CSU für Merkel, Wähler nicht

Die CSU gibt jeden Widerstand auf. Frau „Merkel ist jetzt auch Kanzlerkandidatin der CSU“, obwohl sie weiterhin jede Obergrenze bei der Aufnahme von echten und vermeintlichen Flüchtlingen ablehnt. Die Drohung von Herrn Seehofer, ohne Vereinbarung einer Obergrenze nicht in eine Regierung mit seiner Kanzlerkandidatin einzutreten, ist deshalb so hohl wie sein ganzes Gerede die letzten Jahre. Die Chance, sich mit einem vernünftigen Kurs und gegebenenfalls der bundesweiten Ausdehnung von Frau Merkel zu distanzieren, ist vertan. Wer die CSU wählt, wählt wieder Frau Merkel und ihre Politik.

Das wollen die meisten Wähler aber nicht mehr, und zwar nicht nur die AfD-Wähler. Die „SPD überholt mit Schulz CDU und CSU“. Es sagt auch der „ARD-DeutschlandTrend: Schulz deutlich vor Merkel“. Bei einer Direktwahl würden 50 Prozent für ihn stimmen und 34 Prozent für sie. Dabei geht es gar nicht um ihn, sondern um sie. „Die Stärke von Schulz ist Merkel: Schulz – oder der fast unvermeidliche Sieger“:

Aber Martin Schulz ist nicht wegen Martin Schulz gefährlich. Die Schwäche von Angela Merkel ist Angela Merkel. Die Stärke von Schulz ist Merkel.

78 Gedanken zu „CSU für Merkel, Wähler nicht

  1. Ich fürchte nur, dass Red Nose Würselen genau die gleiche Poltik der offenen Grenzen betreiben wird wie IM Erika. Wer die AfD nicht will, sollte daher die Linke wählen. Alles andere führt nur zur Fortsetzung Merkelscher Politik.

  2. Die Merkel-Union steht für ein „weiter so!“
    Die Chulz-SPD steht für ein „noch unkalkulierbares weiter so!“
    Nur wenn die AfD mindestens 20% holt, geht ein Ruck durch unser Land und die Erosion der Altparteien schreitet so voran, dass 2021 eine Regierungsbildung ohne die AfD nicht mehr möglich ist.

    2018 läuft die Begrenzung des Familiennachzuges für Flüchtlingsdarsteller aus. Die EU will Visa-Freiheit für Georgien und die Ukraine einführen und damit den besonders brutalen Verbrecherbanden dieser Staaten den Zugang zum deutschen Opfer weiter erleichtern. Der IWF will sich am 3. Griechenland-Rettungspaket nicht mehr beteiligen. Dann können wir die deutschen Forderungen abschreiben. Und die anderen Südländer sind noch lange nicht über dem Berg.

    Ob Merkel oder Chulz: Nach der Bundestagswahl wird es teuer für uns alle!

    • @francomacorisano
      „Ob Merkel oder Schulz: Nach der Bundestagswahl wird es teuer für uns alle!“

      Genau deshalb muss 2017 schon verhindert werden, dass es zu einer weiteren Regierung unter Beteiligung der Unionsparteien, der SPD und der Grünen kommt. Das geht nur mit einer sehr starken AfD und einer starken LINKEN. Meinetwegen sollte die AfD besser vier Jahre lang mit den Kommunisten koaliereren, als zuzusehen, wie die „Etablierten“ den Karren gar an die Wand fahren. Klingt im Augenblick vielleicht noch unrealistisch, könnte aber durchaus ein Ziel für die Bundestagswahl werden.

    • „2018 läuft die Begrenzung des Familiennachzuges für Flüchtlingsdarsteller aus. Die EU will Visa-Freiheit für Georgien und die Ukraine einführen und damit den besonders brutalen Verbrecherbanden dieser Staaten den Zugang zum deutschen Opfer weiter erleichtern.“

      Glauben Sie das wirklich? Erstens die Absicht und zweitens, dass der hauptsächliche Effekt von Visaerleichterungen kriminelle Aktivitäten sein werden? Können Sie sich positive Effekte einer solchen Politik vorstellen?

      • Bettelarme Menschen aus rückständigen Kulturkreisen passen nicht in ein modernes Europa und werden hier auch nicht gebraucht! Steigende Kriminalität ist eine garantierte Folge von Armutseinwanderung. Positive Effekte sehe ich nur für Super-Reiche, die genug Geld haben, für ihre Sicherheit zu sorgen und durch die Armutseinwanderung noch mehr billige Arbeitskräfte bekommen.

      • Selbst die Superreichen haben nichts davon, wenn ihre Staaten ärmer und gefährlicher werden. Am ehesten verlassen sie dann diese Staaten, doch die Zahl wirklich lebenswerter und sicherer Länder nimmt ab. Es kommen auch kaum billige Arbeitskräfte, sondern es entsteht ein neues Subproletariat, welches fast gar nicht (legal) arbeitet.

      • @francomacorisano:

        Armutsmigration kostet Geld, das stimmt. Aus diesem Grund finde ich auch, dass sie stärker begrenzt werden sollte.

        Abwegig finde ich die Unterstellung, die EU würde bewusst Kriminelle nach Deutschland lassen. Zumal wenn es um Visa-Erleichterungen geht.

        Und dann auch noch für Georgien:

        Georgien hat sich extrem erfolgreich zu einer liberalen Marktwirtschaft reformiert. Das Land kämpft wie kein anderes um Anschluss an den Westen – obwohl Russland gern mal über Nacht die Grenze Südossetiens nach Süden verschiebt, wenn die Regierung nicht kuscht.

