Volker Beck auf Droge

Bild berichtete als erste: „Mit Drogen erwischt – Volker Beck legt Ämter nieder!“ Dabei handelte es sich nicht um einen harmlosen Joint, sondern um Crystal Meth, eine der härtesten und gefährlichsten Drogen überhaupt, was manche seiner Ausfälle in letzter Zeit erklären könnte. Als „Erklärung“ brachte der klagefreudige Grüne vor: „Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten.“ Das ist gleich doppelt bedenklich. Politiker dürfen sich natürlich für Gesetzesänderungen einsetzen, müssen sich aber bis zur Änderung wie jeder andere auch an solche Gesetze halten, die sie ablehnen. Vor allem erscheint sein letzter Skandal dadurch noch problematischer. Herr Beck setzte sich nämlich öffentlich für die „Entkriminalisierung der Pädosexualität“ ein, also für straflosen Sex mit Kindern, bis er Ende der 1980er Jahre seine Meinung änderte. Hat er diesen auch praktiziert, so wie er jetzt Drogen nimmt?

24 Gedanken zu „Volker Beck auf Droge

  1. Man soll ja nicht schadenfroh sein, aber in diesem Fall kann ich nicht anders. Dieser nichtsnutzige Schwulenlobbyist Beck, ohne Ausbildung und ohne Studienabschluss, hat sich oft und gerne über andere moralisch erhoben. Ohne seinen Bundestagssitz könnte er zu Hartz-4 gehen. Er verachtet Deutschland, aber lebt gut davon. Wie Claudia Roth, ebenfalls ohne Ausbildung und Studienabbrecherin. Von dieser Sorte gibt es gerade bei den Grünen auffällig viele!

    Ich gönne „Bündnis68/Die Bekifften“ diesen Skandal kurz vor den wichtigen Landtagswahlen. Was wäre eigentlich in Deutschland los, wenn ein AfD-Politiker mit Drogen erwischt worden wäre……

    • Das ist richtig. Es gibt auffällig viele gescheiterte Existenzen bei den Grünen. Allerdings auch bei der AfD (Pretzell ist kein Einzelfall!). Vielleicht ist das aber auch seit einigen Jahren in unserem Land ein strukturelles Problem: (Neue) Parteien ziehen viele gescheiterte Existenzen an, die in einer Partei die Chance sehen, über Abgeordnetenmandate etc. an Geld zu kommen.
      Noch eine Literaturempfehlung: Der emeritierte Volkswirtschaftsprofessor Horst Demmler hat eine Streitschrift verfasst mit dem Titel „Wider den grünen Wahn“. Sehr lesenswert!

      • Bezüglich „gescheiterte Existenzen“ gibt es doch wohl gravierende Unterschiede.
        Während bei den GRÜNEN viele bereits in der schulischen Bildung nicht gerade als „Leuchten“ glänzten, zeigen andere erst in der beruflichen Laufbahn Schwächen. Wer den Schritt zu einer Firmengründung wagt, geht nun mal ein hohes Risiko ein. Viele scheitern bereits innerhalb der ersten 5 Jahre. Sei es durch falsche Einschätzung der Marktsituation, oder ganz banal an einer zu geringen Kapitaldecke. Noch schlimmer ist es allerdings wenn die Zahlungsmoral der Kunden die Ursache ist.
        Warum werden eigentlich in Deutschland gescheiterte Unternehmer gerne mit dem Malum des Versagers gebrandmarkt, während andere sich folgenlos mehr schlecht als recht durch ihr Arbeiter-/Angestellten-/Beamtenleben wursteln können?

      • Gegen eine ehrliche Insolvenz einer Unternehmerin ist nichts zu sagen. Allerdings wird dabei meistens gemogelt, was dann leider auch innerhalb der Partei und hinsichtlich des gemeldeten Wohnsitzes geschieht.

    • Im Grunde sind Junkies bedauernswert und benötigen Hilfe. Doch sie sollten sich nicht zu Moralaposteln aufschwingen und für andere Gesetze machen wollen. Das gilt allerdings auch für manche nicht so gesetzestreue AfD-Funktionäre.

  2. Wenn man manche Abgeordnete hoert und sieht braucht man sich auch jetzt nicht zu wundern. Haben wir Edathy schon vergessen? Das sind die Menschen die eine vernuenftige Politik fuer Buerger machen sollen? Offensichtlich habe sich Polizei- Einsatz gelohnt, Intensivierung von Personenkontrollen, nicht nur an der Grenze, waere sehr sinnvoll.

    Oder glaubt jemand dass man Drogen freigeben soll? Dann waere Abgeordnete Beck nur ein mutiger Vorkaempfer fuer glaenzende Zukunft! Wie immer, wird auch bei Opiaten gerne relativiert und z.B. mit Alkohol verglichen.

