Clinton und Trump dürften Präsidentschaftskandidaten werden

„Trump und Clinton bauen Vorsprung bei US-Vorwahlen aus“, so dass insbesondere Hillary Clinton die Nominierung durch die Demokraten faktisch nicht mehr zu nehmen ist und Donald Trump die Nominierung bei den Republikanern auch nur noch mit zweifelhaften Manövern, wenn er nur eine relative statt absolute Mehrheit gewinnen sollte. Marco Rubio ist jedenfalls auch als Gegenkandidat ausgeschieden. Verbliebene Konkurrenten sind nur noch der ultrakonservative Ted Cruz und der gemäßigte John Kasich, der weit zurückliegt, jetzt aber alle Stimmen der moderaten Republikaner auf sich vereinigen dürfte. Trotzdem gehe ich von einer Nominierung von Herrn Trump aus, der dann bei der eigentlichen Wahl gegen Frau Clinton verlieren dürfte. Sie ist zwar viel langweiliger als er, aber auch ein viel geringeres Risiko, zumal ihr Mann gar nicht so schlecht regiert hat, insbesondere wenn man ihn mit seinen beiden Nachfolgern vergleicht. Herr Trump hat hingegen gar keine Regierungserfahrung aufzuweisen, erzählt jetzt völlig widersprüchliche Sachen und hat sein ererbtes Vermögen im Verhältnis zum Aktienindex reduziert statt gesteigert.

15 Gedanken zu „Clinton und Trump dürften Präsidentschaftskandidaten werden

  1. Bisher gebe ich Trump auch nur rund 40% gegen Clinton, aber da wäre ich mir nicht so sicher. Zwar wird er im republikanischen Lager einige Stimmen verlieren, weil er als nicht vermittelbar gilt. Dafür wird er aber sicher auch stark im Lager der Demokraten wildern können, die mit seiner Persönlichkeit auch teilweise etwas anfangen können. Völlig chancenlos würde ich ihn nicht sehen. Man sollte ihn nicht unterschätzen. Ich bin dazu geneigt, ihm die Chance zu geben. Nicht weil er mich sonderlich überzeugt, sondern weil die Macht der klassischen Eliten (und vor allem deren Sprache und Methoden) gebrochen werden muss. Trump würde als Präsident sich schon halbwegs zurücknehmen, ich glaube nicht an die Schauermärchen und Horrorszenarien, die man uns tagtäglich erzählt. Das ist nur die Methode der Etablierten, um die Konkurrenz auszuschalten. Das war beim Euro in Europa ja nicht anders. Die Welt wird nicht untergehen, wenn ein Donald Trump Präsident würde und es wäre schön, einmal den Beweis bekommen zu haben, dass die Schauermärchen, die man uns im Vorfeld immer erzählt, nie wahr werden. Sie werden der Meinung sein, dass das Risiko in dieser verantwortungsvollen Position zu groß ist, das mag sein. Diesen Gedanken kann ich nicht völlig verwerfen, Trump ist ja wirklich nicht sonderlich seriös. Aber mit einer Hillary Clinton in die Zukunft zu gehen, die Angela Merkel als ihr großes Vorbild benennt, kann auch nicht der richtige Weg sein. Es braucht einen Aufbruch und eine Politikerin à la Merkel ist da absolut die Falsche.

    Von Merkel würde ich übrigens endlich einen humanistischen Akt erwarten: Sie muss endlich an die mazedonische Grenze fliegen und den 15 000 Menschen dort persönlich sagen, dass sie nicht nach Deutschland können. Erst dann wird das Leid dort an der Grenze weniger und die Menschen sich in die restlichen griechischen Lager begeben. Auch würde eine solche Symbolik schlagartig den Zustrom nach Griechenland reduzieren, so wie es umgekehrt im Sommer auch der Fall war. Merkel hat die Situation an der mazedonischen Grenze verursacht, es ist nun auch ihre Aufgabe, dem Elend dort ein Ende zu setzen. Diese Größe kann man von einem Politiker erwarten.

    • Frau Merkel hat nicht allein die Situation an der mazedonischen Grenze verursacht…die deutsche Gesellschaft hat einen genau so großen Anteil daran! Damals haben bspw. am Münchner Hauptbahnhof Hunderte Menschen wie auch anderorts die Flüchtlinge so wie die deutsche Nationalmannschaft empfangen, die gerade Weltmeister geworden sind…diese Bilder sind um die Welt gegangen und sollten einen großen Anteil daran gehabt haben, dass sich die Flüchtlinge eingeladen und willkommen gefühlt haben. Seitdem wissen sie, dass es in Deutschland viele Menschen gibt, die ihnen helfen, sobald sie angekommen sind…

      • Sie können doch nicht spontane Begeisterung und Hilfsbereitschaft von Privatpersonen mit dem Fehlverhalten der Regierungschefin gleichsetzen, die Verantwortung für dieses Land, dessen Bürger, aber auch andere Menschen trägt, denen sie falsche Hoffnung gemacht hat. Eher schon sind hier die Journalisten zu kritisieren, die extra bestimmte Bilder auswählen und andere ausblenden. Sachliche Kritik hat es auch damals schon gegeben.

