Terroranschläge vom 11. September 2001

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 sind nun genau 15 Jahre her. Es wurden in den USA vier Verkehrsflugzeuge von jeweils vier bis fünf islamistischen Selbstmordattentätern des Terrornetzwerks Al-Kaida entführt. Zwei davon wurden in die beiden Türme des World Trade Centers in New York gesteuert, die bald darauf zusammenstürzten. Ein weiteres wurde aufs Pentagon gestürzt und das vierte sollte vermutlich in eine Regierungsgebäude in Washington gesteuert werden, zerschellte aber nach einem heldenhaften Kampf der Passagiere auf einem Feld in Pennsylvania. Insgesamt gab es rund 3.000 Tote. Es war der schlimmste Terroranschlag aller Zeiten in den USA, der von der Größenordnung her über das Verbreiten von Schrecken hinausging und eigentlich schon einen kriegerischen Akt darstellte.

Dementsprechend reagierten die USA und forderten vom Taliban-Regime in Afghanistan die Auslieferung der Al-Kaida-Führung und insbesondere von deren Anführer Osama bin Laden. Da dies verweigert wurden, griffen die USA am 7. Oktober 2001 Afghanistan an. Dieser „Krieg gegen den Terror“ wurde zum ersten und bislang einzigen NATO-Bündnisfall erklärt und ist in gewisser Weise bis heute nicht abgeschlossen, auch wenn die Taliban schnell gestürzt wurden und die Führung von Al-Kaida untertauchen musste. Osama bin Laden wurde am 2. Mai 2011 von US-Spezialeinheiten in Pakistan getötet.

Rund um die Anschläge gibt es bis heute viele Verschwörungstheorien (die hier bitte nicht diskutiert und verlinkt werden sollen), insbesondere da es sich tatsächlich um eine Verschwörung handelte. Dass die US-Regierung direkt involviert war, ist jedoch völlig unwahrscheinlich, da sie nicht die eigene Bevölkerung massakrieren würde, sich das auch nicht geheimhalten ließe und Präsident George W. Bush gar nicht Afghanistan, sondern den Irak angreifen wollte, was er 2003 unter einem konstruierten Vorwand dann auch tat.

Vor den Anschlägen wurden Fluggäste in den USA kaum kontrolliert, seither ist der Kontrollaufwand sehr hoch, wobei dessen Nutzen umstritten ist. Immerhin kam es seither nicht wieder zu vergleichbaren Anschlägen und ist heute das Terrorrisiko in Europa als deutlich höher anzusehen. Die ‚Schwierige Einreise in die USA‘ trägt dazu bei, während Frau Merkel jeden unkontrolliert nach Deutschland gelassen hat. Die Welt ist ungemütlicher geworden, doch wenigstens haben die Terroristen keines ihrer Ziele erreicht, wenn man vom Terror selbst absieht.

46 Gedanken zu „Terroranschläge vom 11. September 2001

  1. Ich habe Verwandtschaft in den USA und meine Cousine war noch wenige Tage vor dem Terroranschlag des 9/11 beruflich im World Trade Center.

    Der Islam hat sich weltweit, auch mit Geld aus Saudi Arabien und den anderen Golfmonarchien, lange vor 9/11 erkennbar radikalisiert. Diese Entwicklungen waren leider absehbar.

    Schon durch meine familiären Bindungen bin ich ein Freund der USA. Ich war oft dort und denke in vielem wie Amerikaner, insbesondere wenn es um die Freiheit des Einzelnen gegen staatliche Bevormundung und übermächtige Verwaltungsstrukturen geht. ABER die amerikanische Politik hatte leider oft nicht das richtige Fingerspritzengefühl für andere Kulturen, nicht nur in Lateinamerika. Mit Geld kann man kurzfristige Kumpane, aber NICHT echte Freunde kaufen!

    Ich bleibe dabei: TEILEN WIR DIE WELT, damit wir Frieden bekommen! Moslems, die korangetreu leben wollen, sollten in rein moslemischen Ländern unter sich bleiben. Wir halten uns dort heraus, auch wenn die Menschenrechte eklatant verletzt werden (Hand abhacken, Steinigen, Zwangs- u. Kinderehen, …). Umgekehrt bestehen wir aber darauf, dass in unseren westlichen Ländern NUR unsere kulturellen Wertvorstellungen gelten und auf moslemische Besonderheiten überhaupt KEINE Rücksicht genommen wird. Wir sollten ALLES dafür tun, dass sich strenggläubige Moslems in Europa NICHT wohl fühlen! Die Mohamed-Karikaturen sollten wir an jeder Straßenecke aufhängen!

