Bundesregierung warnt vor Altersarmut, statt sie zu bekämpfen

Ausgerechnet die Bundesregierung warnt: „Die Rente allein wird oft nicht mehr reichen“. Die Menschen sollen mehr privat vorsorgen. Doch gerade Geringverdienern, die später die kleinsten Renten bekommen werden, fällt das schwer. Wer ohnehin unterhalb der staatlichen Grundsicherung bleiben wird, kann sich das Sparen sparen. Doch auch sonst ist reines Sparen unattraktiv durch die Minizinsen, an denen die Bundesregierung eine große Mitverantwortung trägt und von denen sie beim eigenen Schuldendienst profitiert. Für bessere, aber auch riskantere Anlageformen fehlen wiederum vor allem den Geringverdienern die Kenntnisse und der Mut. Diese haben sich aber auch nicht das Rentensystem ausgedacht, in das sie zwangsweise einzahlen müssen, sondern dessen Ausgestaltung liegt in der Verantwortung derselben Politiker, die jetzt vor dessen Mängeln warnen.

Die Ausdehnung der Rentenversicherungspflicht auf Selbständige und Beamte und höhere Einkommen durch Erhöhung oder sogar Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze würde kurzfristig helfen, doch zugleich auch entsprechend höhere Rentenansprüche schaffen, die gerade dann befriedigt werden müssen, wenn die echten Probleme anfangen. Denn momentan sind die geburtenstarken Jahrgänge noch gar nicht in Rente, sondern auf der Seite der Beitragszahler. Dass der Staat noch höhere Zuschüsse zur Rente zahlt, ist auch nicht in Ordnung, weil nicht alle Steuerzahler davon profitieren, denen unsere Regierung auch noch ganz andere Lasten willkürlich aufbürdet. Außerdem werden die grundlegenden Probleme der Finanzierung und (vor allem zukünftig drohenden) Altersarmut dadurch nicht gelöst.

Ich verweise auf meine ‚Überlegungen zur Rentenreform‘. Am besten und sichersten ist eine Mischung aus verschiedenen Finanzierungs- und Vorsorgeformen. Eine steuerfinanzierte Grundrente könnte dabei zugleich Altersarmut bekämpfen und Anreize zur Altersvorsorge auch für Geringverdiener schaffen. Wichtig ist außerdem ein weiteres Wirtschaftswachstum, wodurch die Rentner absolut mehr bekommen, selbst wenn es relativ zu den steigenden Löhnen weniger werden sollte (siehe ‚Demographie und steigende Produktivität‘). Schließlich würde die Wiedereinführung der D-Mark die Kaufkraft für alle und damit auch die Rentner steigern bzw. auf das uns lange vorenthaltene Niveau zurückbringen.

95 Gedanken zu „Bundesregierung warnt vor Altersarmut, statt sie zu bekämpfen

  1. Wo sehen Sie das Problem, wenn auch Selbständige, Freiberufler und Beamte ohne Beitragsbemessungsgrenze für eine, in der Auszahlungshöhe gedeckelte Mindestrente zahlen sollen?
    Österreich, Schweiz, selbst in den USA sind Zahlungen in die gesetzliche Rente für alle verpflichtend.

    • Wenn alle für eine gedeckelte Rente beliebig hohe Beiträge zahlen müssen, handelt es sich um eine Rentensteuer. Vielleicht wäre diese ehrlicher, macht aber auch transparent, dass der Steuer- und Abgabensatz für viele weit über 50 % liegt und an der Grenze über Zweidrittel (was in der Schweiz mit so einem Rentensystem nicht der Fall ist). Die Grundfehler des Systems werden nicht beseitigt, sondern nur kurzfristig steigen die Einnahmen schneller als die Ausgaben, nämlich bis die zusätzlichen Beitragszahler zu Rentenempfängern werden. Dabei liegen die echten Rentenprobleme erst in der Zukunft, würden dadurch also noch verschärft.

      Der Übergang für die Beamten ist ebenfalls nicht einfach. Sollten die Pensionäre sofort zu Rentenempfängern werden oder der Staat jetzt doppelt zahlen, nämlich Pensionen für die Pensionäre und Rentenbeiträge für die aktiven Beamten? Auf jeden Fall wäre eine Grundgesetzänderung nötig und die heutigen Pensionäre und Beamten genießen Bestandsschutz, dürften also keine Rente unterhalb ihrer heutigen Pensionsansprüche bekommen.

  2. Die verantwortungslose Beibehaltung des 1957 mit der sechsten Rentenreform unter Adenauer eingeführten „Generationenvertrags“ über den Pillenknick hinaus ist das Paradebeispiel für die völlige Inkompetenz meherer Generationen sogenannter „Volksvertreter“.

    Statt das Rentensystem endlich mit harten Schnitten zu reformieren, werden immerzu nur Löcher gestopft, indem die Abgaben erhöht werden. Letzteres betrifft spätestens seit der so genannten „Wiedervereinigung“ zunehmend Menschen, die gar nicht von dieser asozialen Umverteilung partizipieren können, nämlich Selbständige (siehe „Energiesteuer“, vormals „Ökosteuer“ zur Finanzierung der Ostrenten für Rentner, die selbst nichts zum Rentensystem beigetragen haben).

    Was uns die Generation unserer Eltern und Großeltern durch diese hemmungslose Selbstbedienung zu Lasten künftiger Generationen hinterlässt, dürfte beispiellos in der Menschheitsgeschichte sein und zeigt auf, wie menschenverachtend der so genannte „Sozialismus“ in Wahrheit ist.

  3. Beinahe schlimmer als die Altersarmut ist die mangelhafte Absicherung im Falle von Berufsunfähigkeit.

    1. Wenn der Bürger Geringverdiener ist, dann ist die mangelhafte soziale Absicherung dann ein Desaster, wenn er z.B. aufgrund Erbschaft oder Schenkung oder einem früheren höheren Einkommen ein Eigenheim erlangt hat, welches nunmehr entweder aufgrund der ALG-II- / Grundsicherungs-Bestimmungen ggf. als übermäßiges Vermögen aufzulösen ist oder welches er aufgrund der ALG-II-Mietzuschüsse nicht halten kann.

    Wenn der Geringverdiener ALG-II-Sätze verdient, dann spielt der Übergang in die Sozialleistung nur psychologisch eine Rolle.

    2. Wenn der Bürger Durchschnitts- oder Gutverdiener ist, dann hängt sein Altersvorsorge insb. davon ab, ob er eine Familie unterhielt. Ist letztere der Fall, dann ist die Altersvorsorge im Regelfall zu kurz gekommen. Das dafür notwendige Geld wurde dann in die Familie investiert.

    3. Wird Durchschnitts- oder Gutverdiener in der Erwerbszeit berufsunfähig und erhält keine oder nur eine unzureichende Erwerbsminderungsrechte, entweder weil die Ansprüche gegen die gesetzliche Rentenversicherungsanstalt zu spärlich ausfallen oder weil er nicht den Nachweis führen kann, keine vier oder weniger Stunden arbeiten zu können, dann kann es ihm blühen, dass er Altersvorsorgevermögen aufbrauchen muss und von ALG-II dann in die Grundsicherung fällt.

    Außerdem sind dann das Einkommensgefälle und der soziale Abstieg extrem. Je höher das Einkommen ist desto größer ist der Absturz.

