Terroranschlag in Dortmund auf BVB-Bus

Gestern Abend wurde ein Anschlag mit drei Sprengsätzen auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund beim Mannschaftshotel verübt (siehe „Was über den Anschlag auf den BVB-Bus bekannt ist – und was nicht“). Dabei wurden der Spieler Marc Batra und ein Polizist verletzt. Es hätte aber auch viel mehr Verletzte oder sogar Tote geben können. Am Tatort gab es drei islamistische Bekennerschreiben und später im Internet ein linksextremistisches. Letzteres ist am wenigsten glaubwürdig, doch auch die drei anderen sind zumindest ungewöhnlich (siehe „Das Rätsel um die drei identischen Bekennerschreiben“).

Wer auch immer die Täter sind, eine solche Tat ist in jedem Fall abzulehnen, was Terroristen leider nicht beeindruckt, sondern noch anspornt. Deutschland ist in den letzten Jahren weniger friedlich und unsicherer geworden. Direkt verantwortlich sind stets die Täter, doch auch unsere Regierungen im Bund und Land tragen eine Mitverantwortung für diese Entwicklung.

Das für gestern angesetzte Champions League-Spiel gegen AS Monaco wurde auf heute verschoben und dann von Borussia Dortmund 2:3 verloren (siehe „Dortmund verliert daheim gegen Monaco“). Vielleicht lässt sich das in einer Woche beim Rückspiel in Monaco noch drehen, doch wichtiger ist es, dass es den Verletzten bald wieder besser geht.

63 Gedanken zu „Terroranschlag in Dortmund auf BVB-Bus

  1. Ich empfehle einen Beitrag von Holger Douglas in TE Blog v. 10.4. Man kann sich in Deutschland auf schwedische Verhaeltnisse vorbereiten. Hoffentlich gut vorbereiten und organisieren. Sozialisten, protestanten, Gutmenschen und eine rot-gruene Regierung signalisieren Untergang!

    NRW hat auch eine rot-gruene Regierung und einen inkompetenten Versager als Innenminister! Dadurch ich NRW vorbestimmt fuer Terror und Chaos. Vielleicht muesste man die (ex-) Bergarbeiter mehr fuer Law and Order involvieren! Rechtsstaat wird immer wehrloser!

  2. Für mich sieht der Anschlag derzeit noch nicht wie das Werk von Islamisten aus. Ziel, Ausführung und was über das Bekennerschreiben bekannt gegeben wurde deuten nicht darauf hin. Einen unpolitischen oder gar rechtsextremen Hintergrund würde ich deshalb nicht ausschließen.

    Es ist ja ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis
    a. Links- und Rechtsextremisten auch anfangen Bomben zu legen,
    b. politisch motivierte false flag-Aktionen ausgeführt werden, um sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben,
    c. (unpolitische) Trittbrettfahrer aufspringen.

    Der Unterschied wird in der politischen Reaktion sichtbar werden. Während das Establishment moslemischen Terrorismus schon jetzt als „Lebensrisiko“ (Martin Schulz) verharmlost und gewaltbereite linksradikale Gruppen über den sogenannten „Kampf gegen rechts“ sogar staatlich mitfinanziert werden, würde bei rechtsradikalem Terrorismus der Hammer der Macht sofort auf das ganze deutsche Volk niederschlagen und Rufe nach einer zweiten Denazifizierung laut werden. Die Denk- und Organisationsstrukturen sind dafür ja alle bereits längstens angelegt. Die Eliten warten nur darauf, daß rechter Terror endlich auch passiert, in linken Kreisen geradezu sehnsüchtig.

    • Es gibt keine richtigen oder falschen Attentäter, aber Attentäter aus dem rechtsextrem Spektrum würde der politischen Diskussion in Deutschland nicht gut tun und vor allem der AfD schwer schaden.

      Gegen eine Tat unter falscher Flagge spricht für mich die Radikalität des Angriffes. Die Täter wollten töten und das die zweitgrößte Bundesligamannschaft. MMn. ist das ein zu hoher Preis. Der BVB ist jetzt ja kein spezielles Feindbild von Rechtsextremen und sehr beliebt in der Bevölkerung, vermutlich auch unter Rechtsextremen. Da gleich mit einem Bombenattentat mit Metallstäben zu beginnen, ist für meine Vorstellungskraft zu groß. Für rivalisierende Fans ohnehin, so weit geht die Feindschaft dann doch nicht. Das waren Profis und kein besoffener Pöbel.

      Andererseits erfordert so ein Angriff schon auch Kenntnisse über die Abläufe von Bundesligamannschaften, das hat ein Allerweltsflüchtling wohl eher nicht.

      Ich tippe eher auf einen islamistischen Anschlag, durchgeführt von einer Person, die schon seit einigen Jahren in Deutschland lebt. Dazu würde dann auch das Bekennerschreiben passen. Dort unten ist ja schon länger irgendwo Krieg, da konnte man auch schon vor 10 Jahren lernen, wie man Bomben baut. Und es würde auch erklären, warum es wohl keinen direkten IS-Kontakt gab.

