Religionsfreiheit gehört zu Deutschland

Die AfD droht, zu einer islamfeindlichen PRO-Partei zu werden. So meint Frau „Von Storch: ‚Islam nicht mit Grundgesetz vereinbar'“. Das ist natürlich Unsinn, dessen Verbreitung als Privatmeinung nicht verboten ist (siehe ‚Darf man gegen die Islamisierung des Abendlandes demonstrieren?‘), als Grundsatzbeschluss einer politischen Partei jedoch ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz fraglich erscheinen ließe.

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen meinte kürzlich: Die „‚AfD ist keine rechtsextremistische Partei'“. Das ist richtig, aber erstens muss das nicht für alle Ewigkeit so bleiben (siehe z. B. „Saar-AfD weist Intervention der Bundespartei zurück“) und zweitens ist Rechtsextremismus nicht die einzige Form der Verfassungsfeindlichkeit. Trotz mancher sozialistischer Ideen in Wirtschaftsfragen ist die AfD nicht akut gefährdet, linksextremistisch zu werden. Islamistisch wird sie wohl auch nicht (während der ALFA-Vorsitzende inzwischen einen Islamisten hofiert, siehe ‚Lucke beleidigt Böhmermann‘), aber islamfeindlich sind bereits viele Mitglieder und Funktionäre, was bald auch für das offizielle Parteiprogramm gelten könnte.

Der Islam gehört (noch?) nicht zu Deutschland, die Religionsfreiheit tut es jedoch, die auch den Glauben an den Islam als Weltreligion und die damit verbundene Religionsausübung schützt (siehe Artikel 4 Abs. 1 und 2 GG). Das heißt nicht, dass man den politischen Islam bzw. Islamismus (als Teilmenge des Islam hat er offensichtlich mit dem Islam zu tun, ist aber nicht mit diesem identisch) und gravierendes Fehlverhalten von Muslimen, ob diese es nun religiös oder anders rechtfertigen, hinnehmen muss oder auch nur darf. Aber wir dürfen auch nicht politische Religionsfeindschaft und gravierendes Fehlverhalten von Deutschen hinnehmen. Vermutlich wird sich an dieser Frage das Schicksal der AfD entscheiden.

109 Gedanken zu „Religionsfreiheit gehört zu Deutschland

  1. Lucke hofiert keinen Islamisten – und ich ich bin auch nicht davon überzeugt, dass man Erdogan tatsächlich als Islamisten bezeichnen kann. Ihre Seitenhiebe auf alles was mit Lucke zu tu hat sind eigentlich Ihrer nicht würdig. Ich schätze Ihre Meinung – solange nicht die (offensichtlich) noch offenen Wunden zu deutlich zum Vorschein kommen.

    • Herr Lucke hofiert Herrn Erdogan und dieser ist ein Islamist. Das sind zwei Tatsachen, die doch überhaupt nichts mit mir zu tun haben. Nicht alle Islamisten sind Terroristen, doch inzwischen unterstützt Herr Erdogan sogar den IS. Eine schlimmere Mörderbande ist kaum vorstellbar.

      • Prof. Dilger, ich wundere mich immer mit wie viel ueberzeugung (positiv)und wie kategorisch (negativ) Sie Ihre Meinungen aeussern. Wo bleibt die Neugier eines Wissenschaftlers wenn es keine Zweifel geben darf? Sie wissen schon jetzt was Prof. Luckes Lebensleistung war, Sie wissen Erdogan ist Islamist und boese……..

        Herr Erdogan ist ein ueberzeugter Moslem und ein tuerkische Nationalist oder auch Patriot! Kein Islamist! Lesen Sie Herrn Luckes Berich von seinem Besuch in Fluechtlingskamp in der Tuerkei. Es ist ein kritischer Bericht ohne Herrn Erdogan zu hofieren. Sie unterstellen Herrn Lucke so viel ohne Fakten dass man Ihre Objektivitaet in Frage stellen muss.

      • Es ist doch offensichtlich, was Herrn Luckes politische Lebensleistung WAR (neben der Politik gibt es auch noch andere wichtige Lebensbereiche, über die ich hier nicht befinde). Die Gründung von ALFA war es nicht, sondern die der AfD. Was er zukünftig im Leben noch leisten wird, kann ich nicht wissen, sondern nur vermuten. Ich unterstelle Herrn Lucke gar nichts, sondern gehe von den Fakten aus, während Sie zum Teil das glatte Gegenteil behaupten (z. B. dass Herr Lucke gegen Beleidigungen wäre, während er gerade beleidigt).

        Die AKP ist eindeutig eine islamistische Partei, die den politischen Islam propagiert, wenn auch in einer milderen Form als die meisten arabischen Staaten oder der Iran. Herr Erdogan ist ihre treibende Kraft und ist selbst im Amt immer radikaler oder zumindest autoritärer geworden.

    • „Ich schätze Ihre Meinung – solange nicht die (offensichtlich) noch offenen Wunden zu deutlich zum Vorschein kommen“.
      auch meine Meinung

      • Wenn Sie sich nicht für AfD und ALFA interessieren, müssen Sie diesen Blog oder zumindest die Beiträge dazu nicht lesen, in denen ich das kritisiere, was ich für kritikwürdig halte. Inhaltliche Gegenargumente interessieren mich, aber keine Versuche des Wegpsychologisierens. Finden Sie es denn in Ordnung, wie Herr Lucke Herrn Böhmermann beleidigt und Herrn Erdogan einseitig lobt?

      • Herr Dilger, Sie haben falsch verstanden, Ihre Beiträge sind in der Regel sehr gut! Luckes Satz über Böhmermann war einfach nur peinlich, was sonst; selten so fremdgeschämt.
        ALFA braucht dringend neue Gesichter, idealerweise Uebertritte von der CDU, sonst wird sie schnell wieder verschwinden.

      • @“WS“ 14:55

        „ALFA braucht dringend neue Gesichter, idealerweise Uebertritte von der CDU …“

        Nach meinen Erkenntnissen besteht der gesamte ALFA-Bundesvorstand mit Ausnahme von Herrn Henkel aus ehemaligen CDU- und CSU-Mitgliedern!

        Der „Weckruf“ war doch eine reinrassige Aktion der in der AfD mit ihrer innerparteilichen Oktroyierungspolitik gescheiterten Ex-Unionsmitglieder. Diese Leute werden auch mit ALFA krachend scheitern. Aber vielleicht kehrt ja der eine oder andere von ihnen zur CDU oder CSU zurück und bekommt dort für seine treuen Dienste als U-Boot in der AfD ein kleines Pöstchen.

    • Erdogan ist in der Tat ein gefährlicher Islamist und Unterstützer des IS-Terrors. Er war schon in jungen Jahren ein politischer Ziehsohn des Milli-Görus-Gründers Erbakan, eine islamistische Bewegung, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Ziel ist es, die nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches durch Atatürk als laizistischer Staat gegründete Türkei islamisch zu radikalisieren.

      Als Bürgermeister von Istanbul hat Erdogan den Verkauf von Alkohol verboten, getrennte Schulbusse für Jungen und Mädchen eingerichtet und wollte das Schwimmen von Männern und Frauen im gleichen Schwimmbecken verbieten. Er selbst bezeichne sich als Anhänger der Scharia. Es gibt viele radikale Aussagen von ihm, hier nur eine davon: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“.

      Noch Fragen, Michaela Merz ???

  2. Die AfD ist eine Anhäufung von Heuchlern. Mich überrascht gar nichts mehr! Petry kritisiert das Dörr „Family and Friends“ System im Saarland, obwohl sie selbst u.a. in Siegen damals nach diesen Prinzip im Hinterzimmer Delegierte ausgesucht hatte. Driesang kritisiert die NPD Nähe von Dörr, obwohl er selbst vor seiner Zeit im Bundesvorstand rechtsextreme Verschwörungstheorien („Der 1.Weltkrieg wurde vom jüdischen Großkapital und nicht von Deutschland ausgelöst“) als „liberale“ Sichtweise verbreitet hat. In Mecklenburg-Vorpommern hat eine große AfD Islam-Kritikerin, auf der Landtagswahlliste (noch) weit oben, über ihr eigenes Unternehmen „ostdeutsche“ Frauen an arabische Männer in Golfstaaten vermittelt …und die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

    • In Sigen wurden nicht einfach nur im Hinterzimmer Delegierte ausgesucht, sondern die Namenslisten lagen dann offen beim Wahlakt aus und wurden fleißig abgeschrieben, während sich Frau Petry aktiv daran beteiligte, den nächsten Wahlgang nur noch nachts im Hinterzimmer durchzuführen und ganz woanders geheim auszuzählen. In Sachsen ließ sie jemanden von der Wahlliste streichen, der nicht genug Geld bezahlte. Sie bietet keine Alternative für Deutschland, sondern zur Demokratie.

  3. Sehr geehrter Herr Dilger!
    Die Schwachpunkte ihrer
    „Argumentation“ lauten:
    1) Frau von Storch bringt ihre Vorstellungen und Gedanken in der „Islamfrage“ durch einen Antrag (einer von ca.1400!) ein. Die Entscheidung darüber treffen aber die Mitglieder.
    2) Der Nachweis das der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar ist, muss erst noch erbracht werden, denn wer diesen durch die Religionsfreiheit geschützt sieht, wird den Nachweis erbringen müssen, das es sich dabei überhaupt um eine Religion im Sinne des GG handelt.

    3) Wer hat die Deutungshoheit darüber, was Religion ist und was nicht? In diesem Zusammenhang ist auf „Grauzonen“ in totalitären Regimen mit religionsähnlichen Kulten zu verweisen.
    4) Wie funktioniert eine Differenzierung zwischen „politischem“ und nichtpolitischem Islam? In der Praxis ist dieses kaum machbar, denn nicht jeder islamische Politiker aggiert immer auf der Basis seines religiösen Glaubens oder Verständnisses. Nicht jeder islamische Funktionsträger und Entscheider trägt ein politisches Amt oder Mandat.
    Fazit: Es gibt erhebliche Zweifel an der Vereinbarkeit des Islam mit dem Grundgesetz und das nicht nur in der AfD. Diese Zweifel als „Unsinn“ zu bezeichnen, wird der Debatte nicht gerecht. Statt auf Argumente setzen sie auf Emotionen!

    • Man wird sehen, was die AfD beschließt. Es gibt aber keinen vernünftigen Zweifel, dass der Islam eine Religion ist und deshalb der muslimische Glaube und die dazugehörige Religionsausübung durch das Grundgesetzt geschützt sind. Man könnte diskutieren, ob Scientology eine Religion ist oder wo die Grenzen der Ausübung für jede Religion liegen. Der politische Islam ist auch nicht per se verboten, sondern nur dort, wo er mit dem Grundgesetz in Konflikt kommt. Die Freiheit des Bekenntnisses schützt z. B. nicht nur den muslimischen Glauben, sondern auch den Abfall von diesem, selbst wenn Muslime das anders sehen mögen. Wie die Meinungsfreiheit nicht nur grundgesetzkonforme Meinungen schützt, aber gesetzwidrige Handlungen, die aus solchen Meinungen folgen mögen, trotzdem verboten sind, muss ein religiöser Glaube kein Bekenntnis zum Grundgesetz beinhalten, können aber auch keine Rechtsbrüche religiös gerechtfertigt werden.

  4. Die Frage ist doch, ob sich der politische Islam vom religiösen Islam trennen läßt. Dieser Nachweis ist noch nirgendwo gelungen. Ernsthafte Trennungsversuche wie in der Türkei sind bislang zuverlässig früher oder später gescheitert.

    • Das ist eine politisch wichtige Frage, die aber nicht unser hiesiges Recht auf Religionsfreiheit betrifft, die ein Individualrecht darstellt. Es ist eine Frage der Zuwanderungs- und Integrationspolitik, ob es irgendwann einen zu großen islamistischen Bevölkerungsanteil gibt. Ein Verbot des Islam würde da gar nichts nützen.

  5. Der Islam ist keine Religion wie Buddhismus, Hinduismus, Christentum oder auch Naturreligionen. Der Islam ist, und da muss man nur den Koran mit offenen Augen und ohne Scheuklappen lesen, eine faschistische Ideologie, die sich unter dem Deckmantel der Religion seit 1400 Jahren gewaltsam verbreitet. Oder wäre etwa der Nationalsozialismus auch eine Religion, wenn Hitler behauptet hätte, „Mein Kampf“ hätte ihm Gott diktiert.

    • Das ist eine völlig ahistorische Betrachtung. Der Faschismus ist eine Erscheinung des 20. Jahrhunderts. Der Islam ist eine Religion wie andere auch. Das stark säkularisierte Christentum im heutigen Europa (früher hatte und in anderen Teilen der Welt hat es auch heute noch deutlich mehr Feuer) ist die Ausnahme, nicht die Regel. Im Koran stehen schlimme Sachen, in der Bibel aber auch. Die Frage ist, wie man diese interpretiert, ins Verhältnis zu anderen Textstellen setzt und vor allem in die Realität umzusetzen versucht.

      • Falsch, der Islam ist nicht irgendeine Religion wie etwa der Buddhismus oder das Christentum. Und die Bibel hat eine völlig andere Bedeutung als der Koran:

        1. Das Christentum speist sich nicht aus der Bibel, sondern allein aus den Lehren Jesu. Die Bibel wurde 400 Jahr n. Chr. von der Kirche zusammengebastelt. Dabei hat man neben den Lehren Jesu, wie sie in den 4 Apostelgeschichten aus Erzählungen von Jüngern dargestellt werden (Neues Testament) im sogenannten Alten Testament auch die teils gewalttätige und die Menschenungleichheit (Juden etwa als auserwähltes Volk Gottes oder Frauen als den Männern untertan) darstellende Geschichte des Volkes Israel verarbeitet. Jesu hat nie kriegerische Botschaften und die Ausrottung Andersdenkender oder die Ungleichwertigkeit von Menschen proklamiert..
        2. Dagegen ist im Islam der Koran das über Mohammed offenbarte unmittelbare Wort Gottes. Mohammed selbst war Räuber, Mörder, Vergewaltiger (auch eines kleinen9-jährigen Mädchens) und genau solche Dinge befürwortet der Koran, solange es gegen Andersgläubige geht. Auch die Ausrottung von Völkern, die sich der islamischen Eroberung entgegenstellen.
        Darauf beruft sich der IS völlig zurecht und das wissen die sogenannten friedlichen gesetzestreuen Muslime auch, lassen es aber laufen.
        Befassen Sie sich ´mal damit.

