Anschlag in Nizza

Bisher habe ich noch nichts über den Anschlag von Nizza geschrieben, bei dem am Donnerstagabend ein Tunesier 84 feiernde Menschen mit einem Lastwagen tötete und über 200 weitere Personen verletzte, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde (siehe „Was wir über den Anschlag von Nizza wissen“). Der ‚Putschversuch in der Türkei‘ forderte nicht nur noch mehr Menschenleben, sondern war und ist weiterhin politisch viel wichtiger. Selbst schwere Terroranschläge drohen zu einem Teil des westlichen Alltags zu werden (zumindest medial, während das persönliche Risiko glücklicherweise immer noch verschwindend gering ist), wie sie es im Nahen Osten schon sind, während Deutschland bislang zum Glück noch verschont blieb und Frankreich bereits mehrfach Anschlagsziel war (siehe ‚Anschlag in Paris‘ und ‚Neue Anschlagsserie in Paris‘).

Unklar ist noch, wie islamistisch motiviert der schon vorher gewalttätige und psychisch gestörte, aber noch nicht als Islamist oder auch nur gläubiger Moslem aufgefallene Täter war. „Vom Schläger zum Islamisten in kurzer Zeit“ ist momentan das plausibelste Szenario, welches die Bedrohung leider nicht kleiner macht. Langjährige und vernetzte Islamisten lassen sich identifizieren und vielleicht sogar ausspionieren, was das Verhindern von Anschlägen ermöglicht, so wie eigentlich auch ein expliziter Terrorstaat wie der IS sofort vernichtet werden könnte, was aus welchen Gründen auch immer bislang nicht geschieht.

Einzeltäter (wie z. B. in Orlando, siehe ‚Schlimmster Amoklauf in den USA‘) lassen sich vorher kaum erkennen und aufhalten. Von daher wirkt die Propaganda vom IS und anderen Terrororganisationen, aber auch das schlechte Vorbild bisheriger Attentäter tödlich, selbst wenn gar keine direkte Verbindung besteht. Gegen Massenmord mit Lastwagen hilft auch keine Verschärfung der in Europa ohnehin recht strengen Waffengesetze. Weiche Ziele gibt es außerdem viel mehr, als sich schützen lassen, während besonders geschützte Orte und Personen tatsächlich kaum angegriffen werden.

45 Gedanken zu „Anschlag in Nizza

  1. Der Putschversuch in der Türkei ist von größerer internationaler Bedeutung, aber der Terroranschlag in Nizza wird die gesellschaftliche Spaltung in unserem Nachbarland verfestigen, vielleicht sogar unumkehrbar machen. Und das kann größere Auswirkungen auf die Entwicklung der EU haben.

    Wir erinnern uns: nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo fanden in Frankreich eindrucksvolle Volksaufläufe gegen „den Terrorismus“ statt. 18 Monate und zwei große und mehrere kleine Anschläge später haben die Franzosen resigniert und eingesehen, daß man den Dschihadismus nicht mit Lichterketten und Hashtags besiegen kann.

    Die Linke versucht zwar weiterhin, den ursächlichen Zusammenhang zum Islam zu minimieren oder gar komplett zu negieren, aber das sind propagandistische Rückzugsgefechte. Ich habe das Gefühl, die Mehrzahl der Europäer weiß mittlerweile genau, wo der Feind steht, auch wenn viele das noch für sich behalten.

    Die Sozialisten versuchen an den Symptomen herumzukurieren, aber allmählich gewinnt die fällige Einsicht an Boden, daß die demographische Schieflage die Hauptursache für Frankreichs desolate Sicherheitslage ist. Der Hashtag „Islam hors d’Europe“, der nach dem Anschlag an der Spitze trendete, deutet darauf hin.

    Frankreich hat die größte arabische Bevölkerung in der EU und das größte Terrorproblem in der EU. Es ist absurd zu behaupten, das dazwischen kein Zusammenhang besteht. Selbst wenn der Prozentsatz der Islamisten in Frankreich nicht größer sein sollte als anderswo, hat Frankreich in absoluten Zahlen mehr Radikale als anderswo. Selbst wenn 99 % der Muslime tatsächlich friedlich sein sollten, sind das bei geschätzten 5-7 Mio. Muslimen in Land 50-70.000 gewaltbereite Islamisten.

