Montenegro wird 29. NATO-Mitglied

Die „Nato beschließt Aufnahme Montenegros“ als 29. Mitglied. Alle Mitglieder einschließlich Montenegros müssen das Beitrittsprotokoll noch ratifizieren, doch damit ist binnen eines Jahres zu rechnen. Militärisch hat Montenegro keine große Bedeutung, doch politisch ärgert sich Russland trotzdem. Allerdings gehörte Montenegro wie schon Slowenien und Kroatien zu Jugoslanwien und damit nicht zum „Einflussbereich der früheren Sowjetunion“. Die Aufnahme von Bosnien-Herzegowina und Mazedonien wäre von daher auch nicht wirklich problematisch, wobei Griechenland seine Schwierigkeiten mit Mazedonien (wie auch mit der Türkei) hat. Eine Aufnahme von Georgien ist hingegen viel gefährlicher, zumal es noch 2008 von Russland angegriffen wurde und die Landesteile Abchasien und Südossetien von Russland als eigene Staaten anerkannt werden  Für die absehbare Zukunft würde ich davon abraten, Georgien und vergleichbare Länder aufzunehmen, auch wenn Russland kein Vetorecht hat (siehe ‚Die Bedeutung der NATO‘).

27 Gedanken zu „Montenegro wird 29. NATO-Mitglied

  1. Montenegro war mit Marine-Stuetzpunkt in Boka Kotorska schon in k.u.k. und Koenigreich SHS Zeiten von strategischer Bedeutung. Wichtig ist auch die relative Naehe zu Strasse von Otranto!
    Eine konsequente NATO Entscheidung in Zeiten der russ. Aggression im oestl. Mittelmeerraum und Nahen Osten.

    • Die Zeiten ändern sich. Die Strasse von Otranto hat keine strategische Bedeutung mehr, weil sie nur noch von NATO- und befreundeten Staaten umgeben ist. Theoretisch könnte Montenegro von Serbien angegriffen werden, doch diese Zeiten sind hoffentlich vorbei und Serbien orientiert sich inzwischen ebenfalls stärker Richtung EU als Russland.

      • Theoretisch koennte auch Bayern Hessen angreiffen. Die Wahrscheinlichkeit ist aehnlich wie wenn Serbien Montenegro angreifft.😃 Gleiche Sprache, gleiches Volk, Religion, Geschichte, Tradition, Familienverbindungen. Montenegro hat mehr Verbindungen mit Serbien als irgend ein anderes Volk in ex-Jugoslawien.

        Es gaebe noch die Variante Montenegro gibt Russen Rechte sich in Adria zu versorgen, aehnlich wie Zypern. Das waere nicht so gut!

      • Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis gegen (potentielle) äußere Gegner. Wenn sich Mitglieder untereinander streiten (wie Griechen und Türken) oder als Einfallstor eines äußeren Gegners dienen wollten, nutzt die NATO nichts.

  2. Die NATO muss zu ihrer ursprünglichen Aufgabe als nordatlantisches Verteidigungsbündnis zurückkehren, statt Weltpolizei zu spielen, was auch viele Amerikaner inzwischen ablehnen. Auf gar keinen Fall darf die NATO Krisenstaaten wie Georgien, Moldawien oder die Ukraine aufnehmen. Wir sollten uns nicht die Probleme, die noch aus dem Zerfall der Sowjetunion stammen, ans Bein binden! Wir hätten davon nur Nachteile.

    Ich bin als fast halber Amerikaner ausdrücklich kein Freund Russlands. Aber es schadet deutschen Interessen, wenn wir als Exportnation die Russen unnötig provozieren und ihnen militärisch immer näher vor die Haustüre rücken.

