Vor EKR-Ausschluss wechselt von Storch zur EFDD

Frau von Storch macht den Abflug“. Um ihrem Rauswurf aus der EKR-Fraktion zuvorzukommen, wechselt sie zur EFDD-Fraktion. In der EKR-Fraktion sind u. a. die britischen Tories und die von der AfD zu ALFA gewechselten Abgeordneten, während in der EFDD-Fraktion vor allem UKIP und M5S organisiert sind. Interessant ist, dass Herr Pretzell als zweiter verbliebener AfD-Abgeordneter vorerst in der EKR-Fraktion verbleiben will, obwohl er beim Nominierungsparteitag in Aschaffenburg eine Mitarbeit in dieser Fraktion kategorisch ausgeschlossen hatte. Selbst wenn er anfangs mit Rücksicht auf die Mehrheit der anderen AfD-Abgeordneten wortbrüchig geworden sein sollte, was selbst schon wenig prinzipienfest gewesen wäre, ist es jetzt blanker Opportunismus. Ich hoffe, dass ihn die EKR-Fraktion ausschließt, da er zuerst auf Flüchtlinge schießen lassen wollte (siehe AfD-Bundesparteitag fordert sofortige Abschaffung des Euro‘), was Frau Petry ihm nachplapperte (siehe ‚Petry will wie Pretzell auf Flüchtlinge schießen lassen‘) und Frau von Storch ihr.

 

119 Gedanken zu „Vor EKR-Ausschluss wechselt von Storch zur EFDD

  1. Grundsätzlich finde ich die Idee von Herrn Pretzell gut, den Bundesparteitag Ende des Monats über die Zugehörigkeit der AfD im EU-Parlament entscheiden zu lassen. Die AfD setzt sich für direkte Demokratie ein und es ist richtig, wenn sie mit gutem Beispiel voran geht.

    Ich bin sehr dafür, dass sich die AfD-Europaabgeordneten der EFDD-Fraktion von UKIP-Chef Nigel Farage anschließen, wie das Beatrix von Storch etwas voreilig jetzt getan hat. Ein Anschluss an die ENF-Fraktion, zu der auch Marine Le Pens Front National gehört, ist taktisch unklug, weil er in Deutschland schnell als „weiterer Rechtsruck“ interpretiert werden könnte.

    • Herr Pretzell ist nicht die AfD, sondern einer von zwei verbliebenen AfD-Abgeordneten im Europaparlament. Frau von Storch hat eine Tatsache geschaffen, die EKR-Fraktion schafft am Dienstag hoffentlich die nächste Tatsache. Bei seiner Nominierung hatte er versprochen, in keine Fraktion mit den Tories zu gehen. Dafür wurde er gewählt, hat es aber gleich gebrochen. Was soll jetzt ein Parteitag darüber entscheiden?

      • Naja für ihn ist das wohl eine klassische Win-Win-Situation. Wenn die Mitglieder sich für die EFDD entscheiden, kann Herr Pretzell sagen, dass er dies vor 2 Jahren schon getan hat. Entscheiden sich die Mitglieder jedoch für die ENF kann er von sich behaupten, dass für ihn nur das Votum der Basis zählt und er nicht wie von Storch selber eigene Entscheidung ohne Rückendeckung von der Basis trifft. Und was bitteschön interessiert Herrn Pretzell schon sein Gerede von gestern.
        Die Frage, welcher Fraktion sich die AfD anschließen soll, trifft meines Erachtens sowieso der Programmparteitag. Sollte sich die AfD weiter für einen „wirtschaftsliberalen Kurs“ aussprechen sollte sie sich der EFDD Fraktion anschließen, da die UKIP ja ähnlich tickt. Sollte sich der Parteitag jedoch für eine „rechte SPD“ bzw. „deutsche FPÖ“ entscheiden die in gesellschaftlichen Fragen soziallistisch denkt, müsste sie sich zwangsläufig der Fraktion um FPÖ und Front National anschließen. Diese Richtungsentscheidung, die getroffen werden muss, hält übrigens auch Zündstoff für den Parteitag inne.

      • Da die Europawahl eine reine Listenwahl ist und keine Personenwahl, bei der Kandidaten direkt gewählt werden können, ist die Idee, über die Fraktionszugehörigkeit den höchsten Souverän der Partei, also die Mitgliederversammlung, entscheiden zu lassen schon der richtige Ansatz. Wenn aber ohnehin schon fünf von sieben Mandaten von illoyalen Raubrittern genommen wurden und ein Schreitvogel voraus stelzt, ist es natürlich lächerlich über die Zuordnung eines einzelnen Mandats noch so eine Abstimmung durchführen zu lassen. Das spricht dann eher für eine gewisse Orientierungslosigkeit des Abgeordneten P.

      • @Manuel

        Am meisten Zündstoff für den bevorstehenden AfD-Programmparteitag sehe ich in Folgendem:
        1.) Länge des Parteiprogramms
        2.) Behandlung religiöser Fragen (die m.E. nichts im Parteiprogramm einer politischen Partei in einem säkularen Staat verloren haben)
        3.) Energiepolitik (die Atomenergie spaltet die AfD)
        4.) Themenbereich Wehrpflicht / Bundeswehr / NATO-Einsätze außerhalb des Bündnisgebietes

      • Was ist mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik? Das Manifest ist zumindest kürzer und könnte besser diskutiert werden, ggf. auch hier.

      • Auch Wirtschafts- und Sozialpolitik können die AfD spalten. Viele Forderungen des Programmentwurfs würden zu einer deutlich höheren Staatsquote führen, als sie Deutschland ohnehin schon hat. Zugleich fordert der Entwurf aber einen schlankeren Staat, was ein natürlich ein grotesker Widerspruch ist.

        Das Manifest hier zu diskutieren ist sicher keine schlechte Idee.
        Machen Sie den Anfang?

      • Wer jedem alles versprechen will, hat natürlich gleichzeitig zahlreiche zusätzliche Staatsausgaben, Steuersenkungen und den Abbau des Staatsdefizits im Programm.

        Über das Manifest schreibe ich heute oder die nächsten Tage einen Beitrag, der sich hoffentlich zum Diskussionseinstieg eignet. Kennen Sie eine andere Version im Internet als die auf Facebook?

      • @Meister
        „illoyale Raubritter“? Bei Ihnen sinkt täglich das Niveau noch weiter… 1. Die AfD hat sich selbst sehr darüber gefreut, als von anderen Parteien Abgeordnete übergetreten waren… 2. Die AfD wurde zur Europawahl wegen Herrn Lucke, Herrn Starbatty und Herrn Henkel gewählt. Ohne diese Herren hätte die AfD maximal die 2 Sitze bekommen, die sie jetzt noch hat. ALFA macht den Kurs im Europaparlament weiter, für den ihre Abgeordneten damals über die AfD gewählt wurden. Diese Abgeordneten vertreten die ehemaligen AfD Wähler, die die AfD nach ihrer Kursänderung verloren hat. Es wäre eher ein Betrug, wenn die AfD die ALFA Abgeordneten durch weitere Pretzells ersetzt hätte! Scheinbar haben Sie nach fast einen Jahr die Spaltung noch immer nicht verkraftet. So ein Kindergarten…

      • @nationalliberal 17:10

        Da sie ein kleiner Fan von Herrn Henkel, Herrn Lucke und Herrn Kölmel oder vielleicht auch einer der Assistenten sind, die den Herren die Aktentasche tragen dürfen und selbst von deren geraubten Mandaten leben, hat es wenig Sinn diese Frage näher mit Ihnen zu erörtern.

        In meinen Augen ist es ganz einfach eine Sauerei den Wählern gegenüber, die schon vom Wahlgesetz her unterbunden gehört, wenn Abgeordnete (egal welcher Partei sie angehören) nur auf dem Ticket einer Liste (nicht mittels Direktmandat!) in ein Parlament einziehen, dann diese Partei oder Vereinigung verlassen aber aus Karriere- oder Machtgründen nicht den Charakter haben, ihr Mandat niederzulegen und einem Nachrücker zu überlassen, der tatsächlich die Interessen der Wähler dieser Liste vertritt. Beispielsweise Dirk Driesang (LIstenplatz 11 der AfD bei der Europawahl) würde sich im EU-Parlament jedenfalls sicher besser machen als all ihre ALFA-Männchen und das Ossi-Weibchen aus Schleswig-Holstein sowie Herr P. und Frau S. zusammen.

