Ungarn soll wegen Rechtstreue aus EU fliegen

Luxemburgs Außenminister Jean „Asselborn fordert Ausschluss Ungarns aus der EU“. Er fordert dies insbesondere deshalb, weil Ungarn sich an die EU-Vereinbarungen zum Umgang mit Flüchtlingen hält, die vor allem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Füßen tritt. Doch auch Luxemburg hat lange Jahre unter Jean-Claude Juncker als Regierungschef und dann auch Herrn Asselborn als Minister Steuervermeidung zum Nachteil seiner EU-Partner legalisiert.

Nach den EU-Verträgen, die nur einstimmig geändert werden könnten, ist ein solcher Ausschluss gar nicht möglich, doch die EU geriert sich zunehmend wie schon die Eurozone als Unrechts- statt als Rechtsgemeinschaft. Entsprechend verhandelt man auch gerne weiter mit Recep Erdogan über den EU-Beitritt der Türkei, obwohl er tatsächlich auf Flüchtlinge schießen lässt und gleichzeitig mit ihrer millionenfachen Weiterleitung droht. Wenn sich unserer Politiker nicht besinnen, wird die EU zerfallen und das sogar besser sein als die Alternative.

62 Gedanken zu „Ungarn soll wegen Rechtstreue aus EU fliegen

  1. Die Lage muß für die EUdSSR noch katastrophaler sein, als wir es von außen beobachten können. Die Nerven liegen blank.

  2. Danke, für diesen Kommentar. Ich habe noch die Einladung der CSU an Orban im Kopf. Er wurde ja von Merkels Koalitionspartner geradezu gefeiert. Letzendlich ist Frau Merkel noch Regierungschefin, weil Orban den Druck der Flüchtlinge über Österreich genommen hat. Bei ungesicherten Grenzen führen Migranten in Masse zu einer Überforderung der Sicherheitskräfte. Der Zaun, ist reiner Selbstschutz. Auf Einladung von Renzi trifft sich der Club Med. Im Osten formieren sich die Visegrad-Staaten. Im Westen tritt GB aus der Union. Die EZB hat ihr Pulver verschossen und Tsipras weist noch mal auf die Kriegsschuld der Deutschen hin…., gleichzeitig wird über die Zukunft von Schultz diskutiert, wie auf dem Basar.
    Die EU ist nicht mehr regierbar.

  3. Bruessel fuehrt einen diktatorischen Konfrontationskurs gegen alle Andersdenkende.
    Waehrend Migranten nach Europa stroemen, Putin in Ukraine Vertraege und Ordnung bricht und Assad mit Putin, Iran und Tuerkei in Syrien bombardiert und mordet, werden uns die inneren Feinde wie England, Visegrader Staaten, die “ Rechten“ praesentiert. Ueber wahre Probleme darf nicht gesprochen werden. Es wird nicht erinnert dass nur dank Oesterreich und Visegraderstaaten die Balkan Route wesentlich undurchlaessiger geworden ist. Unser Problem ist Frau Merkel und ihre rot-gruene Taeter.

    Frau v. Storch hat bisher schon 500000 Unterschriften fuer Merkels Ruecktritt gesammelt. Ziel ist 1 Million! Apropos, AfD erreichte in Niedersachsen bei Kommunal-Wahlen rund 8% (in einzelnen Orten bis 15%). Besonderes erfreulich, ALFA erreichte 18 Kommunalmandate, in Orten wo ALFA aufgetreten ist waren es durschnittlich rund 5% der Stimmen (max. 12%). Hoffen wir auf gute Ergebnisse in Berlin am 18.

    • Nach dem vorläufigen Ergebnis erreichte ALFA bei den Gemeindewahlen landesweit 1 Promille der Stimmen und 13 Mandate, bei den Kreiswahlen 2 Promille und 2 Mandate. Wie können Sie das ernsthaft als Erfolge verkaufen wollen? Bei der AfD waren es übrigens 2,9 % und 198 Mandate auf Gemeindeebene und 7,8 % für 177 Mandate auf Kreisebene. Auch das ist nicht großartig und bestätigt frühere Ergebnisse, wonach Niedersachsen für die AfD ein besonders schwieriges Pflaster ist, was auch auf Teile von NRW zutrifft. Die Partei der Kanzlerin der Flüchtlinge hat hingegen auf Kreisebene 34,4 % bekommen, ihr Koalitionspartner im Bund 31,2 % und ihre grünen Fans 10,9 %.

      • Mit Besserwisserei kommen wir nicht weit. Es ist ein Erfolg fuer beide Parteien besonderes fuer ALFA mit einem Start von Null! Erfolg weil es die einzige Opposition ist und es weiter gehen wird, schon am 18.
        Meine Zahlen fuer Alfa sind gesamte Alfa Zahlen.

      • Wie kommen Sie auf 18 Mandate, wenn die offiziellen Ergebnisse nur 13+2=15 ausweisen? Unabhängig davon sind ein und zwei Promille kein Erfolg, sondern ein völliger Misserfolg. Ich behaupte, dass ich mit einer eigenen Kleinstpartei aus dem Stand mehr holen könnte. In Baden-Württemberg war ALFA zumindest die größte der Kleinstparteien mit einem Prozent, was staatliche Mittel bringt und zukünftig zumindest noch einen Platz im Europaparlament bedeutet hätte. Ein stetiges Wachstum von diesem niedrigen Niveau aus hätte noch Charme besessen, doch das ist jetzt alles verspielt. Worum wollen wir wetten, dass es auch in Berlin keine 5 Promille werden?

    • Dass der Weg des „Weckruf“ mit seinen imaginären Mitgliederzahlen direkt ins Sektenmilieu führen würde, war früh erkennbar. Entsprechend realitätsfern waren und sind die Verlautbarungen aus diesem Mikrokosmos:

      O-Ton:

      „ALFA hat gestern in vielen Kommunen Mandate gewonnen und zieht in Stadt- und Gemeinderäte ein. Ich danke allen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen und allen Helferinnen und Helfern für einen grandiosen Wahlkampf!
      Jetzt ist Endspurt in Berlin und der Erfolg in Niedersachsen gibt uns frische Kraft, um jetzt nochmal sechs Tage lang um jede Stimme zu kämpfen. Es zeigt sich: Da wo wir die Menschen erreicht haben, haben sie uns auch gewählt. Daher lege ich jedem, der ernsthaft an Veränderungen in Deutschland interessiert ist, ans Herz, sich uns anzuschließen und unsere gemeinsamen Ziele bekannt zu machen. Politikwechsel gibt es nur mit ALFA.“

  4. Es geht leider nicht nur um die Asylpolitik, sondern im Falle Ungarns
    auch immer wieder darum, daß die Orban-Regierung eigenständig
    handelt und nicht wie eine bloße Marionette Brüssels bzw. Berlins.

