Schäuble und Grüne sind schlimmer als die AfD

Jemand hat mich gefragt, warum ich hier in diesem Blog auf Herrn Gauland und der AfD herumhacken würde (siehe zuletzt ‚Gauland befürwortet Rechtsbrüche‘). Ich beurteile sie einfach nach ihren Worten und (wenigen) Taten. Aber zur Ausgewogenheit ist es wohl nötig, auch die andere Seite des politischen Spektrums zu betrachten, zu der inzwischen sogar die CDU gehört (siehe ‚Wahlberechtigte sehen CDU erstmals links der Mitte und AfD weit rechts‘).

Die Taten der Regierung finde ich schlimm genug und mache sie hier auch oft zum Thema. Doch in seinen Worten möchte Herr Schäuble noch weiter gehen und nicht hinter Herrn Höcke und dessen falschem Biologismus zurückstehen (siehe ‚Höcke setzt sich und Rassismus in der AfD durch‘): „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe“ (in „‚Afrika wird unser Problem sein'“). Auch dem Islamhass setzt er eine ebenso naive Islambegeisterung entgegen: „Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt.“

Die Grüne Jugend geht einmal mehr (siehe ‚Grüne Gewalt‘) noch weiter, setzt Patriotismus mit Nationalismus gleich, verachtet die freiheitliche deutsche Flagge (siehe „Grüne wollen keine Deutschland-Flaggen zur EM sehen“) und macht sich erneut mit gewaltbereiten Linksextremisten gemein (siehe „D-land ist zum Kotzen, Deutschlandfahnen auch“). Auf der Homepage ihres Bundesverbandes findet sich dementsprechend immer noch ihre Kampagne zusammen mit der Linksjugend „Ich-bin-linksextrem“. Man stelle sich vor, die Junge Alternative würde eine entsprechende Kampagne zum Outen als rechtsextrem veröffentlichen, wobei sie einfach die „Argumente“ übernehmen könnte. Da die Grünen über eine Distanzierung nicht einmal nachdenken, sind sie offensichtlich schlimmer als die AfD. Warum ist Politik eigentlich so ein schmutziges Geschäft und warum wird das von den meisten Bürgern klaglos hingenommen?

22 Gedanken zu „Schäuble und Grüne sind schlimmer als die AfD

  1. “ …. warum wird das von den meisten Bürgern klaglos hingenommen .. ? “

    ist die entscheidende Frage bei Grün und Linksextremisten wie Antifa und „Grüne Jugend“.
    und
    Wird es eben nicht, die Leute die wir kennen finden beide v.g. zum Kotzen. Aber wie und wo sollen wir uns artikulieren ?

    In der FAZ schweigt man höflich zu den größten Exzessen und wenn dann mal zur Gewalt durch „Links“ umfassend berichtet wird, kommt das so sachlich rüber wie Glühbirnenverbot.

    BILD schweigt , nicht aus Höflichkeit sondern weil die „Rechts“ als Unwort – sofern es das gibt – auf die Fahnen geschrieben haben, Linke Gewalt wird nicht mit den Verursachern Grün/Rot/Linke in den Kontext gebracht, und zwar unmissverständlich.

    Als Bürger haben wir nur die örtliche Presse, mehrheitlich „Links“ wie die Neue Westfälische und WAZ, beide fest in der Hand als Eigentümer sozialdemorkratischen Medienwelt.

    Was blebt uns dann ? Ein Alexander Dilger, die AfD , FB – User und die Erwartung, daß es mehr von dieser Art geben wird.

    So jedenfalls kann es nicht weitergehen, wir Bürger/innen protestieren !

    Und zu Schäuble fällt uns nur Griechenland – “ Hilfen “ bzw. Geldverbrennung, gebrochene Verträge von Haftung für Schulden anderer europ. Staaten, aktuell Haftung für europ. Banken, jeweils durch Deutsche, Stop kalte Progression immer wieder verschoben mit fadenscheinigen Argumenten wie “ … müssen sparen, Infrastruktur, Bildung .. “ und plötzlich ist Geld p.a. mit 25 Milliarden € für Asylanten der ganzen Welt präsent. Andere perverse Beispiele von Schäubles Niedertracht füllen ganze Seiten.

    Was Inzucht , Demenz tatsächlich aus- oder anrichten, hier kann man es am Objekt 1:1 sehen, nicht vorhandenes Schamgefühl eines profanen Politikers eingeschlossen.

    Wenn schon Sippenhaft, wie geht es eigentlich seiner Tochter, dem Schwiegersohn , sind das auch Betroffene ?