    Das reicht, um eine moderne Industrienation, bei der die infrastrukturellen und organisatorischen Abläufe wie in einem Räderwerk ineinandergreifen, aus dem inneren Gleichgewicht zu bringen. Schon jetzt wird der ökonomische Schaden des islamischen Terrors auf 0,1 % des BIP geschätzt und das sind nur die quantifizierbaren gesellschaftlichen Schäden (http://www.lefigaro.fr/conjoncture/2016/07/15/20002-20160715ARTFIG00200-la-croissance-francaise-une-nouvelle-fois-fragilisee-par-un-attentat.php).

    Prognose: Marine Le Pen zieht auf jeden Fall in die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen 2017 ein. Tritt sie dort gegen Hollande an, gewinnt sie. Tritt sie gegen Sarkozy oder Juppé an, verliert sie dagegen, weil die sozialistischen Wähler wie 2002 erneut den Ausschlag geben werden. So oder so wird das Land danach weiter auseinanderdriften, denn die Linke streitet heftig die politische Legitimität der Rechten ab, ohne aber eigene Lösungen für die islamistische Bedrohung parat zu haben, die sich beileibe nicht nur auf den Terror erstreckt.

    Die eigentliche Frage lautet deshalb: Kann Frankreich (und Europa) seine Probleme noch politisch lösen oder müssen wir uns langsam auf den bewaffneten Kampf vorbereiten?

    • Welche Lösungen hat denn die Rechte bis hin zum FN anzubieten? Ein Verbot des Islam ist nicht nur rechtlich, sondern auch faktisch nicht durchsetzbar. Die Ausweisung von Millionen Muslimen ist ebenso ausgeschlossen, zumindest solange es nicht zu einem echten Bürgerkrieg kommt, der nicht nur aus ein paar Terroranschlägen besteht, deren reale Wirkung im Gegensatz zur medialen sehr begrenzt ist. Die Folgen eines solchen Bürgerkriegs wären dramatisch. Da reden wir nicht über 0,1 % der BIP und eine dreistellige Zahl von Toten, sondern einen Einbruch um die Hälfte und Millionen Opfer. Von daher ist es besser, die Probleme zivilisiert und friedlich anzugehen, aber natürlich auch nicht weiter zu ignorieren oder gar noch bewusst zu verschärfen, wie insbesondere Linke das wollen, aber auch Frau Merkel es tut.

      • Ich bin auch gespannt, welche Richtung der FN einschlägt. Ich hoffe, die einzig richtige, nämlich die Sicherheitslage über Massenausweisungen wieder unter Kontrolle zu bekommen.

        Selbst Sarkozy will alle Nichtfranzosen der Fiches S (Gefährder) ausweisen. Das sind insgesamt 20.000 Personen, davon die Hälfte Islamisten. Soweit ist also schon selbst bei den Republikanern die Einsicht gediehen.

        60% aller Gefängnisinsassen sind Muslime. Die Arbeitslosigkeit von Ausländern liegt bei 25 %; die von muslimischen Ausländern vermutlich viel höher, angeblich über die Hälfte.

        Es eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten, den Anteil der franzosenfeindlichen, kriminellen und wirtschaftlich unproduktiven muslimischen Bevölkerung auf politische, d.h. friedliche Art und Weise zu reduzieren.

        Entscheidend ist der Ansatz, nicht mehr sinnlos Ressourcen in die Alimentierung, Ruhigstellung oder Überwachung dieser Leute zu verschwenden, sondern den Versuch der Integration der Nicht-Integrierbaren aufzugeben. Danach sollte sich auch die ökonomische Lage und soziale Akzeptanz der angepassten Muslime deutlich verbessern.

        Also kurz gesagt: Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.

        Daß das nicht mit einer linksliberalen Einstellung gelingen kann, die Intensivtäter auf Segeltörns in die Nordsee schickt, ist klar. Aber das heißt nicht, daß dieser Ausweisungsprozess nicht auf verfassungskonforme und friedliche Art vollzogen werden könnte. Saudi-Arabien und Rußland haben kürzlich viele hunderttausende Ausländer nach Hause geschickt, ohne daß das die Aufmerksamkeit der westlichen Medien erregt hätte.