    Bevor man die Orbansche Politik als nationalistisch verurteilt, sollte
    man sich die Folgen für die kleinen osteuropäischen Staaten bedenken,
    falls sie vollumfänglich eine von Berlin erwünschte Politik betrieben.

    Nach der Perestroika waren diese Länder durch den realen Sozialismus
    wirtschaftlich stark beschädigt.
    Das nicht vorhandene Investitionskapital sowie die geringe Größe dieser
    Volkswirtschaften sorgten dafür, daß sich inländische mittelständische
    Betriebe erst nach und nach entwickeln konnten.

    Eine zu starke Liberalisierung und Firmengründung durch ausländisches
    Großkapital hätte den völligen Ausverkauf und die Ausplünderung des
    Landes bedeutet.

    In den baltischen Staaten, wo die Liberalisierung stärker Form annahm,
    sieht man deshalb auch eine starke Abwanderungsbereitschaft, da
    hier vielfach die bestehenden Mittelständler sich nicht behaupten können.
    So entstanden Gebiete ohne existenzsichernde Erwerbsmöglichkeit.

    Deswegen muß ein solches Land in diesem Umfeld immer wieder mal
    das tun – was Liberalen das größte Greuel ist – nämlich protektionistisch
    einschreiten, wenn notwendig.

    Das Resultat sehen wir schon heute. Im Gegensatz zu Polen und dem
    Baltikum hält sich die Arbeitsemigration der Ungarn in engen Grenzen.
    Das Land zeigt gute Wachstumsraten.

    Es wäre fatal, dies alles wieder zu zerschlagen, nur damit Berlins Wunsch
    einer genehmen Regierung erfüllt wird.

    • Insbesondere die baltischen Staaten, aber auch Polen haben drastische Reformen durchgeführt und liegen beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf vor Ungarn. Die Arbeitsemigranten verdienen in der Regel noch deutlich mehr als die im Land Gebliebenen. Ungarn soll selbst demokratisch über seinen Weg entscheiden, doch Sie sollten auch nicht alles glorifizieren.

      • Das BIP pro Kopf ist hierbei leider eine irreführende Größe.
        Es berücksichtigt nämlich nicht, wieviel von der entstandenen
        Wertschöpfung tatsächlich im Land verbleibt und nachhaltig
        zur Verbesserung der ärmlichen Bedingungen weiter Gebiete
        Osteuropas beiträgt.

        Wäre es Ihnen lieber, wenn noch zusätzlich 3 Mio. Ungarn als
        Arbeitsmigranten den deutschen Arbeitsmarkt fluten würden?

        Ich denke, ich habe nicht glorifiziert, sondern nur darauf
        hingewiesen, daß zuweilen die „eigensinnige“ Politik besser
        zur europäischen Idee beitragen kann, als eine Politik aus
        kurzfristigen monetären Interessen der starken EU-Volks-
        wirtschaften.

      • Wenn Wertschöpfung nicht im Land bleibt, erhält dieses normalerweise einen Gegenwert (nur Deutschland verschenkt seine Exporte). Echte Arbeitsmigranten aus Ungarn wären in Deutschland sicher sinnvoller als falsche Flüchtlinge, die weder arbeiten noch integrierbar sind.

      • @Peterchens Mondfahrt
        „Wäre es Ihnen lieber, wenn noch zusätzlich 3 Mio. Ungarn als
        Arbeitsmigranten den deutschen Arbeitsmarkt fluten würden?“

        In Vorarlberg, wo ich lebe, gibt es sehr viele ungarische Arbeitsmigranten. Diese Leute sind sehr fleißig und sprechen sehr gut deutsch. Sie stellen im Gegensatz zu afrikanischen „Siedlern“ mit gefälschten syrischen Pässen und ohne Ausbildung (viele von ihnen Analphebeten) tatsächlich eine Bereicherung für den hiesigen Vollbeschäftigungsmarkt dar, insbesondere in Hotelerie und Gastronomie.

        Aber keine Angst, ungarische Arbeitsmigranten gehen sowieso lieber nach Österreich als nach Deutschland.

        Sehr interessant übrigens, was Helmut Markwort kürzlich im „Presseclub“ über die neuen „Siedler“ aus Afrika gesagt hat: https://www.youtube.com/watch?v=nCeCF-w912U

      • @ Meister
        der Fleiß dieser Leute sei auch nicht in Frage
        gestellt.

        Mein Problem besteht darin, daß bestehende
        und funktionierende Strukturen in Osteuropa
        zerschlagen werden, wenn von dort starke
        Wanderungsbewegungen in den Westen
        erfolgen.

        Wir haben dann nur noch eine weitere
        Konzentration der Arbeitsmöglichkeiten in
        den Zentren der starken Volkswirtschaften.

        Folge wäre eine immer stärkere Spaltung
        Europas in arm und reich, aber auch ein
        völliger Verlust nationaler Identität in den
        Zentren. In der Peripherie hingegen ist dann
        die medizinische Versorgung nicht mehr
        gewährleistet und Familien werden ausein-
        andergerissen.

        Ein von der EU geduldeter und überwachter
        vorübergehender Protektionismus der kleinen
        und schwachen Volkswirtschaften der EU
        wäre in meinen Augen ein besserer Weg zu
        einem vereinten Europa.
        Sobald ein volkswirtschaftlicher Mindeststandart
        in einem dieser Länder dann erreicht ist,
        erfolgt dort die Liberalisierung.

        Liberalismus funktioniert immer nur dann, wenn
        er in einen Ordnungsrahmen eingebettet ist.
        Wird der Ordnungsrahmen allerdings zugunsten
        der stärksten Akteure aufgeweicht, dann verkommt
        Liberalismus zum Sozialdarwinismus.

      • Bitte keine harten Zeilenumbrüche verwenden, sondern nur Absätze einfügen.

