Neujahrsempfang der AfD Münster

Gestern war ich beim recht späten „Neujahrsempfang 2017“ der AfD Münster im schönen Festsaal des Rathauses. Es gab „Pfiffe und Buhrufe für die AfD in Münster“ wie auch völlig unpassende „Nazis raus!“-Rufe, da weder echte Nazis noch Neonazis im Rathaus waren, sondern Mitglieder und Gäste einer demokratischen Oppositionspartei. Es ist schon sehr bedenklich, wenn die Regierung gegen die Opposition demonstrieren lässt statt umgekehrt (u. a. mit Unterstützung des Oberbürgermeisters, der derselben Partei angehört wie die Kanzlerin, siehe Bürger-Aufstand gegen Petry“).

Der zum Glück noch bestehende Unterschied zu einem autoritären Regime ist, dass die Polizei die Opposition vor dem wütenden Mob schützt und nicht selbst angreift. Auch die Gerichte sorgen noch dafür, dass öffentliche Gebäude allen Parteien offenstehen, während private Gastwirte zunehmend durch Gewalt eingeschüchtert werden. Auch die Kaufleute in Münster wollten vielleicht weniger ein Zeichen gegen die AfD setzen als sich vor linken Gewalttätern schützen. Zum Glück blieben die Demonstranten friedlich, die natürlich demonstrieren dürfen, wogegen sie wollen, damit aber eher zu einer Solidarisierung echter Demokraten mit der AfD beitragen.

Im Saal wurde jedenfalls nichts Schlimmes oder gar Verbotenes und Verfassungsfeindliches geäußert. Es gab erst drei Grußworte von Helmut Birke, dem Sprecher (Vorsitzenden) der AfD Münster, Alexander Leschik, dem Vertreter der Jungen Alternative, und Martin Schiller, dem Ratsmitglied der AfD in Münster, der diese Veranstaltung überhaupt erst möglich machte. Es folgten Reden von Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD, und ihrem Ehemann Marcus Pretzell, Sprecher und Landtagsspitzenkandidat der AfD NRW. Ihre Rede ging vor allem passend zum Ort auf den Westfälischen Frieden sowie die GEZ bzw. jetzt den ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice ein. Seine Rede war thematisch ähnlich mit historischen Ausführungen, wenn auch weniger passend zum Zionismus im Kaiserreich, und konkreter Medienschelte einschließlich Scherzen über seinen Wohnsitz. Mein ernstgemeinter Rat wäre, zukünftig landespolitische Themen zu adressieren wie in den Grußworten, z. B. die marode Finanzpolitik, die Flüchtlings- und Sozialpolitik oder auch die Sicherheitspolitik, was man mit einem Dank an die Polizisten vor der Tür verbinden könnte.

117 Gedanken zu „Neujahrsempfang der AfD Münster

  1. „Zum Glück blieben die Demonstranten friedlich, die natürlich demonstrieren dürfen, wogegen sie wollen, damit aber eher zu einer Solidarisierung echter Demokraten mit der AfD beitragen.“

    Ich solidarisiere mich nicht mit der AfD – bin ich jetzt kein echter Demokrat?

    • Konkretisierung: Ja, alle Parteien haben das Recht, in öffentlichen Gebäuden zu tagen und damit ist es korrekt, dass die AfD den Festsaal des Rathauses mieten darf.
      Aber, wie Sie selbst schon schreiben, ist auch Protest gegen eine solche Partei mindestens mal erlaubt.
      Und wer diese Partei schrecklich findet, ist deshalb noch lange kein „echter“ Demokrat / keine „echte“ Demokratin mehr.

      • Das habe ich auch nicht behauptet. Trotzdem ist es komisch, wenn die Regierung zu Demonstrationen und Medienarbeit gegen die Opposition aufruft. Wäre die AfD in der Regierung, sähe es anders aus.

  2. Sie gemeinsam auf einer Veranstaltung mit Frauke Petry und Marcus Pretzell?
    Was ist in Sie gefahren? 😉

      • Gut so. Ich hatte nur befürchtet, dass Sie bei der NRW-AfD Hausverbot haben … 😉

      • Nein. Außerdem ist der Kreisverband Münster eigenständig und hat noch andere Nicht- und Exmitglieder eingeladen, was sehr vernünftig ist. Rein parteiinterne Veranstaltungen sind nicht sehr werbewirksam.

      • Mein Reden. Schmoren im eigenen Saft führt nicht zu weiterer Verbreitung. Ist irgendwie inzüchtig …

  3. Gut, dass Sie zum AfD-Neujahrsempfang gegangen sind. Hat Herr Pretzell sich über Ihren Besuch gefreut und Sie mit Handschlag begrüßt???

    Da Herr Pretzell Spitzenkandidat zur NRW-Landtagswahl ist, dürfte man eine landespolitische Breitseite gegen die amtierende Rot/Grüne Regierung erwarten, gefolgt von Angriffen auf die Alternativlosigkeit der CDU-Opposition und als Finale eine Zukunftsvision, warum man AfD wählen muss. So sollte die Rede des Spitzenkandidaten aufgebaut sein, am besten gut gewürzt mit viel Satire und Spott. Ich habe Herrn Pretzell noch nicht live gehört, aber er soll angeblich kein begnadeter Redner sein…..

    • Auf dem AfD-Bundesparteitag 2014 in Erfurt hat Marcus Pretzell eine brillante Rede gehalten und hätte damit beinahe Hans Olaf Henkel aus dem Feld Geschlagen.

      • Machen Sie sich nicht laecherlich mit Pretzel! Kein Mensch waehlt AfD wegen Petry, Pretzel, Hampel oder anderen Figuren sondern wegen Merkel!

      • Das ist doch der Punkt. Es geht überhaupt nicht um die AfD um ihrer selbst willen, sondern um wirksame Opposition gegen Frau Merkel. Wenn Herr Schulz diese leisten würde, wäre es auch in Ordnung. Dagegen ist in ALFA bzw. jetzt LKR der Anteil an Radikalen und Spinnern inzwischen höher als in der AfD, obwohl es doch eigentlich die seriösere Neugründung sein sollte.

      • @Alexander Dilger
        „Dagegen ist in ALFA bzw. jetzt LKR der Anteil an Radikalen und Spinnern inzwischen höher als in der AfD, obwohl es doch eigentlich die seriösere Neugründung sein sollte.“

        Und nicht vergessen: Auf Luckes Flucht vor Radikalen und Spinnern wurde noch schnell die „Konservative Sammlung“ als neue Schwesterpartei der CDU aus der Taufe gehoben … 🙂

      • Wenn ich das richtig sehe, ist aus der Konservativen Sammlung mangels Masse nichts geworden. Das macht es natürlich besonders absurd, erst für diese Konkurrenzpartei zu werben und dann doch in LKR zu bleiben. Ich würde jedoch wetten, dass Herr Lucke & Co. Ende des Jahres nicht mehr dabei sind.

      • @Alexander Dilger

        Lassen Sie uns lieber wetten, wie lange es noch dauert, bis Bernd im Glück wieder in den Schoß der CDU zurückkehrt. Was meinen Sie?

      • Ich denke eher, dass er noch eine oder sogar mehrere neue Parteien gründet. Dagegen wäre ein Eintritt in eine Post-Merkel-CDU gar nicht die schlechteste Idee.

      • Schon möglich, dass der kleine Bernd als Mann mit den meisten Parteigründungen in die Geschichtsbücher oder wenigstens in das Guinessbuch der Rekorde eingehen wird …

      • Apropos „Konservative Sammlung“ …

        Angeblich hat auch diese triumphale Neugründung die üblichen „mehr als 2.000“ Unterstützer.

        Aber fragen wir doch am besten den Spezialisten für Luckes Parteigründungen hier in Ihrem Blog, Herrn Ivan de Grisogono. Er stand schließlich auf einer alphabetischen „auszugsweisen Liste“ von Gründungsmitgliedern der Konservativen Sammlung, die diese vor kurzem im Netz veröffentlich hatte.

    • Herr Pretzell hat mich nicht persönlich begrüßt, ich habe mich aber auch nicht durch einen Pulk von Fans und Journalisten gedrängt, um es meinerseits zu tun.

      Mein subjektiver Eindruck ist, dass Herr Pretzell als Redner besser geworden ist im Vergleich zu 2013/14, doch seine Frau ihm zumindest in dieser Hinsicht deutlich überlegen ist. Bei weiteren gemeinsamen Auftritten wäre es deshalb auch günstiger, wenn sie die Reihenfolge tauschen würden.

      • Frauke Petry hat sich nicht nur rhetorisch, sondern vor allem inhaltlich in ihren Reden deutlich verbessert. Sie hat wirklich an sich gearbeitet, das muss man ihr lassen.

      • Ich mache seit Gründung der AfD darauf aufmerksam, dass man die Kunst der freien Rede lernen kann. Mit guter Rhetorik und passender Körpersprache kommt man besser rüber. In Seminaren kann man das üben oder sich coachen lassen. Die Altparteien haben dafür ihre Parteistiftungen, die entsprechende Schulungen anbieten. Sämtliche AfD-Kandidaten für Landtag und Bundestag sollten ihr Auftreten professionalisieren!

        Bei Frau Petry ist erkennbar, dass sie an sich bearbeitet hat. Mit Michael Klonovsky hat sie natürlich einen Medienprofi an ihrer Seite, der sie garantiert coacht.

  4. Freut mich sehr, dass Sie auf der Veranstaltung waren, Herr Dilger! Hoffe, Sie konnten sich dort auch mit angenehmen Menschen austauschen, mit konstruktiv Bürgerlichen und nicht nur reinen Wutbürgern.

