Durch welche Partei lässt sich Merkel noch verhindern?

Frau ‚Merkel will Kanzlerin bleiben‘, hat sie gestern erklärt. Nach der üblichen Wahlarithmetik wird ihr das auch sicher gelingen, weil die CDU sie in zwei Wochen offiziell ohne Gegenkandidat nominieren wird, die CSU nichts unternimmt und bei jedem heute plausiblen Wahlausgang die Union 2017 wieder die stärkste Regierungsfraktion bildet, auch wenn Umfragen zunehmend mit Vorsicht zu genießen sind (siehe ‚Trump gewinnt und dieser Blog endet‘, weshalb ich nur noch Beiträge zu persönlichen Themen verfassen will, mich die Titelfrage aber auch ganz unmittelbar berührt). Wie lassen sich aber am ehesten die Wahlergebnisse so beeinflussen, dass die Fortsetzung dieser desaströsen Kanzlerschaft doch noch verhindert wird? Ich gehe die verschiedenen Parteien als Optionen durch, um diese abschließend zur Abstimmung zu stellen, da es sich im Wesentlichen um ein Koordinationsspiel handelt. Wenn sich die Merkel-Gegner zersplittern lassen, stärkt das die Kanzlerin, während Millionen Gegner zusammen vielleicht doch noch etwas ausrichten können.

AfD
Die AfD ist die klarste Oppositionpartei gegen Frau Merkel. Unabhängig von ihrer Ausrichtung stellt sich allerdings die Frage: ‚Nutzt die AfD Frau Merkel?‘ Weil niemand mit der AfD koalieren will, wird die Union für eine Koalitionsbildung nahezu unentbehrlich. Die AfD muss schon sehr, sehr stark werden, um Frau Merkel ernsthaft zu schaden. Das gelingt nur bei sehr breiter Aufstellung nicht als rechte, sondern als bürgerliche oder sogar die Oppositionspartei schlechthin.

CDU
In der CDU gibt es fast keinen Widerstand gegen Frau Merkel mehr. Würde dieser auch nur von einer wahrnehmbaren Minderheit artikuliert, könnte das einen echten Unterschied machen. Momentan ziehen sich allerdings alle verbliebenen unabhängigen Köpfe zurück. Es ist auch nicht klar, wer die CDU nach Frau Merkel wohin führen könnte.

CSU
Die CSU und insbesondere Herr Seehofer äußern häufig die richtige Kritik an Frau Merkel, um dann keinerlei Konsequenzen folgen zu lassen. Eine ‚CSU-Ausdehnung von unten‘ könnte Frau Merkel gefährlich werden, ist allerdings sehr schwierig bzw. ohne zumindest Duldung von oben fast unmöglich.

Die Linke
Die Linke kann zumindest 2017 wie die AfD nicht mit der Merkel-CDU koalieren. Aber ‚Die Linke will weiter Frau Merkel als Kanzlerin‘ oder zumindest wesentliche Teile von ihr wollen das, weil sie sehr linke Politik macht. Außerdem ist die SED-Nachfolgepartei für sich genommen sehr problematisch. Trotzdem hätte ich ‚Lieber Rot-Rot-Grün als Merkel‘, wofür man Die Linke wählen muss, damit es nicht wieder zu einer Großen Koalition oder Schwarz-Grün kommt.

FDP
Die FDP NRW hat gestern gegen den Willen von Christian Lindner Frank Schäffler auf Platz 10 der Bundestagsliste gewählt. Meine liberalen Freunde sind größtenteils begeistert davon. Dabei ist es höchstens ein symbolischer Sieg. Die FDP kann es wieder in den Bundestag schaffen, aber kaum mit zehn Prozent, die für seinen Einzug nötig wären. Außerdem macht ein Schäffler noch keine Merkel-Opposition, sondern die Lindner-FDP würde für eine Regierungsbeteiligung mit jedem koalieren, am liebsten mit Frau Merkel.

Grüne
Die Grünen sind die größten Fans von Frau Merkel und von daher zu ihrer Abwahl grundsätzlich nicht geeignet.

Sonstige
Kleine und kleinste Parteien wie die Liberal-Konservativen Reformer (Ex-ALFA) schaffen es voraussichtlich nicht in den Bundestag. Wenn alle Kräfte auf eine dieser Parteien gebündelt würden (bei Wahl dieser Möglichkeit bitte in den Kommentaren angeben, welche es warum sein sollte), wäre das vielleicht doch noch möglich. Aber selbst dann bleibt unklar, wie das Frau Merkel verhindern soll, wenn sich ihr nicht sogar ein weiterer Koalitionspartner bietet.

SPD
Die SPD scheint eine Neuauflage der Großen Koalition zu bevorzugen. Selbst die heute noch im Bundestag vorhandene Mehrheit für Rot-Rot-Grün wird nicht genutzt. Deshalb gibt es wohl nur eine Möglichkeit, wie durch die SPD Frau Merkel als Kanzlerin verhindert werden könnte, nämlich wenn die SPD stärkste Fraktion noch vor der Union würde. Die ungeschriebene Regel, dass die stärkste Regierungsfraktion den Kanzler stellt, würde dann Frau Merkel zum Verhängnis. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, doch wenn alle Merkel-Gegner sich einig wären, würde dies Option funktionieren.

Unmöglich
Theoretisch ist vieles möglich, doch faktisch kann Frau Merkel zumindest 2017 nicht mehr verhindert werden, so dass man sich besser auf 2021, das Auswandern oder sein Privatleben konzentrieren sollte.

Wahlinitiative gegen Merkel
Den Sonstigen ließe sich noch eine Neugründung hinzufügen, die sich allein auf die Verhinderung von Frau Merkel konzentriert. Ohne sonstige Forderungen könnte eine solche Wahlinitiative mit jeder Partei koalieren, die Frau Merkel verhindert, und sei es die CDU.

Warum?
Schließlich kann man fragen, warum Frau Merkel überhaupt als Kanzlerin verhindert werden soll, weil sie trotz möglicher Mängel besser scheint als alle denkbaren Alternativen. In unruhigen Zeiten brauchen wir vielleicht eine erfahrene Kanzlerin, die zwar viel Geld zum Fenster hinauswirft, damit aber Schlimmeres verhindert.

Nun kommen wir zur Abstimmung über diese Optionen, die gerne durch Kommentare ergänzt werden darf. Ich habe bestimmte Präferenzen, werde mich in meinem weiteren politischen Engagement aber auch daran orientieren, was meine Leser hier meinen:

168 Gedanken zu „Durch welche Partei lässt sich Merkel noch verhindern?

  1. Sehr geehrter Herr Dilger,

    Ihre Fragestellung ist leider schon falsch: „die Fortsetzung dieser desaströsen Kanzlerschaft doch noch verhindert wird?“ – denn die Kanzlerschaft ist in den Augen vieler, ja der Mehrheit der Bürger eben nicht desaströs. Die Umfragen – wenmn wir ihnen glauben wollen – bescheinigen die ungebrochene Popularität Merkels. Und auch die meisten anderen Parteien halten ihre Politik dezitiert für gut (wie sie es ja ebenfalls analysiert haben). Das liegt daran, dass Merkel eine linke Politik betreibt. Sie hat es geschafft die CDU auf ‚Linkskurs‘ zu bringen – wobei die CDu (und auch die CSU) durch den (Wahl-)Erfolg beruhigt wird. Es gibt nur eine einzige echte Alternative, genauer: Opposition – die AfD. Und diese wird unter Merkel weiter wachsen, solange sie nicht zu grobe Fehler macht (was fasst nicht möglich ist). Die AfD nutzt Merkel insoweit, als der Hinweis auf die AfD NMerkel es ermöglicht die anderen Parteien in einer ‚Anti-AfD-Koalition‘ unter ihrer Führung zu vereinen.
    Im Grunde haben wir hier eine regelrecht klassiche Konstellation. Eine Partei, die als Ausdruck bestimmter, meist politisch marginalisierter, abgelehnter Bevölkerungkreise, von den anderen Parteien abgelehnt wird. Das hatten wir z. b. im Kaiserreich – die damals abgelehnte Partei, gegen die alle anderen waren, hiess: SPD (siehe: ‚Sozialistengesetze‘).
    In der Weimarer Republik war es die KPD bzw. ‚Kommunisten‘ (und bei deren Abwehr es erst der NSDAP gelang groß zu werden Anfang der 1930er).
    Später dann in der BRD zuerst die Grünen (weils‘ so ’schee is‘ https://www.youtube.com/watch?v=MhMk8NzwI5g) udn später dann die PDS.
    Nein, Mrkel wird es wohl wieder im verbund mit grün und/oder rot – dabei wird die AfD weiter immer stärker werden als quasi einzige, echte Oppositionspartei. Und wenn Merkel weg ist, wird die CDU zusammenkrachen, da sie zu viele Stammwähler an die AfD verloren hat – und wird nach einer Zeit versuchen mit der AfD zu koalieren.

    • Es ist mir leider zu theoretisch. Ab wie viel % wird AfD akzeptiert als Koalitionsfähig? 30,40% ? Wann ist es so weit, in 2017 nicht wahrscheinlich. Und wenn nicht, dann sind es verlorene Stimmen! Es geht nicht darum eine („echte“)Oppositionspartei in den BT zu kriegen sondern diese Kanzlerschaft zu versuchen zu verhindern.

      Und natürlich werden die zufriedenen, vorsichtigen, indoktrinierten Menschen- um nicht über seriöse und gemäßigte Gruppe zu reden- AfD nicht wählen!

    • Die Umfragen, die Merkel eine insgesamt gute Politik bescheinigen, kann man sicher nicht ernst nehmen. Dieselben Frager haben weder Trump noch den Brexit vorhergesagt und auch bei den vergangenen Landtagswahlen lagen sie weiter als gewöhnlich vom Ziel entfernt.

  2. Die AfD ist zur Zeit definitiv DIE Oppositionspartei.

    Sollte es bei der Bundestagswahl 2017 zu einem Wahlausgang kommen, bei dem es für eine Kenia-Koalition nicht reicht, halte ich nach derzeitiger Einschätzung selbst eine Koalition zwischen AfD und „Die LINKE“ für wahrscheinlicher als Rot-Rot-Grün.

    Aber wir werden sehen. Bis zum Wahltermin dreht sich die Erde schleßlich noch mindestens dreihundert mal um ihre Achse …

    • Die Linke als Partner von AfD ist nur Wunschdenken. Trotz Liebe für Putin können sich die Linken so etwas nicht leisten.

  3. Bei 75 % Wahrscheinlichkeit haben wir es geahnt, Kanzlerin tritt wieder an.

    Ausgemacht haben wir es in den letzten Wochen an Reaktionen der CDU – Abgeordneten und MP Horst Seehofer dem Wankelmütigen ohne Courage, Mut und Engagement.

    „Unser“ Abgeordnete der CDU Dr. Tim Ostermann aus Löhne / Herford hat zwar zuletzt gegen Griechenlandkredite votiert, gehört u.a. zu den Abtrünnigen von 35 CDU Gleichgesinnten aber er ist mit 35 Jahren jung , setzt offensichtlich Karriere in Berlin nicht aufs Spiel.

    So dürfte es auch bei vielen CDU Abgeordneten sein.

    Auch die recht- und verantwortungslose Asyl – Chaos Politik hat daran leider nichts geändert, man gibt sich mit „weniger Asylanten“ zufrieden.

    Wir haben nur eine Alternative die zumindest eine schlagkräftige Opposition bilden kann und wird.
    Erwarten eine personelle gute Truppe mit Sachverstand und Rhetorik, keine Anfängerfehler bei Interviews a la “ … würde auch auf Kinder schießen lasssen.“

    Alternative ist die AfD. Für mich, viele andere Bürger/innen als ehemalige CDU – Wähler ist das eine Zäsur aber wir wollen und werden Deutschland nicht den Bach runtergehen lassen.

    Wir sind gestandene Männer, Frauen, haben Familie / Kinder denen wir eine gesicherte Zukunft geben müssen. Wir kommen aus der Wirtschaft – Bereich Produktion – sind in Europa aktiv.

    Kennen die Stimmung unserer Kunden, Lieferanten von Pordenone / Italien bis Hilleroed / Dänemark.

