Wirtschaft bemerkt Sozialdemokratisierung der CDU

„Die schleichende ‚Sozialdemokratisierung‘ der CDU“ wird nach den Wählern (siehe ‚Wahlberechtigte sehen CDU erstmals links der Mitte und AfD weit rechts‘) endlich auch von der Wirtschaft bzw. ihren Spitzenvertretern bemerkt, wobei es sich wohl mehr um Sozialismus als Demokratie handelt.

Dabei geht es nicht nur um konkrete Regelungen und einzelne Gesetze. Was viele stört, ist der Zeitgeist, der unter Merkel in der CDU Einzug gehalten hat. Und den viele Wirtschaftsleute mit „Sozialdemokratisierung“ umschreiben.

Dabei ist die SPD der Wirtschaft teilweise wieder näher als die Merkel-CDU, so wie auch Merkels Vorgänger Gerhard Schröder als „Genosse der Bosse“ beliebter war als sie jetzt.

Inzwischen gehen manche sogar lieber zum SPD-Chef. „Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sehr viel Verständnis für den Mittelstand“, sagt Mittelstandsvertreter Ohoven. Im Ausland setze sich der wenigstens für den Mittelstand und dessen Geschäfte ein.

Diese direkten Kungeleien, für die Herr Schröder stand und die jetzt Herr Schäuble mit den Großkonzernen und vor allem Großbanken betreibt, ist allerdings selbst ein Problem. Der Staat sollte vernünftige Regeln durch- statt immer wieder außer Kraft setzen. Die FDP bzw. Herr Lindner redet wenigstens wieder richtig in diese Richtung. Doch wenn es Ministerposten zu verteilen gibt, wirft sie weiterhin jeden Grundsatz und jedes Wahlversprechen über Bord wie zuletzt in Rheinland-Pfalz.

Was mir wirklich Sorgen macht, ist, dass Frau Merkel 2017 nicht abgewählt werden kann und in jeder Legislaturperiode noch schlimmer wurde. Nach 2005 verabschiedete sie sich in ihrer ersten Großen Koalition von ihrem reformorientierten Wahlprogramm. Gegen Ende der Legislaturperiode begann die sogenannte Eurorettungspolitik, die sie ab 2009 mit der FDP verstärkte und verstetigte. 2011 beschloss sie den plötzlichen Atomausstieg. In ihrer zweiten Großen Koalition seit 2013 setzt sie eigentlich nur noch SPD-Forderungen um wie Frauenquote, Mindestlohn oder früheres Renteneintrittsalter. Spätestens mit ihrer Flüchtlingspolitik hat sie sogar die SPD links überholt und die ganz überwiegende Bevölkerungsmehrheit gegen sich aufgebracht. Wie will sie das ab 2017 noch toppen? Beginnt sie einen Krieg oder verkündet sie das Ende der Bundesrepublik Deutschland???

87 Gedanken zu „Wirtschaft bemerkt Sozialdemokratisierung der CDU

  1. Leider hat „die Wirtschaft“ es versäumt, einen mäßigenden Einfluß auf Merkel auszuüben. Die Wirtschaftskapitäne haben in meinen Augen alle Glaubwürdigkeit eingebüßt, nachdem sie den Flüchtlingszustrom wider besseren Wissens als Rettung des deutschen Arbeitsmarktes und Rentensystems abgefeiert haben. Das war die größte Fehlkalkulation seit dem Unternehmen Barbarossa.

    Heute sind weniger als 100 Flüchtlinge (!!!) bei den 30 größten deutschen Unternehmen angestellt. Die Industrie hält sich inzwischen fein raus und betreibt nur noch Alibi-Integrationsprojekte für die Galerie. Der deutsche Steuerzahler darf übernehmen und die anderen 2 Millionen „Ärzte und Ingenieure“ bis auf unbegrenzte Zeit alimentieren.

    Von innen heraus sehe ich keine schnelle Wende kommen. Dazu sitzt das bundesdeutsche Establishment noch zu fest im Sattel. Ich hoffe deshalb auf exogene Effekte wie einen schnellen Ölpreisanstieg und den Wiederausbruch der Euro-Krise, damit Berlin und Brüssel nachhaltig unter Druck geraten und zu einem Kurswechsel gezwungen werden.

    Wobei…das reicht mir mittlerweile nicht mehr. Jetzt will ich wirklichen Wandel. Einen New Deal zwischen Volk und Elite.

    Sollte Trump wider Erwarten gewinnen, könnten sich die Voraussetzungen dazu schneller als erwartet ergeben. Dann werden sich die Eliten nicht mehr der Debatte über den mangelnden Nutzen der Globalisierung für die breiten Bevölkerungsschichten entziehen können.

    Aber insgesamt ist die Lage des Widerstands nicht berauschend. Und wer wie Sie, Herr Dilger, im Aufstieg der AfD gar eine zusätzliche Gefahr sieht, der hat eigentlich gar nichts mehr, an dem er sich in der derzeitigen Bundespolitik erfreuen kann.

    • Es stimmt, dass die Wirtschaftsfunktionäre letztes Jahr zu den Beklatschern der vielen zusätzlichen Flüchtlinge gehört haben, die Frau Merkel ins Land geholt hat. Doch auch wenn die großen Unternehmen jetzt nichts direkt zur Problemlösung beitragen wollen, werden auch sie unter Steuererhöhungen und der Verschlechterung des deutschen Standorts leiden, selbst wenn dieser nur einer unter vielen für sie ist. Dabei ist zu bedenken, dass Frau Merkel nicht nur die deutsche Politik beherrscht, sondern auch einen sehr negativen Einfluss auf den Rest der EU hat. Ohne sie hätte es z. B. den Brexit nicht gegeben.

