Merkel will Kanzlerin bleiben

Monate des Taktierens und des sich Zierens sind vorbei. Heute hat die Bundeskanzlerin endlich öffentlich erklärt, was ohnehin alle vermutet hatten: Frau „Merkel kandidiert wieder für[s] Kanzleramt“.

Vor Monaten hatte ich gehofft und gefragt: ‚Will Merkel gar nicht mehr kandidieren?‘ Doch, sie will, weil sie machtgierig ist und sonst nichts hat im Leben. Außerdem hält sie sich für einen Teil der Lösung statt die Ursache vieler Probleme. Wenn sie sich zumindest diesmal richtig entschieden hätte und nicht wieder antreten würde, dann wären natürlich nicht auf einen Schlag alle Probleme gelöst, doch die Risiken in Deutschland und Europa würden sinken und die Chancen steigen. Meinen Abstecher in die Politik hätte ich dann heute definitiv abschließen können.

Leider ist es nicht so gekommen. Damit bleibt es weiter nötig, unsere Demokratie gegen Merkels Alternativlosigkeit zu verteidigen. Wenn es eine echte Wahl gäbe, die sie fair gewinnt, dann wäre das für mich in Ordnung, selbst wenn ich ihre politischen Inhalte weiterhin ablehnen würde. Doch momentan ist leider nicht zu sehen, wie sie überhaupt abgewählt werden könnte, weil alle etablierten Parteien sie unterstützen bzw. mit ihr koalieren würden, während die AfD mit keinem koalieren kann und Die Linke selbst von SPD und Grünen geschnitten wird, weil Frau Merkel deren Politik viel besser umsetzt.

Morgen werde ich Möglichkeiten zur Abstimmung stellen, wie sich Frau Merkel 2017 vielleicht trotzdem noch verhindern lässt. Auch wenn das wahrscheinlich nicht gelingt, sollte man bereits über die nächste Bundestagswahl hinausdenken und ihre Willkür danach möglichst beschränken. Spätestens 2021 muss es wieder eine echte Wahl geben, die hoffentlich über ‚Lieber Rot-Rot-Grün als Merkel‘ hinausgeht. Denn Frau Merkel wird natürlich auch 2021 noch einmal antreten, wenn man ihr die Gelegenheit dazu gibt.

67 Gedanken zu „Merkel will Kanzlerin bleiben

  1. Es ist wirklich unfassbar was diese Frau zum Besten gibt. Wer sie gestern Abend bei Anne Will gesehen hat, weiß spätestens jetzt, über wie wenig Realitätssinn unsere große Staatsratsvorsitzende noch verfügt. Merkel möchte uns weismachen, alle in Wahrheit ursächlich durch ihre eigene Politik entstandenen Probleme seien ganz von selbst entstanden, also unvermeidbar und könnten nun nur ausgerechnet von ihr, dem alternativlosen Supertalent gelöst werden. Angela „The Brain“ Merkel. Kim Jong-un lässt grüßen …

    Aus AfD-Sicht stellt sich die Frage, wer der bessere Wahlhelfer ist: Angela Merkel oder Martin Schulz?

    • Am besten war noch ihr Satz: „Ich bin genauso das Volk wie andere das Volk sind“. Da waren natürlich ein paar Wörter zu viel drin. Eigentlich meinte sie: „Ich bin das Volk …“

      • Unbequeme Wahrheit scheinheilig verpackt eben. Ganz nach guter alter DDR-Schule. Das ist der Fluch der so genannten „Wiedervereinigung“.

        Erst schenken Sie uns dieses am real existierenden Sozialismus pleite gegangene „Volk“ (die DDR), das uns mit seinen „größten Talenten“ (Merkel, Gauck, usw., usf.) die gegenwärtige Politik bestimmt und nun immer mehr Menschen aus dem bunten Afrika. Mal sehen, wie lange es dauert, bis diese neuen Mitbürger die Politik machen. Der Deutsche Michel lässt sich ja jedes Ruder aus der Hand nehmen. Die Einladung dazu liegt bereits auf dem Tisch: https://de.scribd.com/document/330725895/Impulspapier-MigrantInnenorganisationen-zur-Teilhabe-in-der-Einwanderungsgesellschaft-2016

      • @ Maerchen Meister
        Hoere ich aus Ihren Worten rassistische Toene? Haben Sie Frau Petrys rede gestern (?) gehoert?
        Natuerlich waere eine westdeutsche Merkel oder schlimmer jederzeit moeglich.Die Gruenen sind ueberwuegend Wessis, und genauso schlimm!