    Gerade die besonders durch Berufsunfähigkeit betroffenen Berufsgruppen können sich eine Berufsunfähigkeitsabsicherung am wenigstens leisten. Dies sind insbesondere Berufe des Handwerks. Sie werden zumeist schlecht oder durchschnittlich bezahlt und die Beiträge sind umgekehrt wegen der hohen Risikoeinstufung sehr hoch.

    Insgesamt ist die Bereitschaft, die Arbeitskraft abzusichern ohnehin wenig ausgeprägt. Der Armutseintritt im Falle der Berufsunfähigkeit ist letztlich Regelfall.

    4. Eine weitere Lücke in der Sozialversorgung sollte auch nicht übersehen werden. Die sog. große Witwenrente wird den Hausfrauen in der Erwerbszeit im Regelfall nur solange gezahlt wie sie ihr minderjähriges Kind erziehen.

    Gerade Hausfrauen, die recht früh Kinder bekommen, können ein böses Erwachen erleben, wenn ihr Mann verstirbt, bevor sie 47 Jahre alt sind und die Kinder volljährig werden; zumal die Witwenrente ohnehin nicht gerade üppig ist.

  4. Was halten Sie von dem Argument Ihres Kollegen Prof. Raffelhüschen gegen eine Art Bürgerrentenversicherung? Er hat darauf hingewiesen, dass mit der Übernahme der Beamten und der Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung eine Altersgruppe aufgenommen wird, die im Schnitt 10 Jahre älter ist als der Durchschnitt der jetzigen Rentenversicherten,
    d.h. dass in kürzester Zeit hier erhebliche Mehrausgaben anfielen.
    Prof. Raffelhüschen sprach bei diesem Vorschlag ausdrücklich von Schafs- oder Hohlköpfen.

    Etwas anderes wäre es sicher, wenn man analog dem AHV-Modell hier die Beitragsbemessungsgrenze aufheben würde bei gleichzeitiger Begrenzung der Rentenhöhe.
    Das AHV-Modell ist aber in der Schweiz eigentlich schon gescheitert, und ist nur mit etwa 10% Abgabenhöhe erträglich, weil die allgemeine Besteuerung je nach Kanton bei 25-35% endet. Bei uns kämen wir dann tatsächlich auf Belastungen a la Michael Meister.

    Ich bin wie schon an dieser Stelle bekundet, dafür, die Rentenhöhen zu komprimieren, man muss aber dem Volk dann reinen Wein einschenken.
    Eine steuerfinanzierte Grundrente habe ich schon vor Jahrzenten in der ärztlichen Öffentlichkeit vertreten, die bevorstehenden Pleiten mehrerer ärztlichen Versorgungswerke zeigt ja auch in diese Richtung.
    http://www.wiwo.de/my/finanzen/vorsorge/versorgungswerke-unter-druck-schwache-rente-fuer-aerzte-anwaelte-architekten/14515468.html

    Auf kurze Frist ist allerdings kein Rentenversorgungssystem umzustellen.
    Die Selbstständigen zahlen ja auch aus ihren nicht unerheblichen Einkommenssteuern ohne eigenen Rentenanspruch (!) bis zu einem Drittel der Renten anderer Leute, was bei einer Bürgerversicherung zweifellos Erleichterung bringen würde. Ein Zuschlag von 10 bis 20 % des Erwerbseinkommens ohne Arbeitgeberanteil wäre für viele Selbstständige und Freiberuflern sicherlich ruinös – womit der Staat mal wieder 100% von nichts bekäme.

    Unsere Bundesregierung hat zwar die Steuerhoheit, (wie sich jetzt auch an der Verlegung von Kampfpanzern nach Litauen zeigt und Elmar Broks Vorschlag, Flugabwehrraketen gegen russische Jets in Syrien aufzustellen, also die Gefahr des Dritten Weltkriegs zu riskieren).
    Aber es gibt auch Rechtsprechungen des Bundesverfassungsgerichts, dass diese Steuerhoheit insofern eingeschränkt ist, als dass wesentliche Zweckentfremdungen (nicht operationalisiert bis jetzt) eigentlich nicht zulässig sind. Damit dürfte die Subventionierung der gesetzlichen Rentenversicherungen aus Einkommenssteuermitteln irgendwo eine Grenze haben.

    • Die Ausdehnung des bestehenden Rentensystems auf alle halte ich für keine gute Idee, gerade weil das System schwere Mängel hat, die dadurch nicht kleiner, sondern noch größer würden. Eine steuerfinanzierte Grundrente würde hingegen von allen Steuerzahlern finanziert und käme grundsätzlich allen zugute, wobei durch partielle Anrechnung vor allem ärmere, aber nicht ganz arme Menschen davon profitieren.

      Wenn Beamte und Selbständige durchschnittlich älter sind als normale Arbeitnehmer, ist das für die Rentenversicherung doch nur dann ein Problem, wenn wie bei der Wiedervereinigung ganz neue Rentenansprüche für fiktive Beitragszahlungen geschaffen werden. Besser wäre ein gleitender Übergang, bei dem ab einem Stichtag Rentenbeiträge gezahlt und nur für diese dann tatsächlich gezahlten Beiträge auch Rentenansprüche entstehen. Dann ist die Altersstruktur (fast) egal. Gerade weil jede vernünftige Umstellung lange dauert, muss man diese jetzt diskutieren und dann umzusetzen beginnen, statt weiter auf was auch immer zu warten.

      Steuern werden gerade nicht mit Zweckbindung erhoben. Also dürfte eine rein steuerfinanzierte Altersversorgung möglich sein. Umgekehrt ist es nicht zulässig, Rentenbeiträge beliebig zweckzuentfremden.

    • Prof. Raffelhüschen ist gegen eine Übernahme von Beamten in Kranken- und Rentenversicherung. Seine Argumente sind in seiner Logik sicherlich stichhaltig, die kurz- und mittelfristigen Wirkungen sind schlecht, da Beamte alt sind, noch älter werden und zudem ziemlich teuer sind. Im Rahmen der Krankenversicherung argumentiert Raffelhüschen lediglich aus Sicht der sozialen Versicherungssysteme, die damit neue Lasten bekämen. Allerdings liegt mir diese Sicht fern. Ob nun das Land oder der Bund (je nach Beamtenstatus) die Beihilfe zur Privatversicherung bezahlt und damit der Steuerzahler oder das über die Sozialsysteme geschieht, ist gesamtgesellschaftlich gesehen letztendlich egal. D.h. auch wenn es für die Sozialsysteme kurzfristig negativ sein kann (unheimlich viele sehr teure und kranke Pensionäre), führt eigentlich kein Weg daran vorbei, nicht zuletzt da die Beihilfesätze enorm noch sind.

      Langfristig ist jedoch eine Bürgerversicherung für Renten- und Krankenversicherung goldrichtig. Diese Sicherung kann aber lediglich eine Grundsicherung beinhalten, alles darüber hinaus muss privat vorgesorgt werden – das Modell der Schweiz eben.

      • Ich habe vergessen zu erwähnen, dass diese Bürgerversicherung selbstverständlich steuerfinanziert sein müsste. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich 2 parallele Systeme zu halten und diese dann auch noch zu mischen. Auch ist Steuerfinanzierung gerechter – der Reiche zahlt mehr für einen sozialen Auftrag (es wird schließlich lediglich die Grundsicherung sozial abgedeckt). Diese Grundsicherung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die sozial, also über Steuern abgedeckt werden muss, zu der jeder und jede Art von Einkommen beitragen muss. Das Versicherungsprinzip kann dann marktwirtschaftlich für weitergehende Versicherungswünsche greifen.