  5. ……….. nicht einfach gegen Einheitsbrei zu argumentieren, macht auch keinen Spaß das Spießrutenlaufen. Unsere Hochachtung vor Courage der Teilnehmer, Dank für Stimmen der Vernunft.

    Nach unserer Meinung :

    Es wird sich nur dann grundlegend ein positives Bild in der durch gleichgeschaltete Medien beeinflussten Haltung der Bevölkerung bilden, wenn AfD die Bundestags – Wahlen mit einem deutlich sicht- und hörbaren Ergebnis besteht.

    Im Bundestag öffentlich sichtbar zeigen kann, daß es keine Pseudo – Oposition mehr gibt, sondern eine Vertretung für Deutschlands „schweigende Mehrheit“.

    Dafür gibt es sehr gute Chancen, weil die desaströse aktuelle Situation durch Asyl – Chaos, permanent steigende Energiekosten, Griechenland“hilfen“ , Kriminalität, Draghis EZB – Politik
    etc. bis zum Herbst nicht signifikant besser werden wird.

    Wahlen bei Nachbarn Frankreich, Niederlande, Lage in Österreich, DK, Schweden etc. werden die Stimmung pro AfD befeuern.

    Bis dahin gilt :

    Offensiv, sichtbar deutlich zeigen, daß die AfD das Potenzial und Personal hat
    um Bürger / innen von der Notwendigkeit eines Politikwechsels zu überzeugen.

    Kompetenz nicht nur in Ablehnung von ungebremster Einwanderung in die Sozialsysteme, auch in Bereichen Wirtschaft und Finanzen wollen wir substanziell vertreten werden.

    Herz und Verstand, damit wird die AfD gewinnen.

  6. Sie schreiben, die Demonstration gegen die AfD sei von linksextremen Gruppen und der Regierung geplant gewesen. Dabei scheinen Sie jedoch die starke Beteiligung der kirchlichen Gemeinden in Münster außer Acht zu lassen. Dies deutet darauf hin, dass es sich bei dem Protest in erster Linie um eine moralische und nicht um eine politische Reaktion auf rassistische Äußerungen einiger Afd-Mitglieder handelt. Für mich als liberalen Bürger dieses Landes endet die Freiheit mit dem Rassismus, denn er ist die Ursache, die 1945 zum Untergang unseres geliebten Deutschlands geführt hat. Die Afd sollte endlich ihren braunen Deckmantel ablegen und sich dazu bekennen, was sie eigentlich ist: Eine liberale Partei.

    • Was ist moralisch daran, eine ganze demokratische Partei einschließlich Millionen Wähler wegen einzelner zweifelhafter, vielleicht sogar vom Verfassungsschutz entsandter Funktionäre zu verunglimpfen? Allerdings war und ist die AfD keine liberale Partei, hat aber immer noch etliche liberale Mitglieder und z. T. auch Positionen. Viel bedeutender ist das Streben vieler, die Bundesrepublik Deutschland und das Grundgesetz zu bewahren statt zu zerstören.

      • Solange die AfD zur Fremdenfeindlichkeit innerhalb ihrer Partei nicht klar Stellung bezieht, wird sie für viele Menschen in Deutschland unwählbar bleiben, selbst wenn sie einige sinnvolle Vorschläge macht.

      • Die AfD positioniert sich doch klar gegen Fremdenfeindlichkeit. Kennen Sie auch nur einen fremdenfeindlichen Beschluss? Für die Einhaltung des geltenden Rechts zu sein und nicht alle Menschen dieser Erde auf Dauer nach Deutschland einladen zu wollen, ist nicht fremdenfeindlich. Ein echtes Problem ist es, dass sich die AfD nicht deutlich genug von einzelnen Funktionären und Mitgliedern abgrenzt, die sich gelegentlich fremdenfeindlich oder zumindest bewusst doppeldeutig äußern, was übrigens in allen Parteien vorkommt.

      • @Alexander Dilger

        Das ist die richtige Antwort.
        Vor allem vor dem Hintergrund, dass Sie selbst gar kein AfD-Mitglied (mehr) sind …

      • @Thorsten Meyer

        Ich verstehe Ihr Ansinnen nur zu gut, rate aber trotzdem dazu, etwas genauer hinzusehen!

        Beste Grüße
        MM

    • @ Meyer
      Falls Sie damit auf Höckes Rede zu Dresden anspielen wollen,
      so sei erwähnt, daß die Planung der kirchlichen Gegenproteste
      bereits im Gange war, bevor die Rede überhaupt gehalten wurde.

      Wie konnten unsere würdigen Kirchenvertreter diesen Skandal
      also erahnen?
      Die ehrenwerte Geistlichkeit wird doch nicht etwa einen Teufels-
      pakt eingegangen sein und die Wahrsagekunst der Hexen
      genutzt haben!
      Dann sollte sie schleunigst der malleus maleficarum treffen,
      die Probe der glühenden Eisen wird die Wahrheit ans Tageslicht
      befördern!

      Aber was die „moralische“ Motivation unserer holden Geistlich-
      keit angeht:
      Ich vermute, Trieb ist vielmehr die gleiche Moral, welche schon
      den ehrwürdigen Pastor Zillich – den besten Freund von
      Diederich Heßling – auszeichnete.

  7. Ich verstehe nicht, von welcher „Regierung“ die Rede ist, die angeblich gegen eine Opposition demonstrieren läßt. Die Demonstration wurde vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ Münster organisiert (https://keinenmeter.noblogs.org/) – nachdem zu urteilen was man auf deren Webpräsenz sieht, ein loser Zusammenschluß diverser Organisationen (https://keinenmeter.noblogs.org/archiv-naziaufmarsch-2012/unterstutzerinnen/), darunter allerdings keine „Regierung“.

    Es scheint also, dass Sie mal wieder dreist lügen, bei Ihnen allerdings nichts neues.

    • Sie nehmen es doch mit der Wahrheit nicht so genau einschließlich Ihrem wiederholten und stets gebrochenen Versprechen, hier nicht mehr kommentieren zu wollen. Regierungsvertreter und -parteien haben öffentlich die AfD diffamiert. Die konkrete Demonstration wurde vom CDU-Oberbürgermeister unterstützt. Die unterstützende SPD ist Regierungspartei, die unterstützenden Grünen sind nur formell Opposition, unterstützen aber Frau Merkel besonders vehement und wollen morgen auch Herrn Steinmeier zum Bundespräsidenten wählen. Ansonsten finden sich in der von Ihnen verlinkten Unterstützerliste noch etliche linksextremistische Organisationen, mit denen kein verfassungstreuer Demokrat gemeinsame Sache machen sollte.

      • Zum Einen liegen Welten zwischen der verbalen Unterstützung einer Demonstration und deren Organisation, die Sie unterstellen (mal davon abgesehen, dass der Oberbürgermeister sich eigentlich zur Aktion der Kaufleute geäußert hat und nicht zur gleichzeitig stattfindenden Demonstration, aber mit solchen Details wollen wir uns nicht aufhalten).

        Zum Anderen durfte nach Ihrer Logik keine politische Partei mehr eine politische Demonstration unterstützen, sobald sie irgendwo an der Regierung ist oder auch nur einmal für die Regierung stimmt – gilt das auch für die AfD?

        Und drittens lenken Sie wieder von Ihren Lügen ab, sobald Sie erwischt werden – Sie haben ganz klar behauptet, dass die fragliche Demonstration von der Regierung organisiert wurde, oder wie soll man etwa die Aussage interpretieren “ Es ist schon sehr bedenklich, wenn die Regierung gegen die Opposition demonstrieren lässt “ – eine offensichtliche Verdrehung der Tatsachen.

        Darin sind Sie allerdings Ihren AfD-Freunden ähnlich, zuerst dreist lügen, dann, wenn man erwischt wird, relativieren, vernebeln usw. usw. – weshalb (aber nicht nur deswegen) ich Ihnen empfehle wieder einzutreten, dort gehören Sie hin und nirgendwo anders.

      • Offensichtlich sind Sie nicht in der Lage, selbst einfache Aussagen richtig zu verstehen (weshalb ich Ihnen auch keine Lüge unterstelle bei Ihren persönlichen Angriffen). Herr Lewe hat in Bild auch die Demonstration begrüßt und die Aktion der Kaufleute als „[b]esonders beeindruckend“ bezeichnet. Wenn „die Regierung gegen die Opposition demonstrieren lässt“, dann organisiert das doch auch in Russland nicht Herr Putin oder in der Türkei Herr Erdogan persönlich. Auf die Unterstützung durch die zuständige SPD-Gliederung haben Sie selbst verlinkt, wobei diese genau genommen von 2012 stammt und die aktuellen Unterstützer nicht explizit benannt werden, die SPD sich aber hier selbst outet und die CDU dort.

      • Ich kann es nur noch einmal wiederholen:

        Erstens: Es liegen Welten zwischen der verbalen Unterstützung einer Demonstration und deren Organisation.

        Zweitens: Es ist großer Unterschied, ob eine (oder mehrere) an der Regierung beteiligte politische Partei eine Demonstration organisiert, oder die Regierung selbst, unter Ausnutzung der Regierungsmachtmittel.

        Wie das in der Türkei abläuft weiß ich nicht, aber im russischen Fall ist es z.B. bekannt, dass den Staatsangestellten regelmäßig nahegelegt wird, zu den Pro-Putin-Demonstrationen zu erscheinen, mit Sanktionsandrohung bei Nichtbefolgung.

        Wenn Sie über ähnliche Vorkommnisse in Münster Bescheid wissen, z.B. dass den Angestellten der Stadtverwaltung nahegelgt wurde sich der Demo anzuschließen, oder auch dass bei der Organisation Mittel aus dem Stadthaushalt verwendet wурден – dann wäre Ihre Aussage gerechtfertigt, und die Situation wäre in der Tat ein Skandal.