        Protektionismus macht eine Volkswirtschaft nur in Ausnahmefällen stärker und in der Regel schwächer, vor allem wenn er flächendeckend und langfristig besteht. Sie sollten auch bedenken, dass die meisten Emigranten Geld überweisen und viele mit neuen Kenntnissen und Kontakten zurückkehren. Auch wer bleibt, gewinnt durch die Auswanderungsmöglichkeit zusätzliche Anreize. Vor allem sollten die relevante Betrachtungsebene immer die einzelnen Menschen sein, nicht Staaten, die für die Menschen da sind statt umgekehrt.

      • @Peterchens Mondfahrt

        Die von Ihnen beschriebenen Effekte haben Sie kleinräumiger praktisch überall auf der Welt schon mit der Landflucht. Das ist nicht nur eine Frage von Migration von einem Staat in einen anderen. Aber Sie können den Menschen nict ernsthaft vorschreiben, für immer dort wohnen zu bleiben wo sie geboren und aufgewachsen sind. Was wäre das denn für eine rückständige Diktatur?

      • @ Dilger

        Ich befürworte auch nur einen zeitweiligen und zugleich ÜBERWACHTEN Protektionismus, welcher gerade den Peripheriegegenden zugute kommt.
        Da bin ich ganz bei Ihnen!

        Genau – die einzelnen Menschen sollten im Mittelpunkt der Betrachtungsweise stehen – und da ist das Problem.

        Ich beobachte, daß dort Familien auseinandergerissen werden, und aufgrund dessen dann auch soziale Probleme verschärft werden.

        Was die Transfers angeht, so helfen sie zwar, aber durch den gleichzeitigen Weggang von vielen Menschen in einer Peripherieregion schwindet eben auch die Nachfrage an Gütern und Dienstleistungen in dieser Region und die wenigen noch verbliebenen Arbeitsplätze drohen auch wegzufallen.

        Die Angleichung der Lebensbedingungen sollten also weder durch Transfers der Arbeitsmigranten, noch durch EU-Sozialtransfers geschaffen werden, sondern vor allem dadurch, daß zunächst in diesen Peripheriegegenden eine mittelständische Wirtschaft auf LOKALER Grundlage aufgebaut wird.

        Sobald diese hinreichend solide da steht, sollten protektionistische Maßnahmen zurückgefahren werden, und die Region in den freien Wettbewerb der EU
        entlassen werden.

        Nur so kann eine EU langfristig Erfolg haben, bei Fortsetzung des bisherigen wirtschaftlichen Sozialdarwinismus, und gleichzeitiger Beibehaltung des Euro
        für schwache Volkswirtschaften, wird sie scheitern.

        (hoffe, das ist jetzt besser mit den Zeilenumbrüchen)

      • @ Meister

        Diese Leute wollen oftmals ja gar nicht fort, sie treibt die schiere Not ihre Familien ernähren zu können, Kredite abbezahlen zu können usw. .

        Sobald eine Region von starker Ausreisemigration betroffen ist, fallen dann sofort auch zig andere Arbeitsplätze weg, und diese neuen Arbeitslosen müssen dann auch fortziehen.

        Sind diese Leute dann fortgezogen, so fallen in der Peripherieregion dann auch die Löhne, die Grundstückspreise verfallen und damit verfällt dann auch die Alterssicherung durch eigenen Grund und Boden.

        Das ganze ist ein Teufelskreis. Die EU sollte sich dringend Gedanken machen, wie dieser durchbrochen werden kann.

        Mit einem „Weiter so!“ und Willfährigkeit gegenüber den Wünschen aus Berlin verspielt die EU ihre letzte Glaubwürdigkeit.

      • @Peterchens Mondfahrt

        Das ist kein EU-spezifisches Problem, sondern ein Problem das praktisch überall auf der Welt vorkommt, wenn auch auf sehr unterschiedlichem Ausgangsniveau. Die grundeffekte sind aber dieselben.

        Migration von „High Potentials“ muss für die Herkunftsregionen nicht zwingend ein Nachteil sein. Ganz im Gegenteil: Wenn Gebildete andernorts ihr Potential besser nutzen können, haben sie ein höheres Einkommen und können ihre Ersparnisse beispielsweise in der früheren Heimat investieren oder ihre zurück gebliebenen Familien dort finanziell besser unterstützen. Auch können sie eventuell nach ihrer Rückkehr erhebliche Beiträge für eine bessere Entwicklung ihrer Herkunftsregion leisten, in dem sie die dort Verbliebenen von ihren Erfahrungen profitieren lassen. Eine Win-win-Situation für die Aufnahmeregion und die Herkunftsregion kann aber nur entstehen, wenn Migration nicht wahllos stattfindet, wie es derzeit zwischen Afrika und Europa der Fall ist. Positive Beispiele finden Sie hingegen in der Migration von südeuropäischen Gastarbeitern nach Nordeuropa oder auch von Latinos nach USA.

      • @ Meister
        „…ein Problem, dass praktisch überall auf der Welt vorkommt…“
        In einer EU mit Personenfreizügigkeit sowie EU-weiter Ausschreibung für öffentl. Projekte usw. verschärfen sich aber diese Probleme.
        Deswegen hätte die EU längst Lösungen zu Gegensteuern präsentieren müssen, aber offensichtlich ist das den EU-Ideologen unbequem.

        Ich bin ausdrücklich für Personenfreizügigkeit.
        Warum aber z. B. müssen bei Straßensanierungen in strukturschwachen Regionen westeuropäische Großkonzerne zum Zuge kommen, während die in der Region verankerten Unternehmen, die dort in der strukturschwachen Region für Arbeitsplätze sorgen, leer ausgehen?

        Ihre Erwähnung von den „High Potentials“ und den Rücktransfers, die angeblich so helfen, erzählen uns Juncker, Schulz und Merkel schon seit Jahren.

        Es gibt aber einen sicheren Indikator, daß diese Erzählung unwahr ist.
        Und das sind die Wohngrundstückspreise.

        Wenn nämlich die Arbeitsmigranten so viel Geld zurücküberweisen würden, oder sparen könnten, um später daheim ein eigenes Haus oder ein Geschäft zu errichten, dann müßten die Wohngrundstückspreise in diesen Regionen steigen.
        Und das auch bei weniger dort lebenden Menschen, weil mit dem Mehrverdienst auch die Ansprüche steigen (100 qm Wohnfläche statt 50 qm).
        Tatsächlich aber fallen die Preise ins Bodenlose.

