AfD-Spitze will weder regieren noch die DM zurück

Am Wochenende hat die AfD ihren Programmparteitag in Stuttgart, um über drei Jahre nach der Gründung endlich ein (neues) Programm auf breiter Basis zu beschließen. Den Entwurf eines Grundsatzprogramms finde ich allerdings mit 78 Seiten zu lang, um mich damit vorab näher befassen zu wollen, zumal die Anträge zum Leitantrag 1425 weitere Seiten füllen. Das kann man kaum lesen oder gar auf einem Parteitag behandeln.

Die Spitzenfunktionäre der AfD machen das auch gar nicht, sondern missachten weiter penetrant die bereits erfolgten Beschlüsse. Der letzte ‚AfD-Bundesparteitag fordert[e die] sofortige Abschaffung des Euro‘, während keiner vom Bundesvorstand für „Die unstillbare Sehnsucht der Deutschen nach der Mark“ eintritt. Die Herren Gauland und Meuthen träumen lieber öffentlich wie ALFA von einem Nordeuro (siehe „Die AfD will nicht regieren“), wovon auch Frau von Storch gestern in der Talkshow von Frau Maischberger faselte (wo sie auch zwischen politischem und religiösem Islam unterscheiden wollte, diese sinnvolle Differenzierung aber nicht fürs Parteiprogramm wünscht).

Die nächsten Jahre gar nicht regieren zu wollen, ist übrigens ebenfalls nicht gut für Deutschland, selbst wenn die AfD in der Opposition noch ein paar mehr Stimmen gewinnen sollte. Denn die von Frau Merkel geschaffenen Probleme sind so dringend, dass es 2017 schon fast zu spät ist für ein Umsteuern und 2021 ganz sicher. Doch um eine bessere Politik scheint es vielen in der AfD auch gar nicht mehr zu gehen.

Selbst „Frauke Petry deutet Rückzug bei AfD-Rechtsruck an“, denn ‚Jeder hat Grenzen‘. Dabei hat sie selbst bislang den Rechtsruck unterstützt, während ihr Liebhaber überhaupt keinen Hemmungen kennt (siehe z. B. „AfD-Politiker als Ehrengast auf der Krim“). Deshalb stellt sich auch gar nicht mehr die Frage von Frau Petry, ob die AfD eine konservativ-liberale Partei sein will. Dieser Zug ist längst abgefahren. Mit viel Glück bleibt sie eine „nationalkonservativ-soziale“ Partei, aber Herr Höcke & Co. drängen noch viel weiter nach rechts.

39 Gedanken zu „AfD-Spitze will weder regieren noch die DM zurück

  1. „Die AfD will nicht regieren“

    Ich denke es ist eher gesunder Realitätssinn. Die etablierten Parteien werden eher einen 3er oder gar 4er Block bilden, als mit der verpönten AfD zu koalieren. Ganz anders würde es allerdings aussehen, wenn diese „rechten Socken“ eine 40%-Partei wären. Dann wären plötzlich alle und schon immer irgendwie rechts angehaucht gewesen um einen Platz am Futtertrog abzubekommen.
    Was wollen denn unsere Politleuchten sonst tun? Mit produktiver Arbeit könnten wohl die wenigsten einen Blumentopf gewinnen. Hier haben die freigestellten Beamten einen nicht zu verachtenden Vorteil.

    • Es sind viel mehr AfDler auf Diäten angewiesen als etablierte Politiker, die tatsächlich zu großen Teilen aus dem öffentlichen Dienst stammen und dorthin zurückkehren könnten. Das ist natürlich auch ein Problem, aber ein völlig anderes als die materielle Abhängigkeit von Parteipolitik.

      • Da wäre ich mir nicht so sicher. Nach nunmehr etwas mehr als drei Jahren aktiver Politikerfahrung habe ich meinen Respekt vor Berufspolitikern aller Couleur restlos verloren. Berufspolitiker werden übewiegend maßlos überschätzt.

  2. Die Frage, ob die AfD Regierungsverantwortung früher oder später anstrebt, stellt sich doch derzeit gar nicht, da (noch) niemand mit ihr zusammenarbeiten will. Daher ist diese Diskussion jetzt unsinnig! In einer Nach-Merkel-Ära könnte das einmal anders aussehen. Dann kann man es immer noch diskutieren.

