In Haft ständig beobachteter Terrorist erhängt sich

Jaber „Albakr hat in Haft Suizid begangen“. Zumindest wird das so berichtet, obwohl er sich „wegen akuter Suizidgefahr unter ständiger Beobachtung befunden haben“ soll. Also haben die zuständigen deutschen Sicherheitsorgane auch an dieser Stelle völlig versagt, falls die Geschichte überhaupt stimmt. Denn sie ist wenig glaubwürdig, doch gegenteilige Informationen liegen auch nicht vor, so dass höchstens spekuliert werden könnte, ob es sich wirklich um Selbstmord handelte, dieser vielleicht begünstigt oder vorgetäuscht wurde.

Schon davor gab es nur Pleiten, Pech und Pannen. Jaber Albakr kam nach den bekannten Informationen im Februar 2015 aus Syrien nach Deutschland und erhielt eine befristete Aufenthaltsgenehmigung als Kriegsflüchtling. Das war noch vor der großen Einladung von Frau Merkel an alle Welt, aber durchaus unter ihrer Kanzlerschaft und Verantwortung. Ob er damals schon Anhänger oder gar Mitglied vom IS war, ist nicht bekannt. Zwischenzeitlich war er jedenfalls länger in der Türkei oder sogar in einem Ausbildungslager islamistischer Terroristen in Syrien, was aber den Flüchtlingsstatus hierzulande offensichtlich nicht beeinträchtigt.

Ausländische Geheimdienste mussten auf ihn als Gefahr hinweisen. Über den Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz wurde die Information weitergegeben, bis die Polizei in Chemnitz ihn am 8. Oktober verhaften wollte. Er konnte aber trotz eines Warnschusses fliehen, weil angeblich die Ausrüstung der Polizisten für eine Verfolgung zu schwer gewesen sei. In seiner Wohnung wurden große Mengen Sprengstoff gefunden, die mutmaßlich für einen Anschlag in Berlin gedacht waren.

Drei Syrer überwältigten ihren Landsmann in Leipzig. Ihr Anruf bei der Polizei wurde nicht verstanden, sondern einer musste erst mit einem Foto auf seinem Mobiltelefon zur Polizeiwache gehen, bis Jaber Albakr verhaftet wurde, den man nun in der Haft sterben ließ. Das alles erzeugt kein Vertrauen in unsere Sicherheitsorgane oder gar verantwortlichen Politiker, auch wenn es diesmal (im Gegensatz zu ‚Terrorwoche endet mit Selbstmordanschlag in Ansbach‘) zum Glück keinen Terroranschlag gab.

42 Gedanken zu „In Haft ständig beobachteter Terrorist erhängt sich

  1. Pannen, Pech und Pleiten: Typisch für die Merkel-Republik.
    ABER ich muss diesem toten IS-Kämpfer doch hoffentlich keine Träne nachweinen…….!?!

      • Wollen Sie damit durch die Blume sagen, dass „jemand“ vielleicht ein bisschen nachgeholfen“ hat beim Selbstmord…..???

      • Ich finde das ganze Geheule um den Terroristen, der sich selbst das Leben genommen hat, lächerlich. Niemand trägt eine Schuld an seinem Tod, außer er selbst! WER beschützt „normale Bürger“, damit sie sich nicht umbringen?

        Haben wir keine anderen Probleme???

      • Nach unserer Rechtsordnung lässt man keinen Menschen einfach so sterben, auch keinen mutmaßlichen Terroristen. Wenn der Staat gegen jemanden Zwang anwendet, hat er eine besondere Schutzpflicht, doch auch jedem normalen Bürger muss geholfen werden, wenn eine akute Selbsttötungsabsicht geäußert oder anders festgestellt wird (was sogar staatlichen Zwang rechtfertigen kann). Doch selbst wenn Ihnen der Verdächtige völlig egal ist, sollten Sie bedenken, dass sein Tod die Ermittlungen deutlich erschwert bis unmöglich macht, so dass sich zukünftige Terroranschläge mit unschuldigen Opfern schwerer verhindern lassen.