        Die Transfers sind viel zu gering, um den Wert der durch Abwanderung zerstörten Infrastruktur auszugleichen.

      • @Peterchens Mondfahrt
        „In einer EU mit Personenfreizügigkeit sowie EU-weiter Ausschreibung für öffentl. Projekte usw. verschärfen sich aber diese Probleme.“
        Das ist richtig, wenn durch Eingriffe der EU der Wettbewerb verzerrt wird, was ja de facto in vielen Bereichen der Fall ist. Aber das ist ja auch nicht das, was ich befürworte. Es ist immer schlecht, wenn sich Staat oder EU in regionale Angelegenheiten einmischen oder Politiker, die nie in ihrem Leben in einem echten Unternehmen tätig gewesen sind, meinen „Wirtschaftsexperte“ spielen zu müssen.

        „Ihre Erwähnung von den „High Potentials“ und den Rücktransfers, die angeblich so helfen, erzählen uns Juncker, Schulz und Merkel schon seit Jahren.
        Es gibt aber einen sicheren Indikator, daß diese Erzählung unwahr ist.
        Und das sind die Wohngrundstückspreise.“
        Deshalb ist die richtige Balance ja so wichtig. Wenn alle High Potentials gleichzeitig aus einem afrikanischen Entwicklungsland auswandern, wird dieses verarmen. Wenn aber zum Beispiel junge intelligente Menschen zum Studieren nach Europa gehen, dort anschließend vielleicht 10 oder 20 Jahre arbeiten und dann zurück kehren, werden sowohl das Zielland als auch das Herkunftsland davon profitieren. Ähnliche Effekte gab es für die europäischen Südlander, als Millionen von Gastarbeitern in den 50er und 60er Jahren nach Deutschland und in andere wohlhabende nordeuropäische Länder gingen und nach einigen Jahren wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehrten. Es hat sowohl den Zielländern als auch den Herkunftsländern sehr genutzt. Ungesteuerte Zuwanderung von (zum Teil zudem gewaltbereiten) Analphabeten bringt hingegen nichts als immense Kosten und Probleme.

  5. Ich bin seit langem für eine Beendigung der EU und für eine neue Gemeinschaft, die auch wieder Staaten wie dem UK oder vielleicht sogar der Schweiz einen Beitritt ermöglicht. Weniger Europa ist mehr Europa und vor allem mehr Demokratie. Die Völker Europas wollen friedlich und gemeinsam miteinander leben und nicht gegeneinander und voller Hass. Das geht aber nur, wenn endlich Junker, Schulz und Konsorten vom Hof gejagd werden. Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden.

    Alfa ist doch schon jetzt Vergangenheit. Bernd Lucke ist als Säbelzahntiger gestartet und als Bettvorleger gelandet. Brüssel war nicht gut für ihn. Wir brauchen mutige Politiker und keine anpassungsfähige.

    Deutschland und Europa bewegen werden nur Wahlerfolge der AfD. Nach erfolgreicher Etablierung würden auch andere Mitglieder kommen und die reinen Krawallmacher verdrängen. Dann würde es mehr Politiker vom Schlag eines Matthias Mantheis geben und die CDU tatsächlich abgelöst sein. Auch wenn momentan sicherlich keinerlei Regierungsfähigkeit vorhanden ist, bewegt eine starke AfD allerdings schon jetzt etwas. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob wir Merkel im Herbst 2017 noch haben werden.

    • Ich bin immer noch dafür, die EU zu retten, allerdings vor allem vor den Eurokraten. Meine Hoffnung schwindet leider jeden Tag und nach der EU kommt lange nichts bzw. müssen die Nationalstaaten irgendwie alleine klarkommen. Ich bin nicht sicher, ob unsere Bundesregierung dazu in der Lage ist. Doch die AfD ist alles andere als regierungsfähig. Die Kandidatenaufstellung hier in NRW ist auch eher abschreckend.

      • Die Menschen Europas sind nicht dumm und das Kartell aus Medien und Politikerkaste wird nicht ewig halten. In Osteuropa existiert es bereits nicht mehr, falls es jemals bestand. Das UK ist von Bord und auch in Österreich hat sich die politische Kultur und öffentliche Wahrnehmung bereits grundlegend geändert. Selbst in vielen mitteleuropäischen Staaten gibt es bereits Risse.

        Ich habe Vertrauen in die Menschen Europas, sie müssen sich nur von diesem unterdrückenden Joch befreien. Die Menschen in Europa möchten Zusammenarbeit, sie möchten Gemeinsamkeit. Sie wollen keinen Imperialismus und Fremdherrschaft. Die Menschen in Europa sind sich in Freundschaft miteinander verbunden und sie werden diese auch brauchen, äußere und innere Feinde gibt es schließlich genug. Es wird kein zurück zum rein abgeschotteten Nationalstaat geben. Das wollen die Menschen nicht. Die Menschen wollen Freiheit und ich bin zuversichtlich, dass sie diese vielleicht schon mittelfristig bekommen werden. Nur in Freiheit kann Freundschaft gedeihen, das haben die Eurokraten wohl nicht verstanden.

        Die Schreckensvision eines in verfeindete Kleinstaaten zerfallene Europa wird von Medien- und Politikerkaste gerne gezeichnet, aber es wird nicht eintreten. So möchte man lediglich die Menschen bei Laune halten, denn die wären sonst längst weg. Ich blicke sorgenvoll in die Zukunft. Meine Sorgen sind aber nicht, dass sich Europa (explizit nicht die EU) auseinander lebt, sondern das Europa, so wie wir es heute größtenteils noch lieben, durch Neuankömmlinge zerstört wird. Deutschland kann sich glücklich schätzen, dass Osteuropa zur EU gehört.

      • So viele Neuankömmlinge gibt es europaweit noch nicht. Diese konzentrieren sich auf wenige Länder wie Deutschland und Schweden, deren Regierungen alle Welt eingeladen haben. Zum Glück haben andere Länder jetzt die Grenzen geschlossen. Schlimmstenfalls brauchen wir unsere europäischen Nachbarn noch als eigenen Rückzugsraum. Von daher sollten wir nicht zu sehr gegen Flüchtlinge per se wettern, denn vielleicht werden wir oder unsere Kinder selbst noch welche, allerdings hochqualifzierte und integrationsbereite.

