ALFA will fusionieren

Nun ist es öffentlich und nicht mehr vertraulich: „Lucke-Partei Alfa: Der letzte Strohhalm“ sind Fusionsgespräche mit anderen Kleinparteien. Das sehe ich auch so, selbst wenn gerade erst verkündet wurde: ‚Lucke wird Spitzenkandidat statt Vorsitzender seiner Partei‘. ALFA hat in der bestehenden Form keine Chance, jemals irgendwo die Fünf-Prozent-Hürde zu nehmen, während fünf Promille für eine Verlängerung des Europamandats von Herrn Lucke vielleicht erreichbar bleiben, aber kaum zur Motivation der Mitglieder und Wähler reichen.

Vor einem Jahr noch vor der Gründung von ALFA schien es kurzzeitig möglich, dass Herr Lucke genügend Mitglieder aus der AfD mitnehmen könnte, um diese entscheidend zu schwächen und mit etwas wirklich Neuem erfolgreich zu sein. Doch innerhalb kürzester Zeit zeigte sich, dass ihm nicht genügend Mitglieder folgten, während ALFA nach dem gleichen Muster wie die AfD gegründet wurde, aber nicht von deren Anfangseuphorie oder dann dem Flüchtlingsthema profitieren konnte.

Eine ehrliche Fusion mit anderen Parteien könnte eine Chance sein, womit sich auch der ungünstige Name entsorgen ließe. Zusammen kommen die Sonstigen auch ohne Extremisten häufig schon auf fünf Prozent. Wenn sie wirklich kooperieren und die Fünf-Prozent-Hürde nehmen könnten, bringt das zusätzliche Wähler. Eine gelingende Kooperation würde auch die allgemeine Politikfähigkeit zeigen.

Leider ist es dann doch nicht so einfach. Ich kennen gleich mehrere Personen, die lieber je eigene Kleinstparteien gründen wollen. Die DBD (Demokratische Bürger Deutschland) hat die Fusionsgespräche auch schon wieder abgesagt, weil sie ihr nicht ernsthaft und fair genug erschienen.

Es bleibt auch unklar, was die neue Partei auszeichnen und zusammenhalten sollte. Ein ‚Wahlverein als ganz andere Partei‘ wäre vielleicht nicht die schlechteste Idee. Demnächst schreibe ich noch etwas über einen Wahlverband. Doch die erfolgversprechendste, wenn auch unwahrscheinlichste, Fusion bleibt wohl die mit der AfD.

49 Gedanken zu „ALFA will fusionieren

  1. Ich möchte nichts schlechtreden, halte das aber für zum Scheitern verdammt – wegen Herrn Lucke. Er ist zu prominent. Bei einer Fusion mit genügend Parteien, um einen Unterschied zu machen, würden diese mehr oder minder in der ALFA aufgehen und von ihrer bisherigen Klientel als Statthalter Luckes wahrgenommen werden. Das werden weder deren Wähler noch deren momentane Parteiführungen wollen.

    Bei der nächsten Bundestagswahl muss es das Ziel sein, etwaige Grundgesetz-Änderungen unmöglich zu machen. Dann wird Deutschland europapolitisch handlungsunfähig und es wird weder mehr EU-Integration noch einen EU-Superstaat geben können. Dies ist gerade dann wichtig, wenn Großbritannien die EU verlässt. Hierzu müssten Anti-Establishment-Kräfte zusammen auf ein Drittel der Mandate kommen. Bei guten AfD- und Linke-Ergebnissen ist das durchaus möglich. Auf die Linke habe ich allerdings nicht zu viel Vertrauen, auch nicht auf die FDP, die einen EU-Superstaat fordert. Allerdings könnten direkt gewählte CSU-Abgeordnete etwaige fehlende Nein-Stimmen ergänzen, auch durch Enthaltung.

    Eine neue bzw. erweiterte Partei wäre nur dann sinnvoll, wenn sie die Prozenthürde schafft. Wenn sie stattdessen Stimmen ‚raubt‘, so wie die AfD beim letzten Mal, bekommen wir wieder ein verzogenes Ergebnis mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für europhilen GG-Vandalismus.

  2. Mit der Abgabe des Parteivorsitz bereitet Herr Lucke seinen Rückzug aus der Parteipolitik vor. Er wird nach der Bundestagswahl, für die er noch einmal den Spitzenkandidat spielt(!) abtauchen, denn spätestens dann wird diese Kleinstpartei völlig auseinander fallen. Die Zeit arbeitet gegen Alfa, die Stagnation vertreibt selbst die Idealisten. Ein Mitgliederzuwachs selbst durch Karrieristen ist mangels Perspektive kaum denkbar. Die F.D.P. erstarkt und besetzt scheinbar das „liberale“ Feld, die Christdemokraten werden werden versuchen im „konservativen“Bereich, trotz Merkel, wieder Fuss zu fassen, die Lücke für Lucke schließt sich!

