Gauland mit Weidel, Macron gegen Le Pen

Die „AfD kürt Weidel und Gauland zum Spitzenduo“. Das halte ich für eine sehr gute Wahl. Alexander Gauland, der die längste und größte Politikerfahrung hat und seit dem Austritt von Bernd Lucke der mächtigste Mann in der AfD ist, übernimmt damit direkt Verantwortung an vorderster Front. Alice Weidel ist die gemäßigste und wirtschaftskompetenteste Führungsfigur der AfD, womit die Spannweite der AfD repräsentiert ist. Die Trennung der Spitzenkandidatur mit der Option auf den Fraktionsvorsitz vom Parteivorsitz hat nicht nur grundsätzliche Vorteile, weil sie die Partei breiter aufstellt, sondern ist als Schwächung von Frau Petry und ihrem Mann besonders zu begrüßen. Denn sie wollen die Partei nicht bürgerlicher machen, sondern nur zum privaten Vorteil nutzen. So ist die Drohung leer von „Marcus Pretzell: AfD in NRW fährt künftig anderen Kurs als die Bundespartei“. Das tut der Landesverband schon längst unter ihm, wodurch er weniger erfolgreich ist.

In Frankreich wurde heute kein Spitzenduo gewählt, sondern in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen die zwei Kontrahenten für die zweite Runde. „Macron und Le Pen gehen in die Stichwahl“, wie es auch die meisten Umfragen vorhersagten. Es ist erstaunlich, wie innerhalb nur eines Jahres Emmanuel Macron vom parteilosen Außenseiter zum vermutlich nächsten Präsidenten Frankreichs wurde. Leider ist er zu Euro- und EU-gläubig, womit er den Interessen der Europäer einschließlich der Franzosen und Deutschen nicht wirklich dient. Marine Le Pen ist auch nicht unproblematisch, obwohl eine von ihr geforderte Frexit-Abstimmung mit ungewissem Ausgang demokratisch wäre. Auf dem dritten Platz landet François Fillon, der als wirtschaftsliberaler Kandidat der Konservativen besonders überzeugend wirkte, bis seine Verstrickungen in zahlreiche Skandale publik wurden. Kurz dahinter folgt der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon. Weit abgeschlagen ist der sozialistische Kandidat Benoît Hamon, obwohl mit François Hollande noch ein Sozialist im Élysée-Palast sitzt, der jedoch mangels Wahlchancen gar nicht mehr antrat.

35 Gedanken zu „Gauland mit Weidel, Macron gegen Le Pen

  1. Das Spitzenduo Gauland/Weidel ist ein Segen für die AfD! Alexander Gauland ist wie ich selbst ein durch Merkel aus der CDU vertriebener Konservativer. Alice Weidel ist, wie Sie Herr Dilger, eine Liberale mit wirtschaftspolitischem Sachverstand. Konservativ/Liberal, Alt/Jung, Ost/West, Mann/Frau, genau die ideale Spannweite! Für die AfD als echte basisdemokratische Partei ist es auch gut, dass die Bundessprecher nicht unbedingt gleichzeitig Spitzenkandidaten sein müssen, wie Sie ganz richtig schreiben, lieber Herr Dilger. Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie in die AfD zurück kommen, auch und gerade, weil wir manchmal, aber nicht immer einer Meinung sind. Unterschiedliche, aber fachlich fundierte Argumente, können sehr befruchtend sein!

    • Dieses Spitzenduo sowie die Rede von Herrn Meuthen gehören zu den erfreulichen Ergebnissen des BPT. Allerdings bleibt die große Herausforderung, wie mit inakzeptablen Äußerungen von rechtsaußen umzugehen ist. – PP, die nun scheinbar für eine scharfe Abgrenzung eintraten, haben jedoch nichts bemerkenswertes für die konstruktive (Wieder-) Eingliederung von kompetenten und glaubwürdigen Bürgerlichen versucht bzw. erreicht. Gerade die NRW AfD bedarf einer nachhaltigen Auffrischung und es müssen mühsam Brücken (wieder auf-) gebaut werden.

  2. Statt Gauland wäre jüngeres Gesicht vieleicht besser, Leif-Erik Holm zum Beispiel. Der hätte dann aber gegen den Ruf zu kämpfen, Gaulands Sprechpuppe zu sein.

    Der eigentliche Sieger des Parteitags ist Meuthen, der die Partei zusammen gehalten hat.

    P&P werden nolens volens mitziehen müssen. Ein Scheitern der AfD in NRW wäre für Herrn Pretzell ein finanzielles Desaster, sein EU-Mandat läuft 2018 aus und ein guter Listenplatz wäre ihm nicht sicher. Ebenso stände Frau Petry über kurz oder lang vor der Pleite, wenn die AfD aus den Parlamenten verschwindet.

    Emmanuel Macron war bis Juni 2016 Wirtschaftsminister, bis er über zu wenig gezahlte Steuern stolperte und zurück treten musste, zuvor war er als Investmentbanker Millionär geworden. Abzusehen ist, dass er die Fortsetzung der bisherigen Politk bedeutet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_Macron

    Wie verzweifelt und gliechzeitig mutlos müssen die Frnazosen sein auf eine solche Figur als Heilsbringer zu setzen!