    • Die sächsische Polizei hat den ISIS-Terroristen NICHT „einfach so sterben“ lassen, wie Sie unrichtig behaupten! Dass er sich nach seiner Ergreifung das Leben nimmt konnte niemand wissen! Soll künftig jeder Häftling wegen möglicher Selbsttötungsabsicht beobachtet werden? Ist DAS Ihr Staatsverständnis als Liberaler???

      Wenn wir solche Typen erst gar nicht in unser Land lassen würden, hätten wir diese Probleme NICHT! Dieser ISIS-Syrer hätte deutschen Boden erst gar nicht erreichen dürfen! Da er zuvor GARANTIERT durch andere EU/Schengen-Staaten gereist ist, hätte er nach dem Dublin-Abkommen dort seinen Asylantrag stellen müssen!

      Da Merkel das Dublin-Abkommen einseitig und ohne Rücksprache mit den anderen EU-Partnern missachtet hat, ist SIE und NUR SIE Schuld daran, wenn selche Kerle nach Deutschland kommen und damit indirekt auch Schuld an seinem Tod.

      Trotzdem sage ich es noch einmal ganz deutlich: Wir müssen dem Typ KEINE Träne nachweinen! Er wird uns NICHT fehlen! Seien Sie doch ehrlich: Bei der Polizei hätte er sowieso nicht ausgepackt. Sein Spiel war aus. Er stand mit dem Rücken zur Wand, wie NS-Größen, die sich vor den Nürnberger Prozessen das Leben nahmen. Wollen Sie die auch betrauern?!?

      • Sie sollten schon bei den Fakten bleiben. Jaber Albakr hatte Selbsttötungsabsichten geäußert und bereits Handlungen in diese Richtung ausgeführt. Ihm weint hier niemand hinterher, sondern ich erwarte nur professionelle Arbeit der Sicherheitsbehörden, was offensichtlich zu viel verlangt ist. Dass es ohne Frau Merkel dieses ganze Chaos gar nicht gäbe, darin sind wir uns einig.

    • Quatsch, irrelevant, in DDR waere es nicht passiert! Kommunistuscher Terrorapparat ist professioneller.
      In einer Demokratie muessten jetzt die Koepfe rollen, beginnend mit Innenminister etc. Sitzt schon IS unter Gefaengniswaertern und Polizisten?

      • @Ivan de Grisogono

        Gerade im heutigen Bundesland Sachsen sind doch solche Dinge laufend passiert (Hoheneck, Bautzen II, usw.). Es würde mich daher nicht weiter überraschen, wenn sich herausstellt, dass auch im Falle Jaber Albakr alte Stasi-Schergen am Werk waren.

  2. „Wir müssen alles Menschenmögliche tun, notfalls dann auch die Gesetze verändern, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.“, meinte Frau Merkel vor ein paar Tagen (http://www.bild.de/bildlive/2016/15-merkel-sicherheit-48223002.bild.html). Das klingt bizarr, nachdem die Kanzlerin letztes Jahr die vorhandenen Regeln und Gesetze zu unserer Sicherheit viel bejubelt außer Kraft gesetzt hat. Der Unmut der Dresdener Demonstranten zum Tag der Deutschen Einheit war so unbegründet nicht.

    • Frau Merkel ist ein unberechenbarer Risikofaktor für die Republik. Nur leider traut sich keiner der Lemminge in Bundesregierung und Bundestag auszusprechen, was viele Bürger denken.

      Also wird der Wahnsinn wohl erst enden, wenn Frau Merkel keine Kanzlermehrheit mehr findet (bei der Bundestagswahl 2017 sehr unwahrscheinlich), freiwillig zurücktritt, auf eine erneute Kandidatur verzichtet (beides ebenso unwahrscheinlich) oder stirbt. Da IM Erika aber erst 62 ist, wird sie uns wohl noch bis mindestens 2037 als Staatsratsvorsitzende erhalten bleiben. Genügend Zeit, um aus Deutschland wieder eine „demokratische Republik“ zu machen, auch wenn der Vorwand für den noch zu errichtenden „Schutzwall“ diesmal nicht Antiimperialismus, sondern eher ein religiöser oder ethnischer (z.B. Antiafrikanismus) werden dürfte.