      • Natürlich gab es schon damals Kritik. Aber Frau Merkel hat dabei auch im Auftrag jener großen Teile der Bevölkerung gehandelt, die die Flüchtlinge so begeistert empfangen und ihnen geholfen haben. Frau Merkel hat human gehandelt, weil es viele Menschen in Deutschland so wollten…und danach haben die Menschen zu dieser politischen Geste die passenden Bilder am Münchner Hauptbahnhof und Co. geliefert, die in Kombination bei den Flüchtlingen den Eindruck erweckt hatten, willkommen zu sein. Für mich sind die Jubler, Merkel und die Medienvertreter gemeinsam daran schuld, dass falsche Erwartungen bei den Flüchtlingen geweckt wurden.

      • Die Situation an der mazedonischen Grenze eskaliert weil Luegner wie Norbert Bluem da zelten und kriminelle deutsche rot-gruene Aktivisten , sorry Helfer, alle Versuche die Lawine zu stoppen sabotieren und Migranten missbrauchen um Europa zu spalten.

  2. Die Amerikaner kämpfen einen ähnlichen Kampf wie wir in der EU. Gerade Obama hat immer mehr Kompetenzen und damit Macht von den Bundesstaaten weg in Washington gebündelt. Ähnlich wie Merkel, interessiert ihn die Verfassung recht wenig, bzw. er legt sie „modern“ aus. Randgruppen werden gepäppelt, der Normalbürger darf die Zeche zahlen. Mit political correctness soll der Bürger zudem mundtot gemacht werden. Und genau wie in Deutschland und Europa, hat die „erzkonservative“ Basis in den USA angefangen, sich dagegen zu wehren.

  3. Warum ist Trump nur noch mit zweifelhaften Manövern aufzuhalten? Ja, Trump hat allein eine relative Mehrheit…und deshalb muss er Kandidat werden? Bei der Wahl eines Ministerpräsidenten oder Bundeskanzlers zählt in Deutschland auch nicht die relative Mehrheit. Es wird derjenige gewählt, der im Landesparlament eine absolute Mehrheit auf sich vereinen kann, nicht derjenige, dessen Partei die meisten Stimmen bekommen hat…es gibt dafür genügend Beispiele in Deutschland, wo vor allem die CDU eine deutliche relative Mehrheit hatte, aber rot-grün bzw. rot-gelb sie dennoch mit einer absoluten Mehrheit in die Opposition geschickt haben. Ein weiteres Bsp. sind die Stichwahlen in Deutschland auf kommunaler Ebene: in der zweiten Runde treten oft 2 Lager an, wenn in der ersten Runde kein Kandidat der jeweiligen Partei allein die erforderliche Mehrheit erreicht hat…dabei kommt oft vor, dass sich bspw. das linke Lager (Linkspartei, SPD, Grüne, Piraten, teilweise Freie Wähler) darauf einigen, dass in der zweiten Runde nur noch der Kandidat von ihnen diesmal als gemeinsamer Kandidat antritt, der im ersten Wahlgang die meisten Stimmen hatte. Der CDU Kandidat unterliegt öfters in der zweiten Runde gegen dieses Lager, weil er sich von knapp 30 % mit der Hilfe der FDP lediglich auf knapp 35 % steigern kann, während sich der Kandidat der SPD oder Linkspartei von 25 % schließlich bis auf 65 % steigern kann, je nachdem, ob es 2 oder mehrere Kandidaten in der zweiten Runde gibt. Zumindest in den neuen Bundesländern gehen auch viele Wahlen so aus, dass eben nicht der Kandidat bzw. die Partei, der bzw. die in der ersten Runde allein eine relative Mehrheit hatte, auch Bürgermeister etc. wird. Was spricht dagegen, wenn sich die 2 übrigen Kandidaten Cruz und/oder Kasich mit Rubio auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können, so dass sie gemeinsam eine relative oder absolute Mehrheit bei den Delegiertenstimmen erreichen? Aktuell haben alle 3 zusammen deutlich mehr Stimmen als Trump. Für mich wäre so etwas dann halt Demokratie… Warum soll sich die Republikanische Partei auf einen Kandidaten Trump einlassen, wenn über 50 % der Vorwähler keinen Trump haben wollten? Was hat die republikanische Partei zu verlieren? Zunächst würde man den Wählerwillen respektieren, wenn die anderen Kandidaten gegenüber Trump eine relative oder absolute Mehrheit haben und sich auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen…hätten diese Wähler stattdessen Trump gewollt, hätten sie doch wohl gleich Trump und nicht einen der Kandidaten bei den Vorwahlen gewählt?! Mit Trump werden die Republikaner auf jeden Fall die Wahl verlieren, auch wenn es viele AfDler in deutschen Foren anderes sehen. Ja, wenn sie ihn nicht nominieren, besteht vielleicht die Gefahr, dass er als unabhängiger Kandidat antritt, weil es sein Ego nicht aushält, dass er verloren hat. Falls nicht, können sie mit einen anderen Kandidaten Clinton viel gefährlicher werden, da die Trump Wähler zumindest nicht für Clinton stimmen werden. Falls Trump doch als unabhängiger Kandidat antritt, haben die Republikaner wahrscheinlich dennoch besser Chancen als mit ihm, da die Sanders Fans anstelle von Clinton einen unabhängigen Trump teilweise ihre Stimmen geben würden, so dass sowohl Demokraten als auch Republikaner an ihn verlieren würden, damit also wahrscheinlich wieder ausgeglichene Chancen zwischen beiden Parteien vorhanden wären. PS: Was ich lustig finde: eigentlich fallen in den USA oft die Promi-Kinder peinlich auf, und blamieren damit ihre Eltern. Bei Trump ist es umgedreht…und die Töchter von Trump und Clinton sind sogar gut befreundet.

