Lieber Rot-Rot-Grün als Merkel

Gestern war der SPD-Vorsitzende und mögliche Kanzlerkandidat Sigmar „Gabriel beim rot-rot-grünen Trilog: Nach den Linken schauen“. Eigentlich ist nichts passiert, doch die Union will gleich „Zurück zur roten Socke“n-Kampagne. Denn damit lässt sich vielleicht am besten vom Linksruck der Union unter Frau Merkel ablenken. Spätestens seit 2013 besteht die Strategie dieser Frau darin, möglichst nahe an SPD und Grüne heranzurücken und deren Forderungen umzusetzen, wogegen diese sich schlecht wehren können. Um nun die eigenen Wähler zu mobilisieren und nicht vollständig an die AfD zu verlieren, wird Rot-Rot-Grün als Schreckgespenst an die Wand gemalt.

Doch erstens ist eine rot-rot-grüne Regierung gar nicht wahrscheinlich. Momentan wäre sie rechnerisch möglich, doch die Differenzen zwischen SPD und Grünen einerseits und Die Linke andererseits sind eigentlich zu groß und auf jeden Fall größer als zur Merkel-CDU. Außerdem reicht es nach der nächsten Bundestagswahl gemäß den gegenwärtigen Umfrageergebnissen nicht mehr für dieses Dreierbündnis.

Zweitens wäre eine rot-rot-grüne Regierung überhaupt nicht schlimmer als eine Fortsetzung der gar nicht mehr so großen Großen Koalition oder auch einer anderen Regierung (beispielsweise mit den Grünen oder auch noch der FDP dazu) unter Frau Merkel als Kanzlerin. Gerade weil Frau Merkel die rot-grünen Positionen übernimmt, ist sie nicht besser als das Original. Dafür fehlt ihr eine echte und starke Opposition, die Rot-Rot-Grün in Form einer Post-Merkel-Union hätte. Folglich kann Frau Merkel mehr linke Positionen umsetzen als ein Linksbündnis und tut es auch. Schließlich gäbe eine Abwahl von Frau Merkel 2017 die Chance auf eine bessere bzw. wieder bürgerliche Regierung in 2021 oder sogar davor. Bleibt Frau Merkel hingegen im Amt, ist die Lage 2021 noch schlechter als jetzt und muss dann entweder doch Rot-Rot-Grün oder noch eine Amtszeit von ihr ertragen werden.

Rot-Rot-Grün soll hier keineswegs verharmlost werden. Das wäre eine schlimme Regierung, die vieles noch schlechter machen würde. Aber sie ist eindeutig das kleinere Übel gegenüber einer weiteren Amtszeit von Frau Merkel mit welchem Koalitionspartner auch immer. Mit SPD oder Grünen ginge das jetzige Elend unverändert weiter, nur das immer neue und noch absurdere Projekte umgesetzt werden. Die FDP würde wieder nichts durchsetzen und eine Koalition mit der AfD halte ich für ausgeschlossen. ‚Nutzt die AfD Frau Merkel?‘ So ist es leider, wie auch die Stimmen für Splitterparteien keinen Wechsel bringen.

Die besten Chancen hat man wohl, Frau Merkel doch noch loszuwerden, indem man selbst als liberaler oder konservativer Wähler Die Linke wählt, auch wenn sie die Nachfolgepartei der SED ist und immer noch Linksextremisten in ihren Reihen hat. Wer hingegen meint, Frau Merkel als Schutz gegen eine linke Regierung wählen zu müssen, bekommt eine linke Regierung unter ihr, die schlimmer ist als jede rot-rot-grüne.

68 Gedanken zu „Lieber Rot-Rot-Grün als Merkel

  1. Die Konstellation gut aufgebröselt. Ich stimme mit Ihrer Analyse trotzdem nicht überein:

    1. „Folglich kann Frau Merkel mehr linke Positionen umsetzen als ein Linksbündnis und tut es auch.“

    Das läßt außer acht, daß die Bundes-CDU bei den Landtagswahlen für ihre linke Politik abgestraft werden wird, wie es ja bereits serienweise der Fall ist. Schröder stand im eigenen Lager mit dem Rücken an der Wand, als die SPD die NRW-Wahlen verlor und fast keine Ministerpräsidenten mehr stellte. Auch Merkel könnte inmitten der Legislaturperiode in dieselbe Situation kommen.

    2. „Rot-Rot-Grün soll hier keineswegs verharmlost werden. Das wäre eine schlimme Regierung, die vieles noch schlechter machen würde.“

    Eigentlich fast alles. Rot-Rot-Grün würde Merkels Überfremdungspolitik gesetzlich zementieren und unumkehrbar machen wollen, was katastrophale Auswirkungen auf unser Land und den sozialen Restzusammenhalt hätte. Mit Rot-Rot-Grün können wir davon ausgehen, daß die gesellschaftliche Spaltung irreparabel werden würde.