      • Na da bin ich mal gespannt, wie Sarko die eingebürgerten Kolonialmuslime abschieben will. Das ist doch ein völlig unrealistisches Wahlsprechen vom Kaliber „Die Rente ist sicher“ …

      • „Die [G]uten ins Töpfchen, die [S]chlechten ins Kröpfchen.“ Das ist der richtige und durchaus liberale Grundsatz. Es kommt auf die Differenzierung an. Bei vielen AfDlern hat man leider inzwischen den Eindruck, dass sie alle Muslime oder gar Ausländer ins Kröpfchen stecken wollen, während umgekehrt Linke einschließlich Grünen und Merkel-CDU für alle das Töpfchen vorsehen oder sogar umgekehrt Rechtsbrecher belohnen und Rechtstreue bestrafen wollen.

    • Es tut mir leid, daß sich meine Vorahnung so schnell bestätigt hat, aber die Terrorattacke des beilschwingenden Flüchtlings in der Würzburger Regionalbahn zeigt, daß die Frage des persönlichen Waffenbesitzes aktuell ist (in Amerika wäre der Angreifer u.U. schneller unschädlich gemacht worden).

      Außer natürlich man teilt mit Linksgrün die Ansicht, daß die Deutschen Terror als Begleitphänomen des Multikulturalismus und der Einladungskultur stoisch aushalten müssen.

      • Wäre es nicht besser, solche Personen gar nicht erst auf die hiesige Zivilbevölkerung loszulassen? Wenn Sie das schon durch die Freigabe von Waffen lösen wollen, sollten Sie zumindest vermeiden, dass sich auch und gerade die Attentäter schwer bewaffnen. Das Hauptproblem in den USA ist gar nicht der Waffenverkauf an gesetzestreue Bürger, sondern auch an psychisch gestörte Personen einschließlich Terrorverdächtigen.

      • Antworten haben wir von Frau Kuenast bekommen!
        Es ist kein Wiederspruch die Groenzen dicht zu machen, besonderes fuer Muslime und den Buergern zu ermoeglichen mehr fuer Selbstschutz zu tun (es geht nicht um schwere Waffen ).
        Deutsche Politiker sind feige, Demokratie in der Tuerkei ist weniger gefaehrlich als Terrorbekaempfung und Migrationspolitik in Deutschland!

  2. Ich vermute zu wissen, was Sie meinen Herr Dilger, aber Anschläge wo Menschen ihr Leben gelassen haben, nach politischer Wichtigkeit zu nummerieren, ist Menschenverachtend.

    Die Problematik die BND, Verfassungsschutz und Staatsschutz mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen und Auftreten von Gefährdern haben, ist zudem dermaßen komplex,
    dass ihre nachvollziehbar unprofessionelle Stellungnahme dazu, hier völlig deplatziert ist.

    Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie Ihren „Senf“ überall dazu tun. Tun Sie sich und Ihren Lesern doch bitte den Gefallen und bleiben bei Themen, die Sie auch bewerten können.

    Danke.

    • Jeder Mord ist einer zu viel, doch es gibt Unterschiede in der politischen Bedeutung. Über z. T. viel größere Anschläge in muslimischen Ländern wird hierzulande kaum berichtet. Gewöhnliche Kriminalität ist politisch ebenfalls weniger wichtig als Terrorismus oder gar Staatsstreiche, obwohl es für die konkreten Opfer kaum einen Unterschied macht, warum sie umgebracht werden.

      Über die richtige Sicherheitsstrategie hierzulande habe ich in dem Beitrag gar nichts geschrieben. Dass die Politik der undifferenzierten Grenzöffnung falsch ist, habe ich vorher schon ausgeführt und können Sie doch wohl kaum bestreiten. Überhaupt finde ich es dreist, wie Sie mir Themen für meinen eigenen Blog verbieten wollen. Sachliche Gegenargumente sind willkommen, aber nicht solche Pauschalkritik an meinen Ausführungen vorbei.

    • Herr Piekenbrock,

      wenn Sie über die Betroffenheitsschiene die moralische Lufthoheit an sich reißen wollen, gehen Sie doch bitte auf solche Webseiten, wo diese künstliche Echauffierei noch goutiert wird. Wie Zeit.de.