      • Es kann durchaus sinnvoll sein, mehrere Säulen bei der Rentenversicherung gleichzeitig zu haben. Zumindest für den Übergang ist es fast zwingend, einfach weil so viele Rentenansprüche existieren.

      • Für den Übergang mag das sinnvoll sein, aber nicht langfristig. Es gilt unnötige Bürokratie zu verhindern, Verständlichkeit zu schaffen und Gerechtigkeit zu erzeugen. Deshalb mein Prinzip: Analog zur Sozialhilfe/Hartz 4: Eine Grundsicherung ist eine solidarische Aufgabe der Gesellschaft, hier zählt das Leistungsprinzip. Das kann nur durch das Steuersystem und zwar ohne Beitragsbemessungsgrenze hergestellt werden. Was aber über diese Grundsicherung hinausgeht, ist Privatsache der Individuen. Hier hat sich der Staat nicht einzumischen.

      • Der Staat sollte niemanden zwingen, über eine Grundsicherung hinaus für andere oder auch sich selbst aufkommen zu müssen. Das schließt aber nicht aus, dass der Staat ein darüber hinausgehendes dann freiwilliges Rentensystem organisiert und absichert, was für private Anbieter schwieriger und für deren Kunden unsicherer ist.

      • Was der Staat anpackt, funktioniert niemals so gut, wie wenn es dem freien Markt oder – noch besser – gleich den Betroffenen selbst überlassen wird. Der Missbrauch durch den Staat selbst ist doch heute schon gang und gäbe. Wie weit wollen sie das Tor für die Zweckentfremdung von Steuern und Abgaben denn noch öffnen?

      • Manche Dinge funktionieren auf völlig freien und unregulierten Märkten nicht (gut). Das bedeutet aber nicht, dass jeder Staatseingriff gleichermaßen sinnvoll wäre. Genau darum geht es doch in der Politik, die Grenzen und Art der Staatstätigkeit zu bestimmen. Ihre libertäre bis anarchistische Ablehnung des Staates insgesamt ist letztlich unpolitisch.

      • Ich lehne den Staat nicht per se ab. Aber die Zuständigkeiten des Staates müssen endlich auf das wirklich Notwendige zurückgefahren werden. Dann genügt auch ein (nicht progressiver) Einheitssteuersatz von 8 oder 10% auf alle Einkommenswarten und gut ist´s. Andere Staaten schaffen das schließlich auch.

      • „Nein, das schafft kein größerer vergleichsweise entwickelter Staat.“

        Genau das ist doch der Punkt!
        Je größer ein Staat, desto ineffizienter. Das ist aber keine begrüßenswerte „Entwicklung“, sondern ihr exaktes Gegenteil.

      • Der Vergleich „klein“ und „arm“ hinkt. Arme Länder werden doch nicht dadurch wirtschaftlich erfolgreicher, dass man sie vergrößert.

      • Das war kein Vergleich, sondern sind zwei verschiedene Gründe für geringe Staatsquoten. Im Übrigen haben größere Staaten wirtschaftliche (und militärische) Vorteile, aber irgendwann politische und soziale Nachteile, was zu einer optimalen Staatsgröße führt.

      • Diese „wirtschaftlichen Vorteile“ dienen nur Großkonzernen und -banken, nicht dem Mittelstand und seinen Beschäftigten. Ganz besonders nicht in Staaten wie Deutschland, Frankreich oder Italien, die eindeutig zu groß sind und nicht die „optimale Staatsgröße“ haben. Und worin der militärische Vorteil einer maroden Bundeswehr mit überwiegend schrottreifem Gerät liegen soll, erschließt sich mir auch nicht.

      • Deutschland und Frankreich sind nicht zu groß, bei Italien bin ich nicht ganz sicher. Vereinigte Staaten von Europa wären viel zu groß, wobei es weniger auf die absolute Größe ankommt als auf den inneren Zusammenhalt. Wenn alle Bayern wie Sie die Bundesrepublik Deutschland verlassen wollten, müsste man darüber nachdenken, doch tatsächlich ist das nicht der Fall.

      • Frankreich ist schon lange ein Zentralstaat und hat eine völlig andere Geschichte als Deutschland. Deutschland hat sich – ähnlich wie die heute Italien genannte Halbinsel – auf Grund seiner Topographie föderalistisch entwickelt. Die Fürstentümer standen in einem gesunden Wettbewerb zueinander und brachten entsprechende Leistungen hervor, die aber kein gesamt“deutscher“ oder „italienischer“ Verdienst sind, sondern ein Verdienst der einzelnen Regionen.

        Ich bin mir nicht sicher, ob sie Bayern richtig einschätzen können. Der Boden für einen Austritt Bayerns aus der Merkelschen Bananenrepublik wird immer fruchtbarer … 😉

      • Deutschland wurde erst durch seinen Zusammenschluss stark, vielleicht zu stark mit den bekannten üblen Folgen. Wie großartig sich die Bayern gegen Frau Merkel durchsetzen, sehen wir doch am Rumgeeiere der CSU.

      • Dieses Herumgeeiere wird die CSU 2018 ihre komfortable absolute Mehrheit im bayerischen Landtag kosten.

        Wollen wir wetten?

      • Eine reelle Chancen für die AfD Bayern, mit der CSU die nächste Landesregierung zu bilden … 🙂

      • Warten wir es ab.
        Was möchten Sie als Wetteinsatz verlieren?

      • Ich wette 1.000 Euro, dass es nach der nächsten Landtagswahl in Bayern nicht zu einer CSU-AfD-Regierung dort kommt. Wollen Sie noch auf einen Wahlsieg von Donald Trump wetten?

      • Sie sind mutig. Die 1.000 – Euro-Wette würden Sie sehr wahrscheinlich verlieren, daher halte ich es für unmoralisch ein Wettangebot in derartiger Höhe anzunehmen. Ich denke, wir sollten einen sozialverträglicheren Wetteinsatz festlegen.

        Bezüglich Donald Trump und Hillary Clinton traue ich mir nach wie vor keine Prognose zu. Das wäre die reinste Lotterie. Vernünftige Menschen spielen nicht Lotto.

      • Was sind denn das für Rationalisierungen Ihrer Feigheit? Ich kann es mir durchaus leisten, 1.000 Euro zu riskieren. Das Hauptrisiko ist ohnehin nicht, dass ich diese Wette verliere, sondern dass Sie dann nicht zahlen wollen.

        Vernünftige Menschen spielen deshalb kein Lotto, weil Staat und Lottogesellschaft die Hälfte der Einsätze einsacken. Unsere Wetteinsätze sind hingegen steuerfrei und werden ohne Abzug ausgeschüttet. Der Grund, warum rationale Menschen nicht mit anderen rationalen Menschen wetten sollten, ist ein anderer, nämlich dass die eigene Überzeugung durch das Überzeugtsein des Wettgegners relativiert wird. Gerade bei Zufallsereignissen gilt das nicht, weshalb man über diese besser wetten kann als z. B. über bereits feststehende Fakten.

      • Sie werden auch künftig nicht erleben, dass ich Wettschulden nicht begleiche.

