Parteiwechsel vor drei Jahren

Vor genau drei Jahren bin ich von der FDP zur AfD gewechselt. Das erste Jahr war am spannendsten und nur in diesem war ich wirklich aktiv in der Partei. Meine nachfolgenden Erwartungen wurden jeweils enttäuscht (siehe ‚Jahrestag meines Wechsels von der FDP zur AfD‘ und ‚Zweiter Jahrestag meines Wechsels zur AfD‘). Am 4. Juli 2015 bin ich sogar aus der AfD ausgetreten (siehe ‚Petrys Pyrrhussieg und mein AfD-Austritt‘) und seither parteilos.

Kurz darauf geschah jedoch etwas, was wohl von niemandem, jedenfalls nicht von mir vorhergesehen wurde, nämlich der Schwenk von Frau Merkel ‚Vom blanken Opportunismus zur reinen Willkür‘, indem sie faktisch alle Menschen der Erde nach Deutschland eingeladen hat. Für Deutschland und Europa ist das eine Katastrophe, doch der AfD hat es nicht nur einen großen Aufschwung bei den Wählern gebracht, sondern auch einen echten Daseinszweck zurückgegeben.

Hätte ich also nicht austreten sollen oder sollte ich gar zur AfD zurückkehren? Zumindest werde ich das Parteiprogramm genau studieren, welches Anfang Mai verabschiedet werden soll. Interessant ist auch diese Nachricht von heute: „AfD löst Saar-Landesverband auf“, weil es von der Landesspitze enge Kontakte zu Rechtsextremisten gab. Bedeutet das einen Kurswechsel oder ist es reine Heuchelei? Wird man in vergleichbaren Fällen wie bei Herrn Höcke entsprechend vorgehen oder hängt der Bundesvorstand nur die Kleinen und lässt die Großen laufen?

Ich hoffe, die AfD wird wieder eine seriöse liberal-konservative Partei, so wie sie 2013 mit großer Begeisterung gestartet ist. Zugleich hoffe ich, dass die FDP wieder eine ehrliche liberale Partei wird. Dann hätte ich die Qual der Wahl, während es jetzt nur die Wahl der Qual ist. Jedenfalls bereue ich beide Austritte nicht, aber wünsche beiden Parteien nur das Beste, nämlich sowohl gute als auch erfolgreiche Politik.

182 Gedanken zu „Parteiwechsel vor drei Jahren

  1. Es ehrt Sie, dass sie immerhin nicht voreilig und kopflos zu „ALFA“ mitgewechselt sind, wie manch andere Kritiker der verbliebenen Problembären an der Spitze der AfD.

    Hin und wieder zahlen sich Geduld und Leidensfähigkeit aus, oft aber auch nicht. Wie sich das im Falle der AfD verhält, wissen wir vielleicht am ersten Mai d.J. …

    • Der Ausschluss des saarländischen Landesverbandes war absolut notwendig. Bei Höcke kommt es eben darauf an, was er noch so alles bringt. Bisher war er immer im Grenzbereich, aber eben noch so weit drin, dass man ihm konkret nichts konnte (außer vielleicht rätseln, was er noch so alles anführen würde, wenn er denn könnte) und den Landolf Ladig konnte man ihm nicht nachweisen. Es muss aber auch nicht immer ein Ausschluss sein. Es würde reichen, wenn halbwegs vernünftige Gruppen eine Mehrheit hinter sich versammeln können. Der abgemilderte Programmentwurf scheint darauf zumindest hinzudeuten. Allerdings haben natürlich die Mitglieder das letzte Wort und da muss man abwarten, was die sich noch so einfallen lassen.

      Wir kennen ja mittlerweile die AfD-Mitglieder, die reagieren sehr scharf auf Zwangsmaßnahmen. Selbst Mitglieder, die nicht auf Höcke stehen, würden das als einen Angriff auf die Meinungsfreiheit werten und sich mit Höcke solidarisieren. Die Wahl von Petry war ja auch keine Wahl für sie, sondern eine Wahl gegen den vermeintlichen Diktator Lucke.

      • Höcke ist (leider) intelligent genug seine Provokationen so zu formulieren, dass es gerade noch unmöglich ist, ihn aus der Partei zu werfen. Die Hürden des Parteiengesetzes für einen Parteiausschluss sind sehr hoch (siehe z.B. Thilo Sarrazin und die SPD).

        Ich persönlich halte Björn Höcke für einen Agent Provocateur, der gesandt wurde der AfD größtmöglichen Schaden zuzufügen. Dass er sich zur Zeit so auffallend ruhig verhält muss nichts Gutes bedeuten. Vielleicht arbeiten seine Auftraggeber gerade an einer neuen Strategie?

      • Ich bevorzuge die einfachste Erklärung, die mit den bekannten Fakten verträglich ist. Dazu gehört meist keine Verschwörung. Was spricht dagegen, dass Herr Höcke einfach ist, wie er ist bzw. erscheint, also ein rechter Ideologe mit gewissen, aber begrenzten Fähigkeiten? Wichtiger ist, wie sich andere zu ihm verhalten, also ob sie ihm zujubeln, ihn einfach gewähren lassen, kritisieren oder aktiv bekämpfen.

      • Leider gibt es in der AfD durchaus Höcke-Zujubler. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um ehemalige Armutsflüchtlinge aus einem 1990 aufgelösten Staat des Ostblocks, die gerne etwas vom Geist einer „Revolution von 1989“ daherschwadronieren.

        Da aber glücklicherweise 85% der AfD Mitglieder Bürger aus den alten Bundesländern sind, habe ich die Positionen der Höcke-Jubler nie für mehrheitsfähig gehalten.

        Das gute Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und insbesondere in Baden-Württemberg hat den Gemäßigten starken Auftrieb gegeben. Man darf als liberales Mitglied also wieder auf den gesunden Menschenverstand hoffen.

        Ehrlich gesagt bin ich aber auch sehr froh, dass ich nicht der einzige bin, der diesbezüglich einen langen Atem bewiesen hat und nicht gleich davon gelaufen ist.

      • Ja, es ist schon sehr ironisch, dass man damals gegen den vermeintlichen Diktator Lucke gestimmt hat, obwohl seine Alternative bereits zu diesen Zeitpunkt in Sachsen wie ein Diktator geherrscht und Ämter angehäuft hatte…und jetzt versucht sie ihren Führungsstil zu verbergen, indem sie den vermeintlichen Mehrheitspositionen in ihrer Partei hinterherläuft. Mich erinnert ihr Verhalten stark an Frau Merkel, die bis letztes Jahre ihre Politik nach Meinungsumfragen ausgerichtet hat… @Meister Haben Sie sich mal mit den Landtagskandidaten beschäftigt, die jetzt für die AfD in den alten Bundesländern in die Parlamente gekommen sind? Neben Herrn Meuthen und ein paar anderen gemäßigten Mitgliedern trifft man auf Marxisten, Antiamerikanisten, Verschwörungstheoretikern usw. …ein sehr bunten Haufen, wo ich wenig liberale Mitglieder sehe. Zudem haben Höcke und Co. doch nicht nur in den neuen Bundesländern genügend Anhänger…siehe z.B. Mitglieder beim Flügel. Warum bedeutet ein gemäßigtes Programm, dass sich die gemäßigten Mitglieder durchgesetzt haben? Das NPD Programm erscheint auch auf den ersten Blick überwiegend eher gemäßigt… Höcke und Co. sind nicht dumm. Man weiß, dass man die gemäßigten Mitglieder als Feigenblätter halten muss, um die bürgerliche Mitte in den alten Bundesländern nicht bereits bei den nächsten Landtagswahlen wieder als Wähler zu verlieren. Zudem würde die bürgerliche Mitte trotz gemäßigter Mitglieder spätestens nach einer Protestwahl wieder weggehen, wenn man ihnen kein gemäßigtes Programm anbietet. Ein gemäßigtes Programm allein sorgt bei mir noch nicht für die notwendige Glaubwürdigkeit, dass man es tatsächlich umsetzen würde…das Personal muss zusätzlich auch die Kompetenz und die Seriosität vermitteln, dass es hinter dem Programm steht, und in der Lage ist, es umzusetzen. Bei der AfD ist es eindeutig nicht der Fall…die Partei und ihr Personal sind aktuell so unglaubwürdig wie die Linkspartei.

      • Ein akzeptables Programm ist eine notwendige, keine hinreichende Bedingung für eine akzeptable Partei. Es könnte aber gemäßigte Mitglieder halten, anlocken und aktivieren.

      • @nationalliberal:
        „…die Partei und ihr Personal sind aktuell so unglaubwürdig wie die Linkspartei.“

        Welche Partei und ihr Personal ist denn glaubwürdiger als die Linkspartei?
        Auch ich teile weiß Gott nicht die Positionen der Linkspartei, aber glaubwürdiger als die anderen „etablierten“ Partei ist in meinen Augen selbst die Linkspartei. Die LINKE steht wenigstens zu ihren Positionen!

        Was Herrn Lucke angeht und Frau Petry angeht, sehe ich im Geschäftsgebaren gegenüber den MItgliedern keinen nennenswerten qualitativen Unterschied. Das habe ich aber schon 2013 so gesehen.

  2. Ich habe mir das Parteiprogramm mal angeschaut. Insgesamt relativ vernünftig, insbesondere die ersten Seiten mit der Kritik am aktuellen politischen System haben es mir angetan. Die sehr radikalen Forderungen sind draußen, es wurde geschaut, nicht zu sehr anzuecken. Die Vorschläge Deutschland tatsächlich demokratisch zu machen (nicht nur vereinzelte Volksabstimmungen werden gefordert, sondern selbst über finanzielle Fragen soll abgestimmt werden), lassen mich auch manche Kröte schlucken.

    Zur Wirtschaftspolitik findet sich leider noch relativ wenig, dennoch wird klar betont, wie wichtig die soziale Marktwirtschaft nach der klassischen Vorstelllung der damaligen Freiburger Ordnungspolitiker ist. Der schlanke Staat wird mehrfach betont. Ins Detail wird allerdings eher wenig gegangen.

    Die einzige Kehrtwende, die ich wirtschaftspolitisch auf den ersten Blick sehe, ist die Abkehr von der geforderten Abschaffung des Mindestlohns. Das wird vor allem der medialen Wirkung auf das gewonnene geringverdienende Wählerklientel sein. Auch wenn ich gegen den Mindestlohn bin, so habe ich dennoch größere Herzensanliegen. Die Begründung, dass er einheimische Beschäftigte im Niedriglohnbereich gegen die Asylantenflut schützt, leuchtet mir ein (der Asylbewerber macht es vielleicht für 4€ die Stunde, für 8,50€ beschäftigt man dann lieber doch den Einheimischen) und ist vielleicht auch nicht das Schlechteste. Ich halte es jedenfalls für eine Selbstverständlichkeit, dass der Staat erst mal jene schützt, die schon lange hier sind und nicht durch neue Regelungen jenen hilft, die erst neu und teilweise ungefragt bis unerwünscht (außer von Frau Merkel) ins Land kamen. Und ob Arbeitsplätze im Sicherheitsgewerbe, bei McDonalds, etc. so ein riesiger Integrationsschub wären, muss man doch bezweifeln. Klar ist aber auch, dass eine Unterlaufung durch das Schattengewerbe unterbleiben muss.

    Konservative werden zufrieden sein über die familienpolitischen Forderungen. Doch auch wenn jene sehr konservativ sind, so bleiben abschreckende Inhalte aus und es wird sich damit sicherlich eine zahlenmäßig große Minderheit in der deutschen Bevölkerung damit identifizieren können.

    Ich persönlich vermisse noch den großen Wurf in der Steuer- und Sozialpolitik. Ich würde die Krankenversicherung und Rentenversicherung abschaffen und in das Steuersystem integrieren. Auch Hartz 4 würde ich abschaffen und durch ein bedingungsloses Grundeinkommen in entsprechender Höhe (an der unteren gerichtlich zulässigen Grenze) ersetzen. Alle weiteren Sozialleistungen wie Bafög, Grundsicherungen im Alter, etc. könnten dann entfallen. Wer höhere Sozialleistungen (also eine höhere Rente, weitere Leistungen im Gesundheitswesen sowie eine über das Grundeinkommen hinausgehende Arbeitslosenversicherung) möchte, der soll privat vorsorgen und müsste sich dann auch keine Sorgen mehr machen, dass er bei zu viel Vermögen aufgrund fehlender Bedürftigkeit nicht mehr vom Staat unterstützt würde. Steuerliche Subventionen (etwa für Vermieter, etc.) werden komplett! abgeschafft, denn die sind weder gerecht noch hilfreich. Von ihnen profitieren nur Wohlhabende mit einem hohen Grenzsteuersatz, die diese Subventionen am wenigsten nötig haben. Dafür wird ein proportionaler Einheitssteuersatz (auch ein leicht höherer Mehrwertssteuersatz wäre sinnvoll) eingeführt, der aufgrund der Grundsicherung auch auf jeden verdienten Euro anfällt. Da es keine Anrechnung auf Hartz 4 mehr gäbe, lohnt sich arbeiten auch wieder für arme Gesellschaftsschichten. Das erhöht die Anreize für Arbeit und hilft insbesonders kinderreichen Familien, die wir ja verstärkt brauchen. Einen Mindestlohn braucht es dann auch nicht mehr, weil auch ohne Mindestlohn die Lebensgrundlage gesichert ist. Die Lohnnebenkosten würden ohne die Sozialversicherung automatisch drastisch sinken und Arbeit evtl. günstiger (das hinge davon ab, inwieweit diese Einsparungen an die Arbeitnehmer weitergereicht würden) Die Einsparungen in der Verwaltung und die größeren Arbeitsanreize dürften dafür sorgen, dass eine solche Reform finanzierbar wäre, die Grundsicherung dürfte freilich nicht zu hoch ausfallen (und der Steuersatz müsste exakt so bemessen werden, dass keine zusätzliche Staatsverschuldung notwendig wäre). Die Grundsicherung hat auch den weiteren Vorteil, dass sie in ländlichen Regionen real mehr Kaufkraft ermöglicht und es so für viele Menschen attraktiver sein dürfte, auf das Land zu ziehen. Freilich dürfte ein solches Konzept nur von jenen Menschen genutzt werden, die auch tatsächlich hier jahrelang wohnen und gearbeitet haben, ansonsten würde man sich eine gigantische Armutsimmigration importieren. D.h. es darf keinen Sozialtourismus geben und auch für Asylbewerber müssen andere Regeln gelten.

    Eine solche Reform würde mMn. alle Menschen besser stellen, sowohl Arme als auch Reiche. Der Kardinalfehler ist am jetzigen ungeeigneten System herumzudoktern, anstatt direkt den großen Wurf zu versuchen. Das Geld für Bedürftigkeitsüberprüfungen und Verwaltung kann man sich sparen, man muss nur gleichzeitig dafür sorgen, dass auch die extrinsische Motivation zur Arbeitsaufnahme in Form von monetären Anreizen erhalten bliebe. Der staatliche Apparat muss außer den klassischen Kernaufgaben wie innerer und äußerer Sicherheit, Bildung oder Infrastruktur wieder auf ein Minimum reduziert werden. Einzig und allein eine Agentur zur Steuereintreibung müsste es geben, um die Schattenwirtschaft möglichst weit einzudämmen.

    • Noch gibt es kein Programm (bzw. nur das von Februar 2013), sondern einen Programmentwurf. Ich schaue mir an, was dann wirklich beschlossen wurde.

      Ein Grundeinkommen für alle ist unverhältnismäßig teuer, eben weil es tatsächlich an alle gezahlt werden muss, nicht nur die wirklich Bedürftigen, die in vielen Fällen trotzdem noch weitere Unterstützung benötigen z. B. bei schwerer Behinderung oder Pflegebedürftigkeit. Bei der Abschaffung des bestehenden Rentensystems gibt es ein jahrzehntelanges Übergangsproblem, wenn sie nicht alle heutigen Rentner und älteren Beschäftigten sofort auf das Grundeinkommen zurückstufen wollen, obwohl sie ihrerseits jahrzehntelang Rentenbeiträge zahlen mussten.

      • Herrn Burgers Gedanke, zumindest die Krankenversicherung in das Steuersystem zu integrieren hat durchaus seinen Reiz und würde auf jeden Fall die irrwitzigen Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherung einsparen.

        Wozu das marode Rentensystem im Falle der Einführung eines BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen) überhaupt aufrecht erhalten werden soll, erschließt sich mir indes nicht.

        Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung würden sich durch ein BGE völlig erübrigen und die verdeckten Quersubventionen des Rentensystems (z.B. durch die „Energiesteuer“, bei der jeder Autofahrer – auch Selbständige, die keine Rente vom derzeitigen System erhalten – bei jeder normalen Pkw-Tankfüllung mit durchschnittlich etwa 50 € zur Kasse gebeten wird) hätten auch ein Ende.

        Ob ein BGE, das alle elementaren Grundbedürfnisse des Lebens abzudecken vermag, aber tatsächlich bezahlbar wäre? Wie sehen Sie das, Herr Dilger? Hat das schon einmal jemand seriös durchgerechnet?

      • Es gibt dazu zahlreiche Berechnungen. Ein guter Einstieg ist „Grundeinkommen vs. Kombilohn: Beschäftigungs- und Finanzierungswirkungen und Unterschiede im Empfängerkreis“, wo die höhere Effizienz von Kombilöhnen gezeigt wird (das Grundeinkommen ist teurer und hat zugleich schlechtere Beschäftigungseffekte).