      • Kein Terroranschlag tut dem Land und der politischen Diskussion gut. Allerdings setzt insbesondere gegenüber islamistischen Anschlägen bereits eine gewisse Abstumpfung ein. Ich kommentiere doch auch längst nicht mehr jeden Anschlag (diesen nur, weil er in Dortmund stattfand und sich symbolträchtig gegen den BVB wandte).

        Islamisten haben ihre eigene verquere Weltsicht, während Rechts- wie Linksextremisten doch eigentlich behaupten, sich für das Volk bzw. die normalen Menschen einzusetzen. Da machen Anschläge gegen diese Menschen doch überhaupt keinen Sinn. Vielleicht lohnt ein falsches Bekennerschreiben, um seine Gegner zu diskreditieren, doch in der Regel wird es als solches erkannt. Die Durchführung eines realen Bombenanschlags ist auf jeden Fall kontraproduktiv, auch wenn das vielleicht nicht jeder Depp begreift.

  3. Meiner Meinung nach sind die Präventivmaßnahmen gegen den Terror in unserer Republik bislang ohne jeglichen Erfolg. Man stellt sich einfach die Frage, warum gibt es immer mehr einen höheren Reiz bei denen, die Terror ausüben trotz aller schon erfolgten Maßnahmen oder gerade deswegen.
    Erste wirksame Maßnahmen wären gelockerte Bedingungen für eine Ausweisung aus unserem Land. Rigorose Maßnahmen sind richtig, wenn Leib und Leben für uns und unsere Kinder geschützt werden müssen. Wir müssen die Schranken für eine Ausweisung abbauen.
    Was die innere Sicherheit in Deutschland angeht, mache ich jetzt mal keine Werbung für meine Partei.

    • Noch besser ist die s.g. „Schutzsuchenden“ an der Grenze, nach ad hoc Ueberpruefung abzuweisen! Oder moechte die Deutsche Bevoelkerung weiter fuer Dumm verkauft werden und noch dafuer teuer bezahlen?

      • Richtig, zuerst müssen die Grenzen wieder ordnungsgemäß kontrolliert werden, sonst nützen Ausweisungen auch nicht viel. Von hier dauerhaft lebenden Ausländern ist eine gewisse Integration zu erwarten. Insbesondere wer durch Gewalt(bereitschaft) auffällt, sollte konsequent abgeschoben und nicht mehr ins Land gelassen werden. Man könnte auch Gefängnisse outsourcen statt Kriminalität insourcen.

  4. Die „linksunten“ Internetseite, wo das linksextreme Bekennerschreiben veröffentlich wurde, ( dort wird ja nichts durch eine Moderation freigeschaltet) behauptet, das sei ein von Nazis gefälschtes Bekennerschreiben.
    So laute das Bekennerschreiben:

    “ Wir haben heute den Bus des BVB mit eigens hierfür angefertigten Sprengsätzen attackiert. Der Bus ist hierbei ein Symbol für die Politik des BVB, die sich nicht genügend gegen Rassist_innen, Nazi_innen und Rechtspopulist_innen einsetzt. Im Gegenteil dürfen seit Jahren auch Mensch_innen mit einer menschenverachtenden Gesinnung ins Stadion, anstatt lokale Antifaschist_innen zu Rate zu ziehen, um solches Gedankengut aus dem Stadion zu verbannen. Der Bus war hierbei nur ein Symbol und keinesfalls waren die Spieler_innen Ziel dieser symbolischen Tat, jedoch auch sie taten in der Vergangenheit zu wenig für eine antifaschistische Stadionszene. Kein Fußbreit den Faschist_innen! Antifa heißt Angriff! Deutschland verrecke!“

    Naja beim ersten Durchlesen könnte man ja denken das ist der von der Antifa, aber wenn man es nochmals liest, wirkt das dann doch eher so als wollten Rechtsextreme die Antifa nachäffen.
    Insbesondere der Satzteil “ anstatt lokale Antifaschist_innen zu Rate zu ziehen“. Die Antifa will sich als Ratgeber des BVB aufspielen, wird nicht gehört und macht deshalb einen Anschlag, wirkt etwas eigenartig.

    • Das Schreiben ist nicht plausibel. Doch die Antifa ist tatsächlich gewaltbereit und würde auch den Tod von Menschen in Kauf nehmen. Ich halte es für einen Skandal, dass sie bzw. offen mit ihr sympathisierende Gruppen auch noch staatlich gefördert werden. Grüne, Linke und SPD sollten sich daraufhin einmal ihre Jugendorganisationen anschauen, statt gegen demokratische Parteien zu hetzen.

      • Die staatliche Finanzierung der AntiFa im angeblichen Kampf gegen Rächtz muss aufhören! Wie kann es sein, dass mit Staatsmitteln gezielt eine politische Richtung bekämpft wird? Politische Bildung und Aufklärung muss in Schulen und durch die Bundeszentrale für politische Bildung und nicht durch radikale Grüppchen wie der früheren Stasi-Tante Anette Kahane mit ihrer linksextremen Antonio-Stiftung und anderen erfolgen!

      • Eine demokratischer Rechtsstaat sollte nur extremistische Verfassungsfeinde völlig unabhängig von ihrer politischen oder religiösen Ausrichtung bekämpfen. Bestimmte, teilweise sogar gewalttätige Extremisten gegen andere politische Auffassungen einzusetzen, ist hingegen weder rechtsstaatlich noch demokratisch, kommt jedoch leider inzwischen in Deutschland vor. Das zeigt, wie weit sich manche Parteien inzwischen vom Grundgesetz entfernt haben, welches sie nur noch in Sonntagsreden loben.

