Trump wird Präsident und fordert Protektionismus

Seit heute ist Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und damit der größten Macht der Welt. Ob er deshalb auch der mächtigste Mensch der Welt ist, ist nicht sicher, aber auch nicht entscheidend. Wichtiger ist, welche Politik er umsetzen wird. Laut seiner Antrittsrede (siehe „Trump-Rede im Wortlaut: ‚Von nun an gilt nur «Amerika zuerst»'“) ist jetzt die Zeit der leeren Worte vorbei und beginnt die Stunde der Tat („The time for empty talk is over. Now arrives the hour of action.“). Neben dem damit verbundenen Bashing aller bisherigen bzw. anderen Politiker macht der neue Präsident vor allem zwei miteinander verbundene inhaltliche Punkte: Amerika soll wieder an erster Stelle stehen („From this moment on, it’s going to be America First.“) und er will die verlorenen Jobs zurückholen („We will bring back our jobs.“). Dazu sollen US-Amerikaner (und die Regierung) amerikanisch einkaufen und einstellen („We will follow two simple rules: Buy American and Hire American.“).

Sowohl als Spieltheoretiker als auch als Ökonom sehe ich Desaster vorher, und zwar nicht nur für andere Länder einschließlich Deutschland, sondern vor allem für die USA selbst, wenn der neue US-Präsident das tatsächlich so umsetzen sollte. Denn natürlich werden andere Länder das nicht einfach hinnehmen, sondern entweder zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht Vergeltung üben oder einfach seinen Nationalismus und Protektionismus für sich selbst übernehmen. Doch selbst wenn es nicht so wäre und niemand reagieren würde, sind seine beiden Regeln geeignet, Wohlstand zu vernichten statt zu schaffen. Denn warum soll man nationale Produkte kaufen, wenn ausländische Produkte billiger und/oder besser sind? Es ist vernünftig, das nach Qualität und Preis überzeugendste Produkt auszuwählen, und zwar unabhängig von seiner Herkunft.

Werden damit aber nicht Unternehmen und Arbeitsplätze vernichtet, wie Herr Trump suggeriert? Ja, aber es entstehen zugleich neue Unternehmen und Arbeitsplätze, und zwar nicht nur im Ausland, sondern auch in anderen heimischen Industrien, in denen das eigene Land billiger bzw. besser produzieren kann als die ausländische Konkurrenz. Die internationale ist wie die nationale Arbeitsteilung kein Nullsummenspiel, sondern zum Vorteil aller beteiligten Länder und Völker. Einzelne Unternehmen, Beschäftigte und sogar Regionen können allerdings zumindest vorübergehend Nachteile erleiden. Den Menschen sollte man dann helfen, aber nicht durch Abschottung, sondern durch Bildung, vorübergehende Arbeitslosenunterstützung oder auch Hilfen zur beruflichen Mobilität.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass fast alle Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt waren. Durch deren nun viel höhere Produktivität sind nicht die meisten Menschen verelendet, sondern umgekehrt viel reicher geworden, um in der Industrie und zunehmend dem Dienstleistungssektor zu arbeiten sowie sich deren Produkte und Dienstleistungen leisten zu können. Entsprechendes gilt im Außenhandel. Manche Jobs wandern nach China, weil viele Sachen dort günstiger hergestellt werden können. Dafür machen wir anderes besser hier und liefern das in alle Welt. Auch die USA exportieren weltweit, darunter grüne Papierschnipsel, für die sie ganz reale Güter und Dienstleistungen bekommen. Möchte Präsident Trump das wirklich beenden?

74 Gedanken zu „Trump wird Präsident und fordert Protektionismus

  1. „Mein Land zuerst“, das sollte eigentlich für jeden Regierungschef normal sein. Ist es eigentlich auch. Nur für Deutschland und ein paar hyper-sozialdemokratisierte Länder gilt das nicht.

    Donald Trump ist für markige Sprüche bekannt. Ich nehme nicht alles davon wörtlich, vieles ist nur Symbolik. Natürlich ist freier Welthandel gut! Aber wenn einige Länder bessere Geschäfte machen, weil sie Sozial-, Demokratie-, Rechtsstaats- und Umweltstandards missachten, muss das angesprochen werden. Wenn aus China gute Produkte kommen, dann doch nur, wenn sie unter der Aufsicht westlicher Experten gefertigt werden. Der Rest ist cheap chinese shirt!

    Ob es Trump schafft, das verfilzte Washington auszumisten, müssen wir abwarten. Aber dass die gesamte Linke Gift und Galle kotzt, gefällt mir sehr gut.

    • Ja, Regierungschefs sind zuerst für ihr Land und ihre Bevölkerung verantwortlich, auch wenn man das in Deutschland zunehmen zu verdrängen scheint. Doch Protektionismus ist eben für keinen gut, weder für die USA noch Deutschland. Donald Trump schimpft doch nicht nur auf China, sondern insbesondere auch auf Deutschland. Wenn seinetwegen der Euro aufgelöst werden sollte, der wie eine riesige Exportsubvention wirkt, wäre ich allerdings nicht traurig.

      • Es bleibt abzuwarten, ob sich Porsche-, BMW- Mercedes-, VW und Audifahrer in USA tatsächlich lieber einen Dodge oder Ford kaufen. :-)))))))))))))))))))

      • @ Alexander Dilger
        Ja, Regierungschefs sind zuerst für ihr Land und ihre Bevölkerung verantwortlich…

        Der Begriff „Bevölkerung“ ist in diesem Zusammenhang politisch korrektes Neusprech. Warum vermeiden Sie das Wort „Volk„???

      • Ich bin nicht Herr Höcke und verwende den Begriff „Volk“ im staatsrechtlichen Sinne, der mit dem Abstammungsprinzip nicht immer deckungsgleich ist. Zum Volk gehören alle, die im Besitz einer Staatsbürgerschaft sind! Nicht zum Volk gehören aber Gäste, die sich hier vorübergehend aufhalten (Touristen, Asylanten, Flüchtlinge). Linke würden diese Unterscheidung mit dem Begriff „Bevölkerung“ gerne verwischen und fordern ja sogar Wahlrecht für hier lebende Ausländer.

  2. Protektionismus hin oder her…man muß den Ausgangspunkt
    betrachten.

    Es war immer wieder die Rede davon, daß in den USA real 40
    Millionen Menschen arbeitslos sind.

    Daß es der Wirtschaft gut geht, und die wenigen Menschen in Schlüssel-
    positionen wie Warren Buffet ihr Vermögen um 20 Milliarden USD per
    Anno steigern konnten stimmt auch.

    Eine so hohe Masse an Moderrnisierungsverlierern ist auf jeden Fall
    für ein Land untragbar, genau so wie diese große Kapitalakkumulation
    in den Händen weniger.

    Ich mache darauf aufmerksam, daß es im zaristischen vorrevolutionären
    Rußland der Wirtschaft auch gut ging und die Kapitalausstattung des
    russischen Adels und der (wenigen) Großindustriellen wuchs auch mit
    jedem Jahr.