        Von „bereits feststehenden Faktoren“ kann bei der bayerischen Landtagswahl 2018 allerdings nicht die Rede sein. Die Wahl findet erst in zwei Jahren statt. Wer weiß, was bis dahin noch so alles passiert?

        Zum Beispiel könnte die Bayernpartei aus ihrem Tiefschlaf erwachen und den bayerischen Wählern bewusst machen, dass http://freiheit-fuer-bayern.de/ der bessere Weg ist, als Zahlmeister der Merkelschen Bananenrepublik zu sein … allerdings wäre mir ein Austritt Bayerns aus der Bundesrepublik Deutschland den angebotenen Wetteinsatz mehr als wert.

      • Gerade die Unsicherheit erlaubt doch vernünftige Wetten, bei denen jeder eine Chance hat. Meinetwegen erweitere ich die Gewinnmöglichkeiten für Sie um die Bayernpartei: Ich wette, dass es im Anschluss (also als erste gebildete Regierung ohne Neuwahlen) an die nächste bayerische Landtagswahl weder eine CSU-AfD-Regierung noch eine Regierungsbeteiligung (mit wem auch immer) der Bayernpartei geben wird.

      • Mit wem wird die CSU Ihrer Meinung nach 2018 in Bayern koalieren?

      • Da gibt es viele Möglichkeiten, z. B. wieder die FDP, die Freien Wähler, SPD, selbst Grüne oder CDU. Auch eine erneute absolute Mehrheit halte ich nicht für völlig ausgeschlossen. Es hängt vor allem von der Entwicklung im Bund ab und wie sich die CSU dazu positioniert.

      • Die CDU scheidet aus, da sie in Bayern gar nicht antritt.

        Freie Wähler und FDP sind Kandidaten für das Scheitern an der 5%-Hürde und würden der CSU selbst wenn sie diese reissen 2018 höchstwahrscheinlich nicht mehr zur absoluten Mehrheit gereichen.

        Wenn sich die CSU in Bayern mit der SPD oder den Grünen ins Bett legt, verspielt sie bei den konservativen Wählern (und auf die kommt es für die CSU an) ihre Glaubwürdigkeit.

        Der CSU bleibt 2018 in Bayern nur die Koalition mit der AfD. Jedenfalls, wenn sie die absolute Mehrheit verfehlt.

      • Dann gehen Sie doch einfach auf die angebotene Wette ein. Der Wetteinsatz müssen auch nicht 1.000 Euro sein, wenn Sie sich nicht trauen, sondern z. B. wieder eine Flasche Champagner.

      • Haben wir nicht noch irgendeine (noch offene) Wette um eine ganze Kiste Champagner (12 Fl.) laufen? Wer soll den ganzen Champagner trinken? 😉

      • Wir haben noch diese Wette um eine Flasche Champagner offen. Wenn Sie jetzt einschlagen, kann ich übrigens nicht verlieren, sondern nur gewinnen, da die CSU bei einer absoluten Mehrheit ganz sicher nicht mit der AfD koalieren wird.

      • Bei einer absoluten Mehrheit der CSU (Landtagswahl 2018) braucht die CSU keinen Koalitionspartner und ich gewinne eine Flasche Champagner. Verliert die CSU ihre absolute Mehrheit im bayerischen Landtag, gewinnen Sie eine Flasche Champagner. Das ist die bisherige Wette.

        Nun wollen Sie im Falle des Verlustes der absoluten Mehrheit der CSU zusätzlich darauf wetten, dass der Koalitionspartner der CSU weder AfD noch Bayernpartei werden.

        Was wäre (mal rein hypothetisch), wenn die CSU gar nicht mehr oder nur noch als Juniorpartner an der bayerischen Landesregierung beteiligt wäre?

      • Dann würde ich die Wetten gewinnen (außer wenn die CSU Juniorpartner der AfD würde, was ich aber für ausgeschlossen halte, oder die Bayern-Partei einer anderen Regierung angehört). Allerdings gehe ich davon aus, dass die CSU in Bayern so wie die CDU im Bund relativ stärkste Partei bleibt, ohne die sich gerade wegen der AfD keine Koalition zimmern lässt.

      • Dass die CSU in Bayern stärkste Partei bleibt, ist nach momentaner Lage natürlich sehr wahrscheinlich. Aber in zwei Jahren kann viel passieren. Möglicherweise steht dann bereits ein „antiislamistischer Schutzwall“ um die gesamte DDR 2.0 XL, damit sich potentielle Leistungsträger dem Steuer- und Abgaben-Zugriff der Staatskrake nicht mehr durch Republikflucht entziehen können?

        Ja, ja, ich weiß: „Niemand hat vor, eine Mauer zu bauen“ …

        Ich glaube aber, dass es momentan einfach noch zu früh für die angebotene Wette ist.

      • Sie sind einfach zu feige, insbesondere da Sie schon eine Wette für dieses Ereignis in zwei Jahren eingegangen sind. Allerdings sind Ihre beiden Positionen miteinander unverträglich, so dass es in der Tat irrational wäre, auf beide zugleich zu wetten, was auch immer man erwartet.

      • Mit Feigheit hat das nichts zu tun. Aber ich bin kein Masochist!

        Ihr momentanes Wettangebot wäre aber für mich a) irrational, da sich die Wetten (gleichen Wetteinsatz vorausgesetzt) für mich bestenfalls aufheben und b) kann wirklich noch sehr viel heute nicht Vermutetets passieren bis 2018. Zum Beispiel das hier: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_79391036/dietmar-bartsch-stellt-spd-sturz-von-angela-merkel-in-aussicht-.html

      • Bei meinen Wettangeboten geht es mir doch gar nicht um die Wetten oder Wetteinsätze, sondern um das Bloßstellen Ihrer vollmündigen Behauptungen, zu denen Sie nicht stehen wollen, wenn es ernst wird. Wieso behaupten Sie stets Sachen mit voller Überzeugung, die Ihnen dann viel zu unsicher erscheinen oder anderen ebenso vorgetragenen Behauptungen widersprechen?

      • Die Erde ist keine Scheibe, lieber Herr Dilger und zudem dreht sie sich jeden Tag einmal um ihre eigene Achse. Daher gehe ich nicht auf jeden Wettvorschlag, ergo auf jede ihrer Provokationen ein. Dass die CSU derart einknicken würde, hätte ich bis letzte Woche allerdings tatsächlich nicht erwartet. Aber wie Sie sehen, ist eben nichts langfristig vorhersehbar. NIcht einmal das Wetter.

      • Die Wettvorschläge habe ich mir nicht einfach ausgedacht, sondern Sie gefragt, ob Sie zu Ihren Aussagen stehen, was offensichtlich nicht der Fall ist. Das bestätigt, dass es Ihnen gar nicht um die Sache geht, sondern nur um das Vollmüllen meines Blogs. Gibt es denn keine anderen Orte im Internet für Sie?

      • Werter Herr Dilger, da sich die Welt weiter dreht (was sie offenbar noch nicht so richtig erfasst haben) kann ich nicht statisch bis ans Ende aller Tage zu allen Einschätzungen, die ich unter zum Teil noch völlig anderen Voraussetzungen getroffen habe, stehen.

        Vor 30, 40 Jahren dachte ich auch noch, dass der böse Feind grundsätzlich im Osten steht. Das sehe ich heute deutlich differenzierter.