        Georgien gehört zu den sichersten Ländern Europas, hat einen effektiven Polizeiapparat aufgebaut und die „Diebe im Gesetz“ weitgehend zerschlagen. Außer der Fahrweise und dem Service-Niveau in Restaurants ist da kaum was kriminell.

        Georgien hat selbst darum gebeten, zum sicheren Herkunftsland erklärt zu werden; seine Geheimdienste arbeiten eng mit den deutschen Behörden zusammen – das erklärt überhaupt erst die relativ hohe Zahl georgischer Tatverdächtiger.

        Kurz: Georgien hat es sich verdient, dass die EU ihm entgegenkommt. Wir können davon auch profitieren – allein der Gedanke an georgische Weine in den Ladentheken wäre für mich schon Grund genug, Schranken abzubauen.

        Visaerleichterungen im Allgemeinen und für Georgien im Speziellen haben jedenfalls nichts mit Volksverrat zu tun, wie es bei Ihnen anklang.

        PS: „Bettelarme Kulturkreise“ gibt es nicht.

      • “… allein der Gedanke an georgische Weine in den Ladentheken wäre für mich schon Grund genug, Schranken abzubauen.“

        Ich habe vor ein paar Jahren einmal eine Reportage über Georgien im Radio Bayern 2 gehört. Unter anderem ging es da um Weinbauern, die nach der harten Arbeit täglich erst einmal zwei Liter (pro Kopf!) ihres Weines „zur Entspannung“ trinken. Hm – andere Länder, andere Sitten …
        Beklagt wurde auch, dass der „gute Georgische Wein“ früher in die gesamte Sowjetunion exportiert wurde, ihn heute aber außer Landes niemand mehr haben will. Also saufen die Georgier ihren Wein wohl zur Entspennung selbst. Das sind genau die Leistungsträger, die Deutschland zur Anleitung schwarzafrikanischer Facharbeiter dringend benötigt. 😉

  3. MP Horst Seehofer ist auch verbrannt, analog Kanzlerin, die krachend 2017 scheitern wird.

    Seehofers permanente gebrochene Versprechungen bzgl. Asylstop – in Grenzen – derart penetrant offensichtlich politisch verlogen, daß sich auch der Gutwilligste von ihm veräppelt fühlt.

    Wer hat es schon gerne, wenn man ihn für blöd hält ?

    Zu Martin Schulz fällt uns nichts ein ausser “ wertvoller als Gold “ , EU – Fantasien, Küsse mit Politikern Griechenlands die an Breschnew erinnern.

    Gleichzeitig Schulzes Wut auf deutsche Bürger/innen die angeblich „hartherzig, engstirnig, geizig … etc. “ sind weil nicht ausreichend für Asylaufnahmen der aus Seenot geretteten Asylanten votieren und zuletzt macht er Deutschland – wiederum nur Bürger/innen – für das Asylchaos verantwortlich.

    Schulz als SPD Raffzahn, gleichwohl mit vermeintlicher Solidarität für hart arbeitende in Deutschland. Wer da nicht an P€€r Steinbrück denkt, hat alles vergessen.

  4. Schulz steht stärker noch als Merkel für alles, weshalb ich Merkel politisch bekämpfe. Der Mann als Kanzler ist eine Horrorvorstellung.

    • Ja, aber er bietet die Chance, dann schnell durch einen besseren Kanzler abgelöst zu werden. Wenn Frau Merkel 2017 noch einmal als das angeblich kleinere Übel gewählt werden sollte, kommt eben das größere Übel 2021, 2025 oder wann auch immer nach ihr.

  5. Die blendenden Umfragewerte für „Mega-Martin“ machen mich schon ein
    wenig stutzig.
    Wie kann eine Partei binnen einer Woche ihre Beliebtheit um 50% steigern?
    Vor allem dann, wenn eigentlich nichts passiert ist, außer ein paar völlig
    unverbindliche und oberflächliche Verlautbarungen von „Mega-Martin“, dem
    in einem anderen Internetforum zu Recht nachgesagt wurde, er versprühe
    dem Charm einer Tütensuppe.

    Zur Erinnerung:
    „Mega-Martin“ war bereits Spitzenkandidat der deutschen Europawahl 2014.
    Damals erreichte er gerade mal 27,3% der Stimmen (und das auch nur, weil
    in mehreren SPD-Hochburgen gleichzeitig Kommunalwahlen waren).

    Daß seine eigene Politik – und die seiner Partei seit 2014 – eine so rapide
    steigende Beliebtheit erfahren haben, muß mir wohl irgendwie entgangen sein.

      • Es geht darum, daß eine offenbar abgestimmte Kampagne
        von Medien und Meinungsforschungsinstituten
        im Wähler den Glauben erzeugen soll, es liefe auf einen
        Kopf-an-Kopf-Zweikampf zwischen Merkel und Schulz hinaus.

        Wer also Merkel nicht mehr ertragen könne, müsse deshalb
        für Schulz votieren. Jede Stimme für die AfD, um Merkel zu
        verhindern, sei dann eine Stimme für den Mülleimer.

        Um auf 31% der Stimmen zu kommen, müßte die SPD in
        weiten Teilen Deutschlands bei 45% stehen, da sie ja
        nachweislich in BW, BY, SA, FS,THÜ nur noch so bei 12%
        steht.

        Wo bitteschön sind diese sagenhaften SPD-Hochburgen?

        Tatsächlich hat doch wohl – wenn man sich die Ergebnisse der
        letzten Landtagswahlen anschaut – die AfD die Chance, bei
        der Bundestagswahl die SPD noch zu überrunden.

        Und dann hieße der Zweikampf Merkel – Petry.

      • Bundestagswahlen sind keine Landtagswahlen. Erstens gehen mehr Bürger zur Wahl und zweitens wählen diese weniger Experimente. Deshalb gab es schon viele neue Parteien in den Landtagen, doch bislang haben es nur die Grünen in den Bundestag geschafft. Das dürfte der AfD jetzt auch gelingen, doch von 20 Prozent ist sie noch weit entfernt.