    • Der Protektionismus schadet vor allem den ärmeren US-Bürgern, die frühere Jobs dadurch auch nicht zurückbekommen. Ob ausgerechnet der Milliardär Trump mit drei weiteren Milliardären im Kabinett Politik gegen die Superreichen machen wird, wage ich zu bezweifeln.

      • Auch ärmere Bürger haben ein fundamentales Gespür
        für Wirtschaft:
        Wer auszuliefern verspricht, muß auch liefern können.
        Die schönste Wirtschaftstheorie wird hinfällig, wenn die
        Anwendung derselben keinerlei oder negative Wirkung entfacht.

        Man kann die kleinen Leute nicht ewig auf ein besseres Leben
        in Zukunft vertrösten, und dann am Sterbebett auf ein besseres
        Leben im Jenseits.

        Dafür sind schon kath. und ev. Kirchen bekannt, die seit der
        Annahme des Christentums durch Sachsenherzog Widukind
        785 n. Chr. seit nunmehr 1232 Jahren leider in Liefer-
        schwierigkeiten stecken.

        Trump ist nicht zuletzt deswegen zum Milliardär geworden, weil
        er den Kunden stets bedient und beliefert hat.

      • Herr Trump hat sein Vermögen ererbt und wäre bei einer passiven Anlage in Aktienfonds heute reicher bei viel geringerem Risiko (er war zwischenzeitlich fast insolvent und bezahlte viele der kleinen Handwerksfirmen nicht). Die meisten US-Amerikaner profitieren vom Außenhandel und wären bei dessen Beschränkung real ärmer. Richtig ist, dass manche Industrien dadurch unter Druck geraten sind, sich dafür aber andere besser als sonst entwickelt haben. Vor allem sind die meisten Importprodukte deutlich billiger oder auch besser.

  3. Trumps Wirtschaftsmodell entspricht dem primitiven Merkantilismus des 18. Jh. Es stützt sich nur zum geringen und elitären Teil auf Hochgebildete, während das allgemeine Bildungsniveau eher niedrig ist. 80% der technologischen Nobelpreisträger werden z.B. von außerhalb der USA „eingekauft“. Eine Bildungsoffensive wird Trump sicher nicht entfachen.
    Selbst wenn es gelänge, so wächst die Produktivität planetarisch schneller als die Wirtschaft. Dadurch besteht ein Druck auf die Löhne. Die Absorbtion der Arbeitskräfte – also deren Beschäftigung – braucht Innovation. Die Hoffnung darauf ist auch so ein Glaubenssatz.
    Siehe “The Rise and Fall of American Growth” von Robert J. Gordon.
    Sicherlich können beispielsweise im Dienstleistungsbereich Medizin zahlreiche qualifizierte neue Arbeitsplätze entstehen. Die Frage ist nur: wo von bezahlen. Jedenfalls wird es nichts bringen, sich gegenseitig Pizzen zu servieren.

  4. Unter dem Strich kommt für den freien Handel mehr Wohlstand heraus. Es profitieren die Gebildeten und Spezialisten. Die westliche Welt und vor allem Deutschland mit seinem umsorgenden Sozialstaat machen die Arbeit im Niedriglohnsektor sehr teuer im Vergleich zu den Staaten in der zweiten oder dritten Welt. Einfache Tätigkeiten gehen ins Ausland. Sehr schön zu sehen bei der Textilindustrie. Das ist ein richtige Wanderkarawane. Erst gingen die Jobs nach Südeuropa und Nordafrika, dann nach Pakistan und Bangladesh. Neuestes Ziel ist das gerade für die Wirtschaft geöffnete Burma. Die Leute in den Ländern profitieren immens von der Globalisierung und erreichen geringen Wohlstand. Wenn man auf die Globalisierung setzt, muss man aber auch gleichzeitig etwas machen, damit die Verlierer der Globalisierung aufgefangen werden. Das heißt, wieder mehr in Bildung zu investieren und nicht die Bildung an die Schwächeren anpassen.

  5. Wer die USA gut von innen kennt weiß, dass es dort um the american dream geht: Chancen für alle, aufzusteigen, auch vom Tellerwäscher zum Millionär. Genau das hat die USA groß und stark gemacht. Dieser Amerikanische Traum ist aber heute nicht mehr so einfach zu leben, denn Gesetze, Bürokratie und Globalisierung haben vieles komplizierter gemacht. Wenn Trump es schafft, hier Hürden aus dem Weg zu räumen, kostet das wenig und bringt viel, gerade für die gebeutelte Mittelklasse und die working poor, also Leute, die trotz Arbeit an der Armutsgrenze leben.

    • Das Problem ist doch auch auf Deutschland bezogen, dass den kleinen Unternehmen von staatlicher Seite mit Unterstützung der Banken systematisch der Garaus bereitet wird.

      Gäbe es mehr inhabergeführte Unternehmen und Familienbetriebe und nicht von Jahr zu Jahr immer weniger Selbständige, dann bräuchte diese Diskussion erst gar nicht geführt werden. Der Anteil der Selbständigen in der erwerbstätigen Bevölkerung ist aber inzwischen fast nirgends so niedrig wie ausgerechnet in Deutschland!

      Die angestellten Nieten in Nadelstreifen, die sich so gerne vollmundig als „Deutschland AG“ bezeichnen, obwohl sie selbst keinerlei unternehmerische Risiken eingehen, haben seit jeher rein garnichts dazu beigetragen, der Gängelei von KMUs entgegen zu wirken. Ganz im Gegenteil – sie dominieren beispielsweise auch die für den Mittelstand völlig überflüssigen Zwangsabgaben-Einheimser und Unsinnige-Vorschriften-Förderer, die IHKs.

      Mit immer weiter sinkender Selbständigenquote bekommt auch Deutschland immer mehr „working poor“.

      • Nichts, wenn sich jetzt alle bedeutsamen Wirtschaftsnationen voneinander abschotten.

        „Amerika first“ ist m.E. eine populistische Wahlkampf- und Motivationsphrase für Amis, sonst garnichts. Eine leere Worthülse. Donald Trump weiß ganz genau, dass er mit Protektionismus der US-Wirtschaft nur Schaden zufügt. Er war als Unternehmer schließlich selbst ein kleiner „Global Player“.

        Die Globalisierung lässt sich nicht so einfach rückgängig machen. Weder für deutsche Automobilbauer (die mehr denn je auf die Auslandsmärkte angewiesen sind) noch für den exportorientierten Mittelstand ergibt das irgendeinen Sinn.

        Aber wenn Donald Trump tatsächlich seinen angekündigten Protektionismus umsetzen würde, müssten wir zwangsläufig auch in Europa ein klein wenig umdenken. Und genau da spannt sich der Bogen.

      • Wieso glauben Sie wie andere Kommentatoren hier immer noch, dass Donald Trump seinem Protektionismusversprechen keine Taten folgen lassen würde? Er hat inzwischen doch bereits TPP aufgekündigt. Der Vertrag war nicht ideal, aber mehr ließ sich wohl nicht aushandelt, jetzt haben die USA gar nichts.

      • Ich bin Agnostiker, ich ‚glaube‘ nur was ich sehe, rieche, fühle oder höre und sonst garnichts.