      Ob die AfD eher eine zusätzliche Gefahr oder Hoffnungsträger ist, hängt von ihrer Entwicklung, aber auch den weiteren willkürlichen Fehlentscheidungen von Frau Merkel ab. Je schlimmer Frau Merkel agiert, desto wichtiger ist eine echte und kompetente Opposition gegen ihre Politik.

      • AfD und interessanterweise ‚Die Linke‘ sind zur Zeit die einzigen wirklichen Hoffnungsträger in der deutschen Parteienlandschaft. Daher ist es als politischer Mensch enorm wichtig, sich in einer dieser Parteien zu engagieren und sie auf einem Kurs des gesunden Menschenverstands zu halten bzw. sie dort hin zu bringen, wenn man nicht schon völlig mit Deutschland durch ist.

      • Wer die „Linke“ als Hoffnungsträger sieht, hat praktisch alle Hoffnung oder den Gebrauch seines Verstandes aufgegeben.

  2. Daß sie eine Krieg beginnt, glaube ich weniger, Es gibt auch andere Wege, ein Land zu ruinieren. Bei ihren Weiterbildungen in Moskau wird sie diese kennengelernt haben.

  3. Merkel bastelt mit ihren willfährigen Gehilfen (Schäuble, Gabriel, Altmaier usw., usf.) eifrig an der DDR 2.0 XXL und der Deutsche Michel sieht tatenlos zu. Man kann sich als selbst denkender Mensch eigentlich nur noch mit Grauen abwenden und Deutschland für immer verlassen, bevor die Mauer wieder steht.

  4. Die Wirtschaft ist selber schuld. Sie lässt alles über sich ergehen, ohne Widerstand zu leisten. Die Industriekapitäne mucken nicht auf. Ich denke, Herr Henkel wäre schon öfters mal explodiert. Die Unternehmen haben auch Einfluss bei den Medien verloren. Keiner befürwortet Ceta oder TTIP. Es ist nicht alles perfekt bei diesen Vereinbarungen, aber man sollte schon abwägen, was positiv und was negativ ist. Wir sind eine der größten Handelsnationen der Welt, profitieren sehr stark vom Freihandel, aber alle Medien hofieren die NGOs, die Panik mit Chlorhühnchen machen, obwohl sie nicht kommen.
    Dazu kommt, dass Wirtschaft im Moment kein Gewinnerthema bei den Wahlen ist. Es interessiert die Leute nicht. Die Regierung unter mithilfe der Medien haben es geschafft, den Leuten die Überzeugung zu geben, dass der Staat alles regeln kann. Dabei ist der Kommunsimus erst vor 27 Jahren grandios gescheitert. Zu dem sind alle Unternehmer böse. Wer will schon böse Leute unterstützen. Es wäre mal schön, wenn die Unternehmen 3 Monate keine Werbung bei Spiegel, Spon, Süddeutsche etc schalten.

  5. Umfragen in den USA sind so eine Sache (bei weitem nicht so ausgereift wie in Deutschland) und die Situation durch den Extremfall Trump ohnehin verworren. Ich traue ihm den Sieg weiterhin zu. So fragwürdig er auch ist, er ist unsere einzige Hoffnung auf einen Wandel in der Welt. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig als ihm die Daumen zu drücken. Gewinnt er, dann erleben wir eine weltweite Zeitenwende und korrupte Eliten werden überall abtreten müssen. Trump ist nicht der Messias und selbst problematisch, aber er kann der Türöffner für einen weltweiten Aufbruch sein.

    • Es gibt in den USA ausgereiftere Umfragen als bei uns, doch das Wahlsystem ist komplizierter, weil es nicht auf die bundesweite Mehrheit der Stimmen ankommt, sondern die Mehrheit der Wahlmänner, die in den Bundesstaaten gewonnen werden. Ich wette jetzt erst recht auf einen Wahlsieg von Frau Clinton. Halten Sie dagegen?

      Mit Donald Trump verbinde ich gar keine Hoffnung (außer dass er haushoch verliert, so dass sein Politikstil für viele Jahre diskreditiert ist). Sollte er gewinnen, wird die Welt viel gefährlicher. Es meint zwar „Donald Trump: Hillary Clinton zettelt Dritten Weltkrieg an“, doch sie ist dafür viel zu berechnend und ihrerseits berechenbar. Er ist hingegen ein Hitz- und Wirrkopf, der gegen den Kongress gar nichts ausrichten kann, wenn er keinen Krieg vom Zaun bricht. Dass er besser mit Herrn Putin auskäme, gilt auch nur ganz kurzfristig. Dann verkrachen sich die Herren und drohen beide mit Atombomben. Dass er umgekehrt NATO-Verbündete nicht mehr beschützen will, erhöht ebenfalls die Kriegsgefahr.

      • Trump ist ein Spinner, da bin ich ja mit Ihnen einig. Aber trotz allem ist er das geringere Übel als Clinton, die als Merkel-Clon die Welt zu Grunde richten wird. Das aktuelle System muss überwunden werden, die Menschen sich ihre Freiheit zurückholen. All das verkörpert eine Wahl von Trump, auch wenn er selbst nicht dafür steht.

      • Frau Clinton und Frau Merkel sind sich ähnlich, doch die Umstände sind völlig verschieden. Herr Clinton war kein so schlechter Präsident, weshalb die Republikaner seinerzeit auch nur sein Privatleben und nicht seine Politik skandalisiert haben. Im Frieden und im Inneren kann der US-Präsident fast nichts gegen den Kongress erreichen. Deshalb wird Herr Trump auch völlig ineffektiv bleiben, wenn er nicht auf die Idee mit einem großen Krieg kommt.