    • @francomacorisano
      Wenn man sich die Fakten anschaut, sieht man schnell, dass daran überhaupt nichts dran ist, dass „wir als Exportnation die Russen [nicht] unnötig provozieren […]“ dürfen…3,3 % 2013: http://www.welt.de/finanzen/article130793582/So-viel-exportiert-Deutschland-nach-Russland.html Wir würden nicht untergehen, wenn wir sogar jegliche Wirtschaftsbeziehungen zu Russland abbrechen. Es gibt auch viele Alternativen zu russischen Gas, bspw. Norwegen würde sich sehr freuen. Davon abgesehen, dass es wohl nicht die Lösung sein kann, den Frieden in Europa zu opfern und für Profite militärische Grenzverschiebungen in Europa wieder ungestraft zu lassen. Bei Georgien hat die Welt schon zugeschaut, ein paar Jahre später das gleiche Spiel in der Ukraine… Warum wohl kam es in der Ukraine erneut dazu? …weil Russland die Schwäche Europas erkannt hat? In der Ukraine kommt auch die gleiche russische Propaganda ins Spiel: die Ukraine ist wie Georgien damals der Aggressor, wenn es über sein Staatsgebiet die staatliche Kontrolle erhalten bzw. zurückgewinnen will. Warum rücken wir Russland militärisch immer näher vor die Haustüre? Vielleicht selbstverschuldet, weil Russland seine Nachbarstaaten bedroht!? Die Nato ist ein Verteidigungsbündnis, weshalb gerade die Aufnahme bedrohter Staaten sinnvoll ist, wenn man damit Frieden in Europa erhalten und keine weiteren Kriege wie in der Ukraine haben will. Die Nachbarstaaten von Russland sind souverän. Wenn deren Bevölkerungen zum Schutz in die Nato wollen, geht es Russland überhaupt nichts an. Russland hat bereits mit Nato-Staaten wie den USA eine gemeinsame Grenze. Putin ist lediglich beleidigt, dass andere Völker nicht mehr Russland als „Schutzmacht“ wollen, man politischen Einfluss in den entsprechenden Ländern verliert. Jedoch besteht für Russland keine größere Gefahr, wenn seine Nachbarstaaten in der Nato sind. Aber in Europa steigen die Chancen, dass man den Frieden erhalten (oder eher dauerhaft wieder herstellen kann) und alle Staaten souverän bleiben, was außerhalb der Nato nicht der Fall ist, wie es Weißrussland, Armenien, die Ukraine und Co. in der Vergangenheit und teilweise bis heute beweisen. Sie wollen nicht, dass die USA Weltpolizist spielen? Russland darf es dagegen ungestraft, obwohl die entsprechenden Länder und deren Bevölkerungen unfrei(er) werden? Man kann gerade auf der Krim beobachten, was mit den Menschen passiert, die sich nicht über die russische Schutzmacht freuen: Vertreibung, Verschleppung, Folter, Mord…Errichtung eines Überwachungsstaates! Und AfDler wie der JA Vorsitzende und Pretzell besuchen die besetzten Gebiete noch, um den Anschein von Legitimität zu erwecken, wie es die russische Propaganda gern berichtet…vielleicht sollte jemand in der AfD Pretzell endlich mal sagen, dass er mit der Krim Russland nicht zum ersten Mal im Leben besucht hat, da die Krim noch immer ukrainisches Staatsgebiet ist? Vielleicht holt er den Besuch demnächst nach, indem er Putin in Moskau besucht und sich persönlich für die finanzielle Unterstützung bedankt? Wie hoch mag der Anteil beim AfD Goldkauf sein?
      Natürlich kann man Moldawien, die Ukraine und Georgien aktuell nicht aufnehmen, weil eben jedes Land russisch besetzte Gebiete hat. Allerdings gibt es 2 Möglichkeiten: 1. Russland räumt die jeweiligen Gebiete, wofür man im Gegenzug das jeweilige Land die nächsten 20 (?) Jahre nicht in die Nato aufnimmt, solange Russland deren Souveränität achtet und sich politisch sowie militärisch nicht wieder einmischt. 2. Die jeweiligen Länder verzichten freiwillig auf ihre besetzten Gebiete, wofür sie im Gegenzug bald in der Nato aufgenommen werden. Russland hat in den besetzten Gebieten bereits Tatsachen geschaffen, indem man bspw. Georgier, Krimtataren, Ukraine teilweise vertrieben und an die Befürworter der Okkupationen sowie Annexion teilweise russische Pässe verteilt hat. Die Sanktionen wird man gegenüber Russland nicht ewig verhängen, obwohl man Russland damit erneut die Schwäche Europas zeigt, so dass es bald die nächsten Konflikte geben wird…u.a. wegen den gern auch in Deutschland verbreiteten Mythos, dass Russland für die deutsche Wirtschaft so wichtig ist. Man sollte Möglichkeit 2 in Erwägung ziehen, da man damit Russland deutlich machen kann (mehr als mit Sanktionen), dass Grenzverschiebungen nicht ungestraft bleiben: die Souveränität der Nachbarstaaten anerkennen und respektieren oder Nato-Mitgliedschaft für jene Länder!