        Es ist noch viel zu früh, um einschätzen zu können, wie weit Trump tatsächlich geht.

      • Die Worte von Politikern sind mit Vorsicht zu genießen. Aber warum finden Sie Herrn Trump gut, wenn Sie ihm überhaupt nicht vertrauen? Außerdem hat er doch schon gehandelt, und zwar wie angekündigt protektionistisch.

      • Sie kolonialisieren, Herr Dilger.

        Ertstens habe ich nie behauptet, dass ich Donald Trump „gut“ finde. Aber ich finde ihn besser als Hillary Clinton. Wenn ein Schüler eine 5 bekommt und der andere eine 6, dann sind beide nicht „gut“, abr der mit der 5 ist besser als der mit der 6.

        Zweitens weiß ich zu wenig über das TPP um beurteilen zu können, ob es wirklich notwendig ist. Und da es ohnehin noch nicht vom US-Senat abgesegnet war, sollte man die Folgen von Trumps medienwirksamem diesbezüglichen Eingriff m.E. nicht überbewerten.

        Handel zwischen Europa und Kanada/USA gibt es jedenfalls schon seit jeher auch ohne CETA und TTIP. Es stellt sich mir daher ohnehin die Frage, ob diese Abkommen überhaupt benötigt werden und wer tatsächlich ihr Profiteur wäre.

      • @ Michael Meister
        In der Tat heißt Marktwirtschaft, dass es viele Anbieter gebe muss. Wenn nur noch ein paar Multis den Markt unter sich aufteilen, führt sich der Kapitalismus ad absurdum! Es ist bezeichnend, dass überall dort, wo Linke oder Linksliberale regieren, Großunternehmen gepäppelt und kleine und mittlere Unternehmen gegängelt werden. Auch mir sind die Unternehmen am sympathischsten, wo ein echter Eigentümer oder eine Eigentümerfamilie mit ihrem guten Namen für die Qualität ihrer Produkte oder Dienstleistungen stehen.

        Man muss Donald Trump nicht mögen, ABER seine Unternehmen waren als Familienbetriebe sehr erfolgreich. Wenn er aus diesem Blickwinkel die Supermacht USA führt, kann das interessant sein. Zumindest besser, als sein Vorgänger, der früher nur ein Sozialarbeiter war!

      • Nochmals, Donald Trump war als Unternehmer nicht erfolgreich, sondern hat eine unterdurchschnittliche Rendite auf sein Erbe bei sehr hohem Risiko erzielt. Beides droht nun auch den USA. Erfolgreiche Unternehmer waren dagegen sein Großvater und vor allem Vater.

      • @francomacorisano

        Stimme Ihnen 1:1 zu. Allerdings haben auch im Ruhrgebiet die Stahlbarone schon mit den Sozen gepackelt. Das hat überall wo es Großindustrie gibt eine lange Tradition.

  6. Prof. Dilger,

    natürlich sind ihre volkswirtschaftlichen Ausführungen richtig. Aber sie schätzen Trump völlig falsch ein. Er wird America First verfolgen, aber deshalb trotzdem keine neuen Zölle auf BMW-Autos erheben, auch wenn er das sagt.

    Richtig ist aber auch: Welthandel ist kein Nullsummenspiel, aber es gibt Gewinner und Verlierer innerhalb der einzelnen Staaten. Und die Verlierer hat jahrelang niemand erwähnt. Es mag ja für das Allgemeinwohl richtig sein, dass der ungelernte 55-jährige Bandarbeiter bei GM seinen Job verliert. Aber es ist nicht richtig, wenn man ihm dann erzählt, dass doch alles wunderbar sei. Nein, das ist es für ihn nicht. Freier Handel erzeugt auch Verlierer. Nicht jeder Amerikaner konnte einer der neu entstandenen Jobs annehmen. Deswegen muss man keine Zölle aufbauen, aber man sollte die betroffenen Menschen zumindest nicht für dumm verkaufen. Man kann ihnen auch in schmerzhafter Ehrlichkeit die Veränderungen erklären.

    Richtig ist auch, dass bei freiem Handel faire Bedingungen vorherrschen müssen. Warum sollte ich meine Finanzmärkte für bestimmte winzige Steueroasen öffnen? Welchen Mehrwert bekomme ich daraus? Märkte öffne ich dann, wenn ich mir davon einen Mehrwert verspreche. Wenn es dadurch tatsächlich zu einer effektiven Arbeitsteilung kommt. Ich kenne die Handelsabkommen der USA mit Mexiko nicht. Ich glaube jetzt nicht, dass diese die USA benachteiligen. Aber ich kann es auch nicht ausschließen, ich habe mich schlichtweg darüber nicht informiert. Welcher Journalist hat sich darüber ernsthaft informiert? Warum schreiben sie dann alle darüber? Was wäre an einer Nachverhandlung schlimm, wenn sie tatsächlich unfair wären?

    Ohnehin ist die Wahl Trumps viel mehr als sein angeblicher Protektionismus, den er, wie ich zumindest denke, ohnehin nicht umsetzen wird. Es ging darum die Elite abzulösen. Es ging darum die politische Korrektheit zu beenden. Es ging darum die gesamte politische Kultur zu verändern. All das ist ihm bereits gelungen. Jetzt muss er zeigen, dass er nicht nur Reden schwingen kann, sondern er tatsächlich die Massenmigration stoppt, Grenzen schützt und den Terrorismus zumindest bekämpft. Seine Wirtschaftspolitik wäre jetzt nicht für mich wahlentscheidend gewesen. Ich glaube auch nicht, dass sie sich so sehr von seinen Vorgängern unterscheiden wird. Viel wichtiger waren andere Dinge.

    • Es ging hier um die Antrittsrede von Präsident Trump, nicht eine noch gar nicht mögliche Einschätzung seiner Präsidentschaft. In dieser Rede geht es ihm vor allem um Protektionismus, als wenn dieser Amerika großartig statt in mehrfacher Hinsicht ärmer machen würde. Eine ehrliche Erklärung sähe ganz anders aus, eine gute Politik ohnehin. Andere Dinge werden in der Rede nur gestreift und bleiben fern jeder Realität, z. B. wenn er verspricht, „die zivilisierte Welt gegen radikal-islamischen Terrorismus [zu] vereinen, den wir vom Erdboden auslöschen werden.“

    • Sie unterstellen, dass ein Handelsdefizit notwendigerweise schlecht wäre. Tatsächlich bedeutet es, dass ein Land mehr reale Güter und Dienstleistungen bekommt, als es selbst hergibt. Das hört sich doch gar nicht so schlecht an. Für die meisten Defizitländer ist das Problem, dass es für sie nicht nachhaltig möglich ist und irgendwann niemand mehr das Defizit finanzieren möchte. Für die USA sieht das anders aus, zumal das Exportdefizit wohl vor allem eine Gegenposition zur Entwicklung auf dem Kapital- und Geldmarkt ist. Schlimmstenfalls ruiniert Präsident Trump aus Unkenntnis eine wesentliche Grundlage des amerikanischen (und gloablen) Wohlstands.

