zu verantworten hat?

      Die AfD hat viele Probleme und Defizite, das ist zweifellos richtig. Nur kann ich Kritik am Parteitag nicht nachvollziehen, wenn man gleichzeitig auch mit der Regierung unzufrieden ist, da für die Verhältnisse der AfD der Parteitag ein Fortschritt war. Man kann die AfD an sich sicherlich schlecht finden, aber der Parteitag hat die AfD sicherlich nicht auch noch verschlechtert.

      • “ . . .Was gefällt Ihnen an den genannten Reden denn konkret nicht? . . .“
        Ein Schwerpunkt in den Reden (mit Ausnahme von Petry) war wieder Flüchtlingspolitik und Verhältnis zum Islam- Themen, die die Parteifreunde preiswert zusammenschweißen, aber eben auch bei den Traditionsparteien nunmehr “ in Arbeit“ sind. Zusätzlich hat Gauland angeblich den „Höcke-Flügel“ zu einem Kompromiss überredet, der Wahl von Frau Weidel zuzustimmen, die ja angeblich vorher für den Höcke-Ausschluss war- soviel zur Eintracht des Parteitages, die aber nach Ihren weiteren Ausführungen doch noch nicht in die Partei nachwirkt. Die Entwicklung der AfD ist insofern nicht mit der der Grünen vergleichbar, als es bei der AfD im Kern um ein zentrales Thema geht, was uns alle in unserer wirtschaftlichen Existenz berührt: die Reform der EU und der Währungsunion.
        Gerade bei diesen für bürgerliche Kreise wichtigen Themen hat sich die AfD personell seit 2015 nicht mehr profiliert. Die Expertise von Frau Dr. Weidel ist bisher für mich lediglich die Aneinanderreihung beruflicher Positionen ohne Qualifikationsnachweis. Zudem sollen sich in Sachfragen auch Differenzen mit Prof. Meuthen ergeben.
        Ich stelle gern auf Anfrage in meinem Cloudspeicher das Video einer Diskussion der Prof. Lucke/Fratzscher auf Phoenix bereit, um zu zeigen, wo die Unterschiede liegen. Eine Partei mit den auch von Ihnen dargestellten Selbstfindungsproblemen einerseits und den Gestaltungsansprüchen andererseits kann ich weder durch weitere Mitgliedschaft noch mit Stimme unterstützen- da bleibe ich lieber beim Status Quo, der mir wieder einen enormen Depot-Zuwachs beschert hat.

      • Auch hier möchte ich anmerken, dass Frau Weidel klarer gegen den Euro positioniert ist als ein FH-Professor wie Herr Meuthen oder selbst ein Universitätsprofessor wie Herr Lucke.

      • Auch wenn es weh tut: Die Flüchtlingsfrage entscheidet noch weit mehr über unser Vermögen als die Euro-Krise. Vielleicht betrifft das kurzfristig nicht unbedingt den Wert ihres Aktiendepots, aber langfristig entscheidet die Zuwanderungsfrage, ob wir in Deutschland weiterhin in Wohlstand leben oder nicht. Mit offenen Grenzen wird unser Wohlstand weit mehr einbrechen, als es die schlimmste Euro-Krise und die schlimmsten Vergemeinschaftungen, mit welchen Moral-Hazard-Auswirkungen auch immer, jemals hinbekommen würden.

        Genau deshalb ist es auch richtig, dass Flüchtlingsfrage und Islam im Mittelpunkt bleiben. Die Euro-Krise muss deswegen natürlich trotzdem gelöst werden.

        Bernd Lucke mag Expertise auf diesem Gebiet besitzen, das ist unstrittig. Aber er ist, um es in Jugendsprache auszudrücken, schlichtweg ein Honk und hat außerdem keine Eier. Die Wiedereinführung der D-Mark ist ja längst weg von seiner Agenda. Was bringen dann also seine sonst vorhandenen Fachkenntnisse? Nichts! Der Front National hat vermutlich keinerlei Ahnung von den Zusammenhängen einer Währung und ihr Austrittsgrund ist vermutlich ein ganz anderer. Aber würde er einen Euro-Austritt bewerkstelligen, dann wäre Frankreich und Europa trotzdem geholfen, völlig gleich der ursprünglichen Motivlage.

