Merkel setzt auf Glauben statt Denken

Heute war Bundeskanzlerin Angela „Merkel bei ‚Anne Will‘: ‚Ich habe keinen Plan B'“. Einen richtigen Plan A hat sie leider auch nicht (siehe ‚Merkels bereits gescheiterter Plan zur Lösung der Flüchtlingskrise‘), sondern verlangt blinden Glauben. Irgendwie (durch Glauben und Gebete?) will sie die Fluchtursachen in Syrien und dem Rest der Welt bekämpfen. Ebenso aussichtslos und sogar unmoralisch ist ihr Versuch, die Türkei zum Einsperren aller Flüchtlinge dort bewegen zu wollen (siehe ‚EU am Ende oder Europa auf gutem Wege?‘). Dafür will sie Griechenland die Flüchtlinge abnehmen. Noch größere Realitätsflucht ist es, Europa eigentlich einig auf ihrem Weg zu sehen.

Es ist richtig, wenn Merkel mit Marx findet, dass Politiker die Welt nicht nur beschreiben, sondern verändern bzw. gestalten sollen. Aber diese Veränderungen sollten nicht wie bei Merkel und Marx von einem pseudoreligiösen Glauben ausgehen, sondern von einer richtigen Analyse der Realität. Wie schon in der Eurokrise rächt es sich, dass die deutsche Bundeskanzlerin das Denken in Alternativen ablehnt. Gebraucht wird eine echte Alternative für Deutschland, die die AfD leider nicht mehr ist, und vor allem eine Alternative zu Frau Merkel.

39 Gedanken zu „Merkel setzt auf Glauben statt Denken

  1. Angela Merkels Vater ist als evangelischer Pfarrer mit Familie in die „DDR“ übergesiedelt, weil er den Sozialismus für die bessere Gesellschaftsform hielt. Er war in der „DRR“ gut vernetzt mit anderen linken Pfarrern, die sich dem Regime angedient haben.

    Angela Merkel war in der „DDR“ nicht nur Mitglied der FDJ, sondern Sekretärin für Agitation und Propaganda, also eine gehobene Funktionärin, die auch teilweise in Moskau studiert hat, was sehr systemtreuen Genossen vorbehalten war.

    Angela Merkel hat bereits zu „DDR“-Zeiten West-Reisen unternommen, die nur 100%ig zuverlässigen Günstigen zugestanden wurden.

    Der WDR (der ganz bestimmt kein „rechter“ Sender ist!) wollte vor Jahren einen Filmbericht ausstrahlen, der die Stasi-Überwachung des Hausarrests des „DDR“-Regimekritikers Robert Havemann dokumentierten sollte, bei dem die junge Angela Merkel wohl unterstützend tätig war.

    Angela Merkel ist in der Wendezeit im „Demokratischen Aufbruch“ an der Seite von Ex-Stasi-Leuten (de Misere, …) aktiv geworden. Frühere Weggefährten haben sich im Fernsehen öffentlich verwundert darüber geäußert, dass Merkel bei der CDU und nicht bei den Grünen gelandet ist.

    Im Verlauf der CDU-Spendenaffäre hat Angela Merkel ihre Funktion als CDU-Generalsekretärin konspirativ genutzt, um ihren Mentor Helmut Kohl und dessen Nachfolger Wolfgang Schäuble zu beseitigen und die Macht an sich zu reißen.

    Als Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin hat Angela Merkel sämtliche inhaltlichen Positionen der CDU denen der Grünen weitgehend angepasst und die einst mächtigen Ministerpräsidenten entmachtet, bzw. weggelobt, sowie den konservativen Parteiflügel kalt gestellt. Unterstützt wurde sie dabei von der „Pizza-Connection“, einem Bündnis linker CDU-Bundestagsabgeordneten (Gröhe, Profalla, Polenz, Laschet, ….), die die CDU anschlussfähig für die Grünen machen wollen.

    Angela Merkel ist tief in ihrem Herzen immer Sozialistin geblieben!

