CSU-Ausdehnung von unten

‚Zur bundesweiten Ausdehnung der CSU‘ habe ich mich schon mehrfach positiv geäußert. ‚CSU und Union insgesamt gewinnen durch einen bundesweiten Antritt zur Bundestagswahl‘. Viel wichtiger noch ist die Frage: ‚Könnte Seehofer Merkel ablösen?‘ Wenn es Herr Söder oder sonstwer täte, wäre es ebenfalls eine Verbesserung. Nun scheinen die Herren zu feige zu sein und auf bayerische Befindlichkeiten mehr Rücksicht zu nehmen als auf das Wohl ihres Vaterlandes, so dass mit einer CSU-Ausdehnung von oben durch die Parteispitze nicht zu rechnen ist. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, nämlich die bundesweite Ausdehnung der CSU von unten, d. h. durch einfache (zukünftige) Mitglieder.

Die Idee ist relativ simpel. In einem ersten Schritt muss man Mitglied der CSU werden. Faktisch geht das nur in Bayern (oder aus dem Ausland). Wenn ich z. B. als reiner Dortmunder einen Mitgliedsantrag stellen würde, würde ich gar nicht als ordentliches Mitglied aufgenommen. Allerdings würde dazu ein Nebenwohnsitz in Bayern reichen. Den kann man sich legal besorgen, auch wenn die gesetzlichen Bedingungen verschärft wurden. Auch in Bayern kann man vom zuständigen Gebietsverband abgelehnt werden, doch ich gehe davon aus, dass man sich über jeden unverdächtigen Bewerber freut (über mich mit meiner AfD-Vergangenheit und jetzt diesem Blogbeitrag dagegen vielleicht nicht mehr).

Der nächste Schritt ist, dass man in ein außerbayerisches Bundesland zurückkehrt bzw. dieses mit seinem Hauptwohnsitz nie verlassen hat. Damit ist man dann CSU-Mitglied z. B. in NRW. Ich vermute, dass es schon etliche davon gibt, die nie an eine CSU-Ausdehnung von unten dachten, sondern einfach das Bundesland wechselten, aber nicht die Partei.

Der dritte Schritt ist besonders heikel: Man benötigt sieben CSU-Mitglieder vor Ort, um einen Orts- oder auch Kreisverband zu gründen. Das ist nach der CSU-Satzung durchaus zulässig, auch wenn es wohl nicht für Verbände außerhalb Bayerns so gedacht war. Deshalb wird der Verband vielleicht nicht anerkannt, aber darauf könnte man klagen oder einfach seine satzungsmäßigen und gesetzlichen Rechte wahrnehmen.

Im vierten Schritt lädt der Verband zu einer Landeswahlversammlung ein, welche eine Liste zur Bundestagswahl aufstellt. Wenn es keinen Landesverband gibt, sind dazu nämlich die Verbände auf der höchsten existierenden Ebene darunter berechtigt. Wenn es nur einen Kreisverband gibt, dann ist es dieser, sonst reicht sogar ein Ortsverband. Schwachpunkt ist hier, dass alle in dem Bundesland wahlberechtigten CSU-Mitglieder einzuladen sind. Für eine entsprechende Liste ist man auf die Mithilfe der CSU-Zentrale angewiesen, sonst muss man es mit einer öffentlichen Einladung versuchen. Allerdings gehe ich davon aus, dass sich aus einer kleinen Gründung schnell eine große Bewegung entwickeln würde, der sich die CSU-Spitze oder zumindest Teile davon dann anschließen werden, um nicht von ihr überrollt zu werden.

Der fünfte Schritt ist schließlich der Antritt zur Bundestagswahl. Weil die CSU schon im Bundestag sitzt, werden dafür keine Unterstützerunterschriften benötigt. Die Fünf-Prozent-Hürde greift auch nicht, weil die CSU sicher in den Bundestag einziehen wird. Allerdings gehe ich fest davon aus, dass sie dann auch in den übrigen Bundesländern weit mehr als fünf Prozent der Stimmen erzielen wird.

Wenn es so einfach ist, warum hat es dann noch keiner gemacht? Völlig loyale CSU-Mitglieder würden das vermutlich nicht von unten tun, sondern nur auf Anweisung von oben. Die üblichen Glücksritter sind hingegen nicht clever genug und bereits bei der AfD gelandet. Einige respektablere Personen haben das bereits recht konkret mit mir geplant, doch es scheiterte bislang daran, sieben Personen nicht einfach nur bundesweit oder in einem Bundesland, sondern in einem Kreis zusammenzubekommen. Zweimal ein zweifelhafter Wohnsitz, erst in Bayern und dann z. B. in Dortmund, fällt vielleicht anfangs nicht auf, aber sobald es ein Erfolg wird, wird alles ganz genau durchleuchtet werden. Wer es trotzdem versuchen möchte, kann sich gerne bei mir melden oder es auf eigene Faust unternehmen.

