Auch Barroso lässt sich von Goldman Sachs bezahlen

José Manuel Barroso wird hochbezahlter Aufsichtsrat und Berater von Goldman Sachs (siehe „Ehemaliger EU-Kommissionschef soll Goldman Sachs beim Brexit beraten“). Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um darin und in den weiteren Personalverflechtungen sowie zweifelhaften Geschäften dieser Investmentbank ein Problem zu sehen. Schlimmstenfalls sind solche Posten eine Gegenleistung für frühere Gefälligkeiten im Amt. Zumindest signalisieren sie aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidern, dass wohlwollende Entscheidungen später honoriert werden können. In jedem Fall öffnet Herr Barroso dieser Bank die Tür zu weiteren solchen Entscheidern. Dabei ist Alexander Dibelius, Chef von Goldman Sachs Deutschland, bereits Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, während Peter Sutherland, Chef von Goldman Sachs International, zuvor EU-Kommissar war und der EZB-Chef Mario Draghi früher offiziell für Goldman Sachs gearbeitet hat und auch jetzt noch mehr im Sinne dieses Geldhauses statt der Bürger in Europa handelt. Auch die früheren italienischen Premierminister und Angehörigen der EU-Kommission Mario Monti und Roman Prodi, der wie Herr Barroso sogar EU-Kommissionspräsident war, hatten für Goldman Sachs gearbeitet, welches nicht zuletzt an der amerikanischen Finanzmarktkrise und der europäischen Schuldenkrise viel verdient hat.

19 Gedanken zu „Auch Barroso lässt sich von Goldman Sachs bezahlen

  1. Ja, und wer solche Verbindungen bereits im Vorfeld ahnt und öffentlich diskutiert, wird als amerikafeindlicher Verschwörungstheoretiker angefeindet. Allerdings verwundert mich doch etwas, daß so vielen Italienern direkte Verbindungen zu Goldman nachgewiesen werden können.

    • Barroso ist Portugiese, kein Italiener.

      Mario Draghi ging auf einer Kaderschmiede der Jesuiten zur Schule. Die Verbindung zwischen Jesuiten und Bilderbergern setze ich mal als bekannt voraus.

      Mario Monti war bis zu seinem Amtsantritt als Ministerpräsident (2011) im Steering Committe der Bilderbergerkonferenz.

      Alles Fakten, die man in seriösen Quellen unschwer recherchieren kann.

  2. Barroso war ja früher bei „Kommunistische Partei der portugiesischen Werktätigen – Bewegung zur Reorganisation der Partei des Proletariats,“ Ja halbgenialer Parteiname, die bekamen 2015 bei den Parlamentswahlen 1,1% der Stimmen, na immerhin.

    Wetten um 1000 Euro, dass ALFA bei den BRD Parlamentswahlen prozentmäßig weniger Stimmen bekommt als die Bewegung zur Reorganisation der Partei des Proletariats,

    Freiwillige Wettkönige vor, Herr Meister treten sie bei der fairen Wette gegen mich an?

    Meister denkt sich: „Ich bin zwar mutig aber nicht blöd, da werfe ich ja lieber 1000 Euro in Vorarlberg in den Bodensee, bevor sie bei mir abkassieren“

  3. Wenn man nachfragt, wem Goldman Sachs gehört, dann wird man ganz schnell zum Verschwörungstheoretiker abgestempelt …

    • Trotzdem haben die Aktionäre dort gar nichts zu melden! Goldman Sachs (ich nenne die nur Goldman Sucks!) wird von einer kleinen Machtclique beherrscht, die über ein vielfach verschachteltes Firmenflecht ihr eigenes Ding drehen. Bei Morgan Stanley ist das ähnlich. Ich war Opfer von deren Offenem Immobilienfonds P2 Value und habe richtig Geld verloren, obwohl mir bei Vertragsabschluss SCHRIFTLICH garantiert war, dass die Investition „sicher wie Festgeld“ ist. Ich habe mich sogar einer Sammelklage einer renommierten Börsenfachanwaltskanzlei angeschlossen, noch einmal Geld ausgeben und vor Gericht verloren. Der Hacken bei der Sache: Der P2 Value wurde gar nicht über Morgan Stanley selbst, sondern über einen Vertriebspartner verkauft und Morgan Stanley muss nicht für deren Werbeaussagen haften. ES SIND VERBRECHER und ich will, dass solche Investmentbanken ganz scharf kontrolliert werden. Aber NICHT von Mario Draghis EZB und den Brüsseler Idioten, denn dann würde der Bock zu Gärtner gemacht…….!

