25 Jahre Vertrag von Maastricht

Heute vor 25 Jahren, am 7. Februar 1992, wurde in Maastricht der Vertrag über die Europäische Union vom Europäischen Rat unterzeichnet. Damit wurde nicht nur die Europäische Union (EU) begründet, sondern auch die Währungsunion vereinbart, die 1999 zur Einführung des Euro führte. Die sogenannten Maastricht-Kriterien (und die Rechtssicherheit in Europa) sind faktisch längst Geschichte, aber die unpassende Einheitswährung belastet Europa noch immer, statt Wohlstand und größere Einigkeit zu bringen. Insbesondere Ökonomen hatten schon damals gewarnt (siehe „Wovor die Euro-Kritiker schon früh warnten“), aber selbst nicht alle Probleme vorhergesehen. Noch immer ist der Leidensdruck nicht groß genug, um dieses falsche politische Projekt zu beenden, doch nach dem Brexit ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Eurozone zerbricht.

15 Gedanken zu „25 Jahre Vertrag von Maastricht

  1. Wenn man Spielregeln vereinbart, aber der Verstoß dagegen ohne Konsequenzen bleibt, kann man auf diese Spielregel gleich verzichten! Die Maastricht-Stabilitätskriterien waren das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben wurden, sondern nur lose Absichtserklärungen.

    Der Dicke auf Oggersheim hat sich über den Tisch ziehen lassen.
    „Kohls Mädchen“ gibt uns nun den Rest….

  2. „Damit wurde nicht nur die Europäische Union (EU) begründet, sondern auch die Währungsunion vereinbart, die 1999 zur Einführung des Euro führte.“

    Das war die Grundsteinlegung für die Vereinigten Staaten von Europa und der Euro sollte das Werkzeug werden, mit dem die Bürger Europas in diesen gespenstischen Superstaat gezwungen werden.

  3. Ich schätze Ihre Kommentare sehr, aber hier sind Sie zu naiv und auf dem Holzweg. Es kommt eher die Hyperinflation, aber der Euro bricht nicht zusammen. Der politische Wille ist einfach zu groß und weder Le Pen noch Wilders werden Präsidentin bzw. Ministerpräsident.

    • In Deutschland scheint der politische Wille übermächtig. Da die anderen Länder bestochen werden, bleiben sie noch dabei. Doch über kurz oder lang wird ein Land austreten und dann könnte alles ins Rutschen geraten.

  4. Gegen Europa hat ja im Prinzip keiner etwas.
    Aber man kann alles überstrapazieren.

    Luxemburg hat 543.000 Einwohner / Great Britain 64,1 Millionen und rein rechtlich dürften alle Briten sich in Luxemburg niederlassen – was natürlich nicht geht,aber ein Problem was die Briten mit den Polen haben und sie unter anderem zum Brexit geführt haben.

    Ohne vollkommen gleiche Lebensbedingungen und vollkommen gleiche Lohne innerhalb der EU kann eine uneingeschränkte Arbeitsaufnahme und das Recht sich Niederzulassen gar nicht funktionieren ohne das hier das Gleichgewicht aus dem Ruder läuft.

    • In den USA hat man auch offene Grenzen und Niederlassungsfreiheit. Die Lebensbedingungen zwischen den 50 Staaten sind alles andere als gleich. Natürlich gibt es Wanderungen, aber zum Glück KEINE Anreize durch höhere Sozialleistungen. Genau DAS ist aber das Problem der EU!

      • Ob und welche Sozialleistungen es ohne Beitragszahlungen in anderen EU-Ländern gibt, ist immer noch umkämpft. Ich denke, dass das gar nicht zur Niederlassungsfreiheit gehört. Wer hingegen viele Jahre Beiträge gezahlt hat, sollte entsprechend behandelt werden. Das Hauptproblem ist ohnehin nicht die Binnenwanderung in der EU, sondern der gewollt mangelhafte Schutz der Außengrenzen.

      • Auch aus EU-Staaten haben wir in Deutschland Armutszuwanderung von Sozialschmarotzern, die Gesetzeslücken ausnutzen. Bulgarien und Rumänien hätten nicht in die EU aufgenommen werden dürfen! Für andere Balkan- und Osteuropastaaten dürfte es keine Visa-Freiheit geben, denn es komme gezielt Verbrecher zu uns. Geschäftsleute haben kein Problem damit, ein Visum zu bekommen. Das Proletariat aber sollten wir gewaltsam draußen halten!

      • Es gibt da durchaus Probleme und vor allem deshalb kam es zum Brexit. Trotzdem hat uns Frau Merkel in Deutschland noch ganz andere und viel größere Probleme durch Millionen Migranten von außerhalb Europas beschert. Außerdem ist die echte Arbeitsmigration in der EU eher positiv zu sehen, reiner Sozialtourismus dagegen nicht.

      • @ francomacorisano
        Zitat: „…Das Proletariat aber sollten wir gewaltsam draußen halten!“

        Sie machen es sich zu einfach.
        Die Rumänen und Bulgaren haben seit 800 Jahren Erfahrungen
        mit „ihren Zigeunern“.
        Und seit dem EU-Beitritt setzen sich massenhaft aus der BRD
        finanzierte EU- und NGO-Klugscheißer in Rumänien und
        Bulgarien fest, und belehren erst mal die stupiden Osteuropäer.
        Gestützt auf ihre „höheren Moralvorstellungen“ wissen sie
        selbstverständlich, daß nur „Rassismus“ der Bulgaren und
        Rumänen die Ursache für fehlgeleitetes Verhalten dieser
        Minderheit sein kann.

        Wenn man die Leute draußen halten will, sollten die Deutschen
        sich nicht umgekehrt großkotzig belehrend einmischen.

        Früher gingen die Deutschen herablassend in diese Länder
        hinein, aufgrund ihrer höherwertigen „Rasse“.

        Unter Merkel gehen die Deutschen herablassend in diese
        Länder hinein, aufgrund ihrer höherwertigen „Moral“.

        Wären Sie Rumäne oder Bulgare, wären Sie dann nicht etwa
        der Ansicht, daß es die Deutschen mit diesem Proletariats-
        zuzug möglicherweise nicht besser verdient haben könnten?

    • Es geht darum, was für ein Europa wir wollen. Die Niederlassungsfreiheit ist doch nicht das Hauptproblem von Luxemburg, sondern z. B. dass dessen wenige Bürger völlig überrepräsentiert sind. Niederlassungsfreiheit setzt keine völlig gleichen Lebensbedingungen voraus, die haben wir doch selbst innerhalb Deutschlands nicht. Es kommen auch nicht alle Bulgaren nach Deutschland, obwohl die Sozialleistungen hier höher sind als viele Arbeitseinkommen dort.

  5. Um es nach HOH zu verkuerzen: Deutschland gehoert auf die Couch! Dazu ist nichts mehr zu sagen, jeder kann sich weiter beliebig, gehirnlos im Kreis drehen.
    Wer die Kommentare der Politiker und Aktivisten, NGOs etc liesst und selbst denkt kann nur dafuer sein bestehende Konstelationen zu stuerzen! Ohne Generalstreik, Massendemos und Entschlossenheit fuer Wiederstand bleiben wir bei Fantasien ueber Systemaenderung so um 2021!

    • Zumindest mir geht es nicht um Systemänderung, sondern -erhaltung. Die größten Gefährder der bestehenden Ordnung sind weder Islamisten noch AfDler, sondern sie sitzen in der Regierung, insbesondere im Kanzleramt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s