Schlimmster Amoklauf in den USA

In der Nacht zum Sonntag kam es zum bisher blutigsten Amoklauf in den USA mit mindestens 50 Toten und noch mehr Verletzten. „Islamischer Staat bekennt sich zu Anschlag in Nachtclub“ und der Amokläufer selbst, ein in den USA geborener US-Bürger mit aus Afghanistan stammendem Vater, bekannte sich zum IS. Doch ob tatsächlich eine Verbindung bestand, ist unklar (außer für Herrn Trump, der deshalb Präsident Obama zum Rücktritt und Frau Clinton zum Rückzug von ihrer Kandidatur aufforderte). Seine Ex-Frau meinte: „‚Er war gewalttätig und psychisch labil'“, aber „nicht sonderlich religiös“. Sein Vater „hielt eine schwulenfeindliche Tat für wahrscheinlicher“ als eine islamistische.

„Die schlimmsten Amokläufe in den USA“ haben auch am ehesten psychische Störungen der Täter als Gemeinsamkeit. Hinzu kommt, dass in den USA jeder Idiot viel zu leicht an viel zu schwere Waffen kommt. Beschränkungen wie in Europa kommen in den USA aus rechtlichen und gesellschaftlichen Gründen nicht in Betracht, doch schon wenige vernünftige Regeln würden helfen, solche Amokläufe zwar nicht völlig zu verhindern, aber weit weniger tötlich zu machen. Auch viele weitere Tote durch Schusswaffen ließen sich verhindern, wenn nicht die Waffenlobby und viele Republikaner einschließlich Herrn Trump dagegen wären.

61 Gedanken zu „Schlimmster Amoklauf in den USA

  1. Die meisten der zahlreichen Amokläufe in den USA hätten sich wohl tatsächlich nie ereignet, wenn nicht jeder Vollpfosten bis an die Zähne bewaffnet wäre. Auch die Tatsache, dass in keinem Land der Welt so ein hoher Anteil der Bevölkerung im Gefängnis sitzt, spricht Bände.

    • Leider nur Parolen!

      Wollen Sie implizieren, dass sie unschuldig sitzen oder die Gesellschaft schuld ist? Bekannte linke Ideologie. Waffenverbreitung und Kriminalitaet haengen nicht unbedingt zusammen.
      Ist es nicht ein Zeichen eines funktionierenden Polizeiapparats und Justiz? Fragen Sie US Buerger, auch Hispanos und Schwarze. Sie wollen sicherer leben und deswegen kaufen sie sich Waffen! Es geht vieleicht nur um einmal im Leben wann man es braucht.

      • Die USA sind ein Rechtsstaat, der höchstens aus Versehen gänzlich Unschuldige einsperrt. Allerdings war die Mehrheit der Gefangenen nicht gewalttätig, sondern hatte z. B. Drogen dabei. Es ist auch möglich, für drei Ladendiebstähle lebenslänglich ins Gefängnis zu kommen.

        Sie übersehen, dass Waffen das Leben nicht einfach nur sicherer machen. Waffen bei Kriminellen schaden allen anderen. Aber selbst die eigene Waffe macht das Leben außerhalb eines Bürgerkrieges nicht sicherer, sondern gefährlicher, wie sich theoretisch und empirisch zeigen lässt.

    • Wir erleben mal wieder, dass Anti-Amerikanismus, Vorurteile und eine Abneigung gegen Donald Trump über liberalen Prinzipien steht.

      Die schlimmen Verbrechen von Paris und Brüssel wurden durch Schusswaffengesetze nicht verhindert. Außerdem hatte der Täter, soweit wir wissen, eine Spengstoffweste, die man wohl auch in den USA nicht im Geschäft kaufen kann. Hinzu kommt, dass die Tat in einer „gun free zone“ verübt wurde, wo Schusswaffen also nicht erlaubt sind.

      ‚Auch die Tatsache, dass in keinem Land der Welt so ein hoher Anteil der Bevölkerung im Gefängnis sitzt, spricht Bände.‘
      Für was? Wie viele Leute würden in Deutschland im Gefägnis sitzen, wenn der Sozialstaat massiv zusammengestrichen würde?

      • Es ist nicht antiamerikanische, Zehntausende vermeidbare Todesfälle von Amerikanern jedes Jahr vermeiden zu wollen. Viele Amerikaner wollen auch vernünftigere Waffengesetze, doch hier lässt sich besichtigen, wie Lobbyismus wirkt.

