Lucke wird Spitzenkandidat statt Vorsitzender seiner Partei

Heute wurde beim Bundesparteitag in Demmin „Bernd Lucke als Spitzenkandidat der Alfa-Partei gekürt“. Den Parteivorsitz gab er zumindest formal an Ulrike Trebesius ab, die aber wohl nichts ohne oder gar gegen ihn entscheiden wird. Seine Parteitagsrede ist nicht uninteressant, zeigt aber auch die Probleme der Partei auf. Es werden viele Einzelthemen angesprochen, wo ich oft, aber nicht immer den vertretenen Positionen zustimme. Aber es wird nicht deutlich, was diese Positionen zusammenhält, wofür Herr Lucke und seine Partei grundsätzlich stehen.

MDuH, die Schwindsucht der Volksparteien erinnert an die Auszehrung der Weimarer Koalition während der Weimarer Republik. Und aus der Geschichte wissen wir, dass das gefährlich ist. Damals hat sich keine neue Kraft der politischen Mitte gebildet. Aber genau das brauchen wir! Wir brauchen eine Kraft der politischen Mitte, die das Vertrauen der Wähler gewinnt. Und diese Kraft, liebe Freunde, wollen wir sein. Was die anderen an Vertrauen verlieren, das können wir gewinnen. Wir sind unverbraucht, wir sind politisch glaubwürdig, wir sind bürgernah.

Herrn Lucke und seiner Partei glaube ich, dass sie gerne eine neue politische Kraft sein wollen. Aber er und viele Mitstreiter sind politisch verbraucht, nicht mehr glaubwürdig und bürgernah genug. Ich halte es für ausgeschlossen, dass ALFA unter diesem oder auch einem neuen Namen irgendwo die Fünf-Prozent-Hürde überschreitet. Ein weiteres Europamandat für den Spitzenkandidaten könnte noch drin sein.

Und es scheint sich langsam durch die Partei zu sprechen, dass wir Gespräche auch mit anderen Organisationen und sogar mit anderen Parteien führen, die ähnliche politische Ziele verfolgen wie wir. MDuH, ich bin fest davon überzeugt, dass dies der Weg zum Erfolg ist: Wir müssen ein breites Bündnis all derer schmieden, die eine politische Erneuerung für das bürgerliche, liberal-konservative Lager wollen. Wir müssen ein Bündnis schmieden mit denen, die die gleichen Grundüberzeugungen haben wie wir und für die Lösung unserer großen Probleme denselben Weg beschreiten wollen wie wir. Das ist der Weg zum Erfolg!

Ein solches übergreifendes Bündnis könnte tatsächlich erfolgversprechend sein, müsste dafür aber auch ernsthaft geschmiedet werden. Dazu passt es nicht, jetzt schon Herrn Lucke zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl auszurufen, statt mit den erst noch zu gewinnenden Bündnispartnern zusammen die am besten geeignete Person zu suchen.

MDuH, viele politisch heimatlose Bürger haben auf die AfD gehofft, als die AfD noch eine seriöse Partei war. Aber die AfD ist auf der Reise nach rechtsaußen inzwischen beim Front National angelangt und sie zofft sich jede Woche mit einem neuen Feind: Mit den Muslimverbänden, mit den Kirchen oder mit der Fußballnationalmannschaft. Und viele Bürger schütteln verständnislos den Kopf, weil sie mit uns denken, dass die wahren Gegner Gabriel, Juncker und Merkel heißen.

Diese Kritik an der AfD halte ich für zutreffend. Sie ist nicht nur zu radikal inzwischen, sondern lenkt auch von den wirklichen Problemen ab. Gerade deshalb hätte Herr Lucke stärker um die AfD kämpfen müssen. Er könnte jetzt dort aussichtsreicher Spitzenkandidat für die Bundestagswahl sein.

MDuH, für die meisten Bürger kommt die FDP als Partei der bodenlosen Beliebigkeit ja auch nicht ernsthaft in Frage: Wer will denn schon eine Partei wählen, die nach der Wahl Koalitionen in beliebigen Farbkombinationen eingeht? Die meisten Bürger wollen keine Chamäleon-Koalition.

Auch diese Kritik an der FDP finde ich nachvollziehbar, doch sie führt zu der Frage, welche Koalition sich denn Herr Lucke vorstellt, um „die Zukunft unseres Landes zu gestalten“. Er lehnt alle anderen Parteien ab, was er auch muss, um die Existenz seiner neuen Partei zu rechtfertigen. Doch mit wem will er dann wie zusammenarbeiten, um politisch gestalten zu können, statt nur Fundamentalopposition zu betreiben?

Zusammengefasst müsste Herr Lucke drei Fragen überzeugend beantworten, um wieder politischen Erfolg zu haben: Wofür stehen er und seine neue Partei grundsätzlich (in einem Satz)? Wie will er ein umfassendes bürgerliches Bündnis schmieden? Mit wem würde dieses dann vernünftige Politik umsetzen wollen?

104 Gedanken zu „Lucke wird Spitzenkandidat statt Vorsitzender seiner Partei

  1. Es ist diese Realitätsferne, die Herrn Lucke zunehmend unglaubwürdig macht.
    Auch die Demokratie scheint zumindest zweifelhaft, denn deutlich VOR dem Parteitag wurde Frau Trebesius als Nachfolgerin benannt – und der Versammlungsort im äußersten Nordosten Deutschlands wirkt nun mal nicht basisorientiert.

    Für mich bleibt die Hoffnung, dass die nicht belasteten ‚Alfas‘ zur AfD zurückkehren.
    Denn – in dieser Welt werden sie mit dieser Partei nichts bewegen.

    • Aber das gerade jetzt Alfa-Leute zur AfD wechseln, ist doch ebenso realitaetsfern. Die einzige Rolle der AfD fuer Buergerliche ist die einer Protestpartei, und da muss man doch gar nicht mitmachen.
      Umgekehrt waere richtiger: Buergerliche raus aus der AfD hinein in die Alfa, aber wer verzichtet schon gern auf Geld.
      Alfa kann nur gelingen, wenn bald Prominente (Bundestag, Bayern) aus CDU oder FDP dazukommen, und Grossspenden eingeworben werden koennen. Ist das wahrscheinlich?

      • Ich zähle ganz sicher nicht zu den Rechtspopulisten, geschweige denn Rechtsextremisten in der AfD, bin aber dennoch nicht dem Karrieristen und Autokraten Lucke hinterhergelaufen, sondern geblieben.

        Die die jetzt von ALFA zurück zur AfD wollen, sind durchwegs gescheiterte Parteikarrieristen, die schon von CDU/CSU zur AfD gewechselt sind, da sie in der Union nichts geworden sind und dachten, das gelingt ihnen mit Lucke in der AfD. Dann folgten sie ihrem Guru Lucke zu ALFA und stellen nun enttäuscht fest, dass das auch nichts wird. Sie meinen jetzt eine zweite/dritte Chance bei der inzwischen erstarkten AfD zu bekommen.

        Solche Leute braucht keine Partei. Am allerwenigsten die AfD.

        Was wirklich fehlt, sind mehr Leute, die sich in einer Partei engagieren, um FÜR die Politik und nicht VON der Politik zu leben. Das ist das Kernproblem aller Parteien.

      • Es gibt fraglos aus Reihen der AfD laute politische Töne, die die leiseren übertünchen.
        Letztere vertreten nach wie vor die ursprünglichen Inhalte der AfD. Je höher deren Gewicht in der Partei ist und bleibt, desto wahrscheinlicher wird aus der momentanen protestlastigen AfD wieder eine an Lösungen orientierte.

      • @Alexander Dilger 00:27

        Björn Höcke ist kein Idealist. Er ist in meinen Augen eher eine Art eiskalter ‚Auftragsmörder‘ (das Mordopfer ist die AfD) und Agent Provocateur oder nennen sie ihn meinetwegen einen Kuckuck im Nest, der versucht, die AfD für seine völkisch-nationalsozialistischen Ziele zu instrumentalisieren. Wer weiß zur Stunde schon genau, wer Björn Höcke geschickt hat?