      • Eine demokratischer Rechtsstaat sollte nur extremistische Verfassungsfeinde völlig unabhängig von ihrer politischen oder religiösen Ausrichtung bekämpfen. Bestimmte, teilweise sogar gewalttätige Extremisten gegen andere politische Auffassungen einzusetzen, ist hingegen weder rechtsstaatlich noch demokratisch, kommt jedoch leider inzwischen in Deutschland vor. Das zeigt, wie weit sich manche Parteien inzwischen vom Grundgesetz entfernt haben, welches sie nur noch in Sonntagsreden loben.

      • Es ist ein Versäumnis der CDU, daß sie dagegen nichts unternommen hat. Das zeigt, daß die „Konservativen“ Angst vor der linken Presse haben und Metapolitik überhaupt nicht verstehen.

      • Meiner Ansicht ja, deswegen ja auch die Verlegenheits-Anführungszeichen. Die CDU ist eine Linkspartei geworden, nachdem sie das halbe Parteiprogramm der Grünen durch den Kopierer gezogen hat.

  5. Da gibt es eine Reihe von Ungereimtheiten. Auf der einen Seite die professionelle Bombe aus hochexplosivem Sprenstoff mit Fernzündung, auf der anderen Seite das seltsame Bekennerschreiben des IS und der geringe Schaden. Die Täter haben wohl den Tod und schwere Verletzungen von Menschen in Kauf genommen, aber den Anschlag nicht in diese Richtung „optimiert“. Wäre die Bombe innerhalb einer großen Menschenmenge oder etwa auf einem Gleis vor einem voll besetzten Fernzug gezündet worden, hätte es hunderte oder sogar tausende von Toten gegeben.
    Ich vermute, dass da mehr im Hintergrund läuft, als wir erfahren. Wahrscheinlich war es eine ernste Warnung an die Regierung. Die Täter wollten zeigen wozu sie in der Lage. Ich nehme nicht an, dass die Täter gefasst werden. Die Regierung wird wohl ganz oder telweise auf ihre Forderungen eingehen, vielleicht verhandelt sie schon im Geheimen über einen Teilrückzug aus Syrien und Geldzahlungen.

    Bomben am Strassenrand mittels Fernsteuerung gezündet kennt man bisher nur aus Afghanistan, dem Irak oder Syrien. Wenn wir nun Terroristen im Land haben, die dazu fähig sind, dann hat die BRD-Regierung keine andere Wahl als sich deren Forderungen zu unterwerfen. Danke Merkel – wir schaffen das.

    • Sich Forderungen von Terroristen zu beugen waere fatal und nicht akzeptabel. Es waere ein Verrat und Untergang Deutschlands.
      Normale Reaktion waeren Gesetzesaenderungen wo erforderlich und ein entschlossener, professioneller Kampf in extremisten und islamisten Millieus! Warum denkt man in Deutschland nicht ueber vorgezogene Wahlen, Situation ist seit Jahren nicht mehr normal.

      • Ein Rechtsstaat darf sich Terroristen nicht beugen, was nicht ausschließt, dass unsere Regierung es nicht doch tut. Wahlen bringen da leider nichts, ob nun vorgezogen oder regulär im September. Aller Voraussicht nach bleibt Frau Merkel Kanzlerin und regiert weiter mit der SPD, während die AfD-Spitze sich nur zankt, statt ordentliche Oppositionsarbeit zu machen.

      • Hoffen wir auf ein Ende von Petry nächste Woche und auf eine Übernahme von vernunftbegabten Bürgerlichen. Die öffentliche Mittteilung von Klonovosky könnte Petry den Todesstoß verabreicht haben. Ich denke, dass spätestens jetzt viele Unentschlossene aufgewacht sind.

        Petry wird sich hoffentlich in keinem Spitzenteam wiederfinden.

      • Es ist nicht klar, ob sich die Bürgerlichen in der AfD durchsetzen oder zumindest in ihr bleiben werden, doch mit Frau Petry und Herrn Pretzell ist das langfristig ausgeschlossen, ohne sie zumindest möglich, wobei er zumindest in NRW schon fast alle vergrault hat und auch nicht zurück möchte.

      • Ich bin auch kein Fan von Petry, aber wer sollte sie ersetzen? Ein Spitzenteam wäre für die BTW die beste Lösung, aber man kann Petry keinen Vorwurf machen, daß die anderen sich nicht zu einer Spitzenkandidatur trauen. Es ist die Aufgabe der anderen, den Politiker mit dem größten Antrieb und Machtwillen in der Partei einzuhegen. Hätte Petry nicht gegen Höcke allerschwerstes Nazigeschütz nach Altparteienart aufgefahren, könnte ich mir ihr sogar über die BTW hinaus leben, solange sich kein eindeutig qualifizierterer Bundessprecher findet. Aber jetzt ist etwas im Busche: https://www.welt.de/politik/deutschland/article163711070/AfD-Verschwoerer-wollen-alleinige-Petry-Kandidatur-verhindern.html

      • Die Mitglieder hatten mehrheitlich beschlossen, dass sie ein Spitzenteam und keine einsame Spitzenkandidatin wollen, was erst mit dem Verfahren der konkurrierenden Teams und jetzt mit Anträgen zum Delegiertenparteitag unterlaufen wurde. Wie als Bundeskanzler jeder und jede besser wäre als Frau Merkel (sogar Frau Petry, auch wenn das völlig unrealistisch ist), so wäre in der AfD tatsächlich jeder und jede andere besser an der Spitze als Frau Petry (sogar Frau Merkel…).

