Mauerbau vor 55 Jahren

Am 13. August 1961 wurde mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen, um den unkontrollierten Übergang von Ost- nach Westberlin zu verhindern bzw. faktisch die eigenen Bürger in der DDR einzusperren. Die innerdeutsche Grenze war schon vorher gesichert worden und wurde nachfolgend noch weiter verstärkt einschließlich Schießbefehl, Selbstschussanlagen und Antipersonenminen. Diese unmenschliche Praxis hatte gut 28 Jahre Bestand, bis die Mauer am 9. November 1989 geöffnet wurde (siehe ‚Mauerfall vor 25 Jahren‘) und kurz darauf die DDR insgesamt unterging.

Denn die Mauer war nicht einfach ein Fehler der DDR-Führung oder der sowjetischen Besatzungsmacht, sondern notwendig für den realen Sozialismus, der mit der Freiheit der Menschen unvereinbar ist. Zuvor hatten bereits Millionen Deutsche die DDR verlassen, insbesondere Angehörige der echten statt politischen Eliten und weitere Leistungsträger, denen ohne Mauerbau weitere Millionen gefolgt wären, da die Bundesrepublik Deutschland jeden aufnahm und sofort als eigenen Staatsbürger akzeptiert. Von daher sind nicht nur Mauer und Schießbefehl gegen die eigene Bevölkerung, sondern auch Sozialismus und Diktatur als ihre Grundlage zu verurteilen.

16 Gedanken zu „Mauerbau vor 55 Jahren

  1. Alles richtig gesagt. Deswegen ist es unverstaendlich mit wie wenig Begeisterung Wiedervereinigung /Mauerfall in Deutschland gefeiert wird. Es war endlich Zusammenbruch des Kommunismus!
    Leider fand eine gezielte und entschlossene Vergangenheitsbewaeltigung ueber SED nicht statt . Stalinismus und SED Ideologie wurden nicht entlarvt und als menschenverachtend erklaert. Eine 5. Kolonne in Westdeutschland wurde verstaerkt und unterwandert uns weiter. Sonst gebe es nicht so viele Linke und Putin- Versteher die kommunistischen Terror auch heute rechtfertigen und unsere Demokratie schwaechen!

  2. Kein Grund zu feiern, denn wir steuern gerade auf ein Déjà-vu zu. Aber vielleicht der richtige Zeitpunkt den „Deutschen Michel“ endlich einmal wachzurütteln.

  3. Bezüglich KPD habe ich vor kurzem ein interessantes Buch gelesen.

    “ Mario Keßler: Ruth Fischer (1895‒1961). Ein Leben mit und gegen Kommunisten. Böhlau Verlag, Köln 2013″

    Eine Wienerin an der KPD-Spitze und frech zu Stalin war die auch noch. Wurde dann als Ultralinke mit vielen anderen aus der KPD ausgeschlossen. Jüngere Brüder hat die Elfriede Eisler ( Ruth Fischer) auch gehabt, die in der DDR eine gewisse Rolle gespielt haben. Hanns Eisler Komponist der DDR-Hymne und Gerhardt Eisler ( Propagandahofknechte von Walter Ulbricht).

    • Ist eine Kommunistin die zu Stalin „frech“ war schon eine Widerstandskaempferin? Auch die Kommunisten in GULAG dachten, Genosse Stalin wusste nichts davon!
      Kommunismus darf nicht schoengeredet werden!
      In Slowenien wird weiter an exhumierung der durch Kommunisten ermordeten ,nach 1945 in z. B. Huda Jama , gearbeitet. Nur in Slowenien wird ueber min. 600 Massengraeber gesprochen! Auch kein Genozid, nur Kriegsverbrechen?

      • Sie haben sich also noch immer nicht mit der Definition von Völkermord befasst. Es kommt nicht nur auf die Menge der Toten an, sondern auch die Motive der Mörder. Das heißt nicht, dass andere Mordopfer weniger wert sind.