        Ich vermute aber sehr stark, dass Ihnen nichts derartiges bekannt ist (so etwas kommt selbst in Russland sehr schnell an das Licht der Öffentlichkeit), sondern dass Ihre Aussage „die Regierung gegen die Opposition demonstrieren lässt“, wie
        ich schon zum dritten Mal wiederhole, eine dreiste Lüge ist, die es zum Ziel hat Stimmung zu schüren.

        P.S

        Ich bin im übrigen durchaus in der Lage sowohl einfache als auch kompliziertere Aussagen zu verstehen, aber den Absatz im Bild habe ich tatsächlich falsch verstanden.

      • Wie kommt es, dass Sie einerseits übergenau sein wollen und mir deshalb Lügen unterstellen, umgekehrt aber einfach Aussagen erfinden? Wo habe ich denn behauptet, dass die Regierung die Demonstration selbst organisiert hätte? Dass „die Regierung gegen die Opposition demonstrieren lässt statt“, ist doch zumindest in dem trivialen Sinne wahr, dass sie die Demonstration zugelassen und nicht verhindert hat. Die Regierungsparteien gingen jedoch viel weiter und haben offiziell zur Unterstützung aufgerufen. Dabei bleibt es nicht bei Worten, sondern die „Regierung verdoppelt Ausgaben gegen rechts“. Wenn es dabei wirklich um Prävention von schweren Straftaten wie dem Anzünden von Flüchtlingsunterkünften ginge, wäre es vielleicht noch verständlich, doch in Münster ging es zusammen mit gewaltbereiten Linksextremisten gegen eine völlig legale und friedliche demokratische Partei.

      • Gut Herr Dilger, es mag daran liegen, dass ich kein Muttersprachler bin, aber für mich sind tatsächlich die Aussagen:
        „Die Regierung läßt gegen die Opposition demonstrieren“ und „Die Regierung organisiert eine Demonstration gegen die Opposition“ weitgehend identisch.

        Würde mich tatsächlich interessieren, wie das die anderen Muttersprachler sehen, sie können sie ja evtl. melden.

        Wenn Sie allerdings mit dieser Aussage tatsächlich etwas ganz anderes gemeint haben (was ich Ihnen nicht glaube), etwa
        „Die Regierung hat eine Demonstration gegen die Opposition nicht verhindert“ oder „die an der Regierung beteiligten Parteien haben eine Demonstration gegen die Opposition (mit)organisiert“, dann bleibt für mich festzustellen, dass ich dies, ganz anders als Sie überhaupt nicht bedenklich finde, ganz im Gegenteil, denn:

        1. Die Regierung sollte keine Demonstrationen verhindern, weder für noch gegen die Opposition.
        2. Jeder politischen Partei steht es frei Demonstrationen zu organisieren für oder gegen was auch immer und unabhängig davon, ob diese Partei an der Regierung beteiligt ist oder nicht.

        Was im Übrigen unsere Diskussion mit der Verdopplung der Ausgaben für die Prävention rechter Gewalt zu tun hat, vermag ich nicht nachvollziehen. Anscheinend wollen sie damit sagen, dass es verboten sein sollte rechte Gewalt zu bekämpfen solange es linke Gewalt gibt. Merkwürdig, aber was soll es.

      • Es handelt sich um verschiedene Aussagen, wobei es mir nicht um eine Beschränkung des Demonstrationsrechts ging, wie ich explizit schrieb. Finden Sie es wirklich nicht bedenklich, wenn Regierungsparteien zusammen mit extremistischen Parteien und Organisationen gegen eine nichtextremistische Oppositionspartei demonstrieren? Die „AfD ist in Münster nicht willkommen“ laut CDU. Halten Sie das für demokratisch? Wo bleibt der Aufschrei, wenn Gaststätten bedroht oder tatsächlich gewaltsam angegriffen werden, nur weil sie einer legalen Partei ganz legal Räumlichkeiten zur Verfügung stellen wollen?

        Die Gelder aus dem Bundeshaushalt werden eben nicht nur gegen rechtsextreme Gewalttäter eingesetzt (und z. T. für, aber gar nicht mehr gegen Linksextremisten), sondern auch für solche Demonstrationen gegen eine unliebsame, aber friedliche und demokratische Oppositionspartei. Sehen Sie wirklich nicht die Parallele zu autoritären Regimen, in denen ebenfalls die Regierung den Kampf gegen eine gemäßigte Opposition bezahlt? Es geht gar nicht darum, ob Sie für oder gegen Frau Merkel sind, sondern jeder echte Demokrat müsste die verfassungsgemäße Opposition dagegen verteidigen. Eine Demokratie benötigt eine echte Opposition und freie Wahlen einschließlich eines fairen Wahlkampfs.

  8. Nunja, die AfD ist stellenweise durchaus nicht weit von den Nazis im historischen Sinne weg:

    „Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, rassistische, antikommunistische und antidemokratische Ideologie. Seine Wurzeln hat er in der völkischen Bewegung, die sich etwa zu Beginn der 1880er Jahre im deutschen Kaiserreich und in Österreich-Ungarn entwickelte. Ab 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, wurde er zu einer eigenständigen politischen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Diese strebte wie der 1922 in Italien zur Macht gelangte Faschismus einen autoritären Führerstaat an, unterschied sich aber von ihm durch den extremen Antisemitismus.“ wikipedia

    Ein Antisemitismus-Problem gibt es nicht ausgeprägt in der AfD. Ein Problem mit der Demokratie, insb. auch mit dem Rechtsstaat haben die Führer Pretzel und Petry und ihre Anhänger hingegen allemal. Völkisches Gedankengut findet man beim Höcke ausdrücklich, bei den Führern inzident, indem sie mit anderen evident völkischen Parteien gemeinsame Sache machen. Der Kommunikationsstil ist ebenso ähnlich. Er ist voller Hass, zur Zeit gegen die Elite. Vereinzelte Hetze gegen Ausländer und Linksextremisten, z.B. Kreisverband Minden gegen Ausländer / Asylbewerber unter Leitung von Markus Wagner. http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/minden/minden./20675715_AfD-verbreitet-falsches-Vergewaltigungsgeruecht-auf-Facebook.html

    Auf Veranstaltungen der AfD finden sich inzwischen auch Personen aus früheren, nunmehr verbotenen Neo-Nazis-Organisationen und unter Verfassungsschutzaufsicht stehenden Netzwerken wie Identitäre Bewegungen. https://www.lotta-magazin.de/ausgabe/online/das-erfurt-des-westens-der-afd

    Ich würde die Finger von dieser Partei lassen. Sie wussten damals recht gut, warum Sie dieser Partei den Rücken gekehrt haben. Die Gründe sind ja nicht entfallen. Im Gegenteil, diese Partei ist inzwischen gesellschaftlicher Abschaum, gerade in NRW.

    • Reinhard E. R. Wilhelm als Rächer der Nafris und Flüchtlingsdarsteller?

      Mit Verlaub, lieber Herr Wilhelm, dass es in der AfD – wie in jeder anderen Partei auch – einige Schand- und Problembären gibt, das wird kein vernünftiges AfD-Mitglied bestreiten. Nichtsdestotrotz ist die AfD die einzige politische Partei in Deutschland, die den Finger in die Wunde legt und nicht müde wird, auf die krassen derzeitigen Missstände hinzuweisen.

      • Die Aussagen von Herr Wilhelm sind leicht übertrieben korrekt. Die leichte Übertriebenheit verwässert aber schnell, wenn man den Dingen den Lauf gibt. Mir ist auch klar, dass das Thema einen Einstieg zur Erklimmung der ersten Stufe für Herrn Dilger bedeutet. Sein Desinteresse an die AfD ist gewischen. Ob es gut wird, kann ich nicht prophezeien.

      • Lieber Herr Meister, den eigenen desolaten Standpunkt in der Diskussion erkennt man allerspätestens daran, wenn man es nötig hat, einen Diskutanten persönlich anzugreifen.

        Im übrigen verstehe ich nicht, was ich mit Nafris am Hut haben sollte. Hier wurde ganz einfach von einem hohen Parteifunktionär der AfD, Listenplatz 9, aktiv oder passiv gegen Asylbewerber gehetzt.

        Dass Sie solche pauschal abfällig als „Flüchtlingsdarsteller“ bezeichnen, das ist ziemlich unterirdisch. Nicht alle „Nafris“ geben sich als Syrer aus, nicht alle Syrer sind ordentlich und nicht alle Asylbewerber sind Nafris. Im übrigen haben Frau Merkel mit ihrem Anhang diese Leute medial eingeladen und die Regierungen haben Alimentierungen versprochen. Das Versagen liegt nicht bei den Asylbewerbern, die ihr subjektives Glück teils redlich, teils unredlich suchen, sondern bei den Deutschen, den von Ihnen gewählten Regierungen und ihrer dekadenten Elite, die diesen vermeintliche Perspektiven suggerierten.

        Das Problem mit der AfD ist, dass die Ersetzung einer dekadenten Elite durch Pöbel keine Besserung verspricht. Auch hier ist das Dritte Reich ein warnendes Beispiel. Adolf Hitler war in sozialer Hinsicht auch nichts anderes als ein Gossenkönig, der in die Regierung heraufstieg, weil die Eliten und gesellschaftliche Institute zuvor völlig versagten, Verarmung und Pöbel letztlich die Deutungshoheit übernahmen. Das Resultat ist gemeinhin bekannt.