      • Ja, wobei dann vielleicht doch eine Fallunterscheidung nötig ist, wie das kontrafaktische Szenario genau aussieht. Wenn sonst alles wie jetzt wäre und Herr Höcke trotzdem irgendwie Kanzler würde (z. B. durch einen schlechten Scherz der Abgeordneten), dann könnte er viel weniger Schaden anrichten als Frau Merkel oder selbst Herr Schulz. Würde hingegen Herr Höcke mit seinen Positionen erst die komplette AfD übernehmen und dann die absolute Mehrheit bei der Bundestagswahl erringen, dann würden wir in einem ganz anderen Land leben bzw. ich nicht mehr.

      • Petry kann und darf nicht bleiben, weil sie ein Unruhestifter ist und nur für Unfrieden sorgt. Sie wird die Partei von innen zerstören Sie geht über Leichen und ihr liegt nichts an der Partei, sie möchte nur sich selbst im Licht sehen. Solche Leute sind der sichere Tod für jede soziale Gruppe, sie zerstören völlig die Gruppendynamik.

        Es gibt eine Reihe von Leuten, die allesamt besser sind als Petry. Der Vorschlag Gauland und Weidel gefällt mir durchaus. Gauland spricht das Kernklientel an und sorgt dafür, dass die AfD sicher und eindeutig über 5 Prozent kommt. Auch schafft er es nicht ausfällig zu werden. Weidel spricht die Wechselwähler von CDU/SPD/FDP an, die ein frisches und nettes Gesicht möchten.

        Allein der ausbleibende Unfrieden sorgt für mehrere Prozentpunkte Gewinn. Mit Petry wird diese Partei nie zur Ruhe kommen.

      • Wenn sich die Flügel zusammenraufen und Frau Weidel sowie Herrn Gauland gemeinsam aufstellen, dann profitiert die AfD davon, während Frau Petry nur ihren Gatten neben sich duldet und sonst niemand.

      • „Mit Petry wird diese Partei nie zur Ruhe kommen.“

        Das stimmt leider.
        Aber schon beim Alternativpersonal scheiden sich die Geister.
        Weidel wirkt unterkühlt wie ein Eisblock und als ich das erste Mal ihre Stimme hörte, bin ich unwillkürlich zusammengezuckt. Sie mag ja fachlich qualifiziert sein, aber sie ist keine Politikerin, die die Herzen erreicht, und auch sicherlich kein ideales Talkshowmaterial.

      • Wer ist schon ideal? Frau Petry ist in Talkshows auch nicht so großartig, wie sie meint, und ihr Mann kann überhaupt nicht mit Journalisten.

      • Ein Unterschied zwischen Gauland und Hoecke ist nur scheinbar!
        Gauland ist nur vorsichtiger aber vertritt gleiche AfD-Schicht!
        Was Hoecke angeht , die Geschichte mit Ledig wird immer undurchsichtiger aber auch belangloser, besonders mit zweifelhaften Zeugen!

      • Ein AfD-Spitzenduo Gauland/Weidel hat meine Unterstützung. Dann ist Mann/Frau, Alt/Jung, Ost/West und Konservativ/Liberal vertreten. Petry hat sich selbst ins Aus manövriert, seit sie nur noch auf ihren Mann Pretzell hört. Der Fall Klonovsky hat jetzt für mich das Fass jetzt zum Überlaufen gebracht. Sie schadet der Partei wie Höcke, der zum Glück jetzt den Mund hält.

      • Irgendjemand hat es hier mal so ausgedrückt: Höcke hat wenigstens ein bisschen Demut. Das stimmt, aber leider nie sehr lange. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem er sich wieder erneut in Ekstase reden wird.

        Die Wahlumfrage aus Thüringen zeigt, dass Höcke dort weiterhin beliebt ist. Ginge er, würde man Wähler verlieren. Auf der anderen Seite könnte man aber auch wieder andere Wähler gewinnen. Kurzfristig wären das mit Sicherheit weniger als der Verlust an Höcke-Wählern, langfristig könnte das aber durchaus anders aussehen.

        Am sinnvollsten wäre es wohl, dass sich das Ausschlussverfahren bis nach der Wahl zöge. So hätte man für beide Seiten etwas anzubieten.

        Kurzfristig muss man erst das Petry-Problem lösen. Die Lösung dafür ist am Samstag nächster Woche zum Greifen nahe.

        Mit Weidel und Gauland hätte man ein gutes Spitzenteam, das in der Lage wäre viele Wähler anzusprechen. Kehrte in die Partei Ruhe ein, wären auch wieder 15 Prozent denkbar. Mit Petry wird das nie gelingen.