      • Es geht nicht um tatsächliche Maßnahmen, es geht lediglich darum, dass der Wähler dem Establishment (und insbesondere den Medien) zeigt, dass er sich nicht länger bevormunden lässt. Viel erwarten kann man von Trump nicht, aber wie Sie richtig beschreiben, können schwachsinnige innenpolitische Maßnahmen auch innenpolitisch auf Widerstand stoßen, wogegen einige Ideen wie die Begrenzung der Mandatsperioden durchaus richtig sind. Wichtig ist das Signal, dass grün-linke Bevormundung und die verheerende politische Korrektheit endlich ein Ende finden. Dafür kann auch ein Spinner ohne großes Fachwissen wie Trump gut sein.

      • Politische Korrektheit ist nicht gut, aber Herumpöbeln und Beleidigungen in alle Richtungen erst recht nicht. Außerdem misst Herr Trump mit zweierlei Maß, wenn er sich selbst alles herausnimmt, aber jeden anderen verklagen will, der etwas gegen ihn sagt. Das Amt des amerikanischen Präsidenten ist außerdem zu wichtig und mächtig, um bei der Wahl reine Symbolpolitik ohne Rücksicht auf die Folgen zu betreiben. In Österreich oder Deutschland, wo das Volk aber gar nicht gefragt wird, mag das anders sein.

      • Ich befürchte, dass Hillary Clinton eher einen Krieg vom Zaun bricht! Sie hat Obama seinerzeit wegen Libyen als „zu zögerlich“ kritisiert und auch im aktuellen Syrien-Konflikt will sie, dass sich die USA noch viel mehr einmischen, was zu einem gefährlichen Konflikt mit Russland ausarten kann. Donald Trump hingegen will weniger militärische Einmischungen der USA und mit den Russen sachlich verhandeln.

        WER ist hier der Kriegstreiber???

      • George W. Bush war ein echter Kriegstreiber. Barack Obama agierte deshalb eher zu zögerlich, was die Gewalt insgesamt auch nicht verkleinerte. Wladimir Putin würde gar nicht in Syrien Bomben werfen lassen, wenn Präsident Obama das Überschreiten der von ihm selbst formulierten roten Linien nicht einfach hingenommen hätte. Donald Trump würde diese Unsicherheit noch deutlich vergrößern, um dann irgendwann völlig emotional zu reagieren.

      • Das mit Hillary Clinton kann man auch anders sehen. Nämlich in etwa so, wie unsere – Hillary Clinton nicht unähnliche – Staatsratsvorsitzende Angela Merkel im postfaktischen Zeitalter:

        [Überlanges Zitat mit unrichtigen Tatsachenbehauptungen gelöscht, AD.]

      • „Unrichtige Tatsachenbehauptungen“?

        Ähem – wollen Sie etwa behaupten, Angela Merkel wende die in dem Zitat beschriebene Taktik nicht an? *verwundertguck*

      • Wenn Sie die „Behauptungen“ (der von mir verlinkte Artikel spricht von Fakten, nicht von „Behauptungen“) nicht freischalten, können wir das nur zu zweit diskutieren. Aber es ist Ihr Blog, die Entscheidung liegt bei Ihnen.

      • Sie haben, vermutlich absichtlich, gleich dreifach gegen die hier geltenden Regeln verstoßen. Also möchte ich die falschen Behauptungen (darunter die, dass es sich um wahre Fakten handeln würde) hier gar nicht diskutieren.

      • Ich wollte nur einen Artikel mit m.E. interessanten Thesen zur Diskussion stellen, mehr nicht. Höchstwahrscheinlich hätte ich mich an der weiteren Diskussion über diesen Artikel gar nicht beteiligt.

      • Wir reden über aktuelle Politik! GWB ist Geschichte!!!

        Es ist bewiesen, dass Hillary Clinton als Außenministerin der USA von Präsident Obama ein größeres militärisches Engagement in Libyen gewünscht hatte. Bei der Aufstockung des Sicherheitspersonals der US-Botschaft in Bengasi aber hat sie tragisch versagt.

        Jetzt in Syrien will sie, dass die USA, entgegen den Vorstellungen von US-Präsident Obama, direkt militärisch eingreifen, nach dem die Aufständischen gegen die Assad-Regierung von Anfang an auch von den USA und dem NATO-Partner Türkei unterstützt wurden.

        Gerade seit den militärischen Abenteuern in Afghanistan und dem Irak ist die Mehrheit der Amerikaner kriegsmüde. Sie wollen, dass ihre Steuerdollars für Projekte zu Hause und nicht für „Demokratie-Export“ in Übersee eingesetzt werden.

        Ich bin kein Fan von Trump, ABER ich halte Clinton für weitaus gefährlicher für den Weltfrieden! Das diplomatische Geschick von Bill Clinton, mit dem sie nur für die Öffentlichkeit verheiratet ist, hatte sie noch nie! Im Privatleben gehen die Clintons schon lange getrennte Wege…..

      • Die aktuellen Probleme hängen doch unmittelbar mit den Bush-Kriegsabenteuern zusammen, insbesondere im Irak. Frau Clinton wird es besser machen, bei Herrn Trump wäre alles möglich.

      • Das sehe auch ich 1:1 wie „francomacorisano“.

        George W. Bush ist Geschichte und es kommt heute darauf an, was der nächste US-Präsident aus diesem unseligen Erbe macht. Bei Hillary Clinton habe ich schon auf Grund des Vorfalls mit Libyen nicht die geringste Hoffnung, dass sie sich um Frieden bemühen wird. Schlimmer kann es mit Pausenclown Trump also gar nicht kommen.

      • Natürlich kann es viel schlimmer kommen. Sie übersehen, was wir zu verlieren haben und wie kompliziert die Welt ist. Es würde schon reichen, wenn Herr Trump sein „Wahlversprechen“ wahr macht, die baltischen Staaten nicht mehr beschützen zu wollen. Schon war es das mit der NATO und der Nachkriegsordnung, auf der unsere Sicherheit beruht. Aber er könnte auch scharf schießen, wenn ihn irgendwo auf der Welt jemand seiner Ansicht nach beleidigen sollte, während er jeden beleidigt.