        NRW, immerhin das mit Abstand bevölkerungsreichste Bundesland, ist bislang eine SPD-Hochburg. Von einer großen AfD-Aufbruchstimmung ist hier noch nichts zu spüren, zumal sich die Partei lieber mit sich selbst beschäftigt und fast jedes Wochenende die Aktiven durch einen Parteitag oder eine Landeswahlversammlung vom Vorwahlkampf abhält.

      • @Peterchens Mondafahrt

        Sie glauben also, CDU und CSU würden der SPD quasi freiwillig die Kanzlerschaft überlassen? Das halte ich für arg spekulativ.

        Auch ist Frauke Petry längst noch nicht als „Kanzlerkandidatin“ der AfD gesetzt.

      • Stimme zu, was die katastrophale Politik des AfD-NRW
        Landesverbands angeht.

        Stimme nicht zu, was die „SPD-Hochburg“ NRW angeht.
        Bei den letzten BTW konnte die SPD hier nur 31,9% holen.

        Bliebe dieses Ergebnis unverändert, wären sogar andernorts
        über 50% nötig, um auf die von den Meinungsforschern
        behaupteten 31% bundesweit zu gelangen.

      • Eine Hochburg ist immer relativ. Auch die AfD hat Hochburgen, obwohl sie nirgends die stärkste Partei ist. Wenn der Trend allgemein nach oben geht, dann sowohl in den Hochburgen wie auch den Niederungen. Interessant ist, wo sich mehr Wähler gewinnen lassen, dort, wo man schon viele hat oder wo noch besonders viele zur eigenen Partei wechseln könnten.

      • @ Meister
        Es geht nicht darum, daß die CDU/CSU kampflos das
        Feld für Schulz räumt.
        Im Gegenteil – eine stärkste Partei SPD ist nahezu
        ausgeschlossen.
        Es geht den Medien darum, daß die Menschen die
        AfD unter „ferner liefen“ wahrnehmen, und nicht etwa
        als Alternative zu Schulz/Merkel.

      • Die meisten Tageszeitungen sind SPD-nah, ein paar wenige CDU-nah. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ohnehin regierungsfreundlich. Daher ist Ihre Einschätzung schon richtig.

        Dass der AfD die Talkshows von ARD und ZDF im Wahlkampf wohl nicht mehr im bisherigen Umfang als Podium zur Verfügung stehen werden, ist auch klar (http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/talkshows-102.html).

        Die Talkshows bei den privaten TV-Sendern werden dieser Kursänderung sehr wahrscheinlich rasch folgen, so dass der AfD künftig im Fernsehen ganz allgemein nicht mehr so viel Raum für ein Agenda-Setting über bloße Provokationen eingeräumt werden wird.

        Als kritisches AfD-Mitglied der ersten Stunde wünsche ich mir für den zweiten AfD-Bundestagswahlkampf folglich schon aus diesem Grunde eine stärkere Fokussierung auf Sachthemen.

        Was die AfD jetzt braucht, ist mehr Medienpräsenz von AfD-Politikern wie Alice Weidel und Jörg Meuthen und weniger Gauland, Höcke, Poggenburg usw..

        Damit kann die AfD nicht nur in breiten Schichten der Gesellschaft punkten, sondern auch endlich ihre zweifelsohne vorhandene fachliche Kompetenz unter Beweis stellen.

      • Mehr Sachpolitik wäre gut. Damit kann man die inhaltslose Kanzlerin am besten vorführen. Wenn die anderen Parteien dann Ideen klauen und selbst umsetzen sollten, ist auch etwas gewonnen.

      • Das sehe ich genauso.

        Spannende Themen, bei denen die Altparteien den Wählern nur Sand in die Augen streuen, gäbe es genug. Die AfD verwendet den Slogan „Mut zur Wahrheit“ und muss daher m.E jetzt gerade in Bezug auf unbequeme Themen wie die latente Rentenlüge liefern.

      • @ Meister
        Ich sehe es genauso wie Sie.
        Die ÖR-Medien werden im beginnenden Wahlkampf versuchen,
        AfD-Vertreter aus den Talkshows auszuschließen.

        Meines Erachtens sollte die AfD keinesfalls untätig herumsitzen,
        bis sie mal gnädigerweise in einem 1:5 Verhältnis irgendwo bei
        Maischberger niedergemacht wird.

        Sie sollte jetzt schon offensiv Sende- und Interviewvereinbarungen
        mit alternativen Medien (RT Deutsch, Breitbart usw.) suchen.
        Dort lassen sich auch leichter echte Inhalte rüberbringen, wofür
        die AfD eigentlich steht (die von Ihnen geforderten echten
        Sachthemen).

        Auch wenn man damit nicht jeden Deutschen erreichen kann,
        die Reichweite dieser Alternativmedien geht dennoch über
        die harte AfD-Kernwählerschaft hinaus.

      • Nun, ich kenne keine belastbaren Reichweitenzahlen dieser „alternativen Medien“.

        Aber ich halte sie für äußerst überschaubar und sie werden wohl aus gutem Grunde erst gar nicht veröffentlicht. Sich darauf zu verlassen wäre ähnlich kurzsichtig, wie an große Erfolge durch Facebook oder twitter zu glauben. Das ist alles nur Schmoren im eigenen Saft.

        Professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für relevante politische Parteien muss sich auf reichweitenstarke, massenattraktive Medien konzentrieren und nicht auf irgendwelche Nebenkriegsschauplätze.

      • @ Meister
        Breitbart ist im Augenblick weltweit in aller Munde, und da
        wird es genug Neugierige geben, welche sich demnächst
        Breitbart-Deutschland (derzeit in Gründung) mal antun
        werden.