    • Sehr informativ und wahr!
      Sie kann uns nur in eine Katastrophe fuehren weil die Waehler ueber Jahrzehnte von linken umerzogen wurden. Es geht um deutsche Nation und europaeische christliche Werte. Die Partei die heute an der Spitze dafuer kaempfen muesste (CDU) ist gekapert von Verraetern. Deutsche Waehler sind Psychopaten, einerseits glauben sie an Integration von Migranten aber haben Sorgen von Verschuldung, Kriminalitaet , islamisierung etc.! Fantasten haben in der Politik nichts zu suchen.

      Je naeher 13.03. kommt desto mehr scheint eine AfD als alternativlos um eine klare Botschaft an eine verantwortungslose Regierung und Partei zu geben! Alle andere Ueberlegungen sind irrelevant, sie muss verschwinden.

      Es ist eine historische Niederlage fuer Deutschland, dass es keine vernuenftige , harte und entschlossene demokratische Opposition gibt!

      • Ich habe mir übrigens die Rede von Lucke auf dem Parteitag in Ludwigshafen angeschaut. Einerseits war sie großartig und ich vermisse ihn wirklich sehr in der großen Politik, denn sein Fachwissen und Verstand in der Politik war und ist einzigartig. Leider hapert es bei ihm sozial immer noch ein wenig. Er schafft es einfach nicht, die richtige Balance aus Schärfe und Zurückhaltung zu finden.

        Einerseits hat sich seine Rede sehr wohltuend von der Gifterei einer Frauke Petry unterschieden. Andererseits war seine Anbiederung an die Medien und insbesondere die Heute-Show völlig fehl am Platze. Es ist zwar zweifelsohne klug, die Presse nicht mit Schmähungen à la AfD zu überziehen. Es ist aber auch unklug, sich ihr regelrecht anzudienen und auf die Knie zu gehen. Während man Petry nur schwer als Opfer der Medien bezeichnen kann, so ist man mit Lucke nun wirklich nicht fair umgegangen. Man hat ihn wie einen kleinen Jungen in Talkshows vorgeführt, man hat ihm Ungeheuerlichkeiten vorgeworfen und war nie an einem fairen Austausch interessiert. Wenn ich so etwas erlebt hätte, dann hätte ich eine professionelle Distanz gewahrt. Lucke wird seine Partei nur beleben können, wenn er es schafft, sich auf seriöse Art und Weise als Alternative zum politischen Establishment (und dazu gehören in der Lebensrealität leider auch die Medien) zu präsentieren. Die Leute, die er dafür erreichen müsste, honorieren aber kein Hasenfußverhalten (wie er es jetzt ja auch beim Euro gezeigt hat), sondern klare Kante. Klare Kante kann man nämlich auch zeigen, ohne in Plumpheiten à la AfD zu verfallen.

        Deshalb kann ich Sie verstehen, dass Sie vorübergehend die AfD statt Alfa präferieren. Dennoch würde ich mir wünschen, dass die Chance von Alfa noch kommt, denn nur mit Anti-Parolen wird unser Land auch nicht wieder aufstehen. Dafür braucht es auch die Fähigkeit zur Ruhe und Sachlichkeit und die ist bei der AfD leider nicht sehr ausgeprägt vorhanden. Letztendlich braucht es eben die Mischung von 2013, aber die wird es nicht mehr geben.

      • In der AfD gibt es immer noch erstaunlich viele vernünftige Mitglieder. Durch einen „Aufstand der Anständigen“ könnte sie noch die Kurve kriegen und an 2013 anknüofen. Die Chance ist allerdings nicht groß und müsste schnell ergriffen werden. Wenn Frau Merkel entweder gefallen ist oder ihren Kurs doch noch geändert hat, wird es für einen Kurswechsel in der AfD zu spät sein.

