Nuklearkatastrophe von Tschernobyl vor 30 Jahren

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, fand die „Nuklearkatastrophe von Tschernobyl“ statt, weil der Versuch einer Stromabschaltung angesichts der auf ständige Kühlung angewiesenen Kraftwerkstechnologie gründlich scheiterte, was zu Explosion, Brand und der Freisetzung großer Mengen Radioaktivität führte. Die Sowjetunion wollte das erst vertuschen, doch zwei Tage später wurde in einem schwedischen Kernkraftwerk erhöhte Radioaktivität gemessen, die offensichtlich aus der Sowjetunion stammte.

Die Zahl der Opfer lässt sich schwer ermitteln, da sich erhöhte Krebsraten durch geringe Strahlenbelastung im Gegensatz zur Strahlenkrankheit bei starker Verstrahlung nur indirekt statistisch ermitteln lassen. Außerdem wird noch heute Radioaktivität freigesetzt und sind noch längst nicht alle seinerzeit freigesetzten radioaktiven Partikel zerfallen.

Das Unglück trug zum Zerfall der Sowjetunion bei, während in Deutschland die Grünen davon politisch profitierten, obwohl die Technologie und Sicherheitsstandards hier ganz andere waren. Wirklich beschlossen wurde der deutsche Atomausstieg dann erst 2011 durch Frau Merkel nach der Nuklearkatastrophe von Fukishima, obwohl es in Deutschland keine Tsunamis gibt und die Technologie wiederum eine ganz andere war. ‚Japan riskiert wieder Atomkraft‘, wie auch etliche europäische Nachbarländer weiterhin auf Atomkraft setzen und z. T. sogar so erzeugten Strom nach Deutschland exportieren, während hier sicherere Kernkraftwerke abgeschaftet werden und das technische Wissen verloren geht.

Dabei ist das Problem, wie mit hochradioaktivem Abfall umgegangen werden soll, bis heute nicht gelöst. Persönlich glaube ich nicht an ein Endlager für Jahrmillionen, sondern an eine viel frühere Lösung durch den technologischen Fortschritt, an dem sich Deutschland jedoch zumindest in diesem Bereich nicht mehr beteiligt.

33 Gedanken zu „Nuklearkatastrophe von Tschernobyl vor 30 Jahren

    • Die Todeszone ist jetzt ein „Naturparadies“. Ja, das berichten inzwischen viele Medien und auch Tiersendungen im Fernsehen zeugen davon. Alles wird wunderschön verharmlost … ‚Brave New World‘ eben.

  1. Weltweit setzen viele Staaten auf Kernkraft, die sogar von der UNO empfohlen wird. Auch ich bin für Kernkraft, wenn hohe Sicherheitsstandards gelten. Es ist mir unerklärlich, dass die EU sogar die Krümmung von Salatgurken und Bananen regelt, sowie viele andere Nebensächlichkeiten, nicht aber den Betrieb von Kernkraftwerken.

    Die „Physikerin“ Merkel hat dafür gesorgt, dass unsere sicheren deutschen Kernkraftwerke schneller stillgelegt werden, als es Rot/Grün geplant hatte. Direkt an unseren Grenzen betreiben Franzosen und Tschechen ihre Kernkraftwerke weiter, was den deutschen Ausstieg ad absurdum führt. Eine von vielen Gründen, warum Merkel weg muss!!!

    • Es gibt keine sicheren Kernkraftwerke. Auch nicht in Deutschland. Neben den Betriebs- und Sabotagerisiken ist bis heute das Problem der Endlagerung nicht ansatzweise gelöst. Es ist ein völliger Irrsinn unter diesen Voraussetzungen weiterhin an dieser vom Mensch nicht beherrschbaren Technologie festzuhalten.

      • Es gibt bislang überhaupt keine absolut sichere und saubere Art der Energieerzeugung (im Sinne von nutzbarer Energie, während rein physikalisch natürlich keine Energie erzeugt, sondern nur umgewandelt wird). Bei der Förderung und durch das Verbrennen von Kohle sterben z. B. viel mehr Menschen als durch Atomkraftwerke. Gerade weil es keine Endlager gibt, sollte man nicht die Technologien aufgeben, durch die sich hochradioaktiver Abfall stark reduzieren ließe.

      • Nichtsdetotrotz ist Kernenergie nicht beherrschbar und die Risiken sind unüberschaubar. Wer weiß schon, wie viele Nukleartote es im Ostblock bereits vor Tschernobyl gegeben hat? Ich würde jedenfalls nicht darauf wetten, dass durch die ebenfalls suboptimale Kohlekraft tatsächlich mehr Menschen zu Tode gekommen sind als durch Kernkraft.