53 Gedanken zu „CSU-Ausdehnung von unten

  1. Moin von der Nordseeküste!

    Ähnliche Überlegungen hatte ich auch schon im Kopf. Eine weitere Variante wäre ein CSU 2.0 mit einem fast gleichen Namen. Bereits 2011 kreierte ich GUD = Grüne Union Deutschland (verewigte ein Kollege sogar in einer Zeichnung, die ich als Geschenk zur Pensionierung erhielt).

    Kurz vor dem Ausstieg nach zweieinhalb Jahren AfD kamen im Frühjahr 2016 neue Gedanken…
    Eine Bundes-CSU mit fast ähnlichem Namen könnte ein Anfang sein, z. B. Alternative Christliche (Soziale) Union Deutschland (ACSU/D). Oder etwas ähnliches. Diese Namenswahl sollte verdeutlichen, hier entsteht von unten – ohne rechtliche Tricks – eine bundesweite Zweit-CSU, keine CDU!

    Bei genügender Aufmerksamkeit, Mitgliederzahl müsste die CSU 1.0 dann einer Vereinigung zustimmen… Weil Herr Seehofer zu lange wartet, wenn er überhaupt jemals den Mut haben sollte könnte eine bundesweite CSU auch so entstehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gerd Taddicken – Nordenham

    2016-08-12, Freitag, gegen 00:38 Uhr (TPHM)

    +++

    • Die Gründung von noch einer neuen Partei wäre ein anderes Projekt mit den bekannten Schwierigkeiten. Zuletzt war die DSU nicht sonderlich erfolgreich und wurde von der CSU fallen gelassen.

  2. Der 99 Schritt, wer sollen die Landes- Vorsitzender einer bundesweiten CSU in M-V oder im Saarland sein. Wie viele Glückritter werden da aufzeigen: “ Ja, Ich“ .

    So was funktioniert doch nicht, was für eine neue Partei in der Partei bei euch Piefkes eine Chance hätte, wäre eine Wirtschaftspartei, mit einem Millionär an der Spitze . Ich habe so viele Arbeitsplätze geschaffen, nicht wie diese Politiker und diese Wirtschaftsprofesssoren, die nie was in der Real-Wirtschaft geleistet haben.
    Gibst ja in Tschechien oder früher in Ö mit Frank Stronach.

    • Die Gründung von Landesverbänden stände erst später auf dem Programm.

      Eine „Wirtschaftspartei“ mit einem (gescheiterten) Unternehmer an der Spitze gibt es doch schon, nämlich die FDP. Auch die AfD wird von einer gescheiterten Unternehmerin angeführt, wie auch Herr Trump als Unternehmer nicht wirklich erfolgreich war, sondern sein ererbtes Vermögen besser in Aktien angelegt hätte.

  3. Wenn ich mich Recht erinnere, steht in der CSU Satzung, dass der HAUPTWOHNSITZ entscheidend ist. Dazu kommt, dass nach §63 Mitglieder wegen Verstosses gegen die Grundsätze der Partei ausgeschlossen werden könne. Ein Grundsatz ist, die Begrenzung auf Bayern. Also theoretisch und praktisch nicht machbar aus meiner Sicht.

    • Der Beitritt mit Nebenwohnsitz in Bayern ist explizit in § 4 Abs. 1 Satz 2 CSU-Satzung geregelt. Die Begrenzung auf Bayern mag faktisch ein Grundsatz sein, doch wo ist dieser formell festgeschrieben? Es ist fraglich, ob eine solche Beschränkung für nichtbayerische Mitglieder überhaupt zulässig wäre.

  4. „Nun scheinen die Herren zu feige zu sein und auf bayerische Befindlichkeiten mehr Rücksicht zu nehmen als auf das Wohl ihres Vaterlandes, so dass mit einer CSU-Ausdehnung von oben durch die Parteispitze nicht zu rechnen ist.“

    Ähm – Horst Seehofer ist aus Ingolstadt (Oberbayern) und Markus Söder aus Nürnberg (Mittelfranken). Beide sind Bayern! Nicht auszuschließen, dass sie daher BAYERN als ihr Vaterland betrachten und nicht die große Bananenrepublik „Deutschland“, die der DDR immer ähnlicher wird.