      • Herr Prof. Dilger,

        ich hatte es hier an anderer Stelle schon einmal geschrieben. Die AfD wird spätestens nach dem Einzig in alle fünf Landesparlamente ganz sicher einen Kurswechsel in Richtung Mitte-Rechts vollziehen. Das ist schon jetzt bereits fester Bestandteil der Planung, die mittelfristig sogar auf Regierungsbeteiligung abzielt. Das wird unmittelbar zum Jahreswechsel geschehen und mit einem etwas weniger heftigen Flügelkampf beziehungsweise der Unterordnung des ganz rechten Flügels unter die Parteiraison verbunden sein. Petry und Meuthen werden sich damit nicht viel Zeit lassen und rechtzeitig zur Bundestagswahl über die Bühne bringen. Eine Rückkehr zu liberalen Ansätzen wird es dagegen nicht mehr geben. Wetten?

      • Ich halte dagegen, wobei es für eine Wette noch genauer operationalisiert werden müsste. Der rechte Flügel wird gestärkt aus den Landtagswahlen hervorgehen, weil der prozentual größte Erfolg in Sachsen-Anhalt am augenfälligsten sein wird. Es ist auch noch nicht ausgemacht, wie die Fraktion in Baden-Württemberg aufgestellt sein wird. Ich stimme Ihnen allerdings darin zu, dass es in der AfD keine „Rückkehr zu liberalen Ansätzen“ geben wird. Da muss ich dann vielleicht doch wieder auf die FDP hoffen.

      • Herr Prof. Dilger,

        Sachsen-Anhalt ist bundespolitisch nicht sonderlich relevant; das sind im Grunde nicht einmal alle Ostländer zusammen. Natürlich wird die AfD im Osten deutlich rechter auftreten, was natürlich zu einer medialen Fokussierung führen und eine objektive Einschätzung erschweren wird. Da die Bundestagswahlen bekanntermaßen im Westen entschieden werden, wird dennoch eine deutliche Mäßigung spürbar werden. Da das natürlich auch im Auge des Betrachters liegt, dürfte es für eine Wette vielleicht nicht konkret genug sein.Operational würde ich mich darauf festlegen, dass die Flügelkämpfe pünktlich zum Jahreswechsel einsetzen.

      • Alle neuen Bundesländer zusammen haben weniger Wähler als NRW alleine. Das predige ich bereits seit 2014, als die drei Landtagswahlerfolge dort vielen zu Kopf stiegen. Warum glauben Sie, dass es gerade jetzt zu einer Mäßigung kommen wird?

      • „Warum glauben Sie, dass es gerade jetzt zu einer Mäßigung kommen wird?“

        Weil dieses Jahr sämtliche Landtage im Osten gewählt sind. Die nächsten Wahlen finden dann alle in der alten Bundesrepublik, insbesondere aber in NRW statt. Dort kostet Rechtsaußen-Polemik in der Regel mehr Stimmen, als sie einbringt. Ideologen ist das egal, Machtmenschen und Opportunisten aber nicht.

      • Die Dynamik innerhalb der AfD ist jedoch eine andere. Die inhaltlich überzeugten Liberalen und Konservativen sind entweder gar nicht mehr dabei oder passiv. Das heißt, dass jetzt die Opportunisten mit den rechten Ideologen kämpfen. Dabei geht es um die Macht in der Partei, während die Wähler oder gar Inhalte zur Nebensache werden. Herr Gauland würde sich doch z. B. freuen, wenn er Herrn Pretzell und damit auch Frau Petry in NRW eine Niederlage bereiten kann.

      • Da schätze ich Herrn Gauland anders ein, der durchaus den Blick für den größeren Erfolg des Projektes Bundestagswahl nach einer erfolgreichen NRW-Landtagswahl haben dürfte. Eine Panne in NRW kann wichtige Listenplätze bei der nachfolgenden Bundestagswahl kosten. Das will natürlich niemand riskieren. Um Poggenburg und Höcke wird es jedenfalls bis dahin deutlich stiller werden. Und vermutlich kommen dort auch ganz schnell personelle Querelen in der neuen Fraktion hinzu, die sicher nicht besonders kompetent und stabil sein wird.

