China gehört nicht das Südchinesische Meer

An manchen Tagen passiert wenig, an anderen viel, z. B. heute. Langfristig am wichtigsten ist wohl der „Schiedsspruch zum Territorialstreit im Südchinesischen Meer: «Chinas Ansprüche sind nicht gerechtfertigt»“. China verstößt gemäß dem Internationalen Schiedsgerichtshof in Den Haag mit seinem Anspruch auf fast das gesamte Südchinesische Meer gegen die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen. Es lassen sich auch keine Rechte aus künstlich geschaffenen Miniinseln ableiten.

Der Schiedsspruch ist völkerrechtlich verbindlich, doch China hat bereits erklärt, ihn trotzdem nicht anzuerkennen. Kurzfristig dürfte sich dadurch nichts ändern. Mittelfristig braucht China keine Riffe mehr aufzuschütten, sondern kann seine Machtansprüche ohne jeden Vorwand anmelden. Langfristig drohen dann allerdings doch militärische Auseinandersetzungen und schlimmstenfalls ein Krieg mit den USA. Alle anderen Anrainerstaaten sollten deshalb zusammenhalten und dem Recht Vorrang vor kurzfristigen Eigeninteressen einräumen. Auch China würde damit im Inneren wie in seinen Außenbeziehungen am besten fahren.

6 Gedanken zu „China gehört nicht das Südchinesische Meer

  1. Ich kenne China ein wenig. Ich glaube nicht, dass die sich von Indonesien über Vietnam, Indien und Japan mit ganz Asien anlegen werden. Die inneren Spannungen in China sind nicht zu unterschätzen. Ich nenne nur die Korruption der „Bezirksverwaltungen“ und die Massen der Wanderarbeiter, die nicht wohnen dürfen wo sie wollen. Die Schwierigkeiten durch die Blasenbildung auf dem Immobilienmarkt, können Sie, Sehr geehrter Herr Prof. Dilger, wahrscheinlich besser beurteilen. Bevor China mit den USA militärtechnisch gleichziehen, werden auch die überaltert sein. Man schaue sich nur die Kinder an: Zwei Grosselternpaare schauen auf den meist einzigen Nachwuchs der einerseits verwöhnt und andererseits getriezt wird. Man unterschätze auch nicht das besonders ausgeprägte Selbstbewusstsein der Frauen. Den Rest bringen Coca-Cola und McDonnalds. Die Jugend – früher immer rank und schlank – beginnt zu verfetten und schielt auch sonst auf den US-Lebensstil. Die sich nun etablierenden Mittelstansfamilien wollen Wohlstand und saubere Luft. Sie wollen die einzige „Brut“ nicht als Soldaten auf dem Schlachtfeld sehen. Die Expansion von China wird, wenn überhaupt, auf „friedlichem Weg“ in Sibirien erfolgen.

    • Man sollte bezüglich China – wie Russland – auch berücksichtigen, dass die Eliten mittelbar oder unmittelbar ihre Vermögen vorzugsweise im Ausland bunkern.

    • @Ingo Kampf
      „Die Expansion von China wird, wenn überhaupt, auf „friedlichem Weg“ in Sibirien erfolgen.“

      Und in Afrka.

  2. Es ist gut und schoen ueber Coca-Cola zu traeumen, China betreibt konsequent eine expansionistische Politik. Eine Art Monopoly Spiel! Betrachten wir nur Situation in Afrika, Rohstoffe, Haefen, Energie.

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