        Leider gibt es viel zu viele Dumme, die ihm hinterher laufen. Am Ende ist das aber vielleicht sogar ein heilsamer Prozess, da seine Gefolgschafts-Lemminge hoffentlich mit ihm (Höcke) verschwinden werden, wenn sich die AfD endlich von Höcke & Co. abwendet und ein weiteres mal häutet.

  2. Lieber Herr Dilger,

    Bernd Lucke kann Ihre Fragen nicht beantworten, da er selbst ein – zudem hundertprozentig beratungsresistentes – Chamäleon ist.

    Mehr gibt es Ihrem sehr gelungenen Beitrag eigentlich nicht hinzuzufügen.

  3. Sehr geehrter Herr Dilger,

    Sie sprechen mir aus dem Herzen und vor allem aus dem Verstand. Lassen Sie uns die Bündelung der Kräfte der bürgerlichen Mitte vorantreiben.

    “ Die Volksvertreter sind Ihrem Auftrag, die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten, nicht nachgekommen. Legen wir den Auftrag zurück in die Hände, um deren Interessen es geht!“

    Ralf Piekenbrock

  4. Herr Dilger,
    auch Sie und ich und viele andere sind letzten Juli ausgetreten. Sie waren doch auch in Essen und haben Den Anti-Lucke-Mob erlebt.
    Re verbraucht: vergessen Sie nicht, dass Hr. Lucke und andere bei der Normalbevoelkerung ohne fruehere AfD-Mitgliedschaft nicht unbedingt verbraucht ist.

    • Letzten Juli war es vermutlich schon zu spät. Doch selbst dann hätte Herr Lucke mit seinen Anhängern bleiben und auf bessere Zeiten warten können, z. B. bis sich Frau Petry und Herr Gauland gegenseitig zerlegen wie jetzt. Vor allem hätte er viel früher gegensteuern müssen. Warum hat er Herrn Pretzell erst groß werden lassen und dann nicht abgesägt? Das hat seinen anderen Gegnern gezeigt, dass sie sich alles erlauben können. Die Satzungsänderung in Bremen und die Gründung des Weckrufes waren ebenfalls schwere Fehler, die zur Niederlage in Essen beigetragen haben. Nicht nur ich habe ihn jeweils gewarnt, doch er mag bis heute lieber reine Ja-Sager.

      In den Massenmedien wird Herr Lucke immer noch als AfD-Gründer oder Ex-AfD-Vorsitzender vorgestellt. ALFA wird höchstens als erfolglos erwähnt. In Interviews wird er ebenfalls vor allem nach der AfD gefragt (wie ich selbst übrigens auch, weshalb ich solche Anfragen jetzt meistens ablehne), eigene Talkshowauftritte etc. hat er nicht mehr.

      • Wir wissen es aber ganz genau, dass Weckruf-Gruendung eine Reaktion auf eine Reihe von feindlichen Gruendungen innerhalb AfD war. Ziel dieser Gruendungen war Prof. Lucke und liberal-konservative Mitglieder zu stuerzen und vertreiben.
        Austritte waren die einzige realistische Option um die Grundausrichtung von Luckes AfD zu bewahren!

        Ursachen und Wirkung zu verwechseln ist eine belibte AfD Methode um Prof. Lucke als schuldigen fuer Parteispaltung zu machen.

        Haette Herr Lucke mit fester Hand die Partei gefuehrt waeren Sie der erste der begonnen haette zu kritisieren. Gegen Prof. Lucke wurde ein schmutziger Kampf gefuehrt von Kreisen die Grundausrichtung der Partei aendern wollten. Es ist eine grosse Luege zu behaupten heute AfD ist liberal-konservativ, wie man manchmal liest.

      • Mir ist klar, wozu der Weckruf dienen sollte, aber seine zwei Zwecke (Mehrheiten in der AfD sichern und sonst eine erfolgreiche Ausgründung vorbereiten) waren widersprüchlich und wurden entsprechend beide nicht erreicht. Die Mehrheit in der AfD wurde nicht zuletzt wegen des Weckrufs verfehlt und die Ausgründung war ebenfalls auch seinetwegen erfolglos. Herr Lucke hätte die Mehrheit in der AfD behalten können, wenn er weniger beratungsresistent gewesen wäre.

        Willkürmaßnahmen von ihm hätte und habe ich tatsächlich kritisiert, aber z. B. die Entmachtung von Herrn Pretzell wäre sehr gut gerechtfertigt gewesen, während der Verzicht darauf trotz guter Gründe eher willkürlich wirkte.

      • Alfa hat nur eine Chance, wenn prominente neue Persönlichkeiten einträten. Das müssten bekannte Leute von CDU und CSU sein, nur wer soll das sein? Ansonsten haftet Alfa ein Verliererimage an, das sie so auch nicht wieder verliert. Alfa hatte die Chance direkt nach der Gründung. Dort kamen dann aber Hunderttausende in einem Monat nach Deutschland, da waren die Schlagzeilen schlicht andere.

        Und Alfa hat das immer noch nicht begriffen: CDU und SPD werden genau aus diesem Grund abgestraft. Alfa stellt nur eine Alternative dar, wenn sie sich entschieden gegen den Flüchtlingsstrom muslimischer Herkunft in unsere Sozialsysteme ausspricht. Das tut sie nicht, dafür ist sie zu feige. So wird sie aber auch keine Zukunft haben. Alfa hat nur eine Zukunft, wenn sie die AfD teilweise verdrängt und das geht nur über ähnliche, aber anders vorgetragene (aber trotzdem glaubhafte) Positionen im Bereich der Flüchtlingspolitik. Bernd Lucke will unbedingt regieren, aber das ist der völlig falsche Weg, über die Opposition kann man viel mehr erreichen. Die Grünen haben dieses Land auch nur mit wenigen Regierungsjahren umfassend verändert. Die AfD bestimmt momentan die Agenda der Politik auch ohne Regierungsbeteiligung. Das schlägt sich zwar noch nicht in Regierungspolitik nieder, aber sehr wohl in der medialen Themensetzung. Auch andere Themen wie die „Entartung der Demokratie“, die Lucke einst beklagte, bringt Alfa nicht mehr glaubwürdig rüber. Bei der AfD herrscht zwar Chaos pur, als Stimme des Protests ist sie diesbezüglich trotzdem weitaus geeigneter.

      • Es wird kein Prominenter mehr zu ALFA kommen, eben weil die positive Dynamik fehlt, die man ohne Prominente auch nicht mehr erreicht. Direkt nach der Gründung hätte es vielleicht anders laufen können, doch weil es das nicht tat, hat ALFA in der jetzigen Form keine Chance.

        Eine ernsthafte Alternative zur Alternative für Deutschland müsste parteitaktisch von Frau Merkel lernen, die sich möglichst weit an die SPD herangepirscht hat. Ein Heranpirschen an Frau Merkel bringt jedoch nichts, sondern eine seriöse Alternative zur AfD hätte meines Erachtens Chancen, die sich ihr annähert, ohne den Boden des Grundgesetzes zu verlassen. Das ist gar nicht so schwer. Man müsste sich nur deutlich gegen Islamismus und Scharia aussprechen, nicht aber pauschal gegen den Islam; gegen unkontrollierte Zuwanderung und für die Einhaltung von Dublin III, nicht pauschal gegen flüchtende Menschen; gegen den Euro und andere Exzesse der EU, nicht gegen die EU selbst; gegen eine Benachteiligung von Familien, nicht aber gegen Rentner und Kinderlose…

      • Man sollte, bei sicherlich aller berechtigten Kritik, nicht vergessen, das Sie Herr Prof. Dilger und auch Herr Lucke, keine Politprofis waren. Wenn man vom Rathaus kommt, ist man bekanntlich schlauer. Sich jetzt noch über „verschüttete Milch“ auseinanderzusetzten hilft nur bedingt. Den Weg der „ALFA“ zu unterstützen ist sicherlich besser, als den Weg der AfD. Das politische Vakuum in der Mitte unserer Gesellschaft vertritt für mich am glaubwürdigsten, im Moment die AfD. So bedauere ich auch nicht die fehlende Büdnisaussage, denn wer weis schon wie sich unsere im Moment im Niedergang befindliche Parteien entwickeln? Kommt Zeit kommt Rat.