        Der Attentäter trug nach den bekannten Informationen keine Sprengstoffweste, dürfte aber ganz legal Waffen kaufen, obwohl er dem FBI bekannt war und seine Sympathien für den IS und Attentatspläne öffentlich bekundet hatte.

        Wie ich schon schrieb, sind die meisten Gefangenen in den USA nicht wegen Gewaltverbrechen im Gefängnis. Auch hier setzt sich eine Lobby durch, die gut von den vielen Gefängnissen lebt.

  2. Es ist ganz klar, daß dieses Massaker nichts mit dem Islam zu tun haben kann. Man wird den Täter für nicht zurechnungsfähig erklären und im übrigen die US-Waffengesetzte für die vielen Toten verantwortlich machen.

    • Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang mit dem Islam bzw. genauer dem IS, weil der Täter diesen selbst hergestellt hat. Die entscheidende Frage lautet, welcher Art dieser Zusammenhang ist. Omar Mateen war kein vom IS ausgebildeter Kämpfer, aber stand er überhaupt mit diesem in Kontakt und handelte er aus politisch-pseudoreligiösen Gründen? Momentan sieht es eher so aus, dass er tatsächlich psychisch gestört war und irgendeine Begründung für sein ohnehin geplantes Verbrechen angeben wollte.

      • Der Mann hatte seine Ex-Frau wiederholt geschlagen. Man kann das als psychische Störung deuten und so wird es wohl auch geschehen.
        Näher liegt aber der Zusammenhang zum kulturellen Hintergrund des Mannes. Im Heimatland seiner Eltern sind Frauen Sachgegenstände, die man besitzt, mit denen man machen kann, was man will. Seine Eltern werden diese, ihre Kultur nicht bei der Einreise in die USA an der Garderobe abgelegt haben sondern ihre „Werte“ an ihren Sohn weitervermittelt haben, der nach außen hin wahrscheinlich „gut integriert“ war.

        Man wird im übrigen auch auf fanatische Schwulenhasser anderer Religionszugehörigkeit verweisen, um seinen Islamhintergrund zu relativieren.

      • Solche reinen Verlinkungen sind nicht erwünscht. Warum schreiben Sie nicht selbst, dass Sie meinen, islamistische Hasspredigten hätten zu dem Amoklauf geführt? Allerdings hören sich Millionen Menschen solchen Unsinn an, ohne gleich ihre Mitmenschen umzubringen.

      • Es ist mir bekannt, daß Sie diese Verlinkungen nicht wünschen, deshalb vermeide ich sie auch nach Möglichkeit. Aber soll ich etwa den ganzen (äußerst lesenswerten) Text hier reinkopieren? Da muß man halt mal abwägen.

      • ‚Allerdings hören sich Millionen Menschen solchen Unsinn an, ohne gleich ihre Mitmenschen umzubringen.‘

        Und laut PWE Global Research befürwortet die Mehrheit der Muslime die Scharia als alleiniges Recht, in Afghanistan sind es 99%. Laut europäischen Studien befürworten über 20% der Muslime unter 30 in Deutschland terroristische Taten; in Frankreich sind es über 40%. Aber bitte mehr davon holen, die wählen bestimmt alle liberale Parteien und tun der westlichen Gesellschaft ganz gut. Wie dumm für Hitler, dass er keine Religion gegründet hat, dann wäre Nationalsozialismus ein Menschenrecht.

        Und in den USA gibt es radikale homophobe Hassgruppen wie die Westboro Baptist Church. Die demonstrieren (!) gegen Schwule. In den USA gibt es massenweise radikale Christen, die auf massenweise Schusswaffen sitzen. Es müsste dort täglich knallen. Aber wenn es passiert – wer war es dann…?

        Der Vater des Täters (ein Täter, der ein registrierter Demokrat war) ist auf Video, wie er die Taliban verteidigt. Schon im April wurde ein Medienbericht bei YouTube eingestellt, die homophobe Hetze in der Moschee von Orlando zeigt.

        Gott sei Dank sind die Amerikaner nicht so dumm, auf die notorische Verharmlosung von Gewalt und Hass hereinzufallen (wie lange sollen Homosexuelle denn darauf warten, sich umbringen zu lassen – siehe Juden im Dritten Reich?). Sie werden den in Florida in den Umfragen führenden Herrn Trump zum Präsidenten wählen, der auch nicht so blöd ist, wie Sie ihn darstellen wollen. So hat er Obama zum Rücktritt aufgefordert, weil sich der Euro-Liebhaber Obama auch diesmal geweigert hat, von „radikalem Islam“ auch nur zu reden. Entegegen Ihrer Darstellung hatte das nichts mit dem IS, der vor einigen Tagen tatsächlich zu Anschlägen in Florida aufgerufen hat, zu tun.