    Inzwischen erinnern sogar mich Tagesschau, Tagesthemen und Heute-Journal immer mehr an die „aktuelle Kamera“ und die Botschaften der Nachrichtensendungen in öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen hören sich zunehmend an wie die „Stimme der DDR“ …

    Man fühlt sich direkt zurückgebeamt in die 1970er oder 1980er Jahre – mit dem entscheidenden Unterschied, dass wir uns damals über „DDR I“, „DDR II“ (Fernsehen) und „Stimme der DDR“ (Radio), die in Mittelfranken problemlos zu empfangen waren, lustig gemacht und amüsiert haben, heute aber selbst solche Regierungs-Propaganda serviert bekommen. Da hat der regierende Hosenanzug ganze Arbeit geleistet!

    Wundert es Sie wirklich, dass sich Seehofer und Söder lieber um Bayern kümmern, als zu versuchen, an Merkels, Schäubles und Gabriels Super-DDR mitzubauen?

    Wäre ich Seehofer oder Söder, würde ich mich schleunigst für die Sezession Bayerns einsetzen und nicht für eine bundesweite Ausdehnung der CSU. Sorry, liebe Nichtbayern.

    • Herr Seehofer kümmert sich doch nicht einfach nur um Bayern, sondern will in der Bundespolitik mitmischen, zumal er unvorsichtigerweise bereits seine Amtszeit als Ministerpräsident für begrenzt erklärte. Richtigerweise sehen er und die CSU auch keinen Widerspruch im Einsatz für Bayern und Deutschland. Geht es einem davon schlecht, leiden beide. Zumindest momentan läuft es in Bayern besser als im Bund, so dass man sich mehr um die Bundespolitik kümmern muss (dagegen läuft es in NRW noch schlechter, ist aber leider keine Abhilfe zu sehen).

      • Die derzeitige Bundesregierung arbeitet ohnehin zielstrebig auf die Vereinigten Staaten von Europa hin, auch wenn sie das ihren Bürgern nicht offen kommuniziert. Es ist daher meines Erachtens ein völlig sinnloses Unterfangen, sich für einen Erhalt der ohnehin seit der so genannten „Wiedervereinigung“ in vielerlei Hinsicht zunehmend schwächelnden und zu einem Staat der Umverteilungssozialisten mutierenden Bundesrepublik Deutschland einzusetzen. Davon profitieren nur die Protagonisten des „real existierenden Sozialismus“.

        Viel besser wäre es, auseinander gehen zu lassen was ohnehin nicht zusammengehört und die Regionen zu stärken. Auch heute wirtschaftlich schwache Bundesländer würden sich besser entwickeln, wenn sie sich endlich von ihrer Länderfinanzausgleich-Alimentierungs-Erwartungshaltung lösen und auf das, was ihre Region zu leisten vermag, konzentrieren würden.

        Entwicklungshilfe scheitert so gut wie immer daran, dass die Bereitschaft der Empfänger zur Selbstverantwortung verloren geht. Das ist innerhalb Deutschlands nicht anders als in Afrika. Die Mentalität unserer ach so geliebten „Landsleute“ und ihrer „Volksvertreter“ in den Empfängerländern unterscheidet sich diesbezüglich in Nichts von der vieler Schwarzer in Sub-Sahara-Staaten.

    • …. ist heute schon vier Tage später, da ich bei WordPress aber kein Häkchen setzen kann, schreibe ich: GEFÄLLT MIR!

      Auch ist der Name des Blogs: ,Es gibt immer Alternativen‘ eine gute Aussage. Kleine Lobhudelei an den Betreiber… 😉