      Mir persönlich nervt das noch nur, wie in jede Diskussion Bessermenschen belehrend reingrätschen wollen.

      Es ist völlig legitim, politische Ereignisse nach ihrer Bedeutung zu ordnen und das schließt die Anzahl der Opfer/Toten ein, die oft ein ausschlaggebender Faktor für diese Einordnung sind.

      Ich bin mit Herrn Dilger übrigens ansonsten keineswegs immer einer Meinung, wie er Ihnen leicht bestätigen könnte.

  3. Es sind zwei Kleinigkeiten die bei einem “ Einzeltaeter“ auffallen:
    a. Laster wurde 3 Tage im Voraus gemietet und scheinbar danach mit kugelsicheren Scheiben umgeruestet!
    b. DerTaeter hat noch an seine Eltern in Tunesien rund 100000 US$ geschickt, angeblich seine Ersparnisse. Wir wissen aber auch , dass IS Familien der Atentaeter unterstuetzt.

    Profil des Taeters ist fast unwichtig, wichtig ist seine Umgebung und Einfluss dieser Menschen. Man kauft auch keine Waffen in einem Kiosk! So eine Tat darf man nicht versuchen als Amok darzustellen um eine Verbindung zu einer Religion kleinzureden.

    Prof. Wolffsohn aeussert sich heute in FAZ :“Kann eine Bombe Mensch sein?“ um die Attentaeter ins richtige Licht zu ruecken.

    • Ob es Verbindungen zum IS oder anderen Terroristen gab, ist eine wichtige Frage. Der Hauptpunkt meines Beitrags ist jedoch ein anderer, davon unabhängiger: Wenn sich jemand innerhalb von Tagen oder Wochen derart radikalisiert, ist das Bedrohungspotential ein ganz anderes und letztlich viel größeres als bei langfristigem Fanatismus. In solchen Fällen ist auch der übergroße Hass zuerst da und die Religion eine Pseudolegitimation. Der Attentäter hätte sich ebenso ein links- oder rechtsradikales Mäntelchen umhängen können.

      • Nicht wenn sein Haß ethnisch oder kulturell begründet war, was sicherlich bei den meisten muslimischen Terroristen eine ganz erhebliche Rolle spielt. Der Islam, den viele sowieso nur aus Youtube kennen, tritt erst hinzu, nachdem die rassistischen Vorurteile gegen Europäer sich schon lange im Alltag gebildet haben. Vorurteile, die sich weit bis in die muslimische Mittelschicht fortsetzen.

      • Rassistische Vorurteile sind eher rechtsradikal als religiös. Dabei darf man nicht vergessen, dass Nationalismus und Rassismus leider überall vorkommen und sich durchaus auch gegen Deutsche und Menschen weißer Hautfarbe richten können.

      • Warum sollte sich ein Moslem ein linksradikales Maentelchen umhaengen sollen? Auch ueber kurzfristigen und langfristigen Fanatismus braucht man nicht lange zu reden weil es niergends fuehrt! Wurde nicht irgendeiner IS Fuehrer gerade ausgeschaltet? Auch ein Grund fuer bestimmte Muslime zu reagieren.

        Wichtig ist, offene Grenzen und Islamisierung Europas werden islamistischen Terror nur vereinfachen und foerdern! Politiker und Aktivisten die es leugnen sind auch fuer Anschlaege in der Vergangenheit verantwortlich.

      • Natürlich ist es relevant, ob islamistische Terroristen wirklich religiös sind oder sich nur irgendeinen Vorwand für das Ausleben ihrer Gewaltphantasien suchen. Die jüngere Geschichte des Nahen Ostens ist von Gewalt geprägt, die häufig nicht religiös, sondern anders „gerechtfertigt“ wurde.

    • @Ivan de Grisogono

      Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Der Täter lebte schon sehr lange in Frankreich. Folglich hätte er eine von ihm selbst veranlasste Überweisung an seine Eltern in Tunesien sicher in Euro ausgeführt und nicht in US-Dollar.

      Hätte tatsächlich der IS bezaht, dann hätte dieser seine eigene neue Währung (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/is-islamischer-staat-fuehrt-gold-waehrung-ein-a-1002921.html) verwendet und den Eltern einen Sack voller güldener IS-Dukaten zukommen lasen.

