Mein Vater ist gestorben

Bereits am 2. Juni früh in der Nacht ist mein Vater, Prof. Dr. Bernhard Dilger, im Alter von 85 Jahren verstorben. Ich wollte das nicht zuerst hier auf meinem Blog veröffentlichen, doch inzwischen sind die meisten Trauerbriefe verschickt, ist diese Traueranzeige erschienen und sein Sterbedatum auch bei Wikipedia eingetragen. Wer ihn näher kannte und Abschied nehmen möchte, kann gerne zur Beerdigung am 10. Juni kommen.

Es ist immer traurig, wenn ein Mensch stirbt, insbesondere ein so naher Angehöriger. Doch er musste glücklicherweise nicht leiden, sondern ist friedlich entschlafen. Ohnehin hat er in letzter Zeit fast nur noch geschlafen. Allerdings hat er auch bis zuletzt gerne gelebt. Am Sonntag zuvor hatten wir ihn und meine Mutter noch besucht und in Bochum zusammen mit meiner Schwester und deren Kindern Kuchen gegessen. Niemand wusste, dass es das letzte Mal sein würde, aber das war wohl auch besser so. Leider haben ihn meine Kinder nicht mehr richtig kennenlernen können. Ich werde ihn vermissen, doch am meisten fehlt er meiner Mutter, die sich sehr um ihn gekümmert hat.

Einen kleinen Einblick in sein langes und bewegtes Leben gibt das von meiner Frau und mir herausgegebenen Buch „Familie und Beruf: Bernhard Dilger zum 80. Geburtstag“ (auch als E-Book erhältlich). Familie und Beruf waren ihm beide sehr wichtig (außerdem war er ein gläubiger Katholik und 65 Jahre in der CDU). Er war der Älteste von sieben Geschwistern und hinterlässt drei Kinder und acht Enkelkinder. Ich möchte mit einem Zitat aus seinem Resümee zu seiner Verabschiedung 1996 schließen:

Meine Arbeit habe ich überwiegend gern, manchmal begeistert ausgeführt. Die Freude, die mir die Arbeit, der Umgang mit vielen Menschen in unserer Fakultät, in unserer Universität und in unserer Stadt Bochum sowie meine Reisen von dieser Basis aus gebracht haben, wiegt schwerer als der heute von so vielen immer wieder lauthals geforderte „Spaß“.

14 Gedanken zu „Mein Vater ist gestorben

  1. Sehr geehter Herr Alexander Dilger,

    Mein Beileid. Es ist immer traurig seinen Vater zu verlieren besonders weil Sie doch anscheinend eng mit ihm verbunden waren

  2. Sehr geehrter Prof. Dr. Dilger,

    mein aufrichtiges Beileid. Wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine gute Trauerbewältigung.

  3. Mein herzliches Beileid, Prof. DIlger. Immerhin musste er nicht leiden, auch wenn das nur ein schwacher Trost ist.

  4. Lieber Alexander,
    mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft für die Zeit der Trauer. Die kurze Biografie und das von dir erwähnte Zitat lassen auf ein erfülltes und engagiertes Leben schließen. Das möge dir und deiner Familie Trost geben.
    Herzlichst
    Martin

  5. Sehr geehrter Herr Dilger,
    Ihnen und Ihrer Familie versichere mein aufrichtiges Beileid.
    Mit stillem Gruß
    Klaus-Werner Schröter

  6. Auch ich möchte Ihnen mein Mitgefühl aussprechen. Besonders für Ihre Mutter wird die kommende Zeit schwer sein und ich wünsche Ihr, dass sie es einigermaßen bewältigt.

    Ich bin ja ungefähr mit Ihnen gleich alt (bin Jahrgang 1967) und mein Vater (geb. 1930) war etwa gleich alt zu Ihrem Vater. Mein Vater ist bereits 1986, ausgerechnet am Tag meines Abiturs, verstorben. Der Schmerz verändert sich zwar, aber er bleibt immer. Einige Jahre später verstarben, zeitlich nicht allzuweit auseinander, meine Mutter und mein eingetragener Lebenspartner im Alter von 66 bzw. 30 Jahren. Jeder Tod ist traurig, aber vielleicht mag es Ihnen Trost sein, dass Ihr Vater ein gutes Alter bei einem erfüllten Leben und offenbar ohne Siechtum erreicht hat.

  7. Requiescat in pace!

    Ich wusste nicht, dass Ihr Vater 65 Jahre CDU-Mitglied war. Ich habe es dort nur 20 Jahre ausgehalten. Wie stand er zu Merkel und ihrer Linksverschiebung der CDU, als Sie mit ihm noch reden konnten?

    • Ich denke, er war ein typisches CDU-Mitglied. Viele Einzelpunkte hat er kritisiert, doch insgesamt stand er hinter der Parteiführung. Die jüngste Volte in der Flüchtlingspolitik hat er allerdings nicht mehr so richtig mitbekommen.

  8. Sehr geehrter Prof. Dilger,

    Ich mochte Ihnen mein tiefempfundenes Beileid aussprechen.
    Ivan de Grisogono

  9. Pingback: Erster Todestag meines Vaters | Alexander Dilger

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