CDU legt im Saarland noch zu

Es gibt bereits ein „Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl 2017“ im Saarland. Demnach ist die Wahlbeteiligung um 8,1 Prozentpunkte auf 69,7 Prozent gestiegen. Die CDU baut ihre Mehrheit als stärkste Partei um 5,5 Prozentpunkte auf 40,7 Prozent aus. Es bestätigt sich der Trend von den Landtagswahlen im letzten Jahr, dass ein starker Ministerpräsident bzw. eine beliebte Ministerpräsidentin wie Annegret Kramp-Karrenbauer hinzugewinnt, während der Koalitionspartner verliert, in diesem Fall die (dann trotzdem weiterregierende) SPD einen Prozentpunkt auf 29,6 Prozent. Von einem Schulz-Effekt ist also wenig zu spüren bzw. er ist rein relativ zu noch schlechteren Umfrageergebnissen vor seiner Nominierung. Der SPD geschadet hat wohl auch das Liebäugeln mit einer rot-roten Koalition, die eine klare Mehrheit ablehnt. Die Linke verliert 3,2 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent. Außerdem zieht die AfD mit aus dem Stand 6,2 Prozentpunkten in den Landtag ein.

Am stärksten verlieren die inzwischen bedeutungslosen Piraten, nämlich 6,7 Prozentpunkte auf jetzt nur noch 0,7 Prozent. Auch die Grünen fliegen aus dem Landtag, weil sie einen Prozentpunkt verlieren und damit nur noch auf 4 Prozent kommen. Die diesmal von mir empfohlene FDP (siehe ‚Wahl-O-Mat Saarland‘) legt zwar 2,1 Prozentpunkte zu, verpasst aber trotzdem mit 3,3 Prozent klar den Einzug in den Landtag. Alle anderen Parteien liegen unter 1 Prozent (der Hürde für staatliche Gelder), am höchsten noch die Familienpartei mit 0,8 Prozent, was allerdings 0,9 Prozentpunkte niedriger ist als 2012. LKR erreicht nur 2 Promille bzw. absolut 1.179 Stimmen, wobei man sich doch gerade im kleinen Saarland profilieren wollte und wegen angeblich noch viel schlechterer Chancen in NRW gar nicht erst antritt (siehe ‚LKR drückt sich vor der Wahl in NRW‘).

85 Gedanken zu „CDU legt im Saarland noch zu

  1. 1. Die angebliche Schulz-Rakete hat überhaupt nicht gezündet!
    2. Das Schönste an der Saarland-Wahl ist für mich, dass die Grünen draußen sind!
    3. Bundesmutti kann sich leider zurücklehnen und der CDU zurufen „Folgt mir einfach„!
    4. Die AfD ist zwar im Parlament, aber aus mehreren Gründen leider noch viel zu schwach!
    5. Über die LKR überhaupt zu sprechen, ist den Atem nicht wert!
    Es sieht danach aus, dass sich diese 5 Erkenntnisse auch zur Bundestagswahl bestätigen könnten.

    • Das sehen unsere Medien anders:

      „Schulz selbst reagierte auf Facebook recht geschickt und gestand eine Niederlage ein: „Ich finde, auch an einem solchen Abend muss man ehrlich sein. Ich hatte mir mehr erhofft.“ Und weiter: „Trotzdem ist das heute ein weniger guter Tag für die SPD. Ich bin aber ein alter Fußballer: Wenn Du gleich zu Beginn des Spiels einen reinkriegst, dann kämpfst Du nur härter um zu gewinnen.“ Er sammelte damit mehr Likes, Shares & Co. ein als Scheuer, Söder und die Junge Union zusammen. Bis Mitternacht über 5.000.“

      http://meedia.de/2017/03/27/trending-der-schulz-zug-an-der-wand-helene-fischer-in-den-charts-und-sebastian-vettel-ohne-social-media/

      Der Schulz-Zug rolle also weiterhin (SPD BW), und die Niederlage beruhe lediglich auf „…spezifische(n) Eigenheiten dieses kleinsten Flächenlandes…“ (Ralf Stegner).

  2. Das Wahlergebnis ist aufschlussreich.

    Der Schulz-Effekt ist durchaus vorhanden, aber er generiert allenfalls wenige Prozentpunkt und eben nicht zweistellig. 2012 lag die SPD in Umfragen bundesweit noch bei knapp 30 Prozent und war im Saarland etwas stärker als heute. Ich gehe also davon aus, dass der „echte“ bundesweite Wert ebenfalls in diesem Bereich zu finden ist. Stärker als unter Gabriel, aber eben nicht stark genug, um der Union bereits Konkurrenz zu machen.

    Die Grünen, die FDP und die AfD sind im Saarland allesamt bei ihrem Kernklientel gelandet. Die Grünen werden es bundesweit sicherlich über die 5 Prozent schaffen, aber es sieht doch gut aus, dass sie einstellig bleiben. Die FDP ist hingegen noch lange nicht gerettet. Wenn es die CDU wie im Saarland schafft, sich wieder als vertrauenerweckend zu präsentieren, dann wird die FDP den Einzug in den Bundestag verpassen. Denn echte neue Anhänger hat die FDP noch nicht wirklich gefunden, auch die FDP profitierte von enttäuschen Union-Wählern. Schwindet die Enttäuschung, wird das nichts mit dem Einzug in den Bundestag. Ich persönlich hätte sie lieber im Bundestag, da es die Möglichkeit von RRG schmälert. Ob RRG nach dieser Wahl im Herbst überhaupt noch eine Option wäre, sei mal dahingestellt. Aber alleine die Drohung mit der Linken koalieren zu können, verschafft der SPD in einer GK eine bessere Verhandlungsposition.

    Das Ergebnis der AfD war erwartbar bescheiden. Es hat einfach nirgendwo gepasst, im Bund nicht und im Land nicht. Die Umfrageergebnisse stimmen mittlerweile wieder – die unehrlichen Wähler, die nur still und heimlich ihr Kreuz bei der AfD machen konnten, sind zur CDU zurückgekehrt. Die waren nur im Zustand des unmittelbaren Kontrollverlusts erreichbar.