        Ihr Status Quo wird Deutschland in den sicheren Untergang führen, dafür werden schon die Millionen von Armutsmigranten sorgen, die die nächsten Jahre Deutschland erreichen werden. Ganz zu schweigen von der rasant angestiegenen Kriminalität, die jetzt endlich auch statistisch belegt ist. Auch diese wird verstärkt negative wirtschaftliche Auswirkungen haben. Ihr höchster Depotstand bringt ihnen nichts, wenn ihr Auto gestohlen und in ihr Haus eingebrochen wird oder sie am Ende gar überfallen werden und gesundheitliche Schäden davon tragen.

        Ich werde das Land vermutlich noch verlassen können, bei ihrem Alter könnte es schwierig werden. Außer ihr Depotstand ist so hoch, dass sie sich ohnehin um nichts mehr sorgen müssen.

      • @ Peter Burger sagte am 25/04/2017 um 20:16

        Die Flüchtlingsfrage entscheidet noch weit mehr über unser Vermögen als die Euro-Krise… langfristig entscheidet die Zuwanderungsfrage, ob wir in Deutschland weiterhin in Wohlstand leben oder nicht.

        Genauso ist es. Und daran sollte sich die Wahlentscheidung ausrichten, unabhängig von ‚Pretzell und Höcke sind doof‘.

      • Der negative Wohlstandseffekt des Euro ist immer noch größer, allerdings lässt er sich leichter abschaffen als Millionen abgelehnte Asylbewerber und Flüchtlinge abschieben.

      • Der exakte Nettoeffekt beim Euro ist schwieriger zu berechnen als bei der Flüchtlingskrise, da geht das einfacher. Europaweit ist der Euro sicherlich teurer, in Deutschland bin ich mir da nicht sicher. Kurzfristig mag der Euro vielleicht noch teurer sein, langfristig ist die Flüchtlingskrise aber sicherlich viel schädlicher, weil sie die Grundlage des Wohlstand beseitigt. Diese sind nun einmal Bildung und gesellschaftliche Stabilität.

  8. Fall-zu-Fall-Wahlempfehlungen, wie sie Herr Dilger veröffentlicht, haben natürlich den Vorteil, daß man die spezifische Qualität der Partei in dem jeweiligen Bundesland stärker in die Wahlentscheidung einbezieht. Diese Wahlempfehlungen sind so gesehen responsiver und ehrlicher als eine einheitliche Wahlentscheidung.

    Umgekehrt ist die Gefahr größer, daß man Scheintendenzen der (Alt-)Parteien überbewertet und so das gesamte Parteiensystem wider Willen weiter am Leben erhält. Wenn aber die Krise der letzten Jahre eins gezeigt hat, dann daß das Wechselspiel zwischen CDU- und SPD-geführter Regierung Deutschland in eine Sackgasse geführt hat.

    Wenn man wirklich etwas ändern will, muß man deshalb beharrlich eine Systemalternative wählen.

    • Hat denn die AfD wirklich eine Systemalternative anzubieten und wie sähe diese aus? PP wirken doch eher wie die Karikatur von etablierten Karrierepolitikern, andere taugen als Fundamentalopposition, aber auch nicht zum konstruktiven Regieren.

      • Die AfD hat eine Reihe an klugen Köpfen, nur ziehen diese nicht an einem Strang. Auch ist es nicht einfach, den Medienwiderstand zu überwinden, den jede Anti-Systembewegung zwangsläufig hat. Letztendlich braucht es Zeit, bis sich da eine innere Hierarchie gefunden hat. Nach vielen negativen Entwicklungen macht der jüngste Parteitag jetzt wieder Hoffnung, da sich Verstand und Vernunft durchgesetzt haben.

        Petry und Pretzell müssen nach der Wahl allerdings auch endgültig ins zweite Glied gerückt werden. Andere Problemfälle wie Hampel ebenfalls an den Rand gedrängt. Für eine gerade 4 Jahre alte Partei hat die AfD allerdings schon viel erreicht.

        Die AfD ist noch lange nicht über dem Berg, aber der Parteitag liefert Grund zur Hoffnung.

  9. Das wurde alles schon auf dieser Netzseite von verschiedenen Benutzern kompetent diskutiert, aber es lohnt sich manchmal, den Blick von den Bäumen wieder auf den Wald, also das große Ganze zu lenken:

    Hat denn die AfD wirklich eine Systemalternative anzubieten und wie sähe diese aus?