        Sie müssen auch bedenken, daß etwa 10% der Wahlbe-
        rechtigten Auslandsdeutsche sind.
        Für diese sind die alternativen Medien genauso gut oder
        schlecht erreichbar, wie die ÖR-Medien.

        Sie haben selbst festgestellt, daß die ÖR-Medien die AfD
        im Wahlkampf ausschließen werden, so gut es geht.

        Dann muß man eben auf Alternativmedien zurückgreifen,
        ob es einem paßt oder nicht.

        Eine andere Alternative wäre nur noch Höckes Konzept
        der „Bewegungspartei“.
        D.h. im Wahlkampf so viele Massenkundgebungen an
        möglichst vielen Orten durchführen, wie eben möglich.
        Hierbei sollte man aber nur Dörfer sowie Klein- und
        Mittelstädte einbeziehen, wo kaum gewalttätige
        Antifantenaufläufe zu erwarten sind.

        Dieses Konzept erfordert aber eine andere Redner-
        auswahl. Frau Weidel sehe ich z.B. als keine gute
        Bierzeltrednerin.

        Wenn man auf Höcke und Poggenburg hierbei ver-
        zichten will, böte sich m.E. z.Bsp. Herr Bystron oder
        Herr Hampel an.

      • @Peterchens Mondfahrt

        Mit Bierzeltveranstaltungen erreicht man höchstens ein paar hundert Personen je Veranstaltung. In Deutschland gibt es aber 63 Mio. Wahlberechtigte, von denen etwa 35 bis 40 Mio. zur Wahl gehen. Das größte Potential sind also die Nichtwähler.

        Um 25% zu erreichen braucht man knapp 10 Mio. tatsächliche Wähler. Das wären schätzungsweise 4.000 bis 5.000 Bierzeltveranstaltungen. Das schafft niemand.

        Die „alternativen Medien“ und „sozialen Medien“ erreichen nur ein paar Hunderttausend Leser. Auch zu wenig.

        Ohne Massenmedien und Plakatierung geht es also nicht.

    • @ Meister

      Natürlich geht es ohne die Massenmedien.
      Wie hat denn neulich Donald Trump die US-Wahl gewonnen?

      – nur mit Breitbart, Twitter, Facebook und Vor-Ort-Auftritten
      gegen den erbitterten Widerstand sämtlicher TV-Stationen
      und Zeitungen.

      Wieviele Massenmedien stehen denn hinter Geert Wilders,
      der aller Voraussicht nach die Wahlen in NL gewinnen wird?

      – Alle Medien kämpfen mit Schaum vor dem Mund gegen ihn
      an.

      Wenn Sie nach den Spielregeln der Etablierten spielen wollen,
      so können Sie nur verlieren. Talkshows sind Mist.

      • @Peterchens Mondfahrt

        Sie irren sich. Trump hatte eine gewaltige Medienpräsenz und auch vor seiner Kandidatur schon einen extrem hohen Bekanntheitsgrad. Auch wenn ihm viele Medien nicht wohlgesonnen waren, so war er doch in ihnen präsent. Die Medienpräsenz des Kandidaten entscheidet mehr über dessen Chancen als wie er kommentiert wird.

        Bislang hatte die AfD gemessen am Alter der Partei und ihrer auf Bundesebene noch sehr geringen tatsächlichen politischen Bedeutung ebenfalls eine hervorragende Medienpräsenz. So viel Aufmerksamkeit hat seit den Grünen keine andere neue Partei erfahren. Es gibt also eigentlich keinen Grund sich über die Medien zu beschweren.

        Wenn Figuren wie Björn Höcke oder Alexander Gauland gezielt provozieren und zündeln, dann darf man sich nicht über die entsprechenden Reaktionen wundern. Gute Öffentlichkeitsarbeit ist das in meinen Augen jedenfalls nicht.

      • @ Meister

        Wenn denn die Teilnahme an Talkshows so viele Punkte bringt,
        wie erklären Sie sich den Erfolg von Herrn Poggenburg in
        Sachsen-Anhalt?
        Poggenburg war erst vor 1/2 Jahr erstmalig in einer Talkshow.

        Andererseits sind Henkel & Co. von der Bernd-Sekte noch
        immer regelmäßig Talkshow-Gäste, fast so häufig wie die AfD.

        Und trotzdem ist die Bernd-Sekte nur mit 0,2% bei Wahlen
        erfolgreich.

        Auch Jutta Ditfurth mit ihrer marxistischen Kleinstpartei erscheint
        regelmäßig – und ist dann bei Wahlen für 0,008% gut.

        Und wenn Sie allgemeine Medienpräsenz meinen sollten –
        nun gut – fast jeden Tag erscheint irgendwo ein Bericht über die
        NPD. Hat das jetzt der NPD irgendwie geholfen?

        Nein – es kommt darauf an Anhänger und Mitglieder zu gewinnen,
        dann kann man flächendeckend auftreten.

        Die Mitgliederwerbung ist auf Bierzeltveranstaltungen am
        erfolgreichsten.
        Und für die Anhängerwerbung reicht bei Facebook und Twitter
        aus, genügend Follower zu finden.
        Das hat Trump erkannt und zu seinem Erfolg genutzt.
        Als Plattform um die eigenen Ideen auszubreiten, sind Gastbeiträge
        oder Interviews auf Breitbart, RT, PI, eigentümlich frei etc.
        vollkommen ausreichend.

        Poggenburgs Erfolg ist sehr einfach erklärbar.
        Er lebt das Bewegungspartei-Prinzip mehr als alle anderen
        (auch als Höcke).