      • @Old Grisogono

        Nein, ich habe gestern keine Rede von Frau Petry angehört, denn ich war auf meinem Landesparteitag bei der AfD Bayern in Ingolstadt. Lutz van der Horst („Heute-Show“) war auch da und als Gastrednerin hat Ihr Liebling, Frau Storch gesprochen. Aber ich kenne Frau Petry aus meinem inzwischen ja schon „langjährigen“ AfD-Engagement natürlich auch so ganz gut, dafür muss ich mir keine Reden von ihr anhören.

        Die heutigen „Grünen“ sind eine Fusion aus „Bündnis90“ (Ossipartei aus der Wendezeit) und den ehemaligen Grünen. So schlägt es sich übrigens auch im Namen der Verbotspartei nieder (https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen).

        Im Übrigen gibt es auch bei „Bündnis90/DieGrünen“ Spitzenpolitiker aus den neuen Bundesländern, zum Beispiel Frau Göring-Eckardt (https://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_G%C3%B6ring-Eckardt).

        Möglicherweise übersehen Sie aber, dass nur etwa 15% der deutschen Bevölkerung in den neuen Bundesländern leben und die Bundestagswahl in den alten Bundesländern entschieden wird, so laut die Ossis auch herumquäken.

      • @Maerchen Meister 18:36

        Ich kann nur hoffen, dass Sie Frau v. Storchs Brief v.15.10. gelesen haben und Ihre Aktionen unterstuetzen. Vergesen Sie nicht , in den ersten 6 Monaten d.J. wurden von Migranten 142500 Straftaten begangen!

      • @Old Grisogono

        Wie Sie wissen, bin ich nicht gerade der größte Fan der Störchin. Aber bei unserem Landesparteitag am zurückliegenden Sonntag in Ingolstadt hat sie eine wirklich gute Rede gehalten und bekam dafür auch von kritischen Geistern wie mir Applaus.

        Den Brief vom 15.10. kenne ich nicht. Worum geht es da?

    • Gibt es ihr Interview mit Frau Will eigentlich irgendwo verschriftlicht? Sie hat die ganze Armseligkeit ihrer Politik offengelegt. Sie hat weder Werte noch Ziele oder ein Programm, sondern will stets fallweise entscheiden, was ihr gerade am nützlichsten erscheint. Sie betrachtet sich selbst als das Volk, also den Souverän. Angeblich ist kein Mensch alternativlos, nicht einmal sie selbst, aber ihre Politik ist es doch.

      • @Old Grisogono

        Puh, Sie wechseln Ihre Ansichten häufiger als Ihre Unterwäsche.

  2. Für den kommenden Parteitag wird noch dringend ein nordkoreanischer Jubeltrainer gesucht, der dafür sorgt, daß die Huldigung Merkels auch der Bedeutung ihrer Person gerecht wird. (Alles unter 20 Minuten stehendem Applaus ist völlig indiskutabel.)

  3. Ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie die amtierende Staatsratsvorsitzende der Bananenrepublik Deutschland die von ihr selbst geschaffenen Probleme in ihrer vierten Amtsperiode mit ihrer „Erfahrung“ und ihrem „Talent“ sowie mit der dann voraussichtlich regierenden Kenia-Koalition „lösen“ wird.

    Aber alle Polemik mal bei Seite gelassen, löst sich das Problem der befürchteten Überfremdung wahrscheinlich ohnehin innerhalb einer Generation ganz von selbst.

    Der vor allem von Verschwörungstheoretikern befürchtete „Bevölkerungsaustausch“ wird sich ganz anders auswirken, als von den selbst ernannten „Experten“ (gleich welchen Lagers) prognostiziert.

    Es wird vielmehr ein zeitlich begrenzter Effekt eintreten, der zu einem temporären Männerüberschuss im Prekariat und Proletariat führt und mithin zu noch höherem frustrierten Aufwand im Bereich der Sozialausgaben.

    Ein „Bevölkerungsaustausch“ kann und wird mittel- und langfristig nämlich nur stattfinden, wenn sich die Migranten im Zielland auch vermehren.

    Da zumindest bislang aber nach Deutschland und in andere mittel- und nordeuropäische Länder vor allem Männer ohne jede realistische Perspektive in unserer Gesellschaft Fuß fassen zu können einwandern, wird das nicht geschehen.