      Woher kamen die mysteriösen 100.000 US-Dollar also wirklich?
      Welche Geheimdienste oder Auftraggeber bezahlen mit dieser sich seit der Entkoppelung von irgendeiner Deckung stets selbst vermehrenden Weichwährung?

      • Es handelte sich nicht um eine Bankurberweisung sondern um Geldbuendel, wie die Familie mitteilt, uebergeben von reisenden Tunesiern.
        Wieder Ihre Verschwoerungstheorien! Kann man Sie noch ernst nehmen?

      • @Märchenonkel Ivan:

        Was für ein schönes Märchen!
        100.000 US-$ aus Frankreich in Geldbündeln …
        Warum sollte ausgerechnet ein psychisch kranker Franzose mit tunesischen Wurzeln sich 100.000 US-$ unters Kopfkissen legen, um sie seiner Familie zu schicken?

        Entweder ist diese Geschichte eine frei erfundene Ente oder das Geld stammt von einem westlichen Geheimdienst außerhalb der Eurozone. Anders ist das kaum zu erklären.

      • Was fuer ein Bloedsinn Sie schreiben sieht man schon durch Ihre krankhaften und nicht zusammenhaengenden Angriffe auf US$! Doller ist die Weltwaehrung Nr. 1!

      • Eine ungedeckte Weltwährung, die sich durch anwerfen der Notenpresse jederzeit beliebig vermehren lässt und Rohstoff liefernden Ländern durch Kriege und Putsche aufgezwungen wird. Tolle Weltwährung!

  4. Vielleicht mag das Attentat von Nizza nicht die politische Bedeutung von dem Militärputsch in der Türkei haben, aber die Wirkung auf die Gesellschaft sind dennoch langfristig verheerend. Es ist ein schleichender Prozess, der im Unterbewußtsein sich abspielt. Man meidet immer mehr große Menschenansammlungen, es werden Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht gestellt. Die extreme Ablehnung der Musilme durch den FN oder zum Teil hier in der AFD spiegeln das Misstrauen ja wieder. Wenn sich die Bevölkerung weiter zurückzieht und dem Rechtsstaat immer weniger vertraut, dann leben alle in ihren eigenen Umfeld und die Gesellschaft verschließt sich. Das ist das eigentlich Paradoxe. Unsere Eliten in Politik und Medien meinen, über die Verweigerung einer Diskussion bei solchen Attentaten, welche Rolle der Islam dabei spielt, und einer verantwortungslosen Einwanderungspolitik, eine weltoffene Gesellschaft über die Köpfe der Bevölkerung erzwingen zu können, aber erreichen das Gegenteil.

  5. …und wieder ein Anschlag der „Religion des Friedens„…..

    Ich bin es so leid, mich vor jeder Flugreise fast bis auf die Unterhose ausziehen zu müssen, nur weil der Islam ja so „friedliebend“ ist.

    Teilen wir endlich die Welt! Wir leben nach unseren Idealen im Westen und die Moslems nach ihren Vorstellungen im Orient. Und jeder hält sich bei dem anderen raus. Mit diesem System haben wir während des Kalten Krieges sehr gute Erfahrungen gemacht…..!

    • Fragen Sie einmal die Menschen, die im Ostblock gelebt haben oder jetzt in arabischen Ländern leben, ob sie damit auch so gute Erfahrungen gemacht haben bzw. machen. „Geh‘ doch nach drüben!“ könnte man jedoch denen empfehlen, die hierzulande Scharia und Co. einführen wollen.

      • Ich habe am 14.08.81 im Rahmen eines Tagesbesuches in Ost-Berlin einen Tag in Stasi-Haft verbracht, weil ich am 13.08.81, dem 20. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin einer der Initiatoren der Protestkundgebung und Sternfahrt war. Mir braucht niemand etwas zu erzählen, was im Ostblock los war. Der Kommunismus/Sozialismus hat unsere Freiheit massiv bedroht und bedroht sie noch immer! Der radikale Islam/Islamismus ist als gefährliche Bedrohung hinzu gekommen.

