AfD in Mecklenburg-Vorpommern wählen

Beim ‚Wahl-O-Mat Berlin‘ lag bei mir die AfD klar vorne. Nicht nur deshalb würde ich sie am 18. September wählen, wenn ich noch in Berlin wohnen würde. Vor allem geht es darum, jetzt ein klares Zeichen zu setzen, damit sich Frau Merkel und die Union doch noch einmal überlegen, ob ihre vierte Kandidatur als Kanzlerin wirklich eine so gute Idee ist.

Bereits am 4. September findet die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt, wo die AfD noch deutlich bessere Chancen besitzt und Frau Merkel direkt getroffen würde, weil sie in diesem Land ihren Wahlkreis hat. Leider gibt es dort keinen Wahl-O-Mat, weil die Regierungsparteien das nicht wollten (siehe „CDU und SPD verhindern Wahl-O-Mat in MV“). Doch dann können sie sich auch nicht beklagen, wenn andere ihren eigenen „Wahlometer“ programmieren, selbst wenn dieser nicht ganz unparteiisch ist (siehe „Versteckte AfD-Werbung: Dieser Wahlometer ist alles andere als neutral“).

Wenig überraschend ist das Ergebnis für mich: „Ihre Positionen stimmen überwiegend mit der Alternative für Deutschland Mecklenburg-Vorpommern überein.“ Auch der Spitzenkandidat Leif-Erik Holm gefällt mir gut, so dass ich dort ebenfalls die AfD wählen würde, wenn ich noch immer meinen Wohnsitz in Greifswald hätte. Am Ende kommt es ohnehin zu einer Großen Koalition, doch wenn die AfD vor der CDU oder sogar SPD liegt, dann hat das eine große symbolische Bedeutung für ganz Deutschland.

170 Gedanken zu „AfD in Mecklenburg-Vorpommern wählen

  1. Eine Partei wählen die ein Problem mit Antisemiten hat und Teile der Partei immer öfters mit rechtsextremen sympathisieren? Das kann nicht ihr ernst sein Herr Dilger? Sie enttäuschen mich.Sicher gibt es viele Dinge die gelöst werden müssen, aber die AfD ist dafür keine Alternative.

    • Linke, Grüne, SPD und inzwischen selbst Teile der CDU sympathisieren mit Linksextremisten. Es gibt auch viele linke Antisemiten. Außerdem behaupte ich nicht, dass die AfD selbst die Lösung ist, sondern dass sie gegen ein Problem im Kanzleramt hilft.

      • Sicher gibt es auch Antisemiten unter den Linken macht doch die Sache aber nicht besser bzw. kann nicht die Argumentation sein um es bei der AfD auch zu dulden..

        Protest wählen kann man auch mit anderen Parteien, dafür muss ich keine rechtsaußen Partei stark machen, die auf dauer in der Opposition eh wenig bewirkt bzw. aus dem Wahlprogramm nichts umsetzen kann. Am Ende stärkt man damit solche Parteien nur finanziell.

      • Ein Fehlverhalten rechtfertigt kein anderes, entlarvt aber die Heuchelei von AfD-Kritikern, die selbst mit Antisemiten und Extremisten paktieren. Welche andere Partei ermöglicht denn wirksamen Protest gegen Frau Merkel?

      • @Hamburger

        Warum halten Sie die AfD für „rechts außen“?
        Das ist doch völlig unfundiertes Geschwurbel!

        Die AfD steht dort, wo vor wenigen Jahren FDP und CDU standen.
        Selbst die CSU vertritt in vielen Fragen noch heute deutlich „rechtere“ Positionen als die AfD.

        Ein Problem sind zugegebenermaßen die vielleicht 2 bis 5% tatsächlich Rechtsextremen in der AfD, die sich in den zurückliegenden eineinhalb Jahren leider häufig sehr viel lauter äußerten als gemäßigte und liberale (ja, auch die gibt es noch!) AfD-Mitglieder und auch besser vernetzt sind. Die Diagnose ist aber längst auch parteiintern gestellt und die Selbsttherapie eingeleitet.

        Gedulden Sie sich einfach ein wenig – Ihre Genossen (SPD) haben schließlich fast 150 Jahre Vorsprung … und gemessen daran leistet die AfD doch wohl deutlich bessere Arbeit, als die Apparatschicks um das Fass aus Goslar, finden Sie nicht?

      • @ Michael Meister Ich wahr 1,8 Jahre Mitglied dieser Partei,daher habe ich die Entwicklung mit gemacht.

        Sicher kennen sie die Patriotische Plattform und auch den sogenannten Flügel. Dort gibt es Mitglieder die ganz offen eine Verbindung zum Neu Rechten Kubitschek pflegen. Die patriotische Plattform fordert zum Beispiel eine engere Zusammenarbeit mit der IB, die klar als rechtsextrem vom Verfassungsschutz eingestuft ist und beobachtet wird. Ebenfalls gibt es Mitglieder innerhalb der Jungen Alternative, die bei Demos der IB auftreten.

        Auch auf den Demos der AfD kommt es immer wieder dazu, dass sich bekannte Neonazis anschließen wie zum Beispiel in Thüringen.

        Wenn sich eine Fraktion wie in baden-Württemberg zerlegt, weil sie sich nicht einig wird wie mit einem Antisemiten umzugehen ist, zeigt das den Zustand der Partei. Der Herr Gedeon ist doch leider kein Einzelfall, in Brandenburg gab es mit Herr Weiß doch schon einmal ein solchen Fall,Mitglied ist er bis Dato. Dann haben wir noch den Herr Klasen aus Nordhessen,der immerhin schon mal sein Mandat niedergelegt hat.

        Dann gibt es noch jene Mitglieder wie Herr Neumann aus Hamburg, der im Jahre 2011 auf der NPD-Liste kandierte für die Hamburger Bürgerschaft. In Sachsen-Anhalt Herr Mokry ehemaliges DVU-Mitglied.. Hessen Herr Münch ehemals Rep usw..

        Wissen Sie die Liste ist lang,da würde ich morgen noch schreiben. Aber all das können Sie auch im großen Netz finden, aber wahrscheinlich wollen Sie es doch eigentlich gar nicht.. Somit schönen Tag Ihnen.

      • @Hamburger

        Ich bin seit Mitte März 2013 Mitglied der AfD. Ich weiß daher sehr wohl, was Sie meinen. Die von Ihnen angesprochenen „Parteien in der Partei“ („Patriotische Plattform“, „Der Flügel“) sind ein schweres Erbe aus der Ära Lucke. Es gibt aber inzwischen klare Positionen gegen die Anerkennung derartiger Substrukturen. Nur lassen sich deren inoffiziellen Seilschaften nicht einfach mal so auflösen oder gar zerschlagen. Dafür bietet weder das Parteiengesetz einen Handlungsrahmen, noch halte ich die Unterbindung von Meinungsfreiheit an sich für zielführend. Die AfD muss sich mit diesen Mitgliedern genauso befassen und auseinandersetzen wie die Gesellschaft insgesamt mit Bewegungen á la „IB“ oder „Pegida“. Da beisst die Maus keinen Faden ab.

      • Nix dazugelernt, Herr Dilger. Immer noch derselbe Tunnelblick.

      • Es ist kein Tunnelblick, sondern weitsichtig, gegen Frau Merkel und deren Politik zu sein. Wenn Die Linke Frau Wagenknecht folgen würde, würde ich vielleicht auch sie empfehlen oder noch lieber eine FDP mit Herrn Schäffler statt Herrn Lindner an der Spitze. Leider ist die AfD momentan die einzige ernsthafte Opposition.

      • Eher würde ich Sahra Wagenknecht als Kanzlerin wollen als weitere vier Jahre mit Zonen-Angie. Mit Wagenknecht hätte Deutschland das derzeitige Migrations-Desaster ganz sicher nicht!

      • Ich hätte jeden, wirklich jeden lieber als Frau Merkel im Bundeskanzleramt. Mit Frau Wagenknecht an der Spitze würde ich sogar über eine Wahlempfehlung für Die Linke nachdenken.

      • @hollygomadly

        Herr Meuthen hat doch völlig Recht, wenn er sagt, dass in der Sache abgestimmt werden muss, unabhängig davon, von wem ein Vorschlag kommt. Das zeigt doch, dass die AfD eben gerade keine Fundamentaloppisition sein möchte, sondern Politik mit dem gesunden Menschenverstand machen will und wird. Dieser ewige Fraktionszwang der Blockparteien hat mit gelebter Demokratie nicht das Geringste zu tun!

      • Ich finde diese extreme Fokussierung auf eine Person als die Wurzel allen Übels sehr befremdlich. Besonders für einen Akademiker der eigentlich wissen sollte das einfache Erklärungen meist nicht taugen da die Wirklichkeit in der Regel komplex und vielschichtig ist.

        Besorgniserregend finde ich es wenn dann Anmerkungen kommen wie hier jetzt, „Ich hätte jeden, wirklich jeden lieber als Frau Merkel im Bundeskanzleramt oder vor einiger Zeit in einem ihrer Beiträge „(…)sondern wie es gelingen kann, diese Frau aus dem Kanzleramt zu bekommen, sei es durch Abwahl, Wegloben, Entmündigung oder sonst wie.“

        Letzterer Satz hat mich wirklich schockiert. „Entmündigung oder sonst wie“?? Das kann doch nicht ihr ernst sein?

      • Es gibt viele Dinge, die nicht von einer einzelnen Person abhängen, andere aber sehr wohl. Regierungschefs haben einen großen Einfluss. Insbesondere vor einem Jahr hat Frau Merkel ganz allein eine fatale Entscheidung getroffen (was nicht ausschließt, dass sie dabei schlechte Berater hatte, denen aber ein anderer nicht gefolgt wäre). Sie könnte es auch zu jeder Zeit wieder tun, insbesondere da sie sich weigert, aus den schlechten Erfahrungen zu lernen.

        Sie sollten nicht von meiner Schilderung der Realität schockiert sein, sondern von dieser Realität selbst. Um Sie zu beruhigen, betone ich noch einmal, dass ich politische Gewalt grundsätzlich ablehne. Alle Religionen und Ideologen haben Gewalttäter hervorgebracht, nur der Liberalismus nicht.

      • Das Problem ist doch, dass eine derartige Wortwahl und eine derartige Vereinfachung der Tatsachen und das Schüren von Feindbildern nicht im luftleeren Raum geschieht.

        Auch wenn Sie politischen Gewalt ablehnen tragen Sie mit derartigen Äußerungen zu einem vergifteten politischen Klima bei und dass kann auch zu einer grösseren Akzeptanz von politischer Gewalt führen.

        Die Verengung auf Angela Merkel als das Problem schlechthin ist außerdem eine unzureichende „Schilderung der Realität“ und wenn sie mit einem derartigen Unterton kommt sollte ich davon sehr wohl schockiert sein und bin es auch.

      • Welches Wort schockiert Sie denn so? „Entmündigung“ gibt es in Deutschland gar nicht mehr, „oder sonst wie“ enthält überhaupt kein schlimmes Wort. Auch wenn jemand „auf jeden Fall“ sagt oder schreibt, unterstellen Sie doch (hoffentlich) keinen Aufruf zu Gewalt. Tatsächlich geht doch gar keine Gewalt von der AfD und ihren Anhängern aus, sondern nur gegen diese. Selbst ein führender FDP-Politiker „rechtfertigt“ das inzwischen auf Twitter.

