Wehmütiger vierter Jahrestag meines Parteiwechsels

Heute ist der vierte ‚Jahrestag meines Wechsels von der FDP zur AfD‘. Vor vier Jahren war nicht nur ich voller Hoffnung in diese neue Partei. Jedes Jahr wurde meine Einschätzung düsterer (siehe ‚Zweiter Jahrestag meines Wechsels zur AfD‘ und ‚Parteiwechsel vor drei Jahren‘). Das gilt leider immer noch. Man kann die AfD sicher nicht mehr als „liberale Alternative“ bezeichnen, wie ich das in meinem Austrittsschreiben gegenüber der FDP vor vier Jahren getan habe. Ich würde auch nicht mehr wie vor zwei Jahren behaupten, dass „die AfD von den wesentlichen Inhalten her trotz allem immer noch die liberalste der ernstzunehmenden Parteien in Deutschland“ ist. Ich erwarte auch nicht mehr wie noch letztes Jahr, dass die AfD „wieder eine seriöse liberal-konservative Partei“ wird. Ich bin bescheiden geworden und würde mich schon freuen, wenn die AfD überhaupt eine Alternative zu den anderen Parteien bleibt und z. B. weiter gegen den Euro eintritt.

Leider hat sich auch nicht die Hoffnung meines Austrittsschreibens erfüllt, die FDP könne „sich in der Opposition erneuern, um wieder liberal zu werden und sich wirtschaftlichem Sachverstand zu öffnen“. Ich habe auch nicht mehr die Hoffnung vom letzten Jahr, „dass die FDP wieder eine ehrliche liberale Partei wird“ zumindest in absehbarer Zeit. Trotzdem füllt sie in Deutschland wieder den Platz der liberalsten Partei (mit Chancen auf Überwinden der Fünf-Prozent-Hürde), den die AfD geräumt hat, um sich anderen Themen und Wählern zuzuwenden.

Der bislang größte reale Effekt der AfD war es, die FDP 2013 aus dem Bundestag zu halten (ansonsten hätte es für die Fortsetzung der Koalition mit der Union gereicht). Dieses Jahr wird ihr das nicht mehr gelingen, was aber vielleicht sogar besser so ist. Von 2009 bis 2013 hat die FDP zwar nichts Positives bewirkt, aber rückblickend zumindest nicht noch Schlimmeres aktiv vorangetrieben wie seither die Große Koaltion. Es wäre paradox, aber durchaus möglich, dass Frau Merkel dieses Jahr ausgerechnet wegen der AfD Bundeskanzlerin bleibt.

27 Gedanken zu „Wehmütiger vierter Jahrestag meines Parteiwechsels

  1. Die AfD befindet sich spätestens seit 2015 wegen ihres personellen Ballastes in einer Sackgasse. Mit der Konkurrenz um Mandate beeinflusst die AfD politische Richtungen nur mit massentauglichen Themen.
    Für erklärungsbedürftigere Politikziele müsste politische Mitwirkung in einer Bundesregierung denkbar sein- keine Chance.
    Wir sehen im Augenblick etliche liberal-konservative Vereine, Gruppierungen, Kleinparteien, deren Mitglieder sich 2009 in der Bundestagswahl vermutlich der FDP als Korrektiv zur CDU/CSU zugewandt hatten (so kannte ich das wenigstens aus meinem Mandantenkreis). Ich rechne damit, dass dieser Trend wieder zunimmt. Frank Schäffler ist nicht grundlos in der FDP geblieben.
    Eine R2G- Regierung in Deutschland und Macron in Frankreich würden den Trend zur Sozialisierung deutschen Wohlstandes in Europa lawinenhaft verstärken.

    • Sie sprechen einen wichtigen Punkt an.

      Bei einer Wahlentscheidung wird auch der Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl mitzubedenken sein und welche Signale zwischen dieser Person und einerseits Merkel und andererseits SChulz dann wahrzunehmen sein werden.

      In der Tat würde ich EU-Schulz zutrauen, schneller irreversible Fakten in Richtung einer totalen Transferunion zu schaffen, als dass seine Regierung – wenn überhaupt – vorzeitig abgelöst wird.
      Da wäre mir eine stark geschwächte Merkel-Regierung noch lieber, in der deshalb – hoffentlich – bald ein Thronwechsel stattfindet.