    • @ Peterchens Mondfahrt, Alexander Dilger, Michael Meister

      Für den Bundestagswahlkampf muss die AfD auf allen Tasten des Klaviers spielen! Sie braucht den Straßen- und Stammtischwahlkampf genauso wie die alternativen Medien im Internet. Auch Talkshows nutzen mehr als sie schaden, wenn man sich als echte Alternative präsentiert. Der Wahlkampf darf auch ruhig im Osten andere Akzente setzen als im Westen. Provokation ja, Bewegung auch, ABER den Bogen bitte nicht überspannen und das Bürgertum bitte NICHT mit unnötiger Nachhilfe in Geschichte verschrecken!!!

      Als alter Hase im Marketing sage ich: Der Wurm muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken!

      Viele Menschen können die Fresse von Merkel einfach nicht mehr sehen. Das könnte Chulz nutzen. Merkel hat auch keinen Bart, aber Haare auf den Zähnen….

      • Die AfD sollte möglichst viele Wähler ansprechen. Frau Merkel wird immer unbeliebter, wovon nicht nur die SPD profitieren muss, die im Zweifel ohnehin wieder mit ihr koaliert.

    • Hoppla, je mehr ich diese Seite ansehe, desto unangenehmer wird es mir, dass ich das hier verlinkt habe.
      Aber der vernunftbegabte Leser wird hoffentlich erkennen, welchen Schluss man ziehen kann und welchen nicht.

  6. Was wäre die „Höchststrafe“ für Merkel? Eine Niederlage im direkten „Duell“ mit Schulz(!) geht ja schon in die Richtung …

    • Noch viel besser (und leider unwahrscheinlicher) wäre ein kompetenter Nachfolger, der ihre größten Fehler erfolgreich korrigiert. Stellen Sie sich vor, die Eurozone würde geordnet aufgelöst und danach sind alle Europäer reicher, die Grenzen würden richtig kontrolliert, so dass die Europäer sicherer leben und weniger Flüchtlinge sterben, und eine neue Energiewende sorgt für zugleich deutlich billigeren und ökologischeren Strom.

      • @Alexander Dilger

        All das, was Sie sich hier erträumen, setzt fachkompetente Politiker voraus. Die gibt es unter den ‚etablierten‘ Berufspolitikern aber nicht und daher werden die Blockparteien eifrig weiter mit vereinten Kräften an den Vereinigten Staaten von Europa basteln.

  7. Man sollte Schulz in keinster Form unterschätzen,in gar keiner.
    Wenn Schulz Hartz 4 leicht abmildert und die drohende Altersarmut ins Auge fast,dann sitzt der ganz feste im Sattel.

    Ein Thema das die AFD komplett verpennt hat,oder bewußt nicht begreifen will.
    Ein längeres Gespräch von mir,mit dem zur Zeit inhaftierten liberalen AFD Politiker Henning Dornauf hat mir den Blutdruck auf 180 angehoben.

    Kein Hartz 4,keine staatl. Altersvorsorge,keine Steuersenkung im Dienstlestungssektor u.s.w.
    sind ebenso seine Ansichten,wie sein Ärger darüber seinem Angestellten 9,40 Euro Stundenlohn zahlen zu müssen,was nach seinen Aussagen 20 Cent über Tarif seien.

    Mit solch einer Einstellung kann man nicht Punkten,außer bei selbstständigen liberalen.
    Hier muß die AFD noch viel Lehrgeld bezahlen um das zu begreifen.

    Allerdings ist Schulz auch eine Chance die CDU so platt zu machen,das eine CDU ohne Merkel an einer Zusammenarbeit mit der AFD nicht mehr vorbeikommt.Was allerdings schwierig wird,wenn Leute wie Höcke als nächstes den Angriff auf die Sowjetunion als notwendigen Präventivschlag öffentlich ausdiskutieren wollen – was ich dem auch zutraue.

    Das ist zwar inhaltlich korrekter,als wie Gauck das machte,den Soldaten der Roten Armee für die Befreiung zu Danken – aber es will keiner mehr hören.

    • Das Thema Altersvorsorge wird ganz gewiss von den vereinten linken Parteien zu einem der Haupt-Wahlkampfthemen gemacht werden und sie werden den Wählern die Hucke voll lügen wie eh und je. Hier kann und muss die AfD den Finger in die Wunde legen, indem sie den Menschen reinen Wein einschenkt. In das Lügen-Konzert der Umverteilungssozialisten mit einzustimmen, wäre indes ein fataler Fehler. Lügen haben bekanntlich kurze Beine und die der gesetzlichen Altersvorsorge sind inzwischen sehr, sehr kurz …

      • Das Thema „Altersvorsorge“ MUSS ein bestimmendes Thema im Wahlkampf sein. Die AfD sollte sich gut darauf vorbereiten!

        Was zur Versorgung der Flüchtlingsdarsteller aufgewendet wird, fehlt dem Staat bei der Rente. Es kommen eindeutig mehr Empfänger von Transferleistungen als Nettozahler ins Land, auch mittel- und langfristig gesehen. Die private Vorsorge leidet zudem extrem unter der Nullzins-Politik der EZB. Unser Wohlstand ist wegen einer falschen Politik in Gefahr!

      • Dazu müsste sich die AfD darauf einigen, was sie hinsichtlich der Altersvorsorge überhaupt will. Ich wette, dass die radikalen Forderungen von Herrn Meister weder mehrheitsfähig noch wählergewinnend sind.

  8. Ha! Jetzt wird es vielleicht doch noch was mit meinem Lieblings-Projekt: Der bundesweiten CSU.
    Wenn die CDU hinter der SPD zweitstärkste Partei wird, ist dort der Teufel los. Merkel wird als Parteivorsitzende zurücktreten müssen. Der konservative Flügel wird ihr die Schuld geben, weil sie „die Seele der Partei verraten hat.“ Der sozialdemokratische Flügel, die Merkelianer, werden den ständigen Querschüssen, vor allem aus München, die Schuld geben.