    • Ein Rückzug ginge schneller und einfacher, zumal die Fusionsverhandlungen dann einfacher wären. Ich gehe davon aus, dass Herr Lucke unbedingt weitermachen will, gegebenenfalls eben mit noch einer neuen oder auch alten Partei.

    • Der beratungsresistente Bernd Lucke hat keinen Blick für die Realität. Das größte Problem für ‚ALFA‘ war von Beginn an, dass sich diese Partei nur gegründet hat, um ihrem Primus (aber nicht ‚inter pares‘) eine neue Plattform zu bieten, da in der AfD der Großteil der Aktiven die Nase gestrichen voll hatte von Luckes selbstherrlichen Alleingängen. Dass dies in einer neuen Partei ebensowenig funktionieren würde und auch bei den nun ersehneten Fusionspartnern keinen Anklang findet, erkennt der kleine selbst ernannte Sonnenkönig in seiner Realitätsferne nur nicht.

      Denk ich an ALFA, fällt mir zunächst die Automarke Alfa Romeo ein.

      Denke ich an die Partei ‚ALFA‘, dann fällt mir nur noch das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen ein.

      • Lucke kann nicht gut mit Menschen umgehen und überschätzt sich. Das wird auch hier das Problem sein. Solange er mit von der Partie ist, werden die Medien immer zuerst ihn ansprechen, selbst wenn er freiwillig nur den Klinkenputzer geben würde.

    • Vielleicht habe ich das übersehen, aber ich denke, Herr Lucke wird sein EU-Mandat bis zur nächsten EU-Wahl behalten? (Wenn es dann noch eine EU gibt.)

      Die FDP tut das, was sie immer schon getan hat, nämlich unzufriedene Unionswähler absorbieren. Das wäre die Rolle, die der ALFA zugefallen wäre. Im Falle der FDP ist das leider brandgefährlich, da diese auch mit den Roten und den Grünen koalieren wird. Wer also FDP wählt, kann mit einem SPD-Kanzler aufwachen.

      Für die CDU sehe ich keine große Zukunft. Erstens stirbt, wie bei der SPD, deren Stammwählerschaft weg; und zweitens kann sich die Partei kaum noch positionieren. Was soll es denn da geben? Das Geplänkel um die Homo-Ehe? Das ist kein wahlentscheidendes Thema. Die CDU wird genau jene Migranten, die sie selbst ins Land gelassen hat, gängeln, und gleichzeitig nach Überwachungsstaat und offenen Grenzen krähen. Das ist lächerlich und wird nicht funktionieren. Personell ist die CDU ebenfalls schlecht aufgestellt.

      Übrigens wird auch die Linke verschwinden, denn ohne ihre Ost-Stammwähler ist die ein Nichts. Was bleibt sind die Parteien, die in den beiden Lagenr den Ton angeben und die unter jüngeren Wählern erfolgreicher sind. Das sind die Grünen und die AfD, sofern diese überlebt 8wobe der Untergang oft genug falsch prophezeit wurde). Diese Konstellation war bereits bei der Präsidentenwahl in Österreich zu besichtigen. Beides sind populistische Parteien, die also im 21. Jahrhundert eine gewisse Breitenwirkung haben, die die FDP nie haben wird, da deren Klientel zu klein ist und auch weiter abnimmt (Auswanderung von Hochqualifizierten, die nicht im Staatsdienst sind). Irgendeine CDU und irgendeine SPD wird es weiterhin geben, diese werden aber ziemlich blass aussehen. Die Linke kommt ohne ihre Ost-Wähler nicht über 5% bundesweit; die Partei sollte sowieso verboten sein (SED-Nachfolge).

      Ferner rechne ich damit, dass Merkel Kanzlerin bleibt, solange sie will, und die CDU dabei schwer belastet. Wahrscheinlich entfleucht sie aber, falls die EU zerfällt und wenn ein gewisser New Yorker Bau-Unternehmer, der heute Geburtstag hat, ihr auch noch die NATO kaputt haut. (Besonders mögen tut er sie nicht.) Die CSU, die sich in Bayern wird halten können, wird durch Dauerstreit eher eine bundespolitische Belastung sein. Gut möglich, dass Merkel 2017 ohne CSU und mit SPD, Grünen und FDP regieren will.