      • Herr Lucke ist jetzt ein Politprofi. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass er sich jetzt wirklich schlauer verhält als 2013. Sie meinen im drittletzten Satz nicht wirklich die AfD, sondern ALFA, oder?

      • Bernd Lucke ist ein unbelehrbarer Selbstüberschätzer, den nur Menschen, die entweder nicht selbst denken wollen oder können und Opportunisten, die sich in seinem Kielwasser schwimmend irgendwelche Brosamen von ihm erhoffen, ernst nehmen.

        Eine echte politische Option war Herr Lucke nie und ist er bis heute nicht. Nur wird er selbst das wahrscheinlich nicht so schnell erkennen, bei seiner eingeschränkten Sicht der Dinge.

  5. Ich halte die Politik-Inhalte der AfD bisher für ausgebuffte Taktik, um noch mehr Potenzial aus Protest-Wählern und -Mitgliedern zu sammeln – für den Fall der bisher anscheinend erfolgreichen Vergrämung von Flüchtlingen also gleich das nächste Reizthema anzuhängen. Europa und Währungsunion können die sicher auch noch, aber wann kommt die für die Ansprache der rational denkenden Bürger wichtige Trend-Änderung ? Ich rechne damit.
    Lucke ist von Handelsblatt Online sehr positiv im Zusammenhang mit ALFA vor dem BPT so zitiert worden, dass er vor allem für die Gründungsideen der AfD steht (europakritisch, gegnerisch gegenüber der Währungsunion). Aus Furcht vor dem Ruf einer „Ein-Themen-Partei“ wird das aber so nicht übergebracht. Bezeichnender Weise plädieren Aktive der Basis von ALFA nach der Methode der AfD für die Taktik des „Begrenzten Tabubruchs“. Bis auf die Einschätzung der Taktik der AfD teile ich das Gesamt-Urteil von Prof. Dilger zu ALFA und zu Dr. Lucke. Die Geschichte wird wahrscheinlich so ausgehen, dass immer mehr Personen ALFA verlassen. Übertritte zur AfD halte ich nach derzeitiger Lage für wenig wahrscheinlich, aber ein Stimm-Votum für die AfD halte ich gut für denkbar. Man hält die AfD in der gegenwärtigen Parteienlandschaft für unverzichtbar, will aber nicht „dazugehören“.

    • Ich denke eher, dass die AfD-Oberen von einem Fehler zum anderen stolpern, was der Partei aber bislang nicht zu schaden vermag, da an eine reine Protestpartei tatsächlich andere Maßstäbe angelegt werden.

  6. Herr Lucke will ein Bündnis mit denen,die die gleichen Grundüberzeugungen haben wie die Alfa und für die Lösung unserer großen Probleme denselben Weg beschreiten wollen wie die Alfa. Was meint er mit Bündnis? Eine Verschmelzung mehrerer Parteien oder eine offene Liste zu den anstehenden Landtagswahlen und zur Bundestagwahl? Für eine Verschmelzung braucht es laut Parteiengesetz in allen betroffenen Parteien eine Urabstimmung und vorher einen Beschluss der jeweiligen Parteitage mit einer Mehrheit von (in den meisten Fällen) 3/4 der abgegebenen Stimmen. Die Verschmelzung mehrerer Parteien macht nur Sinn, wenn sie so weit vor der LT Wahl im Saarland vollzogen wrd, dass ein solches „Bündnis“ im kleinen Saarland antritt und mediale Aufmerksamkeit ducrh ein Ergebnis größer 3% erzielt. Dieser Option räume ich Chancen kleiner 50% ein. Vielleicht meint Lucke unter einem Bündnis aber auch was anderes? Es könnten offene Listen für die anstehenden Wahlen sein. Dabei stellen sich mir aber auch offene Fragen. Welcher Parteitag stellt eine solche Liste auf? Eine noch zu gründende, neue Partei? Oder die Mitglieder einer Partei dieses angedachten Bündnisses? Ein solches Bündnis macht doch nur Sinn, wenn 3 oder mehr Kleinparteien auf einer offenen Liste mit ihren besten Leuten gemeinsam antreten. Da ein Zugriffsverfahren jedoch gegen das Parteiengesetz verstößt, bleibt für mich die Frage offen, wie soll so etwas umgesetzt werden kann, ohne Verschmelzung der Bündnispartner inkl. Urabstimmung? Natürlich kenne ich das Beispiel PDS/WASG aus 2005, aber das waren zwei Partner aus unterschiedlichen Bundesländern(Ost/West) und deshalb erscheint mir dieses Beispiel als Blaupause ungeeignet.

    • Das wäre doch das erste mal, dass Bernd Lucke einen Blick in das Parteiengesetz wirft. Seine Einstellung zu gültigen Gesetzen und sein Demokratieverständnis sind Frau Merkel sehr ähnlich …

  7. Herr Dilger fragt: Wofür stehen er und seine neue Partei grundsätzlich (in einem Satz)? Antwort: „CDU/FDP Koalition von früher +Volksentscheide.“ ALFA ist die Partei der Bürger, die keine Lust mehr haben, von weltfremden Politikern schlecht und über ihte Köpfe hinweg regiert zu werden. Deshal hat das NRW Programm ja auch die drei Themen Bürgerstaat – Effizienz in der Verwaltung – Zukunft 2035. Wie will er ein umfassendes bürgerliches Bündnis schmieden? „Das geht nicht, weil es außer ALFA keine nennenswerte bürgerlich-liberale Formation gibt. Entweder ALFA schafft es alleine, oder wir bleiben bei einer großen sozialdemokratischen Koalition. Mit wem würde dieses dann vernünftige Politik umsetzen wollen? Mit der CDU und der FDP , falls diese doch nicht verschwindet. Wohl kaum mit rot-grün…

    • Stimmen aus NRW lassen hoffen, dass in diesem Bundesland unter Prof. van Suntum noch viel fuer ALFA zu holen sein wird. Es stimmt, ALFA steht fuer Liberal-konservative die in CDU/FDP Schrit fuer Schritt heimatlos geworden sind.
      Diese Waehler haben in ALFA jetzt eine Perspektive trotz vielen Unkenrufer. Gibt es in Prof.Luckes Rede keine aktuellen und brisanten Themen ausser ueber seine „beratungsresistenz“ hier zu trauern? Sind „Buendnisse“ kein wichtiges Stichwort?
      Sind Frau Kraft und Herrn Laschet keine Karikaturen ohne Problemloesungen und Zukunft? Es sind die wahren, stolpernden Gegner, nicht ein belangloser Herrn Pretzell!

  8. Die AfD prangert nicht „die Kirchen“ an sondern die Sozialindustrie, welche vom hohen Klerus betrieben wird. Herr Meuthen sollte nur sorgfältig differenzieren in seiner Wortwahl, er meint wohl den höheren Klerus. „Die Kirche“ meint die Gesamtheit aller Gläubigen. Die Macht übt aber, z. B. in der katholischen Kirche, der höhere Klerus, ein winziges elitäres Grüppchen, aus. Die deutschen Bischöfe haben sich von ihren Gläubigen so weit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Es gibt in der Kirche Laienorganisationen, die mit dem Gebaren der deutschen Bischöfe keineswegs einverstanden sind und hart mit ihrer Geldgier, mit ihren Geschäftsstreben und ihrer Neigung zu Pomp und Luxus, ins Gericht gehen. Papst Franziskus will eine arme Kirche und dem Vatikan scheint das nicht mehr geheuer zu sein, er musste schon mehrfach eingreifen. So z.B. im Fall des Limburger Bischofs Tebartz van Elst, im Falle des Weltbildverlages, mit dem die Bischöfe die Millionen nur so gescheffelt haben aber auch im Falle des Emmericher „Pegida-Pfarrers“ Paul Spätling. Pfarrer Spätling besuchte eine Pegida-Veranstaltung in Duisburg und bekam von seinem Bischof sofort einen Maulkorb, sprich Predigtverbot verpasst. Der Vatikan kassierte jedoch den Maulkorb mit der Feststellung, dass diese Bestrafung völlig unverhältnismäßig gewesen sei. Die deutschen Bischöfe sind offenbar nicht Willens oder nicht in der Lage, die Eskapaden einiger Angehöriger ihrer Zunft aus eigener Kraft zu begrenzen oder zu verhindern. Sie geben sich als das, was sie ja auch tatsächlich sind: fürstlich besoldete Regierungsangestellte, die nach dem Motto verfahren: „ Wes Brot ich ess´, dess´ Lied ich sing´.“ Warum sollte sonst ein Bischof das Licht im Kölner Dom ausschalten, wenn besorgte Bürger demonstrieren. Hat er das Licht in der Sylvesternacht auch ausgeschaltet, als direkt vor der Tür seines hohen Hauses Frauen sexuell belästigt wurden? Zweierlei Maß, mit dem da gemessen wird. Ein Boot als Altar, das empfinde ich als langjähriger, ehem. Messdiener als Gotteslästerung!