        Hier eine Frage: Wäre der Täter Mitglied des Ku-Klux-Klans gewesen und hätte (auch) aufgrund des KKK-Gedankengutes Menschen getötet, würden Sie dann den KKK in Schutz nehmen? Wieso war es in Ordnung, die Flagge der Konföderierten Staaten überall in den USA zu entfernen und faktisch zu verbieten, nachdem diese bei einem rassistisch motivierten weißen Amokläufer gefunden wurde? Dürfen sich alle Männer, die ihre Frauen vergewaltigen und prügeln, auf seelische Probleme und die Aussagen von Angehörigen gleichen Glaubens berufen? Wieso ist es in Ordnung, den Verkauf von Schusswaffen zu verbieten (also z.B. Frauen das Recht zu versagen, ihren Leib mit der Waffe zu verteidigen), obwohl die Mehrheit der Waffenbesitzer keine Probleme macht; den Bau von Moscheen aber nicht? Wieso besitzt der Taliban-freundliche Vater des Täters irgendeine Glaubwürdigkeit, obwohl er offensichtlich seinen Sohn so erzogen hat, dass er sich von küssenden gleichgeschlechtlichen Menschen zum Massenmord provoziert fühlt? Die korrupte Irakkriegsbefürworterin Hillary Clinton, die Staatsgeheimnisse für 25.000 Dollar an Russland verkauft, hat noch ein paar Monate Zeit, das den Amerikanern zu erklären. Es dürfte aber keinen Unterschied machen, denn nach zuverlässigen mathematischen Modellen, die bereits die Vorwahlen richtig vorhergesagt haben, werden etwa 75 Millionen Amerikaner für Donald Trump stimmen – 10-15 Mio. mehr als für Clinton. Das ist doch sehr schön, da Trump gegen die Eurorettung ist.

      • Die meisten Amokläufe und anderen Verbrechen in den USA werden von Christen begangen (von denen es aber auch am meisten gibt). Warum schreiben Sie diese nicht dem Christentum zu? Selbst wenn sich gewalttätige Fundamentalisten auf die Bibel berufen, lastet man das nicht der Bibel und dem Christentum an, sondern höchstens ihrer speziellen Sekte. Entsprechend werden viele islamistische Gruppen in den USA als Terrororganisationen eingestuft und sind verboten, aber natürlich nicht die Weltreligion Islam. Herr Trump ist hingegen ein völlig Opportunist, der heute dies erzählt und morgen das Gegenteil. Wenn es ihm nützen würde, würde er sofort zum Islam konvertieren.

  3. „…doch schon wenige vernünftige Regeln würden helfen, solche Amokläufe zwar nicht völlig zu verhindern, aber weit weniger tötlich zu machen“
    Ja, z.B.könnte jeder gesetzestreue Bürger verpflichtet werden, nie ohne geladene Waffe auszugehen und diese im Fall der Fälle auch anzuwenden.

    • Es wäre doch schon eine große Verbesserung, wenn die Bewaffnung tatsächlich auf gesetzestreue Bürger beschränkt würde. Zum Autofahren benötigt man auch in den USA einen Führerschein, doch Schusswaffen kann dort jeder unkontrolliert erwerben und ge- sowie missbrauchen.

      • Erstens sind die Geschichten und Traditionenen in verschiedenen Laendern sehr unterschieclich. Schusswaffenbesitz ist in USA unverzichtbar und hat mit Amoklaeufen nichts zu tun. Vieleicht sollen die klugen Koepfe sich in anderen Laendern erkundigen wie es mit Waffenbesitz aussieht und was die Statistiken sagen! Amokaefe gab es auch in Deutschland trotz Vernunft und Gesetzen! Schlaue Sprueche kann man von sich geben aber mit offenen Grenzen und wildfremeden Menschen sind die Aussichten fuer Europa schlecht.

      • Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Zahl und Schwere von Amokläufen und den Waffengesetzen. Dabei geht es nicht einfach um die Anzahl an Waffen, sondern vor allem darum, wer welche Waffen wie leicht bekommt. Es ist eben eine blöde Idee, die meisten psychatrischen Patienten frei herumlaufen zu lassen und nicht am Kauf von Waffen zu hindern. Doch selbst wenn Sie wie Herr Trump alle Gefährdungen nur auf Zuwanderer und Muslime schieben wollen, sollten Waffenverkäufe dann nicht zumindest derart kontrolliert werden, dass diese Gruppen nicht mehr so leicht an Waffen kommen (wobei eine Diskriminierung allein nach dem Glauben in den USA noch schwerer durchsetzbar wäre als in Deutschland)?

      • „Zum Autofahren benötigt man auch in den USA einen Führerschein..“
        Ja, und wer keinen hat, der fährt auch nicht Auto. Da sind sie eisern, die Ami`s.

      • Wer ohne Führerschein fährt, wird allein dafür bestraft, selbst wenn er keinen Unfall baut. So ist es auch bei illegalem Waffenbesitz, während der legale Waffenbesitzer seine Waffe erst illegal einsetzen muss.

  4. Günter Grimm
    Dieser Fall zeigt erneut, dass es nie eine absolute Sicherheit geben kann und wird. Der Täter ist tot! Die Agitatoren leben und werden weiterhin solche Menschen “ produzieren „, die solche Taten als richtig und gut betrachten. Ausrotten kann man die IS nicht. Aber man kann härter mit ihr umgehen und ihr zeigen, dass es nicht mehr so weitergehen kann und darf.
    Es ist kein schöner Gedanke, wenn ein demokratischer Staat real hart durchgreift, da gewisse Denkmuster ignoriert werden müßten.
    ABER … ohne die notwendige Härte werden die “ Menschen “ weiter mit uns “ spielen „, bis sie evtl. eines Tages die Oberhand gewonnen haben.
    Ein schrecklicher Gedanke !!!
    Günter Grimm

  5. Bei aller berechtigten Kritik an den amerikanischen Waffengesetzen:
    Die Zieldefinition bestimmt die Wahl der Mittel!

    • Wenn das Ziel ist, die Zahl der Todesopfer durch solche Amokläufe und andere Formen des Schusswaffengebrauchs gering zu halten, sind die bestehenden US-amerikanischen Waffengesetze offensichtlich nicht das geeignete Mittel.

      • US Gesaetze beruecksichtigen auch die Tatsache , dass sie sich als Buerger mit bestimmten Waffen auch in vielen Situationen erfolgreich verteidigen koennen! Also Voraussetzung ist , sie muessen ihr Geschaeft oder ihre Familie such gegen eine Bande verteidigen. Mit Damenpistolen oder Pfefferspray kommen sie nicht sehr weit.

        Und die Gesundheit der Angreiffer darf dabei keine Rolle spielen! Solange man es nicht braucht und in guten, sicheren Vierteln wohnt kann man ordentlich in Deutschland spinnen!

      • Waffen dienen nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zum Angriff, während der Verteidiger eher auf die Flucht verzichtet, was ihn selbst gefährdet. Außerdem erklärt das nicht, warum in den USA der Waffenverkauf häufig gar nicht kontrolliert wird. Der Attentäter outete sich vorher und konnte trotzdem noch legal Waffen kaufen. Wie können Sie das in Ordnung finden?

  6. „Beschränkungen wie in Europa kommen in den USA aus rechtlichen und gesellschaftlichen Gründen nicht in Betracht, doch schon wenige vernünftige Regeln würden helfen, solche Amokläufe zwar nicht völlig zu verhindern, aber weit weniger tötlich zu machen. “

    Die Attentäter in Paris oder Belgien haben ihre Waffen auch nicht im Geschäft um die Ecke gekauft, sondern irgendwo auf den zahlreichen Schwarzmärkten. Wer eine Waffe will, der kriegt auch eine. Mit Waffenverboten kann man Unfälle reduzieren, aber keine Kriminalität.

    Wenn ich mir die Liste der Amokläufe in den USA und in Deutschland anschaue, dann habe ich zweifle, dass die Amerikaner erheblich stärker betroffen wären als in Deutschland. Überhaupt sind die Zahlen nicht derart umfangreich, dass Amokläufe strengere Waffenrichtlinien nachvollziehbar begründen würden. Solche Forderungen sind wieder nur billiges und hysterisches Geschrei.

    http://kurier.at/chronik/weltchronik/orlando-dutzende-verletzte-bei-amoklauf/204.073.701

    Umgekehrt verhindern Waffenverbote hingegen, dass sich die Zivilgesellschaften wehren können.