        Ich schreibe ganz offen und ohne Unterton, dass und warum ich Frau Merkel als Bundeskanzlerin ablehne. Dass sie mit ihrem Verhalten durchkommt und von den normalen Wählern gar nicht mehr abgewählt werden kann, weist natürlich auf grundlegendere Mängel unserer politischen Klasse, des Parteienstaats und vielleicht sogar der ganzen Gesellschaft hin. Trotzdem würde es einen großen Unterschied machen, wenn sie nicht mehr im Amt wäre. Die Türkei wäre ohne Herrn Erdogan auch besser dran oder die USA ohne Herrn Trump, insbesondere wenn er demnächst tatsächlich Präsident werden sollte.

      • @“derwaechter“

        Ach Gottchen – kritische verbale Äußerungen rechtfertigen jetzt schon, dass Menschen auf offener Straße verprügelt und zusammengeschlagen werden oder hartgefrorene Gegenstände an den Kopf geworfen bekommen?

        Ist das die neue deutschtürkische „Hast Du Problem?, ich mach Dich Messer“-Kultur?

        Was ist denn das für ein Rechtsempfinden?

      • Die FDP ist für mich schon lange gestorben, solche Kommentare zeigen wieso. Ich hoffe am Sonntag auf einen Sieg der Demokratie und damit auf einen Sieg der AfD. Ich bin zwar skeptisch und denke, dass es nicht ganz reichen wird, aber es wäre sehr wichtig. Ein Erdrutschsieg wäre wichtig, da das die AfD auch nach vorne pushen würde. Diese Wahl dürfte in der öffentlichen Wahrnehmung ungleich wichtiger sein. Merkel hat just heute glücklicherweise nochmal Wahlkampfhilfe geleistet.

      • Auch Unterdrückung ist Gewalt.

        Genauso, wie die Verwehrung einer verfassungsgemäßen Opposition selbst verfassungswidrig ist, ist es der sogenannte „Kampf gegen rechts“ der mit Steuergeld finanzierten gewalttätigen „Antifa“. Dieser Kampf ist in Wirklichkeit der alte Kampf der Linken gegen das verhasste Bürgertum insgesamt. Die politisch Verantwortlichen aller linken Parteien bis hin zur CDU müssen sich die Taten der „Antifa“ daher voll zurechnen lassen, dies insbesondere, da sie auch nicht dagegen vorgehen.

        Wer nicht glaubwürdig gegen Linksextremismus vorgeht, kann dies auch nicht gegen Rechtsextremismus tun. Und mit Extremisten kann man ohnehin keine Extremisten bekämpfen.

    • Wer ueber 6000x gestern gerettete illegale afrikanische Migranten liesst (Anlandung sicherlich Italien, Ziel Deutschland etc.) wird ohne Probleme AfD waehlen! Ich kann es nur begruessen! Weil weder die Regierung noch Opposition daran denken deutsche und europaeische Grenzen zu schuetzen ! AfD wurde in September 2015 gerettet und alternativlos gemacht!

      Mich wundert, dass Herrn Sarrazins vernuenftiger Vorschlag so wenig Echo hier findet?

      • Was ist los Herr de Grisogono?
        Aus gerechnet SIE wollen wieder AfD wählen?
        Nix mehr ‚Allianz für Fortschritt und Aufbruch‘?
        Kehrt der verlorene Sohn zurück? 😉

      • Herr Meister, für ihre Argumentation reicht es aus, dass sie Lucke nicht mögen. Das gilt mit Abstrichen auch für Professoer Dilger.

      • Es gibt Gründe dafür, warum Herr Lucke in der AfD gescheitert ist und auch ALFA nichts wird. Sie sollten sich damit einmal sachlich auseinandersetzen.

      • Lieber Herr Krebs,

        ich war im März 2013 auch nocht stark geblendet vom doppelt Prädestinierten und Erleuchteten.

        Aber da ich dann kraft meines seinerzeitigen Parteiamtes tagtäglich mit ihm und seinem politischen Geschäftsgebaren zu tun bekommen habe, hatte ich das große Glück, Ihren Messias und andere AfD-Gallionsfiguren sehr viel früher durchschauen zu dürfen, als die paar Hanseln, die ihm heute noch hinterherlaufen.

      • Wäre ich noch ein paar Jahre jünger, dann würde ich Bernd Lucke vermutlich als „Sponk“ (wobei die heutige Jugendsprache bestimmt schon neue Begriffe kennt) bezeichnen, da wäre er wohl der Prototyp dafür.

        Bernd Lucke mag ein sehr guter Wissenschaftler und generell ein ausgezeichneter Kopf sein, im Umgang mit Menschen hat er (zumindest aus der Fernperspektive) leider schwerwiegende Defizite. Für eine eiskalte Machtfrau wie Petry war er deshalb auch ein leichtes Opfer und kein großer Gegner.

      • Zumindest war es versuchte Körperverletzung und eine ernsthafte Gewalttat. Solche sind mir von der AfD nicht bekannt, nur gegen sie.

  2. Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen gerade mal 1,6 Mio. Einwohnern (das ist ein Fünfzigstel der Gesamtbevölkerung Deutschlands) und sehr geringen Wirtschaftskraft hat nicht einmal die Bedeutung einer Bürgermeisterwahl in München. Da sollte man das Ergebnis nicht überbewerten.

      • Das ist schon so. aber die Betonung liegt eben auf symbolisch und nicht auf Bedeutung. 😉

    • Sehr geehrter Herr Meister,

      nur verhilft eine Bürgermeisterwahl in München einer Partei nicht zu Wahlmännern in der Bundesversammlung und einer Regierung zu einer Präsenz im Bundesrat. Auch die öffentliche Medienpräsenz und die Mittel aus der Parteienfinanzierung dürften wohl kaum vergleichbar sein.

      Und warum trat Frau Merkel seinerzeit und seitdem regelmäßig in Vorpommern und nicht in der Uckermark oder gar in Hamburg für ein Direktmandat für den Bundestag an? Richtig, die Frage beantwortet sich selbst!

      • @Friedrich Schlegel

        Es stimmt schon, dass kleine Bundesländer in ihrer Bedeutung leider deutlich übergewichtet sind. Wenn ich da an die Entwicklungsländer Saarland, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und ganz besonders an die Prasser in Berlin denke, wird mir als bayerischer Steuerzahler ganz schwarz vor Augen … das ist nichrs anderes als EU-Umverteilungspolitik im Maßstab 1:7

  3. Herr Prof. Dilger, Sie liegen richtig! In beiden Ländern ist es inzwischen ein Akt von Notwehr, wenn man die AFD wählt. In MV haben Sie darüberhinaus einen sehr smarten Spitzenmann, der bisher nicht für seltsame Sprüche a‘ la Höcke oder Poggenburg aufgefallen ist. Es geht schlicht und einfach darum, dass Frau Merkel und ihre Claqueure schwer einen vor den Bug bekommen. Ich empfehle zu diesem Thema den CICERO mit der Titelstory „Merkels Marschbefehl“ . Die Unterüberschrift dazu lautet: 4.September 2015 – Der Tag, der Deutschland veränderte“

  4. Professor Alexander Dilger,

    ein Mann, ein richtiger Mann der sich traut. Einer der zu seiner Auffassung von Politik und seinen, zugegebenermaßen begrenzten , gestaltenen Möglichkeiten steht, in Kenntnis daß es bei der persönlichen Wahlentscheidung zu Kompromissen kommen muß.

    Meine Wenigkeit hat 2013 mit Familie – soweit sie sich geäßert haben – CDU und als Symbolfigur Angela Merkel wählte , folgend logisch zwingenden Versprechungen von “ … mit mir wird es keine Einwanderung in die Sozialsysteme geben … “ bis zu “ …. Leistung muss sich wieder lohnen .. „.

    Wir wurden getäuscht, ausgetrickst, Abgeordnete der CDU zu devoten Abnickern ohne Courage, ohne Verantwortung und Interesse für die Belange ihrer Wähler degradiert. Als seien wir Wähler der letzte Dreck, und sind doch die Leistungsträger der Nation, hart arbeitend.

    Offensichtlich befeuert in der Missachtung ihrer Klientel, den meisten Medien einschl. ÖR / TV / ARD / ZDF mit Meinungsumfragen ist man sich in Regierung und CDU sicher daß es zu keinem Erdrutschsieg durch die Alternative kommen kann und wird.

    Wenn man – CDU – sich da nicht täuscht. Wir bzw. Unterzeichner „haben Schnauze voll“ , werden AfD als Alternative wählen. Auch wenn wir höchstwahrscheinlich keine Regierungspartei wählen, werden aber erreichen daß Schluss ist mit einer verantwortungslosen Politik gegen die Interessen der deutschen Bevölkerung, auch gegen Interessen der Wirtschaft.

    Grillo & Co. sind ni c h t die Wirtschaft Deutschlands, sind Repräsentanten des Systems Macht durch Regierungskoalition.

    Millionen von „Geringqualifizierten“ – inzwischen ist das auch endlich Erkenntnisstand in der GroKo einschl. Nahles – sollen Deutschlands Renten sichern, sind “ … mehr wert als Gold “ sagt bsp. Martin Schulz, können und werden als Asylanten / Wirtschaftsflüchtlinge niemals in das deutsche Wertesystem integriert werden können.

    Erkenntnis geht in alle Bereiche der Bevölkerung bis auf ideologisch befeuerte Menschen, Institutionen , Parteien wie Grüne / Linke , Verbände, kirchl. Würdenvertreter.

    Allein die Existenz einer starken konservativen Partei wie die AfD wird und kann bewirken, daß deutsche Politik sich wieder den eigenen nationalen Interessen zuwendet und aufhört, die Welt zu retten.

    Berlin und MV können die notwendige Initialzündung sein. Es wird spannend.

  5. In einem idealen Szenario wird die AfD stärkste Partei, die CDU bleibt unter 20% und die Grünen (die derzeit bei nur 5% liegen) schaffen es nicht in den Landtag. Dann reicht es wohl nicht zur GroKo, und mit den Linken kann die CDU nicht regieren. Dann wird es spannend. Vielleicht gibt es dann endlich einen Aufstand gegen Merkel in der CDU Bundestagsfraktion.

    • Leider sind dafür noch mehr Wenns nötig. Angenommen Grüne und FDP blieben bei 4,5 Prozent, NPD bei 3% und der Rest zusammen bei 4%. Dann wären immer noch 84% offen, d.h. AfD und Linke müssten zusammen über 42% kommen. Das ist aber eher unwahrscheinlich, denn selbst wenn die Umfragen die AfD wieder unterschätzten und sie 26% erzielen würde, dann müssten die Linken immer noch auf 16% kommen, was sehr unwahrscheinlich ist, da der Zuwachs der AfD zu einem Teil auf Kosten der Linken ginge. Nein, das wird nicht passieren.

      Trotzdem sollte man den Umfragen nicht zu sehr vertrauen, denn die unklare Wahlbeteiligung wird es den Rechenmodellen schwierig machen. Bei der letzten Wahl waren es nur knapp über 50 Prozent, jetzt könnten sogar die 70% überschritten werden. Denn größten, aber trotzdem noch unklaren Anteil, dürfte die AfD abbekommen.