      P. S.: Sie verlinken auf das Defizit des US-Bundeshaushalts. Das hat andere Ursachen, an denen Herr Trump vermutlich nichts ändern wird, jedenfalls nicht Richtung Reduktion, plant er doch viele zusätzliche Ausgaben und zugleich Steuersenkungen.

  7. [Hinweis auf Schreibfehler (danke dafür) nach Korrektur entfernt, AD.]

    Die These, dass mehr Freihandel mehr Wohlstand bringt klingt plausibel.

    Es lässt sich aber auch die Antithese formulieren:
    Weltweiter Freihandel und weltweite Arbeitnehmerfreizügigkeit bedeuten weltweit gesehen eine frühkapitalistische Volkswirtschaft, die zur Massenverelendung führt, wenn sie nicht durch Sozialgesetzgebung, Arbeitsschutz- und Umweltschutzgesetze einghegt wird. Und eine solche weltweite Gesetzgebung ist allenfalls in Ansätzen erkennbar. Jedenfalls hält sich nicht Schritt mit dem Wachsen des Freihandels.

    Vielleicht gibt es eine Synthese in der Form, dass es ein Optimum an Freihandel gibt, das, wenn es überschritten wird, zu abnehmenden Wohlstand führt.

    Hier wären empirische Daten gefragt. Sind die Nettoeinkommen in allen großen Akteuren der Weltwirtschaft in den letzten 20 Jahren mit dem Frehandel gewachsen? Zu der Freihandels-Dividende für den Wähler müsste noch die Dividende des technischen Fortschritts der letzten 20 Jahre kommen. Inwieweit hat der Wähler, und auf den kommt es an, also von technischem Fortschritt und Freihandel profitiert.
    Briten und US-Wähler sahen wohl mit knapper Mehrheit eine negative Bilanz für sich.

    • Es ist ein Märchen von Marxisten und anderen Feinden der Freiheit und Marktwirtschaft, dass der Frühkapitalismus zu Massenverelendung geführt hätte. Tatsächlich rettete er viele Millionen Menschen vor dem Hungertod und verbesserte ihre Situation. Allerdings wurde nun in den Städten sichtbarer, wie schlecht es den meisten Menschen immer noch ging. Dasselbe konnte man jüngst in China beobachten. Unter Mao gab es Hungersnöte, heute sind auch die ärmsten Chinesen deutlich besser dran als zu seiner Zeit, aber der Kontrast zu Milliardären ist augenfälliger als zu den Funktionären damals, zumal viel leichter darüber berichtet werden darf und kann.

      Statistisch ist völlig klar, dass es den meisten Menschen global gesehen durch die (oft nur partielle) Hinwendung zu Marktwirtschaft und Freihandel viel besser geht. Insbesondere der Anteil der absolut armen Menschen ist deutlich gefallen. Auch in den entwickelten Ländern ist der Wohlstand insgesamt gestiegen. Es gibt hier allerdings einen Wermutstropfen: Globalisierung wie technischer Fortschritt üben gleichzeitig Druck auf geringqualifizierte Arbeit aus. Die unteren Einkommen sind deshalb z. T. gefallen und die Medianeinkommen nicht gestiegen (in Deutschland waren jedoch Wiedervereinigung und Euroeinführung Sonderfaktoren). Das kann schon die Unzufriedenheit von vielen Trump-Wählern erklären. Nur leider hat er kein schlüssiges Konzept anzubieten, wie es diesen Menschen demnächst wieder besser gehen könnte. Deshalb gehe ich davon aus, dass er nach vier Jahren wieder abgewählt wird, wenn er überhaupt so lange durchhält. Die Frage ist, wen diese Wähler dann überhaupt noch wählen, nachdem auch die vom letzten Präsidenten groß beschworenen Hoffnungen größtenteils enttäuscht wurden.

      • Richtig, denn in keinem anderen System können Waren und Dienstleistungen besser und preiswerter angeboten werden. Somit werden auch die kleinen Leute gut versorgt. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht in einem globalisierten System enden, wo sich ein paar Multis (die SPD nannte sie früher „Heuschrecken„) den Markt als Monopol aufteilen. Globalisierung und nationale Interessen müssen in Einklang gebracht werden, auch wenn das im Einzelfall sehr schwierig sein kann.

      • Sie werden kaum bestreiten können, dass die Rückkehr vom heutigen Stand der Sozial- und Umweltgesetzgebung ,sowie des Arbeitsschutzes (Kinderarbeit!) zu frühkapitalistischen Verhältnissen in den Staaten der EU und in den USA zu einer Massenverelendung führen würde.
        Und ich sehe eine Tendenz in diese Richtung, wenn Importe aus Ländern mit geringeren Standards völlig frei wären.

        Dass es den Chinesen heute besser geht als vor 20 Jahren mag sein. Aber für die Wahlentscheidung von Industriearbeitern aus dem rust belt in den USA war das von geringer Bedeutung. Und solange wir keine demokratisch gewählte Weltregierung haben, muss der Freihandel allen Partner einen Wohlstandszuwachs bringen, sonst scheren die Verliererstaaten eben aus.

        „Auch in den entwickelten Ländern ist der Wohlstand insgesamt gestiegen.“

        Haben Sie dafür Belege? Und es geht nicht nur um das Volkseinkommen, sondern um dessen Verteilung. Wenn es 10% deutlich besser geht, und 30% etwas besser und 60% schlechter, sieht dies der Wähler als Rückschritt auch wenn das summarische Volkseinkommen gestiegen sein mag.

      • Natürlich bestreite ich, dass uns nur die Sozialgesetzgebung vor Massenverelendung bewahrt. Die Wirtschaftskraft eines Landes ist viel wichtiger. Wo nichts ist, kann man auch nichts umverteilen. Glauben Sie, ich würde meine kleinen Kinder arbeiten schicken, wenn das erlaubt wäre?

        Es gibt keine Verliererstaaten beim Freihandel. Wem ein Geschäft nicht nutzt, der schließt es nicht ab. Es kann Teilgruppen geben, die durch zusätzliche ausländische Konkurrenz mehr verlieren als gewinnen. Das kann sogar auf die Mehrheit zutreffen, wobei die Minderheit allerdings mehr gewinnt wie in den USA. Ein gewisses Maß an Umverteilung scheint dann gerechtfertigt oder sogar politisch nötig. Doch glauben Sie wirklich, dass Herr Trump eine solche Politik verfolgt? Marktabschottung begünstigt dagegen meist etablierte Unternehmen.

      • Sozialismus führt über kurz oder lang immer zu Massenverelendung, da nur eine Zeit lang das Geld der anderen umverteilt werden kann. Und am Ende des Geldes (das kommt ganz von selbst, wenn man das Geld denen, die es erwirtschaften unterm Hintern wegbesteuert, da diese dann jegliche Motivation verlieren und aufhören oder auswandern), wissen die Sozialisten nicht mehr weiter.

        Kennen Sie auch nur ein einziges sozialistisches System, das ohne Herz-Lungen-Maschine hundert Jahre durchgehalten hat? Ich nicht. Selbst die viel gepriesene deutsche Rente ist schon seit Jahrzehnten am Ende und wird heute zu einem Drittel vom Steuerzahler quersubventioniert (Tendenz weiter steigend).