        Die AfD ist in der nunmehr gefestigten Verfassung keine gesellschaftliche Alternative. Nur weil sich die Anhänger in förmlicher Hinsicht überwiegend (noch) sozialkonform benehmen, heißt dies noch lange nicht, dass sie sich wohltuend von anderen Extremisten unterscheiden. (Dabei möchte ich nicht die geschmackliche Frage aufwerfen, ob die in der AfD grassierende HJ-Frisur wirklich eine Augenweide darstellt.)

        Wer den Rechtsstaat, die Demokratie mit Füßen tritt – und das tun Petry und Pretzell und ihre Anhänger ganz evident (siehe Parteitage, siehe Wohnsitzorgie von Pretzell) -, völkisches Gedankengut, völkisches Verschwörungstheorien anhängen oder bedienen („Wissenkongress“, Elsässer, Kyffhäuser-Märsche, Front National, „Kundgebungen“ als Sammelveranstaltungen rechter Pöbler, Pegida), Islamhass als Kritik „kultivieren“, Zuwanderungsprobleme zur emotionalen Angelegenheit erklärt (z.B. durch Beschimpfen als „Flüchtlingsdarsteller“ oder durch pauschales Aburteilen „Sind alle Nafris“) ist keine Alternative zu den Politikern etablierter Parteien.

        Es handelt sich bei diesen Leuten auch nicht um Konservative, die an die Tradition der alten CDU/CSU anknüpfen würde, denn derartiges Verhalten wurde in diesen Parteien nicht gewünscht. (Kleine Gegenfrage: Wieviele „Kundgebungen“ fanden mit der früheren CDU statt ? So nach dem Motto: „Willy Brandt muss Weg!“) Warum gräbt denn die AfD inzwischen vielmehr Wähler aus der SPD und Die Linke ab als bei der CDU? Weil sie so konservativ oder gar liberal wäre? Oder weil sie letztlich kulturell eher an die zahlreichen linken bis linksextremen Märsche anknüpft, aber eben viel destruktiver?

        Die Merkel wird innerparteilich abgelöst werden. Der Druck durch die AfD wächst aber nicht mehr, denn es kristallisiert sich zunehmend für den Bürger das heraus, was Fakt ist: Die AfD ist keine bürgerliche Partei und damit keine Alternative zur CDU oder FDP. Sie ist Plage und Übel für SPD und Die Linke. Deshalb unterließ Gabriel Hals über Kopf die Kanzlerkandidatur und deshalb wird Schulz als Erlöser (von Merkel) gefeiert.

      • Lieber Herr Wilhelm,

        „Dabei möchte ich nicht die geschmackliche Frage aufwerfen, ob die in der AfD grassierende HJ-Frisur wirklich eine Augenweide darstellt.“

        Na das ist jetzt aber schon arg ‚an den Haaren‘ herbeigezogen …
        Sehen Sie mal, was die Süddeutsche Zeitung bereits vor knapp fünf Jahren konstatierte (da gab es die AfD noch gar nicht):
        http://www.sueddeutsche.de/kultur/mode-ausstellung-glanz-und-grauen-schick-im-fascho-look-1.1304478

        Was Nafris und Flüchtlingsdarsteller angeht, so werden diese auch nicht zu echten Syrern oder berechtigten Asylbewerbern, nur weil „Mutti“ Merkel die ganze Welt auf Steuerzahlers Kosten zur großen Alimentierungs-Sause einlädt. Die Vortäuschung einer falschen Identität ist und bleibt nun einmal eine Straftat, von den anderen Straftaten eines extrem hohen Anteils dieser Personengruppe einmal ganz abgesehen.

        Irgendwie kann ich mich leider des Eindrucks nicht erwehren, dass Ihre berufliche Abhängigkeit vor allem von Staatsbediensteten es erfordert, sich lauthals und um jeden Preis von Ihrer AfD-Vergangenheit zu distanzieren und seien die dabei verwendeten Töne noch so schrill.

    • Herr Willhelm,
      ihre realistische und bestaendige Meinung ist zu begruessen! Besonderes weil ich hier ein asymptotische Annaeherung an AfD beobachte. Eine Annaeherung aus Protest waere noch verstaendlich nicht aber weil AfD waehlbarer geworden ist!

      • Die AfD ist wählbar, um Frau Merkel zu verhindern oder zumindest zu schwächen. Ob die AfD dafür die erste Wahl ist, bleibt abzuwarten.

    • Sehr geehrter Herr Wilhelm,
      wenn Sie der AfD strukturelle Nähe zum NS bescheinigen, so würde
      es sich empfehlen, auch die Gegenprobe zu machen, inwiefern die
      Regierungsparteien dem NS strukturell ferner stehen.

      Zum Führerstaat:
      Bisher haben weder Höcke, Petry noch Meuthen einen besonderen
      Führerstatus für sich oder allgemein für die Schlüsselfigur eines
      neuen „AfD-Deutschlands“ reklamiert.
      Lediglich Lucke versuchte dies und scheiterte in der anarchistischen
      AfD. Keiner der Genannten arbeitet mit absoluten Heilsversprechen.

      Anders sieht es z. B. mit Frau Merkel aus, welche sich von ihren
      Hofschreiberlingen der ÖR-Medien, Zeit u. Spiegel zur „(An-)Führerin
      der freien Welt“ ausrufen ließ.
      Ihre einsam gefaßten Entschlüsse legte sie dem Parlament gar nicht
      mehr zur Entscheidung vor. Der Wille der (An-)Führerin besitzt also
      bereits Gesetzeskraft.
      „Wir schaffen das!“ ist nichts geringeres als ein Heilsversprechen.

      Was den Kampf der AfD gegen Linke und Eliten angeht, so ist zu
      berücksichtigen, inwieweit sich die Regierung selbst radikalisiert hat:

      1) Der Antifaschismus wird zur Staatsräson erhoben.
      Der Begriff des „Antifaschismus“ wurde in Deutschland durch
      Stalins Vorgaben geprägt.
      Er selbst wird als „Befreier“ gefeiert.
      Meinen Sie ernsthaft, daß sich der Mann als demokratischer
      Vordenker eignet?

      2) Die Bezeichnung „Eliten“ = „die Auserlesenen“ wurde nicht von
      der AfD in Umlauf gebracht, sondern von den Vertretern der
      Regierungsparteien selbst unter Mithilfe der ihnen hörigen Medien.
      Inwieweit ist es Ihrer Meinung nach mit einem demokratischen
      Menschenbild vereinbar, daß sich die Obrigkeit selbst das
      Attribut „auserlesen“ verleiht?

      • Wenn Sie sich die NRW-Landesliste anschauen, dann sehen Sie eine Pretzell -Getreuenliste. Zur Zeit säubert Pretzell die Renner-Reihen in den Kreisverbänden.

        Wo sehen Sie bei Petry Kollegialität ? Es ist eine reine Ego-Show, an der Pretzell derzeit mit teilnehmen darf.

        Merkel übernahm die von Kohl geschaffene autoritäre Struktur der CDU und festigte diese. Die AfD wollte dazu eine Alternative sein. Ich sehe diese Alternative nicht.

        Im übrigen äußern sich Ostverbände ganz klar völkisch. Auch die patriotische Plattform ist völkisch. Und Pretzell , Petry machen FN gemeinsame Sache. Kann sich jemand daran erinnern, dass ein Renner abgewählt worden war, weil er mit UKIP gemeinsame Sache machte oder Pretzell abgemahnt wurde, weil ich sich mit UKIP profilieren wollte ? Heute können Parteiführer öffentlich mit FN und dem Kriegsverbrecher Putin kuscheln, ohne dass es in der AfD raunt.

        Die Partei ist eine gänzlich andere Partei als sie gegründet worden war.

        Und, lieber Herr Dilger, ein bisschen googeln, dann finden sie auch die biologistischen Äußerungen eines Herrn Höcke, von dem sich wohl ca. 30 % in der AfD ideologisch vertreten fühlen.

        Was fehlt, das ist noch die große Antwort auf die Frage: „Wohin mit den Nafris und Flüchtlingsdarstellern und „Flüchtlingen“,pp, wenn sie nicht abgeschoben werden können ?“ Die AfD marschiert ihren Rechtsruck, wollen wir schauen, wann sie die Antwort und wie sie diese findet, vor allen Dingen, wenn sie dann doch mal an die Regierung kommen sollte.

        Was die hörige Presse angeht: Vielleicht prüfen Sie mal die Frage, ob der derzeitige Zustand der Medien weniger ein Zustand totalitärer Strukturen als vielmehr naheliegender ein dekadenter Zustand ist. Der mentale Zustand der Medienvertreter ist offensichtlich in keinem besseren Zustand als die der politischen Vertreter.

        Ohne den geistigen Verfall in der deutschen Elite gäbe es die AfD nicht. Aber heute ist sie eben keine Alternative im konstruktiven Sinne.

    • Die meisten Vergleiche mit dem Nationalsozialismus sind unpassend, so auch dieser absurde Versuche, die AfD in dessen Nähe zu rücken. Es fehlt nicht nur (leider nur) fast vollständig der Antisemitismus, sondern auch der Rassismus und Biologismus, der Führerkult, die Ablehnung der Demokratie und eine geschlossene Ideologie. Es gibt Probleme bei der innerparteilichen Demokratie, die aber insgesamt viel lebhafter ist als in den übrigen Parteien. Herr Höcke vertritt völkische Vorstellungen, Frau Petry aber nicht, selbst wenn sie aus reinem Opportunismus versuchte, ausgerechnet diesen Begriff wieder salonfähig zu machen.

      Jede neue Partei, die nicht ganz klein bleibt, hat Probleme mit radikalen und verwirrten Mitgliedern. Bisher schlägt sich die AfD in dieser Hinsicht jedoch besser als z. B. die Piraten oder ALFA bzw. LKR.