    Überall gleichlautend : Nach Muster Merkel kann Politik nicht gestaltet werden, weder in der Asylpolitik noch im Russland – Boykott und dafür mit Präferenz auf die Türkei die dafür auch noch 6 Milliarden € erhält + Nebenkosten.

    Keiner unserer Partner wünscht sich in eine politische Abhängigkeit von Deutschland, wohl unsere Geldtransfers, nur natürlich, würden wir auch machen wenn der /die Angesprochene es unter dem Slogan „Solidarität“ gerne und freigibt zahlt.

    Deutschland ist u.a. abhängig vom großen Russland, seiner nach Freiheit , Demokratie – nach russischer Art – und Fortschritt lechzenden Bevölkerung.

    Türkei absolut wirtschaftlich abhängig von Deutschland, nicht nur im Warenverkehr sondern auch im Geld – Transfer der Türken mit Wurzeln in D. , abhängig von weiteren Investitionen der dt. Wirtschaft , Ersatzteilen und Sehnsuchtsziel der jungen Türken mit Visafreiheit nach D.

    Alles ist kontakariert von Angela Merkel, ohne Not, Ziel begibt sie sich in die Abhängigkeit der EU-Brüssel Behörden/Politiker und die verbale Distanz mit Belehrungen an Trump sind völlig kontraproduktiv unangemessen.

    Vielleicht sollte sich diese Frau mal ansehen, daß die Mörder von 9/11 aus einer Uni in Hamburg kamen und die USA uns – Deutschland – dafür n i c h t verantwortlich gemacht haben.

    Wir nehmen diesmal die AfD, es kann nur besser werden.

    • Gefällt mir Herr Müller!

      Diese Art der Zustimmung, weil es bei WordPress-Kommentaren/-Antworten keinen Plus-/Minus-Knopf a’la DerStandard (Österreich) und anderen gibt.

      Viele Grüße aus Nordenham!
      Gerne Taddicken

      Montag, 21. November 2016, gegen 20:06 h — TPKU

      +++

      • Guten Morgen aus dem Büro, Gang durch die Produktion erledigt.

        Immer gut zu wissen wenn man nicht allein ist. Spornt an, wer will schon Don Quichotte sein ?

  4. Moin!

    Meinen Kommentar zum Artikel von Mitternacht habe ich noch gar nicht hier reingestellt, und jetzt kommt ihr nächster rund 18 Stunden später.

    Ich habe meine Frau justement gebeten, mir die Karten zu legen. Erst wollte ich wissen, bekommt die AfD zur BTW soviel Prozent, dann weniger und zum Schluss (man soll ja bescheiden sein), kommt sie über 20 Prozent?

    Sie sagte dann: Die AfD bekommt mehr als du denkst und Frau Merkel bekommt ,einen auf den Deckel…‘! Na ja, eine nicht gerade berauschende Auskunft für ein Ex-Mitglied.

    Vor rund zwei Monaten hat sie zur Wahl in Österreich gesagt, der Jüngere gewinnt. Und das ist Herr Hofer. Warten wir ab, Anfang Dezember wissen wir mehr. Im übrigen haben wir ja den Trump-Effekt, an den von uns vor zehn Tagen niemand gedacht hätte.

    Viele Grüße aus Nordenham!

    P.S. Heute haben wir alles vorweihnachtlich im und am Haus geschmückt.

    Falls es einmal hier eine DDoS-Attacke geben sollte, kann man diesen Kommenta nachlesen unter: http://taddicken.wikiprojekt.net/w/index.php?title=Mein_Kommentar_zu_Dilger_—_2016-11-21,_gegen_19:07_Uhr&oldid=6125

    Montag, 21. November 2016, gegen 19:12 h — TPKU

    +++

  5. Die Pattex-Dauerkanzlerschaft von A.Merkel – die Gesetze biegt und die Verfassung bricht, ohne Einschreiten des Parlaments – kann nur durch ein BREITES, ALLE Schichten und politischen Strömungen umfassendes Bürger-, Initiativen- und Parteienbündnis gestoppt werden.

    Die hörige Wahrheitspresse , die von den Parteien korrumpierten Stiftungen schießen mit vollen Rohren auf jeden Merkel-Kritiker und opponierenden Wähler. Und das auch gerne nonfaktisch oder faktenverbiegend.

    http://www.deutschlandradiokultur.de/Grosse-Teile-des-Volkes-sind-dumm

    http://www.t-online.de/Deutschland/Parteien/Friedrich-Ebert-Stiftung_AfD-rückt-und-ihre-Anhänger-mit

    SPD – für mich unwählbar!!
    CDU – hat sich selbst diskreditiert.
    B’90/Grüne – für mich unwählbar!!
    Linke – will keinen neuen Sozialismus/ totalitären Linksfaschismus/ umfassende Verstaatlichung, Politisierung und Regulierung durch die SED-Erben.
    FDP – zu oft (promisk) die Fahne in den Wind des politischen Partners gehängt.
    Sonstige – kenne ich zu wenig.
    AfD – nicht vollkommen, muss personell aufrüsten, als Protest allemal geeignet.

  6. AfD und Linke sind die einzigen Parteien, mit denen Merkel nicht koalieren kann. Wer Merkel unbedingt verhindern will, muss also eine von beiden wählen.
    Was würde nun passieren, wenn die AfD 20% bekäme? Wahrscheinlich würde Merkel auch dann irgendeine Koalition zusammenbringen, die sie als Kanzler wählen würde, Schwarz-Rot-Grün vielleicht. Aber wäre eine solche Koalition stabil? Und welche Diskussionen würde eine 20-%-AfD innerhalb der CDU auslösen? Merkel würde die Streitereien in der Koalition und vor allem in der CDU nicht vier Jahre durchhalten und würde wohl vorzeitig zurücktreten.

    • An Herrn Wirtschaftswurm!

      Kleinparteien sind vorrangig auch die Parteien des ,kleinen Mannes‘! Sie haben noch den Draht zu Ihren Ängsten und Nöten.

      Sie sind noch Menschen, während die Bonzen und Funktionäre in ihrer langjährigen Abwesenheit in Parlamenten und Ausschüssen nichts mehr vom Leben mitbekommen — einschließlich überzogener Diäten und Aufsichtsratgehälter etc.

      So sind Linke und wertkonservative AfD-ler eigentlich gar nicht so weit auseinander… Den Sozialisten/Kommunisten fehlt einfach nur die Einsicht, die Erkenntnis, welche in dem Zitat festgehalten ist: ,Wer mit sechzehn kein Kommunist ist, hat keine Ideale. Wer mit sechzig noch Kommunist ist, hat keinen Verstand!‘

      Viele Grüße aus Nordenham!

      Montag, 21. November 2016, gegen 20:27 h — TPKU

      +++

      • Zu Linken (egal ob schwarz, rot oder grün) fällt mir immer sofort Konrad Adenauers Ausspruch
        „Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass Sie es von Anderen haben wollen“
        ein.

        Dieser Spruch aus dem Munde Konrad Adenauers steht allerdings in einem gewissen Widerspruch zu der von ihm zu verantwortenden sechsten Rentenreform von 1957 (https://de.wikipedia.org/wiki/Rentenreform_1957).

    • Die AfD galt anfangs nicht ohne Grund als Professorenpartei. Auch jetzt haben viele Verständnis, wobei ich vor allem mit Wirtschaftswissenschaftlern Kontakt habe. Die Vertreter anderer Fächer sind teilweise im Durchschnitt recht links eingestellt. Schließlich sollte man zwischen fachlicher Meinung und politischer Einstellung differenzieren, auch wenn es da einen Zusammenhang gibt.

  7. Es gibt leider kein besondres realistisches Szenario, bei dem Frau Merkel nicht wieder Kanzlerin wird.

    Aber man kann versuchen, ihr das Regierungsleben so schwer wie möglich zu machen.

    Je mehr Parteien sie zur Regierungsbildung benötigt, um so besser.

    Die Hoffnung ist also, das es für die Union mit SPD alleine nicht reicht. (Auch nicht für rot+rot+grün).

    Und dann… muss man einfach hoffen, daß die Regierung platzt.

    Weil die CSU panische Angst hat, bei den Landtagswahlen unter 40% zukommen,
    nach dem sie bei der Bundestagswahl schon schwer eine verpasst bekommen hat.

    Die FDP den (Wieder-) Einzug in Landtage nicht erreicht.

    Die SPD Ministerpräsident verliert oder sich in den Ländern noch deutlicher Richtung 15% einpendelt.

    • Abwarten und Tee trinken. Neben Horst Seehofer und Angela Merkel soll ja bald auch Martin Schulz aus Würselen (der mit der roten Nase) ehrenamtlich für die AfD arbeiten. Ich sehe das alles sehr entspannt … 😉

  8. Ja, wenn wir uns „alle“ einig wären und die SPD zur stärksten Kraft bei der BTW wählen würden, wäre Frau Merkel auch weg.

    Und dann?

    Dann stellt sich eben am Wahlabend nicht Fr. Merkel hin und sagt uns „weiter so“, sondern Herr Schulze oder Gabriel.

    Eines dürfte doch jedem politisch informierten Wähler klar sein:
    Mit einer Stimme für die CSU, CDU, SPD, GRÜNE entlassten sie diese Parteien für die Politik der letzten 4 Jahre… UND geben denen – aus deren sich (!) – ein okay zum „weiter so“.

    Die Linke ist für einen aufrechten Mensch unwählbar.

    • Ohne Risiko geht nichts und RRG hätte nur den Sinn Frau Merkels Karriere zu unterbrechen und endlich neue Chancen zu öffnen! Unwählbar ist keine Partei wenn man sie braucht. Außerdem wo sind die Unterschiede zwischen AfD und den Linken?

      • @Ivan der Grisogono
        „Unwählbar ist keine Partei wenn man sie braucht. Außerdem wo sind die Unterschiede zwischen AfD und den Linken?“

        Unwählbar ist nur, wer nicht auf dem Wahlzettel steht.

        Die LINKE tritt für die Maximierung des Umverteilungssozialismus ein (weil Linke einfach nicht kapireren, dass sie damit auch ihrer eigenen Klientel nachhhaltig schaden), die AfD hingegen für einen vernünftigen und insgesamt deutlich schlankeren Staat, der den Bürgern mehr Freiheiten lässt.

  9. Frau Merkel ließe sich nur verhindern, wenn die AfD so stark wird, dass ohne sie nur eine für die CDU-Basis so abschreckende exotische Koaltionsoption übrig bleibt, dass diese einen allergischen Schock bekommt, infolgedessen sie sich lieber auf das Wagnis einer neuen nicht-linken Koalition einlässt, als an Frau Merkel festzuhalten.

    • So ähnlich sehe ich das auch. Der Sturz Merkels muß über die ?DU-Basis erfolgen. Dazu ist ein immenser Leidensdruck erforderlich, der noch nicht existiert, aber durch weitere schlechte Wahlergebnisse aufgebaut werden kann. Und diese können realistischerweise nur durch korrespondierende Wahlerfolge der AfD generiert werden.

  10. Mit einer starken AfD im Deutschen Bundestag könnten wir unregierbare Zustände bekommen, weil in der Tat (noch!) keiner mit ihr koalieren will. So könnte eine Neuauflage der Großen Koalition oder eine Ampel-Koalition vielleicht verhindert werden. Dass es für Rot/Grün, Rot2/Grün, Schwarz/Gelb und Schwarz/Grün nicht reichen wird, ist doch schon abzusehen.

    Sorgen wir für italienische Verhältnisse in Berlin, damit die Politiker mit sich selbst beschäftigt sind. Dann lassen sie uns wenigstens in Ruhe!

    • Laut einem aktuellen NTV-Bericht ist es zumindest in Sachsen schon bald so weit:

      „In Sachsen scheint die AfD auf dem besten Weg zu sein, Volkspartei zu werden. Ein Viertel aller Wähler würde sie wählen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des MDR. Während die AfD erneut zulegt, verlieren CDU und SPD vier Prozentpunkte beziehungsweise einen Prozentpunkt und kommen auf 34 (CDU) und 12 Prozent (SPD) der Stimmen. Damit hätte die schwarz-rote Koalition keine Regierungsmehrheit mehr. Jeder zweite Sachse ist der Umfrage zufolge unzufrieden mit der Landesregierung. Etwa ein Drittel der Befragten traut zudem keiner Partei zu, die wichtigsten Aufgaben im Land zu bewältigen.“

  11. Sie haben gefragt, wie fr. Merkel verhindert werden kann und nicht, welche partei man wählen sollte. Ich denke es ist unmöglich Frau Merkel zu verhindern und habe entsprechend „unmöglich“ angeklickt. Die nächste Frage, die ich mir dann stelle lautet „wir stärke ich die Opposition gegen Frau Merkel“. Hierauf wäre meine Antwort „afd wähle“, da alle anderen Parteien mehr oder weniger merkel-esk sind.