        Umverteilungssozialismus ist nun einmal systembedingt nicht nachhaltig. Er sägt immer an dem Ast, auf dem er sitzt.

      • —–
        Die unteren Einkommen sind deshalb z. T. gefallen und die Medianeinkommen nicht gestiegen
        —–

        Und da haben Sie das Problem erkannt. Das Medianeinkommen ist so ziemlich das Entscheidende. Wenn mehr als 50 Prozent von einer Entwicklung nicht profitieren, dann hat sie ein Problem, weil sie dann politisch auf demokratischen Wege nur noch schwer durchzusetzen ist.

        Ich denke, dass Sie jetzt überreagieren. Niemand hier ist gegen Freihandel. Aber es ist auch klar erkennbar, dass es Grenzen und Regelungen geben muss, wenn auch die Allgemeinheit profitieren soll. Der Euro hilft auch den Großkonzernen, nur hat der kleine Mann (wenn er vielleicht nicht gerade bei irgendeinem Autokonzern arbeitet und gut Prämien kassiert) nichts davon.

        Klar ist auch, dass Verlierer und Gewinner von offenen Grenzen (welcher Art und Weise sie auch immer sind) klar benannt werden müssen und nicht verschwiegen. Genau das wird nämlich gemacht.

        Sie sprechen von Umverteilung, um die Verlierer des Freihandels zu entschädigen. Das klingt leicht, ist aber problematisch. Gerade Freihandel führt doch zu einem erheblichen Wettbewerbsdruck und Steuersysteme konkurrieren miteinander. Umverteilung muss aber finanziert werden. D.h. es müssen Steuern erhoben werden. Die Unternehmenssteuern kann man bei Freihandel aber nicht unendlich erhöhen, da das die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Auch die Einkommen kann man nicht unendlich besteuern, denn das senkt Arbeitsanreize oder die qualifizierten Menschen verlassen das Land in andere Länder.

        Ich persönlich begrüße Freihandel, mir ist aber auch klar, dass (vor allem bei Freihandel zwischen sehr unterschiedlichen Partnern) dabei die Sozialsysteme nicht unbedingt gestärkt werden und Ungleichheit eher zunimmt. Mir ist das lieber als eine Armut für alle. Nur ist die Art und Weise wie uns die Elite eine Entwicklung verpasst haben, verlogen und unehrlich gewesen.

      • Die Verlierer von Freihandel werden doch ständig thematisiert und sind recht einfach zu erkennen. Die Gewinne sind diffus, weshalb sie leicht übersehen werden. Wie viele Freihandelsgegner hier kommentieren, weiß ich nicht, doch Donald Trump ist einer.

      • Eben nicht. Ehrlich wäre es zu sagen: „Ihr werdet vermutlich arbeitslos und in Armut leben, aber das ist uns egal, weil es unserem Land dafür im Aggregat besser geht“. Diese Ehrlichkeit bringt doch niemand mit und wenn es mal ansatzweise versucht wird (FDP zu Schlecker damals, auch wenn es da nicht um Freihandel ging ), dann wird man dafür abgestraft.

        Stattdessen wird von Alternativlosigkeit gesprochen und von „Bildung“ geredet, die das Absinken in die Arbeitslosigkeit verhindern würde – als ob man einen 55-jährigen ungelernten Stahlarbeiter ernsthaft wieder in einen ähnlich bezahlten Job bringen und überhaupt noch bilden könnte.

        Das ist wie bei der Wiedervereinigung: Da hat man sich auch nicht getraut die Wahrheit zu sagen. Nämlich dass der Preis dafür die Abwanderung der Jugend und Massenarbeitslosigkeit der Älteren sein würde. Auch wenn sie trotzdem richtig wahr, sind die Menschen vorher belogen worden.

      • Die gesamte deutsche Volkswirtschaft ist auf Export ausgerichtet. Vermutlich gibt es keinen Deutschen, der durch den Außenhandel insgesamt mehr verliert als gewinnt. Gerade den Stahlarbeitern wurde der Frühruhestand doch vergoldet. In den USA sah das z. T. ganz anders aus.

      • Ich habe ja in meinem ersten Anschnitt auch die USA gemeint, auch wenn ich den deutschen Umgang mit dem Thema projiziert habe. In den USA gibt es eben nicht dieses soziale Auffangnetz wie in Deutschland, vor allem bis noch vor einigen Jahren, wo Arbeitslosenhilfe und Vorruhestand für ältere Arbeitnehmer das Leben noch leichter machte. Die USA ist da rauer und der Verlust des Arbeitsplatzes kann bedeuten alles zu verlieren.

    • @ Benzell

      Die Synthese vom Freihandelsoptimum ist für mich plausibel.

      Die Gegenrede Herrn Dilgers krankt für mich daran, daß er
      sehr gewichtige Sonderfaktoren der jeweiligen Epoche nicht
      berücksichtigt (Frühkapitalismus, China).

      Technischer Fortschritt ist jedoch nicht an Freihandel gekoppelt.
      Auch in jeweils abgeschotteten Systemen wäre er, spätestens
      durch Forschungsspionage vorhanden.

      Auch Nordkorea hat – zeitversetzt – technischen Fortschritt
      anzubieten (z. B. Atomraketen).

      • Welche Sonderfaktoren übersehe ich denn? Mir ging es um einen allgemeinen Zusammenhang unabhängig von allen zeitlichen und kulturellen Besonderheiten.

        Technischer Fortschritt setzt keinen absoluten Freihandel voraus, aber doch eine gewisse Offenheit. Nordkorea kauft Waffenwissen auf Märkten ein, auch wenn es illegale Schwarzmärkte sind.

      • @ Prof. Dilger

        Hungersnot zu Beginn der Mao-Herrschaft:

        1) China hatte um 1950 bereits 15 Jahre Bürgerkrieg und
        Krieg gegen Japan hinter sich.
        In einem völlig verwüsteteten Land sind solche Hungersnöte
        völlig normal, unabhängig von Protektionismus vs. Freihandel.

        Auch wenn in einem Land Freihandel erfolgt, so ist dort
        trotzdem nach 15 Jahren Bürgerkrieg eine Hungersnot zu
        erwarten (Bsp.: Libanon 1975-1990).

        2) Maos „großer Sprung nach vorn“

        Hier zwang Mao die Bauern, auf den Reisanbau zu
        verzichten und stattdessen im Dorf Stahl zu kochen.

        Der minderwertige Stahl aus primitivsten Öfen, die in
        selbst dem kleinsten Dorf errichtet werden mußten,
        schaffte keinerlei Mehrwert.

        Dafür bracht die Nahrungsmittelversorgung zusammen.

        Auch bei Freihandel hätte niemand Interesse an dem
        so entstandenen Stahlschrott (zu einem Preis, der zu
        den Kosten in ausgewogenem Verhältnis stünde).

        Nehmen wir die BRD als Freihandelsstaat.
        Wenn der wohlmöglich nächste Kanzler M. Schulz
        („Flüchtlinge sind wertvoller als Gold“) beschließt:

        „Flüchtlinge sind eine Investition in die Zukunft.
        Daher verordne ich, daß jeder Deutsche zur Sicher-
        stellung der Integration zunächst primär als Flücht-
        lingslotse tätig wird. Davon nicht betroffene freie
        Zeiten kann er dann noch seinem Erwerbsleben widmen!“

        Folge wäre ebenfalls ein vollständiger Wirtschafts-
        zusammenbruch, auch ohne jede Protektion.