      Heute kam die Meldung, dass bereits 500 Menschen nach Griechenland übersetzten. Man hat fast das Gefühl, dass Erdogan Busse schickt. Nicht unwahrscheinlich, dass das eine versteckte Drohung an Merkel pünktlich vor den Wahlen ist. Zieht er es voll durch und bemerken das die Menschen, das Wahldebakel der CDU könnte ungeahnte Höhen erreichen. 30% für die AfD in M-V erscheinen dann nicht völlig abwegig, denn eines ist klar: Einen erneuten Flüchtlingsstrom werden die Menschen nicht akzeptieren.

      • @Peter Burger

        Die „Flüchtlinge“ kommen nach wie vor vor allem über die zentrale Mittelmeerroute. Egal wie sehr sich die Lügenregierung auch bemüht, das Dilemma herunter zu spielen.
        http://www.t-online.de/nachrichten/id_78837488/6500-fluechtlinge-im-mittelmeer-aus-seenot-gerettet.html

        Es ist daher nur noch eine Frage sehr, sehr kurzer Zeit, bis vor allem Italien aufjault und verkündet „wir schaffen das nicht mehr“ … und so wahnsinnig wichtig wird Matteo Renzi der Ausgang der Landtagswahlen in der ostdeutschen Provinz nicht sein, dass er dann stillhält, nur um Zonen-Angie ein schönes symbolisches Wahlergebniss in der Uckermark zu ermöglichen.

      • Die zentrale Mittelmeerroute ist in der Tat ein sehr großes Problem. Allerdings ist sie trotzdem anders zu bewerten als die Balkan-Route, denn sie existierte schon lange vor Merkels Einladung an die ganze Welt. Das gilt nicht für die Balkan-Route, denn da sind die Zahlen nach Merkels Einladung förmlich explodiert. Deshalb kreidet man Merkel diese Problematik auch persönlich an, die Italien-Problematik hingegen nicht. Deshalb sind Veränderungen dort für Merkel auch viel gefährlicher, weil sie dafür auch politische Verantwortung trägt. Gefährlicher ist sie auch deshalb, weil sie anders als die Afrika-Route sehr schnelle Reaktionen zulässt. Viele Schwarzafrikaner sind Wochen bis Monate unterwegs bis sie überhaupt Lybien erreichen, Syrer sind innerhalb einer Woche in Deutschland. Da sich auch die Überfahrt länger und schwieriger gestaltet, ist ein solches plötzliches Anschwellen wie im letzten Herbst auf dem Balkan unwahrscheinlich. Aus dem Auge verlieren darf man die Situation natürlich trotzdem nicht und falls Renzi die Flüchtlinge tatsächlich halbwegs konsequent im Land behält, wird er Merkel spätestens nächstes Jahr die Hölle heiß machen, weil er dieser Belastung nicht mehr standhalten wird.

      • Im Mittelmeer sterben viele Menschen, wobei sich die Europäer nicht einfach als Menschenretter betätigen, sondern auch als Unterstützer der Schlepperbanden, was immer mehr Menschen anlockt und damit überhaupt erst der Lebensgefahr aussetzt. Man sollte niemanden absichtlich ertrinken lassen, aber auch nicht Hunderttausende auf seeuntaugliche Boote locken, sondern jeden Geretteten konsequent zurückbringen.

      • @Peter Burger
        Die Route gab es zwar schon früher, aber bis 2011 hat Gaddafi die meisten Abenteurer davon abgehalten, sie zu benutzen. Nach Gaddafis Sturz sind die Zahlen drastisch angestiegen. Aber erst mit Merkels Einladung an Alle (das haben auch die Afrikaner nicht überhört), sind die Zahlen förmlich explodiert. Gaddafis Henker und Angela Merkel tragen daher die Hauptverantwortung für die vielen Ertrunkenen der zentralen Mittelmeerroute und auch für die Tatsache, dass sich durch die Ankömmlinge inzwischen ganze Städte und Landstriche in Süditalien in No-Go-Areas verwandelt haben.

        @Alexander Dilger
        Dass „Schiffbrüchige“ vor Libyen grundsätzlich nach Italien gebracht werden und nicht zurück an die oft sehr viel nähere libysche Küste ist ein Unding, letztlich aber eines der zahlreichen sichtbaren „großartigen“, „Frieden stiftenden“ und „zu Demokratisierung führenden“ Ergebnisse des Alliierten-Einsatzes gegen Gaddafi. Diese ‚Eingreif‘-Aktion zur Absicherung von Ölimporten war einmal mehr einfach nur hirnverbrannt.

      • So sehe ich das auch. Abschiebung rettet Menschenleben!

      • Das ist völlig richtig, würde aber alleine daran scheitern, dass unsere Gesetze ein einfaches Zurückbringen in diese Länder nicht zuließe, weil diese Menschen in Libyen, Ägypten oder wo auch immer als nicht sicher gälten. Wir brauchen deshalb dringend neue Gesetze, mit den jetzigen ist kein Staat zu machen. Ewige Abwägungen in welche Länder Abschiebungen und Rückweisungen möglich sind, sind unglaublich schädlich und die eigentliche Ursache für den Flüchtlingsstrom. Wir haben uns aufgrund vermeintlich hoher Moral solche Gesetzeshürden auferlegt, die eine eigene Verteidigung unmöglich machen.

      • Erstens kann man Gesetze ändern. Zweitens gibt es die spanische Variante, afrikanische Länder mit Booten auszustatten. Drittens könnten auch Europäer auf Schiffen mit fremder Flagge aushelfen.

      • Das Problem bei den Umfragen ist bzgl. AfD und noch
        mehr bzgl. der NPD, daß der Befragte ja gar nicht sicher
        sein kann, ob tatsächlich ein Umfrageinstitut auf Festnetz
        anruft, oder ob ein örtlicher „Antifant“ neugierig ist, ob der
        verdächtige Nachbar vielleicht doch „räächts“ wählt.

        Auch bei politisch motivierten Umfrageinstituten wie Forsa
        kann man sich nicht sicher sein, ob die Daten nicht an
        „Kampf gegen Rechts“-Vereine weitergegeben werden.

        Wer zu einer von beiden Parteien tendiert, wird sich also
        überlegen, ob er bei einer Umfrage nicht besser die SPD
        nennt, um persönliche Schwierigkeiten, wie Arbeitsplatz-
        verlust, ein brennendes Auto oder Haus zu vermeiden.

        Bei der letzten MeckPomm-Wahl lag z. B. die NPD bei 3%
        in den Umfragen. 6% war dann das Ergebnis.

        Bei der vorletzten Wahl wurde sie eine Woche vor der Wahl
        mit 4% taxiert -> 7,3% war das Ergebnis.

        Diesmal liegt die NPD zwischen 3 und 4 % (lt. Umfragen)

        Bei der AfD lief es in allen Prognosen bisher ähnlich,
        allerdings ist der soziale Druck nicht ganz so stark,
        seine Parteipräferenz zu verschweigen.

        Dieser soziale Druck scheint mir nicht hinreichend in
        den Prognosen eingepreist zu sein.

        Daneben denke ich, daß die Politik schon vorab mit
        einer gewissen Erwartungshaltung an die (GEZ-)
        Institute Forsch.Gr.Wahlen und Infratest herangetreten
        sein muß.

        Anders nämlich läßt sich nicht erklären, warum der NDR
        nur zu einer Elefantenrunde der (in den Umfragen beider
        Institute) führenden beiden Parteien bereit war.

        Wären nämlich beide Institute frei, auch eine unerwünschte
        Partei als führend zu bezeichnen, würde ggf. der Schuß
        nach hinten losgehen und es gäbe nur eine Elefantenrunde
        der SPD mit der unerwünschten AfD.

        Deswegen halte ich – gerade für MeckPomm – die Prognosen
        für nur eingeschränkt brauchbar.

      • Die Institute veröffentlichen nicht ihre Rohdaten, sondern von ihnen bearbeitete Ergebnisse. Abweichendes Antwortverhalten für bestimmte Parteien könnte also eingepreist werden, insbesondere wenn dazu Erfahrungswerte vorliegen (also für die AfD 2013 noch nicht, jetzt schon). Plausibler ist deshalb, dass zumindest einige Institute ihre Ergebnisse extra in eine bestimmte Richtung verzerrt darstellen, aber auch nicht zu sehr, weil es dann nach der Wahl zu peinlich wird und ihre Glaubwürdigkeit leidet.

      • Ich kann mich noch an die Landtagswahl erinnern. Da habe ich in der Wahlkabine bei meiner Wahlentscheidung beinahe gezittert und das obwohl ich im privaten Umfeld offen zu meiner Wahl gestanden habe. Wenn du aber wochenlang von den Medien indoktriniert bekommst, wie unmoralisch das doch ist und praktisch kein Facebook-Post, den du angezeigt bekamst, nicht vor der AfD gewarnt hat, dann musst du schon nochmal nachdenken. Wenn man in deinem Wahlbezirk trotz landesweiter Wechselstimmung die AfD-Wähler mit der Lupe suchen muss und die Wahlhelfer vermutlich zu denen zählen, die mittlerweile links wählen, weil die Grünen ihnen zu „vernünftig“ geworden sind, dann fühlt man sich selbst in der Wahlkabine beobachtet. Dass es nicht nur mir so ging, das zeigt die Prognose NACH der Wahl, wo die Wähler immer noch unehrlich waren. Vielleicht hat sich das mittlerweile verändert, vielleicht sind die Wähler jetzt in den Wahlkabinen aber auch mutiger und schämen sich nicht, weil sie nun wissen, dass auch andere Menschen so denken.

  6. Die AfD in MeckPom hat mit Leif-Erik Holm einen hervorragenden Spitzenkandidaten! Er hat entschieden dafür gesorgt, dass eine fragwürdige Kandidatin von der AfD-Landesliste entfernt wurde und macht einen sehr guten Wahlkampf.

    Da viele Leute gar nicht öffentlich zugeben wollen, AfD zu wählen, weil sie persönliche Nachteile fürchten, kann die AfD in MeckPom deutlich mehr als 20% erreichen. Ein großer Sieg der AfD in MeckPom schadet auch direkt Merkel, die dort ihrem Wahlkreis hat.

    Ich freue mich auf einen besonders spannenden Wahlabend, auf die betröpselten Gesichter der etablierten Berufspolitiker und ein Spitzenergebnis für die AfD!

    • Schlimmer als Gespräche auch mit Rechtsextremisten finde ich, dass sogar einige Kandidaten rechtsextrem sind. Aber bei Die Linke sind viel mehr Kandidaten linksextrem und die Politik der Kanzlerin hätte man vor kurzem auch noch so genannt. Es gibt leider keine andere relevante Opposition dagegen.