  12. Sie können sich diese Frage selber beantworten und trotzdem wird Ihre Antwort aus meiner Sicht falsch sein. Macht aber nichts, die Wahlwerbung mit dem Hammer/ der Keule ist sogar bei mir angekommen.

  13. Zur Zeit sind nur AfD und FDP als „bürgerliche“ Alternativen zur CDU/CSU aussichtsreich. Je stärker sie sind, um so unwahrscheinlicher wird eine Regierungsmöglichkeit für SPD, Grüne/Linke. Auch CDU-Anhänger sollten daher vor allem die FDP in den Bundestag bringen, die AfD ist ja wohl sicher über 5%.
    Je stärker AfD und FDP sind, um so mehr werden die wahrscheinlichen Regierungsparteien sich in ihre Richtung entwickeln. Ohne AfD wären die jetzt geplanten Aussagen zur Zuwanderung im CDU-Wahlprogramm doch gar nicht denkbar … Angst um Pöstchen und Macht bei den anderen Parteien gibt AfD und FDP demnach selbst ohne Regierungsbeteiligung Einfluß.

    • Gegner der Merkelschen Flüchtlingspolitik, welche die AfD nicht wählen wollen oder können, gehen derzeit zur FDP wie jüngste Wahlergebnisse gezeigt haben. Die Gründung einer „Wahlinitiative gegen Merkel“ wäre sinnvoll, um hier klare Verhältnisse zu schaffen und die FDP unter der 5% Hürde zu halten.
      Eine solche Wahlinitiative bräuchte natürlich ein Minimalprogramm mit einer positiven Aussage. Diese könnte die Artikulierung einer restriktiven Flüchtlingspolitik sein. Aussagen zur Gemeinschaftswährung, zu Religionen und dergleichen sollten hingegen vermieden werden.
      Eine einigermaßen erfolgreiche Parteigründung bedeutet natürlich eine große Kraftanstrengung. Ich denke, es gibt derzeit ein bestimmtes Potential an politisch heimatlosen Bürgern, die vielleicht früher bei der AfD oder CDU waren und bereit wären, eine solche auf sich zu nehmen. Die „Wahlinitiative gegen Merkel“ beinhaltet natürlich keine Erfolgsgarantie. Sie kann aber sehr wohl zu einer neuen Nachdenklichkeit führen. Vielleicht auch bei Frau Merkel und deren Anhänger.

    • Ich habe die FDP dreißig Jahre lang gewählt. Aber leider hat sich die FDP schon all zu oft als Partei der Umfaller und Einknicker erwiesen. Einziger Lichtblick der letzten 20 Jahre war da Jürgen W. Möllemann, dessen Fußstapfen für einen Gummirücken wie Christian Lindner viel zu groß sind. Daher ergibt es überhaupt keinen Sinn mehr, seine Stimme an diese Partei zu vergeuden.

  14. Die CDU wird voraussichtlich einen Koalitionspartner benötigen. Wieso kann der Koalitionspartner nicht sagen, Koalition ja, aber ohne Frau Merkel? Argument könnte sein, wir wollen einen Wechsel in der Politik und da fangen wir oben an. Frau Merkel dachte ja zuerst an ihr Land, dann an die Partei und zuletzt an sich selbst. Wenn ihre Person ist, dass Deutschland nicht regierbar ist, müsste sie nach ihrer schmalzigen Änkündigung ja den Platz räumen. Die SPD leidet unter Frau Merkel. In einer Urwahlabstimmung über eine neue Koalition mit Frau Merkel würde es den Genossen leichter fallen, wenn ein CDU-Leichtgewicht Kanzler wird.

  15. Prof. Dilger,
    ich bin gespannt zu hoeren was Sie diesen Antworten entnehmen koennen.
    AfD Mitgliedern ist offensichtlich wichtig fuer absolute Mehrheit zu kaempfen. Anscheinend fragt sich keiner wie realistisch es ist und was man auch mit isolierten 30% erreichen kann? Naemlich als Opposition wenig, und noch unter BK Merkel!

  16. Ich schätze, die AfD wird zwischen 20 bis 30 % der Stimmen auf sich verbuchen können. Sie kann aber keinen Kanzler verhindern, weil sie dann selbst einen Kandidaten stellen und die nötige Mehrheit organisieren müsste. Das ist abwegig.

    Merkel kann man höchstens schaden, indem man gegen den Block der etablierten Parteien wählt. Wenn die Summe aller Stimmen knapp mehr als 50 % beträgt, dann werden die etablierten Parteien erodieren.

    Aber was darf man denn realistischer Weise von der AfD erwarten ? Abgesehen von wenigen Ausnahmen in Baden-Württemberg gibt es doch in der Partei keine Leuchttürme. Gerade der größte Landesverband NRW ist doch eine besondere soziale Katastrophe. Die Ostverbände sine keine wirkliche Opposition zur Merkel, weil sie mit der freiheitlichen Grundordnung so wenig am Hut haben wie Merkel selbst.Landesverbände wie Hessen oder Niedersachsen sind doch ebenfalls katastrophal.

    Die AfD ist eben leider keine Alternative, sie ist einfach nur Protest. Weil es die AfD als Protestpartei gibt, braucht man auch keine Wahlalternative, weil sie auch nur Protest vereinen möchte.

    M.E. sollten sich die Bürger genau überlegen, was sie wollen.

    Wollen sie nur den Protest, dann können sie die AfD wählen, müssen aber ggf. eine noch schlimmere Politik akzeptieren, wenn die AfD doch irgendwie die Regierungsmehrheit kriegen sollte, was aber äußerst unwahrscheinlich ist.

    Wollen sie freiheitliche Grundordnung, dann sollten sie nach einem Garanten im Parteiengefüge unterhalb der 5 % – Hürde suchen. Oberhalb der 5 % – Hürde sind in jedem Fall keine zu finden.

    • Ganz schön anmaßend, Herr Wilhelm. Wie gut kennen Sie die AfD noch?

      Im Gegensatz zu Ihnen bin ich dabei geblieben und vermag ganz gut einzuschätzen, dass die AfD gerade im Bezug auf fachliche Kompetenz auf einem sehr guten Weg ist. Sie dürfen dabei aber eben nicht nur auf wenigen die „prominenten“ Mitglieder schauen, die als Funktionsträger immer für die Dauer von zwei Jahren gewählt werden, sondern müssten zu einer seriösen Urteilsfindung auch einen Blick hinter die Kulissen werfen, was Ihnen als Externer natürlich nicht mehr möglich ist.

      • Entscheidend wird sein, wer in der AfD-Bundestagsfraktion sitzt. Einige Länder haben doch schon Kandidaten nominiert. Kennt jemand die Namen oder besser noch Personen?

      • Nr. 1 der Landesliste in Baden-Württemberg ist Dr. Alice Weidel.
        Nr. 1 der Landesliste in Hessen ist Mariana Harder Kühnel.
        Nr. 1 der Landesliste in Rheinland-Pfalz ist Uwe Junge.

      • Frau Alice Weidel halte ich für hervorragend und Herrn Uwe Junge ebenfalls für gut. Frau Harder Kühnel kenne ich bislang nicht. Wichtig sind natürlich auch die aussichtsreichen Plätze dahinter.

      • Alice Weidel ist in der Tat hervorragend. Besser als sie wird die AfD wohl niemand im Bundestag vertreten.

        In Baden-Württemberg wurden aber erst die ersten neun Plätze gewählt, die restlichen Listenplätze sollen auf einer weiteren Aufstellungsversammlung im Februar 2017 gewählt werden. Auf Alice Weidel folgt in Baden-Württemberg AfD-Landessprecher Professor Lothar Maier, auf Platz drei Marc Jongen usw.: https://afd-bw.de/aktuell/news/8254/Bundestagswahl+2017%3A+Dr.+Alice+Weidel+zur+AfD-Spitzenkandidatin+in+Baden-W%C3%BCrttemberg+gew%C3%A4hlt

        Am besten gedulden Sie sich einfach noch ein wenig. Die AfD Bayern wird ihre Aufstellungsversammlung beispielsweise erst Mitte April 2017 durchführen, da der Landesparteitag beschlossen hat, den Mitgliedern zunächst genügend Zeit zur Aufstellung der Direktkandidaten in allen 46 Wahlkreisen zu geben, um nicht wie 2013 überwiegend Schlafwagenfahrer als Listenkandidaten auf den aussichtsreichen ersten Listenplätzen zu haben, die gar keinen Wahlkreis zu übernehmen bereit sind, sondern nur mit einem sicheren Listenplatz automatisch in den Bundestag einziehen wollen.

      • Die gruselige Landesliste des Landesverbandes NRW ist mir u.a. bekannt. Auf der Bundesliste des Landesverbandes Hessen gruselt es sich wie folgt:

        1. Harder-Kühnel unbek.
        2. Republikaner-Parteifunktionär Peter Münch, schon mal aus der AfD rausgeschmissen worden
        3. Politologin Joana Cotar, unbek,, aber wohl bürgerlich
        4. Ex-CDU-Funktionär Martin Hohmann, zumindest unfähig
        5. Querulant u. Ex-CDU-Funktionär Albrecht Glaser

        Mindestens drei von den fünf Kandidaten sind nicht überzeugend.
        Unter der Führung des Alkoholliebhabers Hampel ist von Niedersachsen soviel zu erwarten wie von NRW unter Führung von Pretzell, nämlich genau gar nichts. Für diese Prophezeiung benötige ich nicht einmal eine Glaskugel.

      • Herr Glaser war zumindest 2013 nicht so schlecht und in NRW sind die schlimmsten Leute dann hoffentlich schon im Landtag entsorgt.

      • Mit Frau Harder-Kühnel und Frau Coatar hat die AfD Hessen zumindest zwei sehr kluge und attraktive junge Frauen ins Rennen geschickt. Wie Sie an den letzten Ergebnissen der FDP bei Landtagswahlen ersehen können, lässt sich damit durchaus punkten.

        Frau Harder-Kühnel ist mir aus dem Konvent der AfD bekannt. Meiner Meinung nach ist sie eine sehr gute Wahl und ich wünsche Ihr, dass Sie all ihre Aktivitäten noch gut unter einen Hut bringt.

  17. Wahrscheinlich wird die neue Mehrheit Merkels, in welcher Koalition auch immer, so knapp sein, dass sie die Stimmen der CSU braucht. Dann hat die CSU Verhandlungsmacht die sie jetzt nicht hat.

    Deshalb skizzierte ich zwei mögliche, wenn auch unwahrscheinliche Szenarien:

    1)
    a) Merkel will eine schwarz-grün(-gelbe) Koaltion. Die Koalitionsverhandlungen scheitern an den Unvereinbarkeiten der Positionen zwischen Grünen und CSU. Als die CDU mit der SPD verhandeln will, stellt die SPD ebenfalls knallharte Forderungen, die die CSU im Hinblick auf die LTW in Bayern 2018 nicht mittragen will.
    b) CDU und CSU trennen die Fraktionen und die CDU geht allein in eine Koaltion mit SPD oder eventuell Grüne oder FDP. DIe CSU hat nun vier Jahre Zeit sich in der Opposition bundesweit auszudehnen. Die SPD als stärkste Partei stellt den Kanzler.
    c) Nach einem Jahr platzt diese Koalition, weil die CDU in LTW gnadenlos untergeht und es gibt Neuwahlen. AfD, CSU und eventuell FDP gegen als Sieger aus diesen Wahlen hervor und bilden die Regierung. Meuthen wird Kanzler
    Man wird ja träumen dürfen.

    2) Es wird mühsam ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. In der geheimen Kanzlerwahl stimmen zuviele Unzufriedene, vor allem aus der CSU, gegen Merkel. Die Kanzlerwahl scheitert. Dann weiter bei 1b dann 1c.