    • -.-.-.-.eine sehr gute Frage. Habe keine schlüssige Antwort darauf. Daher-..-
      https://www.aphorismen.de/zitat/121425
      Die Stimmung im Lande kippt ja und warten wir Weiteres ab. Die Gleichgültigkeit in vielen Teilen der Bevölkerung ist vielschichtiger Natur. Relativer Wohlstand und mangelndes Interesse an Politik sind sicherlich auch Gründe.
      Und wird nicht die „GROßE POLITIK“ in Berenberg Konferenzen und anderen Zirkeln sowie in der Finanzwirtschaft einflussreich gestaltet?
      Was soll da der Bürger noch ausrichten?

  2. Tja, die Grünen-Anhänger können froh sein dass Jérôme Boateng nicht ihr Nachbar ist. Denn der hängt immer die Deutschlandfahne raus …

  3. Schön, dass Sie das mal so sagen, Herr Dr. Dilger, als knappe Formel. Da bin ich Ihrer Meinung. Man kann vom Idealzustand träumen, das hilft im Alltag aber nicht weiter. Mit der Wahl des kleineren Übels ist aber schon viel gewonnen. Ich möchte noch eins draufsetzen: Erdogan und Bakr al Baghdadi sind viel schlimmer als Höcke und Gauland. Zur Entscheidung für das kleinste Übel referierte bereits Winston Churchill:“Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“

  4. Wenn es eine harte Liberale Jugend in der BRD gäbe, würden die , die ,schwarze Fahne schwenken.
    Weil die härtester Entwicklung von ehrlichen, harten Liberalen ist der Anarchismus. ( oder umgekehrt). lol

    Da der klassische Anarchismus heutzutage keine Rolle mehr spielt, wie früher in der Ukraine und in Spanien, beides von Kommunisten niedergeschlagen, wird ein Liberal-Anarchismus keine Rolle mehr spielen in den nächsten 100 Jahren.

  5. Wurde hier eigentlich schon diskutiert, was wir uns für den 23.6. wünschen sollten?
    Die kollektive Panik unserer Politiker vor dem brexit könnte ja eigentlich indizieren, dass ein brexit wünschenswert wäre. Wenn – von UK inspiriert – andere Länder auf die Idee kommen referenden abzuhalten könnte das die EUromantiker ganz schön ins Schwitzen bringen. Vielleicht würde auch endlich mal an der Illusion gerüttelt, dass der € eine stabile Konstruktion ist. Dann könnte es schnell gehen…..

      • Ok, danke, auch damals hatte ich schon das Thema verfehlt…
        Was Sie skizzieren ist in der Tat das wahrscheinlichste Ergebnis eines brexit. Brüssel wird den Ausstieg maximal schmerzhaft und teuer machen um ein Exempel zu statuieren, auch wenn dies sowohl UK als auch EU maximal schädigt. Nach einer schockstarre könnte dann endlich der Aufbau eines europäischen Sozialstaates beginnen vorangetrieben von Hollande und Merkel … Ich muss mich übergeben…

  6. Der Ausdruck „Biologismus“ ist leider typisch links-grünes Vokabular! „Biologisch“ bezeichnet normalerweise „sich von der Biologie ableitend„. Ich warne immer wieder davor, sich den Sprachgebrauch der Linksgrünen zu eigen zu machen. Auch der Begriff „Rassismus“ dient als Kampfinstrument und wird von Linksgrünen immer als „Tatbestand“ ausgehend von weißen Ureinwohnern gegen andere Ethnien, ABER NIEMAL umgekehrt oder zwischen fremden Ethnien verwendet. Lassen Sie sich doch nicht linken!!!

    Auch ich halte einige Aussagen von Herrn Höcke für dummes Zeug. Er erreicht damit frühere NPD/DVU und SED/PDS/Linke-Wähler in der früheren „DDR“, ABER verprellt uns Leute im konservativen und liberalen Bürgertum. Er triumphiert allerdings, wenn wir ihm zu viel Aufmerksamkeit schenken. Lassen wir ihn am Rande stehen.

    Schäuble hat außer der Politik, seinem Rollstuhl und dem Alkohol NICHT! Das erklärt vieles!!! Und die Grüne Jugend kifft wohl zu viel……

    • Biologismus ist gerade nicht Biologie. Es gibt Inzucht, aber doch nicht für die Gesamtheit der Europäer. Ebenso gibt es Rassismus, übrigens nicht nur von Europäern, aber das Konzept der Rasse hat keinen Platz mehr in der modernen Biologie. Dummes Zeug als solches zu benennen, hat doch nichts mit links oder rechts zu tun.