      • Auch Sie sollten sich an das Wörterlimit halten (maximal 500 Wörter, optimal 15 bis 300).

        Ein großes Problem ist, dass Herr Putin nicht nur als allgemeine Völkerrecht bricht, sondern auch nicht vertragstreu ist. So hat er das Budapester Memorandum entwertet, durch welches der Ukraine territoriale Integrität für die Aufgabe seiner Atomwaffen zugesagt wurde. Das ist allen (Möchtegern-)Atommächten eine Lehre und macht die Welt viel unsicherer.

      • @Dilger
        Ok…ich war gerade selbst überrascht, dass mein Text so lang war 🙂
        Ja, kein Land wird in Zukunft freiwillig auf Atomwaffen verzichten. Die ukrainische Bevölkerung ist sehr frustriert darüber, dass man damals so dumm war, die Atomwaffen abzugeben. Für viele Putinisten dagegen hat das Budapester Memorandum eh keine Gültigkeit gehabt, da in ihren Augen die Atomwaffen immer Russland gehört haben. Es wird in Osteuropa keinen dauerhaften Frieden geben, solange die russischen Nachbarstaaten nicht in ein Verteidigungsbündnis (ohne Russland) integriert sind…oder (womit scheinbar viele Deutsche, u.a. bei der AfD, kein Problem haben) wieder zu Vasallenstaaten geworden sind, wogegen sich aber die Bevölkerungen in den entsprechenden Ländern (wie in der Ukraine) wehren werden. Russland betrachtet seine Nachbarstaaten als (verlorenes) russisches Territorium, weshalb die Vorstellung vieler Menschen naiv ist, dass man jene Länder als eine Art „neutrale Pufferzone“ zwischen Nato und Russland etablieren kann, wo Russland diese gar nicht auf Augenhöhe sieht und in Wirklichkeit deren volle Souveränität auch nicht anerkennt.

      • Sehr gut gesagt!
        Natuerlich koennten Pufferzonen auf Kosten der einzelnen Staaten nur Putins -plaene unterstuetzen und sonst nichts.
        Szenario 2 ist aus Sicht der betroffenen Staaten nicht realistisch. Es gibt keine Regierung die dafuer sein kann Territorium zu verschenken, z.B. Krim. Solche Gedanken sind nur attraktiv fuer Betrueger in Bruessel oder Moskau.

      • Die Krim ist verloren und kommt auch nicht zurück, wenn nicht die Russische Föderation zerfällt wie seinerzeit die Sowjetunion. Es geht jetzt darum, den Preis für diesen Landraub nicht zu gering werden zu lassen, damit es keinen Anreiz für weitere vergleichbare Aktionen gibt. „Land gegen Frieden“ könnte dann auch für die Ukraine eine Option sein, wobei ein simpler Friedensvertrag mit Putin-Russland nicht reicht, weil dieser ihn sofort wieder brechen würde, wenn ihm dies nützlich erscheint.