      • In der Tat würde Schulz Politik eher im Interesse der EU als Deutschlands betreiben.

        Allerdings hat Merkel das mit den bekannten Folgen genauso getan. Die Begründung für die Massenaufnahme war ja, Griechenland, Ungarn und Italien zu entlasten. Für Merkel war es im deutschen Interesse, sich für das europäische Interesse, das das mit dem deutschen identisch sei, aufzuopfern. Das war bereits postdeutsche Politik in Reinform.

        Wer jetzt trotzdem Merkel wählt, nachdem er jahrelang über ihre Einladungspolitik nur ‚abgekotzt‘ hat, ist meines Erachtens politisch verwirrt. Was interessiert es Merkel, wie sehr wir unter ihrem Verrrat leiden, solange sie am Wahltag trotzdem unsere Stimme bekommt?

      • Ich werde Frau Merkel auf gar keinen Fall wählen. Wenn sie wenigstens im gesamteuropäischen Interesse handeln würde, könnte man doch sogar noch überlegen, ob es die hohen Kosten hierzulande rechtfertigt. Tatsächlich schadet sie aber nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa, sei es mit ihrer Euro- oder Flüchtlingspolitik. Den Brexit hat sie zu verantworten und ebenso die zunehmende Entfremdung im Rest der EU.

      • Eben. Was sie gemacht hat, war Realsatire, wenn man noch seinen Sinn für Humor bewahrt hat. Sie hat deutsche Interessen für europäische Interessen geopfert, was aber von den Europäern gar nicht goutiert wurde, so daß sie am Ende allen geschadet hat. Ich würde die Dame nur noch wählen, wenn die Gegenkandidaten Stalin, Hitler und Saddam hießen, sonst nicht.

      • Ich denke nicht, dass Frau Merkel europäische Interessen im Sinn hatte. Jetzt kommt doch gerade ans Licht, aus welch kleinlichen Motiven sie im Spätsommer 2015 handelte. Bei der Eurokrise war das kaum anders. Andere Regierungen vertreten nicht nur ihre nationalen, sondern auch die europäischen Interessen besser als Frau Merkel oder demnächst vielleicht Herr Schulz, der sicher nicht in derselben Liga spielt wie Stalin & Co., sondern selbst gegenüber Frau Merkel das viel kleinere Übel ist. Es ist wichtig, das zu erkennen und dann auch zu verkünden, da Frau Merkel jetzt ganz klar darauf setzt, sich als das kleinere Übel gegenüber Rot-Rot-Grün zu verkaufen, was sie überhaupt nicht ist, zumal inzwischen sogar eine Große Koalition mit stärkerer SPD und deshalb Herrn Schulz als Kanzler möglich erscheint.

      • Ja, stimmt. Das Schielen auf die veröffentlichte Meinung hatte ich schon damals als ihr Hauptmotiv gespürt. Das passiert, wenn die politische Führung nur das Fahren auf Sicht beherrscht. Verkauft wurde es aber von der linksliberalen politisch-medialen Klasse als Handeln im Sinne und Interesse Europas (wenn nicht gleich ganz universalistisch argumentiert wurde).

        Diese Überhöhung hat auch Schulz voll mitgetragen. Aber eine SPD-Regierung hätte sich aus Angst vor der CDU nie die Grenzöffnung getraut. Aber seitdem zwei sozialdemokratische Großparteien im Parlament sitzen, fehlen dem deutschen Parteiensystem die notwendigen Gegengewichte.

        Ein Vorteil von RRG wäre, daß die CDU in der Opposition ihren Linkskurs beenden würde. Da sie aber aus Mangel an Reputation, Positionen und nicht zuletzt Personal nicht mehr zum Konservatismus zurückkehren kann, könnte die AfD sie als erste bürgerliche Partei ablösen. So jedenfalls meine Hoffnung.

      • RRG wäre die sofortige Katastrophe und kein Tod auf Raten. Das kann man sich vielleicht als AfD-Politiker wünschen, denn dann winkten bald viele Mandate, aber sicherlich nicht als AfD-Wähler.

        Eine GK unter Schulz wäre wohl das kleinste realistische Übel. Aber die Wahl von Schulz ist zu gefährlich, weil man dann auch schnell mit RRG oder einer Ampel aufwachen könnte.

