Portugal ist erstmals Europameister

Das recht überraschende Ergebnis vom Finale der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich lautet: „Portugal ist Europameister“, da es Frankreich 1:0 in der Verlängerung besiegt hat, obwohl Cristiano Ronaldo schon ziemlich zu Anfang verletzt wurde und nach zwei Weiterspielversuchen ausgewechselt werden musste. Anfangs war Frankreich eindeutig stärker, doch am Ende hat Portugal verdient seinen ersten Titel bei einer EM (oder auch WM) gewonnen. Meinen Glückwunsch!

27 Gedanken zu „Portugal ist erstmals Europameister

  1. Portugiesen unsere Anerkennung.

    Dem zum Narzissmus neigenden Ronaldo unsere Anerkennung, ist ein großer Fußballer.

    Franzosen Mitgefühl, Uganda – Mannschaft – nicht rassistisch gemeint, unser Mitgefühl, auch der zweite Sieger ist Mist.

    Deutschland gut gespielt und schlecht verlren, auf ein Neues !

    • So, so, solidarisieren Sie sich mit Ihrem Kommentar zur überwiegend afrikanisch besetzten Nationalmannschaft der Franzosen etwa mit diesem weitsichtigen Schreitvogel-Statement: „Vielleicht sollte das nächste Mal dann wieder die deutsche NATIONALMANNSCHAFT spielen.“ (?)
      Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.afd-politikerin-zum-aus-bei-der-fussball-em-beatrix-von-storch-pestet-gegen-dfb-team.c427606a-2ad5-46f5-96c3-d7fe97a5d892.html

      • Was spricht gegen im eigenen Land geborene oder zumindest überwiegend aufgewachsene Nationalspieler? Wenn die Hautfarbe zum Kritierum gemacht wird, handelt es sich um Rassismus. Problematischer finde ich Fälle, in denen jemand erst im Erwachsenenfalter aus dem Ausland kommend nur deshalb eingebürgert wurde, um in einer bestimmten Nationalmannschaft spielen zu dürfen.

      • Mein Kommentar war selbstverständlich ironisch gemeint und bitte nicht so zu verstehen, dass ich – im Gegensatz zu Herrn Gauland und Frau Storch – mit den (deutschen) Nationalspielern Boateng, Özil, Khedira, Gomez usw. ein Problem hätte.

        Klar ist es irgendwie etwas gewöhnungsbedürftig, wenn in einer europäischen Fußballnationalmannschaft sieben oder acht Afrikaner zum Spiel auflaufen, wie es bei den Franzosen der Fall ist und in Fällen wie dem des früheren italienischen Nationalspielers Mario Balotelli ist der offizielle Lebenslaufs wohl tatsächlich zumindest fragwürdig.

        Aber was sind das schon für Problemchen im Vergleich zur „Eurokrise“ und zur derzeitigen „Flüchtlingsrettungspolitik“ der Frontex-Fischer (die küstennah vor Libyen gestrandete afrikanische Glücksritter kostenlos nach Italien befördern)?

      • Spitzensportler, auch mit Migrationshintergrund, sind nicht das Problem! Die hündische Unterwürfigkeit des DFB vor einem linken Zeitgeist ist aber sehr wohl ein Problem! Warum wurde die „Deutschland Nationalmannschaft“ in „Die Mannschaft“ umbenannt: http://www.dfb.de/news/detail/dfb-praesentiert-neue-wort-bild-marke-die-mannschaft-124530/
        Nicht mehr „Deutsch“ und schon gar nicht mehr „National“.
        Mein Vorschlag: Nennt sie doch „Gurkentruppe“…..

      • @francomacorisano

        Na ja, immerhin ist „Die Mannschaft“ amtierender Fußballweltmeister und bis ins Halbfinale der diesjährigen EM gekommen. Das hätte eine „Gurkentruppe“ (aus genormten EU-Gurken?) wahrscheinlich nicht geschafft …

        Deutschlands Fußballfans sollten sich von dem ewigen Anspruch lösen, immer gleich den Titel holen zu müssen. Aus demselben Grunde finde ich es übrigens völlig vermessen vom DFB, die Fußballnationalmannschaft als „DIE Mannschaft“ (schlechthin) zu etikettieren. Das sollte wohl suggerieren, dass sich kein anderes Team mit dieser Mannschaft messen könne und ist bei der zurückliegenden EM gründlich in die Hose gegangen …

      • „Die Mannschaft“ bzw. „The Mannschaft“ oder „La Mannschaft“ wurde im Ausland witziger weise schon länger benutzt. So wie bei uns Three Lions für die Engländer, Elftal für die Niederländer oder Les Bleus für die Franzosen.
        Der DFB hat sich jetzt entschieden diesen international immer üblicheren Begriff auch selbst offiziell zu benutzen. Schlaues Marketing z.B. um auch im Ausland mehr Fanartikel zu verkaufen würde ich vermuten.