      • @Dilger
        Ja, „Land gegen Frieden“ wird man in der Ukraine für einen simplen Friedensvertrag niemals zustimmen. Es würde einen zweiten Maidan geben, wenn eine Regierung dafür die besetzten Gebiete opfert. Jedenfalls wird man Russland die Ostukraine auf keinen Fall überlassen, woran Russland scheinbar auch kein Interesse hat, da man mit Hilfe der favorisierten Föderalismusreform über die gesamte Ukraine dauerhaft Kontrolle gewinnen würde. Bisher wurde mir von allen Gesprächspartnern lediglich die Möglichkeit genannt, dass man maximal bereit wäre, die verlorene Krim gegen eine Nato-Mitgliedschaft als „Land gegen Frieden“ einzutauschen. Ich wüsste auch nicht, wie man den Preis für den Landraub anderweitig hochtreiben könnte, damit es für Russland zukünftig keinen Anreiz für weitere vergleichbare Aktionen gibt? In Georgien nennt man innerhalb der Bevölkerung für die Abgabe der besetzen Gebiete die gleiche Bedingung…

      • Prof. Dillger , “ Land gegen Frieden“! Bruessel und auch Deutschland sind immer schnell dabei fremdes Land zu verschenken auf Kosten anderer Voelker! Genau wie sich die deutsche Regierung in Migrationskrise verhaelt, ohne Ruecksicht auf eigene Bevoelkerung.

        Gegenueber Russland darf man weder Schwaeche oder Unentschlossenheit zeigen noch in Absprachen glauben.

        Ich empfehle das Buch „The Russian Origins of the First World War“ von Sean McMeekin, The Belknap Press of Harvard University Press 2011. Man lernt sehr viel:
        a.) Wie russische und franzoesische Geopolitische Interessenpolitik stark am Ausbruch des 1WKs beteiligt war. Fuer Russen ging es primaer um eigene kontrolle von Bosporus und Konstantinopel. Aehnlich wie heute! Ausserdem auch um kuk Ostgebiete, Ukraine, Teile Polens.
        b.) Wie russische zaristische Politik Aehnlichkeiten mit modernen russischen Politik gehabt hat. Sich an Absprachen nicht halten, einfach nicht reagieren, Luegen verbreiten, eine Sache versprechen aber etwas anderes tun uvm. Wie Russen die Partner missbrauchten um ohne eigenen Einsatz zu profitieren.
        c.) Wie Briten sehr naiv unnoetige Dardanellen Landung unternahmen um Russen Vorteile zu verschaffen und bereit waren Konstantinopel und Boporus Russen zu ueberlassen. Das alles nur aus unrealistische Sorge um Aegypten und Persien!
        d.) Wie Russland mit Armeniern gegen Tuerken Krieg fuehrten. Wie Russen Frankreich erpressten um den Sazonov-Picot-Sykes Vertrag 1916!

        Wir koennen viele Paralellen zu russ. Politik von heute finden und brauchen uns keine Illusionen um einen fairen Frieden auf dieser Welt zu machen. Einzige was Putin und seine Vertraute wirklich stoert sind Sanktionen und gut bewaffnete Gegner. Deswegen darf Bundeswehr unter Verraeter in Berlin nicht vergammeln.

      • Ich bin doch kein Regierungsvertreter, der etwas verhandeln könnte, sondern ein Blogger, der die Situation analysiert. Wirklich verhandeln muss die ukrainische Regierung mit westlicher Hilfe (wenn sie diese möchte). Aber sehen Sie denn eine ersthafte Chance, dass die Ukraine die Krim zurückerhält?

      • Militärische Interventionen sind immer eine Folge von Politikversagen! Sämtliche aus dem Zerfall der Sowjetunion hervorgegangenen Grenzen sind fragwürdig. Da gibt es so viele Konflikte, deren Lösung nicht auf unsere Kosten stattfinden kann.