      • Und Hillary Clinton halten Sie für weniger gefährlich?

        Selbst wenn das Baltikum aus EU und NATO austreten würde (was aber natürlich so oder so nicht passieren wird), wäre das weder ein Verlust für die EU noch ein Sicherheitsrisiko für Europa.

      • Kann es sein, dass Sie überhaupt keine Ahnung von Außen- und Sicherheitspolitik haben? Natürlich wäre es kein Problem, wenn die baltischen Staaten freiwillig aus EU und NATO austreten wollten. Das wollen sie aber nicht, sondern haben Angst davor, wie die Krim annektiert zu werden. Sie können sich als kleine Staaten nicht allein wirksam gegen Russland verteidigen. Wenn die USA mit einem Präsidenten Trump ihre Sicherheit nicht mehr garantiert, sind sie erst einmal schutzlos. Europa müsste ernsthaft überlegen, ob und wie es seine Verteidigungsanstrengungen vervielfacht, was aber Jahre dauern würde. Wollen Sie wirklich, dass Deutschland viel mehr für Verteidigung ausgibt, um trotzdem weniger sicher zu sein?

      • Russland bedroht Europa nicht. Und selbst wenn sich baltische Staaten (so wie die Krim) per Referendum zu Russland orientieren würden, wäre das weder ein Sicherheitsrisiko für Deutschland noch für sonst wen in Europa. Das ist doch ein künstlich herbeigeredetes Pseudoproblem. Im Gegensatz zu Kiew und der Ostukraine ist auf der Krim kein einziger Schuss gefallen.

      • Natürlich ist die gewaltsame Besetzung von NATO-Staaten ein ganz erhebliches Sicherheitsrisiko. Auf der Krim fiel nur deshalb kein Schuss, weil die russische Übermacht zu erdrückend war, die nach der Besetzung eine unfreie Abstimmung veranstaltete. Denken Sie, dass die DDR wegen ihrer Wahlen freiwillig im sowjetischen Einflussbereich war? In der Ostukraine haben die Russen und ihre Verbündeten dann scharf geschossen, sogar auf ein ziviles Passagierflugzeug.

      • Die DDR 1.0 ist aus der SBZ hervorgegangen. Das ist doch etwas ganz anderes.

        Die Krim wurde nicht „annektiert“, sondern ist per Referendum zu Russland gekommen. Sollten sich baltische Staaten ebenso entscheiden (was ich mir zumindest im Falle Estlands und Litauens überhaupt nicht vorstellen kann), wäre das eine Entscheidung der Bevölkerungen dieser Länder und von der EU bzw. NATO zu akzeptieren. Wo ist das Problem?

      • Das Problem ist, dass Sie die Sachlage bewusst falsch darstellen. Die Krim ist gewaltsam und völkerrechtswidrig besetzt worden. Das Referendum danach war unfrei und ungültig. Solch eine Landnahme hat es seit dem Zweiten Weltkrieg zumindest in Europa nicht gegeben. Genau dagegen wird die NATO weiterhin gebraucht, während Sie mit Herrn Trump kleine und schwache Staaten nicht schützen, sondern den großen zur Eroberung überlassen wollen.

      • Russland wird keine baltischen Staaten militärisch erobern (da können wir gerne wetten).

        Aber Muammar Al-Gaddafi wurde in Ihren Augen sicher ganz demokratisch von der libyschen Bevölkerung abgewählt. Stimmts?

      • Russland wird die baltischen Staaten nicht angreifen, solange sie unter dem effektiven Schutz der NATO bzw. USA stehen. Frau Clinton wird diesen fortsetzen. Was ein Präsident Trump täte, weiß niemand, nicht einmal er selbst.

        Wir können uns darauf einigen, dass Muammar al-Gaddafi nie gewählt wurde und eine demokratische Abwahl auch nie zugelassen hätte.

      • Was Trump angeht, denke ich eher, dass er den Weg Gerard Depardieus einschlagen würde und sich mit Putin bei Wodka und Kaviar verbrüdert. Das wäre mir tausend mal lieber als ein weiterer sinnfreier Krieg, den Hillary Clinton anstiftet.

        Russland würde die Baltischen Staaten auch ohne NATO-„Schutz“ nicht angreifen. Das sind Hirngespinste von transatlantischen Verschwörungstheoretikern, die sich auch in anderen Fällen schon häufig sehr geirrt haben.

        Gaddafi wurde zwar nicht demokratisch gewählt, aber Libyen ging es vor seiner Zeit und auch danach nie so gut wie unter Gaddafi. Nicht alles was sich „Demokratie“ nennt, ist auch tatsächlich das Beste für das Wohl eines jeden Staates dieses Planeten.

      • Herr Trump wird nicht gewählt, würde aber zahllose sinnlose Kriege beginnen, hoffentlich nicht mit Russland. Dagegen würde Russland die baltischen Staaten wie die Krim überfallen. Das ist Ihnen egal, weil Sie auch die gewaltsame Annexion der Krim leugnen. Niemand möchte aber dasselbe Schicksal erleiden. Zwischenzeitlich mag es Libyen vergleichsweise gut gegangen sein, doch am Ende seiner Amtszeit ließ Präsident Gaddafi seine eigene Bevölkerung bombardieren. Aber das finden Sie ja auch in Syrien völlig in Ordnung, solange die Bomben nicht von den USA geworfen werden.

      • Das Mantra von der angeblich gewaltsamen Annexion der Krim wird durch ewige Wiederholung nicht wahrer. Sie haben in einem Ihrer vorausgegangenen Beiträge vielmehr selbst eingeräumt, dass kein einziger Schuss gefallen ist. Worin soll die „Gewalt“ bestanden haben?

        Wann und wo genau ließ Gaddafi „seine eigenen Leute bombardieren“?
        Meinen Sie damit etwa irgendwelche angebliche „Rebellen“ oder „Freiheitskämpfer“?
        Glauben Sie diesen Propaganda-Mist der USA tatsächlich?