      • Woher wissen Sie, was Jesus genau gesagt hat, wenn Sie der Bibel nicht vertrauen? Waren Sie dabei oder hat es Ihnen Gott unmittelbar offenbart? Aber nach der Bibel hat er tatsächlich nicht gegen andere Menschen gehetzt, selbst wenn sie anderen Glaubens waren.

        Woher wissen Sie, was Mohammed genau getan hat? Vertrauen Sie dem Koran mehr als der Bibel, weil er „das über Mohammed offenbarte unmittelbare Wort Gottes“ ist?

        Was halten Sie vom Tanach, der jüdischen Bibel? Wollen Sie auch wieder Juden verfolgen, weil sie keine Christen sind und sich gewalttätige Geschichten erzählen?

    • Es erstaunt mich immer wieder, dass ausgerechnet der Hinduismus mit seinem Kastenwesen so verharmlost wird. In Indien gibt es 180 Millionen von den Hindus diskriminierte, gesellschaftlich ausgegrenzte und verfolgte Muslime!

      • @ Herr Dilger

        Die Bibel enthält auch das Wort Gottes, aber nicht jeder Text der Bibel gehört dazu. Für Moslems ist aber jedes Wort des Koran ein Wort von Allah. Das ist der große Unterschied!

        In der Tat war Mohammed ein Kriegsherr, der gemordet, geraubt und vergewaltigt hat und der das mit dem moslemischen Glauben gerechtfertigt hat. Natürlich haben auch Christen falsche Dinge getan und versucht, das religiös zu rechtfertigen, wie zum Beispiel beim Ablasshandel. ABER wir haben uns weiterentwickelt, während der heutige Islam sich sogar rückwärts orientiert. Schauen sie sich mal Fotos aus dem Afghanistan der 60er Jahre und vergleichen sie das mit heute. Dann werden sie die Rückwärtsentwicklung und die Radikalisierung erkennen.

      • Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Islam und Christentum, sonst würde es sich nicht um verschiedene Religionen handeln. Aber bei der Religionsfreiheit geht es überhaupt nicht darum, ob eine Religion gut ist oder schlecht, ob sie einem gefällt oder nicht etc. Das ist wie bei der Meinungsfreiheit, die auch Meinungen schützt, die man nicht teilt, die vielleicht sogar objektiv und nachweisbar falsch sind. Es gibt Grenzen dieser Freiheiten, aber diese sind in einem liberalen Staat sehr weit. Auch die Ablehnung dieser Freiheiten ist eine erlaubte Meinung oder religiöse Lehre, solange sie nicht in die Tat umgesetzt wird. Von daher wäre eine islamistische Partei in Deutschland wohl nicht zulässig, eine islamhassende aber auch nicht.

        Dass viele islamische Länder schon einmal fortschrittlicher waren, zeigt doch, dass der Islam selbst nicht das Problem ist. Wir sollten uns fragen, was in diesen Ländern die letzten Jahrzehnte schiefgelaufen ist, während sich andere besser entwickelt haben. Auch hierzulande wären mehr Untersuchungen nötig, bei wem unter welchen Umständen Integration gelingt und aus welchen Gründen häufig nicht.

      • Prof. Dilger,
        islamische Laender haben sich schlechter entwickelt im Augenblick wo Religion die Mehrheit gewan oder eine andere Interpretation/Stroemung des Islams kam.
        Man kann nicht sagen, Islam war keine Ursache fuer weniger Fortschritt.

      • Die meisten islamischen Länder sind doch schon seit vielen Jahrhunderten mehrheitlich muslimisch. Eine neue Strömung könnte tatsächlich ein Problem sein, nämlich der Fundamentalismus, der ein naiv-wörtliches Verständnis des Koran ohne Berücksichtigung langer Traditionen und Autoritäten fordert.

        Jemand beklagte, dass der Islam noch keine Reformation erlebt hätte, doch in gewisser Weise sind wir mittendrin. Entsprechend gibt es Religionskriege, insbesondere zwischen verschiedenen islamischen Richtungen. Wir bräuchten zumindest einen neuen Westfälischen Frieden, besser noch Aufklärung.

  6. Eine Religion in D. zu verbieten wird nicht gehen. Fest steht, Islam gehoert nicht zu Deutschland. Warum Deutschland Angst hat sich einduetig zu Christentum zu bekennen bleibt mir ein Raetsel.

    Fest steht , dass die deutsche Politik Einreise und Ansiedlung von Millionen Muslimen nach Deutschland bevorzugt, gegen den Willen der Bevoelkerung! Diese Praxis muss gestoppt werden! Weiter so zu machen als ob Millionen muslimische Migranten in D. erwuenscht sind ist eine Luege mit schweren Folgen fuer das Land und Kontinent. Deutschland wird ein Trojaner in Europa!

    Wenn man konsequent nur Menschen einwandern laesst die man wirklich braucht dann ist eine Selektion moeglich und erforderlich. Es waere eine kluge politische Entscheidung Zuzug von Muslimen extrem restriktiv zu handhaben, z.B. auch keine Visumfreiheit mit islamischen Laendern, keine doppelte Staatsangehoerigkeit uvm.

    • Deutschland ist kein eindeutig christliches Land mehr. Das liberale Grundgesetz ist der Aufklärung verpflichtet, nicht dem Christentum.

      Die Zuwanderungs- und Integrationspolitik von Frau Merkel ist völlig verfehlt. Da sollte die AfD ansetzen statt beim Kampf gegen den Islam, den sie in dieser Form nur verlieren kann.

      • Diesem Kommentar stimme ich zu. Ansonsten denke ich, dass sie ein wenig zu gutgläubig mit dem Islam umgehen. Ich kenne sehr liebe und nette muslimische Menschen. Ich habe aber noch keinen lieben, netten und aufgeklärten Islam gesehen, auch wenn ich mich da zugegebenermaßen nicht besonders gut auskenne. Der Zustand der muslimischen Welt spricht allerdings Bände.

        Die Aufklärung ist eine großartige Errungenschaft, die es mit Hand und Fuß zu verteidigen gilt. Ich möchte nicht ins Mittelalter zurückkatapultiert werden. Wir sollten da deutlich wachsamer sein, die Gefahr ist riesengroß. Der Islam ist keineswegs fortschrittlicher als das Christentum vor einigen hundert Jahren.

      • Die Religionsfreiheit ist ein Teil der Aufklärung. Bei ihr geht es nicht darum, (andere) Religionen zu mögen, sondern zu tolerieren, dass andere Menschen etwas anderes glauben und ihren Glauben im erlaubten Rahmen praktizieren. Wenn man das akzeptiert, wird man nicht mehr den Islam frontal angreifen, sondern konkretes Fehlverhalten wie die Diskriminierung von Frauen und die Anwendung von Gewalt.

  7. Zu diesem Thema empfehle ich Ihnen und jedem Leser folgenden Artikel in der FAZ, der mich sehr bewegt hat:

    http://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/muslime-in-deutschland-amilas-weg-zur-integration-14135242.html

    Wollen wir solche Moscheen in Deutschland? Wollen wir solche Männer in Deutschland oder ist es endlich an der Zeit, solche Frauen zu schützen?

    In Deutschland gibt es Religionsfreiheit, doch diese Religionsfreiheit ist nicht total. Religionsfreiheit ist ein Artikel des Grundgesetzes unter vielen und muss mit anderen Artikeln im Einklang stehen. Eine Religionsgemeinschaft kann also grundsätzlich sehr wohl verfassungswidrig sein, wenn sie Grundsätze vertritt, die anderen Verfassungsgrundsätzen in ausreichendem Maße zuwiderhandeln.

    Nach welchen Kriterien bewertet man nun den Islam? Nach seiner Grundlage, also dem Koran und seinem Propheten Mohammed? Dann sähe es mit der Verfassungsmäßigkeit des Islams wohl schlecht aus. Sicherlich gilt es dann auch, das Alte Testament zu hinterfragen. Oder bewertet man ihn nach der tatsächlichen Praktizierung? Dann wird es äußerst kompliziert, denn hier herrscht innerhalb vom Islam ja große Uneinigkeit, was der „wahre“ Islam ist und was nicht. Es werden ja nicht ohne Grund Kriege darüber geführt. Schließlich geht es um die Frage, ob die tatsächliche Lebenseinstellung der Menschen entscheidend ist oder das, was man ihnen in der Moschee erzählt. Katholiken pflegen schließlich in der Realität auch eine ganz andere Sexualmoral als die Kirche ihnen predigt. Viele Muslime sind deshalb nicht wegen, sondern trotz des Islams integriert.

    Wenn es einen Islam gibt, der nach dem Motto der modernen evangelischen Kirche einfach alles gestattet und auf die Grundlage (sprich die Bibel) scheißt, dann habe ich damit kein Problem. Mir erschließt sich darin zwar keinen Sinn und ich weiß nicht, ob man das noch als Christentum bezeichnen kann, aber gut, das ist ja nicht mein Problem. Wenn aus welchen Gründen auch immer nur die friedfertigen Suren eingehen und alle menschenverachtenden missachtet (hier erschließt sich mir der Sinn ebenfalls nicht), dann ist das auch okay. Leider halte ich das aber für eher unwahrscheinlich. Einen Islam, in dem so wie im obigen Artikel gepredigt wird, den lehne ich aber strikt ab und solche Moscheen sollten auch geschlossen werden. Das ist für mich schlicht verfassungswidrig.

    Wie also vorgehen? Moscheen und deren Predigten müssen wie Kirchen und Gottesdienste öffentlich sein. Nur dann kam sichergestellt werden, ob die gepredigten Inhalte verfassungsgemäß sind oder nicht. Moscheen, in denen verfassungswidrige Inhalte gepredigt werden, müssen konsequent geschlossen werden. Auch wäre die Einführung eines muslimischen Relogionsunterrichts ein völlig falsches Signal. Das Gegenteil ist der Fall, der christliche ist abzuschaffen. Religiöse Symbole haben im öffentlichen Raum nichts zu suchen. Auf das Kreuz im Klassenzimmer sollte verzichtet werden, das Kopftuch muss vor der Schule abgelegt werden.

    Wir sollten keine falsche Toleranz denjenigen gewähren, die unseren freiheitlichen Staat und die individuelle Freiheit ablehnen. Religion war stets der größte Feind der individuellen Freiheit. Es hat Jahrhunderte gebraucht, bis wir uns aus den Klauen des Christentums weitestgehend befreit hatten und bis heute nehmen die Kirchen Einfluss auf den Staat, obwohl sie Privatsache sein sollten. Noch im letzten Jahrhundert waren konfessionsübergreifende Ehen schwierig und Schüler wurden nach Konfession getrennt. Das charakteristische Merkmal und die großartigste Errungenschaft der westlichen Welt ist nicht das Christentum, sondern die Aufklärung. Wir sollten nicht zulassen, dass dies durch den Islam zunichte gemacht wird. Auch dass die Kirchen nun die Chance für eine Renaissance des Glaubens sehen, sollte uns eher beunruhigen.

    Parteien, die die Demokratie abschaffen wollen, werden verboten. Hier gibt es und hier darf es keine falsch verstandene Toleranz geben. Ebenso darf denjenigen, die anderen Menschen die Freiheit nehmen wollen, keine Freiheit gewährt werden. Es ist töricht, denjenigen Freiheit zu gewähren, die die Freiheit anderer Menschen nur zu gerne abschaffen wollen.

    • Grundsätzlich stimme ich zu, doch gerade deshalb ist es ein Fehler, sich auf den Islam selbst einzuschießen, gerade weil er so vielfältig ist. Wir bräuchten eine gesellschaftliche Diskussion, welche religiösen und traditionellen Praktiken zulässig sind und welche nicht mehr. Die Religionsfreiheit steht nicht über den anderen Grundwerten und ist ihrerseits gegen Religionsgemeinschaften zu verteidigen, die sie nicht gewähren wollen.

  8. Auch ich halte es für keine gute Idee, die AfD als Anti-Islam-Partei aufzustellen, wie es Frau Storch und Herr Gauland derzeit versuchen.

    Sich gegen religiösen Fundamentalismus und den Missbrauch von Religionen für Terrorzwecke an sich auszusprechen, wäre meines Erachtens weitaus klüger.

    Es besteht weder irgendeine eine Notwendigkeit den Islam per se anzugreifen oder gar in Frage zu stellen, ob es sich beim Islam überhaupt um eine Religion handelt (diese Frage müsste dann konsequenterweise für alle Religionen gestellt werden), noch ergibt es einen Sinn für einen säkularen Staat, eine wie auch immer geartete religiöse Orientierung als „Leitkultur“ zu bezeichnen (z.B. „christlich-abendländisch“ oder „christlich-jüdisch“).

    In der Tat könnte die Islam-Frage die AfD nicht nur spalten, sondern in den Abgrund führen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die unausweichliche Diskussion dieses Themas auf dem bevorstehenden AfD-Programmparteitag.

    • @ Michael Meister!
      Ihrer Prognose in der „Islamfrage“ bezüglich Stuttgart möchte ich widersprechen:
      Der Islam wird von großen Teilen der deutschen Bevölkerung abgelehnt. Ob einem dieses passt oder nicht, ob die Ursachen Unwissenheit, Vorurteile oder sonstiges sind, es ist nun mal Fakt. Auf diesen nun mit missionarischen Eifer zu reagieren und das unter dem Motto der „Aufklärung“ erzeugt nur das Gegenteil des beabsichtigten, eine Verhärtung der Position, denn diese Absicht wirkt belehrend, respektlos und besserwisserisch.
      Meine Prognose: Stuttgart wird eine starke, klare Position
      ggegen den Islam formulieren und als Reaktion die Diagnose “ weiterer Rechtsruck“ erfahren.