        Im Übrigen hat sich Herr Henkel den Listenplatz 2 seinerzeit mit einem Millionenkredit an die AfD erkauft. In meinen Augen ist das Korruption und hat nichts mit dem zu tun, wofür ALFA angeblich steht.

      • Wenn Mandate nicht mehr frei wären, sondern an Parteien gebunden blieben, würde der Einfluss der Parteien VIEL stärker, nicht schwächer. Abgeordnete verlassen doch nicht immer freiwillig ihre Partei, sondern können auch dazu getrieben oder sogar herausgeworfen werden.

      • @Alexander Dilger 19:23

        Das mag in Einzelfällen auch zu treffen. Ist aber wohl eher die Ausnahme.

        Beide Probleme stellten sich indes weniger, wenn es keine reinen Listenwahlen gäbe oder zumindest grundsätzlich panagiert werden dürfte.

      • @AD 19:33
        Dürfte schon in Ihrem E-Mail Briefkasten angekommen sein. 🙂

      • Ja, doch ich brauche eine Version, die ich hier verlinken kann. Wer nicht bei Facebook angemeldet ist, kann dort wohl auch nichts lesen.

      • Ich selbst bin auch nicht bei Facebook. Möglicherweise findet sich etwas auf der Bundesseite der AfD zum Programmparteitag oder auf der Seite des Landesverbands NRW?

    • Obwohl AfD besser zu FN als zu UKIP passt!
      Ich erinnere mich an Diskussionen ueber FN in AfD Forum! Schade, dass Menschen so schnell alles vergessen.

      • @Old Grisogono

        Halten Sie das „Freie Arbeitsforum“ denn für repräsentativ für die AfD?

        Wie Sie wissen, wurde ich dort ja wegen Unbeugsamkeit und vermeintlicher Majestätsbeleidigung gesperrt. Und wie ich aus gut informierten Kreisen weiß, ist die Zahl derer, die dort überhaupt noch schreiben (dürfen) inzwischen sehr, sehr überschaubar. Einer der Betreiber rief mich sogar einmal eigens an, um mich zu fragen, ob ich denn bereit sei, mich wieder an diesem zensurgeplagten Forum zu beteiligen …

      • Freie Arbeitsforum war auch ein Spiegelbild der AfD. Die irren Gedanken die geaeussert wurden waren ein Vorbote von weiteren verueckten Entwicklungen, von Fluegeln, Buerger, Initiativen, Patrioten, Herrn Gebhardts Propaganda und schliesslich von Ihrem AfD heute.

        Ihre persoenlichen Angriffe gegen Prof. Lucke waren besonderes unverschaemt und entlarvend. Sie wurden dafuer mit recht gesperrt. Ausserdem versuchten Sie systematisch jeden vernuenftigen Austausch unmoeglich zu machen durch Ablenkungen und dreisten Behauptungen.

      • @Grisogono

        Ich darf Sie daran erinnern, dass Sie sich dort neben einem gewissen Herrn Becker aus Frankfurt am Main als extremster Islamhasser und Rechtsaußen gebärdet hatten?

      • @Meister 21:24

        Ihre pseudo-journalistische „Maske“ kann ohne absurden Uebertreibungen nicht auskommen. Ihre Erinnerungen sind, wie erwartet, sehr selektiv. Sie wurden von Mitforisten auch als linksfaschist und U-Boot mehrmals betrachtet! Ob Sie sich je gefragt haben warum? Deswegen wundere ich mich nicht ueber Ihre Verdrehungen der Tatsachen. Aus Ihnen spricht ein ewig fehlgeleiteter Che!

        Um es unmissverstaendlich zu sagen, Islam gehoert nicht zu Europa.
        Mit Millionen Muslimen-Migranten zerstoert man europaeische christliche Gesellschaft. Schon jetzt kann man expansionistische Tendenzen des Islams in Europa als abschreckendes Beispiel beobachten. Ich lebte lange in Aegypten um Muslime nicht zu hassen aber zu wissen, dass ich nicht in einer Islamischen Gesellschaft leben moechte.

        Natuerlich, fuer Linksfaschisten bin ich Rechtsaussen, wie auch Ihre Partei.

      • @Grisogono

        Der „Mitforist“ auf den Sie hier anspielen, war der bekennende Nazi „Markus Becker“ (falls es sein echter Name gewesen ist).

        Ich habe schon damals nicht nachvollziehen können, warum Sie mich für einen „Linksfaschisten“ halten und kann es bis heute nicht. Aber man muss ja nicht alles verstehen.

        Was religiösen Fanatismus angeht, bin ich durchaus bei Ihnen, dass der im 21. Jahrhundert, ganz besonders im säkularen Deutschland, ja in ganz Europa, nichts verloren hat. Allerdings gibt es religiösen Fanatismus nicht nur im Islam, gleichwohl dieser derzeit am häufigsten dazu missbraucht wird Terror im Namen eines Propheten oder Gottes zu begehen.

  2. Pretzell ist ein Heuchler. Keine Überraschung! Damals (zum Ärger von Herrn Lucke und Co.) großer UKIP Fan, heute plötzlich Tories Fan?! Vielleicht hat doch Petry in der Beziehung die Hosen an 😀 (vermutlich ist ihr die EKR Fraktion lieber, um das bürgerliche Image zu wahren)

    • Über seine Motive kann man nur spekulieren. Vielleicht geht es ihm um das Image (obwohl sein Ruf doch schon völlig ruiniert ist), vielleicht auch um irgendwelche Ausschussmitgliedschaften. Wahrscheinlich weiß er einfach nicht, welche Fraktion bei seinen Unterstützern am besten ankommt. Recht unwahrscheinlich, aber auch nicht völlig ausgeschlossen ist es, dass er und Frau Petry bereits einen möglichen Wechsel zu ALFA vorbereiten, da ihre Stühle in der AfD wackeln.

      • ALFA wird niemals Petry oder Pretzell aufnehmen. Bevor das passiert, wird Höcke der nächste Bundeskanzler 😀

      • Sind Sie sicher? Der Weckruf hat doch um Frau Petry geworben. Auch jetzt wäre es ein Mittel, die AfD zu schwächen und ALFA zumindest kurzfristig zu stärken.

      • „nicht völlig ausgeschlossen ist es, dass er und Frau Petry bereits einen möglichen Wechsel zu ALFA vorbereiten“

        Gute Idee! Damit würde ALFA endgültig zur ultimativen Lachnummer.

      • Soll es eine Verschwierungstheorie oder sogar Desinformation sein? Diese Gedanke ist aber absurd!

      • Selbstvrständlich würde ALFA Petry und Pretzell aufnehmen, auch wenn sie mal hochmütig behauptet haben, keine AfD-Mitglieder mehr aufzunehmen.

        Der Grund liegt doch auf der Hand: ALFA ist ein Riesenflop und Petry ist inzwischen weitaus bekannter als die in Vergessenheit geratenen ALFA-Rentner oder der doppelt prädestinierte calvinistische Professor.

        Das Höcke Bundeskanzler der DDR wird ist ebenfalls nicht auszuschließen, falls sich das ‚Volk‘ Dunkeldeutschlands zur Sezession entschließt, was für die Bundesrepublik Deutschland ein Segen wäre.

      • Recht unwahrscheinlich, aber auch nicht völlig ausgeschlossen ist es, dass ALFA überlebt. Diese Einschätzung wird sicher eine so kluge Frau wie Petry teilen. Und wenn der restliche Bundesvorstand der AfD, den ich bei öffentlichen Auftritten bisher nur als blass erlebt habe, seine Sinne noch beieinander hat, wird er seine zwei Spitzenfrauen pfleglich behandeln -„Schießbefehl“ hin oder her.

      • Die beiden Frauen gehen sich doch gegenseitig an die Gurgel. Wenn man schon in zwei Fraktionen ist, warum nicht auch in zwei Parteien?

      • Mein erster Gedanke war Schwachsinn, bei etwas mehr nachdenken könnte man aber schon eine Logik erkennen. Es würde aber trotzdem alleine schon an persönlichen Differenzen scheitern. Besonders HOH würde das niemals zulassen.

