Merkel als zu hoher Preis der Einheit

Am heutigen ‚Tag der Deutschen Einheit‘ gab es in Dresden „Pöbeleien bei der Einheitsfeier – Merkel fordert Respekt“. Ein Mindestmaß an Respekt hat tatsächlich jeder Mensch verdient, auch eine sehr schlechte Regierungschefin. Kritik an der Regierung, selbst sehr deutliche, aber nicht völlig unzivilisierte, und Forderungen nach ihrer Ablösung sind jedoch in jeder echten Demokratie zulässig.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Tag der deutschen Einheit zu gegenseitigem Respekt und Dialogbereitschaft aufgerufen. 26 Jahre nach der Wiedervereinigung sei der Tag der Einheit für die allermeisten Deutschen nach wie vor ein Tag der Freude und Dankbarkeit, sagte Merkel am Montag vor dem zentralen Festakt in Dresden. Es gebe aber auch neue Probleme. „Und ich persönlich wünsche mir, dass wir diese Probleme gemeinsam, in gegenseitigem Respekt, in der Akzeptanz sehr unterschiedlicher politischer Meinungen lösen und dass wir auch gute Lösungen finden.“

Das knüpft an ‚Alle sind das Volk für Merkel‘ an. Doch ihre Dialogbereitschaft mit echten Oppositionellen ist nicht zu sehen, sie respektiert diese auch nicht und findet dementsprechend auch keine guten Lösungen für die neuen Probleme, die sie selbst erst geschaffen hat.

Die „Deutsche Einheit kostet 2.000.000.000.000 Euro“ bislang, doch das sind nur die direkten Kosten. Die Einführung des Euro war auch ein Preis der Wiedervereinigung, der insgesamt noch mehr kosten dürfte. Aber am teuersten ist die FDJ-Funktionärin, die nicht zur Staatsratsvorsitzenden, sondern Bundeskanzlerin aufstieg. Sie hat uns u. a. die Energiewende und die Flüchtlingskrise eingebrockt, ihretwegen kommt es zum Brexit und großen Spannungen in der EU oder sogar deren Ende. Vor allem funktioniert unsere Demokratie nicht mehr, seit sie die CDU entkernt und alle Unterschiede zur parlamentarischen Opposition verwischt hat.

Frau Merkel ist eben Einheitslisten aus der DDR gewohnt. Doch eigentlich sollte die Wiedervereinigung allen Deutschen Einigkeit und Recht und Freiheit sowie Demokratie und Wohlstand bringen. Inzwischen drängt sich leider immer häufiger der Eindruck auf, dass eher die DDR sich durchsetzt.

35 Gedanken zu „Merkel als zu hoher Preis der Einheit

  1. Rufe wie „Merkel muss weg“, „Volksverräter“, das soll unzivilisierte Kritik sein?

    Wie soll denn ein Volk einem Führungspersonal Respekt und Achtung noch entgegenbringen, das Gesetze bricht, rücksichtslose Politik gegen die eigene Bevölkerung betreibt und dabei ein ganzes Land spaltet und zerstört?

    • Angela Merkels Mimik und Gestik steht den Inhalten ihrer Lügenreden schon seit geraumer Zeit diametral entgegen. Besonders gut war das wieder einmal beim gestrigen „Tag der (so genannten) deutschen Einheit“ zu beobachten. Es ist wirklich höchste Zeit, dass sie abtritt.

      • Die Merkel in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. (Oder so ähnlich)

  2. Besonders bedauerlich finde ich, dass es in der Union keinen hoffnungsträger wie Kurz gibt. Ohne Kurz‘ wäre Merkels jüngster geniestreich jeden Monat hunderte flüchtlinge aus Ita/Gr zu holen wieder ungehört abgenickt worden. Wie immer regt sich ansonsten keinerlei Widerstand gegen diese Maßnahme.