      • Das vermute ich auch, aber es wird der AfD langfristig schaden. Selbst Herrn Meister wird dann irgendwann dämmern, dass er in der falschen Partei ist.

        Die Idee der Aufklärung ist übrigens respektlos. Im strengen Sinne ist sie nicht belehrend, aber kritisierend. Denn nach Immanuel Kant ist Aufklärung „der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“. Wer lässt sich schon gerne als unmündig bezeichnen, insbesondere in der AfD? Dann gibt es noch nicht einmal einen Guru (oder einen Parteitagsbeschluss), dem man einfach alles nachplappern kann, um aufgeklärt zu sein, sondern man muss selbst denken: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

      • Wir werden sehen.

        Sollte sich Ihre düstere Prognose bewahrheiten, wäre die AfD wohl tatsächlich nicht mehr zu retten. Jedenfalls nicht als „Partei des gesunden Menschenverstands“, was ich sehr bedauern würde.
        Aber warten wir doch am besten einfach ab, was der Parteitag tatsächlich beschließt. Schließlich besteht die AfD nicht nur aus Herrn Gauland, Frau Storch, Bonnie & Clyde und anderen opportunistischen Glücksrittern.

  9. Herr Meister, haben sie es denn nicht verstanden, wie die AfD ihre Wählerstimmen generiert? Es gibt genug Menschen in unserem Staat, welche den Islam nicht mögen. Daran wird die AfD nicht scheitern. Sie scheitert nur dann, wenn die eigenen Mitglieder das erkennen.

    • Das kann gut sein. Eine Partei aus dem Nichts zu gründen und dann mit islamfeindlichen Stimmungen auf Wählerjagd zu gehen, würde nicht funktionieren. Jetzt gibt es aber bereits eine Partei, die hinreichend groß ist, da wird das wohl funktionieren. Doch auch hier gilt: Man darf nicht überreizen. Selbst Wilders hat in den Niederlanden bei den letzten Wahlen deutlich Stimmen verloren, weil er in Höcke- oder Sportpalast-Manier die Meute fragte, ob sie weniger Marokkaner wollen. Es verging eine gewisse Zeit bis er wieder so viel Schrecken verlor, um wieder Stimmen zu generieren.

      • Eine islamkritische AfD hat Chancen, eine islamfeindliche nicht. Dabei ist der Zusammenhang indirekt. Es gäbe vermutlich genug Wähler, denen das egal ist oder die es sogar gut finden. Doch schon jetzt hat die AfD kaum noch vorzeigbares Personal. Ich habe die Kandidatenwünsche von Herrn Pretzell für die NRW-Listen zur Landtags- und Bundestagswahl gesehen. Bei den anstehenden Wahlen spielen fehlende Kompetenzen vielleicht noch keine Rolle, doch bei den nächsten Wahlen wird man fragen, was die AfD und ihre Leute denn die letzten Jahre so gemacht haben und wie sie dann zukünftig etwas erreichen wollen.

    • Werter Herr Krebs,

      mir ist selbstverständlich bewusst, dass die „Islamkritiker“ in der AfD auf diese Karte setzen. Meiner Meinung nach ist das Wählerpotential nicht islamophober Menschen aber weitaus größer als das fundamentalchristlicher Taliban, die einen Religionskrieg gegen den Islam führen wollen.

      Die AfD muss die wichtigen Sachthemen in den Fokus ihrer Aktivitäten legen und nicht die Diskussion um religiöse Weltanschauungen.

      Deutschland ist ein säkularer Staat und das Grundgesetz (auf das sich auch viele AfD-Granden so gerne beziehen) garantiert Religions- und Meinungssfreiheit, was natürlich längst nicht bedeutet, dass es Straftaten unter Bezugnahme auf irgendwelche Weltanschauungen duldet.

      • Sie begehen einen Fehler, wenn Sie denken, dass fundamentalchristliche Taliban einen Religionskrieg gegen den Islam führen wollen. Das trifft vielleicht auf Beatrix von Storch zu, aber vermutlich nicht auf die Mehrheit der AfD-Mitglieder oder gar Wähler. Vor allem im Osten sind die Menschen doch ohnehin meist konfessionslos.

        Wie viele Menschen sind denn nur noch in der Kirche, weil sie sonst berufliche Nachteile fürchten? Ich selbst bin auch nur noch aus Faulheit Mitglied. Sobald richtig Kirchensteuer gezahlt werden muss, sieht man mich nicht wieder. Mir missfiel die moralische Indoktrination, Intoleranz und autoritäre Weltanschauung der Kirchen zwar schon immer, aber seit die Kirche vom Wesen immer noch dieselbe ist, aber von den Ansichten her ins links-grüne Lager gewechselt ist, hat sie selbst als Kräftegegenpol jedwede Daseinsberechtigung verloren. Und wenn man sich mal die Zukunft der Kirchen anschaut, nämlich jene Leute, die heute Theologie studieren, dann ruft das in mit nur Angst und Grauen hervor. In keinem anderen Studienfach bin ich auf einen solchen Anteil an problembehafteten Menschen gestoßen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ich möchte mich definitiv nicht zwischen Hardcorechristen und Islamisten entscheiden müssen, auch wenn Hardcorechristen aufgrund meiner Sozialisation wohl das geringere Übel wären.

      • @Peter Burger 13:13

        Wo ist der Widerspruch zum von mir Geschriebenen?
        Ich bin doch selbst der Meinung, dass die AfD nicht nur aus vom Aussterben bedrohten scheinadeligen Schreitvögeln mit mittelalterlichen Ansichten besteht. 😉

      • Deutsche Bevoelkerung lehnt mit recht eine katastrophale Migrationspolitik ab weil man auch in Zukunft nicht in einem islamischen Staat leben moechte. Ohne eine Korrektur der Politik jetzt wird frueher oder spaeter Deutschland durch eine arabisch-schwarzafrikanische muslimische Mehrheit regiert! Dagegen muss man sich waehren.
        Wer es nicht versteht und /oder es bewusst anstrebt ist ein Verraeter. Alle Parteien muessten offen uber Bevoelkerungszusammensetzung und Konsequenze jetzt reden und die Waehler nicht betruegen und vor fertige Tatsachen stellen! Es ist korrekt wenn AfD die Bevoelkerung jetzt aufklaert.

      • Was ist aufklärerisch daran, mit einem Religionsverbot von den tatsächlichen Problemen der Zuwanderung und Integration ablenken zu wollen? Ich verstehe auch nicht, wie Sie gleichzeitig gegen den Islam und für einen Islamisten wie Herrn Erdogan sein können, der den IS unterstützt.

      • @Grisogono 14:05

        Sie vermischen hier die – zu Recht als „katastrophal“ von Ihnen bezeichnete – Migrationspolitik der Bundesregioerung mit Ihrer persönlichen Islamophobie.

        Was Europa wirklich bevorsteht, ist eine Invasion aus den Sub-Sahara-Staaten, also aus Schwarzafrika. Diese Staaten sind aber überwiegend nicht muslimisch, sondern wurden „christlich“ missioniert.

        Dazu, dass „frueher oder spaeter Deutschland durch eine arabisch-schwarzafrikanische muslimische Mehrheit regiert“ wird, wird es also nicht kommen. Schon eher, dass Deutschlands Sozialkassen, von einer ungebildeten und mithin nicht integrierbaren Einwandererschicht überlastet, schneller in die Knie gehen, als sie es auf Grund der Bevölkerungsentwicklung der letzten 45 Jahre ohnehin würden.

        Der so genannte „Generationenvertrag“ funktioniert schon lange nicht mehr und wird bereits seit der „Wiedervereinigung“ durch Steuermittelmissbrauch quersubventioniert. Jetzt noch zusätzlich Millionen nicht integrierbarer Armutsflüchtlinge anzulocken und zu alimentieren, wird nicht nur der gesetzlichen Altersversorgung, sondern dem gesamten Fehlkonstrukt „Sozialstaat“ den finalen Todesstoß versetzen. Dies alles hat allerdings nicht das Geringste mit dem Islam zu tun!

      • Die Lawine besteht ueberwiegend aus Muslimen und so wird es noch lange Zeit bleiben . Frau v. Storch spricht Islam mit recht an, eine breite Diskussion muss eroeffnet werden. Eine Islamisierung ist keine Fata Morgana und ist unmittelbar an illegale Migration gekoppelt. Mit Nebenerscheinungen wie Terror und Kriminalitaet. Wir wollen keine Islamisierung Europas!

        Gerede ueber Integration ist Quatsch. Empirisch bewiesen als nicht durchfuehrbar! Duetsche Aktivisten und Politiker meinen dabei Assimilation und verkaufen uns nur Ilusionen.

        Erdogan ist fuer mich kein Islamist und selbstverstaendlich gehoert Islam zu Tuerkei. Mich interesiert Erdogan ziemlich wenig aber es geht um eine Nation die es geschafft hat einen modernen Staat zu gruenden, mit grossen Opfern. Ein kurdischer Staat auf tuerkischem Boden wird es auch mit deutschen Waffen nicht geben. Wurde Tuerkei konsultiert bevor Kurden Waffen kriegten? Und jetzt wird
        Tuerkische Bevoelkerung noch von deutschen Gutmenschen beleidigt. Prof. Lucke hat Mut zur Wahrheit bewiesen.

      • Es ist nicht richtig, wie Frau von Storch den Islam thematisiert. Außerdem ist Integration durchaus möglich und gelingt millionenfach. Nur leider scheitert sie auch in vielen Fällen, weshalb sowohl die Zuwanderungs- als auch die Integrationspolitik verbesert werden müssen.

        Herr Erdogan ist ein Islamist, bitte informieren Sie sich über ihn und die AKP. Als Ministerpräsident hat er sich zurückgehalten, doch jetzt als Präsident gefährdet er den Rechtsstaat und die Demokratie in der Türkei. In Syrien und dem Irak unterstützt er den IS, während Deutschland nur dort die Kurden gegen den IS unterstützt, nicht in der Türkei.

  10. Was im Zusammenhang mit Debatten zum Thema „Islam“ immer wieder erschrickt ist das geringe Niveau der Diskussion. Da wird oft so getan, als gebe es den einen, wahren Islam und seine einzig wahre und authentische Interpretation.

    Natürlich – ein Muslim wird so etwas glauben, und das ist zu respektieren. Der wahre Islam wäre demnach genau jener Islam, der dem Willen Gottes entspräche. Hält man den Islam für die wahre Religion, dann – aber auch nur dann! – ergibt es durchaus Sinn, von der wahren Form des Islam zu sprechen und sie gegen Irrlehren abzugrenzen.

    Alle Nicht-Muslime – also beispielsweise Islamkritiker – können den Islam hingegen nur als konkrete soziale Wirklichkeit begreifen. Islam ist demnach das, was die Muslime, die sich zu ihm bekennen, daraus machen.
    Und das wiederum ist natürlich sehr unterschiedlich und hängt von Zeit, Kultur und Ort ab. Der „real existierende Islam“ in Albanien sieht beispielsweise völlig anders aus als derjenige in Saudi-Arabien. Und während heutzutage in manchen arabischen Ländern Homosexuelle verfolgt werden, gilt laut Wikipedia, die sich dabei auf den Arabisten Prof. Thomas Bauer beruft, dass vor der Kolonialzeit und dem Einfluss der Europäer „in tausend Jahren kein Fall im islamischen Nahen Osten und Nordafrika bekannt [geworden ist], in dem ein Mann aufgrund von einvernehmlichem Sex mit einem anderen Mann strafrechtlich angeklagt worden“ wäre.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_im_Islam

    Dasselbe wie für den Islam im Allgemeinen gilt auch für den Koran im Besonderen. Für Nicht-Muslime gibt es nicht die wahre, gottgefällige Koranauslegung. Zu insistieren, dass der Koran in seiner „authentischen Auslegung“ den Muslimen klipp und klar Intoleranz gebiete, ist ungefähr so vernünftig wie die Behauptung eines Nicht-Juden, dass der Tanach, recht verstanden, den Juden apodiktisch die Steinigung von Ehebrechern befehle und jeder fromme Jude dem gefälligst zu folgen habe. Für den Nicht-Muslim gibt es keine „richtige“ Koraninterpretation“, sondern nur im Sinne einer sozialen Wirklichkeit jene Interpretationen, die die Muslime selbst für verbindlich halten. Ganz weltlich und abseits aller religiösen Fragen können nicht-muslimische Hermeneutiker sich höchstens noch die Frage stellen, was historisch gesehen wohl genau die Intentionen des oder der Autoren bei der Abfassung jenes Buches gewesen sein mögen; aber das ist eine völlig andere Frage als die Überlegung, wie der Koran, begriffen als Wort Gottes, normativ verstanden werden „soll“.

    (Man könnte höchstens argumentieren, dass es im Koran Stellen gibt, die bestimmte intolerante Interpretationen aufgrund des allgemeinen menschlichen Sprachverständnisses eben nun mal faktisch nahelegen und daher schädliche Auswirkungen haben; ein Vergleich des Islam mit andere Religionen über weite Zeiträume und verschiedene Kulturen hinweg mahnt jedoch auch da zur Vorsicht vor allzu prätentiösen Schlüssen und suggeriert, dass andere Faktoren wesentlicher sind.)

    Wenn manche Islamkritiker einen Islambegriff hegen, der demjenigen der gläubigen Muslime gleicht, indem auch er vorausgesetzt, dass es ein wahres und authentisches Verständnis des Islam gebe, so ist dies doch recht abenteuerlich und führt dann auch leicht zur größten Konfusion. Aus dem negativen Idealbild des „wahren Islam“ leitet der Islam-Hasser so einiges über den tatsächlich existierenden Islam normativ ab, ganz so, als müssten und würden die Muslime seine eigene Islam-Interpretation selbstverständlich teilen (schließlich entspricht seine Interpretation ja immerhin dem wahren Islam-Verständnis!). Und der tatsächlich existierende Islam wird dann wiederum als monomorphes und nicht etwa als polymorphes Phänomen behandelt. Das ist sogar folgerichtig: Wenn es nur den einen richtigen Islam gibt und alle Muslime diesen anerkennen (oder gefälligst anzuerkennen haben!), dann kann man ja getrost auf weitere Unterscheidungen verzichten. Und über diesen einen richtigen Islam können gläubige Muslime – wenn es ihnen nicht zu doof ist – sich dann mit mindesten genau so gläubigen Islamhassern leidenschaftlich streiten.