        Sollte sich der Höcke-Flügel endgültig durchsetzen, so wäre ein Übertritt der gemäßigten Kräfte die Chance für Alfa doch noch über 5 Prozent zu kommen. Insbesondere in Westdeutschland ist Höcke alleine nur schwer vermittelbar. Aber so wie Henkel gegen Petry und Meuthen keilt, ist das nur schwer vorstellbar. Henkel tut sich und seiner Partei damit auch keinen Gefallen. 2015 hat er zur Eskalation beigetragen und jetzt schreckt er potentielle Alfa-Wähler ab, weil die mit seinen jetzigen Tiraden gegen die AfD nicht einverstanden sind.

        Das Manifest habe ich noch nicht gelesen, aber in den Medien wird es als rechtes Gegenstück beschrieben. Sie kennen Herr Renner ja persönlich, ich habe nur vereinzelt Passagen über und von ihm gelesen. Dort machte er einen seriöseren und intelligenteren Eindruck als Pretzell. Doch inwiefern ist er eventuell mit Höcke verbandelt? Handelt er mit dem Manifest also auf eigene Faust oder ist er nur ein Strohmann Höckes?

      • Herr Renner ist auf jeden Fall seriöser als Herr Pretzell. Er war 2013 mein ehrlicher politischer Gegner, während sich Herr Pretzell erst als falscher Freund anbiedern wollte, um dann zum verlogenen Gegner ohne erkennbare Überzeugungen zu mutieren. Das Manifest deutet auch darauf hin, dass Herr Renner in seinen politischen Überzeugungen gereift ist oder sich jetzt zumindest offener für bürgerliche Inhalte zeigt, die Herr Hahn formuliert hat. Beide sind sicherlich keine Strohmänner von Herrn Höcke.

      • @Meister 9:23

        Sie schaenen sich gerne fuer Andere! Vielleicht sollen Sie auch lesen was Sie selbst schreiben?

      • @Dilger
        Das Angebot an Petry war damals doch mit den Hintergedanken, dass sie es eh niemals annehmen wird, da gerade ihr Ziel war, Herrn Lucke zu stürzen…so wie das Angebot von Petry an Herrn Starbatty, wo ihr klar war, dass er es nach den vielen Hetzreden gegen den Weckruf nicht annehmen wird. ALFA würde seine Glaubwürdigkeit komplett verlieren, wenn sie gerade jene Kräfte aufnehmen, die den Kurs der AfD in Richtung brauner Linkspartei vollzogen haben. Ich kann zu 100 % ausschließen, dass Petry oder ein andere Führungskraft, die damals auf dem Parteitag intrigiert haben, jemals bei ALFA aufgenommen werden! Bevor so etwas passiert, vereinen sich die Linkspartei und SPD zu einer neuen SED.

      • Eine Vereinigung von Linkspartei und SPD ist gar nicht mehr so abwegig, wie Sie glauben. Tatsächlich kann es sein, dass ALFA zu keinerlei Kompromissen bereit ist und lieber eine Ein-Prozent-Partei bleibt. Herr Pretzell kennt hingegen keinerlei Hemmungung, wenn es ihm irgendwie nützlich erscheint. Mir ging es doch nur um einen Erklärungsversuch, was ihn überhaupt noch in der EKR-Fraktion hält. Was glauben Sie?

      • @Grisogono 14:20

        Es war Bernd Lucke, der die NPD-Anhänger in die AfD eingeladen hat (zur Erinnerung: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html), da er sich für den berufenen und allmächtigen Heilsbringer hält (bei Frau Merkel nennen Sie selbst so ein Verhalten „GottspielerIn“) und glaubte, es sei völlig egal, wer ihm untertänig folgt. Die Rechnung ist dann genau so wenig aufgegangen wie der Rohrkrepierer ‚ALFA‘. Herr Lucke ist ein realitätsferner Selbstüberschätzer, der überall verbrannte Erde hinterlässt, egal wie smart er auf den ersten Blick daher kommen mag.

      • @Meister 19:14

        Wenn Sie Artikel verlinken lesen Sie es durch.
        Prof. Lucke hat explizit gesagt, keine ex NPD/DVU und Vorsicht bei Republikaner.
        Er redete ueber Protestwaehler die ohne Alternativen am Ende NPD waehlen koennten. So etwas wurde von vielen prominenten Politikern gesagt ohne es als Einladung an NPD zu verstehen. Ausserdem NPD ist eine demokratisch zugelasene Partei!

        Und vergessen wir nicht, haette er „Nazis“ eingeladen, es waeren heute Ihre besten AfD Genossen weil die nicht ausgeretten sind sondern mit Ihnen verblieben sind.

      • @Dilger
        Ich glaube, er ist Opportunist und will jetzt der Vertreter der gemäßigten Kräfte sein, da er wegen seiner Lebenspartnerin bei allen anderen Gruppen in der AfD keine Chance mehr hat (siehe bspw. Renner Manifest, was gegen Petry und indirekt ihn gerichtet ist…er braucht den linken Flügel der AfD, wenn er in NRW nicht abgesägt werden will). Wie an anderer Stelle schon erwähnt: Also vielleicht eine bewusste Strategie? Man will beide Fraktionen in der Partei zufriedenstellen: die gemäßigten Kräfte haben ein Mitglied in der EKR, die radikalen Kräfte haben ein Mitglied bei UKIP, so wie es schon damals einige Mitglieder wollten. Man verfolgt doch schon jetzt bei Landtagswahlen so eine Doppelstrategie: dort braune Linkspartei/NPD 2.0, anderorts Mischung aus konservativer CDU/Republikaner/Freiheit. Natürlich wird so eine Strategie nicht ewig gut gehen, da man sich irgendwann entscheiden muss.

      • @Grisogono 20:00

        Ich bleibe dabei. Bernd Lucke ist ein Selbstüberschätzer und karrieregeiler Opportunist. Er kann schon mal gute Reden halten, aber nicht alle seine Reden sind auch wirklich gut. Mehr nicht. Mich „überzeugte“ er anfangs auch, aber je mehr ich ihn durchschaute (und das ging ziemlich schnell, da ich als Mitglied des ersten bayerischen Landesvorstands so einiges aus erster Hand mitbekommen habe), desto mehr wandte ich mich von ihm und seiner Rattenfängerei ab.

  3. Die Idee von einem Wechsel von Herrn Pretzell und Frau Petry zu Alfa ist mehr als abenteuerlich! Man kann davon ausgehen, das diese abstruse Option spätestens am Veto von Herrn Lucke scheitern würde.
    Das interessante bei der AfD ist im Moment nicht wer zu welcher Fraktion wechselt, sondern das Manifest von Herrn Renner und Mitstreitern. Ein Blick auf Stuttgart und die im Vorfeld darüber losgetretene Debatte ??

      • Leider ist auch das „Manifest“ nicht besonders pointiert und übersichtlich.

      • Ja, es ist deutlich kürzer. Durch seinen sehr unglücklichen Seitenumbruch und das fehlende Inhaltsverzeichnis aber auch extrem unübersichtlich.

      • Sie unterstellen etwas was absurd ist. Prof. Lucke und auch Ihr Kollege van Suntum sind keine Idioten ( nein Sie haben es auch nicht behauptet) und wissen genau welchen Schaden so eine Entscheidung fuer ALFA bedeuten wuerde. Deswegen muss ich Ihre Behauptungen hinterfragen weil Sie wissen was Sie tun!

        Ueber ALFA kann man in 3 bis 5 Jahren wirklich urteilen. Kleinliche und neidische Kommentare darf man nicht mit Realitaet verwaechseln. ALFA Mitglieder arbeiten hart, Besserwisser reden nur!

      • Wofür arbeiten die ALFA-Mitgliefer hart, wenn sie gar keine Wahlen gewinnen wollen? Das geht nur durch Änderungen. Außerdem habe ich gar nicht über ALFA spekuliert, sondern mögliche Pläne von PP. Sie bleiben viel lieber in der AfD erfolgreich, aber wenn das scheitert, werden sie nicht plötzlich Hemmungen bekommen.

      • Das ALFA keine Wahlen gewinnen wollen und gegen Aenderungen sind ist wirklich eine Nachricht!