  3. Dann müssen ALFA & Co. eifrig fusionieren, damit sie die 5 % – Hürden genommen bekommen.

    Grds. ist auch die Frage, warum erfolglose Parteien, die ihre strukturellen und konzeptionellen Probleme nicht im Griff haben, aufgrund der Fusion nunmehr erfolgreich sein sollten.

    Lucke hatte es nicht geschafft, Kritiker der AfD-Entwicklung auf dem Essener Parteitag zu mobilisieren und erst recht nicht geschafft, die bürgerlich-konservativen Kräfte in die ALFA zu ziehen. Er hat sich und seine Anziehungskraft maßlos überschätzt.

    Die DBD muss ihre Bedeutung erst noch unter Beweis stellen, was ihr nicht gelingen wird. Das Konzept ist das typische Anfängerkonzept. Man gründet eine Partei, weil man überzeugt ist, man habe die besten Ideen auf dieser Welt und die ganze Welt habe die ganze Zeit auf einen gewartet.

    Nüchtern betrachtet gibt es aber keinen Grund diese Partei zu gründen: Blöder Name, schlechter Außenauftritt, unbekannte Leute, keine erkennbare Weltanschauung

    • Das Ganze kann mehr sein als die Summe seiner Teile, insbesondere wenn es gelingt, die Fünf-Prozent-Hürde zu überschreiten. Eine erfolgreiche Fusion zeigt auch die Kompromiss- und Politikfähigkeit der Beteiligten an, eine gescheiterte Fusion allerdings das Gegenteil.

      • Wenn Sie sich die Parteien unter der Hürde ansehen, dann sind das v.a. Piraten, Esoteriker und Rechtsextreme. Das da ein großes Wählerpotential lauert bezweifle ich, auch wenn ich um jedes halbwegs eurokritisches Bundestagsmandat froh bin.

        Sie sollten aber davon ausgehen, dass jede Partei, die den status quo bedroht, selbst wenn sie völlig harmlos ist, von den Medien kaputtgemacht werden wird. Die Partei wird als rechtsextrem bezeichnet werden, wenn sie den Euro kritisiert und vernünftige Einwanderungspolitik will (laut Schäuble Inzucht), und das werden a) viele nicht aushalten und b) wird es zu einer Radikalisierung führen: Es kommen die falschen Leute. Wie man im Osten oder in Bayern großartig punkten will, sehe ich auch nicht. Noch mal: Die Medien hetzen das kaputt, um den status quo (= Pfründe) zu schützen. Bei der AfD ist es so, dass sie das trotz Selbstdemontage überstanden hat, was aber an einzigartigen Faktorne liegt.

        Was Herr Wilhelm da sagt, sehe ich auch so, zumal es zu spät ist. Man hätte das vor einer Landtagswahl versuchen sollen, bei der man es in einen Landtag schaffen und so wie bei den Piraten Aufmerksamkeit erzeugen kann (vielleicht BW). Ich traue das einer solchen Parteifusion in Berlin nicht zu und auch nicht in Mecklenburg-Vorpommern. NRW ist viel zu groß, um ohne viel Kapital und Medienhilfe erfolgreich zu sein. Was gibt es da noch – Saarland? Klein, aber zu links und europhil, behaupte ich. Bundestagswahl aus dem Stand heraus hat selbst die AfD nicht geschafft, und da war die FDP historisch schwach. Also, viel Glück, aber meine Prognose ist: Das wird nichts.

      • Die AfD ist noch nicht über den Berg, insbesondere wenn sie jetzt auch noch Herrn Meuthen vergraulen sollte. Eine fusionierte Partei hat nur geringe Chancen, aber ALFA allein wohl gar keine mehr, so dass es den Versuch wert ist.

      • @Alexander Dilger 11:55

        Warum sollte die AfD Herrn Meuthen vergraulen?
        Etwa weil er den Fehler gemacht hat, sich in der Causa Gedeon von Dritten vor sich hertreiben zu lassen und zu weit aus dem Fenster zu lehnen? Anfängerpech, aber mit Sicherheit nichts was Herrn Meuthen nachhaltig verfolgen wird.