    3. „Die besten Chancen hat man wohl, Frau Merkel doch noch loszuwerden, indem man selbst als liberaler oder konservativer Wähler Die Linke wählt,…“

    Strategisches Wählen hat liberalkonservativen Wählern eigentlich nie geholfen. Merkel hat die konservativen Stimmen – zu Recht – gegenleistungslos vorausgesetzt und konnte damit ihren langen Marsch nach Links betreiben. Die bürgerlichen Leihstimmen an die FDP haben letztlich auch nichts gebracht, da diese Partei in der Koalition insgesamt zu ängstlich und durchsetzungsschwach war.

    Ich rate dringend zur Überzeugungsstimme, egal für welche Partei. Selbst eine Stimme für eine Partei, die keine Aussicht auf die Überwindung der 5%-Hürde hat, ist keineswegs verschenkt, wenn sie etwa dieser Partei die Möglichkeit zur Teilhabe an der Parteienfinanzierung gewährt (und damit den Aufbau einer langfristig kompetitiven Organisationsstruktur).

    ====================

    So wie ich die Dinge sehe: Ich teile Ihre Einschätzung, daß die CDU/CSU 2017 die größte Partei bleiben wird und daß damit Merkel in einem voraussichtlichen 7-Parteien-Parlament (leider) wieder die Bundeskanzlerin stellen wird. Mit dem voraussichtlichen Einzug der FDP und der AfD wird das bürgerliche Lager die Mehrheit bilden und Rot-Rot-Grün rechnerisch unmöglich machen. Die CDU wird aufgrund ihres Beliebigkeitscharakters mit allen Parteien die notwendige Mehrheitskoalition eingehen können und wollen außer mit der AfD und der Linkspartei.

    Und genau in diesem Einheitsbrei liegt die Chance für einen weiteren Aufstieg der AfD, die sich so als echte Alternative zum Establishment weiter profilieren kann. Wir werden eine österreichische Machtkonstellation erleben, wo eine schrumpfende (linke) Mitte sich zwecks Machterhalt verzweifelt aneinanderklammert, während die Ränder zusehends erstarken und die Agenda bestimmen.

    Kurz: ich hoffe, daß die CDU sich zu Tode koaliert und damit der AfD die Möglichkeit gibt, sie zuerst in den Ländern und dann im Bund als erste bürgerliche Kraft abzulösen. Denn das muß das oberste strategische Ziel der AfD sein: Die CDU beerdigen und ihre Nachfolge antreten.

    • Für zukünftige Wahlerfolge der AfD ist es tatsächlich von Vorteil, wenn Frau Merkel weiter regiert. Für Deutschland ist das jedoch eine Katastrophe, und zwar eine schlimmere als einmalig Rot-Rot-Grün.

      • Ich verstehe nicht, wie intelligente Menschen immer noch auf die Altparteien hoffen können, insbesondere auf die CDU. Merkel hat die Partei soweit nach links gerückt, daß ein Zurück auf bürgerliche Positionen einer Selbstaufgabe und Selbstabwicklung gleichkäme. Man muß die AfD nicht mögen, aber der Zug CDU ist abgefahren.

      • Die CDU ist die größte Partei und wird es zumindest 2017 auch bleiben. Doch auch für 2021 bräuchte die AfD eine andere Option, als nur vergeblich auf die absolute Mehrheit zu hoffen.

      • Eine absolute Mehrheit für die AfD ist für 2017 natürlich sehr unwahrscheinlich. Wenn die Altparteien, insbesondere CDU und SPD sich aber nach 2017 so weiter demontieren wie in den letzten Jahren, dann dürfte die absolute Mehrheit der Sitze in manchen Parlamenten (nicht die absolute Mehrheit der abgegebenen Wählerstimmen), insbesondere in Landtagen, evtl. sogar im Bundestag, für die AfD in greifbare Nähe rücken.

      • PS: Meine Antwort ist etwas zu kurz geraten und könnte deshalb mißverständlich sein. So wie ich Sie verstehe, setzen Sie noch Hoffnung in eine Post-Merkel CDU, die zu ihren Wurzeln zurückfindet. Diese Hoffnung teile ich nicht; die CDU hat die Brücken hinter sich verbrannt. Der große Richtungswechsel ist vollzogen, die Dreggers, Bosbachs und Kanthers werden nicht mehr zurückkehren.

        Was das bürgerliche Lager jetzt braucht, ist eine Partei, die die kulturelle Hegemonie der Linken als Ganze in Frage stellt und angreift. Und das tut derzeit nur die AfD.