    • Einmal ganz davon abgesehen, dass auch viele andere Gründe Ihrem Wunsch nach einer Trennung der Welt in einen muslimischen Teil und eine nichtmuslimische Welt entgegenstehen, wäre dies schon auf Grund des derzeitigen Energiebedarfs der nichtmuslimischen Welt gar nicht möglich.

      Solange die nichtmuslimische Welt es nicht schafft, ihren Verbrauch fossiler Energieträger deutlich zu senken, wird die Aufrechterhaltung des Handels mit der muslimischen Welt unumgänglich sein. Hierfür wurden und werden auch bereits zahlreiche Kriege unter größtenteils hanebüchenen Vorwänden geführt und die abscheulichsten Diktaturen von der nichtmuslimischen Welt unterstützt.

      • Es geht nicht, aber aus anderen Gründen. Handel wäre immer noch möglich. Die USA können ihren Energiebedarf inzwischen selbst decken, für Europa würde es teurer, aber nicht unmöglich. Die Kriege wurden aus anderen Gründen geführt, die offensichtlich über Ihr Vorstellungsvermögen hinausgehen.

      • @Dilger
        „Die Kriege wurden aus anderen Gründen geführt, die offensichtlich über Ihr Vorstellungsvermögen hinausgehen.“

        Aha. Aus welchen Gründen denn?
        Insbesondere würde mich das für Irak I, Irak II und Libyen interessieren …

      • Das hatten wir alles schon. Es gibt völkerrechtlich keinen klareren und legitimeren Kriegsgrund als die Verteidigung gegen einen Angriffs- und Eroberungskrieg wie durch den Irak gegen Kuwait.

        Der nächste Irakkrieg war tatsächlich nicht gerechtfertigt, weil die angeblichen Beweise für Massenvernichtungswaffen falsch waren. Trotzdem ging es nicht um Öl, sondern eher eine offene Familienangelegenheit.

        Die Libyenintervention war gerechtfertigt, weil das Regime militärisch gegen die eigene Zivilbevölkerung vorging. Ob sie klug war, ist eine andere Frage.

      • Eine Vendetta der Familie Busch gegen Saddam Hussein rechtfertigt den Tod hunderttausender Zivilisten? Sehr christlich, diese Einstellung …

    • Es sind eher die Deutschen, die sich (vergeblich) Freunde kaufen wollen. Am wenigsten Fingerspitzengefühl hat hingegen Herr Trump.

      Es gab keine Kriege wegen individueller Menschenrechtsverletzungen und der Anwendung der Scharia. Doch soll man Massenmord und Angriffskriegen stets tatenlos zusehen? Würden Sie Israel aufgeben wollen?

      Schließlich geht es bei der Religionsfreiheit gar nicht um den Islam, sondern um unsere Werte. Wollen Sie mir wirklich vorschreiben, was ich glauben darf und was nicht? Das dürfen wir uns allerdings erst recht nicht von Islamisten diktieren lassen.

      • @Dilger

        Nun, welchen Angriffskrieg hat Gadaffi geführt, der so dringend abngewehrt werden musste?

        Und wie war das mit Saddam Hussein?
        Welchen Angriffskrieg hat er 1980 geführt und mit wessen Unterstützung?
        Wie viele Menschen sind dabei ums Leben gekommen?

        Aber das hat natürlich alles nur mit Demokratie zu tun, nicht wahr?

      • In Libyen wurde die eigene Bevölkerung militärisch angegriffen. Dagegen gab es eine begrenzte Intervention.

        Der Iran hatte die US-Botschaft überfallen. Das war ein Kriegsgrund, doch man begnügte sich mit der Unterstützung eines zweifelhaften Irangegners.

