Petry erklärt Verzicht auf Spitzenkandidatur

Es gab heute eine „Videobotschaft von Dr. Frauke Petry zum Kölner Parteitag“. Darin stilisiert ausgerechnet sie sich wieder (siehe auch ihren „Sachantrag zur strategischen Ausrichtung der AfD“) als Repräsentantin einer seriösen, bürgerlichen und realpolitischen AfD und kündigt dann an „weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam zur Verfügung“ zu stehen. Bei einem ehrlichen Menschen wäre klar, was das bedeutet: „Die AfD frisst ihre Vorsitzenden“ und sie gibt auf. Doch vermutlich kommen die Spekulationen der Bild-Zeitung der Sache näher (siehe „Petry-Bebenerschüttert die AfD: Parteichefin verzichtet freiwillig auf Spitzenkandidatur“):

Der Verzicht auf die Spitzenkandidatur könnte ein taktischer Rückzug sein. Petrys mögliches Kalkül: Sie will auf dem Parteitag am Wochenende eine Entscheidung zur Bildung eines Wahlkampf-Spitzenteams ganz verhindern.
Dann würde die AfD im Wahlkampf von ihren jetzigen Bundesvorständen vertreten werden – allen voran von Petry selbst. Heißt: Sie wäre weiter im Spiel – gibt im Machtkampf mit Gauland, Meuthen, Höcke & Co. nicht auf.
Denn Petry hat Grund zur Annahme, dass ein Team ohne sie als populäre Bundeschefin gar nicht zustande kommt. Auch Partei-Vize Alexander Gauland wollte dies jedenfalls bislang erklärtermaßen nicht.
Ein weitere Möglichkeit: Ihre Verzichtsankündigung löst drei Tage vor dem Parteitag so viel Chaos aus, dass sie einhellig gerufen wird, die Spitzenkandidatur nun doch alleine zu übernehmen. Auch das wäre ein Szenario, dass Petry gefallen könnte, aber eher unwahrscheinlich ist.

Ich hoffe für die AfD, dass die Delegierten in Köln mehrheitlich solche taktischen Spielchen nicht mitspielen, sondern Frau Petry beim Wort nehmen und zugleich das Mitgliedervotum umsetzen, also ein Spitzenteam aufstellen, dem Frau Petry nicht angehört, sondern z. B. Frau Weidel zusammen mit den Herren Gauland und Holm. Wenn dann auch noch Herr Pretzell für den miserablen NRW-Wahlkampf („Warum sich die AfD im NRW-Landtagswahlkampf in tiefes Schweigen hüllt“) und seinen falschen Wohnsitz die Verantwortung übernehmen würde, könnte aus der AfD doch noch eine echte und ernsthafte Alternative für Deutschland werden.

75 Gedanken zu „Petry erklärt Verzicht auf Spitzenkandidatur

  1. In der AfD brennt die Hütte. Bis gestern dachte ich, Petry würde den Parteitag als eine lame duck verlassen. Nun betritt sie ihn bereits in dieser Rolle. Ihr gestriges Video hat den Brand beschleunigt.
    Es ist jetzt genug Hitze da, um sie in Köln richtig zu grillen. Man wird sich nicht mit ihrem Zukunftsantrag befassen und ein Team wählen in dem sie nicht mitspielen darf. Dann wird auch ihre Halbwertzeit als Vorsitzende sehr übersichtlich werden.

  2. Zunächst absolute Zustimmung zu diesem Beitrag. Ich will die private Entscheidung von Frau Petry, sich mit Herrn Pretzell einzulassen, nicht kritisieren. Aber es ist Ebene nicht professionell, wenn man den „anderen“ jeweils „mitdenken“ muss. Eigentlich ist Pretzell ein „No go“ für die AFD, die doch mal die Alternative sein wollte. Ein Mann, mit dem man laut Auskunft einer Wirtschaftsdatei lieber keine Geschäfte anbahnen sollte und der seine quasi-bürgerliche Exsistenz einem satten Mandat verdankt, ist für mich grundsätzlich unwählbar. Das Ganze strahlt natürlich auf Frau Petry. Sie hat ihre politisch ihre beste Zeit hinter sich ( schade um das Talent ) und vielleicht privat noch eine gute Zeit vor sich, wenn sie sich zurückzieht. Aber das wird sie politisch nicht können, weil auch ihre Exsistenz am Mandat hängt. Insofern wird sie a la longue total scheitern. Jutta Dithfurt und Petra Kelly sollten ihr warnende Beispiele sein!

    • Diese Verquickung von persönlicher und politischer Verbindung wäre in keinem Fall seriös, doch seriöse Personen hätten sie auch gar nicht in dieser Art betrieben. Insgesamt glaube ich, dass Herr Pretzell von Frau Petry profitiert, er ihr aber umgekehrt stark schadet. Politisch ist das fast offensichtlich. Ihr privates Verhältnis kann ich nicht direkt beurteilen, doch bei Betrachtung der Persönlichkeit und der Vorgeschichte(n) von Herrn Pretzell kann das eigentlich auch kein gutes Ende nehmen.