    • Die Bezeichnung „Unabhängiger Kandidat“ für Emmanuel Macron in unserer linkslastigen Presse ist in der Tat irreführend. Er war schließlich Mitglied bei den Sozialisten, mit Hollande eng befreundet und auch dessen Wirtschaftsminister. Das Schlimmste ist aber, dass er ein bedingungsloser EU-Fan ist und somit von Frankreich keine Initiativen zu einer dringend notwendigen EU-Reform zu erwarten sind.

  3. Mal schauen, wie sich das Spitzenduo verhalten wird. Lässt Gauland Frau Weidel genug Platz für eine eigene glaubhafte Darstellung oder ist sie nur das Feigenblatt ala Bosbach für Herrn Laschet. Letzteres merken die Wähler schnell und es ist ein Schuss in den Ofen.
    Generell gehört der Intrgantenstadl im Vorstand abgewählt. Das umschließt sowohl Petry wie auch Gauland, Hampel, Meuthen etc.. Frau Weidel hat es bisher gut geschafft, sich aus diesem Streit herauszuhalten. Wenn der Einzug in den Bundestag gelingt, hoffe ich, dass sie verbesserten Möglichkeiten einer Fraktion nutzt, um sich ohne Intrigen stark zu profilieren. Dann wird die AfD wieder wählbar für viele bürgerliche Bürger. Unglaublich, dass sich die AfD trotz dieses Intrigenspiels immer noch so gut hält. Das sagt eigentlich viel mehr über den Zustand der anderen Parteien aus.

  4. Ich frage mich, wie Herr Macron seine Reformen durchsetzen will. Ist denn seine Partei oder Bewegung so groß, dass er überall antreten kann. Was für Menschen werden dann antreten. Können die ausreichend überprüft werden? In der AfD gab es auch viele Blender, die zur BTW 2013 angetreten sind. Selbst wenn er es schafft, anzutreten, wem nimmt er die Stimmen weg? Mit wem will er regieren?
    Ich sehe sowohl für ihn als auch für Frau Le Pen keine stabile Mehrheiten, um ihre Politik durchzusetzen. Die Sozialisten werden seine Reformen nicht unterstützen. Ob die Konservativen Parteien ihn unterstützen werden, bezweifle ich, da es im Gegensatz zu Deutschland schon sehr große Gräben zwischen sozialistischen und konservativen Frankreich gibt. Frau Le Pen zu unterstützen, verbietet sich für jede andere Partei.
    Es wird für Frankreich auf jeden Fall weitere fünf Jahre Stillstand bedeuten.

  5. Beiden politischen Ereignissen in Köln und Frankreich gemeinsam ist, dass sie von Tausenden Polizisten, in Frankreich zusätzlich durch Soldaten, geschützt werden mussten. Das sagt mehr über die Verhältnisse in diesen Ländern aus als manches politisches Ereignis.

  6. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-04/afd-parteitag-frauke-petry-strategie

    Petry gibt keine Ruhe und sorgt weiter für Unfrieden. Ich denke, die Mitglieder werden das nicht goutieren. Petry hat fertig, sie ist eine Intrigantin und muss gehen. Eigentlich ist Petry finanziell auf den Bundestag angewiesen. Aber sie ist scheinbar auch größenwahnsinnig und unverbesserlich und traut sich wohl auch Alternativen in der freien Wirtschaft zu. Da sie aber auch pfändungssicheres Geld braucht, überschätzt sie wohl ihren Ruf. Aber Petry ist bereit aus Rache die Partei zu zerstören. Dem muss die AfD eine klare Absage erteilen.

    Meuthen hat eine sehr gute Rede gehalten. Mit diesen Figuren kann keine ernsthaftes Mitglied koalieren wollen. Die AfD wurde geschaffen, um Leute wie Merkel und Schulz abzuwählen, nicht um ihre Amtszeit zu verlängern. Jegliches Gerede über Koalitionen ist zum jetzigen Stand irreführend . Koalitionen sind kein Selbstzweck, der AfD muss es immer um Inhalte gehen. Solange man seine momentanen Inhalte nicht durchsetzen könnte in einer Koalition, solange darf man auch keine Koalition eingehen.

    Langsam wird es Zeit für ein Ausschlussverfahren gegen Frau Petry. Sollte es Informationen geben, dass sie tatsächlich eine neue Partei plant, dann schleunigst raus mit ihr. Vielleicht hätte ihr Gauland gar nicht mehr die Hand reichen dürfen. Ein Mensch wie Frauke Petry kapiert das nicht. Die versteht nur Rausschmiss.

    • Petry benimmt sich wie ein kleines Mädchen, das nicht bekommen hat, was sie will. Das ist zwar menschlich verständlich, aber solches Gehabe taugt nicht in der Politik, wo Ausdauer, Beharrlichkeit und Taktik gefragt sind.

      Jetzt muss in der AfD Ruhe einkehren. Gauland hat es vollkommen richtig gemacht, Petry die Hand zu reichen. Er ist Gentleman, aber auch Stratege durch und durch! Jetzt muss die AfD in SHS und NRW in die Landtage und im Herbst in den Bundestag. Danach ist der Bundesvorstand neu zu wählen, dem P&P garantiert nicht mehr angehören werden. Alles wird gut!

