US-Vizepräsidentschaftskandidaten nominiert

Donald Trump wurde diese Woche offiziell als Präsidentschaftskandidat der Republikaner nominiert. Auf seinen Vorschlag wurde Mike „Pence offiziell als Kandidat für den Vizepräsidenten nominiert“, der aktuell Gouverneur von Indiana ist und als sehr konservativ gilt. Die nächste Woche offiziell zu nominierende Präsidentschaftskandidatin der Demokraten „Hillary Clinton macht Tim Kaine zu ihrem Vize-Präsidenten“. Er war Gouverneur und ist aktuell Senator des Bundesstaates Virginia. Er gilt als eher links, so dass beide Kandidaten mit ihren Stellvertretern vor allem die Basis ihrer jeweiligen Partei mobilisieren statt unabhängige Wähler oder gar solche der Gegenpartei gewinnen wollen. Das spricht für einen weiterhin sehr konfrontativen Wahlkampf, den am Ende Frau Clinton gewinnen dürfte.

17 Gedanken zu „US-Vizepräsidentschaftskandidaten nominiert

  1. Demokraten und Republikaner haben Präsidentschaftskandidaten aufgestellt, die bei großen Teilen des amerikanischen Volkes sehr unbeliebt sind. Daher glaube ich, dass das Rennen noch völlig offen ist.

    Ich mag die Rhetorik von Donald Trump nicht. Für mich als Konservativer ist der Typ einfach unanständig. Und ich befürchte auch, dass es ihm nur um sein Ego, aber nicht um das Land geht. Hillary Clinton ist eine böse Polit-Hexe, die mit einem verfassungswidrigen big government mehr Washingtoner Zentralgewalt erzwingen will. Das macht sie noch gefährlicher als Trump! Zum Glück hat sie die mächtigen Veteranenverbände, das Militär, die Geheimdienste, die Religiösen, Landbevölkerung und sogar die Feministinnenorganisationen gegen sich. Es wird ein schmutziger Wahlkampf. Der amerikanische Teil meiner Familie wird notgedrungen Trump mit der Faust in der Hosentasche unterstützen, aber keinen Cent spenden.

    • Donald Trump ist kein traditioneller Republikaner, weder konservativ noch liberal, sondern ein völlig unseriöser Populist, der übrigens von einer, seiner übermächtigen Regierung träumt und seinen Wählern alle möglichen staatlichen Wohltaten verspricht (was bei der neuen AfD so ähnlich ist). Hillary Clinton ist ebenfalls unbeliebt, doch sie wird seinetwegen gewinnen, während ein echter und zugleich moderater Republikaner sie hätte schlagen können.

      • Wir befinden uns momentan in so unruhigen Zeiten, dass wir von Prognosen Abschied nehmen sollten. Ich denke, dass im Herbst alles möglich ist. Selbst einen Tag vor dem Wahl kann noch ein unvorhergesehenes Ereignis das Ergebnis entscheidend beeinflussen. Vor allem da die Wahlbeteiligung in Amerika traditionell sehr niedrig ist, ist das Wahlergebnis unprognostizierbar. Ohnehin habe ich das Gefühl, dass es außerhalb Deutschland keine Umfrageinstitute gibt, die ein Ergebnis auch nur halbwegs vorhersagen können und selbst in Deutschland gibt es Probleme in unruhigen Zeiten, das haben ja die Wahlen im Frühjahr gezeigt. Ich halte alles für möglich: Ein Trump, der praktisch alle Staaten krachend verliert, aber durchaus auch einen Trump, der einen triumphalen Sieg einfährt.

      • Alles ist möglich, aber es gibt Wahrscheinlichkeiten. (Wie ich schon schrieb, gefällt mir dieser Spruch besonders gut, weil er zugleich trivial wahr und voller Weisheit ist.) Über sichere Ereignisse bräuchte man nicht zu wetten und bei gleicher Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten auch nicht. Doch es gibt ein paar demographische Fakten, die Herr Trump nur zum eigenen Nachteil ignoriert. Ein echter Politiker würde anders damit umgehen und z. B. nicht Frauen und Minderheiten beleidigen, was diese viel stärker mobilisiert als seine ohnehin geringere Zahl an potentiellen Wählern.