        Sie haben die Frage nicht beantwortet, wie mit den bestehenden Rentnern und älteren Beitragszahlern umgegangen werden soll, wenn das bestehende Rentensystem abgeschafft wird.

      • @Alexander Dilger:
        „Sie haben die Frage nicht beantwortet, wie mit den bestehenden Rentnern und älteren Beitragszahlern umgegangen werden soll, wenn das bestehende Rentensystem abgeschafft wird.“

        Diese Frage war doch eigentlich an Herrn Burger gerichtet, nicht an mich?

        Da das bestehende Rentensystem aber mit der Verrentung der geburtenstarken Jahrgänge (bis etwa 1970) zwangsläufig zusammenbrechen wird, handelt es sich m.E. um eine sehr hypothetische bzw. rhetorische Frage.

        Dass bislang keine Bundesregierung den Mut gefunden hat, unbedarften Bürgern reinen Wein einzuschenken, sagt m.E. mehr über die Glaubwürdigkeit und Qualität unserer Politiker aus als über die Rentenlüge (die schon schlimm genug ist) selbst. Das bestehende Rentensystem wird bereits seit Jahrzehnten aus Steuermitteln quersubventioniert. Steuern, die zum Großteil von Leistungsträgern bezahlt werden, die selbst nicht einmal Anspruch auf gesetzliche Rente haben.

        Der so genannte „Generationenvertrag“ (den die, die ihn finanzieren müssen nie unterschrieben haben) ist meines Erachtens eine der größten Lügen des „Sozialstaats“ und zugleich eine der größten Ungerechtigkeiten der Nachkriegszeit. Dass dieses System spätstens um 2030 herum zusammenbrechen würde, war spätestens in den 1970er Jahren klar, als der Pillenknick begann die Bevölkerungspyramide auf den Kopf zu stellen. Die Integration von Menschen, die nie etwas in das Rentensystem einbezahlt haben, aber trotzdem adäquate Renten daraus beziehen, befeuert den Niedergang des Rentensystems zusätzlich. Der Zusammenbruch wird also nicht mehr lange auf sich warten lassen.

        Dass dieses System bis heute nicht abgeschafft wurde, spricht leider für die Verantwortungslosigkeit einer ganzen Generation, nämlich die Verantwortungslosigkeit der bis „68er“ gegenüber ihren eigenen Kindern und Enkeln.

      • Auch das beantwortet die Frage nicht. Im Übrigen muss das Rentensystem nicht zusammenbrechen, solange an mindestens einer der drei entscheidenden Stellschrauben nachjustiert wird: Beitragshöhe, Rentenhöhe und Renteneintrittsalter.

        Es ist nicht so klar, ob das Rentensystem durch Steuern netto quersubventioniert wird oder nicht umgekehrt die beitragsfreien Leistungen überwiegen. Wir sind uns einig, dass das bestehende System nicht gut ist, aber die ersatzlose Abschaffung wäre noch schlechter und ist politisch völlig ausgeschlossen, weil die aktuellen und anstehenden Rentner wahlentscheidend sind. Es sind also zugleich finanzierbare und politisch durchsetzbare Verbesserungsvorschläge gefragt.

      • @Alexander Dilger:
        „Es ist nicht so klar, ob das Rentensystem durch Steuern netto quersubventioniert wird oder nicht umgekehrt die beitragsfreien Leistungen überwiegen. …“

        Das Ergebnis ist dasselbe. Das derzeitige Rentensystem funktioniert nur in einer sich selbst zumindest reproduzierenden Bevölkerung und bei Vollbeschäftigung, es sei denn, dass erhebliche Abstriche in Kauf genommen würden, die aber politisch nicht gewollt, weil unpopulär sind. Also wurde das System einfach jahrzehntelang nur marginal angepasst, anstatt ernsthaft auf die demographische Entwicklung zu reagieren. Das Problem ist seit den 1970er Jahren bekannt und wurde seitdem nur aufgeschoben. Die wurden Wähler von Wahl zu Wahl belogen.

        Ich sehe keine Lösung zum Erhalt des bestehenden Rentensystems. Das System ist de facto nicht zu heilen, egal ob die Wahrheit mehrheitsfähig ist oder nicht.

        Natürlich ist auch mir klar, dass die Mehrheit der Wahlberechtigten kein großes Interesse hat, mit der für sie unschönen Realität konfrontiert zu werden. Aber den Kopf weiterhin in den Sand zu stecken wird das Problem nicht lösen.

        Die einzige Lösung, die ich persönlich für sozialverträglich halte, ist die politisch wohl unpopulärste – nämlich der radikale Schnitt.

        Alles andere würde (und wird sehr wahscheinlich bald) Deutschland in den wirtschaftlichen Abgrund führen.

        Je früher die betroffenen Menschen mt der Wahrheit konfrontiert werden und in die Selbstverantwortung entlassen werden, desto weniger schlimm werden die Folgen sein. Noch ist die Wirtschaftskraft Deutschlands stark und sind die daraus resultierenden Steuereinnahmen hoch genug, um echte Härtefälle abzufedern. Aber wie lange noch?

        Welche REALISTISCHE Lösung für ein „sozialverträgliches“ Übergangsszenario haben Sie anzubieten?

      • Man könnte das bestehende System langsam auslaufen lassen und in ein Mehrsäulensystem mit steuerfinanzierter Grundrente für alle (ab z. B. 70 Jahren statt Grundeinkommen auch für junge Leute, die so vom Eintritt in den Arbeitsmarkt abgehalten werden), beitragsfinanzierter Zusatzrente (ggf. freiwillig), Betriebsrenten und persönlicher kapitalgedeckter Rente überführen.

      • Sehr geehrter Herr Dilger,

        ein Kombilohn widerspricht jeglicher Überzeugung von Ludwig Erhard, Walter Eucken etc., die Machtmonopole* verhindern wollten und hier ein staatliches Eingreifen, durch Festlegung eines Mindestlohns für durchaus für legitim betrachtet haben, damit Arbeitseinkommen nicht unter das Existenzminimum sinken.

        * hier: das Machtmonopol von Arbeitgebern gegenüber Arbeitnehmern.

      • In Deutschland gibt es zum Glück mehr als einen Arbeitgeber (den Staat?), so dass von einem Monopol bzw. genauer Monopson auf dem Arbeitsmarkt keine Rede sein kann. Besser als ein flächendeckender staatlicher Mindestlohn wären doch differenzierte Tariflöhne. Aber auch bei diesen kann es passieren, dass sie unterhalb des Existenzminimums liegen, insbesondere wenn sich nicht nur ein gesunder Erwachsener selbst versorgen muss, was in der Regel immer irgendwie geht, sondern eine Familie ernährt werden muss.

      • Der Gedanke, Arbeitslosengeld und Rente durch ein steuerfinanziertes BGE zu ersetzen, hat durchaus etwas Reizvolles.

        Man könnte in der Tat das BGE so gestalten, dass es für junge Menschen (insbesondere für Kinderlose) deutlich niedriger ist als für Eltern und Senioren. Ein BGE muss ja nicht zwingend altersübergreifend einheitlich sein.

        Für einen weichen Übergang bleibt aber keine Zeit mehr. Damit hätte vor 45 Jahren begonnen werden müssen. Und wie lange nichts dabei herauskommt, wenn deutsche Politiker erst einmal anfangen zu diskutieren, das können Sie an der „Flüchtlingskrise“ erkennen. Das von Frau Merkel herbeigeführte Problem der unbegrenzten Zuwanderung wurde nicht von unseren eigenen Verantwortlichen entschärft, sondern ganz pragmatisch vom kleinen Nachbarn Österreich und den mitbetroffenen noch kleineren Balkanstaaten.

        Der Monster-Moloch Berlinstaat ist einfach zu groß, zu fett und zu träge und steht in seiner Sperrigkeit der EU in nichts mehr nach. Daher wird Deutschland eher den totalen Crash erleben als eine leistbare Reform des so genannten „Sozialstaats“ und seines Rentensystems. Es wiederholt sich irgendwie gerade die Geschichte der DDR nur eben auf ganz Deutschland bezogen. Nur wird die marode DDR 2.0 niemand auffangen, der mit ihren Bürgern „wiedervereinigt“ werden möchte.

      • Sie fordern doch im Prinzip den totalen Crash des Rentensystems, sozusagen den Selbstmord aus Angst vorm Tode. Was wäre denn noch schlimmer, als wenn alle bestehenden Rentenansprüche ganz einfach gestrichen werden? Im Übrigen sind das alles nur Ansprüche der Bundesbürger untereinander, die mit der Stärke der Volkswirtschaft nur mittelbar etwas zu tun haben.

      • Ich „fordere“ nicht den totalen Crash des bestehenden Rentensystems, ich stelle nur fest, dass dieser sich durch die Quersubventionierung zu einen totalen Crash der deutschen Volkswirtschaft ausweiten könnte und auch ausweiten wird, da ja so gut wie niemand in diesem Land bereit ist auf einmal sicher geglaubte Pfründe zu verzichten.

        Sie wissen mindestens so gut wie ich, dass eine Volkswirtschaft allenfalls in der Theorie ein Perpetuum mobile ist. Die Praxis sieht anders aus, inbesondere in der globalisierten Welt. Oder möchten Sie von Frau Merkel im nächsten Schritt dazu angehalten werden, das Land nicht mehr verlassen zu dürfen und importierte Waren im staatlichen „Intershop“ zu kaufen? Die DDR 1.0 hat das übrigens auch schon nicht vor dem Untergang bewahrt … wie jeder Physiker eigentlich wissen müsste (Anspielung auf die promovierte Physikerin Angela Merkel) müsste, gibt es nämlich bespielsweise auch Reibungsverluste und die lassen das theoretische Konstrukt eines Perpetuum mobile in der Praxis scheitern. Genau so verhält es sich mit der ziemlich dümmlichen sozialromantischen Vorstellung, „die Renten sind sicher“.

      • Wie hoch und sicher die Renten sind, sind zwei z. T. gegenläufige politische Fragen. Das Schlimme an Frau Merkel ist doch, dass sie inzwischen tatsächlich völlig unberechenbar geworden ist. Vielleicht macht sie irgendwann die Grenzen für Auswanderungswillige dicht, vielleicht macht sie auch den Islam zur Staatsreligion, wenn sie ihn nicht umgekehrt verbietet. Alles nicht sehr wahrscheinlich, aber inzwischen denkbar, was keine schöne Vorstellung ist.

      • Sie dürfen nicht übersehen, in welchem System Merkel, Gauck und auch viele weitere unserer „Spitzenpolitiker“ aufgewachsen sind. Vorstellbar ist daher alles und es gibt leider auch Wessis unter den Politikern, die diesen Kurs noch willfährig befeuern. Denken Sie doch nur an den Bundesfinanzminister …

      • Genau das ist Schäubles Plan. Und da sag mir noch jemand, Deutschland sei nicht auf dem besten Weg zum totalitären Staat … die (gesamtdeutsche) DDR 2.0 ist längst Realität, nur wollen es die meisten Deutschen noch nicht glauben.

      • Es geht uns deutlich besser als in der DDR. Wir dürfen ausreisen und auswandern sowie die Regierung kritisieren. Wir dürfen sogar wählen, wen wir wollen, auch wenn am Ende immer die Große Vorsitzende gewinnt.

      • Noch dürfen Deutsche beliebig ausreisen und auswandern.

        Mit der geplanten Abschaffung des Bargelds und der bereits real bestehenden jederzeitigen Zugriffsmöglichkeit des Staats auf die Konten seiner Bürger ist der Grundstein aber gelegt, das künftig ganz einfach auf dem Wege der Kontensperrung zumindest erheblich zu erschweren bzw. zu verhindern.

        Also freuen Sie sich mal besser nicht zu sehr über unsere vermeintlichen Freiheiten …

      • Ich kann mir vorstellen, dass Herr Schäuble eine Auswanderungssteuer einführen will, aber er wird nicht wie die DDR oder Ihre Parteifreundinnen an der Grenze auf uns schießen lassen.

      • Die wegzugsbesteuerung gibt es doch längst. Sie wird nur bei Wegzug in einen anderen EU-Staat nicht angewandt. Wussten Sie das nicht?

        Petry und Storch wollen zumindest momentan nur auf Eindringlinge schießen und (noch) nicht auf Bürger, die selbst aus dieser Bananenrepublik flüchten wollen. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja bald. So etwas traue ich Merkel und Schäuble durchaus zu.

      • Wenn der Grenzschützer nicht sieht, ob sich eine unbekannte Gestalt, die vielleicht ein Terrorist ist oder gar ein Steuerhinterziher, auf die Grenze zu oder von dieser wegbewegt, dann wird die AfD doch nicht zögern, die Grenze um jeden Preis zu verteidigen.

      • Sie verwechseln AfD mit Storch und Petry. Ich bin aber überzeugt, dass im Falle des vermeintlichen „Steuerhinterziehers“ auch Herr Schäuble nicht zögern würde, diesen mit Gewalt an der Flucht zu hindern und IM Erika auch nicht.

      • Bis jetzt. Aber es machen sich immer mehr High Potentials davon. Vor allem junge Leute, die sich ihre Zukunft nicht im Höchstabgabenland Deutschland verbauen wollen. Fällt Ihnen das denn gar nicht auf?

      • Doch, doch, aber bei denen ist mit einer Auswanderungssteuer auch nichts zu holen, die müsste man wirklich wie in der DDR einsperren.

      • Da ist ad hoc nichts zu holen. Aber es entgehen der Krake Staat künftige Steuern. Also wird sich der Finanzminister schon etwas einfallen lassen … die Lösung ist bekannt.

  3. Die Auflösung des AfD- Landesverband Saarland ist kein Indiz für einen Kurswechsel, sondern nicht nur falsch, sondern auch dumm!
    Das auf Verfehlungen von Führungskräften reagiert wird ist richtig, die Maßnahme berührt aber auch die seriös arbeitenden Parteimitglieder und diskreditiert deren Angagement. In Satzungsfragen und den möglichen Alternativmaßnahmen bin ich ein Laie, habe aber trotzdem den Eindruck das in dieser Situation eine differenziertere Lösung die bessere gewesen wäre.

    • Ohne die Details zu kennen, erscheint die Auflösung des ganzen Landesverbandes zumindest unverhältnismäßig, wenn sich einzelne Vorstandsmitglieder falsch verhalten. Es wäre dann richtiger, diese ihrer Ämter zu entheben oder aus der Partei auszuschließen. Dabei zeigt sich allerdings ein Satzungsmangel: Maßnahmen gegen ganze Landesverbände sind leichter als gegen einzelne Mitglieder. Trotzdem wäre es dann richtiger gewesen, nur gegen den Landesvorstand vorzugehen.

    • Saarland-Geschichten sind Alibi-Taktiken um die Oeffentlichkeit zu beruhigen. AfD Programm ist weniger ein Problem als die Mitglieder! Meistens proletarische, dumme Nationalchauvinisten die alles zerstoeren, auch wenn Papier geduldig ist. Lesen Sie interne Foren und Nachrichten! Denken so vernuenftige Menschen?

      Einzige was AfD anbieten kann ist ein Widerstand gegen die Gottspielerin und ihre irre Politik!

      • Es ist unbestritten, dass es viele schlimme Funktionäre in der AfD gibt. Wie die Mehrheiten in der AfD wirklich verteilt sind, ist jedoch zumindest mir weiterhin nicht klar. Was für ein Programm am Ende verabschiedet wird, bringt da durchaus mehr Klarheit. Unabhängig davon ist die AfD momentan selbst dann als Anti-Merkel-Partei sinnvoll, wenn sie selbst keinerlei konstruktive Konzepte und Politiker anbieten sollte.

  4. Ich habe ja einen ähnlichen politischen Weg hinter mir. Aber ich käme nicht einmal in Gedankenspielen auf die Idee, wieder in die AfD einzutreten. Die AfD von heute hat weder die Menschen, noch die politische Ideologie oder Erscheinung der AfD, für die ich mich engagiert habe. Der Drops ist nicht nur gelutscht, sonder längst verdaut 🙂

    • Das verstehe ich. Aber welchen Drops wollen Sie als nächstes lutschen? Es ist doch leider nicht so, dass die deutsche Politik super funktioniert und sich deshalb niemand mehr engagieren müsste.

      • Ihre Rueckkehr zu AfD nehme ich nicht zu ernst! AfD Positionen zum Themen wie Westbindung, Energiewende, TTIP, Wahlrecht fuer Eltern uvm. muessten Sie schon abschrecken. Antiamerikanismus, Putin-Versteher etc. sind nicht so leicht akzeptabel fuer vernuenftige Menschen.

        Eigentlich wissen Sie , dass Parteien, Arbeitgeber, Ehefrauen eine Einbahnstrasse sind. Wenn man sich trent ist ein Rueckkehr nur eine Dummheit! Sie passen einfach nicht zu AfD! Um gegen die Gotspielerin zu kaempfen braucht man nicht ein AfD Mitglied zu sein.