      • @Meister 23:52

        Was Sie betreiben ist Desinformation und Demagogie! In Bayern wird es AfD nichts helfen!
        Jetzt wollen Sie AfD Platformen, Fluegel, JA und andere extreme und destruktive Gruppierungen innerhalb der AfD Prof. Lucke anlasten! Diese Gruppierungen waren ein Grund warum Tausende Mitglieder AfD Mitte 2015 verliessen. Ohne Merkels Migranten- Krise waere AfD heute eine Randerscheinung ohne Zukunftsperspektive.
        Alles was „Hamburger“ hier schrieb stimmt. Er hat recht, AfD is nicht waehlbar! Nicht nur wegen der Spize sondern auch wegen unappetitlicher Mitglieder, nationalchauvinisten und russische 5. Kollone.
        In der augenblicklicher Situation sehe ich leider keine sofortige Moeglichkeit gegen Merkels zerstoererische Politik vorzugehen ausser andere Parteien zu warnen! Es ist eine Ausnahme Situation! Deswegen ist es der AfD eine Stnimme zu geben als kleinere Uebel zu betrachten. Bie zum BTW gibt es noch viel, zu viel Zeit!

      • Es ist ein offener Widerspruch, die AfD gleichzeitig als unwählbar zu bezeichnen und als kleineres Übel wählen zu wollen. Richtig ist, dass die AfD große Probleme hat, aber in der jetzigen Situation trotzdem gewählt werden sollte, um noch größere Übel im Staate anzugehen. Für die nächsten Wahlen ist das wieder neu zu bewerten.

      • @Konfuzius de Grisogono

        Gewagter Sprung von gestern 23:52 hier herunter …

        Sie wissen genauso gut wie ich, dass sich Gruppierungen wie die ‚Patriotische Plattform‘ und ‚Der Flügel‘ sehr wohl noch unter Bernd Lucke gebildet haben und nicht erst nach seinem Weggang und dem der von ihm angeführten Seperatistenbewegung „Weckruf“, der Sie selbst ja auch angehört haben. Ihre Nebelkerze verfehlt in diesem Fall ihre Wirkung von Anfang an!

      • @Maerchen- Meister

        Auch wenn Sie immer die Tatsachen verdrehen schreiben Sie keine Wahrheit. AfD wird von Putins Demagogen trainiert wie man merkt!

        Weckruf ist als Reaktion auf extreme Platformen, Gefuegel und Initiativen gegruendet. Und diese haben schon vor Bremen angefangen zu bohren und sich zu vernetzen mit dem Ziel AfD zu uebernehmen und mr4oderaten Kurs der Partei zu radikalisieren. Weil AfD Waehler bei rechten und linken Radikalen zu finden sind!

      • @Old Demagono

        Sie schon wieder mit Ihrer ewigen Schwarzweiß-Malerei. Die Realität sieht anders aus, auch wenn Sie sich das nicht vorstellen können. Fahren Sie den Modus Ihrer Image-Kamera doch mal von Maximalkontrast auf einen differenzierenden Modus herunter, dann sehen Sie auch mehr von der Welt. Ein guter Optiker oder Fotofachhändler ist Ihnen dabei sicher gerne behilflich …

    • Och nee! 🙂
      Das ist wieder der typische „Indymedia“-Berichtsstil.
      Der da kennt einen, der einen kennt, der vor 30 Jahren mal
      an einer Kreuzung rechts abgebogen ist.
      Verquickt mit wilden Spekulationen – die dann um keine
      Verleumdungsklagen zu provozieren in die Form „es gilt“/
      „man sagt“ gesetzt werden.

      Realer Informationsgehalt des Artikels ist NULL.
      Vielleicht sollten Sie einfach mal auf die „SZ“ verzichten?

      M.E. ist die „SZ“ schon lange eines der willfährigsten Organe
      der byzantinischen Merkel-Hofberichterstattung.

      • Es gibt echte Problemfälle in der AfD, einige kenne ich persönlich. Das macht die AfD aber noch nicht zu einer insgesamt rechtsradikalen Partei. Ich empfehle die AfD auch nicht als besonders liberal und seriös, sondern als einzige ernsthafte Opposition gegen Frau Merkel. Diese (die Kanzlerin, nicht die Opposition) wird inzwischen sogar von linksextremen Gewalttätern unterstützt, ohne dass das ihre Fans stören würde.

      • Sehr treffend zusammengefasst, Herr Dilger. So in etwa würde ich den aktuellen Status der AfD als Insider auch beschreiben. Allerdings mit dem Zusatz, dass die skizzierten Probleme bekannt sind und von den nach wie vor in genügend großer Zahl vorhandenen klugen Köpfen in der AfD inzwischen auch entschlossen angegangen werden.

      • Es ist leider nicht mein Eindruck, dass diese Probleme wirklich entschlossen vom Pleitepärchen an der Spitze im Bund und (größten) Land entschlossen angegangen würden, eher im Gegenteil. Liberale und Konservative haben Werte und Grenzen, totale Opportunisten nicht.

      • Ja, ja, ist ja schon gut. Man muss Bonnie & Clyde nicht mögen. Aber im Vergleich zu „aufrechten Kameraden“ wie Höcke, Poggenburg, Tillschneider (ich hoffe, die meinten Sie nicht mit „Konservativen“, die Werte und Grenzen haben) und deren Konsorten sind sie derzeit ganz klar das kleinere Übel.

        Auch ich musste erst lernen, dass Politik nicht immer mit dem direkten Wege zur Realisierung von Idealvorstellungen einhergeht. Leider! Also haben Sie doch einfach noch etwas Geduld.

      • Ich denke, dass das Pleitepärchen der AfD mehr schadet als die „aufrechten Kameraden“. Wenn letztere nicht nur einzelne Landesverbände, sondern den Bundesverband übernehmen, dann ist der Ofen ganz aus. Aber weil das die meisten wissen, vielleicht sogar sie selbst, ist es eher unwahrscheinlich. Wenn es um kleinere Übel geht, warum wollten Sie dann unbedingt Herrn Lucke loswerden? Frau Petry ist ihm ähnlich und zugleich in mehrfacher Hinsicht schlimmer.

      • Lucke hätte die AfD in dieselbe Sackgasse geführt, aus der er jetzt mit ALFA nicht mehr heraus kommt. Zum Wenden ist es da zu eng. Der selbstherrliche Autokrat hat sich selbst erledigt. Petry ist in dieser Hinsicht deutlich gewiefter als er.

        Hinsichtlich der „aufrechten Kameraden“ teile ich Ihre Auffassung nicht:

        Höcke ist ein sehr intelligenter Kopf, aber m.E. ein bestellter Zerstörer und wird als Agent Provocateur sicher wieder rechtzeitig vor der Bundestagswahl prominent in Erscheinung treten, wenn ihn vorher niemand zu Fall bringt. Das wird die AfD unnötige Wählerstimmen in der Mitte der Gesellschaft kosten, ist aber wohl nicht zu vermeiden, so lange ihn niemand stoppt.

        Poggenburg sitzt bereits als Höckes Lautsprecher und verlängerter Arm im Bundesvorstand. Er plappert was Höcke ihm einflüstert. Seine eigenen Fähigkeiten indes halte ich für äußerst „überschaubar“.

        Tillschneider ist ein brandgefährlicher Hetzer und Opportunist in einer Person. Ihn halte ich persönlich für den gefährlichsten des aufgezählten Trios.

        Zu erwähnen wäre vielleicht noch Alexander Gauland, um den es zur Zeit merkwürdig ruhig ist. Vielleicht zieht er sich ja demnächst in den „wohlverdienten Ruhestand“ zurück? Who knows …

      • Gerade weil Frau Petry gewiefter ist als Herr Lucke, ist sie gefährlicher. Ich halte Herrn Höcke nicht für einen Agenten für fremde Interessen, sondern für einen Überzeugungstäter. Was Herrn Gauland reitet, ist mir unverständlich. Gerade er hätte die AfD auf einen besseren Kurs führen können.

      • Ich habe letzte Woche irgendwo eine Umfrage gesehen (finde sie aber leider gerade auf die Schnelle nicht), dass sich die meisten AfD-Anhänger Horst Seehofer als Bundeskanzler wünschen und nur 20% von ihnen Frauke Petry. Damit dürfte sich die Frage nach der „Gefährlichkeit“ von Frau Petry erledigt haben. Auch Herr Pretzell wird m.E. in seiner Bedeutung völlig von ihnen überschätzt.

      • Meinen Sie vielleicht folgende Meldung, die allerdings schon fünf Monate alt ist? „Umfrage: AfD-Anhänger vertrauen Seehofer mehr als Petry“. Da bekam Herr Seehofer von den AfD-Anhängern im Schnitt 69 von 100 möglichen „Vertrauenspunkten“, Frau Petry aber immer noch 47 und von allen Befragten 19 statt verdientermaßen 0. Trotzdem ist sie AfD-Bundessprecherin und dürfte ihr Liebhaber am Wochenende auf Platz 1 der Landesliste in NRW gewählt werden.

      • Nein, diese Umfrage war es nicht, aber die Tendenz ähnlich (Seehofer auch bei AfD-Anhängern vorn), nur mit noch deutlich weniger Zustimmung für Petry. Dazu gab es eine Tabelle mit der jeweiligen Zustimmung zu möglichen Kanzlerkandidaten aller Parteien bis hin zu Katja Kipping und (wenn ich nicht alles täuscht) Czem Özdemir. Ich habe es vergangene Woche irgendwann morgens vor dem Radfahren gelesen und danach nicht mehr danach geschaut. Besser hätte ich mir den Link gleich abspeichern sollen. Na ja, vielleicht stolpere ich ja noch einmal darüber.

      • Ja, genau das war der Artikel. Danke!

        Die rot-schwarz-grüne, eierlegende Wollmilchsaukanzlerin der Deutschtürken und in Seenot geratenen fischt eben in allen Gewässern und ist nach vielen Seiten offen. So vielseitig war noch kein Bundeskanzler. Zonen-Angie schafft das! *Ironie aus*

      • Genau das ist doch das Problem, dass die Kanzlerin der Union in Wirklichkeit rot-grüne bis linksextreme Politik macht. Wenn ein linker Kanzler das täte, gäbe es wenigstens eine echte Opposition dagegen und die Möglichkeit der Abwahl.

      • Es war eben keine so wirklich brillante Idee von Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher, Wolfgang Schäuble und Theo Waigel, die damalige Bundesrepublik Deutschland großmannssüchtig durch „Wiedervereinigung“ nach Osten auszuweiten und das Ganze auch noch derart zu überstürzen, dass inzwischen der ehemalige SED-Nachwuchskader nicht nur den Ton in der politischen Landschaft angibt, sondern Deutschland zu einer Maxi-DDR und die EU zu VSE bzw. zur EUdSR umbaut. Ein extrem hoher Preis für Alle, damit ein paar Wenige sich in irgendwelchen Geschichtsbüchern verewigen konnten …

      • Daß es echte Problemfälle in der AfD gibt (z.B. Gedeon),
        wage ich als Außenstehender auch gar nicht zu bezweifeln.

        Ich störte mich lediglich am sehr durchsichtigen Stil des
        „SZ“-Berichts, sowie daran, daß der Kommentator diesen
        für bare Münze nahm.
        Daraus schlußfolgerte er, die AfD sei unwählbar.

        Den Opportunisten Pretzell sehe ich gleichfalls als das
        größte Problem der AfD.
        Leider ist er auch noch Landesvorsitzender NRW und
        wird vermutlich deren Spitzenkandidat bei den LTW.

        Der Landesverband NRW ist schon aufgrund der Größe
        des Bundeslandes der mit Abstand machtvollste in der BRD.

        Scheitert die AfD hier, so wird sie auf längere Sicht auch
        im Bund scheitern.