  6. Soll man nicht zwischen Reisen und Einwanderung nach Bedarf i.e. mit Visum und Arbeitsvertrag und Migration und Asyl streng unterscheiden?
    Politisches Asyl muss restriktiv gehandhabt werden und Abschiebungen muessen in kuerzester Zeit ohne Ausnahmen durchgefuehrt werden.
    Migranten duerften nicht ans Land gehen oder die Grenze ueberschreiten! Einzige Ausnahme waeren gelegentlich limitierte Kontingente von UNHCR uebernommenen und direkt vor Ort abgeholten Fluechtlingen.

    Bei allen Kategorien muss man achten keine Muslime mehr in Europa anzusiedeln! Ohne eine rigorose Bevoelkerungspolitik „schafft sich Europa ab“.

    • Diese Differenzierung nach Art der Kommenden wäre gut. Dazu wären auch Verträge mit humaneren und zuverlässigeren Staaten als der Türkei nötig, damit sie Flüchtlinge aufnehmen, die man aus humanitären Gründen nicht in ihre vielleicht ohnehin nicht genau bekannten Heimatländer zurückschicken kann. Wer wirklich verfolgt wird, wird sich darüber nicht beklagen, während andere es dann zumindest nicht mehr über Asylverfahren versuchen.

      Die Diskriminierung von Muslimen allein wegen ihres Glaubens ist jedoch unzulässig. Hier sollte eher auf eine mögliche Gefährdung abgestellt werden, bei der religiöser Fanatismus ein wesentlicher Faktor ist.

      • Prof. Dilger, mit teilweise nicht erfuelbaren Bedingungen wird man ein Problem nicht loesen. Es ist Quatsch ueber zuverlaessige Staaten zu reden. Erst muessen die Grenzen dicht sein! Alles andere darf nicht interessieren.
        Und offen gesagt, Diskriminierung und Rassismus etc. spielen keine Rolle wenn es um Schutz, Zukunft und Perspektiven fuer deutsche Bevoelkerung geht! Wer das ignoriert aus ideologischen und perversen politiscgen Gruenden muss mit Widerstand rechnen. Islamisierung Europas geht auch auf lange Sicht gegen Interessen der Einheimischen. Oder wollen Sie Ihren Kindern in rund 20 Jahren dringend raten auszuwandern?

      • Die Bundesrepublik Deutschland ist im Gegensatz zum unmittelbaren Vorgängerstaat nicht rassistisch oder gar mörderisch. Ansonsten würde ich sofort mit meiner Familie auswandern. Das Grundgesetz und seine Werte sind weder ideologisch (im engeren, negativen Sinne) noch gar pervers. Wenn Sie das nicht akzeptieren können, sollten Sie einmal darüber nachdenken, ob Ihre Forderung nach Ausweisung nicht auch auf Sie selbst zutreffen würde.

      • Was ich sagte war, dass unter einem Mantel um Rassismus und Diskriminierung gegen gesundes menschliches Empfinden gekaempft wird als ob in Deutschland laute Rassisten und Rechte leben wuerden.

        GG war nicht von mir thematisiert, aber es gibt genug politische Debatten die obskure und perverse Ideologie vertreten. Sie reden als ob alles was in Deutschland diskutiet wird tiefe Wurzeln im GG hat. Es ist schon sehr fraglich ob Migrationspolitik mit GG vereinbar ist. Vergessen Sie nicht, GG wird gerne und einfach misbraucht und missinterpretiert um Debatten zu gewinnen.

        Natuerlich, wenn Deutschland/ Europa in 20 Jahren vielleicht islamisiert ist wird GG nicht mehr helfen koennen! Offensichtlich ist, dass heute mit GG pro Migration argumentiert wird was sicherlich nicht im Sinne des GGs ist! Wir haben jetzt Wuerzburg gehabt und einen aehnlichen Fall heute in Frankreuch. In beiden Faellen ist Verbindung zu Muslimen festzusteĺen. Wenn man verfolgt was sich z. B. in Pakistan abspielt (ehren Morde) etc. finde ich es legitim nach Moeglichkeiten zu suchen um Zuzug der Muslime nach Deutschland zu stoppen!