    Würde ein liberaleres Waffenrecht in Deutschland gelten und eine Kultur der Selbstverteidigung geben, dann hätten wir die Einbruchsserien nicht. Kein Einbrecher macht sich auf den Weg von Rumänien nach Deutschland, um sich erschießen zu lassen. Selbst den islamistischen Asozialen vergeht der Appetit auf Paradiesjungfrauen, wenn der Terror nicht mehr die Furcht entfalten kann, an deren Vorstellung sie sich zu den Lebzeiten laben wollen.

    Hätten die Jungs in diesem Club oder zumindest einige von ihnen eine Schusswaffe dabei gehabt, dann wäre der Hansel auch nicht weit gekommen. Irgendeiner hätte diesen asozialen Trottel so schnell zu seinen Jungfrauen befördert, dass die Tat mangels Effekt und Befriedigung sich auch für den größten asozialen Trottel nicht zur weiteren Nachahmung empfohlen hätte.

    Ich vermute allerdings, dass das vermutlich liberale Waffenrecht die Besucher weniger interessiert(e), weil sie mental wohl eher völlig auf Kopulationen fokussiert waren und wohl weder viel Kleidung, noch viel Taschen und natürlich erst recht keine Waffen bei sich trugen, weil jedes dieser Details vermutlich dem angestrebten Vorhaben störend gewesen wäre. Der Täter hatte also keine Gegenwehr zu fürchten und konnte seine Perversionen ungehemmt ausüben.

    Allerdings werden die Betreiber solcher Vergnügungsstätten in USA und in Europa mit effektiverer Sicherheitstechnik beschäftigen müssen. Auch in Paris wurde der Fokus auf eine Vergnügungsmeile gelegt.

    Wer Islamisten importiert, islamistische Führer zu Partnern erklärt und diesen zudem eine gut funktionierende Infrastruktur schenkt, der muss mit solchen Terrortaten einfach rechnen und zwar gehäuft.

    Dass die Bevölkerungen Personen und Parteien wie Trump, FPÖ, AfD, FN, pp. Chancen einräumen, sich in diesen Fragen oder besser: radikalen Antworten zu bewähren, sollte nicht verwundern ( zumindest dann nicht, wenn das eigene Gehirn und die eigene Wahrnehmungsfähigkeit nicht völlig durch Chrystel Meth, Kokain, Amphetamienen, Cannabis oder Champus wie die der zahlreicher Politiker zersetzt sind. )

    • Mit Waffenverboten kann man ernsthaften Terrorismus nicht verhindern, aber sehr wohl die Kriminalität reduzieren und vor allem weniger tödlich machen. Gewöhnliche Kriminelle reagieren auf Anreize. Wenn es schwieriger, d. h. teurer, riskanter und härter bestraft wird, Waffen zu beschaffen, wird es weniger unternommen. Hinzu kommt, dass die Kriminellen auf die allgemeine Bewaffnung der Bevölkerung reagieren. Wenn die Opfer vielleicht bewaffnet sind, wird eher geschossen, als wenn sie es ziemlich sicher nicht sind. Entsprechend reagiert übrigens auch die Polizei, weshalb in den USA von ihr viel mehr Unschuldige erschossen werden als in Europa. Dagegen werden Attentäter kaum von bewaffneten Zivilisten gestoppt, sondern entweder von ausgebildeten Sicherheitskräften oder tatsächlich auch unbewaffneten Zivilpersonen.

      • In den baltischen Staaten, in den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens sind die durch Schußwaffengebrauch Getöteten in Relation zur Bevölkerung trotz strengem Waffenrechts zahlreicher in den USA.

        In den USA gibt es Staaten mit liberalem Waffenrecht, die kaum Morde durch Schusswaffen zu beklagen haben.

        Außerdem ist es letztlich egal, ob ein in den Brustkorb gerammtes, ein an sich angenehm kühles und erfrischendes Eisen auf dem Schädel, ein an sich wohliges Gift oder eine profane Bleiladung das Leben beendet. Tot ist tot. Der beschränkte Blick auf die Schusswaffenmorde greift zu kurz, wenn nicht auch ein Blick auf die übrigen Tötungsdelikte geworfen wird.

        Gerade wenn wir uns an die Morde gegen die zahlreichen Passagiere der Flugzeuge und der Mitarbeiter in den Twin Towers erinnern, dann sollte uns eigentlich klar sein, dass die innere Einstellung zum Mord viel relevanter ist als die Wahl des Instruments, wenn mit einem Teppichmesser der gleiche Erfolg herbeigeführt wird wie mit einer Schusswaffe.