        Warum faßt sich niemand im Bundesvorstand ein Herz,
        und „kauft“ Herrn Pretzell aus seinen Ambitionen für NRW
        heraus?
        Er kann von mir aus dauerhaft im Europaparlament – gut
        dotiert – eine wichtige Rolle spielen.

        Dort richtet er wenigstens weniger Schaden an, als wenn
        der wichtigste Landesverband vor die Hunde gehen würde.

      • NRW ist der größte Landesverband, aber gerade wegen Herrn Pretzell wohl nicht der mächtigste. Seine Außenwirkung ist gering bis schädlich, er kümmert sich eigentlich auch nur um den internen Machterhalt. Herr Lucke hätte ihn mehrfach stürzen können, wollte aber faktisch lieber selbst gestürzt werden. Die private Beziehung mit Frau Petry gibt ihm unanständigerweise politischen Rückhalt. Er wird sich weder mit dem Europaparlament noch NRW begnügen, sondern weiter bundespolitische Ambitionen haben. Es bringt auch mehr Geld, zugleich im Land- und Bundestag zu sitzen.

      • Wenn es zu einem Machtkampf n der AFD kommt, wird Frau Petry keine Skrupel haben, sich von den „aufrechten Kameraden“ unterstützen zu lassen, um an der Macht zu bleiben. Dies hat seinen Preis. Diese sind meist gut organisiert und können viele Delegiertenpositionen besetzen. Der Landesparteitag in Siegen zeugt auch von dem Rechtsunbewusstsein dieser Frau, um mit mit illegalen Mitteln sich eine Gefolgschaft zu sichern.
        Auch wenn Herr Meister hofft, dass nun viele dem Treiben dieses Opportunistenpärchens entgetreten, so tun sie es von Sofa von zuhause. Herr Meuthen wird seine Unterstützer nicht so mobilisieren können.
        Die AFD brilliert nicht durch kluge Köpfe, sondern nur dadurch, dass sie die einzig wahrnehmbare Opposition zum Parteienkartell im Bundestag ist.

      • Die „aufrechten Kameraden“ haben Frauke Petry doch längst fallen lassen und kooperieren jetzt mit Herrn Meuthen. Ob diese Kooperation nur ein Zweckbündnis gegen Frau Petry ist oder Herr Meuthen die „Kameraden“ auf einen gemäßigten Kurs einschwenken will, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich halte Letzteres für ein unrealistisches Ziel.

        Die AfD muss insgesamt zu einem Kurs des gesunden Menschenverstands finden. Es geht nicht um „links“ oder „rechts“ und letztlich ist jede Personalie in einer Partei austauschbar. Auch Bernd Luckes Abgang war kein Verlust für die AfD, obwohl so viele dachten, ohne ihn verschwände die AfD auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung. Die Erde dreht sich weiter …

        Meines Erachtens wäre selbst Sahra Wagenknecht ein großer Gewinn für die AfD, und ich würde es sehr begrüßen, Sie aufzunehmen, falls sie eines Tages erkennen sollte, dass die meisten ihrer klugen Gedanken viel besser in die AfD passen als zu ihrer derzeitigen Partei … 😉

  7. @Meister 14:53

    Es waere ein Verrat gegenueber dem deutschem Volk auf eine Wiederevereinigung zu verzichten. Nein, hier gab es fuer anstaendige Deutsche, wie Helmut Kohl, keine Zweifel!

    Und schon wieder muessen Sie sich entlarven? Und wieder verdrehen Sie die Tatsachen was Umgang mit SED- und Stasi- Apparatschiks angeht. Linke wie Sie, waren massgeblich dafuer mit Apparatschiks nett umzugehen und sie wieder als Seilschaften auf richtige Positionen zu installieren! Eine kurze Geschichte mit Folgen bis heute!

    • Ach Gottchen, schon wieder dieser Unsinn, dass ich ein „Linker“ sei.
      Fällt Ihnen denn nichts Neues ein, Old Grisgono?

      Es gibt kein ‚Deutsches Volk‘. Deutschland ist ein Vielvölkerstaat, den allenfalls eine gemeinsame Amtssprache eint, die aber zumindest auch in Österreich, Teilen der Schweiz, Frankreichs, Belgiens und Italiens gesprochen wird.

      Diese Deutschtümmelei ist nicht besser, als wenn man den EU-Bürgern erzählt, sie seien das „Europäische Volk“ oder allen Menschen weis macht, es gäbe keine ethnischen und kulturellen Unterschiede, sondern nur ein „Weltvolk“. Das wäre dann mal tatsächlich links, ist aber genau das Gegenteil vom Regionalprinzip, für das ich plädiere.

      Haben Ihnen Ihre vermutlich auch italienischen Vorfahren denn nie erzählt, dass man von einem Birnbaum keine Kirschen pflücken kann? (eine alte italienische Volksweisheit)

      • Das dachte schon einmal ein nach Deutschland emigrierter Österreicher, nämlich aus Braunau am Inn. Ihm gelang 1938 sogar die Annexion Österreichs. Nichts was aus Österreichern (die im Übrigen selbst einen Mehrvölkerstaat haben) und ‚Deutschen‘ ein „Volk“ gemacht hätte. Diejenigen, die das glauben, gehen noch heute Montags in Dresden „spazieren“.

      • Tut mir schon leid, aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum beispielsweise Alemannen und Germanen oder Bayern und Preussen oder Burgenländer und Ostfriesen oder Wiener und Berliner oder Badenser und Sachsen oder Franken und Westfalen „EIN Volk“ sein sollen. Wie begründen Sie das?

      • Ein Volk hat eine gemeinsame Sprache und Kultur. Das trifft auf die Deutschen zu, auch wenn es Volksstämme mit eigenen Dialekten und Gebräuchen gibt, die übrigens beide an Bedeutung verlieren. Davon zu unterscheiden ist das Staatsvolk. Es gab früher deutsche Kleinstaaterei und auch jetzt hat Österreich als souveräner Staat ein eigenes Staatsvolk.

      • Die gemeinsame Sprache als Indiz genügt auch nach Ihrer Definition nicht. Sie kann ja auch nachträglich, z.B. durch Kolonialisierung, zwangserworben sein. Und eine gemeinsame Kultur sehe ich beispielsweise bei Burgenländern und Friesen nicht und auch bei Ihnen und Frau Merkel nicht. Jetzt einverstanden? 😉

      • Wie lautet denn Ihr vom allgemeinen Sprachgebrauch abweichendes Verständnis, dass Sie so sicher folgern lässt, dass es kein deutsches Volk gäbe? Sind die Bayern ein Volk für Sie? Gehören die Franken dann dazu oder nicht? Gibt es nicht auch zwischen Ober- und Niederbayern große sprachliche und kulturelle Unterschiede?

      • @Alexander Dilger

        Um mal bei den Bayern zu bleiben: Möglicherweise könnte man die Altbayern vom Ursprung her als ein „Volk“ bezeichnen und die Tiroler gehören vielleicht auch noch zu diesem Volk. Aber die alemannischen Schwaben, zu denen auch die Allgäuer zählen, ganz sicher nicht mehr und die Franken auch nicht.

        Generell hat im Laufe der Jahrtausende eine ziemliche Durchmischung durch Völkerwanderungen, Kriege, Sklaverei, Handel und Migration stattgefunden. Ich halte das ganze politisch-völkische Gedöns daher im 21. Jahrhundert für ziemlichen Unfug. Es gibt heute allenfalls in den Kälteregionen der Nordhalbkugel, in der Mongolei, in den tropischen Regenwäldern und vielleicht in irgendwelchen abgelegenen Hochgebirgstälern Asiens usw. noch erhaltene „Völker“, aber sonst nirgends.

        Genaueres müsste man bei echten Völkerkundlern in Erfahrung bringen, ich bin nur Wirtschaftsgeograph und Bevölkerungswissenschaftler.

        Welchem „Volk“ fühlen Sie sich denn zugehörig?

      • Was ist denn Ihre Definition von Volk für solche Pauschalurteile? Wenn ein Begriff gar nicht mehr anwendbar scheint, könnte das an einem falschen Begriffsverständnis liegen.

        Wir alle haben ganz viele Identitäten gleichzeitig. Manche sind uns wichtiger als andere. Die nationale Identität ist für die meisten Menschen wichtig, allein dadurch wird sie auch politisch wichtig. Ich fühle mich jedenfalls stärker als Deutscher als als Nordrheinwestfale.

      • @Alexander Dilger:

        Sehen Sie, bei mir ist es anders. Ich fühle mich mehr als Bayer denn als Franke oder Deutscher und lebe höchst freiwillig im westlichsten österreichischen Bundesland, dem alemannischen Vorarlberg. Insgesamt würde ich mich aber als Bayer in Europa bezeichnen, was ich als Befürworter von Regionalstaaten auch nicht für einen Widerspruch halte. So sucht sich letztlich jeder seine Identität selbst. Irgendwelche Regeln und Vorschriften für eine „Volkszugehörigkeiten“ in der modernen Gesellschaft aufstellen zu wollen ist doch absurd und wäre auch völlig illiberal.

      • Sie können sich fühlen, als was und wie Sie wollen. Eine politische Kraft wird es jedoch erst, wenn auch viele andere so fühlen und auch noch politische Folgerungen daraus ableiten. Wollen Sie als Europäer z. B. einen EU-Staat? Warum wollen Sie als Bayer unbedingt ein vom restlichen Deutschland unabhängiges Bayern?

      • Das muss doch gar keine „politische Kraft“ werden. Ich bin völlig gegen dieses Volksgedöns, wie es Björn Höcke, Pegida, Identitäre Bewegung usw. usf. verbreiten. Mich wundert vielmehr, dass Sie als angeblicher Liberaler sich so sehr damit identifizieren.

        Selbstverständlich will ich keinen EU-Zentralstaat. Ein loser Staatenbund á la Ex-EWR oder Schengenraum würde mir völlig genügen.

        Bayern ist groß genug, um autark zu sein und den unsäglichen Länderfinanzausgleich sowie alle weiteren Umverteilungsmaßnahmen zur Daueralimentierung „deutscher“ Entwicklungsländer auf bayerischer Steuerzahler Kosten lehne ich genauso ab wie die EU-Alimentierungspolitik zur angeblichen „Eurorettung“ usw., usf..

      • Wissen Sie überhaupt, was Autarkie bedeutet? Selbst für die USA und Russland wäre sie scher zu erreichen, für Deutschland und Bayern ist sie ausgeschlossen.

      • Warum sollte Autarkie für Bayern nicht zu erreichen sein?
        Sie sollen nicht immer heutige gesellschaftliche Maßstäbe zur Grundlage für alles machen.

      • @AD
        „Tausend Jäger und Sammler könnten vielleicht in Bayern überleben.“

        12,7 Mio. Menschen in einer modernen regionalen Gesellschaft ebenfalls. Nicht aller Schrott, der so importiert wird, ist tatsächlich lebensnotwendig. Auch ein Leben ohne Playstation und iPhone ist möglich.

      • Wie stellen Sie sich denn die autarke Energieversorgung von Bayern vor? Wie sollen über 12 Millionen Menschen ohne jegliche Einfuhren ernährt werden?

      • @Dilger

        Der Energieverbrauch muss doch ohnehin gesenkt werden, wenn sich die Menschheit im Kampf um Energiequellen nicht selbst vernichten will.