        1+2) Auch im heutigen China wären wären bei einem
        lang anhaltenden Bürgerkrieg oder gravierender
        Ressourcenverschwendung eine Hungersnot möglich.
        Freihandel hat hierbei keinen Einfluß.

        Zum Frühkapitalismus:
        ich müßte sehr weit ausholen, falls von Ihnen wirklich
        gewünscht antworte ich, sonst bitte ich um
        Verzicht.

      • Jetzt geht hier alles durcheinander. Ich habe nicht behauptet, dass allein Freihandel im kommunistischen China Hungersnöte verhindert hätte. Was bedeutet überhaupt Freihandel in einer Planwirtschaft? Ein Minimum an Marktwirtschaft hätte jedoch Wunder gewirkt bzw. dessen Abschaffung unter Mao führte zu den Millionen Hungertoten.

      • @ Dilger:

        Nochmal:
        das ganze hat mit Kommunismus bzw. Protektionismus
        nichts zu tun.

        Auch Deutschland wird – trotz Freihandel – nach einem
        15-jährigen Bürgerkrieg furchtbar aussehen und es wird
        gehungert werden.

        Auch Deutschland wird – trotz Freihandel – nach einer
        politischen Entscheidung, die sämtliche Ressourcen
        verschwendet („jeder Deutsche wird hauptamtlich
        Flüchtlingslotse, nur hiervon freie Zeiten dürfen noch
        zur Erwerbsarbeit verwendet werden“)
        zu einem Dritte-Welt-Land mutieren.

      • Es geht mir nicht um den Bürgerkrieg, obwohl Mao für diesen auch die Hauptverantwortung trägt. Der Große Sprung nach vorn war seine Form von Kommunismus und machte ihn zum größten Massenmörder aller Zeiten. Doch bis zu seinem Tod gab es Hungersnöte in China.

    • „Natürlich bestreite ich, dass uns nur die Sozialgesetzgebung vor Massenverelendung bewahrt.“

      Die Sozialgesetzgebung alleine nicht – das behaupte ich auch nicht – aber es gibt keine Magie, die dafür sorgte dass steigende Unternehmensgewinne auch bei jenen ankommen, die ganz aus dem Produktionsprozess raus fallen. Fortschritte in der Sozialgesetzgebung, aber auch steigende Löhne, gingen historisch mit steigenden Unternehmensgewinnen einher. Seit Jahre scheint mir diese Kopplung zerbrochen zu sein. Arbeitsfreier Samstag, Lohnfortzahlung ab dem ersten Krankheitstag, 35-Stunden-Woche, 30 tage Urlaub, all dies wurde in großen Arbeitskämpfen erreicht. Heute scheinen solche Fortschritte unvorstellbar, wegen der „Globalisierung“. Ebenso gab es trotz technologischem Fortschritt und Freihandel keine Verbesserungen in der sozialen Absicherung, sondern eher Rückschritte. Rentenversicherung, Krankenversicherung waren seit Bismarck hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Nun gehen Ausgabensteigerungen einseitig zu Lasten der Arbeiternehmer.
      Die „einfachen“ Leute fragen sich zurecht: „Wo ist unser Dividende vom Freihandel und Fortschritt?“

      „Glauben Sie, ich würde meine kleinen Kinder arbeiten schicken, wenn das erlaubt wäre?“

      Wenn Sie sonst nicht den Arzt für sie bezahlen könnten?

      „Es gibt keine Verliererstaaten beim Freihandel. Wem ein Geschäft nicht nutzt, der schließt es nicht ab. “

      Import ist in diesem Sinne auch ein Geschäft. Zölle das Nicht-Abschliessen des Geschäfts- welcome in the club.

      „Doch glauben Sie wirklich, dass Herr Trump eine solche Politik verfolgt?“

      Was Trump verfolgt werden wir sehen. Wenn er nichts erreicht wird er abgewählt. 2018 sind schon Kongreßwahlen

      • Sozialleistungen fallen nicht vom Himmel. Größtenteils sind sie einfach eine andere Art von Lohnzahlung. Die Aufteilung in Arbeitgeber- und -nehmeranteil ist reine Augenwischerei. Die Rente steigt allein durch die steigende Lebenserwartung enorm, hinzu kommt der sinkende Anteil an Beitragszahlern. Das hat mit Globalisierung nichts zu tun.

        Richtig, ehe man seine Kinder verhungern lässt, schickt man sie arbeiten, selbst wenn das verboten ist. Ergo ist die wirtschaftliche Lage viel wichtiger als die rechtliche.

        Beim Protektionismus geht es darum, dass die Menschen und Unternehmen etwas aus dem Ausland kaufen wollen und der Staat das verteuert oder ganz verbietet.

      • Die Rente ist ein Problem an sich. Dass das Alpha im neoklassischen Wachstumsmodell, also der Anteil des Kapitaleinkommens, nicht unendlich wachsen kann, liegt auf der Hand. Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass sein Wachstum mit der Globalisierung zusammenhängt, welche zu einer größeren Verfügbarkeit von Arbeit geführt hat.

        Gesamtwirtschaftlich ist Freihandel hilfreich und Protektionismus schädlich. Es wird aber immer Leute geben, denen es im Protektionismus besser geht als im Freihandel und diese werden dafür Lobbyarbeit betreiben (da muss man nur in die Geschichte des Kapitalismus schauen, das fing bei den Nähern, die sich gegen maschinell hergestellte Kleidung schützen wollten. an). Letztendlich muss in einer Demokratie mindestens die Mehrheit (im Optimalfall eine große Mehrheit) miteinbezogen werden. Dafür scheint ein Mittelweg, also ein grundsätzlicher Freihandel, der allerdings Regeln unterworfen ist, der am besten zu sein.

        Das größte Problem scheinen heute ohnehin die Finanzströme und nicht die Güterströme zu sein. Es sind die weltweit freien Finanzströme, die die Politik immer öfters ohnmächtig zuschauen lässt. Grundsätzlich bringen auch diese Vorteile, aber eben auch Kosten. Jedenfalls waren diese über lange Jahrzehnte reguliert und die Wirtschaft ist trotzdem gewachsen und das stärker als heute (natürlich aus anderen Gründen, damals war schlichtweg das Produktivitätswachstum noch größer). Es sind die freien Kapitalmärkte, die diese Steuertricksereien erlauben. Auch wenn Freiheit auch hier grundsätzlich positiv zu bewerten ist, kann man hier diese Freiheit auch durchaus mal aufheben, wenn diese lediglich für Dumping missbraucht wird. Trump weiß, dass er als US-Präsident in einer Machtposition ist, die sonst niemand hat. Also macht er das. Er kann es darauf ankommen lassen, denn die relativ gesehen autarkere Wirtschaft der USA nimmt bei einem Nicht-Deal im Zweifel weniger Schaden als der stärker vom Export abhängige kleine Verhandlungspartner. Zusammen mit dem Charakter Trumps (dem es im Zweifel vermutlich reicht weniger zu verlieren als das Gegenüber) bringt ihn das spieltheoretisch in eine gute Verhandlungsposition, darüber werden Sie sich als Spieltheoretiker wohl auch im Klaren sein.

