Diskussionspapier zur Austragung Olympischer Spiele in Deutschland

Es gibt ein neues Diskussionspapier von meiner Mitarbeiterin Frau Linn-Brit Bakkenbüll und mir zur „Willingness to Pay and Accept for Hosting Olympic Games in Germany“, auf Deutsch „Zahlungsbereitschaft und Kompensationsforderung für die Austragung von Olympischen Spielen in Deutschland“. Es handelt sich um die Überarbeitung und Übersetzung eines Teils vom ‚Diskussionspapier zu Zahlungsbereitschaften für Olympia‘ mit dem Titel „Zahlungsbereitschaften für deutsche Erfolge bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi und die Austragung Olympischer Spiele in Deutschland“, um diesen dann bei einer englischsprachigen Zeitschrift einreichen zu können. Der andere Teil zur Zahlungsbereitschaft von sportlichen Erfolgen wurde bei einer deutschsprachigen Zeitschrift eingereicht. Die aktuelle Zusammenfassung lautet auf Deutsch:

Diese empirische Studie untersucht, ob und wie viel Individuen zur Austragung Olympischer Spiele in Deutschland zu zahlen bereit sind. Zusätzlich wird erstmals ermittelt, was Individuen dafür verlangen würden, dass Olympische Spiele im eigenen Land stattfinden, wenn sie das eigentlich nicht wollen. Außerdem identifiziert diese Studie Determinanten, die die Zahlungsbereitschaft einschließlich der Kompensationsforderungen für die Austragung Olympischer Spiele in Deutschland beeinflussen. Die positive Zahlungsbereitschaft abzüglich Forderungen wird positiv beeinflusst von der gefühlten Bedeutung von deutschen Erfolge bei Olympia. Sozioökonomische Faktoren wie Geschlecht, Alter und Einkommen beeinflussen dieses Maß ebenfalls signifikant. Die Extrapolation der individuellen Zahlungsbereitschaften und Kompensationsforderungen ergibt, dass die deutsche Bevölkerung im Aggregat über eine Zahlungsbereitschaft von netto 3,57 Mrd. Euro für die Austragung von Olympischen Spielen in Deutschland verfügt.

8 Gedanken zu „Diskussionspapier zur Austragung Olympischer Spiele in Deutschland

  1. Warum schaffen es z. Bsp. die USA, Olympische Spiele (1984 Los Angeles) fast kostenneutral für den Staatshaushalt zu organisieren, und wir nicht…..???

    Die Organisation Olympischer Spiele ist KEINE dringenden Staatsaufgabe. Wir brauchen eine lebhafte Diskussion darüber, was der Staat leisten soll/muss/kann und wo er sich heraushalten soll. Soviel Staat wie nötig, so wenig Staat wie möglich: Verbrechensbekämpfung ist Staatsaufgabe, Sexualerziehung NICHT!!!

    • Die Olympischen Spiele von 1984 waren eine Ausnahme. Andere Spiele in den USA haben durchaus auch Geld gekostet statt gebracht. Die bislang mit Abstand teuersten Olympischen Spiele waren allerdings die in Sotschi unter Präsident Putin.

      • 1984 wurde in Los Angeles bewiesen, dass Olympische Spiele den Staatshaushalt NICHT belasten müssen. Es geht also! DAS alleine zählt!!!

        Ich möchte NICHT dafür bezahlen, wenn die Eliten Hof halten!!!

      • Meinen Sie, dass solche Staatstätigkeiten grundsätzlich ausgeschlossen werden sollten oder Volksentscheide darüber in Ordnung wären (die sich zuletzt bei München und Hamburg dagegen entschieden)? Schön ist doch zumindest, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk für die nächsten Olympische Spiele nicht die Zwangsbeiträge verschwendet. Aber es gibt natürlich keinen Cent zurück, sondern er kann jetzt noch mehr für Fußballmeisterschaften bieten oder in Talkshows stecken.

      • Volksentscheide haben für mich Priorität, auch dann, wenn ein Ergebnis herauskommt, das mir nicht gefällt. Bei den Volksentscheiden in München und Hamburg ging es aber nur darum, ob man sich für die Spiele bewerben soll und nicht um die Kostenneutralität für den Staatshaushalt.

        Die Öffentlich-Rechtlichen werden mit großem Gefolge dort hin reisen, wo die Spiele stattfinden, die teuersten Hotels anmieten und mit viel Firlefanz Hof halten. Komisch, dass es bei privaten Sendern fast immer kostengünstiger geht…..!

      • Die Bürger sind nicht völlig bescheuert, sondern wissen bei solchen Volksentscheiden natürlich, dass gegebenenfalls ganz erhebliche Kosten auf sie zukommen. Richtigerweise sollten deshalb auch alle Bundesbürger abstimmen dürfen, wenn sich der Bund substanziell beteiligt.

        Die Reisen und Aufnahmen sind der kleinste Kostenblock für die Sender bei solchen Veranstaltungen. Ich gehe übrigens davon aus, dass ARD und ZDF trotzdem anrücken, obwohl sie die Senderechte nicht erworben haben.

  2. Die weltweit kommerziell erfolgreichsten olympischen Spiele waren wohl die 1972 in München.
    Trotz des furchtbaren Anschlags. Die Stadt entwickelt sich seitdem rasant nach oben und gilt heute als eine der europäischen Städt mit höchster Lebensqualität.

    Damals hatten wir noch Vollblutpolitiker, korrupt und machtgierig vielleicht, aber auch komponent.
    Unsere heutigen Luschen kriegen nicht mal einen Flughafen gebaut. Olympische Spiele in Deutschland heute – die gendergerechten Toiletten wären wahrscheinlich das Einzige das rechtzeitig fertig wäre und funktionieren würde, solange sie keiner benützt.

    Meine Wertung: Wenn ich 10 000 Euro, nein 500 Gramm Gold, auf die Hand bekäme. würde ich zustimmen.

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