        Die Topographie Bayerns böte beispielsweise die Möglichkeit Wasserenergie zu nutzen und sogar Wind und Solarenergie in Pumpspeicherwerken zu speichern. Hinzu kommt, dass Bayern seine Energieversorgung auch ohne Weiteres dezentralisieren könnte. Biomasse fällt nämlich auch mehr an als in Stadtstaaten. Bayern könnte also gerade auf dem Gebiet der Energieversorgung auf jeden Fall autark sein. Sogar ganz ohne Fracking.

      • So viel Sonne scheint selbst in Bayern nicht, zumal dort kaum Solaranlagen gebaut werden, für die Bayern dann Rohstoffe benötigen würde. Die bayerische Landwirtschaft kommt auch nicht ohne Energiedünger aus. Ich empfehle einen Besuch in Nordkorea, welches gar nicht wirklich autark ist, aber wohl am stärksten in diese antiliberale Richtung neigt.

      • @Dilger
        „So viel Sonne scheint selbst in Bayern nicht, zumal dort kaum Solaranlagen gebaut werden, für die Bayern dann Rohstoffe benötigen würde.“

        Ja und?
        Dann verschüren wir eben wieder Holz aus unseren eigenen Wäldern.

        Ich bin ja nicht gegen Handel. Schließlich wollen viele Nichtbayern auch weiterhin bayerische Autos fahren und selbst Ihr Volvo würde ohne Teile aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach keinen Meter fahren.

        Aber ich bin gegen Zwangs“solidarisierung“ und Umverteilung nach kommunistischem Vorbild.

        Wenn Bayern wollte, könnte es allerdings sehr wohl autark, auch wenn das Leben dann etwas anders aussähe als heute. So what! 😉

      • Sie haben keine Ahnung, wie vernetzt die heutige Wirtschaft und selbst Landwirtschaft ist. Wollen Sie dann eigentlich auch einen antipreußischen Schutzwall bauen, damit die verarmten Bayern nicht nach Preußen fliehen?

      • Sie sind lustig. Natürlich weiß ich das, aber es ist nicht zwingend notwendig, sondern nichts weiter als eine Folge des Zusammenspiels von immer mehr (angeblichem) „Sozial“staat, d.h. immer weniger Eigenverantwortung, und Befriedigung der Konsum- und Sozialsystemsbedürfnisse durch Konzerne in den Händen von immer weniger Mega-Oligarchen. Ist Ihnen das denn überhaupt nicht bewusst?

      • Nein, dieser Unsinn ist mir nicht bewusst. Sie haben eben keine Ahnung von den wirtschaftlichen und technischen Grundlagen unseres Wohlstands.

      • Was Sie als „wirtschaftlichen und technischen Grundlagen unseres Wohlstands“ bezeichnen, ist doch längst am kippen. So ein System („Sozialstaat“) funktioniert nur so lange, wie es eine nutzbringende Balance zwischen Geben und Nehmen, also einen Nutzen für alle gibt. Diese Balance gibt es aber in der aktuellen Schuldknechtschaft der Netto-Leistungsträger nicht mehr.

        Symptom: Zu viele Umverteilungsempfänger liegen sehr wenigen verbliebenen Leistungsträgern auf der Tasche.

        Diagnose: Durch die großartige Migrationspolitik der Bundesregierung werden die (überwiegend sehr schlecht qualifizierten) Umverteilungsempfänger immer mehr und verursachen immer höhere Kosten, während zugleich immer mehr Leistungsträger und potentielle künftige Leistungsträger das System verlassen (derzeit ca. 300.000 hochqualifizierte Auswanderer p.a.).

        Prognose: Das Gleichgewicht wird erst nach dem unvermeidlichen Systemcrash wiederhergestellt werden können.

      • „Es gibt kein ‚Deutsches Volk‘.“

        Ich bewundere, wie Herr Dilger diese krausen Theorien auf seinem Blog toleriert. Sogar die extreme Linke erkennt die objektive Existenz des deutschen Volks implizit an, etwa in Rufen wie ‚Deutschland verrecke‘ oder bei der ständigen Forderung nach irgendwelchen Quoten für Ausländer oder „Deutsche mit Migrationshintergrund“.

        Sie sind nicht Querdenker oder Querfrontler, Herr Meister, wie Sie selbst glauben mögen, sondern Sie wissen einfach nicht, wer Sie sind und was Sie politisch glauben. Um mit Nietzsche zu sprechen, Ihnen fehlen gänzlich die Augen hinter dem eigenen Kopf.

      • @Eurokanadier

        „Querfrontler“ bin ich ganz sicher nicht und kann ich als Quer- und Freidenker auch gar nicht sein. Der Unterschied zwischen „Querfrontlern“ und Querdenkern ist Ihnen hoffentlich bewusst.

        Und wenn Sie hier schon Friedrich Nietzsche zitieren wollen, dann doch bitte richtig: Glauben heisst Nichts wissen.

      • Die Alemannen können in der Schweiz gerne als eigene Volksgruppe bewertet werden, dann sind wir Merkel los und haben endlich Zugang zu einer vernünftigen Regierung.

      • Die Vorarlberger (ebenfalls Alemannen) wollten sich in den 1960er Jahren der Schweiz anschließen. Hat aber nicht geklappt, da die Schweizer sie nicht wollten. Ob das heute noch so wäre, weiß ich nicht. Es gibt ja Stimmen in der Schweiz, die den Anschluss Bayerns und Baden-Württembergs als Kantone der Schweiz ermöglichen möchten. Allerdings wären diese beiden neuen Kantone dann zusammen fast drei mal so stark an Bewohnern wie die gesamte heutige Schweiz, was dort sicher nicht goutiert würde … 😉

      • Ich fühle mich auch primär als Deutscher (sicherlich nicht als Europäer und schon gar nicht als EU-ler), aber trotzdem muss ich feststellen, dass ich mich kulturell und sprachlich zur Schweiz mehr verbunden fühle als zum in Norddeutschland dominierenden Preußen. Die Gemeinsamkeiten zum Land auf der südlichen Seite des Rheins sind einfach groß. Von Ostdeutschen müssen wir erst gar nicht reden, die jahrzehntelange Prägung einer sozialistischen Diktatur spürt man meistens bereits sehr schnell. Es gibt eben über Staatsgrenzen hinweg durchaus große Gemeinsamkeiten, die weitaus größer sein können als Gemeinsamkeiten anderer Regionen innerhalb eines Staates. Trotzdem, an einem Zerfall Deutschlands kann keinerlei Interesse bestehen. Es braucht zum Wohle aller Deutscher endlich ein süddeutsches Deutschland.

      • @Peter Burger
        „Es braucht zum Wohle aller Deutscher endlich ein süddeutsches Deutschland.“

        Damit erklären auch Sie sich zum Separatisten und befürworten vermutlich die Sezession Baden-Württembergs, möglicherweise Baden-Württembergs und Bayerns, von Restdeutschland … 😉

      • So, so, Sie sind ein Bevoelkerungswissenschaftler!😃 Man merkt es sofort!😆
        Ihre wissenschaftliche Veroeffentlichungen sind offensichtlich schon aus dem Verkehr gezogen? Und manchmal dachte ich Sie waeren ein Islamwissenschaftler oder Marxist?

        Volk waere nach Brockhaus auch eine Gruppe von Menschen …….durch gemeinsame Herkunft, Geschichte, Kultur und Sprache, auch Religion verbundene Gemeinschaft. Und ich finde es sehr vernuenftig, ohne Spinnereien und Demagogie.
        Natuerlich gehoeren die Franken und Schwaben und Muensterlaender und Sachsen etc. zum deutschen Volk ( Betonung auf Nationalbewusstsein, was ich bei Ihnen vermisse). Sie koennten das Volk mit Nation substituieren ( mehr Betonung auf pol. Willensbildung) oder trauen Sie sich nicht zu gestehen wer Sie sind?

        Und ich merke es schon, je laenger sie bei AfD sind desto besser passen Sie dazu!

      • Finden Sie wirklich, dass ein Gegner Deutschlands, der die Existenz des deutschen Volkes bestreitet, gut zur Alternative für Deutschland passt?

      • @Ivan der Januskopf

        Dass ich ein Fach an der Uni studiert habe, bedeutet nicht, dass ich wissenschaftlich tätig bin.

        Sie sind ja auch ein Fracking-Experte und toben sich hier als islamophober Erdoganversteher aus, wobei Letzteres in sich schon höchst schizophren ist.

    • Sehr geehrter Herr Meister,

      den ethnologischen Unsinn, den Sie hier gepaart mit mit einer bajuwarischen Variante der Chuch’e-Ideologie zum Besten geben, nehmen Sie doch selbst nicht ernst. Oder?

      • @Friedrich Schlegel

        Wieso denn „ethnologischer Unsinn“ ?
        Wo hat der ‚Homo sapiens‘ denn seine Wurzeln?
        Im Neandertal ganz sicher nicht und an der Elbe auch nicht!

        Im Gegensatz zu Nordkorea ist Bayern ein weltoffenes und sehr liberales Land. Das kann man von so einigen anderen Regionen Deutschlands leider nicht gerade behaupten. Ganz besonders nicht von Gegenden, in denen „Das Volk“ noch immer ‚Montagsspaziergänge‘ pflegt.

  8. Herr Dilger hat die Argumentation des Herrn Meister sehr knapp
    und zutreffend widerlegt.
    Man darf es aber Herrn Meister nicht verübeln, er ist – wie alle
    von uns – ein Kind seiner Epoche.

    Er ist sogar ein sehr schönes Beispiel, wie es die Gedanken
    beeinflussen kann, wenn man die gesamte historische Betrachtung
    auf 12 Jahre einengt.

    Zum Inhalt:
    die Österreicher gehören, wie Sudetendeutsche und Altbayern
    (ohne Franken und Schwaben) zum Stamm der Baiern (mit „i“,
    nicht mit „y“!)

    Die längste Zeit Hauptstadt Deutschlands war nicht etwa Berlin,
    sondern WIEN! Dort steht ein altes Gebäude, welches sich
    „Reichshofskanzlei“ oder auch „Deutsche Reichskanzlei“ nennt.
    Am zweitlängsten Hauptstadt war übrigens – PRAG.

    Der „Anschluß“ Österreichs war keineswegs ausschließlich der
    Wunsch des „Gröfaz“ – sondern wurde vom österreichischen
    Volk seit den Verträgen von Trianon 1919 erstrebt, aber von
    der Entente verboten.
    Auch 1938 war es lediglich ein kleiner Teil – das Umfeld des
    damaligen österreichischen Diktators sowie NS-Gegner –
    welche den „Anschluß“ ablehnten.

    Dilger: „Ein Volk hat eine gemeinsame Sprache und Kultur“
    Ich würde noch die gemeinsame Ursprungssage hinzufügen.
    Sonst lassen sich nämlich Völker wie die z,B. die Juden oder
    Staaten wie Belgien nicht erklären.

    Preußen sind ein Sonderfall innerhalb Deutschlands.
    Sie sind ein ursprünglich baltisches Volk (wie die Litauer),
    bei welchem aufgrund der Unterschiedlichkeit seiner
    Dialekte es nicht zu einer einheitlichen Schriftsprache kam,
    und schließlich alle Dialekte mit dem 18. Jh. ausstarben.