        Die Menschhheit muss endlich lernen, mit den ihr gegebenen, vorhandenen Ressourcen vernünftig umzugehen. Im Falle der Energiepolitik bedeutet das in erster Linie, den Energieverbrauch zu senken, statt immer weiter zu steigern.

      • Jahrelange Praxis und technische Fortschritt sprechen gegen Ihre Behauptungen. Modern AKWs bleiben eine Zukunftstechnologie fuer lange Zeit, genau wie fossile Energietraeger. Ihre Ideologie ist Schuld, dass Lagerung in Deutschland sabotiert wird und nicht voran kommt!

      • @Grisogono und Dilger

        Ihre Argumentation überzeugt mich nicht. Irgendwann fliegt uns auch hier in Europa das erste Kernkraftwerk um die Ohren. Ob wegen eines Bedienungsfehlers, terroristischen Anschlags oder sonstigen Versagens spielt dabei überhaupt keine Rolle. Das Ergebnis ist stets dasselbe.

        Und im Übrigen ist Siemens/KWU ja jetzt Areva (F), wo inzwischen sehr viele russische Atomexperten arbeiten. Exportiert wird vor allem nach China. Warum sollte „deutsche Atomtechnologie“ also signifikant sicherer sein als französische, russische oder chinesische Atomkraftwerke?

      • Es gibt genug völlig unbewohnte Gebiete auf der Erde, wo eine kontrollierte und korrekt dokumentierte Endlagerung ohne Risiko für den Menschen stattfinden könnte, WENN man endlich ohne ideologische Scheuklappen an das Thema heran ginge.

        Daneben müssen alle anderen Arten der modernen Energiegewinnung auf den Prüfstand. Subventionen darf es höchstens als Anschub, aber nicht dauerhaft geben!

      • @Meister 12:48

        Sie wuenschen sich russische oder chinesische AKWs? Weil sie zu Ihren Illusionen besser passen? Ich wuensche mir spaetestens nach Tschernobyl keine russischen und chinesischen AKWs!

        Herr Meister, Sie sind ein typischer AfD-ler, alles erfinden wollen, nur nicht wissen wie.

      • @Grisogono 14:38

        Sie sind wirklich Weltmeister im Nichts-kapieren(-wollen?) !

        Ich wünsche mir überhaupt keine AKWs. Russisches AKW-knowhow hat längst bei Areva Einzug gehalten und Areva ist der neue Eigentümer der ach so sicheren „deutschen Atomtechnologie“.

        Jetzt verstanden?

  2. Aber der heutige Tag wird als ein guter in die Geschichte eingehen.

    Riesenwahlerfolg für Donald J. Trump! Und noch mehr gute Neuigkeiten: Studien zufolge wollen 50% der Anhänger des Kommunisten Bernie Sanders Donald Trump, und nicht Hillary Clinton, wählen, falls letztere die Vorwahlen für sich entscheidet. Einem gigantischen Wahlerfolg von Donald Trump steht dann nichts mehr im Wege… Unser bester Freund, das Reich des Guten, die USA, erheben sich gegen den Horror des „Freihandels“ (= unfairer Handel), der aus Erfindern und Arbeitern Kellner und Kloputzer macht…

    Was wird die Keule von Trump zuerst erlegen? TTIP? Die NATO? Ich denke, es werden die Saudis sein. Trump weiß, dass die Saudis hinter 9/11 stecken. Saudi Arabien hat den USA den Krieg erklärt. Er ist militärisch kein Armleuchter und wird von einem Ex-Generalleutnant beraten, der Putin als strategischen Partner betrachtet. (Trump hat selbst bei einer Wahlkampfverantsaltung gesagt, dass die USA mit Russland zusammenarbeiten sollten.)

    Das 21. Jahrhundert wird ein Jahrhundert des Nationalismus werden. Die nächsten US-Präsidenten dürften auch schon feststehen: Ivanka Trump, Eric Trump und Donald Trump Jr.

    • Ihr Kommentar steht beim falschen Beitrag. Wollen Sie trotzdem auf mein Wettangebot eingehen, dass Herr Trump nicht US-Präsident wird? Vermutlich wird er nicht einmal offizieller Kandidat der Republikaner. Falls doch, dürfte er eine historische Niederlage gegen Frau Clinton einfahren.

      Freihandel ist in der Regel fair und effizient, während Protektionismus bestimmte Interessensgruppen zu Lasten der Allgemeinheit begünstigt. Mit welchem Recht wollen Sie mir vorschreiben, was ich kaufen darf und was nicht?

