Münsteraner gegen verkaufsoffene Sonntage

Heute gab es in Münster nach einem Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid auf Antrag der gewerkschaftlichen und kirchlichen Initiative „Freier-Sonntag-Münster“ über die Frage, ob es in verschiedenen Gebieten insgesamt vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr bis 2019 geben darf (siehe hier). Grundsätzlich finde ich Volks- und Bürgerentscheide gut, auch wenn mir das Ergebnis nicht immer gefällt, so auch diesmal: „Bürger lehnen verkaufsoffene Sonntage ab“, und zwar mit 52,79 Prozent, wobei das Quorum von 25.000 Stimmen dafür erreicht wurde.

Vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr sind ohnehin nicht viel. Ein liberaler Gesetzgeber würde Händlern und Kunden gar nicht mehr vorschreiben, wann sie Läden öffnen und besuchen dürfen, wobei ich die Übertragung der Regelungskompetenz 2006 vom Bund auf die Länder und Kommunen begrüße. Das Recht und die Freiheit zum Öffnen und Besuchen von Geschäften implizieren keine Pflicht. Arbeitsrechtlich kann es durchaus sinnvoll sein, Arbeitnehmern die Sonntagsarbeit ebenfalls völlig freizustellen (und zwar unabhängig vom sonstigen Arbeitsverhältnis) und/oder Zuschläge für Sonntags- wie auch Nachtarbeit vorzusehen. Leider ist die Mehrheit der abstimmenden Münsteraner nicht so großzügig, sondern will anderen das Ein- und Verkaufen am Sonntag pauschal verbieten.

Heute war übrigens ein „verkaufsoffener Sonntag“ in Dortmund bzw. der Dortmunder Innenstadt. Meine Frau musste deshalb arbeiten (nicht nur ohne Zuschläge, sondern ohne jede zusätzliche Bezahlung, was jedoch spezifisch für Apotheker ist, die ohnehin regelmäßig Notdienst in der Nacht und an Sonn- wie Feiertagen leisten müssen). Wir sind also selbst betroffen, lassen uns davon aber das Familienleben nicht vermiesen, sondern meine Kinder und ich haben sie auf der Arbeit besucht und sind dann gemeinsam nach Hause gefahren.

24 Gedanken zu „Münsteraner gegen verkaufsoffene Sonntage

  1. „Ein liberaler Gesetzgeber würde Händlern und Kunden gar nicht mehr vorschreiben, wann sie Läden öffnen und besuchen dürfen…“

    Eben deswegen wählt auch keiner FDP mehr. Weil der jetzige Liberalismus nicht in der Lage ist, das große Ganze zu sehen, sondern den Menschen immer nur in seiner Vereinzelung begreift und ihn aktiv dahintreibt. Bei unbegrenzten Ladenöffnungszeiten würden die großen Ketten die Familienbetriebe über den Personalkostenfaktor aus dem Markt drängen.

    Ich erlebe das hier in Kanada, wo die Innenstädte häufig verwahrlost sind, weil die Ketten zuerst den Einzelhandel im Zentrum zerstört haben und dann in die Vorstadt in riesige, öde Einkaufs- und Parklandschaften abgewandert sein.

    Das will keiner in Deutschland haben, dem am Mittelstand und am Stadtbild gelegen ist. Wir sollten stolz auf unsere noch recht lebendigen Stadtzentren sein.

    Im übrigen hat der verkaufsfreie Sonntag eine soziale Funktion selbst für solche Leute, die nicht religiös sind. Als Familientag.

    Der Sonntag ist der einzige Tag in der Woche, der sich anders anfühlt. Freier, gemeischaftlicher, inniger. Das sollte auch so bleiben. Eine Gemeinschaft sollte mehr als die Summe von Individualinteressen sein, sonst ist sie bloßes Nebeneinander, „Gesellschaft“.

    Die Leute wollen aber Identität, Gemeinschaftsgefühl und Nestwärme. Nicht immer nur kalten Konsum. Das begreift aber der Liberalismus nicht mehr und der Libertarismus noch weniger, deswegen ist er sogar in den USA mittlerweile bedeutungslos.

    Die Münsteraner haben Verstand bewiesen und richtig entschieden.