        Das ist doch aus dem selben Märchenbuch wie Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen und die angebliche iranische Atombombe.

        Im Übrigen waren es doch die NATO-Partner Türkei und USA, die islamistische Banden aller Art unterstützt und mit Waffen beliefert haben und in Syrien noch heute beliefern. Die USA sind sogar für das Entstehen des IS verantwortlich. Wie hätte Assad (den ich trotzdem keineswegs für ein Unschuldslamm halte) Ihrer Meinung nach reagieren sollen?

      • Wenn Tausende bewaffnete Soldaten ohne Hoheitszeichen in ein fremdes Land eindringen, ist das dann keine Gewalt? Wenn schwerbewaffnete Räuber in Ihr Haus kommen, ist das solange in Ordnung, wie sie nicht schießen und Sie nicht zu widersprechen wagen? Halten Sie es für demokratisch, wenn diese Männer dann mit Mehrheit abstimmen, dass das Haus ab sofort ihrem Boss gehört? Es ist auch ein Unterschied, ob irgendwo in der Wüste bewaffnete Aufständische bombardiert werden oder in Millionenstädten anfangs unbewaffnete Demonstranten und jetzt gezielt Krankenhäuser. Ich kann nichts dafür, dass Sie sich nicht unabhängig informieren wollen, sondern der russischen Kriegspropaganda glauben.

      • Die Frage ist doch hier, welcher Propaganda Sie auf den Leim gehen.

        Die USA zetteln seit den 1950er Jahren rund um den Globus unentwegt Unruhen an und zeigen dann stets mit dem Finger auf irgendwelche „Schurken“, um von ihrer eigenen Taten abzulenken.

      • Im Gegensatz zu Ihnen lese ich völlig unterschiedliche Quellen und kann das Verhalten der USA differenziert betrachten. Deutschland, Russland bzw. die Sowjetunion und China haben im 20. Jahrhundert viel, viel mehr Menschen umgebracht als die USA. Das gilt mit der Ausnahme Deutschlands auch für die Zeit seit dem 2. Weltkrieg, aber darüber wird in der russischen Propaganda und selbst den meisten westlichen Medien viel weniger berichtet.

      • Man kann sich natürlich immer ein geeignetes Zeitfenster aussuchen, um Ihre Behauptung oder auch das Gegenteil damit zu belegen.

        Mit Russland meinen Sie in Ihrem Beispiel eigentlich die UdSSR. Das ist aber nicht dasselbe.

        Was wirklich zählt, ist doch die außenpolitische Haltung und auch die Einhaltung der Menschenrechte hier und heute. Hier haben sich Deutschland gegenüber dem Dritten Reich und Russland gegenüber der UdSSR deutlich gebesssert. Beide wenden – im Gegensatz zu China und den USA – auch die Todesstrafe nicht mehr an.

        Die Außenpolitik der USA ist leider seit den 1950er Jahren immer gleich geblieben. Es werden unter dem Deckmäntlchen der „Demokratie“ brutale Kriege um die Sicherung des Zugangs zu Öl, Gas und anderen Rohstoffen geführt. Die Menschenleben von Nicht-US-Bürgern sind den USA dabei völlig egal.

      • Sie wollten sich doch ein Zeitfenster aussuchen. Nehmen Sie die gesamte Geschichte dieser Staaten (gar nicht Länder, um bei China nicht Tausende Jahre zurückgehen zu müssen), es sieht nicht anders aus. Gerade die USA nehmen doch zunehmend Rücksicht auf Menschenrechte und Menschenleben. Sie bombardieren nicht extra Krankenhäuser oder friedliche Demonstranten und wenden „smarte“ Bomben und Drohnen an, um möglichst wenig Zivilisten zu treffen. Rein militärisch können sie jeden Krieg binnen Wochen gewinnen. Die nachfolgende Befriedung eines Landes ist schwierig, insbesondere wenn man nicht massenweise Menschen umbringen will. Russland unter Machthaber Putin unterscheidet sich hingegen kaum noch von der UdSSR, sondern überfällt wieder fremde Länder, während es Zivilisten nicht nur im Ausland, sondern auch im Inneren bombardiert, foltert und extralegal hinrichtet.

      • Das ist Ihr Weltbild. Ziemlich einseitig und undifferenziert.

        Was ist denn beispielsweise mit Guantanamo?

      • Das Gefangenenlager hat Präsident George W. Bush eingerichtet, den ich für den schlechtesten Präsidenten der jüngeren US-Geschichte halte (Donald Trump würde ihn allerdings voraussichtlich toppen). Auch diese Differenzierung fehlt Ihnen, dass die US-Politik nicht langfristig gleich ist, sondern insbesondere vom jeweiligen Präsidenten, aber auch Kongress abhängt. Im Übrigen gilt für dieses Gefangenenlager dasselbe, was ich eben schon ausführte, nämlich dass die Medien darüber ausgiebig berichten und viel schlimmere Praktiken nicht nur anderer Länder, sondern sogar der USA selbst kaum erwähnen.

      • Guantanamo war ja nur ein Beispiel (wie Sie selbst richtig bejerkt haben, gibt es noch viel Schlimmeres, das sich die USA anrechnen lassen müssen).

        Und auch wenn Guantanamo von George W. Bush eingerichtet wurde, muss man sich doch wundern, warum es dem tollen Friedensnobelpreisträger Barack Obama in zwei Amtsperioden nicht gelungen ist, Guantanamo wieder aufzulösen? Hier noch immer George W. Bush zum Vorwand zu machen, sticht nicht. Demokratische US-Päsidenten sind leider keinen Deut menschlicher als ihre Republikaner-Kollegen bzw. Vorgänger, auch dann nicht, wenn sie schwarz oder künftig vielleicht eine Frau sind.