      • Ich gehe davon aus, dass Frau Merkel 2021 mit Schimpf und Schande abgewählt wird. Sie kostet nicht nur die Union, sondern auch ihre jeweilige Koalitionspartner Stimmen, weil die Wähler sukzessive doch merken, wie schlecht sie regiert werden. 2017 reicht es leider trotzdem noch, wenn nicht für eine gar nicht mehr große Große Koalition, dann eben für eine Deutschland- oder Afghanistan-Koalition. Paradoxerweise verhilft ausgerechnet die AfD Frau Merkel noch ein letztes Mal zur Kanzlerschaft. Antiafrikanismus ist hingegen mehr Ihre Sache; Frau Merkel war doch gerade auf Anwerbetour in Afrika.

      • @Alexander Dilger

        Antiafrikanismus ist nicht meine Sache. Ich habe nichts gegen Afrikaner, so lange sie selbst für sich sorgen und nicht ständig nach einem „Muzungu“ rufen, der sie gefälligst zu alimentieren und mit Bargeld zu versorgen hat, mit dem sie dann einen lukrativen Drogenhandel eröffnen.

        Dass Frau Merkel ihre Positionen ändert, kennen wir doch schon zur Genüge. Warum sollte sie also nicht die (von ihr selbst maßgeblich mit zu verantwortende) islamophobe und rassistische Grundstimmung im Lande nutzen, um einen „antiislamistischen“ oder „antiafrikanischen“ Schutzwall zu errichten? Das bekommt sie selbst bis 2021 locker hin … („Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“)

      • Ja, Frau Merkel ist zu beliebigen Positionswechseln fähig, wie sie oft genug bewiesen hat. Allerdings ginge diese eigentlich immer in eine Richtung, nämlich nach links. Das schließt aber nicht aus, dass sie die ganze Richtung wechselt und demnächst der AfD das Wasser abzugraben versucht. Darauf sind weder ihre linken Freunde noch die AfD vorbereitet.

      • Genau das traue ich Merkel auch zu. Wir werden sehen, was ihr noch alles so „einfällt“ … (kommt im Falle Merkels vermutlich von „Einfalt“)

    • Ja, Frau Merkel setzt Gesetze willkürlich außer Kraft, um dann nach neuen Gesetzen zu rufen. Dabei mangelt es nicht an Gesetzen, sondern an der Durchsetzung derselben. Was ist das für ein Staat, der Terrorverdächtige unkontrolliert ins Land lässt, dann nicht selbst verhaften und in der Haft nicht am Leben halten kann?

  3. Jetzt darf es auf keinen Fall zu weiteren Fehlern kommen. Insbesondere bei der notwendigen gerichtsmedizinischen Obduktion ist es meines Erachtens als ehemaliger Pathologe unabdingbar, hier Spezialisten aus dem neutralen Ausland, also z.B. der Schweiz oder aus Schweden hinzuzuziehen, um den Verdacht der Befangenheit zu vermeiden.
    Wenn nämlich die Gerichtsmediziner vor Ort am lokalen Gericht hinzugezogen werden, ist der Verdacht der Befangenheit mit den dann folgenden Verschwörungstheorien unvermeidbar.

    Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die nicht aufhörenden Gerüchte um die sogenannten Stammheimselbstmorde, wo eine Eilobduktion durchgeführt wurde, und nachher Spezialisten aus der Schweiz sich geweigert haben, eine sogenannte Nachautopsie vorzunehmen.
    Sie als Volkswirt können sicher einen konstanten Zahlenstatus erneut auswerten, dies ist bei einer bereits stattgehabten Autopsie kaum möglich. Im Übrigen gibt es keinen sicheren Nachweis eines Selbstmordes, man kann höchstens zu dem Ergebnis kommen, dass ein Anhalt für ein Fremdverschulden fehlt. Hoffen wir, dass hier nicht weiter Unsinn gemacht wird.