  4. Die DBD hat die Gespräche mit ALFA nicht wegen fehlender Ernsthaftigkeit abgebrochen. Vielmehr haben sie uns von Beginn an im Stile eines politischen Heiratsschwindlers getaeuscht. So haben sie , anders als anfaeglich vorgegeben , nur rd 100 und nicht etwa 2800 Mitglieder und keinerlei Strukturen ausserhalb von NRW. Der Parteivorsitzende wurde wahrheitswidrig als Neffe von Juergen Moellemann ausgegeben , wie die BILD -Zeitung kuerzlich aufdeckte. Die zwischeizeitlich in die DBD eingetretene Mittelstandspartei ist aufgrund solcher Machenschaften bereits wieder raus und jetzt auf dem Weg zu ALFA. Und diese Hochstaplerpartei DBD wollte uns auch noch die Bedingungen diktieren. Nachdem sie rausgeflogen sind , haben sie vertrauliche Mails von mir an die Presse weitergeleitet und versuchen sich jetzt damit wichtig zu machen. Alles in allem : Gut dass sie weg sind. Wir haben viel bessere moegliche Partner gefunden , um eine breite Allianz der Mitte gegen Merkel und die AfD zu bilden. Und zwar mit anstaendigen und zuverlaessigen Menschen z so wie es sich fuer eine konservativ-liberale Partei gehoert.

    • Lieber Herr Prof. van Suntum,
      eigentlich hatten Sie nach dem Abbruch der Gespräche durch die DBD geschrieben: “ Ich wünsche keinen weiteren Kontakt mehr.“ Daran hätten Sie sich besser gehalten, denn nun bewegen Sie sich als Landesbeamter und Politiker auf sehr dünnem Eis. Beleidigungen wie Hochstapler oder Heiratsschwindler können teuer werden, das Geld sollten Sie sich besser für den Wahlkampf zurücklegen. Im Übrigen können Parteien keine Mitglieder bei der DBD werden, nur natürliche Personen. ( siehe Satzung und Parteiengesetz). Und die natürliche Person des EX MbD Vorsitzenden ist nach wie vor Mitglied der DBD. Auf dem Weg zu ALFA ist nur ein kleines Grüppchen um den Parteienhopper Stefan Rohmann (EX-FDP,.EX SPD, EX-MbD , Ex-DBD) . Und noch eine Anmerkung zu Ihrem „freundlichen“ Kommentar : Die DBD ist nicht weg, Sie sucht sich aber ihre politischen Partner aus und Alfa hat diesen Ausleseprozeß nicht bestanden. Dass dies schmerzt kann ich nachvollziehen, aber wieso zetteln Sie hier einen „Rosenkrieg“ an? Tut es wirklich so weh, dass wir die Gespräche abgebrochen haben und zwar am letzten Wochenende, also vor der Pressemitteilung der DBD, die gestern versendet und vom Handelsblatt aufgegriffen wurde?

    • Nun wenn hier so sachlich von Heiratsschwindlier gesprochen wird, bezeichne wir diesen Stil mal als den einer verschmähten Geliebten. Trotzdem sollte man, bevor man mit Steinen wirft bei der Wahrheit bleiben. Der Ausstieg aus den Verhandlungen hatte sich abgezeichnet, nachdem 3 Personen der ALFA zu Besuch beim Vorstand der DBD es nicht schafften, eine einheitliche Meinung und glaubhafte Transparenz über 2 Stunden zu erhalten.
      Das Aussteigen aus den Verhandlungen wurde Herrn van Suntum schriftlich mitgeteilt, daraufhin bat er darum, dies noch mal zu überlegen. Emailverkehr liegt vor.
      Die Mittelstandsbewgung hat sich aufgelöst. Einige Mitglieder sind wieder aus der DBD raus, das ist richtig. Andere sind nach wie vor Mitglied. Dies konnte die Nachfolgeorganisation aber nicht davon abhalten auf ihrer neuen Internetpräsenz, ein Mitglied der DBD als ihren neuen Bundesvorsitzenden zu präsentieren. Leider ohne dessen Wissen. Na ja, das sind die Fakten.

      Mehr möchten wir zu diesem kläglichen Versuch einer Schlammschlacht auch nicht beitragen.
      Der Weg die Parteien der bürgerlichen Mitte zusammenzuführen, ist sicherlich der richtige. Daher gehen wir diesen auch.
      Unserer Meinung nach war er nur nicht mit der ALFA möglich. Schwierig sich mit jemandem zu einigen, der sich selbst nicht einig ist und sich weder thematisch noch personell so wirklich von der AfD gelöst hat.

      Die Ernsthaftigkeit, Gespräche auf Augenhöhe zu führen, zeigt sich unseres Erachtens nicht dadurch, Herrn Lucke im Vorfeld schon mal zum Spitzenkandidaten zu küren. Vielleicht gibt es ja in den anderen Parteien, mit denen ALFA angeblich noch verhandelt, jemanden, der geigneter ist. So wurde es uns zugesagt, da viele Mitglieder bei uns ein Problem mit der medialen Verbranntheit hatten.