      • @ Alexander Dilger

        Mit dem Konzept der Kulturnähe und einem Begriff von Europa als Kontinent der Europäer kann man sowohl die jetzige „Flüchtlings“welle ablehnen als auch für den Notfall einen Platz als Flüchtling im europäischen Ausland einfordern.

        Mit Identitätspolitik geht das, mit universalistischen Überzeichnungen, denen der (Links)Liberalismus längst schon anheim gefallen ist, jedoch nicht.

      • Zur Identität Europas gehören auch der Universalismus und die allgemeinen Menschenrechte. Daraus folgt aber keineswegs, dass man die ganze Welt nach Deutschland einladen muss. Bei der „Identitätspolitik“ stellt sich hingegen die Frage, welche Identität es denn nun sein soll, die nationale, europäische oder gar globale bzw. einfach menschliche?

      • Ganz einfach, alle drei/vier gleichzeitig. Aber in unterschiedlichen Maßen. Identität äußert sich immer in konzentrischen Kreisen. Demnach ist uns ein deutscher Bedürftiger emotional durchschnittlich näher als ein nigerianischer und unseren Nachbarn ein deutscher Kriegsflüchtling näher als ein syrischer. Voilà.

      • Gut, so weit gehe ich mit. Allerdings ist neben der Nähe auch die Not zu berücksichtigen. Mein Nachbar ist mir näher als ein gänzlich Fremder, doch wenn es dem Nachbar gutgeht, muss ich ihm nicht helfen. Wenn der Fremde einfach nur ein besseres Leben auf meine Kosten haben will, muss und soll ich ihn darin auch nicht unterstützen. Doch wenn er akut an Leib und Leben bedroht ist, sieht die Sache schon anders aus. Wenn andere ihm helfen können, sogar besser als ich, dann sollen diese das tun. Innerhalb Deutschlands übernimmt meist der Staat diese Aufgabe und entlastet damit die einzelnen Bürger moralisch, während er sie mit Steuern belastet.

        International muss man schauen, wer wie am besten Menschen in echter Not helfen kann. Was die Bundesregierung da tut, ist auch in dieser Hinsicht völlig falsch und hilft zu immensen Kosten wirklich Notleidenden kaum, wenn es ihnen nicht sogar schadet. Die Gegenposition, dass man Menschen in Katastrophengebieten oder auf dem Mittelmeer einfach sterben lassen oder auf friedliche Flüchtlinge sogar aktiv schießen soll, ist allerdings mit meiner Identität als Mensch, Europäer und auch Deutscher ebenfalls nicht zu vereinbaren.

      • @Alexander Dilger
        „Wenn der Fremde einfach nur ein besseres Leben auf meine Kosten haben will, muss und soll ich ihn darin auch nicht unterstützen.“

        Genau das ist doch der springende Punkt, warum dringen die Sozialgesetzgebung geändert werden muss!

        Sobald die neuen „Siedler“ erst einmal im Land sind, werden sie besser behandelt als Einheimische, nämlich gepudert und gepampert, als ob wir sie angeworben hätten (und Frau Merkel hat das ja auf ihre Weise tatsächlich getan), weil wir sie unbedingt hier haben und hier behalten wollten. Die Steuerzahler, die dafür bezahlen, werden dabei natürlich einmal mehr ganz ‚demokratisch‘ übergangen, wie im Sozialismus üblich.

        Es würde schon genügen den Mindestlohn abzuschaffen und ebenso die Sozialleistungen und großzügigen Willkommensgeschenke für „Siedler“, die noch nicht in das System einbezahlt haben.
        Schon wären alle Probleme gelöst. Ganz friedlich. Ohne Mehrausgaben für Grenzsicherung, ohne Erhöhung der „Inneren Sicherheit“, ohne Polizei, Militär, Schießbefehl usw., usf..

        Als Einheimischer bekommt man schließlich auch nichts, wenn man nicht einbezahlt hat und musst selbst sehen wie man zurecht kommt.

        Und warum sollten ausgerechnet die Arbeitgeber der freien Wirtschaft „Siedlern“ die nicht einmal in ihrer eigenen Sprache lesen und schreiben können, geschweige denn unsere Sprache überhaupt nur verstehen, den derzeitigen Mindestlohn bezahlen? Wofür? Was ist der Gegenwert?

        Leider sind die meisten Menschen aber zu dumm, das zu erkennen und Kommunisten kapieren es sowieso nicht.

        Wie sagte schon Konrad Adenauer so schön:
        „Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die tatsache, dass sie es von anderen haben wollen“.
        Dieser Satz ist aktueller denn je, er gilt für die gesamten Auswüchse unseres so genannten „Sozialstaats“.

  6. „Es würde schon genügen den Mindestlohn abzuschaffen und ebenso die Sozialleistungen und großzügigen Willkommensgeschenke für „Siedler“, die noch nicht in das System einbezahlt haben.“

    Da täuschen Sie sich leider. Vor allem für dortige Standartkriminelle wäre Deutschland immer noch ein Eldorado, da hier die zu erwartenden Profite durch den Beruf des Verbrechers höher wären als in ihren Heimatländern und die zu erwartende Strafe zudem geringer. Das kann man ja schön an den ganzen nordafrikanischen Banden sehen, die haben nämlich schon dort nur für Ärger gesorgt.

    Die finanziellen Anreize abzuschaffen ist ein notwendiger Schritt, der alleine aber noch nicht ausreicht. Ohne eine echte Schließung der (im Idealfall Außengrenze) Grenzen wird es nicht gehen.

    • Die überwiegende Mehrheit der Menschheit ist nicht kriminell, verdient aber viel weniger als den hiesigen Mindestlohn. Es kämen natürlich nicht alle, aber viele Millionen, selbst wenn sie hier nur den halben Mindestlohn oder noch weniger verdienen dürften und keinerlei Sozialleistungen erhielten, was im Übrigen rechtswidrig wäre.

    • @Peter Burger

      Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass der Großteil der „Siedler“ (in Wahrheit Wirtschaftsflüchtlinge) in kriminellen Banden organisiert sei?

      Kriminalität muss selbstverständlich konsequent angegangen werden, inklusive rigoroser Abschiebung von Scheinasylanten mit gefälschten Papieren.