        Was davon haben Sie nicht verstanden?

      • Es ging nicht um Aussagen, die Sie Jahre, sondern wenige Minuten vorher getroffen haben. Aber was interessiert Sie Ihr Geschwätz aus Ihrem letzten Kommentar?

      • Die alte Bayernwahl-Wette ist nicht „wenige Minuten“ alt, sondern vom 20.09.2016. Damals sah es nicht danach aus, als ob die CSU IM Erika bedingungslos als Kanzlerkandidatin bei der Bundestagswahl 2017 unterstützt. Sie selbst glaubten sogar daran, dass die CSU 2017 bundesweit antreten werde.

        Falls Sie sich mit Ihrem Anwurf auf etwas anderes beziehen, dann nennen Sie Ross und Reiter!

      • Die Wette läuft doch schon. Es geht um ihre aktuelle These, dass CSU und AfD koalieren würden. Im Übrigen habe ich nie geglaubt, dass die CSU bundesweit antritt, sondern hielt das nur für gut, um Frau Merkel zu verhindern. Rot-Rot-Grün wäre nicht ganz so gut, allerdings noch effektiver. Leider traut man sich auch da nicht.

      • CSU und AfD werden dann koalieren, wenn die CSU keine ansolute Mehrheit mehr in Bayern erhält. Das mag Ihnen und anderen AfD-Skeptikern aus heutiger Sicht unwahrscheinlich erscheinen, ich halte es indes für sehr wahrscheinlich (bis 2018 ist die AfD hoffentlich salonfähig).

        Da ich vor etwa sechs Wochen noch darauf gewettet habe, dass die CSU bei der Landtagswahl 2018 ihre absolute Mehrheit behält, müsste ich aber bei der gestern von Ihnen angebotenen neuen Wette gewissermaßen gegen mich selbst (also gegen die Wette vom 20.09.2016) wetten. Bei gleichem Wetteinsatz ist das natürlich uninteressant.

        Vielleicht gehe ich auf Ihren aktuellen Wettvorschlag trotzdem ein, aber eben nicht sofort. Jetzt verstanden?

      • Was Sie sich alles zusammenphantasieren! Sie hatten Ihre andere Wette doch schon vergessen und ich musste Sie auf die Inkonsistenz hinweisen. Trotzdem wäre es rational, jetzt die neue Wette einzugehen, wenn Sie tatsächlich von Ihrer neuen Aussage überzeugt wären. Das sind Sie aber nicht, weshalb Sie gar nicht wetten, aber auch nicht solche Aussagen tätigen sollten.

      • Alles Mutmaßungen und vorschnelle Unterstellungen, Herr Dilger. In der Psychologie spricht man in einem solchen Fall von Kolonialisierung.

        Ich führe sogar extra ein elektronisches „Wettbuch“ für Sie. Da ist noch eine Wette vom 24.04.2015 drin, die Sie offenbar vergessen haben. Ich komme nach der Bundestagswahl darauf zurück.

      • Jeder kann doch nachlesen, wie Sie dauernd etwas anderes behaupten und nicht zu einmal Geschriebenem stehen.

        Damals hatte ich Ihnen eine Wette vorgeschlagen (siehe hier), Sie haben den Vorschlag etwas abgeändert, aber keinen Wetteinsatz benannt und nicht eingeschlagen, weshalb es bislang keine entsprechende Wette gibt. Ich würde allerdings weiterhin wetten, dass es keine Koalition von Union und AfD nach der nächsten Bundestagswahl geben wird.

      • Dass ich nicht zu Geschriebenem stehe, ist Unsinn.

        Aber Sie haben Recht, dass die Wette offen geblieben ist. Der Einsatz sollte eine Kiste Champagner sein.

        Auf eine Koalition zwischen Union und AfD auf Bundesebene würde ich heute allerdings nicht mehr wetten. Im Bund wird sich die AfD erst einmal in der Opposition bewähren müssen. Und zwar selbst dann, wenn sie überraschenderweise 2017 stärkste Partei werden sollte.

      • Es gibt Argumente für den Staat, nämlich dann, wenn sonst kein Markt zustande käme – Marktversagen. Das wäre natürlich bei Kranken- und Rentenversicherung fatal. Gibt es allerdings eine lebenswürdige Grundsicherung entfallen diese Argumente. Wer unbedingt bei einer umlagefinanzierten Zusatzrente (also über die Grundsicherung hinaus) teilnehmen möchte, meinetwegen. Das werden aber sicherlich nicht viele sein. Da lege ich mein Geld lieber selbst an, ich bin mir sicher, ich werde im Alter mehr davon haben.

      • Die Argumentation für das Marktversagen bei Versicherungen stellt auf adverse Selektion ab, die mit der sozialen Frage der Grundsicherung nichts zu tun hat. Eine andere Frage ist, ob Marktversagen bei nicht zwingend notwendigen Dingen einschließlich Versicherungen einen staatlichen Zwangseingriff rechtfertigt.

        Wer sein Geld gut selbst anlegen kann, hat im Alter tatsächlich mehr davon. Doch viele Deutsche können das nicht, weil ihnen die Kenntnisse oder auch der Mut dazu fehlen. Auf Sparbüchern hat man auch schon vor den heutigen Null- bis Negativzinsen keine gute Rendite erzielt. Nicht hinreichend diversifiziertes Kapital kann durch Insolvenz sogar ganz verloren gehen. Ebenso kann man durch private Schicksalsschläge zur Auflösung eines angesparten Vermögens gezwungen werden.

      • Dass deutsche Bürger immer mutloser werden, ist doch kein Wunder. Der Staat nimmt ihnen immer mehr Verantwortung ab. Wenn Sie ein Kleinkind seine Erfahrungen mit bestimmten Dingen nicht selbst sammeln lassen und es lieber in Watte einpacken, wird es später auch mutlos sein und sich schwer im Leben zurechtfinden. DDR 2.0 XXL eben.

  5. Zu Ihrem „Gottvertrauen auf das Grundgesetz“: Ich empfehle hier die Lektüre des Grundgesetzkommentars Maunz / Ossenbühl, allerdings nur im sicheren Sitzen einzunehmen mit einem Cognac auf einem Beistelltisch. Es wird Sie umhauen.
    Im deutschen Grundgesetz ist der Eigentumsschutz überhaupt, also auch für Pensionsansprüche, nur relativ; eine entschädigungslose Enteignung ist verboten. Der Begriff der Entschädigungslosigkeit wird auch nicht näher qualifiziert, z.B.“ angemessene“ Entschädigung oder“ gleichwertige“ Entschädigung.
    Dies würde konkret bedeuten, dass man ohne Probleme eine Pension von 4.000 € gegen einen Rentenanspruch von 1.500 € austauschen könnte, ohne das grundgesetzliche Rechte berührt werden; das Bundes-verfassungsgericht würde wohl mit einem Nichtannahmebeschluss eine entsprechende Klage zurückweisen. Vielleicht hätten Sie einfach gesetzlich Glück und bekämen dann 0,80 Euro im Monat Zulage.