        Deshalb ist eine Wahl der AfD die beste Variante. Denn eine Stimme für die AfD lässt sich nicht uminterpretieren. Da ist klar, was der Wähler wollte.

        Neben einer abgestraften Merkel und einer Verhinderung von RRG ist aber auch eine Zurechtstutzung der Grünen in der Opposition notwendig. Ähnliches gilt für die Linke. Das würde der SPD ein wenig den Druck von links nehmen, was nicht unwichtig ist.

  2. Im letzten Satz implizieren Sie (wieder einmal), dass man statt AfD z.B. Frau Wagenknecht waehlen soll? Oder verstehe ich Sie falsch?
    Ich sehe auch keine Moeglichkeit Frau Merkel ohne Risiko los zu werden!

    • Es ist noch zu früh, um zu bestimmen, mit wessen Wahl man Frau Merkel am ehesten los wird. Es könnte durchaus die SPD sein, was auch den Schulz-Effekt erklären würde. Denn so blöde, ihn um seiner selbst willen zu wählen, kann doch eigentlich keiner sein.

      • Sie sind ein guter Mensch! Menschliche Dummheit kennt keine Grenzen, besonderes wenn es darum geht zu profitieren

  3. Es gab in den letzten 4 Jahren viele bemerkenswerte Sachverhalte. Ich fasse das mal zusammen unter dem Begriff „Umgang mit Unzufriedenheit des Bürger“. Das Imperium wurde aufgeschreckt durch eine „Afd“. Im Sog davon dann „PEGIDA“ . Das Sammelbecken des Protest war und ist nicht homogen. Dies wurde vom Imperium genutzt. Die Medien, gekoppelt mmit dem System des Imperium waren noch ratloser. War man doch plötzlich in einer Opferrolle.

    Nun, nach den ersten vier Jahren, kann man wie Prof.Dilger als Teil dieser Bewegung erste Analysen vornehmen.Ursache und Wirkung ist aber noch nicht abgeschlossen. Das Imperium festigt sich zunehmend, siehe Idee Lammert. Gleiches ( Änderungen von Gechäftsordnungen) wurde ausserdem in allen Landesparlamenten entwickelt wo die AfD hinzu kam. nichts NEUES. Bei den Grünen damals, bei der PDS damals, als die im Verwaltungsapperat des Imperium auftauchte.

    Spannender ist, ob sich dieser „Bürgerprotest“ nachhaltig bei dem Imperium auswirkt, nämlich dass die Parteien sich ändern. Das sehe ich noch nicht.

    Die Protestbewegung wiederum ist von linkem bis rechten politischen Denken gefüttert.Dies unter einer Kraft zu sammeln kann nicht funktionieren.Schon garnicht unter dem Angriffsmodus der „Opfer“, nämlich den Medien und Imperium.

    Bemerkenswert für mich ist, dass die Gilde der Akademiker in diesem Lande die Notwendigkeit der Veränderung erkannt hat, aber keine „Lehrplan“ zur Hand hatte, wie machen wir das. Mehr noch ratlos nun vor dem „Scherbenhaufen“ der sich zerlegenden Protestbewegung stehen.

    Ich habe mir den live stream des Wahlkampfauftakt der LKR in Schleswig-Holstein angesehen.
    Eine Landtagswahl. Es wurde nur über EU und Flüchtlinge gesprochen. Null,null Landesthemen.

    Der Bürger ist unzufrieden mit seinem regionalen Imperium, nicht nur EU und Bundespolitik. Es fehlt einfach der „Masterplan“ der Parteien/Bewegungen. Schade das „Lehrbeauftragte“ so unfähig sind eine Revision des Parteien-Imperium zu schaffen.

    Bei dieser BTW geht es um Merkel oder Schulz..was für eine Alternative…Pest oder Cholera.Das Ergebnis wird sein..beide zusammen. Na denn…rette sich wer kann.

  4. „…Ich bin bescheiden geworden und würde mich schon freuen, wenn die AfD überhaupt eine Alternative zu den anderen Parteien bleibt…“

    Ich hatte früher auch schon dann und wann mal mir diesen Blog
    angesehen, mochte ihn aber nicht wirklich. Er hatte damals mir
    noch zu sehr „FDP-Stallgeruch“, deswegen hatte ich hier auch
    nie kommentiert.
    Mit der zunehmenden Distanz zur FDP-Denke und den zunehmen-
    den Grundsatzüberlegungen, was bedeutet eigentlich „liberal“ und
    was ist eigentlich nur FDP-Ideologie, wurde der Blog dann besser
    und besser – zunächst mal Danke dafür!

