Thailands König Bhumibol Adulyadej mit 88 Jahren gestorben

„Thailands König ist tot“. Bhumibol Adulyadej starb heute im Alter von 88 Jahren. Er war seit 70 Jahren König und damit das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt (König Elisabeth II. ist mit 90 Jahren zwar noch älter, kam aber „erst“ 1952 auf den Thron). Die letzten Jahre war er schwer krank und hatte leider keinen mäßigenden Einfluss mehr auf den Machtkampf in seinem Land (siehe ‚Mehrheit für Verfassung vom Militär in Thailand‘) bzw. ließ sich von der herrschenden Minderheit instrumentalisieren.

Vielleicht sollte man nicht nur die ‚Amtszeit des Bundeskanzlers begrenzen‘, sondern auch von Königen. Sein Sohn Maha Vajiralongkorn wird jedenfalls keine 70 Jahre regieren, da er bereits 64 Jahre alt ist. Vielleicht wird er durch den sich verschärfenden Machtkampf auch gar nicht König, jedenfalls wurde die „Thronfolge auf unbestimmte Zeit verschoben“. Ich wünsche Thailand Frieden und wieder mehr Demokratie und Wohlstand.

7 Gedanken zu „Thailands König Bhumibol Adulyadej mit 88 Jahren gestorben

  1. Moin die Runde, hallo 2.197 Mitlesende!

    Ein Testkommentar ohne Anmeldung von vorhin ergab, er taucht — aus nachvollziehbaren Gründen — nicht auf. Also wieder etwas gelernt, trotz des Gefesseltseins ans Krankenlager.

    Kommen wir zur Kernaussage: Wie lange!
    Da heißt die Antwort ,Sowohl als auch‘. Es gibt Gewählte, die möchte man am nächsten Tag schon erschießen. Es gibt aber auch ,Ausgewählte‘ — mir fällt da im Augenblick nur Queen Victora ein — die haben ihrem Volk lange gedient.

    Und dann kommen da noch die diversen politischen Lager hinzu. Für die einen ist, bzw. war er ein Widerstands-/ Freiheitskämpfer. Für die anderen nur ein Taxifahrer ohne Abschluss, der Steine auf Polizeibeamte warf…

    Vielleicht sollte jemand — wenn er denn doch zu viel Mist gebaut hat (was ist Mist?) — seines Amtes enthoben werden. Bei Nixon hat es funktioniert.
    Ob es hier bei einem ehemaligen FDJ-Mitglied in einem postdemokratischen Staat funktionieren würde, wage ich zu bezweifeln.

    Als Antwort möchte ich dazu einen Begriff aus der Suchttherapie herkvorkramen: „…der Leidensdruck ist noch nicht hoch genug. “ Aber er wird kommen… — und dann gnade uns Gott.

    Viele Grüße aus Nordenham!
    Gerd_Taddicken

    Freitag, 14. Okt. 2016 (TPJN), gg. 01:21 h MESZ/B7

    +++

    • Sie haben doch schon etliche Kommentare geschrieben, wozu also jetzt einen inhaltsleeren Test, den ich in der Tat nicht freischalte? Sie müssen auch nicht immer Datum und Uhrzeit einfügen, das macht das System automatisch. Der von Ihnen eingetragene Namen erscheint auch bei dem Kommentar.

      Es braucht kein besonderes Amtsenthebungsverfahren, Frau Merkel könnte einfach vom Bundestag oder den Wählern abgewählt werden. Tatsächlich ist das aber gar nicht so einfach, weil sie unser politisches System sozusagen geknackt hat. Was auch immer wir nächstes Jahr wählen, sie wird Kanzlerin bleiben. Da immer noch die relative Mehrheit sie als Kanzlerin will, ist das vielleicht sogar in Ordnung, obwohl die absolute Mehrheit sie nicht mehr will, aber sich auch nicht auf einen besseren Kandidaten einigen kann (wie ich schon schrieb, halte ich jeden und jede für besser als sie).

  2. Zwei Legislaturperioden sind genug. In dieser Hinsicht ist die Regelung für US-Präsidenten vorbildlich. Allerdings ist darauf zu achten, dass eine spätere Wiederwahl (nach einer Pause oder einem vorübergehenden Amtswechsel) ausgeschlossen wird.

  3. Die Besonderheit Thailands besteht darin, dass es zu keinem Zeitpunkt kolonial besetzt war, es war stets autonom. 20 Militärputsche – der schwerstwiegende vor zwei Jahren – zeigen, dass eine Kolonialvergangenheit nicht die Hauptursache für die Instabilität der Schwellenstaaten ist.

  4. Ich war mehrfach in Thailand zu Gast und habe mich dort immer sehr wohl gefühlt. Ein guter Freund von mir ist glücklich mit einer Thailänderin verheiratet.

    Thailänder sind außerordentlich gastfreundliche Menschen. ABER Thailand hat immer darauf bestanden, dass Ausländer nicht im Land mitbestimmen und keine ausländische Ghettos entstehen. Ausländer dürfen ein Haus nur dann kaufen, wenn in der Nachbarschaft keine anderen Ausländer bereits Häuser besitzen. Ausländer dürfen eine Firma gründen, aber nicht aktiv in ihrer eigenen Firma arbeiten, weil Arbeitsplätze für Thailänder geschaffen werden müssen. Sehr ungewohnt für linkslastige Deutsche.

    Der thailändische König hatte als buddhistisch gottgleiche Person zwar offiziell keine direkte politische Macht, aber er hat sich immer als Moderator engagiert. Ich erinnere mich gut daran, als Anfang er 90er Jahre in der Bang Tao Beach der Urlaubsinsel Phuket die einheimischen Garküchen und Strandbuden einem internationalen Hotelkomplex weichen sollten. König Bhumibol persönlich hat sich mit den Leuten vor Ort getroffen und einen Kompromiss ausgehandelt, der Garküchen und Strandbuden die Existenz gesichert hat, obwohl das Hotel gebaut wurde.

    Seinem Sohn und möglichen Nachfolger Maha Vajiralongkorn, der sich oft in Deutschland aufhält, werden nicht nur Kontakte zur Mafia nachgesagt, sondern auch einge loyale Peinlichkeiten: http://www.bild.de/politik/ausland/adulyadej-bhumibol/thai-kronprinz-etikette-48284342.bild.html
    Thailand war lange politisch sehr stabil dank seines Königs. Ob das auch in Zukunft so sein wird, wird sich zeigen, wenn klar ist, wer den thailändischen Thron besteigt.

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