    Eine konstante Fortführung der in 2015 und 2016 erlebten Einwanderung wird also vielmehr „nur“ zu einer dramatischen Asymetrie des Geschlechterproporzes – zu einer „Übermannung“ – für die Dauer einer Generation (die dem so genannten „Sozialstaat“ aber ganz gehörig auf der Tasche liegen wird) führen, zu „mehr“ nicht.

    Der Grund ist ganz einfach und rein biologisch:
    Männer können zwar Kinder zeugen, um Geburten tatsächlich geschehen zu lassen, braucht es aber genügend gebärende Frauen. Deren Anteil unter den derzeitigen Migranten ist jedoch ausgesprochen gering.

    Da in der autochtonen Bevölkerung aber kein signifikanter Frauenüberschuss herrscht, besteht bei den einheimischen Frauen kein all zu großer Besamungsbedarf durch männliche Migranten. Zur ach so gefürchteten „Umvolkung“ fehlt es dem gelobten Land schlicht und ergreifend an paarungswilligen Weibchen. Die befürchtete Vermischung wird also ausbleiben und die jungen Hoffnungsträger der von Schwarz-Rot-Grün herbeigesehnten ‚Bunten Republik‘ werden vereinsamen, vereinzelt zu frustrierten Gewalttätern mutieren und ansonsten weiterziehen oder aussterben.

    Das befürchtete Szenario eines „Bevölkerungsaustauschs“ kann und wird also zumindest bei gleichbleibendem Geschlechterproporz der ungesteuerten Zuwanderung nicht eintreten. Eine Entreicherung der Mittelschicht durch zunehmende Kaputtbesteuerung (auch zur Finanzirung des derzeitigen Zuwanderungsschwachsinns und seiner Folgen, der in meinen Augen so etwas wie ein zusätzlich beschleunigender Turbo der Kaputtbesteuerung ist) hingegen schon.

    Genau hier sehe ich das eigentliche Problem der Merkelschen „Flüchtlingspolitik“:
    Es kommen noch höhere Steuern und „Sozialabgaben“ auf den Mittelstand und seine Beschäftigten zu. Die Zuwanderungspolitik wird den Niedergang des so genannten „Sozialstaats“ also wie Turbolader beschleunigen.

    Das in meinem obigen Kommentar verlinkte Impulspapier von Frau Özuguz ist natürlich ein Hammer und bekräftigt mich nur einmal mehr in meiner Annahme, dass wir auf gar keinen Fall noch mehr „Staat“ zulassen dürfen, sondern hier dringend gegensteuern müssen. In einem schlanken Staat mit einem Einheitssteuersatz von maximal 15% (besser 8% bis 10% oder weniger) oberhalb angemessener Freibeträge käme es gar nicht erst zu solchen Schwachmaten-Projekten der umverteilungsfinanzierten Rot- und Pappnasen, da es dafür schlicht und ergreifend erst gar kein Budget gäbe!

    Zur Vertiefung der Thematik empfehle ich Interessierten außerdem dringend folgende Hintergrundliteratur: https://books.google.de/books/about/Exodus.html?id=qYsGoAEACAAJ&source=kp_cover&redir_esc=y

    • Sie übersehen gleich mehrere entscheidende Punkte. Erstens handelt es sich bei den männlichen Zuwanderern meistens um Pioniere, die ihre ganze Großfamilie nachziehen wollen, sollen und häufig auch dürfen. Zweitens führt ein starker Überschuss an jungen Männern zu Gewalt. Schlimmstensfalls wird unsere ganze Gesellschaftsordnung gestürzt. Drittens werden sich einheimische Frauen mehr oder weniger freiwillig für Zuwanderer entscheiden. Viertens kann die Mehrheit der Bevölkerung selbst dann eine andere werden, wenn die Geburtenrate der Zuwanderer nicht höher oder sogar null ist, wenn nur lange genug mehr Menschen kommen, als von den bisherigen Einwohnern geboren werden. Fünftens wandern gerade besonders produktive Deutsche aus.

      Wirklich zentral ist deshalb die Frage, wie viele Menschen Frau Merkel zukünftig ins Land lassen will. Sie schließt eine Obergrenze kategorisch aus und fühlt sich für jeden Menschen der Welt zuständig. Allerdings will sie mittlerweile Herrn Erdogan dafür bezahlen, dass er Flüchtlinge und Zuwanderer gewaltsam aus Europa fernhält.