    2-3 Prozentpunkte mehr wären ohne Lafontaine vielleicht drin gewesen. Aber auch mit 8 Prozent wäre das Ergebnis nicht berauschend. Der katastrophale Zustand der Saar-AfD hat sicherlich dazu beigetragen, aber damit alleine ist es nicht getan. Vom Bund zeigt sich einfach, dass zu wenig Rückenwind da ist. Die Bürger sehen die AfD in der extremistischen Ecke und in der CDU tatsächlich wieder eine Alternative für die innere Sicherheit, auch wenn die CDU da noch verlogener ist als Martin Schulz sonst. Es ist von übergroßer Bedeutung, dass die AfD von nun an geschlossen vorgeht. Und im Zweifel eher etwas leisere Töne anstimmt. Wähler sind durchaus bereit zu vergessen, wenn es neue Probleme gibt und in 6 Monaten kann viel passieren. Was die AfD für Wahlerfolg bräuchte, das wäre wohl eine charismatische und unumstrittene Führungsperson. Eine Person à la Jörg Haider.

    Am schlimmsten am heutigen Wahlergebnis finde ich aber etwas anderes: Krampf-Karrenbauer schickt sich dazu an, Merkels Nachfolgerin zu werden. Das wäre das Todesurteil für jegliche innere Erneuerung der CDU. Wie kaum eine andere Person steht diese nämlich für eine links-spießige Gesinnung, die in der CDU leider immer mehr Einzug erhalten hat. Es verwundert deshalb nicht, dass die Grünen trotz Martin Schulz mehr Stimmen an die CDU abgegeben haben als an die SPD.

    • Was die AfD für Wahlerfolg bräuchte, das wäre wohl eine charismatische und unumstrittene Führungsperson

      Leif-Erik Holm könnte das werden.

      • Leif-Erik Holm ist der beste Mann für den Moment, wo es vor allem um Imagepflege geht. Auf lange Sicht wäre er aber zu wenig angriffslustig, um eine solche Partei zu führen. Angriffslust und freundlichen Charme verbinden nur wenige Politiker. Jörg Haider konnte beides wie kaum jemand anders, was ihn auch ziemlich einzigartig machte. Moderne Populisten wie Wilders können zwar gut reden, haben aber auch gleichzeitig eine böse und eher unsympathische Aura.

  3. LKR ist wohl am Ende. Ganz vielleicht kann Herr Prof. Lucke für sich noch einmal ein Mandat im nächsten Europaparlament sichern.

  4. Die Aussicht auf eine Volksfrontregierung hat bei den bürgerlichen Parteien in Summe zu einer Steigerung von etwa 13 Prozentpunkten geführt. Das sollte der SPD eine Mahnung sein.

    Erstaunlich ist, daß ein eigentlich aufgelöster Landesverband der AfD in diesem roten Bundesland auf gut sechs Prozent gekommen ist.

  5. Ich finde dass in Honecker`s Geburtsland „dieLinke“ immer noch erstaunlich stark ist. Seit 1957 gehört das Saarland zur BRD, etwas länger als die neuen Bundesländer. Ob es im Verhältnis zur BRD Zugehörigkeit und Abschneiden der „dieLinke“ ein Zusammenhang gibt ? Die LKR hat immerhin Rang 11 belegt von 16.

    • Oskar Wasserstrahl war in Saarbrücken zuerst gefeierter Oberbürgermeister, der seine Wähler nach dem Sieg wirklich mit Freibier belohnte und dann im Saarland lange Landesfürst, bevor er nach dem Machtkampf mit Schröder zu den Linken ging. Er hat dort noch viele alte Anhänger.

  6. Es freut mich, daß ich bzgl. der SPD mal recht behalten habe. Die Mega-Martin-Welle ist möglicherweise nur eine konzertierte Aktion unserer „Qualitätspresse“ in Zusammenarbeit mit den Umfrageinstituten wohl bezahlt vom Auftraggeber „Willy-Brandt-Haus“. Die angeblichen massenhaften Parteieintritte von „jungen Menschen, die sich nach Zukunft sehnen“, die hölzernen „Martin! Martin!“-Rufe eines Klatschvieh-Publikums („Ihr müßt mal „Martin!“ rufen“), das alles wirkte wie gestellt.
    Doch das wären nicht unsere „Qualitätspresse“ und unsere Meinungsforscher, wenn sie jetzt die SPD vorsichtiger taxieren würden:
    Im „Focus“, sowie in der „Neuen Westfälischen“ (100% Beteiligung der SPD-Holding) wird jetzt verkündet, daß die Menschen im Lande Schulz als „kommenden Gottkanzler“ sähen.

    http://www.nw.de/blogs/games_und_netzwelt/21583209_Das-steckt-hinter-dem-Netz-Hype-um-Martin-Schulz.html

    http://www.focus.de/digital/internet/gottkanzler-schulz-internetnutzer-feiern-martin-schulz-als-brueckenbauenden-anti-trump_id_6583097.html

    http://www.focus.de/politik/videos/landtagswahl-im-saarland-spd-neumitglied-croon-das-feuer-von-gottkanzler-schulz-kann-populismus-stoppen_id_6834392.html

    Währenddessen bescheinigt „Emnid“ der SPD ein neues Umfragehoch:
    angeblich sei die SPD jetzt sogar auf 33% gestiegen (+70% seit dem Umfragetief).

    • Wenn es Sie freut, dass die SPD nicht wie erwartet hinzugewonnen hat, freut es Sie dann auch wenn St. Angela im Bund weitere 4 Jahre regieren darf?
      Ich möchte mir nicht ausmalen auf welchem wohlstandsniveau wir nach einer flüchtlingskrise 2.0, Energiewende 2.0 und eurorettung 5.0 im Jahr 2022 landen werden: irgendwo zwischen Botswana und Kirgisistan wahrscheinlich…

      • Hoffen Sie auf neue SPD oder R2G Impulse bei den 3 genannten Themen?