    • „Frühere Weggefährten haben sich im Fernsehen öffentlich verwundert darüber geäußert, dass Merkel bei der CDU und nicht bei den Grünen gelandet ist.“
      Winfried Kretschmann sagte jüngst: „Ich bete jeden Tag für Angela Merkel“. Was passiert, wenn die Grünen am 13. März in Baden-Württemberg gewinnen und die CDU in den drei Bundesländern herbe Einbußen hinnehmen muss?
      Gewöhnliche Bundestagsabgeordnete haben bisweilen schon mal die Partei gewechselt. Ein Kanzler oder eine Kanzlerin noch nie. Eine grüne Angela Merkel als Anführerin einer großen Koalition wäre ein absolutes Novum. Sollte die Kanzlerin am Wahlabend nach einem großen Aufbegehren in den Unionsparteien eine solche Alternative wagen, hätte sie vermutlich weiterhin die Mehrheit im Bundestag hinter sich. Im Kabinett würden ein paar Stühle gerückt.

      • Das ist eine lustige, aber unrealistische Vorstellung. Ich gehe davon aus, dass Frau Merkel leider mindestens bis Herbst 2017 als CDU-Kanzlerin im Amt bleibt, vielleicht auch noch deutlich länger. Wählerverluste kann die CDU verschmerzen, solange die SPD noch stärker verliert oder sogar Landesregierungen dazugewonnen werden. Außerdem stellt sich nach einem herben Verlust weniger die Frage nach der Schuldigen als nach den besten Aussichten danach. Eingefleischte AfD-Wähler sind da irrelevant, während Nicht- und Wechselwähler vielleicht zurückgewonnen werden können, aber dafür bisherige Merkel-Wähler auch verloren gehen könnten.

      • Spannend wird es auch in Sachsen-Anhalt. Wenn Grüne und FDP nicht rein kommen und es am Schluß nicht mehr für eine GroKo reicht, dann müsste sich die CDU aussuchen, ob sie es doch mit der AfD oder gleich mit den Linken macht. Je mehr die politischen Farbenspiele durcheinander kommen, desto besser.

      • Ihr Szenario ist völlig unwahrscheinlich. AfD und Linke haben doch nicht die Mehrheit. Die AfD mag die SPD überholen, aber die CDU ist trotz allem weit stärker als Die Linke. Bei nur diesen vier Parteien ist also eine kleine Große Koalition möglich. Kommen FDP und Grüne auch in den Landtag, müsste wohl eine dieser beiden Parteien beteiligt werden. Dass die Union mit der Poggenburg-AfD koaliert, ist ausgeschlossen.

    • Es ist wichtig, dass die CDU ein außerordentlich schlechtes Ergebnis bei allen drei anstehenden Landtagswahlen einfährt. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Frau Merkel als CDU-Vorsitzende explizit zur Wahl ihrer Partei aufrief und die Differenzen mit den lokalen Spitzenkandidaten herunterspielte. Ein gutes Ergebnis von Frau Klöckner würde sie also nicht als Kritik, sondern Bestätigung auffassen.

      • Und eine Wahl von Kretschmann als Bestätigung, dass ihr Kurs richtig ist und somit noch ihre letzten Kritiker kaltstellen. Das ist ja das Problem. Dem Wähler bleibt nur die Wahl der AfD (oder anderen Kleinparteien), um seinen Frust auszudrücken und zudem noch die Abwahl Merkels zu erreichen.

        Mit Merkel wird es nicht mehr weitergehen, die lässt die Flüchtlinge notfalls von Griechenland einfliegen oder nach Italien verschiffen und dann mit dem Direktzug einfahren (so würde sie Österreich vermutlich durchlassen), denn so lassen sich wohl noch größere Menschenmassen transportieren. Wer wie nationalliberal immer noch an eine Lösung mit Merkel glaubt, der irrt gewaltig.