    Damit sei natürlich nicht geleugnet, dass der „real existierende“ Islam in weiten Teilen der arabischen Welt reichlich archaisch anmutet (oder teilweise erschreckend inhuman ist); und auch nicht, dass das auch für gewisse Teile des Islam in Deutschland gelten mag. Und sich darüber Sorgen zu machen und zu diskutieren halte ich durchaus für legitim. Wie weit solche Sorgen begründet, untertrieben oder übertrieben sind, wäre jedoch eine Frage für sich. Das immerhin IST eine rationale, sinnvolle Frage. Die Frage hingegen, ob der Islam jenseits seiner konkrete Erscheinungsformen, also „seinem wahren Wesen nach“ gut oder böse ist, ist hingegen schlichtweg sinnlos (außer natürlich für jene, die dem Islam anhängen).

    Eine Differenzierung zwischen der (nur für gläubige Muslime sinnvollen) Idee des „wahren Islam“ und den verschiedenen real existierenden islamischen Strömungen ist also für eine rationale Debatte unverzichtbar und unabdingbar. Dass eine solche Unterscheidung jedoch häufig fehlt, kann einen nur mit tiefster Sorge erfüllen – und das nicht nur im Hinblick auf den gesellschaftlichen Frieden. (Wer den „wahren Islam“ verteufelt, der verteufelt völlig unterschiedslos all jene, die sich „Muslime“ nennen, und fordert von ihnen, ihre Religion über Bord zu werfen.) Vielmehr fragt man sich, wieso unser Bildungssystem dermaßen desaströs versagen konnte, dass Konfusionen der beschriebenen Art offenbar weit verbreitet und teilweise selbst im öffentlichen Raum zu finden sind. Vermag es die Schulbildung nicht, wenigstens ein Minimum an Reflexions-, Urteils- und Unterscheidungsvermögen zu vermitteln?

    • Das sehe ich ähnlich, wobei die Islamhasser den Islamisten viel näher sind, als sie denken. Dabei gibt es selbst unter den Islamisten viele Richtungen, die sich untereinander die Köpfe einschlagen, wer den wahren Islam vertritt. Das war jedoch unter Christen früher auch nicht anders.

  11. Ich tue mich schwer mit hier. Wie auf fb bereits besprochen erkenne ich den Einwand an, dass jeder die Überzeugung haben kann, die er haben will. Ich stelle mir nur folgendes Szenario vor: was wäre die richtige Verhaltensweise (für die Gesellschaft), wenn wir eine Ideologie hätten, die wohl (noch) nicht sich irgendwie Parteipolitisch äußert, aber in deren namen massiv Regularien propagiert würden, nach denen die Freiheitsrechte des GG eingeschränkt würden für Bürger.
    Das Problem mit dem Islam ist eben inwieweit er eine Religion NUR ist. Sie machen implizit die Unterscheidung zwischen’politischen Islam /Islamismus‘ und Islam auf – und diese Unterscheidung leuchtet mir nicht wirklich ein, wenn der (Mainstream-)Islam als eben eine Gesetzesreligion auftritt – also ein Sammelsurium von gottgewollten Gesetzen propagiert, die in ihrer Summe massiv eben in die politische Ordnung/Freiheit der Bürger eingreifen oder sie tangieren, auch dann wenn Sie im einzelnen nicht von allen Anhängern dieser Religion gleichermaßen eingefordert oder gar praktiziert werden. Hier an dieser Stelle ofenbart Religion durch diese qua ‚göttl. Gesetze‘-Anspruch politischen Gestaltungswillen, der sich durch entsprechende, letztlich in ihrer Summe juristisch nicht mehr einholbare Alltagsforderungen an die Mitbürgerschaft äußert, ohne aber deshalb in Form einer politischen Partei aufzutreten. Genau genommen erscheint diese Form von ‚Religion‘, nämlich politisch zu sein qua göttl. Gesetzesanspruch, als eben eine dezitiert antidemokratische und antirechtstaatliche Kampfansage – da hier (wieder) ein auf menchliches Verhandlung basierendes – menschliches – Gesetz durch ein angebl. göttlich legitimierte, letztlich unverhandelbare Gesetze ersetzt werden sollen. Un diesen Anspruch halte ich für derartig, dass er die basalen Wurzeln unseres Rechts- und Demokratieverständisses negiert und abschaffen will in der Konsequenz.

    • Die Religionsfreiheit gehört zu den Freiheitsrechten des Grundgesetzes. Der Islam ist nicht die einzige Gesetzesreligion. Das Judentum ist eine weitere und wesentliche Teile des Christentums auch, während andere den göttlichen Gnadenakt betonen, damit Gott aber noch wichtiger und die menschlichen Gesetze unwichtiger machen. Entscheidend ist doch, wie mit Konflikten zwischen (angeblich) göttlichem und menschlichem Recht umzugehen ist. Muslime können und dürfen sich in einem nichtmuslimischen Land durchaus an die dort geltenden Gesetze halten, insbesondere wenn diese nicht direkt gegen den Islam gerichtet sind, was nur die AfD ändern möchte. In einem muslimischen Land kann den Anhängern insbesondere der anderen Buchreligionen ein gewisser Freiraum zugestanden werden. In Deutschland ist es am wichtigsten, das Grundgesetz zu schützen. Deutschland sollte weder muslimisch noch islamhassend werden.

      • Manchmal würde ein Blick über den Tellerrand hinaus wirklich helfen …

        In vielen angeblichen muslimischen ‚Gottesstaaten‘ werden andere Religionen, allen voran die beiden anderen Buchreligionen, seit Jahrhunderten toleriert und es herrscht zumindest in Bezug auf deren Anhänger Religionsfreiheit. Das wollen nur die Islamophobiker entweder nicht sehen oder sie wissen es schlicht und ergreifend nicht.

      • @ Dilger

        Ihre weiter oben angeregte Diskussion: „Wir bräuchten eine gesellschaftliche Diskussion, welche religiösen und traditionellen Praktiken zulässig sind und welche nicht mehr.“ wäre das entscheidende kriterium. Wenn – eben ein religionsverständnis, oder besser: ein Islamverständnis Fuß fassen würde, in der diese Frage geregelt wäre – also eine prinzipielle Trennung zwischen religiösem und politischen Bereich, bei dem die ‚zulässigen Praktiken‘ diejenigen wären, die über den religiösen Bereich propagiert würden, während die unzulässigen aufgrund ihrer politischen Ausrichtung als letztlich historisch gebundene Erscheinungsformen eben ‚historisiert‘ würden. Vielleicht gibt es ja so eine Auffassung – z. B. in der Islamauffassung, wie sie unter den Bosniern oder den Albanern herrscht – aber wenn, dann ist es eine, die zumindest in den meisten europäischen Ländern unter den muslimischen Minderheiten keine große Verbreitung zu genießen scheint.

        „Historisch gesehen haben muslimische Staaten mehr Religionsfreiheit gewährt als christliche.“ Das ist richtig – aber zugleich sollte man dies nicht so lesen, als ob muslimische Länder groß religionsfreiheit gewährt hätten. Wenn diese gewährtwurde, dann nur zum einen den Christen und Juden (bis auf den ausgestorbenen Zoroastertum wurden alle soweit als möglich eben auch bekämpft), und diesen auch nur dann, wenn die beiden anderen abrahamitischen Religionsangehörige wereit waren sich zugunsten der Muslime ausnehmen zu lassen. So gesehen hat sich das mittelalterliche Christentum nicht allzu groß vom Islam unterschieden, wobei bei den islamischen Ländern hinzu kommt etwas, was es so im Christentum meistens nicht gab: massenhafte, religiös gerechtfertigte Sklavenhaltung seit der Ausbreitung dieser Religion bis teilweise heutzutage…

      • In einem liberalen Rechtsstaat ist grundsätzlich alles erlaubt, was nicht verboten ist. Auch die staatlichen Verbote dürfen nicht völlig willkürlich erfolgen, wie sich das viele in der AfD wohl vorstellen. Aber natürlich sind Verbrechen aus religiösen Gründen nicht erlaubt, selbst wenn diese nach irgendwelchen religiösen Texten erlaubt oder sogar geboten sein sollten.

        Die Religionsfreiheit war wohl zuletzt in der Antike so groß wie jetzt in westlichen Ländern. Das kann also nicht der Maßstab sein. Der historische, aber auch globale Vergleich zeigt, dass die dem Islam zugeschriebenen Übel nicht an ihm liegen, weil sie früher und in anderen muslimischen Ländern nicht vorkamen und -kommen, während auch nichtmuslimische Länder davon betroffen waren und sind. Denken Sie an Diktatur, Terrorismus, Unterdrückung von Frauen, aber auch an die Sklaverei, die am extensivsten von Europäern einschließlich denen in Amerika praktiziert wurde.

      • „Der historische, aber auch globale Vergleich zeigt, dass die dem Islam zugeschriebenen Übel nicht an ihm liegen, weil sie früher und in anderen muslimischen Ländern nicht vorkamen und -kommen, während auch nichtmuslimische Länder davon betroffen waren und sind.“

        Dem widerspreche ist, da ihr Ansatz meiner Meinung nach falsch ist. Sie setzen, dass eine Wirkung nur eine Ursache haben kann und dass diese Ursache zwingend auch immer genau nur diese Wirkung hervorrufen kann – ohne das andere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu setzen sie den Islam als eben diese Ursache und finden dann, dass es Zeiten und Länder gab/gibt, in denen diese ‚Übel‘ nicht gab, und schließen dann daraus, daß der Islam nicht die Ursache sein könne. Dabei kann etwas durchaus etwas enthalten, dass durch das auftreten weiterer Faktoren erst ‚aktiviert‘ wird und dann eben erst – möglicherweise zusammen mit weiteren Faktoren – bestimmte Wirkungen entfaltet.

        „Denken Sie an Diktatur, Terrorismus, Unterdrückung von Frauen, aber auch an die Sklaverei, die am extensivsten von Europäern einschließlich denen in Amerika praktiziert wurde.“

        (kurz nebenbei – weil ein neues ‚Feld – zur Sklaverei – sie verwechseln hier ihre historische Kenntnisse, die sie aufgrund unserer eigenen ‚Geschichtsaufarbeitung‘, auch inc. wissenschaftspopulistischen Kenntnisse (polit.- gesellschaftl. Auseinandersetzung mit Sklavenbefreiung, Kolonialismus etc.) über wie primär amerikanische Sklaverei besitzen, mit der Geschichte selbst. Auch wenn nicht so breit gestreut, so nimmt man doch mittlerweilen an, dass die eben über Jahrhunderte erfolgte Sklaverei der muslimischen Länder ca. 10x so viele Sklaven erzeugte, als die in der relativ dazu kurzen Periode der ‚europäischen Sklavenhaltung‘).

        Zum Thema wieder: Wenn ich an „Diktatur, Terrorismus und Unterdrückung der Frauen“ denke, denke ich vor allem daran, dass all ihre aufgezählten Zustände alle auf entsprechende Weltsichten bzw. Überzeugungen beruhen (nicht einfach Ideologien, denn wir haben historisch auch im europäischen Rahmen Diktaturen und Terrorismus aus religiösen Gründen). Wenn dem so ist, dann kann ich durchaus sagen, dass es dann in diesen Überzeugungen bestimmte Elemente gibt, die dieses Verhalten wenigstens begünstigen, wenn nicht gar hervorbringen. Und dann kann ich auch darauf basierend schlußfolgern, dass es auch möglich ist, dass eine komplette Religionsgemeinschaft bei einer entsprechenden Auslegung ihrer Religion (= enthält solche Elemente) eben zu Diktatur und Terrorismus neigt (keine Tatsachenbehauptung, sondern einfach nur ein logischer Schluß) – denn über die jeweilige Größe/Verbreitungsgrad ist nichts festgelegt. Des weiteren kann ich hier mich berechtigt fragen, ob es nicht weitere Faktoren, quasi ‚Präfaktoren‘, geben kann, die das hervorbringen solcher Faktoren begünstigen, die innerhalb essentieller Bestandteile einer Überzeugung, also Religion, liegen können wie z. b. in entsprechendem Schriftgut, Prophetenfigur etc….
        Beim Kommunismus würde ich davon ebenfalls ausgehen – und das obwohl es durchaus Länder gab und gibt, in denen kommunistische Parteien existieren und keine Diktatur hervorgebracht haben.

      • Die Islamhasser argumentieren monokausal, dass der Islam und nur dieser an allen Übeln dieser Welt schuld sei. Das ist nicht so, wie meine Argumentation aufzeigen sollte. Das bedeutet nicht, dass in einem komplizierten Geflecht von Einflussfaktoren der Islam nicht auch vorkommen würde. Dabei ist aber zu vermuten, dass dieser Einfluss nicht immer nur schlecht ist. Woher wissen Sie z. B., dass etliche junge arabische Männer sich ohne Islam besser statt noch schlechter benehmen würden? Islamismus und Terrorismus sind recht neue Übel, die eher von entwurzelten Menschen als von traditionell gläubigen Muslimen begrüßt und begangen werden. Auch historisch war das, was heute archaisch wirkt, seinerzeit ein Fortschritt, wenn z. B. Frauen im frühen Islam überhaupt Rechte eingeräumt bekamen oder Blutrache begrenzt wurde.

        Die europäische und amerikanische Sklaverei betraf andere Rassen und war zeitlich begrenzt. Allerdings kann die Leibeigenschaft als eine mildere Form der Sklaverei angesehen werden. Sie betraf den Großteil der europäischen Bevölkerung vom Mittelalter bis ins 19. oder sogar 20. Jahrhundert.

      • „Die Islamhasser argumentieren monokausal, dass der Islam und nur dieser an allen Übeln dieser Welt schuld sei.“ – Solch ein Standpunkt ist – wie soll man es euphemistisch ausdrücken – einfch nicht satisfaktionsfähig und über soetwas bräuchen wir uns auch nicht unterhalten, da wir wohl hier sehr ähnliche Ansichten haben über solche ‚Experten‘.