      • Ich hatte bereits in einem Beitrag vor 2 Monaten erläutert, daß der Aufbau einer „Mega-Martin-Welle“ eine geschickte Strategie von Presse, „Meinungsforschern“ und Willy-Brandt-Haus ist.
        Bei einem völlig polarisierten Wahlkampf zweier gleichaufliegender Spitzenkandidaten, würden die Menschen die AfD kaum noch zur Kenntnis nehmen. Diejenigen, die von Merkel genug haben, würden dann dieser Merkel mit Glatze, Vollbart und Brille zuströmen.
        Man hofft auf eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
        Auf der anderen Seite werden Konservative dazu getrieben, für Merkel zu stimmen, um R2G zu verhindern.
        Die Leserkommentare in anderen Foren deuten bereits darauf hin, daß viele Wähler den „Mega-Martin“-Schwindel von Presse und „Meinungsforschern“ allmählich entlarven.
        Sobald die NRW- und SH-Wahlen gelaufen sind, wird das Ansehen der „Meinungsforscher“ einen neuen Tiefstand erreichen.
        Ich rechne deshalb bei der BTW nicht mehr damit, daß potenzielle AfD-Wähler dann noch ihr Kreuz bei Merkel machen, um R2G zu verhindern.

    • Gestern Abend hat die Allensbach-Umfrage den nächsten
      Schritt getan:
      Auch hier neues Rekordhoch für die SPD und „Mega-Martin“
      zum Jubel der Medien von „FAZ“ bis „WAZ“: 33% !
      Angeblich strömen ehemalige AfD-Wähler in Massen zur
      SPD, so daß die AfD mit nur noch 7% angeblich um die 5%
      Hürde zittern muß. Jeder 5. AfD-Wähler sei nunmehr in die
      Reihen des „Messias aus Würselen“ übergetreten.
      Ich gehe davon aus, daß unsere „Meinungsforscher“ die
      AfD bis zur NRW-Wahl in ihren „Umfragen“ auf unter 5%
      drücken werden.

      Es liegt an jedem Einzelnen, dieses Spiel zu durchschauen,
      oder auch nicht.

      Nochmals: Meinungsumfragen sind ein Gut, welches wie
      jedes andere Gut käuflich am Markt erhältlich ist.
      Die finanziellen Ressourcen der SPD reichen locker aus,
      sich jedes Wunsch-Ergebnis am Markt einzukaufen.

      • Jeder kann Meinungsumfragen in Auftrag geben, doch es lässt sich nicht jedes Ergebnis von jedem kaufen. Wenn es auf ein Duell zwischen Frau Merkel und Herrn Schulz hinausläuft, ist die AfD objektiv weniger interessant, als wenn es ohnehin wieder sicher Frau Merkel wird.

      • @ Dilger

        „…doch es lässt sich nicht jedes Ergebnis von jedem kaufen.“
        Sie denken hier zu idealistisch. Die größten Kunden der Meinungsforscher sind neben den ÖR-Medien (von der SPD großteils kontrolliert) die SPD-Medienholding sowie die der SPD nahestehende Funke-Gruppe.

        Das Unternehmen möchte ich sehen, welches dem größten und zahlungskräftigsten Kunden die Tür vor der Nase zuschlägt.
        Entweder das Unternehmen liefert das gewünschte Produkt, oder es wird -angesichts der Mengenbegrenztheit der potentiellen Auftraggeber – vom Markt verschwinden.

      • Es geht hier auch um Reputation und nicht zu große Abweichungen vom tatsächlichen Wahlergebnis. Zumindest vor den Wahlen stimmen die Umfragewerte meistens im Rahmen der angegebenen Fehlergenauigkeit, können aber trotzdem völlig danebenliegen (Donald Trump wurde z. B. mit weniger Stimmen Präsident oder hierzulande kann die Fünf-Prozent-Hürde alles verändern).

      • Aktuell konnte man bei der Saarland-Wahl sehen, dass die AfD das aus Umfragen bei 6%-7%geschätzte Ergebnis eben realiter überhaupt nicht mehr toppen konnte

      • Selbst 2013, als es für die Umfrageinstitute mangels Erfahrungswerten viel schwerer war, lagen Umfrageergebnisse und Wahlergebnis doch kaum auseinander. Allerdings könnte es sich damals um selbsterfüllende Prophezeiungen oder sogar multiple Gleichgewichte gehandelt haben. Wären der AfD damals 5 Prozent vorhergesagt worden, hätte sie diese vielleicht auch erreicht. Partei und Republik sähen dann jetzt anders aus. Trotzdem kann man den Instituten schlecht vorwerfen, dass sie faktisch richtig lagen.

      • Der Zweikampf Merkel vs. Schulz wird alle kleinen Parteien Stimmen kosten, einige werden sogar unter 5% bleiben. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele, die wegen dem Flüchtlingsthema und den Euro-Rettungen Merkel inzwischen ablehnen. Da sie bei Schulz aber noch Schlimmeres befürchten, besteht die Gefahr, dass sie mit der Faust in der Hosentasche doch wieder CDU wählen.

        Ich leiste viel Überzeugungsarbeit für die AfD und könnte mit vorübergehend unregierbaren Verhältnissen in Berlin gut leben.

      • Auch wenn es nicht gerechtfertigt erscheint, wird die Große Koalition auf jeden Fall die Mehrheit behalten. Frau Merkel wird deshalb ziemlich sicher weiterregieren, wenn die SPD nicht stärker wird als die Union, wonach es momentan nicht aussieht. Letztlich nutzt die AfD Frau Merkel bzw. ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sie jedes Problem zu ihrem eigenen Vorteil wendet.

  7. Wenn man die CDU mal nicht zu den linken Parteien zählt, haben letztere zusammen über 10% verloren.
    In SH wird die FDP wg. Kubicki vor der AfD landen. Das kann der FDP auch in NRW gelingen, zumal sie auch von der überaus blassen Laschet-CDU gewinnen kann. Es gibt ja auch wirklich keinen Grund, Laschet zu wählen.

  8. Für mich ist es ein Wunder, dass die Saar-AfD mit ihrer NPD-Nähe die 5% Hürde genommen hat. Der Zorn über die Fehler der Altparteien musste schon groß gewesen sein, damit der West-Wähler trotz des NPD-Schreckgespenstes im Nacken der Partei seine Stimme geben konnte. Wenn die AfD keine klare Abgrenzung zu den Rechtsextremen hinbekommt, dürfte es bei der Bundestagswahl für sie schwer werden, drittstärkste Kraft im Land zu werden.

