Deutschland gewinnt EM-(Viertel)Finale gegen Italien

Deutschland hatte noch nie gegen Italien bei einer Fußball-EM oder WM gewinnen können (siehe „Deutschlands verheerende Turnierbilanz gegen Italien“). Heute ging Deutschland beim Viertelfinale der EM in Frankreich nach einem wegen Foulspiels nicht gewerteten Treffen von Bastian Schweinsteiger in der 65. Minute in Führung mit einem Tor durch Mesut Özil, der zuvor in dieser EM noch nicht richtig überzeugt hatte. Zuvor, auch heute, überzeugt hatte Jérôme Boateng, den entgegen Alexander Gauland fast alle Deutschen gerne als Nachbarn hätten. Doch in der 77. Minute verursachte er einen völlig unnötigen und unhaltbaren Handelfmeter. Bis zum Ende der Verlängerung stand es trotz besseren Spiels und mehr Ballbesitz für die deutsche Mannschaft 1:1. Beim Elfmeterschießen verschossen neben Mesut Özil auch Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger den Ball. Zum Glück schossen auch die Italiener wiederholt daneben oder auf Manuel Neuer. Insgesamt gab es am Ende 18 Elfmeterschüsse (neben dem Handelfmeter im Spiel). So viele habe ich noch nie am Ende eines Spiels gesehen, wobei glücklicherweise die übrigen deutschen Spieler (Toni Kroos, Julian Draxler, Mats Hummels, Joshua Kimmich, Jérôme Boateng und Jonas Hector) alle trafen und die Italiener viermal nicht. Deshalb zieht Deutschland ins Halbfinale ein (siehe „Neuer hält, Hector trifft! DFB-Elf im Halbfinale“). Der Gegner wird morgen zwischen Frankreich und Island ausgespielt. Da bislang immer der Favorit verloren hat (Deutschland ist Weltmeister, hatte aber trotzdem vor Italien den größten Respekt), ist durchaus ein Sieg von Island drin. Doch hoffen wir, dass danach diese Regel gebrochen wird, so dass Deutschland das Finale gewinnt, wobei der Favorit im anderen Halbfinale Portugal statt Wales ist. Erst einmal meinen Glückwunsch der deutschen Mannschaft zum heutigen knappen, aber verdienten Erfolg!

12 Gedanken zu „Deutschland gewinnt EM-(Viertel)Finale gegen Italien

  1. Hej, guten Morgen lieber Alexander Dilger,

    schöner Kommentar, haben wir aus so empfunden.

    Unser Verstand und Herz ist bei der deutschen Mannschaft, gleichzeitig wünschen wir den Davids Island und Wales den Sieg,

    1. weil sie so herzerfrischend frech aufspielen

    2. weil es den Walisern und Isländern gut tun würde

    3. weil Deutschland schon alles hat.

    Dennoch, wir freuen uns auf weitere Spiele der Deutschen !

    Bis dahin fließt noch viel Wasser die Spree runter.

    PS Heute ab 8:00 für 2 Tage Hamburg, mal wieder andere Luft schnuppern. Alsterhaus
    Frühstück immer ein Vergnügen, das neue Scheunenviertel mit dem Kai 1 etc.

  2. Spielerische Staerke beider Manschaften war mit 1:1 gut reflektiert! Zimlich langweilig, gute deutsche Verteidigung, ungeschickte Angriff. Kein schoenes Spiel.

    • Die Squadra Azzura ist bekannt für ihre gute Verteidigung wie ALFA für sportliche Autos (und nicht für Politik). Ich fand das Spiel zwar streckenweise auch etwas langweilig, aber der Elfmeter-Krimi hat alles wieder wett gemacht!

  3. Natürlich Glückwunsch der Deutschen Manschaft. Ich war 2006 in Dortmund und habe junge deutsche Fans nach dem Spiel trösten müssen. Gestern war es so, das ich es bald nicht
    „überlebt“ hätte. Bitte nicht nochmal dieses Elmeter Drama.

  4. Langeweile fängt da an, wo sich das Empfinden abschwächt. Bei diesem Spiel ging es um das nationale Empfinden, da war jede Minute spannend. Gestern nacht trafen sich die historischen Momente des „Partita del secolo“ des Halbfinalspiels 1970 in Mexico zu einem infernalen Ausbruch lang ersehnter Momente. Langeweile?

    • Old Grisogono ist Einwanderer, daher dürfen Sie ihm ruhig nachsehen, wenn er nicht so national empfindet wie Sie.

      Mich berühren Fußball und andere Sportarten übrigens auch nicht von der „nationalen“ Seite, obwohl ich von Geburt an Deutscher bin. Aber als Weitgereister und Wahlösterreicher sehe ich nicht nur beim Sport andere Aspekte im Vordergrund als die Nationalität der Akteure. Die sportliche Leistung und das Charisma einer Mannschaft oder eines einzelnen Athleten sind es doch, die Erfolg und Sympathie ausmachen und nicht irgendein wie auch immer geartetes „nationales Empfinden“.

      • zu einem nationalen Empfinden gehört nicht nur die Gemeinschaft sondern auch ein innerer Stolz. Gestern war ich mal wieder stolz, ein Deutscher zu sein. Das gelingt mir nicht jeden Tag.

      • Über die keineswegs langweilige Partie und den deutschen Erfolg habe ich mich gefreut. Doch worauf sind Sie stolz? Ich habe gestern Abend nichts Großartiges geleistet, sondern einfach vor dem Fernseher gesessen.

      • @Horst Krebs

        „Stolz“ hoffentlich nicht nur auf Jogi Löw, Manuel Neuer, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger, sondern auch auf Jérôme Boateng, Mesut Özil und Sami Khedira.

    • Das Spiel von 1970 dürften nur noch wenige in Erinnerung haben. Trotz des Weiterkommens „unserer“ Mannschaft war es ein gefühltes Unentschieden. Hochbezahlte Stürmerprofis konnten ihre Elfmeter nicht in Buffons Tor unterbringen. Nach dem Spiel habe ich kein Hupkonzert vernommen und die Beflaggung an den Autos hält sich diesmal in Grenzen.
      Auch Mutti hatte keine Lust, sich im Stadion dem Fernsehpublikum zu präsentieren und damit ihre Umfragewerte aufzubessern. Vielleicht sind es auch die Auswirkungen des Fifa-Skandals, dass sich diesmal kein richtiges Sommermärchen einstellen will.

    • Sorry, Herr Krebs, nationales Empfinden hat fuer mich mit Fussballspiel gar nichts zu tun. Entweder haben Sie es, immer, oder nicht. Seien Sie mutig, haengen Sie eine grosse, ordentliche Deutschlandfahne aus Ihrem Fenster oder im Vorgarten auf! Permanent!

  5. Pingback: Von Münster nach Dortmund mit dem Rad | Alexander Dilger

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