        „Woher wissen Sie z. B., dass etliche junge arabische Männer sich ohne Islam besser statt noch schlechter benehmen würden? Islamismus und Terrorismus sind recht neue Übel, die eher von entwurzelten Menschen als von traditionell gläubigen Muslimen begrüßt und begangen werden.“
        Hier dürfte ich – wohl geschuldet meiner Ausbildung – eine etwas andere Herangehensweise haben als Sie. Ich orientiere mich hier stark an Levi-Strauss insofern, als ich davon ausgehe, dass eine Religion, die über Jahrhunderte über viele unterschiedliche Völker existiert sich einerseits anpasst an jeweilige Gegebenheiten ähnlich wie auch Sitten wie Heiratsregeln, Familienstrukturen,Rechtsauffassungen, ja gar ‚Emotionalität‘ sich an Umweltfaktoren anpassen und miteinander – auch durch gegenseitige Beeinflussung – ein in der grundsätzlichen Ausrichtung sich ergänzendes und bedingendes konzeptionelles Ganzes ergibt. Also: die Religion (=Ihr Religionsverständnis) von Menschen ist so, wie sie denken und wie sie mit diesem Denken in einer bestimmten Umwelt angepasst sind. Umwelt hier nicht einfach nur Natur, sondern Mitmenschen, Wirtschafts- und Rechtsweisen, Produktionsweisen etc. Insofern ist Religion, so wie sie diese Menschen je verstehen, also immer auch Ausdruck des Denkens der Menschen, die sie pflegen.
        Andererseits ist aber gerade soetwas wie eine Religion auch noch etwas anderes – nämlich ein Ort, an dem die Grundinformationen einer Menschengruppe abgespeichert werden. Es geht dabei eben nicht nur um Formen von Transzendenz und Ritualen, sondern immer auch um Mythen, ‚Geschichte‘, Generalogien, Gesetzen, Moralvorstellungen, Umweltinformationen bis hin zu Sitten und Bräuchen. Diese ‚Abspeicherungsort‘ veränderten sich sicherlich im Laufe der Zeit je nach den Veränderungen, die eine Gesellschaft erfuhr – und wurden wohl erst ’starr‘, als und wenn sie verschriftlich wurden. Nicht mehr das Gedächtnis war nun der Ort der Aufbewahrung, sondern das Schriftgut, und nicht mehr im Gedächtnis vollzogen sich Veränderungen, sondern in Form der (Schrift-)Interpretation.
        Eine Besonderheit haben aber solche ‚Speichergebilde‘ sehr leicht – wenn sie für eine Gesellschaft als eben Speicherorte ihrer jeweiligen eigenen Identität und ihres jeweiligen Wissens dienten, dann machte es auch Sinn sie zu schützen. Und zwar nicht nur einfach vor Veränderungen, die aufgrund des Vergessens möglich waren, sondern vor Veränderungen die einerseits in neuen Ansichten, Methodiken etc. bestanden, da sie die Gesellschaft als solche qua Veränderung gefährteten, und andererseits vor Veränderungen des kanonisierten ‚Speicherortes‘ selbst – also der Veränderung der Religion(sauffassung) selbst. Diese Abwehrmechanismen sind es, die anspringen, wenn eine Religionsgemeinschaft sich in deren Formen der Religionsausübung und der damit verbundenen Religionsauffassungen angegriffen sieht. Im Christentum haben wir den Gerechten Krieg, haben wir ‚Deus Io vult‘ usw. – und ein Angriff erscheint manchmal bereits dann zu erfolgten, wenn die als eben göttlich gegebenen Gebote/Regeln/Gesetze, ja Ansichten, eingeschränkt oder beschnitten werden – die, die eben an diesem Speicherort ‚Religion‘ abgespeichert wurden (als Möglichkeit) und nun von eben Religionskundigen ‚herausgelesen‘ werden.
        Terrorismus ist vielleicht neu, ‚Islamismus‘ aber wahrlich nicht, wenn sie dabei einen politischen Anspruch basierend auf Religion verstehen – das ist sogar die ursprüngliche Form eben von Religion – udn nicht das Transzendente. Neu und historisch eigentlich außergewöhnlicher ist höchstens die Trennung von Religion und Staat. Trotz Zwei-Schwerter-Lehre und Co. ist eine Trennung erstmalig in Deutschland mit Friedrich dem Großen erfolgt und hat sich erst durchgesetzt in der Weimarer Republik. Denn auch die protestantischen Fürsten waren religiös legitimiert (von den katholischen ganz abgesehen) – ja, im Protestantismus war sogar die Trennung zwischen weltlicher und religiöser Gewalt aufgehoben, indem der Landesfürst zugleich oberster Kirchenherr war (Landeskirchen – siehe entsprechende Regelung im Westphälischer Friedensvertrag).

      • Ich sehe da keinen Dissens. Die Religionsfreiheit ist ein relativ neues Phänomen, auch wenn es Vorläufer in der Antike gab. Doch was folgt daraus? Ich denke, wir müssen sie verteidigen und nicht willkürlich für eine Religion aufheben.

      • „Die Religionsfreiheit ist ein relativ neues Phänomen, auch wenn es Vorläufer in der Antike gab. Doch was folgt daraus? Ich denke, wir müssen sie verteidigen und nicht willkürlich für eine Religion aufheben.“

        Naja, Herr Dilger – verteidigen: ja – nachdem wir genau bestimmt haben, was denn unter Religion fällt. Und genau an dieser fehlenden Definition, besser ins Deutsche übersetzt: Eingrenzung – mangelt es in meinen Augen. Wir haben zu viele Fälle, in denen Leute hier unter religion eben auch Aussagen verstehen, die in den politisch-gesellschaftlichen Bereich gehen (neben einigen ‚Exemplaren der Gattung Menschheit‘ die da auch Naturaussagen herauslesen und dann z. B. sich weigern, dass ihre Kinder eine überleensnotwendige Operation erhalten, weil dabei eine Bluttransfusion statt findet (wie es z. B. eine Familie aus der gemeinschaft der ‚Zeugen Jahovas‘ vor einigen Jahren tat)). Eine Religion, die im privat-freiwilligen Bereich vom Anspruch/Verständnis ihrer Anhänger verbleibt – gerne doch. Eine religion, die dies nicht tut, muss aber gesetzlich mMn. eingeschränkt werden, sprich – für sie darf eben diese Religionsfreiheit bzgl. dieser Ansprüche nicht gelten, da sie eben die Religionsfreiheit Andersgläubiger bzw. Nichtgläubiger und der daraus für diese resultierenden Verhaltensweisen und werte nicht toleriert.
        Das Spielchen: Gott hat X geboten als Verhalten. Ihr verhaltet euch nicht so, also seit ihr verachtungswürtig, ‚dreckig‘, lästert Gott usw. und wir dürfen gegebenenfalls mit Gewalt das (aus unserer Sicht) gottgewollte Verhalten durchsetzen – und wer uns darin aufzuhalten versucht diskriminiert uns und greift unsere Religionsfreiheit an (z. B. wenn die 14-jährige Tochter zwangsverheiratet werden soll und viele weitere Beispiele). – Dies Spielchen sollte eben nicht gehen. Es geht aber allzuoft, weil eben nicht genau geklärt ist, was unter Religion fällt und was nicht aufgrund einer eben entsprechenden nicht vorhandenen allgemeingültigen Religions-Definition.

      • Die Definition von Religion halte ich nicht für das Problem. Beim Islam ist völlig klar, dass er eine Religion ist. Sie werden keine sinnvolle Religionsdefinition hinbekommen, die den Islam und nur diesen ausschließt. Bei Scientology mag das anders sein.

        Ihnen geht es doch eigentlich um etwas anderes als um die Definition von Religion, nämlich um die Abgrenzung des Verhaltens, welches mit religiöser Begründung noch erlaubt ist und welches nicht. Dabei ist völlig klar, dass in Deutschland die Grundrechte einschließlich der Religionsfreiheit selbst diese beschränken. Niemand darf aus religiösen Gründen jemanden umbringen, selbst wenn das in seinem heiligen Buch so vorgeschrieben sein sollte.

        Interessanter ist die Frage, ob das Grundrecht der Religionsfreiheit normale Gesetze aussticht, die nicht selbst Grundrechte verwirklichen. Das Bundesverfassungsgericht tendiert wohl in diese Richtung, aber es gibt keinen Automatismus, sondern es ist eine Abwägungfrage. Einseitige Gesetze nur gegen den Islam, wie sie AfD-Politiker fordern und vielleicht demnächst ins Parteiprogramm schreiben, sind jedenfalls nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

      • Religionsfreiheit bedeutet nicht z. B. Bau von hohen Tuermen und Muezzinrufe ueber Deutschland. Oder vermummte Lehrerinen. Hauptsaechlich geht es gegen eine Integration und Unterwerfung der Deutschen, sprachlich, kulturell etc. Hier muessen die Weichen gesetzt werden. Es ist auch erforderlich GG nicht zu missinterpretieren um immer mehr Freiraeume fuer Islam zu geben. Dafuer muss auch Zuzug von Muslimen nach Europa aeusserst restriktiv behandelt werden! Islam gehoert NICHT zu Deutschland.

      • „Interessanter ist die Frage, ob das Grundrecht der Religionsfreiheit normale Gesetze aussticht, die nicht selbst Grundrechte verwirklichen.“

        Teilweise – letztlich sehe ich es so, dass eine Religions-Gemeinschaft unter dem Label ihrer Religion alle Lebensbereiche reguliert mit Hilfe von entsprechenden religiösen Geboten/Verboten und Rechtsauslegungen – und damit ausgestattet an eine andere Gesellschaft tritt und die jeweiligen Umsetzungen im Alltag einfordert, indem sie ihre Regeln als unverhandelbar bzw ‚Teil ihrer Religion‘ proklamieren, während die andere Gesellschaft, da sie eben keine derartigen ‚Legitimierungen‘ ihres Alltagsverhaltens oder eine – wie sie sagten – nur über ’normale‘ Gesetze hat, sich hier je anzupassen hätte. Gesetze und Regeln, auch ungeschriebene, betreffen eben nicht nur das Individuum, sondern immer das ‚Miteinander‘ – und es ist halt schwierig, wenn jemand dazu kommt, und in allen möglichen Alltagsbereichen immer ’neue‘ religiöse Regeln entdeckt, die für ihn je zwingend seien, und die letztlich die bisherigen Abläufe einer Gesellschaft behindern oder gar aus hebeln. Wie eben zum Beispiel der Schüler, der unbedingt in der Schule spezielle Gebetszeiten einhalten glaubt zu müssen und dafür für sich einen extra Raum einforderte (den er dann, nachdem er den entsprechenden Prozess gewonnen hatte, praktisch gar nicht nutzte). Eine Gesellschaft hat in ihren verschiedenen Bereichen Prozesse, Prozedere, Abläufe, Herangehensweise – diese sind entstanden und verändern sich auch ständig. Aber es wird nun mal ’schwer‘, wenn eine Gruppierung ihre jeweiligen als religiös proklamierten Vorstellungen hier quasi einzu-zwingen versucht. Vor allem, wenn es nicht so die ein oder andere vereinzelte Vorstellung ist, sondern eben gleich sehr weitreichende und vielfältige sind. Und eben eine nicht-Akzeptanz dieser ihrer religiösen Einforderungen als eben ‚ihre Religionsfreiheit verletztend‘ ansieht und oft eine Anpassung ihrerseits ablehnt mit dem Verweis darauf, dass dies nun mal ein Gebot ihres Gottes wäre.

      • Was spricht dagegen, wenn sehr religiöse Menschen ihr ganzes Leben religiös ausrichten wollen, solange sie anderen ihren Glauben nicht aufzwingen? Umgekehrt ist es doch unser Staat, der tief in das Leben aller Menschen hineinregieren will. Warum gibt es z. B. eine Schul- statt einer Beschulungspflicht? In den USA leben viele religiöse Gemeinschaften friedlich für sich nach eigenen Regeln.