      Die Gründe für meinen Austritt sind noch da, aber die Notwendigkeit einer ernsthaften Alternative zu Frau Merkel ist noch einmal viel größer geworden. Schließlich sollte man niemanden als „Abschaum“ bezeichnen, selbst wenn die Biographie nicht ganz glatt und die Rechtstreue nicht übermäßig ausgeprägt ist.

      • Daß Frau Petry Opportunistin ist, ist klar.

        Bei Herrn Höcke wird immer die Gleichung aufgestellt:
        Höcke = völkisch = Nazi
        Dieses trifft aber m.E. nicht den Kern.
        Höcke verwendet ohne Zweifel Metaphern und Worthülsen
        aus der Vorkriegszeit.
        Diese Schlüsselworte finden sich allerdings nur in solchen
        Ausnahmefällen in NS-Reden, wenn der NS-Redner gezielt
        ein bestimmtes Publikum ansprechen wollte.
        Immer wiederkehren diese Schlüsselworte hingegen bei
        Rednern der Deutschnationalen bzw. der Deutschkonservativen
        zur Kaiserzeit.
        Es hat sich mittlerweile durchgesetzt, deutschnational bzw.
        deutschkonservativ mit NS gleichzusetzen (um 1930 sah
        dies allein die stalinistische KPD so).
        Nur greift dies zu kurz, weil sich dahinter ein doch deutlich
        verschiedenes Menschenbild und eine andere Ideologie
        verbirgt.

        Kleines Beispiel:
        der NS erstrebt das Absolute – „Stehen oder fallen“,
        „Siegen oder Sterben“, „Zukunft oder Bolschewismus“.
        Hitler selbst strebte nie ein Mandat in einem Parlament an.
        Er trat nur zur Wahl an als Reichskanzler/Reichspräsident
        oder eben gar nicht.
        Allein das Wort „Demut“ ist mir aus keinem NS-Kontext geläufig.

        Deutschnational konnte hingegen sehr wohl Mäßigung und
        auch Demut bedeuten.
        – Bismarck erklärte Deutschland für „saturiert“
        – „Frieden ohne Sieger und Besiegte“ (1. WK)
        – den Deutschnationalen reichte die Kontrolle über ihr
        „Ostelbien“ und verhandelten im übrigen mit den anderen
        Parteien und gingen Koalitionen ein.
        – die wihelminische Großmannssucht war parteiübergreifend
        und in Ostelbien sogar zurückhaltender als anderswo

        Höcke gibt sich ähnlich genügsam:
        Er appelliert oft an seine Anhänger immer wieder in sich zu
        gehen und selbst zu reflektieren.
        Er kandidiert nicht für den Bundesvorstand und auch nicht
        für den Bundestag und beschränkt sich auf „sein“ Thüringen.

        Langer Rede kurzer Sinn – selbst bei Höcke greift der NS-
        Vergleich nicht.
        Inwieweit Herr Höcke spinnerte Ideen besitzt, so dürften
        sie dann eher auf eine Neugründung des Herzogtums
        Thüringen hinauslaufen (Demut), denn auf Neugründung
        des 3. Reiches (das Absolute).

      • Unbesehen seiner sehr sorgfältig gewählten provokanten Wortwahl bedient sich Björn Höcke eindeutig einer Körpersprache und einer Inszenierung seiner Erfurter Auftritte, wie sie auch die Nazis gewählt hätten. Höcke kokettiert hier ganz bewusst mit NS-Stilmitteln und das alleine macht ihn für die ganze AfD unerträglich. Die AfD braucht keinen Joseph Goebbels 2.0 alias Björn Höcke, jedenfalls nicht, wenn sie sich in der bürgerlichen Bevölkerung verankern will und das wollen ja wohl die meisten in der AfD, oder etwa nicht?

      • @ Meister

        Ich weiß jetzt nicht genau, auf was Sie mit „Körpersprache“,
        „Stilmittel“ und „Inszenierung“ hinauswollen.

        Daß Höcke sich alter Vorbilder bedient stimmt.
        Nur ob sie eindeutig dem NS zuzurechnen sind?
        Ich sehe sie dort, wo sie eindeutig sind, eher in der
        Kaiserzeit.
        Nehmen Sie es entspannt:
        Sowohl in Weimar als auch im Preußischen Herrenhaus
        wurden wesentlich niveauvollere Reden gehalten
        (auch von SPD/KPD) als heute z. B. von Frau Nahles.

        http://www.reichstagsprotokolle.de/index.html

        Unter dem Link können sie stöbern, wo am meisten
        „Höcke“ drin steckt!

        Seine Provokationen nerven mich aber mittlerweile auch.

      • Ich halte nichts davon, Flaschen wie die von ihnen genannte Dame der Red-Nose-Partei zur Relativierung des Wirkens eigener Scha(n)d- und Problembären heranzuziehen.

      • @ Meister

        Nachsatz:
        Wünschen Sie sich doch einfach, daß ich Recht habe.
        Denn dann können Sie doch gleich mit Ihrem Lieblings-
        projekt richtig durchstarten, sobald Höcke ein Herzogtum
        Thüringen gründet! 😀

      • Ich glaube nicht, dass Höcke sich mit einem Herzogtum Thüringen zufrieden gäbe. Er spielt die eindeutig die Deutschnational-Karte und nicht die Regionalkarte. Völkischer Nationalismus ist nicht mein Projekt.

      • @ Meister

        Sie haben mich noch immer nicht verstanden.
        Ja – Höcke spielt die Deutschnationale Karte.
        Nur ist die Deutschnationale Karte nämlich etwas ganz anderes
        als Sie denken.
        Die Deutschnationale Partei war immer eine Regionalpartei
        der Ostdeutschen in Pommern, Ostpreußen und Westpreußen,
        so wie die CSU heute bei Ihnen in Bayern.
        Sie behielt sich vor, das Recht zu haben, aus Deutschland
        auszutreten (so wie Sie es für Bayern wünschen).

      • Ich hätte nichts dagegen, wenn die Preußen diese unselige Merkelsche Bananenrepublik zuerst verlassen und zum Beispiel ihre Großbaustelle „BER“ fortan selbst finanzieren. Vielleicht macht das Beispiel dann ja Schule. Allein ich glaube nicht, dass das der Weg ist, den Björn Höcke einschlagen möchte …

      • Der Begriff „Abschaum“ passt recht gut:

        „Seit dem 15. Jahrhundert wird der Begriff Abschaum auch umgangssprachlich übertragen für „schlechte, ausgestoßene Menschen“, „Pöbel“, im weitesten Sinne also: „Abfall“ verwendet.“ Wikipedia

        Der Trend von der gut situierten Professorenpartei zur Prekariats- bis hin zur Pöbelpartei ist gut erkennbar. Bei der Diskussion, ob man sich der AfD anschließt sollte man mit deutlichen Benennung des Trends nicht zurück halten.

        „Die Redewendung „Abschaum der Welt“ ist die Übersetzung aus dem 1. Brief an die Korinther des Apostels Paulus. Sie bezieht sich auf die Apostel, die von der Welt verachtet werden. Im altgriechischen Originaltext heißt es: περικαθάρματα τοῦ κόσμου – perikatharmata tou kosmou.“ Wikipedia

        Auch das passt recht gut. Die AfD fühlt sich in dieser Opferecke als vermeintliche Propheten und Missionare ja ganz wohl. Solange die Erfolge eintreten darf sie sich bestätigt fühlen. Das Wohlgefühl wird zunehmend aufhören, wenn der Zenit überschritten sein wird und es abwärts geht.

      • Liebster Herr Wilhelm,

        da sind Sie offenbar nicht so ganz auf dem Laufenden.

        Weder sieht sich die AfD latent in der Opferecke wie dies einst unter der diesbezüglich notorischen Heulboje Bernd Lucke der Fall zu sein schien (zugegeben, es gibt immer noch vereinzelte „Lügenpresse“-Rufer, aber die sind klar in der Minderheit), noch besteht die AfD aus „Abschaum“.

        Ich frage mich ernsthaft, auf welchem Planeten Sie gerade verweilen.

      • Prof. Dilger, eine Erwaehnung der Radikalen ist in Zusammenhang mit LKP voellig unabgebracht genau so wie duemmliche Gerede Herrn Meisters ueber Prof. Lucke. Solche Standpunkte finde ich sehr entlarvend. Hoffnungen in AfD Politik zu setzen offenbaren nur pol. Naivitaet!

        Reichte das Mitglieder- Bild von AfD am BPT in Essen nicht aus um sich zu ueberzeugen wie sich Poebel benimmt? Haben Sie sich je Foren- oder Web- Auftritte der einzelnen AfD-Platformen angeschaut?

        Antiamerikanismus, Fremdenfeindlichkeit, Opferrolle und Verschworrungstheorien, Putinkult uvm. sind alles Attribute einer unserioesen Partei. Es ist irrelevant ob man dabei Komponenten von rechtsradikalen Parteien erkennen kann, diese Komponenten sind bestimmt kein Aushaengeschild fuer eine demokratische zukunftsorientierte Partei.

      • Das trifft doch alles auch auf LKR zu (nur der Erfolg beim Wähler fehlt). Haben Sie sich z. B. damit auseinandergesetzt, warum mein Kollege Herr van Suntum ausgetreten ist?

      • Lieber Herr Meister,

        ich habe im Rahmen einer Prozessvorbereitung mit der AfD-Ostwestfalen-Lippe und AfD-NRW recht intensiv beschäftigen müssen. Ich habe einfach mal ganz genau hingeschaut, bzw. hinschauen müssen, was so in der AfD los ist.