  7. Macron im Präsidentenamt könnte die verkrustete französisches Zweiparteienstruktur aufbrechen und die Abgehobenheit der (ENA-)Elite reduzieren. Er würde die staatslastige Wirtschaft liberalisieren und den übermäßigen Einfluß der Besitzstandswahrer vor allem in den Gewerkschaften und unter den Spezialinteressen zurückdrängen. Überhaupt könnte er Frankreichs Wirtschaft mehr Flexibilität und Anpassungsbereitschaft von oben verordnen.

    All diese Reformen würden aber wahrscheinlich auf halbem Weg steckenbleiben. Macron hat zwar wie Trump in überraschend kurzer Zeit einen effizienten Wahlkampfapparat aufgebaut, aber genau wie Trump fehlt ihm mit seiner neuen Partei der Personalpool, der ihm ermöglicht, seine Wahlkampfversprechen auch in der Breite und Tiefe umzusetzen. Das Ergebnis wird sein, daß er sich zum Gutteil auf die alte Garde stützen muß, die ihn zu wenden versucht oder gar hintenherum torpediert.

    Dabei würde er sich anders als Trump nicht einmal auf eine nominelle Parlamentsmehrheit stützen können. Bei den anstehenden Parlamentswahlen wird das erbarmungslose französische Mehrheitswahlrecht eine neue Bewegung En Marche trotz Präsidentenbonus kaum durchkommen lassen. Macron würde der erste Präsident sein, der über keine nennenswerte direkte Hausmacht im Parlament verfügt. Ein General ohne Armee. Er könnte sein Manko zwar durch rechtzeitige Koalitionen abfedern, aber dabei würde seine Reformagenda Stück für Stück von den alten Seilschaften weggebissen werden.

    Wenn dann seine neoliberalen Reformen auf den Arbeitsmarkt durchschlagen und viele bislang behütete Franzosen sich schutzlos dem Markt ausgesetzt sehen, aber der Griff der alten Eliten auf die Macht durch seine Halbreformen bereits gelockert ist, könnte bei der nächsten Präsidentenwahl die Stunde des FN schlagen. Vermutlich wird das System deshalb durch wilde Einbürgerungs- und Einwanderungsorgien daran arbeiten, die Franzosen bis dahin so weit auszudünnen, daß ein Wahlsieg von MLP demographisch-mathematisch immer unwahrscheinlicher wird. Also so wie bei uns gegen die AfD.

    • Wie kommen eigentlich ausgerechnet Sie auf die Idee, dass Macron irgendetwas verändern möchte?

      Macron ist der Kandidat des Establishment, er ist Kandidat der EU und er ist der Kandidat der Medien. Er steht für ein Weiter-so. Er wird keinerlei Probleme haben, Allianzen im Parlament zu schmieden. Wenn man Verschwörungstheoretiker wäre, dann wäre Macron ein U-Boot des Systems, das gesendet wurde, um Marine Le Pen zu verhindern.

      Macron ist ein Blender. Er soll Frische signalisieren, obwohl er längst Teil des Systems ist. Man könnte auch sagen, Macron ist der Martin Schulz Frankreichs.

      Es gab selten ein so unnütze Wahl, für die so viel Tohuwabohu gemacht wurde. Marine Le Pen hatte nie eine realistische Chance gewählt zu werden. Es war stets lediglich die Frage, ob es Macron oder am Ende doch noch Fillon wird.

      Fillon wird die Agenda des Establishment weiter forcieren und Marine Le Pen in 5 Jahren dann 30 Prozent und mehr bescheren.

      • Genau wie in Deutschland! Vielen geht es eben noch relativ gut. In der Glotze laufen Soaps, Shows und Bundesliga und bei Aldi & Co. gibt es für wenig Geld Fertiggerichte und Dosenbier. Glückliche Sklaven nach dem System Brot und Spiele.

  8. Das Spitzenduo ist nicht besonders attraktiv.

    Gauland hat sich mit dem in seiner Nachbarschaft unerwünschten Bundesligaspieler in dieser Fußballnation unbeliebt gemacht. Er ist zudem kein Sympathieträger, sondern ein eitler Intellektueller und Politprofi, dessen reaktionäre Tendenzen Unbehagen in bürgerlichen Kreisen verursacht.

    Frau Weidel ist auch keine Mama-Weidel, nach der sich die Bürger sehnen würden. Sie ist zwar kompetent, dürfte aber aufgrund ihrer wirtschaftspolitischen Ausrichtung eher wenige (Ex-)FDP-Wähler ansprechen, wovon sich manch einer von Personen wie Gauland oder von der Dialektik auf dem Bundesparteitag abgeschreckt fühlen dürfte.

    Negativ dürfte sich zudem auswirken, dass die stark gewählten Ostverbände im Spitzenteam nicht vertreten sind. ( Gauland ist kein Ossi. ) Im Gegenteil, die Ostvertreter wie Petry oder Höcke haben zumindest tendenziell Misserfolge eingefahren.

    Die AfD ist mit dem Bundesparteitag in personeller Hinsicht tendenziell westlicher geworden, was Die Linke freuen dürfte.