      • Was ist denn die Vorstellung von ALFA oder Ihnen persönlich, wie man Wähler überzeugen und was man der AfD entgegensetzen will? Was wollen Sie ändern oder sehen Sie wqeiterhin keinerlei Änderungs-, sondern nur Abwartebedarf?

      • @Dilger
        Herr Lucke wird doch nicht seine „Königsmörder“ zurückholen, damit sie ihm erneut in den Rücken fallen können. Das Gleiche gilt auch für ein Großteil der anderen ALFA Mitglieder, weshalb es schwer sein wird, ehemalige gemäßigte AfD Mitglieder aufzunehmen, die erst jetzt ausgetreten sind oder werden…bei jeden Mitglied stellt sich das Problem der Glaubwürdigkeit: Kann man Menschen vertrauen, die ziemlich lang einen radikalen Kurs unterstützt bzw. nicht bekämpft haben? Leider wird man wegen dieser Angst vielleicht auch einige gute Köpfe ablehnen…jedenfalls PP werden auf keinen Fall gebraucht.

      • Herr Lucke hat doch selbst sehr lange einen radikalen Kurs der AfD nicht bekämpft. Seit 2013 habe ich ihn nicht nur gewarnt, sondern ganz konkrete Vorschläge gemacht, wie er z. B. Herrn Pretzell loswerden kann. Das hat ihn alles nicht interessiert, erst hielt er es für mein persönliches Problem, dann für ein NRW-Problem, schließlich wollte er aus vermeintlich taktischen Gründen nicht gegen seinen lautesten Gegner vorgehen. Es ist vergossene Milch, doch wenn er auf andere und mich gehört hätte, wäre er jetzt nicht Vositzender von ALFA, sondern immer noch der AfD.

      • @nationalliberal 17:37

        Apropos „Königsmörder“ … kennen Sie das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Christian Andersen?

        Das beschreibt die Situation von ALFA ganz gut.

      • @Dilger
        Natürlich hat Herr Lucke auch einige Fehler begangen. In den neuen Bundesländern hat er die Gefahr total unterschätzt und leider nicht auf die paar Mitglieder gehört, die vor Höcke und Co. gewarnt hatten, weil sie die entsprechende Basis beizeiten in ihren Landesverbänden kennenlernen durften. Petry hat seit ihren Sieg beim Parteitag alle Hemmungen verloren…der jetzige Kurs ist nochmal deutlich radikaler, weswegen es für gemäßigte Kräfte in der AfD schwer bis unmöglich sein wird, gegenüber ALFA Mitgliedern glaubwürdig zu wirken und bei ALFA aufgenommen zu werden. Wer jetzt noch bei der AfD ist, kann nicht mehr behaupten, dass er die Gefahr unterschätzt hat…es ist mittlerweile zu offensichtlich.

      • In der AfD gibt es immer noch und sogar neue vernünftige Mitglieder, die weniger radikal sind als manche ALFA-Mitglieder. Die Befürchtung (oder für ALFA Hoffnung), dass die AfD völlig kippt, hat sich bislang nicht realisiert.

      • @Dilger 18:53

        ALFA informiert potenzielle Waehler und macht sich bekannt auf Basis eines Parteiprogramms. Schon in Preambel kann man erkennen wo die unterschiedlichen Zielrichtungen zwischen Parteien liegen.

      • Sie sollten die Bedeutung von Parteiprogrammen nicht überschätzen. Selbst wer das Programm von ALFA etwas besser finden sollte, wählt momentan eher die AfD (oder CDU), weil sie ganz andere Erfolgsaussichten hat. Abgesehen davon bekommt die AfD wohl erst am 1. Mai ein neues Programm, während jetzt noch das ursprüngliche von Herrn Lucke gilt, welches zumindest mir besser gefällt als das ALFA-Programm. Das Problem der AfD ist nicht das Programm, sondern es sind bestimmte Personen, was auf ganz andere Weise aber auch auf ALFA zutrifft.

      • @nationalliberal 20:21

        Wovon träumen ALFA-Leute eigentlich nachts?

        Glauben Sie ernsthaft, dass es noch AfD-Mitglieder gibt, die ganz versessen darauf sind, in Ihre unbedeutende und bereits gescheiterte Kleinstpartei aufgenommen zu werden?
        Wer sollte daran noch interessiert sein?
        Einige Alfisti gehen doch längst den umgekehrten Weg.

        Aber träumen Sie ruhig weiter. Tiefentspannt zu schlafen ist gesund.

      • @Dilger
        Mag sein, dass es in der AfD noch vernünftige Mitglieder gibt. Jedoch ist es schwer, zu unterscheiden, wer tatsächlich gemäßigt ist oder es lediglich aus taktischen Gründen vorgibt. Bspw. bei Herrn Renner glaube ich nicht an einen Sinneswandel: es ist eher die umgedrehte Petry Strategie…sie ist radikaler geworden, um damals die Lucke Gegner einzusammeln, Renner macht jetzt auf bürgerlicher, um die gemäßigten Petry Gegner einzusammeln. Fraglich ist, wie stark die Radikalen in der AfD sind. Zumindest bei den Abgeordneten sind die Vernünftigen aktuell in der Minderheit. Das ALFA nicht unbedingt verhindern kann, dass es auch dort Radikale gibt, ist nicht auszuschließen. Allerdings muss nicht jeder bei ALFA Mitglied sein, nur weil er es in einen Forum behauptet. Insgesamt ist die AfD seit letzten Jahr radikaler geworden. Inwieweit man sich noch weiter radikalisiert, wird die Zukunft zeigen. Die AfD ist personell nicht in der Lage, eine bürgerliche Partei zu sein. Ich glaube nicht daran, dass sich dieser Zustand ändert, da die AfD die östlichen Landesverbände nicht auflösen wird bzw. die entsprechenden Mitglieder nicht ausschließen kann. Man wird auch sehr wahrscheinlich im Saarland sehen, dass die Auflösung keine Kursänderung bewirken wird. Ob man so genügend gemäßigte Kräfte zum Beitritt bewegen kann? Wer möchte schon mit den Ansichten von Storch, Höcke und Co. in Verbindung gebracht werden? Ja, die AfD ist bisher nicht völlig gekippt. Jedoch sind die Landtagswahlen noch nicht so lang her. Bis dahin musste man sich ruhig verhalten. Mal sehen, was der Parteitag programmatisch bringt. Zudem wird bald in Mecklenburg-Vorpommern gewählt, wo man wieder radikal auftreten wird, um der NPD die knapp 10 % Wähler zu klauen!

      • @Meister
        Wir wissen, dass Sie kein Fan von Herrn Lucke sind. Sie tun zwar immer auf gemäßigt, aber Sie scheinen ein sehr hasserfüllter Mensch zu sein…sei es in Bezug auf die USA, Israel oder ALFA.

      • @nationalliberal

        Als Gemäßigter muss man kein Fan der transatlantischen Bündnisses sein und schon gar kein Freund der israelischen Rassismuspolitik. Offenbar wissen Sie nicht all zu viel über die Welt.

      • In welcher Hinsicht sehen Sie sich als gemäßigt an? In Ihrem Antiamerikanismus, Antisemitismus, Ihre Ablehnung der Bundesrepublik Deutschland, des Grundgesetzes oder des Sozialstaates? Das ist eine eher ungewöhnliche Mischung, aber sicher nicht gemäßigt, zumindest nicht für einen Deutschen im 21. Jahrhundert.

      • @Alexander Dilger 00:11

        Ich bin weder Antiamerikaner noch Antisemit, aber ich lehne die menschenverachtende Kriegspolitik der USA wie auch Israels ab und kann Ihnen auch dezidiert begründen warum.

        Was die „Bundesrepublik Deutschland“ angeht, handelt es sich bei diesem fremdbeherrschten Kunstgebilde weder um eine ernst zu nehmende Demokratie noch um einen gewachsenen Staat. Das angebliche „Volk“ dieses Konstrukts ist ja nicht einmal in der Lage, sich eine eigene Verfassung zu geben.

        Und der sogenannte „Sozialstaat“ ist heute schon lange nicht mehr sozial, sondern nur noch ein Umverteilungssystem nach kommunistischem Vorbild, das einer Feudalistenkaste dient, nicht jedoch seinen Beitrags- und Abgabenzahlern. Dieses System als „sozial“ zu bezeichnen zeugt von abgrundtiefer Verlogenheit oder unendlicher Dummheit.