    • Immerhin war knapp die Hälfte der Abstimmenden in Münster liberaler als Sie. Sie wollen anderen im Namen einer Gemeinschaft und des von Ihnen erkannten großen Ganzen Ihren Willen aufzwingen. Die großen Ketten dominieren aus verschiedenen Gründen bereits die Innenstädte, doch für kleine Familienbetriebe gibt es Nischen, z. B. im Unterlaufen des Sonntagsverkaufsverbots.

  2. Es ist schon gut und liberal, wenn die Menschen unmittelbar vor Ort ihre Angelegenheiten selber regeln können . Wenn die Münsteraner lieber einen kommerzfreien Sonntag wollen, die Dortmunder evtl. nicht, dann ist doch alles gut, Hauptsache die Bürger regeln ihre Belange endlich mal wieder selber. Mir persönlich ist es egal, ob die Geschäfte sonntags offen sind. Umgekehrt arbeite ich sonntags schon mal ganz gerne. Das würde ich mir ungerne verbieten lassen. Allerdings entfaltet meine Tätigkeit keine fühlbaren Auswirkungen für das öffentliche Leben.

    • Demokratische und möglichst dezentrale Entscheidungen sind besser als z. B. Vorgaben aus Brüssel. Trotzdem war in der Sache diese Entscheidung nicht liberal. Wenn man die Argumentation von Eurokandadier auf die Spitze treibt, müsste man auch uns die Sonntagsarbeit verbieten, das Internet und Fernsehen für alle abschalten etc.

      • Und wenn man ihre Argumentation auf die Spitze triebe, müsste man sich um gar nichts mehr scheren, dann macht jeder, was er will.

        Das ist allerdings eine Philosophie, die nur für Robinson Crusoe praktikabel wäre. Sobald Freitag zu ihm stoß, gab es eine Gemeinschaft und ab da an sollten Regeln des Zusammenlebens gelten, damit es funktioniert. Das ist das ureigene Wesen von Gemeinschaft – gemeinsame Regeln.

        Ich bin mir sicher, daß noch viel mehr Münsteraner gegen das Verwillkürlichen der Öffnungszeiten gestimmt hätten, wenn sie von den verlotterten Zentren kanadischer Mittelstädte gewußt hätten, die eine mittelbare Folge davon sind. Hier kann man am Sonntag einkaufen, dafür gähnen einen mitten im Zentrum Ramschläden und Bebauungslücken an. Wäre es das für Liberale wert?

      • Es ist tatsächlich die Grundidee des Liberalismus, dass jeder macht, was er will. Der Unterschied zu reinem Egoismus oder auch Absolutismus ist, dass wirklich jeder machen darf, was er will, nicht nur ich oder ein absoluter Herrscher auf Kosten anderer. Die Freiheit jedes Einzelnen wird also durch die entsprechende Freiheit der anderen begrenzt, weder früher noch später. Illiberale wie Sie nehmen sich hingegen die Freiheit heraus, die individuelle Freiheit von anderen willkürlich einzuschränken. Es soll z. B. nicht jeder selbst bestimmen dürfen, wann er was wo ein- und verkauft, sondern Sie wollen das für ihn entscheiden.

        Ich denke nicht, dass Innenstädte ausgerechnet wegen längerer Ladenöffnungszeiten veröden. Man kann durchaus mit Herrn Kampf argumentieren, dass Beschränkungen der erlaubten Ladenöffnungszeiten den Läden in den Innenstädten stärker schaden als Einkaufscentren auf der grünen Wiese oder gar dem Onlinehandel. Knappe Parkplätze sind z. B. ein Problem für die Innenstädte, welches durch längere und entzerrte Öffnungszeiten abgemildert wird. Für hohe Mieten gilt dasselbe. Doch selbst wenn es anders wäre, toppen für mich als Liberalen persönliche Präferenzen über die Gestaltung von Innenstädten nicht die individuelle Freiheit, dann und dort handeln zu dürfen, wo jemand es möchte.

    • Ich persönlich arbeite gerne nachts und auch sonntags. Ich bin recht froh, dass ich arbeiten kann, wann ich möchte. Trotzdem kann ich schon auch den sozialen Gedanken eines freien Sonntag verstehen. Irgendjemand muss ja arbeiten und das würde insbesondere Familien schwer belasten.

