Sophias erster Geburtstag

Vor einem Jahr wurde unsere ‚Tochter geboren‘. Deshalb haben wir heute ihren ersten Geburtstag gefeiert. Die Feier war deutlich größer als bei Fabians ‚Erste[m] Geburtstag‘. Ein echter Kindergeburtstag war es allerdings noch nicht, auch wenn Fabian natürlich dabei war und ihre Cousine Emilia (siehe ‚Glückwunsch zur Geburt von Emilia!‘). Auch Sophia wusste jetzt nicht wie seinerzeit Fabian, was da eigentlich passiert und wie man Geschenke auspackt. Sie kennt auch noch nicht die Bedeutung von Eigentum, die über unmittelbaren Besitz hinausgeht, während er inzwischen genau weiß, was alles „meins“ ist oder als solches beansprucht werden kann. Am meisten mochten beide wohl den Kuchen und die Luftballons. Es war für uns alle ein sehr schöner Tag.

5 Gedanken zu „Sophias erster Geburtstag

  1. Herzlichen Glückwünsch!

    Es gibt interessante kinderpsychologische Literatur dazu daß Neugeborene noch nicht den Unterschied zwischen sich selbst und ihrer Umwelt kennen; alles ist für sie unteilbar eins (deswegen auch das freudige Erschrecken vor der eigenen Reaktion, wenn sie sich selbst an die Nase fassen o.ä.). Aus der Ausdifferenzierung der Gefühlswelten erwächst dann meiner laienpsychologischer Überzeugung nach die weitere Unterscheidung der Umwelt in meins und deins.

    Bei Kommunisten wurde diese Entwicklungsstufe allerdings übersprungen. 🙂

    • Ich bin auch kein Psychologe, doch meiner Beobachtung nach kommt das Bewusstsein vom eigenen Körper zuerst. Dann wird in der Außenwelt zwischen Bezugspersonen und dem Rest unterschieden, danach bei materiellen Gegenständen Besitz entdeckt und schließlich dieser zu Eigentum erweitert, natürlich ohne große Theorie und ohne diese Begriffe, sondern ganz intuitiv.

      Es wäre interessant, ob die Stufe mit dem Eigentum als verlängertem Besitz (das Kleinkind nimmt etwas in die Hand und damit in Besitz, um es dann wegzulegen oder sogar an eine andere Person zu verleihen, aber weiterhin als etwas Eigenes zu betrachten) angeboren ist, in (fast) allen Kulturen erlernt wird oder doch etwas Spezifisches unserer Gesellschaft (und anderer, aber nicht der meisten Gesellschaften) ist. Zwischen unseren Kindern kommt es übrigens dadurch zu Konflikten, dass unser Sohn bereits dieses Verständnis von Eigentum hat und unsere Tochter noch nicht. Er betrachtet also etwas als sein Eigentum, was für sie ihr Besitz ist, wodurch Streit entsteht. Auch das hat eine größere gesellschaftliche Bedeutung, wenn z. B. Linksradikale Privateigentum nicht anerkennen wollen. Gewöhnliche Kriminelle erkennen hingegen Privateigentum grundsätzlich an, nehmen es aber punktuell anderen weg, um es sich selbst als Eigentum anzueignen, welches sie dann besonders vehement gegen andere verteidigen.

  2. Pingback: Sophias zweiter Geburtstag | Alexander Dilger

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