    Voraussetzung für diese Szenarien ist eine starke AfD, eine starke CSU und eine schwache CDU und eine nicht zu starke Linke, damit RRG nicht möglich ist.

    Da ich das Glück habe in Bayern zu wohnen, werde ich entweder AfD oder CSU wählen, je nachdem wie diese Parteien sich im Wahlkampf präsentieren.

    • Sehr geehrter Herr Benzell,

      Ich analysieres es genau anders rum.

      Für die CSU ist die Landtagswahl 2018 VIEL wichtiger, als die Bundestagswahl 2017.
      Das sagen mittlerweile auch schon nicht wenige CSUler. Und das nicht nur durch die „Blume“.

      Nur wenn die CSU dann ein schlechtes Ergebnis erzielen sollte – bei der BTW – bekommt sie Angst, das dies auch bei der Landtagswahl so sein könnte.

      Schon der Verlust der absoluten Mehrheit ist für sie ein riesen Makel.

      Aber wenn sogar die (berechtigte) Gefahr besteht – dann bei der Landtagswahl – unter 40% zu kommen – wäre das der super GAU.

      Und dieses denken setzt erst ein – und nur dann(!) – wenn sie bei der BTW voll eine drauf bekommt.

      Ansonsten… Wenn die CSU für Sie wählbar sein sollte – sie aber eine andere Politik wollen – können Sie die wohl auch kaum wählen.

      Einfach mal so schauen wer welche Minister auch in der Regierung stellt… und auch wie das Abstimmungsverhalten der CSU Abgeordneten so ausfällt.

      Die tragen alles mit.

      • Ich tendiere schon stark zur AfD.
        Aber unternehmen wir mal einen Perspektivwechsel:

        Sie sind Seehofer, Sie wollen in die Geschichte eingehen als der Mann, der die CSU zur bundesweiten Ausdehnung führte. Sie haben mit erheblichen innerparteilichen Widerständen zu rechnen. Dazu kommt noch: Mit einem hektischen Bruch im Jahre 2016 riskieren Sie als vertragsbrüchig dazustehen und nicht genug Zeit zu haben, Landesverbände aufzubauen. Ganz schlechte Voraussetzungen für die Wahl 2017.
        Deshalb lassen Sie die Koalitionsverhandlungen nach der Wahl 2017 platzen. Sie können vor’s Wahlvolk treten:
        „Das Halten unserer Wahlversprechen ist uns wichtiger als die Macht. Wir werden in die Opposition gehen und 2021 bundesweit antreten.“

        Dazu brauchen Sie Sollbruchstellen. Die erste ist die Obergrenze für Einwanderer. Eine zweite hat Seehofer auch eingezogen. Er liess eine CSU-Mitgliederbefragung durchführen, ob die CSU sich für bundesweite Volksabstimmungen einsetzen soll. Es stimmten fast 69% dafür.

        Wenn nun die CSU im Wahlkampf zentral betont, dass sie keinen Koalitionsvertrag unterschreiben wird, in dem nicht eine Obergrenze und ein klares Bekenntnis zu bundesweiten Volksabstimmung drin steht, dann wäre dies ein starkes Indiz, dass sie diesen Weg gehen will. Dann und nur dann wäre die CSU für mich wählbar. Aber meine Wahlentscheidung hängt auch von der AfD ab, welche Schwerpunkte setzt sie, wenn stellt sie auf.

      • @ASKO

        Das sehe ich auch so. CSU-Abgeordnete im Bundestag sind genauso Merkels Nickmännchen wie ihr Fraktionszwangs-Stimmvieh aus der eigenen Partei.

      • Wer CSU wählt, der wählt Merkel. Die Menschen sind so schlau und deshalb wird die CSU mMn. auch Probleme haben über 40 % zu kommen bei den Bundestagswahlen.

        Ohnehin ist eine Zweitstimme für die CSU schwachsinnig, wenn man gegen Merkel ist. Aus der CSU ziehen ohnehin nur Direktkandidaten ein (sie dürfte vermutlich außer Nürnberg und München vielleicht alle Direktmandate gewinnen), die Zweitstimme ist also ziemlich überflüssig. Die Zweitstimme bestimmt dann nur über allerlei Überhangmandate.

        Erststimme für die CSU und Zweitstimme für die AfD, so muss die Wahl lauten. Gibt es eine herausragende Diskrepanz zwischen Erst- und Zweitstimmenergebnis, dann ist allen klar, dass dies als klare Absage an Merkel zu werten ist und man entsprechende Reaktionen von Seehofer erwartet. Dieser wird dann mit Angst vor den Landtagswahlen auch endlich liefern müssen.

      • Wozu denn Erststimme für die CSU?
        Damit holt die CSU doch bei jeder Bundestagswahl sämtliche Direktmandate in Bayern.
        Derzeit sind das 45 von 630 Abgeordnetensitzen im Bundestag, also 7,15%.
        Bei der Bundestagswahl 2017 kommen aus Bayern sogar 46 direkt gewählte Bundestagsabgeordnete.

      • Es geht um das Signal an die CSU. Es geht darum, dass sie endlich versteht, dass sie sich von der Politik von Merkel lösen muss. Dass man ihr die Eigenständigkeit nicht mehr abnimmt, wenn sie sich so für jegliche Politik vereinnahmen lässt.

        Die Direktkandidaten gewinnt eh die CSU, warum nicht da die richtigen (Ramsauer oder Friedrich sagen ja z.B. momentan das Richtige, vielleicht jetzt nicht Hasselfeldt) wähle und sie so intern stärken?

        Eine Zweitstimme für die CSU ist allerdings ziemlicher Schwachsinn, hat sie doch in der Realität ihre Eigenständigkeit längst verloren. Ich denke, das verstehen die Menschen da draußen auch.

        Die AfD muss zusehen, dass sie sich diese Stimmen holt und nicht wie in Westberlin die FDP wiederauferstehen lässt, die in Wahrheit Teil des Systems ist.

      • Als in Bayern Wahlberechtigter sehe ich das ein klein wenig anders, lieber Herr Burger. Zunächst einmal ist es natürlich unrealistisch anzunehmen, dass die AfD in Bayern auch nur ein einziges Direktmandat holt.

        ABER:
        Würde die CSU tatsächlich die Bayernkarte spielen wollen, wie sie immer vorgibt, dann hätte sie zum Beispiel den Länderfinanzausgleich längst zum Anlass genommen, mit einem Austritt Bayerns aus der Föderation „Bundesrepublik Deutschland“ zu drohen. Tut sie aber nicht. Also ist davon auszugehen, dass die gesamte CSU mehrheitlich aus zahnlosen Stofftigern besteht.

    • Die CSU ist in funktionaler Hinsicht nichts anderes als die FDP. Im Zweifelsfalle wird wegen der Versorgungstöpfe gegenüber Merkel eingeknickt. Egal, ob Sie CSU oder FDP wählen, Sie wählen letztlich Merkel.

      • @Reinhard E. R. Wilhelm

        Herr Benzell will doch gar nicht FDP wählen.

        Im Übrigen hat die CSU in Bayern derzeit die absolute Mehrheit im Landtag. Das ist „in funktionaler Hinsicht“ eine ganz andere Hausnummer als eine FDP, die weder im bayerischen Landtag noch im Bundestag vertreten ist.

      • Lieber Herr Meister, wenn man CSU wählt und letztlich Merkel samt Politik bekommt, weil sich die CSU-Funktionäre um die Versorgungstöpfe sorgen, dann kann man genauso schlecht die FDP wählen, weil das Resultat genau das gleiche ist. In Bayern kann sich überhaupt nicht die Frage stellen, ob man CSU oder AfD wählen will, wenn man Merkel nicht will. Man wird dann entweder AfD, die freien Wähler oder etwas unterhalb der 5 % – Hürde wählen müssen. Alles andere ist unschlüssig. ( Ob man die AfD in konstruktiver Hinsicht will, das ist die Frage, die sich jeder Protestwähler zusätzlich beantworten muss. Man muss nicht zwangläufig AfD wählen, wenn man gegen Merkel ist. ) LG Wilhelm

      • Das ist doch genau die Frage, wen man wählen sollte, um Frau Merkel möglichst doch noch als Dauerkanzlerin zu verhindern. Eine Partei, die unter fünf Prozent bleibt, bringt da gar nichts. Die AfD drückt zumindest Protest aus und kann in einigen, wenn auch aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlichen, Fällen tatsächlich etwas bewirken. Wer noch?

      • Lieber Herr Wilhelm,

        in Bayern bleibt bezogen auf die Bundestagswahl nur, die AfD zu wählen, da die Freien Wähler auf Bundesebene die 5% nicht nehmen werden und auch die Wahrscheinlichkeit, dass die FDP unter 5% bleibt, sehr hoch ist.

        Was die Landtagswahl 2018 in Bayern angeht, sieht es ähnlich aus. Freie Wähler und FDP haben nur sehr geringe Chancen, wieder in den bayerischen Landtag einzuziehen. Die AfD hingegen dürfte (zumindest nach heutigen Prognosen) gesetzt sein. Wer mit einer verlorenen Stimme (weil die gewählte Partei an der 5% Hürde scheitert) nicht die CSU mittelbar stärken will, der hat also zur AfD gar keine echte Alternative, außer SPD und Grünen. Es sei denn, es geschieht noch ein Wunder und die Partei der alten Herren auf ihren großvolumigen BMW- und Harley-Davidson-Motorrädern (Bayernpartei) erwacht unerwarteterweise aus dem Dauertiefschlaf …

  18. Merkel läßt sich aus meiner Sicht nur verhindern, wenn eine R2G Koalition möglich, und gleichzeitig eine große Koalition (wie rum auch immer) nicht möglich ist. Die Wahrscheinlichkeit dafür sehe ich aber als gering an, weil neben den 4 genannten Parteien noch weitere in den Bundestag einziehen werden (sicher die AfD und vermutlich auch die FDP) und damit das Erreichen der Mehrheit schwieriger wird.
    Würde ich dennoch auf die R2G Koalition hoffen müßte ich Grün oder Links wählen. Das wiederstrebt mir. Insbesondere bei den Linken weiß man nicht so genau welcher Extremist da mit in den Bundestag rutscht, siehe hierzu den Fall Evrim Sommer.

  19. Wer Merkel ablösen will, dem bleibt nur die Wahl für die AfD und damit gegen das System. Ausschließlich Stimmen für die AfD werden als Anti-Merkel und Anti-System-Stimmen gewertet und bringen Merkel ins Wanken. Nur so können innerparteiliche Widerstände auftreten.

    Die AfD sollte mindestens so stark werden, dass CDU und SPD keine Mehrheit mehr haben ohne die CSU, das scheint doch ein ziemliches realistisches Szenario. Das verleiht der CSU mehr Verhandlungsmacht. Weitaus idealer wäre natürlich ein Szenario, das S-A gleicht. Die GK also noch Grün oder Gelb für eine Koalition bräuchte. Aber auch dann, Merkel wird dann Kanzlerin bleiben, es sei denn die SPD wäre vorne, was ich für ziemlich unrealistisch halte, weil dann CDU/CSU unter rund 24% (im Falle von Schwarz-Rot, sonst noch weniger) fallen müssten, was völlig unmöglich sein dürfte aufgrund Bayern und wohl auch Niedersachsen.

    Ich würde auch die Erwartungen der AfD noch nicht zu sehr in die Höhe schrauben. Trump hätte auch nicht gewonnen, wäre er kein Kandidat der Republikaner gewesen. Der Brexit hatte Anhänger bis in die Parteien des Establishments und war deshalb sozial akzeptierter. Und in Österreich ist die FPÖ bereits seit Jahrzehnten aktiv und holt trotz 35% von den restlichen 65 Prozentpunkten nur rund 15 für die Präsidentenwahl – gegen einen völlig verbohrten Grünen. Mehr als rund 20 Prozent werden sicherlich nicht drin sein, es sei denn es kommt zu einem neuen Flüchtlingsansturm, was natürlich jederzeit passieren kann. Der Euro wird nicht zusammenbrechen. Selbst eine mögliche Neuwahl Italiens und ein mögliches erfolgreiches Referendum zum Euro-Austritt wird andere Staaten zum Weiter-so verleiten. Einzig und alleine ein Wahlsieg von Le Pen könnte eventuell etwas verändern, der wird aber sicherlich nicht kommen, das haben doch die Regionalwahlen gezeigt. Der Nicht-FN-Block hat so geschlossen agiert, dass selbst über 40% im ersten Wahlgang nicht gereicht haben.