      • Es gibt Frauen, die haben eine Schwäche für böse Jungs…..

  3. Zurück zum Thema
    Wie Herr Dilger bereits oben schrieb
    „Persönlich glaube ich nicht an ein Endlager für Jahrmillionen, sondern an eine viel frühere Lösung durch den technologischen Fortschritt“
    gibt es bereits den technischen Ansatz zur Problemlösung seit mehr als 30 Jahren. Googeln Sie mal nach dem Stichwort „Transmutation“. Dabei sollen die langlebigen Aktinoide durch Neutronenbeschuß in kurzlebigere Elemente aufgespalten werden. Nicht nur daß hiermit die Energieausbeute der Brennelemente vervielfacht wird, soll damit auch das Einlagermaterial nur noch wenige Prozent der bisherigen Menge betragen. Und das auch nur für ca. 300 Jahre. Der Mensch erfindet nichts neues, er kopiert nur die Natur mehr oder weniger erfolgreich.

    • Mit dem Atommüll, den manche als „kostbare Rohstoffe“ bezeichnen, verlagert die Atomindustrie das Problem nicht nur in die Zukunft, sondern kauft sich nun auch noch für vergleichsweise kleines Geld von der Haftung frei: http://www.t-online.de/wirtschaft/unternehmen/id_77674016/kosten-fuer-atommuell-atomkonzerne-kaufen-sich-fuer-23-milliarden-frei.html

      Meines Erachtens zeigt diese Aktion nur einmal mehr die zynische und völlig verantwortungslose Haltung sowohl der Energiekonzerne als auch der Bundesregierung gegenüber küntigen Generationen.

      • Herr Meister
        Angst vor Strahlung kann man am sichersten durch ausführliche Information bekämpfen. Dazu muß man allerdings nicht die Grünen oder einen Etikrat befragen.
        Das was da in einem KKW hochkonzentriert abläuft ist nichts anderes als was auch in der Natur im ständigen Wandel der Elemente geschieht. Wie glauben Sie zum Beispiel sind in der Natur so Metalle wie Wolfram oder Magnesium entstanden?
        Nebenbei: Nach unserer Strahlenschutzverordnung müßten einige Regionen von Schwarzwald und Thüringen schon längst evakuiert sein. Denken Sie mal in einer ruhigen Minute darüber nach.

      • @Markus Estermeier

        So einfach lässt sich das Thema nicht verharmlosen!

        Zwischen den Grenzwerten der Strahlenschutzverordnung und der Strahlung im Schwarzwald ist der Unterschied sicher nicht so groß wie zwischen den Strahlungswerten im Schwarzwald und denen in Fukushima oder Tschernobyl.

      • @Markus Estermeier
        Die meisten Menschen sind bestrebt, möglichst lange zu leben. Dazu gehört, lebensverkürzende Risiken zu minimieren, insbesondere bei Kindern. Sowohl die medizinische Röntgenstrahlung als auch die „natürliche“ Umgebungsstrahlung, hauptsächlich durch die vorhandenen geringen Radonkonzentrationen in der Raumluft bedingt, haben eine kanzerogene Wirkung. Nicht wenige Menschen sind daher an Radon-Messungen in ihrer Wohnung interessiert, denn der Radongehalt in der Raumluft hängt nicht unerheblich von den verwendeten Baumaterialien ab. Der Wunsch nach einer geringen Strahlendosis hat nichts mit grüner Hysterie zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Einen Schwellwert, unter dem radioaktive Strahlung unschädlich ist, gibt es nicht.

      • @Markus Estermeier

        Danke für den Link. Allerdings werden Sie mir sicher nicht widersprechen, dass es sich bei dieser Seite um eine Propagandaseite handelt, die viele Aspekte ausblendet. Zum Beispiel, dass die Set-up Kosten der Atomkraftwerke aus dem Staatshaushalt, also aus Steuergeldern bezahlt wurden. Von einer subventionsfreien Branche kann hier folglich nicht die Rede sein.