    • Lieber viertstärkste Partei als über das Hölzchen der linksliberalen Medien springen.

      Sobald Höcke geschaßt wäre, würde nämlich sofort der Ruf laut werden, Poggenburg, Tillschneider und die gesamte PP in die Wüste zu schicken. Und so weiter.

      Da ist die AfD viel besser beraten, stoisch die Angriffe zu ertragen, bis sich das Meinungsspektrum in ihre Richtung verschoben hat. Das ist die Trump-Gewinnformel. Ihres die LKR-Verliererformel…

      • Das deutsche Meinungsspektrum wird sich hoffentlich nie wieder bis zu Herrn Höcke und der NPD verschieben. Auf jeden Fall schadet er der AfD insgesamt mehr, als er ihr nutzt. Der Streit um ihn schadet nur vermutlich noch mehr.

        LKR ist aus vielen Gründen erfolglos, doch eine zu große Mäßigung gehört inzwischen nicht mehr dazu. Es handelt sich um die erfolglose Kopie der AfD, weshalb man gleich das Original wählen kann oder es ganz lässt.

      • @Eurokanadier
        Wenn sich die AfD mit einer viert- oder fünftklassigen Rolle in der Republik abfindet, ist die Partei nicht mehr eine Alternative für Deutschland sondern für Mitteldeutschland. Den neuen Bundesländern wurde nach der Wiedervereinigung zwar durch die schonungslose Treuhand-Abwicklung der DDR-Betriebe mehr abverlangt als derzeit Griechenland. Ungleiche Lebenschancen in Ost- und Westdeutschland sind jedoch nur ein Teil unserer Probleme. Genauso wenig wie die Wiedervereinigung aus der Portokasse bezahlt werden konnte, wird man die finanziellen Lasten der Massenzuwanderung von 2015 mit links bewältigen können. Hinzu kommt, dass die Eurozone zur Schulden- und Transferunion wird. Nach dem Abtritt von Bernd Lucke sehe ich für den Bundestagswahlkampf niemand in der AfD-Führung, der medienwirksam eine gesamtdeutsche AfD-Thematik gut vertreten kann. Frau Petry wirkt auf mich blass.

  9. Vermutlich sagen diese Wahlergebnisse nicht viel aus was fuer September wichtig waere! Merkel wird noch immer als kleinste Uebel gesehen und hat noch gute Worte fuer Diesel!😅
    Die Waehler sollen sich konzentrieren auf wenige Parteien mit sicheren +5%. Wird AfD am Ende als einzige Option bleiben?

  10. AKK ist eine Mini Merkel. Ihr fehlen nur eine Handvoll Stimmen für eine Alleinregierung. Wie indoktriniert muss der Wähler sein, vor dem Hintergrund der realen Probleme mit rund 70Prozent eine GroKo und eine Mini Merkel zu bestätigen. Die repräsentative Demokratie hat gestern bewiesen, dass es zu ihr eine Alternative braucht.

    • @ Gerhard Nadolny
      Ich habe immer befürchtet, dass Flinten-Uschi oder Die Misere Merkel beerben könnten. Jetzt besteht die Gefahr, dass die saarländische Brillenschlange als lachende Dritte Bundesmuttis Günstling wird.

    • Da würd mich jetzt aber schon interessieren, was für eine Alternative zur repräsentativen Demokratie das sein soll …

      • Vernünftigerweise brauchen wir keine Alternative zur repräsentativen Demokratie, sondern ihre Verbesserung und Ergänzung, z. B. durch Volksentscheide.

      • Danke! Hatte mich etwas gewundert, dass die Aussage so unkommentiert blieb.

      • Tatsächlich bemühe ich mich, (potentiell) problematische Aussagen so nicht stehen zu lassen. Doch ich komme nicht immer zum Kommentieren und Schweigen bedeutet keine Zustimmung. Es kann auch gerne jeder andere zur Klärung beitragen.

      • Zunächst einmal müssten wir uns darauf verständigen, dass die „repräsentative Demokratie“ entwickelt wurde, um die MInderheit der Eliten und Reichen vor der breiten Masse zu schützen. Das ist in den USA und in der BRD gelungen und in der Verfassung verankert (im GG sind keine Volksentscheide auf Bundesebene -bis auf Länderneuordnung- vorgesehen). Faktisch lebe wir in einer Oligarchie und die öffentliche Meinung wird durch die kontrollierten Medien massiv manipuliert. Unsere „Demokratie“ ist eine Illussion. Wenn daraus eine Realität werden sollte,braucht es eine politische Revolution.Eine neue Verfassung, die Entmachtung der Parteien und der Medien, die von Bertelsmann oder der SPD kontrolliert werden und uns ihre fragmentierte Realität als Fakten verkaufen, Eigentlich geht die Indoktrination der Bürger schon in der Schule und der Kirche los („Halt Du sie dumm, ich halt sie arrm“) und setzt sich beim Einschalten der Tagesschau fort. Demokratie kann doch nicht bedeuten, dass man alle 4 Jahre seine Stimme in eine Urne wirft und dann wie im Saarland mit einer Stimme für die AfD am Ende dafür sorgt, dass Mini Merkel im Amt bleibteine. Demokratie muss ganz neu gedacht werden. Permanente Beteiigung der Bürger ist dabei ein wichtiges Instrument, genauso wie die Abschaffung von Fraktionszwang oder die Verhinderung von Lobbyismus oder Großspenden. Das System der repräsentativen Demokratie muss also nicht verbessert werden, denn eine verbesserte Oligarchie bleibt eine Oligarchie, sondern runderneuert werdden. Das beginnt mit einer vom Volk verabschiedeten Verfassung, geht über die Abschaffung der Zweitstimme(Parteiisten) und endet bei den Lehrplänen in den Schulen. Ganz wichtig ist natürlich Ethik, Transparenz und vor allem ein freies,marktwirtschaftliche Geld, welches die Zentralbanken entmachtet, denn wer das Geldsystem in den Händen hat, dem kann es egal sein, wer Regierung spielt.( siehe Zitat von Rothschild). Aber all das sind nur schöne Träume.Ich denke nicht, dass wir die Oligarchie= repräsentative Demokratie noch mal loswerden. Auch für den nicht auszuschließenden Fall, dass z.B. der EURO unkontrolliert crasht, dürften sich die Eliten mit Sachwerten (Gold,Immobilien,Rohstoffe, Aktien etc.) vorbereitet haben und aus einer solchen Krise nicht als Verlierer hervorgehen. Etliche VTler meinen sogar, wenn die Eliten genug Papiergeld in Sachwerte umgetauscht haben, dann wird der Crash eingeleitet werden. Möglich ist das auf jeden Fall. Ergebnis: Massenarmut und Bürgerkrieg, also Chaos, welches genutzt werden kann, um eine neue Ordnung, z.B. einen europäischen Zentralstaat im Sinne der Oligarchen zu etablieren.