    Die AfD ist die einzige größere Partei, die Deutschland als souveränen Nationalstaat bewahren möchte. Das alleine macht sie zur Systemalternative und -konkurrenz.

    PP wirken doch eher wie die Karikatur von etablierten Karrierepolitikern,

    PP stehen nicht für die ganze Partei, wie der Parteitag in Köln doch gezeigt hat. Wenn ich an Karrierepolitiker denke, denke ich zuerst an die hunderten von Duckmäusern im Bundestag, die die undemokratischste und schädlichste Regierungsentscheidung seit 1949 feige mitgetragen haben.

    andere taugen als Fundamentalopposition, aber auch nicht zum konstruktiven Regieren.

    Die Frage einer Regierungsbeteiligung der AfD stellt sich schon alleine aufgrund der Abneigung der etablierten Parteien bis auf weiteres nicht. Fundierte Opposition, die auch in die Fundamentalopposition hineingeht, ist genau das, was wir jetzt brauchen und was die AfD auch bietet.

    Lindner-FDP und Kubicki-FDP sind ja ganz nett, aber die FDP hat in den beiden entscheidenden Fragen in den entscheidenden Momenten (Euro- und Migrationskrise) völlig versagt. Ihr Mitläufertum sollte man jetzt wegen ein paar ermutigender Signale, die ohnehin nur dem Aufstieg und der Konkurrenz der AfD geschuldet sind, nicht so schnell belohnen. Erst wenn die FDP sich glaubhaft und dauerhaft vom alten opportunistischen Kurs löst, wäre sie wieder eine echte Wahloption für Wirtschaftsliberale (für Nationalliberale ist die Partei sowieso hoffnungslos tot). Das würde aber aus Glaubwürdigkeitsgründen neues politisches Personal voraussetzen, das ich nicht erkenne.

    • Es ist nicht richtig und auch nicht klug, die AfD als Systemalternative zu beschreiben, wenn sie in Wirklichkeit die Bundesrepublik Deutschland bewahren möchte. Wer Deutschland abschaffen will, ist ein Verfassungsfeind. Wenn sich die AfD auf das Bewahren Deutschlands und des Grundgesetzes konzentriert, ist sie wirklich konservativ im guten Sinne. Dadurch werden ein paar Reichsbürger und andere Spinner verprellt, aber viel mehr bürgerliche Wähler gewonnen.

    • Alice Weidel
      Jörg Meuthen
      Alexander Gauland (auch wenn er Boateng nicht kannte und manchmal merkwürdige Gestalten im Schlepptau hat)
      Georg Pazderski
      Marc Jongen
      to be continued

      Das sind alles Leute mit mächtig Grips, wie man es in anderen Parteien nicht an jeder Stelle halt. Dass das Außenbild desaströs ist, ist eine andere Sache. Intelligente Leute hat die AfD aber en masse. Ein Marcus Pretzell gehört allerdings nicht unbedingt dazu.

    • Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, aber mir fallen als kluge B-Promis z.B. Marc Jongen, Nicolaus Fest, Prof. Weyel, Leif-Erik Holm, Konrad Adam, Martin E. Renner … ein sowie Unbekanntere in der dritten Reihe. Natürlich hätte ich gerne noch mehr kluge Köpfe in der AfD oder auch außerhalb der AfD in der Politik wie z.B. Herr von Dohnanyi oder Herr Sarrazin, wobei man im Alter ohne politische Verantwortung natürlich befreiter aufspielen kann.

      • Der kluge Kopf Konrad Adam hat doch gerade die gesamte Führungsmannschaft der AfD in der Luft zerrissen (war-glaube ich- in der FAZ). Und was hier als System-Alternative beschrieben wird, sind Luftblasen, weil die Partei ernsthafte und konkrete Lösungswege schuldig bleibt. Wie raus aus dem Euro ? Wem sollte ich solche Wege anvertrauen ? Wie bewältigen wir die Flüchtlingskrise der nächsten Jahre (Abschiebequoten, Obergrenzen- das ist doch alles Quatsch, der nur dazu dienen soll, einfältige Menschen einzufangen und zu binden). Deutschland wird auf dem G20-Gipfel z.B. für Betreuungs-partnerschaften in den Ländern Afrikas werben, um Verwaltungs-Infrastruktur voranzubringen und die Voraussetzung für private Investitionen zu verbessern- damit kann ich etwas anfangen.
        Und noch zu dem besorgten Herrn Burger: Über einen Autodiebstahl kann ich nur lachen (ist ein Diesel); auch ein Hauseinbruch ist für mich keine Bedrohung (muss sowieso mal renoviert werden).