      • @Alexander Dilger 00:37

        Aus welchen Gründen stehen Sie zur offensichtlichen Doppelmoral der US-Regierung?

        Und darf ein gemäßigter keine Kritik an Verstößen gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht äußern, wenn diese von USA oder Israel begangen werden?

        Zudem bin ich weder ausländerfeindlich noch rassistisch veranlagt. Von mir aus kann nach Europa einwandern wer will, so lange er/sie für sich selbst sorgt und die gültigen Gesetze respektiert.

        Hingegen ist durch Anreizpolitik aus pseudohumanitären Motiven und Kriege um Öl- und Gasfelder gesteuerte Völkerwanderung auch für mich nicht akzeptabel. Diese hilft weder den Einwanderern, die häufig mit völlig unrealistischen Erwartungen kommen, noch den Zielländern. Aber in diesem Punkt sind wir uns ja hoffentlich einig, oder etwa nicht?

      • Ich stehe nicht zur Doppelmoral der US-Regierung, sondern lehne Ihre Doppelmoral und Verfassungsfeindlichkeit ab. Das schließt nicht aus, dass wir in anderen Punkten der gleichen Meinung sind.

      • @Alexander Dilger 00:56

        Sie werfen ausgerechnet mir „Doppelmoral“ vor?
        Ich lasse mir ja meinetwegen gerne vorwerfen, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme, aber womit begründen Sie Ihren Vorwurf vermeintlicher Dopplemoral?

      • Das hatten wir doch auch schon diskutiert. Sie werfen den USA und Israel ständig Fehlverhalten vor, während Sie die viel größeren Übeltaten von z. B. Russland und Arabern ignorieren. Sie sollten möglichst beim jeweiligen Thema bleiben oder sonst zumindest die Taten von Ländern und Völkern richtig einordnen.

      • @AD 01:14

        Die Übeltaten der arabischen Freunde von Frau Merkel und den USA (z.B. Saudi Arabien) ignoriere ich keineswegs. Auch nicht die früheren Übeltaten Putins, wie den Kaukasuskrieg mit dem russischen Nachbarn Georgien.

        Viele arabische „Übeltaten“ sind aber auch frei erfunden (siehe Saddams „Massenvernichtungswaffen“) und rechtfertigen weder den zweiten Irakkrieg noch sonstige Einmischung der USA bzw. der NATO in die inneren Angelegenheiten von Drittländern. Dazu gehört auch der so genannte „arabische Frühling“, der ganz gewiss nicht von den Studenten in den betroffenen Staaten ausging, wie uns Glauben gemacht werden soll. Ich kenne die diese Länder zu gut, um diesem Märchen auf den Leim zu gehen.

      • Was ist mit den aktuellen Übeltäter von Herrn Putin in der Ukraine, Syrien und vor allem Russland selbst? Saddam Hussein hatte selbst Massenvernichtungswaffen vorgetäuscht und zumindest in Tunesien begann der Arabische Frühling wirklich vor Ort.

      • Die Rolle der USA und weiterer NATO-Staaten in der Ukraine (nicht zuletzt auch Deutschlands!) ist doch viel zwielichtiger als die Russlands.

      • Sie bestätigen wieder, dass Sie nicht gemäßigt sind, sondern offene Aggression und Annexion verharmlosen. Es gibt keinen vergleichbaren Völkerrechtsbruch der USA.

      • Korea, Vietnam, Chile, Grenada, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien usw., usf. – alles ungebetene militärische oder geheimdienstliche Operationen der USA in Drittstaaten. Dazu noch Guantanamo. Alles keine Völkerrechtsverletzungen?

        So blind können Sie nicht sein!

        Und ja, die UdSSR (nicht Russland) war in den 1980ern auch in Afghhanistan, ich weiß.

      • Warum müssen wir wegen Ihrer blinden Amerikaphobie immer dasselbe diskutieren? In Korea, Vietnam und beim ersten Mal im Irak haben die USA Verteidigungskrige geführt, in Afghanistan in gewisser Weise auch. Welches Land hat die Sowjetunion bzw. dann Russland (oder auch Deutschland in den letzten 100 Jahren) verteidigt statt angegriffen? In Grenada haben die USA der rechtmäßigen Staatsführung gegen einen Putsch geholfen, in Chile haben sie überhaupt nicht militärisch interveniert. In Libyen und Syrien handelte es sich um Militäroperationen zum Schutz der Zivilbevölkerung, die von den Regimen und jetzt im Falle Syriens auch von Russland bombardiert wurde.

      • @Alexander Dilger 13:18

        Keiner dieser Staaten hat die USA angegriffen. Ihre verklärte Sicht der Dinge ist es wirklich nicht wert, weiter diskutiert zu werden. Sie glauben den USA jedes Märchen und ich eben nicht. Das ist der Unterschied.

      • Habe ich behauptet, dass die USA angegriffen wurden, wenn man von Al Kaida in Afghanistan absieht? Die USA haben andere Länder oder deren Zivilbevölkerung gegen Aggressoren verteidigt.

        Ich möchte auch Ihren Antiamerikanismus und Ihre Verharmlosung von Annexion und Massenmord nicht weiter diskutieren, weshalb ich jetzt selektiv all Ihre weiteren Kommentare dazu nicht mehr freischalten werde, wie ich es schon bei rein beleidigenden Kommentaren ohne sachlichen Inhalt handhabe (im Grunde handelt es sich auch um solche, nur gegen die USA statt Mitdiskutanten gerichtet).

      • Der „arabische Frühling“ ist nicht von den USA gesteuert. Die Menschen haben ihre Diktatoren mehrheitlich gehasst und deshalb gestürzt. Das Dilemma in einigen Ländern war, dass der Volkswille nicht unbedingt demokratisch Natur ist: Soll man deshalb einen Diktator weiter Morden lassen, weil er gleichzeitig eine Minderheit schützt? Es ist doch zynisch, sich Saddam und Co. zurück zu wünschen, obwohl sie ihre eigene Bevölkerung abgeschlachtet haben, weil sie für Stabilität, einen Scheinfrieden, gesorgt hatten und jetzt in den Ländern Krieg herrscht. Es gibt keine einfache Lösung. Zumindest in der Ukraine und Georgien stellen sich diese Fragen überhaupt nicht. Russland hat diese Länder völkerrechtswidrig angegriffen. Die Wahlen in der Ukraine haben gezeigt, dass die Menschen das alte Regime gehasst haben, in Richtung Europa wollen und es keine ethnischen Konflikte gibt, die eine militärisches Eingreifen von Russland rechtfertigen könnten! Wahrscheinlich kommt Herr Meister bald mit der Verschwörungstheorie, dass die DDR Bürger 1989 von den USA aufgehetzt wurden… Natürlich sind die Menschen ohne die USA zu dumm, um ihr Leben und die entsprechenden Regime schrecklich zu finden. Überall werden Verschwörungen gesehen, überall müssen die bösen USA daran schuld sein. Purer Antiamerikanismus…

  4. Hui, da herrscht aber dicke Luft im Vorstand der AFD, wo Herr Pretzell kooptiert ist. Abgeordnete der gleichen Partei in unterschiedlichen Fraktionen, das ist mir jetzt neu. Der Streit Storch/Petry verhindert jetzt sogar ein einheitliches Vorgehen. Keine gute Außendarstellung. Klar, es sind wieder alle anderen daran Schuld.