      • Die repräsentative Demokratie ist nicht entwickelt worden, um Minderheiten und Reiche vor der breiten Masse zu schützen. Historisch hat das Bürgertum dem Adel Macht abgetrotzt, um dann auch den Rest der Bevölkerung daran zu beteiligen. In jedem größeren Gemeinwesen ist eine Form von Repräsentation notwendig, da nicht immer alle alles entscheiden können. Das schließt Volksentscheide zu wichtigen Fragen nicht aus, die das Grundgesetz auch grundsätzlich vorsieht, was aber bislang nicht näher ausgeführt oder gar gelebt wird. Welche Art von Repräsentation besser ist, ist Teil des demokratischen Meinungsstreits. Wenn Sie keine breite Mehrheit für Ihre Vorschläge gewinnen können, ist deren Durchsetzung doch selbst nicht demokratisch.

  11. Nach 0,2% für die LKR stellt sich die Frage warum Henkel das ganze Schauspiel noch mitfinanziert, im Gegensatz zu Lucke hat er ja nen gewissen politischen Realitätssinn, bzw. traue ich ihm dem zu. Richtig Freude am EU-Parlamentsmandat scheint er ja auch nicht zu haben.

    • Mich fasziniert immer noch Euer Interesse oder Aufmerksamkeit an der LKR? Wann werdet ihr endlich müde, diese Partei noch zu erwähnen? Jetzt, wo ihr ein Wahlergebnis habt, könntet ihr eigentlich schweigen.

      • Wenn Sie und andere LKR-Vertreter nicht ständig wieder mit dieser Splitterpartei anfangen würden, wäre sie auch hier kein Thema mehr wie schon lange in der allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung. Was bewegt Sie, da immer noch mitzumachen?

      • Bravo! Wahre Worte! Und ich dachte immer Herr Meistet war die Prof. Lucke’s Stubenfliege ! 😅

        Achtung! Fuer wahre Fans ist Prof. Lucke heute Abend in “ hart aber fair“ bei Plasberg um 21 Uhr zu sehen!

    • HOH(o) und politischer Realitätssinn? Ich halte den Herren für die treibende Kraft hinter dem Weckrufdesaster (Desaster für alle Seiten). Wenn Lucke weniger auf ihn und mehr auf wirkliche liberal-konservative Realos in seiner Umgebung gehört hätte, gäbe es heute keine Höckelnde AfD, sondern wirklich eine neue liberal-konservative (vom Potential her Volks)Partei, die die Flüchtlingswelle nicht nur (bis zum Ende) gesurft hätte, sondern durch solide Lösungsbeiträge hinsichtlch Wirkung und Demoskopie weit und nachhaltig jenseits der 20%, vor der SPD, liegen würde, die weniger von Schulz als solchem profitiert, als davon, dass viele (auch gerade bürgerliche) Wähler eine Alternative zu Frau Merkel ersehnt haben und ersehnen, in der AfD aber nicht sehen (können).

      • HOH ist ein alter, grummeliger Mann, der außer Geld nichts mehr hat!

      • @francomacorisano

        HOH’s Gehirn funktioniert nicht schlechter als meiste „Denker“ hier!

        Mit anderen Worten er hat genug Erfahrung in Umgang mit Menschen und weiss was er will. Deutschland braucht viel mehr Menschen aus der Wirtschaft / Industrie die unabhaengig und bereit sind als Patrioten zu handeln und sich zu opfern!

      • Es ist Unsinn darueber zu reden, was waere wenn….“Liberal-konservative Realos“, das ich nicht lache! Es war ein Putsch der Nationalchauvinisten die sich bis heute untereinander weiter bekaempfen!

        Ich habe Weckruf mitgemacht und weiss, dass viele Mitglieder, die es satt hatten von Nationalchauvinisten diffamiert zu werden, fuer Weckruf waren und auch heute noch so denken.

    • Weil es noch Menschen gibt die sich nicht flexibel nach dem Wind drehen und auch wissen was Loyalitaet und Worthalten sind!

      • Es war ein Putschversuch von Lucke, der (leider und selbstverschuldet) nach hinten losging – und zwar nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern aus denselben Gründen, warum seine weiteren Parteigründungsversuche gescheitert sind: weil Herr Lucke Menschenführung in einer politischen Partei aus erwachsenen mündigen Bürgern mit einem Proseminar verwechselt, in dem er seinen Studenten Weisungen erteilen kann (Einzelvorsitz, Generalsekretär,…)). Das hat die inhaltliche Debatte damals überlagert und zum bekannten Ergebnis geführt. Weil Lucke – getrieben durch HOH – beides verquickt und das dem Weckruf als Grundmythos eingeimpft hatte, folgte aus der Niederlage Bernd Lucke die FUndamentalopposition (ganz im Sinne Höckes übrigens) und der Austritt Weckruf (auf bzw. nach dem BPT) und deshalb und dadurch (Mitgliederzusammensetzung) der eigentliche Aufstieg der Höcke-AfD.

        Das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen und auf Alternativen hin zu bedenken, ist kein Unsinn, sondern die einzige Möglichkeit, Verantwortungsethik zu praktizieren und (aus Fehlern) zu lernen. Wenn man denn will.