      • Mit John Kasich hätten die Republikaner gute Chancen gehabt, den nächsten Präsidenten zu stellen. Leider gewinnen zurzeit fast immer die Populisten, was in Bezug auf die Zukunft besorgniserregend ist. Eine Welt mit Trump, Le Pen, Putin und Erdogan als Staatschefs, deren fanatische Fans (wie sie selbst) sehr gefährlich sind, erscheint zumindest möglich, wenn es zu unvorhersehbaren Ereignissen kommt, bspw. schwere Anschläge kurz vor den Wahlen…

  2. Trump hat bislang alle Vorhersagen Lügen gestraft, also warum sollte es diesmal anders sein? Seine Politik hat erheblichen ‚cross-party appeal‘ und dürfte so oder so die Zukunft der GOP darstellen – vorausgesetzt die Stupid Party vermasselt es nicht wieder. Die neokonservativen Kriegstreiber sind gedemütig und geschwächt. Hillary hat kein Programm, keine Visionen und wäre eine größere Gefahr für den Frieden (vgl. Irakkrieg und Libyen-Intervention).

    • Worum wollen wir wetten, dass Donald Trump verliert? Er mag ein paar weiße Arbeiter von den Demokraten gewinnen, doch er ist völlig unbeliebt bei nichtweißen Wählern und vor allem den Wählerinnen wegen seiner rassistischen und sexistischen Ausfälle. Es ist durchaus möglich, dass er die Republikaner in seine Richtung verändert, doch dann werden sie dauerhaft Wahlen verlieren. Im Vergleich zu ihm ist Hillary Clinton vor allem langweilig, was jedoch beim wichtigsten Staatsamt der Welt kein Nachteil sein muss.

      • Sie vergessen das riesige Reservoir an Nichtwählern. Das war in Sachsen-Anhalt doch ähnlich. Es ist nicht primär wichtig, die Wähler den anderen Parteien abzujagen, es sind viel entscheidender, die Nichtwähler zu aktivieren. Deren Wahlverhalten ist allerdings unkalkulierbar, kann aber sicherlich eher durch Trump als durch Clinton aktiviert werden.

        Ich persönliche gehe ohne persönliche Präferenz in die Wahl. Ich verabscheue Hillary Clinton und das Establishment und würde mir daher inständig ihre Niederlage wünschen. Alleine die Symbolik, die um die Welt ginge, wäre ein dringend notwendiges Beben.

        Andererseits halte ich aber auch nichts von Trump, halte ihn für einen Trottel und Schwätzer und erachte ihn als inkompetent. Persönlich vermute ich immer noch, dass er als Präsident praktisch alle „Versprechen“ (ist ja schwierig, dort eine Logik zu erkennen) bricht und mehr oder weniger eine Realpolitik pflegt, die ihm seine Berater diktieren. Das wäre sicherlich ideal und dann hätte sich ein Sieg Trumps gelohnt, um dem Establishment mal die rote Karte gezeigt zu haben. Handelt er als Präsident allerdings genauso wirr, wie er sich momentan gibt, dann könnte sich sicherlich noch der Moment ergeben, an dem ich mir einen Sieg Clintons gewünscht hätte.

        Deshalb weiß ich nicht wirklich, zu welcher Person ich halten soll und nähme daher wohl jedes Ergebnis an.

      • Wir müssen den Wahlausgang ohnehin akzeptieren und haben keinerlei Einfluss darauf. Herr Trump hat sich bislang als recht beratungsresistent erwiesen. Deshalb sind die zwei wahrscheinlichsten Szenarien im Falle seines unwahrscheinlichen Wahlsiegs, dass er entweder bald resigniert, weil Regieren eben doch nicht so leicht ist, zumal er keinerlei Rückhalt im Kongress hat, oder blinden Aktionismus entfaltet, da z. B. im Krieg ein US-Präsident viel mehr Macht hat als friedlich im Inland.

      • Schlechter als Romney oder McCain kann Trump bei den sogenannten Minderheiten (oft schon in der Mehrheit) gar nicht abschneiden. Schon allein aus der Tatsache, daß er keinen schwarzen Gegenkandidaten hat, ergeben sich bei den Afro-Amerikanern Verbesserungspotentiale.