      Lange Öffnungszeiten sind essentiell um gegen den Online-Handel zu bestehen. Schlössen die Läden um 6 wie manchmal in anderen Ländern, ich würde verstärkt online einkaufen, auch wenn ich das sonst nicht tue. Die Öffnungszeiten müssen auf jeden Fall so gestaltet sein, dass man angenehm einkaufen kann, auch wenn man sehr viel arbeitet. Ob dafür allerdings der Sonntag notwendig ist? Ich weiß es nicht.

      • Wenn Sie gerne sonntags arbeiten, warum wollen Sie das dann anderen verbieten?

        Was ist schon notwendig? Noch bis 1996 mussten die Läden in Deutschland um 18.30 Uhr schließen. Damals ist auch niemand verhungert, doch Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Zumindest in NRW dürfen die Läden jetzt von Montag 0 Uhr bis Samstag 22 Uhr durchgehend geöffnet haben. Aber welcher Laden macht das schon? Ich kenne keinen. Die Freiheit zu etwas impliziert keinen Zwang, es auch unbedingt tun zu müssen.

      • Ich möchte es anderen nicht verbieten. Ich habe lediglich Verständnis für jene Stimmen, die aus sozialen Gründen den Sonntag arbeitsfrei halten möchten. Denn die Mitarbeiter müssen dann arbeiten – ob sie wollen oder nicht. Das bringt Probleme für das Familienleben mit sich, aber auch für zahlreiche Vereine, die auf dir arbeitsfreien Wochenenden ihrer Mitglieder angewiesen sind.

        Es gilt da also 2 Güter abzuwägen und ich denke, dass es richtig war darüber abzustimmen. Ich persönlich würde bei einer solchen Frage mit Enthaltung abstimmen. In meinem jetzigen jungen Alter würde ich ausschließlich profitieren, aber vor allem für Personen mittleren Alters kann das durchaus anders aussehen. Ich kann mit beidem leben.

      • Wie schon ausgeführt, lässt sich die Sonntagsarbeit sozial abfedern und sogar rein freiwillig gestalten. Außerdem arbeiten schon Millionen Menschen sonntags, insbesondere in der Freizeitgestaltung für andere, wozu der Einzelhandel zu großen Teilen auch gehört.

      • Warum sollen kleine mittelständische Betriebe eigentlich immer die Kosten und Folgen der Rundum-sorglos- und Komfortzonenmaximierungs-Pakete für Arbeitnehmer tragen?

        Gerade in Deutschland ist inzwischen ein Zustand erreicht, der wirklich zum Himmel stinkt. Während sich der Unternehmer über alles Mögliche den Kopf zerbrechen muss und obendrein von Fiskus und Behörden nach Strich und Faden ausgenommen und gegängelt wird, hat die Hängemattenmentalität vieler Arbeitnehmer längst ein selbst in der untergegangenen DDR nicht gekanntes Ausmaß erreicht.

        So wird das nichts mit der Verteidigung unseres Wohlstands gegen aufstrebende Schwellenländer. Von nichts kommt nichts, Leute!

  3. Ja – so ist das mit plebeszitären Elementen bei politischen Entscheidungen: Auch die muss man dann hinnehmen. Ich hätte es mir für Münster, einer Verwaltungs- und Studentenstadt fast denken können. Eine gewisse Distanz zu Leistung ist ja in solchem Milieu häufig anzutreffen. Hauptsache die Studentenkneipen bleiben geöffnet.
    Mein Mistrauen ist sofort vorhanden, wenn Verdi (hier stellvertretend für die Gewerkschaften) und Kirchen zusammen den Ladenschluss verteidigen. Das haben sie früher schon getan, als man sich bis 18:30 abhetzten musste, um den Kühlschrank noch zu füllen.
    Belebte Städte sind einfach auch am Sonntag schöner, als wenn die Hunde mit eingezogenem Schwanz durch die menschenleeren Straßen schleichen. Ich kenne das belebende Treiben aus Südostasien. Die Ironie der Geschichte ist, dass das Ausbluten der Innenstädte so noch gefördert wird. Ein größeres Geschenk konnnten die Kirchen, Verdi und die paar Konsumverweigerer Amazon gar nicht machen: Ein Sonntag mit geschlossenen Läden, wo ich den Browser meines Tablets nutzen kann und im Zweifel am Dienstag die Ware zu Haus habe. Es ist schon ein gewisser Anachronismus, wenn eine Stadt Erwachsenen bestimmte Verhaltensweisen isoliert vorschreibt, während man sich parallel in der ganzen Welt informieren kann und dabei wie selbstverständlich alle Services in Anspruch nimmt, die eben rund um die Uhr da sein müssen. Die Entscheidung von Münster ist für mich eine rückwärtsgewandte „Trump’sche“ Haltung: Make the unions and the church great again!