  12. Wen wählen Sie denn bei den anstehenden landtagswahlen in NRW, Hr. Dilger ? Bei so vielen sympathie- und kompetenzträgern dürfte ja die Wahl ja schwer fallen…

    • Meine Wahlempfehlungen für Schleswig-Holstein, NRW und den Bund kommen noch. Wir haben leider nicht die Qual der Wahl, sondern die Wahl der Qual. Zumimdest für die Bundestagswahl habe ich aber ein ganz klares Kriterium, welches es dann nur noch richtig anzuwenden gilt, nämlich die Abwahl oder sonst größtmögliche Schwächung von Frau Merkel als Kanzlerin.

      • das würde dann aber in der Konsequenz RRG bedeuten….

      • Man muss Prioritäten setzen. Frau Merkel und Herrn Schulz wird man diesmal gleichzeitig kaum verhindern können. Frau Merkel halte ich momentan für das größte Übel. Selbst Rot-Rot-Grün wäre weniger schlimm (denn es will vielleicht noch Schlimmeres, könnte es aber nicht durchsetzen), doch auch eine Ampel oder Rot-Schwarz statt Schwarz-Rot sind momentan zumindest noch möglich.

      • Bitte hören Sie auf, sich RRG schönzureden. Schauen Sie nach Berlin und sie sehen, was sie bekommen. Die sicherste Variante um RRG zu verhindern und gleichzeitig noch ein Signal zu setzen, dass man auch Merkel nicht will, ist die Wahl der AfD.

        Leider fängt man dort zu spinnen an und sägt erst am Stuhl von Weidel und jetzt auch noch von Bystron. Wie man Bystron Passivität nachsagen kann, ist mir schleierhaft. Es gibt definitiv in der AfD keinen anderen Politiker, der in Talkshows die Gäste so hart und überzeugend angreifen kann und gleichzeitig eine angenehme Sprache erwischt. Und er wandelt da bereits auf einem schmalen Grat, denn ein aggressiveres Auftreten würde nur unsympathisch wirken. Die AfD-Bayern hat mal wieder völlig unnötig Wahlerfolge gefährdet.

      • Es geht nicht darum, Rot-Rot-Grün schönzureden, sondern die tatsächlich viel größere Gefahr durch Frau Merkel zu erkennen. Durch die Wahl der AfD bekundet man vielleicht sein Missfallen an ihr, macht sie jedoch faktisch stärker. Dagegen zeigt doch gerade das Land Berlin, wie unfähig eine rot-rot-grüne Regierung sein kann. Sie bekommt nichts auf die Reihe, auch nicht wirklich schlimme Sachen.

      • Untätigkeit kann durchaus schlimm sein, wenn es zu rechtlosen Zuständen wie im Görlitzer Park führt. Und für neuen Genderquatsch ist RRG immer gut. Ein investorenfeindliches Klima verhindert Neubau und erhöht die Mietpreise, etc.

        RRG könnte sehr viel zerstören und das irreversibel. Merkel wird sich einen zweiten September 2015 nicht mehr trauen. Zwar sickern immer noch Menschen durch und abgeschoben wird auch nur zum Alibi, aber RRG würde ich noch zutrauen, die Menschen direkt per Flugzeug zu holen. Diesbezüglich hat Merkel glaube ich schon dazugelernt, sie ist nur zu eitel für Schuldeingeständnisse.

        Merkel ist eine Katastrophe, aber RRG der Super-Gau.

      • Rot-Rot-Grün hätte wieder eine echte Opposition. Frau Merkel ist hingegen zu allem fähig, wie sie schon gezeigt hat, ohne dass es Widerstand gäbe. Auch bei den Flüchtlingen wissen wir nicht, was sie tut, wenn ihr Freund Erdogan Millionen losschickt oder sogar ganz neu erzeugt. Vor allem kann sie jeden Tag auf noch eine ganz neue dumme Idee kommen. Rot-Rot-Grün ist dementsprechend der GAU, Frau Merkel jedoch der Serien-Super-GAU.

      • @ Peter Burger

        „RRG würde ich noch zutrauen, die Menschen direkt per Flugzeug zu holen.“

        RRG würde sich das nicht trauen, weil sie auf scharfen Widerstand der Post-Merkel-CDU und AfD stoßen würden.

        Merkel könnte jedoch so etwas tun, weil sie dafür wieder die Unterstützung von RRG bekommen würde.

        Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me.

      • @ Alexander Dilger:
        Rot-Rot-Grün ist dementsprechend der GAU, Frau Merkel jedoch der Serien-Super-GAU.

        Das ist wie eine Wahl zwischen Hitler und Stalin!

      • Das ist dann doch übertrieben. Bleiben wir bei der traurigen Realität: Es ist eine Wahl zwischen Merkel und Schulz. Leider ist es noch trauriger, da ich bei so einer simplen Wahl einfach Schulz wählen könnte. Doch wer SPD wählt, bekommt wahrscheinlich trotzdem Merkel in einer nur noch linkeren Regierung.

    • Rot-schwarz wäre wohl das noch am wenigsten verheerende Wahlergebnis. Merkel wäre weg und die CDU könnte ein gewisses Gegengewicht gegen den roten Martin bilden. Solange Merkel an der Macht bleibt, haben wir bis auf die AfD nur Linksparteien im Bundestag. Diese Asymmetrie im Parteiensystem muß so schnell wie möglich aufgehoben werden. Derzeit haben wir das wohl linkeste Parlament aller westlichen Industrienationen, Kanada abgesehen.

  13. Die AfD sollte jetzt folgende Lehren ziehen: Den Quatsch mit dem Spitzenteam sollte sie lassen, jetzt geht es um Imagepflege. MMn. sollte Holm alleiniger Spitzenkandidat werden, da die AfD jetzt ein freundliches Gesicht braucht, das auch intern noch keinen Grabenkämpfen zum Opfer gefallen ist. Holm kann man auch in eine Talkshow schicken und hat eine angenehme Stimme. Außerdem tritt er im Wahlkreis von Merkel an, was automatisch erhöhte mediale Aufmerksamkeit bedeuten würde. Intern würde ich ihm zumindest eine temporäre Geschlossenheit zutrauen. Gauland ließe sich darauf bestimmt ein, er ist ein Vollprofi und möchte ein gutes Wahlergebnis. Leider wäre wohl Petry zu eitel, um sich dem besseren Gesicht unterzuordnen.