      • Sie hatten geschrieben: „Diskriminierung und Rassismus etc. spielen keine Rolle[,] wenn es um Schutz, Zukunft und Perspektiven fuer deutsche Bevoelkerung geht! Wer das ignoriert aus ideologischen und perversen politisc[h]en Gruenden[,] muss mit Widerstand rechnen.“ Darauf hatte ich geantwortet, weil es selbst viel zu radikal ist. Islamisten und Islamhasser sind beide gefährlich für unseren Staat. Wenn sich eine der beiden Gruppen durchsetzen sollte, ist das Grundgesetz Geschichte. Man kann Frau Merkel vorwerfen, dass sie beide Gruppen zugleich stark vergrößert.

  7. Günter Grimm
    Zitat aus dem Text: … auch wenn das persönliche Risiko verschwindend gering ist … Zitat Ende
    Es ist leider nur noch bedingt richtig !!!
    Ich lebe inzwischen wieder in dem beschaulichen Oberfranken. Meine Geburtsstadt wurde zu
    meinem neuen Wohnort und es zog mich der Liebe wegen her.
    Die Menschen, die hier leben, sind als ein recht besonderer Menschenschlag zu bezeichnen.
    Bitte nicht mißverstehen. Dies kann sich positiv als auch negativ manifestieren.
    Jetzt ist Würzburg passiert !!!
    Über die Hintergründe möchte ich hier gar nicht schreiben. – aber – es zeigt sich durch / mit
    diesem Anschlag, dass auch die sogenannten – “ entfernten “ – Regionen nicht mehr sicher
    sind.
    Verrückte … oder … verrückt gemachte Menschen gibt es überall.
    Radikalisierung ist eine Alltagsgeschichte in unserem Lebensumfeld geworden.
    Wenn unsere Politik, unsere Sicherheitskräfte, natürlich auch die sog. Dienste, nicht wirklich
    – endlich – ernst mit der Bekämpfung des Terrorismus macht(machen), so sehe ich in der nahen
    Zukunft sehr, sehr viele tote Menschen vor meinem geistigen Auge.
    Eine Waffe muß nicht als Waffe ( Schießprügel ) erkennbar sein !!!
    sh. Nizza – LKW –
    nun – sh. Würzburg – eine Axt und Messer –
    Die Aufrufe in den Foren unserer modernen Zeit sind eindeutig genug:
    “ Tötet alle Ungläubigen … wo immer ihr sie trefft … womit ihr tötet ist egal, aber tötet … !
    Die bisherigen Methoden, den Terrorismus zu stoppen, gehen für mich, sehr weit an der
    Realität ( Notwendigkeiten, um Erfolg zu haben ) vorbei.
    Ich sehe – leider – für unsere nahe Zukunft recht s c h w a r z !!!
    Günter Grimm

    • Terroristen oder einfach durchgeknallte Einzeltäter kann es leider überall geben. Kein Ort ist absolut sicher, doch statistisch bleibt es dabei, dass Sie viel eher durch einen normalen Verkehrsunfall als durch einen Attentäter hinterm Steuer oder Maschinengewehr sterben. Politisch sind Terrorakte schlimmer, aber noch schlimmer sind falsche Reaktionen des Staates darauf (denken Sie an den Putsch in der Türkei und die Folgen), während man bei ernsthafter Sorge um seine Familie und sich selbst die wirklich großen Gefahren nicht aus den Augen verlieren sollte.

      • Wie wäre es denn, mit einem weltweiten Verbot der Produktion und des Vertriebs Gewalt verherrlichender Computerspiele zu beginnen? Es ist inzwischen mehr als nur erwiesen, dass dieser Irrsinn die Hemmschwelle junger Männer aller sozialen Schichten und Herkünfte ins bodenlose senkt. Dadurch wird der Boden für Gewalttaten – auch wenn sie später ein terroristisches oder religiöses Etikett erhalten – überhaupt erst geebnet.
        Ein Verbot solcher „Games“ würde allen Menschen nutzen.

      • Klare wissenschaftliche Nachweise fehlen. Insbesondere wird die ganz überwiegende Mehrheit der vielen Millionen Spieler nicht gewalttätig, was doch auch auf die meisten Muslime zutrifft. Trotzdem müsste man noch genauer untersuchen, was manche Menschen, insbesondere junge Männer dazu bringt, ihre Gewaltphantasien auszuleben und welche Blitzableiter es dafür gibt (z. B. Comupterspiele?).