    Die rechtsaußen Dialektik dürfte hingegen die Wähler im Westen abschrecken. Die AfD macht den Pretzellschen Fehler, dass man sich zu sehr auf die internen Belange fokussiert, aber die Wähler vergisst mit zu nehmen. So mag es die AfDler begeistern, wenn ein Austausch der Bevölkerung zu befürchten sei. Der Durchschnittsbürger begrüßt eine derartige Polarisierung nicht, was im übrigen letzte Wahltrends, aber auch die mangelnde Demo-Beteiligung in Köln unterstreichen. Die CDU, die am wenigstens polarisiert und mehr oder weniger still und heimlich weiter nach rechts rückt, profitiert von dieser Entwicklung.

    • Sie sind von einer persönlichen Abneigung gegenüber der AfD getrieben und widersprechen sich selbst.

      Gauland ist Ossi. Er ist zwar in den Westen abgehauen, aber wieder zurückgekehrt.

      Die AfD hat die Wähler rechts und im Osten sicher, wo sollen sie auch hin? Programmatisch hat sich doch gar nichts geändert. Ob da nun Petry Spitzenkandidatin ist, die den Ostliebling Höcke (der übrigens ihrer Definition nach auch kein Ossi ist) übrigens ausschließen möchte, tut doch gar nichts zur Sache.

      Interessant wird vielmehr, ob ohne Petry, die nur für Unfrieden sorgt und mitnichten bürgerliche Wähler bindet (das tun sowohl Gauland mit seinem Intellekt als auch Weidel mit ihrer wirtschaftspolitischen Ausrichtung besser), wieder verstärkt bürgerliche Wähler zurückkehren. Hier bin ich vorläufig optimistisch, zumindest was 10+ angeht. Für 15+ dürfte es zu knapp werden, aber dafür ist neben Höcke vor allem Petry selbst verantwortlich.

      Die AfD hat mit ihren Entscheidungen den Wähler mitgenommen. Es wurde Geschlossenheit demonstriert und faule Äpfel (PP) abgeworfen. Das Spitzenteam nimmt das gesamte Wählerspektrum mit. Am wichtigsten ist ohnehin Einigkeit und mit einem Haudegen wie Gauland ist das möglich, mit einer Egomanin Petry nicht. Das Ziel müssen 10-15 Prozent sein.

      • Laut correctiv haben die whatsapp-Freunde von PP jetzt aber das Schiedsgericht unter Kontrolle. Und Petry hat heute auch verlauten lassen, nicht klein beigeben zu wollen.
        Das Theater scheint keineswegs beendet. Da werden noch genügend Querschüsse seitens PP im Wahlkampf erfolgen.

      • PP sind noch da und gefährlich. Beim Schiedsgericht ist jedoch folgende Asymmetrie zu beachten: Wenn das eigene Bundesschiedsgericht den Rauswurf eines Mitglieds oder ganzen Landesverbandes verhindert, kann die Partei wenig dagegen tun. Ein Mitglied, welches vom Bundesschiedsgericht rausgeworfen wird, kann jedoch durchaus ein ordentliches Gericht anrufen. Ich denke, dass die Argumente gegen Herrn Höcke dort immer noch nicht ausreichen würden. Letztlich ist es ohnehin eine politische Frage. Ich hoffe, dass ihn Herr Gauland zumindest bis zur Bundestagswahl einbindet.