    Die AfD ist KEINE ausschließlich national-konservative Partei, auch wenn es solche Mitglieder in ihren Reihen gibt. Was hat es mit „rechts“ zu tun, wenn man islamkritisch ist? Es gibt auch sehr islamkritische Linke!!! Der Bundesparteitag muss und wird eine ganz klare Standortbestimmung vornehmen. Dabei muss auch eine klare Grenze nach Rechtsaußen gezogen werden.

    • Wenn die AfD eine sinnvolle Funktion hat, dann ist es das Stoppen von Frau Merkel, nicht das Warten auf die Zeit nach ihr. Das machen schon alle anderen. Es ist auch ein Unterschied, ob andere nicht zur Zusammenarbeit bereit sind oder man sich selbst verweigert, ob konstruktive Vorschläge abgelehnt oder gar nicht gemacht werden.

      Differenzierte Islamkritik ist etwas anderes als pauschale Ablehnung einer Weltreligion. Letztere muss nicht rechts sein, zumal klassische Rechtsradikale die Moslems eher als Verbündete gegen die Juden gesehen haben. Trotzdem ist es grundgesetzwidrig. Warum schreibt die AfD nicht die Differenzierung zwischen politischem und religiösem Islam in ihr Programm, wie ihn Frau von Stroch geäußert hat? Dass der politische Islam nicht zu Deutschland gehört, findet große parteiübergreifende Zustimmung.

      • Immerhin übt sich Frauke Petry inzwischen etwas in Differenzierung:
        http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_77696280/frauke-petry-vs-hoecke-richtungsstreit-spaltet-afd-spitze.html

        Mir persönlich wäre allerdings erheblich lieber, wenn das Parteiprogramm Religionsfragen entweder ganz ausklammert oder religiös motivierte Straftaten in toto verurteilt, ohne den Islam explizit herauszugreifen. Straftat ist nun mal Straftat, egal aus welchem vorgeschobenen Motiv sie begangen wird. Weltanschauliche Kriterien zählen bei der Beurteilung von Straftaten nicht, da sie die Folgen der Tat nicht ungeschehen machen oder mildern.

        Und einen Aufruf zum Religionskrieg, wie ihn manche vom Aussterben bedrohte scheinadelige Schreitvögel forcieren, braucht kein Mensch.

      • Herr Dilger wo wollen Sie beim Islam die Grenze ziehen? Der Islam ist nun mal neben der Religion gleichzeitig Politik. Das war übrigens über mehrere Jahrhunderte auch das Christentum. Inwieweit Menschen Gott, den Kaiser oder den Häuptling als alleinseeligmachend betrachten, liegt allein an der Aufklärung und geistigen Entwicklung. Aufklären kann man allerdings nur, wenn das Gegenüber bereit ist zuzuhören und darüber nachzudenken ohne Angst vor Repressalien. Da hat im Gegensatz zu einigen Moslems der Islam noch einen weiten Entwicklungsprozess vor sich.

      • Können Sie verbindlich für den Islam sprechen? Das kann niemand, insbesondere da es keine organisierten Kirchen und erst recht nichts Äquivalentes zur katholischen Hierarchie mit einem Papst an der Spitze im Islam gibt. Es gibt rund 1,6 Milliarden Muslime auf der Welt und gut 4 Millionen in Deutschland mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen. Selbst wenn viele Muslime politische Ansprüche anmelden, muss man ihnen diese hierzulande nicht durchgehen lassen (in dieser Hinsicht könnte die AfD einige berechtigte Forderungen stellen), kann aber trotzdem ihr Recht auf friedliche Relilgionsausübung verteidigen statt angreifen. In anderen Bereichen machen wir das doch auch. So sind weder AfD noch NPD verboten, trotzdem muss man nicht jede Forderung von ihnen gutheißen.

  3. Dann hätte die AfD-Spitze ja viel mit Ihnen gemein. Wir erinnern uns noch gut daran, wie Sie Herrn Lucke hier auf Ihrem Blog sabotiert und so gewissen Leuten das Türchen aufgemacht haben. Allerdings kann niemand sagen, dass es böse Absicht gewesen wäre, denn das würde politischen Verstand voraussetzen. Über den verfügen Sie aber nicht; nur über eine radikale, schrille, boulevardesk-scharzweißmalerische, zynische Sicht auf die Welt. Das erklärt, warum Sie es eben nicht hinbekommen haben und von Steuergeld leben.