  4. Was mich nicht wundert sind rel. wenige Menschen die sich dafuer geaussert haben. Wenn man beobachtet wie in Innenstaedten gute Einzelhandelsgeschaefte ueber Jahre verschwinden muss sich fragen ob Restriktionen um diese Jahreszeit nicht kontraproduktiv wirken? Es gibt noch in Deutschland s.g. arbeitende Bevoelkerung und Geschaeftsinhaber die moechten einkaufen und musessen verkaufen! Verkaufspersonal und Gewerkschaften agieren gegen Arbeitnehmer!

  5. Es sollte jedem Händler selbst überlassen bleiben, wie er seine Öffnungszeiten handhabt. Dass in Ländern wie Deutschland immer eine (und sei es noch so knappe) Mehrheit allen anderen ihren Willen aufzwingen möchte, ist weder liberal noch wirklich demokratisch.

    • Was ist an dem Bürgerentscheid nicht demokratisch? Leider ist die Mehrheit in Deutschland nicht liberal, weder im Großen noch im Kleinen, so dass politisches Geschick gefragt ist, um möglichst viel individuelle Freiheit zu bewahren und zurückzuerobern. Immerhin wird der Ladenschluss nicht mehr so stark restringiert wie noch vor zehn Jahren.

      • Warum entscheiden überhaupt Dritte darüber, wann ein Händler seinen Laden öffnen dürfen soll und wann nicht? Das ist doch völlige Bevormundung.

  6. @ Michael Meister
    Diese Entscheidung wird von Verantwortungsbewußtsein gegenüber den Beschäftigten getragen, die sich gegen einen Dispositionszeitraum über 7 Tage in der Woche bei langen täglichen Dispositionszeiten nicht wehren können- also hier die im Handel Tätigen, die bekanntlich besonderem Druck ausgesetzt sind. Dass anderenorts diese Belastungen auch gegeben sind, halte ich für kein Gegenargument.

    • @Genosse Berger

      Es gibt sicher auch in Münster genügend Einzelhandelsgeschäfte, in denen der Inhaber selbst mit seinen Angehörigen die Kundschaft bedient. Wollen Sie diesen hart für ihr Geld (also ihre ein bis zwei verbleibenden Zehnt) und acht bis neun Zehnt Abgaben für die Umverteilungsempfänger arbeitenden Menschen tatsächlich auch noch vorschreiben, wann sie arbeiten dürfen und wann nicht?

    • Es sollte immer der geringst-, nicht der größtmögliche Freiheitseingriff gewählt werden, um ein Ziel zu erreichen. Warum kämpfen die Gewerkschaften gegen die Ladenöffnung statt für echte Freiwilligkeit bei den Beschäftigten? Niemand sollte zur Sonntagsarbeit gezwungen werden können, was dann auch die Löhne für die erhöht, die dann doch arbeiten wollen.

  7. Längere Öffnungszeiten und verkaufsoffene Sonntage zählen zum Kundenservice.

    Höhere Umsätze wurden dadurch bis dato nicht generiert, es kam nur zu einer Verlagerung. Eine offizielle Statistik hierzu konnte ich nicht finden. Die Aussage basiert auf Publikationen in diversen Handelsmedien.
    Gestiegene Betriebskosten sind jedoch die Folge dieses Kundenservice. Aufgrund des höheren Personalbedarfs werden im Handel vermehrt Teilzeitkräfte anstelle von Vollzeitkräften beschäftigt. Das geht zu Lasten der Löhne der einzelnen Verkäufer und Verkäuferinnen.