        Dass Donald Trump George W. Bush toppen würde, glaube ich indes nicht. Hillary Clinton hingegen dürfte ziemlich nahe an George W. Bush heran kommen.

      • Wenn Sie das Weltgeschehen unvoreingenommen verfolgen würden, dann wüssten Sie, dass Präsident Obama gleich zu Anfang seiner ersten Amtszeit die Schließung des Gefangenenlagers verfügte, aber am Senat scheiterte. Bis heute ist nicht geklärt, was mit den dortigen Gefangenen geschehen soll. Wenn Frau Merkel auch diese armen Verfolgten willkommen heißt, steht einer Schließung nichts mehr im Wege.

      • Dieses Vorhaben des Maulhelden Obama habe ich seinerzeit selbstverständlich mit großem Interesse verfolgt. Doch hat er die Rechnung ohne das Parlament gemacht. Später hat er sich immer wieder von seiner Kriegstreiberin Hillary Clinton vor sich her treiben lassen. Unterm Strich ist Barack Obama sehr schwacher „mächtigster Mann der Welt“, finden Sie nicht?

      • Nein, das finde ich nicht, sondern Sie leben hier Ihren Antiamerikanismus voll aus und kritisieren ihn für alles und auch das Gegenteil. Es ist doch richtig, dass er sich an die Verfassung hält und weniger Kriege führen wollte als sein Amtsvorgänger. Davon hat er sich auch durch seine Außenministerin nicht abhalten lassen. Sein größter außenpolitischer Fehler war wohl, dass er erst auf den Arabischen Frühling setzte, diesen dann aber nicht ernsthaft unterstützte. Aus Syrien hätte er sich ebenfalls entweder komplett heraushalten oder beim Überschreiten der von ihm selbst benannten roten Linien stärker engagieren müssen.

      • Donald Trump ist ein Hund, der viel bellt, aber nicht beißt!
        Es ist richtig, wenn er von den europäischen NATO-Partnern verlangt, sich selbst mehr um ihre eigene Sicherheit zu kümmern. Damit spricht er der breiten Masse der Amerikaner aus dem Herzen, die teures militärisches Engagement in Übersee immer mehr ablehnen. Mit Putin müssen wir hart verhandeln, aber auf gar keinen Fall dürfen wir mit den Russen wegen Syrien militärisch aneinander geraten! Genau diese unkalkulierbare Kriegstreiberei befürchte ich aber, wenn Hillary Clinton US-Präsidentin werden sollte. Wegen der Bengasi-Affäre wird sie in den USA spöttisch auch „Killery“ genannt. Alles ist besser als sie, sogar der Egomane Trump!

      • @francomacorisano

        Hillary Clinton setzt sich für die Interessen der Waffenindustrie und der Brennstoffkonzerne ein, nicht für die Interessen der US-Bürger. In den Bilanzen der vorgenannten Oligarchenkonzerne spielen Menschenleben aber keine Rolle. Schon gar nicht im fernen Europa. Zudem werden den USA ihre Kriegskosten ja in den meisten Fällen von zur Kasse gebetenen „Bündnispartnern“ und Alliierten wieder erstattet.

      • Ihnen fehlen wieder die Kenntnisse der relevanten Fakten. Waffen- und Öllobby haben traditionell die Republikaner viel stärker unterstützt, während die Demokraten vor allem von der Finanz- und Anwaltslobby Gelder erhalten. Donald Trump will eigentlich niemand als Präsident haben. Bei den trotzdem fließenden Spenden trennt er überhaupt nicht zwischen Politik und Privatinteressen einschließlich -vermögen. Wenn er wider Erwarten Präsident werden sollte, werden viel mehr Gelder fließen, doch droht ihm deshalb (und mangels Rückhalt bei Demokraten wie Republikanern) auch ein Impeachment-Verfahren. Außerdem will gerade er die bisherigen Verbündeten zur Kasse bitten, wenn er sie nicht ganz im Regen stehen lässt wie die baltischen Staaten. Schließlich wurden die USA durch Freaking vom weltgrößten Ölimporteur zu einem der größten Ölexporteure, was erheblichen Einfluss auf ihre geostrategischen, aber auch rein geschäftlichen Interessen hat.

      • Ausnahmen bestätigen die Regel Herr Dilger. Außerdem gibt es nicht nur Schwarz und Weiß. Aber ich muss jetzt leider vom Netz. Bis heute Abend vielleicht.

        Einen schönen Sonntag noch.

      • Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, aber auch. Frau Clinton ist dunkelgrau für mich, Frau Merkel schwarz und Herr Trump pechschwarz.

      • Sie können das durchaus so sehen. Ich halte von diesen drei Figuren Herrn Trump für den Schwarzgrauen und die beiden Damen für rabenschwarz (wenn auch nicht im Sinne der Parteifarben).

      • Was ist Ihr Maßstab dafür? Frau Clinton ist einfach eine Politikerin. Frau Merkel hat unser politisches System geknackt. Herr Trump ist überhaupt kein Politiker oder gar Staatsmann, sondern ein ungehobelter Selbstdarsteller.

      • Hillary Clinton ist nicht ‚einfach eine Politikerin‘. Sie ist der verlängerte Arm einer Interessengruppe, die alles andere als bürgernah ist und agiert ausgesprochen kühl und berechnend im Sinne ihrer Auftraggeber.

        Angela Merkel ist eine kinderlose Abwirtschafterin ohne jeden Funken Verantwortungsbewusstsein für künftige Generationen.

        Donald Trump mag ein ungeschickter Tölpel sein, der keine all zu große Empathie besitzt, aber von ihm geht dennoch die weitaus geringere Gefahr aus als von Frau Clinton und Frau Merkel.