      Frau Petry ist sehr ehrgeizig und in vielen Dingen recht fähig, doch es scheint ihr am richtigen Halt im Leben zu fehlen. Mit Herrn Pretzell hat sie in dieser Hinsicht auf den völlig Falschen gesetzt, doch auch die Politik ist dann noch gefährlicher als ohnehin schon. Für sie persönlich am besten wäre es vermutlich, wenn sie nicht nur ihn und die Politik verlassen würde, sondern gleich das Land, um in einem größeren Unternehmen mit klaren Strukturen noch einmal eine Karriere zu starten.

  3. Scheint eine gute Entscheidung für die Partei und auch für sie zu sein. Nun müssen andere stärker Verantwortung übernehmen, ein Trio Holm, Weidel und Gauland wäre gut. – In NRW wird leider weiter gewurschtelt, der Landtagseinzug ist trotzdem zu 99% sicher, falls es am Wochenende keinen Riesenknall gibt, was eher unwahrscheinlich ist. Schade allerdings, dass in so einem kaputten Land wie NRW die Chance auf 15% oder deutlich mehr verspielt wurde.

    • Ich werde die AfD zur Landtagswahl in NRW sicher nicht wählen, solange Herr Pretzell auf Platz 1 steht, der aber bis zur Wahl gar nicht mehr auf seine Kandidatur verzichten darf, sondern höchstens hinterher das Mandat nicht annehmen könnte, um z. B. seine höheren Diäten im Europaparlament zu sichern, falls er nicht Fraktionsvorsitzender wird. Für die AfD insgesamt wäre es auch besser, wenn er mit seiner Truppe nicht in den Landtag käme. Allerdings weiß ich noch nicht, wen ich sonst wählen sollte oder auch nur kann.

  4. Herr Dilger, ein schöner Beitrag. Die Pleitiers sollten sich endlich aus der AfD verabschieden bzw. verabschiedet werden. Dann könnte die AfD doch noch zur von Anfang an angestrebten und für Deutschland erforderlichen Grundgesetzpartei werden.

  5. Für einen taktischen Rückzug ist es wohl zu spät – zuviel Porzellan ist zerschlagen.

    Manchmal fahre ich nachts schweißgebadet aus schweren Träumen hoch: Lucke im Bundestag: Lobt Erdogan, kritsiert Seehofer wegen des unmenschlicher Haltung zur Flüchtlingspolitik, preist den Euro als Garant für Wohlstand und Frieden und nennt die AfD eine rechtsradikale Partei, die verboten gehört. Und die Medien halten immer schön drauf.

    Nein, ich schlafe gut. Aber für so manchen zukünftigen Bundestagsabgeordneten der AfD könnte dieser Alptraum wahr werden, mit Petry statt Lucke.

    Entscheidend wird wohl sein, wie Pretzell sich verhält.

    • Bezüglich Lucke gibst fast eine Doppelpointe:

      “ Deutschland: Liberal-Konservative Reformer (LKR, 18.03.2016–Anfang 2017)“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Allianz_der_Konservativen_und_Reformer_in_Europa

      Die Lucke- Partei ist der Allianz der Konservativen und Reformer in Europa beigetreten, was ja extrem peinlich war, weil dort Erdogans AKP Vollmitglied ist und ist scheinbar wieder ausgetreten. Da hat man fast ein Jahr gebraucht um draufzukommen, dass mit Erdogan in der gleichen europäischen Partei zu sein, wohl doch etwas eigenartig ist.

      • Fuer einen Fachmann erzaehlen Sie zu viele Maerchen. Ich wuerde es als subjektive sogar tendenzioese Berichterstattung nennen. Ausserdem, wenn es um Prof. Lucke geht, geht es um eine offensichtlich persoenliche Antipathie und davon kann jeder betroffen werden.

      • Im Gegensatz zu Ihnen erzähle ich überhaupt keine Märchen, sondern berichte Tatsachen und lege meine begründete Meinung dazu offen. Mir ist tatsächlich nicht klar, wie Herr Lucke momentan zu Herrn Erdogan und der Entwicklung in der Türkei steht. Wissen Sie etwas darüber oder nicht?

      • Unter liberal-konservative-reformer.eu , gibt es Prof. Luckes Facebook Kritik re, Erdogan/Tuerkei v. 13.3.17. LKR Manschaft bei EU ist aktiv!

      • Interessant. Vor einem Jahr hörte sich das noch ganz anders an, doch inzwischen scheint Herr Lucke meiner Position näher zu sein als Ihrer. Haben Sie ihn ebenfalls dafür kritisiert, dass er Herrn Erdogan zu kritisieren wagt?

    • Herr Lucke erzählt doch inzwischen tatsächlich solche Sachen. Aber keine Angst, er wird nicht in den Bundestag einziehen und voraussichtlich auch nicht noch einmal ins Europaparlament.

      Was Frau Petry in einem halben Jahr erzählen wird, weiß kein Mensch, nicht einmal sie selbst, da sie ad hoc entscheiden wird, was ihr oder ihrem Mann gerade am günstigsten erscheint.

  6. Jetzt zeigt sich, dass die Gelegenheit für das Lucke-Lager und die Liberalen schneller gekommen wäre, als vermutet. Leider stellen sich damit aber auch deren Kurzsichtigkeit und Politikunfähigkeit unter Beweis.