      Wir wünschen Herrn van Suntum und der ALFA trotzdem viel Glück und für uns alle eine sachlichere Platform der Diskussion.

    • Sehr geehrter Prof. van Suntum,

      vielen Dank fuer ausfuehrliche Information. Ich begruesse die ALFA- Entscheidung und auch Frau Trebesius Worte dazu. Man kann nur mit diskreten und professionelen Partner im Vertrauen verhandeln. Ich warte noch immer auf Herrn Piekenbroks Aussage ueber seine „verschwundenen“ 2700 Mitglieder!😅

      Wenn ich die Diskussion hier betrachte frage ich mich ob Prof. Dilgers Beitrag, offensichtlich voreilig nur auf Basis von Handelsblatt-Artikel, ungewollt (?) zu einer feindlichen Atmosphere hier gegenueber Prof. Lucke und ALFA gefuehrt hat. Meisten Kommentare sind auf dem Niveau von Troll-Polemik ohne Substanz und konstruktive Gedanken. Schade.

      Trotz Unkenrufen geht die Arbeit weiter und ALFA startet eine Kampagne mit der Forderung den Bundespraesidenten von Bevoelkerung waehlen zu lassen!

      • Es ist doch interessant, warum Herr Piekenbrock zu einer Zahl Stellung nehmen soll, die Herr v. Suntum aufwirft. Als Herr Joost, Herr Roje und Herr v. Suntum als Gäste der Vorstandssitzung der DBD die Mitglederanzahl erfragen wollten, wurde darauf hingewiesen, dass wir zu diesem Zeitpunkt dazu keine Aussage treffen. Keine Aussage=2800?? Lächerlich. Wir sind Ende Februar gegründet, wo sollen die her kommen??
        Wir sehen das als Bestandteil eines jämmerlichen Versuches, jemanden zu diskreditieren, der einen Antrag nicht annimmt. Es gibt eine Email von mir an Herrn v. Suntum, wo ich eindeutig Stellung beziehe zu unserer Größenordnung. Ende der Stellungnahme, ich denke wir haben andere Probleme, als uns gegenseitig zu zerfleischen. Schade, dass sich das Niveau so senken kann.

      • Mein Beitrag ist weder voreilig noch feindlich gegenüber ALFA. Die kritischen Kommentare sehe ich auch viel differenzierter als Sie. Der Mangel an Kritikfähigkeit ist ein großes Problem, welches schon in der AfD massiv geschadet hat.

  5. Es war ein Fehler von Herrn Lucke, nach dem BPT von Essen nicht in innerparteiliche Opposition anzutreten. Der nächste war, nicht das für die AfD gewonnenen Mandat im Europaparlament zurückzugeben. Er hat kein Direktmandat errungen, sondern über die Liste. Damit ging seine Glaubwürdigkeit verloren. Die AfD war zur richtigen Zeit da, als Frau Merkels Politik immer mehr Menschen fragwürdig erschienen. Jetzt scheint das komplette Raum rechts der Mitte (bis auf in Bayern) das Habitat der AfD zu werden. Und wenn es der AfD gelingt, dass die Leute nicht mehr glauben, die AfD’ler sitzen in Bomberstiefeln und -Jacken in den Bierzelten, dann ist noch viel mehr für die AfD möglich. Es ist nur noch eine Frage des Images.

    • Die geraubten Europamandate der ‚ALFA‘-Abgeordneten zeigen am deutlichsten, mit welchem Politikertypus man es bei Herrn Lucke und seiner überwiegend CDU und CSU entliehenen Gefolgschaft im Wesentlichen zu tun hat.

      Die Kleinstpartei ‚ALFA‘ wurde nie in das Europaparlament gewählt und keines ihrer fünf Mandate war, wie Herr Wiedenhaupt völlig zu Recht bemerkt, ein Direktmandat.

      Aber was schert es diese vom bloßen Streben nach schnödem Mammon und/oder Macht und Einfluss getriebenen Karrieristen und Lobbyisten?

      Solche Politiker braucht niemand, die gibt es in den Altparteien nämlich bereits zur Genüge. Daher ist die Totgeburt ‚ALFA‘ überflüssig wie ein Kropf, egal mit wem sie nun Bündnisse sucht.

      Am Ende wird Herr Lucke zur CDU zurückkehren, wie bereits 2013 nach der „verlorenen“ Bundestagswahl von mir prognostiziert. Aber natürlich erst, wenn er dort irgendeinen Vorteil für sich ausgehandelt hat. Schließlich war er schon einmal 33 Jahre lang unbeachtetes Mitglied der Union. Vielleicht belohnt ihn die Staatsratsvorsitzende ja demnächst mit irgend einem Gefälligkeitspöstchen?