    • Haben wir nicht größere sorgen, als wie sich dieser Mensch umgebracht hat? Wahrscheinlich hat er sowohl sich als auch der Gesellschaft einen Dienst getan mir der Aktion. Insofern, ruhe in Frieden.

      • Im Islam ist der Selbstmord eine schlimme Sünde (Selbstmordattentate erst recht, aber das ist ein anderes Thema). Von daher stellt sich schon die Frage, ob die angeblich islamistischen Terroristen tatsächlich aus religiöser Überzeugung handeln. Auf jeden Fall haben Politik, Polizei und Justiz völlig versagt.

      • Ich bin nicht unglücklich über den Selbstmord eines zukünftigen Massenmörders. Aufklärung brauch ich keine, ich kenne auch so schon die Antwort und Lösung: Grenzen dicht und Abschiebungen, so viele und so konsequent wie rechtlich möglich. Und da ist viel möglich, wenn unser Recht endlich wieder vernünftig und nicht hanebüchen interpretiert wird.

        Angela Merkel wird gehen müssen, die Menschen werden ihr das nicht wieder verzeihen. Jedes zuzügliche Jahr, das wir mit ihren Gästen verbringen, wird die Menschen mehr Wut auf Merkel entwickeln lassen. Wann die Zeit dafür reif ist, das bleibt im Unklaren. Ich denke aber, dass ein richtig großer Terroranschlag dafür ausreicht.

      • Vielleicht stimmt es, dass ein großer Terroranschlag in Deutschland das politische Schicksal von Frau Merkel besiegeln würde. Trotzdem wünsche ich mir keinen solchen Anschlag, den eine solche Wirkung allerdings wahrscheinlicher macht. Außerdem denke ich, dass sie für einen solchen Anschlag weniger die Schuld träfe als für den allgemeinen Anstieg der Kriminalität und Bedrohung. Dass unter einer Millionen Flüchtlingen auch eine Handvoll Terroristen ist, lässt sich nicht vermeiden, zumal diese sonst auch anders ins Land hätten kommen können. Wenn darunter jedoch Hunderttausend(e) Kriminelle sind, dann ist das ein Versagen der politischen Führung, selbst wenn die Mehrheit nicht kriminell ist.

      • Unter den illegalen Glücksrittern finden sich mit Sicherheit Hunderttausende von Klein- bis Schwerstkriminellen. Wer sein Glück in Europa sucht, um einer legalen Beschäftigung nachzugehen, der taucht doch nicht unter!

      • Kein vernünftiger Mensch kann sich einen Terroranschlag wünschen, nur damit Merkel endlich ihre Kanzlerschaft verliert. Nur wird er leider kommen, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Die deutsche Bevölkerung wird kein Paris akzeptieren.

        Professionelle Terroristen können auch anders einreisen, das ist richtig. Die jüngsten Erfahrungen zeigen aber, dass die Terroristen nicht so ausgeklügelt sind und sich sehr wohl als einfache Flüchtlinge ausgeben. Außerdem werden nicht wenige Flüchtlinge erst in Deutschland zum Terroristen werden. Für diesen Verlust der Sicherheit trägt Merkel Verantwortung. Noch nie hat ein Politiker vorher der Bundesrepublik Deutschland so viel Schaden zugefügt und das auf allen Politikfeldern.

        Bautzen (Fehlverhalten von Flüchtlingen) ist freilich überall. Nur gibt es in anderen Orten nicht entsprechend viele rechtsextreme Schlägertruppen, die dem Fehlverhalten von Flüchtlingen wie andernorts nicht tatenlos zusehen, weshalb man in der Presse nicht viel mitbekommt. Die Polizei, die Stadt und die einheimische vernünftige Bevölkerung ist offensichtlich nicht mehr in der Lage sich zu wehren. Dass es ausgerechnet rechtsextremen Kräften gelang für „Ordnung“ zu sorgen, wird diesen Auftrieb geben und uns ein neues Problem erschaffen. Der Bürgerkrieg zwischen Republikfeinden von allen Seiten ist gerade im Entstehen und wäre ohne Merkels Einladungspolitik undenkbar gewesen.