    „dass die wahren Gegner Gabriel, Juncker und Merkel heißen.“ ,

    das ist richtig, aber nur die halbe Wahrheit. Hinter jeder dieser Personen steckt ein ganzes System von Profiteuren, die mir ihrer Lobbyarbeit die Entscheidungen der drei vorgenannten maßgeblich beeinflussen. Einer der Profiteure des unkontrollierten Massenzustroms ist tatsächlich – neben Aldi, Lidl &Co. oder der Großindustrie – die von Meuthen zu Recht kritisierte Sozialindustrie. Ich habe selbst zwanzig Jahre in dieser „Industrie“ gearbeitet und weiss, wovon ich rede.

    • Leider sind einige katholische Bischöfe keine echten Hirten mehr und plappern als Staatsbesoldete nur noch Merkels Regierungspolitik nach. Wer die Katholische Kirche in Deutschland der Evangelischen Kirche angleichen will, wird ähnlich erfolglos sein! Nur als spirituelle Gegenwelt erreichen wir die Herzen der Gläubigen und nicht mit linker Sozialdusselei und Götzenanbetung eines Holzbootes, wo Christen von Moslems über Bord geworfen wurden.

      • Es dürfte schwer nachzuweisen sein, dass tatsächlich Christen von Moslems über Bord geworfen wurden und werden, wie immer wieder vollkommen unsubstantiiert kolportiert.

        Die bloße Tatsache allerdings, dass Menschen auf ein hoffnungslos überfülltes Schlauchboot oder in eine ebenso überbesetzte steuerlose Nußschale steigen, um damit das Mittelmeer zu überqueren, zeigt, dass es sich dabei nicht gerade um die Intellegenzija des Herkunftslandes handeln kann und von diesen Leuten keine allzu positiven Impulse für Europa zu erwarten sind.

      • Das haben Sie sehr diplomatisch ausgedrückt! Ich übersetze es einmal in das normale Deutsch: Es handelt sich um die Unterschicht, die oft ihre eigene Sprache nicht richtig lesen und schreiben kann, dumm genug ist, den Versprechen von Schleppern zu glauben, empfänglich für die Parolen radikaler moslemischer Prediger ist und in Mitteleuropa für NICHTS zu genbrauchen ist.

      • @francomacorisano

        Ich gebe Ihnen mit einer Einschränkung Recht:
        Welcher Religion diese Menschen angehören, spielt nicht die geringste Rolle. Unter den Glücksrittern aus Schwarzafrika befinden sich im Übrigen kaum Muslime, da der Islam in den meisten ihrer Herkunfstsländer kaum verbreitet ist.

    • Ich gehöre wahrlich nicht zu Frauke Petrys Fanclub und halte sie im Grunde für eine formbare Opportunisten. Bisher jedenfalls.

      Aber mit ihren Aussagen zur Rente hat sie wirklich mal ins Schwarze getroffen und Mut zur Wahrheit bewiesen. Alle Politiker der etablierten Parteien handeln dieses Thema betrefrend seit 45 Jahren nur nach dem Motto „nach uns die Sintflut“ … Chapeau, Frau Petry!

    • @ MT:
      In der Tat, das ist Otto Graf Lambsdorff, das ist FDP 2.0, das kostet Stimmen! Schade, wo´s doch gerade so gut lief!

      • In vielen Punkten hatte der alte Graf Lambsdorff Recht. Gleichwohl er m.E. insgesamt kein Segen für die FDP gewesen ist.

        Dass Frauke Petry hier den Mut hat, ein auf Grund der Gewichtung bei der Wählerschaft für Politiker höchst unpopuläres Thema aufzugreifen und die Realität beim Namen zu nennen, finde ich sehr beachtlich. Das hätte ich ihr gar nicht zugetraut.

    • Wieder so eine unkluge und mit dem Bundesvorstand unabgestimmte Aussage von Petry. Mit unangenehme Wahrheiten kann man als Opposition nicht punkten! Wenn Petry so weiter macht wird es einsam um sie, zumal die AfD-Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl bestimmt auch von Gauland beansprucht werden wird. Nur gut, dass bei der AfD darüber ein Parteitag bestimmt!

      • Das sehe ich anders. Endlich mal Mut zur Wahrheit!
        Ein Blick auf die Alterspyramide genügt. Die Zeit und die Realität werden Frauke Petry in diesem Punkt Recht geben.

      • Petry sagt das Richtige, hätte es aber geschickter ausformulieren können. Mit besonderer Chuzpe hätte sie als Begründung noch den ausländischen Massenandrang in unsere Sozialsysteme nennen können. Schon hätte sie für eine ohnehin notwendige unangenehme Maßnahme die ganze Partei hinter sich.

    • Das hat ihr vermutlich Herr Pretzell eingeflüstert. Eine längere Lebensarbeitszeit bei längerer Lebenszeit ist grundsätzlich sinnvoll, aber die Kürzung der Renten und das Bestrafen von Kinderlosen (einschließlich solchen, die keine Kinder bekommen können, diese erst noch bekommen werden oder bei denen sie schon aus dem Haus sind) wird gerade bei der AfD-Klientel nicht gut ankommen.

      • Mag sein, dass der Anstoß von Herrn Pretzell kam. Aber welche Rolle spielt das? Wichtig ist, dass endlich ein Umdenken eingeleitet wird und diese größte Lüge der deutschen Nachkriegs-Sozialpolitik endlich einmal angegangen wird.

      • Es ist realitätsfern zu fordern, dass Menschen bis 68 oder sogar bis 70 arbeiten sollen. Schon heute stellt kaum noch ein Unternehmen Leute über 45 mehr ein. Das ist die Realität: Die Hartz-4-Behörden machen ihren Kunden Druck und erwarten mindestens 2 Bewerbungen pro Woche, sonst werden Leistungen gekürzt. Daher gehen bei vielen Stellenausschreibungen 300 und mehr Bewerbungen ein. Kein Personalchef hat Zeit, die alle zu lesen. Daher sortieren Sekretärinnen und oft sogar Praktikanten nach einem vorgegebenen Muster aus und da fliegt alles über 45 raus. Ohne Beziehungen landet man heute über 45 bei Zeitarbeitsfirmen und bekommt dann Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde. Mehr als ALDI können sich solche Leute dann nicht mehr leisten. Leute aus dem Rotweingürtel sehen leider nicht mehr die Realität.

      • Die meisten älteren Arbeitnehmer haben eine Stelle und genießen dort auch einen besonderen Kündigungsschutz. Das erklärt wiederum, weshalb Arbeitgeber ältere Bewerber nicht so gerne einstellen. Das ist ein typisches Beispiel dafür, wie angeblich soziale Maßnahmen genau den Betroffenen schaden. Außerdem lohnen sich Humankapitalinvestitionen nicht mehr, wenn die Verrentung näherrückt. Bei einer Rente mit 45 würde schon in 35-Jährige nicht mehr investiert werden. Steigt hingegen das durchschnittliche Renteneintrittsalter, werden auch die 50-Jährigen wieder interessanter.

      • Veränderungsprozesse werden kommen. Aber für die Übergangsgeneration wird das sehr ungemütlich. Leider sind viele Unternehmen noch in einer Art „Jugendwahn“ gefangen und begreifen nicht, dass ältere Arbeitnehmer stabiler sind, weil sie zum Beispiel nicht bei einem Schnupfen zu Hause bleiben.