      • Die Mehrheit ist das nicht, aber eine für jeden Menschen gut wahrnehmbare Minderheit. Wenn ich mir Drogen kaufen müsste, wüsste ich jedenfalls nach welcher Hautfarbe ich an den gängigen Plätzen schauen müsste. Das ist hier jedenfalls ein offenes Geheimnis. Bei vielen Nordafrikaner ist das nicht anders, da sind viele nur zum Klauen zu uns gekommen, weil das hier lukrativer ist als in der Heimat. Gibt genügend Artikel in seriösen Zeitungen, die genau das beschreiben. Es gibt schon einen Grund, warum die Heimatländer diese Leute nicht mehr wollen. Wir können zahlreiche Sinti-und-Roma-Banden noch dazunehmen. Da werden vielleicht auch Sozialleistungen ergaunert, aber durch Einbrüche, Zuhälterei, Bettlerbanden und anderweitige Betrügereien lässt sich auch so ausreichend verdienen. Zumindest weit mehr als durch ehrliche Arbeit hier und erst recht in der Heimat.

        Ihr Argument trifft vielleicht auf einen friedlichen Syrer zu, der verständlicherweise keine Lust mehr auf Krieg hat und sich dann logischerweise das Land aussucht, das die höchsten Sozialleistungen bietet.

        Aber allen anderen Menschen stellt sich grundsätzlich die Frage, wie sie ihr maximales Einkommen erzielen können. Und wenn man Sozialleistungen komplett streicht, dann werden sich schlicht mehr Menschen für den kriminellen Weg entscheiden. Er wird dann lukrativer. Natürlich nicht nur für Ausländer, das gilt auch für Deutsche. Der Deutsche hätte aber immerhin noch häufig ein Job irgendwo im Niedriglohnbereich als Alternative. Ein Schwarzafrikaner, der ein bettelarmes Leben führt und teils als Söldner in diversen Mördertruppen (dort Armeen genannt) dienen musste, um sich die Reise durch die Sahara zu verdienen, wird in Deutschland angekommen sicherlich nicht wieder zurück nach Schwarzafrika gehen, weil er hier keine Sozialleistungen bekommt. Er wird (insofern er ungebildet ist, aber davon gehen wir mal aus, sonst wäre er auch nicht in Sozialhilfe) dann entweder ehrlich für einen Hungerlohn arbeiten, was immer noch viel mehr als in der Heimat sein wird, oder aber wie viele Landsmänner das schnelle Geld im Drogenverkauf suchen.

        Michael Meister, lesen Sie mal ein wenig Konfliktökonomik und betrachten Raub und Diebstahl als legitime Einkommenserzielungsmöglichkeit und Sie werden zu interessanten Erkenntnissen kommen. Für uns eher Gebildete ist es schlicht attraktiver auf ehrliche Art und Weise unseren Lebensunterhalt zu verdienen, weil wir hier einen relativen Vorteil haben. Wenn man hingegen nicht viel kann (dürfte auf die meisten bereits erwachsenen illegalen Flüchtlinge aus Afrika zutreffen, sonst würden sie die Migration legal über die Uni versuchen), dann erscheint die Kriminalität hingegen sehr schnell als rationale und einzig richtige Entscheidung. Die Hinzunahme irgendwelcher moralischen Ansichten beeinträchtigt da nur die Schärfe unseres Blickes. Kriminalität wird es geben – solange sie attraktiv ist. Deshalb sollte man Drogen auch endlich freigegeben, die libanesischen Großfamilien Berlins wären die Ersten, die Panik bekämen…

      • @Peter Burger

        Wenn man Ihrer Argumentation folgt, dann kann man nur zur Erkenntnis kommen, dass Bildung der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme ist. Da sind wir uns wohl einig, oder?

        Nichtsdestotrotz bin ich nicht so pessimistisch wie Sie, was die Kriminalitätsrate der Migranten angeht. Dass diese erheblich höher ist als in der einheimischen Bevölkerung, das liegt zwar auf der Hand, jedoch scheint mir das von Ihnen vermutete Ausmaß schon etwas übertrieben.

  7. @ Michael Meister

    Veto. Der Mindestlohn ist erhaltenswert, denn er schreckt die Großindustrie vor dem Massenimport von Arbeitnehmern aus der Dritten Welt zum Zwecke des Lohndumping ab.

    Mit der Beibehaltung des Mindestlohns verbleiben die unterqualifizierten Wirtschaftsimmigranten größtenteils im sozialen Netz, wo sie das linkspolitische Projekt eines Bunt- und Einwanderungsdeutschland finanziell belasten und politisch diskreditieren. Das erleichtert ihre spätere Abschiebung und Remigration entscheidend.

    Außerdem zwingt der Mindestlohn die SPD, die nicht zugleich stabile Löhne (Sorge des Gewerkschaftsflügels) und Masseneinwanderung (Sorge des immigrationistischen Flügels) haben kann, zur Positionierung für die Interessen deutscher Arbeitnehmer und verhindert so ihr völliges Abgleiten ininternationalistische, antideutsche Positionen.

    • @Eurokanadier

      Ihren Thesen kann ich nicht folgen.

      Mindestlohn führt schon innerhalb eines Systems nur zu Preissteigerungen, also zu Inflation und sonst zu gar nichts. Die Situation der Geringverdiener verbessert sich dadurch nicht.

      Eine Abschaffung des Mindestlohns würde hingegen dazu führen, dass Angebot und Nachfrage sich wieder stärker auf die Preisfindung auswirken.

      Migranten die den heutigen Mindestlohn nicht wert sind, könnten sich aber immerhin in sehr einfachen Tätigkeitsbereichen sinnvoll einbringen, zum Beispiel als Erntehelfer oder als Haushaltshilfen.

      Zudem würde ich ja nicht nur den Mindestlohn abschaffen, sondern auch das Sozialsystem gründlich verschlanken. Der Moloch „Sozialstaat“ mit seinen heutigen Auswüchsen ist so oder so am Ende. Die Migranten beschleunigen seinen Niedergang allenfalls.

      • Der Mindestlohn führt nicht „zu Inflation und sonst zu gar nichts“. Dann wäre er gar nicht so schlimm. Er verzerrt jedoch die Preise und begünstigt einige Geringverdiener, die dann durch den Mindestlohn mehr verdienen, während andere verlieren, sei es den Arbeitsplatz und/oder an Realeinkommen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, für Wirtschaftsmigranten einen vielleicht sogar recht hohen Mindestlohn zu definieren. Nur wer einen Arbeitsplatz mit diesem Lohn nachweist, darf dann zur Arbeitsaufnahme ins Land.