    Darüber hinaus besteht noch die Bestimmung, dass der Gebrauch von Eigentum gleichzeitig dem Allgemeinwohl dienen muss. Mit diesen zwei Bestimmungen kann man praktisch alles machen, notfalls erhält man statt der Pension das Recht, unter einer Brücke zu nächtigen und zwecks Ernährung die ohnehin überhandnehmenden Wildschweinrotten mit der bloßen Faust (ökologisch korrekt) zu jagen.
    Für Bundesverfassungsrichter und Bundestagsabgeordnete der Blockflötenparteien bestehen natürlich Sonderregelungen, hierfür empfehle ich die Lektüre des Buches von Prof. Hans Apel „der Staat als Beute“. – Konkret und zur Besserung:

    1. Wäre es nicht möglich, den bisherigen Zuschuss zur Rentenversicherung umzuwidmen zu einer Grundrente für alle, zusätzlich ergänzt durch die Mittel, die heute von den Gemeinden für die Grundsicherung ausgegeben werden? Wäre hier nicht eine Grundrente in Höhe von ca. 700 € für alle möglich?
    2. Könnten die bisherigen Rentenversicherungen / Versorgungswerke, dadurch dass sie für die 700 € Grundrente nicht aufkommen müssen, ihren Beitrag absenken auf etwa 12%?
    3. Die dritte Säule könnte letztendlich dadurch gestärkt werden, dass der alte Steuerfreibetrag für Kapitalerträge aus Ersparnissen wieder auf etwa 3000€ pro Person erhöht würde, unter der Voraussetzung, dass das Geld analog dem US Steuerrecht 401k vor der Altersphase nicht angetastet werden darf?
    Eine derartige dreigegliederte Altersvorsorge würde einen sicheren Grundschutz für jeden bedeuten, und eine angemessene Vorsorge auch für Besserverdienende. Ich glaube es wäre in der Bilanz billiger und würde in der Phase der Beitragszahlung zusätzliche wenn auch nur geringe Mittel freisetzen.

    Eine Anmerkung für andere Leser: die kleinen Selbstständigen und Freiberufler sind gerade beim gegenwärtigen System eine Problemgruppe nach unten. Im Übrigen sind die heutigen Erwerbsbiografien abwechslungsreicher als früher, Menschen die zeitweise Sozialhilfe beziehen können durchaus in recht hohe Einkommensregionen aufsteigen und umgekehrt, dies eher als es früher in Ständegesellschaften der Fall war.

    • Die Beamtenpensionen sind nicht nur allgemein wie die Renten über Artikel 14 GG geschützt, sondern vor allem über Artikel 33 Abs. 5 GG. Die jetzige Große Koalition könnte das ändern, ab 2017 aber wohl nicht mehr.

      Ob eine Umstellung auf eine staatliche Grundrente den Gesamtstaat (also einschließlich Rentenversicherungen und Kommunen) teurer käme, hängt vor allem von den Anrechnungsregeln ab. Bei 100 % Anrechnung von normalen Rentenansprüchen und sonstigen Einkünften ergibt sich kaum ein Unterschied zu heute (außer dass dann jeder automatisch erhält, wofür heute ein Antrag gestellt werden muss). Bei einer Anrechnung von 50 % wird es teurer, aber noch nicht übermäßig, zumal die Anreizsituation verbessert würde. Bei gar keiner Anrechnung würde es sehr viel teurer.

      Da die Einkommen stärker schwanken als früher, wäre vielleicht eine „atmende“ Beitragsbemessungsgrenze sinnvoll, also zeitweise höhere Zahlungen, wenn diese in den Vorjahren deutlich niedriger waren.

    • Eine Grundrente von 700 € liegt schon heute unterhalb des Gesamtbetrags von Sozialleistungen*.
      Oder sollen zusätzliche Sozialleistungen die Grundrente erhöhen?

      *Sozialleistung gesamt:
      Kosten der Unterkunft, je nach Region ca. 500€ – 600€ incl. Heizkosten
      Regelleistung, derzeit 404 €
      plus Krankenversicherungsbeitrag

      Schaut man sich diese Zahlen an, ist heute schon jeder Rentner, dessen Netto-Rente geringer ist als 1.100 €, ein Armutsrentner

      • Die Linke fordert eine Grundrente von „nur“ 1.050 Euro. Insbesondere die Wohnkosten können stark variieren. Zusätzliche Zahlungen in Sonderfällen sind ohnehin nötig. Man könnte bei der Anrechnung variieren, z. B. zusätzliche Einkünfte auf die Grundrente 50 Prozent und auf weitere Sozialleistungen 100 Prozent wie jetzt.

      • Schaut man sich die Summe an, ist es erschreckend, keine Frage.

        Der von mir genannten Wohnkosten sind im Umland einer westdeutschen Großstadt für eine Single-Wohnung (Bausubstanz 35 – 45 Jahre alt, Wohnungsgröße 45 – 50 m²) üblich und „Hartz IV“ fest.
        In Innen- und Universitätsstädten werden noch höhere Wohnkosten übernommen.

        Im Osten der Republik und auf dem Land sind die Mietpreise geringer. Diese als Maßstab zu nehmen kämen jedoch einer indirekten Zwangsumsiedlung von Rentnern gleich, wenn sie sich die Miete, selbst einer kleinen Wohnung, im gewohnten, vertrauten Umfeld nicht mehr leisten können.

        „Die Linke“ orientiert sich vermutlich am Pfändungsfreibetrag.
        Auch das ist eine Möglichkeit die Höhe des Betrags einer Mindestrente/Grundsicherung zu finden

      • Gerade weil die Mieten und sonstigen Lebenshaltungskosten so unterschiedlich sind, macht eine einheitliche und starre Grundsicherung bundesweit noch weniger Sinn als ein flächendeckend einheitlicher Mindestlohn. Das schließt offensichtlich nicht aus, dass unsere Politiker trotzdem so einen Unsinn einführen.

      • Es ist der gleiche Unsinn, wie die Anpassung von Löhnen und Renten in den neuen Bundesländern an Westniveau.

        In Mecklenburg Vorpommern oder Brandenburg (Potsdam mal ausgenommen) liegen die Immobilienpreise nicht einmal auf einem Zehntel des Niveaus von München.

      • @AD
        Vielleicht wäre es dabei interessant in die Niederlande zu schauen.
        In einigen Regionen ist der Mindestlohn um 20% höher.
        Entsprechend auch die Sozialleistungen um 20% höher als in anderen Regionen.

        Wahrscheinlich wäre ein unterschiedlicher Ost/West Mindestlohn auch für Deutschland die beste Lösung gewesen.

        Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass zukünftig geschätzt ca. 40% der Rentner eine Armutsrente beziehen werden wenn das derzeitige Rentenmodell beibehalten wird.

      • @Melanie Kunze

        Es ist eine realitätsferne Illusion zu glauben, dass sich das derzeitige Rentenniveau durch ein Umverteilungssystem aufrecht erhalten ließe. Künftig müssen die Menschen ihre Beiträge zur Altersversorgung für sich selbst anlegen. Der „Generationenvertrag“ steckt schon seit den frühen 1970er Jahren in einer immer enger werdenden Sackgasse.

      • @Michael Meister

        Das die Ausgestaltung unseres Rentensystem von Anfang an falsch war, darüber gibt es doch gar keinen Dissens.

        Ich plädiere für eine Grund- oder Mindestrente auf Sozialhilfeniveau.
        Bei abhängig Beschäftigten sehe ich jedoch auch Arbeitgeber in der Pflicht, einen zusätzlichen Beitrag zur Altersvorsorge der Mitarbeiter zu leisten.