    Verschärfend wird dazu kommen, dass Schulz die CDU in eine große Koalition zu locken versuchen wird. Inhaltlich unterscheiden sich die beiden Parteien sowieso kaum. Der Merkelianer-Flügel wird darin die Chance sehen, Posten und das politische Überleben zu sichern. Die CSU wird im Hinblick auf die LTW in Bayern 2018 nicht in eine GroKo unter Schulz eintreten können. Klar ist, dass eine CDU und auch eine CSU unter einem Kanzler Schulz den Weg der österreichischen ÖVP gehen würde, die heute um die 20% herum liegt.

    Auf der anderen Seite wird Schulz sicher nicht RRG anstreben und sich von den Launen einer oder zwei LinkGrün_innen abhängig machen, größer wird seine Mehrheit kaum sein, wenn es überhaupt reicht. Schulz wird der CDU so weit entgegen kommen, dass ihr kaum inhaltliche Argumente bleiben, um nein zu sagen.

    Es wird, wenn die SPD stärker als CDU/CSU wird, zu einer Spaltung der Union in eine bundesweite CSU und CDU kommen. Schulz wird mit der CDU regieren und die CSU wird mit der AfD in der Opposition sein. Allenfalls eine starke FDP, die um ein paar Posten willen, mit jedem koaliert, könnte das noch verhindern, etwa mit grün-rot-gelb.

    Möglich aber sehr unwahrscheinlich wäre auch noch eine CDU/CSU-FDP Minderheitsregierung, toleriert von der AfD, wenn es für RRG nicht reicht und eine GroKo am Widerstand in der CSU/CDU scheitert.

      • Wen?
        Angela Merkel und Martin Schulz als Adam und Eva der künftigen Marsianer? 😉
        Das Universum möge abhüten …

      • Meine Spekulationen sind aber durchaus realisitisch, schauen Sie auf die Umfrage-Ergebnisse. Bei Forsa legt die SPD heute auch nochmals 5% zu und liegt bei 31% (CDU 34%). Forsa ist bekannt dafür, dass die Wünsche und Hoffnungen des Chefs (Güllner, SPD-Mitglied), einen starken Einfluss auf die Ergebnisse haben. Aber die Tendenz ist klar: Schulz hat einen Lauf. Bei politisch wenig interessierten Wählern beginnt jetzt erst die Meinungsbildung.

        AfD+Linke > 50% ist sehr unwahrscheinlich. Und wenn:
        Die Merkel-CDU hätte dann auch wenig Hemmungen mit den Linken in’s Bett zu hüpfen, wenn es darum geht, „das Land“vor Rechtspopulisten zu bewahren“.

        Im besten Fall würde wohl die AfD eine CDU/CSU-F.D.P. Regierung unter einem Kanzler Seehofer oder einem Dr. ex. von und zu Gutenberg tolerieren.

      • Da Sie jetzt wiederholt die Tolerierung einer Unionsregierung durch die AfD ansprechen und sich mindestens ein führender AfD-Funktionär auch schon so geäußert hat, sollte unbedingt klargestellt werden, dass die AfD in keinem Fall eine Kanzlerin Merkel unterstützen wird. Falls sie das doch tut, ist sie noch viel opportunistischer als die FDP, völlig unnütz und bei den nachfolgenden Wahlen bedeutungslos.

      • @Alexander Dilger wg. kolportierter Merkel-Duldung durch AfD
        “ Falls sie das doch tut, ist sie noch viel opportunistischer als die FDP, völlig unnütz und bei den nachfolgenden Wahlen bedeutungslos.“

        So ist es.

      • Im Moment ist doch alles reine Spekulation. Oder hätten Sie vor drei Wochen geglaubt, dass ein EU-Clown aus Würselen der SPD zu so einem Hype verhilft?

        Abr eines ist so sicher wie das ‚Amen‘ in der Kirche: Horst Seehofer ist weder Kanzlerkandidat, noch würde er aus Bayern weg gehen, um einer geduldeten Minderheitsregierung in Berlin vorzustehen. Warum sollte er so etwas tun? So dumm ist er nicht.

        Bis zum 24. September fließt noch viel Wasser die Spree hinab und niemand weiß, ob Sultan Recep nicht im Sommer seine mehr als drei Millionen Geiseln los lässt, in deren Kielwasser dann womöglich noch einmal dieselbe Anzahl Nafris und Schwarzer über das Mittelmeer kommt …

      • Das ist durchaus denkbar. Dieser Mumie (Merkel) traue ich alles zu.

      • @ Benzell

        Ich hatte schon weiter oben angezweifelt, ob es diesen
        „Mega-Martin“-Auftrieb überhaupt gibt.
        Der User „FinanceMnemo“ hat dazu einen doch
        beachtenswerten Link gegeben.

        Wie alle Güter, so sind auch „Umfrageergebnisse“ käuflich.
        Und die vermögendste aller deutscher Parteien, welche
        jedes Umfrageinstitut kaufen kann, ist die SPD.

        Es wird einen klaren Indikator geben, ob diese Umfragen
        echt sind, und das sind die Ergebnisse der LTW in NRW,
        SH und SL.
        Sollte die SPD dort, nach diesen Umfragewerten nicht
        wesentliche Stimmengewinne gegenüber den letzten LTW
        erzielen, oder aber sogar noch Einbußen hinnehmen,
        so können Sie getrost von einem eingekauften Umfrage-
        ergebnis ausgehen.