        Wer hier linken Zeitgeist am Werk sieht hat leidet m.E. eher an Verfolgungswahn 🙂

        http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fussballweltmeister-die-welt-spricht-mannschaft-13045343.html

  2. Michael Meister, Alexander Diger, habe es geahnt, mein versuchter britischer Humor ist sofort auf deutsch interpretiert worden.

    7 von 11 Farbige, d.h. Franzosen, Anteil der gleichen Color an französischer Gesamtbevölkerung nach offizieller Statistik bei 2,5 %, ausgenommen Inseln.

    Deutsche lachen bei Satire nur dann , wenn es gegen “ Rechte “ geht. Sonst , man geht in den Keller.

    Meine Empfehlung : Einfach mal in britischen Tageszeitungen blättern.

    • Britischer Humor ist (meistens) witzig, Ihre Bemerkung war es nicht und Ihr Verständnis von Statistik ist naiv. Es gibt Gründe, warum Minderheiten in vielen Sportarten überrepräsentiert sind.

      • Ihre Bemerkung war jetzt aber genau genommen rassistisch, lieber Herr Dilger … *british irony off*

      • Schweizer spielten mit vielen Albanern. Vielleich waere Die Mannschaft besser aufgestellt mit mehr Polen und weniger Tuerken/Araber, auf jedem Fall ohne Loew!
        Schwarze Franzoesen spielten aber doch besser als schwarze Portugiesen! Gut, das EM beendet ist! Jetzt kann man sich mit Leidenschaft virtuelem Rassismus in USA wiedmen!😄

      • In den USA gibt es doch tatsächlich Rassismus, jedoch nicht nur durch weiße Polizisten, sondern auch gegen sie, wie die Morde von Dallas unterstreichen.

      • @Grisogono

        „Virtueller Rassismus“ ?
        Auf welchem Planeten leben Sie?

        Der Rassismus in den USA ist auf beiden Seiten (Schwarz und Weiß) sehr ausgeprägt. Dasselbe gilt für Südafrika und so einige weitere afrikanische Staaten. Rassismus als etwas zu bezeichnen, das nur von weißen Europäern praktiziert wird und sonst nur virtuell vorkommt, ist völlig weltfremd.

      • Prof. Dillger wo findet man kein Rassismus, besonderes wenn man es sucht?

  3. Ich tue mich schwer, bei der EM noch „Nationalmannschaften“ zu erkennen, jedenfalls was viele westeuropäische Teams anbelangt. Jeder, der sagt, das sei rassistisch, soll überzeugend darlegen, daß er eine nigerianische oder chinesische Mannschaft mit sechs blonden Spielern für normal und natürlich halten würde.

      • Bei Frankreich stehen bis zu 9 Afrikaner auf dem Platz. Die französische Nationalmannschaft holt sich aus seinen ehemaligen Kolonien die besten Spieler nach Frankreich. Ich habe kein Problem damit, wenn bspw. Boateng, Özil und Co. für Deutschland spielen, da unser Land mittlerweile eben so vielfältig ist. Allerdings sollte eine Nationalmannschaft die Bevölkerung auch halbwegs wiederspiegeln, was bspw. bei Deutschland der Fall ist. Es wäre mir neu, dass über 80 % der Franzosen Afrikaner sind…oder hat Frankreich noch seine Kolonien? So etwas ist Wettbewerbsverzerrung!

      • Fast alle französischen Nationalspieler wurden auf französischem Staatsgebiet geboren. Warum sollte die Nationalmannschaft nach irgendwelchen Quoten statt nach der sportlichen Leistung zusammengesetzt werden? Wieso fordern Sie dann keine Frauenquote?

      • Völkische und Rassisten könnten ja in jedem Land eine Volksmannschaft gründen, die vor Beginn jeden Spieles in ihrer Sprache „Wir sind das Volk“ blökt. Das fiele zum Beispiel in den „neuen Bundesländern“ sicher auf sehr fruchtbaren Boden … und als Schiedsrichter schreiten vom Aussterben bedrohte Scheinadelige das Spielfeld ab, die überprüfen, ob auch jeder für die richtige Nation spielt.