      Viele Grüße aus Nordenham!
      Gerd Taddicken

      2016-08-16, Donnerstag, gg. 07:38 h (TPHP) +++

  5. Auf den ersten Blick wirkt diese Strategie simpel, was ihren Charme ausmacht. Ich sehe das Problem jedoch nicht in 7 potentiellen Gründungs-Mitgliedern, z.B. aus Dortmund, für einen CSU Kreisverband in NRW. Aus meiner Sicht liegen die Risiken in der CSU Satzung und im Parteiengesetz. Zunächst ist zu befürchten, dass Seehofer und/oder Söder einen solchen Kreisverband nicht anerkennen und gegen die Gründer ein Parteiausschlussverfahren einleiten würden. Die Markenrechte für den Parteinamen „CSU“ liegen in München, es dürfte für die Parteizentrale in München kein Problem werden, ein Gericht zu finden, welches eine einstweilige Verfügung gegen die Nutzung des Namens CSU in NRW erwirkt. Dann kommt ein längerer Rechtsstreit mit einem sehr hohen Streitwert und entsprechenden Kosten. Die nächste Hürde ist dann Abs 2 des „§ 34 Landesdelegiertenversammlung zur Bundestagswahl: (2) Die Landesdelegiertenversammlung wird vom Parteivorsitzenden einberufen, der den Vorsitz führt.(3) Aufgabe der Landesdelegiertenversammlung ist die Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl.“
    Was ist, wenn der Parteivorsitzende sich weigert, eine solche Versammlung zur Aufstellung einzuberufen? Wird eine Landesliste, die gegen den Willen des CSU Vorsitzenden aufgestellt wurde vom Landeswahlleiter bzw. vom Wahlausschuß anerkannt werden?
    Sollte auch diese Hürde genommen werden, dann kommt das größte Risiko. Die Münchner Parteizentrale könnte die NRW CSU „entern“, indem sie viele Mitglieder aus NRW- á la Dilger- aufnimmt und so eine von ihr evtl. nicht zu verhindernde Aufstellungsversammlung in zur NRW Liste für die Bundestagswahl dominiert. Im worst case käme keiner der „CSU in NRW Kreisverbandsgründer“ auf einen sicheren Listenplatz. Anschließend könnten alle Bewerber ihre Kandidatur zurückziehen und das ganze Projekt bliebe eine Luftnummer. Aber natürlich ist in der Politik alles möglich, auch das Gegenteil von meinen Bedenken. Ob so was funktioniert wird man also nur herausfinden, wenn man es wirklich ausprobiert, alles andere ist Kaffeesatzleserei. Fazit: „No risk, no fun“.

    • Nach den Wahlgesetzen ist jedes Land für die Aufstellung seiner Landesliste zuständig. In meinem Modell würde also z. B. mangels Landesverband NRW der Kreisvorsitzende von Dortmund für NRW einladen. Wenn die CSU Bayern dann ganz viele NRW-Mitglieder schickt, kriegt dieser persönlich keinen Listenplatz, wäre die CSU-Ausdehnung jedoch perfekt. Zumindest mir geht es allein um die Sache bzw. die Abwahl von Frau Merkel, nicht irgendein Parteiamt oder öffentliches Mandat für mich selbst.

      • Selbst wenn Ihr Plan aufginge, wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu befürchten, dass eine deutschlandweite CSU wieder mit der CDU koaliert und der regierende Stasi-Hosenanzug im (Kanzler)Amt bleibt. Viel frustrierter Aufwand um Nichts also.

  6. BSU die Bundesweite CSU außerhalb Bayerns!

    Wie immer gibt es verschiedene Möglichkeiten, das gleiche Ziel zu erreichen.
    Das Ziel sollte eine Bundesweite Partei sein, die die Ziele vertritt die von der CSU vertreten werden mit wirtschaftsliberalem konservativem Charakter.

    1. Möglichkeit
    Wir gründen eine CSU außerhalb Bayerns. Vielleicht ist es den CSU Granden ja recht, dass andere die Kohlen aus dem Feuer holen. Wahrscheinlich ist aber ein Krieg über Markenrechte mit folgender Schlammschlacht. Das wäre dem zu erreichen Ziel nicht förderlich.

    2. Möglichkeit
    Die von Herrn Prof. Dilger vorgeschlagene Lösung. Ich halte diese Lösung für sehr kompliziert. Die Unbekannten, die zusammenpassen müssen, liegen nicht allein in unseren Händen.

    3. Möglichkeit
    Gründung einer CSU außerhalb Bayerns, die den Namen BSU „Bürgerlich Soziale Union“ trägt und Bundesweit außerhalb Bayern zu allen Wahlen antritt, die ab 2017 stattfinden.
    Die ersten Wahlen wären das Saarland, dann Schleswig Holstein und am 18.05.2017 Nordrhein Westfalen. Der Gipfel ist der Antritt zur Bundestagswahl im September 2017.
    Das Sammeln der Unterschriften, um zur Wahl zugelassen zu werden – allein 900 im Saarland jeweils 300 in den drei Wahlkreisen des Saarlands- sehe ich nicht als Belastung an. Das Unterschriftensammeln ist das beste Mittel, die Aktion bundesweite Ausdehnung der CSU unter dem Namen BSU bekannt zu machen. Die ganze Aktion ist mit sehr viel Arbeit, persönlichem Einsatz und der Bereitstellung der nötigen finanziellen Mittel verbunden.
    Ich denke, das zu erreichende Ziel ist es wert, sich dafür einzusetzen.
    – Vielen Wählern in Deutschland ist die CDU zu weit nach links gerückt.
    – Die AfD steht zu weit rechts. Viele Wähler wählen sie nur Mangels besserer Alternative.
    – Einige Wähler warten seit Franz Josef Straus auf die Bundesweite CSU.
    – Die ALFA wird es mangels persönlichen Engagements der Mitglieder nicht schaffen.
    – Problematische Politik interessierte Opportunisten, die nur an einem Posten interessiert sind, sind noch in der AFD organisiert und können die neue Partei nicht belasten.