      • „Drittens werden sich einheimische Frauen mehr oder weniger freiwillig für Zuwanderer entscheiden.“
        Wie meinen Sie das denn, Herr Dilger?
        Fürchten Sie etwa, dass unsere tolle Regierung demnächst Geburtenquoten und die Wahl des Erzeugers vorschreibt? Das übertrifft ja selbst die düstersten Erwartungen der Verschwörungstheoretiker … *sehrverwundertguck*

        „Wirklich zentral ist deshalb die Frage, wie viele Menschen Frau Merkel zukünftig ins Land lassen will. “
        Das sehe ich ein wenig anders. Wirklich zentral ist weniger die quantitative Frage, also wieviele Menschen Merkel ins Land lassen will, sondern die qualitative Komponente, also wer genau diese Menschen sind und ob sie in der Lage sein werden, für sich selbst zu sorgen. Beim überwiegenden Teil der derzeitigen Zuwanderer scheint mir Letzteres – zumindest auf der Basis legaler Tätigkeit – nicht der Fall zu sein. Wobei ich nach wie vor der Ansicht bin, dass insbesondere das Treiben von EU-Migranten aus Südosteuropa deutlich mehr Beachtung finden muss.

      • Geburtenquoten wollte doch vor allem Herr Höcke vorgeben, wenn auch nicht individuell, sondern als allgemeines Staatsziel. Durch einen Männerüberschuss gewinnen Frauen erst einmal an Auswahlmöglichkeiten, was gut für sie ist. Mehr Gewalt ist allerdings schlecht für sie. Vergewaltigungen sind da eine besonders extreme Form. Männer aus anderen Kulturkreisen können anfangs sehr werbend auftreten, um Frauen dann als ihr Eigentum zu betrachten. Die meiste Gewalt zu Friedenszeiten erfolgt ohnehin innerfamiliär.

        Wir wissen doch, dass Frau Merkel die wirtschaftlichen und sozialen Qualitäten der Zuwanderer völlig egal sind. Bei Hoch- und Höchstqualifizierten ist Deutschland längst ein Aus- und kein Einwanderungsland. Es ist auch keine einzige politische Maßnahme geplant, die in die gegenteilige Richtung ginge.

      • Ich erspare mir, Ihren Seitenhieb auf Herrn Höcke zu kommentieren.

        Ja, in der Tierwelt suchen sich die Weibchen auch die ihnen am geeignetesten erscheinenden Männchen zur Paarung aus. Ob das im Falle der bislang in Deutschland lebenden Frauen im gebärfähigen Alter dann tatsächlich Frau Merkels neue Hoffnungsträger sein werden, bleibt abzuwarten. Falls es so ist, dann ist es eben so. Allein mir fehlt der Glaube …

      • Das wird nicht in jedem Fall so sein, aber doch in manchem. Unter den richtigen Rahmenbedingungen könnte das sogar zu einer besonders erfolgreichen Integration führen.

      • Grundsätzlich ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass eine autochtone oder andere bereits hier lebende Frau (freiwillig/von sich aus) einen Einwanderer zur Familiengründung erwählt.

        Wie aber bereits die Ära der Truppenstationierung in der Bundesrepublik Deutschland (West) gezeigt hat, bleiben die meisten dieser Frauen dann doch eher als alleinerziehende Mütter zurück und der biologische Vater hinterlässt einen emotionalen Scherbenhaufen.

        Als Student bin ich drei Jahre lang in einer fränkischen Kleinstadt mit etwa 22.000 Einwohnern und 2.500 dort stationierten US-Soldaten Taxi gefahren. Unsere Hauptkundschaft am Abend und am Wochenende waren GIs und ihre deutschen „Bräute“. Was meinen Sie, was ich da so alles mitbekommen habe …

      • Da es für die von Merkel importierten Analphabeten definitiv keine Erwerbsmöglichkeiten geben wird, wird ihr Marktwert unter den einheimischen Frauen recht überschaubar sein.

      • Die Herren haben aber viel Zeit, in der sie um Damen werben können. Außerdem gibt es auch eine kleine Gruppe von Deutschen, für die Hartz IV eine dauerhafte Karriere darstellt.

      • Frauen, die von GIs geschwängert wurden, die sich aus dem Staub gemacht haben, konnten sich finanziell auf das Amt für Verteidigungslasten verlassen. Sicher wird der Kenia-Koalition auch etwas Adäquates für die glücklichen von zeitreichen Migranten befruchteten Prekariatsdamen aus dem Hut zaubern.