      • Wie in jeder Wissenschaft gibt es unterschiedliche und gegensätzliche Auffassungen auch in der Biologie. Denn der Stand jeder Forschung und Lehre stellt im besten Fall nur eine gegenwärtige Momentaufnahme dar, welche bis zum Beweis des Gegenteil gilt. Weder ist eine Geschlossenheit der modernen Biologie zum „Konzept der Rasse“ vorhanden, noch gilt ein demokratisches Mehrheitsprinzip im Bereich der Wissenschaft. Die Ächtung des „verbrannten“Begriffs „Rasse“ erfolgte durch politischen Druck, weniger durch die Wissenschaft. Rassismus beruht auf Wertungen von Unterschieden. Die Tabuisierung von Unterschieden schafft ein Vakuum, welches den Rassismus auch fördert. Die interessante Frage, ob und welche Unterschiede es zwischen Menschengruppen gibt, führt die Biologie an die Weichenstellung: ergebnisoffe oder politisch akzeptierte Forschung und wie geht man mit eventuellen Abweichungen um?

      • Die heutige Biologie hat den Rassebegriff nicht aus politischen, sondern genetischen Gründen aufgegeben. Auf den ersten Blick ist die Hautfarbe klar zu erkennen und erscheint bedeutend zur Unterscheidung von Menschen. Bei Untersuchung des Genoms hat man festgestellt, dass das jedoch täuscht. Die Hautfarbe wird von sehr wenigen Genen bestimmt und die genetischen Unterschiede innerhalb der vermeintlichen Rassen sind viel größer als zwischen diesen. Insbesondere bei den Schwarzafrikanern ist die genetische Vielfalt sehr groß, während alle übrigen Menschen untereinander viel stärker verwandt sind wegen vergleichsweise später gemeinsamer Vorfahren. Rassismus hat daher tatsächlich mit fehlender Aufklärung zu tun.

      • ….und warum müssen dann Ärzte zum Beispiel die Ergebnisse von Blutwerten (Großes Blutbild) bei hellhäutigen Menschen anders interpretieren als bei dunkelhäutigen Menschen…..???

        Verdammt noch mal, ja unser Herrgott hat ganz unterschiedliche Menschen geschaffen, auch verschiedene Rassen. Für Sozialisten, die Gleichheit anstreben, ist das ein Dorn im Auge. Es wird niemals Gleichheit auf Erden geben, sehr wohl aber Gleichwertigkeit!!!

      • Ich bin kein Mediziner, aber meines Wissens nach wird dort nach ganz anderen Kriterien differenziert. Laut Bibel schuf Gott Adam und Eva, aber nicht verschiedene Rassen.

      • „Laut Bibel schuf Gott Adam und Eva, aber nicht verschiedene Rassen.“

        Kommt historisch auf die Lesart an – wobei man sich vergegenwärtigen soll, dasss Religion (religiöse Interpretation) sich immer an die jeweils in einer Gesellschaft/Menschengruppe vorherrschenden Ansichten und Bedürfnisse anpasst.
        Im 19. Jh. findet sich beides.
        Die biologische Hauptansicht bis ca. 1870 (hier Wechsel zu Gunsten Darwins ca.) herum war Cuviers Katastrophentheorie, die einen Gott zugrunde legte. Der Cuvierismus bestand gerade in christl. Kreisen aber weiter bis zum Anfang des 20. Jh. Hier werden Rassen zugrunde gelegt – die je von Gott angepasst an Örtlichkeiten (Verteilung auf der Erde) quasi körperliche Idealzustände darstellen – weshalb auch jede Vermischung (Bastartisierung) negativ gesehen wurde.
        In der USA war der Cuvierismus die Grundlage für die Begründung der Sklaverei. Dort wiederum haben strenggläubige Christen sehr früh Darwin in Anschlag gebracht als Bestätigung der Bibel (Adam und Eva) – um gegen die Sklaverei zu kämpfen (bis sie dann so 1880 herum zum Creationismus, später Intelligent Design wechselten).
        Rassismus ist heute Dummheit – denn von biologischer Seite seit langem nicht mehr haltbar. Zwei Pavianhorden, die sich im Busch begegnen, haben eine größere genetische Varianz als jeder Mensch der Erde zu einem anderen. Das liegt einfach daran, dass die Paviane als Art Millionen von Jahren älter sind als wir Menschen (= homo sapiens sapiens), die wir uns auf wenige Individuen (‚Lucy‘ ^^ ) zurückführen lassen, die evolutionsbiologisch vor nicht allzulanger Zeit sich erst verbreiteten. Kurz und bündig: wir hatten als Art noch nicht genug Zeit uns derartig auszudifferenzieren, dass sich Unterarten (=Rassen) bilden könnten.