      • Das „Leute die keine Kinder bekommen können“ Argument geht ins Leere: >98% aller Paare können Kinder bekommen.

      • Schon bei normalen heterosexuellen Paaren ist Unfruchtbarkeit häufiger, wobei sie noch mit dem Alter zunimmt. Daneben gibt es homosexuelle Paare und Menschen ohne Partner, was auch nicht immer freiwillig sein muss. In jedem Fall ist das Fördern von Familien mit Kindern besser als das Bestrafen von Kinderlosen.

      • „Bestrafen von Kinderlosen“ klingt natürlich sehr barsch. Gemeint ist aber wohl eher, dass kinderlose Paare nur wegen eines Trauscheins steuerlich privilegiert werden, Familien ohne Trauschein oder Alleinerziehende hingegen wie Singles oder unverheiratete DINKs ohne Kinder behandelt werden. Letzteres ist eine echte Diskriminierung von unverheirateten Eltern.

  9. Nachtrag

    Das Problem ist die liberale Krankheit in der AFD.

    Eigentlich sollte man liberale,die man schon wie Sozialdemokraten oder Lesben am Gesicht erkennt,wie eine Krankheit genetisch aus dem Volk herauszüchten.

    So wie man nicht gewollte Hundewelpen wegzüchtet,damit die Rasse sauber bleibt.

    Es hat keinen Zweck für einen konservativen mit liberalen einen Nenner zu suchen.
    Es gibt keinen.

    MT

    • Ihre Ausdrucksweise zeigt doch bereits, dass Sie gar nicht konservativ sind. Heutige Konservative haben mit den Liberalen sehr viel gemeinsam, z. B. die Bewahrung der Bundesrepublik Deuschland als liberalen und demokratischen Rechtsstaat, was auf Reaktionäre und Rechtsradikale nicht zutrifft.

  10. Eine neue Partei hat immer nur Aussicht auf Erfolg, wenn sie sich glaubhaft gegen das Establishment wendet und polarisiert.

    Die Grünen haben sich gegen das Establishment gewandt und sich insb. gegen Rüstungskonzerne, Großkonzerne aufgelehnt.

    Die Piraten haben sich gegen das korrupte Establishment gewandt und als Vorschlag die digitale direkte Demokratie vorgeschlagen. Damit waren sie erst einmal erfolgreich.

    Zahlreiche Rechtsparteien waren zumindest kurzweilig erfolgreich, weil sie sich gegen Establishment mit den Worten gewandt haben: Wir unten zeigen den da oben, dass wir keine Flüchtlinge wollen, wo der Hammer hängt.

    Die AfD polarisierte mit dem Anti-EUR gegen das Establishment und ist jetzt als klassische Rechtspartei erfolgreich.

    Der ALFA besserwissert hingegen, polarisiert aber nicht gegen das Establishment. Das Volk will aber keine Besserwisser, sondern „lupenreine“ Volksvertreter, die den etablierten Parteien zeigt, wo der Hammer hängt.

    • 100 % Zustimmung. Die Mischung der alten AfD war allerdings ideal. Kluge Köpfe kombiniert mit Leuten, die auch mal draufhauen. Schade, dass das nicht mehr zusammen ging.

  11. Bernd Lucke, der für mich einmal ein Held war, wurde sehr schlecht beraten, immer dünnheutiger und ist heute in der selbst verschuldeten Bedeutungslosigkeit verschwunden. Eigentlich schade!

    Das Mandat im EU-Parlament müsste er ja spätestens jetzt als Spitzenkandidat von ALFA (oder neuen Parteiname) abgeben, da man nicht gleichzeitig dem Deutschen Bundestag und dem EU-Parlament angehören kann. Dann würde dieses Mandat an die AfD zurückfallen, über die Lucke ja gewählt wurde und, wenn ich richtig informiert bin, Marc Jongen für Bernd Lucke nachrücken.

    Schade um soll viel verschwendete Energie…..

    • @francomacorisano

      Verschwendete Energie?
      Aus der Sicht Bernd Luckes wohl eher nicht. Ein Europaparlamentarier verdient weit mehr als ein C-Professor. Zudem hat sich Bernd Lucke durch seinen kurzen Ausflug in die Politik einen sehr hohen Bekanntheitsgrad geschaffen, den er als Professor an einer mittelmäßigen Uni nie erreicht hätte.
      Wenn er dieses Vermarktungspotential nicht zu nutzen weiß, na dann weiß ich auch nicht …

      • Wenn man Bernd Luckes Beratungsresistenz und sein mangelndes Fingerspitzengefühl für Menschen kritisiert, hat das mit Nachtreten nichts zu tun, was nationalliberal vermutet. Lucke hat viel geleistet, aber leider nie verstanden, wie Parteipolitik funktioniert. Geldgier wie Michael Meister würde ich ihm aber nicht unterstellen, sondern ich glaube, er weiß inzwischen selbst, dass er sich verrannt hat, kann das aber nicht zugeben. Und Hans-Olaf Henkel ist der AfD erst beigetreten, als die Kernerarbeit schon gemacht war, was nationalliberal vergessen hat.

      • Herr Lucke könnte fern der Politik viel mehr (dazu) verdienen. Das Pleitepärchen und dessen Anhänger sind vor allem wegen des Geldes in der AfD.

      • @francomacorisano
        Es spielt keine Rolle, dass Herr Henkel erst später beigetreten ist. Wichtig ist, dass er bei der Europawahl der AfD sehr viel Aufmerksamkeit und Stimmen von kritischen Liberalen eingebracht hat, da er nun mal ein bekanntes Gesicht mit hohen Ansehen war. Neue Parteien werden nicht allein wegen ihrem Wahlprogramm gewählt. Man braucht Persönlichkeiten und die Presse, die darüber berichtet…ansonsten hat man Wahlergebnisse wie Freiheit und Co.

        Lesen Sie sich bspw. mal die Kommentare von Herrn Meister durch. Er übt nicht bloß sachliche Kritik…

      • Herr Henkel war auch schon kurz vor der Bundestagswahl 2013 zu einem Beitritt bereit, was vielleicht die fehlenden 0,3 Prozentpunkte gebracht hätte. Einer der Bundessprecher wollte ihn da jedoch noch nicht haben, vielleicht weil er Konkurrenz befürchtete.

      • @nationalliberal

        Und was sachlich ist und was nicht, entscheiden Sie?

  12. Warum empfinden so viele (Noch-) AfDler so einen großen Hass auf Herrn Lucke (wie auch hier wieder bei einigen Kommentaren zu beobachten)? Was soll das ständige Nachtreten? Man könnte doch froh sein, dass die jetzige AfD aktuell so erfolgreich ist. Vielleicht wäre auch ein bisschen Dankbarkeit angebracht. Herr Lucke und Herr Henkel haben damals als Aushängeschilder gemeinsam mit anderen Professoren über das Eurothema für den Aufstieg der AfD gesorgt. Allein mit Petry, Pretzell, Gauland, Höcke und Co. wäre man heute eine unbedeutende rechte Kleinstpartei wie Freiheit, III. Weg und Co. …sogar nach den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg kannten damals viele Wähler die ehemaligen Spitzenkandidaten Petry, Gauland und Höcke nicht, weil man bundespolitisch Herrn Lucke gewählt hatte. Eigentlich gibt es meistens schlechte Verlierer…bei den jetzigen AfDlern scheint es viele schlechte Gewinner zu geben.

    • Das Sie wohl so etwas ähnliches wie Bernd Luckes Kofferträger oder sein Schoßhündchen sind, das wissen wir jetzt alle zur Genüge, auch wenn Sie nicht den Mut haben, sich hier unter ihrem Klarnamen zu äußern.

      Ich war schon zu Zeiten, als Bernd Lucke in der AfD frenetisch bejubelt wurde, egal was er gerade vorgetragen hat, der Meinung, dass dieser Personenkult der AfD nicht gut tut. Eine wirklich demokratische politische Partei kann nun mal keine One-Man-Show sein, wenn sie erfolgreich sein will. Die Tatsache, dass die AfD heute bei 15% liegt und nicht mehr bei 3% beweist im Übrigen genau das.