        Kaufen und Wegwerfen mag in unserer Gesellschaft zur Norm geworden sein, sollten aber für Human Resources = Menschen nicht andere Maßstäbe gelten?

      • Die ursprüngliche Einführung der Rentenversicherung durch Otto von Bismarck war gar nicht so schlecht, zumal es damals gar keine andere Absicherung fürs hohe Alter gab (wenn man nicht selbst gespart und dabei keinen Verlust erlitten hatte). Den größten Fehler hat Konrad Adenauer gemacht, der seither auch nicht korrigiert wurde.

        Für Arbeitnehmer zahlen die Arbeitgeber stets alles, also neben dem Lohn auch die Steuern, die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile für die verschiedenen Sozialversicherungen. Die letztgenannte Differenzierung ist reine Augenwischerei.

      • Zur Zeit Bismarcks lag die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich unter dem Renteneintrittsalter. Ein Risiko, dass das Rentensystem kollabieren könnte, bestand de facto nicht (es nutzte aber auch kaum jemand). Der unausweichliche Kollaps des Rentensystems wurde erst durch Adenauers „sechste Rentenreform“ (1957) und das Versäumnis, diese mit dem Pillenknick wieder zu korrigieren, heraufbeschworen.

        Die Aufspaltung in „Arbeitgeberbeiträge“ und „Arbeitnehmerbeiträge“ ist tatsächlich Augenwischerei. KMUs und Mittelstand werden durch die einseitigen Arbeitnehmerrechte ohnehin ausgeblutet und sind zunehmend gezwungen, alles was sich in Billiglohnländer auslagern lässt, auszulagern oder ganz aufzugeben. Dadurch verschärft sich die Spirale natürlich zusätzlich.

      • @AD
        Ob es Augenwischerei ist, kommt auf die Auswirkung an.

        Für Arbeitgeber ist es Augenwischerei d’accord.

        Solange Bruttolöhne verhandelt werden, ist es für abhängig Beschäftigte keine Augenwischerei. Für diese zählt das, was am Ende des Monats als Einkommen übrig bleibt. Für diese ist durchaus relevant, ob von dem als Bruttolohn verhandelten Betrag ein voller oder nur ein halber Beitrag abgezogen wird.

      • Welche Bruttolöhne verhandelt werden, hängt davon ab, welche Lohnnebenkosten noch bestehen. Bei höherem Arbeitnehmeranteil sind die Bruttolöhne entsprechend höher.

      • Werter Herr Dilger,

        Die Realität in der freien Wirtschaft sieht dann doch etwas anders aus. Kein AG wird freiwillig einen höheren Bruttolohn vereinbaren nur weil ein zusätzlicher Beitrag die reale Auszahllung an den AN mindert.
        Als Beispiele kann hier durchaus der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung dienen.
        Dieser wird zwar auch vom AG gezahlt, mindert aber nur das Nettoeinkommen des AN

      • Für die Arbeitgeber wie Arbeitnehmer ist der Bruttolohn eine unwichtige Größe. Die Arbeitgeber interessieren die Arbeitskosten, die Arbeitnehmer die Nettolöhne. Lohnsteigerungen werden selten rein freiwillig gewährt, sondern mit Streik- oder Abwanderungsdrohung ausgehandelt.

      • Die Grund, warum Bismarck eine gesetzliche Rente eingeführt hat, war doch keine wirklich gewollte soziale Absicherung sondern ein Placebo, um die Wähler auf seine Seite zu ziehen.
        Kirchen konnten die Armenspeisung nicht mehr bewältigen weil die Anzahl der Bedürftigen immens wuchs und immer mehr abgewiesen werden mussten.
        Es standen Wahlen an und die damalige SPD wurde durch ihr Sozialprogramm immer stärker. Das wollte Bismarck verhindern.

        Daher eigenet sich der Verweis auf Bismarck nur bedingt, wenn man über soziale Absicherung im Alter diskutiert.

      • Otto von Bismarck hat die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland eingeführt. Das ist relevant, und zwar unabhängig von den zeitbedingten Gründen, wobei auch heute wahltaktische Gründe entscheidend sind bei Verschlimmbesserungen wie der Absenkung des Rentenalters. Die ursprüngliche Kapitaldeckung ging in zwei Weltkriegen verloren und wurde danach gar nicht wieder angestrebt.

  6. Alles Herumpfuschen an den Symptomen eines zutiefst asozialen Rentensystems, das einerseits Menschen, die nie etwas in das System einbezahlt haben privilegiert, andererseits Menschen, die keinen Cent aus diesem System erhalten werden über den fortwährenden Missbrauch der von ihnen unter dem Vorwand anderer Verwendungszwecke erhobener, unausweichlicher Steuern schröpft, wird die gewaltigen damit verbundenen Probleme nicht lösen.

    Es hilft nur ein radikaler Schnitt: Zurück zur Selbstverantwortung.

    Das über Zwangsbeiträge und Steuermissbrauch mehr schlecht als recht finanzierte Rentensystem ist – ebenso wie die gesetzliche Krankenversicherung – am Ende. Beides muss ganz einfach ersatzlos gestrichen und abgeschafft werden.

    Was radikal klingen mag ist letztlich die einzige gangbare und auch effektivste Lösung.

    • Was Sie vorschlagen, ist weder rechtlich noch politisch möglich, aber auch in der Sache ziemlich asozial. Wovon sollen denn alle Rentner und älteren Beschäftigten, die schon viele Rentenbeiträge bezahlen mussten, leben?

      • Wovon sollen so genannte „gescheiterte Existenzen“, die selbständig waren und keine Rentenansprüche haben, aber ihr Leben lang die Renten anderer über Steuern mitfinanziert haben, leben?

        Natürlich muss es eine gewisse Grundsicherung für jeden geben. Aber warum ein ehemaliger DDR-Bürger, der nie einbezahlt hat, auf Kosten nicht rentenberechtigter Selbständiger eine Rente aus deren Steuergeldern bezieht, das müssen sie mir schon mal erklären.

      • Steuern müssen alle bezahlen und die Staatszuschüsse zum Rentensystem sollen vor allem versicherungsfremde Leistungen ausgleichen. Ohne Rentensystem wären die Steuern zur staatlichen Alterssicherung, selbst wenn sie nur eine reine Grundsicherung wäre, deutlich höher. Die Selbständigen müssen keine Rentenbeiträge bezahlen und können dafür zumindest theoretisch eine ordentliche Alterssicherung ansparen. Wollen Sie denn wirklich eine Rentenpflicht für alle, die doch Ihre Einwände ebenso beseitigen würde wie die nicht umsetzbare Abschaffung des Rentensystems? Das mit den DDR-Bürgern habe ich Ihnen schon einmal erklärt, aber Sie wollen diesen „Vorteil“ eines Umlagesystems nicht sehen.

      • Ich kann beim besten Willen keinen „Vorteil“ in einem Rentensystem erkennen, das zwei Generationen völlig privilegiert hat, die sich auf Kosten der nachfolgenden Generationen bedient haben und diese nun im Regen stehen lassen und obendrein aus den Steuergeldern von Leuten, die selbst nicht am Rentensystem teilnehmen, zu demnächst 50% quersubventioniert wird. Das ist ausbeuterischer, asiozaler Feudalismus und sonst nichts.