    • Das Problem wären ja nicht „ein paar Hundert Flüchtlinge“. Durch das stoische Festhalten an ihrer unsinnigen Politik werden sich Hunderttausende wenn nicht Millionen Afrikaner beflügelt fühlen, nach Europa aufzubrechen, wo die meisten von ihnen nicht die geringste Perspektive haben. Ein völliger Irrsinn.

  3. Eine treffende – und irgendwie deprimierende – Analyse des Merkel-Stils hier von Volker Pispers (ab ca. 0.50):

  4. Gegen Merkel kann man gar nicht laut genug pöbeln!

    Die AfD sollte Trillerpfeifen in AfD-blau kostenlos verteilen und Merkel keinen ruhigen Auftritt mehr gönnen. Wir müssen überall demonstrieren wo Merkel und ihre Handtaschenträger auftreten und NICHT vor Asylantenheimen!!!

    • Richtig, es ist nicht die Schuld der Flüchtlinge, ob sie nun aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen gekommen sind, dass Frau Merkel sie alle eingeladen hat. Auch die Bürgermeister können nichts dafür, Frau Merkel hingegen sehr wohl.

      • Dem kann ich mich nur anschließen. Vollpfosten machen Vollpfosten-Politik und „das Volk“ sieht untätig zu …

      • Die AfD muss zur Bundestagswahl einen Anti-Merkel-Wahlkampf machen. ABER sie wird gefragt werden, wer die personelle Alternative ist. Und da sieht es leider dünn aus! Unter den Blinden ist der Einäugige König……

      • Frau Merkel ist nicht die Einäugige unter den Blinden, sondern die aktiv Schädliche unter den Unbedarften. Deshalb halte ich 99 Prozent der Deutschen für besser geeignet als sie. Herr Gabriel wäre wohl kein guter, aber ein deutlich besserer Kanzler.

      • Zwölf Jahre sind genug – Danke Angela Merkel! 🙂

      • Ich sehe das auch so!
        ABER es geht darum, wie wir das einfachen Menschen erklären!
        Ich rede nicht von knallharten Merkel-Feinden, wie wir beide.
        Ich rede von einfachen Menschen, für die Merkel lange eine „starke Frau“ war (für mich nie!). Ich rede (als Marketingmann) von der Verpackung, NICHT vom Inhalt!
        Natürlich ist ALLES besser als Merkel,
        aber einfachen Menschen muss man sagen, dass X besser ist und nicht einfach alles, denn die verstehen DAS sonst nicht!

        Könnten wir irgendwie Unruhe in der CDU/CSU stiften, indem wir sagen, X wäre ein besserer Kanzler als Merkel. Wer könnte sich denn heimlich Hoffnung machen, ohne jetzt schon zu früh sich aus dem Fenster zu lehnen???

        Ich glaube, wir können Merkel kurzfristig nur von innen (aus der CDU/CSU heraus) beseitigen, indem Mandatsträger Angst vor Mandatsverlust (MdB’s) bekommen und Funktionäre generell um Macht, Einfluss und Geld fürchten.

        Wir müssen viel mehr taktisch und strategisch vorgehen.
        Politik ist wie Schach!!!

      • Wenn Politik wie Schach wäre, hätten wir viel klügere Politiker. In einem Multipersonenspiel ohne klare Regeln verbünden sich die Schlechten mit den Dummen gegen die Guten und Klugen. Wenn am Ende Mittelmaß regiert, kann man sich glücklich schätzen.

      • Politik ist wie Schach, aber die Klügeren (Gescheiteren) gehen leider in die Wirtschaft oder in die Wissenschaft und meiden die (komplizierte) Politik. Mittelmaß hat unter Kohl lange regiert. Erst unter Merkel haben sich die Schlechten mit den Dummen gefunden.