    • Schuld sind wie immer die Medien und keine der Damen hat gesagt, was ihnen in den Mund gelegt wird. Wussten Sie das nicht?
      Hier können Sie sich besser informieren:

      😉

    • Vielleicht eine bewusste Strategie? Man will beide Fraktionen in der Partei zufriedenstellen: die gemäßigten Kräfte haben ein Mitglied in der EKR, die radikalen Kräfte haben ein Mitglied bei UKIP, so wie es schon damals einige Mitglieder wollten. Man verfolgt doch schon jetzt bei Landtagswahlen so eine Doppelstrategie: dort braune Linkspartei/NPD 2.0, anderorts Mischung aus konservativer CDU/Republikaner/Freiheit

  5. Sehr geehrter Herr Dilger, ihr Zitat lautete: “ So schlecht ist das Manifest
    nicht…“
    Der entscheidende Satz warum ich es aufgrund verfassungsrechtlicher und moralischer Bedenken ablehne, lautet (Zitat): “ Ansprüche auf dauerhaften Aufenthalt oder materielle Unterhaltsleistungen, die nicht aufgrund von Arbeitsverhältnissen erworben, sind auf Staatsangehörige zu beschränken“
    Soll die Konsequenz dieser Idee in der Praxis für die Betroffenen so aussehen das nach dem Motto „Wer nicht gearbeitet hat, bekommt auch nichts zu essen“, diese verhungern sollen? Ein Staat der sich jeglicher Fürsorge auch gegenüber ausländischen Anwesenden verweigert, rückt zumindestens in die „Grauzone“ des Grundgesetz, welches die Menschenwürde allgemeingültig als höchstes Gut betrachtet. Deshalb werde ich in Stuttgart gegen dieses „Manifest“ stimmen!

    • Die Autoren wollen (hoffentlich) niemanden verhungern lassen, sondern ggf. ausweisen. Kritischer an dem Satz ist die Aufkündigung der Persoenfreizügigkeit auch für arbeitende EU-Bürger.

      • Ich kenne Herrn Renner leider nicht gut genug, um seine tatsächlichen Position in der AfD einordnen zu können. Im Gegensatz zu seinem Landes-Co-Vorsitzenden Pretzell scheint er mir aber nicht darauf angewiesen zu sein von der Politik zu leben, sondern eher für die Politik zu leben. Das alleine macht ihn für mich schon glaubwürdiger als jeden Berufspolitiker.

        Im Übrigen ist das Manifest weitaus professioneller formuliert als der Entwurf der Programmkommission und darüberhinaus liegt in der Kürze bekanntlich auch die Würze.

    • zur Wahrheit gehört aber auch: Gerät ein deutscher Staatsbürger in Spanien, USA oder auch der Türkei in Not, dann wird ihn selbstverständlich der deutsche Steuerzahler finanzieren

      warum sollten wir umgekehrt nicht die gleichen Regeln gelten lassen?

      • Genau RICHTIG! Sozialhilfe sollte es NUR zu Hause geben!!!

        Wer im Gastland Unterstützung will, muss Übergangsfristen einhalten, wie zum Beispiel im klassischen Einwanderungsland Kanada, dessen Einwanderungsmodell die AfD ja auch von Anfang an favorisiert hat.

      • @erwinelsen
        Wird eine inhumane Regelung dadurch besser, das sie eine Spiegelung ausländischen Rechts, bezogen auf deutsche Staatsbürger darstellt.
        Die praktische Konsequenz des „Renner- Manifest“ für die Betroffenen werden nicht genannt und das führt zu den naheliegenden Varianten verhungern oder abschieben. Die erstgenannte greift dann, wenn die zweite nicht durchführbar ist. Es bietet sich sich auch noch Beschaffungskriminalität, Prostitution, Betteln oder Abwälzung der Verantwortung auf nichtstaatliche Organisationen an. So etwas gibt es in anderen Ländern, aber wollen wir das??

      • @Wolfgang Kempkes

        Was Sie befürchten, blüht vor allem vielen Bundesbürgern in prekären Verhältnissen, wenn das Bargeld abgeschafft wird und weniger den Flüchtlingen.

        Auch wenn „Jedermann“ ein Recht auf ein Konto hat, bedeutet das nicht, dass sich dieses automatisch mit Geld füllt. Schon gar nicht mit genügend Geld, um Pfändungen und Kontosperren in Notlagen abwenden zu können. Mit der Bargeldabschaffung wird es daher zu einem dramatischen Anstieg der Kleinkriminalität, insbesondere von Ladendiebstählen kommen.

  6. Ich gebe zu, ähnlich wie Broder das Projekt „AfD“ zunächst als durchaus vielversprechend angesehen und wohlwollend bedacht zu haben. Zu dieser Zeit war dort in Reden und (offenen) Diskussionen noch vom Vormärz und dem Geist von 1848 die Rede. Liberale Ansätzen und eine ideologie-feindliche Grundstimmung waren spürbar, während die FDP genau diese verleugnete und und sich zur Alternativlosigkeit bekannte. Es kann als Bernd Luckes zweifelhaftes „Verdienst“ gelten, zuerst die Liberalen aus der Partei vertrieben zu haben, um die AfD zur illiberalen reaktionär konservativen Partei mit zweifelhaften Führungsstrukturen umzubauen. Bereits zu dieser Zeit war die AfD praktisch nicht mehr zu retten. Mit Luckes Abgang und dem Sieg des rechtsoffenen nationalkonservativen Flügels mutierte die AfD zu dem, was Lucke sich einst gewünscht hat: zur „kleinen Volkspartei“, die eine Lücke zwischen CDU und NPD geschlossen hat. Diese Lücke ist nicht neu, sie existiert seit langem. Nun richtet sich die AfD genau dort ein und vertritt ausschließlich überholte Positionen der CDU. Das ist nichts anderes, als alter Wein in neuen Schläuchen. Das liberale Element ist inzwischen vollkommen entkernt. Die AfD tritt nicht mehr mit neuen Denkansätzen, sondern allein als Dienstleister auf. Sie verkauft überholte politische Vorstellungen, für die ein gewisser Markt vorhanden ist. Die Protagonisten lösen wie alle Berufspolitiker damit vor allem ihre eigene soziale Frage.

      • Lassen Sie mich raten: Sie glauben, dass Sie einer von den „wackere[n] Liberale[n]“ sind? 😉 Ansichtssache…

      • Dieses Interview zeigt einmal mehr, dass Adams Abwahl aus dem BuVo ein Verlust für die AfD ist. Formal ist er zwar noch an Bord, aber de facto längst abserviert. Sein Beliebtheitsgrad im hessischen LV ist mit dem von Lucke und Henkel vergleichbar. Unglaublich, dass er auf Münchs Betreiben von seinem KV wegen parteischädigenden Verhaltens abgemahnt wurde (Grund: ein Interview, indem er sich besorgt über die Radikalisierungstendenzen in der AfD äußerte).

      • @Freigeist

        Konrad Adam gehört zu den wenigen ‚Prominenten‘ in der AfD, die ihren Kopf zum Denken benutzen und eine echte Position vertreten. Ich bin sehr froh, dass auch er sich nicht enttäuscht verabschiedet hat und sich noch eine Portion Restoptimismus für die AfD bewahrt hat.

      • @Michael Meister

        Das ehrt ihn zwar, ändert aber leider nichts daran, dass er in seinem eigenen Landesverband noch nicht einmal mehr zum Hundefänger gewählt würde.

      • Vielleicht sollte er den Landesverband wechseln. Bei der Bundestagswahl darf man auch in einem anderen Bundesland antreten. NRW braucht z. B. noch einen vorzeigbaren Spitzenkandidat.

      • Tja, Adam ist es halt so ergangen, wie es oft Personen ergeht, die sich an Intrigen beteiligen: er wurde von seinen eigenen „Freunden“ verraten, sobald er nicht mehr gebraucht wurde. Sein Pech, dass die Wahl des Vorsitzenden vor der Wahl des Vorstands war, so dass Petry ihn gleich nach ihrer Wahl radikal absägen konnte…

      • @nationalliberal

        An welchen Intrigen hat sich Herr Adam Ihrer Ansicht nach beteiligt?
        Die bis dato größten Intriganten der AfD sitzen heute im ALFA-Vorstand.

      • Herr Adam ist durch sein Verhalten vor Essen laengst kompromitiert. Ich lege es als Charakterschwaeche aus, dass er nicht schon laengst ausgetretten ist.

      • @nationalliberal

        Adam hat nach der Wahl von Petry für den BuVo kandidiert und wurde nicht gewählt (vermutlich auch deswegen, weil er nicht auf der Liste der Anti-Weckrufler stand). Inwiefern Petry ihn damit radikal abgesägt haben soll, erschließt sich mir nicht.