      • Die AfD muss dabei jedoch anschlussfähig an die anderen bürgerlichen Parteien bleiben, um mit diesen nach Frau Merkel koalieren zu können. Wer alles will, wird nichts erreichen. Wer nichts will, natürlich auch nicht.

      • Einmalig Rot-Rot-Grün könnte schon eine ganze Menge kaputt machen. Wer will ausschließen, daß so eine Regierung sich ihre Wähler für die nächste Wahl nicht millionenfach per Flugzeug aus dem Orient einfliegt?
        Wie viel Zeit würden die benötigen, um Merkels Werk der Vermögensvernichtung zu vollenden? Wie hoch wären die Schulden nach vier Jahren?

        Das sind alles Horrorvorstellungen. Also doch lieber die Prolls von der AfD wählen, damit die Stimmen im bürgerlichen Lager bleiben.

      • Ich bleibe dabei, dass Rot-Rot-Grün nicht mehr Schaden anrichten könnte als Frau Merkel. Herr Gabriel wäre dafür gar nicht kreativ genug. Rot-Grün unter Herrn Schröder war auch viel besser als jetzt Frau Merkel. Außerdem gäbe es bei Rot-Rot-Grün wieder eine große bürgerliche Opposition aus Union, AfD und selbst FDP. Eine Regierungskoaltion dieser Parteien ist hingegen zumindest momentan nicht vorstellbar.

    • Die Anschlußfähigkeit wird durch eine Verschiebung des Overton-Fensters erreicht. Das ist strategisch wesentlich klüger und erfolgsversprechender als auf dem engsten Raum, den die Zwangsjacke der politischen Korrektheit noch offenläßt, Rochaden zu betreiben.

      Einer wie Höcke wird in 10-15 Jahren in der politischen Mitte stehen und moderat wirken.

      • „Einer wie Höcke wird in 10-15 Jahren in der politischen Mitte stehen und moderat wirken.“ In der AfD könnte das tatsächlich so kommen, in der Gesamtgesellschaft nicht. Die Linksverschiebung ist doch nicht allein von Frau Merkel verschuldet worden, sondern sie hat darauf reagiert. Es ist auch kein rein deutscher Trend. Das bürgerliche Lager insgesamt muss außerdem für die immer größere Zahl an Menschen mit Migrationshintergrund attraktiver werden. Diese sind häufig besonders konservativ und wollen auch keine unkontrollierte Zuwanderung, aber natürlich nicht selbst ausgegrenzt werden.

      • „In der AfD könnte das tatsächlich so kommen, in der Gesamtgesellschaft nicht.“

        Genau in diesem Punkt unterscheidet sich unsere Sichtweise. Sie denken, wir haben eine Krise, die aber mit den alten Methoden und Denkweisen noch bewältigbar ist. Man muß sie nur richtig anwenden.

        Ich glaube dagegen, die Krise zeigt, daß das gesamte System nicht mehr richtig funktioniert, und daß wir gerade einen Paradigmenwechsel im Westen erleben. Ich sehe große Belastungen auf Deutschland zukommen, die das gesamte politische, wirtschaftliche und soziale Gefüge durcheinanderrütteln werden und auf die das Establishment mit seinem althergebrachten Instrumentarium keine Antwort besitzt.

        Das wird riesige Spielräume eröffnen, die man nur nutzen muß. Wir haben Peak Politische Korrektheit erreicht und ab jetzt geht es wieder in die andere Richtung. Es wäre deshalb ein gewaltiger Fehler für die AfD, einen Anpassungskurs an die bröckelnde Meinungshoheit der politischen Linken zu fahren.

        Statt dessen muß sie mit immer neuen Vorstößen das Fenster der erlaubten Meinungen nach rechts ausdehnen und die Agenda setzen, wie sie es ja bereits mit einigem Erfolg tut. Damit ist sie die einzige Partei, die die Voraussetzungen ihres Erfolgs sich selbst schafft, wohingegen alle anderen sich gegenseitig auf den Füßen stehen und um den verbliebenen Raum konkurrieren müssen.

      • Vom Systemwechsel träumen auch die richtig Linken. Innerhalb unseres demokratischen Systems hat Frau Merkel rechts und selbst in der Mitte eine sehr große Lücke gelassen, die die AfD noch nicht annähernd ausfüllt. Für die absolute Mehrheit reicht es trotzdem nicht, zumal eine Post-Merkel-CDU sich neu positionieren wird und eine Post-Seehofer-CSU vielleicht doch die bundesweite Ausdehnung wagt. Vielleicht sehen Sie die AfD ohnehin nicht als Regierungspartei, sondern als „Konservative Avantgarde“, die Türen öffnet, durch die dann andere gehen.