    Aber natürlich: Wenn Sie es gutheißen, via regional begrenzte Volksabstimmungen Länder wie das Vereinigte Königreich zu zerlegen, dann ist das Demokratie; wenn die AfD die Volksmeinung bei Währungsfragen beachtet (wobei laut Ihnen der Euro ja sowieso verschwinden wird), dann ist das blanke Dummheit. Wenn Sie radikale Meinungen ohne Aussicht auf Umsetzung vertreten oder den Dritten Weltkrieg mit Russland riskieren wollen, dann ist das Prinzipientreue; wenn die AfD verspricht, Realpolitik und keine faulen Kompromisse zu machen, dann ist das extremistische Weltfremdheit. Schon gut – irgendetwas muss man sich einreden, um morgens in den Spiegel sehen zu können. (Übrigens sind Sie ein Linker – schließlich betreiben Sie „virtue signalling“.) Und als Familienvater ist das Dasein als Märchenonkel durchaus eine Tugend.

    Herr Trump hatte übrigens eine sehr schöne große Wahlveranstaltung in Kalifornien. Dürfte nicht mehr lange dauern, dann verabschieden sich die USA von Ihnen. Vielleicht sind Sie deshalb so frustriert.

    • Vielleicht versuchen Sie sich vergeblich in Satire, doch die Fakten sollten schon stimmen. Ich habe Herrn Lucke nicht sabotiert, sondern auf vermeidbare Fehler hingewiesen, die ihn schließlich ins politische Nirwana geführt haben. Wenn ein Volk über sein Schicksal abstimmt, nennt man das Demokratie; wenn andere Völker oder Personen darüber entscheiden, handelt es sich um Fremdherrschaft. Es gibt in Deutschland keine Partei (mehr), die die große Minderheit der Eurogegner vertritt. Gegen diese Alternativlosigkeit war die AfD einmal angetreten. Die Putin-Fans befürworten die sukzessive Eroberung Europas, während Standfestigkeit gerade Kriege verhindert. Herr Trump hat wie die AfD Millionen Anhänger, aber noch viel mehr Gegner.

      • Lieber Herr Dilger,

        ich denke, dass es in der CSU genügend EURO-Kritiker gibt. Die CSU ist wahrscheinlich z.Z. die einzige EURO- und EU- kritische Partei in Deutschland.

        Heinz-Josef Hecker

      • Zumindest offiziell ist die CSU sowohl für den Euro als auch die EU, während ich gegen den Euro und für eine reformierte EU bin. Herr Seehofer könnte und müsste auch mehr gegen die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel tun, statt nur dagegen zu reden und sich dann abwatschen zu lassen.

      • Der Nord-Euro ist schwachsinnig, aber ich glaube auch nicht, dass die genaue Positionierung der AfD von Bedeutung ist. Einen Nord-Euro wird es eh nicht geben. Es genügte, wenn man den Machtmissbrauch der EZB einschränken würde und die EU-internen Kredite endlich stoppt, dann zerbräche das Ding ohnehin. Das hängt aber kaum von der AfD ab. Falls der Euro irgendwann tatsächlich zerbräche, dann wird es auch wieder nationale Währungen und keine Mischungen mehr geben.

        Die Rolle der AfD ist der Protest, sie muss die Parteien vor sich her treiben. Sachkompetenz mag im Einzelfall vorhanden sein, aber in der Breite ist da seit der Abspaltung zumindest noch nichts zu holen. Vielleicht gibt es bei einem weiteren Höhenflug auch wieder kompetente Eintritte, das wäre zu begrüßen. Das ist leider der Unterschied zwischen der AfD und der SVP. Dort finden sich zahlreiche Intellektuelle und andere honorige Personen, die den Protest tragen, in der AfD dominiert wohl eher das Geschrei.