      • Es gibt keine Bibelstelle, wonach Gott Rassen geschaffen hätte (oder überhaupt weitere Menschen nach Adam und Eva). Biblisch wurden die menschlichen Rassen auf die Söhne Noahs zurückgeführt.

      • Gott macht – durch seine Einstrahlung –, dass die Dinge sich selber evolutiv machen können
        Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer Jesuit

  7. „Warum ist Politik eigentlich so ein schmutziges Geschäft und warum wird das von den meisten Bürgern klaglos hingenommen?“

    Weil die meisten Bürger sich nicht für (innerparteiliche) Politik interessieren – und gar nicht wissen im Einzelnen was sich dort für Menschen tummeln und wie primitiv und schmutzig sich die Leute dort machen. Parteipolitik ist der Ort vieler Spinner/Überzeugungtäter und Opportunisten (so bei der afd erlebt).
    Was den Rest anbelangt: unsere Presse – zumindest die großen Zeitungen (und wohl das Fernsehen) – sind Propagandaorgane und im Grunde völlig unseriös.

    Die Fälle Gauland und Schäuble sind hier gute Beispiele.
    Gauland hat in einem internen Gespräch zwei relativ harmlose Sätze gesagt. Deren ‚Beleidigungs-‚ oder schlimmer ‚Rassismus-‚Gehalt kann man ’nur‘ mit Zusatzannahmen behaupten. Es funktioniert schon einmal nicht, wenn man nicht zugrunde legt, dass Gauland von sich spricht dabei, wenn er wörtlich von ‚den Leuten‘ spricht. Dioese Zusatzannahmen und Einordnungen wurden dem Leser von vorn herein geliefert.
    Diese relativ harmlosen Sätze sind gegenüber 2 Leuten in einem nicht aufgezeichneten Gespräch erfolgt, deren Kontext wir nicht wirklich kennen und was uns dabei zur Kenntnis gelangte, eigentlich mehr für Gauland sprach (= Interviewer hatte oateng zuerst erwähnt und Gauland direkt nach ihn gefragt, imGespräch ging es um fremdenfeindlichkeit und Migrationetc.).
    Auf dieser Basis veröffentlichen die großen (online-)Zeitungen (FAZ, Welt, Spon….) fast täglich (!) seit ca. 3 Wochen mindestens einen Artikel, Kommentar etc., indem dem Leser die ‚Beleidigung/Rassismus‘ gegenüber Boateng – und über ihn gegen die Nationalmannschaft – eingebrannt wird. Das ist Propaganda – ein doch relativ unsichere Sache (Gauland-Spruch inc. dessen Umstände) wird immer wieder mit einer als Fakt behaupteten Interpretation im Zusammenhang eines für viele Wähler wichtigen Ereignis wiedergekäut – mit dem Ziel beim Leser den Zusammenhang zu verankern: „Gauland greift ‚unsere Mannschaft‘ an“.

    Schäuble hingegen lässt wirklich einen zumindest ’sozialdarwinistischen‘ Spruch los: ‚Inzucht führe in Europa zu Degeneration‘ – wie man es treht und wendet, er hat hier auf Biologismen zurückgegriffen. Und im Grunde müsste dann – ausgehened von Gauland – ein noch viel schlimmerer Sturm der Entrüstung im Blätterwald erfolgen.
    Was kommt:also ja, der Spruch wird zumindest einmal verbreitet – idR. bei den meisten Zeitungen unkommentiert (es wird keine Einordnung versucht) und es wird auch nicht explizit auf diesen Eingegangen. Nach ~2-3 Tagen kommen auch keine weiteren Erwähnungen dieses Spruches mehr. Er wird nicht ’skandalisiert‘ – dem Leser wird im Unterschied zu Gauland keine Interpretation zur Hand gegeben, nach der dieser Spruch irgendwie auf das ‚Denken‘ von Schäuble verweisen würde. Genauso wenig, wie dieser Spruch versucht wird in einem größeren Kontext (EU/Europa) zu verlinken wie bei Gauland (Gauland greift Boateng an –> er greift unserer Nationalmannschaft an).

    Ich denke,dass man durchaus berechtigt hier sagen darf, dass es nicht nur eindeutige politische Preferenzen der Zeitungen gibt, sondern dass regelrecht über propagandistische Methoden versucht wir die Leser zu beeinflussen. Und zwar nicht im Sinne, dass man sie zum Abwägen zu bringen versucht, sondern in dem man methodisch über Art und Weise und Häufigkeit der Berichterstattung sie massiv in ihrer politischen Entscheidungsfindung zu beeinflussen versucht.