      • Das ist doch genau der Punkt: Die Lücke in der „Mitte“, also rechts der Linksparteien einschließlich CDU ist viel, viel größer als der Raum am rechten Rand. So langsam haben das zum Glück auch die meisten Menschen in der AfD begriffen.

        Ein weiterer und sehr opportuner Schritt in die richtige Richtung könnte eine deutliche Distanzierung der AfD-Spitze von den so genannten „Reichsbürgern“ (von denen es leider auch in der AfD den einen oder anderen gibt) sein, die ich heute bei führenden AfD-Politikern zur Diskussion stellen werde.

      • Eben weil die AfD niemals auch nur in die Nähe der absoluten Mehrheit kommen wird, muß sie alles daransetzen, das Overton-Fenster zu verschieben, damit ihre Positionen auch von den anderen Parteien als die ihrigen verfochten und umgesetzt werden. So wie es die Grünen seit Jahrzehnten geschafft haben.

      • Egal, wie man zu den Herren stehen mag, ist hier auf jeden Fall Eurokanadier recht zu geben.

        Das gerade Höcke und Poggenburg aktiv eine Verschiebung des Overton-Fensters zumindest in Mitteldeutschland herbeiführen und dabei moderat wirken, kann man hier nachlesen:

        http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Thomas-L-Kemmerich-und-Bjoern-Hoecke-im-Schreibduell-fuer-die-TA-1445582410

        http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/landespolitik/herbstinterview-poggenburg-100.html

  2. Nur durch eine starke AfD wird rot-rot-grün verhindert (siehe derzeitige Umfrageergebnisse) und die Chance stark erhöht, dass die CDU so unter Druck gesetzt wird, dass dort sogar Merkel abgesägt wird. Die etablierte politisch-mediale Klasse versucht jetzt im letzten Vorwahljahr zwischen Merkel und rot-rot-grün einen künstlichen Gegensatz darzustellen, den es gar nicht gibt, um beide Seiten für die Wähler wieder interessanter zu machen und die Merkel-CDU für den AfD-Wähler als das kleinere Übel wieder irgendwie wählbar zu machen, um vielleicht doch noch den Einzug der AfD in den Bundestag zu verhindern. Es ist die alte Verdummungspropagandam mit der man es nochmals versucht. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    • Niemand glaubt ernsthaft, dass sich ein Einzug der AfD in den Bundestag noch verhindern lässt oder gar umgekehrt eine absolute Mehrheit für die AfD erreichbar wäre. Ein überraschend gutes Ergebnis der AfD in NRW könnte noch zu einem Umdenken in der CDU führen, doch dafür hat man hier keine hinreichend guten Kandidaten und Wahlkämpfer aufgestellt. Nach der Bundestagswahl sind die Verluste der CDU fast egal, solange sie mit der CSU weiterhin die stärkste Fraktion bilden wird, wovon auszugehen ist. Damit wird Frau Merkel weiterregieren, nur die Farbe und ggf. Zahl ihrer Koalitionspartner ist noch offen.

  3. Ich kann Ihren Argumenten intellektuell folgen und halte sie für schlüssig. Ich halte mich darüber hinaus für einen rationalen Menschen. Diese Wahlempfehlung geht jedoch über meine rationale Handlungsfähigkeit hinaus. Mit meiner Wahlentscheidung dazu beizutragen, dass Gysi und Wagenknecht am Wahlabend strahlen und sich in ihrer Forderung nach NATO-Austritt und Mindestlohn von ich weiß nicht wie vielen Euro bestätigt fühlen, würde vermutlich zu spontanem Koma bei mir führen.

    Ich fürchte, wenn Frau Merkel noch einmal antritt, werde ich mich das erste Mal in meinem Leben bei einer Wahl enthalten. So weit ist es gekommen!

    • Bei einer konkreten Wahlempfehlung bin ich noch nicht. Aber es ist leider so, dass Frau Merkel mit allen außer der AfD und Die Linke koalieren kann und im Zweifel würde. Der Unterschied zwischen AfD und Die Linke ist gar nicht so sehr, dass die eine rechts und die andere links wäre, da viele Positionen doch sehr ähnlich sind. Auch der Grad der Radikalität und der Anteil an Extremisten dürfte vergleichbar sein (nämlich hoch, aber nicht übermäßig). Der wesentliche Unterschied ist der, dass die AfD mit niemandem koalieren und damit auch nicht Frau Merkel ablösen kann, während Die Linke zumindest die Chance auf das kleinere Übel Rot-Rot-Grün und damit die Ablösung von Frau Merkel bietet. Eine Wahlenthaltung oder das Wählen einer aussichtslosen Splitterpartei trägt dazu nichts bei, ist aber natürlich immer noch besser, als die CDU zu wählen.