        Was ich mich bei Merkel jedoch frage, ist, wie eine solch‘ einfache Frau, ohne jegliche Überzeugungskraft und klaren Verstand jemals Bundeskanzlerin werden konnte und darüber hinaus sogar noch von mir sonst sehr geschätzten Beobachter wie Arnulf Baring und Roger Köppel einst über den Klee gelobt wurde.

        Ich werden am Sonntag in 2 Wochen um 18 Uhr betend vor dem Fernseher sitzen und darauf hoffen, dass bei der CDU in B-W die 2 vorne steht, ansonsten bleibt uns wohl Merkel bis 2017 erhalten.

      • Die AfD muss bei den Landtagswahlen unbedingt zweistellig werden und die klassischen Koalitionsbildungen unmöglich zu machen. In Baden-Württemberg darf keine 2-Parteien-Koalition möglich werden, damit die neue Regierung vor allem mit sich selbst beschäftigt ist! Wolf als neuer Ministerpräsident wäre leider ein Erfolg für Merkel. Kretschmann, der Merkels Politik vollständig unterstützt, ebenso. Auch in Rheinland-Pfalz darf Julia Klöckner nicht Ministerpräsidentin werden, sonst wird Merkel sagen „Wir haben das Land zurückerobert“.

        Erst bei AfD-Ergebnissen nahe der 30% bricht bei den Blockparteien Panik aus. Solche Erfolge werden leider erst möglich, wenn noch 2 bis 3 Millionen „Flüchtlinge“ kommen, was bis zur Bundestagswahl allerdings durchaus möglich ist. Bürgerkriegsähnliche Verhältnisse inklusive……..

      • Herr Kretschmann unterstützt zwar Frau Merkels Flüchtlingspolitik, seine Wiederwahl wäre aber gerade deshalb parteipolitisch fatal für sie. Alle CDU-Funktionäre würden sehen, dass ihre Politik den Grünen nützt statt der Union und dem eigenen Postenerhalt. Die AfD begünstigt hingegen eher CDU-Regierungen.

      • Die CDU ist doch ganz groß im Verdrehen der Wirklichkeit. Guido Wolf, von dem ich anfangs noch viel hielt, der erdreistet sich mittlerweile doch tatsächlich zu sagen, dass Merkels Politik bereits Wirkung zeige und sie die Zahl der Migranten bereits spürbar reduziert habe. Verdrehung der Wirklichkeit, wo doch jeder weiß, dass wir das alleine Mazedonien und im Hintergrund Orbán und Österreich zu verdanken haben.

        Mag sein, dass eine Wahl der AfD eine Regierung der CDU begünstigt. Das ändert aber nichts daran, dass zahlreiche Parlamentarier ihre Sitze verlieren. In Baden-Württemberg wird die CDU vermutlich keinen einzigen Abgeordneten aus einer Großstadt (man muss davon ausgehen, dass dort die Grünen alle Wahlkreise gewinnen) ins Landesparlament schicken. Nur die prinzipiell vernünftigeren Kandidaten aus ländlicheren Regionen werden es über ihr Direktmandat schaffen. Die ganzen Städter, die auch gleich bei den Grünen antreten könnten, bleiben schön draußen. Das wird in Baden-Württemberg doch mal viel bewirken. Die CDU verliert (da hat meine Prognose ausnahmsweise mal gestimmt) auf beiden Seiten. Nach rechts zur AfD und nach „links“ zu den Grünen.

        Leider hat die unsägliche Schießbefehldebatte der AfD sehr geschadet. Auch wenn ich glaube, dass sich einige Bürger in Wahlumfragen nicht mehr offen zur AfD bekennen (zumindest im Westen), wird ein Ergebnis von 15 Prozent wohl das äußerste Maximum sein, realistisch werden es wohl nicht mehr als 12. In Frankreich und Österreich hat es jeweils 30 Prozent gebraucht, damit die Grenze entweder geschlossen (Österreich) oder erst gar nicht geöffnet wurde (Frankreich). Dort haben die entsprechenden Parteien erkannt, dass sie sich mäßigen müssen. Die AfD macht leider mit Ausnahme von Meuthen das Gegenteil.