      • Da sind Sie jetzt aber gehörig auf dem Holzweg, Herr Dilger.

        Solche (wissenschaftlichen) Untersuchungen gibt es sehr wohl und nicht erst seit gestern. Einmal ganz davon abgesehen, dass einem doch eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagt, dass die Verrohung durch Computerspiele ein ernst zu nehmendes Thema ist und keineswegs Gewaltphantasien am Anfang stehen und durch derartige Spiele „abgebaut“ (!) werden könnten. Genau das Gegenteil ist der Fall – Gewalt verherrlichende Computerspiele und auch Filme rufen diese Gewaltphantasien nicht nur erst hervor, sondern senken die Hemmschwelle für die Intensität von Schmerzzufügung zudem deutlich.

        Ich lasse Ihnen dazu gerne einen interessanten Artikel zukommen, der mir allerdings nur in Papierform vorliegt, wenn Sie sich für das Thema interessieren (das sollten Sie als Vater zweier Kinder!).

      • Schon in der Antike galt die Jugend als schlecht. Damals fürchtete man den verderbenden Einfluss der Schrift, in der Neuzeit von Romanen, Comics, Fernsehen, dann Computerspielen und zunehmend Smartphones. Wir sollten Neuerungen nicht verteufeln, sondern zum kompetenten Umgang damit erziehen.

      • Das ist eine schöne sozialromantische Illusion, die in der Praxis nicht realisierbar ist.

        Verantwortungsbewusste Eltern aus Bildungsbürgerhaushalten wie Sie und ich bekommen das bei ihren Kindern natürlich hin. Aber was ist mit den unzähligen Kindern, deren Eltern selbst schon vor dem Fernseher und Videorecorder geparkt wurden, geschweige denn mit Kindern, die von War-Lords großgezogen wurden?

    • Inneren Frieden gibt es nur durch friedliebende Menschen im Land. Diese menschliche Eigenschaft hat nicht zuletzt mit der elterlichen Erziehungsarbeit im Kindesalter zu tun, die bei uns vielfach christlich geprägt ist. Die Radikalisierung und Zunahme der Gewalt in Deutschland im letzten Jahr, vor allen in den Asylunterkünften, sind kaum zu übersehen. In Zeitungen konnte man lesen, diese wären hauptsächlich durch die dortigen beengten Verhältnisse bedingt und deshalb vorübergehend und von untergeordneter Bedeutung. Es mehren sich nun aber Stimmen, darunter auch von seriösen Reportern des Bayerischen Rundfunks (z.B. http://www.br.de/nachrichten/fluechtling-gewalt-report-100.html), die behaupten, nicht wenige dieser Konflikte hätten religiöse Hintergründe.
      Mit der Öffnung der Grenzen im letzten Jahr kamen nicht nur die von Bodo Ramelow sehnlichst gewünschten „Facharbeiter“ ins Land, sondern auch viele Problemfälle. Labile Menschen, die keine Perspektive und nichts mehr zu verlieren haben. Nach Nizza und Würzburg frägt man sich nun, warum sich Menschen so schnell radikalisieren können. „Vergiss nie, die Grenzen haben auch eine Schutzfunktion!“, sagte Peter Gauweiler vor einigen Monaten im SZ-Magazin. Und Oskar Lafontaine stimmte zu. Eine schlechte Kinderstube lässt sich durch Betreuungsarbeit oder „Integration“ nur bedingt ausgleichen. Kampf gegen Terrorismus ist nicht nur Polizei- sondern auch Erziehungsarbeit im Kindesalter.

      • „Radikalisieren“ ist auch nur ein Fantomwort. Diese Menschen die hier nicht gehoeren ( und nur per Zufall aus Muslimischen Staaten kommen?) bringen
        Konflikte, Primitivismus und Fanatismus mit! In den letzten Tagen wird viel ueber (ehren) Morde in Pakistan und Bengladesh berichtet. Was brauchen wir noch mehr?

  8. Pingback: Islamistische Axt-Attacke in Deutschland | Alexander Dilger

  9. “ Einzeltaeter“? Nur Wunschdenken!
    Nach Aussagen der franz. Behoerden wurde der Taeter durch 5 Personen unterstuetzt ( inkl. ein albanisches Ehepaar)!

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