    • Ich bin dafür, dass man zumindest bestimmte weiche Drogen wie Cannabis vernünftig reguliert und besteuert legalisiert. Wenn man die Gefährlichkeit, insbesondere das Suchtpotential und die Letalität mit Alkokhol und Tabak vergleicht, sind übrigens nur wenige verbotene Drogen wie Crystal Meth schlimmer. Das spricht für Gesetzesänderungen, nicht aber für Gesetzbruch.

      • Was immer man legalisiert, um partikulaeren Interessen sich zu beugen, fuehrt zu weiteren Folgen. Weder zu viel Alkohol noch Tabak sind gesund allerdings absolut kein Argument bei, was ich als Drogen nenne, nachgiebig zu sein. Beschaffungskriminalitaet um Bier oder Zigaretten zu kaufen ist unueblich? Auch medizinisch gesehen handelt es sich um sehr unterschiedliche Krankheitsbilder und Folgen.

      • Warum wird etwas verboten, was nachweislich weniger gefährlich ist als Erlaubtes? Beschaffungskriminalität ist eine Folge des Verbots, nicht der Drogen selbst. Denken Sie an die Prohibition in den USA oder den erfolglosen „Krieg gegen Drogen“, die jeweils die Kriminalität befördert statt beschränkt haben.

      • Erinnert Euch auch bitte an den ebenso schwulen Mainzer SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann, der vor Jahren ebenfalls mit Cristal Meth erwischt wurde und sein Bundestagsmandat nicht niedergelegt hat. Für gescheiterte Existenzen sind die finanziellen Anreize in Parlamenten sehr hoch – für gescheite Spitzenkräfte dagegen lachhaft!

      • Prof. Dilger(12:02), vileleicht haben Sie recht wenn Sie sagen Drogen, von Marihunana bis Kokain etc., sind weniger schaedlich als Alkohol oder Tabak? Ich bezweifle ob alle wissenschaftliche Studien ernst zu nehmen sind. Auch Aerzte haben keine einheitliche Meinung. Meiner Meinung nach wird hier wieder etwas als liberal und modern verbreitet ohne wirklich die Konsequenzen zu ueberblicken. Ich werde bei meiner Meinung bleiben, weiter Wein trinken und 1-2 Zigarren rauchen auch wenn es medizinisch fuer mich besser waeren Joints oder Koks.

        Bei Tichys lauft z.Zt. auch eine Diskussion zum Thema Beck/ Drogen!

      • Es ist nicht jede wissenschaftliche Studie gleichermaßen ernst zu nehmen. In ihrer Gesamtheit sind sie jedoch die beste Erkenntnisquelle, die wir haben. Die Drogen und ihre Gefährlichkeit sind sehr verschieden, wobei die Gefahr häufig auch durch Verunreinigungen (oder deren plötzliches Fehlen) entsteht, was bei legalen Drogen ein viel geringeres Problem darstellt. Wenn Drogen legal sind, heißt das nicht, dass man sie deswegen nehmen soll oder gar muss.

      • Moralisch möchte ich über Volker Becks Drogenabhängigkeit (anscheinend reicht die bei ihm gefundene Menge für 5-10 Vollräusche) nicht urteilen. Ich habe zwar von Crystal Meth keinen blassen Schimmer, schaue aber auch ganz gerne mal ein wenig tiefer ins Glas und möchte die unterschiedlichen Drogen, ob nun legal oder illegal, moralisch nicht gegeneinander aufrechnen.

        Was mich aber unglaublich ärgert, ist die unglaubliche Doppelmoral auf Seiten der Linksgrünen. Sei es nun Volker Beck, der immer mit dem moralischen Zeigefinger hantiert, aber gleichzeitig schwer gegen das Gesetz verstößt und unsere Kinder mindestens sprachlich entwürdigt. Sei es nun Margot Käßmann, die angeblich nur 1-2 Gläser Wein trinkt, aber in Wirklichkeit von der Schickeria kommend, stockbesoffen mit fast 2 Promille mit dem Auto durch die Straßen irrt. Sei es nun Moralapostel Friedmann, der seine Gäste mit dem Zeigefinger drangsaliert, aber gleichzeitig im Privatleben Kokspartys mit Prostituierten feiert. Oder sei es jetzt auch Kretschmann, der anderen Menschen die Sprache von Rechtsextremen vorwirft, aber selbst eine dunkle und radikale Vergangenheit hat.

        Ich habe kein Problem mit koksenden Puffbesucher, ich habe auch kein Problem mit Leuten, die sich im Crystalrausch im Darkroom gebückt mal ordentlich durchnehmen lassen (da sind vermutlich wenigstens keine Kinder im Spiel). Ich habe aber sehr wohl ein Problem mit Leuten, die privat ihren Gelüsten, Trieben und Emotionen nachgehen, die teilweise sogar verboten sind, aber gleichzeitig andere Menschen sozial brandmarken, stigmatisieren, wenn nicht gar ruinieren.