      Aber was haben Sie eigentlich für ein Problem damit, wenn erwachsene Menschen, die nicht Lucke-abhängig sind, über aktuelle Ereignisse diskutieren?

    • Dankbarkeit ist keine politische Kategorie. Außerdem wollen sich die heutigen AfDler von ihrer Vergangenheit abgrenzen, so wie wir Ex-AfDler nicht mit der heutigen AfD identifiziert werden wollen. Trotzdem stellt sich die Frage nach der Mitverantwortung. Ohne Herrn Lucke gäbe es die AfD nicht und ohne mich wäre sie in NRW vermutlich noch desolater. Meine Kritik an Herrn Lucke basiert doch gerade darauf, dass er diese Entwicklung nicht verhindert und anfangs sogar noch befördert hat.

      Wäre es besser, wenn es die AfD überhaupt nicht gäbe? Ja, denn dann gäbe es Platz für eine bessere Partei, die sich gegen Frau Merkel wendet. Doch ehe dieser Platz gänzlich unbesetzt bleibt, ist eine Protestpartei wie die AfD immer noch besser als gar keine Opposition.

      • Ich glaube auch, wir brauchen viele Parteien die konkurieren. Manche verschwinden und neue kommen. Je mehr desto besser weil nur dadurch bemerkenswerte Menschen eine Chance in der Politik haben. Deutsche Milliardere sind schlau genug sich in Deutschland fern von Politik zu halten.

        AfD wirkt trotz Erfolgen ungluecklich und uneinig. Sicherlich vermissen sie ex-Gurus und kompetente ernstzunehmende ex- Mitglieder. Viel Spass mit der Manschaft die wir in Essen erleben duerften! Und, dass ist AfD Durschnitt.

        Und ueber ALFA kann man sich ernsthaft unterhalten nach BTW 2017. Es ist noch die Frage was fuer ein Volk gerne fuer Provokationen stimmt und wer Wert auf andere, essentielle Themen legt!

      • @Old Grisogono

        Die Braunredner vom Kyffhäuser machen die politische Arbeit in der Arbeit nicht leicht, da haben Sie schon recht. Lucke-Mania ist aber auch nur etwas für tote Fische, die ihrem Führer im Kielwasser hinterhertreiben.

      • @Dilger
        Meine Kritik war nicht auf Sie bezogen. Mit Ihnen kann man sachlich diskutieren, ebenso können Sie im Bezug auf Herrn Lucke differenzieren, wie Sie auch wieder in diesen Kommentar zeigen.
        Mein Kommentar war an einige jetzigen AfDler gerichtet, die sich über die aktuelle AfD freuen, aber dennoch vielfach gegen Herrn Lucke und andere Ex-AfDler unsachlich austeilen. Natürlich wäre ich jetzt im Nachhinein froh, wenn Herr Lucke mit Ihnen und vielen weiteren Ex-AfDlern dieses Lebenswerk nicht vollbracht hätte, weil es so vielleicht mittlerweile eine echte liberal-konservative Partei geben würde…
        Eine Protestpartei kann durchaus sinnvoll sein, aber sie sorgt eher dafür, dass die aktuelle Politik größtenteils beibehalten wird, da man mit ihr nicht regieren kann, so dass die anderen Parteien zwangsweise darauf angewiesen ist, in bisherigen Koalitionen weiterzuregieren. Man konnte es doch bei den letzten Landtagswahlen sehen: bspw. in Sachsen-Anhalt muss die CDU neben SPD jetzt noch die Grünen einbinden, so dass es bestimmt keine großartige Kursänderung gibt, die AfD Wähler wollen. In Rheinland-Pfalz kann Rot-Grün mit der FDP weiterregieren, die lediglich zusätzlich etwas liberale Politik einbringt. In Baden-Württemberg wird die CDU zum Juniorpartner eines grünen Landesvaters.

      • @Meister
        Haben Sie schon mal daran gedacht, mit Herrn Lucke gemeinsam eine Paartherapie zu machen? Sie scheinen ernsthafte Probleme zu haben, die dringend aufgearbeitet werden müssen… Hat er Sie verlassen? Sie wirken wie ein frustrierter Ex-Partner, der die Trennung noch nicht überwunden hat…

      • @Dilger
        Das Problem ist doch, dass die Union nach einer Kurskorrektur im Bund mit der derzeitigen AfD keine Koalition eingehen kann, so dass man mangels Koalitionspartner eher für Rot-Rot-Grün sorgt. Eine Protestpartei ist lediglich hilfreich, wenn die Wähler der etablierten Partei ihre Kurskorrektur abkaufen und die Protestpartei wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, weil die Wähler zur etablierten Partei zurückkommen, so dass es eine entsprechende regierungsfähige Mehrheit gibt, die die Kurskorrektur in einer Regierung umsetzten kann. Ich befürchte, dass es 2017 eine rot-rot-grüne Regierung gibt, wenn man eine Mehrheit im Bundestag.hat, da die SPD bestimmt noch einmal einen Kanzler stellen will, was man zukünftig nur noch mit der Linkspartei schaffen kann. Die AfD wird wie in den Bundesländern eine bürgerliche Mehrheit verhindern…

      • Die Frage ist, wann eine Kurskorrektur erfolgt und wie drastisch sie ausfällt. Kleine Korrekturen beim Asylrecht werden da nicht reichen. Doch stellen Sie sich vor, Frau Merkel tritt ab oder die CSU tritt bundesweit an. Dann würden die Karten ganz neu gemischt. Das gilt auch, wenn sich die AfD wandeln und mäßigen sollte (z. B. unter Herrn Meuthen nach einer Abwahl von Frau Petry mit Entmachtung der Herren Pretzell und Höcke). Das ist alles nicht sehr wahrscheinlich, aber möglich. Für noch viel unwahrscheinlicher halte ich eine rot-rot-grüne Koalition, obwohl ich sie besser fände als noch eine Amtszeit von Frau Merkel. Erstens kostet die AfD die SPD und Linkspartei mehr Stimmen als die Union, zweitens fehlt in der SPD doch inzwischen jeder Wille zur eigenen Kanzlerschaft.

      • Warum sollte die jetzige AfD-Führung auf Herrn Lucke neidisch sein? Sie will nur seine früheren Verdienste um die AfD totschweigen, aber auf diese wird er doch auch nicht mehr stolz sein.

      • @Ritschl

        Neid worauf?

        Etwa auf den Geniestreich, eine neue Partei „ALFA“ zu nennen und damit Wahlerfolge einzufahren, die unter dem Niveau der Marktanteile gleichnamiger Automobilmarke liegen?

  13. @Michael Meister

    -..-vielleicht ua. darauf das er Rückrat bewiesen hat?
    Der Name „ALFA“ ist unglücklich, da stimme ich Ihnen zu. Aber wurde er alleine von Lucke bestimmt?

    • Welches Genie sich diesen Namen ausgedacht hat, das weiß ich nicht. Aber es sitzen ja genügend Erleuchtete bei ‚ALFA‘ herum, dass eigentlich einer auf die Idee hätte kommen müssen, dass dieser Name Probleme mit sich bringen wird.

      Wo bitteschön hat Herr Lucke Rückgrat bewiesen?

      Wirklich Rückgrat hätte er m.E. bewiesen, wenn er nach Essen in der AfD geblieben wäre und eben nicht beleidigt von dannen gezogen wäre, weil er abgewählt wurde. Die Tatsache, dass er sich für doppelt prädestiniert hält, ist doch kein Zeichen von Rückgrat!

      • @Meister
        -.-.–weil er die alten Vorstellungen der Partei nicht mehr teilen wollte und sein
        „Nein“ für mich nur konsequent ist.-.-.-.
        Aber in der Politik sollen ja Menschen ein so dickes Fell haben, dass es kein
        Rückgrat braucht?

      • ALFA existiert nur durch das Geld, das HOH besorgt, leider!

  14. Man liest unter Kommentaren in TE, dass auch eingefleischte AfDler Bedenken haben wegen der Situation in AfD. Es wurde die Vermutung geaessert, dass analog zu Luckes Sturz auch weitere Verdraengungskaempfe in Vorbereitung/ im Gange sind! Wie es zu erwarten war!