      • [Persönlichen Angriff am Anfang, überflüssige Leerzeichen und Füllwörter gelöscht, um auf 500 Wörter zu kommen, AD.]
        Wer hat denn Gauland geprägt?! Sowohl britische Lebenskultur als auch ein Faible für Bismark sind keine Merkmale ostdeutscher (Protest-)Prägung.
        Die Linke wird Ihnen sicherlich gerne erklären, wo ihre Ost-Wähler geblieben sind.
        Was vergiftet die öffentliche Debatte? Eine Mindermeinung, eine Mehrheitsmeinung oder ist es ein anderer Faktor? Es ist letzteres, was AfD, Grüne und sonstige Extremisten verbindet: der Ton, der Unwille, Ergebnis offen diskutieren zu wollen, Tabuisieren und Provozieren zu wollen. Merkmale sind persönliche Angriffe (siehe Ihr Post), Polarisierung und Emotionalisierung.
        Programme sind geduldig und prägen das Außenbild einer Partei nur subsidiär. Geprägt wird das Außenbild vorrangig durch Verhalten, Reden und öffentliches Auftreten.
        Gauland bindet keine Bürger. Er ist bei den Bürgern unten durch. Der Fauxpas mit dem schwarzen Nationalspieler hätte nicht passieren dürfen. Auch die Deckung von Höcke kommt nicht gut an.
        Die AfD wird sich irgendwo zwischen 7 und 10 Prozent bewegen. Ihr Erscheinungsbild ist desolat. Sie hat auch kein Zugpferd, keine überzeugende Persönlichkeit.
        Mit viel Unglück, wenn es eine Terroranschlagsserie gibt, könnten es auch mehr als 10 % werden. [Vielleicht gibt es durch das Unrecht in Köln sogar ein oder zwei Extrapunkte in den nächsten Umfragen, die verlieren sich aber wieder bis zur Bundestagswahl.]
        Sollte die CDU/CSU glaubhaft ihren strengeren Kurs gegenüber Zuwanderern fortsetzen, möglicherweise außenpolitische Konflikte, z.B. wie der durch die Türkei, Deutschland in eine Opferrolle bringen, dann ist es durchaus nicht undenkbar, dass die AfD unter die 5%-Hürde rutscht. Dies gilt erst recht, wenn die AfD an ihrer Rhetorik festhält und die Bevölkerung keinem Leidensdruck ausgesetzt ist oder sich einem solchen nicht ausgesetzt sieht.
        Mit der Rhetorik auf dem Bundesparteitag wurden keine neuen Wähler gewonnen/mitgenommen. Rechte Gefühlsduselei [Meuthen allein in Karlsruhe (unter all den Ausländern)] mag den AfD-Jünger begeistern, aber es schreckt die Wählerschaft ab, die konkrete Sachbeiträge erwarten.
        Falls es Sie tröstet: Aus den gleichen Gründen werden Grüne/SPD und Die Linke abgestraft. Der Bürger will das Vertrauen, dass die Probleme angepackt werden und nicht beheult oder als Fortschritt betanzt werden.
        Hier hat die CDU als prägende Regierungspartei einen strategischen Vorteil. Sie kann das Benennen von selbst geschaffenen Problemen schon als Fortschritt, nämlich als ersten Schritt zur Lösung, verkaufen; zumal Grüne, SPD und Die Linke dumm genug sind, die Probleme tabuisieren oder beschönigen zu wollen. So erscheint die CDU als Problemlöser zwischen diesen Extremen, dem linksextremen Multikulti-Block auf der einen Seite und der AfD als Heulsuse auf der anderen Seite.
        Die FDP profitiert sich im übrigen ähnlich. Sie spricht ein stückweit die Probleme an, meidet aber das Heulsusen-Verhalten der AfD und unterlässt Eskapaden.
        Die Behauptung der Petry, sie sei Realpolitiker, glaubt ihr doch auch keiner. Sie hat sich doch mit Le Pen, Wilders, pp. schon viel zu weit aus dem Fenster gelehnt und Grenzen des Anstands deutlich übertreten.
        Die Krawallmacher Trump und UKIP/Brexit-Anhänger haben sich in der Realpolitik durchgängig kräftig blamiert und den sog. Rechtspopulisten und Großmäulern Wilders und Le Pen die Wahlergebnisse verhagelt. (Im übrigen ist auch die AfD noch in keinem Landtag durch professionelle Debatte aufgefallen; eher durch zahlreiche Aufhebungen von Immunitäten und Provokationen.)

      • Ich wüsste nicht, wo ich Sie persönlich angegriffen hätte. Ich verfolge lediglich Ihre Beiträge aufmerksam und stelle immer dasselbe Muster fest und zwar, dass sie aus Enttäuschung heraus prinzipiell alles schlechtreden, ganz unabhängig der Tatsachen.

        Gauland hat seine Böcke geschossen, das wissen wir alle. Aber das haben andere in der AfD auch. In einer Partei, in der fast jeder bereits verbrannt ist, ist es nicht einfach, einen Messias zu finden. Die Alternative zu Gauland und Weidel waren Petry und Pretzell. Mit letzterem Gespann wäre man in den sicheren Untergang gegangen, selbst wenn es diesen Herbst womöglich nochmals halbwegs gutgegangen wäre. Der Parteitag hat also sehr wohl richtig entschieden, ein Wunderkandidat war eben nicht da.

        Weidel ist nicht Mutti und kann das auch gar nicht werden, weil jedem AfD-Politiker aus Prinzip Hass entgegen schlägt. Aber sie hat die Fähigkeit, nicht in darüber hinaus aufkommende Fallen zu tappen. Sie ist jung, hat einen interessanten Lebenslauf wie Lebensstil und ist telegen. Auch ist sie intelligent und rhetorisch tadellos. Sie ist nicht der Messias, aber innerhalb der AfD die beste Wahl. Sie sehen das anders? Dann nennen Sie eine bessere. Sagen Sie, was die AfD konkret hätte besser machen können.

        Meuthen wie Weidel halten exzellente Reden, Gauland im Prinzip auch, nur hat er leider häufig Leute im Gepäck, mit denen man lieber nichts zu tun haben möchte. Was Meuthen sagt, ist ein Fakt. Fahren Sie mal unter der Woche um 11 Uhr abends Zug. Sie können froh sein, überhaupt einen europäisch aussehenden Mitfahrer zu haben. Als Frau würde ich das nicht mehr machen. Meuthen sagt das aber in einer Art und Weise und Tonfall, den ihm böse gesinnte Medien selbst aus dem Zusammenhang gerissen, nur partiell ins schlechte Licht rücken können. Er verbindet bürgerlichen Sound mit inhaltlicher Klarheit. Es müssen nicht linke Krawallheinis überzeugt werden, sondern kritische Bürger. Und für diese war Meuthens Rede hervorragend geeignet. Die AfD muss schauen, dass sie ihr Wählerpotenzial von gut 15 Prozent ausschöpft. Dafür muss man den bisherigen Weg geschlossener und seriöser fortsetzen. Wer mit diesem Image wie Petry zu neuen Ufer aufbrechen möchte, wird keine neuen gewinnen, aber alte verlieren. Auch Sie sind offensichtlich verloren, Sie wieder einzusammeln, hat keinen Sinn. Das ist eh zum Scheitern verurteilt. Anscheinend sind Sie mit der CDU ja recht zufrieden, gerade deshalb verstehe ich Ihre Aufregung nicht.