    • Das ist in jedem Fall ein Fehler. Es gibt 20+ weitere Parteien auf dem Wahlzettel. Selbst eine Stimme für DIE PARTEI wäre besser als eine Enthaltung.

      Wer sich bei der Wahl enthält, sollte so konsequent sein und überhaupt Politik überhaupt nicht mehr verfolgen, da er auch keinen Willen zur Veränderung derselben besitzt.

      • Enthaltung bzw. Nichtteilnahme an der Wahl ist auch eine demokratische Option, doch vermutlich nicht die beste. Durch Wahl einer Kleinpartei kann man ein deutlicheres Zeichen setzen. Am Ende zählen aber vor allem die Mandate im Parlament. Man sollte deshalb auch prüfen, welche Direktkandidaten man im Wahlkreis hat. Selbst in der CDU gibt es noch ein paar Merkel-Kritiker, auch wenn sie immer weniger und leiser werden.

  4. Es besteht scheinbar Einigkeit, dass
    -CDU auch geschwaecht die die staerkste Fraktion bleibt
    -FDP zu profillos ist und eher weniger Stimmen bundesweit bekommt
    -AfD trotz mehr Stimmen, isoliert bleibt und wenig Einfluss ausueben kann
    Um Frau Merkel unbedingt los zu werden eine suspekte rot-rot-gruen zu unterstuetzen, ist wie der Deutschkanadier sagt, zu viel Risiko.
    Soll man Die Linke oder lieber AfD maximieren? Es ist besser AfD zu waehlen, mit einer frustrierten Merkel, als den Linken eine Narrenfreiheit in Berlin, unter einem Schulz, zu schenken! Einen Putsch innerhalb CDU soll man nicht kategorisch ausschliessen.

    Andere Varianten wie schwarz-gelb-gruen wurden nicht erwaehnt, wuerden aber keine Verbesserung bringen. Wir wissen, dass es rund 30% Nichtwaehler gibt und viele kleine Parteien mit einem Gesamtpotenzial von 5-10%. Falls in Deutschland noch eine vernuenftige Allianz der kompatiblen kleinen und kleinsten Parteien als eine neue eigenstaendige liberal-konservative Partei entstehen wuerde gaebe es noch genug interessierte Waehler. Fuer mich eine bevorzugte „Loesung“.

    • ALFA hat doch einmal ein solches Bündnis mit anderen Klein- und Kleinstparteien angestrebt, doch daraus wurde nichts. Ich habe noch ein paar Ideen auf Lager. Wie wäre es z. B., wenn die AfD diese Rolle eines Sammelbeckens der Merkelgegner übernimmt, sich also öffnet und im Gegenzug Herr Lucke mit Gefolgschaft zurückkehrt? Eine breiter aufgestellte AfD würde nicht nur mehr Wähler bekommen, sondern wäre eine echte Gefahr für Frau Merkel.

      • Das selbst ernannte ‚Alfatier‘ Bernd Lucke hat es nicht hinbekommen, ein Bündnis von Kleinstparteien zu schmieden, da nach seinem unrealistischen Verständnis nur er selbst der gottgleiche Führer dieses Bündnis hätte sein können. Nicht anders würde er sich auch heute noch der AfD gegenüber gerieren, die er genau wegen diesem Größenwahn 2015 verlassen hat.

        Welches Interesse sollte die AfD also daran haben, ausgerechnet mit dem inzwischen völlig isolierten Rattenfänger Lucke eine Zweckgemeinschaft einzugehen? Da gibt es wahrlich erfolgversprechendere Optionen. Bernd Lucke war gestern.

      • Das Angebot sollte auch allen anderen bürgerlichen Klein- und Kleinstparteien gemacht werden. Eine echte Öffnung würde außerdem über Parteien hinausgehen und parteilose Prominente sowie verdiente Bürger ansprechen. Dass lieber jeder kleine AfD-Funktionär selbst in den Bundestag will, stellt keine wirkliche Alternative zu den etablierten Parteien dar.

      • Ja, der Ansatz ist schon in Ordnung. Aber eben ohne den Selbstüberschätzer Bernd Lucke. Er wäre bei einem solchen Modell aus den bekannten Gründen völlig fehl am Platz.

      • Was ist mit Herrn Starbatty? Dem kann doch niemand in der AfD ernsthaft etwas vorwerfen. Zu ALFA ist er ohne jede Überzeugung nur aus Loyalität gewechselt.

      • Ich könnte mit einer Rückkehr von Luckes Truppe leben, wenn sich seine Mannen auf das Ökonomische beschränken würden, aber keinen Führungsanspruch bei nationalkulturellen Angelegenheiten erheben würden (also so einen Unsinn wie „atmende Obergrenzen“ vertritt).