    Wer Interesse an der dritten Alternative hat meldet sich am besten unter
    bsu.bund@gmx.de

    Bei genügend Interessenten werden wir kurzfristig zu einer Gründungsversammlung einladen. Nach Lage der Dinge wird sie in NRW stattfinden. Die Gründungsversammlung wird mit Kosten verbunden sein. Die Teilnehmer sollten bereit sein, 50,00 € – 100,00 € Gründungsspende für die gute Sache einzubringen.
    Wer sich meldet und zur Mitarbeit bereit ist, wird kurzfristig eine Einladung erhalten
    Die Chancen waren noch nie so gut wie heute. Die Umfragen am Anfang des Jahres haben einer Bundesweiten CSU 19 % vorausgesagt. Siehe Cicero und die Welt.
    Packen wir es an!
    Ein CSU Freund

    • Mal angenommen, Ihr Plan ginge auf …
      19% BSU + 5% CSU (aus Bayern) + (20% + X) CDU reicht möglicherweise für eine knappe Unionsmehrheit im Bundestag und alle freuen sich, dass Frau Merkel ohne SPD und Grüne weiter regieren kann.

      Aber glauben Sie ernsthaft, dass Zonen-Angie deshalb etwas an ihrer Politik und ihrem Regierungsstil ändern wird?

      • Die CSU würde natürlich nicht mehr Frau Merkel oder gar ihren arbiträren Kurs unterstützen, insbesondere wenn sie innerhalb der Union sogar die Mehrheit hätte.

      • Aber nur, wenn eine bundesweite CSU tatsächlich mehr Wähler hätte als die CDU. Das jedoch steht völlig in den Sternen. Viel Deutsche finden den regierenden Hosenanzug immer noch große Klasse und viele Nichtbayern haben von Haus auf eine Abneigung gegen alles was aus Bayern kommt, außer vielleicht gegen Geld für den Länderfinanzausgleich, Sportbekleidung oder Autos mit Zwiebelringen auf dem Kühlergrill.

      • Zumindest die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel hat nur noch bei den Grünen eine Mehrheit. Dann soll sie für diese als Kanzlerkandidatin antreten. Ich unterstütze jeden ernsthaften Gegenkandidaten, doch leider ist keiner in Sicht, nicht einmal von der SPD.

      • Noch sind keine Kanzlerkandidaten nominiert. Aber egal, welche Witzfigur die SPD aufstellt – ein SPD Kanzler wird es wohl nicht werden. Um auch nur einigermaßen reelle Aussichten zu haben, müssten die Sozialisten schon mindestens mit Sahra Wagenknecht als gemeinsamer Kanzlerkandidatin antreten, was ich jedoch für ziemlich unwahrscheinlich halte.

      • Wenn Herr Gabriel mutiger wäre, hätte er schon früher eine rot-rot-grüne Regierung angeführt. Jetzt würde ihm persönlich das kaum noch nützen, aber immer noch Frau Merkel stürzen, wofür ihm ein Ehrenplatz in den Geschichtsbüchern sicher wäre.

      • Wenn Sigmar Gabriel sich so weiter „entwickelt“ geht er vielleicht (rein physisch gesehen) als schwergewichtigster Politiker aller Zeiten in das Guinessbuch der Rekorde ein. 😉

  7. Abwahl von Frau Merkel ist alternativlos! Aber es muss schnell gehen.
    Deswegen glaube ich nur an einen Putsch innerhalb CDU!

      • CDU Abgeordnete die verstanden haben was Frau Merkel aus Deutschland macht. Auch CDU Basis ist nicht voll hinter dieser Kanzlerin mehr.
        Warum soll etwas was AfD geschafft hat fuer eine CDU unmoeglich sein?