        Schon in der jüngsten Vergangenheit versuchte die SPD
        immer wieder über ihre Zeitungen der SPD-Medienholding
        zu verbreiten, daß „massenhafte Parteieintritte“ stattfänden.
        Nur vergaß man stets, die Umfrageinstitute mit ins Boot zu
        holen.
        Folge war: Niemand glaubte es, und dieser Niemand lag
        damit richtig. Neudeutsch: „Fake News“

      • @Peterchens Mondfahrt

        Das sind keine „Fake News“, sondern alternative Fakten. 🙂

      • Leider muss es zuerst schlechter werden, bevor es besser wird…..!

  9. @ Meister

    Hier sind echte Fakten:
    der „Mega-Martin“-Effekt schlägt bereits voll durch.
    Bei den Kommunalwahlen vom Wochenende erkämpft
    eine heroische SPD, getragen vom Jubel unzähliger
    Anhänger ATEMBERAUBENDE 15%

    fr-online.de/rhein-main/wahl-in-roedermark-so-hat-roedermark-gewaehlt,1472796,35135790.html#anchor_30136762

    • Na ja, 38,5 Prozent für die Union und 2,9 Prozent für die FDP mögen noch repräsentativ sein, aber 43,3 Prozent für die Grünen? Die AfD kommt übrigens mangels Kandidat auf 0,0 Prozent.

      • @ Dilger
        Zitat: „…mangels Kandidat…“

        Genau deshalb plädiere ich so sehr für die Höckesche
        Bewegungspartei-Variante.
        Man braucht dazu nicht deutschnational zu sein, auch
        eine liberale Graswurzelbewegung innerhalb der AfD
        wäre möglich.

        Die Bewegung von 1848 war eine Graswurzelbewegung
        – eine liberale – und auch eine solche der „kleinen Leute“.

        Wer am Euro zweifelt, ist für die Etablierten sowieso
        „outlaw“, gleichgülitg ob seine Beweggründe deutsch-
        nationaler oder liberaler Natur sind.

        Eine „outlaw“-Partei kann nur als Bewegungspartei
        Erfolg haben, denn es gilt flächendeckend Mitglieder
        für den eigenen Wahlantritt zu gewinnen.

        Die Grünen waren 1980 auch „outlaw“ und hatten
        mit ihrer Präsenz für die Friedensbewegung alsbald
        eine Etablierung – zunächst auf der Straße erfahren.

      • Die Frage ist, was mit einer „Bewegungspartei“ gemeint ist. Ich hätte nichts gegen eine pluralistische und offene Partei, die allen Regierungskritikern ein Dach bietet. Allerdings vermute ich, dass sich Herr Höcke seine Bewegung etwas anders vorstellt. Die AfD in NRW und jetzt auch in Niedersachsen (siehe „Strafverfahren Gegen Hampel: Chaos in der AfD wird immer größer“) präsentiert sich noch ganz anders, nämlich als Funktionärspartei, die jeden ausgrenzt, der nicht dem eigenen Machterhalt dient.

  10. Schulz scheint in der Tat die einzige Option Merkel abzulösen. Allerdings ist er keine bessere Option. Der Gedanke von HB gefällt mir allerdings. Das Schicksal der ÖVP ist bekannt und die CSU kann das eigentlich nicht wollen. Vielleicht würde das das Fass zum Überlaufen bringen.

    • Für sich genommen ist Herr Schulz nicht besser als Frau Merkel, aber sein Optionswert ist höher. Denn nach seiner Abwahl könnte es wieder einen halbwegs vernünftigen Kanzler geben. Wird hingegen Frau Merkel jetzt nicht abgewählt, ist die Situation 2021 noch verfahrener.

      • Wir haben aber nicht bis 2021 Zeit. Die nächsten Flüchtlingswellen kommen, die Leute müssen jetzt abgeschoben werden bevor hier zahlreiche Kinder geboren werden und unser Geld- und Währungssystem wird auch jetzt an die Wand gefahren und nicht erst in 4 Jahren. Wir brauchen unseren Brexit jetzt und nicht in 4 Jahren. Ideal wäre daher vielleicht ein knapper Sieg von Schulz, der es aber gleichzeitig nicht schafft, eine stabile Regierung hinzubekommen. Bricht die Union dann auseinander und es kommt zu Neuwahlen, dann wäre ohne Merkel ab 2018-2019 vielleicht eine anständige Politik möglich. Aber 4 Jahre durchhalten, das darf Schulz auf gar keinen Fall.

      • Wir hatten 2013 auch nicht bis 2017 Zeit, wie insbesondere 2015 gezeigt hat. Aber es hilft doch nichts, schon die Verhinderung von Frau Merkel ist verdammt schwer, gleichzeitig Herrn Schulz und alle anderen potentiellen zweifelhaften Nachfolger zu verhindern, wird nicht gehen. Herr Schulz ist für mich eindeutig das kleinere Übel, insbesondere wenn er nur mit einer wackligen Mehrheit regieren sollte.

  11. @ Dilger

    Schauen Sie sich einfach mal die Facebookseite von
    Herrn Poggenburg an, und danach die vom NRW-Brezel.
    Analysieren Sie – was macht der jeweilige Mann –
    unabhängig von weltanschaulicher Ausrichtung.

    Das erklärt, finde ich, sehr gut den Unterschied
    zwischen Bewegungspartei und „Führer- und Gefolge“-
    Funktionärspartei.

    Wie eine liberale Bewegung der „kleinen Leute“
    innerhalb der AfD aussehen könnte, erlaube ich mir
    als Nicht-Mitglied nicht zu bestimmen.

    Aber als kleines Beispiel:
    Zur Freiheit des Einzelnen gehört auch immer das
    Recht auf Eigentum.
    Denken Sie nicht, daß dieses Eigentumsrecht
    mittlerweile für „kleine Leute“ in NRW in Problem-
    vierteln sehr angegriffen sein dürfte?
    Rekordzahlen an Einbrüchen in NRW, Aufklärungs-
    quote gegen 0. Polizei stellt Ermittlungen ein.