      • Ungefähr so begründen es die Winkeladvokaten der US-Regierung. Soweit es in Libyen tatsächlich militärische Angriffe gegen die eigene Bevölkerung gegeben haben sollte (was höchstwahrscheinlich nur herbeikonstruiert ist), stellt dies weder einen besonders exponierten Einzelfall dar (da gibt es weitaus Schlimmere), noch rechtfertigt so eine innere Angelegenheit völkerrechtlich einen Angriffskrieg von außen. Und warum ausgerechnet Saddam Hussein den Stellvertreterkrieg hätte führen sollen, weil der Iran eine US-Botschaft überfallen hat und dafür in einem achtjährigen Krieg mehr als eine Million Menschen sterben mussten, erschließt sich mir erst recht nicht. Es scheint, als ob Ihnen jedes Maß für Verhältnismäßigkeit fehlt …

      • Ich habe mich nicht für diese Maßnahmen ausgesprochen, die übrigens keine Kriege des Westens waren, sondern nur Ihre absurde These zurückgewiesen, dass es allein um Öl ginge. Können Sie auch nur einen Krieg benennen, bei dem dies das Hauptmotiv einer westlichen Macht war?

      • Libyen war kein Krieg des Westens?
        Ich wusste nicht, dass Frankreich, Großbritannien und USA nach Ihrem Verständnis im Osten liegen. Aber von Japan aus gesehen haben Sie natürlich Recht. Sind Sie Japaner? 😉

        Wenn es in Libyen, dem Irak und Afghanistan nicht um Öl, Gas oder dessen Transport via Pipeline ging, worum denn dann? Alle anderen Motive sind doch nur vorgeschobene Pseudo-Rechtfertigungen.

        Der Tod von nichtamerikanischen Zivilisten hat ganz besonders die USA doch noch nie wirklich berührt. Sonst hätten sie beispielsweise in das Gemetzel zwischen Hutu und Tutsi 1994 in Rwanda (Ruanda) eingreifen müssen oder auch längst ihren Freunden den Saudis und unzähligen afrikanischen und südamerikanischen Despoten kräftig auf die Finger klopfen müssen.

      • Sie wissen eben weder, was ein Krieg ist, noch, warum er (nicht) geführt wird. In Afghanistan gibt es weder Öl noch Gas in relevanten Mengen noch eine Pipeline. Vielleicht meinen Sie ja, dass die USA dort ihren Drogennachschub sichern wollten?!

        Nach den anderen von Ihnen angeführten Kriegen ist auch nie die Ölversorgung sicherer geworden, sondern die Förderung gesunken. Schließlich muss nicht jeder gerechtfertigte Krieg geführt werden, oder hätten Sie gerne den Dritten Weltkrieg zur Rückeroberung der Krim?

      • Was ist an Afghanistan dann strategisch so interessant, dass erst Russland und später die NATO dieses an sich unbedeutende Land besetzten?

        Dass das Ziel eines Krieges nicht erreicht wird, ist nichts ungewöhnliches. Es kann immer höchstens eine der Kriegsparteien als Sieger daraus hervorgehen. Meist erleiden beide Seiten herbe Verluste.

        Mein persönliches Fazit:
        Militärische „Eingriffe“ sind im Großen und Ganzen so überflüssig wie ein Kropf. Das Ergebnis ist immer destruktiv.

        Da können Sie gerne anderer Meinung sein, ihre bisherigen Argumente überzeugen nicht. Die intelligentere Lösung ist immer, keinen Krieg zu führen. Selbst die schlimmsten Diktatoren der Weltgeschichte hätten eben so gut ohne Krieg und zig Millionen zivilen Opfern beseitigt werden können.

      • Für die USA habe ich geschrieben, warum sie Afghanistan angriffen, bevor Sie mit ihrem Unsinn von dort gar nicht vorhandenem Öl anfingen. Der Fehler war, dort bis heute zu bleiben.

        Gerade die schlimmsten Terroristen und Gewaltherrscher lassen sich nicht mit Gerede aufhalten, sondern nur mit Gegengewalt, die jedoch ultima ratio bleiben muss statt erstes Mittel der Wahl.

      • @Dilger
        „Für die USA habe ich geschrieben, warum sie Afghanistan angriffen …“

        Schon mal etwas von Uran gehört? Es muss ja nicht immer Öl sein.

        Osama Bin Laden wurde doch von den USA höchst selbst aufgebaut und dann zum Schurken gemacht, um ein schönes Alibi zu habe. Das Schema ist genau dasselbe wie mit Saddam Hussein.