  4. Dass die Abwahl Frau Merkels für unsere Hauptziele, Abschaffung des Euro und Regelung der Zuwanderung, notwendig ist, steht außer Zweifel.
    Ich glaube aber, dass das Schicksal Europas und damit auch Deutschlands letzten Endes in London (Brexit) und in Paris (Marine Le Pen) entschieden wird.
    Als Einziger hat Nigel Farage den Sieg des Brexit sowie auch den Sieg von Trump vorhergesehen, er ist jetzt nach der Niederlage Sarkozys sicher, dass Marine Le Pen nächstes Jahr Präsidentin von Frankreich wird und sowohl den Euro als auch die EU-Mitgliedschaft Frankreichs beendet.
    Damit wäre die Achse Berlin-Paris endgültig zerbrochen und wir in der Tat auf den Stand von 1913 zurückgeworfen.
    Hinsichtlich der Auswahl politischer Eliten erscheint mir eine zweite, nicht vom Wähler abhängige Kammer im Sinne des Britischen Oberhauses unabdingbar, damit die Werbung mit Wahlgeschenken ein Ende hat.
    Aus meiner persönlichen Erfahrung in der Berufspolitik halte ich mehrfache Wahlebenen, also die Zwischenschaltung von Funktionärshierarchien, welche immer mehr nur dem Klüngel und den Karrieristen dienen, für fatal. Es könnte sein, dass diese Wahlsysteme tatsächlich zu einer Wahl der Schlechtesten führen, sodass selbst eine Wahl mittels Losverfahren zu besseren, wenn auch nicht guten, Ergebnissen führen könnte.
    Daneben sollte sich die Vergütung von Wahlämtern nach dem Durchschnittseinkommen der letzten drei Jahre des Betreffenden richten, damit die politische Laufbahn für Grüne Berufslose nicht attraktiv bleibt; umgekehrt könnte ein erfolgreicher Selbständiger/Freiberufler sich auch das Gewähltwerden leisten.
    Letztlich unerträglich ist die Vermengung von Exekutive mit Legislative durch Beamte im Bundes-/Landtag. In den USA müssen öffentlich Bedienstete für die Dauer des Mandats kündigen und sich danach neu bewerben; Beurlaubung mit Regelbeförderung gibt es nicht.
    Bei der gegenwärtigen Entwicklungsstufe der Demokratie ist es notwendig, nicht nur über den Austausch von Personen abzustimmen, wobei sich an den Systemen nichts ändert, es ist vielmehr notwendig demokratisch-friedliche Wege zum Austausch von insuffizienten Systemen zu erreichen; ich denke hier vor allen Dingen an Altersvorsorgesysteme.
    Dies ist natürlich viel schwieriger als Frau Merkel gegen Frau Petry auszutauschen, und erfordert originelle intellektuelle Anstrengung.
    Ich glaube, dass Sie als Organisationswissenschaftler hierzu vielleicht Ideen hätten.

    • Das politische System lässt sich ohne Revolution nur mit Volksentscheiden verbessern, weil die jeweils Regierenden grundsätzlich kein Änderungs- oder gar Verbesserungsinteresse haben (mehr Macht für die Regierung gefällt ihnen hingegen schon). Die Einführung von Volksentscheiden auf Bundesebene wäre allerdings selbst eine solche Verbesserung, für die es keine Zwei-Drittel-Mehrheit geben wird.

      Es sind dramatische Änderungen durch den Brexit und Präsident Trump zu erwarten, vielleicht sogar noch durch eine Präsidentin Le Pen. Aber halten Sie Frau Merkel denn für die richtige Kanzlerin, um diesen Wandel positiv zu gestalten?

  5. Der Totensonntag bekommt durch die nun endlich erfolgte Ankündigung von Fr. Merkel wieder als Bundeskanzlerin antreten so wollen eine ganz neue Deutung.

    Für jeden politischt gebildeten und aufgeklärten Wähler ist dies nichts anderes, als eine Kampfansage, nun Deutschland und Europa endgültig – in der jetzigen Form – vernichten zu wollen.