    Das Eigentumsrecht ist kein rechtes Thema – schon
    gar kein deutschnationales – es ist das klassische
    liberale Thema schlechthin.

    Die Liberalen sollten sich einfach mal klarmachen,
    daß Freiheit nicht nur die Freiheit der Konzerne ist,
    sondern vor allem auch die Freiheit des „kleinen Mannes“.

    • Es gibt viele liberale Themen, die gerade den kleinen Mann interessieren und auch zur AfD passen, sei es der Schutz des Eigentums (und zwar von jedem, während sich Großkonzerne ihren eigenen Schutz kaufen können), der Grenzen, der Meinungsfreiheit, allgemein des Rechts, aber auch des Geldwerts. Die Bürger wollen weniger gegängelt werden und weniger Steuern wie auch Abgaben zahlen, ohne auf sinnvolle staatliche Leistungen verzichten zu müssen. Also ist der sorgsame Umgang mit öffentlichen Mitteln wichtig.

      • @ Dilger

        Dies sind gute Beispiele von Ihnen.
        Auf diese Themen müßte nur einer vom liberalen
        Flügel aufspringen, Themenabende veranstalten,
        Diskussionen, Reden und auch bereit sein,
        Demonstrationen anzumelden (bei Heiko Maas und
        der Meinungsfreiheit gäbe es genug Anlaß).

        Das wäre dann „liberale Bewegungspartei“.

        Glauben Sie mir, was Höcke kann, könnten die
        Liberalen auch, sie müssen es nur wollen.

      • 2013 haben wir größere Demonstrationen in NRW gehabt. Inzwischen bin ich nicht mehr in der AfD und ein Hayek-Club eignet sich weniger für Demonstrationen als für Themenabende.

      • Ja, ich erinnere mich, daß es in der Anfangszeit unter
        Lucke es 1 oder 2 mal Demonstrationen gab.
        Darauf hatte der liberale Flügel aber leider nie aufgebaut.

        Deswegen fehlt leider im Westen der gesunde Unterbau
        mit starken Ortsgruppen.

        Ich würde mich (wenn ich in der AfD wäre) zwar eher dem
        „Flügel“ zuordnen, eine „echte liberale Bewegung“ in der
        AfD wäre mir trotzdem ein Herzensanliegen, da

        1) das zunächst Wichtigste ist, Merkel zu schlagen, und
        das geht nur mit starken Ortsgruppen

        2) eine Bewegungspartei (gleichgültig ob liberal oder
        deutschnational) behindert den Durchmarsch der
        Karrieristen, Apparatschiki und Intriganten.
        Wenn die Pretzells gewinnen, wäre dies das aller-
        schlimmste

        3) zwei inhaltlich verschiedene Flügel fördern den
        Ideenwettbewerb innerhalb der Partei,
        Karrieristen hingegen zerstören ihn.

      • In NRW hatten wir eigenständige Demonstrationen ohne Herr Lucke organisiert bzw. einmal in Düsseldorf vor einer Veranstaltung mit ihm (doch auch da war er nicht bei der Demonstration dabei). Daneben gab es öffentliche Wahlkampfveranstaltungen mit ihm.

        Politische Unterorganisationen in einer Partei wie der Flügel haben Vor- und Nachteile. Die Vorstände sollten sich vor allem als Vertreter aller Mitglieder und der Gesamtpartei verstehen, nicht nur einer Unterorganisation oder allein ihrer persönlichen Interessen.

  12. „Es ist besser, wenn Herr Erdogan das vor der Wahl macht als danach, vielleicht sogar in Absprache mit der Kanzlerin.“

    Warum sollte er – und vor allem sie? Merkel ist Opportunistin. Zurzeit sind offene Grenzen nicht opportun. Daher werden sie geschlossen (natürlich weiter weg, damit der Heiligenschein intakt bleibt).

    • Herr Erdogan kann das Entsenden von Millionen Menschen als Druckmittel einsetzen, welches dann in bestimmten Fällen auch tatsächlich eingesetzt werden muss. Vor der hiesigen Wahl ist dieses Druckmittel viel stärker als danach. Also kann er jetzt Zugeständnisse verlangen und Frau Merkel eierte nur herum bei ihm.

      • Er kann aber nur Druck ausüben, solange er die Grenzen nicht öffnet. Dafür wird er ja auch ordentlich belohnt. Er hat also zurzeit keinen Grund, das zu ändern. Die Vorstellung, dass Merkel bei einer Öffnung mitmacht, finde ich noch abwegiger.

      • Ein solches Druckmittel will man eigentlich nicht einsetzen, sondern über den Druck Zugeständnisse erreichen. Doch wenn man es in keinem Fall einsetzen würde, ist kein Druck möglich. Frau Merkel will natürlich keine Millionen Flüchtlinge aus der Türkei, aber diese lieber nach der Wahl als davor, so dass es durchaus einen entsprechenden Deal geben könnte.

    • Die Idee eines Europas unterschiedlicher Geschwindigkeiten bzw. vieler sich überlappender Klubs ist nicht falsch, nur kommt es auch hier auf die richtige Ausgestaltung an. Es ist nicht richtig, Solidarität erzwingen zu wollen, sondern es sind Regelungen zu finden, die tatsächlich zum gegenseitigen Vorteil sind.

  13. Pingback: Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt | Alexander Dilger

  14. Seit Strauss wähle ich CSU.
    Aber: Wer diesmal CSU wählt wählt Merkel. Merkel will ich aber nicht, also muss ich nach einer Alternative suchen, hoffentlich machen das viele.

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