      • @Alexander Dilger

        Mindestlohn führt in vielen Tätigkeitsbereichen zunächst einmal zu einer Erhöhung des Faktors Arbeit und somit zwangsläufig zu Preiserhöhungen. Die Effekte sind also ähnlich wie die von Lohnerhöhungen. Geringverdiener haben davon also (auf den ersten Blick paradoxerweise) einen weitaus geringeren Nutzen, als Großverdiener, deren Einkommen nur zu einem geringen Teil für den normalen Konsum benötigt wird.

        „Trotzdem kann es sinnvoll sein, für Wirtschaftsmigranten einen vielleicht sogar recht hohen Mindestlohn zu definieren. Nur wer einen Arbeitsplatz mit diesem Lohn nachweist, darf dann zur Arbeitsaufnahme ins Land.“
        Das ergibt nur einen Sinn, so lange die Wirtschaftsflüchtlinge konsequent davon abgehalten werden können in das Aufnahmeland zu kommen, also bevor sie angekommen sind. Dies ist zumindest in der gegenwärtigen Situation der EU jedoch nicht der Fall. Dafür müssten insbesondere die Überfahrten auf der zentralen Mittelmeerroute unterbunden werden. Wie wollen Sie das handeln?

      • Der direkte Lohneffekt ist für Empfänger des Mindestlohns, die sonst weniger verdient hätten, größer als der Preiseffekt.

        Sie vermischen unzulässig Flüchtlinge mit Arbeitsmigranten. Letztere können problemlos abgewiesen oder später abgeschoben werden, wenn es nur den politischen Willen dazu gibt.

      • @Alexander Dilger
        „Sie vermischen unzulässig Flüchtlinge mit Arbeitsmigranten.“

        Ich habe ausdrücklich „Wirtschaftsflüchtlinge“ geschrieben. Die meisten afrikanischen Migranten sind Wirtschaftsflüchtlinge, auch wenn sie sich mit falschen Pässen als Syrer ausgeben oder behaupten, ihre Papiere unterwegs „verloren“ zu haben.

      • Wer nicht politisch verfolgt wird, auch kein Kriegsflüchtling ist und keine inhumane Strafe zu erwarten hat, könnte problemlos abgeschoben werden, wenn unsere Politiker nur wollten. Hinderungsgründe entstehen höchstens dadurch, dass die Herkunft illegaler Einwanderer nicht immer festzustellen ist oder das Herkunftsland sie nicht zurücknimmt, was übrigens rechtswidrig ist. Idealerweise lässt man solche Leute gar nicht erst ins Land oder schickt sie ins letzte Transitland zurück, welches dann ebenso verfährt. Wegen Gesetzesverstößen kann man illegale Einwanderer im Gegensatz zu echten Flüchtlingen auch festnehmen. Wie wäre es mit privaten Gefängnissen in weit entfernten Ländern, die sich über ein paar Exporterlöse freuen? Bei konsequentem Vorgehen wird bald keiner mehr auf diese Weise kommen, so dass man die Gefängnisse auch wieder schließen kann.

      • @Alexander Dilger

        Die realität sieht anders aus. Es wird so gut wie gar nicht abgeschoben und die Visionen von „Gefängnissen in Drittländern“ sind völlig illusorisch, da es dazu erst einmal Drittländer bräuchte, die sich hierauf einlassen. Wer sollen diese Länder denn sein? Etwa die Türkei und Nordkorea? Sultan Recep und Kim Jong-un traue ich durchaus zu, dass sie das gegen fürstliche Entlohnung machen würden. Aber welche Doppelmoral läge einem solchen Deal zu Grunde?

      • Es gäbe Dutzende Länder, die das machen würden, notfalls sogar in der EU. Bulgarien könnte sicher noch Devisen gebrauchen. Die Aufnahme von Flüchtlingen kann zu großen Problemen führen, das Betreiben von Gefängnissen ist hingegen eine recht sichere Sache. Ich würde auch private Gesellschaften zwischenschalten, dann gibt es weniger politische Verwicklungen und es lassen sich Standards besser durchsetzen.

      • Mag sein, dass Länder wie Bulgarien scharf auf Devisen sind. Erdogan ja auch. Die Gefahr ist groß, dass sie zur Steigerung etwaiger solcher Einnahmen den Flüchtlingsstrom noch mittelbar anheizen, indem sie zum Beispiel Schlepper gewähren lassen. Auch halte ich nichts davon, elementare staatliche Aufgaben wie den Justizvollzug zu privatisieren. Dann können wir den Staat auch gleich ganz abschaffen.

      • Herr Erdogan ist kein vertrauenswürdiger Vertragspartner. Warum soll der Staat nicht privatisieren, was er als Aufgabe eigentlich gar nicht haben möchte? Auch sonst ist die Trennung von Ausführung und Kontrolle meist besser.

      • Das ist im Grunde schon richtig, aber eben nicht auf die Kernaufgaben des Staates anwendbar, da sich der Staat dadurch a) überflüssig macht und b) Missbrauch und Korruption Tür und Tor geöffnet wird.

        Im Übrigen halte ich es nicht für zielführend, sich zuerst ohne Not ein Riesenproblem zu schaffen (massenweise gewaltbereite Analphabeten ins Land holen), um es dann für teures Geld zu exportieren (Outsourcing an private Gefängnisbetreiber oder Drittstaaten). Das ist doch völlige Schwachsinnspolitik, die unser Narrenkabinett veranstaltet.

      • Der Staat wäre nicht überflüssig oder sogar schädlich, wenn er seine Bürger schützen würde. Sie wollen doch jeden ins Land lassen. Wenn auch jeder bleiben darf, kommen immer mehr, bis die Lebensbedingungen so schlecht sind wie in den Herkunftsländern.