    Ich gehe davon aus, daß:

    1.) Die Union bei der BTW ihr schlechtes Ergebnis in ihrer Geschichte einfahren wird
    2.) Die SPD ebenfalls ein extrem schlechtes Ergebnis einfahren wird
    Daher 3.) die Fortführung einer großen Koalition zusammen nicht reicht
    4.) Die FDP ganz knapp wieder in den BT einzieht
    5.) Das es auch für Rot+Mauerrot+Grün
    nicht reicht

    Dennoch wird Merkel Bundeskanzlerin bleiben.

    Allerdings dann mit einem so extrem kleinen gemeinsamen Nenner von CSU+CDU+SPU+FDP,
    daß ihr das „Regieren“ so wenig Spaß macht, daß nach 1 spätestens 2 Jahren das Handtuch wegen „gesundheitlichen Gründen“ wirft.

    Und das ist dann eine Chance, eventuell wieder zum normalen Menschenverstand, zurück zu kehren.

    Und dafür ist „nur“ eine einzige Sache nötig:
    Die AFD muss ein sehr sehr gutes Ergebnis erreichen.

    So einfach ist das.

    • 1949 hatte die Union 31 Prozent. Das könnte Frau Merkel jetzt tatsächlich unterbieten. Doch die Union bleibt trotzdem stärkste Fraktion und sie somit Kanzlerin. Ihre Leidensfähigkeit ist außerdem enorm. Sie wird nicht von sich aus aufgeben, sondern muss abgewählt werden.

      • Leidensfähigkeit?
        Welche Leidensfähigkeit?

        Merkel ist doch eine exzellente Schauspielerin. Sie hat ihren Traumjob auf Lebenszeit gefunden. Ein bisschen durch die Gegend schauen wie ein Bluthund, ein wenig die Hände zur Raute falten, irgendwelche dummen Phrasen von „Wir schaffen das“ usw. durch die Gegend bellen und sonst alles in Kohlscher Manier aussitzen. Daheim wäre ihr sicher nur langweilig so ganz ohne Kinder und Enkel.

      • Na ja, sie muss sich auch auf offener Bühne von Herrn Seehofer abwatschen lassen oder die Hunde von Herrn Putin ertragen. Außerdem war Aussitzen früher, jetzt setzt sie aktiv Forderungen von SPD und Grünen um, wenn sie diese nicht noch weit übertrifft wie bei der Flüchtlingspolitik. Aber wahrscheinlich macht ihr das Spaß, zumal sie den Platz im Geschichtsbuch als schlechteste Bundeskanzlerin aller Zeiten (einschließlich der Bundeskanzler) bereits sicher hat.

      • Ja, sie haben ja gestern Abend bei Anne Will selbst vernommen, wie Angela Merkel ihre diesbezügliche Erfahrung und ihre eigenes Talent in den Himmel lobt. Selbst ist der regierende Hosenanzug!

      • Auch hier haben Sie recht, Herr Dilger.

        Die Leidensfähigkeit bzw. Abgestumpftheit von Frau Merkel ist schon enorm.

        Allerdings… gibt es Gott sei dank bis 2018 noch einige Landtagswahlen.

        Jetzt schon ist es ja so, daß Bundes-Regierungsparteien dort regelmäßig abgestraft werden.

        Das Frau Merkel wieder antreten wird,
        wird ein trigger für noch schlechtere Ergebnisse sein.

        Vielleicht noch nicht im Saarland, aber dann in Schleswig-Holstein und NRW.

        In Bayern wird die CSU 2018 auch keine absolut Mehrheit mehr erreichen.

        Auch die SPD wird weiterhin abgestraft werden.

        Die FDP kämpft ums Überleben.

        Und sollte die CDU dann immer noch nicht aufgewacht sein, ist es gut möglich, das die CSU, oder die SPD, oder die FDP dann die Bundesregierung platzen lassen oder zumindest Merkel entsorgen… Was auch Hoffnung macht.

      • Erde an „ASKO“ …

        Ich weiß nicht, wer Sie sind und auf welchem schönen Planeten Sie leben.

        Hier auf der Erde verhält sich das wie folgt:

        Wäre die CSU sich selbst treu, hätte sie die aktuelle Regierung längst platzen lassen.
        Wäre die FDP sich selbst treu, hätte sie ihre letzte Koalition im Bund auch platzen lassen.
        Wäre CDU sich selbst treu, dürfte sie gar nicht mit SPD oder Grünen regieren.
        Sind sie aber alle nicht.

    • Die Interpretation des Totensonntags war gut!