        Oder glauben Sie ernsthaft, dass erst die Sowjets und dann die USA mit ihren Alliiierten sich zehn Jahre und länger am Hindukusch festsetzen, um Mädchenschulen zu errichten? Ich bitte Sie, so naiv können Sie nicht wirklich sein!

      • Sie glauben auch jeden Unsinn, um Ihre falsche These zu retten. In Afghanistan gibt es nichts zu holen, schon gar nichts, was die immensen Kosten eines Krieges rechtfertigen würde. Der Sowjetunion ging es um Macht- und Expansionspolitik, die in Afghanistan allerdings scheiterte. Auch die Krim-Annexsion ist kommerziell gesehen doch alles andere als ein Gewinngeschäft, selbst wenn die Halbinsel langfristig bei Russland bleiben sollte.

        Die USA konnten die Anschläge vom 11. September nicht tatenlos hinnehmen. Gerade weil es in Afghanistan nichts Lohnendes gibt, sind Verschwörungstheorien unsinnig, wonach die Anschläge initiiert wurden, um einen Vorwand für den Angriff auf dieses Land zu haben. Doch selbst wenn es so gewesen wäre, hätten die Taliban die Al-Kaida-Führung nur fortschicken müssen, um solch einen Plan zu vereiteln. Rohstoffgewinnung wäre schließlich viel leichter durch einen Deal mit den Taliban möglich gewesen.

      • @Alexander Dilger

        Fragt sich, wer hier dem größeren Unsinn aufsitzt. Was haben US Army, Bundeswehr usw. denn heute noch in Afghanistan verloren, wenn die Situation tatsächlich so wäre, wie Sie glauben?

      • Bodenschätze sucht dort jedenfalls keiner. Es fehlt ein Ausstiegsszenario. Jetzt würden in kurzer Zeit die Taliban komplett zurückkehren.

      • Ich denke nicht, dass es um Taliban und Mädchenschulen geht. Das ist doch alles nur vorgeschoben. Die Truppen könnten jederzeit sofort abgezogen werden. In anderen Ländern gibt es auch Tyrannen wie die Taliban und niemanden schert es, wenn es dort nichts Interessantes zu holen gibt, am allerwenigsten die USA.

      • Verstehen Sie überhaupt, was ich schreibe, oder ignorieren Sie es absichtlich? Vor dem 11. September 2001 waren die Taliban auch schon schlimm, doch die USA hätten sie nicht angegriffen. Selbst danach hätten sie durch eine Auslieferung oder zumindest den Rauswurf von Al-Kaida an der Macht bleiben können. Doch die USA konnten es unmöglich hinnehmen, dass Tausende ihrer Bürger auf ihrem Boden ungestraft umgebracht wurden. Wenn jetzt also z. B. irgendein Kriegsherr Afghanistan unterwerfen sollte, könnten die USA beruhigt abziehen, nicht aber bei einer drohenden Rückeroberung durch die Taliban. Ebenso muss der IS sein Territorium verlieren, auch wenn danach keine liberale Demokratie entsteht.

      • @Alexander Dilger

        Sie vertreten einen Standpunkt, der dem der USA sehr nahe kommt. Das Menschenleben eines US-Bürgers zählt demnach etwa so viel wie eintausend Menschenleben in einem arabischen Land. Und da wundern Sie sich, dass die USA in solchen Ländern so „beliebt“ sind? Unfassbar!

      • Unfassbar ist Ihre Menschenverachtung, mit der Sie Gewaltherrscher und selbst Terroristen preisen, für die Menschenleben gar nichts zählen. Die USA kämpfen dagegen nicht mit ganzer Kraft, um Leben selbst ihrer Feinde zu schützen. Die US-Regierung hat jedoch eine besondere Verantwortung gegenüber ihren eigenen Bürgern und Soldaten. Ich wünschte, die Bundesregierung würde ihrer besonderen Verantwortung gegenüber den Deutschen noch nachkommen.

      • @Dilger

        Menschenverachtend ist es, Millionen unschuldiger Zivilisten zu töten. Ich preise an keiner Stelle Gewaltherrscher oder gar Terroristen. Wie kommen Sie überhaupt auf so einen Blödsinn? Jedoch stempele ich nicht gleich jeden zum „Schurken“ oder zum „Terroristen“ ab, nur weil er nicht nach der Pfeife der USA oder der Ölmagnaten tanzt.