        Das würde aber nicht passieren. Und menschlich würde es nach dem Gezänk im letzten Jahr vorne und hinten nicht passen. Die AfD hat sich durch den Alfa-Wegbruch innerlich gefestigt. Das ist ein hohes Gut, das man nicht leichtfertig verschleudern sollte. Eigentlich trauert in der AfD doch niemand mehr Lucke hinterher, oder?

      • Ich weiß, dass beide Seiten nicht interessiert sind, dabei wäre es eine Win-Win-Situation. Herr Lucke müsste gar nicht in die AfD zurückkehren oder dort sogar wieder ein Führungsamt anstreben. Warum setzt man ihn nicht als parteilosen Kandidaten auf die Liste? Selbst wenn er nach der Wahl der AfD-Fraktion abtrünnig würde, hätte er mehr Mandate als sein eigenes gebracht.

      • Nein, Lucke geht gar nicht mehr. Der Drops ist gelutscht!

      • Wo Lucke draufsteht ist aber vom autokratischen politischen Gebaren auch nur Merkel drin.

      • AfD ist gleich wie auch in 2015 geblieben, nur vielleicht in Radikalitaet verfestigt. Also, bestimmt kein Sammelbecken fuer eine gemaessigte Mitte weil es an Charme und Vertrauen fehlt!
        Deswegen werden die vielen Stimmen bei AfD einfach verloren. Signale zu setzen ist schoen, die Waehler wollen Bewegung, Erfolge und Ergebnisse sehen. Es muss verstaendlich sein, dass noch eine neue Oppositionspartei erforderlich und auch moeglich ist! Natuerlich mit Rusiko.

      • Ivan de Grisogono,

        eine „gemäßigte Mitte“ bedeutet im Zeichen des rapiden kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Deutschlandverlustes einfach nur noch eine sauschwache Mitte ohne Mut, Entschlossenheit und Begeisterung. Braucht kein Mensch mehr.

        Das eigentlich Problem ist vielmehr, daß die bürgerliche Mitte nach wie vor Angst hat, Farbe zu bekennen. Alles, nur nicht aus dem Glied heraustreten und den Gegenwind der linken Moralhüter riskieren. Also lieber weiter völlig irrational auf Merkel hoffen oder „doch nochmal FDP versuchen“.

        Der liberalkonservative Wähler hat es ja gar nicht anders verdient, als permanent von „seinen“ Parteien mißachtet zu werden, weil er der einzige Wählertyp ist, der nicht in der Lage ist, seine eigenen Interessen offen zu formulieren und lautstark einzufordern.

        Wer „gemäßigt“ sein und nicht auffallen will, soll zuhause bleiben, und brav abwarten, bis der Wirtschaftsimmigrant, die PIIGS und der Eurokrat das letzte deutsche Tafelsilber abgeräumt haben.

      • Sie sollten Mäßigung nicht mit Schwäche verwechseln. Wer lauter die platteren Parolen ruft, hat damit nicht automatisch recht, auch wenn die Massenmedien darüber natürlich lieber berichten.

    • Wenn „gemäßigt“ bedeutet, sachlich und vernunftorientiert gemeinsam mit der Linken Lösungen anzustreben, zählen Sie mich an Bord.

      Wenn es dagegen bedeutet, deren dauerradikalen Forderungen auf halbem Weg entgegenzukommen, also etwa entgegen unserer Gesetzeslage die Hälfte der Wirtschaftsimmigranten im Lande zu lassen oder Griechenland und Co. weiter deutsche Steuergelder hinterherzuwerfen, mache ich nicht mehr mit.

      Und Millionen andere bürgerliche Wähler auch nicht mehr.

  5. Gäbe es die AfD nicht, würde ich bei der Bundestagswahl 2017 tatsächlich so wählen, wie Sie es empfehlen (Die Linke). Aus genau den von Ihnen genannten Gründen.

      • In der Partei ‚Die Linke‘ ist doch nicht mehr Stasi und SED als in der heutigen CDU.

      • Die Linke hat immer noch zwei kommunistische Unterplattformen, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen.

        Überdies ist die Linkspartei in einem ganz wesentlichen Punkt schlimmer als die SED: Die SED war trotz hochgehaltener „internationaler Klassensolidarität“ eine nationale, deutschbewußte Partei.

        Die heutige Linkspartei tritt dagegen für die faktische Abschaffung der deutschen Kulturnation ein (euphemistisch „Multikulturalismus“ genannt). Das ist ein viel größeres Verbrechen als die Wirtschaft zu ruinieren, denn diese kann man wieder aufbauen, eine Kultur aber nicht mehr.

      • @Stefan König

        Das glaubst Du. Aber Du irrst Dich. Bei der Europawahl 2014 habe ich die NEOS gewählt und in Deutschland wähle ich derzeit selbstverständlich AfD, was sonst?