        Bei der Islamfrage sollte eine Differenzierung nicht überbewertet werden, solange ausdrücklich betont wird, dass friedliche und tatsächlich integrierte Muslime davon ausgenommen sind. Es geht vielmehr um ein Signal, dass wir in Deutschland das Nichtschütteln der Hände oder das Kopftuch als Unterdrückungssymboliken werten und nicht als ehrbietend und würdevoll. Das muss im staatlichen Leben konsequent angegangen werden und ähnlich wie in Frankreich oder früher in der Türkei für staatliche Gebäude und Anlässe eindeutige Vorschriften erlassen werden. Im gleichen Atemzug sollte man auch gegen die Macht der Kirchen vorgehen, z B. gegen inakzeptable Diskriminierungen bei der Arbeitsplatzvergabe in sozialen Einrichtungen, vor allem auf dem Land, wo es häufig keine Alternativen gibt.

        Der Euro macht uns allenfalls deutlich ärmer und sorgt für Unfrieden. Wenn wir die Religion (im Moment vor allem den Islam) nicht stoppen, dann werden wir noch viel mehr verlieren. Fortschritt wurde auch schon früher zerstört und Kulturen gingen unter. Dasselbe kann uns heute jederzeit wieder passieren.

        Man kann nicht einfach zwischen dem politischen und unpolitischen Islam differenzieren. Klar, der politische ist schlimmer. Aber auch im unpolitischen gibt es Haltungen, die unseren gesellschaftlichen Werten entgegengesetzt sind. Solange diese Werte nicht zu viele Menschen vertreten, kann das funktionieren. Werden es aber irgendwann zu viele Menschen, wird sich die Gesellschaft trotzdem verändern und auch wir davon betroffen sein. Nicht jeder Muslim vertritt solche Werte, aber leider zeigt die Entwicklung, dass es immer mehr werden.

        Übrigens stört es mich, dass die Religionsfreiheit so total gesehen wird. Es gibt z.B. auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Folgen einer (selbst gut durchgeführten) Beschneidung können gravierend sein. Selbst ein Gericht hat sich da ja einst dagegen gewendet, weshalb Sondergesetze erlassen wurden. Es ist deshalb überhaupt kein Skandal und absolut diskussionswürdig, wenn man über ein Verbot von Beschneidungen nachdenkt, die medizinisch nicht indiziert sind. Es gibt auch Kinderrechte, die es zu schützen gilt. Man sollte gut überlegen ob milteralterliche oder gar antike Riten in einer modernen Gesellschaft wichtiger sein sollten als der Körper, die Psyche und das zukünftige empfindsame Sexualleben unserer Kinder. Ich akzeptiere, dass es hier andere Meinungen gibt. Aber für mich als aufgeklärter und unspiritueller Mensch ist die Antwort hier eindeutig. Sowas sollte, Religionsfreiheit hin oder her, bei uns keinen Platz mehr haben.

      • Naturrlich befindet sich weder ALFA noch Prof. Lucke in einem pol. Nirwanazustand. Eine unrealistische Gedanke! Am Zielen hart zu arbeiten ist keine Nirwana. Es ist nichtssagend zu glauben dass Ihre Prophezeiungen korrekt AfD Spaltung angesagt haben.

        Sinnvoller waere es zu Thematisieren, dass Prof. LUCKES Vortrag ueber TTIP am Uni Duisburg durch Antifanahekreise sabotiert wurde und abgesagt wurde. Wo sind die Uniprofessoren aus Muenster, Essen, Bochum, Dortmund die solche undemokratischen Praktiken auf schaerfste verurteilen?

      • ALFA befindet sich im politischen Nirwana der Ein-Prozent-Parteien, die bei Kommunal- und Europawahlen jeweils ein Mandat holen können und bei Landtags- und Bundestagswahlen keines. Aber zumindest für Buddhisten ist das Nirwana ein erstrebenswerter Zustand. Vielleicht können Sie einmal berichten, wie es sich dort lebt.

        Die Fehler der Satzungsänderungen, der Weckruf-Gründung und des Gewährenlassens von erklärten Gegnern wie Herrn Pretzell habe ich hier alle vorher thematisiert. In ihrer Gesamtheit haben sie nicht nur dazu geführt, dass Herr Lucke abgewählt wurde, sondern vor allem dass die AfD als dringend nötige seriöse Opposition ausfällt und jetzt Ablenkungsdiskussionen über den Islam und Schießbefehle führt (während Sie mit Herrn Lucke zum Erdogan-Fan mutiert sind).