      • Die Romantisierung und Heroisierung vor Jahrzehnten verblichener kommunistischer „Helden“ fällt in die Rubrik sozialromantische Legendenbildung und Märchenstunde. Denken Sie nur an Ernesto Rafael („Che“) Guevara …

      • Koennte es nicht sein, dass Armenier- Massaker Kriegsverbrechen waren? Und nicht Teil eines politischen Plans waren. Beweise fuer ein Genozid liegen nicht vor. Auch Herreros waren Kriegsverbrechen und kein Genozid.
        Wahrscheinlich waren Menschen (auch viele Deutsche nur weil sie Deutsche waren) in Slowenien auf hoechste politische Anordnung ermordet. Ganze partisanen Militaer -Maschinerie arbeitete organisiert an diesem Massenmord. Da ging es nicht um diese Menschen zu vertreiben, umzusiedeln oder einzusperren sondern vor Ort zu ermorden und Spuren zu verwischen! Nach Ende des Krieges.

      • Natürlich waren die Massaker an den Armeniern Kriegsverbrechen, aber eben auch Völkermord, sogar das den modernen Begriff prägende Ereignis.

        Slowenien gehörte zu Jugoslawien, wo Tito herrschte und den Einfluss von Stalin begrenzte. In den Massengräbern könnten durchaus auch Stalinisten liegen.

      • Ihr Hinweiss auf moegliche Stalinisten in Massengraeber in ex- Jugoslawien verstehe ich nicht! Was wolten Sie sagen?
        Zeit des kommunistischen Terrors – Massengraeber- war 1944 bis ca. 1948. Opfer waren : Gegner oder vermutete Gegner der Kommunisten! Nur in Slowenien und Kroatien wird ueber 600 bzw. 800 bekannte Massengraeber mit Kriegsgefangenen und Zivilisten gesprochen! Bruch mit Stalin kam danach. Ausserdem fuer Stalinisten i.e. Mitglieder der KPJ gab es eher Arbeitslager als Massengrab.
        Ob es Massengraeber mit liqudierten Stalinisten aus der Zeit nach 1948 ueberhaupt gibt bezweifle ich stark.

      • 1948 kam der öffentliche Bruch, doch schon vorher hatte Tito sich Stalin nicht untergeordnet. Auch Kommunisten können sich gegenseitig umbringen wie übersteigerte Nationalisten, Islamisten und überhaupt alle gewalttätigen Fanatiker.

      • Natuerlich, alle radikalen Bewegungen haben Saeuberungen und harte Abrechnungen gehabt. Auch bei Kommunisten gab es Fanatiker allerdings Massenmord ist nicht ein „Amok“.

        Diejenigen die Massenmord anordnen und durchfuehren sind meistens keine Fanatiker sondern kuehle Appararschiks/ Funktionaere. Fuer mich hat Islamismus noch eine andere, wirklich religioese Komponente, die anderen Verbrecher nicht haben!

      • Der Kommunismus ist eine Quasi-Religion ohne Gott, aber vielen Gläubigen, die an ein Paradies glauben und dafür die Hölle herbeiführen.

      • Kommunismus/Sozialismus/Umverteilungssozialismus auf der einen und Sekten/Religionen auf der anderen Seite haben in der Tat viel gemein. Beide Gruppierungen beuten unter dem scheinheiligen Deckmäntelchen der sozialen Barmherzigkeit ihre Anhänger aus und leisten sich ein Feudalsystem, das es ihren Funktionären gestattet in Saus und Braus zu leben.

  4. Natürlich ist man, wenn man Stalin kritisiert hat, deswegen keine liberale Widerstandskämpferin. Nur dieser Ausdruck „ultralinks“spielt ja heutzutage überhaupt keine Rolle mehr wie in 20iger Jahren des letztem Jahrhunderts. Wenn man ultralinks und Wikipedia bei Google eingibt, findet man so was.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Linke_Kommunisten

  5. IMMER wenn Sozialisten das Sagen haben, verarmen die Menschen, werden Menschen unterdrückt und sie versuchen daher zu flüchten.

    Der Sozialismus ist eine Fehlkonstruktion, denn er geht von einem falschen Menschenbild aus. Daher kann er niemals zu richtigen Erkenntnissen kommen! Genau wie der Islamismus!!!

  6. Pingback: Offen vs. geschlossen | Alexander Dilger

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