    Trotzdem: Merkel wird von allen anderen Parteien und den Medien so verehrt, dass sie frühestens wird gehen müssen, wenn wie fast in S-A AfD und Linke eine eigene Mehrheit bekämen. Alleine das würde man ihr nicht verzeihen. Selbst in einer Koalition von CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne bliebe sie wohl Kanzlerin. Eine Stimme für die Linke ist aber definitiv das falsche Signal. Deshalb kann es für Merkel-Kritiker nur gelten: Wählt die AfD.

    • Die CSU wird niemals ernsthaft gegen Angela Merkel opponieren. Diese Träumereien brauchen Sie folglich gar nicht weiter zu verfolgen.

  20. Herr Benzell, zu 23.11.2016 um 9 Uhr.

    „Sie sind Seehofer, Sie wollen in die Geschichte eingehen als der Mann, der die CSU zur bundesweiten Ausdehnung führte.“

    Wenn ich Herr Seehofer wäre und das tatsächlich umsetzen wollte,
    wäre das ein Leichtes für mich.

    Hinter mir steht ein großer – sehr gut funktionierender und effizient arbeitender
    Parteiapparat.

    Meine Partei ist schon bundesweit sehr gut bekannt!

    In Windeseile wären Landesverbände gegründet.
    Locker bekomme ich in jedem Bundesland 20 – 50 Listenkandidaten zusammen.
    Inklusiver einiger schon bekannter Persönlichkeiten (der CDU).

    In jedem Bundesland würde ich locker 5% schaffen.
    In etlichen über 10%.

    In Bayern würde ich zur BTW an die 50% rankommen, zur LTW an die 60%.

    ABER, das möchte ich (Seehofer) nicht!

    Schließlich habe ich kein einziges Mal (!) handeln wollen, als einer meiner selbst
    Verkündeten roten Linien von der CDU bzw. Fr. Merkel überschritten wurden.

    Ich (Seehofer) möchte weiterhin nur eine Handpuppe von meiner Angela sein…
    … und hoffe, daß der Wähler weiterhin zu dumm ist, das Spiel „good Cop – bad Cop“ zu
    durchschauen.

    Meine Obergrenze von jährlich 200.000 neuen „Fachkräften“ für Deutschland ist für
    dieses Spiel sehr gut geeignet.

    Denn wenn ich wirklich eine ANDERE Politik wollte, würde ich den sofortigen Aufnahme stopp verlangen und eine Zahl von garantierten ABSCHIEBUNGEN Vordern.

    Als erstes wären die JETZT SCHON ca. 500.000 abgelehnten Asylanten dran.

  21. Ich habe bei der Fragestellung für die „Linke“ gestimmt. Denn nur durch Rot-Rot-Grün wird Frau Merkel verhindert. Es wird aber dadurch leider nicht besser.

    • Ich auch! Es ist schon so weit gekommen, dass ich Ihnen zustimmen muss!😄
      Ausserdem ist Wagenknecht intelligenter und hat mehr Stil als Petry!

      • Old Grisogono ist jetzt also ein linksextremer Ideologe? Sehr interessant … :-))))

    • Es wäre besser, wenn Frau Merkel bereits 2017 abgewählt würde und nicht erst 2021 oder noch später. Von daher wäre Rot-Rot-Grün jetzt tatsächlich das kleinere Übel, zumal eine solche Regierung weniger Unsinn machen könnte als Frau Merkel. Allerdings vermute ich stark, dass die SPD wie bereits jetzt gar nicht den Kanzler stellen will, sondern mit Frau Merkel durchaus zufrieden ist.

      • Ich nehme die CDU ungern in Schutz, aber schauen sie nach Berlin, was dort passiert. RRG ist nochmal eine Stufe tiefer, die Bundestagswahl ist zu wichtig, RRG sind tatsächlich in der Lage Deutschland noch schneller zu zerstören.

        Schauen sie nach B-W was 5 Jahre Rot-Grün bewirkt hat. Das Schulsystem (ehemals das beste nach Bayern) ist völlig kaputt, eine Spur der Verwüstung durchzieht das Land. So genommen ist die CDU, die zwar für gewöhnlich ideologisch nachzieht, aber eher den Weg eines langsamen Todes geht, noch erträglicher.

        Ist doch beim Euro ähnlich. Natürlich ist die Politik von Merkel grundfalsch, aber mit Schulz hätten wir bereits jetzt Euro-Bonds und Bankenunion, die Institutionen wären noch enger zusammengezurrt. So ist die Hoffnung auf einen langsamen Zerfall wenigstens noch etwas größer.

        Es gilt die AfD zu wählen und damit ALLE anderen Parteien zu schwächen. Die Union muss so geschwächt werden, dass Merkel irgendwann gehen muss. 4 Jahre RRG wäre hingegen ein unumkehrbares Himmelfahrtskommando.

      • Die Situation im Bund kann man mit den Bundesländern nicht vergleichen. Wenn Frau Merkel das erste Mal antreten würde, wäre ich vermutlich sogar für sie! Aber was sie sich z. B. letzten Spätsommer geleistet hat, das hätte Rot-Rot-Grün weder gewagt noch durchbekommen. Schauen Sie auch zurück, wie vor Rot-Grün gewarnt wurde. Dabei hat Herr Schröder viel mehr erreicht als Herr Kohl und Frau Merkel zusammen (wenn wir von der Wiedervereinigung absehen, die in den Details aber auch sehr schlecht gemanagt wurde, nicht zuletzt von Herrn Schäuble).

      • Der so genannten „Wiedervereinigung“ verdanken wir den Abstieg Deutschlands vom reichsten Land der EU ins hintere Mittelfeld, unsere heutige Kanzlerin und weitere Vollpfosten in politischen Spitzenfunktionen, langzeitarbeitslose Glatzen in Springerstiefeln, die den Ruf Deutschlands restlos ramponieren, und eine in der alten Bundesrepublik bis dahin nie dagewesene Arbeitsmoral unter aller Kanone. Was daran ein „Erfolg“ sein soll, erschließt sich mir nicht.

      • Es gibt immer Alternativen. Doch glauben Sie wirklich, dass, wenn sich Herr Lafontaine mit seiner Vorstellung einer weiterhin eigenständigen DDR durchgesetzt hätte, die Welt heute besser aussähe? Insbesondere den (Ex-)DDR-Bürgern, die ihm später in der Linkspartei zujubelten, ginge es dann deutlich schlechter. Allerdings wäre uns tatsächlich Frau Merkel erspart geblieben.

      • Für die Ex-DDR gilt dasselbe wie für alle Entwicklungsländer: Daueralimentierung führt nicht zu nachhaltig besseren Lebensbedingungen! In diesem Falle führt sie sogar zum fatalen Absturz eines einstmal wirklich wohlhabenden Staates, nämlich der alten BRD.

      • Natürlich wäre RRG ein unumkehrbares Himmelfahrtskommando. Da der Umverteilungssozialismus aber ohnehin nicht finanzierbar ist und bislang noch jeden Staat, in dem die Kommunisten dauerhaft regiert haben, an die Wand gefahren hat, ist ein Ende mit Schrecken sicher angenehmer als ein „langsamer Tod“, der für einen Großteil der verbleibenden Zeit unseres Leben einen Schrecken ohne Ende bedeutet.

      • Sie sollten die Schröderjahre nicht auf die heutigen Parteien übertragen. Mittlerweile sind 11 Jahre vergangen und SPD und Grüne haben sich deutlich radikalisiert. Vor 14 Jahren war das Dosenpfand noch ein gesellschaftlicher Skandal für viele Menschen, der das Land bewegte. Heute wäre eine derartige Maßnahme kaum eine Zeile wert. SPD und Grüne (Die Linke sowieso) verfolgen heutzutage eine grün-linksradikale Agenda, die kaum noch mit Worten zu beschreiben ist. Die heutige Politik Merkels ist bereits weit links von den Schröderjahren anzusiedeln und Sie sehnen eine noch radikalere herbei?

        Die AfD mag verkommen sein (zumindest in NRW scheint sie es), aber sie ist die einzige Kraft, die eine grundsätzlich andere Agenda verfolgt. Im Sinne einer Kräfteverschiebung kann man deshalb auch nur ihr seine Stimme geben.

      • Ich sehne keine radikalere Politik herbei, gerade deshalb bin ich doch gegen Frau Merkel. Sie sollten nicht auf das Schreckgespenst von Rot-Rot-Grün hereinfallen. Frau Merkel ist viel schlimmer.

  22. Herr Peter Burger. zu 23.11.2016 um 14:42

    „Erststimme für die CSU und Zweitstimme für die AfD, so muss die Wahl lauten.“

    Selbstverständlich ist Ihnen die unterschiedliche Bedeutung von Erst- und Zweitstimme
    völlig klar. Auch verstehe ich, welches „Signal“ Sie damit ausdrücken wollen.

    Dennoch.
    Wer hätte den jemals nur im Traum daran gedacht, daß die AfD in Baden-Würtemberg
    gleich 2 Direktmandate holt ?????

    Nix da 😉 !
    Erst- UND Zweitstimme gehen an die AfD.

    • So ist es richtig. Selbst wenn dadurch das eine oder andere Direktmandat an SPD oder Grüne gehen sollte, hat es dennoch eine Signalwirkung, wenn die Vormacht der CSU in Bayern bröckelt.

      • Über die Erststimme bekommt die CSU fast alle ihre Mandate im Bundestag. Verlöre sie wegen Erststimmen für die AfD und/oder die FDP Mandate durch Erststimmen (was nicht sehr wahrscheinlich ist), erhielte sie trotzdem exakt dieselbe Gesamtmandatzahl, denn über diese Gesamtmandatszahl entscheidet nur die Zweitstimme.

      • Richtig. Wenn die CSU allerdings (fast) alle Direktmandate gewinnt, aber ein sehr schlechtes Zweitstimmenergebnis hat, wird der Bundestag durch Ausgleichsmandate deutlich größer.

      • Stimmt. Insoferne hat das Ergebnis in den Wahlkreisen nur Auswirkung auf die Gesamtgröße des Bundestags.

      • @Ulrich Motte

        Das stimmt so nicht so ganz.

        Bayern entstendet 100 Abgeordnete nach Berlin. Wenn die CSU in Bayern nur 35% erzielen würde, keine Partei unter der 5%-Hürde bliebe und alle 46 Direktmandate erringt, hätte sie trotzdem 46 Abgeordnete im deutschen Bundestag sitzen und nicht 35. Würde sie jedoch nur 35 Wahlkreise gewinnen, dann hätte sie genau 35 Abgeordnete im Bundestag. Nur wenn die Zahl der gewonnenen WAhlkreise unter 35 fiele (was äußerst unwahrscheinlich ist), hätte sie trotzdem 35 Abgeordnete.

      • Herr Meister: Sie haben erstens recht- Danke für Ihre Korrektur! Zweitens würden aber Ausgleichsmandate den relativen Anteil der CSU gleich halten und der ist allein von der Zweitstimme bestimmt , oder?
        Herr Prof. Dilger: Herr Lindener trat in der vorigen Wahlperiode als Generalsekretär zurück- immerhin. Angeblich wegen der Energiepolitik der damaligen FDP (sagte mir ein Dortmunder FDP-Politiker). Die Politik von rot-Grün unter Schröder sehe ich wesentlich kritischer als Sie, etwa weil ich die Hartz IV. Reformen für weit überschätzt halte. Die eher gute wirtschaftliche Entwicklung der BRD hat meines Erachtens andere Ursachen, von der – aber langfristig schädlichen- demographischen Entwicklung über das Fehlen einer Immobilienblase bis zum Angebotsmix der BRD-Wirtschaft für Schwellenländer. Aber das wäre eine lange Diskussion… Sicher haben Sie Recht: Worte sind keine Taten, sprich das Durchsetzen in Koalitionsverhandlungen. Den Preis fürs „Umfallen“ dabei 2009 zahlte die FDP erst 2013 (und wie!). Ob die FDP das noch einmal wagte? Leider tendiere ich eher zu Ihrem Pessimismus in dieser Frage..
        Wie man die (zu 5 % fähigen) Parteien (alle nicht liberal) von liberaler Seite unter Druck halten könnte, beschäftigt mich seit langem…

      • Herr Lindner hat seinen Rücktritt als FDP-Generalsekretär nie wirklich erklärt. Ich denke, dieser hat mit Mauscheleien beim Euro-Mitgliederentscheid zu tun, aber auch mit schlichtem Opportunismus. Er wollte mit dem Versagen des FDP-Bundesvorstands nichts mehr zu tun haben, sondern in NRW neu anfangen.