        Sein America First-Ansatz kommt bei der Arbeiterklasse, die durch NAFTA ausgeblutet wurde, gut an. Selbst Erzliberale wie Michael Moore halten deswegen einen Trump-Sieg keineswegs mehr für ausgeschlossen:

        „I believe Trump is going to focus much of his attention on the four blue states in the rustbelt of the upper Great Lakes – Michigan, Ohio, Pennsylvania and Wisconsin. Four traditionally Democratic states – but each of them have elected a Republican governor since 2010 (only Pennsylvania has now finally elected a Democrat). In the Michigan primary in March, more Michiganders came out to vote for the Republicans (1.32 million) that the Democrats (1.19 million). Trump is ahead of Hillary in the latest polls in Pennsylvania and tied with her in Ohio. Tied? How can the race be this close after everything Trump has said and done? Well maybe it’s because he’s said (correctly) that the Clintons’ support of NAFTA helped to destroy the industrial states of the Upper Midwest. Trump is going to hammer Clinton on this and her support of TPP and other trade policies that have royally screwed the people of these four states.“

        http://michaelmoore.com/trumpwillwin/

        Die deutsche Berichterstattung über Trump ist übrigens völlig verzerrt. Man muß sich über alternative amerikanische Medien informieren, sonst ist man verloren.

      • Michael Moore ist selbst im amerikanischen Sinne nicht liberal, sondern einfach nur links. Deshalb findet er Donald Trump auch nicht so schlecht, der sozial- und wirtschaftspolitisch durchaus linke Positionen vertritt, nur gesellschaftspolitisch nicht (womit er den meisten Populisten in Europa viel näher ist als den bisherigen Republikanern).

      • Donald Trump ist einfach nur Geschäftsmann. Er steht für gar nichts, außer für seinen eigen Vorteil! Er ist nicht rechts, nicht links, nicht oben, nicht unten! Ich mag ihn gar nicht! Vielleicht ist er aber das kleinere Übel gegenüber der linken Hexe Hillary, die Angela Merkel so verehrt……

  3. „eher links“
    Ist halt nur die Frage was man als in der USA als links bezeichnet. Der Schwätzer Obama war nicht für eine staatliche Krankenversicherung, sonst wäre ja eh gesteinigt worden, ist ja nicht von der FDP.
    Sondern nur einen Anfangsschritt.

    Der Obama wird mir in Erinnerung bleiben mit salbungsvollen Sonntagsreden, und an das werde ich mir auch noch erinnern können, maschek , ( Ösi Stimmengiganten) Obama und Merkel.

    Schleimer schleich dich.

  4. Donald Trump hat in den letzten Jahren mehrfach die Parteizugehörigkeit in den USA gewechselt, was in dieser Form dort sehr untypisch ist; https: //de.wikipedia.org/wiki/Donald_Trump
    Es ist auch auffällig, dass er die linke Clinton-Foundation finanziell unterstützt hat und mit den Clintons lange gut befreundet war. Kann man diesem Typen trauen…..

  5. Neue Umfragen sehen Trump klar vorne:
    http://www.oe24.at/welt/Umfrage-Trump-deutlich-vor-Clinton/244922056

    Auch wenn Trump ein Trottel ist, die Ereignisse der vergangenen Tage (vor allem auch Reutlingen, das zum „Beziehungsdrama“ bagatellisiert wurde, in Wahrheit aber Ausdruck der Frauenverachtung im Islam ist) lassen keine andere Wahl mehr zu. Es muss endlich ein Ruck durch das Land, durch die ganze westliche Welt gehen und ein Nein zu diesen Menschen, die uns nur Ärger bringen.

    Hillary Clinton ist eine Merkel-Verhehrerin, genau wie Peter Tauber, der sich ausgerechnet heute! zu folgendem Spruch erdreistet: „“„Wir schaffen das“ ist wahr geworden“. Man könnte über diese Realsatire schmunzeln, doch die schreckliche Realität holt einen dann doch ein. Diese Menschen müssen raus aus jeglicher Verantwortung. Die westliche Welt muss sich endlich schützen, ehe es unwiderruflich zu spät ist.

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