      • Wenn Sie die Merkel-CDU großartig finden, nichts gegen den Euro, unkontrollierte Zuwanderung und sogar unmittelbar Sie selbst betreffende Kriminalität haben, dann ist die Welt doch in Ordnung für Sie. Dann wählen Sie doch einfach CDU und freuen sich darüber, dass diese die meisten Stimmen bekommt.

        Ich sehe die AfD nicht als Systemalternative, sondern als Protestpartei gegen diese Zustände. Der Euro vernichtet Wohlstand, unauffälliger in Deutschland, ganz augenfällig in den südlichen Krisenländern. Deshalb wird der Euro früher oder später zerbrechen. Welche Pläne hat denn die von Ihnen geschätzte Regierung dafür? Betreuungspartnerschaften mit afrikanischen Ländern werden mehr statt weniger Flüchtlinge bringen, der Merkel-Erdogan-Deal wird platzen und die EU betreibt das Geschäft der Schleuserbanden. Kriminalität ist ganz grundsätzlich abzulehnen und kann neben Ihrem versicherten Eigentum natürlich auch Leib und Leben treffen, zumal nach den jüngsten Statistiken die Einbrüche zwar zurückgingen, die Gewaltdelikte jedoch zunahmen.

      • Kurzfristig ist die AfD Protestpartei, langfristig muss sie Systemalternative sein und Verantwortung übernehmen. Der Grund ist ganz einfach: Die Altparteien sind nicht mehr in der Lage für eine innere Erneuerung, dafür sind sie bereits zu verkommen.

        Das aktuelle Deutschland will nicht die AfD abschaffen, sondern die Altparteien. Wenn es ihnen nicht bereits gelungen ist. Es ist die Regierung Merkel, die über alle Gesetze hinweg entscheidet […].

        Konrad Adam ist zweifellos ein kluger Kopf und seine Kritik an der AfD ist ja auch berechtigt. Er kritisiert vor allem Höcke, Petry und Pretzell, das ist das, was die Mehrheit, die hier zur AfD hält, auch tut. Er hat auch nicht allen die Fähigkeiten abgesprochen, sondern spricht von einem Teil der Partei. Spräche er nicht nur von einem Teil der Partei, wäre er wohl auch kaum noch Mitglied.

        Übrigens sollten Sie sich seine Artikel zum Islam durchlesen. Da passt kein Blatt Papier zwischen dem, was z.B. ich hier schreibe oder dem, was die AfD sagt. Adam kritisiert nicht die Inhalte der AfD, sondern Stil und Personal, das ist ein großer Unterschied.

        Partnerschaften bringen rein gar nichts. Wirtschaftswachstum in Afrika wird auch nicht dazu führen, dass weniger zu uns kommen, das Gegenteil ist der Fall. Es werden eher noch mehr kommen, weil die Menschen erst dadurch mobil werden. Es sind ja auch nicht die hungernden Kinder aus dem Jemen, dem Sudan oder Somalia, die bei uns vor der Türe stehen. Die hätten gar nicht die Möglichkeiten dazu. Das kann Ihnen jeder Entwicklungsökonom bestätigen.

        Die illegale Migration kann ausschließlich über gesicherte Grenzen gestoppt werden und das kann nur gelingen, wenn man bereit ist, das Militär einzusetzen und die Leute nicht nach Europa bringt. Diesen Willen gibt es in Osteuropa oder in Österreich, aber die Umsetzung scheitert vor allem an Deutschland.