        Schön ist, dass im Großen und Ganzen in der AfD nichts los ist. Die Kreisverbände haben ca. 20 Mitglieder und die Aktiven, überwiegend Personen, die ihren Karrieredurchbruch in der AfD aus ihrem häufig kümmerlichen Leben erhoffen, stellen einen Stammtisch. Die AfD ist nicht in der Bevölkerung verankert, das gibt Hoffnung. Sie werden vorwiegend aus Protest gegen die Eliten und insbesondere gegen die damit verbundene Zuwanderungspolitik gewählt. Überzeugende Persönlichkeiten sucht man in der AfD ziemlich vergeblich, noch viel vergeblicher als in den etablierten Parteien.

        Einige Links habe ich Ihnen mitgeteilt. Einiges sollten Sie den Medien entnommen haben. Natürlich kann man alles beharrlich leugnen und zur Lüge erklären. Aber das Problem bleibt, dass dies nur in einem gewissen Umfang geht. Screenshots sind saubere Belege; zumal die Prozesshansel rund um Pretzell ohnehin nicht vor Unterlassungsklagen zurück schrecken.

        Im übrigen haben Sie sich auch in der Kommunikation gewandelt. Vor einem Jahr hätten Sie vermutlich in der Zuwanderungsdebatte auf Sachlichkeit bestanden. Heute beschimpfen Sie selbst die Zuwanderer pauschal als Nafris und Flüchtlingsdarsteller. Wahrscheinlich muss man sich mit der AfD wandeln, um diese Partei gut zu finden, insb. wenn man in dieser Partei aktiv ist.

        Ich persönlich halte lieber an den alten Wertmaßstäben fest und ziehe die sachliche Zuwanderungsdebatte vor. Hass und Hetze sind sog. Untugenden, die sich für einen Konservativen nicht gehören, und antibürgerliche Elemente, die einem Liberalen missfallen sollten. Parteien und Parteifunktionäre, die sich dieser Praktiken bedienen, dürfen sich getrost als Reaktionär bezeichnen lassen, denn es sich Verhaltensweisen, die sich mit dem Grundgesetz und dem bürgerlichen Anstand nach 1945 ( aber eigentlich auch schon davor nicht ) nicht vereinbaren lassen.

        Mit dem „lustigen“ Spielchen: „Schaut die Merkel macht mit Linksextremisten und sog. Antifaschisten gemeinsame Sache, deshalb ist es gut, dass wir da sind [ und uns ordentlich daneben benehmen ]“ kann man auf Dummenfang gehen und sich mit Dreijährigen im Sandkasten mit Sand bewerfen. Aber bitte erwarten Sie nicht, dass ich das irgendwie lustig finde. Reaktionäre Haufen vertreten keine Konservativen oder gar Liberale.

        Ich fange bei solchen Sandkastenspielchen auch nicht wunschgemäß damit an, auf das Fehlverhalten der Regierungen und AntiFA, pp, zu schauen, nur um bei der AfD nicht genau hinsehen zu müssen.

        Ach im übrigen: Bayern : https://www.endstation-rechts-bayern.de/2017/01/afd-laedt-verfassungsfeind-in-wahlkreis-von-frauke-petry-ein/

        Natürlich haben AfD und Bayern nichts mit Reichsbürgern zu tun:
        http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/Kontraste-27-10-2016/Reichsbuerger-Gedankengut_in_der_AfD__.html

      • Ach Herr Wilhelm,

        „Heute beschimpfen Sie selbst die Zuwanderer pauschal als Nafris und Flüchtlingsdarsteller.“
        Leider fehlt es Ihnen entweder an Differenzierungsvermögen oder Sie haben im Mathematikunterricht gefehlt, als gerade die Mengenlehre behandelt wurde. Ich bezeichne Zuwanderer keineswegs pauschal als Nafris und Flüchtlingsdarsteller. Aber Nafris und Flüchtlingsdarsteller benenne ich so. Dies bedeutet aber nicht, dass ich alle Zuwanderer für Nafris und Flüchtlingsdartsteller halte. Leider erkennen Sie den Unterschied nicht.

        Was mich an deutscher Zuwanderungspolitik am allermeisten nervt, ist die großzügige Alimentierung von Zuwanderen, ohne deren Bedürftigkeit auch nur ansatzweise zu prüfen. Von mir aus soll als Tourist zu uns kommen wer will. Aber bitte mit legalen Papieren und auf eigene Kosten.

        „Ach im übrigen: Bayern : https://www.endstation-rechts-bayern.de/2017/01/afd-laedt-verfassungsfeind-in-wahlkreis-von-frauke-petry-ein/
        Der Wahlkreis von Frauke Petry liegt in der Sächsischen Schweiz und diese liegt – wie der name schon sagt – in Sachsen, nicht in Bayern!

        „Natürlich haben AfD und Bayern nichts mit Reichsbürgern zu tun:
        http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/Kontraste-27-10-2016/Reichsbuerger-Gedankengut_in_der_AfD__.html
        Herr Hübner gehört wie der im Hintergrund in die Kamera grinsende Herr Hock zum Fan-Club von Herrn Höcke. Dieses Thema hat sich für die AfD hoffentlich bald erledigt. Jedenfalls haben Reichsbürger definitiv nichts in der AfD verloren. Das sieht im Übrigen sowohl der Landesvorstand der AfD-Bayern als auch der AfD-Bundesvorstand so.

  9. „Ihre Rede ging vor allem passend zum Ort auf den Westfälischen Frieden…………“

    Was haben die denn vom Westfälischen Frieden erzählt, der ist doch historisch sehr umstritten.
    Die extreme deutsche „Kleinstaaterei“ wurde noch mehr gefördert und vor Frankreich hat man sich geduckt. Da hätte man wenigstens radikal- konsequent sein müssen und das Heilige Römische Reich (Deutscher Nation) gleich auflösen sollen.

    • Frau Petry hat vor allem den Dreißigjährigen Krieg und dessen Folgen kritisiert, darunter auch die Kleinstaaterei und den verbleibenden Einfluss ausländischer Mächte. Den Friedensschluss hat sie gelobt, die damit verbundene religiöse Toleranz eher übergangen.

  10. Die Nazi-Keule ist aus Sicht der konkurrierenden Parteien nicht ungeschickt. weil
    – es hinreichend Zeugnisse grenzwertiger Aussagen zur Flüchtlingspolitik und zum Islam gibt,
    – weil sich damit Proteste unabhängig von der politischen Couleur bündeln lassen.
    Das Ansehen der AfD wird nicht durch „einige wenige“ Sonderlinge beschädigt; hinter der Tolerierung von Außenseitern steht der Meinungsstreit in der Parteispitze, ob man grenzwertige Auftritte unter Verzicht auf die Mobilisierung bestimmter Schichten unterbinden soll oder eben nicht.
    Nun aber kommt die AfD in eine Fase, in der die Kanzlerin in bewährter Manier die AfD mit Vergrämungs-Szenarien in der Flüchtlingspolitik zu überholen scheint. Da wäre es an der Zeit, andere wichtige Themen aus dem Parteiprogramm nach vorn zu bringen. Da ergeben sich nun mehrere Probleme:
    – die Schnittmengen mit konkurrierenden Parteien (FDP) werden größer,
    – Meinungsdivergenzen innerhalb der Partei, resultierend aus den sehr unterschiedlichen Mitgliederschichten, nehmen zu (ALFA/LKR hat das deutlich gezeigt),
    – die personellen Voraussetzungen in den Führungsgremien stimmen nicht. In der „Welt“ habe ich hierzu eine treffende Analyse gefunden.
    Die Entwertung des derzeitigen Leitthemas und die spätestens seit den Europawahlen bekannten innerparteilichen Demokratie-Defizite (Pretzell in NRW z.B.) werden schon bald zu einer Stagnation in der AfD führen. Gleichwohl sorgt die AfD durch Konkurrenz um Mandate weiterhin für Druck in der bis 2013 auf Konsens angelegten Politik. Nach meinen Erfahrungen mit AfD und LKR würde ich mich heute wohl eher der FDP zuwenden.

    • Die Zukunft der AfD ist offen. Sie kann noch weiter nach rechts kippen, Frau Petry kann die Führung ganz an sich ziehen, aber auch eine Rückbesinnung auf die konservativen und liberalen Ursprünge ist möglich. Die FDP leidet dagegen noch stärker unter Herrn Lindner als die CDU unter Frau Merkel. Denn wenn sie verschwindet, gibt es für die Union wieder Hoffnung. Dagegen bleibt Herr Lindner, der bis zum Mitgliederentscheid alles mitmachte und sich dann ohne Erklärung in die Büsche schlug, bei einem Wiedereinzug in den Bundestag unangefochten an der Spitze. Verpasst hingegen die FDP diesen Wiedereinzug, dann geht sie vermutlich ganz unter.

      • Wir- Sie und ich – haben eine ähnliche Weltsicht. Dies vorausgesetzt hat Lindner auf mich in einem kürzlich gedruckten Interview in der FAZ und in einem Talk-Auftritt bei Markus Lanz doch einen wesentlich positiveren Eindruck gemacht als hier von Ihnen dargestellt. In der Lanz-Runde schien er Sympathien bei Teilnehmern wie dem Publikum gesammelt zu haben. Dort hat er auch seinen seinerzeitigen Abgang als Generalsekretär nachvollziehbar erklärt. Die FDP hat anscheinend noch einen doppelt so hohen und von der sozialen Schichtung her günstiger zusammengesetzten Mitgliederbestand als die AfD, was der Partei doch Stabilität verleihen sollte.