      • Die Finanzmärkte sehe ich auch kritischer, doch Herr Trump nicht, der sie weiter deregulieren will und sich gleich mehrere Lobbyisten von Goldman Sachs ins Kabinett holte.

        Gute Wirtschafts- und Außenpolitik lässt sich nicht über Einzeldeals machen, selbst wenn diese alle günstig ausgehen sollten. Schauen Sie sich Putin-Russland ohne klare Regeln und Rechtsstaatlichkeit an.

      • Prof. Dilger:
        „Die Aufteilung in Arbeitgeber- und -nehmeranteil ist reine Augenwischerei.“

        Man kann den Arbeitgeberanteil als Teil des Bruttolohns sehen, klar.
        Nur, dann ist ( bzw. war) das was Sie Augenwischerein nennen, eine gesetzliche Vorgabe dass jede Lohnsteigerung oder Beitragserhöhungen automatisch eine Bruttolohnerhöhung nach sich zieht.

        Prof. Dilger:
        “ Die Rente steigt allein durch die steigende Lebenserwartung enorm, hinzu kommt der sinkende Anteil an Beitragszahlern. Das hat mit Globalisierung nichts zu tun. “

        Technischer Fortschritt und Globalisierung führen zur Steigerung der Produktivität. Diese Steigerung reichte die letzten Jahrzehnte stets aus, damit die oben genannten gesetzlich vorgeschriebenen Bruttolohnerhöhungen durch die Arbeitgeber gestemmt werden konnten, wenn neue Lasten auf die Rentenkassen zukamen. Die zusätzlichen Lasten für die Rentenkasse nach der Wiedervereinigung zum Beispiel.

        Nun wurde das gekippt. Die Frage bleibt: Wenn der Wähler nicht von der Globalisierung profitiert, wieso soll er diese unterstützen.

      • @Hans X. Benzell
        „Man kann den Arbeitgeberanteil als Teil des Bruttolohns sehen, klar.
        Nur, dann ist ( bzw. war) das was Sie Augenwischerein nennen, eine gesetzliche Vorgabe dass jede Lohnsteigerung oder Beitragserhöhungen automatisch eine Bruttolohnerhöhung nach sich zieht.“

        Nicht ganz. Der Arbeitgeneranteil ist ein Lohnbestandteil, der vom Arbeitnehmer nicht versteuert werden muss, wohingegen der Arbeitnehmeranteil nicht zu einer steuerlichen Minderung des Brutoolohns führt.

        „Technischer Fortschritt und Globalisierung führen zur Steigerung der Produktivität. Diese Steigerung reichte die letzten Jahrzehnte stets aus, damit die oben genannten gesetzlich vorgeschriebenen Bruttolohnerhöhungen durch die Arbeitgeber gestemmt werden konnten, wenn neue Lasten auf die Rentenkassen zukamen. Die zusätzlichen Lasten für die Rentenkasse nach der Wiedervereinigung zum Beispiel.“

        Woher haben Sie denn das? Etwa aus „Grimms Märchen“?
        Das Rentenaufkommen wird bereits heute zu einem guten Drittel aus dafür missbrauchten Steuermitteln subventioniert und der Anteil steigt von Jahr zu Jahr. Den größten Teil davon bezahlen die Autofahrer beim Tanken als so genannte („Energiesteuer“).

      • Das wäre ein (schwaches) Argument dafür, den Arbeitgeberanteil zu erhöhen (und den Arbeitnehmeranteil natürlich entsprechend zu senken).

      • Der Arbeitgeberanteil ist nicht Teil des Bruttolohns, sondern der Arbeitskosten, die für den Arbeitgeber vor allem relevant sind, während sich die meisten Arbeitnehmer für ihren Nettolohn interessieren. In der Spitze, die übrigens bei mittleren, nicht bei sehr hohen Einkommen liegt, kommt von jedem zusätzlichen Euro, den der Arbeitgeber ausgibt, nicht einmal ein Drittel beim Beschäftigten an.

        Der Arbeitgeberanteil wurde übrigens nur bei den Krankenkassenbeiträgen gedeckelt, weil dort jetzt der Arbeitnehmer durch die Wahl der Versicherung mitbestimmen kann, wie hoch dieser Beitragsanteil überhaupt ist. Die dynamische Rente passt sich schließlich den Lohnerhöhungen an, was durch den demographischen Faktoren, der zwischenzeitlich ganz ausgesetzt wurde, nur teilweise kompensiert wird. Damit ist das bestehende Rentensystem nicht nachhaltig, aber aus meiner Sicht nicht zwingend dem Untergang geweiht, sondern immer noch reformierbar. Je früher man damit anfängt, desto leichter und fairer wird es.

      • @Meister, @Prof. Dilger

        Eigentlich wollte ich nicht über die Rente diskutieren, sondern darüber, dass vom volkswirtschaftlichen Profit, den der freie Handel liefert, zu wenig beim Wähler (one man – one vote!) ankommt. Die Rente war nur ein Beispiel.
        Nun denn ich habe jetzt belastbare Zahlen gesucht und gefunden.

        Der Reallohnzuwachs (Nettolohnzuwachs minus Inflation) ist in der Tat bescheiden.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Reallohn

        Von 2000 an ging es bergab, seit 2010 steigt es wieder. Indiziert liegen wir bei 104. (Basis Jahr 2000 mit 100). Betrachtet man die Schwankungen seit 2000, ist der aktuelle Wert von 104 kein nachhaltiger Zuwachs, sondern könnte auch ein Ausschlag nach oben sein, der in den kommenden Jahren wieder verschwindet. Aktuell haben wir eine Inflation von 1,9%!

        In den Ländern des ClubMed liegen Zuwächse von 100 bis auf 120 vor. Dabei soll ja die Globalisierung angeblich vor allem der „Exportnation“ Deutschland nützen

        https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Reallohn.pdf&filetimestamp=20160206173743

        Seit Jahren wird das Mantra verkündet:
        Freier Handel nützt allen, mehrt den Wohlstand aller!

        Ein Unternehmen kann nicht auf Dauer von Visionen leben. Irgendwann müssen die Visionen sich auch in steigenden Quartalszahlen niederschlagen.
        Dasselbe fordert der Wähler vom Freien Handel. Irgendwann muss der angebliche Nutzen auch bei ihm ankommen.

        Ähnliches glit für den technischen Fortschritt. Warum schlägt der sich nicht mehr in steigenden Reallöhnen nieder?

      • Jetzt geben Sie bitte nicht dem freien Handel die Schuld an den Fehlern der Politik. Insbesondere der Euro hat allen Normalverdienern enorm geschadet.