        Abschiebequoten und Obergrenzen sind auch kein Quatsch. Sie klingen einfach und sind auch einfach. Wer Migration stoppen und rückgängig machen möchte, der hat nur 2 Möglichkeiten:
        1) Konsequente Grenzsicherung, d. h. kein Hineinlassen, auch nicht zum Asylantrag. Das muss im Ausland geschehen und es dürfen da auch nur politisch Verfolgte akzeptiert werden, also ein zu vernachlässigender Prozentsatz. Echte Flüchtlinge müssen vor Ort durch die internationale Gemeinschaft versorgt werden. Wirtschaftsflüchtlinge versuchen es dann gar nicht mehr.
        2) Konsequentes Abschieben von Illegalen, Abgelehnten und Geduldeten. Da hier eine gigantische Masse erreicht ist und die Presse immer noch Alibiabschiebungen von 50 Afghanen feiert, kann das über die momentane Vorgehensweise nicht mehr bewerkstelligt werden. Also muss man Abschiebehaftanstalten errichten, die auch gesichert werden müssen. Die Polizei kann diese Masse nicht mehr bewerkstelligen, dafür fehlt es an Personal. Deshalb wird an einem Bundeswehreinsatz im Inneren diesbezüglich nichts mehr vorbeiführen.

        Diese Maßnahmen sind einfach, sie sind möglich, man muss sie nur wollen. Man muss bereit sein, mit dem Status Quo zu brechen. Das, was sie hier schreiben, sind doch Irrlichter. Status Quo bedeutet nichts anderes als die Fortsetzung der bisherigen Entwicklung.

        Sie können sich über die traurige Kriminalitätsentwicklung lustig machen. Es wird der Moment kommen, da werden auch Sie davon betroffen sein [55 von 555 Wörtern gestrichen, AD.].

      • @ Klaus Wolfgang Berger sagte am 26/04/2017 um 00:27

        Deutschland wird auf dem G20-Gipfel z.B. für Betreuungs-partnerschaften in den Ländern Afrikas werben, um Verwaltungs-Infrastruktur voranzubringen und die Voraussetzung für private Investitionen zu verbessern- damit kann ich etwas anfangen.

        Und was konkret? Die Entwicklungshilfe, die das historisch beispiellose Bevölkerungswachstum Afrikas auffängt, möchte ich sehen: https://www.welt.de/img/wissenschaft/mobile132395627/1211353027-ci16x9-w1200/DWO-WS-Bevoelkerung-Statistik-Aufm-jpg.jpg

        Länder, die sich nicht abschotten, werden das 21. Jahrhundert als funktionale Einheiten nicht überleben. Brunnen graben, Mikrokredite und Verwaltungsreformen werden nicht ausreichen, um Abermillionen Afrikaner vom Marsch nach Norden abzuhalten. Nur eine funktionierende Grenzabwehr und die Beseitigung aller Pullfaktoren (Asyl’recht‘ etc.) kann dem Einhalt gebieten.

      • Eben, ich halte solche Hilfen zur Selbsthilfe für sozial geboten und für sinnvoll, wenn sie denn nicht bei irgendwelchen Diktatoren landen, was wohl eine große Gefahr darstellt und nicht selten der Fall sein wird. Aber das sind soziale Maßnahmen, die den Menschen vor Ort helfen sollen. Es ist keine Maßnahmen, um den Migrationsdruck zu mindern. Das geht nur über klar definierte und geschützte Grenzen.

  10. Bei mir liegt die FDP in NRW bei der ungewichteten Wertung überraschenderweise sogar deutlich vorn. Womit ich nur wirklich Bauchschmerzen habe (auch wenn das das BT-Wahlprogramm betrifft), ist die für mich völlig unmotivierte und nicht nachvollziehbare Forderung nach einem zusätzlichen Aufenthaltsstatus für Kriegsflüchtlinge. Das heißt für mich, dass hinsichtlich der Flüchtlingspolitik nichts von der FDP zu erwarten ist. Zum Euro fällt der FDP auch nur der schlichte Satz ein, dass dieser halt gerettet werden müsse. Aha. Da das zwei enorm wichtige Themen für mich sind, strahlt das leider auch auf die Gesamtpartei aus.

    Werde sie aber aus den bereits angeführten Gründen zur AfD NRW trotzdem wählen, schon um mit einer gültigen Stimme den Grünen zu schaden.

