Mao starb vor 40 Jahren

Vor 40 Jahren, am 9. September 1976, starb Mao Zedong, neben Hitler und Stalin einer der größten Massenmörder aller Zeiten. Schon im chinesischen Bürgerkrieg tat er sich durch Grausamkeit hervor, während er seine Truppen im Kampf gegen die Japaner zurückhielt, um nach deren Kapitulation die Kuomintang nach Taiwan zu vertreiben. Im Koreakrieg ließ er chinesische Soldaten gegen die UNO und Südkorea kämpfen (Nordkorea wurde übrigens vor genau 68 Jahren proklamiert, weshalb heute der Enkel des ersten Diktators eine weitere Atombombe testete).

Die größte Katastrophe mit Zigmillionen Toten war sein „Großer Sprung nach vorn“ von 1958 bis 1961, bei dem die radikale Anwendung kommunistischer und pseudowissenschaftlicher Prinzipien die Landwirtschaft ruinierte und zu einer großen Hungersnot führte. Nochmals Millionen Leben und viele Kulturgüter kostete seine „Kulturrevolution“ von 1966 bis zum seinem Tode (siehe ‚Chinas Kulturrevolution begann vor 50 Jahren‘). Danach leitete Deng Xiaoping vor allem wirtschaftliche Reformen ein, die das durch westliche Mächte, Bürgerkrieg und japanische Besatzung, insbesondere aber durch Mao völlig verarmte China bis heute wachsen lassen und zu alter Größe zurückführen.

3 Gedanken zu „Mao starb vor 40 Jahren

  1. Die Geschichte schriebt dem Sieger immer den Nimbus zu. Ich will ja nicht behaupten, dass Hitler im Vergleich zu den beiden anderen ein Messdiener gewesen ist, weil letztendlich unabhängig von der Anzahl der gequälten Menschen und der Toten, die Menschenverachtung auf gleichem Niveau war. Bei Mao Zedong kommt hinzu, dass er ein feiger Verräter gegenüber seinen eigenen Genossen war. Und auch der große Stalin verkroch sich nach dem Überfall der Deutschen zunächst in höchster Apathie in seiner Datsche nahe Moskau. Aber die „Sieger“ haben die Deutungshoheit über die Geschichte. Stalin wird derzeit in Russland wieder als Held des Großen vaterländischen Krieges ausgegraben und Mao war in dieser Hinsicht nie untergegangen. Das unterscheidet beide von Hitler, dessen zweifelhafter „Nachruhm“ im Verhältnis zu den beiden „Kollegen“ wohl eher der Wahrheit nahe kommt!

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