      • So formuliert spricht nichts dagegen. Dummerweise aber aber können Menschen anderen Menschen immer leichter etwas aufzwingen desto abhängiger sie je voneinander sind und desto leichter das jeweilig individuelle verhalten eben in die Lebensabläufe des je anderen eingreifen. Wir leben eben nicht im großen freien Raum der Unabhängigkeit, sondern sind hochgradig voneinander abhängig – und zwar im positiven wie auch im negativen. Von Arbeitsprozessen, bestimmten Verhalten bei Alltagsverrichtungen in der Gemeinschaft bis hin zu Abhängigkeiten aufgrund von diversen Sozialstrukturen. Und letztlich müssen diese ganzen Abläufe nun einmal halbwegs reibungsfrei laufen – sprich: sich die beteiligten Individuen den jeweiligen Prozessen anpassen. Und da gibt es nun einmal geeignetere Prozesse zum erreichen bestimmter Ziele als andere, und es gibt schlichtergreifend Prozesse, die durch das verhalten einzelnener oder einer Minorität gestört werden können zum Nachteil aller anderen an diesen Prozessen involvierten Individuen.
        Ein Beispiel gefällig: ein strenggläubiger M. will immer zu einer bestimmten Uhrzeit beten – sprich: rollt einen kleinen Teppich in eine bestimmte Richtung aus und zelebriert da seine Gebete – dauer: 5 minuten. Also eigentlich nichts was irgendwie störend erscheint. Außer er macht es in einem U-.Bahn-Schacht quer zur schachtrichtung – am besten noch zur hauptstoßzeit. Dann dürfen nämlich hunderte von Passanden stehenbleiben, da er sich eben mitten in ihren Weg (U-Bahnsteig – einen Ausgang) positionierte und diesen Menschen eben ihre ‚Zeit‘ wegnimmt, weil sie mit einem Mal alle warten müssen, da ihr Weg – zur Arbeit, nach Hause etc. – also zu dem, was ihre Bedürfnisse sind – verbaut sehen. Also das Bedürfnis einer Person wird von ihr absolut gesetzt ( = ich muss genau jetzt beten und zwar genau hier und nur so in dieser Richtung etc.), und die Bedürfnisse vieler anderer Menschen müssen demgegenüber nachstehen. Und soll die Begründung dafü lauten: sein Bedürfnis ist irgendwie mehr wert weil es ‚religiös‘ ist als das anderer Menschen? (Und falls ihnen das Beispiel absurd vorkommt: der Schüler an der schule hat genau soetwas gemacht – nur halt nicht in einem U-Bahn-Schacht, sondern während der Pause mitten im Gang des Schulgebäudes vor und zwischen allen anderen Schülern). Oder warum soll ein Arbeitgeber auf einen Arbeitnehmer Rücksicht nehmen, dessen strenge Religionsverständnis und die daraus resultierenden Verhaltensweisen die (u. a. zwischenmenschlichen) Arbeitsabläufe massiv stören? Und wieso soll irgendeine Gemeinschaft jemanden versorgen (all die ganzen sozialversicherungen udn -leistungen) , wenn dieser Mensch aus seinem Religionsverständis heraus erst gar nicht bereit ist eine Arbeit anzunhehmen, also seinen Teil zur Gemeinschaft beizutragen (weil z. B. tiefverschleiert nur, berührungsscheu usw….)? Warum soll man einem Menchen medizinisch helfen, wenn z. b. der Ehemann daneben anfängt die Ärzte und das Krankenhauspersonal zu bedrohen und aggressiv ausflippt, weil er eine medizinische Hilfe nur unter bestimmten, religiös motivierten Auflagen für sein Kind, Frau etc. oder sich selbst zulassen will?
        Al die von mir augezählten Fälle dürften nicht direkt juristisch erfassbar sein bzw. dürften keine Grundrechte anderer Menschen groß tangieren (mal vom letzten Fall abgesehen). Das wesentliche dabei ist aber, dass eben streng religiöse menschen unter bestimmten religionsverständnissen eben massiv politisch-gesellschaftliche Forderungen stellen – und zwar an das Zusammenleben zwichen Menschen, indem sie ihre religiösen Bedürfnisse absolut setzen und fordern, dass alle anderen Menschen ihre Abläufe den Bedürfnissen und Forderungen dieser Menschen anpassen. Und diese wird immer schwieriger und weitreichender, desto enger Menschen zusammenleben und voneinander abhängig sind – wie eben z. B. in diversen Alltagsabläufen und -prozessen. Ich will nicht anderen vorschreiben, was sie zu glauben haben – was ich aber will: ich will nicht von den Auswirkungen ihres Glaubens in meinem Leben/Lebensabläufen gestört werden. Das heisst: jemand kann glauben was auch immer er will, solange er nicht aufgrund dieses Glaubens meine Lebensweise anfängt nach seinen Bedürfnissen zu bestimmen versucht. Um beim ersten beispiel zu bleiben: sein bedürfniss jetzt so zu beten ist eine äußerung seines Glaubens, die eben in die Bedürfnisse vieler anderen menschen eingreift und diese zwingt ihre bedürfnisse (wie z. b. schnell noch die nächste U-Bahn zu erreichen) seinen anzupassen (= z. B. zu warten, bis er fertig ist und den Weg wieder freiräumt). Er hat diesen Glauben – und den kann er haben wie er auch imer will – aber die daraus resultierende Bedürnfisse sind nicht höher (oder minder-)-wertiger als die anderer Menschen – und deshalb hat er für sein Verhalten keine höhere Berechtigung, die die Berechtigungen für die jeweils individuellen anderen gewünschten Verhaltensweisen aushebelt. Genauso wie ihm Raum gelassen werden muss – z. b. in einem entsprechenden Gotteshaus – seinen Bedürfnissen nachzukommen, so darf eben von ihm auch erwartet werden, dass er seine religiösen Bedürnisse hinten anstellt und sich anpasst im öffentlichen (inc. Arbeitsplatz etc.) Bereich, in dem wir alle gemeinsam nun einmal miteinander klar kommen müssen. Und wenn er eben nicht bereit ist sich anzupassen, dann gibt es eben Stress und dann, ja, dann „will ich anderen menschen vorschreiben, was sie zu glauben haben“ – wenn dieser Glaube als Rechtfertigung zur Beeinträchtigung meiner Lebensführung dient. Das ‚Problem‘ mit Strenggläubigen tritt nämlich in einer freiheitlichen Gesellschaft erst auf, WEIL „sie andere Menschen einschließlich mir — in ihrer Lebensführung beeinträchtigen“ – denn sonst wäre es wohl den meisten echt egal, was – hier bezogen auf den Islam – Muslime glauben, genauso wie es mir egal ist was ein Buddhist oder ein Taoist oder ein Jude etc. glaubt.

      • Bitte fassen Sie Ihre Kommentare kürzer (optimal bis 300, maximal 500 Wörter, zumal Sie mehrere Aussagen wiederholen). Die Religionsfreiheit berechtigt natürlich nicht zu allem. Niemand muss mitten im überfüllten U-Bahn-Gang oder auf der Hauptkreuzung beten.

        Rein praktisch sind andere Fragen bedeutsamer, z. B. ob Sie sich vom Anblick einer vollverschleierten Frau belästigt fühlen. Die liberale Ansicht ist, dass es sie nichts angeht, wie sich fremde Personen kleiden. Sie sollten aber auch nicht gezwungen werden, solche Personen beschäftigen oder auch nur in Ihre Kneipe einlassen zu müssen.

        Schwieriger ist es, wenn eine religiöse Gemeinschaft ihre eigenen Mitglieder zu einem bestimmten Verhalten, z. B. der Verschleierung, zwingen will. Mit Gewalt ist das verboten und spätestens dann muss der Staat eingreifen. Aber eine Gemeinschaft darf ein Mitglied ausschließen, wenn es sich nicht an deren Regeln hält.

      • Integration oder sogar Assimilation können durchaus funktionieren. Dazu müssen vor allem die Betroffenen diese wollen. Dafür sind wiederum die bestehenden Anreize wichtig. Wenn jeder bedingungslos bleiben darf, staatlich alimentiert wird und noch die doppelte Staatsbürgerschaft wie Sauerbier angeboten bekommt, dann ist der Integrationsanreiz gering. Wer sich selbst um Arbeit kümmern muss, wird sich entsprechend mehr anstrengen. Deshalb sind ausgiebige Sozialleistungen oder gar ein bedingungsloses Grundeinkommen für gerade ankommende und/oder schlecht integrierte Ausländer kontraproduktiv.

      • @Alexander Dilger / Ulrich Baare

        Mir ist bei Ihrer Diskussion nicht ganz klar, warum Religion und Migration auch von Ihnen (obwohl ich Sie beide für Menschen halte, die durchaus in der Lage sind zu differenzieren und exakt zu unterscheiden) gerne vermengt werden.

        Zur Religionsfreiheit gibt es m.E. nicht viel zu sagen: Das Grundgesetz garantiert sie, aber es gibt hierzulande keine Staatskirche. Religion ist also Privatsache, im Übrigen gelten die Gesetze. Religion hebelt diese nicht aus.

        Zur Migration gäbe es hingegen viel mehr zu hinterfragen:
        Warum werden Migranten mit Geld alimentiert?
        Warum werden Migranten mit unklarer Herkunft (angeblich keine Papiere, aber interessanterweise alle mit Smartphone) überhaupt ins Land bzw. in die EU gelassen?
        Was erwartet sich ein Staat, der auf Grund seiner irrwitzigen Steuern und Abgaben für qualifizierte Einwanderer als Zielland völlig unattraktiv ist, von ungebildeten Einwanderern, die unsere Sprache nicht einmal rudimentär beherrschen?

  12. Das Problem ist, dass das deutsche Islambild sehr stark von den islamischen Verbänden geprägt ist, die nur ihre Vorteile aus dem GG sehen, aber nicht die Pflichten (z.b. Gleichberechtigung der Frau), die sich daraus ergeben. Leider hat Frau Merkel gerade vor diesen Problemverbänden gesagt, dass der Islam zu Deutschland gehört. Auffällig ist, dass diese Verbände zum großen Teil von Staaten finanziert wird, die nichts auf unsere westliche Gesellschaft geben.
    Viel zu wenig beachtet sind die gemäßigten Muslime in Deutschland, die keine Probleme haben, sich dem Grundgesetz unterzuordnen und sich der europäischen Lebensweise anzupassen (nicht zu assimilieren). Sie genießen die Freiheiten und Pflichten, die sie in Ihrer ursprünglichen Heimat nicht haben. Noch ist es die große Mehrheit der muslimischen Mitbürger in Deutschland, aber aufgrund der mangelnden Unterstützung aus Politik und Gesellschaft nehmen die vernünftigen Stimmen ab. Die Politik hofiert die Problemverbände. Die europäischen Werte, auf die sonst soviel Wert gelegt wird, werden mit Füssen getreten, sobald man in einer Diskussion mit Muslimen steht. Man will ja kein Rassist sein. Besser als Rückgrat beweisen und Pflichten einfordern.
    Ich sehe hier ein großes Potential, den gemäßigten Muslime eine Stimme zu geben als Wähler zu gewinnen, da die Parteien im Bundestag eine Bücklingspolitik gegenüber den Problemverbänden durchführen. Diese Chance hat die AFD durch Frau (Plapper-)Storch verspielt. Gerade die gemäßigten Muslime kritisieren sehr stark die ungezügelte Migaration, weil sie wissen, welche Probleme auf die deutsche Gesellschaft zukommen und wie schwierig die Integration ist. Leider ungehört. Es ist Zeit, den Problemverbänden mit Stolz auf unsere Zivilisation gegenüber zu treten und diese mit der Forderung nach Befolgung unseres Grundgesetzes zu bedrängen, anstatt die bisherige Willkürfreiheit zu gewähren, aus Angst davor, ein Rassist genannt zu werden.

    • Leider kenne ich mich da nicht genug aus. Welche der großen Verbände sind den gemäßigt und wie ließen sie sich unterstützen? Gesellschaftliche Probleme sind eben keine reinen Individualprobleme und Organisationen können hier helfen oder schaden.

    • @ „Ein Rheinländer“

      Ich kann Ihnen da nur beipflichten.

      Mit Äußerungen wie „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ und der expliziten Ausgrenzung von Muslimen auf Grund ihres Glaubens stellen sich Frau Storch und ihre Nachplapperer gegen das Grundgesetz. Ebenso mit Hinweisen auf das Christentum als „Leitkultur“ oder gar als eine Art Staatsreligion.

      Art. 140 GG i.V.m. § 137 der Weimarer Verfassung spricht eine eindeutige Sprache, nämlich dass Religionsfreiheit herrscht und es keine Staatskirche gibt. https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_140.html

      Will sich ausgerechnet die AfD, die an anderer Stelle das Grundgesetz stets hoch hält, wirklich auf dieses Eis begeben?

      Anders verhielte es sich, wenn der Begriff Islam durch „Missbrauch von Religion“, „Religiösen Fanatismus“ oder eine ähnliche Formulierung ersetzt würde, also ohne sich auf eine bestimmte Glaubensrichtung zu beziehen.

      Muslime sind in Europa eine kleine Minderheit und werden es auch künftig sein. Es gibt nicht die geringsten Anhaltspunkte dafür, dass der Islam irgendwo in Westeuropa Staatsreligion werden könnte. Diese „Gefahr“ existiert nicht!

      In Deutschland gelten unsere vorhandenen Gesetze. Wir leben in einem säkularen Rechtsstaat. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, als politische Partei im Grundsatzprogramm über die Scharia zu diskutieren, die nicht zu unserem Rechtssystem gehört.

      Der Islam kennt das deutsche Grundgesetz nicht. Die Scharia gehört nicht zu unserem Rechtssystem und wird auch künftig nicht unser Rechtssystem werden.
      Jede Diskussion vom Schlage „Scharia vs Grundgesetz“ ist daher obsolet
      und völlig sinnfrei. Derartige Fragen stellen sich in der Realität nicht.

      Kriminalität muss mit gültigen Gesetzen geahndet und bestraft werden, egal aus welcher (vorgeschobenen) Motivation heraus sie begangen wird. Punkt.

      Das Parteiprogramm der AfD sollte sich lieber tatsächlichen Bedrohungen unserer Bürgerrechte widmen und nicht einer Angstdiskussion ohne Realitätsbezug. Darf sich eine politische Partei in einem säkularen Staat (sic!) in ihrem Grundsatzprogramm überhaupt zu Glaubensfragen zu äußern?

      Ich bin der Auffassung, dass die AfD dadurch nur verlieren kann, da derartige Positionen mehr Menschen irritieren als anziehen und mit die Thematisierung dieses Dauerthemas unnötig von anderen, sehr viel brennenderen Themen ablenkt. Daher hielte ich es für wesentlich klüger, politische Aussagen zu religiösem Extremismus auf den Missbrauch von Religion an sich zu fokussieren und nicht auf dem Islam als Religion per se herumzudreschen, auch wenn dieser zur Zeit regelmäßig politisch missbraucht wird.

      Wie schrieb selbst Roger Köppel kürzlich so schön?
      „Aus Gründen, die uns nicht näher zu interessieren brauchen, ist diese Religion besonders gefährdet, von todessüchtigen Fanatikern und Verrückten missbraucht zu werden. Nicht der Glaube an sich ist schuld, aber es bleibt eine verstörende Tatsache, dass es nicht entmenschte Buddhisten, Protestanten, Juden oder Zeugen Jehovas sind, die Flughäfen und Kinderspielplätze in die Luft sprengen.“
      (Quelle: Editorial aus „Die Weltwoche“ Nr. 13/2016 vom 31.03.2016) http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2016-13/artikel/islam-die-weltwoche-ausgabe-132016.html

      Nur wenn die AfD auf pauschalen Anti-Islamismus verzichten, bleibt sie auch für Liberale und weltoffene Menschen wählbar und wird es ihr gelingen, sich vom Stigma des opportunistischen Rechtspopulismus, der – im Gegensatz zur AfD – nur die Gunst der Stunde nutzt, um durch eine Art „Geschäft mit der Angst“ kurzfristig von Merkels desaströser „Flüchtlingspolitik“ zu profitieren, zu befreien.