    • Wer am Wohl Deutschlands und Europas interessiert ist, der muss a) die Armutsmigration stoppen und b) den Euro abschaffen. Kurzfristig ist für mich a) wichtiger, da Migration nur schwerlich reversibel ist, sobald eine kritische Menge erreicht ist. Deshalb ist für mich bei der Wahlentscheidung vorerst nur a) entscheidend. B) wird mit jedem Jahr Verzögerung immer teurer, kann aber theoretisch auch noch in 10 Jahren passieren. Das erhöht nur die Schäden. Aber die aktuelle Migrationsentwicklung über die nächsten 10 Jahre und Deutschland ist tot. Das Land heißt dann zwar noch Deutschland, hat mit Deutschland dann aber nichts mehr zu tun. Es wäre nicht mehr mein Land und ich hätte nichts mehr, was mich hier halten würde. Deutschland braucht Migration, aber nicht diese.

      • Um der Armutsmigration vorzubeugen wähle ich Pretzell & Kumpanen. Sie sind die einzigen Politiker, die sich als solche mit einer AK-43 vor den Grenzzaun stellen und die Probleme mit der Armutsmigration lösen. Der Rest sind einfach nur Weicheier.

        Meine kluge Frau meint aber, große Mäuler kosten dem Volk viel und bringen nichts. Sie verweist auf den Trampeltrump, der immer daneben schießt und neuerdings mit Flugzeugträgern auf Spatzen ballert, und die Fahnenflüchtlinge Farage u. Johnson, die schneller wegliefen als der BrExit einschlagen konnte.

        Vielleicht wähle ich dann doch lieber den russischen Muskel-Nackedei. Das mit der Krim begeistert mich immer wieder. Hin und wieder annektiere ich die fremden Inseln vor meinem Grundstück und führe Volksbefragungen durch. Noch nie habe ich eine Nein-Stimme gekriegt. Noch nie war ich so stark. Die Inseln gehören also mir.

        Manchmal will ich es auch ein bisschen rumbsen lassen, so wie dieses russische Nackedei, das gehört ja zu seinem guten Stil, aber meine Frau meint, das darf man nur zu Silvester. Außerdem solle ich mich lieber um die Wirtschaft kümmern, damit der Tisch ordentlich gedeckt sei. Das russische Nackedei habe das schon lange vergessen.

        Meine Frau hält auch nichts von Wahl-o-maten. Wenn ich den russischen Nackedei wolle, dann solle ich die AfD in den Spül-o-Maten stecken, nicht in den Wahl-o-maten. Der Wahl-o-mat würde mir nur sagen, welcher Kaiser die schönsten Kleider trage. Unter das Röcklein könne ich damit nicht gucken. Würde ich hingegen die AfD aus ihren schönen Kleidern pulen, dann würde ich sie sehen, die Pleitiers, die Geistlosen, die Wirren, so die ganzen Nackedeis.

        Aber mal ehrlich: Steht nicht schon in der Bergpredigt geschrieben, dass die Nackedeis die wahren Seligen sind ? Wir sollten da nicht wie die kleinen Kinder mit schmutzigen Fingern darauf zeigen, sondern lieber das Abendland retten und … Pretzell mit seinen Kumpelz wählen…

      • Herr Pretzell ist unwählbar, Frau Merkel und Herr Laschet aber auch. Unsere Parteiendemokratie funktioniert offensichtlich nicht so gut, wenn wir nur solche Leute zur Auswahl haben. Umso wichtiger wäre es, mittels Volksentscheiden auch über Inhalte direkt abstimmen zu dürfen statt nur über Politiker, die hinterher ohnehin etwas anderes machen, als sie vorher versprochen haben.