      • Die USA haben keine Millionen unschuldiger Zivilisten getötet. Wie kommen Sie zu solchen frei erfundenen Vorwürfen? Saddam Hussein hat jedoch Hunderttausende Menschenleben auf dem Gewissen und Muammar al-Gaddafi war nachweislich in Terroranschläge verwickelt, was Sie in Ihrem Antiamerikanismus leugnen. Wenn es nach Ihnen ginge, würde jetzt noch die Nachfolger von Adolf Hitler regieren.

      • @Dilger

        Es ist ungeheuerlich, was Sie mir heute unterstellen. Zudem ist Ihr USA-Bild völlig naiv. Haben Sie die Toten der von den USA geführten Kriege seit dem zweiten Weltkrieg denn schon einmal zusammengerechnet? Die Mühe sollten Sie sich ruhig einmal machen.

        Hitlers ideologische Nachfolger im weiteren Sinne regierten nach dem zweiten Weltkrieg im Übrigen in vielen Ländern mit US-Unterstützung und regieren zum Teil heute noch. Und zwar über Kontinente hinweg. Denken Sie doch zum Beispiel nur an Augusto Pinochet (Kupfer) oder an die Sauds (Öl).

      • Ich unterstelle Ihnen gar nichts, sondern Sie outen sich hier ständig als Antiamerikaner, der nur für die USA Pazifismus predigt und ansonsten jeden Gewaltherrscher und Terroristen gewähren lassen will. Vom Nationalsozialismus haben Sie offensichtlich auch keine Ahnung, sonst würden Sie nicht alle möglichen Regime mit ihm in einen Topf werfen.

      • @Dilger

        Ich heiße Gräueltaten von Kommunisten, afrikanischen Diktatoren und anderen korrupten Despoten genausewenig gut wie die der USA. Nur sind Sie auf dem Auge USA offenbar blind.

        Im Übrigen ist es völlig egal, mit welcher politischen Gesinnung ein Diktator agiert. Die Folgen für die Menschen, die darunter zu leiden haben sind durchaus vergleichbar. Daher ja auch „im weiteren Sinne“.

      • Sie fanden doch Muammar al-Gaddafi klasse und würden auch gerne Saddam Hussein noch an der Macht sehen. Allein schon Ihre Gleichsetzung der demokratischen und liberalen USA mit verbrecherischen Diktaturen erübrigt eigentlich jede weitere Diskussion. Ich frage mich nur, warum Sie zur notwendigen Differenzierung nicht in der Lage sind. Wollen Sie einfach nur trollen, sind Sie entgegen Ihren Beteuerungen doch ein antiliberaler Putinist oder ist es enttäuscht Liebe, weil natürlich auch die USA nicht perfekt sind?

      • @Alexander Dilger
        „Sie fanden doch Muammar al-Gaddafi klasse und würden auch gerne Saddam Hussein noch an der Macht sehen.“

        Was phantasieren Sie denn da für einen Schmarrn zusammen?

        Ich habe lediglich geschrieben, dass es der Bevölkerung in Libyen unter Gaddafi deutlich besser ging als heute. Der Bevölkerung des Irak vor den Angriffskriegen der USA ganz sicher auch. Dazu kommt noch, dass wir die heutige Masseneinwanderung aus Schwarzafrika über die zentrale Mittelmeerroute in Europa nicht hätten, wenn Gaddafi nicht mit zumindest US-Unterstützung gestürzt worden wäre. Was für eine Torheit!

        Im übrigen schließe ich mich folgender Aussage von „francomacorisano“ an, der weiter oben schrieb:
        „Unser militärisches Engagement hat die Lage nicht dauerhaft verbessert. Jetzt erleben wir in Libyen und in Syrien noch deutlicher, dass wir uns einfach heraus halten sollten. Orient und Okzident sind kulturell so verschieden, dass jedes Volk das von ihm gewünscht Leben ohne Einmischung von außen führen sollte.“

        Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, sofern Ihnen nicht gleich wieder irgendeine krude Unterstellung einfällt.