      • Ich unterstütze keine Frauenquoten oder Minderheitenquoten, wo es ein Eingriff in die Privatwirtschaft ist. Zudem gibt es das Problem, dass bisher die Quoten auf alle Altersgruppen gemeinsam angewendet werden, d.h. wenn es bspw. in der Altersgruppe ab 40 Jahre fast keine Frauen gibt, werden bei den jüngeren Altersgruppen, wo man die neuen Mitarbeiter überwiegend einstellt, Frauen deutlich überrepräsentiert bevorteilt, damit man insgesamt eine Quote von 50 zu 50 erfüllt. An meiner Universität wurden die Hiwi- und Assistentenstellen zu fast 100 % an Frauen vergeben, weil man die letzten Jahrzehnte ausgleichen wollte, wo fast ausschließlich Männer bzw. männliche Professoren angestellt wurden. Der Hintergedanke ist, dass man so zukünftig mehr weibliche Professoren bekommt. So eine Praxis lehne ich ab: Quoten sollten maximal pro Altersgruppe und in Bezug auf das Verhältnis bei den Bewerbern (nicht der Gesamtbevölkerung) gelten, was heute nicht mehr notwendig ist, da Frauen und Männer mittlerweile ohne Quoten halbwegs entsprechend ihrem Anteil an den Bewerbern eingestellt werden. Die aktuellen Quoten sorgen im Gegenteil dafür, dass es eine größere Ungleichbehandlung bzw. Bevorteilung einzelner Gruppen in den jeweiligen Berufen und Altersgruppen gibt. Bei der Nationalmannschaft fordere ich auch keine starren Quoten. Die Bevölkerung sollte sich in der jeweiligen Nationalmannschaft lediglich halbwegs in der entsprechenden Altersklasse der Fußballspieler wiederspiegeln, was bei Frankreich eindeutig nicht der Fall ist, wenn auf dem Platz Spieler mit knapp 80 % afrikanischer Abstammung stehen und eine Bevölkerung repräsentieren, wo über 90 % europäischer Abstammung sind. Wenn es egal ist, ob eine Nationalmannschaft die Bevölkerung halbwegs repräsentiert, sollte man so ehrlich sein und es gleich dahingehend ändern, dass jede Nation sich bspw. eine Mannschaft aus seinen Vereinsspielern zusammenstellen darf, die dann für die Nation kämpft (so wie es eigentlich schon im Vereinsfußball der Fall ist, wo Bayern für Deutschland international kämpft und viele Deutsche aus anderen Vereinen plötzlich Bayern Fans sind, wenn gegen Mannschaften aus anderen Ländern gespielt wird).

      • Wie wäre es dann auch noch mit Altersquoten? Sie fordern hingegen eine rassistische Diskriminierung, wohl ohne es überhaupt zu merken. Bei der Champions League kommt es schon jetzt auf die Vereinszugehörigkeit an, nicht die Nationalität, aber auch nicht die Hautfarbe. In den USA spielen z. B. überwiegend Afroamerikaner Basketball, weil sie es besser können. Bei gegebener Leistung wird trotzdem gegen sie diskriminiert, wird also eher ein Weißer genommen. Glauben Sie nciht, dass das in Europa auch so ist und den dunkelhäutigen Spielern nichts geschenkt wird?

      • Nationalität hängt von der Nation ab. Und „Nation“ leitet sich von lat. nasci ab, geboren werden.

        Masseneinbürgerungen haben ergo nichts mit einer Nation zu tun. Heute bekommt man häufig schneller einen Pass als eine Studienzulassung (2 Jahre). Der Reisepass sagt also immer weniger über die Nationalität aus.

        Die französischen Spieler aus Afrika würde ich als Passfranzosen bezeichnen.

        ______________________

        PS: Auch einige der größten Frankreichhasser wie die Attentäter von Paris waren übrigens Inhaber französischer Reisepässe. Das hat sie aber nicht gehindert, ihre ‚Landsleute“ aus Haß mit Sturmgewehren niederzumähen. Was soll der Pass da noch für eine Aussagekraft zur Nationalität verfügen?

      • Die Franzosen haben ein doppeltes ius soli. Wer in Frankreich geboren wurde und mindestens ein Elternteil auch, ist französischer Staatsbürger. Bei nur eigener Geburt dort kann die französische Staatsbürgerschaft beantragt werden und wird bei hinreichender Integration auch gewährt. Was spricht denn dagegen?