    Als liberalste Partei Deutschlands würde ich die heutige FDP aller-
    dings nicht bezeichnen.
    Zu groß sind mittlerweile die Anteile von kulturmarxistischen
    Elementen („Willkommenspolitik“, gemeinsame Demos mit der
    Antifa gegen AfD und Islamkritiker) sowie von sozialistischer Plan-
    wirtschaft (Schuldenvergemeinschaftung, Energiewende).
    Das Attribut „liberalste Partei“ dürfte wohl der PdV zukommen,
    welche leider hier noch zu wenig diskutiert wird, obwohl sie wohl
    interessante und gute Ansätze zu vielen Fragen bereithält.

    z.B. zum Thema Asyl hier:
    /www.facebook.com/Parteidervernunft/videos/vb.111036808966258/1179604918776103/?type=2&theater

    • Sie haben meinen Zusatz in Klammern nicht beachtet: „mit Chancen auf Überwinden der Fünf-Prozent-Hürde“. Das trifft auf die Partei der Vernunft und andere Kleinstparteien nicht zu. Zu vergleichen wären also nur AfD, CDU, CSU, FDP, Grüne, Linke und SPD. Schon anfangs hielt ich die AfD nicht für eine rein liberale Partei, aber tatsächlich für liberaler als die FDP. Das denke ich inzwischen nicht mehr. Die Grünen halten sich vielleicht selbst für linksliberal, wollen aber tatsächlich die individuelle Freiheit unterdrücken statt verteidigen. Interessant wäre höchstens die Frage, wie liberal eigentlich die CSU ist.

      • Ich hatte Ihren Klammerzusatz anders interpretiert:
        die Klammer bezöge sich auf „sie“ d.h. die FDP und nicht
        auf „der liberalsten Partei“ 🙂
        Deswegen wollte ich einfach mal zur Diskussion stellen, ob
        Beiträge zur PdV nicht vielleicht sinnvoller wären, als Beiträge
        zur mittlerweile genauso unbedeutenden LKR.

        Ich stimme Ihnen zu, daß die „Grünen“ alles andere als
        liberal sind. Sie werden berechtigt „Verbotspartei“ genannt.
        Ihre Themen sind eigentlich nur das Hochziehen von Tabus,
        und zwar gepaart mit vielfachen Heilsversprechen.
        Ich würde sie „marxistische Klerikalpartei“ nennen. Kath. und
        Ev. Geistliche wissen sehr gut, warum sie insbesondere die
        Nähe zu den „Grünen“ suchen.

      • LKR ist für sich genommen völlig unbedeutend, wie morgen auch die Saarlandwahl einmal mehr zeigen wird. Interessant finde ich sie allein im Verhältnis zur AfD. Die Frage, ob die AfD Herrn Lucke rein zufällig entglitten ist, lässt sich durch Betrachtung der LKR eindeutig verneinen. Dort gibt es genau die gleichen Probleme, nur der Erfolg bei den Wählern fehlt.

        Die PdV ist nach meinem Begriffsverständnis (siehe ‚Liberal vs. libertär‘) keine liberale, sondern eine libertäre Partei. Das schließt nicht aus, dass sie in Deutschland zugleich die liberalste Partei ist, doch vermutlich gibt es auch noch wirklich liberale Kleinstparteien. Andernfalls wäre es sogar überlegenswert, doch noch eine zu gründen, nicht wegen realistischer Wahlchancen, sondern einfach um eine solche Partei zu haben.

    • @ Peterchens Mondfahrt sagte am 25/03/2017 um 10:25 :

      Zu groß sind mittlerweile die Anteile von kulturmarxistischen
      Elementen („Willkommenspolitik“, gemeinsame Demos mit der
      Antifa gegen AfD und Islamkritiker) sowie von sozialistischer Plan-
      wirtschaft (Schuldenvergemeinschaftung, Energiewende).