  8. Mit Sicherheit ist Ihre Idee nicht schlecht Herr Dilger, aber lt. § 13, Absatz 3, müssen solche Neugründungen genehmigt werden. Daran wird es wohl scheitern. Vielleicht gibt es aber auch eine Möglichkeit mit einer Partei die sich an die Grundsätze der CSU anlehnt erfolgreich zu sein.
    Geht man davon aus,daß eine solche Partei in den kommenden Landtagswahlen Erfolge erzielt, käme die CSU vermutlich nicht an einer bundesweiten Fussion oder Zusammenarbeit vorbei. Ich könnte mir vorstellen mit einer: DBD die CSU für das Saarland, Schleswig Holstein, NRW etc. einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen. Mit den entsprechenden Medienberichten wäre auch schnell Öffentlichkeitsinteresse geweckt.

    • § 13 Abs. 3 CSU-Satzung bezieht sich nur auf Ortsverbände, deren Gründung der betreffende Kreisverband zustimmen muss. Ganz ohne Kreisverband dürfte das entfallen, weil es keinen Streit über den Zuschnitt gibt. Für Kreisverbände ist eine solche Zustimmung gar nicht vorgesehen. Eine ganz neue Partei halte ich hingegen für wenig aussichtsreich, wie zahlreiche reale Beispiele zeigen.

  9. Über die bundesweite CSU wird schon seit 40 Jahren diskutiert, jedenfalls kenne ich das solange.
    Z.B. die Aktion 4. Partei trat meiner Erinnerung nach als bundesweite CSU auf ( ohne Zustimmung der CSU).
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aktionsgemeinschaft_Vierte_Partei
    Das war 1975.

    Der Hauptgrund ist stets derselbe:
    Das Risiko sich zuviele Querulanten, Glücksritter, verkrachte Existenzen, Spinner, Karrieristen, Rechtsradikale etc. einzufangen, erschien und erscheint den Verantwortlichen in der CSU zu groß.
    Man stelle sich nur mal einen Gedeon vor, der als niedersächsischer CSU-Landtags-Abgeordneter rumturnt und dabei von einem Pretzell in NRW hinterrücks protegiert wird, weil der seinen innerparteilichen Widersacher in Niedersachsen absägen will. Das zöge die CSU auch in Bayern gewaltig nach unten.

    Daneben gibt es auch die Angst der CSU in Bayern Stimmen und damit Posten an eine bayerische CDU zu verlieren. Das ist egoistisch gedacht, aber das obige Argument an ungenügendem Personal zu scheitern und dabei auch die bayerische CSU mit in den Abgrund zu reißen, ist nicht von der Hand zu weisen.

    Ich fürchte was Besseres als die heutige AfD wäre auch mit einer bundesweiten CSU nicht zu kriegen. Jedenfalls dann nicht, wenn man eine kritische Masse an Mitgliedern will. Unter eine unterkritische Masse würde an mangelnder Präsenz scheitern.

    • Die CSU außerhalb Bayerns bräuchte zumindest anfangs fast gar keine Mitglieder (minimal wohl sieben pro Bundesland). Auf die Landeslisten könnten auch Parteilose oder sogar CSU-Mitglieder aus Bayern gewählt werden. Die AfD stärkt hingegen Frau Merkel mangels Koalitionsfähigkeit.

      • Die Befürchtung, dass eine außerbayerische CSU vor allem bislang erfolglose Glücksritter und Möchtegern-Parteikarrieristen aus den Niedrungen der CDU und auch aus der CSU selbst (so ein Zweitwohnsitz ist schnell gefunden) anziehen würde, ist m.E. nicht unberechtigt. Da könnten Sie sich dann mit den tragischsten Figuren der AfD-Gründungszeit herumplagen, die Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel zu ALFA gefolgt sind. Na dann mal viel Spaß …

      • Wenn eine „CSU“ außerhalb Bayerns je juristischen Bestand hätte, würde die CSU in Bayern klar sagen, dass diese nichts mit ihr zu tun hat und von der Wahl abraten. Die Frage wäre, ob die Wähler solche Aussagen ignorieren würden. Jedenfalls würden die Medien in den Lebensläufen der Sieben pro Bundesland rum wühlen, ob sich da nicht -ein braunes Fleckchen fände, zum Beispiel eine frühere AfD-Mitgliedschaft. Und dann schlagzeilen:
        Gescheiterte AfD’ler gründen CSU in NRW.
        Aber trotzdem viel Erfolg, jede Stimme gegen Merkel zählt.

      • Es wäre parteischädigend, wenn die CSU Bayern gegen die Wahl der CSU anderso aufrufen würde, vorausgesetzt, dass es sich tatsächlich um dieselbe Partei handelt. Viel wichtiger als die Mitglieder wären die Kandidaten, was übrigens auch für die AfD gilt.