    • Der Satz von Herrn Schäuble ist in der Tat viel schlimmer als die Sätze von Herrn Gauland. Hinzu kommt, dass Herr Schäuble viel mächtiger ist. Er führt mit Frau Merkel unseren Staat, Herr Gauland hingegen nur eine Oppositionspartei in einem recht kleinen Bundesland. Trotzdem sind die Sätze von Herrn Gauland nicht völlig harmlos, insbesondere da er sie nur anfangs abstritt, sich dann aber zu eigen machte und weiter interpretierte (nicht einfach als deskriptive Aussage über die Leute, die übrigens falsch wäre, sondern normativ bejahend).

      Ich hätte halt gerne eine vernünftige Opposition, die nicht einfach nur das kleinere Übel ist. Aber vielleicht ist das zu viel verlangt. Leider kann man nicht innerhalb der Parteien die jeweils vernünftigen Leute wählen (höchstens in einer Partei, wenn man deren Mitglied ist), sondern muss sich immer zwischen kompletten Listen entscheiden.

      • Das mit der ‚vernünftigen Opposition‘ habe ioch mir inzwischen abgeschminkt. Ein einzelner Mensch ist ‚vernünftig‘ oder besser: zur vernunft begabt – womit ich sagen will, dass er bei entsprechender Erziehung und Bemühung in der Lage ist logisch zu Folgern, andere Argumente zuzulassen und abzuwägen (zu urteilen).
        Aber in der Politik haen wir es idR. nicht mit Vernunft zu tun, sondern mit Gefühlen. Bestimmte gesellschaftliche Bedürfnisse, kombiniert bzw. ausgedrückt in Bildern, Assoziationen, unreflektierten Werten, repräsentieren gesellschaftliche Gruppierungen – die sich über diese Bilder (etc.) erst als Gruppen konstituieren. Es warso bei den Grünen, bei all diesen Gruppen mit Waldsterben, Atomgegnerschaft, Anti-Gen-bewegung etc., – und wenn man sich einmal vergegenwärtigt, was dort für Menschen alles mitrennen und sich ernsthaft einmal fragt: ‚inwieweit haben die von dem, was sie hier verteten, ein echtes Wissen, auf deren basis sich ein echtes, eigenständigs Urteil fällen lässt?‘ – erkennt man, dass da herzlich wenig da ist, da sein kann (kein Vorwurf, ist einfach so). Gleichzeitig aber den Furor, die hohe einseitige fast religiös anmutende ‚Glaubensstärke‘ sich ansieht – und die Unfähigkeit des Abwägens und des Zurückhaltens betrachtet, wird einem klar, dass das wenig mit Vernunft zu tun hat. Genauso aber auch ihre Wahlen – diese sind keine Ergebnis von ratio, sondern von emotio.
        Ich denke, dass man deshalb das politische Geschehen, weniger aus einer rationalen etrachtungsweise egreifen kann, als voelmehr aus eienr, die nach der verteilung von Bildern, Schlagworten, Emotionen, sieht. Und das diese so gefasten Gruppierungen widerum Ausdruck von innergeselllschaftlichen Machtbedürfnissen sind. Also die Grüne Bewegung damals eine Bewegung war, die diese Gruppierungen an die gesellschaftliche Macht hieven sollte – was ja auch gelang. Ihre vertreter sitzen vor allem im Beamtentum (lehrer) und in den Medien – und ihre ansichten wurden schon längst ‚mainstream‘ – wobei sie bis heute noch als ‚ausweis‘ von Intellektualität und hoher moralischer Integrität herhalten für viele Menschen. Die AfD ist aber im Grunde auch nichts anderes – quasi eine Art Gegenbewegung des ‚konservativeren‘ Teils der Gesellschaft – und halt ebenfalls nicht rational, sondern im Prinzip genauso konzipiert. ‚Vernunft‘ begeistert nicht – außer man ‚emotionalisiert‘ Vrnunft als ein entsprechendes Konzept, welches eben mit Bildern, Assoziationen, also letztlich ‚unvernünftig‘ agiert – und deshalb eben die emotionale Ebene anspricht, eben begeistert.

      • Politik ist viel mehr als das Gewinnen von Wahlen. Sinnvolle Entscheidungen lassen sich in der modernen Welt nicht mehr allein aus dem Bauch heraus treffen. Wer hingegen wie Frau Merkel allein nach Umfragen und nun auch dem eigenen unterentwickelten Gefühl regiert, wirtschaftet das Land herunter.

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