      • Werter Herr Meister,

        Ihrer Quasi-These vom CDU-Agenten Lucke widerspricht bereits der von Ihnen selbst festgestellte Dilettantismus desselben und ist deshalb unschlüssig.

      • @Friedrich Schlegel

        Aber warum denn?
        In der CDU und CSU tummeln sich viele Dilettanten. Nehmen Sie doch nur die Frau Kanzlerin oder den Bundesverkehrsminister als Beispiel …

    • Mitglieder des EPs wurden damals gewaehlt mit bestimmten Kandidaten fest im Blick. Diese Kandidaten sind es auch mehrheitlich geworden. Entscheidung ist gefallen und kann nicht beliebig retroaktiv veraendert werden. Vielleich leidet AfD noch immer am Fantomschmerzen?

  6. Es ging doch bei ALFA von Anfang an nur um die Befindlichkeiten der Person Bernd Lucke. Aber niemand braucht einen Bernd Lucke, der ein autokratischer Egomane ist und unfähig, sich irgendwo konstruktiv einzubringen und seine potentiellen Mitstreiter mitreden zu lassen. Wann sieht er das endlich selbst ein?

  7. Das wird vermutlich die letzte Lachnummer vor der Selbstauflösung nach abschließender gerichtlicher Entscheidung über den Namensstreit. Wie vorhergesagt, ist eine Abspaltung unter Mitnahme der Mandate immer zum Scheitern verurteilt. Und natürlich sind auch sämtliche Namen, die damit in Verbindung gebracht werden, verbrannt. Das konnten oder wollten die seinerzeitigen „Weckrufer“ nicht verstehen, weswegen sie nach Essen vollkommen kopflos wurden. Ein wie auch immer geartetes Comeback für Herrn Lucke wird es in der Politik nicht geben. Auch der Weg in eine andere Partei – und sei diese noch so unbedeutend – steht ihm nicht offen, da er als das personifizierte Erfolgshemmnis angesehen wird.

    • Wenn Herr Lucke sich in eine Partei einfügen würde, ohne den Führungsanspruch zu erheben, könnte er durchaus ein Gewinn für sie sein. Ohne politisches Talent hätte er die AfD nicht gründen und auf die Erfolgsspur setzen können. Doch seine politischen Schwächen sind auch offensichtlich, sonst wäre ihm die AfD nicht entglitten, deren ungekrönter König er war.

      • Bernd Lucke ist nicht der „Gründer der AfD“ wie fälschlichrweise immer wieder behauptet wird. Als die ersten Gespräche zur Gründung der AfD geführt wurden, versuchte der zuvor 33 Jahre lang in der CDU erfolglose Bernd Lucke sein Glück gerade als Listenkandidat bei den Freien Wählern, die ihn in den Niedersächsischen Landtag befördern sollten. Auch das hat bekanntlich nicht geklappt.

      • Sicher, er war zwischenzeitlich der ungekrönte König. Er hätte es dabei belassen können, statt auf die offizielle Inthronisierung zu bestehen. Sicher wäre nachfolgend auch die Abdankung die bessere Wahl gewesen, als das Exil. Vielleicht war auch Herr Henkel der falsche Advisor.

      • @Friedrich Schlegel

        Sehr bemerkenswert finde ich, wie ruhig es um Herrn Henkel (der ja sonst um Interviews stets bemüht ist) und auch um Herrn Starbatty geworden ist. Sind die Herren etwa durch Erleuchtung und Selbsterkenntnis geläutert?

      • Sehr geehrter Herr Meister,

        Herr Starbatty, den ich ansonsten für einen klugen Kopf halte, hat sehr vorschnell auf Herrn Henkel vertraut, der sich letzen Endes wie Herr Lucke auch, eine Partei nach Maß schneidern wollte. Im Ergebnis ging die Rechnung nicht auf und alle drei stehen nun als Prediger in der Wüste. Sie hätten die Mandatsmitnahme finanziell nicht nötig gehabt, hielten diese aber für ein Teil der Reputation einer neuen Partei. Allein das Gegenteil ist bekanntermaßen der Fall.

      • @Friedrich Schlegel

        Ob die Mandatsmitnahme nun im Einzelfall aus Geld- oder Machtgier erfolgte oder nur aus der irrigen Annahme heraus, eine neue Partei könne sich mit geraubten Mandaten einen nachhaltigen Startvorteil verschaffen, kann völlig dahingestellt bleiben.