        Dass die Gewalt und Gewaltdrohungen der Antifa verurteilenswert sind, braucht hier nicht diskutiert zu werden, da es Konsens ist. Viel schwieriger zu beantworten ist die Frage, ob die Absage der Veranstaltung angesichts dieser Drohungen richtig war. Ich tendiere zu einer negativen Antwort, kenne aber nicht genug Fakten für ein definitives Urteil.

      • @Heinz-Josef Hecker

        Die CSU wäre gut beraten, sich für die inzwischen überfällige Sezession Bayerns einzusetzen. Es gibt keinen Grund für Bayern, gemeinsam mit der großen Bananenrepublik Deutschland unterzugehen.

  4. Die Aussagen zu einem Nord-Euro haben mich auch verstört. Der Parteitag am Wochenende wird aber hoffentlich die Wiedereinführung der DM als Ziel beschließen. Mal sehen, wie es sonst weitergeht. Ich bin da nicht so pessimistisch wie Sie. Einige in der AfD haben wohl jetzt verstanden, daß es vielleicht sogar ganz gut ist, regional unterschiedliche Ausrichtungen zu haben. Herr Höcke hätte in Baden-Württemberg vermutlich keine 15% erreicht, Prof. Meuthen keine 24% in Sachsen-Anhalt.

    • Zum Glück sind die Wähler nicht ganz so dumm, auch wenn man manchmal den Eindruck gewinnt. Mittel- bis langfristig wird die AfD sich entscheiden müssen, ob man wirtschaftsliberal oder sozialistisch sein will, ansonsten wird man die Wähler auf jeden Fall wieder sehr schnell verlieren. Sogar die Linkspartei musste sich entscheiden und hat deshalb nur ein paar kommunistische Spinner behalten. Die AfD hat aktuell jedenfalls eindeutig zu viel von der Sorte.

      • Die Sozialisten in der AfD kommen aus den neuen Bundesländern, also aus der DDR. Es ist derselbe Typus neuer Mitbürger/Politiker aus der DDR, dem wir auch den Linksrutsch der CDU verdanken (Merkel, Gauck und Co.).

      • Wir haben den Linksrutsch der CDU also Politikern aus der DDR zu verdanken? Herr Gauck ist kein CDU Politiker. Die CDU Basis besteht wohl nur aus dummen Schafen ohne Willen, die keine andere Wahl hatten, als Frau Merkel zu folgen? Sie wissen, dass vor allem in den „ostdeutschen“ CDU Landesverbänden neben der CSU die größten Merkel Kritiker sind. Frau Merkel hat die Union nicht allein „modernisiert“…wenn die „Ossis“ die Schuldigen sind, weil die Vorsitzende der CDU aus den neuen Bundesländern kommt, müssten nach Ihrer Logik die Österreicher an NSDAP, 2.Weltkrieg und Co. verantwortlich sein, da es ja den kleinen Österreicher gab, der „Führer“ gespielt hat. Sie werfen anderen Foristen gern Pauschalisierung und Undifferenzierung vor…vielleicht erst einmal an die eigene Nase fassen?

      • Purer Wirtschaftsliberalismus wäre für die AfD genau so verkehrt, wie sozialistische Romantik! Die Soziale Marktwirtschaft ist das Beste was es gibt, ihr haben wir Massenwohlstand und sozialen Frieden zu verdanken. Zu diesem Kurs müssen wir zurück!

      • @francomacorisano
        Für mich fällt Soziale Marktwirtschaft unter Wirtschaftsliberalismus. Die AfD möchte die Partei der kleinen Leute sein, d.h. NPD, SPD, Linkspartei und rechten Splitterparteien die Wähler weiterhin abwerben. Man hat in der AfD Führung (außer Meuthen) deshalb wohl kaum an der ursprünglichen Sozialen Marktwirtschaft ein ernsthaftes Interesse…eher an der Interpretation von SPD und Co.

      • „Die AfD möchte die Partei der kleinen Leute sein, d.h. NPD, SPD, Linkspartei und rechten Splitterparteien die Wähler weiterhin abwerben“

        Na wenn Sie Klein- und Mittelstandsunternehmer zu den „kleinen Leuten“ zählen, dürfte die AfD genau richtig liegen. Interessenvertreter für internationale Konzerne brauchen wir uns sicherlich nicht zu wählen.