      • Wie hat Herr Lindner denn seinen damaligen Abgang erklärt? Ich kenne leider keine nachvollziehbare Erklärung. Wenn er und selbst Herr Lambsdorff jetzt für einen geordneten Grexit sind, so finde ich das begrüßenswert. Doch warum waren sie nicht schon früher dafür, sondern haben fast die Hälfte der FDP-Mitglieder deshalb beleidigt und ausgegrenzt? Warum wählt die FDP heute den SPD-Kandidaten zum Bundespräsidenten und welche Koalition strebt sie nach der Bundestagswahl an? Warum schließt sie in Rheinland-Pfalz eine Ampel-Koalition erst aus, um sie dann gleich am Wahlabend einzugehen?

      • Ja, die Zukunft der AfD ist mehr als offen aber nicht vielversprechend.
        Hoecke bekommt ein Parteiausschlussverfahren! Wird es ein Boomerang fuer Petry? Folgen jetzt Gauland, Meuthen, Poggenburg, kommt es zu einer Spaltung? Es ist denkbar dass, die Ausgeschlossenen und Vertraute mit Pro-Deutschland weitermachen?

  11. Es ist ein Zeichen von Charakterstärke, sich selbst korrigieren zu können. Herrn Dilger ist insoweit Respekt zu zollen. Und wenn wir nicht wollen, dass irgendwann die Antifa in Deutschland die Spielregeln bestimmt, sollten alle bürgerlichen Kräfte mal das tun, was die Linken schon immer gemacht haben: Trotz aller Meinungsverschiedenheiten in diesem Punkt zusammenhalten.

    • Das Problem ist nur, dass die „Bürgerlichen Kräfte“ CDU/CSU/FDP inzwischen selbst zu linken Antifa-Förderen mutiert sind …

    • @Herr Schlegel – Sie schrieben „Es ist ein Zeichen von Charakterstärke, sich selbst korrigieren zu können. Herrn Dilger ist insoweit Respekt zu zollen“. Das Motiv der neuerdings milden Beurteilung der AfD hier sind nicht neue Erkenntnisse zur AfD, es ist der als unbefriedigend empfundene Zustand, für politische Betätigung derzeit keinen Ansatz zu finden. Da sollte man zum Schutz eigener Kräfte nicht in Versuchung geraten. Ein neuer Versuch endet genau da, wo ich es auf dem LPT NRW in Siegen (dem mit den Tricksereien zur Bundesdelegiertenwahl) erlebt habe: Keine 3 Sätze gesagt und schon wieder die johlenden Protestler am Hals.
      Da hat sich nichts geändert – im Gegenteil.

      • Sie sehen der Wahrheit ins Gesicht. Es ändert aber leider nichts an der Richtigkeit meiner Worte.

    • Leider wird jede noch so berechtigte Kritik an der Überheblichkeit des Zionismus hierzulande kategorisch als Antisemitismus gewertet. Auch Bildungsbürger sind diesbezüglich all zu oft nicht in der Lage zu differenzieren.

      • Ich möchte hier nicht mein Gastrecht missbrauchen. Zionismus kann und darf man kritisieren, nur sollte man dann eben ehrlich sich als Antisemit bekennen. Wir können darüber an anderer Stelle diskutieren.

      • Gerade solche Pauschalierungen sind zu kurz gesprungen, lieber Herr Schlegel. Damit stecken Sie nämlich alle Juden in einen Sack. Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen – aber das ist genau das, was die Nationalsozialisten auch getan haben und worin sie sich von den italienischen Faschisten (denen sie sonst sehr ähnelten) unterschieden.

  12. „Der zum Glück noch bestehende Unterschied zu einem autoritären Regime ist, dass die Polizei die Opposition vor dem wütenden Mob schützt und nicht selbst angreift.“
    „Zum Glück blieben die Demonstranten friedlich, …“

    Heute traf ich drei Bekannte, die Freitag unter den 8.000 waren. Ein Burschenschaftler, Konservativer und Fan der Donots. Der war enttäuscht vom Konzert, irritiert von den DKP-Fahnen, sich ansonsten aber nicht in schlechter Gesellschaft wähnend (die er ohne das Konzert wohl dennoch nicht gesucht hätte). Die anderen zwei eher links, aber keine DKPler, einfach gegen die AFD. Es waren sicherlich wütende unter den Demonstranten, es war aber kein wütender, kurz vor der Explosion stehender Mob, wie Sie andeuten.

    Dass Sie argwöhnen, die Regierung könne bald aktiv die Polizei gegen die Opposition einsetzen wollen, halte ich für abenteuerlich.

    „Auch die Kaufleute in Münster wollten vielleicht weniger ein Zeichen gegen die AFD setzen als sich vor linken Gewalttätern schützen.“

    Vielleicht. Halten Sie es aber nicht auch für wahrscheinlicher, dass die Kaufleute zu den 85 Prozent gehören, die die AFD nicht gut finden?

    • Ich war vor Ort und habe keine 8.000 Demonstranten gesehen (das waren vielleicht Konzertbesucher wie Ihr Bekannter oder Passanten), sondern eher 2.000, die direkt vor dem Rathaus schrien und pfiffen. Die „Proteste gegen AfD in Münster verlaufen friedlich“, doch bei einem Demonstranten wurden etliche Waffen gefunden und ohne massiven Polizeischutz wäre es vermutlich zu Übergriffen gekommen (sonst hätte die Polizei doch auch auf das Großaufgebot verzichten können, wenn Gewaltlosigkeit und Rechtstreue der Demonstranten sicher gewesen wären). Eine Diskussion wäre im Gegensatz zu anderen Demonstrationen nicht möglich gewesen. Einige Gäste schafften es wohl auch nicht in den Saal, weil sie die hinteren Zugänge nicht kannten und der Weg direkt durch die Demonstranten viel zu gefährlich gewesen wäre.

      Es geht doch nicht darum, ob Kaufleute (oder Gastwirte) die AfD gut finden oder nicht. Ein anständiger Kaufmann trennt zwischen Geschäft und Politik (sowie Religion, persönlichen Präferenzen etc.). Ein politischer Boykott passt nicht dazu und lässt sich nur durch sozialen oder sogar physischen Druck erklären. Übrigens hat keine Partei die absolute Mehrheit, doch bei CDU-Veranstaltungen schließt nicht über die Hälfte der Geschäfte.

      • Die Demonstration war wegen der Absperrung unmittelbar vor dem Rathaus dreigeteilt. Es gab also die Menschen „direkt vor dem Rathaus“ in Richtung Domplatz; dort war der Platz zwischenzeitlich bis zur Bezirksregierung gut und dicht gefüllt, außerdem herrschte eine dauernde Fluktuation (möglicherweise wegen der Kälte oder um zu einem der anderen Orte zu gehen).
        Dann gab es den Bereich zwischen Rathaus-Absperrung und Lambertikirche, in dem ungefähr mittig die Bühne aufgebaut war. Zwischenzeitlich war ab der Rückseite der Lambertikirche (vom Rathaus aus blickend) kein Durchkommen mehr. Und schließlich gab es den Bereich zwischen Rathausabsperrung in Richtung Arkaden. Da war ich nicht, aber auf Fotos sah es auch dort nicht leer aus.

        Insofern: auf welche dieser Gruppe(n) bezieht sich Ihre Schätzung von 2000 Menschen? Und warum sollte die Polizei sich in dieser Größenordnung verschätzen?

        Ein politischer Boykott der Kaufleute lässt sich allerdings sehr wohl auch rational erklären, wie Sie selbst wissen dürften.

      • Es ging um die Frage des wütenden Mobs, nicht allgemeine Demonstrationsteilnehmer oder Konzertbesucher. Dieser befand sich direkt vor dem Rathaus. Selbst wenn Demonstranten anderswo noch wütender und lauter gewesen sein sollten, wäre das für die Personen im Rathaus kaum relevant gewesen.

        Natürlich lässt sich ein politischer Boykott rational erklären, allerdings nicht inhaltlich, sondern aus Feigheit vor sozialer Ächtung bis hin zu gewaltsamen Übergriffen. Ein offenes oder auch nur beleuchtetes Geschäft hätte keinen Polizeischutz gehabt. Eine funktionierende Demokratie lebt hingegen von der Zivilcourage, sowohl für die eigene Meinung einzutreten als auch für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit allgemein.

      • Wie das so ist, mit Wahrnehmungen: Jeder sieht, was er sehen will. AFD-Gegner in erster Linie die Höckes, AFDler unter den Gegendemonstranten den schwarzen Block. Ist natürlich auch hilfreich, um kognitive Dissonanzen zu vermeiden. Unter Gegnern können gar keine Anständigen sein.

        „Natürlich lässt sich ein politischer Boykott rational erklären, allerdings nicht inhaltlich, …“
        Ach nein? Schließen Sie aus, dass ein anständiger Kaufmann auf die AFD-Facebookseite schaut, Ekel empfindet und sich daraufhin entscheidet, an dem Boykott teilzunehmen? Ich kann mir das sehr gut vorstellen.

      • @Stoertebeker

        Ein „anständiger Kaufmann“ hat für Fakebook und ähnlichen „Social-Media“-Schrott doch gar keine Zeit.

  13. Für Björn Höcke wird es jetzt eng. Der AfD-Bundesvorstand will ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn anstrengen. Viele in der AfD sind Höckes zweideutige Nachhilfestunden in Deutscher Geschichte leid.

    Lieber Herr Dilger, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für Sie, in die AfD zurück zu kehren! Die AfD braucht auch einen starken liberalen Flügel, das sage ich als Konservativer. Sammeln Sie die Liberalen hinter sich und organisieren Sie sich ähnlich, wie das die „Patriotische Plattform“ oder „Der Flügel“ tun. Die AfD muss erfolgreich sein, wir werden so schnell nichts Besseres bekommen!

    Sie sollten auch eine Kandidatur für den Bundestag in Erwägung ziehen. Die Kandidaten der AfD müssen das gesamte bürgerliche Spektrum abdecken. Und im Bundestag werden Leute mit Sachverstand gebraucht, gute Sprüche reichen dort nicht aus.