    • Es ist doch überhaupt nicht klar, wie sich die Situation entwickelt hätte, wenn Herr Lucke mit seinen Getreuen geblieben wäre. Vielleicht würde Frau Petry weiterhin zusammen mit Herrn Gauland gegen ihn kämpfen. Es ist nur klar, dass Frau Petry Herrn Lucke nicht ganz hätte verdrängen dürfen, wenn es ihr wirklich um eine realpolitische und bürgerliche AfD ginge. Nicht nur Herr Lucke hat beim Bremer Parteitag einen schweren Fehler gemacht, sondern auch sie. Warum hat sie dort die Satzungsänderungen unterstützt, statt mit ihm gleichberechtigte Sprecherin zu bleiben?

      • Armes NRW! Sind Slums, Koeln, Dortmund, Duisburg, Jaeger, Kraft, Laschet, Lindner, Terror und Kriminalitaet nicht genug fuer AfD und die Waehler um erfolgreich zu sein? Politik wird nicht mit Wahl-o-mat gemacht.

      • Die Themen und Probleme liegen wortwörtlich auf der Straße, doch nicht nur die etablierten Parteien, sondern auch die AfD und LKR beschäftigen sich lieber mit irgendwelchen Scheindebatten oder am liebsten mit sich selbst.

      • Das widerspricht meinem Argument doch gar nicht. Gerade weil überhaupt nicht klar war, wie sich die Situation entwickeln würde, war der trotzige Abgang ein Beispiel für Politikunfähigkeit. Von der Dummheit, die Abspaltung in aller Destruktivität auf Gedeih und Verderb herauszufordern einmal abgesehen. Da sind Höcke und (darauf kopierend reagierend) Petry schon etwas klüger. Beide werden auf bessere Gelegenheiten warten und für sich jeweils die Zeit nutzen.

      • Ich bin nicht sicher, ob der Abgang selbst ein Fehler war. Immerhin bin ich selbst auch gegangen, wenngleich meine Situation eine andere war (ich war schon lange nicht mehr wirklich aktiv und habe nicht Tausende weitere Mitglieder bewegt, während deren Abgang die Situation in der AfD noch aussichtsloser machte). Ich halte es jedoch für einen schweren Doppelfehler von Herrn Lucke, dass er auf diese Abspaltung hingearbeitet und dann auch noch ALFA gegründet hat. Erst ALFA und LKR beweisen, dass Herr Lucke wirklich kein Politiker und schon gar kein geeigneter Parteiführer ist. Ob man mit weniger Skrupeln an der AfD-Spitze politisch überleben kann, wird jetzt Frau Petry zeigen.

      • Lucke wäre mit etwas Gespür und politischem Geschick jetzt wieder im Rennen.

  7. Inzwischen ist die Petry Strategie klar. Nach der BTW will das PP Lager aus der AfD austreten und alle Mandate in den Landtagen und dem Bundestag mitnehmen. Petry will so etas wie eine bundesweite CSU gründen und hofft auch auf Konservative aus der CDU. Die Spaltung der AfD ist bereits geplant, aber auf die Zeit nach der BTW vertagt.

    • Bei „völkisch-fundamentalistisch“ habe ich aufgehört zu lesen. Und das Blatt schimpft sich „konservativ“.

      • Der Artikel wurde einfach von Correktiv übernommen. Von „fundamentaloppositionell“ spricht bzw. schreibt Frau Petry in ihrem Zukunftsantrag. Sie will jetzt u. a. „völkische“ Ideologien aus der AfD verbannen, während sie kürzlich noch den Begriff „völkisch“ positiv besetzen wollte. Es sind nicht immer die Medien schuld, wenn sie schlechte Nachrichten von der AfD überbringen.

    • Das ist alles sehr spekulativ ohne nachvollziehbare Quellen (es müssten nicht gleich Namen genannt werden, doch die grobe Richtung, woher das kommt). Trotzdem würde es insbesondere zu Herrn Pretzell passen, der ein Zocker ist und schon mehrfach alles oder nichts gespielt hat. Im Ergebnis würde es übrigens zu ALFA 2.0 führen mit nur anfangs mehr Mandaten auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Das Pleitepärchen kann keine seriöse bürgerliche Partei anführen oder gar gründen.

      Inzwischen halte ich es außerdem für realistisch möglich, dass eine völlig zerstrittene AfD bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

      • So dämlich sind doch die Glücksritter nicht.
        Wer sich abspaltet, verliert.

        Übrigens wenn der Pretzell und die Storch in den Landtag bzw. Bundestag einziehen, wer folgt denen eigentlich ins EU-Parlament nach und zu welcher Fraktion werden die gehen?
        Wenn man fraktionslos ist, muss man hinten auf der Eselsbank, neben der NPD und „Die Partei“, sitzen.

      • Ich halte eine Abspaltung nach der Bundestagswahl durchaus für möglich. Ich gehe auch davon aus, dass diese als Partei nicht erfolgreich sein wird. Trotzdem könnte sie der AfD enorm schaden, indem z. B. keine Fraktion mehr gebildet werden kann. Schließlich ist es denkbar, dass sich das Pleitepärchen und ein paar Anhänger einer anderen Fraktion und Partei anschließen wollen, wenn eine sie nimmt.