        Das Problem ist das Berufspolitikertum. Leute, die in keiner mittelgroßen Firma auch nur Abteilungsleiter würden, können in der Politik zum Minister und mehr aufsteigen. Würden wir, wie in den USA, politische Ämter endlich auf zwei Amtsperioden begrenzen, könnte dieser Teufelskreis durchbrochen werden und gute Leute wechseln von der Politik in die Wirtschaft und Wissenschaft und umgekehrt.

      • @francomacorisano
        „Würden wir, wie in den USA, politische Ämter endlich auf zwei Amtsperioden begrenzen, könnte dieser Teufelskreis durchbrochen werden und gute Leute wechseln von der Politik in die Wirtschaft und Wissenschaft und umgekehrt.“

        Gleichwohl die USA in meinen Augen sonst nicht gerade als politisches Vorbild taugen, ist dieser Ansatz richtig. Aber hierzulande kleben Politiker leider an ihren Ämtern und Mandaten, was wohl tatsächlich darauf zurück zu führen ist, dass es diese Köpfe in der Wirtschaft zu rein gar nichts bringen würden.

      • Im echten Schach tummeln sich die besten Schachspieler und gehen nicht woanders hin, selbst wenn sie dort mehr verdienen können. Doch stellen Sie sich vor, es würde im Schach nicht klar nach Regeln entschieden, wer gewinnt, sondern die Mitspieler und Konkurrenten stimmen darüber ab. Anfangs würden die meisten ehrlich abstimmen und weiterhin die besten Spieler gewinnen. Doch dann kommen nicht so gute Spieler auf die Idee, dass man sich auch gegen die besseren verbünden kann, um in den Abstimmungen zu gewinnen. Am Ende gewinnen nur noch die Kungler, während sich die echten Schachspieler mit Grausen abwenden.

        Genau das kann man in der Politik beobachten. Es ist kein Zufall, dass anfangs die politisch Aktiven seriöser und inhaltlich interessierter sind als später. Erstaunlich finde ich nur, wie schnell die Entwicklung in der AfD ging, während Frau Merkel jetzt ganz Deutschland und Europa vor die Wand fährt.

        Eine strikte Begrenzung der Amts- und Mandatszeit könnte vielleicht wirklich helfen, doch auch das hat die AfD nicht hinbekommen, während es die Grünen schnell wieder abschafften.

      • Das ist eine unverbindliche politische Forderung, an die sich in 16 bis 20 Jahren ohnehin niemand mehr erinnern kann. Wenn ich richtig informiert bin, sind die eigenen Beschränkungen der Amtszeiten und Mehrfachmandate aus den Satzungen verschwunden, wobei auch diese im Ernstfall juristisch kaum durchsetzbar gewesen wären.

      • Wie gesagt – auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Dass es diesbezüglich noch viel zu tun gibt, steht außer Frage. Aber immerhin ist die Grundtendenz seit Luckes Weggang wesentlich demokratischer als in irgend einer anderen Partei und das wird von den Mitgliedern auch goutiert.

      • Eine solch positive Entwicklung der AfD sehe ich leider nicht. Sie war doch 2013 viel besser als heute. Zwischenzeitlich hat Herr Lucke vielleicht zu stark versucht, seine Positionen durchzudrücken, aber er ist ganz demokratisch gegangen, als er keine Mehrheit mehr hatte. Er wird wohl auch nur eine Legislaturperiode im Europaparlament sitzen, während das Pleitpärchen Wahlen und Wohnsitznachweise fälscht, um dauerhaft von der Politik zu leben, weil es nichts anderes hat.

      • Die AfD besteht doch nicht nur aus Bonnie & Clyde. Das wissen Sie genauso gut wie ich.