      • Ich habe nicht geschrieben, dass ich zur AfD zurückkehre, auch wenn das jetzt viele so missverstanden haben. Die reine Möglichkeit besteht jedoch, was übrigens auch für die FDP gilt. Doch gerade als Blogger ist es wohl am besten, parteilos zwischen den Parteien zu bleiben, die man dann alle gleichermaßen kritisieren kann oder auch loben, wenn sie das Richtige tun.

      • Ich unterstütze die Menschen in der Politik, die unabhängig von der Partei das (aus meiner Sicht) richtige versuchen. Die Menschen, die nicht die Situation ausnutzen, um mit kruden Parolen auf sich oder ihre Struktur aufmerksam zu machen. Es gibt in (fast) allen Parteien gute Leute mit Mut und Rückgrad.

      • Das stimmt, doch das Problem dabei ist, dass man meistens nur Parteien und ihre Listen wählen kann, nicht parteiübergreifend einzelne Personen.

  5. Es war absehbar, dass eine neue nicht-linke Partei auch Glücksritter, Gestrandete, Spinner und Leute von Rechtsaußen anziehen wird, wie das Licht die Motten. Aber die AfD hat nie ehemalige Mitglieder von NPD, DVU & Co. aufgenommen. Für Ex-Republikaner gelten hohe Hürden. Die vom ehemaligen Berliner CDU-Abgeordneten Stadtkewitz gegründete Partei „Die Freiheit“ war nie rechtsradikal, allerdings sehr islamfeindlich. Ich habe diese Partei sehr genau beobachtet, aber mich damals aus mehreren Gründen gegen eine Mitgliedschaft entschieden.

    Dass der AfD-Bundesvorstand nach längerer Recherche im Saarland gehandelt hat, spricht für ihn. In Mecklenburg-Vorpommern versucht der Landesvorstand gerade die frühere Betreiberin eines Escort-Service als Landtagskandidatin zu streichen. Höcke verhält sich derzeit ruhig. Wenn er wieder auffällig wird, müssen satzungskonforme Maßnahmen ergriffen werden.

    Wenn das AfD-Grundsatzprogramm verabschiedet ist, sollte die Richtung endlich klar sein. Dieses Programm hätte die AfD viel früher gebraucht! Niemand von uns darf aber 100%ige Zustimmung erwarten. Wer das will, sollte seine eigene Partei gründen und stets darauf achten, dass keine neuen Mitglieder hinzu kommen. Wenn ich zu 75 – 80% zustimmen kann, ist das o.k. Nach dem, was bisher durchgesickert ist, besteht der Programmentwurf hauptsächlich aus bürgerlichen Inhalten der CDU von vor 20 Jahren, ergänzt durch basisdemokratische Elemente.

    Die FDP hat nach der Bundestagswahl 2009 ihre historische Chance verpasst, Volkspartei zu werden. Wenn der von Frank Schäffler angestoßene Mitgliederentscheid zur Euro-Rettungspolitik anders ausgegangen wäre, hätte die FDP vielleicht sogar die Entstehung der AfD verhindern können. Eine weitere Blockpartei unter der Staatsratsvorsitzenden Merkel braucht aber niemand.

    Wir brauchen Konservative und Liberale in der AfD. Mit zwei Beinen steht man besser.
    Kommen Sie in die AfD zurück!

  6. Alexander Dilger, schön Ihr nachdenklicher Kommentar und wie man so Hin und Her gerissen wird zwischen Fakten und Wünschen.

    Wir haben 2013 CDU / Kanzlerin Merkel gewählt im “ besten Glauben “ ihrer Wahlslogans “ … mit mir wird es keine …. geben . “

    Das war absoluter Schuss in den Ofen, wird uns hoffentlich nie wieder passieren.

    Das mit der AfD / Saar haben wir auch in der FAZ gelesen, war ordentliche sachliche Information.

    Ähnliches ist früher CDU / CSU mit Nazi Größen und SPD mit den Kommunisten in ihren Reihen passiert. In Berlin ( West ) war das Thema Kommunismus besonders prägend und die SED hat nie einen Fuß auf den Boden bekommen. Später war Gysi dieser Mandanten – Fuchs Senator !!!

    Wir sind gespannt auf den Weg der AfD.

    Von der CDU erwarten wir nichts, weder in der Wirtschaft noch Privat, die wenigen Abgeordneten mit Courage und Verantwortung – wie z.B. Dr. Tim Ostermann – haben Null Einfluss.

    Devote Abnicker mit Angst um die Karriere, bei uns im Unternehmen sind diese Typen nicht gefragt, weder bei Mitarbeitern /Kollegen und noch weniger bei Kunden.

  7. Meiner Meinung nach bedeutet die Auflösung auf keinen Fall, dass die AfD auf den Weg zu einer gemäßigten Partei ist: 1. Die AfD musste hier so reagieren, da es diesmal Beweise gibt und die AfD jegliche Glaubwürdigkeit verlieren würde…entgegen bei Höcke, wo es zwar sehr starke Indizien, aber keine Beweise gibt. Wenn man weiterhin den Schein erwecken will, dass man eine bürgerliche Partei ist, war dieses Schritt notwendig…Petry und Co. sind nicht dumm und haben lediglich opportunistisch gehandelt. 2. Die AfD Führung musste diese Entscheidung schon allein deswegen treffen, um nicht die letzten seriösen Mitglieder um Meuthen zu verlieren. Ohne diese Feigenblätter wäre man schnell bei 5 %, da man ohne bürgerliche Gesichter gegenüber den Wählern zu dem wird, was man in vielen Gebieten schon ist: eine braune Linkspartei, NPD light. Die AfD hat auch ohne den Saar-Verband weiterhin genügend Funktionäre, die die gleichen Verstrickungen und ideologischen Sichtweisen haben. Ich weiß nicht, woher so viele hier den Optimismus nehmen, dass der Vorfall oder ein gemäßigtes Parteiprogramm etwas ändert, obwohl das Personal überwiegend unverändert radikal bleibt und sich jene kaum von ihren gute bezahlten Posten vertreiben lassen werden. Man muss nur nach Sachsen-Anhalt schauen: vor nicht einmal 2 Wochen haben Höcke und Poggenburg mit Kubitschek, einen der wichtigsten Vordenker der Neuen Rechten (ideologisch klar NPD, aber das geht bei der AfD in Ordnung, solang er kein NPD Mitglied ist?), gemeinsam auf der Wahlparty ihren Wahlsieg gefeiert. Diese Herren haben ein gut funktionierendes Netzwerk, in jeden Landesverband Anhänger. Der Saar-Verband war ein Bauernopfer. Die Herren dort sind kleine Fische, wenn man sich anschaut, was in den Landesverbänden in den neuen Bundesländern los ist, was dort für Verbindungen zu der Neuen Rechten bestehen. Petry und Co. müssten konsequenterweise fast alle Landesverbände in den neuen Bundesländern auflösen, wenn man zum Maßstab nimmt, weshalb man gegen den Saar-Verband vorgegangen ist. Jedoch haben Petry und Co. gar nicht (mehr) die Macht (und sehr wahrscheinlich auch nicht den Willen). Vorerst hat die AfD gestern einen guten PR-Coup gelandet. Es liegt jetzt an den Medien, ob man es so stehen lässt oder als Antwort auf die Tatsachen, die ich eben gerade geschildert habe, hinweist… PS: Bevor jetzt Vorwürfe kommen, dass ich übertreibe…bspw. zur Wahlparty in Sachsen-Anhalt gibt es schon TV Aufnahmen, die genau diese Verbindungen aufzeigen, die zwischen der AfD und der Neuen Rechten bestehen. Kubitschek war nicht einfach auf der Party, er hat erst beim Wahlkampf kräftig geholfen, anschließend auf der Wahlparty den ganzen Abend gemeinsam mit Höcke und Poggenburg gefeiert.

    • Wir sollten erst einmal schauen, was jetzt hinsichtlich des Landesverbandes im Saarland passiert. Das Bundesschiedsgericht kann die Auflösung aufheben und der nächste Bundesparteitag muss sie noch bestätigen. Wenn die Auflösung Bestand hat, muss ein neuer Landesverband aufgebaut werden, in dem dieselben Vorstandsmitglieder wieder gewählt werden könnten. Lässt sich hingegen ein Problem auf diese Weise wirklich lösen, könnte die Maßnahme erneut bei anderen Landesverbänden angewandt werden. Wie sich die AfD entwickelt, ist also weiterhin völlig offen.

      • So ist es! Die Auflösung eines Landesverbandes bewirkt nicht den Ausschluss seiner Mitglieder aus der AfD. Die gleichen Mitglieder können sich erneut bewerben und gewählt werden… Zumindest in den neuen Bundesländern steht die Basis deutlich hinter Höcke und Co., so dass die neuen Landesverbände gleich die alten Landesverbände mit gleichen Führungspersonal wären. Man muss abwarten, aber die Chancen stehen „gut“, dass im Saarland mindestens Vertraute des alten Vorstandes übernehmen, die ideologisch mit dem alten Vorstand auf einer Linie sind, wenn nicht sogar der gleiche Vorstand erneut gewählt wird. Wobei ich auch nicht überrascht wäre, wenn es erst gar nicht dazu kommt, weil das Schiedsgericht oder der Parteitag ihre Zustimmung verweigern… Ich kenne die Landesverbände in den neuen Bundesländern sehr gut. Vermutlich bin ich deswegen im Gegensatz zu Ihnen viel pessimistischer…und glaube daher auch nicht daran, dass die Entwicklung völlig offen ist, eher in Richtung braune Linkspartei vorprogrammiert ist. Die Geister, die man in den neuen Bundesländern (und mittlerweile bundesweit) rief, wird man nicht mehr loswerden.

      • Ob es wirklich so zielführend ist, den Landesverband Saarland der AfD aufzulösen, wird sich erst herausstellen. Aber immerhin hat der Bundesvorstand der AfD damit ein Signal gesetzt und es zeigt, dass zumindest der Bundesvorstand endlich erkannt hat, dass 15% Mitglieder Ost eben nicht den Ton für 85% Mitglieder West angeben können, da üblicherweise der Hund mit dem Schwanz wedelt und nicht der Schwanz mit dem Hund.

        Nichtsdestotrotz mache natürlich auch ich mir keine Illusionen, was die rechtspolulistischen Lautsprecher der AfD angeht. Diese werden zumindest in den neuen Bundesländern nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden. Ist für mich aber kein Grund auf ein Wunder bei der FDP zu warten, das dort wohl auch nicht eintreten wird.

      • Es gibt einen recht einfachen (wenn auch nicht 100%igen) Lackmus-Test, wie man Rechtskonservative von Rechtsradikalen/Rechtsextremisten unterscheidet: Über das Verhältnis zu den USA, der NATO und Israel. Rechtskonservative sehen in den USA (trotz mancher Kritik) einen Verbündeten, mit dem wir eine Wertegemeinschaft (Freiheit, Menschenrechte, Demokratie, Eigenverantwortung, Begrenzung der Staatsmacht, Subsidiarität/Föderalismus,…) teilen. Sie sehen die Notwendigkeit des NATO-Bündnisses (wenn auch kritisch, da in den letzten Jahren die NATO zweckentfremdet wurde!) und stehen zu Israel als einziger Demokratie im Nahen Osten (trotz Kritik an der Siedlungspolitik). Für Rechtsradikale und Rechtsextremisten sind die USA (weil Schmelztiegel der Rassen und „Hegemon„) und Israel (weil jüdischer Staat) dagegen klassische Erzfeinde.

        Es ist mir sehr wichtig, dass unser Bündnis mit Amerika und unsere Mitgliedschaft in der NATO im AfD-Grundsatzprogramm festgeschrieben werden! Das hindert uns überhaupt nicht daran, gerade als Exportnation, gute Beziehungen zu allen Staaten, auch zu Russland, zu pflegen.

      • Okay, aber nicht alle AfDler oder gar Sympathisanten im Internet bestehen Ihren Test. Hinzu kommt, dass auch pauschale Islamhasser Verfassungsfeinde sind, obwohl sie nicht dem Bild der klassischen Rechtsradikalen entsprechen, die zumindest früher eher die Muslime als Verbündete gegen die Juden gesehen haben statt umgekehrt.

      • @Alexander Dilger Bei der FDP sehe ich viele Baustellen…oder besser: ein Kreuz bei der FDP würde mir aktuell Bauchschmerzen bereiten. Die FDP scheint einen sozialliberalen Kurs einzuschlagen, obwohl im politischen Spektrum eine konservativ-liberale Partei dringend gebraucht wird. Wen man die FDP wählt, weiß man nicht, ob man damit eigentlich rot-grün gewählt hat, da man scheinbar bei der FDP zumindest in einigen Landesverbänden in Bezug auf eine Ampelkoalition gesprächsbereit ist. Zudem gab es bei der FDP keine personelle Erneuerung, bspw. der jetzige Vorsitzende steht für die alte Politik, wo man sein Programm komplett geopfert hat, um mitregieren zu können. Hat er aus den Fehlern gelernt, die er damals mit zu verantworten hat? Mir fehlt das Vertrauen, aber vielleicht werde ich trotzdem auf Risiko wählen, wenn es keine bessere Alternative gibt. Bis zur Bundestagswahl gibt es zum Glück noch ein paar Wahlen, wo man wie nach den jetzigen Landtagswahlen sehen wird, ob und an welche Regierungen sich die FDP beteiligt…und welchen inhaltlichen Kurs man einschlägt. Außerdem werde ich die Entwicklung von Alfa abwarten, Erst- und/oder Zweitstimme für Alfa kann ich mir durchaus vorstellen. Allerdings werde ich natürlich auch schauen, welche Erfolgsaussichten bestehen. Es wird auch eine Rolle spielen, inwieweit die Mehrheitsverhältnisse entschieden sind…Zumindest bei Kommunalwahlen werde ich nach jetzigen Stand Alfa auf jeden Fall eine Chance geben. Ich bin kein Protestwähler. Daher ist nicht ausgeschlossen, dass ich vielleicht auch die CDU wähle, wenn die Bedingungen stimmen…auch wenn ich Frau Merkel und ihre Politik ablehne. Ich werde also zur Bundestagswahl schauen, wie der CDU Kandidat sich bis dahin bei Abstimmungen verhalten hat, zur Merkel Politik steht und inwieweit er vertrauenswürdig (auf den niedrigen Niveau eines Politikers 😉 ) ist. Es scheint mir sinnvoller, die Merkel Gegner in der Union direkt zu stärken, als über eine bloße Protestwahl (wie es bei vielen AfD Wählern der Fall ist) am Ende Merkel dabei zu helfen, ihre Kritiker über fehlende Mandate loszuwerden, so dass es erst Recht dazu kommt, dass sie ihre Politik mit einen linken Koalitionspartner fortsetzen kann. Frau Merkel wird es egal sein, ob sie mit 40 % oder doch nur 30 % mit den Grünen oder der SPD weiterregieren kann. Bleiben für Merkel Anhänger genügend Mandate übrig, wird sich daher nichts ändern…treffen Mandatsverluste dagegen die Merkel Anhänger, da ihre Kritiker direkt gewählt werden, denken vielleicht ihre Anhänger über eine Unterstützung der Kritiker und deren Kurswechsel nach.

      • Eine Erststimme bei der Bundestagswahl für einen vernünftigen Unionskandidaten ist deshalb unproblematisch, weil die Merkel-Union dadurch keine Sitze gewinnt, sondern diese höchstens innerhalb der Union umverteilt werden. Bei den Landtagswahlen war und ist das für die Zweit- oder alleinige Stimme anders. Selbst wenn Frau Klöckner etwas Kritik an der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel geübt hat, wäre ein Wahlerfolg von ihr als Bestätigung von Frau Merkel aufgefasst worden.

      • @francomacorisano

        Ich bin mit Sicherheit weder Rechtskonservativer noch ein Rechtspopulist, geschweige denn Rechtsextremist. Aber ihr „Lackmustest“ hat weder etwas mit einer Differenzierung der Rechten noch mit rechts oder links an sich zu tun. Auch die Linken haben den Hegemon USA bis vor gar nicht all zu langer Zeit (wie ich meine an vielen Stellen völlig zu Recht) kritisch beäugt und standen auch der rassistischen Politik Israels kritisch gegenüber. Warum Guantanamo, der völkerrechtswidrige Einmarsch in Staaten, die nie darum gebeten haben oder auch die Palästinenserfrage heute von den versammelten Linkspopulisten ignoriert werden, ist mir ehrlich gesagt ein großes Rätsel.

      • Linksradikale waren und sind wie Rechtsradikale gegen die USA, weil sie deren Macht und deren Werte ablehnen. Die Umkehrung gilt nicht, dass jeder Kritiker der USA oder gar nur einzelner (vermeintlicher) Fehler von ihnen ein Radikaler ist. Die gemäßigte Linke war gegen Präsident Bush, jubelt aber Präsident Obama zu. Was meinen Sie, was los ist, wenn es einen Präsident Trump geben sollte?

      • Donald Trump als „mächtigster Mann der Welt“ wäre dann der Lackmustest für alle Linkspopulisten, Transatlantiker und Konservativen. Das wird richtig lustig!

      • @francomacorisano

        Guter Test!
        AfD ist eine offensichtlich eine Rechtsradikale/-extreme Partei. Wer das nicht sieht, will es nicht einfach nicht sehen.

      • Haben Sie den Test korrekt angewandt? In der AfD gibt es leider Rechtsradikale, aber insgesamt ist sie zum Glück (noch?) nicht so.