      • @Freigeist
        Petry hat ihn nicht vorgeschlagen: kein Wort zu den Mitgliedern, dass sie gern hätte, dass er gewählt wird. Heute würde man ihn vielleicht dann gerade nicht wählen, weil Petry mittlerweile an Sympathie verloren hat…aber damals wären er leicht in den Vorstand gekommen, wenn Petry diesen Wunsch geäußert hätte. Wenn man einen treuen Unterstützer wie Adam nicht bei seiner Kandidatur unterstützt, sieht es für mich nach absägen aus…

      • @Meister
        Petry, Pretzell, Gauland, Adam usw. …die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Sie müssen ALFA nicht mögen, aber ihre Aussagen zeigen deutlich, wie hasserfüllt und blind Sie sind, was nicht in ihre Weltsicht passt. Natürlich hat ALFA bestimmt auch ein paar Intriganten unter sich…die größten Intriganten hat aber die AfD behalten. Ich weiß schon: für Sie ist bestimmt Herr Lucke oder Herr Henkel einer dieser größten Intriganten. Ich wette, Sie sind auch einer von den AfDlern, die Herrn Henkel als U-Boot bezeichnen, weil das Leben ohne Verschwörungstheorien langweilig wäre. Fragen Sie mal Herrn Dilger, ob er Ihrer Meinung ist…wenn man auch bspw. AfD NRW mit ALFA NRW vergleicht! Pretzell/Renner vs. Herrn van Suntum…

  7. Hallo Herr Dilger,

    da ich nur über eine AfD – Mailadresse von Ihnen verfüge, habe ich Ihnen das ‚Manifest‘ als PDF Datei via FB PN zukommen lassen.

    Vorab – vielleicht noch zur Ergänzung: 2 der Autoren (Herr Haan, Herr Renner) sind zwei der verbliebenen vier Gründer der AfD – und nur Herr Renner hat von diesen vier noch eine Funktion.
    Der 3. Autor – Herr Hofmann – lebt ebenso FÜR die AfD wie die Vorgenannten – und nicht VON der AfD. Und Herr Hofmann ist nebenher alleinerziehender Vater und KMU.

    Und gerne sähe ich das Manifest hier auf Ihrem Blog kritisch durchleuchtet.

    • Lieber Erwin,

      genau so ist es. Die AfD muss sich wieder auf ihre ursprünglichen Werte fokussieren und darf nicht länger populistischen Schwätzern und V-Leuten mit Zerstörungsmission hinterher laufen. Kapieren nur leider noch nicht so viele unserer Parteifreunde …

      Aber Du weisst ja … Opportunisten kommen, Opportunisten gehen – wir bleiben! 😉

      • @Meister
        Ihre Aussagen sind einfach nur peinlich. Sich mit der Verschwörungstheorie von angeblichen V-Leute über die Personen beschweren, die umgedreht das Gleiche von Mitgliedern wie Ihnen denken …die AfD wird immer mehr zum Karnevalsverein 😀 Natürlich ist Höcke ein V-Mann…erst hat er mit seinen Artikeln den Ruf der NPD zerstört, jetzt ist die AfD dran 😀 Unvorstellbar, dass es auch noch andere Menschen wie Sie bei der AfD gibt, die dubiose Ansichten vom Antiamerikanismus bis Antisemitismus haben und glauben, damit einer Mehrheit aus der Seele zu sprechen 😉

  8. Ich kenne die „Manifest“-Autoren alle nicht persönlich und auch nicht deren politische Herkunft. Im Internet (wiki, …) findet sich wenig. Könne hier jemand mal ein politisches Profil der Herren Renner, Haan und Hofmann posten. Danke.

    • Herr Renner wohnt in Haan, sein Koautor heißt jedoch Axel Hahn und wohnt in Berlin. Beide kenne ich recht gut, Herrn Hahn noch aus FDP-Zeiten in den 90er Jahren in Berlin und Herrn Renner von der Wahlalternative und dann der AfD. Herrn Hofmann kenne ich hingegen kaum, weshalb ich ihn schlecht einschätzen kann. Herr Renner ist sehr konservativ bis reaktionär, aber nicht rechtsradikal, auch wenn er einen verurteilten Volksverhetzer öffentlich zu seinen besten Freunden zählt. Herr Hahn ist nationalliberal im eigentlichen Sinne.

      • In welcher Partei war Herr Renner vor der Wahlalternative, bzw. AfD? Er wird als „politischer Mensch“ beschrieben. Dann hat ihm ja die Mitgliedschaft im Gesangverein bestimmt nicht gereicht?

        Anderes Thema: Was ist der Hintergrund des plötzlichen „Zickenkrieges“ zwischen Petry und von Storch? Inhaltlich liegen die nicht weit auseinander. Ich vermute, es geht um Macht und Einfluss, wie in der Politik üblich. Feind, Erzfeind, Parteifreund…….

      • Herr Renner war einmal in der CDU, was jedoch länger zurücklag. In der Wahlalternative trat er gemäßigter auf. In Rommerskirchen bei der Gründung des Landesverbandes NRW der AfD bezeichnete er sie dann als rechte Partei (siehe ‚Renners rechte Partei‘).

        Frau von Storch ist wie Herr Renner von ihren Anliegen überzeugt. Das kann man weder von Frau Petry noch von Herrn Pretzell sagen, die beide Opportunisten sind und früher ganz andere Positionen vertreten haben. Zwischenzeitlich habe ich gedacht, dass sie deshalb gemäßigter wären und die AfD vor dem völligen Umkippen bewahren könnten. Inzwischen habe ich meine Meinung geändert. Das Pleitepärchen schadet der AfD und ist ein schlechterer Schutz gegen Rechtsradikale als überzeugte Konservative.

      • Würden Sie sich als nationalliberal im eigentlichen Sinne bezeichnen?

      • Was sind für Sie die wichtigsten Punkte, die „nationalliberal im eigentlichen Sinne“ ausmachen?

      • Wir hatten das hier schon einmal kurz diskutiert. Historisch gesehen haben sich die Nationalliberalen abgespalten, weil ihnen nicht einfach nur die Nation, sondern die Teilhabe an der Macht von Herrn Bismarck wichtiger war als die individuelle Freiheit, das Recht und die sich entwickelnde Demokratie. Vielleicht wiederholt sich jetzt das Ganze auf der europäischen Ebene. Die FDP mit Herrn Lindner an der Spitze möchte an der Macht von Frau Merkel partizipieren. Die EU und der Euro sind diesen Euroliberalen wichtiger als individuelle Freiheit oder gar Eigentum, Recht und Demokratie.

      • Herr Hofmann trat im Sommer 2013 in die AfD ein und war bis zu seinem Umzug in den Rhein-Sieg-Kreis stellvertretender Sprecher im Oberbergischen Kreis.

        Er ist Mitte 40 und KMU mit vielleicht 10 Beschäftigten.

        Er hat Politikwissenschaften o.ä. studiert, dann wie andere Studenten auch aber erkannt, dass seine studentische Nebentätigkeit auch zum Hauptberuf taugt.

        Er war immer mal wieder auch journalistisch tätig, lernte nach Arnsberg ( der Abwahl von Herrn Renner aus dem ersten NRW LAVO diesen näher kennen – und kann heute wohl zu recht als dessen ‚Rechte Hand‘ gelten.

        Politisch ist er der klassische Konservative – und lässt sich entsprechend auch nicht verbiegen. Recht- und Rechtstaatlichkeit sind für ihn unveräusserbare Werte.

        Das konnte man auch gut daran erkennen – dass er die Siegener-Hinterzimmerwahl nicht mittrug, sondern seine Kandidatur als Bundesdelegierter zurück zog – genau wie Herr Renner im Übrigen auch.

      • Frau v. Storch ist fuer mich nicht unumstritten(z.B. TTIP) aber Ihre Arbeit i.e. Aktionen (Zivile Koalition e.V. etc.) Sind gut organisiert und sinnvoll. Sie war auch beliebtes Ziel Herrn Meisters sinnlosen Diffamierungen.
        Sagen wir es klar, AfD hat keine charismatische Persoenlichkeiten in Vorstaenden!

      • Ich finde die Diskussion ja ganz interessant, Außen- und Innenansicht können sich ja häufig deutlich unterscheiden.

        Nationalliberal, für mich bereiten Sie Ihrem Namen ebenfalls keine Ehre. Ein verkappter Merkel-Unterstützer ist sicherlich alles, aber nicht nationalliberal. Ich würde sie zwar nicht dem grün-linken Lager zuordnen, mit „national“ hat ihre Position aber nicht im Geringsten etwas zu tun.