  11. Also mit „Protest“ allein kann ich weder mich noch mein Umfeld begeistern. Dieser ist auch – wenn auch mit Minderheiten- in den Volksparteien vertreten.
    Bei allem Corps-Geist sollte man aber auch positive Ansätze in der derzeitigen Politik würdigen- sonst macht man sich ganz unglaubwürdig. Es wurde schon darauf hingewiesen, dass uns in den nächsten Jahren eine Welle von Klima- und Wirtschaftsflüchtligen droht (die aber meist in politischen Verhältnissen ihre Ursache hat). Ich sehe derzeit nur zwei Abwehrstrategien:
    Die eine besteht in Vergrämungspolitik, die die Flüchtlinge nach gelungener Mittelmeer-Querung auf Griechenland und Italien zurückstaut, in der Hoffnung, dass sich die Verhältnisse herumsprechen- das ist hier wohl mit „Grenzsicherung“ gemeint- wie lange spielen diese Staaten da mit ?
    Die andere besteht eben darin, die Verhältnisse in den Herkunftsländern politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Wenn die AfD noch ein Geheimrezept hat, heraus damit.
    Rein vorsorglich mache ich aber darauf aufmerksam, dass sonstige gehandelte Rezepte wie Rückführungsquoten und Auffanglager außerhalb des deutschen Territoriums in fremde Souveränitätsrechte eingreifen. Und die Crux besteht derzeit darin, dass etliche Herkunftsländer ihre Exilanten als
    Exportschlager ansehen, die ihre Transferkosten selbst begleichen und dann auch noch ihr Leben lang Zahlungen ins Heimatland leisten (gilt übrigens auch für die Türkei).
    Wo ist also nun der richtige Weg ?

    • Welche positiven Ansätze? Richtig wäre es, die EU-Außengrenzen zu schützen, hilfsweise die deutschen Grenzen. Es ist doch sowohl gegen unsere Interessen als auch inhuman, jeden im Mittelmeer aufgesammelten Flüchtling in die EU zu bringen. So besorgt man das Geschäft der Schlepper und lockt immer mehr Menschen an, von denen ein gewisser Anteil trotzdem im Mittelmeer oder schon vorher in der Sahara stirbt. Spanien macht vor, wie man mit Anrainerstaaten kooperiert, damit diese Menschen in Seenot retten und nach Afrika zurückbringen. Man könnte auch mit anderen Ländern zusammenarbeiten, um Flüchtlingen dort sicher unterzubringen. Es ist doch völliger Unsinn, dass diese Menschen am günstigsten in Deutschland untergebracht werden könnten, zumal das immer mehr anlockt oder Staaten sogar zu ihrer aktiven Entsendung anreizt, wie Sie selbst ausführen.

      • Völlig richtig. Gar nicht erst reinlassen. Ich erinnere an Peter Scholl-Latour:
        „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta.“

      • Mit Ihrem Zustandsbericht bin ich völlig einverstanden. Das Problem hinsichtlich der maritimen Rettung scheint zu sein, dass die Geretteten meist nicht Bürger der Startregionen sind. Marokko und die Stämme der Westsahara sind umgänglicher; dazu kommt die Umgehung von Menschenrechten in Spanien. Dort sind die Dämme derzeit am dichtesten, aber auch nicht ganz dicht. Ich halte diese Situation nicht für übertragbar, hätte aber auch schon gern statt der Patentlösung Dilger die der AfD erfahren. Dazu gehört, wie man die Rechtsprechung der Obergerichte hinsichtlich der Leistungen für Flüchtlinge einfangen kann. Manche der u.a. von Herrn Burger angesprochenen Missstände sind übrigens auf osteuropäische Quellen zurückzuführen- nochmal ein anderes Thema. Ich war heute im Zentrum Wuppertal-Elberfelds- da herrschen ja nun wirklich babylonische Zustände. Ich habe fast mein ganzes Berufsleben in der international orientierten Hotellerie verbracht und sehe die Welt daher mit etwas anderen Augen als viele AfDler.

      • Wenn Sie sich nicht für meine Positionen interessieren, warum tummeln Sie sich dann auf meinem Blog? Wenn Sie sich für die AfD-Positionen interessieren, dann lesen Sie doch deren Grundsatzprogramm und Leitantrag fürs Wahlprogramm (das in Köln beschlossene Wahlprogramm ist wohl noch nicht online).

  12. Warum stehen Herr Wilhelm und meine Wenigkeit immer alleine in einem großen Haufen Leute, die uns ihre mittelalterlichen Ansätze ständig um die Ohren hauen. Das Fragezeichen hinter dem ersten Satz habe ich nicht gemacht und diesen Beitrag konnte ich nur hier absetzen, weil es um den Wahl-o-mat geht, ein imaginäres Instrument, welches Ohnmacht ersetzen soll. Hoffen wir auf Qualität in der Sache. Das kann man mit Volksbegehren leider nicht erreichen.

  13. Pingback: Kraft, Jäger und Grüne abwählen | Alexander Dilger

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