        ‚Die Europawahlliste der AfD‘ wird abgearbeitet, wobei die nächsten Plätze wohl selbst für den Bundestag kandidieren bzw. im Landtag bleiben wollen. Da die AfD selbst offensichtlich keine Fraktionspräferenz hat und sogar die Aufspaltung der zwei verbliebenen Abgeordneten hinnimmt, wird es von den konkreten Personen abhängen, welcher Fraktion sie sich anschließen.

      • Ich kann mich an keine erfolgreiche Abspaltung oder Ausgründung von Parteien in der Geschichte der Bundesrepublik erinnern.

      • Wenn wir von den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland absehen, hat es später doch überhaupt nur eine nachhaltig erfolgreiche Parteineugründung gegeben, nämlich die Grünen, die vielleicht mit etwas Glück demnächst auch wieder verschwinden. Die AfD hat es noch nicht geschafft, während Die Linke keine Neugründung ist, sondern die mehrfach umbenannte SED aus der DDR, die Mauerbau und Schießbefehl zu verantworten hat.

      • @ Schlegel

        Man kann sogar noch weiter zurückgehen.
        Bis auf die Abspaltung der KPD von der SPD waren sowohl im Kaiserreich als auch in Weimar alle Abspaltungen zum Scheitern verurteilt.

      • Das hängt vom Betrachtungszeitraum ab. Es gab damals mehrere liberale und auch konservative Abspaltungen, die durchaus mehrfach in die Parlamente einzogen. Allerdings gab es damals noch keine Fünf-Prozent-Hürde.

      • @ Prof. Dilger
        Die Landwirteparteien sowie der Christlich-Soziale Volksdienst als DNVP-Abspaltungen blockierten sich gegenseitig beim Einzug in die Parlamente.
        Profitiert hat davon dann letztendlich nur die NSDAP.
        Bei den Liberalen ist im Bismarck-Reich die dauernde Spaltung der Linksliberalen ein Hemmschuh gewesen, der ihnen ihren Einfluß im Kaiserreich gekostet hat. Lediglich bezüglich der Nationalliberalen stimme ich Ihnen zu, sie waren der eigentliche Träger der Politik im Kaiserreich.
        Aber auch sie gingen bei der Revolution 1918 sang- und klanglos unter.
        Die DVP als Nachfolgepartei konnte auch trotz Stresemann niemals wieder an die alten Erfolge anknüpfen und endete 1933 bei ihrer Selbstauflösung als Splittergruppe mit ca. 1,5% der Wählerstimmen.

      • Die vielen Spaltungen haben den Liberalen im Kaiserreich geschadet, doch offensichtlich waren die Abspaltungen nicht unbedingt erfolgloser als die ursprünglichen Parteien, was aktuell das Thema ist (nämlich ob eine AfD-Abspaltung sicher scheitert). In der Weimarer Politik hatten die demokratischen Parteien ganz andere Probleme als Abspaltungen, nämlich reale, vor allem wirtschaftliche Krisen bei gleichzeitigen Angriffen von rechts und links. Wenn die Unterschiede zwischen den demokratischen Parteien verwischen, weil sie ohnehin immer koalieren, macht sie das auch nicht unbedingt attraktiver, wie wir ebenfalls gerade erleben.

        Interessant ist noch die Frage, ob sich die AfD insgesamt als eine Abspaltung von der CDU beschreiben lässt (auch wenn ich selbst von der FDP kam).

      • Die „erfolgreichste“ (besser: folgenschwerste) historische Abspaltung bei den Liberalen ist wohl ein „Verein“, den niemand ernsthaft mit den Liberalen in Verbindung bringen würde.
        Es wäre der „Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten“, der nunmehr als rechtsextremer Neonazi-Verein noch ein oder zwei Stützpunkte in Niedersachsen besitzt und regelmäßig im Verfassungsschutzbericht erscheint
        als Nazi-Skinhead-Anlaufstelle.
        Er würde nächstes Jahr 100 Jahre alt werden.
        Zu Hochzeiten hatte er rund 500.000 Mitglieder und war damit so mitgliederstark, wie heute SPD oder CDU.
        Gegründet wurde er von Franz Seldte, der DVP-Mitglied war, als Ordnungsmiliz des rechtsbürgerlichen Lagers um DVP und DNVP.
        1927 kam es dann zum Streit zwischen Seldte und Stresemann, worauf die DVP-Stahlhelmer die Partei verließen und sich der DNVP zuwandten.
        Bei den Reichspräsidentenwahlen 1932 schickte der „Stahlhelm“ mit Duesterberg einen Kandidaten gegen Hitler und Hindenburg ins Rennen und belegte den 4. Platz. 1933 trat der „Stahlhelm“ zusammen mit DNVP und den Zentrums-Abtrünnigen um v. Papen als „Kampffront Schwarz-Weiß-Rot“
        bei den Wahlen an, bildete das Kabinett Hitler und stellte den Arbeitsminister.
        Die Auflösung des 0,5 Mio. Mann starken „Stahlhelms“ war zugleich die schwierigste Aufgabe der Nazis in ihrer Anfangszeit. Es zog sich bis 1935/36
        hin, als alle anderen Parteien und oppositionellen Organisationen schon längst verschwunden waren. Nach dem 2. Weltkrieg wiederbelebt, blieb er in der BRD aber erfolglos und fand nur noch in Neonazi-Kreisen Zuspruch.