        Und was Trump und Co. tun, kann die AfD eh nicht beeinflussen. Hier geht es um die AfD und Le Pen. Ihre Wut auf den von Ihnen so schlimm empfundenen „Populismus“ in allen Ehren, aber bleiben Sie doch beim Punkt und schweifen nicht ab. Ihre innere Generalabrechnung mit allen „Populisten“ dieser Welt war hier eigentlich nicht Diskussionsthema.

      • Richtig, die AfD hat am Wochenende eine sehr gute Wahl getroffen, insbesondere wenn man die Alternativen berücksichtigt. Herr Holm im Spitzenteam wäre vielleicht noch besser gewesen, aber mit Frau Petry oder sogar sie allein wären viel schlechter gewesen.

      • Herr Gauland ist ein prinzipienloser Populist! Und die Putinisten in Deutschland haben noch immer eine echtere Alternative zu AfD zu waehlen, die Linke. Verschlafenwirkende DAKS Saccos gegen bewegte und enganliegende rote Kleider?
        Mit Spitzenfunktionaeren der AfD sind nachwievor keine Wahlen ueberraschend zu gewinnen! Faulste Aepfel bleiben noch immer aktiv und wer AfD damals in Essen erlebt hat weiss genau , dass sich diese Partei nicht erneuern kann. Nicht mit wirren pol. und gesellschaftlichen Vorstellungen. Ein Programm hilft wenig.
        Fuer Putin zu agieren, Abneigung gegen eine Westbindung zu schueren und Antiamerikanismus zu praedigen wird AfD bei buergerlichen Waehlern nicht weit bringen.

      • Wenn Sie Bezug auf die Person des Verfassers nehmen und (unsinnige) Vorhaltungen machen, dann ist das ein Angriff auf persönlicher und nicht sachlicher Ebene.
        In dem Zusammenhang erlaube ich mir den Hinweis, dass ich mich über die AfD nicht aufrege. Für mich hat der Sauhaufen einen hohen Unterhaltungswert. Außerdem sind die Parteien auch nützlich, weshalb ich auch nicht wütend bin. Eine mittel- bis langfristige Perspektive gibt es mit ihr nicht. Die human resources stimmen zu mindestens 95 % nicht.
        In diesem Forum geht es latent immer wieder um die Frage, ob die Unterstützung der AfD oder gar der Eintritt in derselben Sinn hat. Meine These ist, dass es keinen Sinn hat. Sie eignet sich, um Protest zu kommunizieren. Mehr ist in Anbetracht der bad boys einfach nicht zu erwarten.
        Ich behaupte überhaupt nicht, dass es zu Gauland und Weidel Alternativen in der AfD gibt. Meine Behauptung ist, dass die AfD überflüssig ist, sobald die Probleme, weshalb sie im Wege des Protests gewählt wird, gelöst sind. Meine Prognose ist, dass die etablierten Parteien, insb. die CDU die Probleme lösen wird. Sie wird natürlich auch die Folgen der fatalen Fehlentscheidungen in der Vergangenheit lösen müssen. Der AfD traue ich mehr als Proteste nicht zu. Die Wähler offensichtlich auch nicht. Mit jedem Schritt der CDU in die richtige Richtung wandern die Wähler von der AfD zur CDU.
        Kritik ist nicht gleich Hass. Gleiches gilt für Misstrauen. Schlechte Vita, schlechtes Auftreten, bizarre Äußerungen kosten nun einmal Vertrauen. Sie brauchen sich ja nur mal die Frage zu stellen, wem würden Sie in der AfD die Staatskasse, die militärische Führung oder die Hebel für Krieg und Frieden anvertrauen wollen. Der Wähler stellt sich die Frage auch, gerade in Anbetracht von Trump, Ukip und BrExit. Irgendwie haben diese Protestparteien immer eine große Klappe, wenn es aber um die Lieferung geht, verkrümmeln sich die Gesellen teilweise einfach oder scheitern einfach nur.
        Frau Weidel „firmiert“ eben unter einer Marke, die bei vielen als schlecht, unseriös und unanständig gilt. Wer in und nach der Finanzkrise bei der Deutschen Bank gearbeitet hatte, in Strukturvertrieben arbeitet, pp., der war und ist auch dem Misstrauen ausgesetzt. Seine Vita ist ein stückweit ruiniert. Damit muss Frau Weidel zurecht kommen. Sie verbrennt mit ihren Aktivitäten für die AfD letztlich auch ihre Reputation und ihre Vita. Aber – wie Sie es schon richtig schreiben – sie ist intelligent und wird wissen, worauf sie sich einlässt. Sie wird es sich wohl leisten können.
        Gauland und Meuthen tragen bekanntlich das gleiche „Gepäck“. In Anbetracht des „Gepäcks“ bekommen seine Reden, die sich im Grenzbereich bewegen, auch ein Geschmäckle.
        Ich bin in der Nacht von Silvester nach Neujahr 2017, eine Woche später, in der Nacht vom 20. zum 21. April 2017 jeweils Zug gefahren und zwar querbeet durch ganz Deutschland von NRW nach Österreich mit allerlei Zügen.
        Es gab zahlreiche Ausländer, insb. junge Leute. (Es gab einmal eine tobende Schülergruppe.) Sie haben sich nicht daneben benommen. Die hohe Ausländerzahl dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass diese über keine anerkannte Führerlizenz verfügen [nach 499 Wörtern 299 weitere abgeschnitten, AD].