    • Auf Herrn Höcke gehe ich noch ein. In die AfD kann ich momentan nicht zurückkehren, ohne beim Wohnsitz zu tricksen, was ich nicht möchte. Mal sehen, wie es sich entwickelt, doch die Zusammensetzung der Bundestagsfraktion wird für die Zukunft der Partei und ganzen Republik wichtig.

      • Nun, wären Sie damals nicht überflüssigerweise zurückgetreten, hätten Sie jetzt dort sprechen können, statt Pretzell. Merke: wer zu früh aufgibt, erreicht nichts. Nun der vergebenen Chance hinterher zu jammern und auf AfD Empfänge zu gehen bringt nun auch nichts mehr, nachdem sich diese Partei ermangels liberalem Flügel nun mal so entwickelt hat, dass sie inzwischem Trffen mit der FN organisiert….

      • Mein Rücktritt war nicht überflüssig. Wenn die Herren Burger und Lucke ihre Zusagen eingehalten hätten, wäre Herr Pretzell nichts ins Europaparlament eingezogen und Herr Lucke vielleicht noch im Amt. Aufgegeben habe ich die AfD erst im Sommer 2015.

      • Und, wo man auch den fehlenden liberalen Flügel bei der AfD erkennt ist bei deren nach linkspopulistisch gerutschten Wirtschaftspolitik, z.B. die TTIP Ablehnung oder auch die Zusammenarbeit mit der wirtschaftspolitisch links-etatistischen FN. Dadurch macht sich die AfD erst recht überflüssig, denn solche Parteien gibt es zu Hauf.

      • Etatisten sind in den so genannten „Wohlfahrtsstaaten“ nun einmal quer durch alle Gesellschaftsschichten und in praktisch allen politischen Parteien in der Überzahl. Von der mathematisch leicht errechenbaren Realität wollen erstaunlicherweise selbst Höchstgebildete nichts wissen. Diese naive Staatsgläubigkeit wird sich erst legen, wenn die übersozialen ‚Sozialsysteme‘ endültig crashen. Also in Deutschland mit der Verrentung der Jahrgänge 1960 bis 1970.

  14. Guten Morgen Herr Dilger.

    Sie haben geschrieben:“ In die AfD kann ich momentan nicht zurückkehren, ohne beim Wohnsitz zu tricksen, was ich nicht möchte.“

    Haben Sie _Fakten_, daß ein Mitgliedschaftsantrag von Ihnen abgelehnt würde?
    Oder hat Ihnen ein rang hoher Entscheidungsträger – z.B. Prezell – Ihnen das (persönlich)
    gesagt?

    Oder ist es „nur“ ein Gefühl von Ihnen?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

  15. Herr Dilger – jetzt machen Sie sich bitte nicht unglaubwürdig! Frau Petry trifft sich mit Le Pen und Sie denken ernsthaft darüber nach, in die AfD zurück zu kehren? Warum dann der ganze Zerbo zuvor, wenn es auf einmal egal ist, ob diese Leute nicht nur rechtsschief sind, sondern auch noch im Grunde linkspopulistische Positionen vertreten, bei denen sich jedem Ökonomen die Haare hoch stellen?

    • Wie ich schon schrieb, halte ich die AfD heute für schlimmer als 2013 oder selbst im Sommer 2015. Aber die Umstände sind noch viel schlimmer. Mir ist (fast) jedes Mittel recht, damit endlich Frau Merkel abgewählt wird. Notfalls könnte ich sogar mit Herrn Schulz als Bundeskanzler leben, also warum nicht auch mit einer starken Opposition durch die AfD? Außerdem ist es ein Test, wie die AfD inzwischen tickt. Dass man mich nicht mehr aufnehmen will, spricht dabei eher gegen sie als gegen mich.

      • In der Tat, die Umstände haben sich so deutlich verschlimmert, dass ein sehr breites Bündnis gegen Merkel nötig ist. Und gegen den EU- und Eurobonds-Schulz auch.

    • @Heinsberger

      Ich bin in zwei Dingen zutiefst überzeugt davon, daß

      1.) die nächste Bundestagswahl die wichtigste seit `45 ist; und
      2.) die Wahl der AfD die einzige Möglichkeit ist, um überhaupt nur noch eine Chance auf Verbesserung zu haben.

      Ich empfinde im Punkte innere Sicherheit und Ausplünderung unseres sozialen Systems, die jetzige Politik der Regierung UND der nicht vorhandenen „Opposition“ als komplettes Staatsversagen und Putsch gegen die eigene Bevölkerung.

      Vor diesem Hintergrund ist die Wahl der AfD schlicht Notwehr!

      Ich bin sehr dankbar für jeden anständigen Menschen, der sich in der AfD engagiert und versucht, in dieser Partei etwas zum besseren zu bewegen.

      Daher bin ich sehr erfreut darüber, das sich Prof. Dilger zu mindest wieder vorstellen kann, in der AfD Mitglied zu werden.

      • Sehe ich anders, weil sich die Alternativlosigkeit fortsetzt. Eine Stimme für die AfD ist eine verlorene Stimme, da kann man genauso gut Blümchen auf den Wahlzettel malen. Ist vielleicht sogar besser, weil man dann die Wahrscheinlichkeit von Rot-Rot-Grün absenkt. Je mehr Stimmen die AfD bekommt, desto schlimmer wird es. Natürlich haben ein paar Leute dann ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht. Aber da die AfD a) als Daueroppositionspartei ohne Lösungsmodel aufgestellt ist und b) ohnehin von allen anderen Parteien gemieden wird, könnte sie nur etwas bewirken, wenn sie eine absolute Mehrheit erreicht, aber dann zieht b). Es kann also praktisch nichts dabei raus kommen. Die einzige Hoffnung wäre, wenn eine seriöse Oppositionspartei mit Lösungsmodellen, wie die LKR, überraschenderweise einen Erfolg erzielen würde. Aus diesem Grunde gilt: entweder gar nicht wählen oder LKR wählen.

      • Sie glauben ernsthaft, dass LKR zur Bundestagswahl antritt?
        Haben Sie denn bereits die dafür erforderlichen Unterschriften zu sammeln begonnen?
        Wie viele Indianer gibt es in der LKR denn, die zum Unterschriften sammeln gehen?

      • Wie viele Unterschriften braucht eine neue Partei, um im Saarland antreten zu dürfen?
        200? ;-)))

      • Oh la la … damit ist das Schicksal von Luckes getreuem Altherrenclub wohl besiegelt.

      • Das ist alles falsch. Wer ungültig wählt, macht Rot-Rot-Grün wahrscheinlicher. Eine Stimme für die AfD macht Rot-Rot-Grün unwahrscheinlicher, aber leider wohl eine weitere Kanzlerschaft von Frau Merkel wahrscheinlicher. Trotzdem wirkt die AfD schon jetzt und beeinflusst die Regierungspolitik. Eine absolute Mehrheit wird sie nicht bekommen, so wie LKR keine seriöse Partei ist und ganz sicher nicht in den Bundestag einziehen wird, wenn LKR überhaupt noch antritt. Ich bin dafür, auf keinen Fall Frau Merkel und eine sie unterstützende Partei zu wählen, aber seine Stimme auch nicht zu verschenken, selbst wenn es leider keine (auch nur halbwegs) ideale Partei gibt.

      • Nun, nachdem sich wohl beinahe die gesamte LKR auch in der „Konservativen Sammlung“, die sich wiederum als neue „Schwesterpartei“ der Unionsparteien sieht, wiederfindet, dürfte damit klar sein, dass jede Stimme für de LKR – sofern sie überhaupt antritt – entweder eine weit unter der 5%-Hürde versenkte Stimme oder aber eine Stimme für Dorothea Kasner, alias IM Erika, alias Angela Merkel als alte und neue Staatsratsvorsitzende der DDR 2.0 XXL ist.

      • Wir stimmen Intentionen zur kommenden Wahl zu.

        Ohne AfD und analogen Parteien in Frankreich, NL, DK, S, Österreich etc. wird sich in Deutschland nichts zum Besseren ändern.

  16. @Heinsberger
    Ich biete Ihnen vollgende Wette an:

    Sollte die LKR nur in EINEN der drei Landtage einziehen, (Schlesw.Holstein / Saarland / NRW)
    durch überspringen der 5% Hürde, haben Sie gewonnen.

    Einsatz: 1 Flasche Champagner oder wahlweise eine Spenden über € 50,- : ich an LKR, Sie an AfD.

    Nehmen Sie an?

    • Lieber ASKO, ich würde die Wette wie folgt realistisch verändern: Wenn LKR in einer der drei anstehenden Landtagswahlen die 1% Hürde der Wahlkampferstattung überspringt (bzw. im Saarland 2%) und damit Ressourcen für den Bundestagswahlkampf erhält, erhalte ich eine Magnum-Flasche schweren, vollmundigen Rotwein (Champagner halte ich für rausgeworfenes Geld, Sekt tut es auch für einen Bruchteil der Kosten… während bei Wein sich Qualität schon auch im Preis ausdrückt), alternativ Sie (bzw. die Spende).Wie wäre das?

      • @Heinsberger

        „Champagner halte ich für rausgeworfenes Geld, Sekt tut es auch für einen Bruchteil der Kosten… während bei Wein sich Qualität schon auch im Preis ausdrückt“

        Ich verstehe ja, wenn man keinen Schaumwein mag. Aber diese Äußerung trifft so ganz bestimmt nicht zu. Selbst bei Champagner (andere Schaumweine einmal ganz außen vor gelassen) gibt es riesige Qualitäts- und Geschmacksunterschiede.

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