        Immerhin wurde der Täter des aktuellen Geschehens durch die einzig anwesende Waffe in Schach gehalten. Wäre der Ex-Polizist mit Waffe nicht in der Nähe gewesen, dann wäre die Anzahl der Toten noch größer geworden. Wäre er oder jemand anders mit Waffe näher am Geschehen gewesen, wäre die Zahl vermutlich noch geringer ausgefallen.

        Gekriegt hätte der Afghane seine Waffe, auch wenn das Waffenrecht in den USA so wenig liberal wie in Deutschland gewesen wäre. Seine Massenmordabsicht war entscheidend und nicht die Frage, wie er sich die Waffe besorgt. ( Im übrigen gab es irgendwo vor kurzem einen Massenmörder, der sein Unwesen mit einem Messer anrichtete. )

        Es mag sein, dass die Polizei schneller zur Waffe greift, wenn insgesamt mehr Waffen im Umlauf sind. Die problematischen Fälle des Schusswaffengebrauchs durch die Polizei waren jedoch nicht durch besondere Notwehrlagen begründet gewesen, sondern wohl eher durch die aggressive Grundhaltung der Polizisten gegenüber Teilen der Bevölkerung.

        Letztlich läuft es auf die bewertende Frage hinaus, ob man lieber mehr tote Täter und tote Personen aus insgesamt eher kriminellen oder gewalttätigen Milieus und dafür insgesamt eine niedriger Kriminalitätsquote will – will man also Notwehr und Nothilfe wieder stärker gewichten – oder weniger Todesopfer insb. im Bereich der Tätermilieus, aber dafür insges. eine höhere Strafdeliktsquote.

        Mir ist die erste Variante sympathischer. Milieutote jucken mich nicht, aber Einbruchsdiebstahl, Vandalismus, pp. umso mehr.

      • Im früheren Jugoslawien herrschte Bürgerkrieg und es sind noch viele Waffen im Umlauf. Die schon vorhandenen Waffen sprechen auch dagegen, in den USA den Verkauf jetzt radikal einzuschränken. Aber mir hat hier noch niemand beantwortet, warum es sinnvoll sein soll, an bekanntermaßen gestörte Personen automatische Waffen zu verkaufen. Natürlich kann man auch auf andere Weise töten, selbst mit den bloßen Händen, aber das ist zumindest schwieriger, eine Flucht ist eher möglich oder eine Überwältigung durch stärkere bzw. einfach mehr Menschen. In den USA gibt es insgesamt mehr Schusswaffen- und sonstige Gewaltopfer, nicht nur unter Kriminellen.

      • @R.E.R. Wilhelm 20:50

        Meine volle Zustimmung! Man darf die Augen vor Wirklichkeit nicht schließen.

        @Prof. Dilger 23:54

        Waffen in Jugoslawien waren schon seit dem WK2 sehr verbreitet. Fakt ist, es gibt viele Waffen und sie werden relativ schnell benutzt. Bestimmte Völker oder Individuen lösen Konflikte auch schnell mit Gewalt. Z.B. Albaner, Afganen, Schwarzafrikaner, Latinos etc.etc. Und wie ist es mit Auftragsmorden in Russland, nur die Opfer sind wehrlos!

        Sie wissen es vielleicht nicht aber wir alle begegnen fast täglich psychisch gestörte Täter die Urlaub in Freiheit verbringen oder entlassen sind. Täter die lebenslang ein Risiko für andere Menschen bleiben werden, tickende Bomben. Egal wie die Waffengesetze aussehen! Was in Orlando etc. passiert ist, wäre auch bei Waffenverbot passiert. Mit Explosiv, mit einem Samurai-Schwert, mit Molotov-coctails, mit einem vollgetanktem Lastwagen…….

        Und Sie fragen sich wie man an psychisch gestörte Menschen Waffen verkauft aber ich frage mich wie man in Deutschland trotz Untauglichkeit Passagiermaschinen fliegen darf?

      • Es darf nicht jeder Passagiermaschinen fliegen, sondern es gibt dafür hohe Anforderungen, auch wenn bei deren Überprüfung Fehler passieren. Es darf auch nicht jeder einfach so Auto fahren, aber in den USA darf jeder Bürger und dauerhaft legal sich dort Aufhaltende Schusswaffen kaufen. Das gilt schon lange und hat mit der momentanen Einwanderung nichts zu tun.