      • Wenn Sie jetzt für die CDU sind, brauchen Sie nicht mehr zwingend eine Alternative dazu, wobei Sie als Demokrat deren Existenz trotzdem begrüßen sollten. Vor allem sollten Sie sich fragen, ob sich die CDU ohne AfD überhaupt bewegen würde und wer Frau Merkel daran hindern könnte, jeden Tag auf die nächste verrückte Idee zu kommen. Die AfD ist momentan keine potentielle Regierungspartei, vielleicht wird sie es nie, sollte dann aber auch nicht an dem Maßstab gemessen werden, sondern ob sie als Opposition etwas bewegt, was offensichtlich der Fall ist.

      • Vor allem würde ich gerne wissen, wie die CDU die Probleme lösen will. Und wo sie bisher denn bereits Probleme gelöst hat?

        Der Massenansturm über den Balkan ging zurück, als allen voran Österreich gegen den erklärten Willen Merkels die Grenze geschlossen hat. Inwiefern der Türkei-Deal danach zur Stabilität beigetragen hat, ist Spekulation. Was aber gesichert ist, ist unsere jetzige Abhängigkeit von einer Diktatur, die indiskutabel ist und bereits damals abzusehen war.

        Im Gegenteil, es kommen weiterhin Flüchtlinge in unser Land und es ist bereits abzusehen, dass es in Italien wieder viel mehr werden. Die Leute werden weiterhin gerettet und nach Italien gebracht und landen mit Zeitverzögerung bei uns. Die einzige Möglichkeit das zu stoppen, wäre diese Leute wieder direkt zurückzubringen, dafür fehlen aber jegliche Schritte und dazu wäre Angela Merkel auch nicht bereit. Denn auch das gäbe schlimme Bilder.

        Vor allem haben wir momentan Hunderttausende, die unser Land besser schnell als langsam verlassen sollten und teilweise auch bereits müssen. Wir wissen alle, dass das nie geschehen wird. Dafür bräuchte es riesige Abschiebehaftanstalten mit militärischer Überwachung wo sind denn die in Planung, ebenso die wohl entsprechend notwendigen Grundgesetzänderungen? Die CDU wird also auch dieses Problem nicht lösen. Diese Leute werden für immer hier bleiben, auch wenn der allerletzte Krieg beendet wäre.

        Integrierbar sind diese Leute ohnehin nicht. Das wird niemand und keine Partei schaffen.

        Die ständige Islsmisierung (in NRW sind an Grundschulen bereits fast 20 Prozent Moslems) wird sie auch nicht stoppen, denn das geht nur über Massenabschiebungen, die die CDU aber nicht will.

        Die Probleme in der EU lassen sich nur durch die Besinnung auf das Subsidiaritätsprinzip lösen, wo sehen Sie da den Willen bei der CDU?

        Die Euro-Krise ist doch mitnichten gelöst, der große Knall ist nur buchhalterisch verschoben. Lösen lässt sie sich nur über die Auflösung der Euro-Zone, was die CDU aber bekanntlich nicht will.

        Die Energiewende ist weiterhin ein reines Chaos und Schritte zur Auflösung Fehlanzeige.

        Die steigende Kriminalität löst sich auch nicht, in dem man endlich zugibt, dass es sie gibt. Auch ein paar Tausend Polizisten helfen da nicht, das müssten schon Hunderttausende sein. Am effektivsten wären immer noch Massenabschiebungen, die die CDU aber nicht will.

        Die Liste ließe sich endlos erweitern. In der medialen Wahrnehmung unserer Gesinnungspresse mag der Eindruck entstehen, dass sich die CDU den Problemen annimmt und sie löst. Leider entzieht sich das den Fakten.

        Wenn Sie aber mit der CDU zufrieden sind, ihr glauben und all das zutrauen, dann wählen Sie sie einfach. Wir sind eine Demokratie, in der auch Stimmen gegen das ureigene Interesse gestattet sind.

      • Die Frage, ob die AfD etwas gebracht hat, habe ich ausreichend beantwortet, nämlich Veränderungen in der CDU und auch in der FDP. Darin besteht unstreitig ihre Leistung.

        Streitig ist lediglich, ob es für die Problemlösungen der AfD weiterhin Bedarf.

        Meine Antwort ist nein und die des Herrn Burger ist ja.

        Letztlich wird man in ein paar Jahren Klarheit haben. Klar ist in jedem Fall schon jetzt, dass der Gauland irgendwas vom bösen Familienzug und Bevölkerungsaustausch auf der AfD-Seite schwafelt, obwohl der Familiennachzug bis März 2018 ausgesetzt bleibt und sich die CDU für die weitere Aussetzung ausspricht. ( Wahrscheinlich sind Gaulands „Medienberichte“ Russian today oder Campact oder irgendwelche NPD-Magazinchen. )

        https://www.alternativefuer.de/alexander-gauland-erschreckende-zahlen-der-bevoelkerungsaustausch-laeuft/

        https://www.cducsu.de/presse/pressemitteilungen/familiennachzug-zu-subsidiaer-schutzberechtigten-ueber-2018-hinaus-aussetzen

        Die Parteien, die sich für den Familiennachzug aussprechen, linker Flügel SPD, Grüne und Linke verlieren als extreme MultiKulti-Parteien genauso stark wie die AfD und das ist gut.