      • Zum Glück ist ein Präsident Trump sehr unwahrscheinlich. Falls die Republikaner ihn nominieren sollte, wird die Mitte zähneknirschend mehrheitlich Clinton (die Sanders wahrscheinlich im Wahlkampf einbinden wird) wählen, um eine Spaltung der Gesellschaft bis hin zu Rassenunruhen zu verhindern, die ein Präsident Trump zur Folge hätte. Bis jetzt will die Mehrheit der Republikaner keinen Trump…er schafft zwar oft eine relative Mehrheit, aber mehr als 50 % der Vorwähler wollen ihn nicht, so dass es legitim ist, wenn man sich auf dem Parteitag für einen gemeinsamen Kandidaten entscheidet, der nicht Trump heißt. Ich kenne einige republikanische Wähler: keiner unterstützt Trump und wird ihn auch nicht wählen, wenn er Präsidentschaftsbewerber wird…ihnen würde es wie aktuell vielen Union-Wähler in Deutschland ergehen. Die Trump Unterstützer wie Chris Christie werden als Opportunisten und Postenjäger wahrgenommen. Es würde Trump daher auch nichts nützen, wenn er nominiert wird und sich plötzlich die ehemaligen Kontrahenten sowie die Parteiführung auf seine Seite stellen…

        Die AfD gibt es mehrheitlich (noch) keine Rechtsradikalen. Allerdings nehmen viele Mitglieder die Rechtsradikalen wie auch andere dubiose Gestalten (Marxisten und Co.) in Schutz: ab wann darf man eine Partei als rechtsradikal bezeichnen? Erst ab den Moment, wenn es mehrheitlich Rechtsradikale gibt oder bereits ab den Zeitpunkt, wo man Rechtsradikale duldet? Zumindest in den neuen Bundesländern sind die Mitglieder klar mehrheitlich rechtsradikal, wenn man den Test anwendet, der hier angeführt wird…

      • Ich bin ziemlich sicher, dass Frau Clinton die nächste US-Präsidentin wird. Entweder nominieren die Republikaner Herrn Trump, der dann von vielen eigenen Parteianhängern nicht gewählt wird, oder einen anderen, der dann von den ganzen Trump-Anhängern nicht gewählt wird, zumal er dann vielleicht noch als unabhängiger Kandidat antritt. Idealerweise nutzt Frau Clinton die Gelegenheit, sich als integrierende Kandidatin auch gemäßigten Republikanern zu empfehlen, was die starke politische Spaltung in den USA abbauen könnte. Es ist aber gut möglich, dass sich diese noch verschärft.

        In den neuen Bundesländern sind vielleicht etwas andere Maßstäbe anzulegen, zumal die Grenze zwischen rechts und links dort stärker verwischt. Richtig ist allerdings, dass die AfD dort alles andere als bürgerlich oder gar liberal ist.

      • Der Unterschied zwischen der AfD in den neuen Bundesländern und der AfD in den alten Bundesländern spiegelt m.E. den Unterschied zwischen den Menschen in den neuen Bundesländern und den Menschen in den alten Bundesländern ganz gut wieder.

        Es ist eben keineswegs so, dass man die unterschiedliche Sozialisierung nicht spürt oder gar von einem homogenen „deutschen Volk“ die Rede sein könne, auch wenn das völkische Träumer und Nationalisten gerne so sehen möchten.

      • Ja, es sind wohl allgemeine Bevölkerungsunterschiede. Aber ist es nicht erstaunlich, wie prägend 40 Jahre DDR bis heute sind? Ich vermute, dass es an einer Abwanderung der Eliten lag. Ex-DDRler in den alten Bundesländern sind doch ganz anders. Angeführt wird die AfD in den neuen Bundesländern hingegen vor allem von Westdeutschen. Sehr interessant ist noch Frau Merkel, die schon zu DDR-Zeiten in die DDR zog, weil ihre Familie diese besser fand als die Bundesrepublik Deutschland, die sie nun entsprechend umzugestalten versucht.

      • @Meister 12:07

        Sie verbreiten immer Ihre unhaltbare chauvinistische Theorie. Sie muessen auch differenzieren.
        Die Menschen aus dem Osten und aus dem Westen sind die gleichen Menschen. Westliche AfD Mitglieder inkl. Bayern sind den oestlichen im Nichts ueberlegen!

      • Es gibt signifikante Unterschiede zwischen den Menschen in den alten und neuen Bundesländern. Das muss im Einzelfall nichts heißen, aber statistisch fürs Aggregat gilt es eben doch (so wie es z. B. auch nachweisbare Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Durchschnitt gibt).

      • @Ivan de Grisogono:
        „Die Menschen aus dem Osten und aus dem Westen sind die gleichen Menschen. Westliche AfD Mitglieder inkl. Bayern sind den oestlichen im Nichts ueberlegen!“

        Das sind die Gleichmacher-Thesen von Kommunisten und Linksideologen. Dass Sie auch einer sind, ist mir allerdings neu. 😉

      • Erst Herr Westerwelle, jetzt Herr Genscher …meine Hoffnung schwinden, dass die FDP in Zukunft wählbar wird, wo es in der FDP langsam keine Persönlichkeiten mehr gibt, die einen falschen Lindner Kurs mit Gewicht widersprechen könnten. Die mögliche Ampel in Rheinland-Pfalz macht die FDP für mich aktuell unwählbar…

  8. Günter Grimm

    Die Wahl ist und wird wirklich eine Q U A L für viele Bürger, die nicht nur die Bildzeitung lesen, sondern Interesse an Politik – im positiven Sinne – haben. Von Angela Merkel bin ich auch rein persönlich mehr als enttäuscht, denn diese “ Dame “ ( der SI-Stab ) hat es fertig gebracht, mich persönlich und meine Jungs ( ein gefährlicher S’I-Einsatz in Eritrea ) einfach im Stich zu lassen. Das werde ich unserer Regierung – bes. Frau M. – niemals vergessen. Da ich keine Daten bezüglich des Einsatzes in Eritrea veröffentlichen darf, ( ich käme selbst in Teufels Küche ) muß ich leider Namen, Fakten und Umstände des Einsatzes verschweigen. Was aus der FDP werden wird, das hängt derzeit in der Luft – und – “ man “ kann sich nur wünschen, daß die Partei baldmöglichst die richtigen Personalentscheidungen treffen wird. Herzliche Ostergrüße und Wünsche Günter Grimm

    • Gibt es eigentlich eine inhaltlich richtige Entscheidung, die man Frau Merkel zuschreiben kann? Ich hoffe, dass die FDP sich berappelt, aber die letzten Wahlerfolge stärken doch eher Herrn Lindner und seinen opportunistischen Kurs.

      • Sie werden sich vielleicht wundern aber es gibt so etwas. Sanktionen gegen Russland wegen Krim-Annexion war eine richtige und konsequente Entscheidung! Sie haelt sogar fest an dieser Entscheidung!

      • Die FDP ist eine linksliberale (zumindest macht sie Lindner dazu) Partei und damit vielleicht ein geringeres Übel als der restliche weltfremde grün-linke Einheitsbrei, der von Kanzlerin Merkel angeführt wird, aber noch lange nicht jene Kraft, der man zutrauen würde, für Veränderungen zu sorgen. Dafür braucht es knallharte Opposition und die traue ich nur der AfD zu. Leider, denn bei Alfa mögen intelektuelle Ressourcen vorhanden sein, aber es fehlt an Geradlinigkeit (vor allem bei Lucke, weniger bei Henkel) und Mut. Es fehlt auch an sozialer Kompetenz, denn gäbe es jene bei Alfa, dann würde man erkennen, dass man mit einem rein wirtschaftsliberalen und sachlichen Kurs nicht jene Wählermassen hinter sich versammeln kann, die es bräuchte, den Kurs der Regierung zu verändern. Damit kann man vielleicht 5-10% erreichen, aber in Deutschland braucht es eine neue Kraft, die das Potenzial zur Volkspartei hat und dafür muss man auch bereit sein, auch Gefühle zu befeuern und Emotionen zu schüren. Gauland hat das begriffen, auch wenn ich mir über seine Ziele nicht ganz im Klaren bin. Ohne die einfache Arbeiterschaft, die sich am Stammtisch zum wöchentlichen Besäufnis trifft, wird man die Politik nicht beleben können. Da muss man auch als sehr freiheitsliebender Mensch mit einem konservativen Lebensentwurf manche unangenehme Kröte schlucken. Klar ist aber auch, dass die AfD nicht überreizen darf. Sonst wird sie alle bürgerlichen Wähler und Mitglieder verlieren. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sich die Situation in der AfD und in den Medien so ändern würde, dass man sich auch als Bürger der Mitte sich zur AfD bekennen und auch mitmachen könnte, ohne aber gleichzeitig jegliche beruflichen Ambitionen zu verspielen. Einerseits betrifft das die verheerende soziale Außenwirkung, die ein solches Engagement mit sich brächte. Andererseits aber auch die Außeneinandersetzungen mit unvernünftigen und verirrten Seelen bis hin zu Menschenfeinden, die ja hier im Blog so viele zum Austritt bewogen haben.

        Auf Ihre oben gestellte Frage, werde ich später noch antworten.

    • Sind Sie mit den Gebrüdern Grimm, den nämlichen Märchenerzählern, verwandt? Das wäre doch mal eine schöne Koinzidenz über die Jahrhunderte hinweg. Zwei Grimms, die Phantasien freimütig (wieder)erzählen und ein Grimm, der seine selbstverständlich stets wahren Geschichten immer nur andeuten mag.

  9. Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,
    so sehr mir Ihr Wunsch verständlich ist in einer anständigen Partei mitzuwirken, so sehr staune ich jedoch welche Gedanken Sie dabei entwickeln und um welche Partei es sich da handelt.
    Bringen Sie uns beide doch bitte nicht in Verlegenheit. Wählen können Sie eh nichts Anderes und mitarbeiten brauchen sie nun wirklich nicht mehr. Es hat einfach zu viele Schäden hinterlassen was Sie sich so als Hilfe im grossen Stil ausgedacht hatten. Mit anderen Worten : Ohne Sie läuft es deutlich problemloser und ohne grosse Ärgrnisse in NRW , und in den Osten , so als Brandwehr , wollen Sie doch gewiss nicht ziehen ?
    ( Den Gedanken, das Höcke ein Gesandter des Herrn ist würde ich nicht zu weit von mir schieben )

    Beste Grüsse von Ihrem Bochumer 😉
    Wolfgang Demolsky

    • Was läuft denn jetzt in NRW? Herr Pretzell kassiert seine Diäten und steht mit Bettgeschichten in der Bunten, aber politische Arbeit sähe anders aus. Freuen Sie sich auch nicht zu früh über ein Landtagsmandat für Ihre Frau. Die Flut hebt alle Boote, doch bei Ebbe sieht man, wer nackt ist.

      • Sie scheinen meine Zeilen nicht so recht verstehen zu wollen. Ich sehe es wie früher bei der Bundeswehr ! “ Die Gefahr kommt aus dem Osten ! “ Und was Höcke angeht , und meine Meinung zum Gesandten des Herrn , so sollten Sie versuchen es zu verstehen. Er könnte schädlicher sein als Sie zu Ihren besten Zeiten 😉 und das für Andere. Er kann so sein wie Sie ihn sehen , aber sicher ist das nicht. Mein Rat an ihn war , doch vor dem Vergrösserungsspiegel zurückzutreten. Wie Sie aus persönlicher Erfahrung wissen, stimmt es sehr wohl mit dem Opportunismus , das aber nie Personren gegenüber sondern immer für den Erfolg der AfD. Das Sie offensichtlich die Wahrheit verdrängt oder bewusst gemieden haben , erinnere ich noch einmal wie Sie in Rommerskirchen überhaupt auf eins kamen und wie Sie, und von wem Sie dort auch wieder entfernt wurden. Burger wurde Ihr Nachfolger weil Sie nicht im Stande waren …. gut er war es dann auch nicht sehr lange , aber ich folgte ihm nicht sondern wenn Sie sich erinnern, schuf ich für ihn und Andere die Möglichkeit die Partei zu führen. Er war damals die einzige Möglichkeit und Alternative gegen Sie . Und das versuchen sie hier so merkwürdig darzustellen ? Selbst Lucke hat den Wechsel doch für gut befunden. Ich erinnere Sie gerne an das von mir auf meiner Seite bei FB nach den BTW veröffentlichte Fussballspiel , bei dem die Aussage “ Platzverweis “ ganz klar zu lesen war. Da stand ihr Abmarsch doch bereits fest 😉 Sie wollten es nur noch nicht glauben !

        ****Herr Demolsky ist für mich ein typischer Opportunist. Er äußert sich nie ganz klar,*** biedert sich aber immer bei den gerade Mächtigen an *** , anfangs bei Herrn Lucke und mir, dann bei Herrn Burger und Herrn Pretzell. *** Je nach Entwicklung würde er es sicher auch bei Herrn Höcke oder Herrn Meuthen versuchen. ***

        Ersteres ist schlicht unwahr . Ich warnte schon mal vor Fehlversuchen und man hörte mir dabei auch gerne zu. Ich war noch nie irgendeines Menschen “ Mann “ . So empfinde ich diesen Part zum Schluss als Frechheit und offensichtliches Ignorieren ( wie auch , als Parteilooser ) meiner Aussagen in entsprechenden Foren. Sie sehen die Mehrheitsverhältnisse in der AfD doch gar nicht mehr . Lautstärke ersetzt keine Delegierten ! Unsere Gefahr für NRW liegt in den 14 Monaten wo unsere Vertreter um Poggenburg die AfD vor jedem Mikrofon vertreten werden. Und da sehe ich unseren Erfolg für NRW stark gefährdet . Wie könnten das meine Parteifreunde sein , die kippen mit dem Hintern um was Andere über Jahre mühsam aufgebaut haben. So denke ich , dass auch Ihr *Ex Parteifreund * das anonyme Wesen, dieses Mal etwas besser verstanden hat worum es mir geht und wo ich stehe . Bei der AfD ! Und wer dieser Partei Schaden zufügen möchte , egal ob Lucke , Dilger oder sonst wer … hat eine Gegenstimme mehr , das mit Denen die ich motivieren kann 😉 und das sind immer noch nicht Wenige . Ich wollte Ihnen eigentlich nur ersparen Ihren Freunden in Dortmund ( denke Sie wohnen dort noch ) bereits die Möglichkeit zu geben Sie für entgangene Freuden zu entlohnen 😉 Die haben Ihr Intrigenspiel vor Essen nicht vergessen. Denn bis zum Landesvorstand kann man Sie nicht zur Entscheidung vor lassen, das würde Sie dann doch nur wieder in die Zeitungen bringen , und das wollen Sie doch sicher nicht . Oder ?

        Grüsse
        WolfgangDemolsky

      • Sie überschätzen sich weiterhin selbst und unterschätzen andere. Dass Sie immer auf der Seite der gerade Mächtigen stehen wollen, bedeutet nicht, dass Sie diese Personen mächtig machen. Außerdem unterstreicht es meine Opportunismusthese, dass Sie zwar für den Erfolg der AfD sind, aber Ihnen völlig egal ist, wofür die AfD steht. Können Sie auch nur einen politischen Inhalt benennen, für den Sie sich einsetzen?

      • Ich erinnere mal an Ihre Auftritte in Presse und Fernsehen :-))) Da ist er deutlich besser. Provokativ meist , aber er folgreich. Von NRW haben Sie aber nun wirklich gar keine Ahnung mehr. Deshalb sollten Sie sich nicht in Spekulationen ergehen oder den Märchen irgendwelcher Spastis Glauben schenken. Hier einmal meine Sichtweise zur “ Bunten “ Wenn Sie es dann besser erklären können bekommen Sie drei Punkte .

        Da nun Niemanden dazu etwas einfiel, hier ein paar Gedanken zur „Tat“ von mir. Das es gelungen ist, etwas in eine Zeitschrift wie “ Die Bunte “ zu bringen um dort die Möglichkeiten zur Beantwortung mancher unseligen, und von der allgemeinen Presse missbräuchlich vorgetragenen Unwahrheiten zu korrigieren, ist für mich extrem wichtig. Unser Mangel an Frauenstimmen zu den Wahlen ist sichtbar. Die Bunte ist ein Werbeträger allerfeinster Art bei dieser “ Bevölkerungsgruppe “ . Dabei ist zu beachten , das diese “ Bunte “ in allen Lesezirkeln vertreten ist und das über zum Teil in Zeiträumen von bis zu acht Wochen. Die Aktualität des Lesezirkels bestimmt dessen Preis. So liegen diese Dinge in Hundertausenden von Praxen und Kanzeleien aus und werden so als eine der besten Verbreitungsmöglichkeiten angesehen. Dann gehen die immer noch zu Lesern des privaten Verbrauchs als Endstation. Nun kann man sagen : “ Aber das Thema und die Darstellung als solche … “ Die Bunte schreibt nicht über rein politische Themen. Sie schreibt Geschichten für Frauen ! Da ist Politik Beifang, den man geschickt untermischen muss um dort verbreitet und gelesen zu werden. Das unser NRW Sprecher , Herr Pretzell , diese “ dämonenhafte “ Aussage tätigte , zeigt sein Geschick Fixpunkte zu setzen. Diese, für mich leicht überzogene Bewertung , entspricht nicht seiner eher rationalen Art , sondern der Überlegung was sich auf Dauer in den Köpfen festsetzt. Und ich gestehe , eine solche Fantasie hätte ich ihm gar nicht zugetraut.