      • „Noch nie hat ein Politiker vorher der Bundesrepublik Deutschland so viel Schaden zugefügt und das auf allen Politikfeldern.“ Das ist leider richtig. Wann merkt das endlich die Mehrheit der Bevölkerung? Braucht sie wirklich einen schlimmen Anschlag als Weckruf?

        „Der Bürgerkrieg zwischen Republikfeinden von allen Seiten ist gerade im Entstehen und wäre ohne Merkels Einladungspolitik undenkbar gewesen.“ Auch das stimmt. Frau Merkel ist nicht nur für die Kriminalität von echten und vermeintlichen Flüchtlingen einschließlich Islamisten verantwortlich, sondern auch für die zunehmende Gewalt von Rechts- und Linksextremisten. Ich kann nur hoffen, dass es nach ihrem Abgang wieder friedlicher wird.

      • Die einfache Bevölkerung braucht eine funktionierende vierte Gewalt. Diese vierte Gewalt wurde über Jahrzehnte von grün-links unterwandert und mittlerweile erfolgreich übernommen. Für die junge Generation kommt noch die fatale Indoktrinierung in der Schule durch ebenfalls mehrheitlich grün-linke Lehrkräfte hinzu.

        Über diese Schalthebel hat die grün-linke Bewegung ein Klima der Angst erschaffen. Es gibt wieder klare Angaben was sozial erwünscht ist und was nicht. Bewegungen der Vernunft haben da einen schweren Stand, wenn sie mit sozialer Ächtung einhergehen.

        Dieser Zustand ist umkehrbar und erste Absetzbewegungen sind selbst in Deutschland erkennbar, doch letztendlich ist das ein jahrzehntelanger Prozess. Diese Zeit haben wir freilich nicht. Beschleunigt wird dieser Prozess nur durch echte Katastrophen, die die Welt aus den Fugen geraten lässt, eben Kriege, Terrorismus u.v.m.

        Deshalb wäre meiner Meinung nach auch ein Sieg von Trump unheimlich wichtig. Nicht weil er ein guter Präsident wäre, sondern weil es ein SIgnal wäre, dass es möglich ist ohne negative Konsequenzen seine Meinung zu sagen. Wenn selbst eine Person amerikanischer Präsident werden könnte, die sich selbstverschuldet so massiv ins soziale Abseits manoevriert hat, dann werden auch andere Menschen aufwachen und mit ihren Ansichten nicht mehr hinter den Berg halten. Die Schweigespirale und Unehrlichkeit ist das größte Problem unserer Zeit. Um diese zu überwinden, wäre ich auch bereit eine Person wie Trump 4 Jahre als Präsident zu ertragen.

      • Herr Trump ist doch kein Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit, sondern verklagt schon jetzt jeden, der kritische Fakten über ihn äußert. Seine verbalen Ausfälle werden nicht strafrechtlich verfolgt, aber sollten auch nicht mit dem höchsten Staatsamt belohnt werden. Nur eine klare Niederlage von ihm wird die politische Kultur in den USA verbessern helfen. Dafür müssen wir Frau Clinton vier Jahre als Präsidentin ertragen.

  4. Selbstmordattentate haben im Islam eine lange Tradition, sie sind keineswegs Unrecht, wenn sichergestellt ist, daß es Ungläubige trifft. Schon die Assasinen, von denen wir den Namen Attentäter haben (was man dem engl. Assasin noch mehr anmerkt) kalkulierten bewußt den eigenen Tod ein. Als Folge rechtmäßigen Jihads ist das kein Problem. Einzig der Selbstmord ohne Jihad, so wie er nun in der Zelle offenbar verübt wurde, gibt Rätsel auf; denn das ist in der Tat unislamisch. Aber wie sollte man das Ableben des Terroristen anders erklären? Wer sollte ihn, was dann zu behaupten nötig wäre, umgebracht haben? Mir fällt auf Anhieb niemand ein, der die Möglichkeit dazu gehabt hätte.