      • Danke, FrancoM.,
        Klonovskys Artikel ist sehr instruktiv!
        Natuerlich waere Petry nichts Wert wenn sie nur blind Pretzell folgen wuerde. Die Wahrheit aber ist noch schlimmer.
        Ihre Charakterdchwaeche und Unzuverlaessigkeit haben sich schon frueh bei Intrigen und Manipulationen gegen Prof. Lucke gezeigt. Petrys krankhafte Ambitionen sind einer der Gruende warum es zu Spaltung und Grundausrichtungsaenderung kam. Da helfen auch keine Chancen wie Migrationsskandal !

      • Frau Petry war von Anfang an ein Problem, während Herr Lucke sie erst groß gemacht hat. 2015 stand sie bereits unter dem Einfluss von Herrn Pretzell, der in mehrfacher Hinsicht noch schlimmer ist als sie. Mit den beiden ist keine Partei zu machen, schon gar keine seriöse bürgerliche Partei.

    • Die Hinweise verdichten sich, dass der Anschlag eine Warnung an die BRD-Regierung war.

      http://www.focus.de/politik/deutschland/bvb-anschlag-im-news-ticker-erhebliche-zweifel-an-echtheit-des-bekennerschreibens_id_6961263.html

      „Steckt ein ausländischer Nachrichtendienst hinter der Bombenattacke?

      Die Bomben seien durch einen militärischen Zünder ausgelöst worden. Diese seien in Deutschland aber nicht ohne Weiteres zu beschaffen. Die Behörden schließen daher nicht aus, dass ein ausländischer Nachrichtendienst hinter den Anschlägen stecken könnte.“

      Auf pi-news gab es schon letztes Jahr einen Artikel, dass die „Flüchtlingswelle“ durch Ex-Jugoslawien führt, wo militärische Ausrüstung einfach zu beschaffen ist. Dazu kam und kommt wohl immer noch, dass die sogenannten Flüchtlinge oft keine Pässe haben und auch nicht durchsucht und erkennungsdienstlich behandelt werden, oder jedenfalls in der Vergangenheit nicht wurden. Nichts einfacher als aus dem Nahen Osten oder Nordafrika einige Leute mit entsprechender Ausbildung und Geld los zu schicken.
      Ich fasse diese Verantwortungslosigkeit immer noch nicht: Die Grenze aufmachen und unkontrolliert junge Männer aus einem Kriegsgebiet in’s Land zu lassen.

      • Ja, selbst wenn man alle echten Flüchtlinge der Welt aufnehmen wollte, dürfte man doch nicht jeden völlig unkontrolliert ins Land lassen, wie Frau Merkel es angeordnet hat. Bei dem Anschlag ist fast alles möglich, was vor zwei Jahren noch nicht so gewesen wäre. Terroranschläge gab es leider auch schon vorher, doch es waren weniger und die Motivlage klarer.

  6. Auch wenn Petry (und ihr Gatte) derzeit unter enormem Beschuss von allen mögliche Seiten stehen, haben sie noch keinesfalls verloren. Es kann ja sein, dass sich die Delegierten beim BPT knapp für einen einzigen Spitzenkandidaten entscheiden und damit gegen das Online-Mitgliedervotum; und wenn dann im „Kampf eins gegen eins“ Petry keinen ganz starken Kontrahenten hat (wie vielleicht doch Gauland), kann sie sogar noch alleinige Spitzenkandidatin werden, knapp getragen durch die großen Westverbände wie NRW u.a. – Selbstverständlich wäre eine von P&P dominierte AfD ebenso wenig eine tolle Vorstellung (siehe z.B. den Beitrag von Hrn. Klonovsky) wie eine Dominanz von Höcke&Co.

    • Frau Petry hat durchaus Chancen, die Mehrheit der Delegierten hinter sich zu versammeln. Die Frage ist, ob sich auch bundesweit die Mitglieder solche Praktiken gefallen lassen wie in NRW.

    • Der Parteitag kann sich auf gar keinen Fall gegen das Mitgliedervotum stellen. Die AfD-Basis ist sehr sensibel, wenn sie merken sollte, dass ihre Führung nicht mehr zuhört!

      Frau Petry wird schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht die Brocken hinwerfen, selbst wenn sie ins zweite Glied zurück muss. Sie kann sich auf ihre sächsische Spitzenkandidatur zurück ziehen und wäre mit einem blauen Auge davon gekommen. Vorstandswahlen stehen in Köln sowieso nicht an.

      Herr Pretzell ist angezählt! Der Fall Klonosvsky steht beispielhaft für seine mangelhafte Teamfähigkeit. Wenn die AfD in NRW den Landtagseinzug nicht oder nur knapp schafft, ist er weg.

      • Zumindest Herr Pretzell hat schon bewiesen, dass ihm das Votum der Mitglieder völlig egal ist. Ich fürchte, dass er in den Landtag einzieht, aber das Ergebnis ansonsten fast so schwach ausfällt wie der Wahlkampf.