        Ich behaupte nicht, dass Rot-Grün eine gute oder gar liberale Regierung hervorbrachte, doch besser als die CDU-geführten Regierungen davor und danach war sie allemal. Die deutsche Wirtschaft ist eher trotz, nicht wegen der Politik erfolgreich, wobei der Exportwirtschaft der zu niedrige Euro zusätzlich hilft.

        Trotz allem ist die FDP die liberalste Partei in Deutschland (abgesehen von Kleinstparteien, die jedoch keine Rolle spielen). Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sich mit ihr auch am ehesten liberale oder zumindest die am wenigsten schlimme Politik durchsetzen lässt. Gerade bei der Rettung vor Frau Merkel bringt sie nichts.

      • Viel Zustimmung, Herr Prof. Dilger! Das gilt ganz besonders für Ihre These, daß unsere Wirtschaft eher trotz den wegen der Politik relativ gut läuft. Es dauerte lange darzulegen, warum ich trotz allem Rot-Grün unter Schröder für schlechter halte als die CDU/CSU/FDP-Regierungen vorher. Nachher (2009- 2013) war dann in der Tat schlimm… Merkel hat viel Schuld- aber das Risiko Rot-Rot-Grün wäre mir trotzdem zu groß…

      • Was glauben Sie denn, was nach Frau Merkel kommt, wenn nicht 2017, dann 2021 oder 2025? Vor allem hat sie gezeigt, dass sie zu jedem Politikschwenk fähig ist. Allerdings fürchte ich, dass es auch dann nicht zu einem neuen Kanzler käme, wenn Rot-Rot-Grün 2017 wieder eine rechnerische Mehrheit erhielte, wie sie seit 2013 besteht. Alles deutet auf eine Neuauflage von Schwarz-Rot hin, während die Angst vor bzw. Hoffnung auf einen SPD-Kanzler nur zur Ablenkung des Publikums geschürt werden. Wenn die Merkel-Parteien als verschieden erlebt werden, hält das selbst aufgeklärte Bürger wie Sie davon ab, für die eigentliche Opposition zu stimmen.

      • Herr Prof. Dilger: Wieder viel Zustimmung! Die Linksparteien wähle ich nicht wegen ihrer Programme. Bei der AfD stoßen mich rechte Tendenzen ab. Also bleibt ja nur die FDP! Es kann gut sein, daß die CDU noch lange an Merkel festhält, es ist sehr, sehr wahrscheinlich, daß Merkel Kanzler bleibt mit SPD, Grünen, FDP als Partner. Aber das ist mir eben lieber als Rot-Rot-Grün. Sie haben auch (!) darin recht, daß Merkel es egal zu sein scheint, unter welchem Programm sie Kanzler ist (Gabriel erscheint mir dabei sogar mächtiger als sie zu sein). Als Liberaler kann ich nur hoffen, daß gesellschaftlicher Druck Merkel (und andere) in eher richtigere Richtung drängt.. Am besten wäre eine liberale Partei, die wie jetzt die AfD Merkels Politik durch Wahlerfolge zu Änderungen drängt…

    • Baden-Württemberg ist nicht Bayern und die Bundestagwahl nicht die Landtagswahl. Bei der Bundestagswahl wird die AfD kein Direktmandat in B-W holen, weil erstens die Wahlkreise größer sind und glücklicherweise zweitens die Grünen deutlich schwächer sein werden. Die CSU ist ohnehin stärker als die CDU, d.h. Direktmandate für die AfD ausgeschlossen.

      Schön wäre es in der Tat, wenn Merkel ihr Direktmandat verlieren würde. Ich halte das nicht für ausgeschlossen, aber auch nicht für wahrscheinlich. In Sachsen und Sachsen-Anhalt, vielleicht auch in Thüringen, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern kann und wird die AfD Direktmandate gewinnen.

      • Sehr geehrter Herr Burger,

        das Baden-Württemberg nicht Bayern ist, und eine Bundestagswahl keine Landtagswahl ist, ist mir durchaus bewusst.

        Bei allen Einschätzungen zum Wahlausgang gehen wir (alle) aber nur von unseren bisherigen Erfahrungen aus.

        In den wenigsten ist aber der erhebliche Anteil von bisherigen Nichtwählern mit einkalkuliert.

        Und der könnte für große Überraschungen sorgen!

        Bisher wurden bei LTW – stellvertretend – die jeweiligen Bundesregierungen eher „abgestraft“.

        Nun können die Wähler Fr. Merkel aber direkt treffen.

        Ich glaube, das setzt zusätzliche Motivationen frei.

        Bei den jetzt schon Entschiedenen,
        wie bei bisherigen Nichtwählern.

        Alles ist möglich.
        Auch der Gewinn von Direktmandaten in Bayern und B-W.

  23. Die Perspektiven der FDP werden m.E. doch sehr unterschätzt. Immerhin verfügt die Partei im Vergleich zu dem Protesthaufen AfD noch über mindestens die doppelte Mitgliederzahl. Und ich halte es auch für wahrscheinlich, dass die FDP wie 2009 wieder Zweitstimmen aus dem Lager der CDU abgreift.

    • Ja, doch die FDP wird Frau Merkel nicht verhindern, sondern unterstützen. Außerdem könnte Herr Lindner in NRW wie in Rheinland-Pfalz eine Ampelkoalition eingehen, was viele bisherige CDU-Wähler verschrecken dürfte.

      • In Westberlin holte die FDP sehr viele Stimmen, was mich ein wenig erschreckt hat. Allerdings habe ich danach gelesen, dass da auch viel Kommunalpolitisches dabei war (Flughafen), Falls die FDP so mobilisieren kann wie in Westberlin, dann sind auch mehr als 10 Prozent denkbar.

        Allerdings sind diese Stimmen verschenkt und die Lindner-FDP noch schlechter als unter Rösler und zuvor Westerwelle, Die FDP darf keine Wiederauferstehung erleben und die AfD muss die Proteststimmen einsammeln. Ein Ergebnis über 20 Prozent wäre so wichtig, auch wenn es momentan unwahrscheinlich erscheint.

      • Wie konnte es nur jemals dazu kommen, daß solche verkrachten Existenzen, Nichtsnutze und Intriganten nur irgendetwas in der AfD zu sagen haben. (?)

        Höcke, Poggenburg und Pretzell machen mir zur Zeit eine erneute Mitgliedschaft leider unmöglich.

        Aber mein Land möchte ich trotzdem nicht vor die Hunde gehen lassen.
        AfD wird gewählt!
        Mit Erst- UND Zweitstimme 😉

      • Letztlich ist Herr Pretzell durch Herrn Lucke groß geworden und jetzt klammert er sich an Frau Petry. Insbesondere Herr Höcke ist ganz anders. Ich teile seine Überzeugungen nicht, doch immerhin hat er welche.

      • Ich glaube nicht, dass Björn Höcke wirklich aus „Überzeugung“ handelt. Jedenfalls nicht aus der „Überzeugung“, die er zu haben vorgibt. Aber das ist ein anderes Thema.

      • Sie halten ihn, ohne empirische Evidenz, für einen Verfassungsschutzagenten. Aber auch wenn wir nicht in ihn hineinschauen können, so vertritt er doch zumindest nach außen bestimmte Überzeugungen und das recht konsistent.

      • Mir graut schon vor dem Tag, an dem Herr Höcke (ganz gewiß rechtzeitig vor der Bundestagswahl) wieder aus der vermeintlichen Versenkung auftauchen und der AfD mit provokanten Talkshow-Auftritten erneut ein Image verpassen wird, das der heutigen AfD wirklich nicht gerecht wird.

      • Und immer wieder fällt der Name Pretzel. Vielleicht schafft die AfD es ja irgendwann diesen Kerl zu entsorgen.

        Trotz all dieser Skandale hat Merkel jedoch dafür gesorgt, daß die Alternative für Deutschland in der Wahlkabine alternativlos ist. Das ist zwar nicht schön für die Wähler und für dieses Land, aber was soll man machen?

      • @L’Osservatore

        Glauben Sie, dass es in anderen Parteien innerparteilich „demokratischer“ zugeht als im AfD-Landesverband NRW? Das istganz sicher nicht der Fall. Mit dem Unterschied, dass der Klüngel bei Altparteien seit eh und je als normales Geschäftsgebaren hingenommen wird.

      • Höcke ist sicherlich keine verkrachte Existenz. Er ist auch kein Opportunist, sondern hat klare Überzeugungen. Dumm ist er auch nicht. Leider hat er ein Faible für Dinge der Vergangenheit, die so nur schwer geteilt werden können.

      • Den Satz ab „Leider“ haben Sie sehr schön formuliert!

      • Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Warum hat er dieses Faible? Cui bono?

    • Die AfD in NRW scheint schrecklich zu sein. Doch leider ist Merkel noch schrecklicher. Die AfD kann machen, was sie will, sie wird von vielen Menschen trotzdem gewählt werden. Nicht aus Überzeugung in diesem Falle, doch einfach weil es so nicht weitergehen kann. Wahlerfolge werden neue Mitglieder bescheren und diese Missstände hoffentlich beheben.

      • Ich las das Interview mit Herrn Lindner in der FAZ vom Samstag. Ich sehe darin und in andren Äu0erungen von ihm eine Entwicklung zum Liberalen in der FDP, nicht zuletzt durch die Bejahung der Versandapotheken, was etwa unter Gesundheitsminister Bahr undenkbar war.
        Und ich sehe Rot-Rot-Grün als viel schlimmer an als die Merkel-CDU: Intoleranz gegenüber bürgerlichen Werten und wirtschaftsfeindliche Unvernunft wären dann noch weit mehr tägliche Gesetzgebung!

      • Hören Sie nicht nur auf die Worte, schauen Sie vor allem auf die Taten. Was hat die FDP in der letzten Legislaturperiode getan und welchen Anteil hatte Herr Lindner daran? Was hat Frau Merkel insbesondere in dieser Legislaturperiode angerichtet? Bitte vergleichen Sie das mit Rot-Grün unter Herrn Schröder. Was Herr Pretzell in der AfD tut, gibt leider auch keinen Anlass zu Hoffnung.

    • Leider Gottes sind solche Mittel der Einflussnahme inzwischen Gang und Gäbe. Schon Bernd Luckes „Weckruf“ hat sich beim Essener Parteitag im Juli 2015 dieser Methode bedient. Das ist keine Erfindung von Marcus Pretzell.

      • Ich glaube fest es ist ein Irrtum, dass Merkels Kanzlerschaft durch AfD Stimmen beendet wird, in 2017 oder 2021. Es ist wunderbar Merkel die Meinung zu geigen, aber dann? Einen Betrug unter anderem Namen fortzusetzen ist keine Loesung. AfD wird ohne honorige und vertrauenswuerdige Namen einfach keine politische Kompetenz beweisen koennen. Deutschland braucht keine Putins 5.Kolonne!

        Am vernuenftigsten, fuer liberal-konservative Waehler waere es wenn CDU/ CSU anstaendige Parlamentarier haetten um Merkel zu stuerzen und eine Erneuerung einzuleiten. Dann waeren auch Nichtwaehler und viele kleine Parteien zu mobilisieren. Lucke, Henkel und Starbatty in einer reformierten CDU waeren Realitaet und Kampfansage!

      • In der CDU wird sich nichts tun, solange Frau Merkel Bundeskanzlerin ist. Im Grunde ist sie ein Kanzlerwahlverein, der der Führungsfigur blind folgt, auch ins Verderben. Spannend wird es, wer Frau Merkel nachfolgt, was aber wohl auch nicht die einfachen Mitglieder werden entscheiden dürfen, sondern die Spitzenfunktionäre unter sich. Grundsätzlich kann es durchaus noch schlimmer werden (z. B. unter Frau von der Leyen, auch wenn sie als Kanzlerin erst einmal schwächer wäre). Dagegen könnte es in der AfD durchaus wieder besser werden. Vor allem bräuchte man viel weniger Aktive, um dort etwas positiv zu verändern. Aber Aktive braucht man, von nichts kommt nichts.