    • Frau Petry geht es nicht nur um Eitelkeit, sondern vor allem auch um Macht und Geld. Sie würde das nie zulassen, sondern am liebsten immer noch alleinige Spitzenkandidatin oder sonst klare Nummer 1 unter unbedeutenden Getreuen.

      • Ja, aber dafür ist ihre Stellung in der Partei nicht stark genug. Ich denke, es bleibt bei dem Spitzenteam.

      • Ja, doch Frau Petry wird diesem Team angehören und versuchen, es zu dominieren. Es ist auch bezeichnend, wie die Beteiligung der Mitglieder ausgeschaltet wurde.

      • Petry haben ihre „Tränen von Weinböhla“ gestern womöglich vor schlimmerem bewahrt, ihre Unterstützung im Osten scheint nicht mehr besonders groß zu sein. Gestützt wird sie noch von der Angst vieler in der West-AfD vor einem noch weit stärkeren Abdriften nach Rechtsaußen.

      • Immerhin haben sich die Mitglieder eindeutig für ein Team ausgesprochen. Darum wird Petry in Köln nicht kommen. Dann liegt es bei den anderen, sie in ein starkes Team einzubinden.

      • Petry ist leider ein von Ehrgeiz zerfressen und hat einen völlig destruktiven Charakter. Eigentlich müsste man sie sofort loswerden, völlig egal welche politische Ansicht man hat. Nur wäre das momentan in den Medien nicht vermittelbar. Sogar Gauland hat das gemerkt und lässt Petry lieber bis zur Wahl walten, um nicht ein gutes Wahlergebnis zu riskieren. Leider ist Petry beim Wähler auch kein Sympathiebringer, sondern lediglich das geringere Übel, um nicht den Medien weiteres Futter zu geben. Wäre Petry am Erfolg der Partei interessiert, würde sie sich selbst ein wenig zurücknehmen.

        Wenn es Petry um Geld geht, dann hätte sie doch in Sachsen bleiben sollen, um dort 2019 erneut Fraktionsvorsitzende zu werden. Das dürfte mehr Geld geben, als einfache Bundestagsabgeordnete zu sein, worauf es bei ihr irgendwann hinauslaufen wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sie gestürzt wird. Psychisch scheint sie ja auch bereits am Ende zu sein. Meuthen hat das begriffen und blieb als Fraktionsvorsitzender in Stuttgart.

    • Petry ist im eigenen sächsischen Landesverband angezählt. Sie hat mehrere taktische Fehler gemacht und ist zu schwach für eine Spitzenkandidatur. Wenn sie ins zweite Glied zurück geht, kann sie ihr politisches Überleben retten und ihr Auskommen ist gesichert. Ich befürchte allerdings, dass sie dickköpfig ist und mit dem Kopf durch die Wand will, wozu Frauen leider eher neigen.

      Leif-Erik Holm hat in MeckPom ein Spitzenergebnis erzielt. Sein Auftreten, seine Stimme, seine Strategie, alles passt! Er ist ein Siegertyp! Peter Burger hat vollkommen Recht: Da Holm Merkels direkter Wahlkreis-Konkurrent ist, wäre er als Zugpferd die perfekte Nr. 1!!!

      • Holm wäre mir persönlich zu brav. Der Vorteil von Petry ist, daß sie politisch in der Mitte der Partei steht und ihre Hauptkonkurrenten auch nicht charismatischer sind. Das fällt nur nicht weiter auf, weil alle andere Parteien auch nur noch blasse Typen an der Spitze haben, allen voran die Raute.

  14. Die AfD Saarland kann wohl noch froh sein, trotz ihrer Defizite den Sprung in den Landtag gefunden zu haben, aber mit 6 Prozent kann man die Bundesrepublik nicht retten.

    Der Zuwachs der Merkel-CDU löst bei mir nur noch Unverständnis aus. Sie muß sogar einen Teil der Piratenwähler aufgesogen haben.Anscheinend hat der Wähler – sogar parteiübergreifend – KK eine gute Amtsführung bescheinigt. Für mich ist die Dame nur mit ihrem antideutschen Gurkenvorschlag, Französisch als Amtssprache im Saarland einzuführen, in Erinnerung geblieben.

    Das Positive ziehe ich aus der Schwäche der anderen:
    – Grüne raus
    – FDP draußen geblieben
    – Absage an rot-tot

    • Ich finde es auch höchst verstörend, dass die cdu so wenig gelitten hat. Das kann wohl nur an dem extrem kurzen Gedächtnis der Wähler liegen, die jede Sünde nach ein paar Monaten vergeben. Leider lässt dies das schlimmste für die Bundestagswahl befürchten (weitere 4 merkel Jahre mit wem auch immer als kofferträger).

      Die Theorie von dem Leser weiter oben (dem ich versehentlich spd Sympathien nachsagte), dass der hype um „mega-Schulz“ ein mediales Konstrukt ist um von den Oppositionsparteien abzulenken trifft es vielleicht. Wes Geistes Kind die Redaktion des Spiegel ist, fragt man sich ohnehin schon lange.

  15. Wen hätten die Saarländer denn wählen sollen, wenn es hätte die CDU nicht sein sollen? Nun, sie haben ja nicht die CDU gewählt, sondern Schmidt Karrenbauer, die viel für die Saarländer getan hat, vor allem in den Verhandlungen mit dem Bund. Hier hat der Wähler sich revanchiert. Man muss es doch als gut betrachten, wenn ein Volk die Leistungen eines Politikers schätzt. Die SPD hat ja verloren, trotz dem Hype von St. Martin, und gerade Lafontaine hat Federn lassen müssen, ein wahres saarländisches Urgestein.
    Leider wird es für die Bundestagswahl schwierig werden. Schulz wird sich als Kanzler nicht qualifizieren können, weil seine Sprache nicht fundamental ist und seine Argumente sind lediglich wählererhaschend. Ob die Wähler dann noch mal richtig in die Protestkiste fassen wage ich zu bezweifeln, da dann die Gefahr besteht, dass sich die AfD etabliert.
    Es wird also sehr schwer für den Wähler werden. Früher war das für den Wähler einfacher. In solch einem Fall hat er immer die FDP gewählt, damit die den Karren aus dem Dreck zieht durch entsprechende Koalition.

