Alle sind das Volk für Merkel

Vor gut einem Jahr erklärte Bundeskanzlerin Angela „Merkel: ‚Dann ist das nicht mein Land'“ auf Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik und angesichts der Forderung nach Einhaltung des bestehenden Rechts. Nun dreht sie in ihrem aktuellen Podcast die Argumentation um: „Alle sind das Volk“, also auch sie selbst als Regierungschefin und vermutlich auch alle, die sie unkontrolliert ins Land ließ, während man gegen Menschen „mit rechtem Hintergrund“ auftreten müsse. Insgesamt sagte sie zum Ruf „Wir sind das Volk“:

Damals war dieser Ruf „Wir sind das Volk“ natürlich ein sehr emanzipatorischer. Menschen, die in der sozialistischen Diktatur nicht zu Wort gekommen sind, haben sich die Freiheit genommen, auf sich aufmerksam zu machen. Heute haben wir eine andere Situation: Wir haben heute eine Ordnung, in der jeder das Recht hat, frei seine Meinung zu sagen, zu demonstrieren. Und deshalb muss man sagen: Alle sind das Volk. Die, die das heute rufen – zum Teil auch mit rechtem Hintergrund, was ich natürlich nicht richtig finde und wogegen wir auch auftreten müssen, aber auch Menschen, die vielleicht zu kurz gekommen sind, wie sie glauben. Und da, finde ich, hat auch gerade die sächsische Staatsregierung und die sächsische Gesellschaft sehr gut reagiert, indem sie gesagt hat: Wer glaubt, dass er Probleme hat, die durch die Gesellschaft oder durch die Politik nicht wahrgenommen werden, der soll sich äußern, konstruktive Lösungsvorschläge machen. Das ist gelebte Demokratie.

Meine konstruktiven Lösungsvorschläge lauten: Volksentscheide, Einhaltung des Rechts, Austritt aus dem Euro und Amtszeitbegrenzung für die Kanzlerin. Solche Forderungen sind nicht verboten, doch leider werden sie durch die Politik auch nicht wahrgenommen, sondern die etablierten Politiker starren allein auf die demokratischen Wahlerfolge der AfD, die sie daraufhin als undemokratisch verunglimpfen, statt selbst bessere Politik zu machen.

11 Gedanken zu „Alle sind das Volk für Merkel

  1. Das „Deutsche Volk“ ist jedenfalls im Grundgesetz als Souverän definiert, und zwar schon in der Präambel. Dazu gehört sicher nicht jeder, der hier lebt, auch wenn das jetzt „völkisch“ klingt.

    • Jeder Staat muss zwischen Staatsbürgern und Nichtbürgern differenzieren. Das hat nichts mit völkisch oder nationalistisch zu tun. Leider geht das Bewusstsein dafür zunehmend verloren, was Deutschland nicht besser macht.

  2. Als Christ darf ich ja nicht hassen. Aber meine Abneigungen gegen Merkel, die mich meiner ursprünglichen politischen Heimat beraubt hat, sind so groß, dass ich vorsichtig sein muss, dass ich mich an diesem Teufelsweib nicht versündige!

  3. Nicht nur für ihre „Flüchtlingspolitik“ wird Merkel ja oft und gerne von den Grünen gelobt.

    Ich habe immer Angst, wenn der Gegner einen lobt, dann hat man den sicheren Beweis, die sichere Quittung, dass man auf dem falschen Wege ist„.
    Bundeskanzler Konrad Adenauer auf dem CDU-Bundesparteitag 26.4.1960, Karlsruhe, Protokoll.

    • Die Grünen und Linken sind jedoch gar nicht mehr die Gegner von Frau Merkel, sondern ihre treusten Verbündeten. Sie wünschen sich lieber Frau Merkel als ihre eigenen Spitzenleute als Kanzlerin, die ihrerseits nur ein Land mit diesen möchte.

  4. Pingback: Merkel als zu hoher Preis der Einheit | Alexander Dilger

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