Diskussionspapier zu Zahlungsbereitschaften für Olympia

Es gibt ein neues Diskussionspapier meines Instituts für Organisationsökonomik noch für den Monat Mai von meiner Mitarbeiterin Frau Linn-Brit Bakkenbüll und mir. Es trägt den Titel: „Zahlungsbereitschaften für deutsche Erfolge bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi und die Austragung Olympischer Spiele in Deutschland“. Es knüpft an ein älteres Diskussionspapier, welches inzwischen etwas verbessert im Journal of Business Economics erschienen ist, und eine Umfrage an, die hier beide unter ‚Untersuchung und Umfrage zum Wert von sportlichem Erfolg‘ schon einmal Thema waren. Den Umfrageteilnehmern möchte ich nochmals danken.

Interessant finde ich, dass die aggregierte Zahlungsbereitschaft für den ersten Platz im Medaillenspiegel bei den Olympischen Winterspielen etwas höher ist als bei den Olympischen Sommerspielen (2,7 gegenüber 2,6 Milliarden Euro). Für nur eine Goldmedaille bei den Winterspielen in der jeweiligen Lieblingssportart würden aggregiert sogar 5,2 Milliarden Euro gezahlt werden, wobei es jedoch viele verschiedene Lieblingssportarten gibt.

Für die Ausrichtung Olympischer Spiele in Deutschland lässt sich eine positive Zahlungsbereitschaft von 6,7 Milliarden Euro ermitteln, der jedoch 3,1 Milliarden Euro an Entschädigungswünschen gegenüberstehen, was einen positiven Saldo von 3,6 Milliarden Euro ergibt. Das liegt übrigens deutlich unter den angesetzten Kosten für die Olympiabewerbung in Hamburg, so dass deren Ablehnung durch die Bevölkerung wohl richtig war (siehe ‚Mehrheit auch gegen Hamburgs Olympiabewerbung‘). Grundsätzlich ist es allerdings möglich, Olympische Spiele billiger durchzuführen, während die letzten Olympischen Winterspiele in Sotschi 50 Milliarden Dollar gekosten haben sollen und damit „Teurer als alle bisherigen Winterspiele zusammen“ waren.

2 Gedanken zu „Diskussionspapier zu Zahlungsbereitschaften für Olympia

  1. Warum können die USA Olympische Spiele vollkommen privat finanzieren, aber Europäer kriegen das einfach nicht hin? Ich interessiere mich nicht für Veranstaltungen von Spitzensport und bin als Steuerzahler auch nicht bereit, dass mein Geld dafür verwendet wird. Förderung des Breitensport zur Volksgesundheit kann Staatsaufgabe sein, Spitzensport nicht! Liberale sollten erst recht so denken und das Ziel haben, Staatsaufgaben zu reduzieren!

  2. Pingback: Diskussionspapier zur Austragung Olympischer Spiele in Deutschland | Alexander Dilger

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