    Meine aus Ostpreußen stammende Großmutter sagte
    noch „Alus“, wenn sie Bier meinte und „Dubs“, wenn sie
    Hintern meinte. Lettisch/Litauisch ebenfalls „alus“,
    lett. „dibens“ lit. „dubens“.

    Auch die Ursprungssage ist eine andere.
    Tacitus berichtet, daß die deutschen Stämme ihre
    Abkunft vom Gotte Tuisto herleiten.

    Die preußische Stammsage berichtet vom
    Brüderpaar Weidewut und Bruteno.
    Beide opferten dem Gotte Perkon einen Bock,
    und bekamen daraufhin ihr Land zugewiesen,
    welches sie nach Bruteno benannten.
    (Im Baltischen sind Lautwechsel von T nach S
    üblich, die Laute P und B werden fast gleich
    ausgesprochen d. h. Bruteno -> Prußeno).

    Der Staatsname „Preußen“ beruht darauf, daß der
    Kurfürst von Brandenburg nachdem er Preußen erworben
    hatte, sein Gesamtreich in „Preußen“ umbenannte.

    Denn nur so war ihm der begehrte Titel eines Königs
    möglich, da das ursprüngliche Land Preußen außerhalb
    des Deutschen Reiches lag und er somit beim Erlangen
    der Königswürde nicht von der jeweiligen Laune des
    deutschen Kaisers in WIEN abhängig war.

    • @Peterchens Mondfahrt

      Vielen Dank für diesen interessanten Ausflug in die Vergangenheit. Leider stellt aber auch der von Ihnen dargestellte Ausschnitt nur ein kleines Zeitfenster dar und erklärt nicht, warum die unter verschiedenen Kaisern zwangsvereinigten Reiche ein gemeinsames „Volk“ darstellen sollen.

      • @ Meister

        Es freut mich, daß Ihnen mein Ausflug gefallen hat.

        Er stellt aber nicht nur ein kleines Zeitfenster dar,
        sondern umfaßt 2000 Jahre.

        Ich denke, der Aufsatz war für diesen Blog eigentlich
        bereits zu lang.
        Ein noch längerer Ausflug würde den Blog sprengen.

        Deshalb nur kurz:
        Die Baiern, Alemannen usw. waren Stammesverbände,
        welche die deutsche Sprache innerhalb ihres jeweiligen
        Dialektes sprachen.
        Sie aber alle waren eine Kultgemeinschaft, welche die
        gleichen Götter verehrten und die gleiche Ursprungs-
        sage besaßen.
        Die politische Zerstrittenheit tat dem keinen Abbruch.

        Der Sonderfall Preußen wurde bereits behandelt.

      • @Peterchens Mondfahrt

        Griechen und Römer verehrten auch die gleichen Götter, waren aber trotzdem nicht ein „Stammesverband“ … 😉

      • Nein, das taten sie nicht.
        Es gibt ein allgemeines indogermanisches Götter-
        Pantheon.
        Das hatten schon die Römer erkannt.

        So schrieb Tacitus vom „Mars“ bei den Germanen –
        er meinte aber nicht den römischen Kriegsgott
        sondern den funktionsähnlichen Tiu/Tyr der
        Germanen.

        Auch Zeus und Jupiter hatten eine ähnliche
        Funktion, waren aber nicht identisch.
        Zum römischen Quirinius und Saturn gibt es
        keine griechische Entsprechung.

        Darüber hinaus gab es im Frühchristentum
        synkretistische Auffassungen, d.h. Elemente
        des örtlichen Heidentums wurden in das
        örtliche Christentum eingebaut.

        Ganz Irland kennt z.B. die heilige Brigida,
        welche ursprünglich eine keltische Göttin war.

        Alle Deutschen wiederum kennen den
        Weihnachtsmann, der tatsächlich nichts mit
        dem Hl. Nikolaus aus Kleinasien zu tun hat.
        Lesen Sie mal Grimms Sagenbuch – bei den
        Wotanssagen werden Sie fündig!

      • @Peterchens Mondfahrt

        Das ist zwar alles interessant, aber mit eben dieser Argumentation können Sie auch gleich fast die gesamte Menschheit zu einem Einheits“volk“ mit gemeinsamem Ursprung irgendwo im heutigen Äthiopien oder Eritrea erklären. Versten Sie, was ich meine?

      • @ Meister
        Eben nicht.
        Ich wollte ausdrücken, daß die Völker als Kultgemeinschaft
        weiterhin (auch im Christentum) existieren.
        Die Hl. Maria hat in Deutschland eine andere Funktion als
        z. B. im Baltikum.

        Alle Deutschen sind weiterhin Kultgemeinschaft, solange
        sie eine Funktion mit der Hl. Maria oder dem Weihnachts-
        mann verbinden, die andere Völker nicht teilen.

        Natürlich ist es möglich, daß Bayern in Folge der islam.
        Masseneinwanderung (die Leute gehen ja in Bayern über
        die Grenze) geschlossen zum Islam übertritt.
        Dann wäre die Kultgemeinschaft aufgelöst – und Bayern
        besäße einen triftigen Grund zu separieren.

      • @Peterchens Mondfahrt

        In der Ex-DDR, den so genannten „neuen Bundesländern“ hatte mit der heiligen Maria kaum noch jemand was am Hut. Trotzdem wurden diese ca. 17 Mio. Ungläubigen mit den zumindest auf dem Papier seinerzeit überwiegend frommen Altbundesbürgern „wiedervereinigt“ ohne Letztere darüber abstimmen zu lassen, ob sie die ungläubigen Fremdlinge mit ihren seltsamen Sitten und Gebräuchen überhaupt aufnehmen wollen. Ein beispielloser Akt von Zwangsvereinigung, der nach Ihrer These nicht hätte stattfinden dürfen …

      • @ Meister

        Man kann auch aus der Kirche ausgetreten sein und
        trotzdem an eine bestimmte Funktion der Hl. Maria
        denken.

        Oder wollen Sie tatsächlich auch allen Atheisten in
        Bayern die bayrische Staatsangehörigkeit entziehen,
        falls es zu dem von Ihnen erwünschten separatistischen
        Akt kommt?

      • @Peterchens Mondfahrt

        Selbstverständlich würde ich Atheisten und Agnostikern die Staatsbürgerschaft ebensowenig verwehren wie anderen Menschen. Religion ist in meinen Augen Privatsache, weshalb ich auch keine Definition eines „Volkes“ über seine Religionszugehörigkeit vornehme. Wir leben doch in einem säkularen und aufgeklärten Staat, oder nicht?

  9. @Prof. Dilger 14:52

    Eine schwierige Frage!
    Ein Meister der Verstellung und Desinformation. Frueher gab er sich aus als Journalist und Unternehmer! Heute nennt es sich Bevoelkerungswissenschaftler etc.
    Bei AfD gibt es massenweise gespaltene Persoenlichkeiten. Die Spanne reicht von Links- bis Rechtsradikal!

    • Für sicher halte ich die 25 % nicht, doch dagegen wetten möchte ich auch nicht. Wahrscheinlich wird die CDU überholt. Ich würde allerdings dagegen wetten, dass die AfD stärkste Partei wird.

      • Je schlechter die CDU abschneidet, desto enger wird es für Merkel.
        Hauptsache es schadet Merkel!
        ALLES was Merkel schadet, ist gut für Deutschland.
        Leider!

      • Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist alles möglich. Mich würde weder überraschen, wenn die AfD stärkste Partei wird, noch wenn die Linke überraschend Zweiter wird. Dann hätte nicht nur Zonen-Angie ihre Quittung bekommen, sondern das Fass aus Goslar auch gleich … *kaputtlach*

      • Das war auch keine These oder Prognose, ich halte es lediglich für im Bereich des Möglichen. Die beömmelten Gesichter von Merkel und Gabriel würden Ihnen doch sicher auch gefallen, wenn es tatsächlich so käme. Oder etwa nicht?

      • Theoretisch möglich ist sehr vieles, aber das meiste davon ist extrem unwahrscheinlich. Wie schauen Sie denn aus der Wäsche, wenn die CDU in Mecklenburg-Vorpommern die absolute Mehrheit holt?

      • „Wie schauen Sie denn aus der Wäsche, wenn die CDU in Mecklenburg-Vorpommern die absolute Mehrheit holt?“

        Ganz ehrlich?
        Das wäre mir schnurzpiepegal. Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur weit weg, sondern auch ziemlich unbedeutend. Der Ausgang dieser Landtagswahl hat vor allem symbolische Bedeutung. Ich selbst kann dort nichts verlieren, Frau Merkel und Herr Gabriel hingegen schon.

      • Theoretisch könnte Frau Merkel dort auch etwas gewinnen. Dass die Erwartungen für die Union jetzt so niedrig angesetzt werden, hat auch den Zweck, selbst ein schlechtes Ergebnis noch als gut verkaufen zu können. Umgekehrt ist die AfD jetzt sehr euphorisch und dann vielleicht über den dritten Platz oder 20 % enttäuscht, was doch eigentlich auch sensationelle Ergebnisse für eine neue Partei wären.

      • Das sehe ich genauso.

        Davon ab halte ich die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern – so sehr ich Herrn Holm den Erfolg gönnen würde – auch für die AfD für ziemlich unbedeutend. Der dortige Erfolg hätte selbst bei „nur“ 15% für die AfD eine größere Strahlkraft als 30% für die CDU. Tatsächlich dürfte es aber eher umgekehrt kommen, wodurch die CDU symbolisch viel, viel mehr verliert als die AfD dadurch gewönne. De facto kann die CDU bei der Landtagswahl in M-V also nur verlieren und die AfD nur gewinnen.

        Viel spannender ist daher meiner Ansicht nach die Frage, auf welchen Plätzen die roten und dunkelroten Socken landen …

      • Was mir bei den Prognosen sonderbar vorkommt, ist daß
        die Werte für die SPD Mitte August spürbar um 4% nach
        oben stiegen.

        Zu dieser Zeit nämlich kochte in MeckPomm die AWO-
        Affäre hoch, bei der sich ja Genossen aus Sellerings
        engstem Umfeld sehr vorteilhaft selbstbedient hatten.

        Bei den Bürgern kam das nicht so gut an – und dafür
        sollen sie jetzt verstärkt der SPD zuneigen?
        Ich traue dem Braten nicht.

      • Je größer der Wahlsieg der AfD in MeckPom ausfällt, desto sicherer ist, dass Leif-Erik Holm einer der zukünftig mächtigen Männer in der Bundes-AfD wird. Ich gönne es ihm, denn er ist sachlich und höflich im Ton, aber glasklar bei den Inhalten. Genau solche seriösen Leute brauchen wir!

      • @ Friedrich Schlegel
        Die AfD MeckPom holt mind. 25%! Wenn Sie darunter bleibt, lade ich Sie zu einer sehr guten Flasche Wein an den Mittelrhein ein. Was ist Ihr Wetteinsatz?

      • @francomacorisano

        Ich sende Ihnen gerne eine sehr gute Flasche Ihrer Wahl in der Preislage bis 50,00 Euro. Ich gehe davon aus, dass exakt 25 Prozent Patt sind.

  10. Ich gebe auf.

    Wenn sie nicht sehen können oder wollen das derartige Zuspitzungen und Aussagen zumindest potentiell problematisch sind macht eine weitere Diskussion wenig Sinn.