        Um Sie auf den neuesten Stand zu bringen: Er tritt zur Wahl um Platz eins der AfD NRW für die Liste NRW an .Sollte er gewählt werden geht er in den Landtag , oder wer sollte Laschet und Lindner für die AfD entgegnen? Frau Kraft möchte ich mal nicht überbewerten 😉 Was Sie da mal wieder fabulieren was Wohnsitz oder sonst etwas angeht , so kann ich Ihnen versichern dass Sie sich keine Sorgen machen müssen 😉 Alles in bester Ordnung .
        Warum Sie meine Familie in Person meiner Frau hier verunglimpfen verstehe ich offen gestanden nicht. Bislang verstanden Sie es eigentlich sich zu benehmen. Meine Schwiegermutter , Pflegestufe “ gut Zwei “ wird nun von meiner Frau seit gut zwei Jahren gepflegt , und an Deren Zustand wird sich gewiss nichts zum Besseren wenden . ( Altzheimer ) Das selbst Sie bemüht waren meine Frau mit in den Vorstand NRW einzubinden , was danach auch einige Andere versuchten die nicht richtig zugehört hatten , scheinen Sie vergessen zu haben. Wir bringen uns in Bochum ein , und das dauerhaft 😉 und mit gutem Erfolg was die Arbeit angeht. Das es hier mühsam ist werden sie noch in Erinnerung haben. So, bis die nächsten Jahre mal wieder , und sollten Sie wirklich einmal etwas dringendst wissen wollen , rufen Sie mich einfach an .Ich habe mich zwar etwas zurückgezogen , aber Renner – Dilger Spiele gibt es ja nicht mehr . Dabei wird es auch bleiben. Ich denke das kann und darf ich immer noch sagen. Also nicht hinter mir her rufen , ich höre es nicht mehr 😉

        liebe Grüsse aus Bochum
        Wolfgang Demolsky

        Diese “ Klarnamen “ hier sind ja erbärmlich. Anonymus lässt grüssen!

      • Wo ist Herr Pretzell denn erfolgreich? In Bielefeld konnte die AfD unter seiner Führung gar nicht antreten, bei der Europawahl war sie relativ schlechter als bei der Bundestagswahl. Mit der Idee, auf friedliche Flüchtlinge schießen zu lassen, hat auch er angefangen. Dass er inhaltsfrei Frauen beeindrucken will, ist ebenfalls nichts Neues. Durch seine (und Ihre) Manöver ist auch niemand mehr aus NRW im Bundesvorstand vertreten, wenn man seien Platz im Bett von Frau Petry nicht zählt.

        P. S.: Ich wollte Ihrer Frau nichts unterstellen. Mein letzter Stand (Ende 2013 oder Anfang 2014) war, dass sie sich für ein Landtagsmandat interessierte. Das ist doch auch nicht ehrenrührig. Kleiner praktischer Tipp: Von den Diäten kann man gute Pflegekräfte bezahlen. Wenn sie nur den seltenen Anträgen von Herrn Pretzell zustimmt, bleibt auch noch viel Zeit übrig.

    • Ihr Hinweis bezüglich Höcke zeigt doch in aller Deutlichkeit, woraus eben doch die verbliebenen Mitglieder im „Westen“ mehrheitlich gestrickt sein dürften. Denn Ihre Einstellung und Vorgehensweisen erscheinen mir auch in der Rückschau sozusagen als der Weingeist, der das gesamte Fass geistlich beseelt. Ich bin nicht so wortgewandt wie Sie, mir fällt daher gerade kein besserer Vergleich ein, aber Sie werden ihn schon auch so verstehen. Wenn also dieser Eindruck stimmt, daß Sie ein sehr typischer AfD-Vertreter sind, dann kommt also auch für den Westen aus dem Osten das Licht bzw. die Lichtgestalt. Ich sehe Lucke und Henkel (deren Fan ich nicht bin) bis heute und auch zukünftig keineswegs widerlegt.

      • Herr Demolsky ist für mich ein typischer Opportunist. Er äußert sich nie ganz klar, biedert sich aber immer bei den gerade Mächtigen an, anfangs bei Herrn Lucke und mir, dann bei Herrn Burger und Herrn Pretzell. Je nach Entwicklung würde er es sicher auch bei Herrn Höcke oder Herrn Meuthen versuchen.

      • Sie verstehen den Gesandten nicht richtig . Ein Gesandter kommt in diesem Fall irgendwoher , in der Regel mit einem Auftrag 😉 von Aussen. Ob Sie überhaupt etwas verstehen möchten werde ich hier nicht mehr in Erfahrung bringen wollen. Es war eher ein Freundschaftsdienst an Herrn Prof. Dilger , der von mir noch empfohlen, vom Bezirk in einen Landesfachausschuss entsandt wurde. Er war unser bester Mann in Arnsberg . So ticke ich , es geht nicht um uns , sondern um die Partei. Aber er ging nur anderthalb mal hin .
        Ich stelle gleich noch ein wie man den Beitrag in der Bunten bei etwas intelligenter Betrachtung auch sehen kann.

      • Herr Demolsky, ich kenne Sie nicht, aber ich finde es unanständig, primitiv und unwürdig andere Menschen als „Spastis“ zu bezeichnen. Wenn das Ihr gewöhnlicher Umgang ist, meinetwegen. Aber Sie können sich sicher sein, dass ich nicht von Menschen, die einen so respektlosen Umgang pflegen, vertreten werden wollte. Hart in der Sache ja, verletzende Beleidigungen nein. Sie können sich auch sicher sein, dass wenn Sie sich so präsentieren, Ihrer Partei keine große Zukunft beschieden ist. Denn dann werden Sie jene Menschen (wie vllt. ich), die naiverweise glauben, dass die AfD in Deutschland zumindest etwas in Bewegung setzen könnte, schneller verlieren als Ihnen lieb ist. Und ohne diese Menschen wird es schwierig mit Ihrem Einzug in den Landtag.

  10. Lieber Herr Dilger, auch wir haben uns im März 2013 kennengelernt, nachdem Sie in die AfD eingetreten (oder von Herrn Lucke gerufen wurden) um Martin E. Renner als NRW Landessprecher zu verhindern. Das hat funktioniert und wurde von mir untersttzt. Wie die Geschichte danach weiterging ist bekannt. Nachdem Lucke das Hadtuch warf, haben Sie den Untergang der AfD kommen sehen. Ich habe Ihnen damals widersprochen. Nun ist die Party AfD zweistellig und hat in 2017 viele Mandate auf Bundesebene und in NRW zu erwarten. Ist ein mögliches Bundestagsmandat fr Sie eine Motivation über einen Wiedereintritt nachzudenken? Wie wollen Sie später mal Ihren Kindern erklären, warum Sie mit offenen Augen in eine Partei eingetreten sind, die viele braune Flecken hat? Wollen Sie sich wirklich mit einer Frau von Storch, einem Herrn Renner oder einem Herrn Poggenburg gemein machen? Ich biete Ihnen eine Wette an: sollten Sie einen Aufnahmeantrag in die AfD stellen, dann ist meine Wette, dass er abgelehnt wird. Dafür werden Pretzell, Renner, Keith und andere Parteifreunde schon sorgen. Wennn ich verliere zahle, ich Ihren AfD Mitgliedsbeitrag für 2016.:)

    • Am 10. Juli 2015 schrieben Sie hier: „Die AfD ist noch nicht gescheitert, steht aber kurz davor.“ Das hat sich durch Frau Merkel anders ergeben, zumindest kurz- bis mittelfristig.

      Wie kommen Sie auf die Idee, dass ich in diese AfD mit Herrn Pretzell als Landes- und heimlichem Bundessprecher zurückkehre? Er würde meinen Wiedereintritt ohnehin verhindern, so dass wir deshalb gar nicht zu wetten brauchen. Ich sehe nur wieder Hoffnung, dass es bei der AfD doch noch zu einer Trendwende kommen könnte. Dann sollten auch Sie über einen Wiedereintritt nachdenken, da die Neuen Liberalen offensichtlich weder sonderlich liberal noch erfolgreich sind.

      • Auf Ihre Klausurfrage “ 1. Erklären Sie, woran die AfD gescheitert ist.“ habe ich am 10.7.15 festgestellt, dass die AfD noch nicht gescheitet ist, aber kurz davor steht. Frau Merkel hat das mit Ihrer „Wir schaffen das“ Politik verhindert. Wie ich auf die Idee komme, dass Sie in die derzeitige „Pretzell-Petry“ AfD zurückkehren könnten? Ganz einfach: Pretzell und Petry sind Fakten und daran wird sich nach meinen Erkenntnissen vor der BTW 2017 nichts ändern. Beide haben sich laut Petry erst im Kampf gegen Lucke lieben gelernt. Zwischen Ihnen hat es also erst durch eine gemeinsame Intrige gefunkt. Auch in bin in eine konservativ liberale AfD eingetreten und habe eine rechtspopilistische Partei verlassen. Natrlich habe ich mit den aktuellen Programmentwurf durchgelesen und muss gestehen, dass ich die AfD wählen könnte, wenn dieses Programm so verabschiedet würde.Das Geldsystem wird inzwischen in Frage gestellt und das CO2 Märchen , beides war unter Lucke nicht möglich. Wenn Sie vermuten, ich sei bei den Neuen Liberalen, dann irren Sie. Ich war 2014 auf dem Hamburger Gründungsparteitag, nachdem ich Frau Canel über die Liberale Vereinigung kennen und schätzen gelernt habe. Dort habe ih festgestellt, dass es bei den „Neuen Lineralen“ mehr „Ökosozialisten“ und „Sozialdemokraten“ als echte Liberale gibt und mich umgehend wieder abgewendet. Auch ich sehe, z.B. in Peter Böhringer oder in Prof. Meuthen, Personen, denen ich zutraue, die AfD in die richtige Richtung zu entwickeln. Ich könnte mit auch einige ALFA Mitglieder aus NRW in der AfD vorstellen.( z.B. Prof. van Suntum). Tatsache ist jedoch, dass sowohl Herr Pretzell, als auch seine Freundin Frauke im Sattel sitzen, unbedingt in den kommenden Bundestag wollen und dies wahrscheinlich auch schaffen. Diese beiden Führungskräfte kenne ich jedoch besser als mit lieb ist. Ich kann mir nicht vorstellen, für eine Partei Wahlkampf zu machen, die solche Persönlichkeiten auf die vordersten Listenplätze wählt. Woher nehmen Sie die Hoffnung, dass es bei der AfD zu einer nachhaltigen Trendwende kommt? Eine solche müsste doch noch in 2016 vollzogen werden. Im Mai 2017 wird in NRW gewählt, dann wird es keine offen ausgetragenen Machtkämpfe in NRW geben können.

      • Zumindest die Amtszeit des Bundesvorstands läuft vor der Bundestagswahl ab, was ihn natürlich nicht daran hindern muss, einfach länger im Amt zu bleiben. Sowohl Frau Petry als auch Herr Pretzell sind jedoch in zahlreiche Skandale verwickelt, über die sie jeden Tag stürzen können. Wenn z. B. jemand seinen ungeklärten Wohnsitz aufarbeiten würde, dürfte sich ergeben, dass er gar kein Mitglied und damit auch nicht Sprecher in NRW ist. Auch könnten die Mitglieder beide in die Wüste schicken, wobei solch ein Manöver aber wohl eher von rechts kommen dürfte, außer wenn Herr Pretzell die NRW-Wahl in den Sand setzt. Sollte es z. B. bei der Listenaufstellung wieder solche Probleme geben, wie auch Sie diese 2013 bereitet haben, bin ich nicht sicher, ob er eine gültige Liste durchbringt. Dabei darf nicht vergessen werden, dass er als Kreissprecher von Bielefeld den dortigen Kommunalwahlantritt vermasselte, obwohl dieser viel leichter ist als auf Landes- oder Bundesebene.

      • Zu den „Skandalen“, die Sie weiter unten erwähnen: haben Sie nicht die Lektion aufgenommen, daß solche Dinge grundsätzlich innerhalb der AfD völlig uninteressant sind und die Mitglieder sich an NICHTS stören und den fadenscheinigsten „Erklärungen“ -aber auch hanebüchensten Unterstellungen und Lügen- glauben WOLLEN? Wer wenn nicht Sie (und ich) hätte diese Lektion lernen sollen? Die Wähler interessiert das erst recht nicht – die wählen Protest.

      • Ich vertraue da weniger auf die Mehrheit der Mitglieder bzw. Delegierten als auf den Rechtsstaat. Wenn letzten Sommer nicht zusammen mit mir etliche klagende Mitglieder ausgetreten wären, wäre die Amtsenthebung von Herrn Pretzell vermutlich gelungen. Es kann halt dauern, bis Schiedsgerichte und dann ein ordentliches Gericht entscheiden. Wo allerdings gar kein Kläger mehr ist, da gibt es auch keinen Richter. Vielleicht meinte Herr Demolsky das mit den Schäden, die ich seinen neuen Idolen angetan hätte. Eine andere Frage ist die, die sich auch im Saarland stellen wird, ob nicht sogleich dieselben Personen wiedergewählt werden.

      • Das mit dem Wohnsitz von Herr Pretzell, der in Wiesbaden und nicht in NRW wohnt, sollten Sie nicht überbewerten. Frau Merkel wohnt auch nicht in ihrem Wahlkreis Strahlsund, sondern in Berlin.

        Die Turteltauben-Story in der BUNTEN („dämonische Schönheit„) dagegen ist peinlich. Die Distanzierung von Frau Petry gegenüber Frau von Storch und jetzt aktuell auch gegenüber AfD-Pressesprecher Lüth zeigt, dass sie sich zunehmend isoliert. Die Luft um sie wird dünner. Wer lange genug in der Politik ist weiß, dass es dort kaum echte Freundschaften gibt.

      • Die Regeln bei Bundestagswahlen sind andere, da muss man nicht in seinem Wahlkreis oder auch nur Bundesland wohnen. Die AfD-Bundessatzung ist da strenger und ordnet die Mitgliedschaft in Gebietsverbänden nach dem Hauptwohnsitz zu, was nur durch förmlichen Beschluss anders geregelt werden kann, den es im Falle von Herrn Pretzell nicht gegeben hat.

        Es sind leider nicht nur Freundschaften in der Politik selten, sondern auch Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Grundformen des Anstandes. In meinem ganzen übrigen Leben bin ich noch nicht so viel belogen (und beleidigt) worden wie 2013 in der AfD. Interessant ist, ob die Beziehung von Frau Petry und Herrn Pretzell hält bzw. wann er sich mit einer anderen im Bett erwischen lässt.

      • Ist Pretzell so notgeil? Ich kenne ihn nicht persönlich. Sie schon…..

      • Sagen wir so, er hat eine Schwäche für die Damenwelt. Das spricht übrigens dagegen, dass irgendwelche mächtigen Verschwörer die AfD zerstören wollen, denn bei ihm würde eine gut gemachte Honey Trap sicher funktionieren.

      • Welche Auswirkungen hätte es, wenn Herr Pretzell in eine „Honey Trap“ tappt? Keine. Er ist erstens nicht wirklich wichtig für die Gesamterscheinung der AfD und zweitens würde das – wenn überhaupt – vieleicht Herrn Pretzell „schaden“, aber gewiss nicht der AfD als Ganzes. Daher ist es für etwaige professionelle „Verschwörer“ völlig uninteressant, ausgerechnet Herrn Pretzell in eine solche „Falle“ zu locken, die im Übrigen bei uns in Deutschland ohnehin nicht dieselben Auswirkungen hätte wie bei den Pseudomoralisten in den USA.

      • Herr Pretzell ist als Sprecher des größten Landesverbandes und Geliebter der Bundessprecherin schon wichtig. Zumindest diese Beziehung dürfte dann zerbrechen. Aber vielleicht denken sich Ihre Verschwörer auch, dass er der AfD mehr schadet als nutzt, weshalb er eher gestärkt als geschwächt werden sollte. Ist es nicht sogar möglich, dass er selbst Teil einer solchen Verschwörung ist?

      • Denkbar ist alles und die Gedanken sind bekanntlich frei. Auch ich bin kein Fan Ihres Nach-Nachfolgers Pretzell, halte ihn aber bei Weitem nicht für so gefährlich – vor allem für die AfD selbst – wie Herrn Höcke und Frau Storch.

      • Die Gefahr von ihm ist eine andere. Die einen sind Ideologen, die anderen unseriöse Opportunisten. Am schönsten finde ich inzwischen die Vorstellung, dass er deshalb in keine Honey Trap läuft, weil er selbst die Honey Trap ist, nämlich für Frau Petry, die durch ihn in mehrfacher Hinsicht verloren hat. Die Wahrheit ist aber wohl viel simpler, da haben sich einfach zwei ähnlich strukturierte Menschen gefunden. Das ist fast schon romantisch, aber die starke Verquickung von Privatem und Politischem passt dann wieder zum unseriösen Opportunismus.

      • Ob Höcke und Storch wirklich Überzeugungstäter sind oder vielleicht auch nur Opportunisten, kann dahingestellt bleiben, weil sie sich dem Dummvolk als Überzeugungstäter präsentieren und die Wirkung mithin dieselbe ist.