      Aber ich glaube nicht, daß sie nach der Wahl die FDP an der Regierung beteiligen wird. Sie hat nun über 10 Jahre ihre Partei so weit nach links geführt, daß eine Koalition mit den Grünen möglich wird, da wird sie sich die Früchte ihrer Arbeit nicht nehmen lassen und die Grünen statt der FDP einbinden. Auch wenn das um den Preis einer Vermögenssteuer und des übrigen grünen Blödsinns geschieht.

      • Die cSu wird keine Bundesregierung mit Teilnahme der Grünen bilden.

      • Auch die CSU ist nur eine „Volkspartei“, die de facto mit Jedem koalieren würde, um an der Macht zu bleiben.

  6. Ja, sie haben recht, Herr Dilger.

    Aber es ist schon noch ein Unterschied,
    ob das „nur“ politisch einigermaßen gebildete Wähler analysieren… oder, das das dann für wirklich jeden sichtbar wird.

    Das wird sich die CSU nicht trauen.

  7. Pingback: Durch welche Partei lässt sich Merkel noch verhindern? | Alexander Dilger

  8. Herr Meister.

    Auf welchem Planeten ich lebe?

    Zu mindest schon mal in Deutschland und nicht im Ausland.

    Sie haben natürlich recht!
    Hätte die CSU Ehre oder noch echte politische Überzeugungen, hätte sie schon lange aus der Bundesregierung austreten müssen.

    Aber auf eine Sache war besonders Verlass bei dieser Truppe:
    Erst die Partei – dann das (Bundes-) Land.

    Die CSU wird bei der Bundestagswahl ein – für sie – extrem schlechtes Ergebnis erzielen.
    Ich hoffe/bete und denke, weniger als 41%.

    Dann beginnt das langsame denken und heulen bei denen.

    Sollte das dann noch nicht zum (langsamen ) Austritt der dann neuen Bundesregierung reichen, ist aber meiner Meinung nach der Landtagswahl Schluss.

    Ich gehe nicht davon aus, daß die CSU eine absolute Mehrheit erreichen wird.

    Und dann ist sie nur noch eine „normale“ regionale Partei… Was für sie das schlimmste wäre.

    Daher glaube ich dann an eine Art „Revolution“ der gesamten Partei, die zur Folge den Austritt aus der Regierung bedeuten würde.

    So sehe ich das halt 😉

    • Pragmatisch gesehen ist der CSU ihr Heimathafen Bayern sicher wichtiger als die Regierungsbeteiligung im Bund.

      Für eine absolute Mehrheit der CSU wird es aber nach der bayerischen Landtagswahl 2018 kaum noch reichen. Die CSU musste im Übrigen von 2008 bis 2013 schon einmal koalieren, damals mit der FDP. Da es in Bayern aber für die FDP im Wahljahr 2018 kaum realistische Chancen geben dürfte, wieder in den Landtag einzuziehen (es ist weit und breit kein bayerischer FDP-Politiker auszumachen, der die FDP in Bayern in den Landtag führen könnte), wird sich die CSU 2018 einen neuen Koalitionspartner suchen müssen.

      Auch die „Freien Wähler“ haben in der laufenden Legislaturperiode absolut nichts geleistet, das ihnen 2018 noch einmal zum Einzug in den bayerischen Landtag verhelfen könnte, sondern lediglich bewiesen, dass sie eben nur Kommunalpolitik können, aber keinerlei Visionen und Potential für die Landespolitik haben.

      Meine Prognose nach heutigem Stand:
      Wenn nicht überraschenderweise die Bayernpartei aus dem Tiefschlaf erwachen sollte und einen unerwarteten Blitzstart hinlegt, wird Bayern 2018 das erste Bundesland sein, in dem die AfD an der Regierung beteiligt ist. Unser Pressesprecher h.c., Horst Seehofer, leistet für die AfD Bayern schon seit Monaten hervorragende Arbeit! 🙂

      • Die AfD muss die bestimmende Partei sein (kein Juniorpartner), solange das nicht möglich ist, darf sie keine Koalition eingehen und muss in der Opposition bleiben. Oder sie muss in ihren Ministerien 100% AfD-Politik durchbringen. Zudem ist es schwer vorstellbar, dass die AfD mit der CSU koaliert während die CSU gleichzeitig in der Regierung mit Merkel sitzt.
        Zu wünschen wäre, dass die CSU so schwach abschneidet, dass sie bundesweit die 5% nicht schafft, die CDU hätte dann die Chance hinter die SPD zu fallen. 2009 hatte sie 6,5%, 2013 7,4%.