      • Hillary Clinton wird von einer großen Mehrheit gewählt werden, weil sie die Interessen der einfachen Amerikaner nicht optimal, aber viel besser vertritt als Donald Trump. Dazu gehört übrigens auch ein Abgleich mit anderen Interessen.

      • Wir werden sehen, ob sich „einfache Amerikaner“ tatsächlich besser von Hillary Clinton als von Donald Trump vertreten fühlen. Noch ist alles offen.

      • Die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsieges von Donald Trump vermag ich nicht einzuschätzen. Daher Wette ich indiesem Falle nicht. Auch nicht mit einer asymetrischen Quote.

      • Im Gegensatz zu Ihnen vermag ich diese Wahrscheinlichkeit einzuschätzen. Sie war vorher schon gering und geht inzwischen gegen null.

      • Na dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als Ihnen vorauseilend zu Ihren hellseherischen Fähigkeiten zu gratulieren! 😉

      • Es reicht, wenn Sie mir Mittwoch nächster Woche zu meinen analytischen Fähigkeiten gratulieren, wobei sie in diesem einfachen Fall nicht ernsthaft getestet werden.

      • Wir werden sehen.
        Und falls Donald Trump gewinnt, steigen Sie herab von Ihrem hohen Ross?

      • Die Läuterung des Selbsterleuchteten sozusagen …

      • Sollte ich noch weniger politische Urteilskraft haben als Sie, dann möchte ich mich tatsächlich nicht weiter öffentlich blamieren. Dass ich Unvorhersehbares wie die Einladung an alle Welt durch Frau Merkel nicht vorgesehen habe, halte ich hingegen für keine Schande. Inzwischen halte ich bei dieser Frau alles für möglich, was das Prognostizieren ihrer nächsten dummen Idee allerdings auch nicht einfacher macht.

      • Und Hillary Clinton halten Sie tatsächlich für weniger gefährlich als unsere Kanzlerin?

      • Wenn Frau Clinton schon zwölf Jahre im Amt wäre oder umgekehrt Frau Merkel frisch antreten würde, würde ich das vielleicht anders sehen, aber tatsächlich ist Frau Merkel für Deutschland und Europa jetzt das größte Übel und Frau Clinton für die USA und die ganze Welt das kleinere.

      • Das schätze ich anders ein, auch wenn ich dadurch noch lange nicht zum Trump-Fan werde …

      • Gewiss nicht. Aber die Wahl zwischen Ihrem angegrauten Fräulein Hillary und IM Erika ist wirklich keine leichte …

      • Zwischen den beiden Damen gibt es nichts zu wählen, sondern zwischen Frau Clinton oder Herrn Trump einerseits und Frau Merkel oder niemandem andererseits.

      • Im Falle der US-Wahl halte ich wie gesagt sogar Donald Trump noch für das kleinere Übel.

        Wenn ich die Wahl zwischen Merkel und Niemand hätte, würde ich mich für Niemand entscheiden. Aus AfD-Sicht setze ich allerdings auf den unvergleichlichen Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidaten. Auf die Geheimwaffe aus Wüselen freuen wir uns schon sehr! 🙂

        Aber ist es nicht zu tiefst schockierend, dass einst so hoch entwickelte Staaten wie Deutschland oder die Weltmacht USA keine besseren Kanzler- bzw. Präsidentschafts-Kandidaten zu bieten haben, als dieses Gruselkabinett?

      • In Deutschland sind die Parteien dafür verantwortlich, doch in den USA gab es offene Vorwahlen, die Frau Clinton und Herr Trump gewonnen haben. Große Teile des Volkes wollen also tatsächlich diese Kandidaten.

      • Herr Dilger, mit „dunkelgrau“ kommt Hillary Clinton bei Ihnen viel zu gut weg!

        Hätte Merkel eine Affäre vergleichbar mit Clintons Email-Affäre am Hals, wäre sie längst weg. Die Clinton-Stiftung ist zudem ein undurchschaubares Netzwerk von Finanztransaktionen, das nur so nach Vorteilsnahme schreit! Als Außenministerin hat Clinton auf der ganzen Linie versagt. Auf der einen Seite wollte sie, entgegen Präsident Obama, dass sich die USA in Libyen viel stärker militärisch engagieren, auf der anderen Seite lehnte sie den dringenden Rat von Militärexperten ab, die US-Botschaft in Bengasi stärker zu sichern. Dass der dortige US-Botschafter und drei seiner Mitarbeiter bei einem terroristischen Überfall ums Leben kamen, dafür trägt Hillary Clinton mit der Bengasi-Affäre DIREKT Verantwortung. Auch in Syrien will Hillary Clinton wieder viel stärker militärisch mitmischen, als Obama.

        Donald Trump mag manchmal peinlich sein. Dass er im Vergleich mit der korrupten Kriegstreiberin Hillary Clinton bei Ihnen aber als „pechschwarz“ eingestuft wird, wird den Fakten nicht gerecht. Hillary Clinton ist eine gescheiterte Person auf ganzer Line. Politisch konnte sie als First Lady, als Außenministerin und als Senatorin NICHTS bewegen. Ihr Eheleben mit Bill Clinton ist ebenfalls ruiniert. Solche gefrusteten Frauen, die außer der Politik NICHTS haben, sind vom Typus her hoch gefährlich. Im Gegensatz zu Donald Trump hat sie nämlich NICHTS mehr zu verlieren!

        Das Washingtoner Establishment hat in den USA die Demokratie und den Föderalismus derart ausgehöhlt, dass ein Hund wie Donald Trump gebraucht wird, dort aufzuräumen, während Hillary Clinton lieber in Syrien „aufräumen“ will und deswegen sogar einen Weltkrieg mit den Russen riskieren würde.