      Wenn sich an der aktuellen Zuwanderungspolitik (sinnfreie Anreizpolitk!) und insbesondere an der wirtschaftlichen Ausbeutung des schwarzen Kontinents (Rohstoffe, Agrarindustrie) nichts ändert, wird Europa schon in sehr, sehr naher Zukunft eine Völkerwanderung bislang nicht einmal ansatzweise erahnten Ausmaßes aus dem (überwiegend nichtmuslimischen) Sub-Sahara-Raum erleben. Das wird dann nicht nur Deutschland (be)treffen.

      Wir dürfen uns heute nicht mit der Überbewertung vorübergehender Phänomene aufhalten, die morgen überhaupt keine Rolle mehr spielen, sondern müssen der bevorstehenden Realität ins Auge sehen. Das gilt ganz besonders für die AfD, jedenfalls dann, wenn sie sich in Stuttgart ein zukunftstaugliches Grundsatzprogramm geben will.

      • Herr Meister,

        Verkaufen sie uns nicht fuer dumm! Sie benutzen unwahre Parolen um Menschen zu beruhigen. Anstieg an Muslimen in Europa und die Folgen sind uns bekannt. Es ist nicht genug wenn Sie sagen, kein Problem , ein Paar Muslime, eine schoene Bescherrung! Die Bevoelkerung muss es wollen und wissen was es kostet und mit welchem Konsequenzen zu rechnen ist. Und dass fragt auch Frau v. Storch.
        Sie sind bereit die Ausbildung deutscher Kinder und die Berufschancen europaeischer Jugendlicher fuer Ihre antichristliche Ideologie zu opfern. Sie betrieben penetrant solche Pro-Islam Propaganda schon in AfD Forum in 2013/2014.
        Erklaeren Sie warum sollen wir uns Islamisieren? Und benutzen Sie GG nicht als Alibi. GG ist nicht von Gott diktiert, sondern von Menschen und darf nicht von Ideologen benutzt werden um ein Volk zu vernichten!

      • @Grisogono 18.04. 19:33

        Wer verkauft hier wen für dumm?
        An welcher Stelle fordere ich eine Islamisierung?
        Wo betreibe ich „Pro-Islam-Propaganda“?
        An welcher Stelle habe ich mich bereit erklärt „die Ausbildung deutscher Kinder und die Berufschancen europaeischer Jugendlicher“ für eine „antichristliche Ideologie zu opfern“ ?

        Herr Grisogono, Sie sind ein übler Hetzer, der anderen Diskussionsteilnehmern ständig Dinge unterstellt, die nur in seinem Kopf herum spucken.

        Glauben Sie tatsächlich, dass „christianisierte“ Afrikaner aus Sub-Sahara-Afrika integrationsfähigere Einwanderer sind als Muslime aus dem Mittelmeerraum?

  13. Zum Thema

    Der Islam und nicht hier friedliche Muslime sind ein Problem – Punkt.
    Jeder Staat,wo der Islam das Sagen hat oder Staatsreligion ist,hat mit Demokratie oder Religionsfreiheit nichts aber auch gar nicht gemein.

    Wenn sie eine Skala nehmen ist jeder Staat,je stärker er islamisch ausgeprägt ist,ein Unrechtsstaat oder religiöse Diktatur.

    Und sie können Muslime leider nicht an ihrem Äußeren erkennen ob sie mehr oder weniger ihrer Religion zustimmen und in welcher Form sie das machen.

    Fakt ist ( leider ) je größer der Anteil der Muslime ist,umso größer werden die Probleme die dann insgesamt da sind.

    Ganz einfache Rechnung – sind gar keine da,hat man auch keine Probleme mit ihnen.
    Ungerecht straft man dann aber auch alle von ihnen ab,die eigentlich ganz nett und umgänglich sind.

    Dumme Sache.

    Ich denke wir sollten einfach die Tür für sie zumachen und das was schon hier ist,hier einbetten.
    Noch mehr von ihnen wird nicht funktionieren und Merkels Einladung gleich Millionen hier reinzulassen war unheimlich dumm.

    Deren Perspektiven hier sind bei Null und sie werden ihre neuen Perspektiven dann in ihrem Islam finden – Hass.

  14. Sehr guter Kommentar von Hrn Dilger. Die Reaktion vom Erdogan Bewunderer Ivan de Grisogono macht einem nur Sprachlos.“Die Lawine besteht ueberwiegend aus Muslimen und so wird es noch lange Zeit bleiben . Frau v. Storch spricht Islam mit recht an, eine breite Diskussion muss eroeffnet werden. Eine Islamisierung ist keine Fata Morgana und ist unmittelbar an illegale Migration gekoppelt“ Die Argumente von Ivan de Grisogonoist sind in der Konklusion aus ihren Prämissen leider nicht logisch. Fr. v. Storch wir ein Fall für den Verfassungsschutz und sollte schleunigst mit Höcke &Gauland abdanken.

    Der heutige Kommentar von JULIAN REICHELT in der Bild bringt es gut auf den Punkt:
    „Auch ich habe Zweifel an der Verfassungstreue vieler AfD-Funktionäre, aber vor allem habe ich Zweifel an der Verfassungstreue all jener Männer in Deutschland, die ihre Frau unter eine Burka zwingen. Nicht die Forderung nach einem Burka-Verbot ist extremistisch – die Burka ist es.
    Auch die Errichtung von Minaretten möchte die AfD verbieten. Die meisten islamischen Länder verbieten die Errichtung von Kirchtürmen, aber das sollte nicht unser Maßstab sein. Viel wichtiger ist, dass der Moscheenbau in Deutschland eben nicht nur ein Zeichen von Religiosität, sondern auch von Machtausübung und Ideologie-Verbreitung ist.

    In Hamburg finanzierte der Iran, der islamisch legitimierten Terror als Mittel der Außenpolitik benutzt, das Islamische Zentrum. In Bonn (Bad Godesberg) finanzierte Saudi-Arabien für rund 15 Millionen Euro die König-Fahd-Akademie. In München finanziert Katar derzeit ein Islamzentrum. All diese Staaten unterhalten gleichzeitig beste Verbindungen zu islamistisch-extremistischen Vereinigungen und gelten als Sponsor ihrer Ideologie und teilweise auch ihrer Waffenarsenale. In Wolfsburg gibt es eine große Moschee des DITIB-Vereins, der wiederum der türkischen Religionsbehörde unterstellt ist. Deutsche Konvertiten aus einer DITIB-Moschee in Castrop-Rauxel sprengten sich für ISIS in Syrien und im Irak in die Luft. Moscheen, die auf oft undurchsichtigen Wegen aus dem Ausland finanziert werden, sind viel zu oft Sammelbecken für die Anhänger radikaler Ideologien und für unsere Polizei und Geheimdienste nahezu undurchdringbar.

    Es ist also durchaus sinnvoll, den Moscheenbau in Deutschland und dessen Geldgeber einmal sehr grundsätzlich zu hinterfragen.

    Minarette in Deutschland werden zu oft von Staaten finanziert, die nachweislich und höchst aggressiv radikale Ideologie exportieren. Das Problem ist hier nicht die Forderung der AfD, sondern dass alle anderen Partei dieses wichtige Thema der AfD überlassen.

    ‎Die Forderung, muslimische Kinder (meist natürlich Mädchen) nicht mehr aus religiösen Gründen von Sport- und Schwimmunterricht oder Klassenreisen zu entbinden, ist nicht radikal, sondern nichts anderes als vernünftig. Dass solche religiös gerechtfertigten Ausnahmen erstens mit der Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen kollidieren und zweitens ein massives Integrationshindernis darstellen, dürfte in Deutschland inzwischen Mehrheitsmeinung sein.“

    Wenn die Politik auf berechtigte Sorgen der Menschen mit furchteinflößenden Worten reagiert, anstatt wichtige Debatten in ihre Mitte zu holen, dann treibt sie den Radikalen die Wähler zu. Das sollte nach den triumphalen Wahlergebnissen der AfD in den letzten Wochen eigentlich klar sein.“

    • Irgendwie finde ich es erschreckend, dass inzwischen die Bild-Zeitung zu einer differenzierteren Betrachtung in der Lage ist als die etablierten Parteien einerseits und die AfD andererseits. Man sollte den Islam weder hochjubeln noch verdammen, sondern die konkreten Probleme Punkt für Punkt abarbeiten. Doch dazu scheinen unsere Politiker inzwischen weder willig noch fähig zu sein.

      • Dem kann ich mich nur anschließen.

        Die Phantom-Diskussion um die angebliche „Islamisierung des Abendlands“ wird nicht nur auf einem erbärmlichen Niveau geführt, sie ist auch eine höchst unerfreuliche Ablenkung von viel wichtigeren Themen, wie der bevorstehenden Abschaffung des Bargelds oder der teuren Alimentierung Millionen nicht integrierbarer Einwanderer, vor allem der zahlreichen Armutsflüchtlinge aus Afrika mit ihren illusorischen Erwartungen.

  15. Wir müssen ja auch immer bedenken, dass wir in Europa eine Aufklärung und Säkularisierung hatten. In weiten Teilen der islamischen Welt ist das nicht der Fall. Wo es sie aber gab, dort geht es auch in muslimisch geprägten Ländern im Allgemeinen recht modern zu. Man denke etwa an Albanien oder den Kosovo, weitgehend auch Bosnien-Herzegowina. Das sind eben europäische Länder, die auch die europäischen Entwicklungen mitvollzogen haben. Ähnlich sieht es zumindest in manchen ehemaligen Sowjetrepubliken (etwa Aserbaidschan) aus.

    Auch historisch gab es durchaus tolerante Phasen im Islam; und dies bezieht sich nicht allein auf Christen und Juden (obwohl es die Muslime ja meistens mit denen zu tun hatten). In seiner Blütezeit etwa waren Muslime und Hindus im Mogul-Reich nahezu gleichberechtigt.

    Douglas Sanders und Werner Roller argumentieren zudem recht glaubwürdig in ihrem Buch „Mythos Überfremdung“, dass die allermeisten Muslime sich in den meisten Ländern erstaunlich schnell an alle wesentlichen politischen Überzeugungen der jeweiligen Gesellschaft anpassen. Sehr interessant ist dabei auch der historische Teil, in dem die Probleme beschrieben werden, die es seinerzeit mit irischen Katholiken und mit osteuropäischen Juden gab, als die jeweils in die USA einwanderten. Auch damals gab es Spannungen und Bombenanschläge; und die Befürchtungen der Mehrheitsgesellschaft waren ganz ähnlich wie die heute.

    Es spricht nach meiner Auffassung nichts prinzipiell dagegen, dass der Islam durchaus an eine demokratische Gesellschaft anpassen kann. Dabei meine ich mit „dem“ Islam natürlich immer den Islam im Sinne eines konkreten sozialen Phänomens, das zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort existiert; die Debatte, wie der „wahre Islam“ zu verstehen ist, überlasse ich wie oben ausgeführt gerne Muslimen und Islamhassern; den ersteren mit Respekt, den lezteren mit dem hier beim besten Willen nicht ganz zu vermeidenden Sarkasmus.

  16. Bei dieser Diskussion wurden grosse Teile durch Erdogan und Prof. Luecke beherrscht. Teilweise vorbei am Thema.

    Es waere sehr gut noch den Frau Roehls Beitrag in Tichys durchzulesen! In diesem Beitrag wird nahe an Wirklichkeit in Deutschland berichtet.

  17. Ich möchte in keinem Land leben, in dem Moslems etwas zu bestimmen haben! Und ich werde mit allen Mitteln dafür kämpfen! Außerdem bin ich für eine Teilung der Welt. Strenggläubige Moslems sollten in ihren Ländern unter sich bleiben und wir halten uns da völlig raus. Und wir machen in unseren Ländern was wir wollen, ohne auf „kultursensiblen“ Mist Rücksicht zu nehmen.

    • „Wir“ machen doch, was wir wollen, nämlich Religionsfreiheit. Ich habe nichts gegen strenggläubige Moslems wie auch Christen, Ungläubige und Buddhisten, solange sie andere Menschen einschließlich mir nicht in ihrer Lebensführung beeinträchtigen. Warum wollen Sie anderen Menschen vorschreiben, was sie zu glauben haben? Die meisten Moslems in Deutschland sind da toleranter als Sie.

      • Prof. Dilger, hoere ich aus Ihren Worten diese selbstzerstoererische christliche oder liberale Unterwerfung? Wie tolerant Muslime sind spielt eigentlich keine grosse Rolle. Von uns wird eine Toleranz gefordert die wir nich mehr haben koennen und wollen. Ich will nicht in einem mehrheitlich moslemischen Staat oder auch Stadtviertel leben!

        Es ist schoen immer ueber GG zu reden und Freiheiten auszurufen! Diese Freiheiten sind fuer einzelne Menschen gut, das ganze funktioniert so NICHT in einem ausuferndem Sozialstaat und wenn ganze wildfremde Staemme Deutschland beginnen zu besiedeln. Die Rede ist nicht von voruebergehendem Schutz oder Ueberlebenshilfe sondern von Ansiedelung und Integration!

        Sie werden schoen gestoert , und auch Ihre Familie, wenn Sie merken in welche Schulklassen Ihre Kinder gehen und wie eine andere Kultur sich ausbreitet und Sie ausweichen muesse, sich auf einmal integrieren muessen! Diese Phenomene sind nicht unbekannt, bei krassen Unterschieden der Kulturen jetzt noch viel drastischer als nach dem Krieg oder in den letzten Jahrzehnten.

        Religionsfreiheit bedeutet nicht das Steuerzahler Verfestigung und Ausbreitung einer uns fremden Religion foerdern sollen. Unter uns gibt es Muslime, unser Ziel ist aber unsere historische und kulturelle Basis zu erhalten. Wir sind keine Araber, keine Angolaner und wollen es auch nicht werden. Wir holen uns jetzt massiv Trojaner ins Haus und gefaehrden Europa! Wir sollen arbeiten um Renten fuer illegale Migranten zu bezahlen und fahren unsere Staatsfinanzen gegen den Wand. Wir zerstoeren und spalten unsere Gesellschaft. Dagegen muessen wir aufstehen!