      • Herr Meister,

        wie immer weichen Sie aus! Es geht um AfD Vorstand von heute, hier sitzen , wahrscheinlich zu 95%, offensichtlich nur “ faule Aepfel“!

      • Mit Jörg Meuthen, Alice Weidel und Dirk Driesang sitzen drei wirklich fähige Leute im Bundesvorstand. Auch Frauke Petry scheint erkannt zu haben, dass rechtslastiger Zweckoptimismus zwar in den neuen Bundesländern auf fruchtbaren Boden fällt, das Wählerpotential insgesamt aber gewaltig einschränkt.
        Und Herr Fohrmann macht als erster Bundesschatzmeister der AfD überhaupt einen wirklich guten Job.

        Bundesvorstand und Bundeskonvent haben sich durch einschlägige Beschlüsse deutlich von den Vorgängen im AfD-Landesverband Saarland und auch von Pegida distanziert.

        Meiner Meinung nach ist die AfD trotz Höcke, Poggenburg, Tillschneider, Storch und Co. auf einem guten Weg!

      • Driesang hat vor seiner Zeit im Bundesvorstand die These verbreitet, dass das „internationale jüdische Finanzkapital“ für den Ausbruch des 1.Weltkrieg verantwortlich ist. Mittlerweile hat er die Aussage auf seinen Blog korrigiert. Jedoch vergisst das Internet nicht: http://www.achgut.com/artikel/ein_seltsamer_kandidat Ich habe auf seinen Blog damals selbst genau die geschilderten Aussagen des Artikels gelesen…bevor jetzt wieder Verschwörungen geäußert werden, dass man ihm etwas unterstellt. Er hat schon damals die typische AfD Strategie angewandt, dass man etwas nicht so gemeint hat, wie es bei seinen Kollegen aus den Bundesvorstand (bspw. Gauland, von Storch) heute fast wöchentlich vorkommt.
        Menschen mit (latenten) Antisemitismus zählen für mich nicht zu „fähigen Leuten“!

      • PS: Die AfD in Baden-Württemberg, wo doch angeblich im Gegensatz zu den bösen „Ossis“ die gemäßigten AfDler beheimatet sind, wird demnächst höchstwahrscheinlich den Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon wegen antisemitischer Äußerungen verlieren. Herr Meuthen hat davon bereits 2013 gewusst und sich lediglich darüber besorgt gezeigt, wenn es einmal herauskommen sollte. Es ist also offensichtlich, dass auch die „gemäßigten“ AfDler jetzt einfach nur machtpolitisch reagieren, aber mit den Aussagen von Gedeon eigentlich kein Problem haben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/wolfgang-gedeon-afd-vorstand-empfiehlt-parteiausschluss-a-1096278.html

      • @nationaliberal

        Der größte Hin- und Her-, Vor- und Zurückruderer den die AfD je gesehen hat ist Ihr großer Lehrmeister, Bernd Lucke. Die von Ihnen Aufgezählten haben sich das alle mehr oder weniger von ihm abgeschaut. Das war 2013 eindrucksvoll in vielen Talkshow-Auftritten zu beobachten. Sie vergessen immer gerne, dass ein Großteil der Mitdiskutanten hier in Herrn Dilgers Blog AfD-Mitglieder der ersten Stunde sind oder waren.

      • @Meister
        Überraschung, Herr Meister lenkt mal wieder ab, indem er auf Herrn Lucke verweist. Die gleiche Strategie, die er auch immer in Bezug auf Putin anwendet, wenn er auf die USA verweist, statt auf dessen Verbrechen einzugehen. Bei Ihnen ist es nicht überraschend, dass Sie Antisemitismus verharmlosen, wenn man sich Ihre Kommentare der letzten Monate anschaut. Sie verstehen es nicht, oder? Im Unterschied zu den heutigen AfDlern hat Herr Lucke sich nie rassistisch, fremdenfeindlich oder antisemitisch geäußert. Es geht nicht darum, dass Aussagen zurückgenommen wurden, vielmehr geht es um deren Inhalt. Zudem lügt Herr Meuthen, dass er keine Ahnung hatte, obwohl er es seit 2013 wusste. Er hat zugelassen, dass ein Antisemit zur Landtagswahl aufgestellt wurde. Jetzt distanziert man sich mal wieder scheinheilig, weil es die Presse mitbekommen hat und man weiterhin den Eindruck einer bürgerlichen Partei vermitteln will, obwohl das schon lang nicht mehr der Fall ist. Frau Weidel ist die Einzige, die bisher nicht negativ aufgefallen ist. Aber sie wird die AfD kaum retten können…

      • Deswegen wundert mich Herr Meister noch mehr wie weit Sie von der Situation in AfD entfernt sind oder alles ignorieren! Ich (ausgerechnet!) bekam heute per email eine Warnung wie Prof. Meuthen und ein paar Genossen gefaehrlich fuer Patrioten und Fluegel sind, in Form eines Pamphlets. Angriffe sind fokusiert auf AfD- BW aber eine zweite Spaltung waere nicht undenkbar.
        Situation und Akteure erinnern an die gespannte Lage vor BPT in Essen!

      • @nationalliberal

        Ihr Vergleich hinkt. Sie unterstellen „Ablenkungsmanöver“ wo keine sind. Ich kenne Herrn Gedeons Buch nicht und kann folglich in der um ihn entstandenen Debatte nicht mitreden. Warum sollte ich mich also zu etwas äußern, worüber ich nicht urteilen kann? Bei diesem Thema kann ich schlicht nicht mitreden.

        Bin ich deshalb jetzt vor den Augen des anonymen Scharfrichters ’nationalliberal‘ auch ein Antisemit?

        Herrn Lucke jedoch durfte ich sehr gut kennen lernen. Zu ihm und seinen Charakterzügen konnte ich mir eine profunde eigene Meinung bilden.

        Das Sie immer alles über einen Kamm scheren und unfähig sind zu differenzieren, sagt mehr über Sie selbst aus, als über die, die sie hier aus der Deckung Ihres Pseudonyms mit Schmutz bewerfen.

        @Ivan de Grisogono

        Auch ich dachte lange, dass es sich bei dem Anbsender der von Ihnen zitierten Rundmails um eine reale Person handele. Das ist jedoch offenbar nicht der Fall. Diese Rundmails sind ein gezielter Angriff auf AfD-Mitglieder und ehemalige AfD-Mitglieder von einem externen Schmutzwerfer, der den Namen eines ehemaligen Mitglieds verwendet. Aber anonyme Schmutzwerfer und Heckenschützen gibt es viele – sowohl mit Pseudonym als auch mit fremden Namen.

        Eines haben sie jedoch alle gemeinsam:
        Diese Leute sind zu feige mit offenem Visier zu kämpfen und ihren (echten) Namen zu nennen!

      • nationalliberal ./. Michael Meister

        Kein aufrechter Demokrat kann die judenfeindlichen Äußerungen von Herrn Gedeons tolerieren. Er hat seine Thesen aber unter einem Synonym geäußert und damit verschleiert. Natürlich hätte er nicht AfD-Landtagskandidat werden dürfen, aber dass Bundes- und Landesvorstand nun massiv gegen ihn vorgehen zeigt, dass die Selbstheilungskräfte in der AfD funktionieren!

        Für die Bundestagswahlen 2017 hoffe ich sehr, dass die AfD ALLE Kandidaten sehr genau unter die Lupe nimmt! Hier werden andere Maßstäbe als bei Landtagswahlen angelegt! Der Deutsche Bundestag hat ca. 600 Abgeordnete. Wenn die AfD „nur“ 10% holt, ist sie mit 60 Abgeordneten vertreten. Richtig angepackt sind auch 20% = 120 Abgeordnete drin. Da können wir uns keine Kapriolen leisten!!!

      • @francomacorisano

        Ich kann zu Herrn Gedeons Buch beim besten Willen nichts sagen, da ich es nicht kenne. Der Name Gedeon ist allerdings ein hebräischer Name, von daher würde es mich schon wundern, wenn Herr Gedeon tatsächlich Antisemit wäre.