  7. Der Finanzierungsansatz der Öko-Energiewende mit einem Zuschlag zum Strompreis wird mit der geringer werdenden Rente immer unsozialer. Es geht hier keinesfalls um Peanuts oder Speiseeis-Kugeln sondern um Milliarden, mit denen der kleine Mann überdurchschnittlich zu Kasse gebeten wird. Über ihre Stromrechnung dürfen die kleinen Haushalte zudem noch die stromintensive Industrie querfinanzieren.
    Besonders originell ist die Idee von Ilse Aigner und Horst Seehofer, über einen Fonds die jetzigen Öko-Stromzuschläge zu reduzieren und der nächsten Stromverbrauchergeneration zusätzlich aufzubürden. Das trifft dann genau die gebeutelten Rentnerhaushalte. Seehofers Annahme, die primären Stromkosten werden dann wieder geringer sein, wird nicht zutreffen, sondern der Strompreis wird mit dem Anstieg des erneuerbaren Stromanteils immer höher werden. Ein wirkungsvolles Backup-System für Ökoflauten kostet schließlich enorme Summen.
    Es wäre an der Zeit, über Entlastungen der künftigen Rentnerhaushalte nachzudenken. Der jetzige Ökozuschlag auf den Strompreis gehört in den Staatshaushalt. Nachahmenswert ist auch das estnische Modell, nichtarbeitende Rentner kostenlos mit öffentlichen Bussen fahren zu lassen.

    • Ich bezahle für meinen Privathaushalt in Österreich nicht einmal halb so viel je Kilowattstunde als in Deutschland und beziehe dabei zudem 100%igen Ökostrom. Das zeigt doch, wie verquer die EEG-Politik ist. Dilettantismus pur.

      Mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln würde ich nicht nur Rentner, sondern jeden, der sie benutzen möchte unentgeltlich fahren lassen. Da diese Verkehrsmittel ohnehin zu etwa 70% subventioniert werden, wäre der absolute finanzielle Aufwand sicher nicht höher (Kontrolleure und Vertriebskosten für Fahrscheine könnten völlig eingespart werden), aber die Attraktivität und mithin die Entlastung von Umwelt und überlasteten Verkehrswegen wäre deutlich spürbar.

  8. Für Kleinverdiener ist es in der Tat vollkommen uninteressant, sich über die Rente Gedanken zu machen. Was bei den Rentenansprüchen später fehlt, zahlt der Steuerzahler über das Sozialamt.

    Und wer zahlt später einmal die Renten für die „Flüchtlinge“, von denen viele nicht integrierbar sind und daher nie oder nur geringfügig Beiträge zur Rentenversicherung leisten werden???

    Arme bleiben in der Regel arm.
    Reiche haben einige Möglichkeiten, ihr Geld in Sicherheit zu bringen.
    Die Doofen der Nation waren schon immer die Leute der hart arbeitenden Mittelschicht.
    Daran wird sich wohl auch nichts ändern…….

    • Das Rentensystem wird in wenigen Jahren zusammenbrechen. Das ist nicht mehr aufzuhalten.

      Sehen Sie sich die Altersverteilung doch nur an. Der so genannte „Generationenvertrag“ ist für eine Bevölkerung, deren Altersverteilung einer Pyramide entspricht konzipiert und nicht für eine Bevölkerung, deren Altersverteilung einer Urne entspricht. Hinzu kommt, dass die Menschen, als der „Generationenvertrag“ eingeführt wurde (1957), mit 65 in Rente gegangen sind, die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern aber nur bei 65,85 Jahren lag (sie hatten nach dem Renteneintritt also noch 10 MOnate zu leben) und die von Frauen bei knapp 71 Jahren, die Menschen im Schnitt also eine Lebenserwartung von etwa 68 Jahren hatten (http://www.lebenserwartung.info/index-Dateien/ledeu.htm).

      Es ist schon seit Jahrzehnten völlig sinnlos, überhaupt noch einen Euro in dieses marode System einzubezahlen. Zunehmende Quersubventionierung entreichert nur diejenigen, die verstärkt zur Kasse gebeten werden, wird das System an sich aber nicht retten. Also besser ein schnelles Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

      • Es kann nicht so weitergehen wie bisher, aber es gibt viele Möglichkeiten, das Rentensystem zu retten bzw. lange fortzuführen wie (relativ) niedrigere Renten, höhere Rentenbeiträge, höhere Beitragsbemessungsgrenze oder gar keine mehr, Einbezug von mehr Beitragszahlern, höhere Staatszuschüsse und ein späteres Verrentungsalter.

      • Was Sie als „Möglichkeiten“ beschreiben, ist doch nur die Fortschreibung dessen, was wir seit den 1970er Jahren erleben. Irgendwann ist aber nichts mehr zum Umverteilen da.

        Nicht ohne Grund wandern jedes Jahr mehr als 150.000 hochqualifizierte „High Potentials“ aus Deutschland aus, während im gleichen Zeitraum etwa 1,5 Millionen ungebildete Taugenichtse in die Sozialsysteme einwandern.

      • Durch niedrigere Renten und spätere Verrentung wird weniger umverteilt. Formal gesehen schlagen Sie doch auch nichts anderes vor, als die Rentenhöhe auf null abzusenken bzw. das Verrentungsalter auf unendlich anzuheben.

      • Theoretisch entspricht ihre Darstellung natürlich meinem Vorschlag.

        Man muss sich ja immer vort Augen halten, dass zum Zeitpunkt der Einführung der Rente das Renteneintrittsalter bei 70 Jahren, also weit jenseits der damaligen durchschnittlichen Lebenserwartung lag. Für die meisten Menschen machte es also auch damals überhaupt keinen Sinn überhaupt in das System einzubezahlen. Es ist eine Fehlkonstruktion von Anfang an: Eine sinnfreie, typisch preussische Erfindung eben, die außer ihrem immensen Verwaltungsapparat niemandem nutzt.

      • „Das Rentensystem wird in wenigen Jahren zusammenbrechen.“
        Die Frage wird sein, ob wir unsere eigenen Interessen weiterhin zugunsten von Euro-, Banken-, Weltklima- und Flüchtlingsrettung hintanstellen wollen. Wenn wir die Prioritäten anders setzen, können wir unseren alten Menschen auch künftig einen würdigen Lebensabend ermöglichen. Das Umlageverfahren der Renten ist jetzt schon durch Mütter- oder Ost-Renten aufgeweicht. Eine weitere Stützung des Rentenniveaus aus dem Bundeshaushalt wäre allemal sinnvoller als eine Subventionierung von Akkus.

      • Die Subventionierung vieler kostenintensiver Milliardengräber ist zum Fenster hinaus geworfenes Geld. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass etwa 80% der erhobenen Steuern und Abgaben völlig sinnlos versenkt werden. Steuerverschwendung gehört endlich gebührend bestraft.

      • Es ist eine Sache, wenn Beamte gegen Gesetze und politische Vorgaben Steuergelder verschwenden. Wirklich teuer ist jedoch der Unsinn, der mehrheitlich und formal richtig beschlossen wurde. Wie wollen Sie eine politische Justiz dagegen organisieren? Soll jede Regierung mit der davor abrechnen oder der Bundesrechnungshof ein überdemokratisches Strafgericht bilden?

      • Auf dem Rechtsweg ist da leider nichts zu erreichen und so lange der ‚Deutsche Michel‘ im Tiefschlaf vor sich hin dämmert, wohl auch nicht auf „demokratischem“ Weg.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s