        Prof. Dilger würde ich nach heutigen Maßstäben als konservativer Liberaler (für mich nicht identisch mit liberal-konservativ) bezeichnen.

        Mich persönlich würde ich am ehesten als liberal-konservativ bezeichnen, allerdings mit dem Mut auch radikal mit Fehlentwicklungen zu brechen, d.h. Anpassung und Kompromiss mit dem Hier und Jetzt steht für mich nicht an erster Stelle. Außerdem bin ich durchaus Befürworter einer emotionalisierenden Sprache, d.h. ein FJS wäre mir alleine schon durch seine Sprache deutlich lieber als eine Angela Merkel. Mit einer einschläfernden, nichtssagenden Politik kann ich nichts anfangen. Würde man das schon als Populismus bezeichnen?

      • Eigentlich sehe ich mich nicht als konservativen Liberalen. Vielleicht meinen Sie, dass ich den ursprünglichen Liberalismus bewahren möchte, wofür klassischer Liberaler der richtige Ausdruck wäre. Allerdings will ich die Klassiker nicht einfach nachbeten, sondern die klassischen liberalen Prinzipien auf die heutigen Gegebenheiten anwenden. Wie lassen sich individuelle Freiheit, Recht und Demokratie hier und heute am besten verteidigen und weiter ausbauen? Wer bedroht sie umgekehrt am meisten und welche Bündnispartner gibt es dagegen? Von daher bezeichne ich mich einfach als Liberaler ohne Beiwort.

        Ich bevorzuge eine klare und sachliche Sprache. Emotionalisierung mag in der Politik nötig sein, lenkt aber eher von den Inhalten ab. Doch klare Kante ist auf jeden Fall besser als die völlig nichtssagenden Floskeln von Frau Merkel.

      • @Burger
        Ist halt Ansichtssache. Für mich sind Sie mit ihren Ansichten zu Russland, Islam etc. eher nationalkonservativ, wahrscheinlich zusätzlich wirtschaftsliberal. Man könnte auch sagen, dass Sie vielleicht im historischen Sinne nationalliberal sind, was heute eher nationalkonservativ ist. Mein Familie steht in der Tradition von DDP und DVP, wobei ich mich „nur“ nach den heutigen Maßstäbe als nationalliberal bezeichnen würde. Ich bin wertkonservativ, aber ich lehne die Methoden der typischen Konservativen und Kommunisten/Sozialisten/Nationalisten ab, meine Werte anderen Menschen aufzuzwingen, da ich ja auch nicht will, dass man meiner Familie und mir vorschreibt, wie wir zu leben haben. Ich bin wirtschaftsliberal. Zusätzlich sind mir wegen der DDR und dem Dritten Reich klassische liberale Themen wie Bürgerrechte, Menschenrechte und Völkerrecht sehr wichtig: daher lehne ich auch u.a. Putinismus und Antiamerikanismus ab; ich bin gegen die Verharmlosung der Politik von Putin, wie sie bei der AfD betrieben wird. Wenn der Frieden in Europa in Gefahr ist, Grenzen gewaltsam verschoben werden, geht Völkerrecht vor wirtschaftlichen Interessen, weshalb ich sogar noch härtere Sanktionen gegen Russland unterstützen würde. Ich lehne eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU ab (die EU sollte irgendwann an der russischen und türkischen Grenze enden), aber ich bin ebenso gegen pauschale Verurteilungen von Muslimen und die undifferenzierten Darstellungen, dass Flüchtlinge alle Vergewaltiger etc. sind, als ob Russlanddeutsche und Deutsche bessere Menschen wären, die solche Taten nicht so oft begehen würden. Ich bin gegen einen undemokratischen EU-Superstaat; ich befürworte eine demokratische EU, wo die Länder politisch und wirtschaftlich eng zusammenarbeiten, ohne zur Transferunion etc. zu werden, um internationale Probleme wie Flüchtlingskrisen etc. gemeinsam zu lösen. Richtig, ich gehöre nicht zum rot-grünen Lager. Und Sie brauchen es auch nicht so zu schreiben, als sei ich dem ziemlich nah. Rote und Grüne würden mich teilweise sogar als erzkonservativ bezeichnen: bspw. befürworte ich persönlich Abtreibung nur, (1) nach Vergewaltigung (2) Inzest (3) Mutter unter 18 Jahre (4) Behinderung des Kindes (5) Gefahr für das Leben der Mutter…ich trete nicht aktiv für ein sonstiges Abtreibungsverbot ein; ich akzeptieren, wenn die Mehrheit der Bevölkerung darüber anders denkt. Man Ziel ist immer, dass Rot-Grün verhindert werden muss: ich bin deshalb dagegen, die AfD als Abstrafung der Union zu wählen, wenn dadurch wie in Rheinland-Pfalz Rot-Grün seine Regierung (mit FDP) fortführen kann…und in Sachsen-Anhalt war die Abstrafung der größte Witz, da man eine der konservativsten CDU Regierungen abgestraft hat, die jetzt inhaltlich wegen den rot-grünen Koalitionspartnern noch weiter in die Mitte gehen muss. Für Sachsen-Anhalt wäre eine schwarz-gelbe Regierung die bessere Alternative gewesen. Merkel wurde durch diese Wahl gestärkt und wird im Bund schon eine schwarz-grüne Regierung planen. Ich bin kein Merkel-Fan, aber ich bin auch nicht so hasserfüllt, dass ich alles unterstütze, was gegen sie gerichtet ist, obwohl es dadurch nicht besser wird. Ich bin gegen Protestwahlen: ich wähle nach Inhalt und Glaubwürdigkeit, weshalb ich auch nicht die jetzige AfD wählen würde, die vielerorts eine braune Linkspartei ist bzw. mangels fähigen Personal keinerlei Glaubwürdigkeit besitzt, irgendetwas umsetzen zu können!

  9. Das ist seinerzeit – womöglich in der (vergifteten) Hektik des Richtungsstreites – untergegangen oder falsch beurteilt worden. Der grundsätzliche Unterschied zwischen utilitaristischem und deontologischem Denken. Warum haben sich die letzten Liberalen ausgerechnet an Herrn Lucke, einem ausgewiesenen illiberalen Demokraten, gehängt. Vielleicht ist es zuviel verlangt, aber möglicherweise geht Herr Prof. Dilger hier einmal retrospektiv und ohne Groll in medias res?

    • Ich denke, dass sich utilitaristisches und deontologisches Denken nicht ausschließen, sondern ergänzen. Nutzenmaximierung beschreibt ein Ziel, welches jedoch wie andere Ziele auch nicht schrankenlos zu verfolgen, sondern in Rechte und korresponierende Pflichten eingebettet ist.

      Ich habe doch von Anfang an Herrn Lucke in konkreten Sach- und Rechtsfragen kritisiert. Wie ich wiederholt schrieb, ist er nach eigenem Bekunden kein Liberaler, sondern ziemlich konservativ, aber in seinen Ansichten gerade noch erträglich. Jetzt sind doch zumindest in der Parteiführung nur noch Personen übrig, die noch viel weiter rechts stehen oder rein opportunistisch agieren.

      Ich darf ein konkretes Beispiel von 2013 anführen. Die Finanzverteilung der AfD war satzungs- und gesetzeswidrig, weil der Bundesverband den größten Teil zentral für sich beanspruchte. Wenn man nach etwas sucht, wie die AfD vielleicht doch über die 5 %-Hürde hätte kommen können, so wäre das eine Umwidmung der zumindest relativ viel zu hohen Kosten für die Bundesgeschäftsstelle direkt für den Wahlkampf vor Ort gewesen. Der NRW-Landesvorstand hat vergeblich darauf gedrungen. Herr Pretzell wollte es dann allerdings übertreiben und ordentliche Prozesse führen sowie Strafanzeigen stellen. Frau Petry war damals übrigens die engste Verbündete von Herrn Lucke, hat dann aber die Hauptamtlichen besser genutzt als er, um schließlich seinen Sturz zu betreiben. Ihr Zerwürfnis mit Herrn Lüth deutet aber darauf hin, dass jetzt andere dem Apparat besser gefallen.

  10. Pingback: Pretzell fliegt aus der EKR-Fraktion | Alexander Dilger

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