      • Das hatten Sie nicht geschrieben. Es bestätigt aber meine These, dass Sie diese grausamen Diktatoren gerne noch an der Macht sähen. Das ist halt Ihr verrücktes Weltbild, welches Sie mehr als ausführlich dargestellt haben und das ich nicht weiter diskutieren möchte, weshalb ich dazu keine Kommentare von Ihnen mehr freischalte.

      • Ich muss zugeben, dass ich zu den Befürwortern der westlichen Interventionen in Afghanistan und im Irak gehört habe. Wir haben aber leider auch schmerzhaft zusehen müssen, dass diese Konflikte nicht zu gewinnen sind. Unser militärisches Engagement hat die Lage nicht dauerhaft verbessert. Jetzt erleben wir in Libyen und in Syrien noch deutlicher, dass wir uns einfach heraus halten sollten. Orient und Okzident sind kulturell so verschieden, dass jedes Volk das von ihm gewünscht Leben ohne Einmischung von außen führen sollte. Das schließt ausdrücklich NICHT aus, dass man Handel miteinander treiben kann!

      • Man sollte keinen Krieg ohne hinreichenden Grund vom Zaun brechen, wie das George W. Bush im Irak gemacht hat. Doch hätte er sich auch aus Afghanistan heraushalten sollen, nachdem es die Anschläge vom 11. September gegeben hatte? Soll man jetzt den IS in Ruhe lassen, während er immer neue Terroranschläge in Europa anzettelt? Allerdings braucht man auch ein Szenario, was danach kommen soll. Die Kurden scheinen mir dabei bessere Verbündete zu sein als Herr Erdogan.

      • @Alexander Dilger

        Ohne George W. Bushs Irak-Krieg gäbe es den IS gar nicht.

      • Was hilft das jetzt, wo der IS da ist?

        Die Geschichte wird über George W. Bush richten bzw. hat das schon. Er war der schlechteste US-Präsident zumindest in den letzten 100 Jahren. Donald Trump könnte allerdings noch schlechter werden.

      • In Afghanistan hätte man die mit den Taliban verfeindete „Nord-Allianz“ mit Luftschlägen, Waffen und vereinzelten Einsätzen von Spezialeinheiten unterstützen können. Der Einmarsch in den Irak war heute im nachhinein betrachtet daher verkehrt, weil es keinen Plan für die Zeit nach Saddam Hussein gab und man die kulturellen Feinheiten des künstlichen Vielvölkerstaates Irak nicht bedacht hatte. Der IS ist aus Resten des alten Geheimdienstapparates des Irak entstanden und damit eine weitere Folge dieser undurchdachten Aktion. Ich stimme ihnen ausdrücklich zu, dass die Kurden ein verlässlicherer Partner als Erdogan sind. Warum haben die Siegermächte des 1. Weltkrieges bei der Auflösung des Osmanischen Reiches nicht für einen Kurden-Staat gesorgt???

      • 1920 war ein kurdischer Staat durchaus vorgesehen. Am Ende des türkischen Unabhängigkeitskrieges 1923 war davon nicht mehr die Rede, obwohl die Kurden die aufständischen Türken unter Kemal Atatürk unterstützt hatten, die ihnen erst einen eigenen Staat versprachen und dann wortbrüchig wurden.

        Die ganze Region ist ein Pulverfass. Deutschland kann und sollte sich heraushalten. Dem Westen insgesamt ist das kaum möglich, denn die Konflikte werden zu ihm und in weitere Länder getragen. Doch jede Tat hat zahlreiche Folgen, so dass man nicht einfach ohne Rücksicht auf diese draufhauen sollte.

      • Es gibt sehr viele Völker, die sehr viel kleiner sind als die Kurden, aber dennoch ihren eigenen Staat haben. Nimmt der Westen nur Rücksicht auf die Türkei, denn vor allem die Türkei will einen Kurdenstaat verhindern. Solange die Türkei die Kurden unterdrückt und kurdische Dörfer sogar bombardiert, dürfen wir uns über (echte) Flüchtlinge von dort nicht wundern!

      • @francomacorisano

        Das ist völlig richtig.