  16. Grüne,FDP und Piraten raus – drei gute Nachrichten.

    In NRW werden die Grünen immer schwächer und die FDP ist auch nicht sonderlich stark.

    Jetzt liegt es an der AFD irgendwann,wenn sie ihre Sektiererei endlich mal abgeschlossen hat,ein Profil durch ein vernünftiges Programm zu bekommen.Die Leute wollen ja – aber man muß auch endlich mal liefern.

    • Der Wunsch „Merkel muss weg“ wird leider nicht in Erfüllung gehen. Wir haben Protestparteien und viele Parteien, welche der Wähler perse nicht wählt. Wie kann man also Parteien wie AfD, FDP und Grüne verhindern? Genau so, wie es die Saarländer gemacht haben. Sie haben den Anteil der „Nichtwähler“ gewaltigt gesteigert. Andere Möglichkeiten sehe ich zur Zeit nicht. Wenn sich die CDU jetzt noch etwas den Erdogan vom Leib hält, wird sie eine Mehrheit bekommen.Das Flüchtlingsthema kommt langsam in den Hintergrund. Mit einigen Aufsehen erregenden Abschiebeaktionen kann die CDU bis zur BTW gut für sich punkten.

      • Der Anteil der Nichtwähler ist im Saarland doch stark gesunken. Vielleicht meinen Sie die ehemaligen Nichtwähler, die diesmal eher CDU als AfD gewählt haben. Im Bund wird die CDU keine absolute Mehrheit holen, doch vermutlich eine relative, an der wegen der AfD niemand vorbei eine Regierung bilden kann.

  17. Vielleich kann die LKR ja dort mitmachen.

    “ Möglicherweise befindet sich die Partei gerade vor einem Umbauprozess. Ohne Aussicht auf den Wiedereinzug in die Parlamente sucht man nach Alternativen. Patrick Schiffer, Vorsitzender der Partei, führe mit Vertretern von sechs anderen Organisationen Gespräche über ein sozialliberales Projekt. Dabei spricht er mit zwei FDP-Abspaltungen, aber auch mit einem sozialliberalen Arbeitskreis in der Linksjugend. Ziel könnte die Zusammenführung sein oder eine Neugründung. “
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1046117.piraten-sehen-dem-parlamentarischen-aus-entgegen.html

    Lucke im Bündnis mit der Piratenpartei wäre sicher lustig.

      • Lucke ist zu einer Witzfigur geworden. Wirklich ein trauriges Ende. So peinlich wie seine Versuche waren, hin und wieder den Populisten zu mimen, solange das opportun erschien, so peinlich sind seine jetzigen Anbiederungsversuche, um wieder geliebt zu werden.

        Er hätte seine Niederlage akzeptieren sollen. Die AfD wäre heute auf einem guten Weg. Petry wäre auch so gefallen, dann aber über andere Gegner.

      • Richtig. Deswegen darf man sie auch erst nach der Wahl stürzen. Für mich ist Petry bereits gefallen, sie hat die entscheidenden Mehrheiten bereits verloren, weil sie alle! Flügel gegen sich aufgebracht hat. Ein Mensch mit so destruktivem Charakter tut keiner Partei gut.

      • Aus meiner Sicht wäre es am besten, wenn die AfD in NRW gar nicht erst zur Landtagswahl zugelassen wird. Dann sind Herr Pretzell und seine Frau sofort Geschichte und es wäre noch Zeit, zumindest in NRW eine bessere Liste zur Bundestagswahl aufzustellen. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Zulassung mit danach einem schlechten Ergebnis noch so gerade über 5 Prozent, welches dann auch die Bundestagswahl negativ beeinträchtigt, aber für personelle Konsequenzen nicht reicht, sondern die innerparteilichen Machtverhältnisse zumindest in NRW sogar noch festigt.

      • Ich kenne die Mehrheitsverhältnisse nicht und habe keinen inneren Einblick in die AfD. Aber ich frage mich schon, wie ein Ausschlussverfahren einer einzigen Person eine Partei so gegen alle Führungskräfte aufbringen kann, sodass sogar der Einzug in den Bundestag in Gefahr gerät und damit auch mögliche eigene Posten. Wo bleibt der Opportunismus? Ist die Partei also ideologisch tatsächlich Höcke pur oder aber ist den Leuten, wie auch einst bei Lucke, einfach alles und jeder recht, um die verhasste Petry loszuwerden?

        Pretzell in NRW hat immerhin noch jenen Charme, der Petry völlig abgeht. In NRW sehe ich für die AfD nicht ganz so schwarz. Das Wählerklientel, das momentan abspringt, ist vor allem das intellektuelle bürgerliche, teilweise auch normale konservativ ländliche. Das Prekariatsklientel ist noch treuer (deshalb die besseren Ergebnisse in Homburg oder anderen Mittelstädten mit wirtschaftlichen Krisen und Migrationsproblem) und in NRW in den zerfallenden Arbeiterstädten vor allem vertreten. Wer in Duisburg wohnt oder Silvester in Köln erlebt hat und das völlige Versagen der SPD sieht, wird als Prekariatsmalocher auch vor dieser AfD nicht zurückschrecken.

      • Welchen Charme hat denn Herr Pretzell? Ich mag beide nicht, doch im direkten Vergleich schneidet seine Frau deutlich besser ab als er.

        Es mag Wähler geben, die die AfD in jedem Fall wählen und sich für deren Interna gar nicht interessieren. Für diese Wähler ist es aber auch egal, ob Frau Petry oder Herr Höcke bleibt oder geht.

        In der AfD ist Herr Höcke weit von einer Mehrheit entfernt, doch seine Anhänger stehen voll hinter ihm und machen entsprechend Ärger ohne Rücksicht auf Verluste, wenn ihn jemand angreift. Frau Petry und mehr noch Herr Pretzell haben hingegen vor allem Opportunisten um sich versammelt, die sofort die Seiten wechseln, wenn das irgendeinen noch so kleinen Vorteil verspricht. Von daher ist doch schon klar, wer sich langfristig durchsetzen wird, wenn es nicht wieder einen exogenen Schock gibt.

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