      • Sehr geehrter Herr Meister

        Ja, diese Seite ist Pro Kernkraft. Wenn Sie einige der Artikel lesen werden Sie feststellen, daß da nichts beschönigt wird.
        Und ja, in den 50er und 60er Jahren wurde die Kernforschung an den Universitäten von politischer Seite genau so hofiert wie heute der Klimaforschun. Es wurden sogar Forschungsreaktoren auf Staatskosten gebaut und die Atomindustrie durfte alle Erfahrungen und Patente Lizenzfrei verwerten. EURATOM war ein Gemeinschaftsprojekt europäischer Länder um die finanzintensive Forschung zu bündeln und den US-Konzernen etwas entgegenstellen zu können. Außerdem lag die Priorität der europäischen Forschung nicht an der Produktion von waffenfähigem Plutonium. Deshalb traten damals auch die Vorläufer der GRÜNEN vehement für die friedliche Nutzung der Kernenergie ein.
        Der Witz dabei ist allerdings, daß Ende der 70er Jahre der flächendeckende Zubau der KKW mit dem CO2-Blödsinnsargument vorangetrieben werden sollte. In GB von M.Thatcher um die Kohlebergleute in die Schranken zu weisen, und bei uns wars die FDP unter Federführung von Genscher (im Interesse von Siemens???) und damals noch unterstützt durch die Grüne Bewegung. Die Rechnung ging allerdings bei uns nicht wunschgemäß auf, weil die GRÜNEN nach Harrisburg einen Schwenk um 180 Grad hinlegten.

      • @Markus Estermeier
        „Die Rechnung ging allerdings bei uns nicht wunschgemäß auf, weil die GRÜNEN nach Harrisburg einen Schwenk um 180 Grad hinlegten.“

        Dabei war Harrisburg im Vergleich zu Kyschtym (1957, Jahrzehnte lang geheim gehalten), Tschernobyl und Fukshima nur ein kaum vernehmbares Hüsteln …

  4. Herr Meister und Herr Huber

    Wie schädlich Strahlen sind kennt jeder vom Sonnenbrand. Es ist immer eine Frage der Dosis und der Zeit. Viele Arten der radioaktiven Strahlen sind noch nicht einmal in der Lage ein Blatt Papier zu durchdringen, andere wiederum sind nur gefährlich wenn strahlendes Material in entsprechender Menge geschluckt oder eingeatmet wird.
    Und wie beim Sonnenbrand (ist ja auch nichts anderes wie harte Gammastrahlung von der Sonne) hat der Körper bis zu einem individuell unterschiedlichen Grad die Möglichkeit eine Resistenz aufzubauen.
    Apropo einatmen. Kennen Sie die Radonbäder für Asthmakranke? Die sollen ja sehr heilsam wirken.
    Und was Tschernobyl betrifft, muß man ja nicht unbedingt im Umkreis von 2km Picknicken. Bei Fukushima besteht nach aktuellem Stand noch nicht einmal mehr hierzu eine Gefahr. Und direkt neben einem befüllten Castorbehälter kann man neben der natürlichen Strahlung schon überhaupt nichts mehr messen.

    Eine gesunde Vorsicht ist bei allen Dingen des Lebens angebracht. Denn das Leben ist nun mal lebensgefährlich. Man sollte es aber auch nicht übertreiben sonst wird man noch paranoid.

    Und nebenbei zu allen naturverliebten Mitlesern hier: Mutter Natur ist alles andere als lieb zu den Kreaturen die in ihr leben. Sie ist gnadenlos brutal!

    • Danke, dass Sie sich die Muehe gemacht haben sachlich die Situation zu erklaeren. Bevoelkerung ist schon so konditioniert , dass Fakten einfach in allgemeiner Hysterie untergehen. AKWs, fossilen Energietraeger ,Fracking etc. sind Stand der Technik mit beherschbaren Risiken und werden noch sehr lange gebraucht.

      • @ Herrn Meister

        „Die Niederlande ziehen bereits nach“

        Erinnert mich irgendwie an BSE, Vogelgrippe und Schweinepest.
        Welcher Konzern liefert diese Jodtabletten?

      • @Markus Estermeier

        Schon möglich, dass sich die Pharmaindustrie des Themas angenommen hat und jetzt mal wieder einem Pharmakonzern zu Liebe eine Panik-Welle veranstaltet wird. Ausschließen kann man das nicht.

        Ungefährlicher wird die Kernenergie dadurch aber auch nicht.

      • „Ungefährlicher wird die Kernenergie dadurch aber auch nicht.“

        Nein, aber diese Tabletten schützen bestenfalls gegen Schilddrüsenkrebs. Man sollte diese Dinger allerdings auch nur einnehmen, wenn man an Jodmangel leidet. Ansonsten könnte dadurch die Funktion der Schilddrüse etwas durcheinander geraten und die Folgen daraus möchte zumindest ich nicht haben.

      • @Markus Estermeier

        Da gibt es nicht viel abzuwägen. Gäbe es die Risiken der Nuklearenergie nicht, also gäbe es diesen Irrsinn erst gar nicht, dann bräuchte auch niemand über hochkonzentriertes Jod zur präventiven Einnahme und seine Nebenwirkungen nachzudenken.

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