      • Frau Merkel argumentierte gestern auch damit, dass die Flüchtlingszahlen gefallen wären. Der Hauptgrund dafür ist jedoch ganz einfach die Jahreszeit. Im Vergleich zum letzten Februar kommen enorm viel mehr.

        Zu meiner Wahlempfehlung, die nichts bewirken wird, aber meine Position hoffentlich verdeutlicht, komme ich noch. Gerade in Baden-Württemberg kommt es sehr auf den Wahlkreis und die Kandidaten vor Ort an. Herrn Meuthen würde ich wahrscheinlich wählen, Herrn Frohnmaier auf keinen Fall. Es würde der AfD übrigens enorm viel nutzen, wenn sich wider Erwarten der Kurs von Herrn Meuthen durchsetzen sollte.

      • @Peter Burger

        Ich habe viele aeusserst kritische Aeusserungen Arnulf Barings ueber Frau Merkel gehoert, von Anfang an. Nie lobende Worte. Er fand sie immer unfaehig und unsympatisch.

  2. Erst sagte sie: „Das ist nicht mein Land.“
    Jetzt sagt sie: „Das ist nicht mein Europa.“

    Wer bereitet diesem Größenwahnsinn ein Ende? Und hatten wir nicht schon einmal so etwas? „Heute gehört uns Deutschland …“

  3. Je mehr die Dinge ihren Lauf nehmen, umso offensichtlicher wird, daß der Regierungschef Deutschlands, Frau Dr. Angekla Merkel, über ein recht einfaches Gemüt verfügt. Gepaart mit analytischer Einfalt wird daraus eine politisch brisante Komposition.

    Mit anderen Worten:
    Deutschland kann sich die Kanzlerin und Europa die Deutsche einfach nicht mehr leisten!

    • Das „einfache Gemüt“ und die „analytische Einfalt“ von Frau Merkel spiegelt sich auch in ihrer Sprache wieder. Ihr angewendeter Wortschatz ist erstaunlich klein. Ständig wähnt sie sich auf einem „guten Weg“ oder ist auf der Suche nach „guten Lösungen für die Menschen“. Diese Frau wird immer mehr zu einer Lachnummer, doch leider entscheidet sie über das Schicksal von Millionen Menschen.

      Ihr gestriger Auftritt war nichts anderes als ein politischer Offenbarungseid. Unsere Bundeskanzlerin meinte allen Ernstes, das Fehlen eines ‚Plans B‘ versetze sie in eine bessere Position bei den Verhandlungen mit den anderen europäischen Staaten. Wie kann man nur einen solchen Unsinn verzapfen? Man braucht doch in einer jeden Verhandlung eine realistische Drohkulisse, um überhaupt etwas durchsetzen zu können. Man könnte die Liste der irrwitzigen Aussagen von Frau Merkel beliebig erweitern.

      Danke für Ihren wieder einmal treffenden Beitrag, Herr Dilger. Dass Frau Merkel auf den Spuren von Karl Marx (traum)wandelt, war mir gestern nicht sofort aufgefallen. Aber irgendwie macht das alles immer mehr Sinn.

  4. Ja, sollte….

    Aber irgendwie ist dies nicht der fall. Vielleicht, weil eine Haltung, die auf ratio beruht, immer eine zweifelhafte Haltung ist, da man nicht nur die Schwächen der eigenen Argumente kennt, sondern auch die Stärke der Gegenargumente. Letztlich beruht ja eine rationale Haltung auf einen Abwägeprozess, der unter vorbehalt die eigene Position als die ‚richtige‘ setzt unter einbeziehung der jeweils gegebenen Fktoren – und dabei sich vorbehält, dieses Urteil zu revidieren, wenn sich einer oder mehrere der Faktoren ändern oder neue dagegensprechende Argumente erschließen.