      • @Hans X. Benzell
        „Eigentlich wollte ich nicht über die Rente diskutieren, sondern darüber, dass vom volkswirtschaftlichen Profit, den der freie Handel liefert, zu wenig beim Wähler (one man – one vote!) ankommt.“

        Das liest sich irgendwie, als ob Sie Kommunist wären und davon ausgehen, dass es eine Art „Volksprofit“ gäbe, der unter allen Wählern (warum gerade nur unter Wählern?) aufzuteilen ist, egal welchen Beitrag sie dazu geleistet haben oder auch nicht.

      • Es ist kein Kommunismus, von der Marktwirtschaft Wohlstand für alle oder zumindest die meisten, die sich ernsthaft anstrengen, zu erwarten. Das ist auch durchaus möglich und wird weniger vom Markt als vom Staat bzw. schlechter Politik be- oder sogar verhindert.

      • Damit hebeln Sie jegliches Leistungsprinzip aus. Wollen Sie das wirklich?

      • Es ist genau umgekehrt, jeder der ernsthaft etwas leistet, sollte auch etwas davon haben. Im Einzelfall kann man Pech haben, aber wenn Millionen Beschäftigte und kleine Selbständige angehängt werden, stimmt etwas nicht.

      • Da bin ich ja völlig bei Ihnen. Aber Umverteilungsfeudalismus nach dem Schema des so genannten „Sozialstaats“ (der keiner ist) wird diese Probleme nicht lösen, sondern nur noch mehr verschärfen.

      • Das ist ein anderes Thema. Vor allem hilft es den Fleißigen und Anständigen wenig, wenn die Faulen und Rechtsbrecher belohnt werden.

      • Genau das meine ich doch damit.

        Im real existierenden Umverteilungsfeudalismus der Banana Republic ‚Deutschland‘ (BRD) wird echte Leistung (die nicht aus Steuermitteln oder von den Sozialkassen entlohnt wird) bestraft, sie ist verpönt. Faulheit und Leistungserschleichung hingegen werden großzügig gefördert.

        So genannte „Flüchtlinge“ beziehen mit bis zu 14 verschiedenen Identitäten 14-fache Leistungen und arbeiten nichts, Fleißige und Anständige werden kaputt besteuert um u.a. diesen Mißbrauch zu finanzieren.

        Dass Selbständige selbstredend kategorisch unter den Generalverdacht gestellt werden, Steuerhinterzieher zu sein und fortlaufend von Steuerprüfern vom Arbeiten abgehalten werden, kommt noch erschwerend dazu. Das ganze bekommt dann das Etikett „Soziale Marktwirtschaft“.

        Ein sehr merkwürdiger „Sozialstaat“ ist das, finden Sie nicht?

  8. Ich denke das Trump neben Mexiko zuerst China im Blick hat.
    China wächst gewaltig auch militärisch dank seiner Wirtschaftskraft.
    Fast jedes T-shirt,Handy oder PC kommen aus China.

    Warum soll ein Mac für den amerikanischen Markt in China gefertigt werden,wenn die Chinesen mit dem erwirtschafteten Geld Waffen bauen,die sie konkurierend gegen die USA richten.

    Trump kann sie auch in den USA bauen lassen oder ganz pfiffig in Taiwan.
    Das Techtelmechtel mit Taiwan macht Trump doch nicht ganz grundlos.

    Erst mal abwarten was da kommrt.

    Was ich nicht verstehe,warum bekommen die Amerikander keine Krankenversicherung nach europäischen Vorbild auf die Beine – sind die zu dumm oder warum sind die dafür zu unfähig.

    • Apple lässt u. a. in China fertigen, zahlt dafür aber fast nichts.

      Bei Kriegsgütern und -gegnern gelten die Freihandelsargumente nicht, weil man dem Gegner keinen Vorteil gönnt.

      Viele Amerikaner halten eine Krankenversicherung für alle bereits für Sozialismus. Herr Meister, Sie auch? Herr Trump bietet hier die Chance, Obamacare mit kleinen Änderungen unter seinem Namen als Trumpcare zu erhalten.

      • Eine staatliche Gesundheits-Grundversorgung aus Steuermitteln für alle wäre in meinen Augen weit weniger schlimm als der gesetzliche Krankenversicherungszwang, der einen gigantischen ineffizienten Apparat protegiert.

    • @ MT
      Außer Peking-Ente kommt aus China nicht viel Gutes!

      @ Alexander Dilger
      Die USA sind ein Bund von innenpolitisch selbstständigen Staaten. Öffentliche Krankenversicherungen sollten auf der Ebene der einzelnen Bundesstaaten eingerichtet werden, aber nur wenn die Bürger das in Volksentscheiden beschließen. Eine aus Washington zentral verordnete Krankenversicherung ist einfach unamerikanisch und entspricht nicht dem Geist der Verfassung.

      • Die Verfassung der USA ist aus dem 18. Jahrhundert. Da gab es noch keine allgemeinen Krankenversicherungen, aber dementsprechend auch kein Verbot derselben. Warum soll eine Demokratie darüber im 21. Jahrhundert nicht selbst befinden dürfen, ohne darüber zu spekulieren, was die Gründungsväter dazu wohl gemeint haben könnten, wenn sie jemals daran gedacht hätten, was sie nicht haben? Interessanter ist die Frage, ob das nicht tatsächlich auf Ebene der Einzelstaaten geregelt werden könnte.

      • Zwangsversicherung und Zwangsbeiträge beschränken massiv die individuelle Freiheit.

      • Ein reicher Sozialstaat lässt niemanden einfach so umkommen. Finden Sie dann eine Pflicht zur eigenen Absicherung elementarer Lebensrisiken nicht besser als dies auf die Gemeinschaft der Steuerzahler abzuwälzen? Dass die deutschen Sozialversicherungen eher einem komplizierten Ständestaat entsprechen, ist eine andere Frage.

        Lehnen Sie Kfz-Haftpflichtversicherungen eigentlich auch ab? Soll jeder unversichert herumfahren dürfen und andere im Schadensfall auf ihrem Schaden sitzen lassen können?

      • Ich habe mich bereits weiter oben zur Verantwortung des Sozialstaats geäußert. Mein diesbezüglicher Vorschlag lautet vor allem deshalb auf staatliche Grundversorgung, da diese erheblich preiswerter zu realisieren wäre und dann auch Menschen zu Gute kommt, die sich überhaupt keine Krankenversicherung mehr leisten können (in Deutschland gibt es bereits weit über 100.000 Menschen ohne Krankenversicherung!). Dieser Vorschlag ist daher erheblich sozialer und obendrein für die meisten Menschen preiswerter als der Versicherungszwang.

        Die Kfz-Haftpflicht halte ich indes für unproblematisch, da es jedem Menschen auch frei steht auf ein Auto zu verzichten. Sie könnte aber durchaus an die Kfz-Steuer gekoppelt werden, wie es zum Beispiel in Österreich der Fall ist. Ob das zu einer Vergünstigung beitragen würde, vermag ich allerdings aus dem Stand nicht zu beurteilen.

      • @ Alexander Dilger
        Regelung auf der Ebene der Einzelstaaten, meine Worte! Dann gehen nämlich unterschiedliche Staaten verschiedene Wege und durch den Wettbewerb stellt sich heraus, wer es am besten macht. Zentralismus dagegen ist immer schlecht!

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