      • 1. Innerhalb der USA korrelieren die Anzahl der Schußwaffentote nicht mit der Liberalität von Waffenrecht in den jeweiligen Bundesländern.

        Außerhalb der USA gilt das gleiche. Die USA hatte 2012 keine höhere Mordrate als Frankreich. Beide Staaten haben eine höhere als Deutschland, trotzdem sind beide Länder sicher.

        https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tungsrate_nach_L%C3%A4ndern

        Man macht es sich zu einfach, wenn man glaubt, durch ein strengeres Waffenrecht Kriminalität zu reduzieren. Das Problem hat aber mehrere Ursachen, die insb. im gesellschaftlichen Umfeld zu suchen sind.

        2. Dass es nicht klug ist, psychisch Kranken eine Schusswaffe in die Hand zu drücken, liegt auf der Hand. Der Hinweis ist aber im konkreten Fall leider irrelevant.

        Der Täter war in erster Linie ein hasserfüllter Krimineller. Hier ballerte nicht ein Täter, weil er einer Psychose unterlag, sondern weil er religionsbedingt Menschen hasste. Hass mag im gesellschaftlichen Sinne „krank“ sein, ist aber im medizinischen Sinne allenfalls eine Persönlichkeitsstörung.

      • Nach der von Ihnen verlinkten Tabelle war die Tötungsrate in den USA 4,7-mal so hoch wie in Frankreich. Natürlich liegt das nicht nur am Waffenrecht, aber dieses ist ein wichtiger Faktor, der sich relativ leicht beeinflussen ließe, wenn die Politik nur wollte. Was Sie über den Attentäter von Orlando schreiben, ist rein spekulativ und von den öffentlich verfügbaren Informationen nicht gedeckt.

      • @Prof. Dilger 9:36

        Trotzdem ist Herrn Wilhelms Tabelle sehr vielsagend:

        a. Tötungsrate pro 100000 Einwohner in Russland ist trotz starken Kontrollen der Waffen doppelt so hoch wie in US (9,2 vs 4,7)!
        b. Wenn man die Länder anschaut aus welchen Hispanics nach USA kommen sind es Länder mit Tötungsraten über 20! Sind die Gesellschaftsstruktur und andere Faktoren nicht viel wichtiger als Waffengesetze?
        c. Kanada als Nachbar der USA, aber mit anderer Gesellschaftsstruktur und Migranten, hat eine Tötungsrate von nur 1,6 (Deutschland, 0,8, Frankreich und UK 1).
        d. Vielleicht noch off- Topic aber: wir holen uns illegale Migranten aus Ländern mit viel höheren Tötungsraten als in Kerneuropa! Das wird trotz Waffengesetze folgen haben: Afganistan 6,5, Pakistan 7,7, Iraq 8, Syrien 2,2, Iran 3,9, Eritrea 7,1, Somalia 8, Sudan 14 etc. Am Ende vergessen wir nicht Kosovo und Albanien mit 3,6 und 5!

        Auch in Fragen der Waffengesetze erleben wir ein Kampf der Ideologien!

      • Lateinamerika leidet unter den US-amerikanischen Waffengesetzen. Kanada zeigt allerdings, dass eine friedliche Gesellschaft durchaus auch viele Waffen verkraftet (aber eben nicht für jeden, sondern nur für gesunde und gesetzestreue Bürger).

    • Herr Wilhelm, was haben Sie genommen? Bisher fand ich Ihre Beiträge in Stil und Inhalt vernünftig, aber jetzt….oder nur ein Symptom dafür, wie ungemütlich es in unserer Gesellschaft wird, wenn auch die Gemäßigten nun immer radikaler werden?

  7. Dieser von einem Moslem verübte Anschlag zeigt wieder einmal deutlich, dass der strenggläubige Islam nicht zu unserer westlichen Wertegemeinschaft passt! Wer den Koran wörtlich nimmt, sollte in moslemischen Staaten, ABER NICHT bei uns leben. Teilen wir die Welt! Dann können Moslems in ihren Staaten gerne machen was sie wollen, inklusive Steinigen und Handabhaken und wir halten uns dort vollständig heraus. Umgekehrt aber werfen wir alle Moslems bei uns raus, die nicht bedingungslos westliche Gesetze und Kultur respektieren, einschließlich sämtlicher Schleiereulen, Burkini-Fans, Mehr-Ehe-Anhänger und die ganzen radikalen Imame!