        Frau Storch ist in meinen Augen in erster Linie eine Politik-Unternehmerin, die ihre vor allem eigenen Interessen verfolgt. Sie macht das allerdings nicht gar so plump wie „Bonnie & Clyde“ und daher fällt es bei ihr nicht so vielen auf.

        Meine Meinung zu Herrn Höcke kennen sie. Auch in seinem Fall ist der Grund seines Agierens zweitranigig. Das fatale Ergebnis ist das selbe.

      • Wir können nicht in die Köpfe der Menschen schauen, um nachzusehen, was sie wirklich für Überzeugungen haben (wenn überhaupt). Nach ihren öffentlichen Äußerungen und Taten sind Frau von Storch und Herr Höcke jedoch eine andere Art von Politiker als Frau Petry und Herr Pretzell. Der erste Typus müsste auch Ihnen besser gefallen, nur die vertretenen Überzeugungen nicht.

      • Keiner dieser Politikertypen gefällt mir. Also weder Opportunistische Karrieristen (Bonnie & Clyde) noch opportunistische Politikunternehmer (Storch) noch völkische Rassisten (egal ob aus Überzeugung oder als fremdgesteuerte Torpedos). Nichts davon ist akzeptabel.

        Wenn es nach meinen Vorstellungen ginge, wären schon die Zugangsegeln zur Politik ganz andere. Aber das was ich für richtig hielte ist in unserem Zeitalter nicht durchsetzbar, da es die meisten Menschen als „undemokratisch“ empfinden würden. Lesen Sie am besten einfach noch mal Ihren F.A. Hayek … 😉

      • Friedrich August von Hayek war ein Befürworter der Demokratie. Was er ablehnte, war eine unbeschränkte, totalitäre Demokratie. Auch die demokratische Regierung muss sich an die Gesetze halten und der demokratische Gesetzgeber an die Verfassung und allgemeine ethische Grundsätze. Gewaltenteilung und -begrenzung sind nötig.

      • „dämonische Schönheit“ zeigt, was Pretzell an Petry liebt: ihre Machtgier und Machtfülle. Wird Petry entmachtet, ist er wieder weg… sein Problem dürfte sein, dass er mit Storch und Co. keine guten Alternativen hat 😀

        Ich verstehe nicht, was immer diese Verschwörungstheorien sollen. 1. Ich gehe nicht davon aus, dass Höcke und Co. von bösen Mächten geschickt wurden und gesteuert werden 2. Nehmen wir an, es würde „U-Boote“ geben…sind alle Mitglieder Roboter und können nicht selbst denken, haben keine eigene Meinung? Werden die Mitglieder gezwungen, Höcke und Co. zu folgen? Sind böse Mächte verantwortlich, wenn es die AfD Basis nicht schafft, Höcke und Co. abzuwählen? Nein, die Mitglieder haben die Ansichten von Höcke und Co., weshalb sie hinter denen stehen…dafür trägt niemand von Außen die Schuld, außer die entsprechenden Mitglieder und ihre Parteifreunde, die still zuschauen und auf ein Wunder hoffen, dass sich ohne ihr Engagement etwas ändert. Ist der Verfassungsschutz bei der NPD verantwortlich? Nein, die V-Männer sprechen aus, was sie selbst und ihre Parteifreunde denken…der Verfassungsschutz ist lediglich so dumm, dass er sie dafür bezahlt, dass sie gesteuerte Informationen bekommen, was in der Partei vorgeht. Und warum sind immer automatisch Merkel und Co. bei Verschwörungstheorien die Schuldigen? Herr Gauland hat die russische Botschaft besucht und Gedanken ausgetauscht, Frohnmaier besucht die Separatistengebiete in der Ostukraine, wo die Russen ihre Finger im Spiel bzw. die Kontrolle haben: Warum also ist nicht Putin die fremde, böse Macht, die bei der AfD in ihrem Sinn eine Kursänderung verursacht hat und den Ruf der AfD nachhaltig schädigt?

      • Manche Ansichten sind so dämlich, dass sie kein gebildeter Mensch ernsthaft vertreten kann. Wenn es doch welche tun, sucht man nach einer Erklärung, z. B. dass sie selbst nicht daran glauben, sondern nur aus Opportunismus, sei es für Stimmen oder Geld, so reden.

        Welches Interesse sollte denn Herr Putin daran haben, die AfD zu schädigen? Er würde sie eher benutzen, um die deutsche Regierung zu schwächen.

      • Was F.A. Hayek auch ablehnte, war das Wahlrecht für vom Staat Abhängige. Da heute nur noch knapp 30% der Wahlberechtigten Netto-Zahler sind, wäre diese sehr vernünftige Forderung Hayeks auf demokratischem Wege nicht mehr umsetzbar.

      • „Warum also ist nicht Putin die fremde, böse Macht, die bei der AfD in ihrem Sinn eine Kursänderung verursacht hat und den Ruf der AfD nachhaltig schädigt?“ Ich habe mich da etwas falsch ausgedrückt. Putin hat natürlich kein Interesse daran, die AfD zu schädigen… der zweite Halbsatz ist nur die geschilderte (tatsächliche) Folge vom ersten Halbsatz, der Kursänderung der AfD seit letzten Jahr.

    • Pretzell hat den Parteitag bei seiner Wahl zum Sprecher in Bezug auf seinen Wohnsitz belogen. Herr Wilhelm hat Lucke im Frühling 2016 aufgefordert, den Sprecher von NRW seines Amtes zu entheben. Pretzell hat diese Schlacht gewonnen, warum sollte er jetzt noch über seinen nicht vorhandenen Wohnsitz in NRW stolpern? Petry hat eine Strafanzeige wegen Meineids am Hals, aber was wird schließlich an ihr hängen bleiben? Es ist sogar umstritten, ob man vor einem Wahlprüfungsausschuss einen Meineid leisten kann. Die Insolvenzprobleme dieses Pärchens sind auch Schnee von gestern. Über welchen Skandal könnte er oder sie oder beide „jeden Tag stürzen“ ? Und wer sollte ihn oder sie stürzen? Ein ordentliches Gericht? Wohl kaum! Ein AfD Schiedsgericht? Unwahrscheinlich. Ein NRW – oder Bundesparteitag? Noch viel unwahrscheinlicher solange die AfD von der Flüchtlingswelle getragen wird. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit mit Prof. Schachtschneider zu frühstücken. Er meinte die AfD sei die einzige Partei, die gegen Merkels Politik Widerstand leiste. Ähnlich scheint es auch der normale Wähler zu sehen. Die AfD hat also die Chance, eine Volkspartei zu werden und nicht nur Deutschland, vielleicht sogar Europa zu retten. Als Partei für den Widerstand braucht sie aber ein stringentes Konzept für eine Erneuerung unseres Staates. Die BRD muss von den Kartellen, Institutionen und Parteien, die uns fremdbestimmen, befreit werden. Der Schlüssel dazu ist die Abschaffung des Finanzsystems, das uns alle zu Schuldsklaven gemacht hat. Das Volk muss sich seine, im Grundgesetz verankerte Staatsgewalt zurückerobern.
      Ein regierbares Europa ist nicht möglich solange das eine Land reich und das andere Arm ist. Der Euro und die fortschreitende Verschuldung Deutschlands dienen deshalb der Schwächung und der Angleichung der Lebensverhältnisse in den „Vereinigten Staaten von Europa“. Es gäbe also viel zu tun für eine Alternative, der es um viel mehr als nur die Honigtöpfe in Berlin oder Düsseldorf ginge. Ich befürchte aber, Herrn Pretzell und Frau Petry geht es mehr um ihre persönliche Karriere als um die Zukunft Deutschlands.

      • Es geht doch nicht darum, dass Herr Pretzell ein Meldevergehen begangen hat, was eine reine Ordnungswidrigkeit ist, sondern dass er ohne Wohnsitz in NRW hier gar kein Mitglied und damit auch nicht Sprecher ist. Das wollte er durch eine nachträgliche Meldebestätigung heilen, die aber wohl ebenfalls unrichtig war. Wenn jemand (Herr Renner?) da nachbohrt, ist er schnell sein Amt los. Warum Herr Lucke seinerzeit die Gelegenheit nicht ergriffen hat, mit Herrn Pretzell einen seiner Hauptgegner auszuschalten, müssten Sie ihn selbst fragen. Dabei gibt es noch anderes, worüber Herr Pretzell oder Frau Petry stolpern können. Unter den beiden wird die AfD jedenfalls keinerlei politische Inhalte ernsthaft vertreten, schon gar keine konstruktive Alternative zur Merkel-Regierung. Dafür wird die AfD auch nicht gewählt, sondern als reiner Protest, der die CDU zur Umkehr bringt oder auch nicht.

  11. Ich war 1987 bis 2010 FDP-Mitglied (dort auch mehrere Jahre im Landesvorstand) und bin seit 31.3.2013 ohne Unterbrechung in der AfD. Vielleicht ist meine Sichtweise zu sehr auf die NRW-AfD bezogen; aber den Vorwurf zu weit „rechts“ zu stehen, habe ich nie teilen können. Sicher, der Essener Parteitag war kein Musterbeispiel des höflichen Umgangs miteinander. Aber so etwas muss man einer jungen Partei zubilligen, jedenfalls rechtfertigt das aus meiner Sicht keinen Parteiaustritt. Ich sehe mich immer noch als Liberalen und fühle mich immer noch in der AfD besser aufgehoben als in der FDP (andere Parteien waren für mich sowieso nie wählbar). Natürlich gibt es vieles, was in der AfD verbesserungswürdig ist, aber wo ist das nicht so?

    • Da waren Sie wie ich (1990-2013) 23 Jahre in der FDP. Aber warum sind Sie bereits vor dem Mitgliederentscheid ausgetreten? So viele Stimmen haben dabei gar nicht gefehlt. Dann wäre manches anders gelaufen.

      Insbesondere Herr Pretzell steht doch eigentlich für gar keine politischen Inhalte, sondern fällt durch persönliche Skandale und Skandälchen auf. Im größten Landesverband wird auch kaum politisch gearbeitet. Auf Bundesebene wäre es wichtig, die klare Euroablehnung ins Programm zu bekommen. Ich werde dazu noch einen konkreten Vorschlag machen, den Sie vielleicht unterstützen wollen.

      • Meine Entfremdung von der FDP hatte sich über einen längeren Prozess hingezogen. Der Mitgliederentscheid hätte auch bei einem anderen Ausgang keine Rolle mehr für mich gespielt.

      • Für viele andere einschließlich mir war der Mitgliederentscheid entscheidend. Vielleicht hätte ich schon gleich danach austreten sollen.

  12. Geht dies überhaupt so einfach in Deutschland einen Landesverband aufzulösen. Da gibst doch ein bürokratisches Parteiengesetz.

    Am besten hat es Wilders in Holland, ist halt einziges Mitglied seiner erfolgreichen Partei. Der braucht keine Kampfabstimmung bei einem Parteitag zu fürchten. 100% bei einer Abstimmung und wenn er gegen sich selber stimmt, ist er halt eine gespaltene Persönlichkeit und gehört ins Krankenhaus.

  13. FDP und AfD
    Bei der starken Abhängigkeit der FDP von der Wirtschaft war es für mich erstaunlich, dass der Mitgliederentscheid zu Lasten des Antrags von Schäffler so knapp ausgegangen ist. Die Wirtschaftsvertreter sind in Teilen gegen eine Radikal-Lösung bei der Währungsunion. Diese Abhängigkeit wird wahrscheinlich auch in Zukunft verhindern, dass die FDP zur Lösung des Euro-Problems eindeutige Aussagen trifft.
    Die AfD hat in ihrem Programm-Entwurf eine eindeutige Aussage formuliert:
    Entweder Gemeinschaftsbeschluss zur Auflösung des EURO oder Austritt Deutschlands aus der Union wegen der fortgesetzten und nachhaltigen Vertragsverletzungen. ALFA eiert bisher herum: Kleinere Union oder Nord-Union, wobei unklar bleibt, wie die auszugliedernden Partner, die an dem gegenwärtigen Zustand brennend interessiert sind, zu einem Austritt bewogen werden können.

    • Die Wirtschaft besteht nicht nur aus Großkonzernen, die größtenteils tatsächlich den Euro unterstützen, weil sie entweder vom Euro profitieren oder sich politische Vorteile von einer Unterstützung versprechen. Kleinere und mittlere Unternehmen und Unternehmer sind Leidtragende des Euro und deshalb zumindest teilweise dagegen.

      In meiner ‚Kurzkritik am ALFA-Kurzprogramm‘ hatte ich schon angemerkt, dass die Forderungen zum Euro nicht überzeugen. Zumindest in diesem Punkt bin ich der AfD deutlich näher.

  14. Dass es in der AfD viele Mitglieder am unseriösen rechten Rand gibt (Putin- und Elsässer-Groupies, Amerika-Hasser, Reichsbürger und sonstige Aluhut-Träger), ist die eine Seite des Problems. Die andere ist, dass sich nach meinem Eindruck – bedingt durch die ständigen medialen Angriffe – in weiten Teilen der Partei eine Wagenburg-Mentalität herausgebildet hat, bei der auch Entgleisungen im Namen eines falsch verstandenen Kampfes gegen politische Korrektheit verteidigt werden. Hinzu kommt, dass selbst abstrusen Positionen innerparteilich bewusst Raum gewährt wird, gemäß der fatalen Gauland-Vorgabe, die einzige rote Linie innerhalb der AfD dürfe die FDGO sein. Die dadurch vorgezeichnete Binnenradikalisierung – die Grenzen des Erlaubten werden immer weiter ausgetestet und ausgedehnt – dürfte ohne eine weitere Spaltung nur noch schwer zu stoppen oder gar umzukehren sein.

    • Das haben Sie auf den Punkt gebracht. Daher muss ich mich -bei allem Respekt- über jede Vorstellung wundern, nach der die AfD sich wieder moderieren könnte. Ob es die Hoffnung auf viele Beitritte moderater Bürger ist? Die muss betrügen, denn diese würden von der in der AfD geradezu zu einer giftigen Essenz destillierten und hochangereicherten Grundsuppe skrupelloser Egonauten, radikaler Egozentriker und (w)irrer Verfolgungswahnsinniger (nichts anderes sind fortgeschrittene Verschwörungstheoretiker!) so schnell wie möglich und nach allen Regeln der intriganten Kunst ruhig gestellt oder eliminiert. Wenn´s sein muss, wohl auch mit der Brechstange, Drohbriefen, Telefonterror, you name it. Die merkbefreiten oder die skrupulös-oppurtinistischen Mitglieder würden es vermutlich wie immer mittragen, sonst sind sie selber dran. Ich fürchte: die AfD hat sich nicht geändert – im Gegenteil: logisch wäre es, wenn das Üble an und in ihr sich konzentriert hätte. Es waren die Bürgerlichen, meinetwegen auch die aktiven Bürgerlichen, die entsetzt ausgetreten sind.

      • Vielleicht sehe ich die Sache zu optimistisch, weil ich nicht mehr in der AfD bin und wohl nur noch mit netteren Mitgliedern Kontakt habe. Aber allein hier im Blog sind das nicht so wenige. Also kann die ganze AfD noch nicht so schlecht sein.

      • Gerade auf die „netten“ Mitglieder kann man nicht bauen. Die sind nämlich zu Jedem „nett“. Was das Merkmal des Opportunismus der zaghafteren Gemüter ist. Wären sie nicht ausschließlich „nett“ (zu Jedem) und hätten Überzeugungen zu denen sie stünden, so wären sie ja entweder keine Mitglieder mehr oder hätten keinen Kontakt mehr zu Ihnen. Denn Sie machen bei Hofe unmöglich. Die „Nettigkeit“ dieser Leute reicht zB sicher nicht so weit, sich in irgendeiner Form dazu zu bekennen, mit gerade Ihnen anders als kritisch -zB via diesem Blog- mit Ihnen Umgang zu pflegen. Ab und zu kommt mal einer vorbei auf diesem Blog, das stimmt! Aber doch nur, um mehr oder weniger deutlich das Bein an Ihnen zu heben, auf daß die Kameraden den linientreuen Schneid bewundern können. Nur Herr Meister, lange abgetaucht, macht da eine Ausnahme. Aber er hat es ja auch von Tag 1 zu seinem Markenzeichen gemacht im eigenen Lager wider den Stachel zu löcken. Alles erwartbar. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

      • Herrn Demolsky würde ich nicht zu den netten Mitgliedern zählen und eigentlich habe ich auch keinen Kontakt mehr zu ihm. Aber es gibt hier doch zahlreiche AfDler, die regelmäßig konstruktiv diskutieren. Aber vielleicht stimmt es, dass manche zu jedem nett, andere zu keinem oder nur dann, wenn es ihnen unmittelbar nützt.

    • Ja, es gibt solche Leuten in der AfD und sie behindern die seriöse Sacharbeit mitunter natürlich etwas. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Ich schätze ihren Anteil aber auf 5 bis maximal 10% (wenn überhaupt, da sich ja nur die Aktiven zu erkennen geben) und kann mir im Übrigen nur schwer vorstellen, dass andere Parteien frei von Problembären sind. Da ich selbst keine Erfahrung in anderen Parteien gesammelt habe, fehlt mir allerdings der konkrete Vergleich.