  8. Was ist überhaupt so wichtig an dem Spitzenteam? Das ist kein Amt, das ist kein Mandat und die Wahlkampfthemen wurden/werden von den Mitgliedern und dem Bundesparteitag bestimmt.

    • Das Spitzenteam würde bundesweit plakatiert, in den Massenmedien als solches präsentiert etc. Außerdem wäre es eine (unverbindliche) Vorfestlegung für die Fraktionsspitze. Frau Petry ist allerdings nicht teamfähig, weshalb sie keinem Spitzenteam angehören will, aber auch keinem sonst einen Platz darin gönnt.

  9. Kurz nach 8 Uhr schaltete ich heute das Morgenmangazin ein. Und wer wurde interviewt? Richtig, der neue Pressespreche von Frake P., Herr Marcus Pretzell. Es war eine Werbesendung für den Zukuntfsantrag der guten Realos. Pretzell liess keinen Zweifel dran, dass die Delegierten sich in Köln nur für Realpolitik entscheiden könnten. Am Ende liess er dann die Katze aus dem Sack. Selbsverständlch ginge es vor allem um Personen, denn die seien aus Wählersich wichtiger als Programme. Er zeigte sich überzeugt, dass die guten AfD Politiker, also Petry, Pretzell und Konsorten gegen die Bösen Fundamentalisten den Namen Gauland nannte er nicht) siegen würden. Er schloss eine Spitzenkandidatur Petrys definitiv aus und auch einen Rücktritt im Fall einer höchst unwahrscheinlichen Niederlage, denn weder Petry noch er könnten die AfD so kurz vor wichtigen Wahlen im Stich lassen. Zwischen den Worte war zu erkennen, dass er sich überhaupt kein Team der Spitzenkandidat wünscht, denn dann würde Petry als Bundesvorsitzende den Wahlkampf anführen. Bei so viel Heuchelei ist mir schlecht geworden.Gott sei Dank hatte ich noch nicht gefrühstückt, sonst wäre das wieder bestimmt hochgekommen.,

    • Ein Teil der Massenmedien und auch Mitglieder glaubt tatsächlich das Märchen, dass das Pleitepärchen für einen gemäßigten oder gar bürgerlichen Kurs stehen würde. Dabei handelt es sich um prinzipienlose Opportunisten, die jederzeit selbst Herrn Höcke rechts überholen können (z. B. durch die Forderung, auf friedliche Flüchtlinge zu schießen), wenn sie es gerade für persönlich günstig halten. Umgekehrt würden sie auch mit Frau Merkel oder den Grünen paktieren, wenn das irgendeinen Vorteil für sie selbst verspricht. Mit den beiden an der Spitze ist die AfD völlig unseriös und unwählbar. Wenn sie hoffentlich bald Geschichte sind, wird man sehen, wie sich die AfD entwickelt. Zumindest gäbe es wieder Hoffnung.

      • Die AfD muss in NRW und Schleswig-Holstein in die Landtage, bzw. im Herbst in den Bundestag einziehen, sonst ist sie Geschichte. Danach ist sowieso der Bundesvorstand neu zu wählen. Da gibt es die Chance ein paar Köpfe auszutauschen, die außer für Probleme für nichts stehen. Politik ist ein Mannschaftsspiel. Wer das nicht ist versteht, muss vom Platz!

      • Aus meiner Sicht wäre es besser, wenn die AfD NRW mit Herrn Pretzell an der Spitze nicht in den Landtag einziehen würde. Dadurch würde er entmachtet und die AfD insgesamt aufgerüttelt. Allerdings wird er es wohl mit einem einstelligen Ergebnis schaffen. Eine sinnvolle parlamentarische Arbeit ist danach nicht zu erwarten (so ähnlich wie bei den Piraten in dieser Legislaturperiode oder von ihm selbst im Europaparlament). Der Bundesvorstand ist bereits im Sommer neu zu wählen, und zwar möglichst von einem Mitgliederparteitag.

      • Ein offenes Wort, Herr Prof. Dilger:
        Was Ihre von Fachwissen und analytischem Verstand geprägten Beiträge entwertet, sind Ihre sehr ins Persönliche gehenden Anwürfe (nach meiner Erfahrung nicht ganz untypisch für Universitäts-Laufbahnen). Letztlich trägt ein solches Verhalten nicht zur Teambildung bei.

      • Welche Aussagen von mir finden Sie denn zu persönlich oder sachlich nicht zutreffend? Es geht hier allein um Berufspolitiker, die in der Öffentlichkeit stehen und deren Fehlverhalten bekannt ist. Dabei mache ich keinen Unterschied nach Parteien und möchte auch kein Team bilden.

    • Die AfD darf auf keinen Fall die Landtage verfehlen, das hätte eine katastrophale Abwärtsdynamik zur Folge.

      Am Samstag muss ein Spitzenteam ohne das Pleitepärchen gewählt werden, der Antrag von Petry entschärft und kastriert (wie von Gauland angeregt) verabschiedet und im Herbst dann Holm zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden. Dann kann Petry gerne gehen, folgen würde ihr niemand mehr.

      Pretzell müsste man halt bis September als Vorsitzender der Fraktion akzeptieren, mit dem Fall von Petry, dann auch als Parteivorsitzende nach der Wahl, würden sich seine Kumpanen dann auch schnell von ihm abwenden.