        Derart unsportliches Verhalten goutieren die Wähler nun mal nicht. Hätten die ‚ALFA‘-Verantwortlichen nur einen Funken politischer Empathie, so hätten sie sich das schon vorher ausrechnen können. Haben sie aber ganz offensichtlich nicht.

      • Sie wissen, dass er den Führungsanspruch garnicht hatte und mehr oder weniger überredet wurde?

        Wie dem auch sei. ALFA hat sich nicht so durchgesetzt, wie man es sich bis dato erhofft hatte. Alle waren euphorisch, bei Infoständen kam alles sehr gut an bei den Bürgern. Die Ergebnisse bei den letzten Wahlen kamen da wie ein Schlag in den Nacken.

        Vergleiche zur Grünung der AfD würde ich ebenfalls nicht anstellen wollen, denn die Entstehungen beider sind grundsätzlich verschieden. ALFA hat dennoch unter den kleinen das beste Grundgerüst was die organisatorische Aufstellung angeht. Auch wird niemand einer Partei zu 100% zustimmen können, aber finden denn alle (ausserhalb von ALFA) alles Thematische von ALFA schlecht? Das glaube ich kaum.

        Wir werden sehen wo die Reise hingeht. Wesentlichen Anteil daran werden auch die Medien haben. Man darf nicht vergesse, dass diese 2013 fast ununterbrochen über die WA2013, dann AfD berichtet hat und wesentlichen Anteil daran hatten, diese bei den Bürgern bekannt zu machen.

      • @Michael Fritzen

        Wenn eine Kleinstpartei ihre vermeintlichen Lichtgestalten zum Jagen tragen muss, sagt das schon sehr viel über die gewaltigen Fähigkeiten ihrer übrigen Mitglieder aus.

    • @ Friedrich Schlegel: Die Mehrheit der Weckruf-Interessenten hatte seinerzeit für die sogen. „Winterschlaf“-Option votiert und nicht für die Gründung einer neuen Partei. Es schadet den Gelehrten nicht, wenn sie gelegentlich dem „sensus populi“ Gehör schenken.

  8. Mit wem will Bernd Lucke fusionieren? Mit den Bilbeltreuen Christen? Den Violetten? Oder der Familienpartei? Die Freien Wähler hat er ja schon durch! Reisende soll man ziehen lassen!!!

    Zu den charakterlichen Eigenschaften von Bernd Lucke, zu seinen Lakaien, seinem „Weckruf“ und seiner Alfa-Partei, die nicht mehr so heißen darf, ist hier schon mehrfach alles gesagt worden. Ich fasse es noch einmal in einem Satz zusammen: Lucke steht sich selbst im Weg.

  9. Pingback: Offener Brief an Herrn van Suntum | Die Silberseite

  10. Meines Erachtens hat ALFA in der Gründungsperiode die heterogene Zusammensetzung in der Parteispitze gefehlt, die es bei der AfD gab (und die später auch Probleme bereitete). Das mag schon an Dr. Lucke und dessen Mißtrauen aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelegen haben. Daraus resultierte ein umständlicher und zeitraubender Aufbau der Parteistrukturen, der die Gunst der Stunde nach Essen nicht nutzte. Einige Aspekte wurden hier von Prof. Dilger schon beleuchtet: Zu frühe und zu breit angelegte Parteisatzung, fehlende eindeutige Positionierung, der Aufbau über Regionalverbünde als Voraussetzung für die Gründung von Kreisverbänden. Da werden derzeit immer noch Regionalverbünde begründet und manche Mitglieder wissen (deshalb) bis heute nicht, wer aus den ehemaligen AfD-Kreisverbänden nun „dazugehört“. Dann das Bekenntnis von Dr. Lucke auf dem BPT in Demmin, er habe – in einer Zeit, in der die Partei immer noch um Positionierung ringt – seine Nachfolgerin zum Jagen tragen müssen – unverständlich. Schade um den guten Willen und die Anstrengungen aller Beteiligten. Jeder handelt eben so gut er kann, und die gehässigen Unterstellungen von Herrn Meister halte ich für abwegig.

    • @Klaus Wolfgang Berger

      Gehässige Unterstellungen?
      Es sind alles nur Fakten und Erfahrungswerte, die diejenigen, die etwas näher dran waren und daher früher erkennen konnten, bereits in der AfD mit Herrn Lucke sammeln „durften“.
      Allen, die heute noch politisch auf Herrn Lucke setzen, empfehle ich, sich einmal näher mit der ‚Lehre von der doppelten Prädestination‘ auseinander zu setzen und sich außerdem damit zu befassen, wer außer Herrn Lucke in der politischen Landschaft noch Calvinist ist. Das erklärt einiges.