      • Dass Herr Lucke in die CDU zurückkehren wird glaube ich auch. Und zwar schon seit 2013 und nicht erst nach dem krachenden Scheitern seiner als politische Partei getarnten Calvinisten-Sekte.

        „Putins fünfte Kolonne“ hingegen finden Sie eher in Der LINKEN als in der AfD.

  24. Die CSU mit Sicherheit nicht.
    Sie schreit konservativ und macht dann immer genau gegenteiliges.

    Ich denke das die AFD in der Bevölkerung als einzigster Ausweg gesehen wird.
    Wobei mir hier auch nicht alles gefällt.

    Nicolaus Fest zum Bleistift verkörpert für mich alles das,was ich nicht mag.

  25. Kann es sein, dass Du Horsti, diesen blog heimlich mitliest? Speziell meine Beiträge?
    Heute hast Du angekündigt:
    Horst Seehofer: Ohne Obergrenze keine Regierungsbeteiligung im Bund

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/horst-seehofer-ohne-obergrenze-keine-regierungsbeteiligung-im-bund-a-1122847.html

    Da Du damit die Angie noch nicht genug geärgert hast, hast gleich noch den Teufel in Menschengestalt, Donald Trump, für nächstes Jahr nach München eingeladen.
    Angie, Steinmeier, Schulz und Du zusammen in trauter Runde mit Trump – kurz vor der Wahl 2017. Ein schönes Bild, eine tolle Wahlkampfhilfe für die AfD und Dich vielleicht auch.

    Horsti, Horsti mach nur so weiter. Irgendwann wird die Angie oder der Sigi, oder der Martin, oder die Claudia so richtig sauer sein. Und dann auf Nachfrage insistierender Journalisten erklären:
    „Mit uns in der Regierung wird es keine Obergrenz geben! Und das mit den Volksabstimmungen kann der Seehofer auch vergessen. Soll er doch neben der AfD auf den Oppositonsbänken Platz nehmen, wenn es ihm nicht passt!“

    Und dann, Horsti, haben wir eine Lage. Werden Deine überwiegend direkt gewählten Abgeordneten dann noch mitziehen, wenn Du dann mal wieder umfällst und erklärst:
    „Ich will doch nur spielen. Angie und ich lieben uns. Keine Obergrenze, keine Volksabstimmungen und den Donald mag ich auch nicht.“

  26. Merkel ließe sich meiner Lagebeurteilung nach 2017 nur durch ein Erstarken der Linken mit Bildung einer Rot-Rot-Grün-Koalition verhindern. Dann hätten wir aber statt der Merkelschen Cholera die Honecker-Nachfolge- Pest, die noch tödlicher ist. Bleibt die Linke schwach, treibt es Merkel mit jedem weiter, am liebsten mit grün, aber auch mit rot wie bisher. Selbst wenn die AfD über 30 % kommt, würde keiner mit ihr wollen. Das ginge erst wieder 2021, wenn das Merkel-Desaster allenthalben offensichtlicher geworden ist. Die Rückkehr der Lucke-Freunde in die AfD könnte dann auch zu einem breiteren akzeptablen bürgerlichen Bild der Afd führen z. B. unter einer Spitze um Frau Dr. Alice Weidel könnten 2021 40% für die AfD möglich sein. Erst dann käme keiner mehr an ihr vorbei.

    • Ein halbwegs realistische Möglichkeit und das geringste Übel wäre noch, dass SPD, CDU und FDP eine Regierung bilden, und die CSU mit der AfD eine rechte Opposition bildet.
      Die Hoffnung bestände, dass das Konstrukt nur so lange hält bis sich die CDU Merkels und ihrer Hofschranzen entledigt hat und es dann Neuwahlen gibt, oder die erneuerte CDU gleich mit AfD und CSU mittels konstruktivem Misstrauensvotum eine Regierung bildet.

      • Ergänzung und Abschluss:
        Ich bleibe bei meiner Analyse, dass starke Kräfte in der CSU auf eine Trennung von der CDU und bundesweite Ausdehung hin arbeiten und ab 2017 lieber in der Opposition sind, als unter Merkel mitregieren.
        Ob diese Kräfte sich durchsetzen, hängt vom Wahlergebnis und dem Verlauf des Wahlkampfes ab.
        Herrn Prof. Dilger und politisch ähnlich Gesinnten rate ich deshalb jetzt abzuwarten um dann in die CSU-Landesverbände eintreten zu können.

      • Der beste Moment und Anlass zur CSU-Ausdehnung wurden leider verpasst. Die Union wird zusammenhalten. Deshalb wäre ein gutes CSU-Ergebnis bei starken CDU-Verlusten nicht nur ein deutliches Signal, sondern eine echte Machtverschiebung. Verliert hingegen die CSU stärker als die CDU, stärkt das Frau Merkel.

      • @A. Dilger & H. X. Benzell

        Ich wundere mich über Ihre Urvertrauen in die CSU.
        Woher sollen diese „starken Kräfte“, die Merkel Paroli bieten könnten, denn kommen?

        Peter Gauweiler ist zu alt und hat nicht mehr sehr viel Einfluß, alle anderen (einschließlich Markus Söder) sind mehr an ihrer persönlichen Karriere als an Prinzipientreue interessiert.

      • Aus Prinzipientreue (bzw. Feigheit und Einfallslosigkeit) bleibt die CSU doch bei der CDU. Mutiger ginge mehr, gerade auch für die eigene Karriere. Wir sollten nicht immer nur auf Idealismus vertrauen, sondern auch auf handfeste Eigeninteressen.

      • Diese Einschätzung teile ich zwar im Großen und Ganzen auch, nicht jedoch in Bezug auf die CSU. Sie übersehen dabei nämlich, dass der CSU Bayern aus vielen guten Gründen näher ist als Berlin. Aus bayerischer Perspektive sieht das ganz anders aus, als aus der bloßen Deutschland-Perspektive.

        Wem nutzt eine „Karriere“ in einer Bundes-CSU, wenn die CSU dafür in Bayern auf der Oppositionsbank landet? Horst Seehofer, Markus Söder und anderen CSU-Granden garantiert nicht. Also folgen sie im Bund lieber weiter brav den Vorgaben der Staatsratsvorsitzenden als ihre Vormachtstellung in Bayern aufs Spiel zu setzen.

      • Sie haben wie die CSU-Oberen noch nicht verstanden, dass durch Frau Merkel und die AfD die absolute Mehrheit in Bayern ohnehin verloren ist. Durch eine rechtzeitige bundesweite Ausdehnung hätten sich beide Übel vielleicht sogar gleichzeitig verhindern lassen. Nun wäre zumindest eine Unionsmehrheit in Bayern wohl besser für die CSU als eine Koalition mit der SPD oder gar AfD.

      • Dass die CSU ihre absolute Mehrheit in Bayern 2018 verliert, ist inzwischen in der Tat sehr wahrscheinlich. Auch ich gehe heute davon aus, dass die AfD 2018 erstmals eine reelle Chance zur Regierungsbeteiligung in einer Landesregierung erhält, nämlich in Bayern.

        Sollte die CSU die Torheit begehen, 2018 eine „große Koalition“ mit der SPD (in Bayern eine 10% +/- X Partei) einzugehen, wäre ihre Glaubwürdigkeit endgültig dahin.

      • Ich glaube nicht, dass die Freien Wähler 2018 wieder in den bayerischen Landtag einziehen. Sie haben nichts geleistet und sich auf der Landesebene nicht profilieren können. Die CSU wird zwischen CSU/AfD, CSU/SPD und CSU/Grüne wählen müssen.

      • In der Tat liegen nach letzten Umfragen zum Wahlverhalten bei bayerischen Landtagswahlen die Freien Wähler wie die Freien Demokraten nur bei 6 %. Da können sie schnell an der 5 %-Hürde scheitern.

      • Wenn beide scheitern, wird die absolute Mehrheit für die CSU allerdings wieder wahrscheinlicher. So stark sind SPD und Grüne in Bayern nicht, während es bei der AfD zumindest heute völlig unklar ist.

      • A) Sie haben recht! B) Was aus der AfD wird? Wer weiß das? FAZ meldet heute mögliche Manipulationen dort und – wichtiger- noch mehr Rechtsruck.

      • Das stimmt. Jede an Freie Wähler oder FDP vers(ch)enkte Stimme bei der Landtagswahl in Bayern nutzt der CSU. Daher bitte auch in Bayern nichts anderes als AfD wählen!

      • Aber was sollen wir in NRW machen? Die Pretzell-AfD schafft es vielleicht nicht einmal, dass ihre zweifelhafte Liste überhaupt zugelassen wird. Die CDU mit dem Notenerfinder Armin Laschet an der Spitze ist besonders inkompetent, während Christian Lindner die FDP wohl am liebsten in eine Ampelkoalition führen möchte.

      • Ich würde auch in NRW AfD wählen. Das kriegen die schon auf die Reihe, keine Sorge. Falls nicht, bleibt Ihnen wohl nur Die LINKE.

      • Herr Pretzell hat schon andere Wahlen nicht auf die Reihe bekommen, z. B. den Antritt zur Kommunalwahl in Bielefeld oder die Delegiertenwahl in Siegen. Wenn ich mich an die Anfechtungen gegen die Bundestagsliste 2013 erinnere, hätte er das auch nicht geschafft.

        Die Linke ist in NRW ebenfalls besonders übel. Ich frage mich, woran es liegt, dass ausgerechnet das größte Bundesland in fast allen Parteien auch die größten Probleme hat (spricht es gar für Ihre These von lieber kleineren Ländern?).

      • Es spricht definitiv für meine These von lieber kleineren Ländern. Klein und fein ist übersichtlicher und daher nicht so anfällig für intransparenten Filz und Korruption.

      • Eigentlich kann man sich in kleinen Einheiten, wo jeder jeden kennt, viel besser verfilzen. Große Einheiten müssen nach abstrakten Prinzipien geführt werden. Deshalb scheut man wohl Volks- und auch Mitgliederentscheide, weil dann die Funktionärsschicht nicht mehr unter sich ist.

      • In kleinen Einheiten ist durch den Umstand, dass jeder jeden kennt, eine gewisse soziale Kontrolle gewährleistet, die kleinere Einheiten gegenüber dem in viel anonymeren großen Einheiten weit verbreiteten Hinterzimmerfilz immunisiert.

        Das können Sie zum Beispiel an den auf dem Land sehr viel niedrigeren Einbruchs-, Diebstahl- und sonstigen Kriminalitätsraten gegenüber Städten gut vergleichen.

      • Der Hinterzimmerfilz und die WhatsApp-Gruppen sind doch gerade Kleingruppenphänomene, wobei die eine Hälfte des „Dorfes“ gegen die andere intrigiert. Richtig ist höchstens, dass es die normalen Wähler nicht juckt, weil sie die Akteure nicht persönlich kennen.

      • Ja und nein. wenn die Grundgesamtheit klein genug ist, dass tatsächlich jeder jeden kennt, ist die soziale Kontrolle gegeben. Je größer die Grundgesamtheit ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass eine kleine Gruppe innerhalb der anonymen großen Gruppe sich derart vernetzt und der Großteil der Gruppe gar nichts davon mitbekommt, da er die Akteure ohnehin nicht kennt und/oder gar keine Kenntnis von deren Hinterzimmer-Treiben hat.

      • Es steht doch alles in der Zeitung. Trotzdem juckt es viele Delegierte nicht, weil sie sich persönliche Vorteile von dem Gekungel versprechen, während anständige Mitglieder bereits erfolgreich abgeschreckt wurden.

      • Und Sie glauben wirklich ernsthaft, dass die einzig und allein ein AfD-Phänomen sei, das in anderen Parteien nicht vorkommt?