        Ich habe kein Problem mit ihren privaten Eskapaden, ich habe aber sehr wohl ein Problem damit, wenn man eine solche Lebensweise unter der sprachlichen Irreführung der sexuellen „Akzeptanz“ (wohlwissend, dass der Normalbürger vom Begriff der Akzeptanz andere Vorstellungen hat) unseren Kindern per Bildungsplan aufzwingen möchte. Ich bin für eine freie Sexualmoral und auch Einstellung bezüglich Drogen, möchte mir aber sehr wohl vorbehalten, dass ich meinen Kindern ein anderes Leben vorleben möchte und ich will nicht, dass Kinder in der Schule ein Bordell für allerlei Arten von sexuellen Präferenzen (auch solchen, die ich zwar toleriere, aber persönlich nicht gezielt gefördert sehen möchte) bauen sollen und dadurch bereits vorgeschädigt werden. Mich ekelt es regelrecht an, dass ein Ministerpräsident, unter dessen Führung dies alles passiert, von den Medien auch noch als konservativ bezeichnet wird.

        Und jetzt völlig unabhängig von jeglicher Moral: Ein Junkie hat Unterstützung und Hilfe verdient. Aber er sollte nicht über das Wohl einer ganzen Nation entscheiden dürfen. Ein Bundestagsabgeordneter muss zurechnungsfähig sein, das musste man bei Volker Beck schon lange und jetzt noch viel mehr in Zweifel ziehen. Zumindest für diese Wahlperiode wäre es deshalb richtig, das Bundestagsmandat abzugeben. Ein Drogenabhängiger einer solchen Droge hat im Bundestag nichts verloren. Dafür sind die Entscheidungen, die dort getroffen werden, zu wichtig.

      • Wenn Drogen legalisiert werden, müssen sie reguliert werden. Im Straßenverkehr sollten die meisten verboten bleiben oder niedrige Grenzwerte erhalten. Auch für bestimmte Berufsgruppen sollten zahlreiche Drogen strikt verboten bleiben. Warum sollte das nicht auch für Abgeordnete und erst recht Minister gelten, die ebenfalls Entscheidungen über Leben und Tod treffen können?

      • Cristal Meth ist zwar nicht Bio, aber dafür stammt es zumindest von freilaufenden Dealern…..

  3. Es ist leider sehr unwahrscheinlich, daß dieser Politiker, der nun seine Ämter niedergelegt hat, auch sein MANDAT niederlegen wird.
    Seine Bezüge als MdB wird sich dieser “ Mann “ nicht – nicht – entgehen lassen – und – weiterhin die mit dem MANDAT verbundenen Vorzüge genießen können.
    Stellen wir uns einen höheren Polizeibeamten vor, der unter den exakt gleichen Umständen mit Crystal Meth erwischt werden würde.
    Dieser Beamte hat natürlich kein MANDAT …
    Dieser Beamte bekäme sehr große Probleme, würde vielleicht sogar seinen Job – total – verlieren, von vielen seiner Dienstkollegen “ geächtet “ werden … – und – und – und .
    Auf einen warmen Sessel könnte sich dieser Mensch nicht zurück ziehen ! Der alte Spruch sagt: Wir sind alle gleich, aber manch einer ist eben g l e i c h e r !!!
    Ich vertrete folgende Meinung: Er m u ß auch sein MANDAT zurück geben – und – dies mit allen Konsequenzen, auch wenn er dadurch finanzielllen und sonstigen Schaden erleidet.
    Er hat dafür gerade zu stehen, was er getan hat – und – darf nicht mehr etwas darstellen, das er nicht ausfüllen kann.
    Hoffentlich reagiert seine Partei und stellt ihn politisch für alle Zukunft kalt.
    Reagiert sie nicht, so frage ich mich, ob die Grünen noch logisch denken können … und … ob sie sich darüber im klaren sind, daß sie mit Nichtreaktion jeden einzelnen Wähler vor den Kopf stoßen.
    Jetzt würde nur noch fehlen, daß neue Beweise auf den Tisch kommen würden, die auch die Problematik ( Sex mit Kindern … ) beweisbar untermauern würde.
    Günter Grimm

    • Sie können den Beruf eines Polizeibeamten nicht mit einem gewählten Mandat vergleichen. Es ist doch noch nicht einmal klar, ob nicht viele Wähler der Grünen Herrn Beck jetzt erst recht als ihr Idol sehen. Die Grünen wollen den gesetzestreuen Bürgern alles ge- und verbieten, fühlen sich aber selbst nicht an die Gesetze gebunden.

  4. Bio-Gemüse trifft chemische Droge!?!
    Keine Partei ist so voller Widersprüche wie die Grünen.

    ABER nach Edathy hat es mit Christal Beck genau die Richtigen erwischt!

  5. Pingback: Was darf man von Politikern erwarten? | Alexander Dilger

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