Könnte Seehofer Merkel ablösen?

Im neusten „ARD-DeutschlandTrend vom 04. August 2016“ hat Angela Merkel endlich die Quittung für ihre verfehlte Politik bekommen. Die Zufriedenheit mit ihrer Politik fällt um 12 Prozentpunkte auf immer noch 47 Prozent, während 65 Prozent mit ihrer Asyl- und Flüchtlingspolitik nicht mehr zufrieden sind und nur noch die Grünen sich mehrheitlich dafür aussprechen. Horst Seehofer kann trotz der viel kleineren CSU und weniger Rückhalt bei der offiziellen Opposition fast zu ihr aufschließen (plus 11 Prozentpunkte auf 44 Prozent). Er wirft jetzt selbst die Frage auf: „Kanzler Seehofer?“

Immer wieder hat sich der bayerische Ministerpräsident gegen die verfehlte Flüchtlingspolitik der Kanzlerin ausgesprochen, allerdings auch immer wieder einen Rückzieher gemacht. Irgendwann wird er ernsthaft die Machtfrage stellen müssen oder ab 2018 ganz ohne Amt dastehen. Am besten fände ich eine bundesweite Ausdehnung der CSU (siehe ‚Zur bundesweiten Ausdehnung der CSU‘), zumindest müsste er damit drohen und sich als ernsthafte Alternative ins Spiel bringen.

17 Gedanken zu „Könnte Seehofer Merkel ablösen?

  1. Die CSU hätte mehr Erfolg, wenn sie sich konsequenterweise für die Sezession Bayerns einsetzen würde statt immer wieder vor IM Erika einzuknicken.

  2. Seehofer nicht, verbraucht, aber Söder lauert im Busch. Er würde aber vorher mit der CSU bundesweit gehen und selber das Kanzleramt anstreben. CSU bundesweit ca. 30% unter Söder, CDU 25%. Ergibt reine CDU CSU-Mehrheit unter Kanzler Söder. Frau Aigner – zur Zeit sehr leise – wird Ministerpräsidentin in Bayern.

    • Ich glaube nicht, dass Markus Söder nach dem Kanzleramt greift.
      Er wäre mit der Rolle des bayerischen Ministerpräsidenten sicher weitaus glücklicher.

      Schon Gaius Iulius Caesar hat bekanntlich beim Anblick einer kleinen Stadt in den Alpen ausgerufen: »Ich möchte lieber der Erste hier als der Zweite in Rom sein.«

    • 55 Prozent für die Union bei einem Vorsprung der CSU lassen sich wohl kaum erzielen. Markus Söder ist in Deutschland noch nicht hinreichend bekannt. Und wenn man im Wahlkampf gegen- und in der Regierung miteinander antritt, dürfte der Wähler zwischen den Schwesterparteien ein Gemauschel vermuten und seine Stimme im Zweifelsfall doch lieber der AfD geben. Auch hat die CSU verglichen mit der Strauß-Zeit eine reduzierte Themenbandbreite.
      Seehofer murrt zwar bei der Alimentierung Griechenlands, winkt sie aber doch durch. Bei der noch nicht vollständig vollzogenen deutschen Einheit hat er mehr Probleme und klagt gegen den Länderfinanzausgleich. Es ist zwar schon viel öffentliches Geld in die neuen Bundesländer geflossen, aber gut bezahlte Arbeitsplätze sind dort immer noch Mangelware. Die CSU dürfte sich kaum dafür stark machen, Rüstungsbetriebe von Bayern nach Mecklenburg-Vorpommern zu verlegen. Auch die 3. Startbahn in München dürfte der CSU lieber sein als ein moderner Flughafen in der Bundeshauptstadt. Die beiden CSU-Bundesverkehrsminister haben sich beim Bau des neuen Berliner Flughafens bisher nicht mit Ruhm bekleckert.
      Ob die CSU mit Ilse Aigner als Spitzenkandidatin in Bayern gut abschneiden würde? In der Energiepolitik macht die gelernte Fernsehtechnikerin keinen sicheren Eindruck. Und sie hätte dann als harte Konkurrenz noch die CDU, AfD und die Freien Wähler.