    • Es wird im Koran gepriesen, im rechtmäßigen Kampf zu fallen, was etwas ganz anderes ist als ein Selbstmordattentat. Weder das Ermorden von Unschuldigen noch der Selbstmord sind mit dem traditionellen Islam vereinbar.

      Die naheliegendste Erklärung ist, dass Jaber Albakr psychisch gestört war. Als religiöse Begründung ist noch eine völlige Überdehnung des Dschihad denkbar (der Selbstmord ist Teil des Kampfes, damit z. B. dem Feind keine Informationen in die Hände fallen). Bei einem fremdverschuldeten Tod könnte es sich z. B. um zu brutale Verhörmethoden gehandelt haben. Schließlich ist es denkbar, dass der Tod nur vorgetäuscht wurde.

      • @Alexander Dilger:
        „Schließlich ist es denkbar, dass der Tod nur vorgetäuscht wurde.“

        Was genau meinen Sie damit? Doch nicht etwa, dass es gar keinen toten Attentäter Al-Bakr gibt und er freigelassen wurde und untergetaucht ist? Welchen Sinn ergäbe das?

      • Alles ist möglich, doch es gibt Wahrscheinlichkeiten. Die heimliche Freilassung eines islamistischen Terroristen halte ich für sehr unwahrscheinlich, wenn es sich nicht in Wirklichkeit um einen westlichen Agenten handelt. Ich halte es eher für möglich, dass er jetzt in einem anderen Land von der CIA unsanft verhört wird oder dass es überhaupt keinen solchen Terroristen gab, sondern alles nur eine schlechte Inszenierung ist. Am wahrscheinlichsten bleibt jedoch, dass die sächsischen Behörden völlig unfähig sind.

      • Guantanamo also. Vorstellbar ist das natürlich.
        Aber auch Ihre beiden anderen Varianten liegen durchaus im Bereich des Vorstellbaren.

        Leider wird es immer schwieriger, Fake von Wahrheit zu unterscheiden. Im Grunde kann der Staat seinen Bürgern jede erfundene Story als Meldung servieren, seit nur noch sehr, sehr wenige Redaktionen selbst recherchieren.

        „Geiz ist geil“ und die maßlosen ‚Verdienste‘ der Gewerkschaften haben dazu geführt, dass es kaum noch wirklich fundierte, geschweige denn kritische Berichterstattung in den Massenmedien gibt. Heute wird jede Pressemitteilung von beinahe allen Medien 1:1 übernommen.

      • Es ist alles spekulativ, doch dass solche Spekulationen nicht mehr völlig abwegig erscheinen, lässt schon tief blicken, wie es um unseren Staat bestellt ist. Die Massenmedien haben ihre Mitschuld daran. Die ernsthafte Recherche von Fakten betreibt leider kaum noch ein Journalist. Reine Meinungen habe und schreibe ich dagegen selbst, und zwar wenigstens regierungskritisch, wie es eigentlich auch Aufgabe einer vierten Gewalt wäre.

      • Die Hauptgründe für die mangelnde Aufgabenerfüllung der „vierten Gewalt“ habe ich ja oben skizziert. Daneben spielt aber auch die zunehmende Konzentration der Eigentümerverhältnisse, insbesondere der großen Presseagenturen, eine gewichtige Rolle.

        Unterm Strich lässt sich leider zusammenfassend nur feststellen, dass die tatsächlich gebotene „Meinungsvielfalt“ in unseren Medien heute mit der der Medienlandschaft in der ausgehenden Original-DDR vergleichbar ist.