      • Sie wollen unser Grundgesetz opfern, nicht ich. Die Religionsfreiheit gehört zu Deutschland. Wenn Sie das nicht akzeptieren wollen oder können, sind Sie selbst leider nicht hinreichend integriert. Dass Frau Merkel durch das Zulassen unkontrollierter Zuwanderung unseren Staat gefährdet, ist ein ganz anderes, viel größeres Problem.

      • Vollverschleierung widerspricht unserer Kultur. Sie beeinträchtigt mich sehr wohl in meiner Lebensführung, weil ich mich sehr unwohl fühle, solchen wandelnden Müllsäcken auf der Straße zu begegnen. Es beeinträchtigt mich ebenfalls in meiner Lebensführung, wenn die Kita meiner Enkelkinder auf Schweinefleisch verzichtet, nur aus Rücksicht auf Moslems. Außerdem wenn der Weihnachtsmarkt meiner Heimatstadt in „Wintermarkt“ umbenannt wird, nur aus Rücksicht auf Moslems. Oder ein Moslem Sozialhilfe bekommt inklusiver mehrerer Frauen, obwohl die Vielehe bei uns verboten ist. Es gäbe noch viele Beispiele.

        Zur Religionsfreiheit gehört, dass Moslems eine Moschee bauen dürfen. Das ist unbestritten. Aber einen arabischen Baustil mit Minarett und Muezzin-Ruf müssen wir nicht dulden, denn sie beeinträchtigt sehr wohl unsere Lebensführung. Ich will in keiner arabischen Umgebung leben! Wenn Moslems das vermissen, sollen sie in moslemische Länder zurück gehen.

  18. Sie interpretieren was Religionsfreiheit nach ihrer Meinung sein soll und vergleichen nicht wann diese Interpretation mit anderen Staatstragenden Grundsaetzen in Konflikt kommt! Dabei wird man leicht indoktriniert wenn man nicht auch auf Kosequenzen achtet.

    Mein Ziel war nie als integriert zu gelten im Sinne wie Sie und bestimmte Gruppen es praedigen. Einleben ist das Stichwort!

    • Religionsfreiheit ist doch nicht meine Privatidee. Ich könnte gut damit leben, wenn alle dasselbe glauben würden wie ich… Die Religionsfreiheit ist eine liberale Idee der Aufklärung, die im Grundgesetz verwirklicht wird. Sie ist nicht schrankenlos, aber auch nicht beliebig beschränkbar, so wie Sie und die AfD sich das vorstellen.

      • Abwarten, lieber Herr Dilger.
        Nicht „die AfD“ stellt sich das so vor, sondern einige Lautsprecher in der AfD und leider auch in den Vorstandsebenen der AfD. Ob diese Schreitvogel-Positionen wirklich mehrheitsfähig sind, wird sich in Stuttgart zeigen. Bitte gedulden Sie sich noch 10 Tage, statt hier vorschnell die ganze AfD vorzuverurteilen!

  19. Das war doch ganz klar, dass die AfD jetzt das Islamthema ausspielen wird. Als rechtspopulistische Partei muss man immer wieder eine politische Karte ausspielen. die von den Medien aufgegriffen wird. Das mit dem Islam macht ja zB die rechtskonservative SVP aus der Schweiz ja auch gerne.

    Die AfD braucht ja das rechtspopulistische Rad nicht neu erfinden, die muss nur schauen was machen denn andere erfolgreiche rechtspopulistische Parteien schon seit Jahren.
    Ein beliebtes Nebenthema, kann man zwischendurch immer bringen, sind zum Beispiel Politikerprivilegien.

    • Mit solchen Themen und vor allem steilen Thesen kommt man in die Medien und lockt bestimmte Wähler an, kann aber jeweils auch wieder welche verlieren. Die Ablehnung der NATO ist z. B. sehr gefährlich, wenn man konservative Wähler in den alten Bundesländern ansprechen will. Die Politikerprivilegien sind ein populistisches Thema, welches aber für viele AfD-Populisten deshalb gefährlich ist, weil sie erkennbar nur deshalb in der Politik sind. Ein Donald Trump braucht als Milliardär kein Präsidentengehalt, die deutschen Pleitiers brauchen aber sehr wohl ihre Diäten.

      • Antiamerikanismus ist vorhanden fast ueberall in AfD. Es aussert sich in irren Antraegen und Verschwoerungstheorien. Transatlantiker ist ein Schimpfwort, v. Storch ist anti TTIP, Hoecke und Kameraden wollen NATO Austritt, Pretzell macht eine Lustreise auf der Krim wo Menschen verfolgt und vertrieben werden und fordert Ende der Sanktionen. Diese Tendenzen sind schon seit Jahren in AfD aktuell und eine Besserung ist nicht zu erwarten. Bodensatz wie der Kenner, Herr Gauland sagt!
        Gut dass es ALFA gibt!

      • Ich glaube nicht, dass sich die Rechtaußen-Fraktion um Höcke auf dem AfD-Parteitag durchsetzen wird, die Westbindung Deutschlands im Grundsatzprogramm in Frage zu stellen. Höcke braucht wohl mal wieder einen Dämpfer und der Parteitag ist die beste basisdemokratische Möglichkeit dazu!

      • @Grisogono 21.04. 18:25

        „Gut dass es ALFA gibt!“

        In meinen jungen Jahren war ich ein begeisterer ALFA-Fahrer. Ich finde es daher auch gut, dass es ALFA noch gibt. Ganz besonders freut mich, dass ALFA endlich wieder richtige Sportwagen und Limousinen mit Heckantrieb anbietet. Vielleicht hol ich mir da direkt noch einen.

        Das meinten Sie doch, oder?

      • Herr Meister,

        Auch bei it.Wagen folgen wir andere Konzepte. Ich fuhr sehr gerne Lancia Beta in rot. Ich lehne Hinterradantrib ab, somit auch BMW.

        Nein, ALFA-Partei hat die Kompetenz, AfD nur Spinner und Schreier!

      • @Ivan de Grisogono

        Na immerhin beweisen Sie bei Autos Geschmack. Gratuliere!

        Ob Vorder- oder Hinterradantrieb, ist neben den Produktionskosten natürlich vor allem eine Frage des Einsatzes. Da ich überwiegend auf langen Strecken und dann gerne mit hoher Geschwindigkeit unterwegs bin, bevorzuge ich den laufruhigeren Heckantrieb oder einen eher hecklastig ausgelegten Allrad, wie z.B. meinen Mercedes 4-Matik (60:40).

      • Die Leser (ueber 100) reagierten sehr positiv auf Herrn Spahns offenes Brief an SPD! Und dieses Brief verdient es. Es war wichtig, explizit und deteiliert auf SPD- Ratlosigkeit und -Verlogenheiten zu hinweisen, SPD ist noch ein Stueck mehr entlarvt! Wichtig auch die Feststellung, dass Islam wie gepraedigt nicht mit Demokratie kompatibel ist.

        Islam gehoert nicht zu Deutschland, wie schon Herren Gauck und Kauder sagten!

      • Ich weiß nicht, wie der Islam gepredigt wird. Hören Sie sich regelmäßig solche Predigten an? Ich vermute aber ganz stark, dass nicht von jedem überall dasselbe gepredigt wird. Alle pauschalen Urteile über den Islam als solchen sehe ich deshalb kritisch. Ich verstehe auch nicht, was es überhaupt bedeuten soll, dass der Islam (nicht) zu Deutschland gehört.

      • „Regelmaessig“ hat damit nichts zu tun. Aber auch wenn Sie arabisch nicht verstehen dieser Ton am Freitag ist schon unmissverstaendlich, diese Menschen sind fest im Griff der Imame und werden aufgeputscht! Nach der Moschee starten nicht selten die Unruhen und Zusammenstoesse mit der Polizei.

        Wie eine Religion oder Organization agiert kann man ziemlich gut pauschal beurteilen. Natuerlich wenn man nur Einzelfaelle sehen moechte wird Realitaet nicht gesehen.

      • Was für Unruhen und Zusammenstöße mit der Polizei meinen Sie? Nach Moscheebesuchen in Deutschland ist mir davon nichts bekannt, sehr wohl aber bei und nach Demonstrationen der diversen Pegida-Ableger. Die pauschale Beurteilung einer Weltreligion ist einfach unseriös.

      • Ausgerechnet weil es eine Weltreligion ist gibt es mehr als genug Anschauensmaterial aus vielen Laendern dieser Welt. Ich habe es selbs erlebt, hoeren Sie sich auch Praedigten in Deutschland. Es ist eine leere Hoffnung , dass in Deutschland diese Religion anderes sein wird auch wenn die Muslime eines Tages 30 bis 50 % der Bevoelkerung ausmachen. Zu hoffen mit einem Zauberwort „Integration“ oder GG alles steuern zu koennen ist einfach die Augen vor Realitaet zu schliessen. Kluge Menschen haben Fantasie und bauen auf Erfahrungen, die anderen glauben fest an Illusionen.

      • Sie gehören zu denen, die Illusionen haben. Schauen Sie sich einmal um in der Welt. Es gibt durchaus demokratische Länder mit muslimischer Mehrheit, z. B. das größte muslimische Land, Indonesien. An den Kriegen in arabischen Ländern sind meistens christliche bzw. westliche Mächte beteiligt. In Ruanda haben Christen viel mehr Menschen umgebracht als alle Muslime weltweit seither. In Burundi droht nun eine Wiederholung. Vökermord durch Deutsche ist auch noch nicht so lange her. Jetzt ist unkontrollierte Zuwanderung das hiesige Hauptproblem. Dabei ist Religion nur ein Faktor und nicht der wichtigste. Sie führen mit der AfD eine Ablenkungsdiskussion.

      • „Ablenkungsdiskussion“ (Alexander Dilger 23.04., 10:07) ist genau der richtige Ausdruck.

        Die Islamophoben überreißen leider nicht ansatzweise, was uns in Europa tatsächlich bevorsteht. An Nordafrikas Küsten warten bereits heute etwa zwei Millionen Sub-Sahara-Afrikaner auf eine Gelegenheit zum Übersetzen. Tendenz stark steigend. Mit einer angeblichen „Islamisierung des Abendlands“ hat diese Tatsache nicht das Geringste zu tun. Die meisten dieser Menschen sind weder Muslime noch Kriegsflüchtlinge, sondern schlicht und ergreifend Glücksritter, die auf ein tolles Leben in Europa hoffen, das die deutsche Staatsratsvorsitzende ihnen und anderen aus welchen Gründen auch immer in Aussicht stellt. Mit der Ablenkungsdiskussion um den Islam lenken auch die Islamophoben von der Realität ab und unterstützen damit mittelbar sogar noch Frau Merkels sinnfreie Einwanderungspolitik.

        Zu einem Einwanderungsland für Hochqualifizierte kann Deutschland hingegen nur werden, wenn die Steuer- und Abgabenlast um mindestens zwei Drittel ihres heutigen Wertes gesenkt wird. Mit der weiteren Förerung von Einwanderung in die Sozialsysteme wird genau das Gegenteil erreicht.

      • @Prof.Dilger 10:07

        Mit Indonesien als Beispiel fuer muslimische Demokratie habe ich meine Zweifel.
        Region Aceh in Indonesien ist unter Sharia! Sharia Polizei fuehrt kontrollen aus! Die Frage ist erlaubt wie schnell wird Sharia im ganzen Land eingefuehrt!

        Jetzt bin ich wirklich von Illusionen befreit! Christen, Westen, Deutsche ( und Kolonialmaechte) sind meistens Schuld an Kriegen und Massakern zwischen Muslimen (in arabischen Laendern) oder so aehnlich? Diese Behauptung ist so undifferenziert i.e. eine reine Schutzbehauptung, dass es sich nicht lohnt darauf zu antworten. Wahrheit ist aber, dass Westen besonderes muslimische Migranten, araber wie afrikaner, nicht gebrauchen kann! Wer die Gruende nicht kennt kann einfach lesen, gute Zusammenfassung gibt Herr Sarrazin in „Wunschdenken“. Es wird ein Bestseller!

      • Es ist nicht liberal, aber demokratisch, zumindest Teile der Scharia anzuwenden, wenn die Mehrheit das so will. Deutschland macht das sogar gegen den Mehrheitswillen (nicht im Straf-, aber Familienrecht).

        Bitte beschäftigen Sie sich mit der jüngeren Geschichte arabischer Länder, dann können Sie auch sinnvoll antworten.

        Glabuen Sie denn, dass christliche Araber und Schwarzafrikaner wirklich so viel bessere Zuwanderer für Deutschland wären als muslimische? Dann fordern Sie doch die Aufnahme von etlichen Millionen, um die christlichen Mehrheitsverhältnisse abzusichern.

      • @Prof. Dilger 22:45

        1. Ich glaube, es herrscht Einigkeit, dass Deutschland keine Migranten ohne Arbeitsvertrag und Visum braucht!

        2. Es ist die Aufgabe einer Regierung im Interesse des Landes und der Bevoelkerung zu handeln. Islamisierung des Landes/Kontinents stellt eine Gefahr dar, falls man strenge Gegenmassnahmen nicht ergreifft. Wenn in Deutschland Sharia trotz GG teilweise akzeptiert ist zeigt es nur in welche Richtung es weiter gehen wird!

        3.Es mag demokratisch sein wenn die Mehrheit Sharia will, Sharia ist an sich keine Gesetzgebung fuer einer Demokratie sondern gehoert zu einem bestimmten Religionsstaat. Ein Staat mit Sharia kann keine Demokratie sein!

        4.Christliche und juedische Minderheiten in muslimischen Laendern bilden am heufigsten die Eliten dieser Laender und waeren zu bevorzugen, falls gebraucht!
        Schutz fuer Christen aus Nahem Osten waere auch logisch? Demokratie, Frieden und Wohlstand werden in Europa bei muslimischen Bevoelkerungsmehrheiten nicht zu gewaehrleisten! Es waere ein Schritt rueckwaerts.

    • Ziemlich langatmig und ähnlich sinnfrei wie der vermeintliche „Faktencheck“ der Sozialisten. Aber immerhin der Einstieg ins Thema ist ganz unterhaltsam geschrieben.

  20. Pingback: Neues AfD-Parteiprogramm und FN-Annäherung | Alexander Dilger

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