      • Sie haben einen ziemlich optimistischen Tunnelblick, wenn Sie wirklich daran glauben, dass „solche Leute“ nur 5 bis maximal 10 % ausmachen. Waren Sie schon einmal in den neuen Bundesländern? Kennen Sie die dortigen Kreis- und Landesverbände? In den alten Bundesländern kenne ich auch einige Kreisverbände, die mittlerweile so geworden sind. Was allein zählt, sind gerade die Aktiven…es ist egal, wie die Stimmung bei den Mitgliedern ist, die sich nicht in ihren Kreisverband engagieren und keine Parteitage besuchen. Die gemäßigten Kräfte hoffen immer auf ein Wunder, dass sich etwas ohne ihr zutun verändert…es wird sich daher früher oder später die Geschichte wie letztes Jahr wiederholen. Diesmal werden die Radikalen von noch weiter rechts übernehmen…

      • Das halte ich auch immer noch für das wahrscheinlichste, aber eben nicht für das einzig mögliche Szenario. 2013 kamen doch z. B. viele politische Glücksritter zur AfD. Die meisten sind schon wieder weg, weil sie es einfach zu früh versucht hatten. Jetzt ist die richtige Zeit, wenn jemand relativ leicht ein Mandat bekommen möchte. In Sachsen-Anhalt hat die AfD z. B. 25 gewonnen. Meinen Sie nicht, dass auf den hinteren Plätzen jeder kandidieren durfte, der nur einmal aufzeigen und seinen Namen nennen konnte?

      • Was in den neuen Bundesländern passiert, kann aus dem Westen kaum jemand beeinflussen. Die unterschiedliche Sozialisierung wirkt eben auch ein Vierteljahrhundert nach der „Wende“ noch heftig nach und sehr vieles von der DDR-Mentalität ist seit 1990 leider auch auf die alten Bundesländer übergeschwappt. Insofern sehe ich die Vorgänge in den AfD-Landesverbänden der neuen Bundesländer inzwischen ziemlich fatalistisch. Ossis sind eben Ossis und dass sie obendrein so laut quäken und so tun, als seien sie der Maßstab für die ganze Republik, macht die Sache auch nicht besser. Bedauerlicherweise haben – beseelt von ihrer politischen Korrektheit – nur sehr wenige Wessis den Mut das öffentlich auszusprechen und dieser Mangel an Courage wirkt sich sehr fatal auf ganz Deutschland aus.

      • Sie übersehen, dass zumindest in der AfD Wessis die Ossis anführen und am lautesten schreien. Die meisten DDR-Bürger sind es wohl gewohnt, der jeweiligen Führungsperson nachzulaufen, sei diese Honecker, Kohl, Merkel, Lucke, Petry oder Höcke.

      • Natürlich, weil es eben aktuell sehr leicht ist, ein Mandat zu bekommen. In Sachsen-Anhalt sitzen jetzt fast 10 % der Mitglieder im Parlament… Dadurch werden leider erneut Glücksritter angezogen, neben den Radikalen können andere dubiose Gestalten sich trotz Minderheit auf den hinteren Plätzen platzieren und kommen mit den Erfolgen so an Mandaten, um ihre kruden Thesen auch in den Parlamenten verkünden zu können…und die gemäßigten Kräfte haben es verpasst, wenigstens auf den hinteren Plätzen zu landen, weil sie passiv geblieben sind und das Parteiprogramm abwarten. Bisher sorgen die Erfolge nicht dafür, dass sich die Qualität steigert, da im Gegenteil jetzt auch Mitglieder ein Mandat bekommen, die sogar für die Radikalen unter der Kategorie „Spinner“ fallen.

      • Ganz so ist das nicht. Petry ist Ossi. Poggenburg ist Ossi. Gauland ist genau genommen ebenfalls Ossi, auch wenn es ihn einst in den Westen verschlagen hat, so ist er doch schon kurz nach der Wende als Zeitungsherausgeber in seine ursprüngliche Heimat zurückgekehrt. Wurlitzer und seine Rechtsaußen-Gefolgsleute in Sachsen sind ebenfalls Ossis. Die Leute in Mecklenburg-Vorpommern kenne ich nicht. Aber dieses Bundesland ist ohnehin sehr klein und schon daher nicht besonders gewichtig.

      • Herr Gauland ist kein normaler Ossi, auch wenn er in der DDR zur Schule gegangen ist. Frau Petry ist schon während ihrer Schulzeit in den Westen gewechselt.

      • @nationalliberal

        An Ihrer Analyse die Besetzung der Listenplätze betreffend ist schon was dran. Leider!

        Aber das wird sich ändern, da bin ich zuversichtlich. Leute, die es in ihrer ersten Legislaturperiode vergeigen haben keine all zu großen Chancen wieder auf einem aussichtsreichen Listenplatz zu landen. Und die Listen von Beginn an nicht ausreichend gut zu besetzen, das ist eben ein Anfängerfehler einer noch jungen Partei.

      • Wer weiß, ob es die AfD beim nächsten Mal überhaupt noch gibt? Es fehlt auch an hinreichend vielen guten Mitgliedern, die überhaupt aufgestellt werden könnten, wenn die AfD nicht bereit ist, ihre Listen auch für Nichtmitglieder zu öffnen. Warum sucht man nicht die besten Frauen und Männer im Land?

      • Ja, es ist schon sehr ironisch, dass die AfDler in den neuen Bundesländern gerade den „Westimporten“ Gauland, Höcke und einigen anderen dortigen Abgeordneten hinterherlaufen und glauben, dass diese Herren sie verstehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Intelligenten größtenteils ihr Glück woanders gesucht haben, weshalb es in den neuen Bundesländern noch schwerer ist, geeignete Politiker zu finden…leider nimmt man als Lösung die gescheiterten Existenzen und andere dubiose Gestalten aus den Westen auf, was bestimmt nicht besser ist. Allerdings würde ich sagen, dass allgemein in Deutschland die Führermentalität stark verbreitet ist…

      • @Alexander Dilger:
        „Herr Gauland ist kein normaler Ossi, auch wenn er in der DDR zur Schule gegangen ist. Frau Petry ist schon während ihrer Schulzeit in den Westen gewechselt.“

        Ich hatte nach der Wende einige Zeit in den neuen Bundesländern zu tun. Habe dort unter anderem einen landesweiten Radiosender mit aufgebaut und hatte sehr viel Kontakt zu Politikern, Großkunden, Redakteuren anderer Medien und natürlich zu unserem eigenen Personal, das überwiegend aus Ossis bestand. Mein Eindruck ist bis heute „einmal Ossi, immer Ossi“. Auf Petry trifft das auf jeden Fall zu und Herr Gauland scheint sic seiner Wurzeln auch mehr und mehr zu besinnen. Weder er noch Petry sind Wessis.

        … und zu:
        „Es fehlt auch an hinreichend vielen guten Mitgliedern, die überhaupt aufgestellt werden könnten, wenn die AfD nicht bereit ist, ihre Listen auch für Nichtmitglieder zu öffnen. Warum sucht man nicht die besten Frauen und Männer im Land?“

        Wer sind die Besten? Die finden sie als neue Partei doch ohnehin sehr schwer und mit dem Stigma, das der AfD derzeit (noch) anhaftet sowieso. Dieser Entwiclungsprozess wird also noch ein Weilchen dauern. Aber die Chancen stehen gut, wenn die AfD im Westen keine all zu großen Fehler macht.

        @nationalliberal:
        „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Intelligenten größtenteils ihr Glück woanders gesucht haben, weshalb es in den neuen Bundesländern noch schwerer ist, geeignete Politiker zu finden…leider nimmt man als Lösung die gescheiterten Existenzen und andere dubiose Gestalten aus den Westen auf, was bestimmt nicht besser ist. Allerdings würde ich sagen, dass allgemein in Deutschland die Führermentalität stark verbreitet ist…“

        Dem kann ich aus meiner eigenen Erfahrung leider nur beipflichten, so überheblich das für Ossis auch anmuten mag.

      • Ich sehe diese Offenheit nicht (mehr). Es geht vor allem darum, dass die aktiven Mitglieder selbst alle Mandate unter sich aufteilen wollen, wie es auch bei den etablierten Parteien üblich ist. Der Hauptunterschied ist, dass man als Neumitglied noch relativ schnell zu den übrigen Aktiven aufschließen kann.

      • Weiß jemand, wie Frauke Petry zu „DDR“-Zeiten in den Westen übersiedeln konnte? Das war ja bekanntlich nicht so einfach! Laut wiki hat sie 1995 im nordrhein-westfälischen Bergkamen ihr Abitur gemacht.

      • Es war erst 1989, aber noch vor der Maueröffnung. Der Vater war von einem genehmigten Westbesuch einfach nicht zurückgekehrt und die Familie kam dann nach.

      • @Alexander Dilger:
        „Ich sehe diese Offenheit nicht (mehr). Es geht vor allem darum, dass die aktiven Mitglieder selbst alle Mandate unter sich aufteilen wollen, wie es auch bei den etablierten Parteien üblich ist. …“

        Wenn Sie mit „Offenheit“ die Bereitschaft auch Parteilose kandidieren zu lassen meinen, haben sie wohl Recht. Aber was hindert einen potentiellen Kandidaten daran, der Partei auf deren Liste er zu kandidieren interessiert ist, auch beizutreten?

        Das größere Problem sehe ich (bei allen Parteien) darin, dass nur Zeitreiche – darunter leider automatisch extrem viele Looser – sich innerparteilich so stark „engagieren“ können, dass sie (innerparteilich) genügend wahrgenommen werden, um überhaupt aufgestellt zu werden.

        Alternativ könnte eine Partei natürlich auch „Promis“ aufstellen, wie es ja im Falle der AfD mit einem Teil der heutigen Europaabgeordneten bei der Listenbesetzung zur Europawahl der Fall gewesen ist. Unter den sieben AfD-Abgeordneten, die den Sprung ins Europaparlament geschafft haben, waren vor ihrer Zeit Herr Henkel, Herr Starbatty und Frau Storch einem politisch interessierten Publikum bereits bekannt. Die anderen vier (einschließlich Herrn Lucke) waren vor der Gründung der AfD unbekannte Nobodies.

        Das Ergebnis ist bekannt – zwei der drei Vorgenannten haben die AfD inzwischen verlassen und ihre Mandate mitgenommen (was ich als absolutes NO GO empfinde, da die Europwahl eine Parteienwahl ist – anders sähe ich das, wenn es sich um Direktmandate handelte) und Frau Storch macht heute mit Aussagen Schlagzeilen, für die man sich als gemäßigtes AfD-Mitglied nur in Grund und Boden schämen kann.

        Eine Listenbesetzung mit „Promis“ ist also nicht zwangsläufig ein Glücksgriff für eine politische Partei.

      • Promis finde ich nicht so schlecht oder zumindest Leute, die schon etwas Positives geleistet haben im Leben. Dass jemand mit laufender Privatinsolvenz eine Bundespartei und Landtagsfraktion führt, gibt es anderswo jedenfalls nicht. Promis sind unabhängiger als andere Abgeordnete, aber das ist gerade ein Vorteil. Wenn Sie die Quote der ausgetretenen Europaparlamentarier betrachten, sind die Promis nach Ihrer eigenen Rechnung da sogar unterrepräsentiert. Bei den zwei Zurückgebliebenen muss sich Frau von Storch doch auch nicht hinter Herrn Pretzell verstecken.

      • Zwei „Promis“ von fünf ALFA-Abgeordneten sind eine Quote von 40%.
        Eine von zwei AfD-Abgeordneten sogar 50%.

        Wollen Sie etwa eine noch höhere „Promiquote“?
        Wenn stellen Sie sich da vor?

        Günther Jauch?
        Thomas Gottschalk?
        Micaela Schäfer?
        Die Z-Promis aus dem RTL-Dschungelkamp?

        Gott möge abhüten … (falls es ihn gibt)

        😉

      • Sie schreiben es doch selbst, bei den Überläufern zu ALFA ist die Promiquote 40 %, bei den AfD-Verbliebenen aber 50 % und damit höher, auch wenn es sich nur um eine Person handelt.

      • Zum Glück ist das bei dieser geringen Grundgesamtheit alles ohne Aussagekraft … 🙂

      • Frau von Storch ist ein Promi? Weshalb? Ich hatte von der Frau vor ihren Beitritt zur AfD noch nie etwas gehört, ihr Magazin ist auch nicht gerade sehr bekannt, wenn man nicht in der AfD ist/war… Ist sie jetzt ein Promi, weil mehr Bundesbürger etwas mit ihren Namen seit ihren Schießbefehl-Kommentar anfangen können?

      • Es ging darum, wer vor der AfD schon bekannt war (jetzt wäre Herr Lucke der größere Promi). Das trifft auf Frau von Storch zu, auch wenn sie nicht wirklich berühmt war (also wohl eher C- als A-Promi wie Herr Henkel).

      • So ist es. Herr Henkel war natürlich erheblich bekannter als Frau Storch und Herr Starbatty. Aber es ging ja nicht um die Frage wer von ihnen den höchsten Bekanntheitsgrad hatte.

        Vielleicht fahren Bonnie & Clyde ja mit ins nächste RTL-Dschungelcamp? Das würde ihren Promistatus beim Prekariat deutlich erhöhen …

      • Big Brother würde zu den beiden noch besser passen. Gibt es eigentlich noch Traumhochzeit? Zur Not ginge auch Bauer (wohnsitzloser Bielefelder) sucht Frau.

      • Ihm gefallen doch die dämonenhaften Gesichtszüge seiner Partnerin (siehe Bunte), dabei handelt es sich ganz klar um willkürliche Fratzen.

      • Keine Ahnung, ob es „Big Brother“ und „Traumhochzeit“ noch gibt. Ich schaue mir so etwas nicht an, gehöre nicht zur Zielgruppe. Aber über „Dscungelcamp“ wird in vielen Blättern und Online-Medien berichtet. Scheint gerade sehr populär zu sein …

  15. Ehrlich gesagt hätte ich es für glaubwürdiger gehalten, nach dem rechtsruck der AfD und dem Skandalpartteitag in Essen eine klare Entscheidung zu treffen: a) Verbleib iuun der AfD und dort für mehr Vernunft kämpfen b) Austritt aus der AfD und Eintritt bei ALFA, um sich dort zu engagieren, oder c) Rückkehr zur FDP, um dieser zu helfen. Aber erst mal abwarten, wie die Wahlergebnisse so ausfallen, und sich dann erst zum Parteieintritt entscheiden, das gefällt mir nicht. Ich glaube, man sollte als Politiker für seine Überzeugungen kämpfen, gerade wenn es schwierig wird und damit auch die Gefahr des Scheiterns verbunden ist.

    • Ich habe doch eine klare Entscheidung getroffen und bin bewusst parteilos. Das warst Du doch auch vor der Gründung von ALFA, obwohl da der Konflikt in der AfD noch nicht entschieden war. Frau Merkel hat zwischenzeitlich eine neue Situation geschaffen. Ist ALFA wirklich die beste und aussichtsreichste Antwort darauf?

      • Derzeit gibt es 116 vom Bundeswahlleiter gelistete Parteien (https://www.bundeswahlleiter.de/de/parteien/downloads/Anschriftenverzeichnis_Parteien.pdf) .Ausserdem gibt es die 5% Hürde für Bundes – unLandtag, welche den Parteienstaat stärkt und den Markteintritt für Neugründungen,die weder innovativ sind noch ein Alleinstellungsmerkmal besitzen welches die Menschen bewegt, so gut wie unmöglich macht. In der BRD haben es deshalb auch nur die Grünen als Neugründung in den Bundestag geschafft. Die AfD hat in 2017 beste Chancen, was sie natürlich interessant macht. ALFA ist weder die bestmögliche Antwort auf die Krise des Geldsystems,noch auf die Völkerwanderung nach Deutschland und schon gar nicht-mangels Glaubwürdigkeit von Herrn Lucke-auf die Forderung nach mehr direkter Demokratie. Ich sehe also keine politische Marktniche,die von ALFA wirklich besetzt wird. Essen war kein „Skandalparteitag“ sondern gelebte Demokratie.

    • @Ulrich van Suntum

      Wenn man sich (wie ich) für a) entschieden hat, muss man viel Gegenwind aushalten. Aber ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es die Sache Wert ist. Nicht nur um der so hoffnungsvoll gestarteten AfD Willen, sondern auch um endlich eine ernst zu nehmende politische Alternative in der Parteienlandschaft zu etablieren.

      ALFA hat keine Chance. Zu wenig eigenes Profil, zu viel Lucke- und Henkel-Duktus. Dieses autokratische Besserwisser-Gehabe hat doch schon in der AfD nicht funktioniert. Menschen, die sich bewusst politisch engagieren und in einer Partei mitarbeiten, wollen nicht nur Plakate aufhängen oder Flyer verteilen und sonst wie kleine Schulbuben behandelt werden. Aber das werden Herr Lucke, Herr Henkel und ihre Mitläufer wohl nicht mehr begreifen, weshalb ALFA als politischer Rohrkrepierer verpuffen wird.

      • Bloedsinn! Sie fuehren Agitation gegen Prof. Lucke etc. schon seit Jahren. Jetzt natuerlich machen Sie weiter gegen ALFA obwohl Sie wissen nicht zu ALFA zu passen. Statt ALFA zu diffamieren sollen Sie uns lieber sagen welchen Beitrag, aus AfD eine wirklich demokratische Partei zu machen, Sie schon geleistet haben.