      • @Dilger

        Wie bitte? Was haben Sie denn geraucht?
        Ich will doch nicht „jeden ins Land lassen“! Wie kommen Sie darauf? Ich bin nur der Meinung, dass wir das Problem, dass jeder Bimbo im Zielland Deuutschland das Schlaraffenland sieht gar nicht hätten, wenn es die durch unsere sozialistische Sozialgesetzgebung getriebene Anreizpolitik nicht gäbe. Die längst überfällige Reform (radikale Verschlankung) des so genannten „Sozialstaat“ würde uns zusätzlich zu den dadurch direkt erzielbaren Einsparungen auch viel Geld für die Lösung bislang ungelöster Probleme sparen, die es gar nicht gäbe, wenn es die Auswüchse der Sozialgesetzgebung nicht hergeben würde. So aber hat sich der Gutmenschen-Sozialismus Probleme geschaffen, die mit einer Fortsetzung seiner Politik schlicht und ergreifend nicht mehr lösbar sind und unweigerlich zum Systemcrash führen werden.

      • Das hatten wir jetz wirklich schon oft genug. Auch wenn Einwanderer keinen Cent soziale Unterstützung erhalten würden, kämen bei legaler Einreisemöglichkeit Zigmillionen und illegal immer noch Millionen. Selbst heute, wo es diese Unterstützung gibt, greift nicht jeder diese ab, z. T. mehrfach, sondern viele tauchen auch ganz unter.

      • @Alexander Dilger

        Sie haben offenbar übersehen, dass ich keineswegs die Abschaffung der Visumspflicht (auch die für Türken nicht) befürworte. Selbstverständlich darf es „Freizügigkeit“ nur für Staatsangehörige von Staaten geben, mit denen entsprechende Abkommen bestehen.

        Es ist doch außerdem ein Unterschied, ob jemand als Student, Besucher oder Tourist nach Europa kommt und seinen Aufenthalt selbst finanziert oder ob er als so genannter „Flüchtling“ von europäischen Schiffen (!) unmittelbar vor der Küste Libyens (!) aus einer Nußschale oder einem Gummiboot evakuiert wird und dann auf das auf der anderen Seite des Mittelmeers gelegene europäische Festland gebracht und dort daueralimentiert wird. Diese Art von Einreise lehne ich strikt ab.

      • Der individuelle Effekt des Mindestlohns ist sehr unterschiedlich und hängt auch sehr von der Tätigkeit ab und inwieweit sie zu ersetzen oder zu verlagern ist, wie schwer der Verzicht auf sie fällt uvm. Von Umgehungsmöglichkeiten wie Selbständigkeit, Schwarzarbeit müssen wir erst gar nicht anfangen. Er kann positiv ausfallen, aber auch negativ. Vor allem ein einheitlicher Mindestlohn in Deutschland richtet aber ziemlich sicher Schaden an, weil er die gravierenden wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Vorpommern und München einfach missachtet.

        Ich persönlich bin gegen den Mindestlohn, aber für eine niedrige unabhängige Grundsicherung (natürlich nicht für Menschen aus aller Welt). Dann ein proportionaler Steuersatz auf alle Einkünfte und das war es. Arbeit würde sich dann auch für Hartz-4-Empfänger wieder lohnen (selbst unter Mindestlohnniveau), wenn auf eine Anrechnung verzichtet würde und durch die Abschaffung aller Sozialversicherungen sollten auch Verwaltungskosten eingespart werden. Ich bin gespannt auf die ersten Feldversuche, denn bisher wird ja stets argumentiert, dass das nicht bezahlbar sei. Ich bin mir da nicht so sicher, denn vor allem für Niedriglohnempfänger würde ohne Anrechnung auf die Grundsicherung sich Arbeit erst wieder richtig lohnen, selbst wenn sie nun plötzlich einen ganz anderen Steuersatz zu bezahlen hätten.

        Grundsätzlich müssen aber auf jeden Fall die Zuverdienstmöglichkeiten verbessert werden, dann bräuchte es auch keinen Mindestlohn. Bei der momentan niedrigen Arbeitslosigkeit (Flüchtlinge mal außen vor, aber da kann man eh nicht viel erwarten) dürfte es auch eher wenig Mitnahmeeffekte durch die Arbeitgeber geben.

      • @Peter Burger

        Mindestlohn ist in jedem Fall Wettbewerbsverzerrung. Ebenso wie Daueralimentierung, insbesondere von im Grunde gar nicht Bedürftigen. Von den Auswirkungen auf Leistungsbereitschaft und Arbeitsmoral einmal ganz abgesehen.

    • Die entscheidende Frage ist wohl, ob die EU etwas Neues, Besseres verhindert oder nach ihr nichts als Streit kommt. Irgendwann könnte jedoch der Punkt erreicht werden, wo selbst die ersatzlose Abschaffung besser wäre als die Fortsetzung. Bei der Eurozone sehe ich das ohnehin so.

  8. Ungarn ist mit seinem Kurs Gott sei Dank nicht alleine! Fast alle osteuropäischen EU-Staaten wollen keine Flüchtlinge, und wenn doch nur Christen, aufnehmen. Dass der Luxemburger Sozialist Asselborn so aggressiv regiert, zeigt doch nur, wie frustriert er ist, weil er seinen zentralistischen Kopf nicht durchsetzen kann!

    • Es ist zu hoffen dass die Gegener Merkels Migrationspolitik zusammenhalten und Europa retten vor Chaos und Islamisierung.
      Auch Thilo Sarazzins Vorschlaege vor ein Paar Wochen sind sehr vernuenftig und sollen offen duskutiert werden. Wichtig ist, dass die Migranten nicht nach Deutschland einreisen ohne sehr gute Gruende (erfahrungsgemaes sind es nur 1% die solche Gruende haben).

  9. @Maerchen Meister 00:15

    Vova Putin sucht aktuell Kolonisten fuer Sibirien! System Gulag hat noch genug Plaetze frei, besonderes fuer junge, kraeftige Arbeitskraefte. Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich und Tuerme gibt es genug. Am besten von einem deutschen grenznahen Flughafen durch „Air Magadan“ direkt abholen lassen!

    • @Old Grisogono
      Na dann gründen Sie mal eine Airline für Direktflüge von Deutschland nach Sibirien, wenn sie Ihren Rausch ausgeschlafen haben und helfen dem Innenminister beim Abschieben. Das ist ein Super-Geschäftsmodell, mit dem Sie auf Ihre alten Tage noch mal richtig abstauben können. 😉

  10. Erstauenlich viele Kommentare ueber Belanglosigkeiten! Welche Rolle spielen die Worte eines luxemburgischen Apparatschiks? Eigentlich keine.

  11. Pingback: 98 Prozent sind in Ungarn nicht genug | Alexander Dilger

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