        Auch wenn die Vorfahren schon seit vielen Generationen in einem Land leben, kann es Kriminalität bis hin zu Attentaten gegen Landsleute geben, siehe USA.

      • @Dilger
        Mit Ihrer Sichtweise hat Deutschland ein großes Problem mit Rassismus, da über 50 % der Bevölkerung so wie ich denken. Für mich ist Rassismus, wenn man Menschen mit anderer Hautfarbe als deutsche Nationalspieler ablehnt. Ein Großteil der Menschen hat kein Problem damit, dass Boateng und Co. in der deutschen Nationalmannschaft spielen. Allerdings wollen die Menschen sich auch mit der Mannschaft identifizieren, was bei 9 Afrikaner vielen Menschen schwer fallen würde. Ich habe persönlich kein Problem damit, wenn sich Vereine im Vereinsfußball dazu entschließen, (fast) komplett mit afrikanischen Spielern aufzulaufen. Jedoch ist nun mal meine Position, dass eine Nationalmannschaft dagegen die Nation wiederspiegeln sollte, da es eben gerade keine Vereinsmannschaft ist. Ich habe auch keine Quote dahingehend gefordert, dass die Bevölkerung 1 zu 1 in der Mannschaft repräsentiert sein muss. Wenn 9 von 10 Menschen europäischer Abstammung sind, sind 8/9 von 11 Spieler mit afrikanischer Abstammung jedoch deutlich kein Spiegelbild der Bevölkerung mehr, was man auch ohne Quote erkennt.
        Die Bevölkerungen von den USA und Frankreich sind doch eigentlich ziemlich scheinheilig. Den Mitbürgern mit afrikanischen Wurzeln wird gern zugejubelt, wenn sie als Spieler für die Nation gewinnen. Die normalen Mitbürger des Bevölkerungsteils, für den jene Spieler stehen, werden im Alltag dagegen vielfach nicht als gleichwertige Staatsbürger bzw. Teil der Nation angesehen.
        „Bei der Champions League kommt es schon jetzt auf die Vereinszugehörigkeit an, nicht die Nationalität, aber auch nicht die Hautfarbe.“
        Richtig! Wenn es keine Rolle spielt, ob eine Nationalmannschaft die Bevölkerung wiederspiegelt, wäre es ehrlich, wenn man gleich die Europameisterschaft als Champions League der Nationen veranstaltet, wo jede Nation als Verein antritt und sich wie im Vereinsfußball ihre eigene Mannschaft mit Spielern aus verschiedenen Nationen bastelt, weil allein der Sieg zählt…

      • Ihre Position ist in der Tat rassistisch, weil Sie die Hautfarbe zum entscheidenden Kritierum machen wollen, obwohl es keinen sachlichen Grund dafür gibt. Das Widerspiegeln der Nation ist doch nur vorgeschoben, zumal Sie es nur bei der Hautfarbe wichtig finden, nicht aber bei Alter oder Geschlecht. Was ist eigentlich mit der Haarfarbe, der Körpergröße, der sozialen Schicht, dem Bildungsgrad oder dem IQ?

        Entscheidend im Fußball sollte allein sein, wie gut jemand Fußball in einem bestimmten Team spielt. Bei der Nationalmannschaft kommt es außerdem auf die Zugehörigkeit zu einer Nation bzw. dem betreffenden Land an. Die momentanen Regeln (Staatsbürgerschaft und kein vorheriger Antritt für eine andere Nation) mag man für zu lax halten. Die Hautfarbe als Kritierum wäre jedoch rassistisch. Sinnvoll könnte das Geburtsland sein oder ein hinreichend langer Lebenmittelpunkt in einem Land, um Wechsel nur wegen des Beitritts zu einer Nationalmannschaft auszuschließen. Doch selbst wenn man sie zulässt, haben Sie doch gar nichts gegen eine „Champions League der Nationen“. Geht es Ihnen allein um die Bezeichnung („Die Mannschaft“ statt Nationalmannschaft)?

  4. Eine Nationalmanschaft (in Deutschlande „Le Mannschaft“ genannt 😅) bedeutet nur, dass die Spieler deutsche Staatsbuergerschaft haben. Ob sie singen oder nicht ist wurscht. Volkszugehoerigkeit spielt dabeiauch keine Rolle.

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