    Glaube beruht darauf, die einzig vertretbare Sichtweise zu besitzen – weil diese von Gott gegeben ist, von von der Natur, dem Schicksal, der Vernunft oder der Moral unverhandelbar vorgeschrieben wird.
    Deshalb halte ich hier diesen Kommentar von A. Meschnig für sehr gewinnbringend zu lesen:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schuld_und_erloesung_zur_religioesen_dimension_der_aktuellen_krise

    Das ganze hängt sehr mittlerweilen mit einem Glaubensbekenntnis zusammen – und nicht mehr irgendwie mit Politik (wenn es nicht von anfang an so war). Der ‚Flüchtling‘ oder ‚Schutzsuchende‘ ist der Arme, Hilflose, Hilfsbedürftige – in dem Jesus vor uns tritt udn an dem wir unseren Glauben an die Elösung durch jesus Christus dadurch beweisen, dass wir wider jede Logik und Vernunft ihn helfen…. Und damit diese Erlösung vollzogen werden kann, darf er auch nichts anderes sein als eben der Arme, Schutzsuchende, Hilflose und -bedürftige. Er kann de facto kein eigenes Subjekt eigener Bedürfnisse und Egoismen sein, der eben eigene Interessen verfolgt, die wir ablehnen auch können. Nein, er muss das Lamm Gottes sein, dass für uns geschlachtet wird (indem er das Elend auf sich nicht) und an dem wir wiederum dadurch, dass wir ihn vorbehaltslos aufnehmen – und zwar gerade dann auch, wenn eigentlich sämtliche Vernunft dagegen spricht (denn um so größer wird unser eigenes Opfer dabei) – wir selbst uns zu Christus bekennen und eben erlöst werden ins Gute hinein, dessen wir eigentlich gar nicht würtig sind. Dieses Merkelische Haltung des: „Ich kann nicht anders, und stände die ganze Welt gegen mich, so würde ich doch genauso handeln!“ – bringt die Absolutheit des Anspruchs auf Selbsterlösung qua der rettenden Tat zum Ausdruck, in der sich der Gang zum Paradies der guten, harmonischen – sozialistischen/christlichen – Gesellschaft erfüllt, in dem jeder nur noch guten Glaubens ist. Merkel, die uns ins Paradies Europa führt und dazu allen mit Mühsal Beladenen dieser Erde einläd teilzuhaben.

    Ich weis nicht, wie ich ihre Haltung und die vieler anderer im lande noch anders sinnvoll fasen kann als eben letztlich durch solch religiös einen religiös motivierte Haltung – bei der sich gerade auch Sozialisten, Grünen und die Kirchen in einer moralischen Allianz der Gewissheit das Gute zu vertreten befinden.

    • Unser säkularer Rechtsstaat sollte jedoch nicht gemäß religiösem Glauben, sondern möglichst rational und die verschiedenen Interessen ausgleichend geführt werden. Ich wäre dafür, dass jeder privat auf eigene Kosten Flüchtlinge aufnehmen darf, wenn er das möchte. Das gilt dann auch für Frau Merkel persönlich, nicht aber für die Bundeskanzlerin, die den Staat nicht für ihre privaten Interessen und Glaubenüberzeugungen nutzen darf.

  5. Vieleicht soll man wieder anfangen zu denken, was an Mazedonischen Genzuebergaengen ablaeuft muss mit Gewalt bekaempft werden! Wenn diese Menschen nach Deutschland durch offene Grenzen einreisen ist dieses Land erpressbar und in Gefahr! Eine kranke Kanzlerin wird nie gegen randalierende Migranten mit Gewalt vorgehen! Und diese Migranten haben Geld investiert hier zu kommen und dafuer erwarten sie jetzt Wohlstand von deutschen Sklaven! Wir sind noch immer nicht genug wachgeruettelt!