        Bei dieser Gelegenheit darf ich daran erinnern, dass es auch sehr viele Staaten mit weit wenigern Einwohnern und einer noch viel geringeren Wirtschaftskraft als Bayern gibt (alleine innerhalb der EU mehr als zwei Drittel der Mitgliedsstaaten). Bayern muss aus der „Bundesrepublik Deutschland“ austreten, damit die Politik von Angela Merkel endlich ein Ende findet. Das könnte vieles auf den Kopf stellen. Zum Vorteil für alle.

        Das hat zwar nicht direkt mit den Kurden und der aktuellen Situation an der Levante zu tun, mittelbar aber schon. Insbesondere was die Auswirkungen von Merkels fataler Migrationspolitik angeht.

  2. Herr Meister,
    Sie langweilen mit Ihren Spinnereien. Wenn es bei von Ihnen genannten Laendern mindestens um Oel ginge! Afganistan wurde von Russland angegriffen aber offensichtlich unterstellen Sie Russen nur noble Motive!

    Iraq und Lybien sind Schurken Staaten gewesen, unter Tyranen wie Saddam und Ghadafi. Es waren internationalle Terroristen die einen Krieg gegen Demokratien furhrten. Gleiche Tyrannen wie Assad in Syrien etc. Saddams und Assads Benutzung von Giftgas ist gut dokumentiert genau wie deren Anstrengungen ABC Kampfstoffe zu produzieren (inkl. Ghadafi etc.). Solche Tyrannen muss man ausschalten, besser frueher als spaeter, wie sich jetzt bei Assad zeigt.

    • @Grisogono

      Die Sowjets hatten exakt dieselben Motive zur Besetzung Afghanistans wie die USA. Es sind die vermuteten Uran-Vorkommen. Da nehmen sich beide ‚Supermächte‘ nichts. Lachender Dritter werden aber wohl die Chinesen sein, die schon mit Schaufeln und Baggern in Kabul Schlange stehen und sich die Gunst der Regierung Karzai mit Infrastrukturinvestitionen und der Schaffung von Arbeitsplätzen erschließen werden, wie sie es bereits in vielen Ländern Afrikas praktizieren. Konfuzius Erben sind eben weitaus cleverer als die ewig nur Bomben werfenden USA und ihre Kriegsstifter-Alliierten.

      Im Übrigen gibt es genügend Menschen auf dem Globus (nicht nur in muslimischen Ländern, sondern zum Beispiel auch in Lateinamerika), die in Ihren Augen ehrwürdige US-Präsidenten wie Bush oder Obama oder auch Ihr Idol Erdogan für weitaus größere Tyrannen und Völkermörder halten als Gaddafi, Hussein oder Assad. Zumindest quantitativ gesehen wohl auch völlig zu Recht! Wie viele Millionen zivile Opfer haben die unter Vorwänden von diesen feinen Herren initiierten Kriege der letzten Jahrzehnte gefordert? Rechnen Sie doch mal nach!

      • Überlegen Sie einmal, wie viele Millionen Menschenleben die Kriege der USA gerettet haben, nicht zuletzt vor einem Herrn Hitler, dem Sie mit gutem Zureden begegnen wollten, aber auch seither.

      • @Alexander Dilger

        Können Sie beweisen, dass irgendeine militärische Intervention (egal von wem) jemals auch nur ein einziges Menschenleben „gerettet“ haben? Das ist doch blanker Unsinn!

        Um grausame Despoten zu stürzen, gibt es genügend geheimdienstliche Methoden. Dafür muss kein Krieg geführt werden. Das geht auch ganz geräuschlos. Und ich meine damit nicht „gut zureden“.

      • Sie sind völlig verblendet und wollen nicht sehen, dass Sie sich für Massenmörder aussprechen. Deren Sturz rettete Millionen Leben und war durch Meuchelmord nicht möglich. Auch die Terroristen würden Regierungschefs angreifen, wenn sie es könnten.

      • Erst ist es Oel und Gas, jetzt Uran und so geht es immer weiter. 😅 Denken Sie was Sie wollen, es ist ideologisch gefaerbte Quatsch. Und wenn Sie ueber Massenmorde uns bekehren wollen beginnen Sie mit Ihren Kommunisten, Stalin und Mao!

      • @Old Frackinghead Grisogono

        Stalin und Mao sind nicht „meine“ Kommunisten.
        Der auf einem Auge blinde Ideologe hier sind doch Sie!

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