        Wenn ich irgendwann einmal Präsident der Ukraine sein sollte (was ich natürlich aus vielen Gründen niemals sein werde!), würde ich mit Putin hart verhandeln. Spielmasse dabei wäre, dass er die mehrheitlich von Russen bewohnten Gebiete Krim und Donezk haben kann, wenn er im Gegenzug die ukrainischen Schulden übernimmt und für billiges Gas sorgt. Politik ist wie ein Schachspiel. Wer das nicht kann, sollte besser etwas anderes machen…..

      • Die Sowjetunion war mehr als fragwürdig und auch die Russische Föderation stellt sich immer noch als ein Völkergefängnis dar. Alle anderen Länder haben ihre Kolonien verloren, nur Russland will sie behalten, weil kein Meer dazwischen liegt.

        Die Ostukraine will Herr Putin doch gar nicht haben, sondern nur destabilisieren, um weiter Einfluss auf die gesamte Ukraine ausüben zu können oder auch um Verhandlungsmasse zu haben, um am Ende die Krim behalten zu dürfen. Ihre Verhandlungsstrategie ist völlig unrealistisch. Kein Staatsmann gibt Teile seines Landes und Volkes für etwas Geld und Gas auf.

      • Zunächst mal gibt es auch viele ethnische Russen, die auf der ukrainischen Seite stehen, in der Ostukraine gegen die Separatisten bzw. Russland gekämpft haben. Es ist billige Putin Propaganda, dass jeder Russe automatisch zu Russland gehören will…bspw. haben auf der Krim bei den letzten demokratischen Wahlen vor der Annexion lediglich 4 % für die heutigen Machthaber gestimmt, also eine Partei gewählt, die mit den Anschluss an Russland geworben hat. Zudem wird das ukrainische Volk niemals freiwillig Donezk abtreten. Interessant, dass gerade deutsche Patrioten immer gern die Gebiete anderer Länder aus geopolitischen Interessen fast verschenken wollen…vielleicht sollten wir Frankreich das Saarland anbieten, um unsere Schulden abbauen zu können? Das ukrainische Volk will Sicherheit und Anerkennung seiner vollen Souveränität, kein Geld oder Schuldenerlass!

      • Das Saarland hat bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gar nicht zu uns gehört. Später durften die Saarländer in einer Volksabstimmung selbst entscheiden und haben sich für Deutschland und damit gegen Frankreich entschieden. Wenn sich das Saarland anders entschieden hätte, müssten wir das auch akzeptieren! DAS ist Demokratie! Wie auch immer sich die Menschen von Donezk entscheidet, so sollten wir das respektieren!

        Die bettelarme Ukraine braucht das russische Geld und das billige russische Gas nicht mehr. Die EU zahlt doch, mit Geld, das uns Steuerzahlern zuvor abgenommen wird…….

      • Dürfen sich die Menschen in der gesamten Ukraine nicht frei entscheiden? Warum durften sich die Menschen auf der Krim nicht frei entscheiden, sondern erst nach der militärischen Besetzung unter Druck? Warum dürfen sich die Menschen in Tschetschenien nicht frei entscheiden, ob sie weiter zur Russischen Föderation gehören wollen, die sie mit Krieg und Folter überzieht?

      • @francomacorisano
        Sie haben mein Beispiel scheinbar nicht verstanden?! Auf der Krim ist zweifelhaft, dass es eine demokratische Mehrheit für einen Anschluss an Russland gibt…es gab lediglich Scheinwahlen unter Waffengewalt. In der Ostukraine gibt es auf keinen Fall eine Mehrheit in der Bevölkerung, die für einen Anschluss ist. Es ist eben keine Demokratie, wenn Sie die Ostukraine für billiges Gas und Schuldenerlass an Russland abgeben wollen. Die Separatisten haben sogar damals gegenüber Moskau gejammert, dass man keine Freiwilligen findet, weshalb dann plötzlich viele russische Soldaten in die Ostukraine mit Panzer in den Urlaub gefahren sind. Wenn man die Ostukraine an Russland abgibt, missachtet man den Willen des Volkes…so wie, wenn damals Frankreich das Saarland gegen den Willen der Bevölkerung bekommen hätte!