        Das Dilemma von extremen Parteien ist stets, dass sie stets ein extremes Gegenüber benötigen, das ihnen die vermeintliche Existenzberechtigung liefert.

        Ich freue mich in jedem Fall, dass die extremen Flügel kräftig verlieren. Eine Bereicherung durch neue gemäßigte Parteien würde ich durchaus begrüßen, aber die Piraten, AfD und LKR haben bewiesen, dass Neugründungen recht schnell im extremistischen Bereich landen.

        Dauerhaft ist eine Parteienlandschaft aus CDU, FDP und gemäßigte SPD für das deutsche Volk allemal besser als diese mit angereicherten Extremisten, die Debatten mit Tabus, Provokationen, Gewalt, fake-news und Kriminalität stören oder sogar – wie derzeit – unterbinden.

  9. Wichtigste Frage: Was bedeutet Macron für uns Deutsche?
    Führend ist sein Anspruch auf einen Ausgleich unseres Handelsüberschusses mit der EU (sprich Frankreich) sowie eine Zusammenlegung der Schulden zu Euro-Bonds. Dies entpricht nach dem Euro („Versailles 2.0“ nach Mitterand) nunmehr einem Versailles 3.0, was von Herrn Schulz laut und freudig erwartet wird. Für Frankreich selbst sind keine Reformen im Sinne einer Marktwirtschaft vorgesehen, z. B. sollen Arbeitsverträge grundsätzlich entfristet werden. Das Pensionsalter bleibt bei 62.
    Summe: Neu ist die zunehmende Finanzierung von Frankreichs Wohlleben durch Deutschland.

  10. Morgen oder übermorgen kommt die neuste INSA Umfrage

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/insa.htm

    Die letzte (19.4 ) war: AfD 10% Zeitraum 14.04.–18.04.
    Morgen/übermorgen wird der Zeitraum der Befragung vor, während und nach dem Parteitag liegen.

    Mein Tip:
    AfD 10%
    (die negativen Ereignisse im Vorfeld der Befragung und der positive Verlauf werden sich aufwiegen)

    Am 8.5 werden es dann 11% bei INSA sein, am 15.5 dann 11,5% oder 12%

    Allerdings könnte ein Scheitern der AfD in SH einen Negativ-Trend einläuten und wir sehen am 8.5 und 15.5 auch 7 – 8%

    Andere Tips?

    Die Wetten für die FR Wahl stehen bei
    1,12 (Marcon) und 6,00 (LePen)
    Für einen Euro auf Marcon gibt es 1,12 zurück im Falle des Sieges.

    Für die deutsche BTW übrigens:
    Merkel 1,65 Schulz 2,70
    Gauland 21 Weidel 34

    https://sports.bwin.com/de/sports/61/wetten/politik#sportId=61

    Mit einer Wette auf Trump hätte man da richtig Geld verdienen können. Also besser als Umfragen sind die Wetten auch nicht.

    • Die Wetten sind oft besser als Umfragen, weil man da wirklich Geld verdienen oder auch verlieren kann, also ernsthafte Einschätzungen gefragt sind. Vielleicht sollte ich deshalb auf Frau Merkel setzen…

      • Ich schätze die Chance, dass es keine der aufgelisteten Personen sein wird, auch nicht als ausgeschlossen ein. Ein großer Terroranschlag, eine Terror-Serie, eine neue Banken-, Finanz- oder Wirtschaftskrise vor der Wahl könnten dazu führen, dass Merkel zwar weiter kandidiert, aber letztlich den Rückhalt in der Partei verliert oder der Koalitionspartner auf einen anderen Kanzler besteht. Ich würde den EUR allerdings auch eher auf die Merkel setzen. Die Wahrscheinlichkeit ist größer.

      • Mit meiner ersten Prognose hatte ich schon mal recht:

        25.04.2017 AfD 10 % 21.04.–24.04.

        Die Institute verdienen Geld mit Meinungsforschung. Zu krass daneben liegen sollten sie auch nicht, sonst wirkt sich das auf die Glaubwürdigkeit aus.
        Wenn es auf Wahlen zu geht, werden sie sich schon ernsthaft um realistische Werte bemühen. Lange vor Wahlen können sie natürlich behaupten was sie wollen, es wird ja nicht überprüft.

        Aber Ausnahmen (Allensbach / REP) gibt es immer.

        Auf den nächsten US-Präsidenten kann man auch schon wetten:
        Personen;
        Trump 3.0 (Favorit)
        Partei
        Dem 1.75
        Rep 2.15

  11. Nach NZZ hat Alice Weidel einen Wohnsitz in Biehl! Bisher galt ein Wohnsitz „am Bodensee“?
    Besser als gar keinen, wie z.B. Pretzell 😃

  12. Pingback: Ist Le Pen plötzlich für den Euro? | Alexander Dilger

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