  7. Man kann Höcke kritisieren, wie man will, aber er ist erfolgreich in Thüringen. In den Umfragen verliert die AfD dort im Gegensatz zum Bundestrend kaum Boden: http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/thueringen.htm. Ich glaube, dass einerseits die Landtagsfraktion dort gute Arbeit macht, das heißt Unstimmigkeiten der Landesregierung anspricht (auch durch kluge Provokationen im Landtag) und viele Bürgerdialoge macht. Andererseits ist Rot-Rot-Grün nicht sonderlich beliebt und die CDU macht zu wenig wirkliche Opposition.
    Übrigens hat sich Höcke mehrmals von der Dresdener Rede distanziert, das nur nebenbei.

    • Ehrlich gesagt habe ich nicht verstanden, warum Höcke auf ein Bundestagsmandat absichtlich verzichtet hat. Trump hat doch gezeigt, daß man Erfolg gerade damit haben kann, daß man die veröffentlichte Meinung völlig ignoriert und das Establishment direkt angreift. Die Wähler in Thüringen scheinen das auch so zu sehen.

      • Bundesweit würden dadurch jedoch mehr Wähler verschreckt als gewonnen. Vielleicht ist Herrn Höcke als tatsächlich am Wohl der AfD gelegen, was man von Frau Petry und ihrem Mann leider nicht behaupten kann.

      • In der Situation, die sich nach Höckes Rede ergeben hat, trug sein (schon vorher erfolgter) Verzicht sicherlich zur Entspannung bei. Aber insgesamt ist es schon traurig, daß ein populärer Landespolitiker, der mehrere tausend Demonstranten mobilisieren kann und auch bundesweit über ein solides Maß an Unterstützung verfügt, nicht für den Bundestag kandidieren darf/soll, weil er aus dem erlaubten Meinungsfenster herausfällt. Währenddessen stellen die Grünen und Linken Ex-Maoisten, frühere Stasi-Spitzel und Inzucht-Befürworter (Ströbele, der allerdings jetzt nicht mehr kandiddiert) nach Belieben auf, ohne daß es die Presse interessieren würde.

      • Zunächst ist Höcke AfD-Landesvorsitzender in THÜ.
        Wenn er als solcher wilde Reden schwingt, müßte dies allein ein Problem des Landesverbandes Thüringen sein. Hier müßte überproportional die Zustimmung zur AfD einknicken. So sieht es aber scheinbar nicht aus.
        Stattdessen sind es fast ausschließlich West-Funktionäre, welche jammern, Höcke verschrecke die Wähler und treibe die Mitglieder aus der Partei.

        Wenn dem tatsächlich so wäre, dann bedeutet dies letztendlich auch, daß jene West-Funktionäre lediglich von ihrem eigenen Versagen ablenken wollen.
        Wer ist für die Mitgliederwerbung z.B. in Bayern verantwortlich? Herr Höcke?
        Oder nicht doch vielleicht eher Herr Bystron und die nachgeordneten Kreisvorsitzenden?
        Wer ist für die Außendarstellung der AfD-Bayern verantwortlich? Herr Höcke?
        Oder nicht doch vielleicht eher Herr Bystron und die nachgeordneten bayer. Funktionäre?
        Wenn nach einer Höcke-Rede im LV Bayern Mitglieder hinschmeißen und Wähler wegrennen, dann heißt dies zunächst, daß der LV Bayern ein großes Problem damit hat, intern gegenüber den Mitgliedern – und extern gegenüber den Wählern in Bayern zu vermitteln, wo er steht.
        Würde der LV Bayern nämlich gute Arbeit leisten, dann wüßte jedes Mitglied und jeder Bürger, daß die AfD-Bayern für X und Y steht, aber nicht für Z.
        Und daß nur im fernen Thüringen ein örtlicher Landesverband sich auch Z wünscht.

        In der CDU z. B. ist es gar kein Problem, zu vermitteln, daß die CDU für „Refugees welcome!“ steht, die CSU in Bayern aber nicht.
        Sind schon Abertausende von CDU-Mitgliedern und Wählern nur deswegen abgesprungen, weil Herr Söder und Herr Stoiber die Zuwanderungspolitik der Kanzlerin kritisiert haben?
        Nein – jeder weiß, daß wenn Stoiber von einer „durchrassten Gesellschaft“ spricht, dies allein eine Angelegenheit der CSU in Bayern ist, und z. B. mit Herrn Laschet nicht das geringste zu tun hat.

        Und in der SPD weiß jeder, daß Herr Sarrazin allein ein Problem des LV Berlin ist. Niemand käme auf die Idee, daß Sarrazin z.B. für die Bremer SPD steht.

        Die Westfunktionäre der AfD nutzen also nur Herrn Höcke als Sündenbock, um vom eigenen Versagen bei der Mitgliederwerbung und Außendarstellung abzulenken. Zum Teil auch, um vom Versagen bei der Aufstellung von vernünftigen innerparteilicher Strukturen (NRW) abzulenken.
        Denkfaulheit, Ideenlosigkeit, fehlende Tatkraft und interne Machtspielchen sind das eigentliche Problem der West-AfD – nicht Höcke.

        Ein wirklich gut geführter Kreis- oder Landesverband sollte auch dann kein Problem vor Ort haben, wenn Herr Höcke im fernen Thüringen sich einen einen schmalen Oberlippenbart wachsen lassen würde, um anschließend das „R“ zu „rrrollen“.