    • Ted Cruz ist eigentlich viel radikaler als Donald Trump. Man kann ihn entfernt mit Herrn Höcke vergleichen und Herrn Trump eher mit Dieter Bohlen oder vom unseriösen Opportunismus her mit Marcus Pretzell mit nur deutlich höherem Unterhaltungswert. Gegen Frau Clinton hat er die größeren Chancen, aber was macht er dann als Präsident?

      • Trump ist ein Egomane und daher unberechenbar. Cruz ist zwar erzkonservativ, aber bisher beherrscht er die Diplomatie…bspw. beleidigt er weder pauschal alle Mexikaner noch spaltet er die amerikanische Gesellschaft so stark wie Trump. Putin ist eigentlich auch kein Hardliner, aber beginnt gern Kriege, wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft, andere Regierungen eine eigene Politik betreiben wollen bzw. ein Krieg zur Ablenkung von den schlechten Lebensbedingungen in Russland mal wieder gebraucht wird. Ich sehe bei Trump die gleichen Gefahren. AfDler bevorzugen Trump wegen seiner TTIP Ablehnung, und weil sie glauben, dass er sich mit Putin gut versteht. Davon abgesehen, ob er seine wirtschaftlichen Versprechungen umsetzen würde, bezweifel ich, dass sich die beiden Egomanen noch gut verstehen würden, sobald eigene Interessen aufeinanderprallen. Keiner weiß, ob Trump seine Wutausbrüche schauspielert oder tatsächlich so tickt…so jemand soll der Gegenpart von Putin sein? Cruz mit einem gemäßigten Vizepräsidenten Kasich (oder einem ähnlich gemäßigten Kandidaten) wäre wahrscheinlich am Ende wie Reagan. Zudem ist er kompromissbereit, wogegen Trump seinen Vize komplett ignorieren sollte, weil er glaubt, der Beste zu sein …bei Trump kann auch keiner Vorhersagen, was passiert, wenn bspw. Putin ihn beleidigen sollte. Zudem muss man noch abwarten, ob Cruz überhaupt die Alternative zu Trump wäre: vielleicht ist das Kasich/Rubio Lager am Ende gemeinsam stärker als Cruz, so dass dieses Lager den Präsidenten stellt und Cruz möglicherweise Vize wird. Ich gehe davon aus, dass Cruz in diesen Fall nicht den Trump Vize macht, da vom bisherigen Wahlkampf mit vielen Beleidigungen abgesehen, Cruz wissen wird, dass er als Vize bei Trump wahrscheinlich der schwächste Vize in der Geschichte der USA wäre…und das Kasich/Rubio Lager wird aus diesen Gründen wohl auch eher keinen Vize unter Trump stellen. Es könnte interessant werden, was passiert, wenn sich 3 Lager auf dem Parteitag unversöhnlich gegenüberstehen und gegenseitig keine Kooperation eingehen…in diesem Fall kann nur ein neutraler Kandidat helfen, der sich bisher nicht öffentlich geäußert hat. Wer sollte das sein? Clint Eastwood? 😀 Man kann den Republikanern nur wünschen, dass kein Trump oder Cruz Präsidentschaftsbewerber wird, da neben vielen anderen Punkten deren Unerfahrenheit (bei Trump zusätzlich Unbeherrschtheit) für die Mitte ein gutes Argument wäre, sie nicht zu wählen…Obama hat gezeigt, was national und international passiert, wenn ein Präsident keinerlei Erfahrung im Regieren hat.