      • Ich habe in diesem Blog mehrfach betont, dass ich wie die große Mehrheit in der AfD, ausdrücklich KEIN Fan von Putin bin. Es mag historische Gründe geben, warum die Krim eigentlich zu Russland gehört, ABER die gewaltsame Annexion war natürlich völkerrechtswidrig. Unser NATO-Einsatz im Kosovo aber leider auch.

        Überall auf der Welt gibt es leider Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Gewalt. Ich verurteile das und freue mich, wenn Menschen vor Ort für ihre Freiheit kämpfen. ABER ich will NICHT, dass sich Deutschland und die NATO weltweit einmischen und wir Steuerzahler diese Abenteuer finanzieren müssen.

        Komisch, noch vor ca. 20 Jahren waren die Grünen die größten Feinde des Militärs. Ihre Demos haben meinen Wehrdienst Anfang der 80er deutlich erschwert. Heute würden sie am liebsten deutsche Soldaten als Kanonenfutter rund um die Welt schicken. Fällt das nur mir auf…..???

      • Nicht jeder Völkerrechtsverstoß wiegt gleich schwer. Die gewaltsame Annexion von Teilen eines anderen Staates ist einer der schwersten Verstöße überhaupt, humanitäre Kampfeinsätze ohne formales UN-Mandat sind unter bestimmten Bedingungen hingegen zulässig, auch wenn diese beim Kosovokrieg wohl nicht erfüllt waren.

        Die Grünen wandelten sich im Frühjahr 1999 innerhalb von wenigen Wochen von einer pazifistischen in eine kriegstreibende Partei. Joschka Fischer ersetzte die Parole „Nie wieder Krieg“ durch „Nie wieder Auschwitz“, um bei jedem realen oder auch nur vermeintlichen Unrecht in der Welt militärisch eingreifen zu können. Solche abrupten Politikwechsel waren damals selten, doch durch die Kanzlerin sind wir diese doch inzwischen leider gewohnt.

      • @francomacorisano
        „Es mag historische Gründe geben, warum die Krim eigentlich zu Russland gehört,…“ Ein weiteres russisches Putin Märchen, was nicht der Realität entspricht. Die Krim ist nicht „ur-russisch“, wie es gern behauptet wird. Die Krim ist seit tausenden Jahren besiedelt, wobei allein der letzte Staat der Krimtataren mit knapp 350 Jahren länger existiert hat, als die Krim jemals zu Russland gehört hat (nicht einmal 200 Jahre)! Putin versucht für seine realpolitischen Interessen eine geschichtliche Legitimation zu konstruieren, die es nicht gibt. Mit der russischen Argumentation müsste Deutschland das Recht haben, fast ganz Osteuropa „Heim ins Reich“ zu holen, da dessen Erde „ur-deutsch“ ist, wenn dafür knapp 200 Jahre Herrschaft ausreichen. Allgemein würde es in ganz Europa überall Krieg geben, wenn jedes Land wie Russland auf so einer Grundlage Ansprüche anmelden und sich die Gebiete gewaltsam einverleiben würde.
        PS: Die russische Mehrheit (die nicht automatisch zu Russland gehören will) gibt es auf der Krim nur deshalb, weil Stalin 1944 bei seinen Deportationen die halbe Bevölkerung der Krimtataren ermordet hat. Insgesamt gab es seit der russischen Eroberung der Krim eine Russifizierung, wie sie später auch u.a. im Baltikum vollzogen wurde.

  3. Auf lange Sicht ja, wie die Deutsche Geschichte uns zeigt. Gilt auch fuer Korea, Taiwan, Zypern, japanische Inseln okkupiert von Russen etc. Wir wissen nicht wie die politsche Situation in 30, 50 Jahren aussehen wird!

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