        Bemerkenswert an diesem Vorfall und an praktisch allen Fällen von Kritik an Israel ist für mich aber vor allem, dass im Hinblick selbst auf konkrete Kritik an Zionisten stets mit anderem Maß gemessen wird als bezogen auf islamophobe Äußerungen jeder noch so plumpen Art. Dies gilt sowohl für die AfD selbst als auch für ihre politischen Gegner.

        Es ist inzwischen leider so, dass in Diskussionen mit selbst ernannten Moralaposteln und den Hütern der Political Correctness nicht einmal die menschenverachtenden Bombenangriffe auf den Gaza-Streifen mit ihren vielen unschuldigen Opfern (vor allem Kinder und Zivilisten) kritisiert werden dürfen, ohne gleich des Antisemitismus verdächtigt sowie mit Holocaustleugnern und ‚Putinverstehern‘ in einem Atemzug genannt zu werden.

        Etwas mehr Differenzierung täte solchen Diskussionen gut!

      • Israel bombardiert den Gaza-Streifen immer nur als Reaktion auf Raketenbeschuss von dort. Die Palästinensergebiete könnten längst unabhängig sein, wenn die Radikalen von der Hamas mit dem Zündeln aufhören würden. Aber so oder so, die Palästinensergebiete werden wohl immer am Topf der EU hängen.

      • Ich lehne normalerweise ein Rühren in der Vergangenheit ab, aber hinter der Aussage, dass Deutschland Juden und Israel gegenüber eine besondere Verantwortung hat, stehe ich voll und ganz. Vielleicht ist das in 100 Jahren anders, aber selbst meine Generation ist noch mit den Großeltern aufgewachsen, zu deren Lebzeiten diese schrecklichen Verbrechen begangen wurden und von denen sie noch erzählen konnten. Dieser Völkermord ist mir nicht fern, er ist mir noch sehr nah, er ist nicht nur eine Notiz in einem Geschichtsbuch. Die Aussagen von Gedeon möchte ich in der AfD nicht sehen, da wird es mir schaurig. Ich hoffe sehr, es werden die erforderlichen Mehrheiten gegen ihn gefunden.

        Ja, man darf Juden und Israel selbstverständlich kritisieren. Dass es in Deutschland eine Ungleichbehandlung zwischen den Religionen gibt und man bei Juden sensibler ist, kann ich aber durchaus nachvollziehen.

      • @francomacorisano:
        Im Gazastreifen leben fast 2 Mio. Menschen auf 365 Quadratkilometern (> 5.000 Einwohner/qkm!) zusammengepfercht. Auf einer Seite ist das Meer, auf der anderen Seite ein sieben Meter hoher Betonwall mit Todesstreifen, gegen den der innerdeutsche „Antifaschistische Schutzwall“ beinahe ein Gartenzaun war.
        Wohin sollen Zivilisten da flüchten, wenn der Gazastreifen von den der Hamas militärisch haushoch überlegenen Armee der Israelis bombardiert wird?
        Und warum kann der wohl beste Geheimdienst der Welt (Mossad) Operationen gegen tatsächliche Terroristen nicht effektiver und ohne Kollateralschäden durchführen?

        @Peter Burger:
        Wenn selbst die sich höchstselbst als pro-israelisch und pro-amerikanisch etikettierenden „PI-News“, die ganz sicher nicht im Verdacht stehen, antisemitisch zu sein, eine solche Lanze für Herrn Gedeon brechen: http://www.pi-news.net/2016/06/eine-lanze-fuer-dr-wolfgang-gedeon-afd/ … dann sollte man sich dem aktuellen Shitstorm gegen Wolfgang Gedeon meines Erachtens nicht einfach vorbehaltlos und ohne seine Bücher tatsächlich gelesen zu haben, anschließen.
        Ich habe mich noch nicht damit befasst, wer diese Schmutzkampagne wann und warum losgetreten hat, habe aber den Eindruck, dass hier demnächst einige Leute zurückrudern werden, von denen ich im Übrigen gar keine so vorschnellen und leichtfertigen „Urteile“ erwartet hätte.
        Interessant finde ich auch, was Dr. Wolfgang Gedeon selbst zu den Vorgängen schreibt: http://www.wgmeister.de/

    • Warum wird dieser Unsinn von Herrn Hofmann jetzt überall verbreitet? Bis vor kurzem erhielt ich fast täglich mehrere solche Rundmails von ihm. Mehrfach musste ich um Löschung aus dem Verteiler bitten, bis er unter wüsten Beschimpfungen dieser Bitte nachkam.

    • Warum wird dieser Unsinn von Herrn Hofmann jetzt überall verbreitet? Bis vor kurzem erhielt ich fast täglich mehrere solche Rundmails von ihm. Mehrfach musste ich um Löschung aus dem Verteiler bitten, bis er unter wüsten Beschimpfungen dieser Bitte nachkam.

    • Danke für den Link zu „Deutsche Politik News“ – eine Publikation mehr, die nicht recherchiert, sondern jeden Mist ungeprüft übernimmt.

      Und jetzt ganz schnell ab damit in die Ablage „P“ …

      • Herr Hofmanns Rundmail ist die Wirklichkeit und keine Ente! Was ihnen zu denken geben soll ist, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt sondern um Meinung einer Gruppe der sehr aktiven AfDler. Diese AfDler versuchen, genau so wie Sie, Herrn Luckes Einfluss auf AfD von heute zu instrumentalisieren und natuerlich Macht zu uebernehmen. Alles schon gehabt.

      • @Grisogono

        Ähm – was habe ich verpasst?
        Seit wann ist Herr Lucke wieder in der AfD?
        Welche einflussreiche Position hat er inne?

        Ich selbst versuche entgegen Ihrer Annahme nicht, in irgendeiner Weise Macht in der AfD an mich zu reißen. Darum geht es mir nicht und ging es mir auch nie.

        Was die Herren Höcke, Poggenburg und Tillschneider, die ihr anonymer Schutzfink mit dem falschen Namen so verehrt, angeht, dürfte klar sein, dass das genau die Leute sind, die ich garantiert niemals unterstützen werde.

  15. Hat AfD je dementiert Authentizitaet „Dr. Hofmanns Rundmails“ ? Offensichtlich werden die (ex) Mitgliederlisten schon laenger benutzt um Rundmails zu verteilen?

    • Ich erinnere mich an eine nicht von der AfD anerkannte oder authorisierte Organisation mit dem schönen Namen „Weckruf“ (später wurde daraus ein Wegruf), deren Gründer Zugriff auf die Datenbank der AfD hatte und auch alle AfD-Mitglieder wiederholt unauthorisiert und unaufgefordert angeschrieben hat, um ihnen seine Kritik an diversen AfD-Funktionären in nächtlichen Rundmails mitzuteilen.

      Zufall?
      Oder besteht da möglicherweise ein Zusammenhang?

      • Herr Meister,
        auch in Spuren verwischen sind Sie kein Meister! Offensichtlich ist, dass Patrioten und Fluegel und andere Rechtschaffende den Kurs von AfD bestimmen. Dabei benutzen sie gerne auch Ihre Argumente!

      • @Old Grisogono

        Ich wüsste nicht, welche Spuren ich verwischen sollte? Ich gehöre weder dieser komischen „Patriotischen Plattform“ noch dem ebenso seltsamen „Flügel“ an und brauche auch sonst keine Partei in der Partei.

    • Mein Punkt war, dass Sie, wie auch die Rundbriefe, sich an Herrn Lucke und seine Anhaenger regelmaessig einschiessen. Und behaupten, es gibt in AfD eine neue pro-Lucke Manschaft i.e. alte Anhaenger. Pure Zufall? Erinnert mich an Stalins Saeuberungen!😄

      • Lieber Herr de Grisogono,

        natürlich möchten viele Weckrufer gerne zur AfD zurück, da sich so langsam aber sicher auch bei den kühnsten Optimisten unter ihnen die Erkenntnis breit macht, dass sich der erhoffte Erfolg von ‚ALFA‘ nicht einstellen wird.

        Aber was soll die AfD mit diesen Leuten? Sie sind für die AfD ungefähr so nützlich wie afrikanische Boatpeople für den europäischen Arbeitsmarkt.

  16. Pingback: ALFA will fusionieren | Alexander Dilger

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