  3. Seehofer bleibt Ankündigungsweltmeister. Einen CSU-Kanzler kann es nicht geben, zu randständig die Partei im Parteienspektrum, das hat die Wahl 1980 mit dem ungleich substantielleren FJS erwiesen. Außerdem hat er Gesundheitsprobleme, weil er anders als seine Rivalin wohl noch ein politisches Gewissen hat.

    Merkel bleibt an der Macht außer
    a. Erdogan reaktiviert die Migrationswaffe oder
    b. die Bomberei von „Flüchtlingen“ geht weiter.
    Es muß erst viel schlimmer werden, bevor es besser wird.

  4. Wenn CDU/CSU antreten wie bisher, wird die AfD 10-15% bei der Bundestagswahl holen. Sehr wahrscheinlich werden Rotrotgrün die Regierung stellen, da die AfD nach dem sanktionslosen Zitat Gedeons der Protokolle von Zion absolut nicht koalitionsfähig ist.
    Die einzige Chance wird sein, sowohl Merkel als auch den verbrauchten Seehofer abzulösen und mit Söder und Scheuer das Wagnis einzugehen. Nur eine bundesweite CSU unter Söder-Führung können die Verluste der Mehrheiten im Bund und in Bayern verhindern.
    Ein Risiko bleibt immer.

  5. Ich bin kein Fan von Horst Dreh-Hofer.
    Aber selbst der Dackel meines Nachbarn wäre besser als Merkel……!

    • Seehofer ist in der Union nicht mehrheitsfähig solange die Merkelianer in der Union das sagen haben. Wenn der Terror wieder abebbt ist Merkel in 1 Monat wieder obenauf. Nur ein Wunder oder eine Katastrophe kann uns vor Merkels vierter Amtszeit retten. Wettet jemand gegen Merkel als Kanzlerkandidatin in 2017?

      • Nö. Daran, dass der regierende Hosenanzug 2017 wieder antritt, habe ich nicht die geringsten Zweifel.

      • Der Terror hat gerade erst begonnen, Europa fest in den Griff zu nehmen! Ich arbeite im Tourismus am Rhein und uns fehlen im Moment ganz erheblich die Besuchergruppen aus den In- und Ausland.

        Noch traut sich niemand gegen Merkel zu putschen, denn der „Verräter“ wird der Buhmann sein. Aber je näher die Bundestagswahl rückt, desto mehr Angst wird bei den Unions-Granden aufkommen, ihre Pöstchen und ihre Privilegien zu verlieren. Auch eine Lawine beginnt mit einem kleinen Schnellball! Merkel ist nur so „stark“, weil die anderen (noch) so schwach sind. ABER sie ist angezählt……!!!

  6. In eine bundesweite CSU strömen doch dann die ganzen Glücksritter hinein.
    Die Typen, die in der CDU und FDP zu dämlich waren, einen Posten bzw. Mandat zu ergattern. Dann die Leute von kleineren Parteien wie Freie Wähler, Familienpartei usw. und bisherige Parteilose die auch an den Mandats-Futtertrog wollen.

    • Die meisten Glücksritter und sonstigen Problemfälle sind jetzt in der AfD gebunden. Außerdem könnte die CSU strenge Aufnahmekriterien formulieren und anfangs vor allem auf CDU-Überläufer oder sogar Abgesandte aus Bayern setzen.

      • Die glück- und erfolglosen CDU und CSU-Glücksritter sind inzwischen doch so gut wie alle bei ALFA und folgen dort Bernd im Glück … *kaputtlach*

    • Eine bundesweite Ausdehnung der CSU würde etwa eine Verfünffachung der Mitglieder innerhalb einer kurzen Zeit bedeuten. Damit hätte die CSU fast die Probleme einer Parteineugründung und die neuen Mitglieder könnten der Partei in der Tat eine andere Ausrichtung geben als der Parteizentrale in München lieb ist. Das „Mia san Mia“ dürfte in Norddeutschland wahrscheinlich auf Ablehnung stoßen.

  7. Pingback: CSU-Ausdehnung von unten | Alexander Dilger

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