    • Die Szenen an der Grenze zu Mazedonien sind auch ein Beispiel dafür, dass die Migranten eben nicht alle friedlich sind. Ich denke, dass die mazedonische Polizei besonnen und richtig reagiert. Es zeigt sich auch, wie wichtig ein Zaun ist, um weiteres Leid und Ausschreitungen zu verhindern. Trotzdem lässt sich eine weitere Eskalation natürlich nicht ausschließen und wer weiß, was los sein wird, wenn diese Menschenmasse noch auf das Vielfache anwächst und die Wut und Verzweiflung doch noch nach Deutschland zu kommen, stärker wird.

      Das sind außerdem lediglich die Szenen an der Grenze. Wie sich die Unzufriedenheit über die realen Zustände in den deutschen Flüchtlingsheimen, wo eben anders als erwartet kein Milch und Honig fließt, ausdrücken wird, bleibt abzuwarten. Es dürfte nicht lange gehen, dann wird es auch dort zu gewaltsamen Aufständen kommen, wenn den Migranten klar wird, dass sie auf unbestimmte Zukunft auf legale Art und Weise mehrheitlich ganz am unteren Ende der Gesellschaft leben werden. Ob man das dann noch kontrollieren können wird, daran hab ich doch meine Zweifel.

      Ganz ehrlich: Ich habe Sorge, wenn nicht gar Angst. Nicht weil ich ungebildet, kleingeistig oder gar ausländerfeindlich wäre, ganz im Gegenteil. Mir ist lediglich die Fähigkeit zur Vernunft und Durchblick noch nicht völlig abhandengekommen. Wir sitzen auf einem Pulverfass, das jeden Moment explodieren kann.

      Angela Merkel soll ihre Jesus-Rollenspiele andernorts ausleben, aber nicht in Deutschland. Sie kann gerne privat ihre rechte Wange hinhalten, aber nicht die von ganz Deutschland.

      Edmund Stoiber sagte 2002 vor der Bundestagswahl in Anlehnung an Bertolt Brecht folgenden Satz: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“. Selten war er wahrer als in der heutigen Zeit. Ich wünsche mir inständig, dass der Wähler weiß, was er zu tun hat.

      • Ja, ohne Zaun geht es nicht! Zusätzlich sollte der Draht des Zauns unter Wechselstrom gesetzt werden. Da tut das Anfassen zwar weh, was es ja auch soll, aber es stirbt davon niemand, wie bei Drehstrom (Starkstrom). Es gibt Möglichkeiten, wenn man nur will!!!

  6. Ich betrachte aus dem fernen Lateinamerika.Bei allen Betrachtungen glaube ich aber nun,dass die einzige Rettung fuer Deutschland der totale Zerfall ist und dann wieder ein Aufbau stattfindet.Nur so geht es,man muss erst durch die Hoelle oder wenigstens durch das Fegefeue r.Merkel ist das schlimmste fuer DE.seit 1945.Gott mit Die mein Deutschland.

    • Für einen Neuaufbau sind die geburtenstarken Jahrgänge schon zu alt und die Nachgeborenen werden es nicht schaffen können.

      • Diese Lust am totalen Untergang ist eines der Probleme der AfD. Konservative sollten alles Gute bewahren wollen, Liberale die Freiheit, das Leben und Eigentum der Menschen. Erst alles zerschlagen zu wollen, damit etwas Besseres entstehen kann, ist eigentlich eine linksradikale und sozialkonstruktivistische Idee.

  7. Sehr geehrter Herr Dilger, ich meine auf keinen Fall Sie persönlich, wenn ich bemerken möchte, das bei einigen Einträge doch die „Flatulenzen“ die abgelassen werden zum
    Himmel stinken. Daher ist es gut das dies hoffentlich nur hier erfolgt.

    • Sie scheinen nicht viel im Internet unterwegs zu sein. Die Kommentare hier sind größtenteils deutlich sachlicher und weniger beleidigend als anderswo, auch wenn hier vieles kontrovers diskutiert wird, was aber auch gut so ist.

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