    @meister

    Das legitimiert Gewalt in keinster Weise kann aber zu einem Klima führen in dem politische Gewalt eher gedeiht. Das gilt gilt natürlich unabhängig von politischer Richtung.

    • Selbst wenn Sie die vielen Fehler von Frau Merkel nicht sehen wollen, so können Sie doch nicht bestreiten, dass es die AfD ohne ihr falsches Wort von der Alternativlosigkeit ihrer Politik gar nicht gäbe. Zumindest indirekt ist sie damit auch für die AfD verantwortlich.

      Entsetzen über verbale Kritik an der Regierung, während die Opposition physisch angegriffen wird, ist weder demokratisch noch gar liberal.

      • Wie kommen sie darauf dass ich Frau Merkels Fehler nicht sehen will? Ich würde sie nicht wählen und halte sie für keine gute Kanzlerin. Und zwar unabhängig von ihrer Flüchtlingspolitik. Ich halte sie aber auch nicht für den Antichrist der Deutschland eigenhändig zerstört.

        Es geht doch auch gar nicht um verbale gegen nonverbale Kritik sondern um den Ton und die Art.

        Was der Verweis auf die Angriffe auf die Opposition oder gar die Demokratie damit zu tun hat weiß ich nicht. Ich würde allerdings sagen, dass ein Grund dafür ist das viele Kritiker an der AfD weit über ihr Ziel hinausschießen und damit die Angreifer glauben lassen ihre Angriffe seien legitime Gegenwehr. Das gleiche gilt für die linke Opposition die ja auch angegriffen wird.

        Aber das verstehen Sie glaube ich auch alles und ziehen sich deshalb auf so eigenartige Argumente zurück.

      • Mir geht es doch auch nicht nur um die Flüchtlingspolitik, die nur besonders krass, aktuell und eigenmächtig ist. Ich halte alle größeren Projekte dieser Bundeskanzlerin für völlig falsch, sei es die Eurorettungspolitik, die Energiewende, der Mindestlohn, die Mietpreisbremse, die Frauenquote… Vor allem setzt sie jedes Mal linke Politik gegen vorherige Versprechen der CDU und von ihr selbst um.

        Was ist denn an Ton und Art auszusetzen? Lesen Sie mal, was sonst so im Internet steht. Frau Merkel muss weg und ich befürworte jedes friedliche Mittel dazu. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonntag mit einer Stimme für die AfD. Diese wird in Mecklenburg-Vorpommern ohnehin ein gutes Ergebnis einfahren, doch nur wenn dieses noch einmal deutlich besser als erwartet ausfällt, gibt das der Kanzlerin oder anderen in der CDU wirklich zu denken.

        Gibt es eine Statistik, wie viele Sachen und Personen welcher Parteien angegriffen werden? Nach den mir bekannten Berichten ist vor allem die AfD das Opfer, dann die CDU und erst mit weitem Abstand Die Linke, Grüne und SPD. Aber vielleicht täuscht das, weil z. B. Facebook und Google die Meldungen nach undurchsichtigen Verfahren auswählen. Jedenfalls lehne ich jede politische Gewalt ab, egal von wem und gegen wen. Das sollte eigentlich Konsens aller Demokraten sein, der inzwischen aber wohl selbst von der FDP aufgekündigt wurde.

      • Dilger: „Gibt es eine Statistik, wie viele Sachen und Personen welcher Parteien angegriffen werden?“

        Hier:
        jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/ueber-1-800-zerstoerte-wahlplakate-in-berlin/

        Besonderheit in Berlin: Frank Henkel (CDU) wird von der linken Szene
        persönlich für die Polizeieinsätze in der Autonomenhochburg Rigaer Straße
        verantwortlich gemacht.

        Habe irgendwo gelesen, daß in MeckPomm die AfD hauptbetroffen ist,
        finde aber den Link nicht mehr.

    • @Derwaechter

      Nichts, aber wirklich rein gar nichts rechtfertigt physische Gewalt als Reaktion auf einen und sei es noch so provokanten verbalen Schlagabtausch. Wer sich nicht mit Worten oder Bildern auszudrücken vermag, sondern seine Fäuste oder gar Tiefgefrorenes benutzen muss, um seiner Meinung Ausdruck zu verleihen, verwirkt damit jede Legitimation zur Teilnahme an einem politischen oder auch unpolitischen Diskurs überhaupt.

  11. @Bevoelkerungswissenschaftler Maerchen- Meister

    Ihre fleissige und denkende Mitstreitterin Frau von Storch hat mit Buergerrecht- Direkte Demokratie eine Aktion gegen Sharia mit Flyer gestartet, sowie eine Petition an Merkel organisiert. Sehr lobenswert!
    Was fuer ein Beitrag haben Sie geleistet? Wie viele Flyer haben Sie bestellt, oder schon verteilt, wie hoch ist Ihre Spende? Oder sind Sie nur ein Luftballon, grosse Phrasen, heisse Luft bis jemand, wie damals Frau Wild, Luft aus Ihnen loslaesst!

    Also, handeln ist angesagt (gegen Sharia) und keine Schimpfkannonaden gegen Deutsche im Osten! Mich wundert es, dass bei unverschaemten und chauvinistischen Verleumdungen gegen Ostdeutsche noch kein Parteiausschussverfahren gegen Sie laeuft!

    • @de Grisogono

      Im Grunde geht Sie das zwar überhaupt nichts an, aber sehr wahrscheinlich habe ich der AfD schon weitaus mehr Geld gespendet als irgendwelche vom Aussterben bedrohten Schreitvögel, die selbst bei der Mandatsträgerabgabe geizen oder ihnen anvertraute Gelder von dubiosen Vereinen in Schließfächern verschwinden lassen und Ihr Messias zusammen. Auch habe ich, wie Sie sich sicher gut erinnern können, den Bundestagsdirektkandidaten meines Wahlkreises, den Sie ja nicht ausstehen können, da er sich äußerst erfolgreich für den Nichtraucherschutz eingesetzt hat, im Wahlkampf 2013 sehr aktiv unterstützt.

      Aber verteilen Sie mal schön fleißig Flyer für Ihren doppelt prädestinierten Messias und hängen Wahlplakate für ihn auf, damit sein Wahlverein wenigstens diesen Zweck erfüllt. Er selbst ist sich dafür bestimmt zu fein.

      • Sie bestaetigen mein Bild von Ihnen. Auch auf kurze Fragen sind Sie nicht in der lage klar zu antworten! Meine Frage bezog sich auf Scharia-Flyer und sonst gar nichts!

      • @Grisogono

        Offenbar haben Sie schon ein oder zwei Bierchen zu viel getrunken. Sie haben in Ihrem angriffslustigen Kommentar zwei Fragezeichen gesetzt und damit drei Fragen gestellt.

        „Sharia-Flyer“ interessieren mich nicht. Dieser Art von Panikmache schließe ich mich nicht an. Das Geschäft mit der Angst ist nicht mein Metier. Da müssen Sie sich schon an vom Aussterben bedrohte Schreitvögel, an Ihren Versucherungsvertreter oder an einen bekannten deutschen „Wirtschaftsverlag“ in Bad Godesberg wenden. Dort verstehet man etwas davon. Ich ziehe eine seriöse, auf belastbaren Fakten beruhende Argumentation und im Übrigen auch eine ebensolche Berichterstattung vor.

  12. @Meister

    Wenn ich Quatsch hoere bin ich immer angriffslustig! Und Sie sind ein Monopolist!
    Ist es so schwer zu begreiffen, dass ich kein Biertrinker sein kann? Und wenn schon dann Pilsener!
    Morgen werden Korken in Osten knallen, und Sie werden tief betruebt bei einem Bier sitzen.

    • @Old Grisogono

      Warum sollte ich betrübt sein, wenn im Osten die Rotkäppchen-Plastikkorken knallen?
      Ich werde mir derweil vom Mont Ventoux aus den Sonnenuntergang ansehen.
      Ihnen viel Freude am Wahlergebnis der AfD. Das ist hoffentlich kein Grund für ein Parteiausschlussverfahren aus Bernd Luckes Wahlverein? 😉

      • @Friedrich Schlegel

        Bernd who?

        Lucke würde dem gewiss zustimmen. Aber wen interessiert das noch?

        Wenn die AfD wieder auf den Weg zur Partei des gesunden Menschenverstands zurück findet (meines Erachtens wird sie das), dann hört auch dieses ewige in die rechte Ecke Stellen auf.

      • @Meister

        AfD Ergebnis ist wirklich erfreulich fuer Mac-Pom, 21% und vor CDU! Das werden sie in Bayern nicht nachmachen koennen!😄

  13. solange AfD rechtsextreme Allianzen eingehen muss, um in die Parlamente zu kommen und damit auch noch Gestalten wie Höcke, Gedeon , Baum etc in die Parlamente befördert, ist und bleibt sie eine No-Go – Partei. Da können die Herren hier noch sehr ihre politischen Ambitionen in AfD projizieren. Auch in NRW zeichnet sich eine Zerrrissenheit zwischen ab. Diese Partei ist in erster Linie mit Agitation und mit sich selbst beschäftigt. Der Verfassungsschutz beobachtet AfD mittlerweile auch in Hamburg. Die Wähler*innen der AfD, die das realpolitische Programm wirklich interessiert, und das sind die wenigsten, haben bisher nur Chaos, Spaltung und Skandale bekommen- ach, und beinahe vergessen: natürlich nette Grokos aller Konstellationen. Siehe u.a. Sachsen-Anhalt. Oder die jetzige, siehe Bundestagswahl 2013. Im EU Parlament ist AfD nahezu bedeutungslos,dort ist sie nur mit Kassieren und Trittbrettfahren mit anderen rechtsextremen Parteien zugange.NEIN DANKE!

    • Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon lustig, wie jetzt die meisten Linken eine CDU-Kanzlerin unterstützen. Opposition und Kritik, das war einmal, dafür hat man jetzt ein neues Feindbild.

      • ich bin keine „Linke“. Und ich unterstütze auch nicht Merkel. Sie sollten gründlich recherchieren und überlegen, wen Sie unterstützen. PUNKT. Wie kleinkariert Sie denken, ist mehr als deutlich.

      • Im Gegensatz zu Ihnen denke ich nicht kleinkariert, sondern liberal-großzügig: Frau Merkel muss verhindert werden, sei es durch die AfD, Die Linke, CSU, CDU, FDP, SPD oder eine ganz neue Partei. Nur den Grünen traue ich es definitiv nicht zu, weil es sich ideologisch um eine grüne Kanzlerin handelt.

    • @hollygomadly

      Ich weiß gar nicht, was sie haben. Sehen Sie sich doch einmal den Intrigantenstadl in CDU, CSU und FDP oder den Klüngel in der SPD an. Glauben Sie ernsthaft, die „Etablierten“ seien weniger mit sich selbst beschäftigt als die AfD?

  14. @Old Grisogono

    In Bayern wird die AfD vor der CDU liegen. Jede Wette. Dass die CDU in Bayern überhaupt antritt, ist nämlich äußerst unwahrscheinlich. Und falls doch, wird sie unter 5% bleiben.

  15. Pingback: Wahl-O-Mat: AFD! – Harry's Welt

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