      Alle Nicht-Flügel-Leute müssen Petry absetzen, erst dann kann man versuchen die ostdeutschen Verbände zu zähmen. Denn momentan profitieren sie von der Zerstrittenheit der Partei, weil sie selbst geschlossen agieren.

      • Richtig! Petry muss zurück ins zweite Glied, Entmachtung auf Raten sozusagen. Je geräuschloser desto besser. Wenn ihre Macht schwindet, muss Pretzell automatisch in Deckung gehen. Besser wäre es, er würde sein Mandat im EU-Parlament behalten, wo er sowieso mehr verdient. Dann wird die AfD-Landtagsfraktion in NRW ihr Eigenleben entwickeln und Günstlinge sich von Pretzell abwenden, wo er ihnen nichts Neues bieten kann.

        Auch ich setze auf vernünftige Leute, wie Holm, Weidel, Jongen und Bystron. Wir in Rheinland-Pfalz haben mit Sebastian Münzenmaier einen jugendlichen, sachlichen und unbelasteten AfD-Spitzenkandidaten, den ich nach Kräften unterstütze.

      • Warum unterstützt denn Herr Junge Frau Petry so stark? Einen wieder mehr bürgerlichen Kurs fände ich gut, doch Frau Petry oder gar Herr Pretzell stehen doch nicht wirklich dafür.

    • So was wäre doch völlig aussichtslos. Eine Petry-Partei soll in die Lücke zwischen AfD und LKR vorstoßen ??
      Wenn überhaupt, wäre aber sehr schwierig, könnte eine Rechtsabspaltung von der AfD Erfolg haben. Nur so Abspaltungen sind ja auch nicht homogen, da stellt sich dann ja gleich die Frage der „nationalen Volksfront“. Also eine Zusammenarbeit mit der NPD, Die Rechte usw.

      • Eine Petry-Partei hätte keine Chance, eine Höcke-Partei bundesweit auch nicht, sondern höchstens in Thüringen und vielleicht weiteren neuen Bundesländern. Fraglich ist, ob die AfD eine solche Abspaltung politisch überleben würde.

    • Herr Lucke hat die Mehrzahl der Mandate im Europaparlament mitgenommen, welches jedoch viel unbedeutender ist als der Bundestag. In den Landtagen folgten ihm relativ wenig Abgeordnete. Insbesondere Herr Pretzell ist ein Zocker, wobei ein Wechsel mit Mandaten zu einer anderen Partei vermutlich aussichtsreicher wäre. Es ist doch besonders christlich, reuige Sünder herzlich zu empfangen, insbesondere wenn man dadurch selbst an Macht gewinnt.

  10. „…Welche Aussagen von mir finden Sie denn zu persönlich oder sachlich nicht zutreffend?…“
    Wie schon im Falle Lindner bemerkt, sind z.B. die anlasslosen Vorhalte bezüglich einer Unternehmenspleite verfehlt und zwar auch dann, wenn Sie darin spekulativ Motive für einen künftigen Broterwerb in der Politik sehen. Ich stelle mir vor, Sie seien noch Funktionsträger bei der AfD und würden in dieser Weise argumentieren. Vielleicht begegnen wir uns noch mal in einer „passenden“ Partei. In dieser BLOG-Reihe gibt es ja verschiedene Ansätze für eine Neuorientierung.

    • Formal gesehen ist Herr Lindner kein Pleitier, weil er sich kurz vor der Pleite mit Millionenschaden für die öffentliche Hand verdrückt hat (so wie er auch als FDP-Generalsekretär einfach abtauchte). Im Gegensatz zu Ihnen finde ich das politisch höchst relevant, zumal er zumindest gelegentlich mit seiner Unternehmererfahrung geworben hat. Auch Frau Petry stellte sich anfangs in der AfD als erfolgreiche Unternehmerin vor und Herr Pretzell als Rechtsanwalt und treusorgender Familienvater, was er beides längst nicht mehr war.

      Gute Unternehmer können auch insolvent gehen, aber sie bleiben dann Unternehmer (außer wenn sie dafür zu alt sind) mit mehr Erfahrung und wechseln nicht in die Politik. Bitte bedenken Sie, wenn Frau Petry mit ihrem relativ kleinen Unternehmen auch nur halbwegs erfolgreich gewesen wäre, wäre sie jetzt nicht Parteivorsitzende mit (vergeblichen) Ambitionen auf die Kanzlerschaft. In der Anfangszeit der AfD kannte ich mehrere Personen und jetzt immer noch welche, die nur deshalb nicht aktiver wurden, weil die finanziellen Einbussen selbst mit einem Bundestagsmandat für sie zu groß gewesen wären, während viele andere nur wegen der Diäten in die Politik drängen. Das nennt man adverse Selektion, die politisch sehr relevant ist und gleich mehrere große Probleme des Parteienstaates zu erklären vermag.

      Wenn ich noch Parteifunktionär wäre, würde ich öffentlich anders argumentieren (ohne zu lügen) bzw. über solche Schwächen der eigenen Parteiführung schweigen. Schon als einfaches Parteimitglied kann man nicht so offen wie ich hier über mögliche Wahlempfehlungen für verschiedene Parteien diskutieren, sondern nur entweder die Wahl der eigenen Partei empfehlen oder gar keine Empfehlung abgeben. Das ist allerdings ein Grund mehr dafür, sich nicht parteipolitisch zu binden, zumindest wenn man nicht sehr stark von einer Partei, deren Programm und Spitzenpersonal überzeugt ist.