      • @francomacorisano
        Selbstverständlich hat der Einzelaktionär bei weltweit gestreutem Streubesitz der Kleinaktionäre nichts zu melden. Es ist ja auch ökonomisch völlig sinnfrei an einer Hauptversammlung auf einem anderen Kontinent teilzunehmen, nur weil man ein paar Aktien eines Unternehmens im Portfolio hat.

        @Alexander Dilger
        Wie üben Sie Ihre Aktionärsrechte bei Goldman Sachs aus?

  4. Zu 1,1% der Stimmen in Portugal für die Bewegung zur Reorganisation der Partei des Proletariats, muss man dazusagen, dass ja dort die CDU ( Bündnis aus Kommunisten und Grünen) und der Linksblock im Parlament vertreten sind.
    Da 1,1% der Stimmen zu holen ist nicht so schlecht, wenn die die einzige Linkspartei in Portugal wären, hätten die mehr Stimmen erreicht.
    Bezüglich 1,1% fallen mir die Landtagswahlen letztes Jahr in Wien ein, soviel bekam eine Bündnisliste aus KPÖ und Piratenpartei.

  5. Solange man “ Conflict of Interests“ bei exponierten Positionen akzeptiert , beschaedigt man unsere Demokratie. Es geht nicht nur darum wer Geld von Banken bekam sondern auch von z.B. Gruenen, Russland etc.

      • Nur so zur Klarstellung, damit es hinterher keinen Streit gibt: Herr Krebs gewinnt, wenn ALFA bei der deutschen Bundestagswahl 2017 mindestens 1,1 % der gültigen Zweitstimmen bekommt, bei weniger einschließlich null mangels Wahlantritt gewinnt Herr König. Die Kommunistische Partei der portugiesischen Werktätigen – Bewegung zur Reorganisation der Partei des Proletariats tritt dann nämlich gar nicht an, während auch jede Landtagswahl eine Parlamentswahl ist.

  6. Welthandel ist etwas Gutes und Notwendiges. Ich bin ganz bestimmt KEIN Linker! Aber was uns heute als „Globalisierung“ verkauft wird, bedeutet nichts anderes, als Superreiche noch reicher zu machen, den Mittelstand auszubluten und die Masse für wenig Geld und ohne Zukunftsperspektive hart arbeiten zu lassen (engl. the working poor). Dabei sollen Grenzen verschwinden und kulturelle Unterschiede eingeebnet werden. Eine „neue kapitalistische Gleichheit„, die sogar sozialistische Züge trägt. Ganz vorne mit dabei sind George Soros, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Unter Gerhard Schröder wurden sie noch als „Heuschrecken“ bezeichnet, seit Angela Merkel im Kanzleramt hofiert und zu Bilderberger-Treffen bewirtet. Ich glaube ausdrücklich NICHT an Verschwörungstheorien, ABER wer den Mittelstand kaputtmacht und die einfachen Leute an die Wand drückt, wird gewaltsamen Widerstand erleben, den ich ausdrücklich unterstütze!

      • Das tue ich auch nicht, ABER wie soll man sich denn noch wehren??? Der Rechtsstaat ist nicht mehr gerecht! Sie als Einzelkämpfer haben gar keine Plattform für demokratischen Widerstand. Natürlich ist die AfD nicht perfekt. Mich stören dort am meisten die Unprofessionalität und die Egoismen. Die AfD bräuchte dringend eine Stiftung oder Organisation, die Seminare und Caoching für ALLE Funktionäre und Mandatsträger zu Rhetorik, Taktik, Umgang mit Menschen, Organisationsmanagement und weiteren Themen anbietet. Kandidaten müssen vorher GENAU durchleuchtet werden. Das macht heute jede Personalleitung vor Einstellungen besser, als die AfD bei der Aufstellung von Kandidaten.

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