      • Die CSU-Granden werden sich bei der bundesweiten Ausdehnung der Partei das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen. Die CSU-Satzung dürfte in Windeseile geändert sein, wenn sich der Zweitwohnsitz-Trick ungewollt als wirkungsvolles Instrument erweisen sollte. Ich denke, die rabenschwarz gekleideten Herren in der Münchener Parteizentrale sind mit der derzeitigen Rolle der CSU primär als lokale Partei ganz zufrieden. Mit dem „Bayernplan“ soll eine „Vollbeschäftigung in Bayern, gleiche Lebenschancen in allen Teilen Bayerns“ (siehe Wiki) erreicht werden und die Partei im Münchener Maximilianeum gut dastehen.

      • @Josef Huber

        Genau so ist es. Und ehrlich gesagt habe auch ich keinen Funken Verständnis dafür, warum die Renten in den neuen Bundesländern, wo die Immobilienpreise auf dem flachen Land zum Teil nicht einmal auf einem 1/10 Niveau von Bayerns Durchschnitt liegen, mit bayerischen Renten auf Kosten bayerischer Steuerzahler „gleichziehen“ müssen usw.. Die CSU wäre gut beraten, sich im Bund und in der EU viel stärker für bayerische Interessen einzusetzen oder sich ggf. für die Sezession Bayerns auszusprechen und diese zu verwirklichen.

    • Das haben Sie sich ohne gründliche Lektüre meines Beitrags ausgedacht. Erstens sind doch zumindest anfangs gar keine Landesverbände vorgesehen, weil die jetzige CSU-Satzung diese nicht hergibt. Zweitens habe ich den ganzen Plan für mich persönlich schon abgehakt, sondern würde ich nicht vorab unter meinem richtigen Namen darüber berichten.

      • Das war doch sicher nur Ironie von dem Herrn König … 😉

  10. Ihre Idee ist nicht schlecht. Man könnte es konspirativ sehr zeitnah zur Bundestagswahl versuchen. Allerdings nur in einem Bundesland, um nicht schlafende Hunde in München zu wecken. Das würde zwar nicht genügen, um das Ergebnis der Wahl eklatant zu verändern. Falls die ungewollte CSU in NRW allerdings auf eine Stimmenanzahl käme, die nicht mehr zu verschweigen wäre, könnten die Würfel für eine Ausdehnung bis 2021 gefallen sein.

  11. Vor der Bundestagswahl 1980 hat es an mehreren Orten (West-) Deutschlands CSU-Freundeskreise gegeben. Die Beteiligten waren CSU-Gastmitglieder. Nachdem Franz-Josef Strauß die Bundestagswahl auch wegen mangelnder Unterstützung aus der CDU verloren hatte, mussten auf Druck von Helmut Kohl alle CSU-Freundeskreise aufgelöst werden. In der CDU begannen regelrechte Pogrome auf CSU- und Strauß-Freunde. Ich war einer der Betroffenen und habe zwei Parteiausschlussverfahren aus der Jungen Union erfolgreich überlebt! Ich habe Strauß mehrfach persönlich getroffen und bei der „Bürgeraktion Demokraten für Strauß“ im 1980er Wahlkampf, damals als stellvertretender Landesvorsitzender der rheinland-pfälzischen Schüler-Union an führender Stelle mitgearbeitet. Strauß hätte so gerne die CSU bundesweit ausgedehnt. Er musste aber schon 1976 einen Rückzieher machen, weil der Kohl-Freund Max Streibl seine Pläne verraten hat, was Kohl selbst in seinem Buch „Erinnerungen I“ zugibt. Ich verfüge über sehr viel Insider-Wissen aus jener Zeit.

    Geändert habe ich mich nicht! Auch heute noch wäre ich sofort bei einer bundesweiten CSU dabei, weil ich aus ganzem Herzen ein konservativer Christ-Sozialer bin. Aber wer soll das machen??? Die Schuhe von Strauß sind für seine Nachfolger zu groß. Ich hatte große Erwartungen an Karl-Theodor zu Guttenberg. Aber ich befürchte, dass ich diese Hoffnungen begraben muss……

    • Warum war eine Ausdehnung der CSU nicht mehr möglich, nachdem die Pläne verraten wurden? Das könnte die CSU-Führung doch ganz einfach machen. Die Risiken sind, dass die CDU dann in Bayern einmarschiert, sich nur noch nach links orientiert und von der CSU abwendet sowie nicht völlig kontrollierbare CSU-Landesverbände außerhalb Bayerns, die langfristig die Mehrheit in der Bundespartei übernehmen würden, aber nicht in Bayern. Dem stehen enorme Vorteile gegenüber wie ein viel größeres Gewicht der CSU im Bund und der Union insgesamt nicht nur im Bund, sondern auch in den Ländern einschließlich Bayern.