        HILLARY FOR PRISON 2016

      • Die E-Mail-Affäre ist völlig lächerlich, so wie es auch die Lewinsky-Affäre war. Die Republikaner haben moralisch völlig abgewirtschaftet, nur deshalb konnte Donald Trump nominiert werden, der ihre bislang verkündeten Werte überhaupt nicht teilt. Im Gegensatz zu Herrn Trump und auch Frau Merkel ist Frau Clinton fast vollständig berechenbar. Sie wird nichts wirklich Schlimmes machen, schon gar keinen Weltkrieg riskieren.

      • Hillary Clinton ist eine durch und durch geschmierte Interessenvertreterin, keine ‚Volksvertreterin‘. Als Europäer kann man nur hoffen, dass die wahlberechtigten US-Bürger über genügend Restverstand verfügen, Donald Trump als das kleinere Übel zu erkennen.

      • Donald Trump ist das größere Übel. Die Republikaner sind schuld, dass sie keinen besseren Kandidaten aufgestellt haben, was keine große Kunst gewesen wäre. Jetzt müssen die Amerikaner und die Welt vier Jahre mit Hillary Clinton leben. Es gibt Schlimmeres, z. B. noch vier Jahre mit Frau Merkel.

      • In vier Jahren hat Hillary Clinton die Levante in Schutt und Asche gelegt und wir können von Glück reden, wenn wir dadurch in Europa nicht mehr als vielleicht 50 Millionen neue „syrische“ Flüchtlinge bekommen.

        Es soll auch Jahrgänge gegeben haben, von denen alleine Aldi mehr Gallo Nero (Chianti Classico) verkauft hat, als überhaupt produziert wurde.

        Was das miteinander zu tun hat?
        Am besten erkundigen Sie sich zum Beispiel bei der syrischen Botschaft in Amman nach einem neuen Pass.

      • Herr Dilger, Sie kennen die USA hauptsächlich von außen. Ich kenne sie dank der amerikanischen Linie meiner Familie von innen. Hillary Clinton ist schlimmer als der Teufel!

        Ich war nie ein Fan von Donald Trump und werde auch keiner werden. ABER sein parteiinterner Vorwahlsieg musste respektiert werden. Sie sind, wie ich, ein Befürworter von mehr Demokratie, bzw. Direkter Demokratie. Dann muss man aber als guter Demokrat auch mit Abstimmungsergebnissen leben können, die man selbst anders entschieden hätte!!!

      • Mein Bruder lebt in den USA, ich bin gelegentlich dort, zuletzt im letzten Jahr, und lese auch US-Medien.

        Natürlich müssen Abstimmungsergebnisse akzeptiert werden, aber das gilt auch für Herrn Trump und dessen Anhänger. Er wurde duch Mehrheitsentscheid gegen den Willen der Funktionäre Kandidat der Republikaner, wird aber die eigentliche Wahl voraussichtlich verlieren. Warum erklärt er vorher ohne konkrete Anhaltspunkte, das nicht akzeptieren zu wollen? Wenn er wider Erwarten gewinnen sollte, werden die Demokraten das akzeptieren und ich sowieso.

      • Ich halte einen Sieg von Trump nach wie vor für möglich und betrachte ihn als das geringere Übel zu Clinton. Ich denke auch, dass Trump primär ein Sprücheklopfer ist und jetzt viel heiße Luft gekocht wird. Wenn er nur 2 von 10 vernünftigen Maßnahmen aus seinem Sofortprogramm umsetzt, dann hat er Amerika und der Welt bereits geholfen. Unsinn wird er meiner Meinung nach eh nicht durchbekommen, dafür fehlt ihm schlicht die Mehrheit in seiner eigenen Party. Die Welt braucht einen wie Donald Trump, der einfach mal mit alten Regeln (damit meine ich eher soziale Normen und nicht Gesetze. Würde er das machen, würde er von mir Kritik erfahren, wie eben auch ein Erdogan) bricht, auch wenn er selbst ein ziemlicher Idiot ist. Aber anders wird man diese völlig korrumpierte Elite kaum losbekommen.

  6. @ M.Meister: „AfD und interessanterweise ‚Die Linke‘ sind zur Zeit die einzigen wirklichen Hoffnungsträger …etc.“
    Diese Meinung kann ich zweimal unterschreiben, wobei „Die Linke“ für mich persönlich ausscheidet.
    Wer sollte sonst Merkel stoppen? Voßkuhle tut´s nicht, Schäuble, Seehofer, Söder, Gauweiler, Bosbach – sie tun´s nicht, die Professoren ziehen sich beleidigt zurück und – tun´s auch nicht! Auf exogene Einwirkung warten, das wäre so, als wolle man auf Zorro oder Batman warten. In der gegenwärtigen Situation muss sich der deutsche Michel schon selbst bemühen um weitere schicksalhafte Katastrophen abzuwenden, ohne – für Michel vielleicht ungewohnt – einen charismatischen Anführer. Das ist in der Tat enorm wichtig!

  7. „Sozialdemokratisierung der CDU“ unter Merkel???
    Guten Morgen Wirtschaft. Gut geschlafen?

    In der Tat hat Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik die SPD links überholt und die ganz überwiegende Bevölkerungsmehrheit gegen sich aufgebracht. Jetzt bereitet sie schwarz/grün vor.

    Ich nutze JEDE Gelegenheit wenn ich mit Menschen rede, gegen Merkel zu hetzen.
    MERKEL MUSS WEG!

  8. „Die Wirtschaft“ in Deutschland hat weder Instinkt, noch Intuition. Ansonsten würde sie sich anders, nämlich interessengerecht verhalten. Das ist naturgemäß in der sonstigen westlichen transatlantischen Welt außerhalb der EU anders. Russland spielt in einer ganz anderen Liga, weshalb die Westbindung Deutschlands tatsächlich nicht zur Debatte stehen sollte. Einen Austritt aus der immer antiwestlicher werdenden EU könnte Deutschland dagegen nützen.

  9. Pingback: Trump gewinnt und dieser Blog endet | Alexander Dilger

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