      • @nationalliberal 21:05

        Es kommt nicht darauf an, ob Herr Gauck CDU-Mitglied ist. Als Leiter seiner Bundesbehörde wurde er jedenfalls von der Regierung Kohl eingesetzt. Er ist auf alle Fälle sehr CDU-nahe.

        Was die DDR-Mentalität angeht, die mittlerweile ganz Deutschland ergriffen hat, haben Sie natürlich Recht, dass dies nicht das Werk eines einzelnen Ossis ist, sondern das Ergebnis der „Deutschen Einheit“, der wir zur verdanken haben, dass jetzt alle Deutschen in einem schönen großen sozialistischen Umverteilungs-Staat leben und brav die Klappe zu halten haben.

        Was die Bundesrepublik Deutschland vor dieser „Wende“ für ein Land war, können Sie indes nicht beurteilen, dazu fehlt Ihnen der Vergleich.

      • Was die so genannte „Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Auslegung angeht, so kann man dieses Modell inzwischen nur noch als gescheitert bzw. unter heutigen demographischen Verhältnissen nicht mehr anwendbar bezeichnen.

        Die „Soziale Marktwirtschaft“ setzt auf die demographische Entwicklung der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts sowie auf eine Ethik und Moral die es in der heutigen Gesellschaft so gut wie nicht mehr gibt – am allerwenigsten unter denen, die den Sozialstaat am stärksten propagieren/einfordern, in Wahrheit aber selbst nicht bereit sind, adäquat zu ihm beizutragen (bezahlen sollen Andere).

      • „in Wahrheit aber selbst nicht bereit sind, adäquat zu ihm beizutragen (bezahlen sollen Andere).“

        Wie soll die „Sozialindustrie“ zur Lösung des Problems beitragen, wenn sie selbst die Ursache des Problems ist? Es wird doch ständig eine neue Bedarfslücke aufgedeckt, nur um seine eigene Wichtigkeit zu dokumentieren. Dann gibt es noch eine Heerschar von Sozialberatern die dem letzten Michel (oder eher Muhammad) erklären daß er auf dieses und jenes Anrecht hat und auch gleich anwaltliche Hilfestellung zur Durchsetzung bieten.
        Wenn das mal nicht ein lukratives Geschäftsfeld ist, was dann?

      • @ nationalliberal

        Es gibt auf der ganzen Welt KEIN Wirtschaftssystem, in dem es gerade den „kleinen Leuten“ besser geht, als in der Sozialen Marktwirtschaft. Wir müssen aber aufpassen, dass durch immer neue linke/grüne Eingriffe, das System nicht weiter in eine Schieflage kommt. Dann kommen Sozialisten (von links UND von rechts!) und mit dem beliebten Propaganda-Märchen „Marktwirtschaft ist niemals sozial„. Tatsache ist, dass die Menschen überall dort ärmer sind oder werden, wo Sozialisten das Sagen haben!

      • Umverteilungssozialisten und ihre Anhänger (vor allem Staatsdiener, Mitarbeiter der Sozialindustrie und ihre Profiteure) werden nie begreifen, dass ihr „Sozialstaat“ weder besonders sozial ist, da er andere ausbeutet bis zum letzten Blutstropfen, noch von den wirklich Superreichen getragen wird. Letzteren spielt er sogar trefflich zu, da dem Mittelstand die Folgen der sozialistischen Umverteilungsmaximierung am meisten zu schaffen machen und dadurch dass immer mehr Kleinst- und Familienbetriebe aufgeben müssen, in der Wirtschaft quer durch alle Branchen eine Konzentration zu Gunsten der Großkonzerne stattfindet. Leider sind Linksideologen zu dumm das zu erkennen.

  5. Wir sollten froh sein,das wir die AFD haben,auch als reine Oppositionspartei regiert sie mit.
    Sie reguliert als einzigste das jetzige Machtmonopol und treibt alle anderen Parteien vor sich her.

    Weil die AFD die einzigste Oppositionspartei ist die wir haben.
    Alle anderen mach die gleiche linkskapitalistische Politik und nur die AFD stemmt sich dagegen, was die Bürger alles nicht wollen – Euro,Masseneinwanderung,Gender,…..!

    Darüber sollten wir ersteinmal froh sein,bevor wir uns über Höckes Zielhinausschießen aufregen.
    Ich pilgere zwar nicht zum Kyffhäuserdenkmal,es regt mich aber auch nicht auf,wenn Höcke das macht,solange er dabei kein Hakenkreuz in der Pupille hat.