      • Sollte Donald Trump tatsächlich Präsident werden, wird er wahrscheinlich sehr schwach sein, weil er außer Sprüchen nichts zu bieten hat (in gewisser Weise erinnert das trotz des ganz anderen Niveaus an Barack Obama). Was macht er denn, wenn im Kongress nicht nur die Demokraten, sondern auch Republikaner seine ohnehin unausgegorenen Pläne blockieren? Am ehesten könnte er noch in der Außenpolitik viel Schaden anrichten.

      • Ted Cruz ist eigentlich viel radikaler als Donald Trump. Man kann ihn entfernt mit Herrn Höcke vergleichen

        Das ist dummes Zeug! Sie fallen auf die Propaganda der linken Presse herein!!!Soll es „radikal“ sein, wenn man die Verfassung verteidigt, den Zentralismus bekämpft und sich gegen dauerhafte Schuldenpolitik stemmt??? Ted Cruz hat als Generalstaatsanwalt in Texas erfolgreich unter Beweis gestellt, dass er nicht nur reden, sondern handeln kann! Er könnte ein Ronald Reagan 2.0 werden!

        Ich bin kein Freund von Donald Trump. Nicht von seiner Rhetorik und nicht von seinen schwammigen Inhalten. ABER als halber Amerikaner sage ich Ihnen, dass alles besser ist als die Merkel-Verehrerin Hillary Clinton! Nach ihrer Nominierung freue ich mich auf eine riesige Kampagne gegen dieses Monster. Nach der Bengasi-Affäre und der Email-Affäre hat sie das Militär, die Veteranen und die Geheimdienste gegen sich. Und da ihre engste Beraterin Kopftuchträgerin ist und sie ihren frivolen Fremdgeh-Ehemann gedeckt hat, sind sogar die Feministinnen-Verbände gegen sie. In der USA werden wir den Feldzug gegen ein Teufelsweib erleben, den wir in Deutschland so dringend bräuchten……

      • Wollen wir wetten, dass Frau Clinton Präsidentin wird? Das ist das Problem, wenn es keine funktionierende Opposition gibt. In den USA ist sie zu radikal und in Deutschland Frau Merkel zu nah.

      • @ Nationalliberal

        Eher einigt sich Kasich mit Trump als mit Ted Cruz. Cruz war einer der Blockierer im Repräsentantenhaus, die jeden Kompromiss mit Obama verhindern wollten und Böhnisch zum Rücktritt veranlasst haben. Dies hat das Establishment noch nicht vergessen. Die Republikaner wissen bei ihm, dass Sie ihn nicht mehr ändern können. Er ist never ever kompromissbereit.
        Trump ist dagegen noch beeinflussbar und formbar. Trump provoziert in schlimmer Art und Weise, aber sein Plan geht auf. In den USA gibt es auch die selbsternannte PC-Polizei. Jeden nevt es, Trump verstößt einfach dagegen und bekommt die Zustimmung der Leute. Wie in Deutschland gibt es auch dort die Stimmung, endlich sagt es mal einer. Damit kommt er in die Medien und erhält billige Werbung. Seinen Wahlkampf finanziert er über viele kleine Spender. Das Entsetzen des Establishments ist auch so groß, weil er bisher unabhängig von den üblichen Geldgebern agiert. Die Brüder Koch und ihre Freunde würden im Falle seiner Kandidatur ca. 1 Milliarde Dollar in den Sand gesetzt haben. Durch die Kombination mit Kasich oder Rubio könnte das Establishment noch Einfluss gewinnen.
        Der Kampf gegen Hillary würde auch nicht so entschieden sein. Interssant dürfte hierzu auch der Artuikel sein http://www.theeuropean.de/sebastian-sigler/10800-wahlen-in-den-usa Trump ist viel näher an der Mittelschicht als Clinton.

  4. Pingback: Trump ist jetzt einziger Präsidentschaftskandidat der Republikaner | Alexander Dilger

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