      • Für Bayern kann ich es nicht beurteilen. In NRW findet in der Tat keine ordentliche Parteiarbeit durch den Landesvorstand statt. Das hat mit Inkompetenz zu tun, aber auch mit der Strategie von Herrn Pretzell, allein innerparteiliche persönliche Netzwerke aufzubauen, wobei neue und kompetente Mitglieder nur stören.

        Trotzdem kann ein Landesvorsitzender natürlich die Ergebnisse auch in anderen Landesverbänden beeinflussen, insbesondere wenn er bundesweit auftritt, sei es real oder medial. Die CSU ist da kein guter Vergleich, weil sie eine eigenständige Partei ist. Am wichtigsten ist wohl, ob den Wählern klar ist, wofür eine Partei insgesamt steht. Das Ausschlussverfahren gegen Herrn Höcke soll das auf drastische Weise klarmachen, doch wenn es wie der Auflösungsbeschluss vom saarländischen Landesverband scheitert, ist die Botschaft eine ganz andere.

        Öffentlich ausgetragenen Streit mögen die Wähler in Deutschland gar nicht, so dass sich alle Beteiligten entweder zurückhalten müssten, was sie offensichtlich nicht können, oder die Sache in die eine oder andere Richtung entschieden werden muss. Das geschieht vielleicht schon nächstes Wochenende, könnte sich aber auch bis zur Bundestagswahl hinziehen mit entsprechenden Konsequenzen beim Ergebnis.

      • @ Dilger
        „Trotzdem kann ein Landesvorsitzender natürlich die Ergebnisse auch in anderen Landesverbänden beeinflussen, insbesondere wenn er bundesweit auftritt, sei es real oder medial.“

        Dann müßte die AfD THÜ, MV, SA derzeit auch massiv unter den Skandalen vom NRW-Brezel leiden. Tut sie das? Es scheint Mitglieder und Bürger bei der Beurteilung der dort wesentlich besseren Arbeit vor Ort überhaupt nicht zu interessieren. Niemand dort sagt: „weil NRW-Brezel ein Betrüger ist, wähle ich hier in THÜ nicht Herrn Höcke und die AfD“.

        Meines Wissens ist der Grund für den Niedergang der SPD auch nicht die Sarrazin-These vom „jüdischen Gen“, sondern hat wohl ganz andere Ursachen.

        Bayern hatte ich nur genannt, weil hier im Forum immer Herr Meister diese These vertrat. Diese These sagt also nichts über Herrn Höcke aus, aber umso mehr über mögliche Zustände im LV Bayern.

      • Die lautere und schrillere Botschaft verdrängt die leisere und vernünftigere. Dabei äußert sich Herr Pretzell kaum inhaltlich, und wenn er es doch tut, steht er Herrn Höcke überhaupt nicht nach, z. B. wenn er auf friedliche Flüchtlinge schießen lassen will oder mit der FN zusammenarbeitet. Rein landesinterne Probleme interessieren andernorts kaum, doch wenn ihm und seiner Frau der Rauswurf von Herrn Höcke gelingen sollte, wird das die Wähler in Thüringen sehr wohl beeindrucken, und zwar aller Voraussicht nach negativ.

      • Mit Herrn Meisters These meinte ich natürlich die „Höcke-ist-schuld“-These, nicht die von Sarrazin.

  8. Ich stimme Peterchens Mondfahrt zu. Ein wesentlicher Punkt ist, dass die AfD in Thüringen sehr bürgernah arbeitet. Das sieht man alleine schon, wenn man sich die Homepage von Höcke anschaut (etwas weiter unten auf http://www.bjoern-hoecke.de/bilder). Inhaltlich gibt es sowieso wenig Unterschiede zwischen Höcke und den so genannten liberalen AfD-Mitgliedern. Daher sollte man als Einheit zusammenstehen und nicht künstlich Unterschiede nach außen tragen. Von einzelnen Aussagen kann man sich ja distanzieren, wenn man damit nicht übereinstimmt.

    • Es gibt leider keinerlei bekannte liberale Funktionäre mehr in der AfD. Am ehesten tendiert noch Frau Weidel in diese Richtung. Frau Petry und Herr Pretzell sind im politischen Sinne alles Mögliche, aber nicht liberal, sondern nur frei in ihrem Verhältnis zur Wahrheit und anständiger Lebensführung. Da sie so flexibel sind, könnten sie durchaus mit Herrn Höcke zusammenarbeiten, wenn sie denn wollten, aber sie wollen offensichtlich nicht, sondern die ganze AfD nur für sich.

      • Pretzell und Petry müssen weg. Solche Leute wollen und werden die Partei zerstören.

        Die AfD muss wieder für Inhalte statt für Streit stehen. Mit Gauland und Weidel ist das am ehesten möglich.

      • Für eine weitere liberale Partei neben der FDP gibt es keinen relevanten Markt in Deutschland. Zwar fehlen der FDP starke nationalliberale Komponenten, aber die eigentliche Marktlücke war der Nationalkonservativismus bzw. Rechtspopulismus. Also eine Partei, die tendenziell national orientiert ist und die arbeitende Bevölkerung anspricht. Diesen Markt bedient die AfD.