      • Ach Old Grisogono, hören Sie doch auf immer nur zu lamentieren. Sie wissen ganz genau, dass ich mich – im Gegensatz zu Ihnen – nicht nur in Blogs äußere, sondern sehr aktiv auch innerparteilich engagiere und versuche, die AfD auch in den alten Bundesländern zu einer ernst zu nehmenden politischen Kraft mit zu entwickeln.

        Erst vor einer knappen Stunde schrieb ich im Rahmen des Nachhalls des umstrittenen DW-Interviews von Frauke Petry an einen ebenfalls sehr aktiven Parteifreund (und Funktionsträger) was folgt:

        „ich haue nicht „genüsslich“ auf „Mitglieder des Bundesvorstands drauf“, aber es gibt eben AfD-Repräsentanten im Bundesvorstand, die der AfD mehr schaden als nutzen. Frauke Petry ist da leider nicht die einzige …

        Teamplaying bedeutet nach meiner Auffassung nicht Geschlossenheit um jeden Preis, auch wenn die Vorturner noch so Schädliches von sich geben.
        Da habe ich einfach ein anderes Verständnis von Außenwirkung als Du und die Wagenburg-Bewohner in der AfD, die für jeden selbst verursachten Medien-Gau immer nur andere verantwortlich machen. Diesbezüglich hat sich schon Bernd Lucke wie ein trotziges Kleinkind benommen. Petry und Storch gleichen ihm in dieser Hinsicht wie ein Ei dem anderen. Professionelle Öffentlichkeitsarbeit sieht anders aus …

        Wie Du weisst, habe ich derzeit weder Ambitionen auf ein höheres Parteiamt noch Interesse an einer Kandidatur für den Bundestag.
        Gerade deshalb werde ich mir auch weiterhin erlauben mitzudenken und auf Missstände hinzuweisen. Stets in der Hoffnung, dadurch das Fingerspitzengefühl gegenüber Medien und die Sinne unserer Mitstreiter auch sonst etwas mit zu schärfen.“

    • Herr van Suntum, ich kann Ihnen nur zustimmen! ALFA arbeitet vernuenftig und ehrlich, waehrend Unbeteiligte mit Spitzfindigkeiten und Bedenken sich nicht beruhigen koennen. Herr Lucke und Co. sind sicherlich nicht weniger demokratisch eingestellt als die Kritiker die politisch nichts mehr anzubieten haben.

      P.S. Es ist voellig falsch und unrealistisch in ALFA die Rettung von Frau Merkels Politik zu suchen. Fuer ALFA ist es kein Minuspunkt! ALFA ist eine Alternative zu FDP, vielleicht ein moeglicher Partner von CSU.

      • @Ivan de Grisogono:

        Es ist noch keine zwei Jahre her, da hielten Sie auch Frau Storch noch für eine glühende Verfechterin edelster humanistischer Ideale und lupenreine Demokratin …

      • @Meister

        Versuchen Sie sich an die Wahrheit zu halten. Sie schreiben Maerchen.

        Auf Ihre leeren Angriffe gegen Frau v. Storch habe ich Ihre Aktivitaeten fuer “ Zivile Koalition e.V.“ hervorgehoben. Und es stimmt, Ihre Kampagnen sind richtig und erfolgreich. In Unterschied zu Ihnen, Sie mobilisiert Gleichgesinnte und meckert nicht nur!

      • Ob man die Kampagnen und Ziele der Störchin für richtig oder falsch hält, da darf man aber schon noch unterschiedlicher Meinung sein, oder?

        Mein Ziel ist es nicht, meinen Lebensunterhalt als Politikunternehmer zu verdienen und ich verfolge auch inhaltlich nicht unbedingt dieselben Ziele wie Frau Storch.

        Wenn ich mir Ihre Äußerungen so durchlese, scheinen Sie mir allerdings Frau Storch nach wie vor in vielem sehr nahe zu stehen. Daher verstehe ich gar nicht, warum ausgerechnet Sie sich so auf ALFA eingeschossen haben.

      • @Michael Meister

        „Ob man die Kampagnen und Ziele der Störchin für richtig oder falsch hält, da darf man aber schon noch unterschiedlicher Meinung sein, oder?“

        Das kommt auf die Parteimitgliedschaft an; in der AfD müssen Sie begeistert von Storch sein, in der ALFA muss der Antichrist mit bürgerlichem Namen für Sie Storch heissen.

        p.s. Hatten Sie einen schönen Jahrestag am Ostersonntag? 😉

      • @Ex-Parteifreund
        „Das kommt auf die Parteimitgliedschaft an; in der AfD müssen Sie begeistert von Storch sein, in der ALFA muss der Antichrist mit bürgerlichem Namen für Sie Storch heissen.“

        Warum denn das?
        Ich bin immer noch in der AfD und ganz und gar nicht begeistert von Frau Storch. Von Höcke, Poggenburg, Bonnie & Clide übrigens auch nicht.
        Aber im Gegensatz zu den Hasenfüßen um seine Scheinheiligkeit Bernd I. bin ich nach Essen nicht davongelaufen und betrachte Frau Storch auch nicht als „Antichrist“, sondern schlicht und ergreifend als opportunistische Politikunternehmerin, die in ureigenster Sache handelt. Kapieren nur leider die meisten nicht, da sie nicht genau genug hinsehen …

        Schöne Grüße
        MM
        (member of „Ostersonntagsbande 2013“) 😉

    • Unverschämt. Noch gibt es ja wohl keine Pflicht zur Mitgliedschaft in politischen Parteien. Man merkt Ihnen die Verbitterung über die völlig abzusehen gewesene Totgeburt Ihrer realsatirischen Partei deutlich an. Sie waren es doch, der 2013 in Vorträgen wortreich begründete, warum Sie der (damals noch jungen) AfD nicht beitreten wollten. Legitim. Aber was Sie jetzt machen ist nicht ok.

  16. Wenn das unterirdische Benehmen in Essen „gelebte Demokratie“ gewesen sein soll, dann verstehen wir offenbar etwas anderes unter diesem Begriff. Und welche der 116 geklisteten Parteien hat es denn wie ALFA geschafft, innerhabn nicht einmal eines Jahres 15 funktionierende Landesverbände mit inzwischen zahlreichen weiteren Untergliederungen zu gründen? Und zudem auf Anhieb immerhin 1% Wählerstimmen bei der Landtagswahl in BW zu erzielen, praktisch ohne jede mediale Unterstützung, mit ganz wenigen Mitgliedern und fast ohne Geld? Dies zeigt das Potential, welches eine Partei hat, die sich mit vernünftigen, aber moderaten Lösungsvorschlägen dort positioniert, wo früher einmal die CDU und ganz am Anfang auch einmal die AfD standen. Wer uns kennt, wählt uns meistens auch, und zwar völlig zu recht. Die AfD lebt doch nur von den Ideen, dem Geld und der Bekanntheit, welche sie überwiegend von heutigen ALFA-Mitgliedern geerbt hat. Viele mhaben sie nur geählt, weil sie die wirkliche, weil seriöse Alternative ALFA noch nicht kennen.

    • Werter Herr van Suntum,

      ich meine, da überschätzen Sie Ihre Partei etwas.

      Die AfD hat es in viel kürzerer Zeit nicht nur geschafft in allen Bundesländern (und nicht nur in 15) Landesverbände aufzubauen, sondern diesen 16 Landesverbänden auch einen flächenden Unterbau mit Kreisverbänden zu schenken. Davon ist ALFA Lichtjahre entfernt und wird es wohl auch künftig bleiben.

      Was Essen angeht, mag ich mir trotz meiner AfD-Zugehörigkeit seit März 2013 kein Urteil erlauben, da ich leider krankheitsbedingt nicht nach Essen fahren konnte. Vielleicht war das Benehmen vieler Mitglieder dort tatsächlich rüpelhaft und einer demokratischen Partei unwürdig. Aber beleidigt in Scharen davon zu laufen, nur weil der eigene Guru nicht gewählt wurde und nun trotzt ist auch nicht gerade ein Zeichen von menschlicher Reife und wirklichem Demokratieverständnis.

    • @Ulrich van Suntum
      Der Arzt Dr.Maaz bringt es hier auf den Punkt: https://www.youtube.com/watch?v=2G6FYVNFACM . Der Erfolg der AfD ist ein Symptom dafür, das Merkel und ihre gesamte Mischpoke gescheitert sind. Die Götterdämmerung hat begonnen. Die AfD lebt nicht von Inhalten, sondern von Ihrer Rolle als“ unberührbare“ Aussenseiterin.Die Menschen spüren im Unterbewusstsein, dass unser politisches System am Ende ist. Die kleine Frauke Petry wird bekämpft als wenn sie so gefährlich wie ein Hitler werden könnte. Mir fällt dazu Ghandi ein: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Aber wer bekämpft ALFA, Lucke oder Henkel? ALFA ist so unwichtig, dass man sie noch nicht einmal ignoriert. Nein,die AfD lebt heutenicht mehr von Ideen oder Geld aus der Lucke Zeit. Sie istheutztage für libertäre und erzkonservative Bürger erste Wahl, also Marktführerin, wenn es um den Widerstand gegen das Merkel-System geht. Und wo ist ALFA Marktführerin? Beim Nordeuro oder der Zustimmung zu TTIP?

    • @Ulrich van Suntum, 28.3., 13.06 Uhr

      apropos „unterirdisches Benehmen in Essen“

      Aber Sie wissen schon, Herr van Suntum, dass gerade Mitglieder des Weckrufes sehr zum „unterirdischen Benehmen in Essen“ beigetragen haben. Ich könnte etliche Beispiele anführen. Erinnern möchte ich an eine frühere AfD-Frau aus NRW, die ich persönlich kenne. Sie war schon immer eine glühende Lucke-Verehrerin und pöbelte dermaßen, dass einem Hören und Sehen verging. Und genau diese Dame gehört heute Ihrem Landesvorstand an. Das sind doch beste Voraussetzungen, um in der Lucke-Partei, die größten Wert auf gutes Benehmen legt, zweistellige Wahlergebnisse einzufahren.

      Ihnen persönlich alles Gute!

      • Die Poebel (Mob) die Fluegel, Patriotische Platform, Initiative Buergerliche…, JA und somit Petry, von Storch, Gauland, Hoecke, Pazderski uva. representieaerten war nicht zu ueberhoeren und uebersehen in Essen!

        So waren auch die Kommentare nach Essen sehr eindeutig. Jetzt wird versucht die Geschichte umzuschreiben! AfD ist als politische Partei nicht waehlbar, wegen der Mitglieder und verschrobenem Weltbild!

      • Die AfD wird aber gewählt. Ihre Kommentare vor den Landtagswahlen hatte ich auch so verstanden, dass Sie zur Wahl der AfD aufriefen, obwohl Sie ALFA-Mitglied sind. Es geht eben nicht nur darum, wer das bessere Programm oder auch Personal hat.

      • Ratschlaege wie man waehlen koennte sind mehr Ihre Sache! Selbstverstaendlich war aus Protest gegen Gottspielerin nicht falsh AfD zu waehlen. Langfristige politische Ziele kann man sonst mit dieser Partei nicht erreichen.

        Thema war „unterirdisches Benehmen in Essen“.
        Herr van Suntum hat es richtig beobachtet, Gegner von Prof. Lucke haben ein Mob gegen Lucke mobilisiert und mit Intrigen angefangen schon weit vor dem Weckruf und BPT. Weckruf war nicht die Ursache sondern eine richtige Reaktion!

      • Die Konflikte waren älter, aber der Weckruf war gerade keine richtige Reaktion darauf. Das haben doch die nachfolgenden Ereignisse eindeutig bestätigt. Doch Sie scheinen sich für empirische Evidenz nicht sonderlich zu interessieren, weshalb Sie auch die Wahlergebnisse von vor zwei Wochen ignorieren.

      • @Old Grisogono 19:45 Uhr:

        Wenn ich Herrn van Suntum und Herrn Dilger richtig verstanden habe, war Herr van Suntum nie Mitglied der AfD und folglich weder in Essen dabei, noch sonst „Beobachter“ aus erster Hand, was parteiinterne AfD-Vorgänge angeht.

        Zudem übersehen Sie geflissentlich, mit welch ehrabschneidenden Methoden ihre Wegrufer sich innerhalb der AfD die Macht sichern wollten. Deren Geschäftsgebaren war ebenso unterirdisch wie das der von ihnen kritisierten „Gruppen“. Als einer, der sich keinem dieser „Flügel“ je zugehörig gefühlt hat, vermag ich das sicher objektiver zu beurteilen als Sie und ihre neuen Parteifreunde.

      • @ Ivan de Grisogono am 28.03., 17.47 Uhr

        Jetzt kriegen Sie sich wieder ein, sonst muss man sich noch Sorgen um Ihre Gesundheit machen.
        Aber ich hab da mal einen Vorschlag: Unterstützen Sie doch Ihren ALFA-Landesverband in der Pressearbeit. Dort freut man sich bestimmt über die Mitarbeit eines so engagierten Mitgliedes.

      • Der Job des Pressesprechers für Frau Petry ist doch auch noch zu haben. Wenn Herr de Grisogono ihn übernimmt, hilft das sowohl der AfD als auch ALFA…

      • @Alexander Dilger 20:53

        Super Idee!
        Ältere Herren sind ja geradezu die Kernzielgruppe und das Potential nicht nur von Frau Petry, sondern beider AfD-Flintenweiber. Herr de Grisogono eignet sich also ganz hervorragend für das Amt des Pressesprechers der Damen Petry und von Storch, da er die Bedürfnisse und Neigungen von deren Zielgruppe genauestens kennt. Mit etwas Glück kommt er damit sogar auf die Titelseite der „BUNTE“, bekommt Fernseh-Interviews mit „DW“ (Deutsche Welle) und „Russia Today“ sowie einen regelmäßigen Gastauftritt bei der „Wissensmanufaktur“.
        *Ironie off*

      • @Meister 20:24

        Ich war in Essen und haben den Mob erlebt, Sie nicht. Ausserdem gibt es genug Videomaterial von diesem Zirkus! Lesen Sie hier im Blog alte Kommentare, auch von Prof. Dilger. Bei ihm vollzieht sich gerade eine kleine Evidenz-Wende, eine Art Schubumkehr!
        Meine tausende Parteifreunde sind aus AfD ausgetretten wie ich auch! Also es kann sich nicht um „neue“ Parteifreunde handeln. Was „wir“ denken war schon bei AfD bekannt. Herr Henkel hat schon frueh erkannt warum man sich fuer manche Menschen bei AfD schaemen muss. Wie ich sehe , dass ist nach wie vor gueltig.

        Ueber Ihre Objektivitaet und alte Propaganda-Arbeit brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Mit Ihem Standpunkt zum Islam passen Sie irgendwie nicht als echter AfD Kaempfer in das Bild?

      • Bei mir gibt es keine „kleine Evidenz-Wende“, sondern es gibt neue Evidenz bzw. eine neue Faktenlage. Ohne die Flüchtlingskrise und die falschen Reaktionen von Frau Merkel darauf wäre die AfD jetzt vermutlich bei ähnlichen Wahlergebnissen wie ALFA angekommen.

        Der Essener Parteitag war in jedem Fall ein Trauerspiel, wozu die Mehrheit mehr und die Minderheit minder, aber auch etwas beigetragen hat.

      • @Old Grisogono 22:14 Uhr:

        Wie Ihnen vielleicht bekannt ist (oder auch nicht), gibt es auch Audiomaterial von vorbereitenden Treffen der Wegrufer kurz vor dem Essener Parteitag. Das ganze Theater das sich dort abgespielt hat, war eine einzige Schlammschlacht und Provokation beider unversöhnlicher Lager. Ich wäre daher auch dann nicht nach Essen gefahren, wenn ich nicht kurz zuvor an einer heftigen Sommergrippe erkrankt wäre. So etwas tue ich mir nämlich nicht freiwillig an.

        Menschen, für die man sich fremdschämen muss, gibt es in allen politischen Parteien. Da ist auch ihre Zwergenpartei keine Ausnahme.

        Ich verstehe mich im Übrigen nicht als „Kämpfer gegen den Islam“ wie die von Ihnen hochverehrte revanchistische Scheinadelige aus dem AfD-Bundesvorstand. Religionskriege sind nicht mein Ding. Das überlasse ich gerne den Taliban und sonstigen rückwärtsgewandten „Reformern“. In einem säkularen Staat und einer aufgeklärten Welt sollte es selbstverständlich sein, dass Religion Privatsache ist. Schließlich gibt es auch Beispiele dafür, dass selbst der Islam und moderne Demokratie durchaus vereinbar sind.

  17. Wie schade, daß die Diskussion beendet ist. Das beste, was m.W. zu dem vielfältigen Themenkomplex im Netz zu finden ist. Sind nicht gerade Semesterferien ? Also bitte mehr von Dilger & friends !!!

    • Die Diskussion kann gerne fortgeführt werden (auch zu allen anderen älteren Beiträgen). Allerdings ist noch keine vorlesungsfreie Zeit, sondern das besonders arbeitsintensive Ende der Vorlesungszeit.

  18. Pingback: Wehmütiger vierter Jahrestag meines Parteiwechsels | Alexander Dilger

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