      • Sie verstehen nicht richtig. Wer vollkommen anders tickt, sollte in seinem Kulturkreis bleiben. Anatolische Ziegenhirten, Sahara-Berber oder afghanische Höhlenbewohner passen einfach nicht in ein aufgeklärtes Europa!

        Und die Menschenrechte stellen Moslems IMMER unter Koran-Vorbehalt.

      • Meine Frage lautet, unter welchen Vorbehalt Sie und die AfD die Menschenrechte stellen. Können Sie nicht verstehen, dass Menschen gerade aus arabischen Ländern fliehen wollen?

      • Ich bin Befürworter der Menschrechte und habe keine Probleme mit Ausländern! Auch ich bin viel gereist und habe selbst im Ausland gelebt. ABER wer bei uns leben will, muss sich bedingungslos anpassen, unsere Gesetze achten und für seinen Unterhalt selbst sorgen. Auffällig ist, dass vor allem strenggläubige Moslems damit leider ein Probleme haben.

      • Ich sehe da keinen Dissens. Doch wer vor Islamisten flieht und selbst keiner ist, sondern einfach nur friedlich und gesetzestreu leben will, sollte nicht grundsätzlich zurückgewiesen werden. Aber wirklich Verfolgte wären auch zufrieden, wenn sie in einem sicheren Drittstaat unterkommen, selbst wenn dieser kein reicher Sozialstaat ist.

      • Saudi Arabien oder die anderen reichen Golf-Monarchien zum Beispiel……?!?

      • Die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien ist alles andere als gut. Es könnte sich jedoch an Zahlungen beteiligen, um Flüchtlinge in anderen Ländern unterzubringen.

  8. In USA gab es in den achtziger und neunziger Jahren rund 20000 Morde pro Jahr. Ab 1996 wurde ein Rueckgang von 15000 auf 12000 (2012) beobachtet. Schusswaffen wurden in bis zu 70% der Faelle benutzt. Diese Zahlen sprechen nicht dafuer, dass Schusswaffen- Verfuegbarkeit Kriminalitaet oder Waffengebrauch verstaerken.
    Bis zu Sanktionen wurden 200000 Kalaschnikows AK-47 pro Jahr nach USA importiert. Weltweit gibt es bis 100 Millionen Kalaschnikows! Usw.

    Interessant finde ich wie auch bei Waffen und Justizsystem erst US unqualifiziert und ideologisiert kritisiert wird! Man liest auch besserwiserische und tolle Ratschlaege an US Behoerden, wie es bei Fantomdiskussionen so ueblich ist. Terroranschlaege in London, Madrid, Paris und Bruessel haben nichts mit Waffengesetzen und Waffenvefuegbarkeit zu tun, besonderes bei offenen Grenzen.

      • Wir redeten pro und kontra Waffen. Kriminalität der Immigranten, untermauert mit Zahlen für USA, gibt eine Erklärung in dem Artikel warum ein US Bürger sich Waffen wünscht. Es gibt zu viele Vorbestrafte die nicht abgeschoben werden oder einfach die Strafe nicht antreten und weiter kriminell bleiben.
        Nach Köln wurde auch in Deutschland alles mögliche gekauft.
        Apropos, auch der Täter in Orlando hat Migrationshintergrund gehabt!

      • In dem Artikel geht es doch auch darum, dass eine unschuldige Frau einfach so erschossen wurde. Denken Sie bitte einmal darüber nach, ob Sie sich wirklich wünschen, dass jeder Neuankömmling hier sich sofort problemlos Waffen besorgen kann

      • @Prof Dilger 11:12

        Fall Kathryn Steinle koennte passieren weil ein Verbrecher nicht konsequent noch einmal ausgewiesen wurde und ein Gericht ihm trotz seiner Geschichte frei laufen lies. Ich bezweifle, dass er seine Waffe legal gekauft hat. Waffengesetze sind in so einem Fall irrelevant.

        Ich wuensche nicht, dass Illegale Migranten (fuer Sie sind es undefiniert “ Neuankoemlinge“!) Waffen kaufen duerfen sondern die Deutsche Buerger diese Wahlfreiheit bekommen. Schutz der Buerger und Selbstverteidigung muessen im Vordergrung stehen!

      • Die Waffengesetze sind auch beim illegalen Erwerb von Waffen relevant, z. B. über Registrierungspflichten und die Größe des Angebots. Gesetzestreue Deutsche können Schusswaffen erwerben, allerdings nicht einfach so im Supermarkt, sondern nur unter recht strengen Auflagen.

  9. Pingback: Anschlag in Nizza | Alexander Dilger

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