  6. Ich würde eher sagen: […] „nationalkonservativ-sozialistische“ Partei […]. Zumindest in den neuen Bundesländern gibt es große Schnittmengen mit der Linkspartei…es ist kein Zufall, dass die Linkspartei vielerorts mindestens 1/3 seiner Wähler an die AfD verloren hat.

    • Mitglieder mit nationalsozialistischer Färbung in der AfD sind ausschließlich Ihre ostdeutschen Landsleute. DDR-Prägung ist eben nicht so leicht abzulegen. 15% Ossis prägen zur Zeit (noch) das Bild der AfD. Leider.

      • Sie können gern daran glauben, aber die Realität sieht anders aus. Höcke und Co. haben bundesweit einige Anhänger. Sie haben sich scheinbar bisher nicht ernsthaft mit Ihren Parteifreunden beschäftigt.

      • Ja, 40 Jahre Sozialismus radiert man nicht so einfach aus. Aber auch wir im alten Westdeutschland wurden durch die 68er mit Kulturmarxismus geimpft. Die SED/PDS/Linkspartei dient nicht nur in den neuen Bundesländern als Protestpartei. In diesem Wählerklientel überschneidet sie sich teilweise mit der AfD.

      • @nationalliberal 20:45

        Was wissen denn Sie schon?
        Kennen Sie die „Bundesrepublik Deutschland“ vor 1990 überhaupt aus eigener Erfahrung? Wohl kaum.

        Höcke ist meines Erachtens nur ein V-Mann. Ihn selbst können Sie daher nicht ernsthaft mitrechnen. Seine Anhänger sind aber durchwegs Ossis oder westliche AfD-Funktionäre, die unter Höckes Anleitung opportunistische Rattenfängerei im braunen Sumpf betreiben. Im Übrigen haben etwa 5 Mio. Ossis nach der Wiedervereinigung „rübergemacht“ und leben jetzt als Armutsflüchtlinge im Westen.

  7. Herr Hoecke ist ein V- Mann? Wollen Sie uns ueberzeugen er ist ein Einzelfall? AfD ist voll von Menschen die so wie er denken! Er ist typisch AfD wie Sie auch! Und dann die Ossies, Rattenfaenger alles so empoerend fuer Sie in AfD! Ich hoffe Stuttgart ist spannend und Sie koennen gegen boese Geister ordentlich alles besser machen. Nur eines gilt nicht, Menschen sind nicht bloede! Hoeckes gibt es nicht nur im Osten, Hoeckes sitzen in Bayern, BW, Niedersachsen, Hessen, ueberall sind es Ihre Mitstreiter! Freuen Sie sich, AfD ist gegen Islamisten und Islamisierung, auch gegen TTIP, AKWs etc. Sie wollen auch ein Gutmensch werden?

    • @Old Grisogono

      Wer gegen „Islamisierung“ ist, ist in Ihren Augen plötzlich ein „Gutmensch“?
      Sie widersprechen sich am laufenden Meter selbst.

      Und glauben Sie im Ernst, ich sei Höckes Gesinnungsgenosse?
      Was haben Sie denn geraucht?

      • Wer Ihre Kommentare liesst brauch nichts zu rauchen!

        Dadurch, dass Sie pro-Islamisierung immer agierten, koennen Sie jetzt nur ein AfD-Gutmensch werden wenn Sie sich bessern und Ihre Ansichten revidieren!

      • @Old Grisogono 01.05. 9:15

        Sie sprechen in Rätseln. Was bitteschön ist denn ein „AfD-Gutmensch“ und wann habe ich mich für eine „Islamisierung“ eingesetzt?

        Als Agnostiker bin ich der Auffassung, dass sich politische Parteien nicht für oder gegen bestimmte Religionen aussprechen sollten. Insbesondere nicht zu Religionskriegen aufrufen.

        Die Beschlüsse, die diesbezüglich gestern auf dem AfD-Parteitag gefasst wurden, schmecken mir – wie Sie sich sicher unschwer vorstellen werden können, sobald die Wirkung Ihres Joints nachgelassen hat – ganz und gar nicht. Gesunder Menschenverstand sieht anders aus.

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