      • Haben Sie noch Kontakt zu Frank Schäffler? Das war der mutigste Mann in der FDP. Wenn ich richtig gelesen habe, kandidiert er als Bundestagskandidat im Wahlkreis Minden-Lübbecke I und auf Platz 10 der FDP Landesliste NRW zur Bundestagswahl. Hätte er damit Chancen wieder in den Bundestag zu kommen, wenn die FDP knapp rein kommt?

      • “ . . .Gute Unternehmer können auch insolvent gehen, aber sie bleiben dann Unternehmer (außer wenn sie dafür zu alt sind) mit mehr Erfahrung und wechseln nicht in die Politik. Bitte bedenken Sie, wenn Frau Petry mit ihrem relativ kleinen Unternehmen auch nur halbwegs erfolgreich gewesen wäre, wäre sie jetzt nicht Parteivorsitzende mit (vergeblichen) Ambitionen auf die Kanzlerschaft . . .“
        – Keine zwingende Argumentation. Ich habe mir heute die Reden von Petry und Meuthen mittels Youtube angehört. Die Rede von Petry konnte man von Anfang bis Ende mit Spannung verfolgen; von Meuthen war eigentlich nur populistisches Geschwätz zu vernehmen- welches gleichwohl mit stehendem Beifall belohnt wurde. Hoffentlich bedient er seine Studenten besser. In der AfD haben kluge Köpfe seit 2015 wenig Chancen. Qualifizierten Persönlichkeiten gönne ich gern eine Chance zum Broterwerb in der Politik, vor allem wenn Mitläufer aus anderen Parteien verdrängt werden.

      • Welche Argumentation ist schon absolut zwingend? Haben Sie denn eine relativ bessere anzubieten? Welche qualifizierten Persönlichkeiten sehen Sie denn in der AfD, wenn Ihnen schon Herr Meuthen nicht gefällt? Ich habe beide Reden nicht gehört. Es scheint aber so zu sein, dass die Oberopportunisten Frauke Petry nun die Rolle einnimmt, die Bernd Lucke im Sommer 2015 besetzte. Es ist eben leichter, Leuten nach dem Mund zu reden, als sie mit guten Argumenten zu einer besseren Einsicht zu bringen, wobei sie und vor allem ihr Mann eben auch keine glaubwürdigen Vertreter eines bürgerlichen Kurses sind.

      • “ . . .Welche Argumentation ist schon absolut zwingend? Haben Sie denn eine relativ bessere anzubieten? Welche qualifizierten Persönlichkeiten sehen Sie denn in der AfD, wenn Ihnen schon Herr Meuthen nicht gefällt? . .“
        Nun, ich behaupte einfach mal, dass ein einmal gescheiterter Unternehmer durchaus ein guter Politiker werden kann, dass ein Scheitern nicht zwingend zum Broterwerb in der Politik führen muss, dass das Durchsetzen politischer Ideen von Allgemeininteresse mit dem Streben nach Broterwerb in der Politik vereinbar ist. Natürlich steht eine anderslautende subjektive Bewertung jedermann frei, passt aber eigentlich – jedenfalls nicht in dieser Wiederholung – in ein Forum, in dem um zweckmässige Politik-Gestaltung gerungen wird. Übrigens ist in diesem Zusammenhang auch die hohe Zahl von Studienabbrechern bei den Grünen in Spitzenpositionen interessant.

        Nun die interessante Frage nach den Führungskräften in der AfD.
        Die AfD hat die Führungskräfte, die die Strömungen in der Partei widerspiegeln. Mir ist das 2015 in Essen wie bei dem Nominierungsparteitag zur Europawahl in Aschaffenburg (Echo zum Auftritt von Marcus Pretzell) deutlich geworden. Da ist eine Wechselwirkung vorhanden. Ich kenne keine Führungskraft, die Integration bewirken könnte- deshalb hat sich Meuthen in Allgemeinplätze ohne Außenwirkung geflüchtet.
        Petry hat den Versuch unternommen, mit einer eigentlich deklamatorischen Satzungsergänzung eine gemeinsame Plattform zu erzeugen. Dass ihr auf diesem Wege die Mehrheit nicht folgen wollte, hängt eben einfach damit zusammen, dass in verschiedenen Teichen von unterschiedlichen Anglern gefischt wird. Deshalb ist die AfD in der Außenwirkung eine Protestpartei.

      • Leider erkenne ich keine andere Argumentation, sondern nur Allgemeinplätze, die niemand bestreitet. Alles ist möglich, es gibt nur Wahrscheinlichkeiten. Auch gescheiterte Unternehmer und Studienabbrecher können gute Politiker werden, aber ist die Wahrscheinlichkeit dafür wirklich höher als für erfolgreiche Unternehmer und Akademiker? Das hängt natürlich auch davon ab, wen man nach welchen Maßstäben für einen guten Politiker hält. Erstere halten vielleicht einfach länger durch, weil sie schlechtere andere Optionen als letztere haben. Hinzu kommt, dass Intelligenz wohl auch in der Politik eher von Vorteil ist, Ehrlichkeit aber nicht. Skrupellosigkeit nutzt, was halbseidene Personen begünstigt. Reines Mitläufertum ist auch sehr gefragt, während eigene Ideen und Initiative sogar an der Spitze eher hinderlich sind. Ich halte solche Zusammenhänge sowie mögliche Gegenmaßnahmen für wichtig und lasse mir in meinem eigenen Blog die Themen nicht vorschreiben.