      • Das war doch nur eine rhetorische Frage … 😉

      • Zwar sind es bis zur bayerischen Landtagswahl noch mehr als 21 Monate, aber weder Freie Wähler noch FDP haben Bayern auf der Landesebene Signifikantes zu bieten. Daher werden CSU-kritische konservative und liberale Wähler ihre Stimme in Bayern 2018 der AfD geben, die bereits auf Hochtouren an einem Landesprogramm für Bayern arbeitet.

      • @Hans X. Benzell

        Die CSU wird die CDU aber nicht im Stich lassen.

    • @Falk Franke
      „Dann hätten wir aber statt der Merkelschen Cholera die Honecker-Nachfolge- Pest …“

      Angela Merkel ist die Nach-nach-Nachfolgerin Erich Honeckers.

      • Ja, so sieht es auch die Satire ( allerdings nicht in den öffentlich rechtlichen Medien): Merkel als Honeckers Rache oder als Kuckucksei was er uns ins Nest gelegt hat Bei der Wahl zwischen Merkel und den Linken kann ich nur emotional reagieren. Meine Jugend in der DDR machte mich zum leidenschaftlichen Antikommunisten. Und ausgerechnet die aus dem Osten kommende Pfarrerstochter Merkel hat es nun geschafft, mich zum Wutbürger zu machen.

      • Als leidenschaftlicher Antikommunist bleibt Ihnen nur die AfD. Alle anderen relevanten Parteien sind längst dem umverteilungssozialistischen Kaputtbesteuerungssumpf anheim gefallen.

      • A) Sie haben recht! Die anderen (chancenreichen) Parteien wollen alle zu viel Steuern (und Regulierung), die FDP noch am wenigsten
        B) Ob aber die AfD da insgesamt besser ist? Die wollen doch etwa Mindestlöhne (die FDP nicht!). Und Herr Pretzell forderte in Dortmund im Hotel Drees (ich war anwesend) Zölle (sind das keine Steuern) und Handelshindernisse gegen die USA, verteidigte die Freiheit zur Sozialisierung gegen den Rechtsschutz davor, forderte die weitere Sozialisierung der Justiz, die künstliche Verteuerung (Steuern!) von Lebensmitteln… Viele AfD-Bosse (Gauland, Höcke) sind Preußenfans, deren bekannteste Befürworter oft Preußentum mit Sozialismus gleichsetzten… Selbst der angeblich liberale Prof. Meuthen verteidigte schon in seiner Doktorarbeit die Kirchensteuer, Gauland viele Sozialisierungen von Bismarck! Die AfD ist voller Konservativer, Halbfaschisten, Nationalliberalen- deren Besteuerungs- und sonstigen Sozialismus jeder kennt, der minimale Kenntnisse der deutschen Geschichte seit 1871 hat…

      • Zölle sind schlimmer als Steuern, weil sie den Markt stärker verzerren und ineffizienter sind. Herr Pretzell ist alles andere als liberal, sondern ein reiner Opportunist. Dass er mit antiliberalen Parolen zumindest in der AfD NRW erfolgreich ist, ist allerdings kein gutes Zeichen. Seine Landesliste halte ich für unwählbar, was die NRW-Wahl noch schwieriger als die Bundestagswahl macht.

      • @Ulrich Motte

        Eine eindeutige Festlegung wurde diesbezüglich zwar noch nicht im AfD-Parteiprogramm getroffen, aber glauben Sie mir – gerade deshalb sind die von Ihnen zitierten Positionen Einzelmeinungen. Es gibt einen ganz, ganz starken Gegentrend. Zum Beispiel verkörpert durch die Bundestags-Spitzenkandidatin der AfD Baden-Württemberg, Frau Dr. Alice Weidel.

        Die meisten AfD-Mitglieder wollen mehr bürgerliche Freiheit und viel weniger Staat. Da können Sie sicher sein. Aber natürlich gibt es auch in der AfD (zu) viele Beamte. Das ist nun mal leider die Krux unserer Parteien- und Politiksystems. Wenn es nach mir ginge, hätte der gesamte öffentliche Dienst weder aktives noch passives Wahlrecht …

      • Im Gegensatz zu mir ist Herr Pretzell kein Beamter und meint vielleicht gerade deshalb, sich keine eigene Meinung leisten zu können, sondern das sagen zu müssen, was bei seiner Zielgruppe gerade ankommt.

      • Wie auch immer. Vielleicht bestätigen ja auch Ausnahmen einfach nur die Regel. Die ins Auge gefasste „Zielgruppe“ in NRW und in anderen Subventionsgebieten dieser schönen Umverteilungsrepublik scheint mir jedenfalls etwas anders verortet zu sein, als potentielle AfD-Wähler in den Geberländern Bayern und Baden-Württemberg. Ich kann nur inständig hoffen, dass das nicht ins Auge geht …

        … wie sagte doch selbst Frau Merkel noch kurz vor der Bekanntgabe ihrer erneuten Kandidatur zum scheidenden US-Präsidenten Barack Obama?
        „Demokratie lebt vom Wechsel“.
        Was für eine Ironie.

      • Nichts gegen vieles von Frau Dr. Weidel, aber ich denke, daß eher sie die Minderheit in der AfD ist. Das Programm zur Bundestagswahl zeigt vielleicht manches auf.

      • Die AfD ist noch keine gefestigte Partei mit zementierten Mehrheiten, wo alle der großen Vorsitzenden hinterherlaufen. Das kann noch kommen, doch momentan macht Frau Weidel Hoffnung und viele andere machen leider das Gegenteil, sei es in der AfD oder außerhalb.

      • @Alexander Dilger 13:24

        Das sehe ich auch so …

      • So ist es- ich gebe Ihnen recht! Eine kleine Chance gebe ich der AfD noch.

      • Es gibt noch kein Programm zur Bundestagswahl. Daran wird gerade intensiv gearbeitet.

      • Ich hätte besser geschrieben „wird zeigen…“

      • Ich halte es nicht für demokratisch, jemandem das Wahlrecht zu entziehen, der vom Staat seinen Lebensunterhalt erhält, (das wären dann viele…), aber bin für Abschaffung des Beamtentums wie in der Schweiz und drastische Reduktion des Öffentlichen Dienstes. Aber die preußisch- etatistische bzw. nationalistisch-sozialdemokratische wahrscheinliche Mehrheit in der AfD dürfte das anders sehen…

      • Da die vom Staat und den Sozialsystemen Besoldeten und Alimentierten die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen und der Wunsch nach viel weniger Staat bei dieser Wählergruppe nun einmal logischerweise nicht sehr ausgeprägt ist, wird der Karren ungebremst gegen die Wand fahren. Es kommen dementsprechend heitere Zeiten auf die Umverteilungsrepublik zu …

      • Das erschwert manches- da haben Sie sicher recht. Aber das System lässt sich so (-ohne größere Einkommensverluste) nur unter Opfern auch für die staatlich Alimentierten durchhalten… Besonders staatsnah (organisiert) sind übrigens viele Unternehmer und Kapitalbesitzer….
        Wie bei nötigen Reparaturen, so auch liberale Reformen – meistens werden sie durch Verschieben viel teurer oder fast alles bricht weitgehend zusammen- siehe deutsche Geschichte

      • @Ulrich Motte

        Allein es fehlt die Einsicht der Umverteilungsprofiteure zu dieser Erkenntnis.

        Da wir längst in einer ausgesprochenen Egomanen-Gesellschaft leben, ist natürlich auch von den vielen Millionen Beschäftigten der Sozialindustrie, den Sozialunternehme(r)n und anderen auch so idealistischen Gutmenschen niemand bereit, auch nur ein Grad zurück zu weichen, geschweige denn einzugestehen, dass Steuergelder kein von selbst nachwachsender Rohstoff sind, der für alle Zeiten unbegrenzt zur Verfügung steht.

        Mangels Einsicht bleibt also nur der Crash des verlogenerweise als „Sozialstaat“ bezeichneten Umverteilungssystems. Der Turbo unkontrollierte Zuwanderung und grenzenlose Alimentierung von Zuwanderern wird dafür sorgen, dass es deutlich schneller geht als durch die bisherigen Auswüchse des so genannten „Sozialstaats“ und die demographische Entwicklung alleine.

        Der Treppenwitz schlecht hin ist, dass sich unsere Sozialprofis eine Entschärfung des demographischen Wandels durch die aktuelle Zuwanderung versprechen. Leider wird dabei übersehen, dass sich männliche Artgenossen nicht von selbst vermehren. Es fehlt also schon an zu befruchtenden Weibchen, um das demographische Problem durch Zuwanderung zu beheben. Vom mehr als fragwürdigen produktiven Wert der Zuwanderer für das ach so tolle „Sozialsystem“ einmal ganz abgesehen.

        Aber trösten Sie sich, Deutschland wäre nicht die erste „Hochkultur“, die an der Dummheit ihrer Regenten und der Unfähigkeit ihrer Bürger, sich dieser bei Zeiten zu entledigen, zu Grunde geht.

      • @ Maerchen Meister 27.11. 8:56

        Erzaehlen Sie keine Maerchen! AfD und Antikommunistisch! Antikommunistisch sind nur , fuer Sie die gehassten Transatlantiker und echte Demokraten.

        AfD ist eine Partei die nach allen Seiten offen ist! Von linksradikal bis rechtsradikal. Beste Beweiss ist die Parteiposition gegenueber Putins Russland oder Antiamerikanismus in der Partei. Beide Positionen sind keineswegs antikommunistisch sondern pro-kommunistisch! Putin ist ein KGB man, Stalin -Sympathisant der mit Nationalismus, Kleptokratie und Imperialismus seine kommunistische Erbe verdeckt.
        Auf Deutschland bezogen, wer sind die Parteien mit meisten Kremls Trojanern? SPD, Die Linke und AfD!

      • @Old Grisogono

        Halten Sie Ihre Hetzparolen aus dem Frühstadium des kalten Krieges wirklich für zeitgemäß?

        Die Erde hat sich weitergedreht, alter Mann!

      • @ Maerchen Meister 9:51

        AfD leugnet immer selbst pro Putin Propaganda in heutigem Kalten Krieg zu verbreiten! AfD ist niemals antikommunistisch!
        „Putin hilf“!

      • @Old Grisogono

        Nach Ihrer Logik ist Donald Trump sicher auch ein Kommunist.
        Nur Erdogan-Verehrer wie Ihr Spitzenkandidat Lucke sind keine Kommunisten, oder?

  27. Pingback: Mein größter politischer Fehler vor drei Jahren | Alexander Dilger

  28. Pingback: AfD vs. Merkel | Alexander Dilger

  29. Hallo Ihr alle,

    wir brauchen als Parlamentarier Menschen mit Sachverstand und Humanität und Mut, dafür einzutreten. Diese fehlen zur Zeit auch in der deutschen Regierung, in den Ministerien, in den Großkonzernen, Großbanken usw. Es geht um Europa, dessen Entwicklung vollkommen schief läüft durch Junker, Schulz und Co.. Falls Sie heute Nachrichten gehört haben, dann will Junker eine Fiskalunion, d.h. Sozialunion-Alimentierung des Südens, die über Jahrzehnte unfähige, korrupte Regierungen haben.
    Die Abgeordneten müssen Frau Merkel verhindern, aber selbst wissen, wie es weitergehen soll. Wir Bürger müssen uns mehr Kompetenz aneignen, um die Abgeordneten beurteilen und zur Verantwortung ziehen zu können, überhaupt erst einmal die richtigen Fragen zu stellen. Der Flüchtlingsstrom ist das Ergebnis einer seit langem verfehlten Politik, nicht nur von Frau Merkel.

    Jeder überlege, wie es insgesamt weitergehen soll und prüfe die Kandidaten daraufhin vor der Wahl. Das ist Arbeit, aber die müssen wir uns für die jetzige Wahl machen, sonst gehen wir alle unter.
    Ein wichtiges Lebensprinzip wird vielfach verletzt, im Privatem wie in der Politik: wer handelt, ist für die Folgen seiner Handlung auch verantwortlich, d.h. er haftet für das Ergebnis. Danach hätte Frau Merkel freiwillig gehen müssen. Nur sie haftet nicht, sondern wir Bürger. Aber vielleicht will sie ihre Fehler korrigieren, nachdem sie Milliarden deutschen Vermögens Spekulationen Dragihs aussetzt.
    Ich empfehle, sich auf youtube Vorträge von Hans-Werner Sinn, Willy Wimmer und andere anzuhören.

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