      • Es gibt keinen Platz für zwei liberale Parteien in Deutschland, doch eine konservativ-liberale AfD konnte 2013 die FDP aus dem Bundestag halten und hätte sie langfristig ganz verdrängen können. Die AfD besetzt jetzt eine andere, nämlich die von Ihnen genannte Marktlücke, die aber wenig zusätzliches Potential besitzt. Eine bürgerliche Partei hätte langfristig die viel größere Lücke füllen können, die die Merkel-CDU gelassen hat.

      • Beim Potential bin ich nicht so sicher. Aktuell scheint es so, aber das europäische Ausland zeigt, dass derartige Parteien stärkste Kraft werden können. In Deutschland gibt es zwei Phänomene: Erstens eine tiefgreifende Angst vor einem neuen Dritten Reich und zweitens ein epochales Eindreschen der „Eliten“ (Politik, Medien, Kirche) auf die AfD. Die Zeit wird zeigen, ob sich die AfD trotzdem behaupten kann. Ich bin da moderat zuversichtlich, weil die permanenten Attacken auf diese Partei die Mitglieder und Wähler zusammenschweißen. Sicher ist das natürlich nicht.

      • Nationale Unterschiede gibt es auch beim Wahlverhalten, wobei interessanterweise die neuen Bundesländer anderen Staaten ähnlicher sind als die alten Bundesländer mit einem deutschen Sonderweg. Natürlich ist es möglich, dass sich die Situation ändert und die AfD wieder und deutlich stärker wird. Für viel wahrscheinlicher halte ich es jedoch, dass die AfD bis zur Bundestagswahl noch weiter schrumpft und langfristig sogar ganz bedeutungslos oder eine reine Ostpartei wird. Ein Aspekt ist die deutsche Geschichte, ein anderer die Zerstrittenheit der AfD-Führung ohne echte Führungsfigur.

        Vielleicht sollte ich in diesem Blog auch noch einmal einen ganz anderen Aspekt beleuchten, der bei aller Merkel-Kritik bisher zu kurz gekommen ist, nämlich dass in gewisser Weise sie die nationale Führungsfigur ist, die Deutschland in Europa oder sogar der Welt stark macht. Das macht ihre Politik nicht weniger kritikwürdig, aber gerade Nationalisten müssten diese Entwicklung eigentlich begrüßen, während mir diese Form des Nationalismus ebenso wie die vorherigen viel zu teuer für die einfachen Menschen erscheint.

      • Den einfachen Menschen in Deutschland geht es vergleichsweise gut. Von der Globalisierung profitieren wir insgesamt durchaus. Meine Kritik ist eher, dass Merkels Weg oft als alternativlos verkauft wird. Die Diskussionskultur in Deutschland ist unterdurchschnittlich.

      • Den normalen Bürgern in Deutschland könnte es noch deutlich besser gehen. Zumindest in den alten Bundesländern erleben sie bald drei verlorene Jahrzehnte, was das Wachstum an Wohlstand angeht. Aber ist das einem echten Nationalisten nicht egal, solange es dem deutschen Staat gut geht, der jetzt viel bedeutender in Europa und der Welt ist als vor 30 Jahren? Ich sehe da durchaus einen Zusammenhang: Das Erarbeitete kann nur einmal ausgegeben werden, entweder für individuellen Wohlstand oder irgendwelche politischen Großprojekte.

  9. Eigentlich hier ist es auch eine Fantomdiskussion. Viele Waehler trauen such nicht klar zu sagen, illegalen Migranten raus, Grenzen zu, Deutschland first, Linksfaschisten nieder, etc. sondern „eiern“ wie clowns! Man kann AfD waehlen um anderen einen Signal zu senden nicht weil SfD Programm oder Personall gut ist. Beides ist verlogen aber so ist Merkel mit linken Betruegern auch!

    • Warum beschimpfen Sie die Wähler? Die können nichts anderes wählen, als was auf dem Wahlzettel steht. Außerdem sehen das viele inhaltlich nicht so wie Sie, zumal es auch noch andere wichtige Themen gibt.

      • Solange rund 30+ % Waehler Frau Merkel als kleinstes Uebel empfinden wird sich wenig aendern koennen. Diese Waehler bekommen aber jede Menge Info die sie entweder bejahen oder nicht verstehen.Diese Waehler werden auch betrogen und belogen, merken es aber nicht! Auf dem Wahlzetel stehen aber viele Parteien!

        Ich beschimpfe die Waehler nicht, ich beschreibe sie nur!

        Frohes Ostern! Hristos Voskrese!

      • Sie beschreiben die Situation aber zu einseitig bzw. für viele Wähler nicht richtig. Viele, insbesondere bürgerliche Wähler sind doch einfach der Ansicht, dass Frau Merkel im Verhältnis zu Rot-Rot-Grün einerseits und der AfD andererseits durchaus das kleinere Übel sei. Es bedarf schon komplexerer Überlegungen, um zu erkennen, dass Frau Merkel tatsächlich das größere Übel ist und es erst nach ihr besser werden kann. Doch selbst mit dieser Einsicht ist ihre Abwahl alles andere als einfach. Wenn man meint, dass sie sich zumindest dieses Jahr wieder nicht abwählen lässt, kann es sogar dialektisch sinnvoll sein, die CDU zu wählen, um die weiterregierende Große Koaliation nicht noch linker zu machen.

  10. Pingback: Anschlag in Dortmund geschah aus Habgier | Alexander Dilger

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