      • Sie sind die dominierenden Vorsitzenden im Bund bzw. größten Bundesland und diskreditieren die ganze AfD, siehe z. B. „AfD-Chefin Frauke Petry: ‚Verräterin des Abendlandes'“ mit diesem völlig falschen Vergleich: „Auf derselben Veranstaltung soll dem Vernehmen nach der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell die Europäische Union mit dem nationalsozialistischen sowie dem bolschewistischen Staat verglichen haben.“

      • Jede Partei hat ihre Problembären. Da ist die AfD doch keine „unrühmliche“ Ausnahme. Die Menschen sind nun mal nicht alle perfekt, auch in der AfD nicht. Hinzu kommt, dass viele AfD-Funktionsträger bei ihrer Wahl noch ziemlich unbekannt waren und nur auf Grund von ein, zwei guten rhetorischen Auftritten in ihre Ämter oder auf vordere Listenplätze gewählt wurden. Wie sollte es am Anfang auch anders sein?

      • Sehr geehrter Prof. Dilger, sie schreiben: “die Bürgermeister können nichts dafür“. Mein Gedanke, als Nichtjurist dazu: Wenn Frau Merkel in Sachen Masseneinwanderung das Grundgesetz bricht, entsteht dann nicht durch unterstützende Maßnahmen auf kommunaler Ebene eine Beihilfe zum Rechtsbruch, welche ggf. strafbar wäre?

      • Gesetze sollten gerade von der Regierung perfekt eingehalten werden, aber nicht jeder Rechtsbruch rechtfertigt weitere Rechtsbrüche oder gar umfassenden Widerstand. Wehren gegen Frau Merkel müssten sich vor allem die anderen Regierungsmitglieder und Bundestagsabgeordneten, die das leider nicht tun. Es folgen die Landesregierungen und vor allem die Wähler, während kommunale Bürgermeister kaum etwas tun können.

    • Merkel wird noch zu Lebzeiten als Sargnagel Deutschlands in die Geschichtsbücher eingehen. Leider wird diese späte Bestätigung dann keine Befriedigung mehr erzeugen.

  5. Der „Tag der Deutschen Einheit“ muss doch eigentlich ein Tag für das Volk sein. Feiern und lustig sein. Die Kirchen haben ihre Prozessionen und Böllerschüsse. Leider ist der „Tag der Deutschen Einheit“ die Bühne der Politiker. Eingeladene Gäste stehen am Rand und huldigen der Obrigkeit. Der Bundespräsident schreitet voran und schüttelt nicht die Hände des Volkes, er schüttelt die Hände der dafür Ausgewählten. Dann werden wieder Mikrofone eingeschaltet, ernste Worte werden gesprochen, eine Kanzlerin neigt ihr Haupt. Was ist aus diesem Staat geworden? Wer hat wann zuletzt gelacht? Gemählich trabt die Obrigkeit zur Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Dresden, aber dann Feierstunde, oder? Wieder steht ein Präsident am Mikrofon, dieses mal der vom Bundestag. Mahnende Worte, wie immer. Dafür gibt es für uns einen arbeitsfreien Tag, eine gelungene Kompensation.

      • Aber die Obrigkeit besorgt sich ein neues Volk und das Volk sich keine neue Obrigkeit.

      • Noch leben wir in einer Demokratie und sollten diese Herrschaften mit Frau Merkel an der Spitze abwählen. Dass wir das nicht schaffen, ist ein Zeichen für die Obrigkeitsgläubigkeit vieler Deutscher und für Mängel unserer Demokratie.

      • Solche Demokratiedefizite und die damit zusammenhängende Politikverdrossenheit der Bürger bis hin zur völligen Wahlmüdigkeit resultieren aus der Intransparenz von Superstaaten wie dem Kunstgebilde ‚Bundesrepublik Deutschland‘ und ähnlichen Konstrukten (z.B. Italien und Spanien).

        Dem entgegenwirken können nur kleine Staatsgebilde in einer Größenordnung von maximal etwa 10 Mio. Einwohnern. Wir brauchen daher ein Europa der autonomen Regionen!

        Sehr interessant finde ich diesen Trend:
        http://www.metropolico.org/2016/10/05/kongress-der-selbstbestimmung-der-regionen/

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