      Das ist mein Problem mit den heutigen „Liberalen“. Sie sind überhaupt nicht mehr liberal, sondern fahren vor allem in der Gesellschaftspolitik im Fahrwasser der Linken, und merken das nicht einmal. Der Sieg linker Ideen im liberalen Lager ist total; den rechtsliberalen Flügel gibt es in der FDP ja nicht einmal mehr dem Namen nach. Der Liberalkonservatismus hat den Kulturkampf mit Pauken und Trompeten verloren – jetzt brauchen wir neue Kräfte und der erfolgversprechendste Ansatz sind die „Populisten“ mit ihrer Querfrontpolitik, die dem bürgerlichen wie dem Arbeiterlager die Themen und Wähler wegnehmen.

      • Diese Stimmen fehlen dann aber dem bürgerlichen Lager. Selbst dessen gute Ideen werden teilweise diskreditiert. Was passiert, wenn Populisten an die Macht kommen, kann man gerade in den USA beobachten. Herr Trump und die Republikaner können keines ihrer Wahlversprechen umsetzen. Wer zu lange Fundamentalopposition geübt hat, kann nicht plötzlich auf konstruktives Regieren umschalten.

      • Die Lage in den USA ist anders. Die gescheiterte Gesundheitsreform war ein Herzensprojekt der alten, korporatistischen GOP um Sprecher Paul Ryan, der sich noch im Oktober kategorisch von Trump distanziert hatte. Trumpanhänger sind gegen die Reform Sturm gelaufen, weil sie ihrer Ansicht nach inoch schlechter als Obamacare ist und auf Kosten der Arbeiterklasse gegangen wäre.

        Gestern war ein großer strategischer Sieg von Trump, denn jetzt ist Ryan und sein alt-republikanischer Flügel durch die Niederlage diskreditiert. Das wird dem Umbau der GOP in eine moderne, volksnahe Partei neue Impulse geben. Sie werden sehen, es geht sofort mit dem Programm weiter, mit dem Trump die Wahl gewonnen hat und das die Linke am Meisten fürchtet: der Mauer und der Ausschaffung der Illegalen.

      • Dass Obamacare nicht ersetzt wird, liegt an den Republikanern und nicht an Trump selbst. Trump tritt zwar in viel zu viele Fettnäpfchen, aber seine Politik ist grundsätzlich richtig (es gibt natürlich immer Ausnahmen). Für viele Veränderungen braucht man gar keine anderen Gesetze. Der Grenzschutz arbeitet jetzt bereits viel eifriger und es wird deutlich mehr abgeschoben als vorher. Auch wird wieder mehr gebaut und übertriebener Umweltschutz zurückgefahren. Es ist eine viel gesündere Kultur wiedereingezogen.

      • @ Dilger
        „Herr Trump und die Republikaner können keines ihrer Wahlversprechen umsetzen.“
        Herr Trump ist gerade mal 2 Monate im Amt.
        Es ist m. A. noch zu früh, schon jetzt ein abschließendes Urteil
        darüber zu fällen, wieviel ein Präsident Trump bewegen wird.
        Zumindest konnte er doch wohl u.a. die Pharmaindustrie dazu
        bewegen, neue Werke in den USA statt in Mexiko zu planen.

        @ Eurokanadier
        „Das ist mein Problem mit den heutigen „Liberalen“…“
        Es ist nicht nur ein Problem der heutigen Liberalen, sondern
        leider ein Allzeit-Problem zumindest des deutschen Liberalis-
        mus. Zur Kaiserzeit gab sich der Liberalismus betont national.
        Der Flottenbau sowie der Kolonialismus gingen nicht auf die
        Altpreußisch-Konservativen zurück, sondern auf die National-
        liberalen.
        Der Dietrich Heßling in Heinrich Manns „Der Untertan“ ist
        seinem Auftreten nach kein Deutschkonservativer, sondern
        der typische kaiserzeitliche Nationalliberale.

        http://www.youtube.com/watch?v=cA0bFBa_7h8

        Nach dem 30.01.33 lösten sich die liberalen Parteien weit-
        gehend selbst auf, ihre Mitglieder gingen freiwilliger in die
        NS-Organisationen, als es die Ex-Mitglieder der Kommunisten,
        SPDler, ja selbst die Deutschnationalen taten.
        Und auch heute frönt man in „liberalen“ Kreisen wieder dem
        (nunmehr marxistisch geprägten) Zeitgeist.