      Es ist nicht schlimm, dass Herr zu Guttenberg keinen Doktortitel hat, sondern dass er diesen betrügerisch erschleichen wollte. Glauben Sie wirklich, dass das ein einmaliger Ausrutscher auf dem Gebiet der Wissenschaft war, während er in der Politik nur ehrlich und korrekt ist?

      • Die Zahl der etablierten Parteien war zu Strauß‘ Zeiten kleiner. Es hätte die Gefahr bestanden, dass die CSU in keinem Bundesland regiert, auch nicht in Bayern. Heute könnte eine bundesweite CSU mit der AfD koalieren und Mehrheiten erreichen. Aber ich sehe heute in der CSU keine echten Macher mehr.

        Sie reduzieren Herrn zu Guttenberg leider auf seine nicht ganz eigenhändig geschriebene Doktorarbeit. Das verstehe ich, denn Sie haben ihre bestimmt wirklich selbst geschrieben und fühlen sich verschaukelt. ABER er war der Einzige (!), den Merkel fürchten musste, denn er war in der Bundeswehr und auch im Volk außerordentlich beliebt. Schon sein Opa war eine CSU-Ikone, beide von aristokratischer Disziplin und schon gar nicht des Geldes wegen in der Politik. Ja, Menschen machen auch Fehler. Aber von den „Fehlern“ der grünen Kinderfi**er und Drogen-Lobbyisten, den „Fehlern“ der grünen ex-K-Gruppen- und Anarcho-Funktionäre, den „Fehlern“ der kommunistischen SED/PDS/Linken, samt Stasitätigkeiten, Bonusmeilen-, Flug- und sonstigen Korruptionsaffären redet kaum noch jemand. Karl-Theodor zu Guttenberg hat seinen Fehler eingesehen und schnell Konsequenzen gezogen. Er hast eine zweite Chance verdient! Aber ich befürchte, dass er gar keine zweite Chance will…….

      • @Alexander Dilger

        Welcher Berufspolitiker ist schon ehrlich und korrekt?
        Wie viele fallen Ihnen da ein?

        In Bayern nicht mehr mit deutlichem Abstand stärkste Partei zu sein, wäre für die CSU der absolute Mega-Gau. Damit verlöre sie ihren Markenkern.

        Abgesehen davon fühlen sich nur wenige Bayern Deutschland mehr verbunden als Bayern. Die meisten CSU-Wähler würden sich von ihrer Partei wohl verraten und verkauft fühlen, wenn die CSU ihren Fokus noch stärker auf den Bund legen und der CDU im Gegenzug den Weg in die bayerische Landespolitik ebnen würde.

      • Herr KT zu Gutenberg hat keine 2. Chance in der Politik verdient! Seine Auftritte und Worte / Entscheidungen waren schon entlarvend genug (unabhaengig v. Plagiat). Ich wuerde ihm zwischen einem „Blender“ und „loose gun“ einsiedeln! Zum vorweisen hat er zu wenig gehabt ausser seinem Familiennamen! Ich kann mir nicht vorstellen , dass er in BW beliebt war? Er war auch an BW- Untergang beteiligt.

        Deutschland ist zu wichtig und zu gross um als Politikschule zu dienen.

      • @Ivan de Grisogono
        „Deutschland ist zu wichtig und zu gross um als Politikschule zu dienen.“

        Deutschland ist überhaupt nicht wichtig. Wäre Deutschland tatsächlich wichtig, dann würde es sein Gewicht auch mal in die Waagschale werfen uns sich nicht ständig wegducken.

        Dass Deutschland zu groß ist, stimmt hingegen. Genau daran krankt Deutschland seit der so genannten „Wiedervereinigung“, die es endgültig zu groß und zu träge werden lassen hat.

        „Politikschule“?
        Was verstehen Sie denn darunter? Wie viele Politiker gibt es in Deutschland, die sich NICHT wie unreife Pennäler benehmen? Fällt Ihnen da mehr als eine Handvoll ein? Mir nicht.

    • @francomacorisano

      Es sieht nicht danach aus, als ob KTG in die Niederungen der Schlangengrube CSU zurückkehren will. Warum sollte er auch?

  12. Pingback: Amtszeit des Bundeskanzlers begrenzen | Alexander Dilger

  13. Pingback: ALFA verliert Namen und Vorsitzende | Alexander Dilger

  14. Pingback: CDSU und andere Parteigründungen | Alexander Dilger

  15. Pingback: Durch welche Partei lässt sich Merkel noch verhindern? | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s