    • Die ALFA hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber den meisten anderen Parteien unter der 5%-Hürde. Sie hat ein solides Fundament aufgebaut und mit einer Reihe von Parlamentariern die Möglichkeit politisch in die Tiefe zu gehen.

      Während Parteiprogramme bei neuen und kleinen Parteien zwar immer einen guten Willen zeigen, scheitert es allzu häufig an realistischen und umsetzbaren Inhalten.

      Die Kräfte zu bündeln heißt für die Bürgerinnen und Bürger dann letztendlich mehr Know-how innerhalb der neuen Partei und für die neue Partei natürlich auch eine wesentlich größere Reichweite um Menschen unabhängig von der medialen Aufmerksamkeit zu erreichen.

      Die ALFA hat strukturell ein breit ausgedehntes Netzwerk aber zieht natürlich wie beschrieben noch Altlasten mit sich. Der prägende Moment war die Abspaltung von der AfD, die aus nachvollziehbaren Gründen geschah (wie man jetzt mittlerweile fast täglich feststellen kann – Gauland/Höcke sei dank). Ein Zusammenschluss erlaubt den Menschen rund um ALFA und den anderen beteiligten Parteien ein neues Image aufzubauen und damit einhergehend die Möglichkeit den Fokus auf die wesentlichen Inhalte zu legen.

      Herr Prof. Dr. van Suntum selbst ist da ein ausgesprochen fairer Gesprächspartner, der die notwendige Transparenz in diesem Prozess herstellt und auf Augenhöhe kommuniziert. Er ist politisch unvorbelastet und bringt als neues Gesicht einen frischen Wind in den Bundesvorstand.

      Die Mittelstandsbewegung ist wie weiter oben beschrieben als Verband ein Teil dieser Gespräche. Sie wurde nicht aufgelöst und ihr Vorsitzender ist nach wie vor Dr. Daniel Hahn. (wie auch auf der Internetseite ersichtlich)

      • Schön wäre es, wenn Sie, Herr Rohmann, Ihre Behauptungen mit Fakten unterlegen würden- insbesondere mit solchen, die sich mit den hier und früher vorgebrachten Kritik-Punkten auseinandersetzen. Bei ALFA scheint es mir nicht an Fachwissen, wohl aber an Führungseigenschaften zu fehlen. Ihre Einschätzung zur Persönlichkeit von Prof. van Suntum teile ich im übrigen.

      • Der Irrtum liegt hier:

        „… solides Fundament aufgebaut […] mit einer Reihe von Parlamentariern…“

        Es gibt keine ALFA-Parlamentarier. Es gibt nur Parlamentarier der AfD, die zu ALFA gewechselt sind. Es ist nicht einmal garantiert, dass diese nicht an einen Nachrücker der AfD fallen.

        „Die ALFA hat strukturell ein breit ausgedehntes Netzwerk aber zieht natürlich wie beschrieben noch Altlasten mit sich.“

        Naja!

      • @Friedrich Schlegel

        Lassen Sie unsere Alfisti doch ruhig weiter träumen. So lange sich keiner von ihnen an das Steuer eines echten Autos setzt, wird nicht viel Unheil passieren. Wenn es einen Einäugigen unter ihnen gäbe, wäre der allerdings ihr König. 😉

  11. Pingback: DBD – kein Partner für ALFA | ulrichhilmer

  12. Ein mir gut bekanntes Mitglied von ALFA berichtet von inzwischen ähnlichen innerparteilichen Grabenkämpfen wie in der Zeit vor dem Essener Parteitag der AfD, ob sie nun auf Facebook stattfinden oder in Landesfachausschüssen. Das schließt Bevormundung und Diffamierung mit ein. In geschlossenen Gruppen werden auf Fb „forsche“ Beiträge eingestellt, diese heftigst/auch unter der Gürtellinie diskutiert und dann ganze Threads gelöscht, unter anderem auch von einem Landesvorsitzenden.

  13. Ohne jetzt alle Kommentare durchgelesen zu haben: Warum sieht man nicht mal das große Ganze? Fusionieren, auch wenn es hier und da Unstimmigkeiten gibt, um eine wirkliche Chance zu haben, das Merkel-Regime abzuwählen … So gibt es nur wieder Splitterparteien und der Sch… geht weiter … Sind die Unstimmigkeiten wirklich so groß? Kann man sich nicht mal zusammenreißen und an das große Ganze denken? Muss jeder die Ellenbogen raushauen? An was sollte der Politiker denken? An die Macht oder das Volk?

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