      • Ja, die AfD sollte lieber daran arbeiten, dass Frau Merkel kein Direktmandat erhält, ggf. sogar durch eine punktuelle Wahlempfehlung für den SPD-Kandidaten.

      • Egal ob IM Erika ihren Wahlkreis gewinnt oder nicht – über ihren Listenplatz ist sie auf jeden Fall gesetzt und müsste sie, um Kanzlerin werden zu können, überhaupt Abgeordnete sein?

      • Die Kanzlerin muss nicht Mitglied des Bundestages sein. Zur Gewaltenteilung wäre es sogar besser, wenn sie es nicht wäre. Trotzdem wäre es eine Blamage für sie, wenn sie ihren eigenen Wahlkreis verliert oder sogar gar nicht in den Bundestag kommt. Letzteres ist durchaus möglich, wenn sie ihren Wahlkreis verliert und die CDU in Mecklenburg-Vorpommern ansonsten etliche Direktmandate bei einem schlechten Zweitstimmenergebnis gewinnt.

      • Erika muss ja nicht in Mecklenburg-Vorpommern antreten. Viele Kandidaten treten in Wahlkreisen an, in denen weder ihr Wohnort liegt noch irgendein anderer nachvollziehbarer Heimatbezug.

      • Frau Merkel tritt wieder in Mecklenburg-Vorpommern an, genauer im Bundestagswahlkreis Vorpommern-Rügen – Vorpommern-Greifswald I. 2013 erzielte sie dort die absolute Mehrheit der Stimmen. Auf dem zweiten Platz weit abgeschlagen folgte übrigens nicht die SPD, sondern ein Kandidat von Die Linke. Seit 1990, als sie den Wahlkreis (mit etwas anderem Zuschnitt) durch Kungelei bekam, hat sie ihn immer gewonnen, aber nie dort gelebt.

      • Lassen Sie die Staatsratsvorsitzende doch ruhig in ihrem Küngel-Wahlkreis antreten. Allerdings würde ich mich wirklich kaputtlachen, wenn sie dort dann dem AfD-Direktkandidaten unterliegt. Wahrscheinlich wird dieser Wahlkreis in der AfD-MV der begehrteste Wahlkreis für eine Direktkandidatur sein …

      • @Alexander Dilger

        Ok. Habe gerade auch keine bessere Idee.

      • Top, die Wette gilt. Dabei hoffe ich, dass Sie gewinnen. Wenn ich gewinne, werde ich nicht auf Frau Merkel anstoßen, sondern betrachte die Flasche als Trostpflaster.

      • Alles klar. Die Wette gilt.
        Dass Sie mal auf Frau Merkel wetten, hätte ich allerdings nicht gedacht … :-)))))))

      • Ich würde auch darauf wetten, dass Frau Merkel 2017 wieder zur Kanzlerin gewählt wird, wenngleich ich das noch viel schlimmer finde als ihren Wahlkreisgewinn. Aber ich halte es noch nicht für unmöglich, etwas dagegen zu tun. Außerdem zeigt der Wahlsieg von Herrn Trump, dass Umfragen täuschen bzw. für sehr unwahrscheinlich gehaltene Ereignisse doch eintreten können.

      • Klar wird IM Erika noch einmal Staatsratsvorsitzende. Da halte auch ich nicht dagegen. Fragt sich nur in welcher Koalition (ich tippe auf Kenia).

        Wenn sich AfD und DIE LINKE in zentralen Fragen einigen würden, könnte es allerdings auch zu einer sehr großen Überraschung kommen …

      • Gilt die 5% Hürde bezogen auf die Grundgesamtheit der gesamten Bundesrepublik überhaupt für die CSU?

      • Ja, doch mit drei Direktmandaten ist die Fünf-Prozent-Hürde nicht bindend. Allerdings ließe sich dann keine eigene Fraktion bilden. Innerhalb der Union ist mir deshalb eine stärkere CSU trotz allem lieber. Wenn z. B. die nächste Große Koalition zwingend auf die CSU angewiesen wäre, wäre das schon ein kleiner Fortschritt. Noch besser wäre es, wenn eine Große Koalition so klein wäre, dass sie keine eigene Mehrheit mehr hätte, sondern noch einen Partner bräuchte.

      • Wenn mich nicht alles täuscht, hat Bayern bei der Bundestagswahl 2017 46 Bundestagswahlkreise. Davon holt die CSU locker 40.

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