  6. Wahrscheinlich hat der eine oder andere hier „Unterwerfung “ von Houellebecq gelesen hat. In seiner düsteren Vision gibt es 2022 in der Stichwahl um das Präsidentenamt die Wahl zwischen Le Pen und der muslimischen Bruderschaft. Die konservativen und Sozialisten haben sich fast völlig marginalisiert. Aus Angst vor den rechten unterstützen schließlich sowohl ump als auch die ps die muslimbruderschaft, die dann die Stichwahl gewinnt und Frankreich in eine islamische Republik verwandeln möchte. Bin mal gespannt ob das ein Modell für unsere Noch-Volksparteien cdu und spd wird…

  7. Vielleicht gibst nach den nächsten BTW in der BRD eine „Don Camillo und Peppone“ Koalitionsregierung. CDU und Linkspartei.

      • Ich finde zwar eine Rote-Socken-Kampagne gut und liebe Lagerwahlkämpfe.
        ABER Merkel und ihre Handtaschenträger sind längst auch zu roten (grünen) Socken mutiert. Daher ist das alles nur Show!

  8. Die bisherige Diskussion betrachtet einen wichtigen Aspekt leider nicht. Es gibt geschätzte 30% Nichtwähler. Warum gibt es sie, was wollen sie und wie bringt man sie an die Wahlurne? Es ist vielleicht ein Verdienst der AfD, das eine Tendenz zu mehr Aktivität in Sachen politischer Positionierung in der Gesellschaft erkennbar ist. Auch wenn das Schreckgespenst einer gesellschaftlichen Spaltung über allem schwebt.
    Was auch immer bei zukünftigen Wahlen passieren mag, welche Koalitionen auch immer zusammengedroschen werden, es werden getriebene Strukturen erzeugt, denn die AfD prägt die Debatte!

    • Wenn die CSU merkel stützt dann hat die afd überschaubar viel bewirkt. Ob sie die debatte prägt oder nicht ist doch dann weitgehend egal. Dann stehen uns weitere 4 Jahre düsterenis und politik zulasten der jungen bevor.

      • Merkels Politik ist vor allem gegen die bürgerliche Freiheit gerichtet. Davon sind die meisten Menschen im Staat betroffen, selbst ein Großteil der Umverteilungsprofiteure.

    • Richtig, manche Aspekte gehen unter wegen Belanglosigkeiten. Menschen die unbedingt AfD waehlen wollen sind entweder ueberzeugt mehr als 50% erreichen zu koennen oder naiv und wollen Merkel behalten.

      Vor dem BTW in 2017 gibt es noch zu entscheiden ob AfD auch mit hohem Stimmenanteil etwas bewirken kann oder nur Frau Merkel hilft (Prof. Dilgers These). Prof. Dilgers Gedanke eine RRG Koalition mit Stimmen fuer die Linken zu unterstuetzen waere vielleicht vernuenftig falls es bis dann doch keine zweite echte Oppositionspartei ( mit einem Angebot an Nichtwaehler) geben werde.

      Ich spach Nichtwaehler an am 20.10, 10:21.

      • Nur rein taktisch zu wählen ist in meinen Augen keine optimale Option. Aber bis zur Bundestagswahl 2017 kann ohnehin noch viel passieren.

    • Insgesamt ist es zu begrüßen, wenn bisherige Nichtwähler wieder zur Wahl gehen, weil sie überhaupt wieder eine echte Wahlmöglichkeit sehen. An der strukturellen Mehrheit für Frau Merkel ändert das jedoch nichts. Frau Merkel ist es auch, die die Debatte prägt bzw. die Themen setzt. Die AfD ist stark, weil sie erst gegen ihre Eurorettungspolitik und dann ihre Einladung von allen Flüchtlingen nach Deutschland war. Frau Merkel wird demnächst wahrscheinlich noch so einen Unsinn beginnen, der eine echte Opposition erfordert.

    • Die Zahl der Nichtwähler war bei den letzten Wahlen, an denen die AfD teilgenommen hat, stets rückläufig. Somit hat die AfD zumindest schon einmal erreicht, dass das politische Desinteresse der Bürger schwindet. Das ist doch auch schon etwas.

    • Sehr interessant. Insbesondere der letzte Absatz.

      Es ist schon wahr: Wenn Merkel 2017 wiedergewählt wird, führt dies in der Außernwirkung dazu, dass außerhalb Deutschlands ganz Deutschland als Irrenhaus wahrgenommen wird. Daran macht sich de facto jeder mitschuldig, der CDU, CSU, SPD, Grüne oder FDP wählt.