        Der Liberalismus verkörpert zweifelsfrei zeitlose Werte, nur
        leider sind die Liberalen immer wieder so liberal, diese aus
        Gründen des persönlichen Opportunismus auf dem Altar des
        Zeitgeistes zu opfern.
        Ein ordnender Rahmen, welcher das Schöne des Liberalismus
        wachsen und gedeihen lassen würde, wird immer wieder als
        „illiberal“ empfunden, schließlich wird der Rahmen gänzlich
        über Bord geworfen. So ist es dann erklärbar, daß mittlerweile
        viele FDP-„Liberale“ meinen, man müsse auch z.B. so liberal
        sein, die Scharia in Teilen zuzulassen.

  5. Die Chancen Merkel und RRG zu verhindern sind mit der FDP im Bundestag größer. Das ist das einzig positive an der Partei. Zusammen decken beide Parteien mehr Wähler ab als einzeln. Die relative Schwäche der AfD zur FDP wirkt also so gesehen merkelverhindernd, nicht -fördernd.

    • Die FDP würde doch sofort wieder Frau Merkel als Kanzlerin unterstützen, wenn sie könnte. Selbst bei der AfD ist das nicht sicher, wobei niemand mit ihr koalieren will, so dass eine Fortsetzung der Großen Koalition unter Merkels Führung durch sie wahrscheinlicher wird. Beide machen dagegen in der Tat Rot-Rot-Grün und damit diese Variante der Ablösung von Frau Merkel unwahrscheinlicher. Hätte auch nur eine der beiden Parteien (AfD oder FDP) die Fünf-Prozent-Hürde überwunden, hätte diese Konstellation schon im jetzigen Bundestag keine Mehrheit.

      • Hmm. Ich denke, ein Bundestagseinzug der FDP schadet der CDU mehr als es nützt.

        1. Viele der Stimmen für die FDP kommen direkt von CDU-Wählern, die mit Merkel fertig sind, aber sich noch nicht trauen, die AfD zu wählen, wie Sie selbst hier einmal bemerkt haben. Die FDP schadet also direkt der CDU.

        2. Zu einer schwarz-liberalen Koalition wird es in keinem Fall reichen. Dasselbe gilt für schwarzgrün. Ergo kann die CDU nur wieder mit der SPD in einer erneuten großen Koalition zusammengehen. Deren Mehrheit ist aber so groß, daß die Stimmen der FDP für Merkel gar nicht nötig wären.

      • Es ist interessant, ob die FDP wie 2009 wieder Stimmen von der CDU gewinnen kann (die sie 2013 komplett verlor), weil die Unzufriedenheit über die Große Koalition und insbesondere Frau Merkel jetzt noch viel größer ist, während bürgerliche Wähler vor der AfD oder auch SPD zurückschrecken. Aber das nützt nur etwas zur Abwahl von Frau Merkel, wenn dadurch entweder die SPD stärker wird als die Union oder eine andere Koalition möglich wird wie z. B. eine Ampel. Interessant wird es auch, ob nach der NRW-Wahl z. B. eine sozialliberale Koalition gebildet wird und wie die Wähler darauf reagieren. Ende letzten Jahres hat Herr Lindner eine solche Koalition noch kategorisch ausgeschlossen, was er jetzt nicht mehr tut.

    • Ein interessantes Gedankenspiel wäre, ob es mit der FDP auch diese Lächerlichkeit gegeben hätte, nämlich, dass man „Kontrollen“ an der Grenzen einführt, aber trotzdem jeden durchließe.

      Ich bin ein entschiedener Gegner der FDP, sie ist opportunistisch und Lindner aalglatt. Leider ist sie mit Lidner zu erfolgreich, um sich zu erneuern. Aber die 4 Jahre Schwarz-Gelb waren nicht schlimmer als die 4 Jahre danach und das muss was heißen. Deshalb würde ich der FDP 5 Prozent gönnen, mehr aber auch noch. Die tatsächlichen Impulse können nur von der AfD kommen.

  6. Ich höre bei der Arbeit immer wieder dasselbe,die AFD hat nur ein Thema und das ist nicht alles was wichtig ist – stimmt.

    Das Thema Altersarmut,Hartz 4,Niedriglohnsektor,Aufstockung u.s.w beschäftigt die Leute noch viel mehr,als kultufremde Masseneinwanderung.

    Das sind Kernthemen und sollten dringenst aufgegriffen werden.

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