    Ist es wirklich ökonomisch sinnvoll wenn zwar mehr Kundenservice geboten wird, es aber nicht zu höheren Umsätzen sondern nur zu höheren Betriebskosten führt und durch geringere Löhne die Kaufkraft des Verkaufspersonals abnimmt?

    • Es ist davon auszugehen, dass die Umsätze steigen, zumindest für die Händler, die ihre Öffnungszeiten anpassen, da sie es sonst nicht täten und auch nicht weniger Regulierung fordern würden. Belastbare empirische Zahlen sind allerdings schwer zu bekommen, weil es zugleich viele andere Entwicklungen gab wie den Aufstieg der Onlinehändler, so dass das Halten oder sogar das langsamere Schrumpfen der Umsätze im stationären Handel bereits ein Erfolg sein kann.

      Es ist ein Widerspruch, dass gleichzeitig die Betriebskosten wegen des höheren Personalbedarfs steigen und die Lohnsumme der im Handel Beschäftigten sinken sollen. Höhere Personalkosten führen zu höheren Löhnen, wenn auch nicht 1:1 wegen Steuern und Sozialabgaben (wobei mehr Teilzeitarbeit den Steueranteil verringern würde). Öffnungszeiten mitten in der Nacht erfordern ggf. sehr wenig Personal. Schließlich müssen die Öffnungszeiten auch gar nicht zunehmen, sondern können einfach kundenfreundlicher werden, indem sie z. B. vom Morgen auf den Abend oder Sonntag verlagert werden.

      • Aus Kundensicht sind sehr individuelle Öffnungszeiten des Einzelhandels nicht von Vorteil, da in der Regel Bedarfsdeckung gebündelt erfolgt. Aus Sicht der Beschäftigten sind sie ungünstig, weil sich soziale Kontakte schwer planen lassen. Es kann schon sein, dass Familienbetriebe im Einzelfall profitieren- dann aber mit unerwünschten Wettbewerbsvorteilen gegenüber Geschäftsinhabern, die ihrer sozialen Verantwortung nachkommen. Kunden, die an anderer Stelle ja betroffene Arbeitnehmer sein können, teilen diese Sicht offensichtlich, wie Münster beweist.

      • Es gibt doch schon 20 Jahre Erfahrung mit zunehmender Lockerung des Ladenschlussgesetzes. Es öffnen nicht alle Läden chaotisch und unkoordiniert. Konkret ging es auch nur um vier verkaufsoffene Sonntage in verschiedenen Stadtteilen. Da öffnen dann die meisten Läden und kommen Tausende Kunden, wenn man es ihnen erlaubt. Sonst surfen sie eben im Internet oder kommen nach Dortmund.

  8. Auch ich bin für Volksentscheide, selbst dann, wenn mir persönlich das Ergebnis nicht passt. Nach einigen Jahren kann ja ein neuer Volksentscheid zu einen anderen Ergebnis kommen.

    Ich könnte mit dem Ergebnis aber trotzdem ganz gut leben, denn die meisten Geschäfte haben heute Wochentags bis 21.00 oder 22.00 Uhr und auch Samstags in der Regel lange geöffnet. Als Christ bin ich zudem dafür, dass der Sonntag nicht zu einem ganz normalen Tag verkommt.

    Grundsätzlich bin ich aber gegen gesetzlich reglementierte Ladenöffnungszeiten und möchte, dass der Inhaber darüber nach den Wünschen seiner Kunden selbst entscheidet. Ganz im Gegensatz zu Deutschland, haben in England die meisten Tante-Emma-Läden überlebt. Es gibt dort nämlich keinen gesetzlichen Ladenschluss. Die Mitarbeiter der großen Handelsketten hingegen sind gewerkschaftlich stark organisiert und lehnen die Arbeit nach 18.00 Uhr im Einzelhandel ab. In den Tante-Emma-Läden aber arbeiten in der Regel Familienangehörige, die die Gewerkschaft nicht interessiert. So regelt sich vieles an der Basis von selbst.

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