        Hinzu kommt, dass sich die meisten Menschen heutzutage lieber „zu Tode amüsieren“ (frei nach Neil Postman), als sich über das politische Tagesgeschehen zu informieren.

  5. @MM: mag sein, dass die meisten Menschen ignorant, politisch desinteressiert und eher hedonostisch unterwegs sind. Aber wer mag es ihnen verübeln. Die befassung mit politischen Themen ist derart unerquicklich geworden, dass man die ignoranten fast beneiden muss. Wahrscheinlich ist es sogar rational sich ausschließlich für sein eigenes Glück zu interessieren, zumal die Chancen politisch etwas zu bewegen ohnehin marginal sind.

    • Solche Diskussionen führe ich im privaten Umfeld leider beinahe täglich. Die Politikverdrossenheit ist wirklich immens, man merkt es nicht nur an der Wahlbeteiligung. Weitsichtig ist es jedoch nicht, sich einfach aus der politischen Verantwortung auszuklinken (und sei es nur durch die Wahrnehmung des aktiven Wahlrechts). Wer nicht wenigstens sein Wahlrecht ausübt, darf sich nicht wundern, wenn er irgendwann nicht einmal mehr aus der DDR XXL 2.0 ausreisen darf.

  6. @Peter burger
    Auch Frau Merkel ist für den Tod von Menschenleben verantwortlich. Primär für die durch ihre Politik angezogener flüchtlinge, die im Meer qualvoll ertrunken sind. In zweiter Linie aber auch für die leben, die man mit Geld hätte retten können, welches wir für die zahlreichen grossprojekte (Energiewende, flüchtlinge, €… you name it) verpulvern. Im gesundheitssystem beispielsweise hat ein Leben einen Wert, bzw es gibt massnahmen die aus kostengründen nicht eingeleitet werden und die leben verlängern könnten. Von 20mrd € kann man sich viele massnahmen leisten. Ab einem bestimmten Punkt wird es eine Frage der Arithmetik ob eine Wiederwahl von Frau Merkel mehr leben kostet als ein terroranschlag, der ihre Wiederwahl verhindert.

    • Terroranschläge basieren darauf, dass sie einen viel größeren Schrecken verbreiten, als dem realen Schaden entspricht. Der ideale Terror benötigt überhaupt kein direktes Opfer (wie z. B. dieser Schuhbomber Richard Reid, der erwischt wurde, aber bis heute Millionen Fluggäste beeinträchtigt). Entsprechend sterben durch die Politik dauernd viel mehr Menschen als durch Terroranschläge, aber in der Regel handelt es sich nicht um Morde, sondern statistische Tote, die es bei jeder größeren Entscheidung gibt, wenn auch in unterschiedlicher Anzahl und an verschiedenen Stellen.

    • Rein mathematisch lässt sich so freilich argumentieren. Den möglichen Opfern eines Terroranschlages gegenüber so zu argumentieren, ist hingegen ziemlich zynisch. Freilich, Merkel muss weg – aber bitte nicht mit einem Terroranschlag, für den unschuldige Menschen bluten müssen.

      • Das wünsche ich mir auch nicht. Wenn ich aber überlege, welche grossprojekte merkel in den letzten 5 Jahren angestoßen hat und wir das für die nächsten 5 jahre extrapolieren, wird mir schwindlig. Was kommt als nächstes? Die solidarische krankenversicherung für ganz Afrika? Die gemeinsame Arbeitslosenversicherung für die EU? EU beitrittsverhandlungen mit Marokko und Tunesien? Ein neuer Marshall Plan für Südeuropa?
        Es sind soviele rote Linien gerissen worden, dass ich den Glauben an die Existenz irgendwelcher roter Linien verliere. Es ist nicht nur unsere zukunft, sondern auch die unserer Kinder und Enkel, die auf dem Spiel steht: für nichts und wieder nichts. Und irgendwann driftet man zwangsläufig in Zynismus und Ohnmachtsgefühle ab und beginnt etablierte ethische Grundsätze anzuzweifeln.

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