      Was bleibt, ist die Wahl zwischen ‚Die Linke‘ und AfD. Alles andere ist unmittelbare oder mittelbare Unterstützung Merkelscher Politik – auch Nichtwählen oder Stimmenverschwendung an Splitterparteien dient letztlich nur Merkels Kurs, da diese Stimmen dann einer echten Opposition fehlen.

    • Ja, mit dem Brief stimme ich fast vollständig überein. Leider weiß auch Herr Sieferle keinen Ausweg, wie man denn nun Frau Merkel vernünftig abwählen könnte. Er scheint sogar eine Fortsetzung ihrer Kanzlerschaft im Gegensatz zu mir für das kleinere Übel im Vergleich zu Rot-Rot-Grün zu halten. Außerdem würde ich die Analyse ihrer Annäherung an die SPD und linke Opposition nicht auf die Flüchtlingspolitik beschränken, sondern sehe darin ihre allgemeine Strategie spätestens seit 2013. Sie macht durchgehend keine bürgerliche Politik mehr, sondern nur noch linke, so dass es außer der AfD (und interessanterweise Teilen der Linkspartei) keine echte Opposition mehr zu ihr gibt. In der CDU geben ihre letzten, ohnehin leisen Kritiker gerade auf, während die CSU einmal mehr völlig einknickt.

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  12. Seitdem ist einiges passiert. Gabriel hat für Schulz überraschend Platz gemacht und der erlebt noch überraschender einen Höhenflug in den Umfragen. Eine große Koalition unter Führung der SPD scheint mittlerweile nicht mehr völlig unmöglich. Ich halte diese Konstellation unter allen realistischen allmählich sogar für die am wenigsten schlechte, weil

    1. Merkel damit weg wäre und damit auch das politische Urteil über ihren grenzenlosen Globalismus weithin sichtbar gefällt werden würde.
    2. die Post-Merkel-CDU wieder etwas mehr nach rechts wandern würde und so Schulz, der bei EU, Euro und Dekonstruktion des Nationalstaats eigentlich genauso denkt wie Merkel regiert, einhegen könnte.

    Kurz: Rot-Schwarz besäße die Hauptvorteil von Rot-Rot-Grün, ohne die Risiken zu teilen. Gleichwohl halte ich nichts davon, Schulz nun strategisch zu wählen, wie es einige AfD-Wähler wohl tun werden. Das macht den Linksrutsch nicht rückgängig, sondern zementiert ihn nur.

    Aber ein Bundeskanzler Schulz mit einem Juniorpartner CDU und einer möglichst starken AfD im Bundestag wäre das unter den derzeitigen Umständen beste Ergebnis, das möglich erscheint. Was denken Sie?

    • Wahrscheinlich bleibt die Union doch vor der SPD, so dass bei einer Fortsetzung der Großen Koalition Frau Merkel Kanzlerin bliebe. Mit einer Stimme für die SPD hätte man diese Regierung dann sogar noch gestärkt, während eine Stimme für die AfD daran gar nichts ändert. Doch selbst wenn die SPD hinter der Union bleibt, könnte sie bei hinreichender Stärke aus der Großen Koalition ausbrechen.

    • Ich sehe es ähnlich wie Sie, Eurokanadier. Rot-Rot-Grün wäre eine einzige Katastrophe, das darf niemals passieren. Wenn Merkel bliebe (wohl nur über Schwarz-Rot oder eventuell eine Jamaika-Koalition möglich), bekämen wir 4 weitere verlorene Jahre. Schwarz-Gelb-Blau wird es nicht geben, auch eine Tolerierung nicht. Rot-Schwarz ist daher die beste Lösung.

      Der Juniorpartner in einer GK kann durchaus eine kleine Oppositionsrolle einnehmen (unter der Voraussetzung, dass es nicht für RRG reicht). CDU/CSU würden sich zumindest partiell weiterentwickeln. In B-W schafft es Schäuble-Zögling Strobl ja doch recht bemerkenswerte Sprüche zu klopfen (auch wenn er davon ohnehin nichts umsetzt).

      Es käme wohl vor allem drauf an, wer sich in der Nach-Merkel-Ära in der Union durchsetzte. Von der Leyen würde man wohl nicht wegbekommen, aber solange sie nicht aufsteigt, kann es eigentlich nur besser werden. Denn Leute wie Tauber werden mit Sicherheit mit Merkel gehen müssen. Wahrscheinlich stiegen der verlogene Strobl und der ehrgeizige Spahn auf, das wäre immerhin ein kleiner Fortschritt. Mehr ist in der jetzigen Situation wohl wirklich nicht drin.

      Die AfD muss sich dringend fangen und Höcke gehen. Sonst scheint RRG real zu werden. Für mich würde das ein klarer Auswanderungswunsch bedeuten.

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