        Wenn alle Flügel anteilig repräsentiert würden, wäre doch eigentlich alles in Ordnung. Ich habe allerdings eher den Eindruck, dass es in der AfD gar keine verschiedenen Flügel (mehr) gibt, sondern nur noch Clans, die sich um verschiedene Führungsfiguren scharen. Frau Petry und vor allem Herr Pretzell sind doch nicht bürgerlicher als Herr Gauland oder Herr Meuthen. Die Clans kämpfen verbittert um Einfluss und Pfründe, wobei jeder möglichst alles für sich will. Dabei hat es Frau Petry einfach überreizt, weshalb sie demnächst mit nichts gehen dürfte. Ich bezweifle stark, dass sie noch bis zur Bundestagswahl durchhält.

  11. Petrys „Zukunftsantrag“ ist schon Vergangenheit.
    Auch dem Spitzenteam wird sie nicht angehören.
    Höcke wurde aber auch nicht gleich die erhoffte Absolution erteilt.

    Also Dämpfer für beide, aber vor allem eine Niederlage für Petry, die die Partei eben doch nicht nach Merkel-Art überall hinführen kann, wohin sie will. Dazu ist in der AfD die Parteibasis (noch) viel zu stark.

    • Meine Prognose von gestern um 9:04 ist voll eingetroffen. Nun ist Meuthen der starke Mann. Er hat eine große Rede gehalten und zu Recjt standing ovations bekommen. Petry hat sich mit ihrem Statement nach der Meuthen Rede ins Abseits gestellt und ich bin überzeugt, dass ihre Tage als Vorsitzende gezählt sind. Sie will und wird natürlich in den Bundestag einziehen, aber Fraktionsvorsitzende kann sie nicht mehr werden. Ich dneke, Gauland ist eine Übergangslösung und in der zweiten Reihe stehen auch gute Leute wie z.B. Peter Böhringer aus Bayern.

      • Ich überprüfe meine Haltung zur AfD mit der Frage, ob und mit welchen Argumenten ich diese Partei heute noch – wie damals z.B. mit der Initiative 10 H – meiner verbliebenen Mandantschaft verkaufen könnte. Es ist aber so, dass die Partei mit ihrer Clanwirtschaft (Prof. Dilger) nicht in der Lage ist, neben der Flüchtlingsproblematik weitere wichtige Themen nach vorn zu rücken. Und zur Flüchtlings-Situation hat die FAZ festgestellt, dass wieder ein größerer Teil der Bevölkerung sich hinter Merkel stellt. Da geht es nicht um Geschichtsschreibung, sondern um Schadensbegrenzung in gegebener Situation. Meuthen hat gestern die Reihen der Gesinnungsfreunde mit der Beschreibung der Flüchtlings-Massierung in Siedlungsgebieten wieder fest geschlossen und auch den einen oder anderen Wähler von außerhalb erreicht. Petry hatte noch versucht, neben der eigentlich deklamatorischen Ergänzung der Parteisatzung ein Thema von allgemeinem Interesse, die Rundfunksteuer, zu befördern- vergeblich wegen des Schwerpunkt- Interesses am Konflikt in der AfD.
        An Petrys Stelle würde ich auch nicht zurücktreten, sondern erst mal die Ergebnisse der Landtagswahlen und der nächsten Wählerumfragen abwarten.
        Nein -mir fällt derzeit leider kein Verkaufsargument für die AfD ein.

      • Petry hat hoch gepokert und haushoch verloren!

  12. Habe heute einige Stunden des Parteitages auf TV Phönix mit verfolgen können. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es in der Partei kaum welche gibt, die erweiterte Sachkenntnisse haben. Dabei habe ich Geschichtskenntnisse schon ausgeschlossen. Ganz ehrlich bin ich froh, damals nach Essen ausgetreten zu sein. Will die Themen nicht vertiefen, ständig geht es bei der AfD nie um Sachpolitik, Personalpolitik steht stets im Vordergrund, dazu brauch man ja keine Partei. Ich kann die Namen nicht mehr hören, aber man muss 4000 Polizisten auf die Straße stellen, um diesen Unsinn zu schützen. Es wird Zeit, dass wieder gute Handwerker in die Politik kommen.

    • 4000 Polizisten sind nur den hohen Mobilisierungsgrad der treuen Linksgruenen Demagogen und Chaoten zu verdanken. Antifa, Gewerkschaften, MLPD, Kirchen und auch die Etablierten, alle arbeiten fleissig um Deutschland zu destabilisieren und Aenderungen zu verhindern. Auch eine echte konservative Partei mit Nobelpreistraeger an der Spitze waere Ziel der fanatischen Angriffe!

      Die unstabile Intrigantin Frau Petry und Co. verdient demontiert zu werden. Allerdings nur unserioese Kamikazen veranstalten solche Spektakel kurz vor wichtigen Wahlen inkl. BTW.

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